Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 18573
Eingetragen
26.9.2008
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von chemischen Erzeugnissen, insbesondere von Fluorpolymeren und deren Vorprodukten, Sicherung und Instandhaltung der chemischen Produktionsanlagen in einem sicheren und geschützten Zustand nach Beendigung der Produktion; Verwaltung der damit verbundenen Verbindlichkeiten, Pensionsverpflichtungen und Planvermögen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Ulrike Jenne
seit 18.6.2019
Prokura
Prokura
Stephan Führer
seit 16.11.2017
Geschäftsführer
Thomas Kolbeck
seit 1.2.2016
Prokura
Burkhard Anders
seit 12.3.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
3M International Group B.V.NLD
99.99%
3M Innovative Properties CompanyUSA
0.01%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
3M Deutschland GmbH
Germany
99.99%
3M Innovative Properties Company
United States
0.01%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

3M Deutschland GmbH

Neuss

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht 2021

Das Unternehmen

Als forschendes Multi-Tech-Konzern steht 3M für mehr als 55.000 Produkte, die uns in praktisch allen Lebens- und Arbeitsbereichen begegnen. Besondere Stärke des Unternehmens ist die vielfältige Nutzung der 51 eigenen Technologie-Plattformen. Aus ihnen lassen weltweit mehr als 10.000 Wissenschaftler und Spezialisten in der 3M Forschung und Entwicklung immer wieder neue Produkte und Anwendungen entstehen. Sitz der Dachgesellschaft, 3M Company, ist St. Paul, USA.

Der deutsche 3M Konzern hat einen hohen Stellenwert innerhalb des Gesamtkonzerns. Seine Beschäftigten arbeiten in den Unternehmensbereichen Forschung, Produktentwicklung und technischer Service (Schwerpunkt: Customer Technical Center, Neuss), Produktion (Werke Bad Essen, Burgkirchen, Hilden, Kamen, Kempten, Landsberg/Lech, Meerbusch, Niederstetten, Seefeld bei München, Wuppertal), Marketing und Vertrieb, Stabsfunktionen und Administration sowie Logistik (Schwerpunkt: European Distribution Center, Jüchen).

Kundenkreis und belieferte Märkte

Aufgrund der breiten Produktpalette ist der Kundenkreis von 3M stark diversifiziert. Er umfasst Industrieunternehmen und Dienstleister, Groß- und Fachhändler und öffentliche Auftraggeber in den folgenden vier Kern-Geschäftsbereichen:

Safety & Safety & Industrial (Arbeitsschutzprodukte, Klebesysteme, Schleifmittel und Schleifsysteme, Autoreparatur

Health Care (Produktprogramme für Krankenhäuser, für den niedergelassenen Bereich, für Zahnmedizin, Zahntechnik und Lebensmittelhygiene sowie medizinische Informationssysteme)

Transportation & Electronics (z.B Lösungen für klimabewußte Mobilität, sichere Datennetze oder smarte Straßenmarkierungen sowie Produkte für die Automobil- und Luftfahrt-Industrie)

Consumer (u. a. Büro-, Haushalts- und Heimwerker-Produkte)

Ziele und Strategien

Die 3M Unternehmensvision wirkt weiterhin als Leitbild. Inspiration und Motivation für die tägliche Arbeit unserer Beschäftigten:

3M Technologien stärken jedes Unternehmen.

3M Produkte bereichern jedes Zuhause.

3M Innovationen erleichtern jedes Leben.

Die Unternehmensstrategien zielen darauf ab, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. In ihrem Mittelpunkt steht das Bestreben, auch künftig nachhaltig und profitabel zu wachsen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das kontinuierliche Bestreben, die Management- und Arbeitsprozesse bei 3M zu verbessern und leistungsstarke und vielfältige Talente zu entwickeln.

Finanzielles Steuerungssystem

Zu den wirtschaftlichen Zielen von 3M gehören die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die volle Ausschöpfung des finanziellen Potenzials. Dem entspricht das auf kapitaleffizientes Wachstum ausgerichtete finanzielle System, verbunden mit dem Streben nach kontinuierlicher Verbesserung, auch im Wettbewerbsvergleich. Das finanzielle System von 3M definiert Steuerungsgrößen für Umsatzwachstum, Kapitaleffizienz, Profitabilität und die Optimierung der Kapitalstruktur. Darüber hinaus wurden Mindestanforderungen definiert, die bei der Evaluierung von Akquisitionen zu berücksichtigen sind.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Nachfolgend werden finanzielle Leistungsindikatoren zur Betrachtung des Geschäftsverlaufs aufgeführt. Von diesen sind Umsatzerlöse für den deutschen 3M Konzern steuerungsrelevant.

2021
TEUR
2020
TEUR
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.746.911 2.549.982 7,7%
davon Umsatzerlöse Konzern 1.398.170 1.321.513 5,8%
Ergebnis vor Steuern 41.641 196.070 -78,8%
in % vom Umsatz 1,5% 7,7%
Umschlagshäufigkeit der Forderungen 12,0 12,9 -6,8%

Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen ergibt sich aus der Division der Umsatzerlöse durch den Endbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft hat sich 2021 von der Corona-Krise erholt, ihre Auswirkungen prägen jedoch weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat der private Konsum im Zuge sinkender Neuinfektionen und rascher Impffortschritte ab dem Frühjahr 2021 deutlich angezogen. Allerdings führten seit Beginn 2021 zunehmende Liefer- und Kapazitätsengpässe zu Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten und bremsten in vielen Ländern die Industrieproduktion.

Aufgrund des Anstiegs der weltweiten Nachfrage und der angebotsseitigen Lieferengpässe sind die Erzeuger- und Verbraucherpreise stark angestiegen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2021 mit einer Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 5,9 %. Auch in unseren Kernmärkten hat sich die Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie erholt. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % gewachsen. Das Wachstum hat sich allerdings zum Jahresende 2021 aufgrund der Liefer- und Materialengpässe sowie des erneut angestiegenen Infektionsgeschehens deutlich abgeschwächt. Steigende Erzeugerpreise, Lieferengpässe und ein Anstieg der privaten Nachfrage haben in vielen Regionen der Welt im zweiten Halbjahr 2021 zu einem kräftigen Auftrieb der Inflation geführt.

Im Euroraum stieg 2021 gemäß der Statistikbehörden Eurostat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 um 5,2% gegenüber dem Vorjahr. Von den großen Volkswirtschaften des Euroraums wiesen Frankreich, Italien und Spanien nach den hohen BIP-Rückgängen im Vorjahr laut IWF 2021 kräftige Wachstumsraten von rund 5 % bis knapp 7 % aus.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell und die Ertragslage des deutschen 3M Konzerns wurden durch die strategische Neuausrichtung im Zusammenhang mit der Gründung des 3M Supply Chain Center of Expertise in Burgdorf (jetzt Langenthal), Schweiz, im Juli 2014 stark verändert. Die 3M Deutschland GmbH und die Dyneon GmbH produzieren im Namen und unter der Leitung der 3M EMEA GmbH als Lohnfertiger und verkaufen die Produkte an ihre externen Kunden. Darüber hinaus erbringt die 3M Deutschland GmbH für die 3M EMEA GmbH Dienstleistungen im Bereich Logistik-Service. Das Funktionsprofil beider Gesellschaften spiegelt sich in folgenden Vereinbarungen wider, die zwischen der 3M EMEA GmbH und der 3M Deutschland GmbH sowie der Dyneon GmbH am 19. Juli 2014 abgeschlossen wurden.

Contract Manufacturing Agreement

Marketing and Sales Agreement

Warehouse Service Agreement

Inventory Sale und Transfer Agreement

Research & Development Agreement

Die beiden Gesellschaften hatten für die Jahre 2015 bis 2020 eine verbindliche Zusage über die Margen erhalten. Im Rahmen einer durchgeführten europäischen Benchmark Studie wurden 2021 neue Ziel-Margen festgelegt. Für ihre Tätigkeit der auftragsbezogenen Herstellungskosten von Produkten erhalten die beiden Gesellschaften einen vertraglich vereinbarten Aufschlag von 5,0 % (Vorjahr 6,5%) zu den angefallenen, abrechenbaren Kosten. Als Vertriebsprovision für die Verkäufe an Drittkunden wurde ein Aufschlag von 3,0 % (Vorjahr 2,5%) festgelegt. Neben der Erstattung der angefallenen Kosten für die Logistik-Service-Dienstleistungen erhält die Gesellschaft einen Aufschlag in Höhe von 5 %. Das Research & Development Agreement sieht vor, dass die Gesellschaften zusätzlich zu den tatsächlich angefallenen Kosten für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Einführung neuer technischer Verfahren bzw. neuer Produkte einen Aufschlag von 10 % erhalten.

Ertragslage

Am 27. Oktober 2021 wurden die Gesellschaften KCI Medizinprodukte GmbH, Wiesbaden, und KCI Medical Holding GmbH, Wiesbaden, von der Konzernmuttergesellschaft 3M Deutschland GmbH, Neuss erworben. Die Erstkonsolidierung wurde zum Zeitpunkt der Beherrschung vorgenommen. Aus Gesichtspunkten der Wesentlichkeit wurden hierfür die Wertansätze auf den 31. Oktober 2021 verwendet. Nach der Verschmelzung der KCI Medizinprodukte GmbH auf die KCI Medical Holding GmbH wurde diese rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die 3M Deutschland GmbH verschmolzen.

Mit einer moderaten Steigerung des Umsatzes hat der deutsche 3M Konzern trotz eines sehr herausfordernden Umfelds sein Umsatzziel im Berichtsjahr erreicht und den Ausblick des Vorjahres deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich im Berichtsjahr 2021 um 154,4 Mio. € auf 41,6 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die Verminderung der Zinserträge (-130,4 Mio. €). Die Profitabilität in Relation zum Umsatz beträgt 1,5 %, im Vergleich zu 7,7 % im Geschäftsjahr 2020.

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 196,9 Mio. € auf 2.746,9 Mio. € (7,7 %) erhöht. Der Inlandsumsatz einschließlich des Anteils an Direktexporten verzeichnete insgesamt eine Steigerung von 9,8 %. Eine deutliche Umsatzverbesserung (+12,5 %) wies der Geschäftsbereich Health Care aus. Dies resultiert insbesondere aus der Verschmelzung der KCI Gesellschaften und aus dem erhöhten Absatz von Dentalprodukten, bedingt durch die negativen Effekte der Covid-19 Pandemie im Vorjahr und die sich daraus ergebene niedrige Vergleichsbasis. Der Kern-Geschäftsbereich Safety & Industrial (+3,8 %) setzte seinen Wachstumstrend fort und konnte Marktanteile gewinnen. Insbesondere der Produktbereich Klebesysteme entwickelte sich überdurchschnittlich gut. Im Gegenzug verminderten sich die Umsätze mit den Produkten im Personenschutzbereich, bedingt durch am Markt vorhandene Überkapazitäten und der daraus resultierenden geringeren Nachfrage nach FFP2 Masken auf dem von der Pandemie geprägten Markt. Der Geschäftsbereich Consumer (-4,9 %) zeigte insgesamt negative Wachstumsraten, bedingt durch reduzierte Discounter-Umsätze. Transportation & Electronics (+15,0 %) konnte sein Umsatzniveau stark ausbauen, nicht zuletzt bedingt durch die Transformation in der Automobil-Industrie.

