Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 204329
Eingetragen
18.6.2013
Branche
Haltung von MilchkühenHerstellung von Futtermitteln für NutztiereHaltung von sonstigen Rindern
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und das Betreiben einer Milchviehhaltungsanlage.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörn Kriesmann
seit 18.6.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
50.00%
46.30%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

49453 Barver
13.500 €
50.00%
49453 Barver
12.500 €
46.30%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Barver Landmilch GmbH

Barver

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Barver Landmilch GmbH, Barver

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Barver Landmilch GmbH ist ein familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen mit Sitz in 49453 Barver (Landkreis Diepholz), das Milchviehhaltung betreibt. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2013 gegründet. Die Inhaberfamilie Kriesmann hat in den letzten Jahrzehnten aus kleinsten Anfängen den landwirtschaftlichen Familienbetrieb konsequent und zielstrebig immer weiter ausgebaut. Der Betrieb umfasst heute deutlich mehr als tausend Kühe. Neben der Inhaberfamilie um Jörn Kriesmann beschäftigt das Unternehmen im Durchschnitt 25 Mitarbeiter, die im Wesentlichen im Melkbetrieb eingesetzt sind.

Die Barver Landmilch GmbH gehört zu einem Firmenverbund der Inhaberfamilie Kriesmann in Barver. Zwischen diesen nahestehenden Unternehmen, die den gleichen Kreis von Anteilseignern haben, bestehen umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Es handelt sich bei den Geschäften um Einkauf- und Verkaufsgeschäfte bezüglich der Vorräte der Gesellschaft, um Verkaufsgeschäfte über Energie, um Mietbeziehungen sowie um Darlehensbeziehungen und Verrechnungen.

2. Forschung und Entwicklung

Originäre Forschung und Entwicklung findet im Unternehmen nicht statt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. (Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden).

In der Milchwirtschaft ging der Jahresumsatz 2023 leicht zurück - bleibt aber mit 36,4 Milliarden Euro auf einem überdurchschnittlichen Niveau: Dieser Wert bedeutet zwar ein Minus von 2,1 Milliarden Euro (minus sechs Prozent) im Vergleich zum Jahr zuvor, markiert aber zugleich den zweithöchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Inlands- und Auslandsumsatz sanken dabei ungefähr gleichermaßen. Insgesamt sind aktuell schätzungsweise mehr als 46.000 Mitarbeitende in der Milchwirtschaft beschäftigt (Pressemitteilung vom 17. Januar 2024 des Ernst & Young, Hannover).

Die Preisentwicklung für konventionell erzeugte Kuhmilch im Gebiet Niedersachsen/Bremen für die Jahre 2022 und 2023 geht aus der folgenden Grafik hervor:

Preise für konventionell und konventionell und biologisch erzeugte Kuhmilch

(Quelle: https://www.bmel-statistik.de/preise/milchpreis-milchmenge).

Der Verlauf der Kurven verdeutlicht den enormen Anstieg der Milchpreise im Laufe des Jahres 2022 und die gegenläufige Entwicklung im Jahr 2023. In dem Geschäftsjahr der Gesellschaft vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 können die Milchpreise somit als durchgängig hoch bezeichnet werden.

Am Milchmarkt kam es vor allem in der ersten Jahreshälfte von 2023 zu deutlichen Preisrücknahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ausschlaggebend war eine verhaltene Nachfrage, die auf ein umfangreiches Angebot traf. Mit dem hohen Rohstoffaufkommen ging eine entsprechend große Warenverfügbarkeit einher. Das blieb an den Produktmärkten aufgrund des eingeschränkten Kaufinteresses an Industrieware sowie im Exportbereich nicht ohne Folgen. Zudem sorgten die hohen Verbraucherpreise bei vielen Molkereiprodukten insbesondere in den ersten beiden Quartalen für eine gedämpfte Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel. Erst mit den teils erfolgten Absenkungen der Verbraucherpreise kam der private Konsum ab Sommer in Schwung. Dies galt vor allem für Käse und Butter (Beitrag "Späte Erholung am Milchmarkt 2023" von AMI Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH am 22.12.2023).

