hilzinger GmbH
Gnetscher Straße 8, 06369 Südliches Anhalt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Josef Bandle seit 1.8.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% | |
| 33.33% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
hilzinger Holding GmbHWillstättKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Entwicklung des Konzernanlagevermögens der hilzinger Holding GmbH, Willstätt, im Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung der hilzinger Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2022
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der hilzinger Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach dem für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die für den Konzernabschluss maßgebenden Regelungen der §§ 290 bis 315 HGB wurden beachtet. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
Im Geschäftsjahr 2023 sind keine Sachverhalte eingetreten, die sich auf den Jahresabschluss 2022 ausgewirkt haben. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der hilzinger Holding GmbH, Willstätt, als Muttergesellschaft, neunzehn inländische Unternehmen in der Rechtsform der GmbH sowie fünf ausländische Tochtergesellschaft einbezogen. Alleingesellschafter der hilzinger Holding GmbH, Willstätt, ist Herr Helmut Hilzinger, Willstätt. Der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:
Mit dem Erwerb von 100 % der Gesellschaftsanteile der Hans Walter & Sohn GmbH, Kassel, zählt das Unternehmen zum Konzernkreis der hilzinger-Gruppe. Das Unternehmen wurde rückwirkend zum 1. Januar 2022 erworben und war somit im Berichtsjahr erstmalig in den Konzernkreis einzubeziehen. Über die HILZINGER Fenetres et Portes SAS, Straßburg werden indirekt folgende Beteiligungen gehalten:
Da hier keine Kontrolle über die Gesellschaften vorliegt und es sich hierbei um unwesentliche Vertriebsgesellschaften handelt werden diese auch nicht im Rahmen der Equity Konsolidierung einbezogen. Die Gesellschaften werden unter den Beteiligungen ausgewiesen. III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt werden die Beteiligungsbuchwerte gegen die im Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung konsolidierungspflichtigen Eigenkapitalwerte der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Das Wahlrecht für die Fortführung der Erstkonsolidierungen nach der Buchwertmethode vor der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurde ausgeübt. Für die nach dem 31. Dezember 2010 zugegangenen Tochtergesellschaften wird die Neubewertungsmethode angewandt. Die Folgekonsolidierung erfasst den Konzernanteil nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gegenseitig aufgerechnet. Bei Liefer- und Leistungsverkehr zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen findet, soweit wesentlich, eine Zwischenergebniseliminierung statt. Dabei werden die Zwischenergebnisse als Differenz zwischen den Wertansätzen der betreffenden Vermögensgegenstände in den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften und den jeweiligen Konzernanschaffungs- oder -herstellungskosten berechnet. Im Zuge der Aufwands- und Ertragseliminierung wurden die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen mit den Aufwendungen für Materialeinsatz und andere konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen der Leistungsempfänger verrechnet. Die angesetzten latenten Steuern auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf Basis der Gewerbeertragsteuer- und Körperschaftsteuerbelastung einschließlich Solidaritätszuschlag der hilzinger Holding GmbH ermittelt. Der angewandte Steuersatz beträgt 29 %. Das Konzept der funktionalen Währung wird für die Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Gesellschaften angewendet. Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Da sämtliche einbezogene Unternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung die funktionale Währung. Diese Abschlüsse werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Für Vermögenswerte und Schulden erfolgt die Umrechnung mit den Kursen zum Bilanzstichtag, die Eigenkapitalien werden mit den historischen Kursen und die Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit dem gewichteten Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden in den sonstigen Rücklagen (Währungsrücklagen) erfasst. Im Jahr der Entkonsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften wird der in den sonstigen Rücklagen erfasste Betrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden A. Rechnungslegungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an. Das Ausweiswahlrecht für die offene Absetzung der erhaltenen Anzahlungen von dem Vorratsvermögen wurde im Rahmen der Konzernabschlusserstellung neu ausgeübt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Bei den Zugängen des beweglichen Sachanlagevermögens wurden die steuerlichen Vereinfachungsregeln angewandt. Die Firma nimmt für die abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten im Einzelnen den Betrag von € 800,00 nicht übersteigen, die Bewertungsfreiheit nach § 6 EStG in Anspruch. Dies kann aus Wesentlichkeitsgründen im Handelsabschluss beibehalten werden. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden bei den Baustellen, welche den überwiegenden Teil der fertigen und unfertigen Erzeugnisse darstellen, die nach VOB gestellten und vom Bauwart geprüften Anzahlungsrechnungen. Bei den sonstigen fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden die Herstellkosten retrograd unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades ermittelt. Die erhaltenen Anzahlungen auf unfertige Erzeugnisse werden in Höhe der entsprechenden unfertigen Erzeugnisse offen vom Vorratsvermögen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Bei den Rückstellungen für Pensionen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 119.990,00 €. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§253 Abs. 1 HGB). Die Währungsumrechnung vom kurzfristigen Valutaforderungen erfolgt zum Kassamittelkurs zum Bilanzstichtag. V. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3. Flüssige Mittel Die Position enthält den Kassenbestand, die Schecks und die Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich den in Umlauf befindlichen Schecks. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 4.495), Gewährleistungen (TEUR 3.187), Prozessrisiken und Rechtstreitigkeiten (TEUR 55), Prüfungs- und Jahresabschlusskosten (TEUR 402), Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen (TEUR 213), Ausstehende Rechnungen (TEUR 163), unterlassene Instandhaltungen (TEUR 131), sowie Kosten für Abfall- und Abraumbeseitigung (TEUR 19). 5. Verbindlichkeiten Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag in Höhe von EUR 708.575,78 (im Vorjahr EUR 750.378,84) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, ein Betrag in Höhe von EUR 1.512.672,00 (EUR 0,00) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahre sowie ein Betrag in Höhe von EUR 247.004,00 (EUR 0,00) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
6. Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden miteinander verrechnet bzw. saldiert ausgewiesen. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei rund 29%. Die latenten Steuern wurden wie folgt ermittelt:
Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Produktion und dem Vertrieb mit Fenstern, insbesondere Kunststofffenstern. Darüber hinaus werden noch Umsatzerlöse mit dem Fassadenbau und Türen sowie Reparaturen und Montageleistungen erzielt. Ebenso stellen der Handel mit Materialien und Zubehörteilen sowie Speditionsleistungen die weitern Geschäftsbereiche dar. 2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.079 (Vorjahr TEUR 2.307) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, Auflösung von Rückstellungen sowie Gewinne aus Anlageabgängen. Nennenswerte periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. 3. Aufwendungen für Altersversorgung In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 191.912,84 (im Vorjahr TEUR 446) enthalten. 4. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten im Wesentlichen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. D. Sonstige Angaben 1. Aufstellung des Anteilbesitzes gem. § 313 Abs. 4 HGB
*) Mutterunternehmen
2. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Darüber hinaus waren im Berichtsjahr durchschnittlich 55 (im Vorjahr 53) Auszubildende beschäftigt. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HBG bestehen für Bürgschaften, insbesondere für Gewährleistungen, Vertragserfüllungen und Anzahlungen in Höhe von TEUR 35.495 (im Vorjahr TEUR 32.109). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Organe der Gesellschaft Der Geschäftsführung der Muttergesellschaft gehörte im Geschäftsjahr Herr Helmut Hilzinger, Willstätt, Herr Christian Bandle, Hohberg, Herr Jens Busse (bis 28.09.2023), Stuttgart, sowie Herr Roman Hilzinger an. Auf die Angabe der Bezüge wurde in Anlehnung an § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 50. 6. Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB Von der Befreiungsmöglichkeit der §§ 264 Abs. 3 HGB wurde bei folgenden Gesellschaften Gebrauch gemacht:
Willstätt, 29. September 2023 Helmut Hilzinger, Geschäftsführer Christian Bandle, Geschäftsführer Roman Hilzinger, Geschäftsführer Lagebericht zum Konzernabschluss per 31.12.2022hilzinger Holding GmbH, Willstätta. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit Die Unternehmensgruppe hilzinger ist inzwischen eines der erfolgreichsten familiengeführten, nationalen Unternehmen in der Fensterbaubranche und gehört mittlerweile zu den größten und bedeutendsten Herstellern von Fenstern und Türen aus Kunststoff, Aluminium, Holz und Holz-Aluminium, sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in Westeuropa. Mit insgesamt dreizehn Produktionsbetrieben für Fenster, Türen und Fassaden, einem weiteren Produktionsbetrieb für Innentüren in Deutschland, vier Produktionsbetrieben in Frankreich sowie einer weiteren Gesellschaft in der Tschechischen Republik besitzt die Unternehmensgruppe als einziger Volumenhersteller eine flächendeckende, dezentrale Unternehmensstruktur, welche sämtliche Rahmenmaterialien für Fenster abdeckt. Das Vertriebsnetz um die insgesamt neunzehn Produktionsgesellschaften wird darüber hinaus noch zusätzlich durch fünf weitere deutsche Vertriebsgesellschaften sowie fünf Vertriebsniederlassungen in Tschechien und sechs Vertriebsniederlassungen in Frankreich ergänzt, die das gesamte Produktportfolio der Unternehmensgruppe vertreiben. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr 2021 die FG-Spedition GmbH erworben und somit die Logistik der Unternehmensgruppe sichergestellt. Alleiniger Gesellschafter des Unternehmens ist Herr Helmut Hilzinger, der 100 % der Gesellschaftsanteile der hilzinger Holding GmbH hält. Die hilzinger Holding GmbH als Konzernmutter nimmt die Stellung einer Holdinggesellschaft ein und hält 100 % der Gesellschaftsanteile der vierzehn Produktionsbetriebe in Deutschland, dem Produktionsbetrieb in Tschechien sowie von zwei Vertriebsniederlassungen in Deutschland. Darüber hinaus ist die hilzinger Holding GmbH Mehrheitsgesellschafterin der vier Produktionsstandorte in Frankreich sowie der zwei weiteren Vertriebsgesellschaften in Deutschland und der FG-Spedition GmbH. Von den Vertriebsgesellschaften in Frankreich ist die hilzinger Holding GmbH Minderheitsgesellschafterin mit einer entsprechenden Sperrminorität. Das gesamte Produktionsprogramm der Gruppe umfasst im Wesentlichen Fenster, Fassaden, Haustüren und Rollläden aus den Materialgruppen Kunststoff, Holz und Aluminium, wobei der Kunststoffanteil deutlich überwiegt. Darüber hinaus werden durch den Standort Boxberg seit dem Jahre 2005 Innentüren auf Basis eines einzigartigen und patentierten Fertigungsverfahren produziert und vertrieben. Die gesamte Unternehmensgruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 ca. 1.300 Mitarbeiter innerhalb der Konzernstruktur bei einer Tageskapazität von weit über 3.000 Fenster- und Türeneinheiten sowie 200 Innentüren auf einer Gesamtproduktionsfläche von weit über 100.000 m 2. b. Strategische Ausrichtung Die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe basiert unverändert auf einer dezentralen Markterschließung, wobei insbesondere der deutsche, der schweizerische, der französische, der luxemburgische sowie der tschechische Markt bearbeitet werden. Dabei werden die Vertriebskanäle der jeweiligen Standorte individuell an die Bedürfnisse und Ausprägungen der jeweiligen Regionalmärkte angepasst. Neben dem weiterhin im Ausbau befindlichen und gestärkten Vertrieb über eigenständige Fachhandelspartner und Bauelementehändler im In- und Ausland, werden auch je nach regionaler Marktsituation die direkte Marktbearbeitung über das Privatkundensegment und/oder dass gewerbliche Projekt- und Objektgeschäft im Inland aktiv betrieben. Die Vertriebszielsetzung ist weiterhin die flächendeckende Marktbearbeitung in Verbindung mit einer steten Erhöhung der