SHS Infrastruktur GmbHLiquidiert

66763 Dillingen (Saar), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 103641
Eingetragen
2.1.2017
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugBeteiligungsgesellschaftenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Der Einkauf von Waren, insbesondere im Bereich der Informationstechnologie sowie der Energie- und Medienversorgung, für die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA sowie die mit ihr verbundenen Gesellschaften, namentlich die Aktiengesellschaft der Dillinger Hüttenwerke und die Saarstahl AG, und Dritte sowie der Handel mit Waren, der Einkauf von Dienstleistungen für die vorgenannten Gesellschaften und Dritte, die Erteilung von Werkaufträgen für die vorgenannten Gesellschaften und Dritte sowie die Erbringung von Dienstleistungen und Durchführung von Werkaufträgen, insbesondere im Bereich der Informationstechnologie sowie der Energieund Medienversorgung, für die vorgenannten Gesellschaften und Dritte.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Konzern- und Jahresabschlüsse

SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA

Dillingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzernlagebericht 2018

Grundlagen des Konzerns

Als Mehrheitsgesellschafter der Saarstahl AG, der DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG sowie von verschiedenen operativen Dienstleistungsgesellschaften ist die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA (SHS) das Mutterunternehmen des SHS-Konzerns. Die zentrale Aufgabe der SHS, als 100%ige Tochter der Montan-Stiftung-Saar, ist die unternehmerische und strategische Begleitung und Führung der in ihren Märkten und Kernprozessen selbstständig und voneinander unabhängig arbeitenden Stahlunternehmen.

Der SHS-Konzern wird geprägt durch die beiden Unternehmensgruppen Saarstahl Aktiengesellschaft (Saarstahl AG) und DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG mit ihrem wichtigsten Tochterunternehmen Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke (Dillinger). Die jeweiligen Stahlunternehmen sind in ihrer Geschäftstätigkeit unabhängig voneinander und mit ihren Produkten auf verschiedenen Absatzmärkten aktiv.

Der zunehmende Wettbewerb auf den internationalen Stahlmärkten, stark volatile und regelmäßig steigende Preise für Rohstoffe und Energie sowie veränderte Kundenwünsche inklusive kürzerer Zeiten in der Auftragsvergabe erfordern ein Zusammenrücken der beiden Unternehmensgruppen, Wachstum und Kooperation bei der Internationalisierung sowie Flexibilität, um auch zukünftig wettbewerbsfähig und eigenständig zu bleiben. Daher werden fortlaufend Synergiepotenziale innerhalb des Konzerns identifiziert und realisiert.

Die heutige SHS wurde im Jahr 2001 als SHS - Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co. KGaA gegründet. Ab dem Jahr 2010 übernahm sie nach einer Umfirmierung in SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA verstärkt operative Aufgaben - ausgestaltet als Holding- und Führungsgesellschaft für die saarländische Stahlindustrie. Die SHS übernimmt dabei ausgewählte Aufgaben für Dillinger und Saarstahl sowie deren Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften. Ergänzend dazu wurden mehrere operative Dienstleistungsgesellschaften gegründet: Die SHS Services GmbH zeichnet für den Einkauf verantwortlich, die SHS Logistics GmbH für das Transportwesen, die SHS Versicherungskontor GmbH für Versicherungen, die SHS Infrastruktur GmbH für die Energie- und Medienversorgung und Informationstechnologie sowie die SHS IP Solutions GmbH für die Wahrung des geistigen Eigentums.

Das Kerngeschäft der Saarstahl-Gruppe umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Walzdraht, Stabstahl und Halbzeug in verschiedenen Qualitäten und für vielfältige technische Anwendungen. Auch hochwertige Freiformschmiedestücke gehören zur Produktpalette. Zu den wichtigsten Kunden zählen Automobilhersteller und deren Zulieferer, Unternehmen des Maschinen- und Energiemaschinenbaus sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie, der Bauindustrie und anderer Stahl verarbeitender Branchen. Neben einem LD-Stahlwerk, einem Walzwerk und einer Schmiede in Völklingen erfolgt ein beträchtlicher Teil der Produktion vor allem in den Walzwerken Neunkirchen und Burbach. Mit weiteren Standorten im In- und Ausland bieten Tochtergesellschaften im Bereich der Weiterverarbeitung, des Handels und Vertriebs zusätzliche Dienstleistungen und kundenindividuelle Lösungen an.

Im DHS-Konzern erfolgen die Herstellung und der Vertrieb von Grobblechen in Form von Normal- und Rohrblechen. Damit gehen einerseits Tätigkeiten einer integrierten Hochofenroute am Standort Dillingen einher, wie die Koks- und Roheisenerzeugung über die gemeinsam mit der Saarstahl AG gehaltenen Tochtergesellschaften Zentralkokerei Saar GmbH (ZKS) und ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH (ROGESA) oder das Herstellen von Flüssigstahl und Halbzeugen. Andererseits bieten Handels-, Brennschneid- und Anarbeitungsbetriebe in nachgelagerten Stufen zusätzliche Dienstleistungen und kundenindividuelle Lösungen im Vertrieb, bei der Bearbeitung von Grobblechen und anderen Stahlerzeugnissen an. Dillinger ist am EUROPIPE-Konzern beteiligt, der durch die Verarbeitung von Grobblechen von Dillinger zu Großrohren auch in seiner operativen Geschäftstätigkeit mit dem DHS-Konzern verbunden ist.

Neben den Dienstleistungen der SHS Logistics GmbH ergänzen eigene Transport- und Logistikunternehmen die beiden Unternehmensgruppen, die sowohl für den Rohstofftransport als auch für den Versand von Fertigerzeugnissen einbezogen werden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Abschwächung des Wirtschaftswachstums

Die Weltwirtschaft verlor im Verlauf des zweiten Halbjahres 2018 an Schwung, und das Wachstum der fortgeschrittenen Volkswirtschaften fiel deutlich geringer aus als prognostiziert. 1 Das Welt-BIP wuchs 2018 nochmals um 3,7 %.

Nach einem dynamischen Jahr 2017 konnte die wirtschaftliche Expansion (+ 2,4 %) im Euroraum in 2018 in abgeschwächtem Tempo (+ 1,8 %) fortgesetzt werden. Die USA überraschte mit einem BIP-Wachstum von knapp 3 %. China erlebt zurzeit eine abnehmende Wachstumsdynamik. Nach 6,9 % in 2017 stieg die wirtschaftliche Leistung in 2018 "nur noch" um 6,6 %.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland (+ 1,5 %) hat sich nach Jahren der Sonderkonjunktur in 2018 deutlich gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Im Gegensatz zu dieser Entwicklung konnte in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU die wirtschaftliche Leistung weiter zulegen.

Weltweiter Stahlmarkt und Stahlverarbeiter

In 2018 hat sich die Erholung der Stahlnachfrage, getrieben insbesondere durch das Wachstum im Investitionsgüter- und Baubereich, mit verminderter Dynamik gegenüber 2017 fortgesetzt. 2 Im Berichtsjahr konnte die weltweite Nachfrage nach Stahl nochmal um 4,4 % gegenüber 2017 auf rund 1,7 Milliarden t gesteigert werden. Die weltweite Rohstahlproduktion stieg mit rund 1,8 Milliarden t um 4,5 % an. Mit 52 % wurde etwas mehr als die Hälfte der Menge in China erzeugt (+ 3 %). Der zweitgrößte Rohstahlhersteller war die Europäische Union mit einem Zuwachs von 9 %.

In der EU konnte die Stahlnachfrage aufgrund der anhaltenden Erholung der Konjunktur in 2018 um 2,2 % gegenüber 2017 das fünfte Jahr in Folge wachsen, liegt aber noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau. In China bewegt sich der Zuwachs laut Worldsteel in einer Größenordnung von rund 6 % gegenüber dem Vorjahr. In den Vereinigten Staaten ist die Marktversorgung moderat um 2,3 % gegenüber 2017 gestiegen. Aufgrund der Erhebung von Zöllen seit 01.06.2018 in Höhe von 25 % auf Einfuhren sind die Stahlimporte um 10 % gefallen.

Die Stahlverarbeiter in Deutschland erlebten in 2018 unterschiedliche Entwicklungen. Während bei der Automobilindustrie laut VDA das Produktionsminus bei 3 % vor allem wegen der rückläufigen Zulassungszahlen dieselangetriebener Fahrzeuge liegt, konnte die Produktion im Maschinenbau laut VDMA im Jahr 2018 mit einem Plus in Höhe von 3 % aufwarten (2017: 4 %). In der Bauindustrie hat sich das Geschäftsklima in 2018 nochmals verbessert, so dass eine solide Zuwachsrate von 3 % in 2018 realisiert werden konnte.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des SHS-Konzerns wird im Wesentlichen durch die Gesellschaften Saarstahl AG (Saarstahl), Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke (Dillinger) und Saarschmiede GmbH Freiformschmiede (Saarschmiede) geprägt. Dabei wird die Saarstahl AG mit ihren Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften entsprechend den Grundsätzen der Voll- bzw. Quotenkonsolidierung in den SHS-Konzernabschluss einbezogen, während der Teilkonzern der DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG at Equity einbezogen wird.

Saarstahl AG

Der für Saarstahl relevante Stahlmarkt für Draht- und Stabprodukte ist nach wie vor durch Überkapazitäten geprägt, so dass der Mengen- und Preisdruck weiterhin groß ist. Als Anbieter von Stahlgüten im anspruchsvollen Qualitätsbereich konnte Saarstahl einmal mehr von der Entwicklung der Automobilindustrie und weiterer Stahlverarbeiter profitieren. Aufgrund der hohen Nachfrage im Stab- und Drahtbereich lag die Absatzmenge mit 2,43 Millionen t auf einem relativ hohen Niveau. Wie bereits im Vorjahr waren die Anlagen von Saarstahl somit gut ausgelastet.

Die Absatzmengen- und Preisentwicklung in 2018 führten dazu, dass trotz des schwierigen Marktumfeldes Saarstahl das Jahr 2018 mit guten Umsatz- und Ergebniszahlen abschloss.

Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke

Der Grobblechmarkt in Europa war 2018 weiterhin hart umkämpft. Eine deutliche Abschwächung der Beschäftigung mussten der EU-Stahlrohrsektor - hier insbesondere die Großrohrindustrie wegen mangelnder Pipelineprojekte - und die Offshore-Windbranche aufgrund von Projektverschiebungen verzeichnen. Während sich der Export in Drittländer verringerte, verharrten die Importe in die EU auf hohem Niveau. Die eingeführten EU-Safeguard-Maßnahmen blieben für den Grobblechmarkt in der aktuellen Marktlage eher wirkungslos.

Vor diesem Hintergrund haben sich für Dillinger die verhaltenen Aussichten für 2018 bestätigt: Die rückläufige Nachfrage auf dem Großrohrmarkt und der Offshore-Windkraft konnte zwar teilweise durch einen höheren Absatz an Normalblechen in den unterschiedlichsten Segmenten kompensiert werden, allerdings konnte bei den Produktions- und Versandmengen das hohe Vorjahresniveau nicht erreicht werden. Erwartungsgemäß schloss Dillinger das Geschäftsjahr mit einem leicht negativen operativen Ergebnis etwas schwächer ab als im Vorjahr.

Saarschmiede GmbH Freiformschmiede

Das Jahr 2018 stand nach der Ende 2017 durchgeführten Restrukturierung im Zeichen der Neuausrichtung der Saarschmiede. Zum einen reduzierte sich nach dem Wegfall eines Produktionsbereiches - der "Neuen Forge" - die Produktpalette um die Großteile (vor allem für den fossilen Kraftwerksbau) und zum anderen wurden neue Geschäftsfelder definiert, um den wegfallenden Auftragseingang vor allem im Energiemaschinenbau zu kompensieren.

Der Auftragseingang war in Anbetracht des gravierenden Umbruchs vor allem in der ersten Jahreshälfte zurückhaltend; er stabilisierte sich allerdings im weiteren Jahresverlauf auf ein besseres, aber noch nicht ganz zufriedenstellendes Niveau. Dabei führten die erzielten Preise leider immer noch nicht in allen Fällen zur Vollkostendeckung - der Schmiedemarkt bleibt weiter umkämpft.

Ertragslage

Absatz und Umsatzerlöse auf Rekordniveau

Bis in das dritte Quartal 2018 lag der Absatz in den wesentlichen Gesellschaften des SHS-Konzerns auf Niveau des Rekordjahres 2017. Eine verringerte konjunkturelle Nachfrage in den letzten Monaten führte dann zu einem leichten Absatzrückgang im Gesamtjahr (- 4 %) und zu einer Versandmenge von 2.431 Tt. Dennoch konnten die Umsatzerlöse erwartungsgemäß gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Entscheidend für den Anstieg von 2.478 Millionen € auf 2.570 Millionen € waren neben einem veränderten Produktmix wiederum deutlich höhere durchschnittliche Verkaufserlöse, die vor allem dem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise geschuldet waren. Der Markt für hochwertige Schmiedeprodukte blieb auch in 2018 weiterhin schwierig; entsprechend wurde das Angebot für Schmiedeprodukte in anderen Geschäftsfeldern ausgebaut.

Die geografische Verteilung der Umsatzerlöse zeigte im Jahr 2018, dass Deutschland im SHS-Konzern mit einem Umsatzanteil von 57,0 % weiterhin der wichtigste Absatzmarkt geblieben ist; die Umsatzzuwächse erfolgten - unter Berücksichtigung rückläufiger Umsatzerlöse für Schmiede- und sonstige Nebenprodukte - verstärkt in den Übrigen EU-Staaten (+ 11,5 %) und den Drittländern (+ 5,3 %).

Dem Anstieg der Gesamtleistung in 2018 in Höhe von 111 Millionen € stand im gleichen Zeitraum ein höherer Aufwand für die Beschaffung von Einsatzstoffen - allen voran die deutlich höheren Roheisenkosten - von 49 Millionen € gegenüber. Die Personalaufwendungen des SHS-Konzerns lagen bei einer gleichzeitig niedrigeren durchschnittlichen Belegschaft von nahezu 30 Mitarbeitern vor allem durch Tarifanpassungen sowie durch Änderungen von Betriebsvereinbarungen mit 12 Millionen € über denen des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen von 124 Millionen € in 2017 um 73 Millionen € auf 51 Millionen € in 2018 zurück. Im Vorjahr erwarb die Saarstahl AG eine Verbindlichkeit eines Tochterunternehmens unterhalb des Nominalwertes, was im Konzern zu einem Ertrag in Höhe von 45 Millionen € führte; gleichzeitig waren in 2017 die periodenfremden Erträge - insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen - um rund 31 Millionen € sowie Zuschreibungen auf Finanzanlagen um 15 Millionen € höher. Den geringeren sonstigen betrieblichen Erträgen standen in 2018 zugleich höhere Erträge aus Versicherungen gegenüber (+ 13 Millionen €), die überwiegend im Zusammenhang mit einer Erstattung eines Brandschadens stehen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bewegten sich trotz niedrigerer planmäßiger Abschreibungen mit 120 Millionen € insgesamt auf Vorjahresniveau. Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund des Brandschadens in Höhe von 8 Millionen € enthalten. Der Rückgang der planmäßigen Abschreibungen folgte dem Investitionsverlauf.

Mit 182 Millionen € verringerten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im SHS-Konzern gegenüber dem Vorjahr um rund 7 Millionen €. Im Wesentlichen standen niedrigere Kursverluste aus einem stabileren US-Dollar-Kursverlauf den höheren Versendungsauslagen in Folge des Absatzwachstums in Länder außerhalb Deutschlands sowie höhere Lieferungen in Konsignationslager gegenüber.