2. Geschäftsverlauf

Die Barver Landmilch GmbH konnte im Vergleich zum Vorjahr sowohl die Umsatzerlöse als auch den Gewinn steigern. Die Umsatzrendite hat sich leicht verschlechtert. Diese Entwicklung ist insbesondere den gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen geschuldet. Sowohl die Materialaufwendungen, als auch die Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr absolut gestiegen. Die Materialaufwandsquote hat sich relativ jedoch verbessert.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit der Planung eines Neubaus einer Fahrsiloanlage und der Planung der Errichtung einer Futterkomponentenlagerhalle begonnen.

Die EK-Quote ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozentpunkte gestiegen und beträgt zum Ende des Geschäftsjahres am 30.06.2023 36%. Diese Entwicklung ist neben dem guten Jahresergebnis auch dem restriktiven Auschüttungsverhalten geschuldet.

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2022/23 zufrieden.

3. Lage

a) Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:

2022/2023 2021/2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 21.675 16.794 4.881
Gesamtleistung 21.711 16.879 4.832
Rohertrag 6.933 5.252 1.680
Sonstige betriebliche Erträge 83 252 169
Betriebliche Aufwendungen 3.333 2.151 1.182
Finanzergebnis - 177 - 186 9
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.117 186 2.303
Jahresergebnis 1.380 1.115 265

Das Jahresergebnis des Unternehmens betrug im Geschäftsjahr 2023 1.380 T€ und konnte damit das Vorjahr 2021/22 übertreffen. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Bereich des Verkaufs von Milch erwirtschaftet. Geographisch verteilen sich die Umsatzerlöse mit 96 % auf das Inland und mit 4 % auf das Ausland.

Die Materialaufwandsquote konnte im Vorjahresvergleich verbessert werden. Ebenso konnte der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr um 1.849 T€ erhöht werden.

b) Finanzanlage

Dem erneut guten Ergebnis des Geschäftsjahres geschuldet, entwickelte sich auch die Finanzlage der Barver Landmilch GmbH positiv. Die Verpflichtungen gegenüber unseren Finanzpartnern konnten erfüllt werden. Verbindlichkeiten werden in der Regel fristgerecht und unter Abzug von Skonto beglichen. Im operativen Geschäft werden die Kundenforderungen durch ein konsequentes und effektives Forderungsmanagement im Unternehmen bearbeitet.

Der Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die vollständig aus Darlehen bestehen, konnte im Geschäftsjahr um 1.483 T€ gesenkt werden. Die Reduktion entspricht der Tilgung der Darlehen. Die Gesellschaft verfügt über einen Gesamtrahmenkredit bei der Hausbank, der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz in Höhe von 600 T€. Die Kreditlinie wurde zum Stichtag 30.06.2023 nicht in Anspruch genommen.

2022/2023 2021/2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Warenbestand 2.308 2.248 59
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 846 953 107
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.102 1.057 45
Working Capital 2.052 2.145 92

c) Vermögenslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Vermögenslage im Vorjahresvergleich:

2022/2023 2021/2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen 5.664 6.256 592
Umlaufvermögen ink. RAP 8.796 11.803 3.008
Aktiva 14.460 18.060 3.600
Eigenkapital 5.162 3.782 1.380
Rückstellungen 568 277 291
Verbindlichkeiten 8.729 14.104 5.375
Passiva 14.460 18.163 3.703

Die Bilanzsumme der Barver Landmilch GmbH hat sich zum Bilanzstichtag von 17.106 T€ um 2646 T€ auf 14.460 T€ verringert.