Marktanteile in Verbindung mit der Platzierung der Marke "hilzinger" sowie den zur Gruppe gehörenden Unternehmen. Als langfristiges Ziel wird eine nationale Marktführerschaft durch internes sowie externes Wachstum angestrebt, wie sie bereits in regional begrenzten Gebieten erreicht werden konnte. Mit der im Jahr 2015 erfolgten Übernahme der Anders Metallbau GmbH, Fritzlar, kann die hilzinger-Gruppe Fenster-, Türen und Fassaden aus allen relevanten Materialien (Kunststoff, Holz, Aluminium, Holz-Aluminium und Stahl) aus eigener Produktion anbieten. Da die Anforderungen am Bau stetig steigen und bei Großobjekten die unterschiedlichsten Materialien zum Einsatz kommen, kann die hilzinger-Gruppe solche Projekte zukünftig aus einer Hand fachgerecht betreuen und abwickeln und hat sich somit weitere Wettbewerbsvorteile im anspruchsvollen Objektgeschäft erarbeitet. c. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Mit 3,4 % lag das Wachstum der Weltwirtschaft deutlich unter dem Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf den Russland-Ukraine-Krieg zurückzuführen, da sich die Rohstoff- und Energiepreise sprunghaft erhöht haben und hierdurch die Inflation weiter zunahm. Auch kam es infolge des Krieges verstärkt zu geopolitischen Blockbildungen und führte zu einer signifikanten Verschärfung von früheren bilateralen Konflikten. Daneben sorgten auch wiederkehrende regionale Lockdowns im Zuge der chinesischen Null-COVID-Politik immer wieder zu Unterbrechungen in den globalen Lieferketten. Die Restriktionen in China wurden ab November 2022 wieder gelockert, wobei das Konsumverhalten und die allgemeine wirtschaftliche Stimmung auch zum Jahresende weiterhin verhalten blieb. Auch die Eurozone und Deutschland entwickelten sich in diesem schwierigen Umfeld in 2022 deutlich schlechter als im Vorjahr. Während das BIP im Euroraum nach 5,3 % in 2021 nur noch 3,5 % in 2022 betrug, konnte Deutschland in 2022 lediglich ein Wachstum von 1,9 % (im Vorjahr 2,6 %) erreichen. d. Branchensituation Zwar konnte das Bauhauptgewerbe in 2022 mit einem Umsatz von 160,3 Mrd. EUR das nominal höchste gesamtdeutsche Wachstum in Höhe von 10,7 % erzielt werden. Jedoch führten die Lieferengpässe im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg zu signifikant gestiegenen Baumaterialpreisen, so dass preisbereinigt sogar ein realer Rückgang von 5,1 % in 2022 hingenommen werden musste. Somit sind die Preissteigerungen sowie der reale Rückgang deutlich höher als erwartet ausgefallen. Das Geschäftsjahr 2023 sieht der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. sogar noch pessimistischer und geht von einem erneuten realen Rückgang in Höhe von 6,0 % aus. Dies zeigt auch der verhaltene Auftragseingang in 2023, welcher weiterhin durch die hohen Material- und Zinskosten beeinflusst wird. Nach Angaben des Verbandes Fenster + Fassade sind in der Branche die Fenstereinheiten von 15,8 Mio. um 0,3 Mio. auf 15,5 Mio. gesunken. Somit betrug der reale Rückgang rund 2,0 % und ist Ausdruck der allgemeinen Konjunktur sowie der Baukonjunktur. Lediglich beim Nichtwohnbau-Neubau konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der abgesetzten Fenster erzielt werden. In den anderen drei Segmenten (Wohnbau-Neubau, Wohnbau-Modernisierung und Nichtwohnbau- Modernisierung) waren insbesondere beim Wohnbau-Neubau aufgrund der gestiegenen Zinsen sowie den Preiserhöhungen ein Rückgang der abgesetzten Fenstereinheiten zu verzeichnen. Die Aufteilung des Fenstermarktes nach Rahmenmaterialien hat sich auch in 2022 nicht wesentlich verändert. Kunststofffenster, welche das Hauptprodukt der hilzinger-Gruppe darstellen, konnten ihren hohen Marktanteil nahezu behaupten und haben sich lediglich von 54,1% um 0,6 Prozentpunkte auf 53,5 % reduziert. Auch der Umsatzanteil der anderen Rahmenmaterialien hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Während der Marktanteil von Kunststoff-Aluminium von 5,6 % auf 5,8 % sowie von Metall von 24,6 % auf 25,2 % erhöht hat, war bei Holz ein leichter Rückgang von 9,9 % auf 9,8 % und beim Holz-Aluminium von 5,7 % auf 5,6 % zu verzeichnen. In der Zukunft wird sich voraussichtlich der Anteil von Holz- Aluminium zugunsten der kostengünstiger Rahmenmaterialien geringfügig verschieben. Auch in 2023 wird das Wachstum im Zusammenhang mit den gestiegenen Preisen, der steigenden Zinsen sowie der