Folglich schloss der SHS-Konzern das Geschäftsjahr 2018 mit einem EBIT von 96 Millionen € (2017: 133 Millionen €) und einem EBITDA von 209 Millionen € (2017: 255 Millionen €) leicht unter den Erwartungen ab.

Das sich aus dem Beteiligungs- und Zinsergebnis zusammensetzende Finanzergebnis lag in 2018 bei - 28 Millionen € (2017: - 13 Millionen €). Während das Zinsergebnis sich mit - 23 Millionen € (2017: - 30 Millionen €) verbesserte, drehte sich das Beteiligungsergebnis von 17 Millionen € in 2017 auf - 5 Millionen € in 2018. Der positive Ergebniseffekt aus der Fortschreibung des Equity-Wertansatzes an der Beteiligung der DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG aus dem Vorjahr konnte in 2018 nicht erneut verbucht werden; stattdessen war hieraus ein Verlust in Höhe von rund 11 Millionen € zu verzeichnen. Dieser wurde durch Erträge aus weiteren Beteiligungen etwas gemildert.

Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (31 Millionen €) sowie der sonstigen Steuern (4 Millionen €) schloss der SHS-Konzern mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 47 Millionen € (2017: 96 Millionen €) bzw. einem Jahresergebnis von 43 Millionen € (2017: 92 Millionen €) ab.

Finanz- und Vermögenslage

Positiver Cashflow

In 2018 standen dem um die Abschreibungen bereinigten Konzernergebnis in Höhe von 164 Millionen € vor allem Zahlungsmittelabflüsse durch die Veränderung des Working Capitals (65 Millionen €) und für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17 Millionen €) gegenüber. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich in 2018 insgesamt auf 104 Millionen € und liegt damit um rund 129 Millionen € über dem Vorjahr, das mit einem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von - 25 Millionen € abschloss.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit deckte überwiegend den Mittelbedarf für Investitionen von - 84 Millionen € (2017: - 50 Millionen €) und den der Finanzierungstätigkeit ab. Tilgungen von kurz- und langfristigen Darlehen inklusive deren Zinszahlungen sowie der Dividendenzahlung an einen Gesellschafter der Saarstahl AG bilden den Mittelabfluss der Finanzierungstätigkeit von 86 Millionen € (2017: 99 Millionen €). Unter Berücksichtigung eines Mittelzuflusses aus der Verschmelzung eines Tochterunternehmens auf die Saarstahl AG (+ 12 Millionen €) verringerte sich der Finanzmittelfonds um rund 54 Millionen € auf 182 Millionen €.

Bei einer gleichzeitigen Verringerung der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten führte dies dazu, dass die flüssigen Mittel Ende 2018 mit 188 Millionen € um 74 Millionen € unterhalb des Vorjahreswertes (262 Millionen €) lagen.

Investitionen

Die Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen umfassten 70 Millionen € im Konzerngeschäftsjahr (Vorjahr: 57 Millionen €). Ein wesentlicher Teil entfiel dabei auf die Bauarbeiten an der neuen Stranggießanlage S1.

Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus dem Bestellobligo aus Investitionen und Reparaturprojekten in Höhe von 85 Millionen € (2017: 44 Millionen €).

Für die Saarstahl AG selbst betrug das Investitionsvolumen 46 Millionen € (2017: 41 Millionen €). Bei den beiden mittelbaren Tochtergesellschaften ROGESA und ZKS beliefen sich die Investitionsausgaben auf insgesamt 9 Millionen €, wovon die Saarstahl AG entsprechend ihrem Anteil an den Gesellschaften die Hälfte trägt.

LD-Stahlwerk Völklingen

Die Bauarbeiten der im September 2017 mit einer Investitionssumme von knapp 100 Millionen € genehmigten Stranggießanlage S1 konnten termingerecht im November 2018 abgeschlossen werden. Die Anlagenmontage startete planmäßig Ende 2018. Mit der neuen S1 baut die Saarstahl AG ihren technischen Vorsprung weiter aus: Die neue Anlage wird weltweit die erste Anlage mit mechanischer Soft-Reduction im Gießformat 180 mm x 180 mm sein. Ihre Inbetriebnahme ist für Ende 2019 geplant.

Walzwerk Burbach

Im Dezember 2018 hat der Aufsichtsrat die Beschaffung von drei neuen Kränen für die Halbzeugvorbereitung genehmigt. Diese Investition in Höhe von rd. 12,2 Millionen € gewährleistet auch künftig die Produktionssicherheit und trägt zudem der gestiegenen Walztonnage Rechnung.

Die im Sommer 2018 bewilligte Schaffung eines zusätzlichen Halbzeuglagers mit einer Investitionssumme von 2,9 Millionen € beinhaltet u. a. die Herstellung eines neuen Gleisanschlusses sowie die Installation eines neuen Krans. Die Arbeiten werden bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Walzwerk Neunkirchen

Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2018 die Maßnahme "Integration der US-Anlage hinter der Richtmaschine 2" in der Adjustage der Straße 31 mit einer Summe von rd. 4,7 Millionen € genehmigt. Durch die Modernisierung und Zusammenführung der Prüf- und Richtlinie wird die Sicherheit erhöht und das Materialhandling verbessert. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Frühjahr 2020 geplant. Im Sommer- und Winterstillstand 2018 führte man weitere Optimierungen an der Anlagentechnik des neuen Drahtauslasses der Straße 32 durch.

Anstieg des Eigenkapitals

Der Anstieg des Eigenkapitals bei gleichzeitig niedrigerer Bilanzsumme führte zu einer Eigenkapitalquote von mehr als 75%. Die Bilanzsumme verringerte sich erneut gegenüber dem Vorjahr um rund 80 Millionen € auf 3.938 Millionen €. Dabei war die Vermögenslage in der Mittelverwendung durch eine gleichzeitige Abnahme des Anlage- und Umlaufvermögens in Höhe von 49 Millionen € bzw. 35 Millionen € geprägt. Während im Anlagevermögen die Investitionen gegenüber den Abschreibungen niedriger ausfielen, verringerten sich als kurzfristiges Vermögen die liquiden Mittel (- 75 Millionen €) sowie die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände (- 39 Millionen €) bei gleichzeitig höheren Vorräten (+ 79 Millionen €).

Das Eigenkapital erhöhte sich um 35 Millionen € auf 2.995 Millionen € im Wesentlichen durch das positive Jahresergebnis von 43 Millionen €. Dem standen die Dividendenausschüttung an die Montan-Stiftung-Saar (5 Millionen €) und an einen Gesellschafter der Saarstahl AG (6 Millionen €) gegenüber.

Bei den Fremdmitteln war nahezu durchgängig eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr eingetreten; so wurden vor allem die Sonstigen Rückstellungen (- 58 Millionen €) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (- 68 Millionen €) durch Darlehenstilgungen zurückgeführt. Angestiegen sind die Steuerrückstellungen sowie die Pensionsrückstellungen in Höhe von 29 Millionen € bzw. 11 Millionen €.

Kennzahlen des SHS-Konzerns

Der Geschäftsverlauf des SHS-Konzerns in 2018 spiegelt sich auch in den wichtigsten Kennzahlen der Vermögens- und Kapitalstruktur sowie der Renditeentwicklung wider. Eine insgesamt sehr positive Entwicklung des SHS-Konzerns mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ließen die Eigenkapitalintensität von 73,7 % in 2017 auf 76,1 % in 2018 ansteigen. Ein im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen verringertes Sachanlagevermögen und ein verändertes Finanzanlagevermögen bei einem gleichzeitig höheren Eigenkapital führten dazu, dass der durch Eigenkapital finanzierte Umfang des Anlagevermögens deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Die Ergebnisentwicklung des SHS-Konzerns im Geschäftsjahr 2018 kommt in sämtlichen Ertragskennzahlen zum Ausdruck; ausgehend vom Jahresüberschuss in Höhe von 43 Millionen € (2017: 92 Millionen €) lagen sowohl das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) als auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwar um rund 37 Millionen € bzw. 46 Millionen € unterhalb der Vorjahreswerte, stellten sich insgesamt jedoch deutlich positiv dar. Der ROCE (Return on Capital Employed) belief sich im Berichtsjahr auf 2,9 %, die Umsatzrenditen beliefen sich auf 3,7 % (EBIT-Marge) bzw. 8,1 % (EBITDA-Marge).

Kennzahlen 2014 2015 2016 2017 2018
Eigenkapitalintensität
Eigenkapital Mio. € 3.151 3.115 2.881 2960 2.995
Bilanzsumme Mio. € 4.216 4.120 4.044 4.018 3.938
in % 74,7 75,6 71,2 73,7 76,1
Deckungsgrad Anlagevermögen
Eigenkapital Mio. € 3.151 3.115 2.881 2.960 2.995
Anlagevermögen Mio. € 2.659 2.583 2.493 2.452 2.403
in % 118,5 120,6 115,6 120,7 124,6
Verschuldung
Bankverbindlichkeiten Mio. € 404 362 373 328 260
Eigenkapital Mio. € 3.151 3.115 2.881 2.960 2.995
in % 12,8 11,6 12,9 11,1 8,7
EBIT-Marge
EBIT Mio. € 85 -9 -161 133 96
Umsatz Produkte Mio. € 2.390 2.191 2.055 2.478 2.570
in % 3,6 -0,4 -7,8 5,4 3,7
EBITDA-Marge
EBITDA Mio. € 239 128 -30 255 209
Umsatz Produkte Mio. € 2.390 2.191 2.055 2.478 2.570
in % 10,0 5,8 -1,5 10,3 8,1
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE)
EBIT Mio. € 85 -9 -161 133 96
Eigenkapital, Steuerrückstellungen,
zinspflichtige Verbindlichkeiten Mio. € 3.813 3.743 3.569 3.422 3.363
in % 2,2 -0,2 -4,5 3,9 2,9
Innenfinanzierungskraft
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit *) Mio. € 182 193 104 -24 104
Nettoinvestitionen in Sachanlagen Mio. € 35 89 99 56 68
in % 520,0 216,8 105,1 -42,9 152,9
Aufwandsstruktur in %
der Gesamtleistung
Materialintensität in % 67,1 66,7 64,1 68,0 67,0
Personalintensität in % 19,2 20,9 24,2 19,8 19,5

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Der SHS-Konzern verfolgt weiterhin konsequent das Ziel, sich im globalen Wettbewerb behaupten zu können. Dazu ist er in besonderem Maße auf das Potenzial, das Engagement und die Fähigkeiten seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auf die Kompetenzen der Führungskräfte angewiesen.

Die Belegschaft des SHS-Konzerns setzte sich zum 31.12.2018 aus 4.340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Saarstahl AG, 431 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Saarschmiede GmbH Freiformschmiede und 1.613 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der weiteren Gesellschaften des Konzerns zusammen.

Trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation investiert der Konzern auch weiterhin in die eigene Nachwuchsförderung und wird damit auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung als einer der größten Arbeitgeber des Landes gerecht. Im Unternehmen waren zum 31.12.2018 287 Auszubildende über alle Ausbildungsjahrgänge beschäftigt (31.12.2017: 289).

Frauenanteil

Im Rahmen des am 24. April 2015 verabschiedeten Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst wurden von Aufsichtsrat - für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung - sowie von der Geschäftsführung - für die 1. und 2. Führungsebene - entsprechende Quoten für die Entwicklung des Frauenanteils festgelegt.

Insgesamt lag der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft bei der SHS - Stahl-Holding-Saar im Durchschnitt des Jahres 2018 bei 45,3 %. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die SHS - Stahl-Holding-Saar als Mehrheitsaktionärin von Saarstahl und Dillinger operative Aufgaben der beiden Unternehmen im Bereich von zentralen Stabsfunktionen wie dem Einkauf- oder dem Finanz- und Rechtswesen übernommen hat. Somit ist ein beträchtlicher Anteil an weiblichen Arbeits- und Führungskräften in der Holding vertreten. Bei Dillinger und Saarstahl liegt der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft mit 6,3 % bzw. 5,4 % entsprechend deutlich niedriger. Bei Betrachtung dieser letztgenannten Quoten sind branchenspezifische, historische sowie sozio-kulturelle Gegebenheiten zu berücksichtigen. Die SHS - Stahl-Holding-Saar sowie Saarstahl und Dillinger ergreifen auf verschiedenen Ebenen Maßnahmen, um den Frauenanteil kontinuierlich zu steigern: so zum Beispiel durch eine kontinuierliche Steigerung des Anteils an weiblichen Auszubildenden, ein breites Angebot an Teilzeitbeschäftigung und die Möglichkeit der Kinderbetreuung durch die eigene Kita.

Im Rahmen des § 111 Abs. 5 AktG wurde für sämtliche Unternehmen der saarländischen Stahlindustrie (SHS - Stahl-Holding-Saar, Dillinger und Saarstahl) die Zielquote für den Frauenanteil in den Aufsichtsratsgremien von 30 % festgelegt.

Im Rahmen des § 76 Abs. 4 AktG hat die Geschäftsführung der SHS als Zielgröße für den Anteil von Frauen in Führungsfunktionen für den Zeitraum vom 01.07.2017 bis zum 30.06.2022 eine Quote von 21 % festgelegt. Die Betrachtung bezieht sich auf die oberen Führungskräfte und umfasst die erste und zweite Hierarchieebenen sowie die Funktionen, die in ihrer Bedeutung für das Unternehmen den beiden oberen Führungsebenen gleichzusetzen sind.

Innovation und Qualität

Durch die Fertigstellung der Großinvestition des neuen Drahtauslasses an der Straße 32 wird ein zweistufiges Thermomechanisches Walzen (TM-Walzen) möglich. Die erste Stufe findet im Morganblock nach dem Loop, die zweite Stufe während der Endumformung im neuen SMS MEERdrive(r) statt. Im Rahmen einer Masterarbeit erfolgten in 2018 erste Untersuchungen zur Auswirkung des zweistufigen TM-Walzens auf die Eigenschaften des Walzdrahtes, deren Ergebnisse das erhebliche Potenzial dieser Investition aufzeigen. Ebenso stellte die Simulation des Abkühlverhaltens der Drähte auf dem Stelmorband der Straße 11 in Verbindung mit Vergleichswalzungen an der Straße 11 und der Straße 32 dar, dass durch eine Steigerung der Gebläseleistung kombiniert mit einer Änderung der Düsenanordnung die Abkühlrate des Drahtes so erhöht werden kann, dass Festigkeitssteigerungen von 40-60 MPa bei harten Drähten zu erreichen sind. Dadurch können Legierungselemente wie Vanadin, die zurzeit erheblichen Preisschwankungen unterliegen, eingespart werden.

Integriertes Managementsystem

In den Jahren 2017 und 2018 erfolgte eine umfassende Überarbeitung des integrierten Managementsystems aufgrund der Neuausgabe der Normen DIN EN ISO 9001 und 14001 sowie der Umstellung der TS 16949 auf die IATF 16949. Das durch den TÜV durchgeführte Transitionsaudit wurde 2018 mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen, so dass Saarstahl die hohen Anforderungen der Automobilindustrie weiterhin nachweisbar erfüllt.

Rohstoffbeschaffung und Transport

Auf dem Erzmarkt war China erneut Haupttreiber. Die Erzpreise waren weitgehend stabil, die Notierungen für hochwertige Feinerze sowie für Erzpellets zogen jedoch an. Die Versorgungslage bei Erzpellets bleibt angespannt, da der brasilianische Produzent Samarco mit einem ursprünglichen Marktanteil am seegängigen Weltmarkt von 25 % nach einem gravierenden Unglücksfall auch in 2018 die Produktion nicht wieder aufgenommen hat.

