Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 43055
Eingetragen
28.1.1977
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
der Import-Export und Handel mit Wälzlagern, insbesondere Kugellagern, sowie mit ähnlichen Industrieerzeugnissen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die mit dem Geschäftszweck im mittelbaren oder unmittelbaren Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dai Kodama
seit 17.11.2025
Geschäftsführer
Ulrich Dr. Nass
seit 29.3.2019
Geschäftsführer
Peter Höck
seit 18.10.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
NSK Europe LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NSK Deutschland GmbH

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NSK Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NSK Deutschland GmbH, Ratingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 28. Oktober 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mirzaian, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Datenverarbeitungsprogramme 5.130,33 71.801,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.025.027,49 4.961.919,24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.940,90 2.088.021,44
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 135.432,84 26.964,99
4.543.401,23 7.076.905,67
4.548.531,56 7.148.707,23
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.436.012,70 42.113.288,01
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34.759.610,99 30.889.624,72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.631.119,84 4.018.546,97
76.826.743,53 77.021.459,70
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 501.541,89 215.264,53
77.328.285,42 77.236.724,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 471.628,10 854.497,48
82.348.445,08 85.239.928,94

Passiva

31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.533.875,64 1.533.875,64
II. Kapitalrücklage 17.793.325,73 17.793.325,73
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 19.237,34 19.237,34
IV. Gewinnvortrag 1.477.996,37 1.477.996,37
20.824.435,08 20.824.435,08
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.106.654,87 3.743.930,01
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60.865,03 60.761,65
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 433.706,86 331.162,36
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.078.313,82 57.584.853,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.844.469,42 2.694.786,47
(davon aus Steuern EUR 1.441.840,73; Vorjahr EUR 2.678.329,29)
59.417.355,13 60.671.563,85
82.348.445,08 85.239.928,94

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/24

2022/23
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 279.651.292,61 319.542.215,40
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.937.525,85 1.737.648,65
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 242.113.660,83 273.690.316,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.000.516,73 5.614.066,71
247.114.177,56 279.304.383,22
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 20.513.774,76 24.857.513,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.291.155,79 3.784.966,93
23.804.930,55 28.642.480,43
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 952.698,21 1.437.632,84
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.083.465,39 3.653.970,90
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.061,81 8.146,09
8. Ergebnis nach Steuern 5.641.608,56 8.249.542,75
9. Sonstige Steuern 24.675,56 34.497,46
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 5.616.933,00 8.215.045,29
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

I. Allgemeine Angaben

Die NSK Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Ratingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HR B Reg. Nr. 43055).

Die NSK Deutschland GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. März 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist der Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des Folgejahres.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Zum 1. Dezember 2023 wurden alle Aktivitäten und Mitarbeiter im Bereich Lenkungen (European Steering Business Unit) von der NSK Deutschland GmbH an eine neu gegründete Gesellschaft, NSK Steering Systems Deutschland GmbH, Ratingen, zu einem Kaufpreis in Höhe von 2,7 Mio. € veräußert. Im Zuge der Veräußerung des Lenkungsgeschäftes wurden Anlagegüter zum Buchwert in Höhe von T€ 1.941 und 51 Mitarbeiter an die NSK Steering Systems Deutschland GmbH übertragen. Der Bereich Lenkungen hat in den ersten 8 Monaten des Geschäftsjahres bis zum 30. November 2023 einen Umsatz in Höhe von 98 T€ und im 12 Monate umfassenden Vorjahreszeitraum zum 31. März 2023 einen Umsatz in Höhe von 5,5 Mio. € erzielt. Daneben sind aus der Veräußerung des Bereichs Lenkungen aufgrund der geringen Größe im Vergleich zum übrigen Geschäft der Gesellschaft keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, welche die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresangaben wesentlich beeinflussen würde.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten neuerworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Nutzungsdauern der Sachanlagen sind wie folgt:

Grundstücke und Bauten 8 bis 50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 3 bis 23 Jahre

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von T€ 217 im Bereich der technischen Anlagen vorgenommen. Diese dauerhafte Wertminderung hatte wirtschaftliche Ursachen, die in dem geänderten wirtschaftlichen Umfeld liegen.

Zum 1. Dezember 2023 wurden von der NSK Deutschland GmbH (Verkäufer) Vermögensgegenstände und Schulden des Bereichs Lenkungen an die NSK Steering Systems Deutschland GmbH, Ratingen (Käufer), übertragen. Als Gegenleistung hat der Käufer mit dem Verkäufer einen Kaufpreis in Höhe von T€ 2.695 vereinbart.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250,00 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellkosten mehr als € 250,00 und bis zu € 1.000,00 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen wurde nicht vorgenommen. Potentiellen Ausfallrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Latente Steuern

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der NSK Europa Holding GmbH, Ratingen, als Organträgerin ist die Bildung von latenten Steuern bei unserer Gesellschaft nicht erforderlich. Der Ansatz von latenten Steuern erfolgt bei der Organträgerin.

4. Grundsätze für die Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt gebucht. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen, liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände sowie kurzfristige Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin NSK Europa Holding GmbH von T€ 34.002 (Vorjahr T€ 28.463) und bestehen aus Forderungen in Höhe von T€ 39.599 (Vorjahr T€ 36.678) aus dem Cashpooling. Hiervon wurden die Verbindlichkeiten von T€ 5.617 (Vorjahr T€ 8.215) aus Gewinnabführung für das Geschäftsjahr aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags abgezogen. Weitere Forderungen in Höhe von T€ 284 (Vorjahr T€ 2.046) bestehen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit anderen Gesellschaften der NSK Gruppe sowie T€ 494 (Vorjahr T€ 381) aus Umsatzsteuer im Rahmen der Organschaft.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen T€ 193 (Vorjahr T€ 281) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, welche im Wesentlichen Forderungen gegen Mitarbeiter betreffen.

Alle übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt DM 3.000.000,00; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von € 1.533.875,64.

Gewinnrücklagen von T€ 19 resultieren aus der Erstanwendung des BilMoG zum 1. April 2010 und beziehen sich auf die sonstigen Rückstellungen für Umzugskosten der japanischen Mitarbeiter (Final Return JAP delegates). Der Betrag wird in voller Höhe unverändert fortgeführt.

Rückstellungen

Rückstellungspflichtige unmittelbare Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 299 (Vorjahr € 292). Diese wurden mit Deckungsvermögen von T€ 299 (Vorjahr € 292) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen gelten verpfändete Rückdeckungsversicherungen wie folgt:

Verrechnete Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen/ Rückdeckungsversicherungen)
Beizulegender Zeitwert [T€] 299
Erträge (-)/ Aufwendungen im Geschäftsjahr aus dem Deckungsvermögen [T€] -7

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer.