Das Geschäft mit 3M Schwestergesellschaften, das zum überwiegenden Teil Umsätze mit 3M Gesellschaften in Europa beinhaltet, weist einen gegenüber dem Vorjahr um 76,7 Mio. € entsprechend 5,8 % erhöhten Umsatz aus. Diese Umsatzsteigerung ist insbesondere auf die pandemiebedingte schlechte Auslastung in den Produktionsstätten im Vorjahr zurückzuführen. Der Anteil des Umsatzes mit Konzerngesellschaften an den gesamten Umsätzen verminderte sich auf 50,9 % (Vorjahr: 51,8 %).

Umsatzstruktur Geschäftsjahr 202 1 / Umsätze 2017 bis 2021 in Mio. €

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Mio.€, bedingt durch die Versicherungserstattung der entstandenen Schäden im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im Juli 2021 im Werk Wuppertal. Im Berichtszeitraum hat sich der Materialaufwand im Wesentlichen aufgrund der verminderten Umsatzerlöse und im Übrigen aufgrund von einem geänderten Produkt-Mix und Preisänderungen um 152,2 Mio. € oder 10,0 % erhöht. Der Personalaufwand erhöhte sich deutlich um 10,4 % gegenüber dem Vorjahr, insbesondere bedingt durch erhöhte Pensionsaufwendungen. Gleichlautend haben sich die Abschreibungen entwickelt, die aufgrund von anhaltenden Investitionen in das Sachanlagevermögen um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Unternehmens haben sich auf 268,9 Mio. € (Vorjahr: 234,8 Mio. €) erhöht, insbesondere bedingt durch erhöhten Restrukturierungsaufwand in Höhe von 25,9 Mio. €.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge verminderten sich um 130,4 Mio. € auf 79,7 Mio. €. Die Hauptursache liegt in dem negativen Saldo aus der Verrechnung der Zu- und Abschreibungen auf die Zeitwerte des Deckungsvermögens sowie der Verkaufserlöse aus Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen im Rahmen der Abzinsung der Pensionsrückstellungen. Im Wesentlichen sind die im abgelaufenen Geschäftsjahr hier verrechneten Erträge und Aufwendungen aus Deckungsvermögen (per Saldo ein Ertrag von 110,7 Mio. € nach einem Ertrag von 242,3 Mio. € im Vorjahr) sowie die Zinszuführungen der Pensionsrückstellung (34,7 Mio. €, im Vorjahr 32,9 Mio. €) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag haben sich um 2,7 Mio. € auf 31,6 Mio. € erhöht. Die Zunahme trotz des deutlich geringeren Konzernjahresüberschusses ergibt sich im Wesentlichen aus den grundsätzlich erst im Zeitpunkt der Realisierung zu besteuernden Erträgen aus dem in den Pensionsverpflichtungen zu verrechnenden Deckungsvermögen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 212,3 Mio. € auf 1.619,6 Mio. €. Die Aktivseite ist insbesondere durch die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, eine Erhöhung der Sachanlagen und der Verminderung des aktiven Unterschiedsbetrages aus der Vermögensverrechnung gekennzeichnet. Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen die Pensionsrückstellungen, die sonstigen Rückstellungen und die Verbindlichkeiten erhöht.

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr um insgesamt 95,2 Mio. € entsprechend 13,5 % erhöht. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich insbesondere aus dem im Zuge des Erwerbs der KCI Medical Holding GmbH, Wiesbaden, entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerts um 11,7 Mio. € erhöht. Die Erhöhung des Sachanlagevermögens um 85,8 Mio. € resultiert insbesondere aus Investitionen an den Standorten Hilden, Kamen und Wuppertal. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen (Anlageintensität) beträgt nunmehr 49,5 % nach 50,2 % im Vorjahr. Das Anlagevermögen ist zu 102,3 % durch das Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 114,8 %).

Das Umlaufvermögen hat im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 165,4 Mio. € auf 809,0 Mio. € zugenommen. Dabei sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 23,4 Mio. € und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 143,5 Mio. € gestiegen. Gegenläufig haben sich die Vorräte mit einer Verminderung von -2,2 Mio. € auf 188,0 Mio. € entwickelt. Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen (Umlaufintensität) beträgt nunmehr 50,0 % und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr (45,7 %).

Der aktive Unterschiedsbetragaus der Vermögensverrechnung hat sich von 51,0 Mio. € auf 0,2 Mio. € vermindert. Der Ausweis im Vorjahr ergab sich insbesondere aus einem aktivischen Überhang aus der Verrechnung der Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus der Altersversorgung mit dem zu Zeitwerten bewerteten zweckgebundenen Deckungsvermögen. Im Berichtsjahr ergeben sich für alle Versorgungszusagen passivische Überhänge. Der ausgewiesene Betrag von 0,2 Mio. € betrifft sogenannte "Flexibilisierungskonten" aus einer Vereinbarung zur Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 8,8 Mio. € entsprechend 1,1 % auf 819,6 Mio. €. Die Steigerung resultiert aus dem Konzernjahresüberschuss 2021. Im Verhältnis zu der erhöhten Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote nunmehr 50,6 % (Vorjahr: 57,6 %).

Die Rückstellungen erhöhten sich per Saldo um insgesamt 118,6 Mio. € auf 542,0 Mio. €. Dabei haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 70,4 Mio. € erhöht. Die aufgrund eines niedrigeren Diskontierungssatzes angestiegenen Verpflichtungen konnten nicht durch erhöhte Erträge aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögens kompensiert werden. Die sonstigen Rückstellungen haben um 55,3 Mio. € auf 275,2 Mio. € zugenommen. Die Erhöhung ist insbesondere auf neu gebildete Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 38,3 Mio. € zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten haben sich per Saldo um 82,4 Mio. € auf 255,2 Mio. € erhöht. Dies ist im Wesentlichen durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verursacht. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der erhöhten Bilanzsumme beträgt 15,8 % (Vorjahr: 12,3 %).

Der deutsche 3M Konzern zeigte auch im Jahr 2021 eine stabile Finanzlage. Das Working Capital erhöhte sich um 43,2 Mio. € auf 377,1 Mio. €. Im Rahmen der Gesamtfinanzierung verfügte der deutsche 3M Konzern zum Jahresende über ausreichend Liquidität.

Personal- und Sozialwesen

Die wichtigsten Ziele der Personalpolitik bei 3M in Deutschland sind es, sichere Arbeitsplätze zu bieten, sie optimal zu besetzen und den Mitarbeitern zu vermitteln, dass sie nicht nur als Arbeitskräfte, sondern auch als Menschen eine besondere Bedeutung haben. Ein personalpolitischer Meilenstein wurde mit der Einführung eines spezifischen Langzeitkonten-Modells zum 1. Mai 2013 erreicht. Dieses erlaubt es, die Lebensarbeitszeit flexibel zu gestalten. Das persönliche Konto kann entsprechend den Bedürfnissen in der jeweiligen Lebensphase verwendet werden - sei es für ein Sabbatical, etwa um eine ausgedehnte Reise zu unternehmen, oder für eine befristete Teilzeit, beispielsweise um Angehörige zu pflegen. Wer nicht bis zum gesetzlichen Renteneintritt arbeiten möchte, kann das Langzeitkonto für einen vorzeitigen oder gleitenden Ausstieg aus dem Berufsleben verwenden. Eine Besonderheit dabei ist die Kombinationsmöglichkeit mit den Altersteilzeit-Varianten, wodurch eine verlängerte Freistellung oder Teilzeitarbeit erreicht wird. Alle Modelle des Langzeitkontos werden großzügig vom Unternehmen bezuschusst. Mit immer neuen Konzepten wie diesem hält das Unternehmen seine Personalpolitik, ein gewachsenes und bewährtes System, stets auf höchstem Niveau. Bis zum 31. Dezember 2021 haben 85,4 % der anspruchsberechtigten Beschäftigten ein solches Langzeitkonto eröffnet. Insgesamt wurden bis zu diesem Stichtag 115,6 Mio. € eingezahlt.

Die 3M Deutschland GmbH einschließlich ihrer Tochtergesellschaften beschäftigt durchschnittlich 6.090 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 14 Standorten in Deutschland.

Die Berufsausbildung hat bei 3M in Deutschland seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert. Die Zahl der Auszubildenden und dualen Studenten blieb im Geschäftsjahr 2021 auf einem stabilen Stand von 243 jungen Menschen. Ihnen ermöglicht das Unternehmen an 11 Konzern-Standorten mit einer qualifizierten Ausbildung in 16 Ausbildungsberufen sowie acht dualen Studiengängen einen fundierten Einstieg in die Arbeitswelt.

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor von 3M in Deutschland ist es, das Lernen in der Organisation zu kultivieren und die Beschäftigten in ihrem Bestreben zu unterstützen, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Im Berichtsjahr wurde das Ziel stark vorangetrieben, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen individuellen Entwicklungsplan mit seinem Vorgesetzten vereinbart und verfolgt. Grundlagen für jeden Entwicklungsplan sind die Festlegung von Maßnahmen, die während der beruflichen Tätigkeit stattfinden, die Definition von Entwicklungsmöglichkeiten in der Zusammenarbeit mit anderen und das "formale Lernen", beispielsweise in Form von Schulungen. Das breitgefächerte Angebot an Schulungs-, Weiterbildungs- und Fördermaßnahmen wird kontinuierlich aktualisiert. Es reicht von Qualifizierungsprogrammen für gewerbliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kernkompetenz-Trainings bis zu anspruchsvollen Entwicklungsprogrammen für Führungskräfte.

Produktion

Im Unternehmensbereich "Manufacturing" lag das Volumen 2021 um 14,9 % über dem Vorjahr.

Das Werk Seefeld (Zahnmedizin) zeigte 2021 ein um 31% höheres Volumen, der pandemiebedingte Rückgang wurde somit kompensiert. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2022 ein moderates Wachstum von 5,9% im Volumen.

Das Werk Wuppertal hatte im Vergleich zum Vorjahr ein um 4% reduziertes Volumen, insbesondere durch die Auswirkungen des Hochwasserereignisses im Juli 2021 sowie des Volumenrückgangs im Bereich Homodialyse. Der Ausbau der Kapazität für Oxygenations-Membranen wurde im Geschäftsjahr 2021 realisiert.

Das Werk Hilden zeigte 2021 ein um 9% höheres Volumen gegenüber dem Vorjahr 2020. Durch weitere Automatisierung konnte die Beschäftigungszahl weiter reduziert und die Effizienz gesteigert werden. Im Jahr 2021 konnte die erste Anlage zur Folienherstellung in Betrieb genommen werden. Planmäßig erfolgt der letzte Schritt dieser Investition mit der Inbetriebnahme der 2. Anlage im Jahr 2022. Weitere Investitionen in Automatisierung werden im Jahr 2022/2023 umgesetzt.

Das Volumen im Werk Kamen konnte 2021 um 17% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, im Wesentlichen bedingt durch die höhere Auslastung neuer Anlagen und durch neue Produkte. Im November 2021 ist das "Converting" von Schleifmitteln in Kamen eingestellt worden, um neue Produktionsfläche für die Medizinproduktion zu schaffen.

Das Volumen im Werk Kempten ist im Vergleich zum Vorjahr um 25 % gestiegen und war damit in etwa wieder auf dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Nahezu alle Geschäftsfelder waren gleichermaßen von der starken Volumenerholung betroffen. Die Verlagerung der Produktion von zwei US-Standorten nach Kempten konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Eine wesentliche Volumensteigerung aus dieser Verlagerung ist aber erst nach dem Abschluss weiterer Kundenqualifizierungen in Jahr 2023 zu erwarten.