herrschenden Verunsicherung stark gebremst. Der Verband Fenster + Fassade geht hier erneut von einem Rückgang der abgesetzten Fenstereinheiten von 4,5 % aus. Während bei der Wohnbau-Modernisierung und der Nichtwohnbau-Modernisierung ein moderates Wachstum erwartet wird, werden die abgesetzten Fenster in den Bereichen Wohnbau-Neubau sowie Nichtwohnbau-Neubau im zweistelligen Bereich zurückgehen. Auch das Wachstum in den anderen wichtigen Märkten der hilzinger-Gruppe (Frankreich, Schweiz, Luxemburg und Tschechien) werden in 2023 von den politischen Spannungen, der Inflation, dem geänderten Zinsniveau sowie den Preiserhöhungen signifikant beeinflusst werden. e. Geschäftsjahresverlauf Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 180.545 um TEUR 31.854 (17,6 %) auf TEUR 212.399 erhöht werden. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen hat sich die Betriebsleistung von TEUR 187.190 um TEUR 48.5841 (26,0 %) auf TEUR 235.771 erhöht. Somit konnte geplante Betriebsleistung insbesondere im Zusammenhang mit dem internen Wachstum in allen Ländern in welchen die hilzinger-Gruppe vertreten ist übertroffen werden. Das Wachstum resultiert aus einem Volumen- und Preisanstieg. Das operative Betriebsergebnis (bereinigt um neutrale Ergebnisbestandteile) hat sich von TEUR 9.287 um TEUR 5.123 (55,2 %) auf TEUR 14.410 und die operative EBIT- Marge von 4,4 % auf 5,5 % erhöht. Dies ist insbesondere auf die Erhöhung der Betriebsleistung sowie der Verbesserung der Personal- und Sachaufwandsquote zurückzuführen. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses, des neutralen Ergebnisses, der Ertragsteuern sowie der Ergebnisanteile Dritter, hat sich der Konzernjahresüberschuss von TEUR 5.433 um TEUR 3.734 (68,7 %) auf TEUR 9.167 erhöht und liegt somit auch deutlich über der geplanten Ergebnisverbesserng. Finanzlage Die liquiden Mittel haben sich von TEUR 30.988 um TEUR 456 auf TEUR 30.532 reduziert. Der Konzern ist am Bilanzstichtag nahezu in der Lage mit den vorhanden flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 30.532 sein Fremdkapital (inkl. stille Beteiligung und Rechnungsabgrenzungs-posten) in Höhe von TEUR 31.344 jederzeit vollständig zurückzuführen. Zusätzlich zu den flüssigen Mitteln besitzt die hilzinger-Gruppe inländische Wertpapiere als Liquiditätsreserve, welche zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.442 aktiviert wurden. Die Finanzlage ist somit aufgrund der permanenten Thesaurierung der Unternehmensgewinne in der Vergangenheit überdurchschnittlich gut. Die stabile Liquiditätslage schafft dem Konzern auch weiterhin finanziellen Spielraum, so dass er sich veränderten Marktbedingungen schnell und aus eigener Kraft anpassen kann. Darüber hinaus können anstehende Investitionen weiterhin aus eigenen Mitteln finanziert werden. Vermögenslage Der Konzern verfügt - bei einer Bilanzsumme von TEUR 132.468 (im Vorjahr TEUR 115.906) - über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 101.124 (im Vorjahr TEUR 91.259). Die Eigenkapitalquote beträgt somit 76,3 % (im Vorjahr 78,7 %) und liegt weit über dem Branchendurchschnitt sowie dem Gesamtdurchschnitt deutscher Unternehmen. Das Anlagevermögen hat sich von TEUR 28.264 um TEUR 5.197 auf TEUR 33.461 erhöht. Das Anlagevermögen beträgt somit 25,3 % (im Vorjahr 24,4 %) der Bilanzsumme und spiegelt die permanenten Investitionen und Akquisitionen des Konzerns wider. Die Vorräte haben sich aufgrund sich im Zusammenhang mit der Geschäftsausweitung erhöht. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht in Verbindung mit der Geschäftsausweitung bzw. dem signifikanten Anstieg der Umsatzerlöse. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen hat sich insbesondere ein gewährtes Darlehens im Zusammenhang mit einem Bauprojekt im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Bei den Rückstellungen haben sich insbesondere die Steuerrückstellungen aufgrund der Verbesserung der Ertragslage sowie die Rückstellungen für Personalkosten im Zusammenhang mit der Geschäftsausweitung erhöht. f. Risikobericht Risikopolitik Die Geschäftsprozesse der Unternehmensgruppe hilzinger sind in verschiedenen Bereichen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln und der Geschäftstätigkeit verbunden sind und sich trotz aller Fürsorge und Sorgfalt nicht vollständig eliminieren bzw. ausschließen