Zum Bilanzstichtag werden die Pensionsrückstellungen mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens angesetzt (kongruent gedeckte Pensionsrückstellungen) und beide Posten miteinander saldiert, sodass zum 31. März 2024 wie im Vorjahr keine Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 7) wurden mit den Zinszuführungen (T€ 7) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Finanzergebnis saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (T€ 1.465; Vorjahr T€ 1.879), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (T€ 266; Vorjahr T€ 296), ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 99; Vorjahr T€ 127), Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 134; Vorjahr T€ 166) sowie Preisdifferenzen und Kundenboni (T€ 65; Vorjahr T€ 1.201) gebildet. Weiterhin bestehen darüber hinaus langfristige Rückstellungen für die Rücksendungskosten von entsandten japanischen Mitarbeitern. Zum 31. März 2024 beträgt diese Rückstellung T€ 81 (Vorjahr T€ 77), der Zinsanteil beträgt T€ 2 (Vorjahr T€ 2).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind, ausgenommen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, nicht besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter liegen wie im Vorjahr nicht vor.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Nach Tätigkeitsbereichen

2023/24 2022/23
T€ T€
Wälzlager für industrielle Anwendungen 130.739 150.277
Wälzlager für Automobile Anwendungen 128.348 140.474
Lenkungen 98 5.550
Sonstige Intercompany Weiterbelastungen 20.467 23.241
279.652 319.542

Nach geographisch bestimmten Märkten

2023/24 2022/23
T€ T€
Inland 189.825 228.125
EU 42.606 41.245
Drittland 47.221 50.172
279.6520 319.542

Die Umsatzerlöse im Vorjahr beinhalten Erträge in Höhe von Mio. € 2.4, die Vorjahre betreffen und insofern periodenfremd sind und zudem Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung darstellen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 827 (Vorjahr T€ 936). Davon entfallen T€ 418 auf Lohnsteuererstattungen aus Vorjahren für japanische Mitarbeiter (Vorjahr T€ 555), T€ 90 auf Auflösungen von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (Vorjahr T€ 48) und T€ 319 auf Auflösungen von Rückstellungen (Vorjahr T€ 333).

Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 346 (Vorjahr T€ 95) enthalten.

Sonstige Posten

Der Personalaufwand enthält in Höhe von T€ 361 Aufwendungen für Altersversorgung (Vorjahr T€ 369).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine nennenswerten periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind mit T€ 275 (Vorjahr T€ 335) enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen wurden Erträge (T€ 7) aus dem Deckungsvermögen mit den Zinszuführungen (T€ 7) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren seit Beginn des Geschäftsjahres 2023/2024:

Dr. Ulrich Nass, Ingenieur, Mülheim a.d.R., CEO Europe, Member of the Board of Directors der NSK Europe Ltd.

Michio Komaba, Kaufmann, Düsseldorf, Deputy Head of all Europ.Operations, Member of the Board of Directors der NSK Europe Ltd.

Im Geschäftsjahr haben nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Arbeitnehmer

Die Anzahl der Mitarbeiter wurde insbesondere durch den Übergang der Mitarbeiter aus dem Bereich Lenkungen in die NSK Steering Systems Deutschland GmbH, Ratingen und im Rahmen des Programms: "Voluntary Leave" reduziert, was insbesondere in den Bereichen Verkauf und Technik zu einem deutlichen Rückgang der Belegschaft führte. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach Gruppen ist wie folgt:

Durchschnitt
2023/24 2022/23
Verkauf 76 114
Verwaltung 26 27
Technik 91 117
193 258

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T €
-aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 2.049 1.213 826 10
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Verwaltungsgebäude in Wolfsburg und Stuttgart zzgl. der Wohnungen für an NSK Deutschland entsendete Mitarbeiter sowie den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung und deren Angehörige. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

Zusammenfassung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen nach Geschäftsarten:

Art der Beziehung direktes sowie alle übergeordneten Mutterunternehmen übrige verbundene Unternehmen
Art des Geschäfts
in T €
Käufe von Vermögensgegenständen 242.114 -
Verkäufe von Vermögensgegenständen - -
Bezug von Dienstleistungen 1.325 687
Erbringung von Dienstleistungen 17.594 1.543
Aufwendungen aus Ergebnisabführung 5.617 -

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt T€ 122.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die NSK Deutschland GmbH ist ein Unternehmen des NSK-Konzerns und ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der NSK Europa Holding GmbH, Ratingen, und eine mittelbare Tochtergesellschaft der NSK Ltd., Japan. Der Jahresabschluss der NSK Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der NSK Europe Ltd, Maidenhead/Großbritannien, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. NSK Ltd. Japan stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in dem die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der NSK Ltd., Japan ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electronic Disclosure for Investor's NETwork) unter der Nummer E01600 veröffentlicht.

Gewinnverwendung

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der NSK Europa Holding GmbH, Ratingen, wurde der sich ansonsten ergebende Gewinn für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 von T€ 5.617 (Vorjahr T€ 8.215) an die NSK Europa Holding GmbH abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter wurde erfasst bzw. ist von dieser Verbindlichkeit übersteigenden Forderungen gegen die Gesellschafterin abgesetzt.

 

Ratingen, den 24. Oktober 2024

NSK Deutschland GmbH

Dr. Ulrich Nass, Geschäftsführer

Michio Komaba, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Datenverarbeitungsprogramme 2.361.156,16 0,00 1.252.743,85 0,00 1.108.412,31
2.361.156,16 0,00 1.252.743,85 0,00 1.108.412,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 16.466.592,81 0,00 740.372,83 0,00 15.726.219,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.072.779,54 166.252,51 6.097.784,49 18.541,15 2.159.788,71
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.964,99 127.009,00 0,00 -18.541,15 135.432,84
24.566.337,34 293.261,51 6.838.157,32 0,00 18.021.441,53
26.927.493,50 293.261,51 8.090.901,17 0,00 19.129.853,84
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Datenverarbeitungsprogramme 2.289.354,60 37.816,81 1.223.889,43 1.103.281,98
2.289.354,60 37.816,81 1.223.889,43 1.103.281,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.504.673,57 513.187,73 316.668,81 11.701.192,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.984.758,10 401.693,67 4.609.603,96 1.776.847,81
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
17.489.431,67 914.881,40 4.926.272,77 13.478.040,30
19.778.786,27 952.698,21 6.150.162,20 14.581.322,28
Buchwerte
31.03.2024 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Datenverarbeitungsprogramme 5.130,33 71.801,56
5.130,33 71.801,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.025.027,49 4.961.919,24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.940,90 2.088.021,44
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 135.432,84 26.964,99
4.543.401,23 7.076.905,67
4.548.531,56 7.148.707,23

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. NSK-Gruppe

Die NSK-Gruppe ist ein internationales Technologieunternehmen, mit Hauptsitz in Japan. Sie ist tätig in den Märkten Industrietechnik und Automobilzulieferung. Der Bereich Industrietechnik umfasst alle Arten von Wälzlagern, Linearsysteme, Spindeln und Kugelgewindetriebe. Die Automotive-Sparte bietet Lager für automobile Anwendungen, Komponenten für Bremssysteme und, bis zum 30. November 2023, manuelle sowie elektronisch unterstützte Lenksysteme an.