Das Volumen im Werk Gendorf ist im Vergleich zum Vorjahr um 19% gestiegen, der pandemiebedingte Rückgang wurde somit kompensiert. Der Fokus der Investitionen liegt derzeit in der Produktivitätssteigerung durch den weiteren Ausbau der Anlagen sowie der Entwicklung neuer Produkte im Bereich der Brennstoffzellen und der Energiespeicherung. Ein Konzept zur weiteren Emissionsreduzierung in Verbindung mit dem Bau einer neuen Verbrennungsanlage ist im Genehmigungsprozess.

Das Volumen im Werk Bad Essen ist im Vergleich zum Vorjahr um 2% gesunken. Hauptursache dafür ist, dass das Geschäft im Bereich der innenliegenden Zahnspange weiterhin generell rückläufig ist.

Die Werke der Wendt GmbH zeigten einen Volumenzuwachs von 15 % gegenüber 2020.

Nachdem im Vorjahr, bedingt durch die Covid-19 Pandemie, die Automobilindustrie wie auch andere Zweige einen Volumenrückgang zu verzeichnen hatten, erholte sich die Auftragslage in 2021 leicht.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2021 investierte die 3M Company, USA, weltweit rund 2,0 Mrd. US-Dollar in Forschung und Entwicklung. Außerhalb der USA ist Deutschland größter Forschungsstandort des Unternehmens. An den Standorten Burgkirchen, Hilden, Kempten, Neuss, Seefeld und Wuppertal verfügt 3M über anerkannte Forschungseinrichtungen, die einen bedeutenden Anteil an den entsprechenden weltweiten Investitionen auf sich vereinen. Im deutschen 3M Konzern sind im Bereich Forschung und Entwicklung 669 (Vorjahr 705) Mitarbeiter tätig.

Das Customer Technical Center am Standort Neuss ist das größte europäische 3M Technologiezentrum. Der Corona Lockdown verhinderte es leider interessierte Besucher zu empfangen und so der engen Zusammenarbeit mit den Kunden Rechnung zu tragen. Teil des Technologiezentrums ist das "Customer Inspiration Lab", in dem Kunden eine Vielzahl von Produkten erproben und gemeinsam mit 3M Forschern und Entwicklern neue Problemlösungen erarbeiten können. Im Rahmen von Europäischen Programmen wurden zudem verschiedene Webinare für deutsche Kunden erfolgreich durchgeführt.

Wie schon im vergangenen Jahr fand auch im Sommer 2021 der 3M Sommer-Hackathon statt. Bedingt durch die Pandemie fand der Hackathon virtuell statt, was der Attraktivität und dem Ergebnis aber keinen Abbruch tat: In mehreren Ländern mit mehr als 500 Teilnehmern aus den 3M Forschungslaboren, den Geschäftsbereichen sowie vieler Studenten und einiger Kunden arbeiteten mehrere Teams intensiv an Lösungen für Kunden, setzten Ideen um und lernten neue Technologien. Durch den agilen Ansatz des Hackathons mit freier Themenwahl, Selbstorganisation, spielerischer Herangehensweise und vor allem Spaß in der Zusammenarbeit konnten zahlreiche neue Produktideen und Forschungsthemen identifiziert werden. Es kamen insbesondere digitale Technologien wie künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Modellierung/Simulation, Datenanalyse, Computer Vision sowie Cloud Anwendungen zum Einsatz.

Die Innovationskraft, dokumentiert durch die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte, bleibt ein Schlüsselfaktor für das organische Wachstum bei 3M. Weiterhin richtungweisend ist die "New Product Introduction"-Initiative, die eine zeitnahe und systematische Produktentwicklung und Markteinführung neuer Produkte unseres Erachtens gewährleistet. Ein wesentliches Element ist dabei die enge Verzahnung zwischen den Laboren und den operativen Geschäftsbereichen. Diese Vorgehensweise ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur von 3M.

In den operativen Segmenten konnten unseres Erachtens innovative Angebote für die 3M Kunden in Deutschland entwickelt werden, mit denen sich das Unternehmen im Wettbewerb differenziert. Dazu zählt im Bereich Automotive die Hochleistungslackierpistole. Sie vereint erstklassige Leistung mit einer signifikanten Zeitersparnis und verkürzt so die Reinigungs-, Wechsel- und Zykluszeiten.

Im Bereich von Keramik hat 3M sein Angebot an Siliziumnitrid-Produkten um die neue Qualitätsstufe HS (High Strength) erweitert. Bei gesintertem Siliziumnitrid (Si 3 N 4 ) handelt es sich um ein extrem hartes und korrosionsbeständiges Keramikmaterial, das 60 % leichter als Stahl ist. Das neue 3M Siliziumnitrid Grade HS übertrifft die bekannt positiven Eigenschaften nochmals und bietet eine hervorragende Kombination von Wärmebeständigkeit, Schlagfestigkeit und hoher Abriebbeständigkeit, langer Lebensdauer, elektrischer Isolierung und Verschleißfestigkeit.

Im sehr schnell wachsenden Bereich Personenschutz wurden vier neue Produkte unserer 3M™ Scotchlite™ Reflective Materials Familie neu eingeführt. Die neuen Produkte (3M™ Scotchlite™ Reflective Materials 9725, 5525, 9745, 5545) unserer retroreflektierenden Produktfamilie helfen die Sichtbarkeit von Personen im Dunkeln zu verbessern, sind industriell waschbar, sehr haltbar und erfüllen den textilen OEKO-TEX® Standard 100, Class 1.

Der deutsche 3M Konzern ist unseres Erachtens gut aufgestellt, um sich auch im künftigen Wettbewerb mit den besten Produkten und Dienstleistungen zu positionieren und seine führende Rolle bei der Entwicklung und Nutzung nachhaltiger Technologien in den verschiedenen Segmenten zu festigen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit gehört zur DNA von 3M, sie ist Teil der Unternehmenskultur und -tradition. Als Konzept mit ökologischer, sozialer und ökonomischer Bedeutung wird nachhaltiges Handeln innerhalb von 3M seit Jahrzehnten beständig weiterentwickelt. Bereits im Jahr 1975 startete das Unternehmen sein Umwelt-Programm "Pollution Prevention Pays" - "Umweltschutz zahlt sich aus". Seit 1988 definiert 3M weltweit gültige, quantitative Ziele für die Verringerung von Emissionen in Wasser, Luft und Boden, die laufend aktualisiert werden. Programme zur effizienteren Nutzung von Rohmaterialien und Energie ergänzen diese Strategie.

Die Aktivitäten von 3M beschränken sich nicht auf den Umweltschutz im klassischen Sinn. Nachhaltigkeit ist für das Unternehmen immer nur ganzheitlich denkbar. Deshalb verbindet 3M Programme, Initiativen und Aktivitäten mit dem Anspruch, über gesetzliche Anforderungen hinaus verantwortlich zu handeln. Umwelt, Ökonomie und Gesellschaft sind dabei gleichberechtigte Elemente. Im Einklang mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen orientiert sich 3M an den globalen Herausforderungen und unterteilt seine konkreten Aktivitäten in drei strategische Bereiche:

Wissenschaft für den Klimaschutz (Science for Climate)

Wissenschaft zur Förderung der Kreislaufwirtschaft (Science for Circular)

Wissenschaft in gesellschaftlichem Engagement (Science for Community)

Das verbindende Element der genannten Sektoren ist ganz bewusst die Wissenschaft - für 3M als Multitechnologie-Unternehmen ist sie ein Schlüsselfaktor, um das Leben zu verbessern.

Konkreter Klimaschutz mit ambitionierten Zielen

Institutioneller Ausdruck des Unternehmensanspruchs in Sachen Nachhaltigkeit ist das Engagement in globalen Initiativen. Um den Klimaschutz zu unterstützen, beteiligt sich 3M zum Beispiel an der Initiative RE100. Diese Initiative vereint weltweit über 300 einflussreiche Unternehmen mit dem gemeinsamen Ziel, ihre elektrische Energieversorgung zu 100 % auf regenerative Energiequellen umzustellen und durch aktiv angestrebte Kohlenstoffneutralität einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. 2021 erhielt 3M in den USA den prestigeträchtigen RE100 Market Trailblazer Award, der an Unternehmen vergeben wird, die sich als Schrittmacher der Initiative auszeichnen. Der Beitritt zu RE 100 verpflichtet Unternehmen offiziell dazu, die ambitionierten Ziele in Bezug auf erneuerbare elektrische Energiequellen spätestens bis zum Jahr 2050 umzusetzen - oder früher, wie es bei 3M in Deutschland der Fall ist.

Unter dem Motto "Road to clean energy" fasst 3M die einzelnen Klimaschutz-Maßnahmen zusammen, über die sich ein Dutzend Energieteams in einem unternehmenseigenen Netzwerk regelmäßig austauschen. Mit "best practice"-Projekten streben sie für die einzelnen Standorte eine innovative Energieversorgung und eine Reduzierung des Energieverbrauchs auf ein Minimum an. Drei Bereiche sind dabei als Schwerpunkte definiert: Die Steigerung der Energie-Effizienz, die interne Erzeugung von Strom an den einzelnen Standorten aus erneuerbaren Quellen sowie der Bezug von elektrischer Energie aus nachhaltiger Erzeugung.

Produkttechnologien für eine nachhaltige Zukunft

Produkte und Technologien von 3M liefern wichtige Impulse für mehr Nachhaltigkeit auf Kundenseite. So sorgt die Folie 3M Thinsulate Climate Control Window Film nahezu unsichtbar für weniger Wärmeabstrahlung an den Fensterflächen von Gebäuden und trägt damit zu einem effizienten Energiekonzept bei: Im Sommer weist sie die Wärme erzeugende Infrarot- und UV-Strahlung ab, im Winter hält sie die Wärme im Innenraum und verringert so Energieverluste. Ein weiteres Beispiel ist die mineralische Dämmung maxit ecosphere, die - angereichert mit 3M Glass Bubbles - Maßstäbe bei der thermischen Isolation von alten und neuen Gebäuden setzt. Der Fassadenputz mit mikroskopisch kleinen Glashohlkugeln kann im Spritzverfahren auf praktisch jedem Untergrund aufgebracht werden und trägt so zum Klimaschutz und einer verbesserten Energiebilanz bei.

Auch im Automobilbau sorgen Produkte und Technologien von 3M für mehr Nachhaltigkeit. So finden die vielseitigen 3M Glass Bubbles in der Fahrzeugherstellung Verwendung, wo sie helfen, bei Kunststoffteilen im Innenraum, der Karosserie oder als Dichtmasse Gewicht und damit Kraftstoff - einzusparen. Für vollelektrisch betriebene und Hybrid-Fahrzeuge verbessert 3M Battery Enhancement Material die Leistungsausbeute oder den Rekuperationsprozeß der Batterien. Das flexible Material ermöglicht die thermische Isolation auch in kleinen, engen Bereichen des Batteriepacks, steigert damit die Effizienz und senkt den Stromverbrauch.

