PMG Precision Mechanics Group GmbH

Hühndorfer Höhe 21, 01723 Wilsdruff, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 31662
Eingetragen
11.11.2011
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Industrielle Produktion und Montage von mechanischen und elektromechanischen Maschinen, Komponenten und Serienteilen, Verkauf und Handel von eigenen und zugekauften Waren aller Art sowie Erbringung von Dienstleistungen in diesem Zusammenhang.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Bryks
seit 3.5.2017
Prokura
Torsten Freudenberg
seit 3.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
66.67%
33.33%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

BFR GmbH
Germany
175.000 €
70.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PMG Precision Mechanics Group GmbH

Wilsdruff

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PMG Precision Mechanics Group GmbH (nachfolgend kurz: PMG) mit Sitz in Wilsdruff/Sachsen ist ein Wertschöpfungspartner in der 1st und 2nd Tier Stufe für Systemlieferanten und OEMs der Branchen Luft- und Raumfahrt, Wehrtechnik, Industrie, Motorsport und Medizin sowie Forschung und Entwicklung in branchenübergreifenden Anwendungen. Die PMG beschäftigt sich im Kern mit der maschinellen Bearbeitung von Metallen und den darum liegenden branchenbezogenen Dienstleistungen. Dazu gehörten unter anderem die nach EN 9100 zertifizierten Dokumentationsprozesse und Vermessungen, sowie die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (Rissprüfung), die galvanische Oberflächenbehandlung, sowie die Lackierung von Bauteilen als auch die Baugruppenmontage.

Strategische Ausrichtung des Unternehmens

Nach der erfolgreichen Überwindung der Corona Pandemie setzt die PMG ihren eingeschlagenen, Wachstumskurs deutlich fort. Während der Corona-Pandemie wurde im Jahr 2020 mit dem Bau einer PV-Anlage begonnen, die im September 2021 den Betrieb aufgenommen hat. Dieser Schritt führt die PMG in eine CO 2 neutrale Zukunft. Eine Auszeichnung vom Sächsischen Staatsministerium für Energie und Klimaschutz zeigt den Stellenwert dieser Maßnahme. Sie stellt gemeinsam mit den vielen weiteren Anstrengungen zur Erhöhung der Nachhaltigkeit (sustainability), z. B. durch Recycling von Spänen, der Prozesswasseraufbereitung, der Wärmerückgewinnung und der Umstellung auf einen elektrischem Fuhrpark (über 20 Fahrzeuge), den Vorsprung vor vergleichbaren Unternehmen dar.

Die PMG verfolgt über Jahre eine progressive Investitionsstrategie, die auch in der Zeit der Pandemie Bestand hatte.

Strategisch wird die PMG in die Richtung entwickelt, dass sie zukünftig auch als Systemlieferant agieren kann. Hierfür war nach Corona, wie nach einer Krise üblich, der Bedarf an Systemkomponenten zu erwarten, da sich die Lieferketten neu sortieren müssen und damit Chancen in neuen Märkten für die PMG gegeben sind. Hinzu kam das Ziel der Regierung zur Stärkung der Verteidigungsbereitschaft im Zusammenhang mit dem Ukraine Krieg. Die PMG hat bereits jahrzehntelange Erfahrungen im militärischen Bereich und wird davon stark profitieren können. Strategisch sind Kooperationen unter Führung der PMG, mit anderen Fertigungsunternehmen bereits in der Entstehung und sollen weiter stark ausgebaut werden. Es gibt dazu zahlreiche Projekte, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Prototypenstatus befinden und in Folgejahren ein erhebliches Umsatzwachstum generieren sollen.

Im Bereich der Finanzierungsstrukturen wurden im Geschäftsjahr 2022 die Weichen für eine Bereinigung gestellt. Die stillen Beteiligungen von Gesellschaftern und einer Beteiligungsgesellschaft werden zeitnah abgelöst und teilweise durch wesentlich günstigeres Fremdkapital finanziert. Die hierfür notwendigen Kredite wurden von der Bank zur Verfügung gestellt und sind abrufbereit.

Im Berichtszeitraum wurde durch die gute Ertragslage die Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen.

Gegen die Problematik des Fachkräftemangels, als eine Hauptherausforderung, stemmen wir uns mit neuen digitalen Methoden der Mitarbeitergewinnung über die sozialen Medien und natürlich mit unserer umfangreichen Ausbildungstätigkeit. Zum Jahreswechsel 2022 auf 2023 befanden sich 18 Auszubildene in verschiedenen Berufen bei der PMG in Ausbildung. Strategisch wird die Anzahl der Auszubildenden beibehalten oder auch noch ausgebaut. Alle Auszubildenden haben nach der Ausbildung die Chance auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Diese Maßnahmen dienen zum geplanten Mitarbeiteraufbau um mindestens 10 Mitarbeiter in 2023 und weitere 10 Mitarbeiter in 2024.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich F&E werden mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen Forschungsprojekte durchgeführt. Auch durch diese Aktivitäten können Fachkräfte gewonnen werden und zugleich wird durch diese Projekte ein Wissensvorsprung erreicht.