1.2. Rechtliche Struktur

Die NSK Deutschland GmbH ist die deutsche Vertriebsgesellschaft und Teil der NSK-Gruppe in Europa. Der Sitz der europäischen Muttergesellschaft, der NSK Europe Ltd. ist in Maidenhead, Großbritannien. Die oberste Konsolidierungsebene des Konzerns ist die NSK Ltd. mit Sitz in Tokyo, Japan.

Der Sitz der NSK Deutschland GmbH befindet sich in Ratingen, ein Verkaufsbüro existiert in Wolfsburg. Unsere Verkaufs- und Entwicklungsabteilung in Leinfelden-Echterdingen wurde mit der Abspaltung des Lenkungsgeschäftes zum 30. November 2023 aufgegeben.

Zum 1. Dezember 2023 wurden alle Aktivitäten und Mitarbeiter im Bereich Lenkungen (European Steering Business Unit) von der NSK Deutschland GmbH an eine neu gegründete Gesellschaft, NSK Steering Systems Deutschland GmbH, Ratingen, zu einem Kaufpreis in Höhe von 2,7 Mio. € veräußert. Im Zuge der Veräußerung des Lenkungsgeschäftes wurden Anlagegüter zum Buchwert in Höhe von T€ 1.941 und 51 Mitarbeiter an die NSK Steering Systems Deutschland GmbH übertragen. Der Bereich Lenkungen hat in den ersten 8 Monaten des Geschäftsjahres bis zum 30. November 2023 einen Umsatz in Höhe von 98 T€ und im 12 Monate umfassenden Vorjahreszeitraum zum 31. März 2023 einen Umsatz in Höhe von 5,5 Mio. € erzielt. Daneben sind aus der Veräußerung des Bereichs Lenkungen aufgrund der geringen Größe im Vergleich zum übrigen Geschäft der Gesellschaft keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, welche die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresangaben wesentlich beeinflussen würde.

1.3. Unternehmensstruktur

Die NSK Deutschland GmbH ist organisatorisch und wirtschaftlich weitestgehend in die NSK Europe Gruppe eingebunden. In dieser Gruppe übernimmt die NSK Europe Ltd. (UK) die Funktion der Prinzipalgesellschaft. Die NSK Deutschland GmbH fungiert als Vertriebsgesellschaft für Produkte der NSK-Gruppe für den deutschsprachigen Raum, Skandinavien und Teilen von Benelux. Sie erbringt darüber hinaus Serviceleistungen an die Prinzipalgesellschaft in den Bereichen F&E sowie Backoffice- und Managementfunktionen.

Die operativen Bereiche der NSK-Gruppe teilen sich in die drei Geschäftsbereiche Wälzlager für industrielle Anwendungen inklusive Linearprodukte, Wälzlager für automobile Anwendungen und Lenksysteme (bis 30.November 2023). Diese Bereiche sind europaweit organisiert und umfassen im Wesentlichen die Aufgaben Beschaffung, Produktion, Anwendungstechnik, Logistik und Vertrieb.

In ihren Kernaufgaben unterstützt werden diese, durch die Servicebereiche (Functions) Finanzen, Datentechnologie, Forschung und Entwicklung, Qualität sowie Produktion und Beschaffung. Die Verantwortung für Produktentwicklung und Fertigungstechnologie liegen bei der Muttergesellschaft in Japan. Unterstützt durch technische Organisationsbereiche in Europa, die über unser europäisches HQ in Großbritannien koordiniert werden.

Die Hauptprodukte der einzelnen Geschäftsbereiche sind:

EIBU (European Industrial Business Unit): Kugellager, Hochgenauigkeitslager, Rollenlager, Pendel-, Zylinder-, Kegelrollenlager, Axiallager, Gehäuselager, Lager für (Elektro-)Motoren und Nebenaggregate, Linearkomponenten, Kugelgewindetriebe und anwendungsspezifische Produkte.

EABU (European Automotive Business Unit): Radlagereinheiten, Getriebelager, Elektromechanische Actuatoren (Power Break) sowie das Ersatzteilgeschäft.

ESBU (European Steering Business Unit): Elektrische Servolenkungen EPS, manuell einstellbare Lenksäulen, Steer By Wire Produkte, Lenkgetriebe. Zum 1. Dezember 2023 wurden alle Aktivitäten und Mitarbeiter im Bereich Lenkungen an eine neu gegründete Gesellschaft, NSK Steering Systems Deutschland GmbH, veräußert.

1.4. Märkte

1.4.1. Automotive und Lenkungen

Die Unternehmensbereiche Automotive und Lenksysteme sind in einer Branche tätig, die stärkeren zyklischen Schwankungen unterliegt. Seit der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 und der Krise durch die Bekämpfung von Covid 19, der Lieferkettenprobleme bei Halbleitern in den Jahren 2020-22 sowie dem aktuellen Krieg in Europa hat sich neben der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung auch die strukturelle Unsicherheit deutlich erhöht. Zyklen und Serienabrufe sind weniger vorhersehbar und einzelne Ereignisse nehmen stärkeren Einfluss auf den Verlauf der global vernetzten Wirtschaft.

Weltwirtschaftlich ist das Wachstum in China weiterhin gebremst, die Klimadebatte, geopolitische Unsicherheiten sowie seit Anfang 2022 starke Kostenschwankungen bei Rohstoffen und Energie, sowie Sanktionen und Zollkonflikte sind weitere Faktoren, die dauerhaft das globale Wachstum bremsen.

Die Nachfrage nach Produkten der Sparte Automotive ist eng verknüpft mit der technologischen Entwicklung der Automobilbranche, die neben dem technologischen Fortschritt, und neuen Entwicklungen in der Antriebstechnik (e-Mobilität) stark von gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Des Weiteren nehmen Kraftstoffpreise, Konsumverhalten und alternative Mobilitätskonzepte einen Einfluss auf die Marktentwicklung.