Die Barver Landmilch GmbH gehört zu einem Firmenverbund der Inhaberfamilie Kriesmann in Barver. Zwischen diesen nahestehenden Unternehmen, die den gleichen Kreis von Anteilseignern haben, bestehen umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Personen werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Zum Stichtag 30.06.2023 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen innerhalb dieses Firmenverbundes miteinander aufgerechnet. Diese Aufrechnung hat zu einer wesentlichen Reduzierung von Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb der Kriesmann- Gruppe und damit zu einem Rückgang von Forderungen gegen nahestehende Personen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen geführt und somit eine Bilanzverkürzung bei der Barver Landmilch GmbH bewirkt.

Auf der Aktivseite haben sich folgende Änderungen ergeben: Die Reduktion des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen. Im Geschäftsjahr bestand sowohl ein Abgang als auch ein Zugang zu dem Erdgaskraftwerk.

Auf der Passivseite hat sich, wie bereits geschildert, das Eigenkapital um 1.381 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt bei 36 % (VJ: 22 %).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gesellschaft bedeutsame Leistungsindikatoren sind der Cash Flow im engeren Sinne und die Eigenkapitalquote (bilanzielles Eigenkapital im Verhältnis zu der Bilanzsumme).

Der Cash Flow im engeren Sinne (Jahresüberschuss + Abschreibungen) beträgt im aktuellen Geschäftsjahr 1.964 T€ und konnte somit im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 296 T€ gesteigert werden.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der vollständigen Gewinnthesaurierung auf 36 % (Vorjahr 22 %) gestiegen. Absolut beträgt das Eigenkapital 5,2 Mio. €.

III. Prognosebericht

Die Konjunktur-Prognosen für Deutschland sehen aktuell eher schlecht aus - und werden in jüngster Zeit noch pessimistischer. Zuletzt senkten die Bundesregierung und die EU-Kommission ihre Konjunktur-Prognose auf nur noch 0,2 und 0,3 Prozent Wirtschaftswachstum.

Auch die Ökonomen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehen bislang davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,3 Prozent wächst. Die Prognose hat sich damit halbiert. Noch im November des vergangenen Jahres waren die Fachleute davon ausgegangen, dass die deutsche Wirtschaft 2024 um 0,6 Prozent wächst.

Nach wie vor bestehen hohe Risiken wie der Verlauf des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die im Vergleich zum Vorkrisenniveau anhaltend hohen Zinsen und Energiekosten.

Die Prognosen für den Milchmarkt sehen dagegen zurzeit positiv aus. Die Nachfrage nach Butter und Schnittkäse steigen und die Marktindikatoren weisen auf steigende Erzeugerpreise hin. Die Entwicklung ist unter anderem abhängig von der Kaufkraft im Inland und der Exportnachfrage und es bleibt fraglich, ob die Prognose und Indikatoren stabil und nachhaltig sind. Die Erzeugerpreise für konventionelle Rohmilch haben derzeit den Aufwärtstrend zum Ende des Jahres 2023 fortgesetzt.

Jedoch ist auch die Milchproduktion von der Umstellung des deutschen Lebensmitteleinzelhandels auf Produkte aus den Haltungsformen 4 und 5 bis zum Jahr 2030 betroffen. Zudem sorgt der fortschreitende Strukturwandel in der Landwirtschaft innerhalb der Molkereibranche für einen steigenden Wettbewerb um den Rohstoff Milch, sodass Werkschließungen bei den deutschen Molkereien und ein Rückgang der Investitionen die Folge sein können (Pressemitteilung vom 17. Januar 2024 des Ernst & Young, Hannover).

Solange das Absatzniveau fortgesetzt werden kann und keine Verschlechterung der Rahmenbedingungen (z.B.: VK-Preissenkungen) eintreten, erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine positive, aber moderate Entwicklung der Umsatzerlöse. Dabei wird erwartetet, dass die Material- und sonstigen Aufwendungen weiter ansteigen.