Soziale Verantwortung

Zum Kern der 3M Unternehmenswerte gehört die Verantwortung für die Mitarbeiter und für das gesellschaftliche Umfeld. Globales Denken schließt dabei lokales Handeln nicht aus: Auch 2021 engagierte sich 3M konkret an den einzelnen Standorten in Projekten aus den Bereichen Bildung, Diversität/Inklusion und praktischer Umweltarbeit.

Vor dem Hintergrund der Covid-Pandemie kam dem Thema Bildung wie der von 3M geförderten Pacemaker Initiative besondere Bedeutung zu, die Schulen bei der Digitalisierung des Unterrichts unterstützt. Am Sitz der 3M Hauptverwaltung in Neuss wurden die Schüler und Schülerinnen eines Berufskollegs zu Experten für digitalen Unterricht ausgebildet, die Lehrkräfte entwickelten den Fachunterricht im Sinne der Digitalität weiter und Digitalisierung wurde als Schulentwicklungsaufgabe etabliert. Der Praxisbezug stand dabei im Vordergrund. Die teilnehmenden Schüler erwarben in Online-Modulen spezifische Fähigkeiten, die die Umsetzung eines hybriden Lernkonzeptes ermöglichen.

Beim Verein Krass e.V., der sich für die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen einsetzt, beteiligte sich 3M an Projekten zur Förderung des Selbstbewusstseins und der schulischen Laufbahn, ebenfalls mit großem Engagement von 3M Personal. Fast 500 Kinder wurden in diesem einjährigen Projekt mit der Initiative erreicht, welches von der 3Mgives Stiftung in den USA mit 15.000 US-Dollar unterstützt wurde.

Die zielgerichtete Förderung von Jugendlichen ohne Schulabschluss mit dem Ziel, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, steht dagegen im Mittelpunkt der Initiative Kompass D. Hier helfen mehr als 20 3M Lesementoren beim Erwerb von Sprachkenntnissen für den Alltag und das Berufsleben.

In der Vorweihnachtszeit engagierten sich 3M Mitarbeiter an zehn Standorten bei einer Aktion zur Unterstützung der Tafeln. Geld- und Sachspenden sowie selbstgepackte Pakete mit Artikeln des täglichen Bedarfs waren Teil eines länderübergreifenden Engagements von 3M für sozial benachteiligte Menschen. Die Planung, Koordination und Umsetzung lagen an den meisten Standorten in den Händen von Azubis und Dual Studierenden. Die eigenständige Realisation von komplexen Projekten gehört bei 3M von Anfang an zur Ausbildung dazu. Darüber hinaus spendete die Stiftung '3M gives' 20.000 US-Dollar an den Dachverband der Tafeln für vorweihnachtliche Projekte an den Standorten Bad Essen, Kamen, Kempten und Seefeld.

Auch wenn Hilfe ganz unmittelbar nötig ist, engagiert sich 3M. Nach der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021 spendete das Unternehmen als Zeichen der Unterstützung und Solidarität eine Gesamtsumme von 50.000 Euro an zentrale Hilfsorganisationen in den vier betroffenen Ländern Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Künftige Rahmenbedingungen

Die Prognose der Wirtschaftsinstitute steht unter der Annahme, dass der russische Krieg nicht über die Grenzen der Ukraine hinaus geführt wird und es zu keiner Ausweitung der militärischen Auseinandersetzungen kommt. Die Prognose der Weltkonjunktur geht im Basisszenario davon aus, dass die Rohstoffexporte Russlands in die Europäische Union nicht gestoppt werden.

Durch den Russland-Ukraine-Krieg wurde die Prognose der weltwirtschaftlichen Entwicklung stark gedämpft. Insbesondere die verringerte Kaufkraft der Konsumenten durch steigende Energiepreise dämpft den Konsum und belastet gleichzeitig die Investitionsneigung der Unternehmen. Zusätzlich dazu könnten die Probleme bei den Lieferketten weiterhin zu immer wieder stockender Produktion in der Industrie führen. Die Institute gehen davon aus, dass die Probleme bei internationalen Lieferketten mindestens im ersten Halbjahr 2022 bestehen bleiben. Durch diese Faktoren wird die weltwirtschaftliche Erholung im Jahr 2022 ins Stocken geraten, allerdings nicht unterbrochen werden. Insbesondere im zweiten Halbjahr wird mit einem Abflauen der Corona-Krise in China und einer Normalisierung der Energie- und Rohstoffpreise gerechnet. Die Weltproduktion soll dieses Jahr um 3,5 Prozent steigen, was eine deutliche Reduktion im Vergleich zum Herbstgutachten (4,2 Prozent) darstellt.

Im Euroraum wird die Konjunktur nicht weiter von der Corona-Pandemie beeinflusst. Die ursprünglich erwartete kräftige Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität wird nun durch den massiven Anstieg der Öl- und Gaspreise abgebremst. Für das Jahr 2022 wird ein Produktionsanstieg von 3,3 Prozent erwartet.

Der durch den Wegfall von fast allen Corona-Einschränkungen erhoffte Erholungsprozess ist aufgrund des Krieges in der Ukraine ausgeblieben. Die abflauende Pandemie führt im Moment dazu, dass der private Konsum, welcher während der Lockdownphasen nicht befriedigt werden konnte, wieder steigt. Während sich die Nachfrage in Form von Auftragseingängen schon längst wieder von der Corona-Krise erholte, hatte die deutsche Industrie bis zuletzt mit gestörten Lieferketten zu kämpfen, welche die Produktion massiv einschränken. Als Folge des Krieges in der Ukraine steht die deutsche Wirtschaft nun vor neuen Herausforderungen, welche in Form von negativen Schocks die Wirtschaft sowohl von der Angebots- als auch von der Nachfrageseite über verschiedene Kanäle beeinflussen. Die Institute erwarten einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,7 Prozent für dieses Jahr und 3,1 Prozent für das kommende. In ihrem Herbstgutachten 2021 hatten sie noch ein Wachstum von 4,8 Prozent für 2022 erwartet.

Als wichtiger Faktor für die Erholung des privaten Konsums gelten die Verbraucherpreise. Diese werden im laufenden Jahr mit einer Rate von 6,1 Prozent kräftig anziehen. Auch im Jahr 2023 werden diese mit 2,8 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre liegen. In der hohen Rate schlagen sich die breit angelegten Energiepreisschübe nieder, die sich zuletzt in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine noch einmal akzentuiert haben. Hinzukommt eine Teuerung bei Nahrungsmitteln sowie die Weitergabe der steigenden Kosten vieler Vorprodukte an die Verbraucher. Dadurch entsteht ein breiter Preisdruck, der auch in der zweiten Jahreshälfte 2022 wirken wird. Der Krieg und die stark gestiegenen Preise treffen vor allem das verarbeitende Gewerbe in Deutschland. Bis zum Februar 2022 stieg die Industrieproduktion fünf Monate in Folge. Im März deutet sich ein deutlicher Rückschritt an, da die Produktion vor allem in vielen Automobilwerken aufgrund von fehlenden Kabelbäumen aus der Ukraine, ausgesetzt werden mussten. Zudem dürfte der erneute radikale Lockdown in Teilen Chinas zu weiteren Versorgungsengpässen von Vorprodukten führen. Die Institute betonen, dass sich die Wirtschaftspolitik weiterhin im Krisenmodus befindet.

Zwar wurden mittlerweile fast alle Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zurückgefahren, allerdings entstehen durch den Krieg in der Ukraine neue Herausforderungen und es ist weiter mit Versorgungsengpässen in der Zukunft zu rechnen.

Eckdaten der Prognose für Deutschland 2020 2021 2022 2023
Reales Buttoinlandprodukt
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % -4,6 2,9 2,7 3,1
Verbraucherpreise
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % 0,5 3,2 6,1 2,8
Lohnstückkosten
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % 3,4 -0,2 2,1 0,9
Arbeitslosenquote in % 5,9 5,7 5,0 5,0

Quellen: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Bundesbank, 2021 und 2023

Prognose der Institute Frühjahr 2022

Entwicklung im deutschen 3M Konzern

Plan Ist Ist
2022 2021 2020 Veränderung
in %
Mio € Mio € Mio € 2022 vs 2021 2021 vs 2020
Umsatzerlöse 2.768 2.747 2.550 0,8% 7,7%
davon mit verbundenen Unternehmen 1.442 1.398 1.321 3,1% 5,8%
davon mit Dritten 1.326 1.349 1.228 -1,8% 9,8%

Der deutsche 3M Konzern ist in der ursprünglichen Planung für das Geschäftsjahr 2021 von einem operativen Umsatzwachstum über dem Niveau der letzten Jahre ausgegangen. Die Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2021 zeigte bereits die wirtschaftliche Erholung von der Covid-19-Pandemie. Dadurch bedingt hatten Produkte im Personenschutzbereich jedoch negatives Wachstum. Insgesamt ging die 3M Deutschland GmbH Anfang 2021 von einer Umsatzsteigerung von 6,8 % für das Geschäftsjahr 2021 aus. Der Ausblick des Vorjahres wurde damit deutlich übertroffen. Die strukturellen Verbesserungen und optimierten Prozessabläufe bleiben unverändert ein zentrales Element in der Strategie, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu verbessern, und sie bilden eine solide Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum mit Dritten. Die Covid-19-Pandemie ist noch nicht vollständig unter Kontrolle. Die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen sind entsprechend noch nicht absehbar. Weltweit werden von den Regierungen Hilfsprogramme geschnürt, um die finanziellen Schäden zu schmälern. Dementsprechend sind die finanziellen Folgen für den deutschen 3M Konzern spürbar, aber nicht existenziell, aufgrund der Vertragssituation mit der 3M EMEA GmbH.

Die Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2022 zeigte eine deutliche Eintrübung der makroökonomischen Aussichten, bedingt durch erhebliche geopolitische Risiken aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts. Darüber hinaus verschärfen sich die Herausforderungen in der Lieferkette und Logistik aufgrund von Sanktionsauswirkungen und Rohmaterialverfügbarkeit. Die anhaltend hohe Inflation und das Risiko einer Rezession können zu einem Rückgang der Verbrauchernachfrage führen. Insgesamt geht der deutsche 3M Konzern nach aktueller Schätzung von einem Umsatzwachstum um 0,8 % für das Geschäftsjahr 2022 aus. Die Prognose steht unter der Annahme, dass der russische Krieg nicht über die Grenzen der Ukraine hinaus geführt wird und es zu keiner Ausweitung der militärischen Auseinandersetzungen kommt.

Chancen der künftigen Entwicklung

Chancen ergeben sich für den deutschen 3M Konzern insbesondere durch die stetige Entwicklung von neuen Produkten und durch die ständige Verbesserung der ca. 55.000 bestehenden Produkte, die damit den Ruf begründen, zu den innovativsten Unternehmen weltweit zu gehören. Die enorme Produktpalette basiert auf 51 Technologieplattformen, welche die Herstellung von Klebstoffen, Vliesmaterialien, Folien sowie optischen und Filter-Produkten ermöglicht. Daneben wird die erfolgreiche Einführung neuer Produkte durch Kombination der Basistechnologien ermöglicht - viele von ihnen maßgeschneidert auf den speziellen Bedarf der Anwender. Die stringente Ausrichtung auf zukunftsträchtige Technologien und Produkte, angepasste oder neu eingeführte Vertriebsstrategien in einzelnen Geschäftsbereichen, die Schaffung neuer Service-Angebote aufgrund von spezifischen Kundenanforderungen sowie die Ergänzung der Produktpalette durch zielgerichtete einzelne Akquisitionen stimmen uns zuversichtlich, auch in gesättigten Märkten mit hoher Wettbewerbsintensität weitere Marktanteile von den Wettbewerbern zu gewinnen. Damit soll zugleich die eigene Stellung gefestigt bzw. weiter ausgebaut werden.

