Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 2716 HL
Eingetragen
14.10.2005
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungsmitteln aller Art, insbesondere von Faltschachteln. Die Gesellschaft ist zur Durchführung sämtlicher Rechtsgeschäfte befugt, die diesem Gesellschaftszweck dienen. Die Gesellschaft ist zur Errichtung von Zweigniederlassungen und zum Erwerb von Beteiligungen an anderen gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen berechtigt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Wolfgang Grotmann
seit 18.1.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.100.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hammer GmbH

Lübeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023

Bilanz zum 31. August 2023

der Hammer GmbH

Amtsgericht Lübeck, HRB 2716 HL

AKTIVA

31.8.2023 31.8.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.131,36 33.143,19
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 21.453,24 22.645,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.724.277,59 4.506.892,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.136,31 107.008,25
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 79.839,00
3.893.867,14 4.716.384,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 902,39 902,39
2. Beteiligungen 6.500,00 5.000,00
7.402,39 5.902,39
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 4.978.232,17 4.895.430,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.303.168,81 3.309.077,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.769.110,74 252.500,52
3. Sonstige Vermögensgegenstände 58.147,49 214.643,32
5.130.427,04 3.776.221,54
III. Kassenbestand 1.681,48 2.994,09
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 25.229,99 22.933,33
14.077.971,57 13.453.009,47

PASSIVA

31.8.2023 31.8.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.100.000,00 2.100.000,00
II. Gewinnrücklagen 8.000.000,00 8.000.000,00
III. Gewinnvortrag 1.123.801,18 643.992,45
IV. Jahresüberschuss 705.903,82 479.808,73
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.080.047,00 998.378,00
C. VERBINDLICHKEITEN
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.068.219,57 (Vorjahr: EUR 1.230.930,29)
davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 19.618,87 (Vorjahr: EUR 124.460,43)
davon aus Steuern: EUR 436.678,40 (Vorjahr: EUR 166.407,49 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 13.077,42 (Vorjahr: EUR 4.417,57)
1.068.219,57 1.230.830,29
14.077.971,57 13.453.009,47

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023

der Hammer GmbH, Lübeck

2022/23 2021/22
EUR EUR
1. Rohergebnis 9.630.415,53 9.987.565,83
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.896.550,44 -4.336.893,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -792.382,71 -916.509,79
davon für Altersversorgung: EUR 7.254,92 (Vorjahr: EUR 15.657,22)
-4.688.933,15 -5.253.403,30
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -861.958,61 -960.567,80
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.148.569,47 -3.041.310,38
5. Erträge aus Beteiligungen 53.165,13 31.535,83
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.456,11 3.799,63
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 8.456,11 (Vorjahr: EUR 3.799,63)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.227,55 -3.806,87
davon an verbundene Unternehmen: EUR 2.736,55 (Vorjahr: EUR 931,87)
davon aus Aufzinsung: EUR 2.491,00 (Vorjahr: EUR 2.875,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -279.959,17 -282.295,21
9. Ergebnis nach Steuern 707.388,82 481.517,73
10. Sonstige Steuern -1.485,00 -1.709,00
11. Jahresüberschuss 705.903,82 479.808,73

Anhang zum 31. August 2023

der Hammer GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 288 HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 HGB aufgestellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die auf den vorgehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend Ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten linear. Ab 1997 bis 01. Januar 2008 und ab dem 01. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010 wurde im Wesentlichen degressiv abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauer wird in Anlehnung an die zulässigen Höchstsätze der von der Finanzverwaltung veröffentlichten Afa-Tabellen ermittelt.

Seit dem 01. September 2019 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 über Sofortabschreibung gebucht.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Dabei werden angemessene Abschläge für ungängige Bestände und Lagerrisiken entsprechend berücksichtigt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. In die Herstellungskosten einbezogen werden die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die Ermittlung des Wertansatzes der unfertigen Erzeugnisse erfolgt hierbei auf Grundlage der Einzelkalkulation der unfertigen Erzeugnisse je nach erreichter Produktionsstufe. Der Wertansatz der fertigen Erzeugnisse wird retrograd aus den Verkaufspreisen ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder infolge geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand wird zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Rückstellungen für Pensionen sind zum Bilanzstichtag nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 1,81 % und einem Rententrend von 1,63 % ermittelt. Bei der Ermittlung des maßgeblichen Zinssatzes hat die Gesellschaft gem. § 253 Abs. 2 HGB den durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren zugrunde gelegt.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 HGB aufgestellt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem in Anlage A zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel als Bestandteil des Anhangs.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Bonusforderungen (TEUR 6) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Aufgrund der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre unterschreitet der Rückstellungsbetrag den sich bei einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergebenen Betrag um EUR 2.131,00 (Unterschiedsbetrag). Gemäß. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen.