Es wird erwartet, dass der Jahresüberschuss im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 zwar niedriger ausfallen, jedoch auf einem ausreichend stabilen Niveau verbleiben wird. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich aus höheren Personalaufwendungen sowie einer steigenden Aufwandsquote bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (insbesondere Energie) ergeben.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Volatilität im Ernährungsbereich nimmt gerade im Jahr 2022 massiv zu, bei stark steigenden Energiekosten und Veränderungen im Verbraucherverhalten. Diese Risiken und Herausforderungen werden durch Kostenmanagement und Umsetzung von marktgemäßen Maßnahmen gemanagt.

Hinzu kommt die Klimadebatte wie um die CO 2 -Reduzierung. Speziell für die Agrarrohstoffverarbeitende Lebensmittelbranche hat die Tierwohl-Thematik stark an Bedeutung gewonnen, die auch die Milchwirtschaft erreicht hat. Was für viele Verbraucher ein Thema ist, treibt der Lebensmitteleinzelhandel voran.

Der Fachkräftemangel, bedingt durch den demographischen Wandel als mögliche Wachstumsbremse, macht sich außerdem stärker bemerkbar. Die Barver Landmilch GmbH stellt sich dem mit einer verstärkten Ausbildung sowie einer kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung des bestehenden Personals entgegen.

Ertragsorientierte Risiken

Die gestiegenen Energiekosten führen auch bei den privaten Haushalten zu einem Konsumrückgang. Im Zusammenhang mit den erhöhten Milchpreisen im Lebensmitteleinzelhandel, war die Nachfrage rückläufig. Aus diesen Entwicklungen ergeben sich ertragsorientierte Risiken. Die Gesellschaft ist von der konjunkturellen Entwicklung im Sinne der Kaufkraft abhängig. Zudem werden die Preise über den Markt vorgegeben, sodass die Gesellschaft auch hier einer Abhängigkeit unterliegt und damit dem Risiko des weiteren Verlaufs.

Die Milchpreise waren nach dem Anstieg im Vorjahr im Jahr 2023 rückläufig. Die Prognose für den weiteren Verlauf der Preise im Jahr 2024 sieht ein gleichbleibendes Niveau vor.

Auch die Betriebskosten stellen ein ertragsorientiertes Risiko für die Gesellschaft dar. Insbesondere der weitere Verlauf der Energiekosten ist für die Barver Landmilch GmbH von Bedeutung. Die Lage am Energiemarkt hat sich nach dem starken Anstieg im Vorjahr in 2023 wieder entspannt, ist aber noch deutlich erhöht zum Vorkrisenniveau und dem europäischen Umfeld.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die aktuelle Zinspolitik der EZB nimmt eine entscheidende Rolle bei den finanzwirtschaftlichen Risiken der Unternehmung ein. EZB-Chefin Christine Lagarde sagte dazu auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, dass Sie zwar eine Zinssenkung im Sommer für wahrscheinlich hält, warnt aber vor überzogenen Markterwartungen.

Die Barver Landmilch GmbH unterliegt diesen finanzwirtschaftlichen Risiken in einem üblichen Umfang. Bei der Neuaufnahme von Krediten werden die höheren Zinssätze festgesetzt.

Währungsrisiken, oder Risiken, die aus dem Besitz von Derivaten und anderen Wertpapieren entstehen könnten, sind nicht Gegenstand unserer Unternehmenspolitik, so dass sie für unser Unternehmen derzeit keine Rolle spielen, bzw. vernachlässigt werden können.

Risiken im Zusammenhang mit der Informationstechnologie

Die Prozesse innerhalb des Unternehmens, insbesondere auf den operativen Wertschöpfungsstufen sind hochautomatisiert und basieren auf einem umfangreichen Einsatz von Informationstechnologie. Sollte es zum Ausfall von einem oder mehreren Systemen oder von einer oder mehreren Komponenten kommen, könnte der Betriebsablauf erheblich gestört werden, was negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben könnte.