Risiken der künftigen Entwicklung

Gesamtwirtschaftliche Risiken: Insgesamt sind aus gesamtwirtschaftlicher Sicht für den deutschen 3M Konzern nach heutigen Erkenntnissen keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. Im Folgenden werden grundsätzliche Geschäftsrisiken dargelegt, die jedoch aufgrund der Vertragssituation überwiegend auf die 3M EMEA GmbH verlagert wurden.

Risiken aus der Änderung des Geschäftsmodells: Die Funktionsverlagerung im Jahr 2014 und die Angemessenheit der Verrechnungspreise seit dem Zeitpunkt der Einführung des neuen Geschäftsmodells wurden im Rahmen einer Betriebsprüfung überprüft. Die 3M Deutschland GmbH und die Dyneon GmbH haben sich durch Abschluss einer tatsächlichen Verständigung mit der Finanzverwaltung für die Jahre bis einschließlich 2014 geeinigt. Für die Jahre 2015 bis 2020 haben die Gesellschaften eine verbindliche Zusage über die Margen erhalten. Im Rahmen einer durchgeführten europäischen Benchmark Studie wurden neue Ziel-Margen ermittelt. Die Margen für das Geschäftsjahr 2021 betragen für Tätigkeiten im Rahmen des Manufacturing-Agreements 5,0 % (Vorjahr 6,5%) auf die zugrunde zu legenden Kosten und für die Vertriebsfunktion 3,0 % (Vorjahr 2,5%) der Nettoumsätze mit Dritten. Der Geschäftsbereich "Membrana" wurde im August 2018 in das Geschäftsmodell der 3M Deutschland mit der 3M EMEA GmbH eingebunden. Der Geschäftsbereich "Membrana", wie auch der Geschäftsbereich "ESK" der 3M Deutschland (eingebunden in 2017) waren nicht Gegenstand dieser Verständigung und unterliegen daher noch einer steuerlichen Überprüfung.

Die Risiken aufgrund von Preissteigerungen auf dem Rohstoff- und Energiesektor (Beschaffungsmarktrisiken) werden durch entsprechende Anpassungen der Verkaufspreise an die 3M EMEA GmbH ausgeglichen. Gleichzeitig sollen diese Effekte durch weitere Produktivitäts-Fortschritte basierend auf der Anwendung der Lean-Six-Sigma-Methodik minimiert werden.

Branchenrisiken: Ein spezielles Branchenrisiko besteht für den deutschen 3M Konzern nicht, da das Produktportfolio weit gefächert ist und insofern bereits selbst eine Risikoabsicherung darstellt.

Finanzielle Risiken: Im deutschen 3M Konzern werden geringe finanzielle Risiken aus Währungskurs-Schwankungen entstehen, da nur ein geringer Teil der Produkte von der Muttergesellschaft aus den USA bezogen wird. Mit gezielten Preiserhöhungen und durch Ausschöpfung von Kosteneinsparungs-Möglichkeiten werden diese Effekte minimiert. Aufgrund von Konzernrichtlinien ist der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausgeschlossen, so dass sich entsprechende finanzielle Risiken nicht ergeben.

Da innerhalb Europas - mit Ausnahme von Großbritannien - das Währungsrisiko durch den einheitlichen Euro-Raum weitgehend ausgeschlossen ist, kann davon ausgegangen werden, dass durch die derzeitige Entwicklung der Kapitalmärkte und des Zinsniveaus keine Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung des deutschen 3M Konzerns zu erwarten ist. Als Folge der weltweiten Unsicherheiten an den Finanzmärkten können sich aufgrund von Marktwertschwankungen Risiken bei der Bewertung des zweckgebundenen Pensionsvermögens ergeben. Diesen Risiken begegnet der deutsche 3M Konzern insbesondere durch eine sehr langfristige und diversifiziert ausgerichtete Anlagestrategie.

Personalrisiken können sich im Wesentlichen durch die Fluktuation von Mitarbeitern, insbesondere solchen in Schlüsselpositionen, sowie bei der Personalbeschaffung und -entwicklung ergeben. Der deutsche 3M Konzern begrenzt diese Risiken durch ein Bündel von Maßnahmen im Rahmen des strategischen Personalmanagements. Dazu gehören intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfte-Programme, die sicherstellen, dass qualifizierte Kandidaten in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, um künftige Vakanzen in Schlüsselpositionen bestmöglich zu besetzen. Ferner trägt der gute personalpolitische Ruf von 3M in Deutschland mit seinen markt- und leistungsgerechten Vergütungsstrukturen und hervorragenden Sozialleistungen dazu bei, dass derzeit keine Personalrisiken aus den genannten Sachverhalten gesehen werden.

Produktionsrisiken werden insbesondere über Kennzahlen der Durchlaufzeit und Durchlaufstetigkeit permanent kontrolliert. Hierdurch werden die Kapitalbindung durch Vorräte und das Abwertungsrisiko der Bestände gesenkt. Weiteren möglichen Risikopotenzialen wird durch Anwendung der Lean-Six-Sigma-Methodik an allen Produktionsstandorten begegnet.

Umweltrisiken : Der deutsche 3M Konzern ist unterschiedlichen gesetzlichen Vorschriften unterworfen, die in kurzen Abständen geändert sowie konstant weiterentwickelt und ggf. verschärft werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Umwelt, Chemikalien und Gefahrstoffe, aber auch für Gesundheitsschutzbestimmungen. Hierunten fallen Vorschriften bezüglich der Verunreinigung von Luft, Gewässern und Boden sowie der Abfallentsorgung, die in jüngster Zeit durch die Gesetzgebung verschärft wurden, insbesondere in der EU. Darüber hinaus sind für die Standorte und Betriebe des deutschen 3M Konzern Genehmigungen unterschiedlicher Art erforderlich, deren Auflagen erfüllt werden müssen. Zur Anpassung an neue Vorschriften waren in der Vergangenheit Investitionen notwendig, es ist davon auszugehen, dass dies auch künftig so bleiben wird.

IT-Risiken/ Cyber-Risiken :

Es könnten sich technische Fehler oder Ausfälle unserer IT-Systeme negativ auf unsere Produktion und damit auf unsere Finanz- und Ertragslage auswirken. Zum Schutz vor IT- und Cyber-Risiken haben wir eine Reihe von Maßnahmen implementiert. Neben Sicherheitstrainings für Mitarbeiter gehören hierzu auch Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich der IT-Hardware.

Risiken im Bereich Forschung und Entwicklung: Im Bereich Forschung und Entwicklung können insbesondere Budgetüberschreitungen und Fehlentwicklungen zu Risiken führen. Durch die konsequente Fortführung der "2X/3X"-Methodik (Phasen in der Produktneuentwicklung) können diese Gefahren bei 3M zeitnah minimiert werden.

Weitere operative, finanzielle oder strategische, insbesondere bestandsgefährdende Risiken sind für den deutschen 3M Konzern derzeit nicht zu sehen.

Mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts haben sich insgesamt keine wesentlichen Veränderungen in der Risikoeinschätzung des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr ergeben.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems

Der deutsche 3M Konzern sieht sein Risikomanagement als integralen Bestandteil der Geschäftsführung. Ihr Risikomanagement-System greift grundsätzlich auf die im weltweiten 3M Konzern existierenden Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen zurück und ergänzt diese um spezifische lokale Elemente, die zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Risikomanagements erforderlich sind. Ein umfangreiches Planungswesen und die allgemeine bereichsinterne und bereichsübergreifende Reportingstruktur im 3M Konzern gewährleisten, dass Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder zu Verlusten führen könnten, frühzeitig erkannt und die erforderlichen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Es bezieht alle Geschäftsfelder, Funktionen und Standorte der 3M Deutschland GmbH und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften ein. Die Einhaltung dieser grundsätzlichen Vorgehensweise und die Sicherstellung der Einzelmaßnahmen werden durch regelmäßige, intensive Untersuchungen der (Konzern-)Innenrevision sichergestellt; daneben bedient sich 3M bei Themen, die Spezialkenntnisse erfordern, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, der Unterstützung externer Dienstleister.

Dank an die Mitarbeiter

Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeitern für ihren besonderen Beitrag und den persönlichen Einsatz bei der Umsetzung der Unternehmensziele.

Ein besonderer Dank gilt den Betriebsratsgremien für die konstruktive Zusammenarbeit und die Abschlüsse wichtiger Vereinbarungen.

 

Neuss, 31. Mai 2022

Die Geschäftsführer

Heinrich Brands

Dirk Lange

Oliver Leick

Jens Milde

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 54.744 54.675
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 23.132 13.885
3. Geleistete Anzahlungen 53 0
77.929 68.560
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 219.201 194.089
2. Technische Anlagen und Maschinen 333.605 283.011
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.300 22.427
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 138.491 138.288
723.597 637.815
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2 2
2. Sonstige Ausleihungen 28 28
30 30
801.556 706.405
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 64.072 63.824
2. Unfertige Erzeugnisse 77.425 65.781
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 46.544 60.644
188.041 190.249
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 120.299 96.922
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 489.305 345.765
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 31 35
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.918 9.188
617.553 451.910
III. Wertpapiere
Anteile an verbundenen Unternehmen 323 343
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.137 1.142
809.054 643.644
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.765 6.137
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 202 51.044
1.619.577 1.407.230

Passiva

31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 154.921 154.921
II. Kapitalrücklage 310.919 310.919
III. Gewinnvortrag 339.931 174.324
IV. Auf das Mutterunternehmen entfallendes Konzernergebnis 8.788 165.607
814.559 805.771
V. Nicht beherrschende Anteile 5.055 5.055
819.614 810.826
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 256.705 186.265
2. Steuerrückstellungen 10.020 17.253
3. Sonstige Rückstellungen 275.242 219.889
541.967 423.407
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.199 53.602
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 133.631 99.497
3. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 12 3
4. Sonstige Verbindlichkeiten 21.376 19.725
255.218 172.827
D. Rechnungsabgrenzungsposten 901 0
E. Passive latente Steuern 1.877 170
1.619.577 1.407.230

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
T€
2020
T€
1. Umsatzerlöse 2.746.911 2.549.982
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.406 -24.443
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 6.302 5.836
4. Sonstige betriebliche Erträge 16.873 7.172
(davon aus der Währungsumrechnung T€ 719; Vorjahr: T€ 1.583)
5. Gesamtleistung 2.776.492 2.538.547
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.585.937 -1.450.645
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -88.449 -71.560
-1.674.386 -1.522.205
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -476.480 -451.550
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -312.192 -262.889
(davon für Altersversorgung T€ 227.426; Vorjahr T€ 172.582)
-788.672 -714.439
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -80.200 -76.717
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -268.934 -234.786
(davon aus der Währungsumrechnung T€ 1.706; Vorjahr: T€ 1.044)
10. Erträge aus Beteiligungen 1.305 0
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 0; Vorjahr: T€ 0)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (davon aus verbundenen Unternehmen T€ 172; Vorjahr T€ 23) 79.723 210.116
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 0; Vorjahr: T€ 0)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon aus verbundenen Unternehmen T€ 13.901; Vorjahr T€ 1.755) -3.687 -4.446
(davon an verbundene Unternehmen T€ 338; Vorjahr: T€ 1)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -31.649 -28.993
14. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.992 167.077
15. Sonstige Steuern -766 -1.053
16. Konzernjahresüberschuss 9.226 166.024
17. Auf das Mutterunternehmen entfallendes Konzernergebnis 8.788 165.607
18. Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis 438 417

Konzernanhang 2021

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die 3M Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Neuss und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Neuss (HR B Reg. Nr. 1878).