Der wichtigste Treiber für die Automobilzuliefererindustrie ist die Entwicklung der Produktionszahlen von Pkw, die auch von weiteren branchenunabhängigen Faktoren, wie gesamtwirtschaftliche Situation, demografische Entwicklung, disponibles Einkommen der Haushalte und Kundenpräferenzen im Hinblick auf die Form von Mobilität abhängig ist.

Neben diesen klassischen und den geopolitischen Einflussfaktoren sind es die Trends zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs (CO 2 -Reduktion) sowie die Richtung und Geschwindigkeit der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien, wie z.B. Elektro-, Hybrid oder Wasserstoffmotoren, die Einfluss auf den Geschäftsverlauf sowie das Wettbewerbsumfeld im Unternehmensbereich Automotive nehmen.

Innerhalb der Wertschöpfungskette der Automobilproduktion nimmt NSK-Automotive überwiegend eine sogenannte Tier-1-Position ein, d. h. wir beliefern die Automobilhersteller (OEM - Original Equipment Manufacturer) hauptsächlich direkt oder an direkte Auftragsfertiger.

1.4.2. Industrieprodukte

Wälzlager finden in allen Produkten Anwendung, bei denen die Reibung zwischen beweglichen Teilen verringert werden muss. Demzufolge sind die Einsatzgebiete sehr breit gefächert und die Kundenbasis ausgesprochen vielfältig. NSK bietet ein sehr umfangreiches Sortiment hochwertiger Produkte und mechanischer Systeme an. Mit unseren Kunden entwickeln wir Lösungen, die über Kostensenkungen hinaus auch einen technischen Mehrwert bieten können. Hier beliefern wir direkt an alle wesentlichen mechanischen Industriebereiche. Diese sind zum Beispiel Schwerindustrie, Windkraft, Maschinenbau, Elektromotorhersteller aber auch in die Lebensmittelindustrie und die Medizintechnik.

Neben der Direktbelieferung an OEM und MRO ́s (Maintenance, Repair and Operation) sind der technische Handel sowie der Automobilhandel wichtige Abnehmer.

Die Sparte Industrie ist von Kunden und Wettbewerbern aus den unterschiedlichsten Sektoren geprägt, daher orientiert sich deren Entwicklung wesentlich am Wachstum der nationalen und globalen Industrieproduktion.

1.5. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden Investitionen weitestgehend ausgesetzt und lediglich in geringerem Umfang Ersatzinvestitionen vorgenommen. In Maschinen und Anlagen im Bau wurden hier T€ 293 investiert (Vorjahr T€ 160). In Software und Computerprogramme wurden T€ 0 investiert (Vorjahr T€ 40), wobei im Wesentlichen die DV-Infrastruktur des Konzerns genutzt wird.

1.6. Bereich Forschung und Entwicklung

Als Vertriebsgesellschaft im NSK-Konzern partizipieren wir von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten innerhalb des Konzerns. Die Gesellschaft unterstützt die Entwicklungsaktivitäten der NSK-Gruppe mit eigenen technischen Abteilungen und Anwendungsingenieuren. Die entsprechenden Kosten für den Anteil des Konzernsupports werden mit einem angemessenen Gewinnaufschlag an die Muttergesellschaft NSK Europe Ltd. (UK) und andere Konzerngesellschaften weiterbelastet.

1.7. Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter ist im Laufe des Geschäftsjahres gesunken. Die Abnahme resultiert im Wesentlichen aus einem Freiwilligenprogramm, welches zu Ende des vorherigen Geschäftsjahres begonnen wurde, und im Laufe des Geschäftsjahres 24 Mitarbeiter in Anspruch genommen haben. Zum 1. Dezember 2023 wurde der Bereich Lenkungen an eine neue Gesellschaft, die NSK Steering Systems Deutschland GmbH, veräußert. Im Zuge dieser Reorganisierung sind 51 Mitarbeiter in diese neue Gesellschaft übertragen worden. Freiwerdende Stellen wurden nur teilweise wieder neu besetzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung

In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft verhalten, obwohl die enormen Belastungen durch hohe Energiepreise gegenüber dem Vorjahr spürbar nachließen. Trotzdem blieb der Industriesektor massiv unter Druck und schrumpfte im Gesamtjahr deutlich. Der private Konsum stagnierte über weite Strecken angesichts weiterhin hoher, wenn auch rückläufiger Inflationsraten und steigender Zinsen. Die Inflation in der Eurozone lag im Jahresdurchschnitt mit 5,4% nach wie vor deutlich über dem Notenbankziel von rund 2%, sodass auch die Europäische Zentralbank an ihrem Kurs der geldpolitischen Straffung festhielt. Der Leitzins stieg im Jahresverlauf um weitere 200 Basispunkte auf 4,5 %. Nachdem die Wirtschaft der Eurozone im ersten Halbjahr, auch dank Aufholeffekten nach der Pandemie und nachlassender Lieferkettenstörungen, noch ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, ging die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht zurück. Im Gesamtjahr ergab sich damit lediglich ein Plus von 0,5%. Insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und weitere geopolitische Probleme, existieren weiterhin große Unsicherheiten in Bezug auf Lieferketten, einzelne Kunden und ganze Branchen, die uns kurzfristig vor große Probleme stellen können. Dies macht alle Prognosen unzuverlässiger. Verwerfungen und Zuspitzungen können jederzeit Einfluss auf die Erwartungen und die Geschäftsentwicklung nehmen.

Diese Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarkts im zurückliegenden Jahr. Allerdings konnten sich die Absatzmärkte ein Stück weit von der gesamtwirtschaftlichen Verlangsamung abkoppeln. Denn vor allem die Normalisierung der weltweiten Automobilproduktion sowie die teilweise noch vorhandenen Auftragspolster aus Pandemiezeiten förderten die Absatzentwicklung im letzten Jahr. Dagegen zeichnete sich vielerorts im Jahresverlauf eine schwächer werdende Marktnachfrage von Kundenseite ab. Insgesamt bewegte sich der weltweite Pkw-Markt in diesem Umfeld deutlich über dem Vorjahresniveau. Dieser weltweite Anstieg wurde von einer breiten regionalen Basis getragen. Der europäische Markt erholte sich spürbar und verzeichnete im Vergleich zum geringen Vorjahresvolumen ein deutliches Wachstum von 14 %.