Darüber hinaus sind zielgerichtete Angriffe auf die IT-Systeme jederzeit möglich. Diese können verschiedene, schwerwiegende Folgen haben wie zum Beispiel Produktionsausfälle, Erpressung, Reparaturkosten, Datenverlust, Datenschutzverstöße, Kundenverlust oder Reputationsverlust.

Gesamtbild der Risikolage

Die Risikolage des Unternehmens hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen nicht verändert. Die ertragsorientierten Risiken im Zusammenhang mit den steigenden Energiekosten und den schwankenden Verkaufspreisen im Lebensmitteleinzelhandel, die die durchsetzbaren Preise vorgeben, sind für das Unternehmen von Bedeutung.

Derzeit bestehen keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden können.

2. Chanchenbericht

Die Barver Landmilch GmbH nutzt gezieltes Kostenmanagement und steigert die Produktionsprozesseffizienz, sodass weiterhin ein ausgewogenes Verhältnis der Gesamtkostenstruktur besteht.

So werden derzeit deutliche Erweiterungsinvestitionen in der Produktion begonnen. Mit Durchführung dieser Maßnahmen wird ein weiterer Effizienzgewinn erwartet.

Das Personal stellt für die Barver Landmilch GmbH einen wesentlichen Bestandteil dar. Die berufliche Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird mit Schulungen und Informationsveranstaltungen unterstützt.

3. Gesamtaussage

Ukrainekrieg sind die Energieversorgung und das Zinsniveau weitere Herausforderungen, die das wirtschaftliche Klima in Europa negativ beeinflussen. Die Transformation der Wirtschaft zu mehr Energieneutralität stellt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Unsicherheit dar. Die Entwicklung der Konjunktur ist von Bedeutung für Kunden und damit auch für die künftige Entwicklung der Unternehmung. Mit den von der Geschäftsführung ergriffenen Maßnahmen und den laufenden Anpassungen an die aktuellen wirtschaftlichen Konstellationen ist das Unternehmen aber gut für die Zukunft gerüstet.

V. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

 

Barver, den 22. Oktober 2024

Barver Landmilch GmbH

Geschäftsführer

Bilanz zum 30. Juni 2023

der Barver Landmilch GmbH, Barver

AKTIVA

30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.396,90 14
14.396,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.460.698,07 4.719
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.127.134,00 1.498
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.046,00 25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.189,22 0
5.650.067,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1
0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 2.307.690,00 2.248
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen nahestehende Personen 4.728.618,34 6.408
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 411.539,62 €
- davon gegen Gesellschafter 1.830.848,02 €
- davon gegen andere nahestehende Personen 2.897.770,32 €
2. Übrige Vermögensgegenstände 1.351.084,70 1.856
6.079.703,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 379.494,39 310
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 28.755,60 27
14.460.107,22 17.106

PASSIVA

30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27
II. Kapitalrücklage 1.774.108,46 1.774
III. Gewinnvortrag 1.980.884,24 866
IV. Jahresüberschuss 1.380.403,76 1.115
5.162.396,46 3.782
B. RÜCKSTELLUNGEN 568.375,39 277
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.872.434,36 8.355
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 681.600,00 €
2. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen 131.400,00 3.473
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 131.400,00 €
- davon gegenüber Gesellschaftern 30.900,00 €
- davon gegenüber anderen nahestehenden Personen 100.500,00 €
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.725.501,01 1.219
- davon aus Steuern 577.098,14 €
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.725.501,01 €
8.729.335,37
14.460.107,22 17.106