Angaben zur Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage sowie Controllinginstrumente

Die Auftragslage im Geschäftsjahr 2022 hat sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert. Geplant hatte die PMG mit einem Wachstum in der Gesamtleistung von gut 40%. Erreicht wurden dann zum Ende des Berichtszeitraum rund 70% Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Natürlich führte der massive Anstieg der Gesamtleistung zu besonderen Herausforderungen in allen Bereichen. Planungstools mussten angepasst werden. Das DMS (Dokumentenmanagementsystem) gewann weiter an Bedeutung und vereinfacht zukünftig viele Prozesse. Die Lieferperformance konnte nur schwer unter den gegebenen Bedingungen gehalten werden, dennoch befindet sich die PMG in den Lieferantenbewertungen der Kunden nach wie vor in Spitzenpositionen. Die Kapazitätsauslastung der Mitarbeiter wurde im Laufe des Jahres erreicht, die Maschinenkapazitäten lassen nach Auswertung der Maschinenlaufzeiten ein Wachstum von weiteren 25% bis 40% zu. Da es erst nach Niederlegung der Kurzarbeit im Vorjahr wieder möglich war neue Mitarbeiter einzustellen, liegt hier der derzeitige Engpassfaktor zur weiteren erheblichen Umsatzsteigerung. Sichtbar wird diese Tatsache in der nur sehr moderaten Steigerung der Personalkosten im Vergleich zur Umsatzsteigerung, obwohl die Löhne und Gehälter deutlich erhöht wurden. Es zeigt sich damit eine erhebliche Steigerung der Produktivität nach der Corona Pandemie. Die erhebliche Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse resultiert daraus, dass zum Ende des Jahres verstärkt Mehrarbeit geleistet wurde und auch zwischen den Feiertagen voll durchgearbeitet wurde. Da unsere Hauptkunden ab dem 16.12.2022 keine Waren mehr angenommen haben blieb der Umsatz im Dezember hinter den Erwartungen, jedoch erhöhte sich der Wert der halbfertigen und auslieferungsbereiten Produkte.

Investiert wurde weiterhin in Maschinen und Anlagen, besonders hervorzuheben ist das neue Bearbeitungszentrum von Hermle, welches das Leistungsspektrum der PMG um die Fähigkeit der wirtschaftlichen Fertigung von Zahnrädern erweitert. Weiterhin wurde eine moderne neue Messmaschine angeschafft, um Kapazitäten und Fähigkeiten auszubauen. Diese Anschaffungen erfolgten projektbezogen als weitsichtige Erhöhung der speziellen projektspezifischen Anforderungen. Finanziert wurden die Anlagen durch Mietkaufverträge.

Die Materialaufwandsquote in Relation zur Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Während die gestiegenen Materialpreise dafür verantwortlich waren, dass die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, liegt die Ursache für den relativen Anstieg der bezogenen Leistungen an den gegenüber dem Vorjahr höheren Einsatz von Leiharbeitern. Die Preissteigerungen beim Fertigungsmaterial konnten (zeitversetzt) an die Kunden weitergegeben werden. Schwankungen im Materialeinsatz enstehen auch durch Veränderungen im Produktmix, da mal mehr oder weniger materialintensive Produkte gefertigt werden und auch der Anteil des von den Kunden beigestellten Materials schwankt.

Liquidität

Wie im Vorjahr haben wir erneut einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu verzeichnen. Unsere Betriebsmittellinie ist ausreichend dimensioniert.

Finanzkennzahlen

Die bereinigte Bilanzsumme (abzgl. Firmenwert) beträgt EUR 8,66 Mio. Das bereinigte Eigenkapital entwickelte sich auf EUR 4,290 Mio. Somit liegt unsere bereinigte Eigenkapitalquote bei 49,54 %.

Zinstragenden Nettoverbindlichkeiten in Höhe von EUR 3,28 Mio. stand ein erwirtschaftetes EBITDA von TEUR 1.619 entgegen, somit liegt der Verschuldungsgrad bei 2,03 %.

Wie in den Jahren zuvor wurde die PMG erneut mit dem Crefo Bonitätszertifikat für ihre hervorragende Bonität ausgezeichnet.

Die mit den Finanzinstituten vereinbarten Finanzkennzahlen wurden eingehalten.