lassen. Gleichzeitig ist jedes negative Risiko mit einer positiven Chance für die Unternehmensgruppe verbunden und beide Gesichtspunkte sind untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden. Die Unternehmensphilosophie und -strategie ist grundsätzlich dadurch gekennzeichnet, sich bietende Chancen unter Abwägung der möglichen Folgen konsequent zu nutzen, die damit zusammenhängenden Risiken aber nur dann einzugehen, wenn der zu erwartende Ergebnisbeitrag dieses Risiko rechtfertigt. Im Rahmen unseres Risikomanagement werden die einzelnen Chancen und Risiken wie folgt definiert bzw. klassifiziert: Branchenspezifische Risiken Die Unternehmensgruppe ist mit seinem Vertriebsnetz in die europäische Gesamtwirtschaft eingebunden. Deutschland ist dabei volumenmäßig der stärkste Absatzmarkt. Insbesondere die Entwicklung der Baubranche im Zusammenhang mit der Konjunktursituation Europas nach der Wirtschaftskrise, sowie die Euro-Schuldenkrise und die veränderten Marktmechanismen stellen zu berücksichtigenden Risiken dar. Energie- und Rohstoffrisiken Mit den Grundmaterialien Kunststoff, Holz, Stahl, Glas und Aluminium und einem Materialaufwand der Produkte von weit über 50 % ist die Unternehmensgruppe sehr stark von der Entwicklung der Rohstoffmärkte abhängig. Dadurch ergibt sich zwangsläufig ein strategisch zu steuerndes Risiko hinsichtlich der Rohstoffpreisentwicklungen an den internationalen Märkten. Diesem Risiko wird versucht durch lang- oder mittelfristigen Preisfestschreibungen auf der Lieferantenseite und einer gleitenden Preisfindung auf der Vertriebsseite zu begegnen. Im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt und der damit verbundenen Störungen verschiedenster Lieferketten hat sich das Risiko bezüglich Verfügbarkeit und Preise stark erhöht. Hier wird durch eine entsprechend höhere Bevorratung der Standardmaterialien entgegengewirkt. Zahlungsausfallrisiken Insbesondere die Bau- und Baunebenbranche ist seit Jahren geprägt durch verhältnismäßig hohe Forderungsausfallrisiken und Forderungsminderungen. Um diesem Liquiditäts- und Finanzrisiko effizient zu begegnen, wurde vor Jahren ein eigenes zentrales Debitoren- und Inkassomanagement installiert und in den EDV-Systemen manifestiert. Durch ein striktes Regelwerk und eine individuelle Behandlung der sich daraus ergebenden Problemfälle, wurde das Forderungsausfallrisiko bereits in einem sehr frühen Auftragsbearbeitungsstadium identifiziert und kann bearbeitet werden. Im Ergebnis konnten die Forderungsausfälle in der Vergangenheit deutlich reduziert werden. Für eventuelle Ausfallrisiken in den bestehenden Kundenforderungen wurden ausreichende Einzelwertberichtigungen gebildet. Außerdem wurde für allgemeine Ausfallrisiken eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Umweltrisiken Da im Herstellungsprozess von Kunststofffenstern keine Gefahrstoffe ein- und freigesetzt werden und im Bereich Holz und Aluminium nur in sehr geringem Umfang, kann dieses Risiko als sehr gering und vernachlässigbar betrachtet werden. EDV und IT-Risiken Da mittlerweile alle Unternehmenseinheiten zentral vernetzt sind und auf einer zentralen Datenbank über Standleitungen arbeiten, besteht eine sehr hohe Abhängigkeit hinsichtlich der Verfügbarkeit der IT-Systeme. Um diesem Risiko effizient zu begegnen werden bereits im Vorfeld von Störungen geeignete Maßnahmen ergriffen, um eine maximale Redundanz zu gewährleisten und einen Datenverlust zu verhindern. Währungsrisiken Da in den deutschen Standorten sowohl im Beschaffungs- als auch Vertriebssektor ausschließlich in der Euro-Währung fakturiert wird, ist dieses Risiko für das Unternehmen nicht vorhanden und kann als zu bewertendes Risiko vernachlässigt werden. Am tschechischen Standort wird ebenfalls in der Landeswährung (Tschechische Krone) fakturiert, so dass das zu bewertendes Risiko hier ebenfalls vernachlässigt werden kann. Gewährleistungs- und Haftungsrisiken Das Gewährleistungsrisiko ist aufgrund der branchenspezifischen Ausrichtung des Unternehmens ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Insbesondere die Verlängerung der Gewährleistungszeiten, verlangt eine sehr intensive und sorgfältige Betrachtung der entsprechenden Sachverhalte und Projekte. Durch die Intensivierung der Qualitätssicherungsmaßnahmen, Standardisierungen von Projektabläufen und Schulungen der Mitarbeiter