Vibrantz Diegel GmbH
Ernst-Diegel-Straße 1, 36304 Alsfeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Johannes Noppe seit 25.7.2025 | Geschäftsführer |
Sarah Kulik seit 25.7.2025 | Prokura |
Jens Dr. Risse seit 2.6.2021 | Geschäftsführer |
Daniel Bindewald seit 19.1.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Ferro Finco Ireland Limited | 78.66% |
Vibrantz Diegel GmbHEigenbeteiligung | 12.50% |
Vibrantz Corp. | 8.84% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vibrantz Diegel GmbH (vormals: Ernst Diegel GmbH)AlsfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Allgemeine Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes erstellt. B. Erläuterungen zur Unternehmensfortführung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.434.816,71 EUR (Vorjahr: 1.840.653,39 EUR) abgeschlossen. Das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft ist in Folge des Verlustvortrages in Höhe von 2.765.881,54 EUR aufgebraucht und ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 2.735.520,30 EUR (Vorjahr: 1.300.703,59 EUR) wird ausgewiesen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag resultiert aus einem nicht kostendeckenden Produkt- und Dienstleistungsportfolios im Geschäftsjahr 2021, welcher sodann im darauffolgenden Geschäftsjahr durch weiterhin fortlaufende Verluste, anstieg. Das nicht kostendeckende Produkt- und Dienstleistungsportfolio führte ferner dazu, dass der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit der Gesellschaft negativ war und sie sich nicht aus dem operativen Geschäft finanzieren konnte. Basierend der aktuellen Planungsrechnung wird sich diese Situation in den kommenden zwölf Monaten nicht grundlegend ändern - die Gesellschaft wird unverändert auf weitere Außenfinanzierung angewiesen sein. Um die Finanzierung zu gewährleisten, wurde am 20. Juni 2022 ein Darlehensvertrag mit der Muttergesellschaft Ferro Finco Ireland Limited, Dublin, Irland über 5,0 Mio. Euro abgeschlossen, das am 1. Dezember 2022 auf 6,0 Mio. Euro und am 1. September 2024 auf 7,0 Mio. Euro erweitert wurde. Das Darlehen beinhaltet eine feste Laufzeit von 5 Jahren ab dem 1. September 2024. Zusätzlich wurde am 20. Juni 2024 eine zweite Liquiditätsvereinbarung mit der Ferro Finco Ireland Limited, Dublin, Irland über 9,0 Mio. Euro abgeschlossen, welche am 20. Juni 2025 auf 10,0 Mio. Euro erhöht wurde. Diese Liquiditätsvereinbarung ist befristet bis zum 31. Juli 2026. Weiterhin ist am 27. Juni 2025 eine harte Patronatserklärung durch die vormalige Muttergesellschaft Vibrantz GmbH, Frankfurt erklärt worden, der Vibrantz Diegel GmbH bis zum 31. Dezember 2030 ausreichend liquide Mittel zur fristgerechten Tilgung ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten zur Verfügung zu stellen. Sollten die Liquiditätsvereinbarungen mit der Ferro Finco Ireland Limited, Dublin, Irland nicht verlängert werden und die finanzielle Unterstützung aufgrund der Patronatserklärung durch die Vibrantz GmbH nicht aufrechterhalten werden, ist die Gesellschaft in ihrem Bestand nach dem Prognosezeitraum gefährdet. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und -soweit abnutzbar- um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden unter Beachtung des Grundsatzes der Einzelbewertung sowohl nach der degressiven als auch nach der linearen Methode auf der Basis der nach steuerlichen Grundsätzen ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des immateriellen und unbeweglichen Sachanlagevermögens erfolgten grundsätzlich zeitanteilig. Bei beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens kam ab 1. Januar 2004 ebenfalls die zeitanteilige Abschreibung zur Anwendung. Der bei Erwerb der Vopaco GmbH im Geschäftsjahr 2014/2015 entstandene und aktivierte Firmenwert wird planmäßig über eine Dauer von 15 Jahren abgeschrieben. Seine Nutzungsdauer ist durch eine überdurchschnittlich hohe technologische Kompetenz in der Herstellung der von der Gesellschaft entwickelten Produkte begründet. Angeschaffte geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurden analog den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt und über einen typisierenden Zeitraum von fünf Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten oder mit niedrigeren Tageswerten bewertet. Bei den fertigen Erzeugnissen erfolgte die Bewertung zu pauschal ermittelten Herstellungskosten. Dabei kamen die Materialkosten, pauschal ermittelte Fertigungseinzel und -gemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung und der Werteverzehr des Anlagevermögens -soweit dem Fertigungsbereich zuordenbar zum Ansatz. Fremdkapitalzinsen wurden nicht mit einbezogen. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Für Forderungen, die vom Ausfall bedroht sind, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. 79.922,81 EUR (Vorjahr: 79.557,49 EUR) handelt es sich um im laufenden Geschäftsjahr geleistete Zahlungen für Folgejahre. Die Auflösung erfolgt entsprechend den in den folgenden Wirtschaftsjahren anfallenden Aufwendungen. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Nennwerte für erworbene eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1 a) HGB von dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ abgesetzt. Die Kaufpreisanteile, die den Nennwert des erworbenen eigenen Anteils übersteigen, sind gemäß § 272 Abs. 1 a) HGB mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der „Barwert-Methode“ errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wurde eine pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Berücksichtigt wurde ein Rechnungszinssatz in Höhe von 1,78 % p.a. (Vorjahr: 1,87 % p.a.) und Rentensteigerungen in Höhe von 1,8 % p.a. (Vorjahr: 1,8 % p.a.). Unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB. In Höhe von 1.120 EUR (Vorjahr: 1.933 EUR), der der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit die einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Jahresabschluss enthält Posten, denen Beträge in fremder Währung zugrunde liegen. Die Umrechnung der Fremdwährungskosten er folgte mit den Mittelkursen am Buchungstag, Verluste aus Wechselkurs ändern und wurden berücksichtigt. D. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 sind im Anlagenspiegel dargestellt. Mit Vertrag vom 4. Mai 2009 hat die Vibrantz Diegel GmbH die Marata International GmbH mit Sitz in Alsfeld gegründet. Das Stammkapital der Marata International GmbH beträgt 25.000,00 EUR, an dem die Vibrantz Diegel GmbH zu 100 % beteiligt ist. Der Jahresfehlbetrag der Marata International GmbH für das Geschäftsjahr 2022 beträgt 3.657,57 EUR (Vorjahr: 80.491,86 EUR), das Eigenkapital am 30. Juni 2022 beträgt 45.757,37 EUR (Vorjahr: 49.414,94 EUR). Latente Steuern werden auf die zeitlichen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertsätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertrag Steuersatzes von 29,88 %, Der kombinierte Ertragsteuer Satz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Der Betrag in Höhe von 4.568,19 EUR (Vorjahr: 5.020,20 EUR - Auflösung 452,01 EUR) aus der Aktivierung latenter Steuern unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Die Pensionsrückstellungen wurden im Geschäftsjahr 2022 um 6.236,00 EUR (Vorjahr: 6.742,00 EUR) verbraucht, und um 1.653,00 EUR (Vorjahr: 3.283,00 EUR) aufgezinst, um diese mit ihrem Barwert auszuweisen. Die „sonstigen Rückstellungen“ enthalten u.a. Beträge für Personalaufwendungen (198.513,57 EUR; Vorjahr: 182.660,87 EUR), Gewährleistungen (5.340,00 EUR; Vorjahr: 5.340,00 EUR) Prüfungs- und Steuerberatungskosten (33.580,00 EUR; Vorjahr: 24.580,00 EUR). Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Im Vorjahr 2021 wurden Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.255.016,50 EUR fälschlicherweise in den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung statt in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Dies wurde im Geschäftsjahr 2022 entsprechend korrigiert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden gem. §42 Abs. 3 GmbH in Verbindung mit § 265 Abs. 3 S. 1 HGB im Jahr 2022 in Höhe von 1.196.435,52 EUR (Vorjahr: 1.196.435,52 EUR) ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in vollem Umfang auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. E. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug:
Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung entfällt gem. § 286 Abs. 4 HGB. Die Bezüge an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 10.851,84 EUR. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Die Gesellschaft hat überwiegend Leasingverträge für die Fahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Lagerräume und Betriebs und Geschäftsausstattung. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigen Anlagevermögen. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesen Geschäften belaufen sich auf:
Risiken könnten sich durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach Auslaufen dieser Verträge ergeben. Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung beziehungsweise Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft nicht notwendigen Kapitalbindung bei der Beschaffung betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko, eine effektive Bewirtschaftung und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstands. Die Vibrantz Diegel GmbH war zum Abschlussstichtag eine 100 % Tochter der Vibrantz GmbH (vormals Ferro GmbH), Frankfurt am Main. Die Vibrantz Corporation, Mayfield Heights, Ohio (vormals Ferro Corporation Mayfield Heights/Ohio), USA bezieht den Jahresabschluss der Gesellschaft in ihren Konzernabschluss ein, sie stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Die Anteile der Vibrantz Diegel GmbH wurden am 19. Dezember 2024 mit wirtschaftlicher Wirkung zum Tag der Unterzeichnung veräußert. Demnach erwarb die Ferro Finco Ireland Limited, Dublin 78,66 % der Anteile und stellt nun die neue Konzernmuttergesellschaft des kleinsten Kreises von Unternehmen auf. Zusätzlich erwarb die Vibrantz Corp., Cleveland, Ohio 8,84 % der Anteile der Gesellschaft. Die Vibrantz Diegel GmbH hält weiterhin unverändert 12,5 % eigene Anteile. Unter Bezugnahme auf die Befreiungsregelung des § 288 Abs. 1 Nr. 1 HGB entfällt die Angabe der Nachtragsberichtserstattung nach § 285 Nr. 33 HGB. Ergebnisverwendungsvorschlag:Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2022 in Höhe von 1.434.816,71 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Alsfeld, 16. Juli 2025 Vibrantz Diegel GmbH Christoph W. Bauer Dr. Jens Risse Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung erfolgte am 11.08.2025. |
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