Der Konzernabschluss der 3M Deutschland GmbH, Neuss, und der Konzernlagebericht wurden nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB - unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes - erstellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Die 3M Deutschland GmbH wendet grundsätzlich die gültigen Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) an, behält sich aber die Entscheidung über die Nichtanwendung in begründeten Einzelfällen vor.

Der Konzernabschluss ist in T€ aufgestellt. Die Konzernbilanz sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den §§ 266 bzw. 275 HGB gegliedert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In der Kapitalflussrechnung wurden - wie nach herrschender Meinung üblich und gem. DRS 21.9 - die Cash Pool Forderungen nicht mehr im Finanzmittelfonds sondern unter dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Aufgrund der besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der 3M Deutschland GmbH, Neuss, als Konzernmuttergesellschaft die folgenden Gesellschaften:

Name Sitz Direkter und indirekter Anteil
in %
Vollkonsolidierte Gesellschaften
Dyneon GmbH Burgkirchen 100,0
TOP-Service für Lingualtechnik GmbH Bad Essen 100,0
Wendt GmbH Meerbusch 100,0
3M Real Estate Management GmbH 1) Neuss 100,0
3M Real Estate GmbH & Co. KG Neuss 94,4

1) Die 3M Real Estate Management GmbH ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der 3M Real Estate GmbH & Co. KG.

Die Wendt India Ltd., Bangalore/Indien, wird wegen weiterhin bestehender Veräußerungsabsicht gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Am 27. Oktober 2021 wurden die Gesellschaften KCI Medizinprodukte GmbH, Wiesbaden und KCI Medical Holding GmbH, Wiesbaden von der Konzernmuttergesellschaft 3M Deutschland GmbH, Neuss erworben. Die Erstkonsolidierung wurde zum Zeitpunkt der Beherrschung, zu dem handelsrechtlich die Gesellschaften Tochterunternehmen gem. § 301 Abs. 2 HGB geworden sind, vorgenommen. Aus Gesichtspunkten der Wesentlichkeit wurden hierfür die Wertansätze auf den 31. Oktober 2021 verwendet. Das entsprechend DRS 23 erworbene Ergebnis für den Zeitraum bis zu Erstkonsolidierung des Jahres 2021 wurde in die Kapitalverrechnung gem. § 301 Abs. 1 S. 1 HGB einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde im Zuge einer Kettenverschmelzung zunächst die KCI Medizinprodukte GmbH, Wiesbaden, zum 1. Januar 2021 durch einen Upstream Merger auf ihre Muttergesellschaft, die KCI Medical Holding GmbH, Wiesbaden, mit Verschmelzungsvertrag vom 30. November 2021 verschmolzen. Die KCI Medical Holding GmbH, Wiesbaden, wurde im Zuge eines Share Deals von der KCI UK Holdings Limited, Crawley/Großbritannien, mit Geschäftsanteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 27. Oktober 2021 erworben und anschließend zum 1. Januar 2021 auf die 3M Deutschland GmbH verschmolzen.

Die Vorjahreswerte im Konzernabschluss beziehen sich auf den Abschluss des deutschen 3M Konzerns zum 31. Dezember 2020 und sind mit den laufenden Beträgen nicht immer uneingeschränkt vergleichbar. Mit der Erstkonsolidierung zum 31. Oktober 2021 wurden folgende wesentliche Vermögens- und Schuldposten angesetzt: Kundenstamm 5.969 T€, Geschäfts- oder Firmenwert 11.920, Sachanlagevermögen 764 T€, Vorräte 2.082 T€, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.503 T€, Guthaben bei Kreditinstituten 242 T€, Rückstellungen für Pensionen und ähnlich Verpflichtungen 4.567 T€, sonstige Rückstellungen 3.627 T€ sowie Verbindlichkeiten 16.804 T€.

Weitere Veränderungen im Konsolidierungskreis sind für den Konzernabschluss nicht wesentlich und haben keine Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum Vorjahr.

Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2021 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB in Verbindung mit § 246a Abs. 1 HGB bezüglich der Offenlegung und des Verzichts auf die Erstellung eines Anhangs sowie Lageberichts Gebrauch:

Name Sitz
Dyneon GmbH Burgkirchen
TOP-Service für Lingualtechnik GmbH Bad Essen
Wendt GmbH Meerbusch
3M Real Estate GmbH & Co. KG Neuss

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte entsprechend § 301 Abs. 1 HGB für Erstkonsolidierungsfälle bis 2010 nach der Buchwertmethode und seitdem nach der Neubewertungsmethode.

Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der Erwerbs-/Gründungszeitpunkt bzw. der Zeitpunkt zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die bei der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 bzw. 15 abgeschrieben.

Forderungen, Verbindlichkeiten und Ausleihungen sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden im Konzernabschluss eliminiert.

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde wegen der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verzichtet.

Auf die Aktivierung eines aktiven latenten Steuerabgrenzungspostens aus den Einzelabschlüssen wurde wie im Vorjahr in Ausübung des nach § 274 Abs. 1 HGB bestehenden Wahlrechtes verzichtet.

Demgegenüber wurden aufgrund einer Konzernbewertungsanpassung infolge der nach Wegfall des § 308 Abs. 3 HGB (gemäß Artikel 54 EGHGB) im Konzernabschluss nicht mehr ansetzbaren steuerlichen Sonderposten und aktivierter Kundenstämme aus der Erstkonsolidierung der KCI Medizinprodukte GmbH passive latente Steuerabgrenzungsposten mit einem Steuersatz von 30,16 % gebildet.

Bilanzierungs- und Bewertungsansätze

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungen der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgten im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten bis zu € 250 (geringwertige Anlagegüter) wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für alle abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens über € 250, deren Wert jedoch € 1.000 nicht übersteigt, wurde ein Sammelposten gebildet, der über den Zeitraum von insgesamt 5 Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben wird. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht erforderlich.

Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung beträgt für entgeltlich erworbene Software 3 bis 7 Jahre, für Geschäfts- oder Firmenwerte 10 bzw. 17 Jahre und für übernommene Kundenstämme 15 bzw. 17.

Das Sachanlagevermögen wird planmäßig und linear entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Bauten beträgt die Nutzungsdauer in der Regel 15 bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 1 bis 20 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Ausleihungen entsprechen den gewährten Darlehensbeträgen, vermindert um Tilgungen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durchgeführt. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Bei den Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Verpackungsmaterialien erfolgt anhand der sogenannten FIFO-Methode (first in - first out). Ferner wird den vorhersehbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken sowie des allgemeinen Forderungsausfallrisikos bewertet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Flüssige Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Vorauszahlungen bzw. Einnahmen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden.

Aktive latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren nahezu ausschließlich aus temporären Differenzen im Bereich Pensionsrückstellungen und Altersvorsorge der 3M Deutschland GmbH und ihrer Tochtergesellschaften sowie aus Abschreibungsunterschieden beim Anlagevermögen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 30,16 %.

Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus der Altersversorgung, aus Langzeitkonten oder sogenannter "Flexibilisierungskonten" aus einer Vereinbarung zur Flexibilisierung der Arbeitszeit werden mit dem zu Zeitwerten bewerteten zweckgebundenen Deckungsvermögen verrechnet, soweit dieses ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dient. Bei einem Aktivüberhang des Deckungsvermögens wird dieser als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zum 31. Dezember 2021 und einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Der Zinssatz beträgt 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % / 1,0 % (Vorjahr: 1,75 % / 1,0 %) zugrunde gelegt.

Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt durch die projizierte Einmalbetragsmethode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Die Rückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 31. Dezember 2021 und einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Der Zinssatz beträgt 1,35 % (Vorjahr: 1,60 %). Auch bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % p.a. (Vorjahr: 3,0 %) unterstellt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 30,16 %.

Erläuterungen zur Bilanz

Erläuterungen zu Bilanzposten - AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Kundenstämme

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 belaufen sich die Restbuchwerte der entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte auf 23.132 T€. Diese Position setzt sich im Wesentlichen zusammen aus

dem im Zuge eines Asset Deals zum 26. August 2015 von der Polypore Europe Services GmbH & Co. KG, Wuppertal, übernommenen Geschäfts- oder Firmenwerts (Restbuchwert zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 10.314 T€),

dem im Zuge des Erwerbs des Geschäftsbetriebs "Futuro" von der Beiersdorf AG, Hamburg, zum 1. Dezember 2008 entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerts (Restbuchwert zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 1.054 T€) sowie

dem im Zuge des Erwerbs der KCI Medical Holding GmbH, Wiesbaden, von der KCI UK Holdings Limited, Crawley/Großbritannien, zum 27. Oktober 2021 entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerts (Restbuchwert zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 11.722 T€).

Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäftswerte. Diese repräsentieren insbesondere das 'Know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), das im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren ausgeschöpft.

Die Restbuchwerte der in den immateriellen Vermögensgegenständen bilanzierten Kundenstämme belaufen sich auf 49.039 T€. Diese Position setzt sich zusammen aus

dem im Zuge eines Asset Deals zum 26. August 2015 von der Polypore Europe Services GmbH & Co. KG, Wuppertal, übernommenen Kundenstamm (Restbuchwert zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 42.561 T€, planmäßige lineare Abschreibung über 17 Jahre),

den im Zuge eines Asset Deals zum 1. Januar 2009 von der Aearo Limited, Poynton/Großbritannien, und der Peltor AB, Värnamo/Sweden, übernommenen Kundenstämme (Restbuchwert zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 567 T€, planmäßige lineare Abschreibung über 15 Jahre) sowie

dem im Zuge des Erwerbs der KCI Medical Holding GmbH, Wiesbaden, von der KCI UK Holdings Limited, Crawley/Großbritannien, zum 27. Oktober 2021 aufgedeckten Kundenstamm (Restbuchwert zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 5.911 T€, planmäßige lineare Abschreibung über 17 Jahre).

Die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen Kundenstämme werden über den Zeitraum der voraussichtlichen Ausschöpfung der Ertragspotentiale von 15 bzw. 17 Jahren linear abgeschrieben.

Vorräte

In den Vorräten enthaltene Risiken infolge von Ungängigkeit, Schwund und sonstigen Bestandsdifferenzen wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus konzerninternen Finanzierungen (380.545 T€, Vorjahr: 245.212 T€) sowie im Übrigen aus dem konzerninternen Lieferung- und Leistungsverkehr. Die Forderungen wurden, soweit zulässig, um Verbindlichkeiten gleicher Art gekürzt.

Gegen die Gesellschafterin, 3M International Group B.V., Zoeterwoude/Niederlande, bestehen zum Bilanzstichtag keine Forderungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Versicherungs- und Steuererstattungsansprüche.

