Schankwirtschaften
Herrnbräu GmbH
Manchinger Straße 95, 85053 Ingolstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerhard Bonschab seit 14.3.2007 | Geschäftsführer |
Franz Katzenbogen seit 27.4.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Herrnbräu GmbHIngolstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016der HERRNBRÄU GmbH, Ingolstadt1. GRUNDLAGES DES UNTERNEHMENSGeschäftsmodell des Unternehmens Die Herrnbräu GmbH ist eine Tochtergesellschaft der BHB Brauholding Bayern-Mitte AG (BHB Brauholding AG) mit Sitz in Ingolstadt. Zum 1. Januar 2014 wurde die Herrnbräu GmbH & Co. KG in die HERRNBRÄU GmbH eingebracht. Der Geschäftsbetrieb wird seither von der HERRNBRÄU GmbH fortgeführt. Kerngeschäft der Gesellschaft ist die Eigenproduktion und der Vertrieb von Bieren und alkoholfreien Getränken. Daneben ist die Gesellschaft im Handelsgeschäft mit Getränken anderer Hersteller aktiv. Mittels einer 40%-Beteiligung an der HERRNBRÄU Italia S.r.l., Forli, Italien verstärkt die Herrnbräu GmbH zudem ihren Auslandsvertrieb. Die HERRNBRÄU GmbH hat sich als traditioneller bayerischer Bierspezialist mit besonderem Schwerpunkt auf Weißbierspezialitäten etabliert. Das heutige Sortiment umfasst 8 Weißbier-, 12 untergärige Bierspezialitäten und 4 Biermischgetränke. Mit Bernadett Brunnen bietet die HERRNBRÄU GmbH auch eine große Vielfalt an Mineralwasser und alkoholfreien Erfrischungsgetränken an. 20 verschiedene Sorten stehen als Durstlöscher bereit. Allen Produkten gemein sind die Reinheit sowie die mehrfach prämierte, ausgezeichnete Qualität. Die BHB Brauholding Bayern-Mitte AG (BHB Brauholding AG) ist als alleinige Gesellschafterin auch das Mutterunternehmen unserer Gesellschaft. Wir werden daher in den Konzernabschluss der BHB Brauholding AG einbezogen. Die HERRNBRÄU GmbH (Herrnbräu) hat sich mit einem Ergebnisabführungsvertrag vom 29. April 2014 verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die BHB Brauholding AG abzuführen. 2. WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Makroökonomisches Marktumfeld Moderate Wachstumsraten im Euroraum und Deutschland 2016 sowie in den Folgejahren Seit etwa drei Jahren erholt sich die Konjunktur im Euroraum. Auch 2016 verzeichnete sie ein moderates Wachstum mit 1,7 %. Die deutsche Konjunktur bleibt trotz unruhigem internationalen Umfeld auf Expansionskurs. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt 2017 um 2,0 % zulegen wird. Das Brexit-Votum wird die Konjunktur voraussichtlich kaum belasten. Während die langfristigen Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten und des Verfassungs-Referendums in Italien derzeit nur schwer absehbar sind, dürften die Folgen kurzfristig begrenzt sein. Da es 2017 zu Parlamentswahlen in vier der größten fünf Mitgliedsstaaten des Euroraums kommt (Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande), sind die Unsicherheiten über die künftige Ausrichtung der Wirtschaftspolitik beträchtlich. Dennoch wird erwartet, dass das moderate Expansionstempo an halten wird. Vor dem Hintergrund einer insgesamt weiter expansiven Geldpolitik, zunehmender Anregungen von Seiten der Finanzpolitik und einer wieder etwas kräftiger steigenden Nachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern erwarten die Experten des IfW, dass sich der Produktionsanstieg in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den kommenden beiden Jahren etwas beschleunigen wird. Ein kräftiger Konjunkturaufschwung ist allerdings nicht in Sicht. Für den gesamten Euroraum rechnet das IfW mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von jeweils 1,7 % in den kommenden beiden Jahren. Auch in den Märkten, die für die BHB Brauholding wichtige Exportländer sind, verbessert sich die Konjunktur langsam: So rechnet das IfW in Italien mit einem Wachstum von 0,8 % und in Polen von 2,8 %, für 2018 mit einem Anstieg von 1,0 % in Italien und 3,0 % in Polen. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wird in diesem und nächsten Jahr voraus sichtlich um jeweils 2,0 % zunehmen. (Quelle: IfW, Kieler Konjunkturberichte Nr. 25,2016|Q4) Das Marktumfeld für Getränke in Deutschland Bierabsatz 2016 im Inland im dritten Jahr in Folge leicht gestiegen Die HERRNBRÄU GmbH hat sich als traditioneller bayerischer Bierspezialist mit ihrer Marke Herrnbräu vor allem mit Weißbierspezialitäten etabliert. Alle ihre Produkte sind seit Jahren zahlreich prämiert worden. Der Biermarkt in Deutschland war im Zuge der Wiedervereinigung und des mit ihr zunächst einhergehenden wirtschaftlichen Aufschwungs bis 1992 auf ca. 120,2 Millionen hl angewachsen. Ausgehend von diesem statistischen Höchstwert sind seit Jahren rückläufige Verkaufszahlen zu beobachten. 