Der Kohlemarkt war durch weiter zunehmende Volatilität geprägt. Hauptursache hierfür war die Kombination aus oligopolistischer Anbieterstruktur, die zunehmende Zahl politischer Krisen, oftmals verbunden mit Sanktionsmaßnahmen, zunehmende Preisspekulationen sowie Wetterunbilden.

Die Volatilität im Bereich der Frachtraten setzte sich in 2018 fort. Die Kombination von langfristig eingedeckten Frachtraten bei gleichzeitiger Nutzung von Opportunitäten auf dem Spotmarkt hat sich für ROGESA und ZKS weiterhin bewährt. Hinsichtlich der Massengut-Umschlagsunternehmen wurde der Wettbewerb durch Generierung neuer Möglichkeiten und Wege intensiviert. Die Konditionen wurden verbessert.

Die von ROGESA und ZKS verfolgte Strategie einer intensiven Marktforschung, der weiteren technischen und kaufmännischen Flexibilisierung verbunden mit der Möglichkeit zur schnellen geographischen Diversifizierung wurde im Geschäftsjahr weiter vorangetrieben. Durch frühzeitige und weitreichende Eindeckung von Rohstoffen konnten im Jahresverlauf Kostenvorteile generiert werden. ROGESA und ZKS arbeiten weiterhin kontinuierlich an einer qualitäts- und kostenoptimalen Versorgung der Hochöfen und der Kokerei.

Erneut hohes Versandvolumen

Im Geschäftsjahr 2018 wurde erneut mit insgesamt 2,43 Millionen t ein sehr hohes Versandvolumen umgesetzt. Hiervon entfielen mit 1,95 Millionen t (80 %) überwiegend im Direktumschlag auf die Bahn und 0,48 Millionen t auf den LKW. Dabei lag die Herausforderung aufgrund der mangelnden Performance des Schienenverkehr-Vertragspartners in der Bereitstellung von geeigneten Leerwagen, die jedoch in Zusammenarbeit mit Saar Rail durch eine Reihe von Maßnahmen, wie Anmietung zusätzlicher Güterwagen durch SHS-Logistics und Aufnahme von schnellen Pendelverkehren im Saarland, bewältigt werden konnte. Außerdem bildete man Ganzzug-Shuttles in bestimmte Zielregionen.

Organisatorisch wurden Ende 2017 die SAP-Versandabwicklung erfolgreich implementiert sowie weitere Läger in Deutschland und Europa datentechnisch angebunden. Anfang 2019 werden auch die USA-Läger folgen.

Umwelt und Energie

Der SHS-Konzern räumt Umwelt- und Klimaschutz eine hohe Priorität ein und investiert kontinuierlich in Maßnahmen, welche diesen Zielen dienen.

Umweltmanagement

Im Berichtsjahr wurden die Saarstahl AG mit ihren drei Standorten sowie die Kalksteingrube Auersmacher GmbH, Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, Schweißdraht Luisenthal GmbH und die Saar-Bandstahl GmbH gemäß der revisionierten ISO 14001:2015 erfolgreich zertifiziert.

Klimaschutz

Erstmals hat Saarstahl 2018 an der Berichterstattung des "Carbon Disclosure Projects" (CDP) teilgenommen. Diese internationale Non-Profit-Organisation erfasst und bewertet einmal jährlich die von Unternehmen und Kommunen auf freiwilliger Basis berichteten Umweltdaten wie Treibhausgasemissionen und Wasserverbrauch sowie ihren Umgang und ihre Strategien zu Chancen und Risiken, die sich aus dem Klimawandel ergeben. Saarstahl wurde von der CDP mit einem "C" bewertet und liegt damit in der Bewertung "Climate Change 2018" über dem Durchschnitt der internationalen Stahlindustrie.

CO 2 -Emissionshandel

Im fortlaufenden Prozess der jährlichen Emissionsberichterstattung an die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) wurden im Jahr 2018 insbesondere die Überwachungspläne zu den emissionshandelspflichtigen Anlagen aktualisiert.

Wesentliche Konzerngesellschaften

Saarstahl AG

Arbeitssicherheit nochmals verbessert

2018 wurde das im Vorjahr erzielte und bisher beste jemals erreichte Sicherheitsergebnis nochmals verbessert. Die Anzahl der Unfälle mit Ausfalltagen reduzierte sich auf 18 (2017: 19) und damit die interne Unfallhäufigkeit auf 2,7 Unfälle pro 1 Million Arbeitsstunden (2017: 2,8). Das bedeutet auch, dass im fünften Jahr in Folge das Vorjahresergebnis verbessert werden konnte.

Mitarbeiterzahl leicht erhöht

Bei der Saarstahl AG waren zum Ende des Berichtsjahres 4.340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2017: 4.040) beschäftigt.

Produktion

Der Produktionsbereich der Saarstahl AG umfasst als Kernanlagen das LD-Stahlwerk in Völklingen sowie drei Walzwerke, die sich jeweils an den Standorten Völklingen (Nauweiler), Burbach und Neunkirchen befinden. Die Vorstufen der Produktion, d. h. die Erzeugung von Koks und Roheisen, befinden sich am Standort Dillingen mit den beiden Gesellschaften ZKS und ROGESA (Anteil Saarstahl AG je 50 %).

Walzwerke

Im Jahr 2018 wurden in den drei Walzwerken zusammen ca. 2.562.600 t Walzprodukte erzeugt. Im Einzelnen war die Verteilung wie folgt: Im Walzwerk Burbach wurden insgesamt ca. 1.043.200 t Walzprodukte erzeugt. Durchschnittlich produzierte man 1.527 t/Schicht; das Ausbringen betrug 97,9 %. Im September 2018 konnte eine neue Tageshöchstleistung mit einer Erzeugung von 6.127 t erzielt werden.

Bereits das zweite Mal in Folge wurden im Walzwerk Völklingen an den Straßen 14/15 mehr als 600.000 t produziert; insgesamt wurden ca. 610.720 t Walzprodukte erzeugt. Davon entfielen ca. 41.820 t auf die Umblocker und ca. 568.900 t auf Stab bzw. Kundenhalbzeug. Die durchschnittliche Schichtleistung betrug 791 t/Schicht. Im Juni 2018 konnte an den Straßen 14/15 ein neuer Schichtleistungsrekord in Höhe von 818 t erreicht werden. Das mittlere Ausbringen lag bei 93,7 %.

Im Walzwerk Neunkirchen wurden im Jahr 2018 an den beiden Straßen 31 und 32 und den nachgeschalteten Weiterverarbeitungsbetrieben insgesamt ca. 908.700 t (walzroh) Walzprodukte erzeugt. Im Monat September erreichte man an der Straße 31 mit im Mittel 762 t einen neuen Schichtleistungsrekord. Gewalzt wurden 65,3 Schichten mit einer walzrohen Erzeugung von 49.748 t. Ebenso wurde im September an der Straße 32 mit einer walzrohen Erzeugung von 1.130 t ein neuer Schichtrekord erzielt. Das durchschnittliche Ausbringen an der Straße 31 betrug 95,6 % und an der Straße 32 94,4 %.

Zentralkokerei Saar GmbH

Die Saarstahl AG und die Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke halten jeweils mittelbar 50 % der Anteile an der Zentralkokerei Saar GmbH. Die ZKS erzeugt Koks, der ausschließlich zum Einsatz in den Hochöfen der ROGESA bestimmt ist. Die Gesamtkokserzeugung im Jahr 2018 lag mit 1.302 Tt leicht unter der Vorjahresproduktion (1.315 Tt). Die ZKS ist eine arbeitnehmerlose Gesellschaft. Das zum Betrieb der Kokerei notwendige Personal wird von Dillinger zur Verfügung gestellt. Die Investitionen bei der ZKS beliefen sich 2018 auf 4 Millionen € (2017: 3 Millionen €).

ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH

Die ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH, an der die Saarstahl AG (mittelbar und unmittelbar) mit 50 % beteiligt ist, erzeugt Roheisen ausschließlich für ihre Gesellschafter Saarstahl und Dillinger. Die Betriebsführung der ROGESA als arbeitnehmerloser Gesellschaft obliegt Dillinger.

Die Roheisenerzeugung durch die Hochöfen 4 und 5 lag in 2018, bedingt durch die Störfälle und den zeitweilig schlechten Betriebsgang des Hochofens 4 im Zeitraum August bis Oktober, mit 4.389 Tt um 4,5 % unter der Produktion des Vorjahres (4.596 Tt). Im Berichtsjahr wurden 2.012 Tt (Vorjahr: 2.188 Tt) an Dillinger und 2.377 Tt (Vorjahr: 2.408 Tt) an Saarstahl geliefert.

Die Investitionen bei der ROGESA beliefen sich 2018 auf 5 Millionen € (2017: 11 Millionen €). Die ROGESA ist neben der STEAG New Energies GmbH (49,9 %) und der VSE AG (25,2 %) mit 24,9 % an der Gichtgaskraftwerk Dillingen GmbH & Co. KG beteiligt, die ein 90-MW-Kraftwerk am Standort Dillingen an die Betreiber des Gichtgaskraftwerks, Dillinger, ROGESA und ZKS, zur Stromerzeugung verpachtet.

Saarschmiede GmbH Freiformschmiede

Die Saarschmiede ist in ihrem Kerngeschäft mit der Herstellung hochwertiger Freiformschmiedestücke mit den Schwerpunkten Energiemaschinenbau, Allgemeiner Maschinenbau, Werkzeugstahl und Vormaterial sowie Sonderwerkstoffe beschäftigt. Zu den wichtigsten Kunden zählen die Hersteller von Kraftwerken, die Schmiedeteile für den Einsatz in Turbinen und Generatoren beziehen. Daneben werden Teile für den Schwermaschinenbau und Sonderwerkstoffe aus Nickelbasis-Legierungen für entsprechende Anwendungen sowie im vermehrten Maße Werkzeugstähle produziert.

Die Marktlage bleibt in den Segmenten, in denen die Saarschmiede tätig ist, weiterhin angespannt. Wie in den Vorjahren leidet der gesamte Schmiedemarkt unter extremem Wettbewerbsdruck. Allerdings hat sich das Problem der weltweiten Überkapazität nicht weiter verschärft; vielmehr zeigten sich erste Anzeichen einer vorsichtigen Marktbereinigung. Ungeachtet dessen bewegten sich die Preise weiterhin auf gleichbleibend niedrigem Niveau.

Der amerikanische Markt blieb für die Saarschmiede auch in 2018 sehr erfolgreich - dies betrifft insbesondere den Bereich der Sonderwerkstoffe. Der chinesische Markt zeigt sich im fossilen Kraftwerkssektor anspruchsvoll, und der Werkzeugstahlmarkt hat sich aufgrund der großen Importbeschränkungen durch die USA eingetrübt.

Das Jahr 2018 stand nach der Ende 2017 durchgeführten Restrukturierung im Zeichen der Neuausrichtung der Saarschmiede. Zum einen reduzierte sich nach dem Wegfall eines Produktionsbereiches - der "Neuen Forge" - die Produktpalette um die Großteile (vor allem für den fossilen Kraftwerksbau) und zum anderen wurden neue Geschäftsfelder definiert, um den wegfallenden Auftragseingang vor allem im Energiemaschinenbau zu kompensieren.

Der Auftragseingang war in Anbetracht des gravierenden Umbruchs vor allem in der ersten Jahreshälfte zurückhaltend; er stabilisierte sich allerdings im weiteren Jahresverlauf auf ein besseres, aber noch nicht ganz zufriedenstellendes Niveau. Dabei führten die erzielten Preise leider immer noch nicht in allen Fällen zur Vollkostendeckung - der Schmiedemarkt bleibt weiter umkämpft. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 hat sich mit ca. 110 Millionen € erneut reduziert (2017: 148 Millionen €) und das Ergebnis belief sich auf ca. - 10 Millionen € (2017: - 8 Millionen €). Die Belegschaftszahl entwickelte sich im Berichtsjahr von 736 auf 431.

Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke

Die Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke (Dillinger) ist die wichtigste Tochter der DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG, an der Saarstahl zu 33,75 % beteiligt ist. Dillinger hat sich auf die Herstellung von hochwertigen Grobblechen spezialisiert und ist zusammen mit seiner Tochtergesellschaft Dillinger France S.A. in Dunkerque, Frankreich, weltweit führend in diesem Marktsegment.

Der Grobblechmarkt in Europa war 2018 weiterhin hart umkämpft. Eine deutliche Abschwächung der Beschäftigung mussten der EU-Stahlrohrsektor - hier insbesondere die Großrohrindustrie wegen mangelnder Pipelineprojekte - und die Offshore-Windbranche aufgrund von Projektverschiebungen verzeichnen. Während sich der Export in Drittländer verringerte, verharrten die Importe in die EU auf hohem Niveau. Die eingeführten EU-Safeguard-Maßnahmen blieben für den Grobblechmarkt in der aktuellen Marktlage eher wirkungslos.

Vor diesem Hintergrund haben sich für Dillinger die verhaltenen Aussichten für 2018 bestätigt: Die rückläufige Nachfrage auf dem Großrohrmarkt und der Offshore-Windkraft konnte zwar teilweise durch einen höheren Absatz an Normalblechen in den unterschiedlichsten Segmenten kompensiert werden, allerdings konnte bei den Produktions- und Versandmengen das hohe Vorjahresniveau nicht erreicht werden. Erwartungsgemäß schloss Dillinger das Geschäftsjahr mit einem leicht negativen operativen Ergebnis etwas schwächer ab als im Vorjahr.

Der Roheisenbezug ging mit 2.012 Tt (2017: 2.188 Tt) um 8,0 % und die Rohstahlproduktion mit 2.334 Tt (2017: 2.550 Tt) um 8,5 % gegenüber den Rekordmengen in 2017 zurück. Die Erzeugung der beiden Walzwerke (1.910 Tt) nahm insgesamt um 6,5 % gegenüber dem Vorjahr (2017: 2.043 Tt) ab, wobei 1.248 Tt Grobbleche (2017: 1.391 Tt) in Dillingen und 662 Tt (2017: 652 Tt) in Dunkerque produziert wurden.

Die Umsatzerlöse stiegen um 3,1 % von 1.958 Millionen € im Vorjahr auf 2.019 Millionen €. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug - 6 Millionen € (2017: - 3 Millionen €) und das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) 66 Millionen € (2017: 70 Millionen €). Der ROCE (Return on Capital Employed) belief sich im Berichtsjahr auf - 0,3 % (2017: - 0,2 %).

Die Investitionen beliefen sich 2018 auf 36 Millionen € (2017: 35 Millionen €) und betrafen u. a. die Wiederinbetriebnahme der Stranggießanlage CC 3 nach einer Havarie mit Flüssigstahl sowie die Weiterentwicklung der Stranggießanlage CC 6, mit der Dillinger seine führende Rolle in der Technologie der Herstellung hochwertiger Stranggussbrammen für anspruchsvollste Grobblechspezifikationen unterstreicht. Weitere Investitionen fanden im Bereich Walzwerk, Weiterverarbeitung, in den Zentralen Werkstätten und in der Abnahme statt. Außerdem wurde das neue "Zentrum für Gefahrenabwehr" am Stahl-Standort Dillingen in Betrieb genommen.