Wertpapiere

Die Anteile an verbundenen, nicht vollkonsolidierten Unternehmen, bei denen eine Veräußerungsabsicht besteht, stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

Eigenkapital
T€
Ergebnis
T€
Kapitalanteil / Stimmrechtsanteil
in %
Wendt India Ltd., Bangalore/Indien 17.157 1) 3.161 1) 37,50

1) Die dargestellten Werte betreffen den Jahresabschluss zum 31. März 2022.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die hier ausgewiesenen Beträge betreffen hauptsächlich Versicherungsprämien und Rentenzahlungen, soweit sie sich auf das Folgejahr beziehen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Ein aktivischer Überhang aus der Verrechnung der Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus der Altersversorgung mit dem zu Zeitwerten bewerteten zweckgebundenen Deckungsvermögen besteht zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 50.867 T€). Weiter betreffen 202 T€ (Vorjahr: 177 T€) das Treuhandvermögen zur Sicherung von sogenannten "Flexibilisierungskonten" aus einer Vereinbarung zur Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Erläuterungen zu Bilanzposten - PASSIVA

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beläuft sich unverändert auf 154.921 T€. Die 3M International Group B.V., Zoeterwoude/Niederlande, besitzt 100% der Anteile.

Pensionsrückstellungen

Versorgungsansprüche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen in Einzel- und Kollektivzusagen aufgrund von unterschiedlichen Versorgungszusagen.

Zum 31. Dezember 2021 ergeben sich rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.765.841 T€. Diese liegen um 202.587 T€ (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsverpflichtungen, der sich zum 31. Dezember 2021 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.

Die rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.765.841 T€ (Vorjahr: 1.533.928 T€) wurden mit dem Deckungsvermögen (1.509.136 T€, Vorjahr: 1.398.530 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Das zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Deckungsvermögen wurde als Contractual Trust Agreement klassifiziert. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 628.547 T€ (Vorjahr: 628.547 T€).

Die sich aus den unterschiedlichen Pensionszusagen ergebenden Altersversorgungsverpflichtungen wurden mit den jeweiligen Deckungsvermögen verrechnet. Zum Bilanzstichtag ergibt sich für keinen Teil dieser Verpflichtungen ein Aktivüberhang des Deckungsvermögens (Vorjahr: 50.867 T€), der als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auszuweisen wäre. Unter den Pensionsrückstellungen werden 256.705 T€ für die Altersversorgungsverpflichtungen ausgewiesen, für die nach Verrechnung mit dem jeweiligen Deckungsvermögen ein passivischer Überhang verbleibt.

Entsprechend der Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den jeweiligen Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB nach den unterschiedlichen Pensionszusagen wird bei der Saldierung der zugehörigen Aufwendungen und Erträge verfahren. Für den Teil der Verpflichtungen ergibt sich nach der Saldierung der Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen (per Saldo ein Ertrag von 110.728 T€) mit den Zinszuführungen (31.738 Mio. €) insgesamt ein Ertrag von 78.990 T€, der im Finanzergebnis unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthalten ist.

Für einen weiteren Teil der Altersversorgungsverpflichtungen ohne Deckungsvermögen wurden die Zinszuführungen von 3.004 T€ im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen (4.260 T€) Rückstellungen für sonstige Betriebssteuern 2015 bis 2021 sowie für Körperschaft- und Gewerbesteuer (5.553 T€).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalrückstellungen in Höhe von 56.327 T€ (Vorjahr: 40.814 T€), Rückstellungen für Langzeitkonten 90.576 T€ (Vorjahr: 77.073 T€), ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von 27.182 T€ (Vorjahr: 27.733 T€), Kundenboni in Höhe von 26.892 T€ (Vorjahr: 23.515 T€), Restrukturierung in Höhe von 38.333 T€ (Vorjahr 23.438T€) und übrige Rückstellungen in Höhe von 35.932 T€ (Vorjahr: 27.317 T€).

Die 3M Deutschland hat für ihre unbefristet beschäftigten Arbeitnehmer eine Gesamtbetriebsvereinbarung über ein Langzeitkontenprogramm abgeschlossen, um den Arbeitnehmern eine befristete Freistellung oder Reduzierung der individuellen Arbeitszeit während des aktiven Beschäftigungsverhältnisses oder unmittelbar vor Bezug der Altersrente zu ermöglichen. Dieses Langzeitkontenprogramm wird von 3M finanziell unterstützt. Insbesondere werden Urlaubsansprüche und ein 13. Monatsgehalt während der Freistellungsphase abgegolten sowie für Mitarbeiter, die sich für die Möglichkeit der Freistellung oder Teilzeit vor Bezug der Altersrente in Verbindung mit den Regelungen der Altersteilzeit entscheiden, eine Aufstockungszahlung in Höhe von 40 % des Arbeitsentgelts für die Altersteilzeitarbeit geleistet. Um älteren Mitarbeitern die Möglichkeit einer Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung zu ermöglichen, leistet 3M darüber hinaus noch weitere Zuschüsse in die Langzeitkonten der betreffenden Mitarbeiter.

Aus dem Langzeitkontenprogramm resultieren Verbindlichkeiten der 3M einerseits aus den auf den Langzeitkonten angesammelten Ansprüchen der am Programm teilnehmenden Mitarbeiter, zu deren Absicherung 3M entsprechend hohes Vermögen auf einen Treuhänder überträgt, der dieses Vermögen in Investmentfondsanteile anlegt. Da die Fondsanteile dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus den Langzeitkonten dienen, stellt der beizulegende Zeitwert (150.511 T€) der Investmentfondsanteile Deckungsvermögen dar und wird mit den Schulden (Erfüllungsrückstand aus den Arbeitsverhältnissen, 241.087 T€) aus den Langzeitkonten verrechnet (90.576 T€). Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 145.315 T€. Bei den an die Kursentwicklung der Investmentfonds gebundenen Guthaben auf den Langzeitkonten erfolgt keine Abzinsung der Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen, weil auf aktiven Wertpapiermärkten stets auch Barwertüberlegungen in die Kursentwicklung eingehen. Die Aufstockungsbeträge in Höhe von 40 % des Arbeitsentgelts im Zusammenhang mit Altersteilzeitarbeit, die sich für diejenigen Mitarbeiter ergeben, die sich für die Möglichkeit der Freistellung oder Teilzeit vor Bezug der Altersrente in Verbindung mit den Regelungen der Altersteilzeit entscheiden, wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 31. Dezember 2021 und einer pauschalen Restlaufzeit von 5 Jahren abgezinst. Der Zinssatz beträgt 0,58 %. Der sich ergebende Zinsertrag in Höhe von 233 T€ wurde unter Zinserträgen ausgewiesen.

Andererseits führen die Ansprüche der Mitarbeiter aus den Unterstützungsleistungen durch die 3M zu einer die angesammelten Ansprüche der Mitarbeiter übersteigenden ungewissen Verbindlichkeit der 3M (nicht durch Treuhandvermögen gedeckte Schulden). Die Zuschüsse für die älteren Mitarbeiter werden in Analogie zur Gewährung von Aufstockungsbeträgen zur Förderung des gleitenden Übergangs von Mitarbeitern in den Ruhestand als Abfindungen zur vorzeitigen Beendigung von Arbeitsverhältnissen sofort in voller Höhe aufwandswirksam zurückgestellt. Die Zuschüsse für jüngere Mitarbeiter haben Entlohnungscharakter und werden über den Zeitraum angesammelt, in dem vereinbarungsgemäß die zusätzliche Entlohnung in Form der Aufstockungsbeträge von den Arbeitnehmern erdient wird. Der langfristige Anteil der Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeiten
Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.199 100.199 0 0
(Vorjahr) (53.602) (53.602) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 133.631 133.631 0 0
(Vorjahr) (99.497) (99.497) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 12 12 (0) (0)
(Vorjahr) (3) (3) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 21.376 21.376 0 0
(Vorjahr) (19.725) (19.725) (0) (0)
Summe 255.218 255.218 0 0
(Vorjahr) (172.827) (172.827) (0) (0)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises. Sie resultieren mit 84.313 T€ (Vorjahr 75.491 T€) aus konzerninternen Finanzierungen sowie im Übrigen aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie wurden, soweit zulässig, um Forderungen gleicher Art gekürzt. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 3M International Group B.V., Zoeterwoude/Niederlande.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 14.576 T€ (Vorjahr 7.929 T€) und kreditorische Debitoren 2.288 T€ (Vorjahr: 4.611 T€) jeweils mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die hier ausgewiesenen Beträge betreffen überwiegend Umsatzabgrenzungen.

Passive latente Steuern

Aufgrund einer Konzernbewertungsanpassung infolge der nach Wegfall des § 308 Abs. 3 HGB (gemäß Artikel 54 EGHGB) im Konzernabschluss nicht mehr ansetzbaren steuerlichen Sonderposten und aktivierter Kundenstämme aus der Erstkonsolidierung der KCI Medizinprodukte GmbH wurden passive latente Steuerabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt 1.877 T€ (Vorjahr: 170 T€) gebildet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden u. a. folgende Erlöse ausgewiesen:

Konzernumlagen für an verbundene Unternehmen erbrachte Buchhaltungs- und IT-Dienstleistungen, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie sonstige Serviceleistungen (281.941 T€; Vorjahr 258.729 T€)

Kantinenerlöse (1.153 T€; Vorjahr 1.128 T€)

Aufgliederung nach Geschäftsbereichen 2021
T€
2020
T€
Veränderung
%
Consumer Büro-, Haushalts- und Heimwerker-Produkte 37.075 39.001 -4,9
Health Care Produktprogramme für Krankenhäuser, den niedergelassenen Bereich, die Zahnmedizin, Zahntechnik und Lebensmittelhygiene sowie medizinische Informationssysteme und Filtrationsprodukte 386.284 343.388 12,5
Safety & Industrial Sicherheits-, Arbeits- und Personenschutzprodukte, optische Folien, reflektierende Materialien für den Straßenverkehr und Folien für die Werbung, Klebesysteme, Schleifmittel und -systeme, Spezial-Chemikalien 440.490 424.388 3,8
Transportation & Electronics Produkte für die Automobilindustrie und Autoreparatur, Produkte für Energieversorgung, Telekommunikation und Elektronik 484.892 421.692 15,0
Inlandsumsatz einschließlich Direktexporten 1.348.741 1.228.470 9,8
Umsätze mit Konzerngesellschaften 1.398.170 1.321.513 5,8
Gesamtumsätze 2.746.911 2.549.982 7,7
Aufgliederung nach Regionen 2021
Mio. €
2020
Mio. €
Veränderung
%
Deutschland 1.158 1.051 10,2
Übriges Europa 1.168 1.055 10,7
Nordamerika 249 250 -0,4
Übriges Ausland 172 194 -11,3
2.747 2.550 7,7

Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 395 T€ (Vorjahr: 1.566 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen schwerpunktmäßig Aufwendungen für an die Gesellschaft weiterbelastete Serviceleistungen und Labor-, Forschungs- und Entwicklungskosten. Außerdem sind Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von 56.806 T€ (Vorjahr 30.930 T€) als außergewöhnliche Aufwendungen enthalten.

Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich für das Geschäftsjahr 2021 auf 719 T€ (Vorjahr: 1.583 T€), die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 1.706 T€ (Vorjahr: 1.044 T€).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2021
T€
2020
T€
Zinserträge aus Anwendung des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB 78.990 209.439
Erträge aus der Abzinsung sonstiger Rückstellungen 233 103
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 499 574
79.723 210.116
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2021
T€
2020
T€
Zinsaufwendungen aus Anwendung des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB 3.004 3.151
Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger Rückstellungen 245 525
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 438 770
3.687 4.446

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aus der Veränderung der passiven latenten Steuern resultiert ein Aufwand in Höhe von 1.707 T€ (Vorjahr: 63 T€ Ertrag).