IV. Sonstige Angaben

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.304 (Vj. TEUR 1.304).

Diese resultieren aus mehrjährigen Verpflichtungen gegenüber dem verbundenen Unternehmen Dritte Beutin Grundstücks GmbH & Co. KG für angemietete Gebäude- und Lagerräume für das bis zum 31.12.2024 laufende Mietverhältnis i.H.v. TEUR 944 (jährliche Belastung TEUR 708) sowie gegenüber Drittunternehmen aus mehrjährigen Verpflichtung für die Lagerung der Fertigware. Die Lagermiete für die Folgejahre bis zum 31.12.2024 beträgt TEUR 360 (jährliche Belastung TEUR 240).

Belegschaft

Die Zahl der im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlichen beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vorjahr
Angestellte 22 25
gewerbliche Arbeitnehmer 68 76
90 101
Auszubildende/Umschüler 2 3
92 104

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer ist Herr Wolfgang Grotmann, Kaufmann, Kirchhundem, bestellt. Herr Grotmann ist Alleinvertretungsbefugnis erteilt und er wurde von den Vorschriften des § 181 BGB befreit.

Der Bilanzwert der Pensionsrückstellung für frühere Mitglieder der Geschäftsleitung zum 31.08.2023 beträgt EUR 21.327,00 (Vorjahr: TEUR 21.140,00).

Konzernobergesellschaft der Hammer GmbH, Lübeck, ist die Beutin AG mit Sitz in Lübeck. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Die Geschäftsführung empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den ausgewiesenen Jahresüberschuss 2022/2023 auf neue Rechnungen vorzutragen.

 

Lübeck, 17. November 2023

Hammer GmbH

Wolfgang Grotmann, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31. August 2023 wurde am 25. Januar 2024 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31.8.2023

der Hammer GmbH, Lübeck

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.09.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.8.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
815.596,08 26.663,44 2.643,00 0,00 844.902,52
2.643,00 0,00 -2.643,00 0,00 0,00
818.239,08 26.663,44 0,00 0,00 844.902,52
Sachanlagen
Mietereinbauten 39.728,27 0,00 0,00 0,00 39.728,27
Technische Anlagen und Maschinen 22.518.097,89 0,00 0,00 -1.500.524,48 21.017.573,41
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Fuhrpark 145.366,19 19.226,89 0,00 -42.996,44 121.596,64
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.535.411,47 0,00 79.839,00 -70.442,24 1.544.808,23
Geringwertige Wirtschaftsgüter 37.055,37 1.557,07 0,00 -5.740,77 32.871,67
Wirtschaftsgüter 1.717.833,03 20.783,96 79.839,00 -119.179,45 1.699.276,54
Geleistete Anzahlungen 79.839,00 0,00 -79.839,00 0,00 0,00
24.355.498,19 20.783,96 0,00 -1.619.703,93 22.756.578,22
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 902,39 0,00 0,00 0,00 902,39
Beteiligungen 5.000,00 1.500,00 0,00 0,00 6.500,00
5.902,39 1.500,00 0,00 0,00 7.402,39
25.179.639,66 48.947,40 0,00 -1.619.703,93 23.608.883,13
Kumulierte Abschreibungen
01.09.2022 Zugänge Abgänge 31.8.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
785.095,89 18.675,27 0,00 803.771,16
0,00 0,00 0,00 0,00
785.095,89 18.675,27 0,00 803.771,16
Sachanlagen
Mietereinbauten 17.083,18 1.191,85 0,00 18.275,03
Technische Anlagen und Maschinen 18.011.205,69 782.614,61 -1.500.524,48 17.293.295,82
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Fuhrpark 126.028,41 18.161,16 -42.995,44 101.194,13
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.447.752,00 39.761,65 -70.426,22 1.417.087,43
Geringwertige Wirtschaftsgüter 37.044,37 1.554,07 -5.739,77 32.858,67
Wirtschaftsgüter 1.610.824,78 59.476,88 -119.161,43 1.551.140,23
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
19.639.113,65 843.283,34 -1.619.685,91 18.862.711,08
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
20.424.209,54 861.958,61 -1.619.685,91 19.666.482,24
Nettobuchwerte
31.8.2023 31.8.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
41.131,36 30.500,19
0,00 2.643,00
41.131,36 33.143,19
Sachanlagen
Mietereinbauten 21.453,24 22.645,09
Technische Anlagen und Maschinen 3.724.277,59 4.506.892,20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Fuhrpark 20.402,51 19.337,78
Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.720,80 87.659,47
Geringwertige Wirtschaftsgüter 13,00 11,00
Wirtschaftsgüter 148.136,31 107.008,25
Geleistete Anzahlungen 0,00 79.839,00
3.893.867,14 4.716.384,54
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 902,39 902,39
Beteiligungen 6.500,00 5.000,00
7.402,39 5.902,39
3.942.400,89 4.755.430,12