Am Standort Dillingen waren zum Ende des Berichtsjahres 4.919 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (31.12.2017: 4.932). Diese arbeiteten bei Dillinger selbst sowie - im Rahmen der Betriebsführung - bei der ZKS und bei der ROGESA. 2018 haben 75 Jugendliche (2017: 66) ihren Einstieg ins Berufsleben im Unternehmen absolviert.

Risiken- und Chancenbericht

Für den SHS-Konzern als global agierenden Hersteller von Walzdraht, Stabstahl und Halbzeug in verschiedenen Qualitäten ist ein strukturierter und konstruktiver Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken von zentraler Bedeutung. Dies gilt in besonderem Maße vor dem Hintergrund der im Prognosebericht dargestellten zu erwartenden herausfordernden ökonomischen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund hat der SHS-Konzern bereits vor Jahren ein konzernweites Risikomanagementsystem eingeführt. Die Methoden und Werkzeuge des Risikomanagements werden fortlaufend weiterentwickelt.

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement besteht zum einen aus den Risikokoordinatoren und -verantwortlichen in den Fachbereichen und Tochtergesellschaften. Diesen obliegt die Verantwortung für die in die Prozesse der einzelnen Unternehmensbereiche und Tochtergesellschaften integrierten operativen Risikosteuerungsaufgaben sowie für die turnusmäßige und Ad-hoc Risikoberichterstattung an das zentrale Risikomanagement der SHS. Zum anderen übernimmt das zentrale Risikomanagement koordinierende, unterstützende und konsolidierende Aufgaben. Risikokoordinatoren und SHS Risikomanagement arbeiten dabei partnerschaftlich zusammen.

Wirkungsweise und Aufbau des Risikomanagementsystems

Das Risikomanagementsystem des SHS-Konzerns umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen, die einen systematischen Umgang mit Risiken sicherstellen und fokussiert Risikotransparenz, Risikobeherrschbarkeit und Risikokommunikation.

Risikotransparenz: Das Risikomanagement verfolgt das Ziel, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen wesentlichen Risiken frühestmöglich zu identifizieren und aufzuzeigen. Hierfür findet eine systematische und einheitliche Analyse- und Bewertungsmethodik Anwendung.

Risikobeherrschbarkeit: Eine weitere Zielsetzung des Risikomanagements ist, die identifizierten Risiken durch bereits implementierte oder neu einzurichtende Risikosteuerungsinstrumente zu vermeiden, zu vermindern oder zu transferieren. Der Risikotransfer geschieht durch den zentralen Dienstleister SHS Versicherungskontor GmbH, dem die Gestaltung eines angemessenen Umfangs des Versicherungsschutzes obliegt.

Risikokommunikation: Der Vorstand wird regelmäßig und ereignisbezogen über die aktuelle Risikosituation informiert. Wesentliche Fragen des Risikomanagements werden darüber hinaus mit dem Aufsichtsrat erörtert.

Ein regelmäßiger Risikomanagementprozess ist die Basis des Risikomanagementsystems im SHS-Konzern. Zur Durchführung des operativen Risikomanagementprozesses wurde weltweit ein Netz von Risikokoordinatoren aufgebaut. Dieser operative Risikomanagementprozess umfasst neben der Risikoidentifikation und einer Risikobewertung auch die Risikosteuerung. Ergänzend hierzu wurde bereits in 2016 die Ad-hoc Risikoberichterstattung eingeführt. Sie ist Bestandteil des Risikomanagementsystems und ermöglicht es jederzeit einen aktuellen Überblick über die Risikosituation abzubilden. Neben dem Risikomanagementprozess sind Risikoanalysen ein weiterer Bestandteil des Risikomanagementsystems des SHS-Konzerns. Risikoanalysen werden auftragsbezogen und themenspezifisch seitens des SHS Risikomanagement für den Konzern durchgeführt. Inhalt, Aufbau und Ergebnisse des Risikomanagementsystems sind in prüfbarer Weise im Sinne des KonTraG dokumentiert.

In 2017 wurde das Compliance Management System der SHS-Gruppe organisatorisch mit dem Risikomanagementsystem verknüpft und in den vorhandenen Risikomanagementprozess ein Compliance-Modul integriert. Im Rahmen des Compliance Management Systems und auf Grundlage der konzernweiten Compliance-Gefährdungsanalyse wurde dieser Baustein entwickelt. Mit dem Modul werden Informationen bezüglich Umsetzung der Compliance-Kultur, Compliance-Organisation und -Kommunikation sowie im Rahmen der Gefährdungsanalyse identifizierter Compliance-Risikobereiche erhoben. Die Abfragen und die anschließende Auswertung der bearbeiteten Module dienen der präventiven Risikoanalyse. Ziel ist die frühzeitige Identifikation von Compliance-Risiken und daraus folgend, die Ableitung von Maßnahmen (Compliance-Programm).

Zum 30.06.2017 ist das Compliance-Modul erstmals in den Berichterstattungsprozess des SHS-Risikomanagements aufgenommen worden. Die Bearbeitung erfolgt durch die Risikokoordinatoren.

Die Konzernrevision ist im Rahmen des Gesamtansatzes der Unternehmensführung zur Einrichtung eines internen Führungs- und Überwachungssystems Bestandteil des Risikomanagements im Sinne des KonTraG. In dieser Funktion obliegt ihr auch die systematische und zielgerichtete interne Prüfung des Risikomanagementsystems.

Branchen-, Umfeld- und Marktrisiken

Der SHS-Konzern ist ein international agierendes Unternehmen mit einer Kundenstruktur, die durch global tätige Unternehmen insbesondere aus den Branchen Automobil- und Maschinenbau geprägt ist. Dies impliziert eine Abhängigkeit sowohl von der zukünftigen gesamtökonomischen Entwicklung als auch der Entwicklung einzelner Kundenbranchen. Die globale Wirtschaft hat sich nach mehreren Jahren des kontinuierlichen Aufschwungs leicht abgeschwächt. Zusätzlich besteht weltweit ein sehr harter Wettbewerb in der Stahlbranche, der durch große Stahlüberkapazitäten und einen damit erhöhten Importdruck gekennzeichnet ist.

Die Indikatoren für eine Dämpfung des Welthandels und die konjunkturellen Risiken nehmen zu. Die Zahl der Handelskonflikte hat sich in 2018 weiter erhöht. Infolge der von den USA verhängten Strafzölle gegen Stahlimporte und den daraufhin verhängten Gegenzöllen einzelner Länder und auch der Europäischen Union ist die Schwelle zum Handelskrieg erreicht. Die daraus folgenden Umlenkungseffekte haben negative Folgen für die gesamte Stahlbranche der EU. Durch die geopolitischen Entwicklungen ist die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Sanktionsmaßnahmen gestiegen. Der bevorstehende Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union ist auch nachdem ein Vertragsentwurf für den Austritt vorliegt, weiterhin mit Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen verbunden. Ein harter, ungeregelter Brexit hat unabsehbare Folgen für die Wirtschaft im Euroraum.

Des Weiteren würden die von den USA angedrohten Strafzölle auf Automobilimporte insbesondere die deutsche Automobilindustrie belasten. Als Stahlhersteller mit einem sehr hohen Anteil von Lieferungen in die Automobilindustrie hätten Strafzölle erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft von Saarstahl.

Global gesehen wird die Automobilproduktion wachsen. Jedoch stehen wir am Anfang eines Transformationsprozesses in der Antriebstechnik. Vor dem Hintergrund der Klimaziele wird das Elektroauto global an Marktanteilen zulegen. Eine Verschiebung der Marktanteile weg vom Verbrennungsmotor zu Elektro- und Hybridfahrzeugen ist zu erwarten.

Die angeführten externen Risiken können zu einer Einschränkung des Absatzes für den SHS-Konzern führen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken werden die Gesamtkonjunktur, die Branche Automobil und die länderspezifischen Absatzmärkte kontinuierlich beobachtet. Darüber hinaus hat der SHS-Konzern durch die Herstellung von Walzdraht, Stabstahl und Halbzeug aus hochwertigen Stählen die Abhängigkeit vom Massenmarkt reduziert und sein Produktportfolio durch eigene Weiterverarbeitungsgesellschaften kontinuierlich ausgebaut. Im Sinne der Risikodiversifikation wirken diesbezügliche strategische Entscheidungen risikosenkend.

Beschaffungsrisiken

Zur Erstellung der qualitativ hochwertigen Produkte benötigt der SHS-Konzern Rohstoffe, Energie und logistische Kapazitäten in ausreichender Qualität und Quantität. Deshalb sind neben dem für die Beschaffung der Rohstoffe, Erze, Reduktionsmittel und Zuschlagsstoffe etablierten Beschaffungsbereich der Beteiligungsgesellschaften ROGESA und ZKS spezifische Beschaffungs- und Logistikbereiche unter dem Dach der SHS Services GmbH bzw. SHS Logistics GmbH gebündelt.

Zur Sicherstellung der Versorgung fußt die Beschaffung der zur Roheisenerzeugung notwendigen Massengüter zum Großteil auf langfristigen Rahmenbezugsverträgen. Gleichwohl kann sich die Vielzahl aktueller geopolitischer Krisen negativ auf die Beschaffungssituation auswirken, weil einzelne Rohstoffe auch aus entsprechenden Regionen bezogen werden. Der in Europa zunehmende politische Druck zur "Dekarbonisierung" erhöht zudem die Risiken für die Kohlebeschaffung und die Kohlelogistik (weitere Einzelheiten hierzu sind im Abschnitt "Regulatorische Risiken" dargestellt).

Bei der Rohstoffbeschaffung ist ein kontinuierlicher Diversifizierungsprozess bezüglich der Quellen und der Beschaffenheit implementiert. Durch den Bau eines eigenen Kokspilotofens zur Durchführung von Verkokungsversuchen werden die Anforderungen an Qualität und Anlagensicherheit mit der heute durch zunehmende Preisvolatilität geforderten erhöhten Reaktionsgeschwindigkeit verknüpft.

Die Rohstoffe zur Eisen- und Stahlherstellung werden zunehmend Gegenstand von Spekulationen. Dies führt zu verstärkter Volatilität der Rohstoffpreise. Aus diesem Grund werden auch Optionen eingesetzt, um eine grundlegende Flexibilität in der Rohstoffversorgung, insbesondere bei ROGESA und ZKS, sicherzustellen. Durch eine entsprechende Lagerpolitik werden stets Versorgungspuffer (in den Umschlagshäfen und am Standort in Dillingen) vorgehalten. Neben der Sicherstellung der Versorgung leisten die implementierten Maßnahmen bezüglich der Diversifizierung der Lieferquellen und der eingesetzten Rohstoffe auch einen Beitrag zur Senkung von Preisrisiken.

Insgesamt ist die mittelfristige Versorgungssicherheit von Rohstoffen, Energie und logistischen Kapazitäten in den benötigten Mengen und Qualitäten als gewährleistet einzuschätzen.

Risiken der betrieblichen Tätigkeit

In den Produktionsanlagen des SHS-Konzerns kann es zu Betriebsunterbrechungen, Sachschäden und/oder Qualitätsrisiken kommen. Diese können durch die Komplexität der hergestellten Produkte, die Komplexität der Fertigungsprozesse und technischen Betriebseinrichtungen oder durch menschliches Fehlverhalten sowie durch höhere Gewalt verursacht werden. So kam es im Berichtsjahr zu gleich zwei größeren Ereignissen im Hochofenbetrieb der ROGESA. Die dabei entstandenen erheblichen und weithin sichtbaren Emissionen führten auch zu negativen Auswirkungen auf das Image. Es wurden professionelle Maßnahmen zur Störungsbehebung ergriffen. Hier hat sich das implementierte Krisen- und Notfallmanagement bewährt. Es folgte jeweils eine systematische Ursachenanalyse mit Herleitung notwendiger nachhaltiger Maßnahmen, um in Zukunft gleiche Schadensfälle zu vermeiden. Einen wesentlichen Beitrag zur betrieblichen Sicherheit leistet unsere Belegschaft, die durch sachgerechte Qualifizierung und Fortbildung auf die betrieblichen Erfordernisse vorbereitet wird.

Risiken bedingt durch höhere Gewalt, wie Explosionen oder Großbrände, deren Schadenspotenzial zwar groß, deren Eintrittswahrscheinlichkeit aber als gering einzuschätzen ist, begegnet der SHS-Konzern mit Brandschutzeinrichtungen, Notfallplänen und einer eigenen Werkfeuerwehr. Ferner wurden in angemessenem Umfang Versicherungsverträge abgeschlossen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Für den SHS-Konzern ist es von zentraler Bedeutung, durch die Koordination des Finanzbedarfs die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Hierzu findet eine aktive Steuerung und Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken statt. Dies wird gestützt durch die Integration der Finanzabteilungen unter dem Dach der SHS.

Der SHS-Konzern schließt Finanzinstrumente grundsätzlich nur mit Partnern ab, die über eine sehr gute Bonität verfügen. Im Liefer- und Leistungsgeschäft werden Außenstände kontinuierlich überwacht. Die Geschäfte sind durch eine Kreditversicherung abgesichert. Das resultierende Ausfallrisiko ist deshalb als gering zu erachten. Eine fortlaufende Finanz- und Liquiditätsplanung sowie ein weitreichender Cash-Management-Ansatz sichern jederzeit die Liquidität des Unternehmens. Darüber hinaus sind alle wesentlichen Tochtergesellschaften in die kurz- und mittelfristige Finanzplanung nach einheitlichen Standards eingebunden. Im Rahmen regelmäßiger Analysen fließen sowohl Status Quo als auch Planung in das Risikomanagementsystem ein. Somit ist die notwendige finanzielle Flexibilität des SHS-Konzerns sichergestellt. Unabhängig hiervon können Marktrisiken Schwankungen von Zeitwerten oder zukünftigen Zahlungsströmen aus Finanzinstrumenten beeinflussen. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken aktiv durch den Einsatz von Devisen- und Zinssicherungsgeschäften. Diese Instrumente begrenzen die Marktpreisrisiken deutlich oder schalten diese ganz aus. Generell gilt, dass Sicherungsinstrumente nicht losgelöst vom leistungswirtschaftlichen Grundgeschäft verwendet werden. Sie werden regelmäßig überwacht und zur Steuerung Analysen erstellt, deren Ergebnisse in das Risikomanagementsystem einfließen. Verbleibende Restrisiken sind als gering zu erachten. Die bilanzielle Darstellung der angeführten Sicherungsinstrumente wird detailliert in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.