2.2. Lage der Gesellschaft

2.2.1. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Vertriebsgesellschaft NSK Deutschland GmbH erfolgt die Steuerung aller Segmente anhand der Erfolgsgröße (finanzieller Leistungsindikator) Umsatzerlöse. Alle weiteren Erfolgsgrößen sowie Budget- und Planwerte werden auf europäischer Konzernebene für die einzelnen Geschäftsbereiche gemessen. Dies betrifft im Wesentlichen das operative Ergebnis des Unternehmensbereiches über alle Funktionen (EBIT vor Sondereffekten).

EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), EBT (Ergebnis vor Steuern) sowie weitere Führungsgrößen wie Cashflow werden auf konsolidierter Ebene für die europäische Muttergesellschaft, der NSK Europe Ltd., ermittelt.

Einen geringen Einfluss haben Art und Umfang der Leistungen an den Konzern, die mit Cost Plus weiterbelastet werden.

2.2.2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Jahres 2023/24 liegen insgesamt 12,5 % unter denen des Vorjahres.

Die Nachfrage und der Umsatz im Bereich Wälzlager für industrielle Anwendungen ist im Laufe des Geschäftsjahres gesunken. Gezielt wurden Geschäfte mit geringer Marge identifiziert und die Verkaufspreise teilweise angepasst. Nicht alle Kunden waren bereit die höheren Preise zu akzeptieren. Der Kundenrückgang konnte nur teilweise durch die Preissteigerungen aufgefangen werden. Insgesamt ist der Umsatz in diesem Bereich deutlich gesunken (-13,0 % gegenüber dem Vorjahr).

Im Bereich Wälzlager für automobile Anwendungen ist der Umsatz ebenfalls gesunken. Entgegen der gestiegenen PKW-Produktion in Europa betrug der Rückgang gegenüber dem Vorjahr - 8,6 %. Einschränkungen bei der Automobilproduktion durch Lieferengpässe sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr aufgetreten. Der Rückgang erklärt sich im Wesentlichen aus auslaufenden Modellen und Projekten, die nicht zeitgleich durch neue Projekte aufgefangen werden konnten.

Der Bereich Lenkungen wurde zum 30. November 2023 veräußert. Der Umsatz in diesem Bereich betrug in den ersten 8 Monaten des Geschäftsjahres 98 T€, welches einen Rückgang von 98,2 % gegenüber dem Vorjahr darstellt. Ab Dezember 2023 wird das Lenkungsgeschäft in einer eigenständigen Gesellschaft geführt, die NSK Deutschland GmbH vertreibt Produkte im Bereich Lenkungen nicht mehr.

Die NSK Steering Systems Deutschland GmbH ist eine neu gegründete, 100% Tochtergesellschaft der NSK Steering & Control, Inc. (Japan), deren Eigentümer ein Joint Venture aus NSK Ltd (Japan) (49,9%) und Japan Industrial Solution III Investment Limited Partnership (Japan) (50,1%) ist.

Der Umsatz mit Intercompany Gesellschaften ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken (-11,9 %). Die Reduzierung resultiert aus einem gesunkenen Personalbestand und der Ausgliederung des Bereichs Lenkungen, dessen Aufwendungen teilweise an die englische Muttergesellschaft und weitere NSK-Konzerngesellschaften weiterbelastet wurden.

Für alle Bereiche gilt, dass das langfristige Orderverhalten der Kunden weiterhin durch kurzfristige Anpassungen geprägt ist und daher größeren Schwankungen und Unsicherheiten unterliegt.

Die Wettbewerbssituation stellt sich nach unserer Ansicht nach wie nachfolgend zusammengefasst dar. Es herrscht weiterhin für alle Geschäftsbereiche ein starker Wettbewerbsdruck. Wir beobachten bei unseren Wettbewerbern unterschiedliche Strategien, auf diese Unsicherheiten zu reagieren. Es besteht zum einen die Tendenz, sich auf Produkte oder Märkte zu konzentrieren, andere versuchen durch Diversifikation und Erschließung neuer Geschäftsfelder das Risiko breiter zu streuen. Somit erwarten wir, dass große Wettbewerber versuchen werden, sich insbesondere aus dem Bereich Automotive, in den Bereichen der Industriezulieferung zu diversifizieren. Hier erwarten wir hier kurz- und mittelfristig in der Breite über alle Produktbereiche einen stärkeren Wettbewerbsdruck. Langfristig wird es nach unserer Einschätzung weiter zu Bereinigungen oder Zusammenschlüssen von Marktteilnehmern kommen.

Mit der direkten Muttergesellschaft, der NSK Europe Ltd. (UK), als Prinzipalgesellschaft, besteht seit Juli 2000 ein Konzernvertrag. In diesem wird geregelt, dass möglichst viele Geschäftsrisiken auf die NSK Europe Ltd. konzentriert werden. Allen NSK-Vertriebsgesellschaften soll eine, dem geringen Risiko sowie eine dem Verhältnis der Kosten zum Umsatz, angemessene Marge, bezogen auf den externen Umsatz garantiert werden. Die Margen der einzelnen Geschäftsbereiche wurden dementsprechend anhand der Istwerte und der aktuellen Forecastwerte geprüft. Eine Überprüfung der Margen hat im September 2023 sowie im Februar 2024 stattgefunden. Im September 2023 wurden die Margen für die Bereiche Wälzlager für Automobile Anwendungen und Wälzlager für industrielle Anwendungen angepasst, im Februar 2024 noch einmal die für Wälzlager für industrielle Anwendungen. Die Marge für Lenkungen ist über den Berichtszeitraum, bis zu Ende November 2023 stabil geblieben.

Die Personalaufwendungen sind um ca. 16,9 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Rückgang erklärt sich aus der gesunken Mitarbeiterzahl, die im Wesentlichen aus zwei Sachverhalten resultiert. Zum einen hat die NSK Deutschland GmbH zum Ende des letzten Geschäftsjahres ein Freiwilligenprogramm aufgesetzt, bei dem interessierte Mitarbeiter das Unternehmen gegen Abfindung verlassen können. An diesem Programm haben 24 Mitarbeiter teilgenommen. Da es sich um ein Programm der NSK-Gruppe in Europa handelt und von der NSK Europe Ltd. getragen wird, hat dieses keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Ergebnis oder die Personalkosten. Das Programm ist im April 2023 ausgelaufen und hat die laufenden Personalkosten für das Geschäftsjahr deutlich reduziert. Zum anderen sind zum 1. Dezember 2023 51 Mitarbeiter aus dem Bereiche Lenkungen in eine neue Gesellschaft ausgegliedert worden, welches den Personalkostenblock für das abgelaufene Geschäftsjahr noch einmal deutlich reduziert hat.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich zurückgegangen (- 33,7 %). Dieser Rückgang erklärt sich insbesondere aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Zuge des Verkaufes des Lenkungsgeschäftes im Laufe des Geschäftsjahres (November 2023).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 429 TEUR gestiegen, was insbesondere auf gestiegene Instandhaltungskosten für Gebäude (+ 334 TEUR) resultiert.

