Krankenhaus Tabea GmbHLiquidiert

22587 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 16191
Eingetragen
9.1.1974
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Pachtung und der Betrieb des Tabea Krankenhauses in Hamburg 55, Kösterbergstraße 32 nebst allen damit im Zusammenhang bestehenden Geschäften.

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Dr. Behar
seit 13.1.2010
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Krankenhaus Tabea GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

A Darstellung des Geschäftsverlaufs

A 1 Entwicklung der stationären Krankenversorgung

Die Unsicherheit über die Zukunft im deutschen Krankenhauswesen im Allgemeinen und besonders in Hamburg hält weiterhin an.

Die Neuordnung der Krankenhausfinanzierung steht an. Die Politik fordert mehr Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern. Die Rede ist von Einzelverträgen zwischen Krankenkassen und Kliniken. Ebenso sollen die Landesbasisfallwerte zu einem einheitlichen Bundesfallwert zusammengeführt werden.

Die Hamburger Krankenkassen üben nach wie vor großen Druck auf die Planungsbehörde aus, um über den Krankenhausplan Betten abzubauen. Ob sich die Sachlage in den nächsten Jahren wesentlich ändert, bleibt abzuwarten.

Die Krankenhauslandschaft in der gesamten Bundesrepublik setzt bereits seit 2004 das Fallpauschalensystem "DRG - Diagnosis-Related-Groups" um. Der Landesweite Basisfallwert in Hamburg beträgt 2.830,00 €. Der krankenhausindividuelle Basisfallwert des Tabea-Krankenhauses, der unter dem Hamburger Basisfallwert liegt, wird gem. KHEntgG stufenweise bis zum Jahr 2009 (Ende der Konvergenzphase) an den landesweiten Basisfallwert angepasst.

A 2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der erfolgreiche Geschäftsverlauf 2007 ist mit einem Umsatz von 11.032 T€ konstant erfreulich. Dabei entwickelten sich die stationären Umsatzerlöse in der Fachabteilung Orthopädie mit einem Rückgang von rd. 297 T€ oder minus 5,5 % gegenüber Vorjahr, die Chirurgie mit einem Wachstum von rd. 102 T€ oder plus 2,7 %.

A 3 Entwicklung der Krankenhausleistungen

Im Vergleich zum Vorjahr wurden in 2007 stationär 160 Patienten weniger behandelt; die Patientenzahl beläuft sich auf 3.893 und liegt damit weiterhin über dem Niveau des Jahres 2005. Die Verweildauer ist aufgrund des Leistungsrückganges in der Orthopädie von 4,92 in 2006 auf 4,60 in 2007 gesunken. Die Berechnungstage belaufen sich auf 18.154 und sind im Vergleich zum Vorjahr (19.930) ebenfalls zurückgegangen.

A 4 Geschäftsergebnis

Das Jahresergebnis 2007 lag mit 966 T€ unter dem Vorjahr (Verminderung um 722 T€). Das Ergebnis vor Abschreibungen, neutralen Aufwendungen und Erträgen sowie Zinsen und Steuern (EBITDA) beläuft sich in 2007 auf 1.385 T€ und das EBIT auf 1.166 T€. Auf Abschnitt A 6 wird hingewiesen.

A 5 Beschaffung

In der Materialbeschaffung hat sich der Medizinische Sachbedarf mit 1.773 T€ um 274 T€ nach unten entwickelt. Hintergrund ist die Leistungsreduktion in der Orthopädie, die im Vergleich zur Chirurgie mit einer weitaus höheren Materialintensität (Implantate, Nahtmaterial, OP-Bedarf usw.) einhergeht. Die fremd bezogenen Leistungen sind auf nahezu gleichem Niveau geblieben und belaufen sich auf 1.242 T€. Wasser, Energie und Brennstoffe sind trotz der branchenspezifischen Verteuerung auf dem Vorjahresniveau geblieben, da der Verbrauch auch aufgrund einer milden Witterung nach unten gegangen ist.

A 6 Investition

Das Investitionsvolumen belief sich im laufenden Geschäftsjahr auf 1.617 T€ und hat sich im Vergleich zum Vorjahr damit mehr als verdreifacht. Die wesentlichen Zugänge im Anlagevermögen sind:

- Osmoseanlage zur Wasseraufbereitung 12 T€,

- Medizintechnische Geräte und OP-Tisch 46 T€,

- Krankenbetten 90 T€

- Empfangstresen orthopädische Ambulanz 26 T€ sowie

- Anlagen im Bau mit einem Betrag von 1.407 T€.