Rechtliche Risiken und Compliance-Risiken

Rechtliche Risiken sind als mittel einzustufen. Das Unternehmen befindet sich aktuell in verschiedenen Verfahren, deren Ausgang offen ist. Ein Großverfahren wurde 2018 abgeschlossen. Es ist wahrscheinlich, dass sich daran weitere Verfahren anschließen werden. In einem weiteren Verfahren hat sich durch ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs eine tendenzielle Verschlechterung der Rechtsposition ergeben. Hier sind Saarstahl und eine Tochtergesellschaft betroffen. Für den SHS-Konzern besteht eine grundsätzliche Gefahr, dass es durch seine zunehmende Internationalisierung und Ausweitung der Geschäftstätigkeit zu Rechtsunsicherheiten infolge einer Vielzahl berührter Rechtsgebiete und Rechtsordnungen kommen kann. Bei sehr spezifischen Fragestellungen und bei Fragestellungen, die über den deutschen und französischen Rechtsraum hinausreichen, zieht der Konzern externe juristische Expertise hinzu. Gleiches gilt bei Fragestellungen mit hohem Unsicherheitsrisiko. Unabhängig hiervon kann ein individuelles Fehlverhalten - bewusst oder unbewusst - einzelner Personen oder Personengruppen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die allgemeinen Compliance-Risiken sind als hoch einzustufen. Durch präventives Compliance-Engagement wird jedoch potenziellem Fehlverhalten entgegengewirkt. Das Compliance-Programm der SHS-Gruppe wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das Compliance-Komitee verstärkt fortgesetzt. Durch Informationsveranstaltungen insbesondere auch bei den Tochtergesellschaften von Saarstahl sowie durch themenspezifische Compliance-Publikationen wird präventiv auf regeltreues und integres Verhalten hingewirkt. Ende 2018 wurde das digitale Schulungsprogramm gestartet. Der Einsatz des E-Learning Tools ermöglicht es nun, dass weltweit und in verschiedenen Sprachen auf die Schulungsinhalte zugegriffen werden kann. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf den wichtigen Gebieten des Kartell- und Wettbewerbsrechts sowie auf Korruption. Zu einem späteren Zeitpunkt werden auch die Inhalte der Ethikrichtlinie geschult. Zur weiteren praktischen Umsetzung der im Mai 2018 in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung und zur Unterstützung der Tätigkeit des Konzerndatenschutzbeauftragten wurde im Geschäftsjahr eine externe Anwaltskanzlei, als zusätzlicher externer Datenschutzbeauftragter (eDSB), bestellt.

Regulatorische Risiken

Neue Gesetze oder veränderte rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene können für den SHS-Konzern Risiken implizieren. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass mit den Neuerungen oder Änderungen höhere Kosten verbunden sind als für die Wettbewerber. Das Unternehmen begleitet deshalb Regulierungsbestrebungen direkt und durch Arbeitskontakte mit den Wirtschaftsverbänden. Der SHS-Konzern bekennt sich zu zielführendem Klimaschutz. Allerdings bedeuten regulatorische Entwicklungen bezüglich des Klimaschutzes für den Konzern auch Risiken.

Eine konsequente Umsetzung des in 2016 für Deutschland beschlossenen Klimaschutzplans 2050 wird die Industrie mittels gesetzlicher Vorgaben zur Treibhausgas-Reduktion verpflichten. Es besteht das Risiko, dass die formulierten Ziele den SHS-Konzern zusätzlich belasten oder zu einer Verzerrung des internationalen Wettbewerbs führen. Mit der von der Europäischen Kommission vorgestellten Langfriststrategie für eine klimaneutrale Wirtschaft wurde das aktuelle europäische Klimaziel nochmals verschärft. Bis 2050 soll eine vollständige Klimaneutralität der Wirtschaft erreicht werden. Dies ist mit enormen Risiken für energieintensive Industrien verbunden.

Die Emissionshandelsrichtlinie für die 4. Handelsperiode von 2021-2030 ist in Kraft. Ebenso sind die Regeln zur freien Zuteilung von Zertifikaten veröffentlicht worden. Die Zuteilung kostenloser Zertifikate wird deutlich unter der physikalischen und verfahrenstechnischen Möglichkeit der heutigen Stahlerzeugung liegen. Somit kann diese Minderzuteilung auch nicht durch technische Maßnahmen zur Emissionsverringerung auf der aktuellen Verfahrensroute zur Stahlerzeugung mit Kokerei, Hochofen und Konverter-Stahlwerk ausgeglichen werden. Durch die Einführung der Marktstabilitätsreserve werden ab 2019 erhebliche Mengen an Zertifikaten aus dem Markt genommen, so dass mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen ist. Das bedeutet, dass eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung durch die notwendigerweise zu erwerbenden Emissionsberechtigungen ab 2021 in der 4. Handelsperiode zu erwarten ist. Aufgrund der hohen Bedeutung wird das Thema auf Ebene der SHS von einem eigenen Referenten für CO 2-Emissionshandel betreut.

IT-Risiken

Sowohl die komplexen technischen Produktionsprozesse als auch die Verwaltungsprozesse werden durch moderne IT-Systeme gestützt. Die Verfügbarkeit von Daten- und Informationsflüssen ist deshalb für das Unternehmen von zentraler Bedeutung. Spezifische informationstechnische Bereiche sind unter dem Dach der SHS Infrastruktur gebündelt. Bedingt durch menschliche Fehler, organisatorische oder technische Verfahren und/oder Sicherheitslücken können Risiken entstehen, welche die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Verlässlichkeit von IT-gestützten Informationen und Systemen gefährden. Neben Ausfällen wichtiger produktions- und verwaltungsrelevanter Systeme innerhalb der Wertschöpfungskette sind diesbezüglich insbesondere Risiken durch Systemzugriffe durch unberechtigte Dritte, wie beispielsweise Industriespionage oder -sabotage, zu nennen. Daher wird die eingesetzte Software permanent durch den Konzern sowie die SHS Infrastruktur überwacht und die Systeme werden bei Bedarf aktualisiert.

Zum Schutz der Daten und Anlagen vor schädlichen Angriffen aus dem Internet ist in 2017 zudem ein Informationssicherheitsbeauftragter bestellt worden. Darüber hinaus werden auch Hardware-Komponenten, wie Server oder Netze, kontinuierlich ausgebaut bzw. an technologische Neuerungen angepasst. Um den Gefahren der immer weiter steigenden Cyberangriffe zu begegnen, wurde auf Ebene der SHS in 2018 eine Beteiligung an der Rhebo GmbH eingegangen. Durch das Signalisieren von unautorisierten Eingriffen oder sogar Sabotage erhöht Rhebo signifikant die Sicherheit und optimiert durch die lückenlose Überwachung in Echtzeit die Anlagenverfügbarkeit. Des Weiteren werden präventiv durch Veröffentlichungen alle Mitarbeiter auf Gefahren hingewiesen und zu sensiblem Verhalten bezüglich IT-Sicherheit motiviert. Neben den genannten Ansätzen zur Erreichung von IT-Sicherheit wird durch den Einsatz moderner Technologien eine frühzeitige Erkennung und Abwehr auch neuer Bedrohungen angestrebt. Eine enge Zusammenarbeit der Fachbereiche mit dem Datenschutzbeauftragten stellt sicher, dass die Informationsverarbeitung personenbezogener Daten nur gemäß den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes erfolgt.

Personalrisiken

Für den SHS-Konzern als Hersteller technologisch und qualitativ hochwertiger Produkte sind qualifizierte Fach- und Führungskräfte sowie deren hohe Einsatzbereitschaft für den Unternehmenserfolg von elementarer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund legt Saarstahl großen Wert darauf, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

Grundsätzlich besteht das Risiko, kompetente Arbeitnehmer und damit Know-how zu verlieren. Das Unternehmen wirkt dem entgegen, indem es in unterschiedlichen Berufen ausbildet. Um mit geeigneten Personen in Kontakt zu kommen, unternimmt es diverse Recruiting-Bemühungen. Ferner fördert das Unternehmen eine generationenübergreifende Zusammenarbeit, um einen systematischen Wissenstransfer auf die Nachfolger altersbedingt ausscheidender Experten und Führungskräfte sicherzustellen. Unterstützt wird dies durch speziell ausgebildete Coaches, die helfen, das erfolgskritische Wissen systematisch zu erfassen und mittels eines Transferplanes auf die Nachfolger von ausscheidenden Mitarbeitern zu übertragen.

Beschäftigungsrisiken, hervorgerufen durch die Situation auf dem Weltmarkt, kann durch arbeitsmarktpolitische Instrumente wie auch durch interne Flexibilitätsinstrumente entgegengewirkt werden.

Umweltrisiken

Den Produktionsprozessen der Roheisen- und Stahlerzeugung sowie der Weiterverarbeitung sind verfahrensbedingt Umweltrisiken, wie die Verunreinigung von Luft und Wasser, immanent. Der SHS-Konzern setzt deshalb durch ein intensives Qualitäts- und Umweltmanagement alles daran, Schäden, die aus dem Produkt oder seiner Herstellung hervorgehen könnten, auszuschließen. So betreibt der Konzern ein integriertes Managementsystem, das Qualitätsmanagement, Arbeits- und Umweltschutz sowie Störfallmanagement in sich vereint. Darüber hinaus wird das Unternehmen behördlicherseits (mit Regelterminen und in engem Austausch) überwacht. Der SHS-Konzern investiert kontinuierlich in Maßnahmen, welche die Wirksamkeit des Umweltschutzes erhöhen und Umweltschutzanforderungen erfüllen. Dennoch bestehen darüber hinaus Risiken aus der Verschärfung von Umweltauflagen, deren Anforderungen möglicherweise mit dem aktuellen Stand der Technik wirtschaftlich nicht darstellbar sind. Ferner können auf Grundstücken des Konzerns, die heute nicht mehr oder nur teilweise genutzt werden, aufgrund früherer Geschäftstätigkeiten Risiken aus Altlasten auftreten. Der Konzern begegnet diesen Risiken durch eine kontinuierliche Überwachung und planmäßige Sanierungsarbeiten.

Organisation des Chancenmanagements

Das Chancenmanagement umfasst den systematischen Umgang mit Chancen und Potenzialen. Es ist direkt in die Arbeit der Geschäftsführung des SHS-Konzerns eingebettet. Die Geschäftsführung identifiziert und diskutiert Chancen und Potenziale und führt bei Bedarf einen strategischen Dialog mit betroffenen Fachbereichen und Tochtergesellschaften über Markt- und Techniktrends. Bei dieser strategischen Arbeit orientiert sich die Geschäftsführung an den aktuellen globalen sowie branchenspezifischen Wachstumstreibern und entwickelt das Unternehmen kontinuierlich unter Berücksichtigung globaler Trends weiter.

Strategische Chancen

Da der Bedarf an individueller Mobilität weltweit wachsen wird, ergeben sich für den Konzern als direkten und indirekten Zulieferer für die Automobilindustrie Wachstumschancen. Dies gilt insbesondere für den Heimatmarkt (EU) als auch für die Märkte in Asien und der NAFTA-Region. Von daher begreift der Konzern die Internationalisierung und die Erweiterung der Wertschöpfung als vordringliches Ziel und damit als Herausforderung und Chance zugleich. Viele der Kunden aus den Hauptabsatzbranchen Automobil- und Maschinenbau haben sich in der Vergangenheit internationalisiert oder treiben ihre Internationalisierung weiter voran. Der SHS-Konzern sieht deshalb die Chance, durch eine weitere internationale Präsenz die Kundenbindung mit bisherigen Kunden zu festigen und auch neue Kunden zu gewinnen.

Darüber hinaus kann in der Gewinnung von bisher nicht erreichten Neukunden eine Chance gesehen werden. Das Unternehmen verstärkt deshalb durch den Ausbau des Vertriebsnetzes seine weltweite Präsenz und hebt Potenziale insbesondere in neuen und aufstrebenden Märkten (z. B. Neueröffnung von Vertriebsbüros in Mexiko und Russland), ohne dabei die Marktposition in den Stammmärkten zu vernachlässigen. Neben der Ausweitung des internationalen Vertriebsnetzes setzt der Konzern zur Steigerung der Kundenbindung auf die Intensivierung der technischen Kundenbetreuung weltweit.

Durch die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten besteht für das Unternehmen die Chance, die anspruchsvollen Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Des Weiteren führen optimierte Prozesse und Anlagen zu einem Qualitäts- und Kostenvorteil gegenüber Wettbewerbern. Der SHS-Konzern ist deshalb bestrebt, seine technische Kompetenz kontinuierlich auszubauen.

Ein wichtiger Baustein im Geschäftsmodell stellt die Weiterverarbeitung der Produkte Stab und Draht dar. Hierdurch ist das Unternehmen nicht nur in der Lage, seinen Kunden ein breites Portfolio aus hochwertigen Stahlprodukten anbieten zu können; vielmehr bieten einzelne Weiterverarbeitungsbetriebe auch die Möglichkeit, in ökonomisch attraktive Nischen vorzudringen. In diesem Zusammenhang ist die 2018 beschlossene Investition bei der Saar Blankstahl GmbH, einer Tochtergesellschaft der Saarstahl AG, in Höhe von 17 Millionen € zu nennen, die auf einem erwarteten Bedarfsanstieg von wärmebehandeltem Blankstahl für die Automobilindustrie basiert.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Kunden und in dem Bestreben optimale Lösungen zu finden, ist es dem SHS-Konzern möglich, Potenziale im Produktbereich wie auch gleichzeitig Investitionspotenziale zu identifizieren. Der weitere Ausbau verschiedener Services (hier sind insbesondere Kundenbetreuung und logistische Dienstleistungen zu nennen) wird neben einer stabilen Produktqualität als Chance verstanden, sich gegenüber den Wettbewerbern zu differenzieren.

Der Konzern sieht Chancen im prognostizierten Gesamtwachstum und auch im anstehenden Umbruch des Automobilmarktes, wenn sich auch die Antriebstechnologien und damit das Mengengerüst zwischen den Geschäftsfeldern verschieben werden. Der Konzern wird anteilig profitieren. Zum einen werden, unabhängig von der Antriebsart, die derzeitigen Produkte in etlichen Segmenten weiterhin benötigt. Zum anderen werden zukünftig auch neue Produkte notwendig sein, um neue Technologien, die der Markt erfordert, erfolgreich begleiten zu können. Hierzu gibt es im Unternehmen bereits umfangreiche Untersuchungen mit dem Ziel herauszufinden, wie der Konzern an dieser Entwicklung auf den Automobilmärkten weltweit partizipieren kann.

Operative Chancen

In der permanenten Optimierung der innerbetrieblichen Prozesse sieht der SHS-Konzern eine Chance für einen beschleunigten und effizienteren Arbeitsablauf und damit Kostenersparnisse. Durch gezielte Investitionen in Produktionsanlagen besteht die Chance zur weiteren Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb sowie zur Absicherung und Verbesserung der Ertragskraft durch Kostensenkungen. Seit Mitte November 2017 laufen die Bauarbeiten für die neue Stranggießanlage S1 im Stahlwerk der Saarstahl AG. Die Inbetriebnahme soll Ende 2019 erfolgen. Die neue, 5-strängige Anlage mit der Kurzbezeichnung S1 wird mit modernster Automatisierungs- und Kommunikationstechnik ausgestattet. Schon bei der Konzeption wurden konsequent die Ansätze von Industrie 4.0 verfolgt. Dadurch wird es möglich sein, die neue Anlage in die hochkomplexen Produktionsprozesse des LD-Stahlwerks optimal einzubinden.

Im Berichtsjahr hat die Saarstahl AG zudem die Modernisierung der Straße 32 am Standort Neunkirchen abgeschlossen. Mit dieser Investition wurden die neuesten Technologien des Walzens und Kühlens implementiert und damit die Leistungsfähigkeit der Anlagen in Punkto Produktivität, Walzgeschwindigkeit und Qualität noch einmal verbessert. Ein regelmäßiger Austausch, gegenseitige Hilfestellungen und letztlich auch ein Lernen voneinander sind wichtige Bausteine für die Weiterentwicklung der Weiterverarbeitungsbereiche und Tochtergesellschaften.

In der kontinuierlichen und verbindlichen Anwendung der Methoden des Costmanagements und des Kosten-Controllings sieht der SHS-Konzern die Chance zur Erhöhung der Kostensensitivität aller Mitarbeiter und letztlich zu verbesserten Kostenstrukturen.