Das Ergebnis nach Steuern (T€ 5.642, entspricht dem Ergebnis vor sonstigen Steuern und EAV laut GuV) liegt unter dem des Vorjahres (T€ 8.250). Mit 2,2 % vom externen Umsatz (Vorjahr: 2,8 % vom externen Umsatz) liegt die Ertragslage im Rahmen der zu erwartenden Marge gemäß der zugrundeliegenden Konzernverträge.

Der externe Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr lag mit 3,1 % leicht unter dem im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Wert. Durch Einsparungen bei den Personalkosten und anderen Aufwendungen, haben wir ein Ergebnis vor Ergebnisabführung deutlich über dem im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Wert (+31%) erzielen können.

2.2.3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um - 3,4 % auf 82,3 Mio. € (Vorjahr 85,2 Mio. €) gesunken. Der Rückgang resultiert überwiegend aus dem Rückgang an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Abgängen von Anlagegütern.

Im Zuge der Veräußerung des Lenkungsgeschäftes wurden Anlagegüter zum Buchwert in Höhe von T€ 1.941 an die neue Gesellschaft NSK Steering Systems Deutschland GmbH übertragen.

Insgesamt sind die Sachanlagen durch Abschreibungen und Veräußerung gegenüber Vorjahr um 33,7 % gesunken. Die Abschreibungen auf die Sachanlagen (T€ 915) lagen über den Neuinvestitionen (293 T€). Der Bereiche Testung und Entwicklungen ist auf die neue Gesellschaft (NSK Steering Systems Deutschland GmbH) übertragen worden. Bestehende Einrichtungen und Gebäude werden weiterhin genutzt und teilweise an die neue Gesellschaft weitervermietet. Weitere Investitionen sind für das kommende Geschäftsjahr nicht geplant.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 36.436) sind um T€ 5.677 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 42.113) gesunken. Der Rückgang erklärt sich aus einem starken Umsatz im Vorjahr unmittelbar vor dem Stichtag, der in diesem Geschäftsjahr nicht wiederholt werden konnte.

Die hierin enthaltenen Einzelwertberichtigungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (T€ 115, Vorjahr T€ 102). Im laufenden Geschäftsjahr hat es einen Forderungsausfall gegeben, den wir wertberichtigt haben.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um T€ 3.870 gestiegen und enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Gesellschafterin NSK Europa Holding GmbH in Höhe von T€ 33.982 (Vorjahr T€ 28.463) und bestehen aus Forderungen aus dem Cash Pool (T€ 39.599 Vorjahr T€ 36.678). Hiervon wurden die Verbindlichkeiten von T€ 5.617 (Vorjahr T€ 8.215) aus Gewinnabführung für das Geschäftsjahr aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags abgesetzt. Der Anstieg der Forderungen aus dem Cash Pool resultiert im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Mio. EUR (-43,7 %) zurückgegangen, was im wesentlich aus übertragenen Rückstellungen im Personalbereich an die NSK Steering Systems Deutschland GmbH resultiert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen wie im Vorjahr aus einem Kontokorrentkonto.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die überwiegend aus dem Wareneinkauf mit der NSK Europe Ltd. (UK) gemäß Konzernvertrag resultieren, sind gegenüber dem Vorjahr leicht um -0,9 % oder T€ 507 gesunken. Der Rückgang ist unterproportional zum Rückgang des Umsatzes in den letzten Monaten des Geschäftsjahres. Dieser unterproportionale Rückgang beruht auf höhere Wareneinstandskosten durch reduzierte Margen zu Ende des Geschäftsjahres.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen fast ausschließlich aus der Umsatzsteuerzahllast sowie Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung und Lohnsteuer.

Die externe Finanzierung über Banken und Investoren sowie die Allokation der Mittel innerhalb des NSK-Konzerns erfolgen zentral durch das Group Treasury der NSK Europe Ltd. Die laufende Liquidität wird aus unserer Sicht aus einem Cashpool im europäischen Konzernverbund sichergestellt. Das Kreditmanagement wird, zentral für die NSK-Gruppe in Europa, durch die NSK Europe Ltd. betrieben.

2.2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund eines deutlich unsicher werdenden geschäftlichen Umfeldes, ist die Geschäftsleitung überwiegend mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden.

3. Prognose, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

3.1. Chancen und Risiken

3.1.1 Chancen

In enger Zusammenarbeit mit dem Hauptsitz der Gruppe in Japan, werden wir näher am Markt nach neuen Entwicklungen und Anwendungsbereichen für unsere Produkte forschen. Hierzu ist das Technical Scouting Office auch am Standort in Deutschland aufgewertet worden.

Unseren OEM (Original Equipment Manufacturer) Kunden werden wir verstärkt "added value" Produkte und Service entwickeln und anbieten. Neben erfahrener, technischer Beratung bieten wir auch CMS (Condition Monitoring Systeme) an. Wir werden in verschiedenen Industriesektoren enger mit unseren Kunden zusammenarbeiten und ihnen so einen Mehrwert geben. Hier sehen wir eine gute Chance, eine größere Kundenbindung zu erreichen und Umsätze zu sichern und auszuweiten.

3.1.2 Risiken

Branchenrisiken

Umwelt- und politische Einflüsse auf die Konjunktur, insbesondere auf die Industrieproduktion und Automobilwirtschaft, haben einen kurzfristigen Einfluss auf das erreichbare Ergebnis der Gesellschaft. In den letzten 3 Jahren sind mit einer Pandemie, Lieferkettenproblemen und geopolitische Verwerfungen signifikante Faktoren hinzugekommen. Die Risiken der Automobil- sowie der Investitions- und Ausrüstungsindustrie bleiben aus unserer Sicht vielschichtig und immer schwerer vorher zu sagen.

Das Ergebnis der NSK Deutschland GmbH ist im Wesentlichen von dem erreichten Umsatz abhängig, da die NSK Deutschland GmbH gemäß Konzernvertrag eine angemessene Marge in Abhängigkeit vom Umsatz erzielen soll. Somit können Schwankungen beim Absatz nicht durch andere Maßnahmen entgegengewirkt werden. Solche Schwankungen sind insbesondere durch das große Volumen im Bereich der Automobilindustrie sehr wahrscheinlich, mit moderater Auswirkung auf das Ergebnis.