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

der Barver Landmilch GmbH, Barver

2022/2023 2021/2022
EUR EUR TEUR
Rohergebnis 6.932.514,35 5.252
1. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 717.368,99 665
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 178.943,43 896.312,42 171
2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 584.260,12 553
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.332.807,18 2.151
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.942,72 15
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 198.746,49 -176.803,77 201
6. Ergebnis vor Steuern 1.942.330,86 1.526
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 559.698,61 409
8. Ergebnis nach Steuern 1.382.632,25 1.118
9. Sonstige Steuern 2.228,49 2
10. Jahresüberschuss 1.380.403,76 1.115

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Barver Landmilch GmbH, Barver

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Allgemeine Angaben

Firma: Barver Landmilch GmbH
Sitz: Barver
Registergericht: Amtsgericht Walsrode
Nummer beim Handelsregister: HRB 204329

Der Jahresabschluss der Barver Landmilch GmbH vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist abgesehen von nachstehendem Sachverhalt beibehalten.

Angaben zur Gliederung der Bilanz nach § 265 Abs. 5 und 2 HGB

Für den Abschlussstichtag 30.06.2023 und den vorherigen Abschlussstichtag 30.06.2022 sind in der Bilanz die zusätzlichen Posten Forderungen gegen nahestehende Personen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Personen hinzugefügt worden. Nahestehende Personen sind solche im Sinne von § 285 Nr. 21 HGB. Die Vorjahresbeträge anderer Bilanzposten als die beiden neu hinzugefügten Bilanzposten sind insoweit angepasst worden, wie Teilbeträge aus den anderen Bilanzposten in die beiden neu hinzugefügten Bilanzposten umzugliedern waren.

Angaben zur Ertragslage nach § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB

Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben Geschäfte mit nahestehenden Personen im Sinne von § 285 Nr. 21 HGB stattgefunden. Bei den nahestehenden Unternehmen handelt es sich um die Gesellschafter als auch Unternehmen, an denen die Gesellschafter beteiligt sind. Es handelt sich bei den Geschäften um Einkauf- und Verkaufsgeschäfte bezüglich der Vorräte der Gesellschaft, um Verkaufsgeschäfte über Energie, um Mietbeziehungen sowie um Darlehensbeziehungen und Verrechnungen. Die Marktüblichkeit aller Geschäfte mit nahestehenden Personen braucht nach § 288 Abs. 2 HGB nicht abschließend beurteilt werden. Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Personen werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Der Saldo (Vermögen) aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber nahestehenden Personen hat zum 30.06.2022 2.935.636,14 € betragen. Zum 30.06.2023 hat dieser Saldo (Vermögen) 4.597.218,34 € betragen. Der Saldo hat sich somit im Geschäftsjahr 2022/2023 um 1.661.582,20 € erhöht. Im Ergebnis sind damit die Geschäfte mit nahestehenden Personen als zum Teil ergebniswirksamer Bestandteil in der Ertragslage der Gesellschaft enthalten.

Herstellungskosten beinhalten grundsätzlich keine Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen, für betriebliche Altersversorgung sowie keine Fremdkapitalzinsen.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. den fortgeführten niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen wurden vorgenommen, soweit der anteilige Unternehmenswert unter die Anschaffungskosten gesunken ist.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten und der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und übrige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen ausgewiesen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert worden.

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nicht geändert.

C. Angaben und Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses

1. Das Anlagevermögen entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.07.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.396,90 0,00 0,00 14.396,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.570.484,93 0,00 0,00 6.570.484,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.004.424,57 124.007,20 174.434,70 3.953.997,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.568,31 30.046,50 0,00 138.614,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 12.189,22 0,00 12.189,22
10.683.477,81 166.242,92 174.434,70 10.675.286,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 600,00 0,00 600,00 0,00
10.698.474,71 166.242,92 175.034,70 10.689.682,93
Abschreibungen
Stand 01.07.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.851.665,86 258.121,00 0,00 2.109.786,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.506.429,57 320.433,50 0,00 2.826.863,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.963,31 4.605,50 0,00 88.568,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.442.058,74 583.160,00 0,00 5.025.218,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.442.058,74 583.160,00 0,00 5.025.218,74
Buchwerte
Stand 30.06.2023 Stand 30.06.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.396,90 14.396,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.460.698,07 4.718.819,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.127.134,00 1.497.995,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.046,00 24.605,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.189,22 0,00
5.650.067,29 6.241.419,07
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 600,00
5.664.464,19 6.256.415,97