Die Bündelung von Funktionen und Aktivitäten der Saarstahl AG und der Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke in der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA sowie deren Dienstleistungsgesellschaften wird als Chance gesehen. Dies wurde auch mit der Besetzung des Vorsitzenden der Geschäftsführung der SHS - Stahl-Holding-Saar sowie der Vorsitzenden des Vorstandes von Dillinger und Saarstahl zum 01.09.2018 in Personalunion in der Führung der Unternehmen unterstrichen.

Daneben gibt es eine Vielzahl von Gebieten, auf denen Saarstahl direkt mit Dillinger zusammenarbeitet. Im Zusammenrücken von Saarstahl und Dillinger besteht ein großes Potenzial für die Hebung von Synergien und damit für die Zukunft der saarländischen Stahl-Standorte. Doppelstrukturen sollen abgebaut werden.

Gesamteinschätzung der Risikosituation

Insgesamt sind derzeit weder Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, noch liegen Anzeichen für Entwicklungen vor, die nachhaltig einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Prognosebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Verlangsamung des Wirtschaftswachstums

Für das Jahr 2019 ist mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums zu rechnen. 3 Die OECD erwartet ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung in Höhe von 3,3 % gegenüber 2018. Für das Schwellenland China wird in 2019 mit dem niedrigsten Wachstum des BIP seit fast drei Jahrzehnten gerechnet. Mit 6,2 % wird es aller Voraussicht nach nochmals um 0,4 % niedriger ausfallen als in 2018. Nach der Prognose der OECD wird der Euroraum nur noch um ca. 1,0 % wachsen. Ebenso wie im Euroraum wird für die deutsche Wirtschaft nach Angaben der OECD mit einem sehr stark abgeschwächten Wachstum von ca. 0,7 % für das Jahr 2019 gerechnet. Als Gründe für die eher schwache Wachstumsprognose werden die Risiken eines ungeordneten Brexits, eine erneute Krise im Euroraum und eine Verschärfung des weltweiten Handelskonfliktes genannt.

Auf Basis einer geringen weltweiten Steigerung der Wirtschaftsleistung wird sich auch die globale Stahlnachfrage in 2019 nur geringfügig positiv entwickeln. Worldsteel prognostiziert für 2019 ein Wachstum in Höhe von maximal 1,0 %, so dass sich die Erholung am globalen Stahlmarkt demzufolge in sehr verlangsamter Form fortsetzt. In der EU wird sich die Stahlnachfrage in 2019 deutlich vermindern. Bei den meisten Stahlverarbeitern in Europa ist der Konjunkturzyklus bereits weit fortgeschritten, so dass mit einer Abschwächung des Stahlbedarfs zu rechnen ist. Auch in Deutschland kann von einer eher rückläufigen Marktversorgung für 2019 ausgegangen werden. Zudem besteht ein erhebliches Risiko für die in der EU produzierende Stahlindustrie in den wachsenden Handelsumlenkungen, ausgelöst durch die US-Maßnahmen im Rahmen der Section 232.

Entwicklung des SHS-Konzerns

Der SHS-Konzern wird weiterhin seine Strategie als weltweit anerkannter Hersteller von hochwertigen Stahlprodukten verfolgen. Auf Basis dieser Premium-Produkte bieten sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit ihrem Bedarf an Effizienz- und Technologieverbesserungen als auch die Schwellenländer mit einem breiten industriellen Wachstum ein zunehmendes Absatzpotenzial.

Der SHS-Konzern erwartet gegenüber 2018 sowohl eine leicht rückläufige Absatzmenge als auch etwas niedrigere Umsatzerlöse. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist neben dem Absatzrückgang auch bedingt durch einen veränderten Produktmix sowie durch - entsprechend der Situation in den wichtigsten Absatzmärkten - voraussichtlich nur moderat mögliche Erlössteigerungen. Gleichzeitig sieht sich der Konzern einem wesentlich höheren Druck auf der Kosten-/Margenseite ausgesetzt. Unter weiterer Berücksichtigung der Entwicklung der wesentlichen Beteiligungen werden die Ergebnisse spürbar schwächer ausfallen als im Vorjahr. Der SHS-Konzern rechnet mit einem ausgeglichenen EBIT.

 

Dillingen, 28.03.2019

Die Geschäftsführer

Hartmann

Baues

Schweda

1 Quellen: Monatsbericht Deutsche Bundesbank Dezember 2018, EUROFER, Eurostat, World Steel Association, WV Stahl
2 Quellen: Dow Jones, EUROFER, World Steel Association, WV Stahl
3 Quellen: IWF, OECD, World Steel Association, WV Stahl

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

Anhang 31.12.2018 31.12.2017
Mio € Mio € Mio € Mio €
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,1 1,9
II. Sachanlagen 861,1 911,3
III. Finanzanlagen 1.537,8 1.538,4
2.403,0 2.451,6
B. Umlaufvermögen (2)
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 291,1 275,0
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen und fertige Erzeugnisse 500,5 448,2
3. geleistete Anzahlungen für Vorräte 0,3 0,2
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ./.5,9 786,0 ./.16,6 706,8
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 377,4 365,5
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25,4 20,3
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 35,3 62,6
4. sonstige Vermögensgegenstände 119,2 557,3 147,7 596,1
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 187,7 262,3
1.531,0 1.565,2
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 0,1
D. Aktive latente Steuern (3) 2,5 0,0
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (4) 1,2 1,3
3.937,9 4.018,2

Passiva

Anhang 31.12.2018
Mio €
31.12.2017
Mio €
A. Eigenkapital (5)
I. Gezeichnetes Kapital 0,1 0,1
II. Gewinnrücklagen 1.043,9 1.042,8
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 8,2 5,3
IV. Bilanzgewinn 1.332,7 1.311,0
V. Nicht beherrschende Anteile 609,6 600,9
2.994,5 2.960,1
B. Rückstellungen (6)
1. Pensionsrückstellungen 87,9 76,6
2. Steuerrückstellungen 47,5 19,0
3. sonstige Rückstellungen 190,3 248,0
325,7 343,6
C. Verbindlichkeiten (7)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 259,8 328,1
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 160,3 171,8
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2,8 2,6
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 150,6 154,8
5. sonstige Verbindlichkeiten 43,6 53,4
617,1 710,7
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,6 0,5
E. Passive latente Steuern (8) 0,0 3,3
3.937,9 4.018,2

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

Anhang GJ 2018
Mio €
GJ 2017
Mio €
1. Umsatzerlöse (9) 2.569,8 2.478,2
2. Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen (10) 55,9 36,5
3. sonstige betriebliche Erträge (11) 50,6 123,5
2.676,3 2.638,2
4. Materialaufwand (12) 1.758,0 1.709,0
5. Personalaufwand (13) 510,9 498,7
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (14) 120,4 121,7
7. sonstige betriebliche Aufwendungen (15) 182,4 189,1
104,6 119,7
8. Beteiligungsergebnis (16) -5,1 17,1
9. Zinsergebnis (17) -22,5 -29,7
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) 30,5 10,9
11. Ergebnis nach Steuern 46,5 96,2
12. sonstige Steuern 3,5 4,0
13. Jahresergebnis 43,0 92,2
14. Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Jahresergebnis 14,7 21,5
15. Konzernjahresergebnis 28,3 70,7

Konzernanhang 2018

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Dillingen/Saar (eingetragen unter der HRB Nr. 26590 im Amtsgericht Saarbrücken) erstellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Beide werden im Bundesanzeiger einschließlich des Bestätigungsvermerks offengelegt. Sie sind auch am Sitz der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Dillingen/ Saar in Form eines Geschäftsberichts erhältlich.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA alle Tochterunternehmen im In- und Ausland einbezogen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Bei Gemeinschaftsunternehmen erfolgt eine Einbuchung der Vermögensgegenstände und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge in Höhe des Konzernanteils (Quotenkonsolidierung). Unternehmen, an denen mehr als 20 % der Stimmrechte gehalten werden und auf die direkt oder indirekt ein wesentlicher Einfluss ausgeübt wird, werden nach der Equity-Methode konsolidiert.

Vollkonsolidierte Unternehmen

 

SHS - Stahl-Holding Saar GmbH & Co. KGaA, Dillingen/Saar

 

Saarstahl AG, Völklingen

 

Saar-Blankstahl GmbH, Homburg

 

Saar-Bandstahl GmbH, Völklingen

 

Saarstahl-Export GmbH, Völklingen

 

Metallurgische Gesellschaft Saar GmbH, Völklingen

 

Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, Völklingen

 

Saarstahl Finanzanlagen GmbH, Völklingen

 

Drahtwerk St. Ingbert GmbH, St. Ingbert

 

DWK Drahtwerk Köln GmbH, Köln

 

Schweißdraht Luisenthal GmbH, Völklingen

 

Stahlguss Saar GmbH, St. Ingbert

 

Saar Stahlbau GmbH, Völklingen

 

Saar Rail GmbH, Völklingen

 

Saarstahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Völklingen

 

FORGE Saar GmbH, Dillingen/Saar

 

FORGE Saar Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, Dillingen/Saar

 

Secosar S.A.S., Bussy-Saint-Georges (F)

 

Conflandey Industries S.A.S., Port-sur-Saône (F)

 

S.P.M. Participation S.A.S., Bussy-Saint-Georges (F)

 

SHS Services GmbH, Völklingen

 

SHS Logistics GmbH, Dillingen/Saar

 

SHS Infrastruktur GmbH, Dillingen/Saar

Quotenkonsolidierte Unternehmen

 

Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs-OHG, Dillingen/Saar

 

ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH, Dillingen/Saar

 

Zentralkokerei Saar GmbH, Dillingen/Saar

Equit y-konsolidiertes Unternehmen

 

DHS-Dillinger Hütte Saarstahl AG, Dillingen/Saar

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt seit dem 1.1.2010 nach der Neubewertungsmethode. Danach wird jeweils der Wert der Beteiligung mit dem Konzernanteil am Eigenkapital des konolidierten Unternehmens - unter Berücksichtigung einer vorangegangen Neubewertung - zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, aufgerechnet. Ergibt sich nach der Verrechnung der Wertansätze ein aktiver Unterschiedsbetrag, erfolgt der Ausweis als Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz. Bei Entstehen eines passiven Unterschiedsbetrags erfolgt der Ausweis grundsätzlich als gesonderter Posten nach dem Eigenkapital.

Soweit die Erwerbsvorgänge vor dem 1.1.2010 herrühren, wird die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode durchgeführt. Danach werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung in die Konsolidierung aufgerechnet. Die zum Erstkonsolidierungszeitpunkt aus der Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge sind, soweit es sich um Firmenwerte gemäß § 309 Abs. 1 HGB handelt, gegen die Konsolidierungsrücklagen aufgerechnet worden.

Die Einbeziehung der Beteiligungsgesellschaft, die nach der Equity-Methode konsolidiert wird, erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Aus der erstmaligen Einbeziehung der DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG resultiert ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 138,9 Millionen €.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen der einbezogenen Unternehmen werden aufgerechnet.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert. Bei untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird bei den nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften auf die Zwischenergebniseliminierung verzichtet.

Soweit Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen führen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, wird eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer und eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt und nach Möglichkeit eine Saldierung mit den Posten nach § 274 HGB vorgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter. Soweit erforderlich, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Für die Ermittlung der Konzernabschreibung wurden in den einzelnen Anlagegruppen einheitlich folgende Nutzungsdauern angewendet:

in Jahren Seit GJ 2011 Bis GJ 2010
Immaterielle Vermögensgegenstände 4 - 5 4
Gebäude 5 - 25 12 - 20
Technische Anlagen und Maschinen 10 - 15 8 - 12
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 5

Die Abschreibungsdauer entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte orientiert sich regelmäßig an der jeweils abgeschätzten Nutzungsdauer. Soweit eine verlässliche Abschätzung nicht möglich ist, werden sie über zehn Jahre abgeschrieben; Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Erwerbsvorgängen vor dem 01.01.2016 resultieren, werden grundsätzlich über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Für Reserveteile und Betriebsmittel bestehen Festwerte in Höhe von 40 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Finanzanlagen

Wesentliche Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden zum anteiligen Eigenkapital entsprechend der Equity-Methode ausgewiesen. Alle übrigen Beteiligungen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Die übrigen Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw. den vom Absatzmarkt abgeleiteten niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten alle aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten entsprechend § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Angemessene Abschläge wegen geringer Lagerumschlagshäufigkeit und aus Sachmängeln bestehende Risiken werden vorgenommen. Soweit die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit den absatzbezogenen Vorräten in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, werden sie offen von diesen abgesetzt.

Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden - unter Berücksichtigung ggf. erforderlicher Abwertungen auf den niedrigeren Marktpreis - zu Anschaffungskosten bewertet. Unentgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert angesetzt. Die Rückstellungsbewertung für die Abgabepflicht erfolgt nach den Grundsätzen für die Bewertung von Sachleistungsverpflichtungen. Der Zeitwert der am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen Rechte beträgt 161,0 Millionen €.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Unverzinsliche Forderungen sind abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Für nicht erkennbare Risiken in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für bestimmte sonstige Vermögensgegenstände besteht eine Pauschalwertberichtigung.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Flüssige Mittel umfassen Kassenbestände, laufende Bankguthaben und die Guthaben bei Kreditinstituten. Es handelt sich hierbei sowohl um täglich fällige Gelder als auch um Festgelder mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel werden zum Nennbetrag bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet; die dazugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Auf- und Abzinsung aus dem zu verrechnenden Vermögen werden saldiert im Zinsergebnis ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Prof. Dr. Heubeck 2018 G). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zukünftiger Renten- und Gehaltssteigerungen. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen in folgendem Umfang ausgegangen: 3,0 % bei den Entgelten und 2,0 % bei den Renten. Der zu Grunde gelegte Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich bei den inländischen Gesellschaften auf 3,21 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Pensionsverpflichtungen unserer ausländischen Gesellschaften werden unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Bestimmungen nach ähnlichen Grundsätzen wie im Inland ermittelt.

Zum 31.12.2018 beträgt der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB 14,8 Millionen €, berechnet unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 2,32 %.

Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen beinhalten alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden nach dem Stand der jeweiligen Hauptschuld bewertet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern

Etwaige Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Konzerngeschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden, werden nur dann bilanziert, sofern sich daraus insgesamt eine Steuerbelastung ergibt.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten über einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Transaktionskurs; aufgrund der Kursentwicklung notwendige Anpassungen werden zum Bilanzstichtag entsprechend dem Niederstwertprinzip (Passivseite: Höchstwertprinzip) vorgenommen. Bilanzposten in fremder Währung, die Bestandteil einer Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Entstehungszeitpunkts.

Bewertungseinheit

Werden Vermögensgegenstände, Schulden und schwebende Geschäfte zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen mit Finanzinstrumenten zusammengefasst, bleiben die Auswirkungen in dem Umfang unberücksichtigt, soweit sie sich innerhalb der Bewertungseinheit ausgleichen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Kapitalflussrechnung nach DRS 21 und der Eigenkapitalspiegel nach DRS 22 sind jeweils in einer separaten Anlage dargestellt, die Bestandteil dieses Konzernabschlusses sind.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 313 Abs. 4 i.V.m. § 284 Abs. 3 HGB sowie die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB sind jeweils in einer Anlage zu diesem Konzernanhang dargestellt.

Sachanlagen

Unter den technischen Anlagen und Maschinen bzw. anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind Festwerte für Reserveteile und Betriebsmittel in Höhe von 73,7 Millionen € bilanziert.