2013 erlangte er ein historisches Tief. Laut Brauerbund erreichte der Bierabsatz im abgelaufenen Jahr 2016 mit mehr als 96 Millionen Hektolitern ein Ergebnis leicht über dem Vorjahresniveau (2015: 95 Millionen Hektoliter). Besonders die wachsende Nachfrage nach deutschen Bieren in Übersee und Europa sorgte im vergangenen Jahr für wichtige Impulse. Nicht zu vergessen die Fußball-Europameisterschaft und das 500. Jubiläum des deutschen Reinheitsgebotes. Beide Ereignisse haben den Bierabsatz belebt, so der Brauerbund. 2016 wurden laut Statistischem Bundesamt insgesamt 95,8 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das ist eine leichte Steigerung um 0,1 % beziehungsweise 0,07 Millionen Hektoliter gegenüber dem Vorjahr. 82,6 % des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Das waren 79,0 Millionen Hektoliter, 0,5 Millionen Hektoliter weniger als 2015. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 16,8 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (+3,6 %). Davon gingen unverändert 9,9 Millionen Hektoliter in EU-Länder, 6,7 Millionen Hektoliter (+9,5 %) in Drittländer und 0,1 Millionen Hektoliter (-2,9 %) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien, so die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Wie schon in den Vorjahren lag der Anteil der bayerischen Brauereien (24,5 %) am Bierabsatz über dem der nordrhein-westfälischen Unternehmen (23,3 %). In Bayern wurden 23,5 Millionen Hektoliter (-1,1 %), im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen 22,3 Millionen Hektoliter (-0,4 %) abgesetzt. Laut Deutschem Brauerbund konnte die deutsche Brauwirtschaft 2016 mit einem Gesamt-Bierabsatz von rund 96 Millionen Hektoliter das Niveau des Vorjahres leicht übertreffen und damit gegen den Trend früherer Jahre ihren europäischen Spitzenplatz weiter ausbauen. Wie in den Jahren zuvor lag die deutsche Bierproduktion deutlich vor Russland, Großbritannien, Polen und Spanien. Weltweit nimmt Deutschlands Biermarkt unverändert den vierten Platz hinter China, den Vereinigten Staaten und Brasilien ein. Pils blieb auch im Jahr 2016 mit rund 50 Prozent Marktanteil die beliebteste Biersorte der Deutschen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Export- und Weizenbiere. Im Aufwärtstrend sind Bierspezialitäten wie Kellerbiere, Landbiere oder Zwickelbiere. Durch das wachsende Angebot an Hopfen- und Malzsorten wächst auch die Vielfalt deutscher Craft-Biere. Wichtige Impulse für den Biermarkt setzt die unverändert starke Nachfrage nach alkoholfreien Bieren und alkoholfreien Biermischgetränken. Mittlerweile gibt es nach Branchenschätzungen bundesweit mehr als 400 verschiedene alkoholfreie Marken - 50 mehr als noch im Vorjahr. Jeder 20. Liter Bier, der in Deutschland gebraut wird, ist alkoholfrei. Wegen seiner oftmals isotonischen Eigenschaften greifen auch immer mehr Sportler zu alkoholfreien Bieren. Der Brauerbund rechnet damit, dass 2017 nicht nur die Zahl der Brauereien, sondern auch die Zahl der Marken weiter wachsen wird. Nach Angaben des Brauer-Bundes stehen die rund 1.400 deutschen Brauereien mittlerweile für rund 6.000 verschiedene Biermarken, das sind etwa 1.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Jede Woche kommt mindestens ein neues Bier auf den Markt. Die wachsende Biervielfalt und die steigende Zahl an Brauerei-Gründungen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Braubranche nach wie vor unter Druck steht: Die größten Herausforderungen bleiben der demografische Wandel, die starken Kostensteigerungen, der weiterhin hohe Wettbewerbsdruck und der unverantwortliche Preiskampf des Handels, so der deutsche Brauerbund. Der Absatz von Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen - war im Jahr 2016 rückläufig. Gegenüber 2015 sank der Absatz in diesem Segment um 2,1 %, so das Statistische Bundesamt. Biermischungen machten 2016 mit 4,0 Millionen Hektolitern 4,2 % des gesamten Bierabsatzes aus. Auch der Konsum von Erfrischungsgetränken in Deutschland zeigte sich 2016 leicht rückläufig. Laut der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg) lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 116,3 Litern gegenüber 118,8 Litern im Jahr 2015. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch ging also um 2,1 % oder 2,5 Liter zurück. Besonders bei den Erfrischungsgetränken können die Verbraucher aus einer nahezu unüberschaubaren Vielfalt auswählen. Positiv in der Entwicklung zeigen sich 2016 erneut "Cola- und Cola-Mischgetränke". In dieser Kategorie werden neben den "Klassikern" auch Alternativen mit neuen kalorienreduzierten Süßungskonzepten (etwa auf Stevia-Basis) erfasst. Zurückgegangen ist dagegen der Gesamtkonsum zuckerhaltiger Limonaden. Leicht zugelegt haben dagegen Schorlen, Wasser und Frucht-Getränke sowie Wasser mit Aromen. Sie verzeichnen ein leichtes Plus von jeweils 0,4 %, so die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. GESCHÄFTSVERLAUF Absatzentwicklung Der Gesamt-Getränke-Absatz der Herrnbräu GmbH fiel im Geschäftsjahr 2016 geringfügig um 0,3 % auf 215 thl, nach 215,6 thl im Vorjahr. Der Gesamtabsatz umfasst sowohl die Eigenproduktion als auch den Absatz innerhalb des Handelsgeschäfts. Die eigenproduzierten Getränke (Herrnbräu Biere und Bernadett Brunnen AfG) blieben konstant +/-0. Allerdings konnte der Bierabsatz um 2,6 % ausgebaut werden. Die Handelswaren (Bier und alkoholfreie Getränke) gingen um 2,8 %, beziehungsweise um 543 hl zurück. Im Bereich Handel national wurde ein Absatzplus bei den eigenproduzierten Getränken von 2,8 % erreicht. Der Gesamtexportabsatz nahm um 0,2 % ab. Darin enthalten sind im Wesentlichen die Hektoliter-Absätze in die EU-Länder Italien und Polen. Im Bereich Gastronomie fiel der Gesamt-Absatz um 3,6 %. Ertragslage Die nachfolgenden Angaben zur Ertragslage beziehen sich auf die durch das Bilanzrichlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) geänderte Definition der Umsatzerlöse und der übrigen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Vorjahreswerte wurden angepasst, so dass eine Vergleichbarkeit beider Jahre gegeben ist. Im Vergleich zum Vorjahr verminderten sich die Brutto-Umsatzerlöse der Herrnbräu um 0,2 % und beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf insgesamt 17.104 TEUR, nach 17.140 TEUR im Vorjahr. Die Getränkeerlöse lagen mit 15.148 TEUR (inkl. 765 TEUR Biersteuer) um 141 TEUR unter dem Vorjahreswert von 15.289 TEUR (inkl. 747 TEUR Biersteuer). Die Pachterlöse in Höhe von 1.190 TEUR im Vorjahr stiegen auf 1.207 TEUR. Die sonstigen Erlöse stiegen von 662 TEUR auf 748 TEUR. Die Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um insgesamt 11 TEUR gegenüber dem Vorjahr und betrugen 93 TEUR (Vorjahr: 104 TEUR). Die Bestandsbewertung wurde anhand einer Stichtagsinventur und der aktuellen Einkaufs- bzw. Bewertungspreise durchgeführt. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren fielen um 55 TEUR auf 5.101 TEUR (Vorjahr: 5.156 TEUR). Darin enthalten sind u. a. die Roh- und Braustoffe für die Bierherstellung in Höhe von 934 TEUR, die Grund- und Hilfsstoffe für die Produktion von alkoholfrei en Getränken mit 609 TEUR, die Abfüll- und Verpackungsmaterialien mit 424 TEUR, Betriebsstoffe für die Energieversorgung mit 794 TEUR und der Einkauf von Handelswaren in Höhe von 1.662 TEUR (Vorjahr: 1.730 TEUR). Die Einkaufspreise für die Roh- und Grundstoffe blieben weitgehend konstant. Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen mussten teilweise empfindlichen Preiserhöhungen akzeptiert werden. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen, das sind Pachten für von der BBI Immobilien AG oder von Dritten angepachtete Gastronomieobjekte, erhöhten sich auf 1.198 TEUR (Vorjahr: 1.188 TEUR). Die Pachtspanne liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Aus den Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen resultierte nach Abzug des Materialaufwandes ein Rohergebnis in Höhe von 10.132 TEUR (Vorjahr: 10.154 TEUR). Der Personalaufwand verminderte sich im Berichtszeitraum um 81 TEUR und belief sich damit insgesamt auf 4.337 TEUR. Die Entgelte wurden gemäß Brauertarifvertrag ab 1. März 2016 um linear 2,6 % erhöht. Die Mitarbeiteranzahl ging im Jahresdurchschnitt von 74,5 auf 71,1 zurück. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich in Summe auf 1.455 TEUR (Vorjahr: 1.408 TEUR) und liegen weiterhin auf hohem Niveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 64 TEUR (Vorjahr: 3.766 TEUR) auf 3.830 TEUR. Der Werbeaufwand erhöhte sich um 52 TEUR auf 824 TEUR (Vorjahr: 819 TEUR). Die fremden Fuhrleistungen nahmen um 142 TEUR auf 700 TEUR ab Die Leasingaufwendungen lagen mit 334 TEUR auf dem Vorjahreswert mit 335 TEUR. Die Fremdleistungen erhöhten sich um 169 TEUR von 533 TEUR auf nunmehr 702 TEUR. Dies beruht im Wesentlichen auf der Konzernumlageverrechnung in Höhe von 440 TEUR (Vorjahr: 267 TEUR) an die Mittelbayerischer Getränke-Vertrieb GmbH. Die Personalkostenumlage für die beiden Geschäftsführer betrug 229 TEUR (Vorjahr: 231 TEUR). Die übrigen Aufwandspositionen wie Frachten, Kundenspesen, Verwaltungsaufwendungen, Instandhaltungen, Versicherungen u.a. blieben weitgehend unverändert bzw. saldierten sich in den Kostenarten untereinander. Die sonstigen Zinsen und die Erträge aus Ausleihungen lagen bei 67 TEUR (Vorjahr 77 TEUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erhöhten sich von 3 TEUR im Vorjahr auf 25 TEUR. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen 53 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR), davon entfielen 10 TEUR auf die Finanzierung der Hefepropagationsanlage. Der übrige Zinsaufwand ging ausschließlich auf konzerninterne Finanzierungen und Kautionszinsen zurück. Im Geschäftsjahr 2016 betrug das EBIT 499 TEUR (Vorjahr: 588 TEUR) und das EBITDA 1.954 TEUR (Vorjahr: 1.995 TEUR). Das Finanzergebnis ging von 27 TEUR im Vorjahr auf -10 TEUR zurück. Im Geschäftsjahr 2016 entstanden keine außerordentlichen Aufwendungen. Die Ertragsteuern werden im Rahmen der steuerlichen Organschaft von der BHB Brauholding in Höhe von 153 TEUR (Vorjahr: 134 TEUR) umgelegt, darin sind latente steuerliche Belastungen von 14 TEUR, Gewerbesteuer- und Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag von 139 TEUR beinhaltet. Der Auf wand für die Bildung von passiven latenten Steuern resultiert aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen in der Handels- und der Steuerbilanz. Die Sonstigen Steuern betrugen 52 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR). Darin enthalten sind die Grund- und Kfz-Steuer. Die Biersteuer wird gem. § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG nunmehr direkt von den Umsatzerlösen, als direkt mit dem Umsatz verbundene Steuer, abgezogen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird der gesamte Gewinn in Höhe von 295 TEUR an die BHB Brauholding Bayern-Mitte AG abgeführt. Investitionen Insgesamt investierte die Herrnbräu GmbH im Berichtsjahr 2.818 TEUR in das Anlagevermögen. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahreswert von 2.391 TEUR eine Erhöhung um 427 TEUR dar. Von den Gesamtinvestitionen entfielen 1.494 TEUR (Vorjahr: 1.452 TEUR) auf Investitionen für Sachanlagen. Darin enthalten sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Roboteranlage in der Fassabfüllung sowie Teilen der Investitionen für die Erneuerung des Drucktankkellers in der Brauerei. Für Software, Bierlieferungsrechte und geleistete Anzahlungen wurden 342 TEUR (Vorjahr: 351 TEUR) aufgewendet. Die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen hielten sich bis auf 41 TEUR die Waage. Weitere 982 TEUR (Vorjahr: 588 TEUR) wurden in die Absatzfinanzierung investiert, wobei im Geschäftsjahr 997 TEUR an Tilgungen zurückgeflossen sind und 25 TEUR auf Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen wurden. Zum Bilanzstichtag betrugen die Sonstigen Ausleihungen 2.648 TEUR (Vorjahr 2.602 TEUR). Vermögens- und Liquiditätslage Zum Stichtag betrug die Bilanzsumme 13.712 TEUR und lag damit um 199 TEUR über dem Vorjahreswert von 13.513 TEUR der Herrnbräu GmbH. Das Anlagevermögen stieg zum 31. Dezember 2016 von 9.162 TEUR im Vorjahr auf 9.558 TEUR. Die immateriellen Vermögensgegenstände (Bierlieferungsrechte, Software und geleistete Anzahlungen) verminderten sich auf 1.324 TEUR (Vorjahr: 1.298 TEUR). Von diesem Wert entfallen auf die Bierlieferungsrechte 1.263 TEUR. Die Sachanlagen erhöhten sich auf 5.296 TEUR (Vorjahr: 4.972 TEUR). Der Anstieg resultiert in erster Linie aus den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Roboteranlage in der Fassabfüllung so wie Teilen der Investitionen für die Erneuerung des Drucktankkellers in der Brauerei. Die Veränderung der sonstigen Ausleihungen wurde bereits bei den Investitionen erläutert. Die Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Unfertige Erzeugnisse und Fertige Erzeugnisse) erhöhten sich von 1.582 TEUR auf 1.687 TEUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen 1.852 TEUR und verminderten sich damit um 71 TEUR (Vorjahr: 1.923 TEUR). Stichtagsbezogen stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 10 TEUR auf 1.450 TEUR. Die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - dies ist die HERRNBRÄU Italia S.r.l. - erhöhten sich um 7 TEUR auf 54 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich um 87 TEUR auf 348 TEUR (Vorjahr: 435 TEUR). Darin enthaltene Positionen sind u.a. die Energiesteuerrückerstattung, Lieferantenpfand und Forderungen aus Lebensversicherungsabtretungen. Zum Bilanzstichtag summierten sich die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten auf 531 TEUR (Vorjahr: 774 TEUR). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich auf 83 TEUR (Vorjahr 72 TEUR). Dies sind abgegrenzte Speditions-LKW-Lackierungen, Sponsoringverträge und sonstige Jahresabschlussabgrenzungen. Das Eigenkapital betrug in Summe 5.075 TEUR. Mit einer Eigenkapitalquote von 37,0 % (Vorjahr: 37,6 %) verfügt Herrnbräu weiterhin über eine sehr solide Finanzierungsstruktur. Die Rückstellungen nahmen von 625 TEUR im Vorjahr auf 590 TEUR ab. Darin enthalten sind keine Steuerrückstellungen, sie betrugen im Vorjahr 20 TEUR und betrafen vorangegangene Zeiträume. Die sonstige Rückstellungen betragen 590 TEUR (Vorjahr: 606 TEUR). Dies waren im Wesentlichen Rückstellungen für Pfandrücknahmeverpflichtungen in Höhe von 413 TEUR (Vorjahr: 414 TEUR), für Personal 110 TEUR (Vorjahr: 119 TEUR), Jahresabschlusskosten, Starkverschmutzerzuschlag sowie andere untergeordnete Positionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag 331 TEUR. Sie entfallen ausschließlich auf die Finanzierung der Hefepropagationsanlage. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf 1.042 TEUR (Vorjahr: 666 TEUR); hierbei handelte es sich durchwegs um Verbindlichkeiten aus dem gewöhnlichen Geschäfts betrieb. Der Anstieg resultiert aus dem Einkauf von Handelswaren und Grundstoffen noch im Jahr 2016 zu den bisherigen Konditionen, und korreliert mit der Erhöhung der Vorräte im Umlaufvermögen. Des Weiteren sind Roboteranlageneingangsrechnungen in Höhe von 123 TEUR beinhaltet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen fielen um 95 TEUR auf 5.483 TEUR (Vorjahr: 5.578 TEUR). Dieser Posten umfasst die konzerninternen Finanzierungen über die BHB Brauholding AG und die weiteren Tochterunternehmen in einer Gesamthöhe von 4.776 TEUR. Die übrigen 707 TEUR enthalten die Personalkostenumlage, die Ertragsteuerumlagen im Rahmen der Organschaft sowie die Gewinnabführung aus dem Ergebnisabführungsvertrag, die der BHB Brauholding AG geschuldet sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten, im Wesentlichen Bier-, Umsatz- und Lohnsteuer, Rückvergütungen, Kautionen und Ertragsteuerumlagen veränderten sich auf 738 TEUR (Vorjahr: 773 TEUR). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um 3 TEUR auf 80 TEUR. Dies sind abgegrenzte Werbekostenzuschüsse von Handelswarenlieferanten. Die latenten passiven Steuern betrugen 372 TEUR (Vorjahr: 358 TEUR). Finanzlage Im Geschäftsjahr 2016 fiel der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahreswert von 2.271 TEUR auf nunmehr 1.857 TEUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf -1.722 TEUR, nachdem er im Vorjahr bei -1.166 TEUR gelegen hatte. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -378 TEUR nach -646 TEUR im Geschäftsjahr 2015. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Für die interne Unternehmenssteuerung zogen wir die Kennzahlen EBIT und Ausstoß pro Mitarbeiter heran. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl der Herrnbräu GmbH nahm 2016 im Vergleich zum Vorjahr ab. Die Gesellschaft zählte zum Stichtag 68,5 Mitarbeiter (Vorjahr: 72). Die beiden Geschäftsführer, Herr Gerhard Bon schab und Herr Franz Katzenbogen, zugleich in Personalunion die beiden Vorstände der BHB Brauholding Bayern-Mitte AG, sind nicht mitgerechnet. Im Jahresdurchschnitt lag die Mitarbeiterzahl bei 71,1 (Vorjahr: 74,5). 3. NACHTRAGSBERICHTWesentliche Ereignisse, die nach dem Stichtag eingetreten sind und einen substanziellen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Herrnbräu gehabt hätten, waren nicht zu verzeichnen. 4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHTDie Geschäftsführung rechnet weiterhin mit einem beschleunigten Konzentrationsprozess im deutschen Getränkemarkt. Hinzu kommt, dass die sich stetig ändernden Konsumgewohnheiten der Endverbraucher voraussichtlich zu einem weiteren Rückgang der Marktgröße führen werden. Aufgrund der sinkenden Biernachfrage und dem intensiven Wettbewerb zwischen den Anbietern ist anzunehmen, dass steigende Erzeugerpreise zu Lasten der Marge nicht vollständig an die Konsumenten weitergegeben werden können. Aus diesem Grund ist ein Ende der Konsolidierungswelle, die seit Ende der neunziger Jahre die Branche kennzeichnet, nicht zu erwarten. Die Produktionskosten werden sich wieder erhöhen, da Preise für Rohstoffe, Lohn- und Energiekosten, aber auch die Ausgaben für Logistik und Vertrieb steigen werden. Damit erhöht sich auch der Preisdruck im Markt. Der gesamte Bierabsatz in Deutschland ist mit einer Veränderung um minus 1,4 % gegenüber dem Vorjahr geschmolzen. Der reine Inlandsabsatz war um 2,9 % rückläufig war. Demgegenüber ist der biersteuerpflichtige Bierabsatz (ohne biersteuerfreie Exporte) in Bayern um 0,2 % gestiegen. Der Absatz bei Biermischgetränken war um rund 2,1 %, im Vorjahr um 2,9% rückläufig. Der herrschende Trend in der Getränkeindustrie sind hochwertige Bierspezialitäten. Verbraucher achten verstärkt auf Braukunst, Qualität und Regionalität und legen zunehmend Wert auf die Sozialverantwortung der Unternehmen. Aber auch Verpackungsaspekte wie kleinere Einheiten - weg vom klassischen 20er und 24er Kasten - gewinnen weiterhin an Bedeutung. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir wiederum ein schwieriges Markt- und Wettbewerbsumfeld, wobei aber auch erhebliche Chancen für ein gutes Geschäftsjahr bestehen. In den ersten beiden Monaten des laufenden Geschäftsjahres liegt der Gesamtgetränkeabsatz unter den Vorjahresabsatzzahlen. Wir sind optimistisch und richten alle Anstrengungen darauf aus, unseren Gesamtabsatzplan 2017, der über dem Absatz des Vorjahres liegt, zu erreichen. Im laufenden Geschäftsjahr liegt erneut die Kernaufgabe der Gesellschaft in der intensiven Optimierung der Kostenstruktur. Daneben richtet die Herrnbräu ihr Augenmerk verstärkt auf die Erhöhung der Marktdurchdringung. Dieses Ziel soll wiederum mittels einer verstärkten Akquisition von Neukunden sowie einer verbesserten Distribution erreicht werden. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2017 ist die Gesellschaft deshalb wieder vorsichtig optimistisch und geht davon aus, dass die Herrnbräu auch in diesem Jahr ebenfalls ein gutes operatives Ergebnis erwirtschaften kann. Das bedeutet auch weiterhin erhebliche Anstrengungen auf der Absatzseite und der Kostenseite. Im Geschäftsjahr 2017 sind durchgängige Preiserhöhungen in allen Segmenten von Bier und alkoholfreien Getränken der selbsthergestellten Produkte als auch der Handelswaren geplant bzw. bereits umgesetzt. Vor diesem Hintergrund und der darauf abgestimmten Planungsrechnung, gehen wir davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr von rund 217 thl an Getränke-Gesamtabsatz erzielt werden können. Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die Brutto-Umsatzerlöse 17,1 Mio. EUR, abzüglich der Biersteuer in Höhe von 0,8 Mio. EUR, verbleiben Netto-Umsatzerlöse von 16,3 Mio. EUR. Für 2017 rechnen wir mit Brutto-Umsatzerlösen 17,3 Mio. EUR, abzüglich der Biersteuer in Höhe von 0,8 Mio. EUR, verbleiben Netto-Umsatzerlöse von 16,5 Mio. EUR und einer guten EBIT-Marge. CHANCEN UND RISIKOBERICHT Die weiterhin angespannte Wettbewerbssituation stellt für die Entwicklung des Konzerns ein signifikantes Risiko dar. Hinzu kommt möglicherweise eine negative Entwicklung des Pro-Kopf-Verbrauchs von Bieren und Wässern und damit verbunden eine Beeinflussung der Absatzentwicklung. Durch die hohe Qualität der Produkte, insbesondere der Hauptprodukte Weißbierspezialitäten - gebraut nach altbayerischer Braukunst - als auch durch mögliche Akquisitionen sowie den Ausbau des alkoholfrei en Geschäftes will der Konzern diesen Entwicklungen entgegenwirken. Der Konzern hat zudem früh zeitig die Expansion in neue Märkte wie Italien, Polen sowie Nord- und Ostdeutschland betrieben, um diesem Risiko wirkungsvoll zu begegnen. Einem weiteren Anstieg des Wettbewerbsdrucks in der deutschen Getränkeindustrie sowie eine Verstärkung des Konsolidierungsprozesses innerhalb der Branche kann für das Jahr 2017 nicht ausgeschlossen werden. Für den Konzern entstehen Chancen insbesondere durch den Standort in einer der wachstumsstärksten Regionen Deutschlands. Neben dem stabilen Wirtschaftswachstum kann der damit voraussichtlich einhergehende Anstieg der Bevölkerung zu verbesserten Absatzchancen im Getränkesegment führen. Eine weitere Chance besteht im Ausbau des operativen Geschäfts der italienischen Tochtergesellschaft. Durch eine verstärkte Marktdurchdringung in Italien und zunehmend auch in Polen und einem dadurch verbesserten Exportgeschäft können weitere Ertragspotenziale erschlossen werden. Zu weiteren Auslandmärkten, insbesondere nach Schottland und Südfrankreich bestehen Vertriebskontakte. Die bisherigen Mengen sind noch nicht nennenswert. Risikomanagementsystem Der BHB Brauholding Konzern, in den Herrnbräu einbezogen ist, hat zur Minimierung etwaiger Gefährdungen ein adäquates Risikomanagementsystem aufgebaut. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und Steuerung von Risiken ist Herrnbräu in dieses Risikomanagementsystem eingebunden. Dadurch ist sichergestellt, dass die Geschäftsführung Risiken rechtzeitig erkennen, analysieren, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen entwickeln kann. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die wesentlichen, von Herrnbräu verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten um fassen Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Darlehens- und Kontokorrentkonten gegenüber Gesellschaftern sowie gewährte Darlehen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung des Anlagevermögens und der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Die Gesellschaft verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren. Demgegenüber werden keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand der Gesellschaft gehalten. Zur Steuerung der Risiken, die sich aus den Finanzinstrumenten ergeben können, beschließt die Geschäftsführung bezogen auf die Risikoarten jeweils entsprechende Strategien und Verfahren, die im Folgenden dargestellt werden. Zinsrisiko Die Gesellschaft ist keinem Risiko aus Schwankungen von Marktzinssätzen aus langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgesetzt, da für sämtliche langfristige Verpflichtungen über die Gesamtlaufzeit jeweils ein fester Zinssatz vereinbart wurde. Zinssensitivitäten sind damit ausgeschlossen. Währungsrisiko Da alle Geschäftsbeziehungen ausschließlich in Euro abwickelt werden, bestehen am Bilanzstichtag keine Währungsrisiken. Kreditrisiko Die Gesellschaft schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit der Gesellschaft Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer sorg fältigen Prüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass die Gesellschaft keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Für darüber hinaus bestehende Risiken werden entsprechende Einzelwertberichtigungen quantifiziert. Zweifelhafte finanzielle Vermögenswerte, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Uneinbringlichkeit festgestellt wurde oder die tatsächlich ausfallen, werden zum Abschlussstichtag vollständig abgeschrieben. Bestehen an der Einbringlichkeit Zweifel, wird dem Ausfallrisiko durch eine entsprechende Wertberichtigung auf den wahrscheinlich realisierbaren Wert Rechnung getragen. Zusätzlich wird eine aus Erfahrungswerten abgeleitete Wertberichtigung auf Portfoliobasis gebildet. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt ebenso wie der Verbrauch von Beträgen zulasten des Wertberichtigungskontos vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Bei hohem Grad der Verlässlichkeit wird eine direkte Abschreibung vorgenommen, bei niedrigem Grad der Verlässlichkeit wird das Ausfallrisiko über Wertberichtigungskonten abgebildet. Entfallen die Gründe für eine Wertberichtigung, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten der Gesellschaft, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko Die Gesellschaft überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools. Dieses Tool berücksichtigt die Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte (z. B. Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cash flows aus der Geschäftstätigkeit. Rohstoffpreisrisiko Ein wesentliches Risiko bei Herrnbräu besteht in der Abhängigkeit vom Rohstoffmarkt und dessen Preisentwicklung. Ein erheblicher Teil der Produktionskosten entfällt derzeit - abgesehen von Personalkosten - auf Rohstoffe wie Hopfen oder Malz. Preise für derartige Rohstoffe können von Jahr zu Jahr stark schwanken. Vor dem Hintergrund des gestiegenen Wettbewerbs- und Preisdrucks insbesondere im Segment Bier ist nicht gewährleistet, dass Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben werden können. Für einige wenige Rohstoffe oder Vorprodukte kann nur auf eine begrenzte Anzahl von Lieferanten zurückgegriffen werden, beispielsweise beim Bezug von Malz und Hopfen. Sollten einzelne Vorprodukte oder Rohstoffe nicht mehr angeboten werden, entweder weil der entsprechende Lieferant aus Wettbewerbsgründen nicht mehr liefern möchte oder weil diese nicht mehr wirtschaftlich produziert werden können, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Versorgung mit diesen Rohstoffen und Vorprodukten beeinträchtigt wird oder gänzlich ausfällt. Im Falle von Lieferausfällen, Lieferengpässen oder Preiserhöhungen maßgeblicher Lieferanten könnte die Geschäftstätigkeit beeinträchtigt werden. Da sich die Gesellschaft jedoch frühzeitig und zu besonders günstigen Konditionen vertraglich abgesichert hat, können für das laufende Jahr Engpässe bei der Belieferung mit Rohstoffen ausgeschlossen werden.