Die Anlagen im Bau betreffen im Januar 2008 abgeschlossene Baumaßnahmen zur Aufstockung der Station B und des OP-Traktes sowie zur Neueinrichtung einer orthopädischen Ambulanz einschließlich Installation eines Personenaufzuges.

Im Zuge der Gebäudeerweiterungen wurden ebenfalls umfangreiche Sanierungsmaßnahmen insbesondere an der Außenfassade vorgenommen, die das Jahresergebnis insgesamt in Höhe von rd. 1 Mio. € belastet haben.

A 7 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Im Geschäftsjahr 2007 wurde bei der Volksbank Bad Oeynhausen ein Darlehen in Höhe von 1.500.000 € in Verbindung mit den umfangreichen Umbaumaßnahmen aufgenommen. Die Plankosten für diese Maßnahmen beliefen sich auf 2.500.000 €.

Das Darlehen bei der Deutschen Bank ist mittlerweile komplett getilgt . Das der Volksbank wurde planmäßig getilgt und hat zum Jahresende einen Darlehensstand von 343.750 € erreicht.

A 8 Personal- und Sozialbereich

Die Mitarbeiteranzahl von 123 zum Stichtag 31.12.2007 hat sich im Vorjahresvergleich leicht verringert. Bei der Vollkräftebetrachtung sind wir gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich geblieben. Der Personalaufwand ist von 4.381 T€ gegenüber dem Vorjahr mit 4.265 T€ moderat angestiegen. Zum einen haben sich die Gehälter der Ärzte aufgrund der Tarifabschlüsse nach oben entwickelt, zum anderen haben sich die Mitarbeiter im Funktionsdienst (OP) aufgrund von Neubesetzungen verteuert.

A 9 Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Das juristische Verfahren im Erbfall "Klüber" konnte in 2007 nicht zu Ende gebracht werden. Zur Durchsetzung des Herausgabeanspruches gegenüber der Erbschaftsbesitzerin wurde im Geschäftsjahr 2006 Klage beim Landgericht Hamburg eingereicht. Über den Herausgabeanspruch erfolgte Ende März 2008 eine außergerichtliche Verständigung. Im Ergebnis ist die Krankenhaus Tabea GmbH Eigentümerin der Wohnimmobilie, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nunmehr nur noch rd. 280.000 - 300.000 € Wert sein sollen. Die Grundbucheintragung und der Verkauf der Immobilie wird aktuell vorangetrieben.

B Darstellung der Lage

B 1 Vermögens- und Finanzlage

Die ursprünglich schlechte Vermögens- und Finanzlage hat sich weiter verbessert. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist zum Ende des Berichtsjahres erstmals positiv. Es wird weiterhin an einer gesunden Eigenkapitalquote gearbeitet. Für das Jahr 2008 wird die vollständige Wiederherstellung des Stammkapitals erwartet.

Die Kapitalflussrechnung für das Jahr 2007 zeigt einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 2.075 T€, der mit 652 T€ über dem des Vorjahres liegt. Die umfangreichen Investitionstätigkeiten wurden überwiegend aus der Aufnahme eines zusätzlichen Kredites finanziert, konnten aber auch soweit sie den Instandhaltungsbereich umfassten, aus den erzielten Mitteln der laufenden Geschäftstätigkeit bedient werden. Die bestehenden Kredite wurden daraus ebenfalls planmäßig getilgt.

Die Finanzmittel haben sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 1.653 T€ erhöht.

B 2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten nach dem deutlichen Anstieg des Vorjahres um rd. 37 % im Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau gehalten werden Die betriebliche Rentabilität (normalisiertes Betriebsergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist im Wesentlichen aufgrund der überproportionalen Aufwendungen für die Sanierung des Gebäudes von 15,9 % auf 10,6 % gefallen. Die Gesamtkapitalrentabilität (Jahresergebnis vor Zinsaufwendungen im Verhältnis zum durchschnittlichen Gesamtkapital) ist aus diesem Grund ebenfalls auf 17,4 % (Vorjahr: 40,9 %) gesunken.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