(2) Umlaufvermögen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Angaben zur Mitzugehörigkeit

in Mio. € 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25,4 20,3
davon aus Lieferungen und Leistungen (6,9) (5,9)
davon sonstige Vermögengegenstände (18,5) (14,4)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind bis auf einen Betrag in Höhe von 6,4 Millionen € (2017: 5,9 Millionen €) innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Angaben zur Mitzugehörigkeit

in Mio. € 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 35,3 62,5
davon aus Lieferungen und Leistungen (33,7) (49,7)
davon sonstige Vermögensgegenstände (1,6) (12,8)

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 119,2 Millionen € (2017: 147,7 Millionen €) sind bis auf einen Betrag von 10,6 Millionen € (2017: 9,6) innerhalb eines Jahres fällig.

(3) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Dem Erfüllungsbetrag (Wertguthaben) aus der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 7,8 Millionen € (2017: 5,0 Millionen €) steht ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 9,1 Millionen € (2017: 6,2 Millionen €) gegenüber. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen 9,1 Millionen € (2017: 6,2 Millionen €). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um verpfändete Festgelder.

(4) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Grundkapital der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA beträgt unverändert 0,1 Millionen € und ist in 100 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,0 T€ je Stückaktie aufgeteilt.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die SHS - Stahl-Holding-Saar Verwaltungsgesellschaft mbH. Sie ist nicht zur Erbringung einer Sondereinlage (Vermögenseinlage) verpflichtet.

Alleinige Kommanditaktionärin ist im Konzerngeschäftsjahr 2018 die Montan-Stiftung-Saar.

Gewinnrücklagen

Unter Gewinnrücklagen werden Rücklagen nach § 272 Abs. 3 HGB und passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen, soweit diese aus Erwerbsvorgängen vor dem 01.01.2010 resultieren.

Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrech n ung

Hierbei handelt es sich um Fremdwährungseffekte aus der Equity-Fortschreibung am DHS-Konzern.

Bilanzgewinn

in Mio. € GJ 2018 GJ 2017
Vortrag zum 1. Januar 1.311,0 1.241,3
Dividendenausschüttung -5,0 -1,0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr gem. § 158 AktG 1.306,0 1.240,3
Einstellung in die Gewinnrücklagen -1,6 0,0
Auf die Kommanditaktionäre entfallendes Konzernjahresergebnis 28,3 70,7
Stand zum 31. Dezember 1332,7 1.311,0

(5) Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen (87,9 Millionen €) wurden mit Deckungsvermögen (12,7 Millionen €) verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde eine zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherung klassifiziert.

Die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen (0,6 Millionen €) wurden mit den Zinsaufwendungen (4,6 Millionen €) ebenso saldiert. Der sich ergebende Saldo ist im Zinsergebnis enthalten. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde mit Hilfe anerkannter Bewertungsmethoden bestimmt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalverpflichtungen, Rechtsangelegenheiten und andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft.

(6) Verbindlichkeiten

in Mio. € 31.12.2018 davon Restlaufzeit in Jahren 31.12.2017
bis 1 mehr als 1 mehr als 5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 259,8 55,3 204,5 59,0 328,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 160,3 160,3 0,0 0,0 171,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2,8 2,8 0,0 0,0 2,6
davon aus Lieferungen und Leistungen (2,7) (2,7) (0,0) (0,0) (2,6)
davon sonstige Verbindlichkeiten (0,1) (0,1) (0,0) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 150,6 49,3 101,3 63,3 154,8
davon aus Lieferungen und Leistungen (14,7) (14,7) (0,0) (0,0) (12,4)
davon sonstige Verbindlichkeiten (135,9) (34,6) (101,3) (63,3) (142,4)
Sonstige Verbindlichkeiten 43,6 43,6 0,0 0,0 53,4
davon aus Steuern (24,5) 24,5) (0,0) (0,0) (34,2)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (3,0) (3,0) (0,0) (0,0) (2,9)
617,1 311,3 305,8 122,3 710,7

Im Vorjahr hatten sämtliche Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 253,7 Millionen €, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 104,5 Millionen € eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betrug 358,2 Millionen €, der von mehr als fünf Jahren 150,6 Millionen €.

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind folgende durch Pfandrechte an Gegenständen des Anlagevermögens gesichert

in Mio. € 31.12.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 253,7 301,2

Haftungsverhältnisse

in Mio. € 31.12.2018 31.12.2017
Bürgschaften 6,2 3,6

Abgebildet werden die rechtlich bestehenden Haftungsverhältnisse der Konzerngesellschaften in dem weitesten Umfang; Anzeichen für eine tatsächliche Inanspruchnahme liegen nicht vor. Eine Inanspruchnahme setzt eine Aktivität Dritter voraus, die einen möglichen Anspruch auf Faktoren außerhalb des unmittelbaren Einwirkungsbereiches des SHS-Konzerns begründen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter Haftungsverhältnisse angegeben sind, beläuft sich gegenüber Dritten am 31.12.2018 auf 97,3 Millionen € (2017: 60,1 Millionen €).

Es handelt sich hierbei um die in den Folgejahren jährlich anfallenden Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (12,5 Millionen €; 2017: 16,2 Millionen €), Verpflichtungen aus dem Bestellobligo aus Investitionen und Reparaturprojekten zum Bilanzstichtag 31.12.2018 (84,8 Millionen €; 2017: 43,9 Millionen €).

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen gegenüber einem assoziierten Unternehmen aus einem Pachtvertrag mit einer jährlichen Verpflichtung für die Konzerngesellschaften von ca. 2,7 Millionen €. Der Pachtvertrag kann erstmals nach Ablauf von 15 Jahren, gerechnet ab Mietbeginn August 2010, gekündigt werden.

Derivate Finanzinstrumente

Im SHS-Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft genutzt. Das Volumen der Devisensicherungsgeschäfte betrug zum 31.12.2018 227,2 Millionen € (2017: 436,2 Millionen €), der Zeitwert (Marktwert) 232,7 Millionen € (2017: 413,0 Millionen €). Die Devisentermingeschäfte bilden zusammen mit den abgeschlossenen Absatz- und Beschaffungsgeschäften geschlossene Positionen, die als ausgeglichene Geschäfte zum Stichtag nicht zu bilanzieren sind. Im SHS-Konzern wurden zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken bei längerfristigen Darlehensverträgen Zins-Swaps über insgesamt 140,0 Millionen € (2017: 176,1 Millionen €) abgeschlossen. Da die Laufzeit der Grundgeschäfte und der Sicherungsgeschäfte gleich ist, ergibt sich für die gesamte Laufzeit ein Festzinssatz. Darlehen und Zins-Swaps bilden eine Bewertungseinheit (Mikro-Hedge). Buchungstechnisch wird die Einfrierungsmethode angewandt.

(7) Latente Steuern

Differenzen, die sich - unter Berücksichtigung der einheitlichen Bewertung i.S.d. § 308 HGB - aus den abweichenden handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und zu ihren steuerlichen Wertansätzen ergeben und die sich in späteren Konzerngeschäftsjahren voraussichtlich abbauen, würden insgesamt zu einer Steuerentlastung zum 31.12.2018 führen, von deren Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht worden ist. Im Wesentlichen basieren die Differenzen auf unterschiedlichen Wertansätzen beim Sachanlagevermögen, bei den Vorräten sowie den Sonstigen Rückstellungen. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 32,0 %.

Soweit durch Konsolidierungsmaßnahmen Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerlichem Wertansatz entstanden, die sich zukünftig wieder ausgleichen werden, wurden hieraus entstehende latente Steuern zum Bilanzstichtag gemäß § 306 HGB aktiviert. Im Wesentlichen sind die Differenzen auf die Zwischengewinneliminierung nach § 304 HGB zurückzuführen.

Im Konzernabschluss 2018 betrugen die aktiven latenten Steuern 2,5 Millionen €; in (2017: passive latente Steuern 3,3 Millionen €).

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen und Absatzmärkten

in Mio. € GJ 2018 GJ 2017
Qualitätsstahl 919,6 896,8
Edelstahl 1.003,3 878,8
Schmiedeprodukte 95,0 122,3
Weiterverarbeitungsprodukte 390,2 374,3
Nebenprodukte, Dienstleistungen und Sonstiges 161,7 206,0
2.569,8 2.478,2
in Mio. € GJ 2018 GJ 2017
Deutschland 1.465,9 1.467,3
Übrige Europäische Union 706,0 633,3
Export/ Drittländer 397,9 377,6
2.569,8 2.478,2

(9) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

in Mio. € GJ 2018 GJ 2017
Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 54,0 34,8
Andere aktivierte Eigenleistungen 1,9 1,7
55,9 36,5

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Es werden folgende periodenfremde Erträge ausgewiesen:

in Mio. € GJ 2018 GJ 2017
Auflösung von Rückstellungen 20,6 51,5
Übrige Erträge 5,4 4,5
26,0 56,0

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 6,6 Millionen € (2017: 0,2 Millionen €) und Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen in Höhe von 0,0 Millionen € (2017: 15,0 Millionen €) enthalten.

(11) Materialaufwand

in Mio. € GJ 2018 GJ 2017
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.525,4 1.483,8
Aufwendungen für bezogene Leistungen 232,6 225,2
1.758,0 1.709,0

(12) Personalaufwand

in Mio. € GJ 2018 GJ 2017
Löhne und Gehälter 412,0 402,9
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 98,9 95,8
davon für Altersversorgung (12,1) (14,9)
510,9 498,7

(13) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen enthalten Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 0,0 Millionen € (2017: 0,6Millionen €) und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 7,8 Millionen € (2017: 0,2 Millionen €).

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von 2,7 Millionen € (2017: 1,7 Millionen €) und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen von 0,4 Millionen € (2017: 16,4 Millionen €) enthalten.

(15) Beteiligungsergebnis

in Mio. € GJ 2018 GJ 2017
Erträge aus Beteiligungen 5,5 2,9
davon aus verbundenen Unternehmen (4,5) (1,4)
Erträge aus assoziierten Unternehmen 0,0 14,4
Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -10,5 0,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen -0,1 -0,2
davon aus verbundenen Unternehmen (0,0) (-0,2)
-5,1 17,1

(16) Zinsergebnis

in Mio. € GJ 2018 GJ 2017
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,8 0,2
davon aus verbundenen Unternehmen (0,2) (0,2)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,1 3,4
davon aus verbundenen Unternehmen (0,1) (0,3)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -25,4 -33,3
davon an verbundene Unternehmen (0,0) (0,0)
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen (-11,1) (-8,6)
-22,5 -29,7

Im Zinsergebnis sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von 0,2 Mio. € (2017: 0,3 Mio. €) enthalten. Aus dem korrespondierenden Deckungsvermögen resultieren - wie bereits im Vorjahr - keine Zinserträge.

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer, vergleichbare ausländische ertragsabhängige Steuern sowie latente Steuern ausgewiesen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von 0,2 Millionen € (2017: 0,4 Millionen €) und Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 5,8 Millionen € (2017: Aufwendungen 3,2 Millionen €) enthalten.

Sonstige Angaben

Angaben zu den Organmitgliedern

Mitglieder des Aufsichtsrats der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA
REINHARD STÖRMER, Völklingen Vorsitzender Vorsitzender des Kuratoriums der Montan-Stiftung-Saar
JÖRG KÖHLINGER, Frankfurt Stellvertretender Vorsitzender Gewerkschaftssekretär / Bezirksleiter der IG Metall Bezirksleitung Mitte
STEPHAN AHR, Wadgassen Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und Vorsitzender des Betriebsrats Werk Völklingen der Saarstahl AG
ARIBERT BECKER, Rehlingen Verkaufsdirektor der Saarstahl AG i. R.
MICHAEL BECKER, Saarwellingen (ab 01.01.2019) 2. Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke
JOACHIM BRAUN, Le Ban St. Martin (ab 04.04.2018) Ingenieur, Joachim Braun Consulting
Prof. Dr. HEINZ BIERBAUM, Saarbrücken Leiter INFO - Institut, Saarbrücken
JÜRGEN BLUDAU, Dillingen (bis 31.12.2018) Mitglied des Konzernbetriebsrats der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Mitglied des Konzernbetriebsrats und stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke
ERIC EHLEN, Völklingen Mitglied des Konzernbetriebsrats der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Mitglied des Konzernbetriebsrats und stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats Werk Völklingen der Saarstahl AG
MICHAEL FISCHER, Dillingen Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und Vorsitzender des Betriebsrats der Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke
JÜRGEN GRÜNERT, St. Ingbert Richter, Amtsgericht St. Ingbert
ROBERT HIRY, Rehlingen-Siersburg 1. Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Völklingen
MARKUS MENGES, Waldbrunn Vorstand der Südweststahl AG
ANTJE OTTO, St. Ingbert Geschäftsführerin des Verbands der Saarhütten, Saarbrücken
Prof. Dr. GEORG RESS, Saarbrücken Universitätsprofessor
KATJA WEBER, Eberbach Unternehmerin, Südweststahl AG
Mitglieder der Geschäftsführung SHS - Stahl-Holding-Saar Verwaltungsgesellschaft mbH, Dillingen/Saar, vertreten durch ihre Geschäftsführer:
Dr. MICHAEL MÜLLER (bis 31.08.2018) Vorsitzender und Mitglied der Geschäftsführung
FRED METZKEN (bis 31.08.2018) Geschäftsführung Ressort Finanzen
TIM HARTMANN (ab 01.09.2018) Vorsitzender der Geschäftsführung und Geschäftsführung Ressort Finanzen
MARTIN BAUES (ab 19.03.2019) Geschäftsführung Ressort Technik
Dr. BERND MÜNNICH (bis 18.03.2019) Geschäftsführung Ressort Technik
PETER SCHWEDA Geschäftsführung Ressort Personal

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 0,3 Millionen €. (2017: 0,1 Millionen €). Die Angaben über die Bezüge der derzeitigen und früheren Mitglieder der Geschäftsführung entfallen gemäß § 286 Absatz 4 HGB.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der vollkonsolidierten Unternehmen betrug:

GJ 2018 GJ 2017
Arbeiter 5.009 5.033
Angestellte 1.916 1.921
Beschäftigte gem. § 267 Abs. 5 HGB 6.925 6.954
Auszubildende und Praktikanten 318 329
Gesamt 7.243 7.283

Das im Geschäftsjahr 2018 berechnete Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt insgesamt 0,4, Millionen €; es entfällt auf Abschlussprüfungen des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen (0,4 Millionen €) sowie auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:

 

- SHS Logistics GmbH, Dillingen/Saar

 

- SHS Services GmbH, Völklingen

 

- SHS Infrastruktur GmbH, Dillingen/Saar

 

- Metallurgische Gesellschaft Saar GmbH, Völklingen

 

- Saarstahl-Export GmbH, Völklingen

 

- Saar-Blankstahl GmbH, Homburg

 

- Saar-Bandstahl GmbH, Völklingen

 

- Saar Rail GmbH, Völklingen

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Hauptversammlung vor, vom Bilanzgewinn der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA in Höhe von 360,0 Millionen € einen Betrag von 2,0 Millionen € auszuschütten und den Restbetrag von 358,0 Millionen € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dillingen/Saar, 28. März 2019