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Hammer GmbH, Lübeck

A. Grundlage des Unternehmens

Das Hauptgeschäftsfeld der Gesellschaft liegt, wie in den Vorjahren, in der Herstellung von Verpackungen aus Faltschachtelkarton. Das Unternehmen konnte sich im Jahresverlauf in einem Umfeld unterschiedlicher konjunktureller Bewegungen, verursacht durch die Folgen der Pandemie Covid 19 (hohe Lagerhaltung in der kompletten supply chain) und den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, in den von Hammer bedienten Märkten und unverändert starkem Wettbewerbs sowie weiterhin hohen Preiserhöhungen im Rohstoffbereich sowie den Erhöhungen der Kosten im Personalbereich als auch der Inflation weiterhin solide behaupten.

Die Schwankungen in der Auslastung bzw.im Auftragseingang sind vergleichbar mit dem Vorjahr. Auch hier ist die hohe Lagerhaltung bei verschiedenen Kunden punktuell ausschlaggebend. Der Auftragsbestand liegt dagegen unter dem hohen Niveau der durch Engpässe und Bevorratung (Corona-/Ukraine-Krise) geprägten Vorjahre und entspricht in etwa dem Bestand des Geschäftsjahre 2018/2019 vor Beginn der Krisen.

Unter diesen herausfordernden Rahmenbedingungen ist es, wie auch in Vorjahren, das langfristige Ziel, die Ertragskraft des Unternehmens durch konsequente Weitergabe von Preissteigerungen aus allen vorgenannten Bereichen bestmöglich zu halten.

B. Wirtschaftsbericht

I. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2022/2023 war für die Hammer GmbH von einer ausreichenden Auslastungssituation geprägt.

Im Berichtsjahr ergaben sich in der Rohstoffversorgung durch Einflüsse von Lagerhaltung, Lieferzeiten und Preispolitik einige Verschiebungen zwischen den wesentlichen Herstellern von Karton aus Recyclingmaterial. Einzelne Hersteller waren zeitweise stark gebucht, was bei deren Produktsorten zu verlängerten Lieferzeiten führte. Insgesamt war eine ausreichende Rohstoffverfügbarkeit gegeben. Auch sehr lange Lieferzeiten für Material auf Basis Frischfaser führten kaum zu Engpässen in der Versorgung.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Eigenmittel (Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen).Die Gesellschaft befand sich im Laufe des Jahres 2022/2023 zu keinem Zeitpunkt in der Gefahr der Zahlungsunfähigkeit.

Die Umsatzerlöse sind durch Energiekostenzuschläge und Preissteigerungen auf Seiten des größten Einkaufsblocks, Karton, weiterhin nicht mit den Vorjahren vergleichbar. Preissteigerungen im Bereich Rohstoffe und Energie wurden weitestgehend an die Kunden weiter belastet.

II. Lage des Unternehmens

Für 2022/2023 hatten wir einen entsprechend der Kostensteigerung ansteigenden Umsatz bei gleichbleibender Fertigungsmenge geplant und eine Stabilität des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr nach Bereinigung um die Sondereffekte des Vorjahres erwartet. Die Betriebskosten und Vertriebskosten konnten durch ein gutes Kostenmanagement auf einem ertragsstarken Niveau gehalten werden. Die gesetzten Ziele in Gesamtleistung wurden erreicht bzw. sogar leicht übertroffen. Das Jahresergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden, insbesondere durch deutlich unter dem Plan liegende Aufwendungen.

Aufgrund unseres Fabriklayouts, der technischen Ausstattung und unserer Mitarbeiterstruktur und -qualifikation sehen wir uns innerhalb der Faltschachtelbranche weiterhin gut aufgestellt. Wir erkennen jedoch auch die Notwendigkeit, unseren Maschinenpark auf einem guten Stand der Technik zu halten und haben dementsprechend proaktiv in Betriebskosten investiert.