C 1 Voraussichtliche Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2008 wird die positive Entwicklung aus dem Vorjahr fortgeführt bzw. weiterentwickelt. Sowohl die Chirurgie als auch die Orthopädie haben bereits heute ein weiteres Umsatzplus erzielt, wobei die Orthopädie sich deutlich positiv gegenüber dem Vorjahr entwickelt. Das letzte Jahr der Konvergenzphase wird dem Tabea-Krankenhaus noch einmal einen weiteren Umsatzzuwachs zukommen lassen, da der hausindividuelle Basisfallwert weiterhin unter dem landesweiten Basisfallwert liegt. Bei den Integrationsverträgen ist die auf Krankenkassenseite eingetretene Stagnation auch in 2008 zu beobachten. Daher sind in diesem Segment keine Umsatzzuwächse zu erwarten.

Die in 2008 geplanten Baumaßnahmen dienen auch dazu, das Umsatzvolumen zu steigern. Neben der umfangreichen Sanierung und Modernisierung der Venenambulanz wird der Eingangsbereich durch die Neugestaltung der Zuwegung an Attraktivität gewinnen.

Mit den in den vergangenen Jahren gestellten Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Krankenhauses Tabea als Fachklinik mit herausragenden medizinischen Leistungen in einem begrenzten Indikationsspektrum Orthopädie und Chirurgie sind die Voraussetzungen geschaffen, auch in einem veränderten Wettbewerbsumfeld unter DRG-Bedingungen zu bestehen. Daher blickt die Geschäftsführung mit unverändertem Optimismus auf die weiteren Entwicklungen des Jahres 2008.

C 2 Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Für die Krankenhäuser gibt es aktuell keine gesetzliche Grundlage für die Zeit nach Beendigung der Konvergenzphase in 2009. Eine Frage bewegt das Gesundheitssystem am meisten: Kommt das Einkaufsmodell und wenn ja, wie wird es ausgestaltet sein? Welche Folgen wird es auf die deutsche Krankenhauslandschaft haben? Wie kann man sich darauf vorbereiten? Diese Fragen werden bundesweit in diesem Jahr für viel Diskussionsstoff in unserer Branche sorgen. Ferner ist der Bundesfallwert in Diskussion. Da Hamburg im Moment auf Platz 5 der 16 Länder liegt, ist mit einer Absenkung zur rechnen.

Weitere Risiken können sich nach wie vor durch die anhaltende Diskussion bzgl. des Krankenhausplanes 2010 ergeben. Der aktuelle Vorschlag der Behörde sieht nach wie vor eine Teilung der Betten in Planbetten und Versorgungsbetten vor. Das Krankenhaus ist nach wie vor bemüht, eine komplette Aufnahme der Betten in den Krankenhausbedarfsplan 2010 zu erreichen. Die Entscheidung wird jedoch von der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz gefällt.

Unverändert stellt das von den Krankenkassen verfolgte Ziel, die verstärkte Umsetzung des ambulanten Operierens, sowohl im Bereich der Venenchirurgie als auch der Orthopädie, ein Umsatzrisiko dar. Die aktuelle Gesundheitsreform veranlasst die Krankenkassen, gerade dieses Leistungsprofil auf die stationäre Notwenigkeit hin, durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen, zu prüfen.

Die ursprünglich schlechte Vermögens- und Finanzlage hat sich weiterhin deutlich verbessert. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist nun im positiven Bereich. Die Liquiditätslage ist unkritisch, eine weitere Aufnahme von Fremdkapital ist nicht vorgesehen.

Hamburg, 24. Juli 2008

Krankenhaus Tabea GmbH

- Geschäftsführung -

(Prof. Dr. Dr. Kurt Salfeld)

(Renate Hirschmann)

Bilanz zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

  31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände und dafür geleistete Anzahlungen 43.174,00 51.062,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten    
einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 1.652.021,00 1.707.906,00
2. technische Anlagen 60.430,00 71.324,00
3. Einrichtungen und Ausstattungen 332.326,00 265.897,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.486.738,39 79.998,32
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte 92.998,57 106.039,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.622.492,09 1.819.526,11
III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und    
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 2.513.689,95 860.550,91
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.004,64 21.318,42
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 0,00 754.288,30
Bilanzsumme PASSIVA 7.824.874,64 5.737.910,10