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von 1.187 T€ (Vorjahr: 2.610 T€) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Der Konzern beschäftigte im Berichtsjahr 2021 durchschnittlich 6.090 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 6.044).

Beschäftigte (Jahresdurchschnitt) 2021 2020 Veränderung
%
Produktion und Logistik 3.814 3.825 -0,3
Technik und Labor 758 782 -3,1
Vertrieb 1.120 1.032 8,5
Verwaltung 398 405 -1,7
6.090 6.044 0,8

Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Aufsichtsrates

Gert Behling

Direktor Produktion und Ingenieurwesen i.R. (bis 26. November 2021)

Peter Engel

Betriebsratsvorsitzender Dyneon GmbH

Arbeitnehmervertreter

Günter Gressler

Area Vice President West Europe, Middle East & Africa i.R.

Aufsichtsratsvorsitzender

Christiane Grün

Senior Vice President Healthcare EMEA i.R. (seit 01. Dezember 2021)

John Jackson

Technical Director i.R.

Josef Mrozek

Personal- und Arbeitsdirektor i.R.

Natalie Mühlenfeld

Bezirksleiterin der IG BCE, Düsseldorf

Gewerkschaftsvertreterin

Theo Nöcker

Finanzdirektor i. R.

Michael Peters

Direktor Commercial Excellence und Business Services i.R.

Stephan Rahn

General Manager Brand & Communications EMEA

Thomas Sautner

Betriebsratsvorsitzender Standort Seefeld / Landsberg

Arbeitnehmervertreter

Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Burkhard Schönfeld

Betriebsratsvorsitzender Standort Neuss

Arbeitnehmervertreter

Peter Voigt

Abteilungsleiter der IG BCE, Hannover

Gewerkschaftsvertreter

Geschäftsführer

Heinrich Brands

Controller Central Europe Region

Dirk Lange

Managing Director Central Europe Region

Vorsitzender der Geschäftsführung

Oliver Leick

Arbeitsdirektor und People Relations Leader Central Europe Region

Jens Milde

Plant Manager Kamen & M&SC Regional

Representative Central Europe Region (seit 01. Mai 2022)

Bezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 710 T€ (Vorjahr: 712 T€) und die des Aufsichtsrates 74 T€ (Vorjahr: 69 T€).

An frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden 3.026 T€ (Vorjahr: 3.863 T€) Gesamtbezüge gezahlt. Für diese sind Pensionsverpflichtungen von insgesamt 46.209 T€ (Vorjahr: 42.621 T€) zurückgestellt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar betrug 1.063 T€. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 989 T€, auf Steuerberatungsleistungen 44 T€ und andere Bestätigungsleistungen 30 T€.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen T€ davon gegenüber verbundenen Unternehmen
in T€
davon fällig im Kalenderjahr 2022 38.907 1.562
davon fällig in den Kalenderjahren 2023 bis 2026 16.872 0
davon fällig nach dem Kalenderjahr 2026 78 0
55.857 1.562

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Bürogebäude, Läger, Fuhrpark und Büro- und IT-Ausstattungen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Das Bestellobligo aus der Beschaffung von Anlagevermögen beläuft sich auf 36.615 T€.

Haftungsverhältnisse

Am Abschlussstichtag bestanden keine ausweispflichtigen Haftungsverhältnisse nach § 268 Abs. 7 HGB.

Ergebnisverwendungsvorschlag der 3M Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung der 3M Deutschland GmbH schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

Oberstes Mutterunternehmen und verbundene Unternehmen

Der Kreis der verbundenen Unternehmen der 3M Deutschland GmbH, Neuss, umfasst das oberste Mutterunternehmen, die 3M Company, St. Paul, Minnesota, USA, und sämtliche ihrer Tochterunternehmen. Die 3M Deutschland GmbH wird in den weltweiten Konzernabschluss (größter und kleinster Konsolidierungskreis) der 3M Company, St. Paul, Minnesota, USA, einbezogen; dieser Konzernabschluss ist am Sitz der 3M Company erhältlich bzw. bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) einsehbar (www.sec.gov). Die 3M Deutschland GmbH, Neuss, ist Muttergesellschaft für einen Teilkonzern und erstellt für das Geschäftsjahr 2021 einen Teilkonzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis; dieser ist am Sitz der 3M Deutschland GmbH erhältlich bzw. im elektronischen Bundesanzeiger einsehbar (www.bundesanzeiger.de).

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs sind ausführlich im Lagebericht unter "Prognosebericht" dargestellt. Durch den Russland-Ukraine-Krieg wurden die Prognosen für die weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich nach unten korrigiert. Insgesamt gehen wir nach aktueller Schätzung von einem Umsatzwachstum um 0,8 % für das Geschäftsjahr 2022 aus. Die Prognose steht unter der Annahme, dass der russische Krieg nicht über die Grenzen der Ukraine hinaus geführt wird und es zu keiner Ausweitung der militärischen Auseinandersetzungen kommt.

 

Neuss, 31. Mai 2022

Die Geschäftsführer

Heinrich Brands

Dirk Lange

Oliver Leick

Jens Milde

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021
T€
Zugänge aus Konsolidierung
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbu - chungen
T€
31.12.2021
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 150.354 5.969 400 881 219 156.061
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 464.005 11.920 0 0 0 475.925
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 53 0 0 53
614.359 17.889 453 881 219 632.039
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 463.562 0 726 259 37.823 501.852
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.082.888 0 55.219 14.498 50.093 1.173.702
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.798 765 22.806 3.998 -10.195 81.176
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 138.288 0 78.143 0 -77.940 138.491
1.756.537 765 156.894 18.755 -219 1.895.222
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 331 0 0 0 0 331
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 2 0 0 0 0 2
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 113 0 0 0 0 113
446 0 0 0 0 446
2.371.342 18.654 157.347 19.636 0 2.527.707
Abschreibungen
01.01.2021
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbu - chungen
T€
31.12.2021
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 95.679 6.385 747 0 101.317
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 450.120 2.673 0 0 452.793
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
545.799 9.058 747 0 554.110
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 269.474 13.302 230 106 282.652
2. Technische Anlagen und Maschinen 799.877 54.267 14.037 -10 840.097
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.372 3.573 3.972 -96 48.877
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
1.118.722 71.142 18.239 0 1.171.625
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 330 0 0 0 330
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1 0 0 0 1
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 85 0 0 0 85
416 0 0 0 416
1.664.937 80.200 18.986 0 1.726.151
Restbuchwerte
31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 54.744 54.675
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 23.132 13.885
3. Geleistete Anzahlungen 53 0
77.929 68.560
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 219.201 194.089
2. Technische Anlagen und Maschinen 333.605 283.011
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.300 22.427
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 138.491 138.288
723.597 637.815
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0
3. Beteiligungen 2 2
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 28 28
30 30
801.556 706.405

Kapitalflussrechnung 2021

2021
T€
2020
T€
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 9.226 166.024
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 80.200 76.717
3. +/- Zunahme / - Abnahme der Rückstellungen abzgl. Veränderungen des aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung 244.158 177.761
4. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.840 48.514
5. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 65.734 8.467
6. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 651 2.105
7. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge -76.036 -205.669
8. - Sonstige Beteiligungserträge -1.305 0
9. +/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 31.649 28.993
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -40.407 -28.362
11. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 311.030 274.550
(Summe aus 1 bis 10)
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -453 -143
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 25
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -156.895 -139.813
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.544 31.466
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -30.537
17. - Auszahlungen aus Zugängen zum Konsolidierungskreis -28.258 0
18. + Erhaltene Zinsen 522 652
+ Erhaltene Dividenden 1.305 0
19. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -182.235 -138.350
(Summe aus 12 bis 18)
20. - Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 0 -150.000
21. + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 587 366
22. -/+ Zunahme der Cash-Pool-Forderungen /
Abnahme der Cash-Pool-Verbindlichkeiten -126.511 4.860
23. - Gezahlte Zinsen -438 -770
24. - gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -438 -417
25. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 20 bis 24) -126.800 -145.961
26. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 11, 19, 25) 1.995 -9.761
27. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.142 10.903
28. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 26 bis 27) 3.137 1.142
davon flüssige Mittel 3.137 1.142

Eigenkapitalspiegel 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
T€ Kapitalrücklage
T€
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung
T€
Summe Kapitalrücklage
T€
Stand am 31.12.2018 154.921 310.919 0 310.919
Einlagen / (Entnahmen) von Mutterunternehmen und Minderheitengesellschafter 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Jahresergebnis 0 0 0 0
Stand am 31.12.2019 154.921 310.919 0 310.919
Einlagen / (Entnahmen) von Mutterunternehmen und Minderheitengesellschafter 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Jahresergebnis 0 0 0 0
Stand am 31.12.2020 154.921 310.919 0 310.919
Einlagen / (Entnahmen) von Mutterunternehmen und Minderheitengesellschafter 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Jahresergebnis 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 154.921 310.919 0 310.919
Eigenkapital des Mutterunternehmen
Erwirtschaftes Konzerneigenkapital (Konzernergebnisvortrag, Konzernjahresergebnis, Konzerngewinnrücklagen) Konzerneigenkapital vor Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile
T€ T€
Stand am 31.12.2018 79.637 545.477
Einlagen / (Entnahmen) von Mutterunternehmen und Minderheitengesellschafter 0 0
sonstige Veränderungen 0 0
Jahresergebnis 94.687 94.687
Stand am 31.12.2019 174.324 640.164
Einlagen / (Entnahmen) von Mutterunternehmen und Minderheitengesellschafter 0 0
sonstige Veränderungen 0 0
Jahresergebnis 165.607 165.607
Stand am 31.12.2020 339.931 805.771
Einlagen / (Entnahmen) von Mutterunternehmen und Minderheitengesellschafter 0 0
sonstige Veränderungen 0 0
Jahresergebnis 8.788 8.788
Stand am 31.12.2021 348.719 814.559
Eigenkapital des Mutterunternehmen Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteil
T€
Konzerneigenkapital
T€
Stand am 31.12.2018 5.055 550.532
Einlagen / (Entnahmen) von Mutterunternehmen und Minderheitengesellschafter -363 -363
sonstige Veränderungen 0 0
Jahresergebnis 363 95.050
Stand am 31.12.2019 5.055 645.219
Einlagen / (Entnahmen) von Mutterunternehmen und Minderheitengesellschafter -417 -417
sonstige Veränderungen 0 0
Jahresergebnis 417 166.024
Stand am 31.12.2020 5.055 810.826
Einlagen / (Entnahmen) von Mutterunternehmen und Minderheitengesellschafter -438 -438
sonstige Veränderungen 0 0
Jahresergebnis 438 9.226
Stand am 31.12.2021 5.055 819.614

Das Eigenkapital der Konzernobergesellschaft 3M Deutschland GmbH beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 auf T€ 882.754 (Vorjahr T€ 888.964).

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 steht bei der Konzernobergesellschaft 3M Deutschland GmbH Beträge in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0) zur Ausschüttung an die Gesellschafterin zur Verfügung.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die 3M Deutschland GmbH, Neuss

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der 3M Deutschland GmbH, Neuss, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der 3M Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 10. Juni 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer

ppa. Gerd Tolls, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 05.08.2022 gebilligt.

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