Die fortschreitende Europäisierung bei Ausschreibung und Produktion von Faltschachteln setzt die Firma Hammer zusätzlich zu den steigenden Kosten im Bereich Rohstoffe und Personal einem enormen Margendruck aus.

Im Jahre 2022/2023 wurden im Jahresdurchschnitt 92 Mitarbeiter (Vorjahr 101 Mitarbeiter) beschäftigt (Anzahl Beschäftigte ohne Geschäftsführer und Auszubildende; darin enthalten sind auch Aushilfen).

Im Jahresdurchschnitt wurden 2 Auszubildende in den Berufen Offsetdrucker, Packmitteltechnologe und Industriekaufmann/frau ausgebildet.

Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung reduzierte sich von 21,5 % im Vorjahr auf 19,2 % im Geschäftsjahr 2022/2023.

Trotz Schwierigkeiten im Bereich Facharbeiter und Maschinenführern und einem erhöhten Krankenstand sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % gestiegen.

III Ergebnis

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich wie folgt dar:

Eigenkapital 11.930 TEUR versus Vorjahr 11.224 TEUR; der Anstieg resultiert aus dem Jahresergebnis.

EBITDA 1.792 TEUR versus Vorjahr 1.691 TEUR; der Anstieg im Vorjahresvergleich resultiert aus dem höheren Jahresergebnis, wobei die um TEUR 100 geringeren Abschreibungen gegenläufig wirkten.

Jahresergebnis 706 TEUR versus Vorjahr 480 TEUR; der Anstieg des Jahresergebnisses trotz Wegfall von Sonderfaktoren des Vorjahres resultiert aus Umsatzzuwächsen bei leicht rückläufigem Materialaufwand, im Wesentlichen aber aus Prozessoptimierungen und dem damit einhergehenden weitestgehenden Wegfall der dritten Schicht und der Vergabe von Produktionsaufträgen an Dritte.

Die Eigenkapitalquote beträgt 84,7% gegenüber 83,5% im Vorjahr. Dieser Anstieg der Eigenkapitalquote resultiert im Wesentlichen aus der ergebnisbedingten Zunahme des Eigenkapitals bei gleichzeitigem leichten Rückgang des Fremdkapitals.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 3.322 TEUR und bewegen sich damit auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 332 TEUR.

Die Liquidität und Finanzierung ist darüber hinaus gesichert durch die Einbindung in den "Cash Pool" der Beutin AG.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Allgemeiner Risikobericht

Mit dem für das Jahr 2023/2024 erwarteten schwierigen Lage durch die Kriegsgeschehnisse in der Ukraine und der damit verbundenen Störungen der Supply chain in Deutschland und auch in der Europäischen Union, der nicht einschätzbaren Geschäftserwartungen, als auch dem wohl negativeren Konsumklima getrieben durch Inflation und der innerdeutschen politischen Situation besteht für das kommende Geschäftsjahr aus der allgemeinen Wirtschaftslage ein deutlich erhöhtes Risiko.

Währungsrisiken bestehen nur in geringem Umfang.

Bei steigender Arbeitslosigkeit und der politischen Diskussion bezüglich Migration wird die in der Bevölkerung wahrgenommene Unsicherheit erhöht. Hieraus, als auch aus der Inflation kann ein negativer Effekt im Konsum entstehen.

Nicht abwägbar und auch nicht zu unterschätzen sind die mittlerweile entstandenen globalen politischen Risiken. Die Aktivitäten des russischen Präsidenten Putin, der Angriffskrieg in der Ukraine, ein Handels-/Wirtschaftskrieg durch die gegenseitige Verhängung von Sanktionen gegen Russland werden zwischen den USA, Europa, Korea und China globale Auswirkungen haben.

Welchen Einfluss dies auf unsere Geschäftstätigkeit haben kann, ist weiterhin nicht abzuschätzen.

Als General-Packaging-Unternehmen versorgen wir mehrere Branchen mit qualitativ hochwertigen Verpackungen und sind weniger von einzelnen Branchenkonjunkturen, eher vom allgemeinen Konsumverhalten, dem Vertrauen in eine stabile Wirtschaft und eine positive Arbeitsmarktlage abhängig.