2. Forderungenspiegel

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit
unter einem Jahr über einem Jahr insgesamt
EUR EUR EUR
1. Forderungen gegen nahestehende Personen 4.317.078,72 411.539,62 4.728.618,34
2. Übrige Vermögensgegenstände 2.197.327,26 0,00 2.197.327,26
6.514.405,98 411.539,62 6.925.945,60

3. Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
unter einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre insgesamt
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 681.600,00 1.849.134,36 4.341.700,00 6.872.434,36
2. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen 131.400,00 0,00 0,00 131.400,00
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.725.501,01 0,00 0,00 1.725.501,01
2.538.501,01 1.849.134,36 4.341.700,00 8.729.335,37

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch abgesichert durch Forderungsabtretung, Sicherungsübereignung, Grundschulden und selbstschuldnerische Bürgschaften.

Verbindlichkeiten in Höhe von 1.101.538,18 € unterliegen dem im Geschäftsverkehr üblicherweise vereinbarten Eigentumsvorbehalt.

Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten in Höhe von 1.101.538,18 € branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

D. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige Rückstellungen

In den Sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 400 T€ enthalten.

2. Haftungsverhältnisse

30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR
Bürgschaften 1.950.000,00 1.950.000,00
Gewährleistungsverträge 105.000,00 105.000,00

3. Angaben nach 285 Nr. 27 HGB zu Haftungsverhältnissen

Aufgrund der stabilen Finanz- und Ertragslage des durch die Haftungsverhältnisse Begünstigten ist das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen derzeit als gering zu bewerten.

4. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Form von Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:

Fälligkeiten EUR
Fällig bis zum 30. Juni 2024 710.657,94
Fällig 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2027 455.625,00
Fällig nach dem 30. Juni 2027 301.350,00
1.467.632,94

Bei den außerbilanziellen Geschäften und sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Miet- und Pachtverträge über die Anmietung betriebsnotwendiger Vermögensgegenstände. Besondere Vorteile oder Risiken und finanzielle Auswirkungen aus diesen Geschäften ergeben sich nicht.

5. Mitarbeiterzahl

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2022/2023 beschäftigte die Barver Landmilch GmbH 25 Mitarbeiter.

6. Organe der Gesellschaft

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist:

 

Kaufmann Jörn Kriesmann, Barver

7. Organbezüge, gewährte Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse

Organbezüge

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet die Gesellschaft unter Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

b) Gewährte Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse

Der Geschäftsführung bzw. an dessen Einzelunternehmen wurden Darlehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.054.079 EUR zu einem Zinssatz von 0,5%, bzw. unverzinslich für einen Teilbetrag in Höhe von 770.028,14 EUr gewährt.

8. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu Geschäften mit nahestehenden Personen wird auf die Angaben zur Ertragslage nach § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB im Abschnitt A des Anhangs verwiesen.

9. Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresüberschuss für 2022/2023 beträgt 1.380.403,76 €.

Über die Verwendung des Jahresergebnisses liegt folgender Vorschlag vor:

 

Vortrag auf neue Rechnung.

 

Barver, den 22. Oktober 2024

Barver Landmilch GmbH

Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum vollständigen Jahresabschluss

An die Barver Landmilch GmbH, Barver

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Barver Landmilch GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Barver Landmilch GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Der gesetzlichen Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Steinfeld.den 22.10.2024

KOHL & ZERHUSEN GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

durch:

C. Zerhusen, Wirtschaftsprüferin

M. Kohl, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.06.2023 wurde am 24.10.2024 festgestellt.

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