PASSIVA

  31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL 212.165,52 0,00
B. SONDERPOSTEN AUS ZUWENDUNGEN ZUR    
FINANZIERUNG DES SACHANLAGEVERMÖGENS 185.146,00 151.564,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 732.425,53 877.500,00
D. VERBINDLICHKEITEN    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.843.750,00 806.250,00
2. übrige Verbindlichkeiten 4.851.387,59 3.902.596,10
Bilanzsumme PASSIVA 7.824.874,64 5.737.910,10

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2007

  2007 2006
EUR EUR
1. Rohergebnis 8.104.025,17 7.615.975,00
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -3.689.891,63 -3.579.082,40
soziale Abgaben und Aufwendungen    
b) für Altersversorgung und Unterstützung -691.423,69 -685.968,87
Zwischenergebnis 3.722.709,85 3.350.923,73
3. Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 90.742,00 98.442,00
4. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/ Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 57.160,00 40.617,13
5. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/ Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens -90.742,00 -98.442,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes -218.497,93 -190.858,75
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.429.350,18 -1.365.300,63
Zwischenergebnis 1.132.021,74 1.835.381,48
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 74.068,47 3.973,77
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -144.871,59 -125.631,02
- davon für Betriebsmittelkredite: EUR -144.871,59 (Vj.: EUR - 125.631,02)    
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.061.218,62 1.713.724,23
11. Steuern -94.764,80 -24.777,29
12. Jahresüberschuss 966.453,82 1.688.946,94

Anhang für das Geschäftsjahr 2007

A Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Aufstellung des Jahresabschlusses 2007 erfolgte unter der Prämisse des going concern nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die Gesellschaft betreibt das Krankenhaus Tabea in Hamburg in gepachteten Räumen. Als Krankenhaus im Sinne von § 2 KHG unterliegt die Gesellschaft bezüglich ihrer Rechnungslegung den speziellen Vorschriften der Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV).

Die Gesellschaft hat als mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 1 und Abs. 2 HGB den Jahresabschluss generell nach den §§ 264 ff. HGB aufzustellen. Sie hat für die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anlagennachweises § 1 Abs. 3 KHBV angewendet. Die aufgeführten Teile des Jahresabschlusses sind deshalb, abweichend von den Gliederungsvorschriften der §§ 266, 268 Abs. 2 und 275 HGB, entsprechend den Anlagen 1 bis 3 der KHBV gegliedert.

Aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 1 Abs. 3 KHBV hat die Gesellschaft den Abschluss nach HGB und den Abschluss nach KHBV in einem Jahresabschluss zusammengefasst. Der zusammengefasste Jahresabschluss wurde somit nach den Rechnungslegungsvorschriften der KHBV unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung der §§ 242 bis 256 und 264 bis 288 HGB sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

B Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (§§ 252 bis 256 HGB) unter Berücksichtigung der speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 269 bis 274, 279 bis 283 HGB) sowie der Sondervorschriften für Krankenhäuser (KHBV) vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (lineare und degressive Abschreibungsmethode), entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer bewertet. Die im Geschäftsjahr und im Vorjahr vorgenommenen Mietereinbauten werden über einen Zeitraum von dreiunddreißig Jahren abgeschrieben. Die Einrichtungen und Ausstattungen werden in Zeiträumen von drei bis dreizehn Jahren abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet, Bestandsrisiken wurden angemessen berücksichtigt. Für den Bestand an medizinischem Bedarf der Stationen wurde 2005 ein Festwert gebildet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Ungewisse Verpflichtungen wurden durch die Bildung von Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ausreichend berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungswert ausgewiesen.

C Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens und die Entwicklung der kumulierten Anschaffungskosten und Abschreibungen des Anlagevermögens in 2007 sind in der Anlage zum Anhang in einem Anlagennachweis gemäß KHBV dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Nutzungsrechte für Software.

Die Vorräte enthalten im Wesentlichen Artikel des medizinischen Bedarfs.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Der Sonderposten für Zuwendungen aus Fördermitteln nach dem KHG wurde gem. § 5 Abs. 3 KHG gebildet.

In der Bilanz werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1,401 T€ ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag werden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 3.123 T€ und mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von 31 T€ ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Grundschuld in Höhe von 500 T€ gesichert. Dabei handelt es sich um eine Grundschuld auf eine gemietete Immobilie.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind Verbindlichkeiten in Höhe von 1.360 T€, von den sonstigen Verbindlichkeiten ein Betrag in Höhe von 1.926 T€ rangrücktrittsbehaftet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 70 T€, die aus der Abschreibung von Forderungen resultieren.