II. Spezieller Risikobericht

Durch die allgemeinen Risiken der Inflation in Bezug auf die Kaufkraft der Allgemeinheit sehen wir kurzfristig, d. h. in den kommenden 3 bis 12 Monaten eine negative Beeinflussung auf unsere Geschäftslage. Mittelfristig ist durch Inflation durchaus eine negative Auswirkung auch auf unsere Geschäftstätigkeit denkbar.

Die Versorgungslage mit Rohstoffen, insbesondere dem Karton ist sicherer als im Vorjahr und kann sich durch aktuelle Verkäufe von Unternehmen unseres Liefantenpools negativ in Quantität und Preis verändern. Insgesamt besteht beim Rohstoff Karton sowohl bei den Frischfasersorten, wie auch den Recyclingsorten eine ausreichende Versorgungslage. Die Preissteigerungen sind bis heute fast vollumfänglich an die Kunden weiter gegebenen worden.

Produkthaftungsrisiken sind auch durch entsprechende Versicherungen gedeckt, so z. B. auch durch eine Rückrufkostendeckung für alle Kunden.

Durch das installierte Finanz- und Liquiditätsmanagement (Cash-Pool der Beutin AG) wird die kontinuierliche Zahlungsfähigkeit und schnelle Handlungsfähigkeit bei Veränderungen in den Erlös- und Kostenstrukturen sichergestellt.

Durch stetige Verbesserung der mittlerweile rezertifizierten Ablauforganisation (DIN EN ISO 9001:2008, ISO FSSC 22000 Standard für Managementsysteme zur Lebensmittelsicherheit, sowie die Zertifizierung nach FSC und PEFC) können größere Risiken weitgehend ausgeschlossen werden. Weiterhin ist zusätzlich noch eine Zertifizierung für Energiemanagement terminiert.

Die Organisation und auch die Prozesse werden kontinuierlich den Erfordernissen angepasst.

III. Spezieller Chancenbericht

Mit unserem großen Know-How und unseren hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der nun über 100 jährigen Erfahrung unseres Unternehmens haben wir uns in wichtigen Absatzbereichen der deutschen Wirtschaft etabliert und setzen dort immer wieder neue Akzente. Unsere selbst gesetzten Werte, die die Geschäftsleitung vorlebt, sind mit Kompetent, Fair und Flexibel ein weiterer Garant in unseren Geschäftsbeziehungen.

Dank der soliden Kapitalstruktur ist die Hammer GmbH in der Lage, antizyklisch zu investieren und auf eine nachhaltige Geschäftsentwicklung zu setzen.

Mit den bereits realisierten und weiteren geplanten Investitionen in neue Maschinen ist die Hammer GmbH weiterhin auf dem neuesten Stand der Technologie in der Faltschachtelindustrie. Die damit gewährleistete Qualitätskonstanz bietet den bestehenden Kunden Sicherheit und Chancen für neue Geschäftsbeziehungen.

IV. Prognosebericht

Die gesamte Druckindustrie ist weiterhin Konsolidierungstendenzen ausgesetzt. Durch die weiter voran schreitende Digitalisierung und den damit verbundenen Wegfall von Akzidenzen konzentrieren sich mehr Druckereien auf den Verpackungsdruck. Dies bedeutet nachhaltig einen größeren Wettbewerb und noch höheren Druck auf die Verkaufspreise.

Wir sind mit einem schwächeren Auftragseingang in das Jahr 2023/2024 gestartet der sich mit einer gefüllten supply chain bei den Abnehmern erklärt. Weiter ist bereits ein verändertes Einkaufsverhalten der Allgemeinheit weg von brands zu Handelsmarken -Produkten ersichtlich.

Für das Jahr 2023/2024 sehen wir einen leicht rückläufigen, aber stabilen Umsatz.

Für das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir ein stabil deutlich positives, im Vergleich zum Vorjahr aber aufgrund des erwarteten erhöhten Aufwandes geringeres Ergebnis.

D. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Mit einem kleinen Team an erfahrenen Verpackungsentwicklern werden die teilweise komplexen Anforderungen der Kunden an die Verpackungen für ihre Produkte zu sowohl in der Herstellung, wie auch im Abpackprozess effizienten Konstruktionen umgesetzt. Dabei gilt es gleichermaßen auch ein ansprechendes und hochwertiges Design für entsprechende Aufmerksamkeit am POS zu erzielen. Eine klassische Grundlagenforschung besteht dagegen nicht.

 

Wolfgang Grotmann, Geschäftsführer

Der nachstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hammer GmbH, Lübeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hammer GmbH, Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hammer GmbH, Lübeck, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 8. Dezember 2023

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