HARTMANN

BAUES

Schweda

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGS-/ HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2018
Mio €
sonstige Zu-/Abgänge * )
Mio €
Zugänge
Mio €
Abgänge
Mio €
Umbuchungen
Mio €
Stand 31.12.2018
Mio €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbl . Schutzrechte und ähnliche Rechte 4,6 0,0 2,9 1,0 0,1 6,6
2. Geschäfts- oder Firmen- 3,1 0,0 0,0 0,0 0,0 3,1
7,7 0,0 2,9 10,0 0,1 9,7
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 594,9 1,2 4,7 2,6 0,5 598,7
2. technische Anlagen und Maschinen 2.328,80 15,8 14,7 54,7 5,3 2.309,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 173,4 0,0 8,3 3,1 1,4 180,0
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16,0 0,0 39,1 0,3 -7,3 47,5
3.113,10 17,0 66,8 60,7 -0,1 3.136,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54,6 -16,3 0,3 0,0 0,0 38,6
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 28,5 0,0 0 0,0 -22,5 6,0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 523,4 0,0 0,5 6 0,0 517,9
4. Beteiligungen an anderen Unternehmen 7,7 0,0 0,5 0,5 0,0 7,7
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 76,2 0,0 30,6 0,0 0,0 106,8
6. sonstige Ausleihungen 0,4 0,0 6,3 0,0 22,5 29,2
690,8 -16,3 38,2 6,5 0 706,2
3.811,6 0,7 107,9 68,2 0 3.852,0
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2018
Mio €
Zuschreibungen
Mio €
sonstige Zugänge * )
Mio €
Zugänge
Mio €
Abgänge
Mio €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbl . Schutzrechte und ähnliche Rechte 2,7 0,0 0,0 0,7 0,9
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3,1 0,0 0,0 0,0 0,0
5,8 0,0 0,0 0,7 0,9
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 373,6 0,0 0,6 17,1 1,8
2. technische Anlagen und Maschinen 1.698,3 0,0 12,1 95,3 54,3
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 129,9 0,0 0,0 7,3 3,1
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
2.201,8 0,0 12,7 119,7 59,2
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4,1 0,0 0,0 0,1 0,0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2,0 0,0 0,0 0,0 0,0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -876,4 0,0 0,0 15,9 0,0
4. Beteiligungen an anderen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 22,7 0,0 0,0 0,0 0,0
6. sonstige Ausleihungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
-847,6 0,0 0,0 16,0 0,0
1.360,0 0,0 12,7 136,4 60,1
ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
Umbuchungen
Mio €
Stand 31.12.2018
Mio €
Stand 31.12.2018
Mio €
Stand 31.12.2017
Mio €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbl . Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,0 2,5 4,1 1,9
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,0 3,1 0,0 0,0
0,0 5,6 4,1 1,9
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,0 389,5 209,2 221,3
2. technische Anlagen und Maschinen 0,0 1.751,4 558,5 630,5
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,0 134,1 45,9 43,5
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,0 0,0 47,5 16,0
0,0 2.275,0 861,1 911,3
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -0,3 3,9 34,7 50,5
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,0 2,0 4,0 26,5
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,0 -860,5 1.378,4 1.399,8
4. Beteiligungen an anderen Unternehmen 0,3 0,3 7,4 7,7
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,0 22,7 84,1 53,5
6. sonstige Ausleihungen 0,0 0,0 29,2 0,4
0,0 -831,6 1.537,8 1.538,4
0,0 1.449,0 2.403,0 2.451,6

*) Die sonstigen Zugänge und Abgänge resultieren aus der Verschmelzung der Saartahl Medienversorgungs GmbH auf die Saarstahl AG, sowie Wertanpassungen im Anlagevermögen aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung.

Aufstellung des Konzern-Anteilsbesitzes 2018

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
direkt
%
indirekt
%
31. Dez. 2018
Mio. €
Mio. €
1. VERBUNDENE UNTERNEHMEN
a) Inland
Saarstahl, AG Völklingen 74,900
Saar-Blankstahl GmbH, Homburg 100,000 42,0 1)
Saar-Bandstahl GmbH, Völklingen 100,000 10,9 1) 3)
Saarstahl-Export GmbH, Völklingen 100,000 1,6 1)
Metallurgische Gesellschaft Saar GmbH, Völklingen 100,000 5,1 1)
Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, Völklingen 100,000 80,3 -10,3
Saarstahl Finanzanlagen GmbH, Völklingen 100,000 23,5 0,0
Drahtwerk St. Ingbert GmbH, St. Ingbert 100,000 23,0 -0,7
DWK Drahtwerk Köln GmbH, Köln 100,000 4,7 -4,7
Schweißdraht Luisenthal GmbH, Völklingen 100,000 1,0 -1,1
Stahlguss Saar GmbH, St. Ingbert 100,000 -6,6
Saar Stahlbau GmbH, Völklingen 100,000 5,2 -0,5
Saar Rail GmbH, Völklingen 100,000 10,0 1)
Saarstahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Völklingen 100,000 4,3 0,0
FORGE Saar GmbH, Dillingen 100,000 0,1 0,0
FORGE Saar Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, Dillingen 100,000 178,8 0,0
SHS Logistics GmbH, Dillingen 100,000 0,6 1)
SHS Services GmbH, Völklingen 100,000 0,2 1)
SHS Versicherungskontor GmbH, Dillingen 100,000 0,5 1)
SHS - Struktur-Holding-Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Dillingen 95,000 29,3 1,0
SHS Ventures GmbH & Co. KGaA, Dillingen 50,000 1,3 0,0
SHS Infrastruktur GmbH, Dillingen 100,000 0,1 1)
Saarstahl-Vermögensverwaltung GmbH, Völklingen 100,000 8,7 0,2
SIB-Immobiliengesellschaft mbH, Völklingen 100,000 0,1 0,0
Neunkircher Eisenwerk Wohnungsgesellschaft mbH, Völklingen 100,000 9,5 -0,1
Gewerbe- und Wohnpark Heubügel GmbH, Völklingen 89,000 0,0 0,0
45. Saarstahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Völklingen 100,000 0,1 0,0
Gal - ZKS Besitzgesellschaft mbH
Beteiligungsgesellschaft, Dillingen 100,000 0,1 0,0
SHS IP Solutions GmbH, Dillingen 100,000 0,2 0,0
b) Ausland
Secosar S.A.S., Bussy-Saint-Georges / Frankreich 100,000 16,0 0,4
Conflandey Industries S.A.S., Port-sur-Saône / Frankreich 100,000 5,1 -0,1
S.P.M. Participation S.A.S., Bussy-Saint-Georges / Frankreich 100,000 -11,4 -0,1 5)
Saarsteel Inc., New York / USA 100,000 0,3 0,0 2) 5)
Saarstahl Shanghai Limited, Shanghai 100,000 0,5 0,1 2) 5)
Saarstahl (S.E.A.), Petaling Jaya / Malaysia 100,000 0,1 0,0 2) 5)
EUROFIL Polska, Warsaw / Polen 100,000 -0,1 0,0 2)
Saarstahl Export India Pvt Ltd, Mumbai / Indien 100,000 0,1 0,0 2) 6)
Saarstahl Demir Celik Sanayi Ltd., Istanbul / Türkei 100,000 0,1 0,0 2) 5)
Saarstahl s.r.o. Ostrava / Tschechien 100,000 0,3 0,0 2) 5)
Secosar-Etirage S.A.S., Bussy- Saint-Gerorges / Frankreich 100,000 -6,0 -1,7 5)
Quinofer S.A.S., Bussy-Saint-Georges / Frankreich 100,000 1,2 0,0 5)
Saarstahl AG, Zürich / Schweiz 98,125 2,6 -0,1 2) 5)
Les Aciers Fins de la Sarre S.A., Liège / Belgien 100,000 4,0 0,3 5)
Acciai della Saar SpA., Milano / Italien 100,000 0,6 0,0
Saarstahl Iberica S.A., Sant Just Desvern Barcelona / Spanien 100,000 0,7 0,0 5)
Saarstahl UK Limited, Scunthorpe 100,000 0,2 0,0 2) 5) 7)
FILMETAL S.A., Bussy-Saint-Georges / Frankreich 99,170
2. BETEILIGUNGEN
Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögens-
verwaltungs- und Beteiligungs-OHG, Dillingen 50,000 265,5 1,8
ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH, Dillingen 50,000 301,6 1)
Zentralkokerei Saar GmbH, Dillingen 50,000 137,2 1)
DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG, Dillingen 26,170 33,750 2.665,6 0,1 4)
ROGESA Beteiligungsgesellschaft mbH, Dillingen 50,000 3,0 0,0
GAL Zentralkokerei Saar Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, Dillingen 24,500 9,7 1,0
Kraftwerk Wehrden GmbH, Völklingen 33,333 0,1 0,0

1) Es besteht eine Ergebnisabführungsvereinbarung

2) Landeswährung in € umgerechnet

3) Ergebnis des Jahres wurde in die Gewinnrücklage eingestellt und nicht als EAV abgeführt

4) Konzernabschluss - DHS hält 10% eigene Anteile

5) Endgültige Abschlüsse lagen bei Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht vor; Angaben sind vorläufig

6) letzter Jahresabschluss zum 31.03.2018

7) Rumpfgeschäftsjahr von neun Monaten vom 01.04.2018 bis 31.12.2018

Konzern-Kapitalflussrechnung 2018

31.12.2018
Mio. €
31.12.2017
Mio. €
1. Periodenergebnis 43,0 92,2
2. Abschreibungen/ (Zuschreibungen) auf Gegenstände des Anlagevermögens 120,5 107,2
3. (Abnahme)/ Zunahme der Rückstellungen - 54,5 - 13,3
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ (Erträge) -6,1 2,7
5. (Zunahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -0,2 - 162,0
6. (Abnahme)/ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 10,4 - 53,9
7. (Gewinn) aus dem Abgang von Gegenstände des Anlagevermögens -0,5 -0,2
8. Zinsaufwendungen/ (Zinserträge) inkl. Zinsaufwendungen und (Zinserträge), die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 22,5 29,9
9. Sonstige Beteiligungserträge 6,5 - 17,4
10. Ertragsteueraufwand 36,3 7,6
11. Ertragsteuerzahlungen - 52,8 - 17,5
12. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 104,3 - 24,7
- -
13. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2,9 -0,3
14. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2,1 1,7
15. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 66,8 - 56,7
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 6,5 0,3
17. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - 37,2 -
18. Erhaltene Zinsen 2,9 3,4
19. Erhaltene Dividenden 11,0 1,5
20. Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 84,4 - 50,1
21. Free Cashflow 19,9 - 74,8
- -
22. Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten - 40,0
23. Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten - 47,7 - 97,6
24. Auszahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen -9,5 -9,5
25. Gezahlte Zinsen - 17,8 - 24,1
26. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -5,0 -1,0
27. Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -6,3 -6,3
28. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 86,3 - 98,5
29. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 66,4 - 173,3
30. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 12,4 -
31. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 235,9 409,2
32. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 181,9 235,9

Überleitungsrechnung Finanzmittelfonds

31.12.2018 31.12.2017 01.01.2017
Guthaben bei Kreditinstituten 187,7 262,3 423,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die jederzeit fällig sind -5,8 - 26,4 - 14,0
Finanzmittelfonds 181,9 235,9 409,2
Veränderung Finanzmittelfonds - 54,0 - 173,3
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Mio. €
Kapitalrücklage
Mio. €
Gewinnrücklagen
Mio. €
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechung
Mio. €
Bilanzgewinn
Mio. €
Summe
Mio. €
Stand zum 01.01.2017 0,1 - 1.038,9 13,8 1.241,3 2.294,1
Dividendenzahlungen - - - - - 1,0 - 1,0
Übrige Veränderungen - - 3,9 -8,5 - - 4,6
Konzernergebnis - - - - 70,7 70,7
Stand zum 31.12.2017 0,1 - 1.042,8 5,3 1.311,0 2.359,2
Stand zum 01.01.2018 0,1 - 1.042,8 5,3 1.311,0 2.359,2
Dividendenzahlungen - - - - - 5,0 - 5,0
Übrige Veränderungen - - 1,1 2,9 - 1,6 2,4
Konzernergebnis - - - - 28,3 28,3
Stand zum 31.12.2018 0,1 - 1.043,9 8,2 1.332,7 2.384,9
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
Mio. €
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Mio. €
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Jahresergebnis
Mio. €
Summe
Mio. €
Summe
Mio. €
Stand zum 01.01.2017 640,6 2,3 - 56,4 586,5 2.880,6
Dividendenzahlungen - 6,3 - - - 6,3 - 7,3
Übrige Veränderungen 0,6 - 1,4 - 0,8 - 5,4
Konzernergebnis - - 21,5 21,5 92,2
Stand zum 31.12.2017 634,9 0,9 - 34,9 600,9 2.960,1
Stand zum 01.01.2018 634,9 0,9 - 34,9 600,9 2.960,1
Dividendenzahlungen - 6,3 - - - 6,3 -11,3
Übrige Veränderungen - 0,2 0,5 - 0,3 2,7
Konzernergebnis - - 14,7 14,7 43,0
Stand zum 31.12.2018 628,4 1,4 - 20,2 609,6 2.994,5

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Dillingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Dillingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichtes - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 18. April 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Evers, Wirtschaftsprüfer

ppa. Elena Yorgova-Ramanauskas, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA ist im Jahr 2018 den nach Gesetz und Satzung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt nachgekommen. Er hat sich durch schriftliche und mündliche Berichte der Geschäftsführung, in Aufsichtsratssitzungen und in Einzelbesprechungen regelmäßig über die Lage und wirtschaftliche Entwicklung einschließlich der Risikolage des Unternehmens unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde über alle Projekte und Vorhaben informiert, die für das Unternehmen von besonderer Bedeutung sind, insbesondere auch über die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA und das Synergieprojekt Dillinger - Saarstahl. Alle Maßnahmen, die die Zustimmung des Aufsichtsrats erfordern, sowie wesentliche Vorgänge und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik wurden mit der Geschäftsführung eingehend beraten.

Im Geschäftsjahr 2018 fanden vier turnusmäßige ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats und eine ordentliche Hauptversammlung am 12.07.2018 statt. Vor jeder ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats trat das Präsidium zusammen.

Im Berichtsjahr 2018 hat es Veränderungen im Aufsichtsrat gegeben. Herr Joachim BRAUN wurde mit Wirkung zum 04.04.2018 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Herr Jürgen BLUDAU legte sein Mandat zum 31.12.2018 nieder. Herr Michael BECKER wurde zum 01.01.2019 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Der Aufsichtsrat hatte im Geschäftsjahr 2018 über Angelegenheiten der Geschäftsführung zu entscheiden. Herr Tim HARTMANN wurde mit Wirkung ab 01.09.2018 bis 31.08.2023 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung und als Mitglied der Geschäftsführung für das Ressort Finanzen bestellt. Herr Martin BAUES wurde mit Wirkung ab 19.03.2019 bis 18.03.2024 als Mitglied der Geschäftsführung für das Ressort Technik bestellt.

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31.12.2018 der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA wurden von dem Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Saarbrücken, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat hat den Jahres- und Konzernabschluss zum 31.12.2018 geprüft. Der Abschlussprüfer nahm an der Beratung der Jahresabschlussunterlagen in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23.05.2019 teil, um den Jahres- und Konzernabschluss zu erörtern und über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten. Dabei haben sich nach eigener Prüfung der Jahresabschlussunterlagen durch den Aufsichtsrat keine Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Hauptversammlung, den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 festzustellen sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 zu billigen und den Vorschlag der Gewinnverwendung zu beschließen.

Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit und ihren Einsatz spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SHS - Stahl-Holding-Saar und den Beschäftigten der mit ihr verbundenen Unternehmen Dank und Anerkennung aus.

 

Dillingen, den 23.05.2019

Der Aufsichtsrat

Reinhard Störmer

SHS KG - Konzern

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 360.013.390,99 EUR wird zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2.000.000 EUR - d.h. 20.000 EUR je dividendenberechtigter Aktien - verwendet, und ein Betrag von 358.013.390,99 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde am 08.07.2019 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

20 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.