Ingolstadt, im März 2017 Die Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2016 derHerrnbräu GmbH, IngolstadtAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 derHerrnbräu GmbH, Ingolstadt
Anhang für das Geschäftsjahr 2016 derHerrnbräu GmbH, IngolstadtALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMENDie Herrnbräu GmbH hat den Sitz in Ingolstadt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ingolstadt unter HRB 3258 eingetragen. ALLGEMEINE ANGABEN ZU JAHRESABSCHLUSSDer Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vom 17. Juli 2015 erstellt. Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2016. Bei der erstmaligen Aufstellung des Abschlusses nach BilRUG wurden die Vorjahresvergleichs zahlen soweit erforderlich - entsprechend angepasst. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENSo genannte à-fonds-perdu-Darlehen und andere Belieferungsrechte werden linear entsprechend der Laufzeit der Verträge bzw. der Abnahmemenge abgeschrieben. Im Anlagenspiegel werden nach vollständiger Abschreibung die historischen Anschaffungskosten und die einbehaltenen Rückvergütungen als Abgang gezeigt. EDV-Software wird in vier Jahren ab geschrieben. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abnutzbare Sachanlagen vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den, bei Immobilien linear, bei Mobilien sowohl linear als auch degressiv. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche oder minderverzinsliche sonstige Ausleihungen werden entsprechend der steuerlichen Rechtsprechung nicht abgezinst. Den sonstigen Ausleihungen drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Für erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Ertragsteuerumlagen Mit der Gesellschafterin BHB Brauholding Bayern-Mitte AG besteht seit dem 1. Januar 2014 eine steuerliche Organschaft. Die Herrnbräu GmbH wird im Rahmen der Organschaft als Organgesellschaft eingestuft und ist damit für die Körperschaft-, die Gewerbe- und die Umsatzsteuer nicht mehr selbst steuerpflichtig. Im Organkreis werden diese Steuern auf die Herrnbräu GmbH umgelegt. Die Steuerumlagen werden unter den entsprechenden Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Dies gilt in gleicher Weise für die latenten Steuern. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zu lässig ist. Die Bewertung erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer 15 %, Solidaritätszuschlag 5,5 % und Gewerbesteuer von 14 %. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAKTIVA Die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der am Ende des Anhangs dargestellte Anlagenspiegel. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen die Tochtergesellschaften aus dem laufenden Verrechnungsverkehr. Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. PASSIVA Eigenkapital Das Stammkapital beträgt 2.225.000 EUR. Die Stammeinlagen sind vollständig einbezahlt. Im Rahmen der Einbringung der Anteile an der Herrnbräu GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2014 wurden die den Betrag der ausbedungenen Stammeinlage übersteigenden Vermögenswerte in die Kapitalrücklage eingestellt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gebindepfand mit 412 TEUR sowie Personalrückstellungen mit insgesamt 110 TEUR. Die übrigen Einzelposten betragen jeweils weniger als 10 % des bilanzierten Gesamtbetrages. Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 2 HGB
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 5.407 TEUR (Vorjahr 5.487 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die passiven latenten Steuern resultieren aus dem Umstand, dass in der Handels- und der Steuerbilanz unterschiedliche Abschreibungssätze auf die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorgenommen werden, woraus zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen resultieren, die sich in der Zukunft voraussichtlich umkehren werden. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt und gegliedert. Ertragsteuerumlagen Der ausgewiesene Betrag beinhaltet im Wesentlichen den Aufwand für Gewerbesteuer in Höhe von 69 TEUR sowie den Aufwand für Körperschaftsteuer in Höhe von 66 TEUR. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Biersteuer. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der BHB Brauholding Bayern-Mitte AG wird das gesamte Jahresergebnis an diese Gesellschaft abgeführt. SONSTIGE ANGABENEreignisse nach dem Stichtag Wesentliche Ereignisse, die nach dem Stichtag eingetreten sind und einen substanziellen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Herrnbräu gehabt hätten, waren nicht zu verzeichnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Nutzung eines Teils unserer Produktionsanlagen sowie der Geschäftsausstattung liegen Operating-Leasingverträge zugrunde. Dies trägt auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Summe der künftigen Leasing- und Mietverpflichtungen für Mobilien beträgt 1.080 TEUR. Hierbei sind bestehende Verpflichtungen bis 2025 berücksichtigt. Außerdem hat die Gesellschaft eine Reihe von Gaststättenobjekten angepachtet. Den Mietverpflichtungen stehen Mieterlöse in gleichem Um fang gegenüber. Das Bestellobligo liegt im branchenüblichen Rahmen. Die Verpflichtungen aus abgeschlossenen Rohstoffkontrakten belaufen sich auf 763 TEUR. Die Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag mit der BBI Bürgerliches Brauhaus Immobilien Aktiengesellschaft über die Anpachtung des Brauereigeländes betragen 240 TEUR pro Jahr. Arbeitnehmer Es waren durchschnittlich 71 (Vorjahr 74) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 45 (Vorjahr 46) gewerbliche Arbeitnehmer und 26 (Vorjahr 28) Angestellte. Ergebnisabführungsvertrag Die Herrnbräu GmbH hat sich mit Vertrag vom 29. April 2014 rückwirkend auf den Beginn des Geschäftsjahres verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die BHB Brauholding Bayern-Mitte AG abzuführen. Der Vertrag ist mit der Eintragung am 10. Juli 2014 in das Handelsregister wirksam geworden. Geschäftsführung
Konzernabschluss Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BHB Brauholding Bayern-Mitte AG einbezogen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.
Ingolstadt, 15. März 2017 Die Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)
In Bezug auf die Offenlegung des vorstehenden Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 327 HGB Gebrauch gemacht. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die Landestreuhand Weihenstephan GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Freising, unter dem 17. März 2017 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie An hang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Herrnbräu GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durch geführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vor genommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der an gewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Freising-Weihenstephan, 17. März 2017 Landestreuhand
Weihenstephan GmbH
J. Welter, Wirtschaftsprüfer A. Funken, Wirtschaftsprüfer" Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 17. März 2017 festgestellt. |
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