In der Automobilindustrie bestehen Risiken für die Umsatzentwicklung unserer Gesellschaft auch in den begrenzten Projekt- und Vertragslaufzeiten mit den großen Produzenten (phasing). Darüber hinaus können hier Markttrends sowie gesellschafts-, geo- und umweltpolitische Einflüsse direkten Einfluss auf die Absatzchancen im Bereich Automobil haben.

Ein zunehmendes Risiko im Bereich der Automobilindustrie ist der technologische Wandel, die Kunden reagieren unterschiedlich schnell und mit unterschiedlichen technischen Konzepten auf die umweltpolitischen Anforderungen. Je nach technologischer Strategie unserer Kunden kann es zu verschiedenen Einflüssen auf die Nachfrage nach den von uns angebotenen Produkten kommen.

Den langfristigen und immer noch anhaltenden Einfluss der Verwerfungen im globalen Handel, den Unsicherheiten und Veränderungen in Europa und dessen Einfluss auf unseren Wirtschaftsraum, auf die Konjunkturentwicklung, die Export- und Produktionsstruktur können wir weiterhin schwer einschätzen. Wir beobachten daher unsere Märkte sehr intensiv, um Änderungen und Tendenzen frühzeitig zu erkennen.

Für die folgenden Geschäftsjahre sehen wir Risiken bei der Versorgung und den Lieferketten etwas geringer als in den Vorjahren. Dennoch können jederzeit geopolitische Verwerfungen sowohl für die Produktionsstätten des Konzerns als auch denen unserer Kunden, kurzfristig kaum planbaren Einfluss auf die Lieferbereitschaft und die Nachfrage auf unseren Märkten haben. Die internationale Aufstellung der NSK-Gruppe und eine flexible Struktur helfen, diesen Ereignissen kurzfristig entgegenzuwirken.

Das Ziel der NSK-Gruppe in Europa und weltweit ist es, schnell und flexibel auf diese Änderungen reagieren zu können. Risiken können sich hier aus Überkapazitäten am Markt und damit verbundener Preisdruck sowie durch starke Währungsschwankungen zwischen Produktionsstandorten und Absatzmärkten auftreten. Wir halten auch längerfristig Schwankungen für sehr wahrscheinlich. Die Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis schätzen wir auch hier moderat ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Finanzierung von Investitionen und die Liquidität sind nach unserer Einschätzung über den europäischen Cashpool sichergestellt. Kreditlinien und Finanzmanagement für den NSK-Konzern in Europa werden zentral von der NSK Europe Ltd. in England verhandelt und sind insbesondere durch japanische Banken gesichert. Aus diesen Gründen beurteilen wir die Risiken aus mangelnder Liquidität als sehr gering.

Dem Bonitätsrisiko unserer Kunden begegnen wir durch aktives Forderungsmanagement. Die Bonität der Kunden wird laufend überwacht. Besondere Risiken sehen wir durch Insolvenzen, die sich vorher nicht durch auffälliges Zahlungsverhalten abzeichnen und auch nicht durch die üblichen Frühwarnmechanismen erkennbar sind. Das Risiko für diese Forderungsausfälle sehen wir generell als gering an.

Im Falle einer Insolvenz eines großen Automobilherstellers sehen wir weitere Risiken durch Umsatzeinbrüche, Überkapazitäten in den Produktionsstätten und Folgeinsolvenzen bei Zulieferern. Das Risiko einer solchen Insolvenz sehen wir jedoch aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Hersteller als ausgesprochen gering an.

Sonstige Risiken

Die operativen Risiken der deutschen Vertriebsorganisation wurden durch Umstrukturierung des Geschäftsmodells zum Januar 2001 wesentlich vermindert. Es bestehen seitdem für die NSK Deutschland GmbH keine Risiken aus Produkthaftung, Lagerhaltung und Vorratsbewertung, Währungsschwankungen, Preisänderungen bei Rohstoffen sowie Vorprodukten und nur begrenzte Risiken aus Forderungsverlusten. Diese Risiken werden vollständig von der NSK Europe Ltd. als Prinzipalgesellschaft übernommen. Der deutschen Vertriebsorganisation obliegt allein der Vertrieb der NSK-Produkte in Deutschland und definierten, angrenzenden Ländern. Diese sind im Wesentlichen die Benelux Staaten, Skandinavien, Österreich und Teile der Schweiz. Der Servicebereich der Gesellschaft erbringt operative Serviceleistungen an die Prinzipalgesellschaft in den Bereichen Marketing, Produkt und Salesmanagement, Forschung und Entwicklung inklusive Produkttesting. Sie erwirtschaftet hieraus vertraglich zugesicherte Aufschläge (sog. "mark-ups"). Damit bestehen aus dem Vertriebs- wie auch dem Dienstleistungsgeschäft keine wesentlichen operativen Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen könnten.

Inflationsrisiko

Im Laufe des Geschäftsjahres ist der Verbraucherpreisindex (Inflationsrate) wieder leicht zurückgegangen. Auch die Energiepreise sind wieder deutlich gesunken. Dies hat den Preisdruck etwas abgeschwächt. Da jedoch noch eine größere Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Preise und Zinsen herrscht, besteht aus Sicht von NSK weiterhin das Risiko, dass Kunden aufgrund gestiegener Kosten möglicherweise zurückhaltender bei der Vergabe von Ordern agieren könnten. Dies kann sich sowohl auf den Vorlauf als auch auf das absolute Volumen auswirken. Wir werden die Inflationsentwicklung laufend überwachen und unsere Preisgestaltung entsprechend anpassen. Personalkostensteigerungen sehen wir aktuell eher nachgelagert.

In diesem Jahr gab es, deutlich weniger Lieferengpässe und weniger Probleme aufgrund von stockenden Lieferketten, insbesondere die Energiepreise sind im Laufe des Jahres gesunken.

Globale Logistikstruktur

Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Lage bei den global vernetzten Lieferketten aus unserer Sicht etwas entspannt. Mit besonderer Aufmerksamkeit beobachten wir die schwelenden Krisen im Indo-Pazifischen Raum, eine Eskalation kann aus unserer Sicht jederzeit zu nachhaltigen Unterbrechungen wichtiger Lieferketten kommen, die sowohl auf unserer Produktverfügbarkeit als auch auf die Nachfrage massiven Einfluss haben kann. Die Versorgung mit Konzernprodukten aus Übersee ist zurzeit noch sichergestellt und wird durch langfristige Planung gesteuert. Dennoch kann es auch hier zu einzelnen Störungen kommen.