und Nachunternehmen wird versucht diesen Risikofeldern bereits in der frühen Phase der Entstehung wirksam zu begegnen. Für die allgemeinen Gewährleistungsrisiken wurde eine pauschalisierte Gewährleistungs-rückstellung in Höhe von 0,9 % des Konzernumsatzes, welche die betrieblichen Erfahrungen sowie den Branchenwerten widerspiegeln, gebildet. Russland-Ukraine-Konflikt Im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben sich die geopolitischen Blockbildungen und Barrieren signifikant erhöht. Dies hatte eine völlige Neuausrichtung des Energiemarkts erfordert. Ebenso kam es zu Störungen innerhalb der internationalen Lieferketten sowie signifikanten Erhöhungen bei den Rohstoffpreisen verbunden mit einer stark steigenden Inflation. Um der Inflation entgegenzuwirken hat die EZB sowie alle bedeutenden Zentralbanken die Zinsen entsprechend erhöht, was zu einer weiteren Verunsicherung sowie Rückgang des Bauvolumens geführt hat. Somit stellen die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts wesentliche Risiken auf das nachhaltige Geschäft der Gesellschaft dar. Allerdings wird sich dies aufgrund des höheren Auftragsbestands im Zusammenhang mit diversen langfristigen Großprojekten in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 nur bedingt auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Gesamtrisikoeinschätzung Unter der Berücksichtigung aller Faktoren und nach Bewertung der jeweils getroffenen Einzelmaßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -minimierung, kommen wir zu der abschließenden Beurteilung, dass aktuell keine zusätzlichen, wesentlichen und bewertbaren Risiken vorliegen, die zu einer deutlichen und dauerhaften Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzsituation der Unternehmensgruppe führen könnten. g. Zukunftsaussichten und Prognosen Für das aktuelle Geschäftsjahr 2023 geht der Verband Fenster und Fassade aufgrund der negativen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikt, des gestiegenen Zins- und Preisniveaus von einer erneuten Stagnation aus. Auch das Bauhauptgewerbe erwartet eine entsprechend negative Auswirkung auf die Baukonjunktur im Zusammenhang mit den oben genannten Gründen und geht von einem preisbereinigten Rückgang von 6,0 % aus. Die voraussichtliche Markt- und Branchensituation wird sich trotz des hohen Auftragsbestands auch auf die hilzinger-Gruppe auswirken. Des Weiteren wird die Branchensituation sich auch auf die Verkaufspreise auswirken. Aus diesem Grund gehen wir in 2023 von einer moderaten Reduzierung der Betriebsleistung aus, welche teilweise durch das externe Wachstum im Zusammenhang mit der Akquisition der Schenk-Gruppe aufgefangen werden kann. Darüber hinaus wird sich die schwierige Markt- und Branchensituation auf die Ergebnisse auswirken. Aus diesem Grund gehen wir in 2023 von einer Betriebsleistung von rund 215 Mio. € sowie einem Konzernjahresüberschuss von rund 7 Mio. € aus. Inwieweit zusätzliche negative Einflüsse auf die Konjunktur und die Projektzeitpläne und somit auf die geplante Betriebsleistung sowie die geplanten Ergebnisse haben, bleibt abzuwarten. Die permanente Stärkung der Eigenkapitalquote und der Liquidität der Vergangenheit hat sich als richtig erwiesen und ermöglicht der hilzinger-Gruppe sich in einem schwierigen Marktumfeld zu behaupten und die bevorstehenden Investitionen unter Beibehaltung der finanziellen Unabhängigkeit schnell und unbürokratisch zu realisieren.
Willstätt, den 29. September 2023 Helmut Hilzinger, Geschäftsführer Christian Bandle, Geschäftsführer Roman Hilzinger, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die hilzinger Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der hilzinger Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnug für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzie- rungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der hilzinger Holding GmbH vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen, entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen-beabsichtigen oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen-beabsichtigen oder unbeabsichtigten- falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Offenburg, den 29. September 2023 Mildenberger
+ Lusch GmbH
Patrick Ludwig, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
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