Neben einem Pachtvertrag, der ab dem 1. August 2002 fest auf eine Dauer von 20 Jahren abgeschlossenen wurde und aus dem eine jährliche Pacht von 360 T€ zu zahlen ist, bestehen am Bilanzstichtag die folgenden finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

2008 36 T€
2009 35 T€
2010 30 T€
2011 29 T€
2012 29 T€
2013 27 T€

D Sonstige Angaben

Geschäftsführer sind Herr Prof. Dr. Dr. Kurt Salfeld und Frau Renate Hirschmann. Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wir in Anwendung auf die Ausnahmevorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt 125 Mitarbeiter (Vj. 127 Mitarbeiter)

 

Hamburg, 24. Juli 2008

(Prof. Dr. Dr. Kurt Salfeld) Geschäftsführung

(Renate Hirschmann) Geschäftsführung

Der Jahresabschluss 2007 wurde am 25. Juli 2008 festgestellt.

Anlagennachweis zum 31. Dezember 2007

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand     Stand
01.01.2007 Zugänge Abgänge 31.12.2007
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
und dafür geleistete Anzahlungen 178.628,82 6.160,00 3.132,00 181.656,82
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten        
einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 4.998.489,15 0,00 0,00 4.998.489,15
2. technische Anlagen 380.155,60 11.670,77 0,00 391.826,37
3. Einrichtungen und Ausstattungen 2.300.782,27 192.429,16 63.735,83 2.429.475,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 79.998,32 1.406.740,07 0,00 1.486.738,39
  7.938.054,16 1.617.000,00 66.867,83 9.488.186,33
  Wertberichtigungen Buchwerte
Stand     Stand Stand Stand
01.01.2007 Zugänge Abgänge 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
und dafür geleistete Anzahlungen 127.566,82 14.048,00 3.132,00 138.482,82 43.174,00 51.062,00
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten            
einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 3.290.583,15 55.885,00 0,00 3.346.468,15 1.652.021,00 1.707.906,00
2. technische Anlagen 308.831,60 22.564,77 0,00 331.396,37 60.430,00 71.324,00
3. Einrichtungen und Ausstattungen 2.034.885,27 126.000,16 63.735,83 2.097.149,60 332.326,00 265.897,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 1.486.738,39 79.998,32
  5.761.866,84 218.497,93 66.867,83 5.913.496,94 3.574.689,39 2.176.187,32

Vorstehender Jahresabschluss wurde unter Inanspruchnahme der gesetzlichen Erleichterungen bei der Offenlegung sowie den rechtmäßig nachgeholten Aufstellungserleichterungen aus dem vollständigen Jahresabschluss abgeleitet. Dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers erteilt:

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der Krankenhaus Tabea GmbH, Hamburg, als Krankenhausträgergesellschaft, der zugleich der Jahresabschluss des Krankenhauses Tabea nach KHG ist, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Krankenhausträgergesellschaft, der zugleich die Lage des Krankenhauses darstellt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Durch § 29 HmbKHG wurde der Prüfungsgegenstand erweitert. Die Prüfung erstreckt sich daher auch auf die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und des Rechnungswesens, die wirtschaftlichen Verhältnisse und auf die zweckentsprechende, sparsame und wirtschaftliche Verwendung der Fördermittel nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 HmKHG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Krankenhausträgergesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung, eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung, über den Lagebericht sowie über den erweiterten Prüfungsgegenstand abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und § 29 HmbKHG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass hinreichend sicher beurteilt werden kann, ob die Anforderungen, die sich aus der Erweiterung des Prüfungsauftrags nach § 29 HmbKHG ergeben, erfüllt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Krankenhauses und der Krankenhausträgergesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Krankenhauses und der Krankenhausträgergesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung, des Rechnungswesens sowie der wirtschaftlichen Verhältnisse und der zweckentsprechenden, sparsamen und wirtschaftlichen Verwendung der öffentlichen Fördermittel nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 HmKHG hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Minden, 25. Juli 2008

Brockmeier, Dr. Hofmann + Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Heinz Dieter Brockmeier) Wirtschaftsprüfer

(Carsten Meyer) Wirtschaftsprüfer

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