Geopolitische Konflikte

Bisher hat es keine spürbaren direkten Einflüsse des Ukrainekonfliktes oder des Gazakonfliktes auf die Geschäfte der NSK Deutschland GmbH gegeben. Eine Ausweitung des Konfliktes oder das Aufflackern eines weiteren Konfliktes, z.B. im Pazifikraum können wesentlichen Einfluss auf die Geschäfte und das Umsatzvolumen der Gesellschaft haben. Durch eine weite Streuung der Kunden und den vielseitigen Bedarf an Wälzlagern sehen wir das Risiko als Moderat an.

3.2 Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir gleiche Umsätze wie im Vorjahr, wobei sich die Geschäftsbereiche unterschiedlich entwickeln werden.

Für den Bereich Wälzlager für industrielle Anwendungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/25 leicht steigende Umsätze, (+1,5 %) gegenüber dem Vorjahr. Neben strategischen Maßnahmen innerhalb dieses Geschäftsfeldes, nehmen wir eine verhaltene Orderbereitschaft der Kunden wahr. Die Weitergabe der gestiegenen Produktionskosten kann kaum zurückgenommen werden. Für den Konzern in Europa werden Produktionskapazitäten für Bereiche, in denen keine angemessene Marge erzielt werden kann, zurückgefahren bzw. umgeschichtet. Diese Kapazitäten werden dann für den steigenden Bedarf an Lagern für die Elektromobilität, Präzisionslagern und anderen Produkten mit höherer Marge genutzt. Diese Maßnahmen werden kurzfristig geringfügige Auswirkungen auf das Umsatzvolumen haben, die wir in dem Budget berücksichtigt haben. Mittelfristig erwarten wir moderat steigende Umsatzzahlen. In den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 lag der Umsatz in diesem Bereich 19,4 % unter dem des Vorjahreszeitraum. Als Grund sehen wir, neben der allgemeinen Zurückhaltung im Orderverhalten durch die angespannte Weltlage, unseren Versuch die Zielmargen zu halten.

Der Konzernstrategie folgend, wird angestrebt, den Anteil des Industriegeschäftes am Gesamtumsatz stabil zu halten. Langfristig soll so dauerhaft ein Anteil von über 50% am Gesamtumsatz erzielt werden. Nach 6 Monaten im Geschäftsjahr 2024/25, ist der Anteil am Externen Umsatz, leicht auf 48,0 % zurückgegangen.

Zu dem Bereich Lenkungen hat es am 12. Mai 2023 eine Veröffentlichung des Corporate Communications Department von NSK Ltd. gegeben, dass die NSK-Gruppe, mit der Japan Industrial Solutions III Investment Partnership (JIS) ein joint venture agreement abgeschlossen hat. Teil der Vereinbarung ist die globale Abspaltung und Ausgliederung des Lenkungsgeschäfts in dieses Joint Venture. Die NSK Ltd., Japan, wird eine Minderheit der Anteile halten und das Geschäft über die Equity Methode in Japan konsolidieren. Zu Ende November 2023 wurde das Geschäft aus der NSK Deutschland GmbH in die NSK Steering Systems GmbH ausgegliedert.

In diesem Bereich sind im vorausgegangenen Geschäftsjahr noch Umsätze mit Entwicklungsleistungen und auslaufenden Projekten von 5,5 Mio. € getätigt worden. Die Projekte in diesem Bereich sind im Geschäftsjahr ausgelaufen. Der Umsatz von April bis November 2023 in diesem Bereich betrug 98 T€. Da das Geschäft mit Lenkungen zu 100% auf die neue Gesellschaft übertragen wurde, wird es in den zukünftigen Geschäftsjahren keinen Umsatz in diesem Bereich mehr geben.

Die Entwicklung im Bereich Wälzlager für Automobile Anwendungen ist im Wesentlichen von der Produktion und dem Absatz von PKWs in Deutschland und Europa abhängig. Es besteht weiterhin eine deutliche Unsicherheit bei dem Verlauf des Produktionsniveaus der Automobilhersteller. Zu Beginn des Jahres 2024 sind die Produktionszahlen von Kfz/Kfz-Teilen um 5,7 %gestiegen (Pressemitteilung BMWI, 12.4.24) gestiegen. Wir erwarten, dass diese Steigerung nur temporär ist. Im Juni 2024 zeichnet sich ein Handelsstreit über Strafzölle mit China ab, dessen mögliche Auswirkungen auf die Produktion- und Verkaufszahlen wir noch nicht abschätzen können.

Mittelfristig wird der Konzern die Umsatzmöglichkeiten in diesem Bereich durch erweiterte Kapazitäten im Bereich Lager für Achsenmotoren (eAxies) sowie neue Produkte im Bereich Actuatoren (Kugelgewindetriebe für elektrohydraulische Bremssysteme) auf eine breitere, technisch innovative Basis stellen. Hier sehen wir große Chancen, auch bei der Elektrifizierung von Fahrzeugen ein hohes Umsatzvolumen zu halten und auszuweiten. Für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir eine Konsolidierung der Umsätze mit einem Umsatzrückgang von - 1,2 %.

Nach den ersten 6 Monaten im Geschäftsjahr 2024/25 lag der gesamte Umsatz um -9,2 % unter dem des Vergleichszeitraum des Vorjahres, was auf die reduzierten Produktionszahlen und Nachfrage im Bereich Automobil und Industrie zurückzuführen ist. Trotz der konjunkturell unsicheren Lage geht die Geschäftsleitung weiterhin davon aus, dass in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres, die Nachfrage wieder deutlich steigen wird.

Da Plattformen und Projekte langfristige Vorläufe haben, erwarten wir auch für die nächsten Geschäftsjahre weitere Rückgänge gegenüber dem Umsatzniveau des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Der Anteil des Segmentes Wälzlager für Automobile Anwendungen am externen Umsatz der NSK Deutschland GmbH wird in den nächsten 3 Geschäftsjahren von nahe 50% auf ca.42% sinken.

Dem Konzernvertrag folgend ist das Ergebnis der NSK Deutschland GmbH im Wesentlichen an die Entwicklung des Umsatzes gekoppelt. Für das folgende Geschäftsjahr erwarten wir einen gleichbleibenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sowie ein Ergebnis vor Gewinnabführung von 4,2 bis 4,7 Mio. € (Vorjahr 5,6 Mio. €).

Nach dem Ende des Berichtszeitraums haben sich aus unserer Sicht, keine darüberhinausgehenden, wesentlichen Änderungen in der Lage des Konzerns oder im Marktumfeld ergeben.

 

Ratingen, den 24. Oktober 2024

NSK Deutschland GmbH

Dr. Ulrich Nass, Geschäftsführer

Michio Komaba, Geschäftsführer

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