Steuerungssystem

Unsere Geschäftsabläufe werden ganzheitlich durch ein ERP-System gesteuert. Rückmeldungen werden in der Betriebsdatenerfassung (BDE) erfasst und können im ERP-System mit der Vorkalkulation verglichen werden.

Die Betriebswirtschaftliche Überwachung erfolgt über mindestens 18 Monate in die Zukunft gerichteter Planungen mit Soll-Ist-Vergleichen, die monatlich betrachtet werden. So ist eine rechtzeitige Reaktion auf positive wie negative Veränderungen möglich. Es existiert ebenso ein über 3 Jahre gerichteter Investitionsplan, der ebenso regelmäßig überprüft und angepasst wird. Dieser Plan ist auch die Grundlage für Gespräche mit Finanzierungspartnern zur Umsetzung der Wachstumsstrategie.

Makrolage der hauptsächlichen Branchen in denen die PMG tätig ist

Luftfahrt

Die Luftfahrtbranche erlebte in den Jahren 2019 und 2020 einen enormen Einbruch aufgrund der COVID-19-Pandemie. Fluggesellschaften weltweit mussten den Flugbetrieb einstellen oder stark reduzieren, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die International Air Transport Association (IATA) schätzte, dass die weltweiten Passagierzahlen im Jahr 2020 um etwa 60 Prozent zurückgingen, verglichen mit 2019. Die Branche litt enorm unter den Reisebeschränkungen und den damit einhergehenden finanziellen Verlusten.

Für den Zeitraum 2023 wird erwartet, dass die Nachfrage nach Flugzeugen allmählich wieder ansteigt, da sich die Luftfahrtbranche von den Auswirkungen der Pandemie erholt.

Ein wichtiger Trend in der Luftfahrtbranche für die Zukunft ist das elektrische Fliegen. Airbus hat bereits Pläne für elektrische Flugzeuge vorgestellt und plant, bis zum Jahr 2035 emissionsfreie Flugzeuge zu produzieren. Die Entwicklung von elektrischen Flugzeugen ist eine Herausforderung, da die Technologie noch nicht ausgereift ist und die Reichweite und Größe der Flugzeuge begrenzt sind. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich die Technologie entwickeln und wie wirtschaftlich sie sein wird.

Der langjährige Kunde 1 hat angekündigt, dass es ein vollelektrisches Flugzeug entwickeln wird, das in der Lage sein soll, bis zu 40 Passagiere zu transportieren. Das Flugzeug wird voraussichtlich eine Reichweite von etwa 1.000 Kilometern haben und soll für den Einsatz auf regionalen Flugrouten konzipiert sein. Die Entwicklung des Flugzeugs ist Teil der Bemühungen des Unternehmens, umweltfreundlichere und nachhaltigere Lösungen für die Luftfahrtbranche zu schaffen. Der Kunde 1 hat dafür in Leipzig bereits mit dem Aufbau einer Betriebstätte begonnen. Hier werden in nächster Zukunft wieder Flugzeuge gebaut.

Das elektrische Fliegen bietet mehrere Vorteile gegenüber traditionellen Flugzeugen, da es keine CO 2 -Emissionen produziert und somit zu einer Verringerung der Umweltauswirkungen der Luftfahrtbranche beitragen kann.

Verteidigung

Die deutsche Verteidigungsindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, der durch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen in Bezug auf den Konflikt in der Ukraine beeinflusst wird. Insbesondere die Unternehmen Kunde 2 und Kunde 3 sind bedeutende Akteure in diesem Bereich.

Kunde 2 ist ein führender deutscher Hersteller von Waffensystemen, Militärfahrzeugen und Munition. Für die kommenden Jahre sieht Kunde 2 eine positive Entwicklung in allen Geschäftsbereichen. Das Unternehmen erwartet eine wachsende Nachfrage nach Militärfahrzeugen und weiteren verschiedenen Waffensystemen.

Kunde 3 ist ein europäischer Hersteller von Raketen und Lenkwaffen und gehört zu den größten Unternehmen in diesem Bereich weltweit. Kunde 3 ist an verschiedenen Projekten beteiligt, darunter auch an der Entwicklung der europäischen Raketenabwehrsysteme.

Raumfahrt

Die Raumfahrtindustrie in Deutschland ist ein wichtiger Sektor innerhalb der deutschen Wirtschaft. Sie besteht aus einer Vielzahl von Unternehmen und Organisationen, die an der Entwicklung und Herstellung von Satelliten, Raketen, Raumfahrzeugen und Technologien für die Raumfahrt beteiligt sind.

Deutsche Unternehmen wie Airbus Defence and Space, OHB, Kunde 4 und Tesat-Space sind wichtige Player in der deutschen Raumfahrtindustrie. Sie sind an verschiedenen Raumfahrtprojekten beteiligt und liefern Komponenten und Systeme für Satelliten, Raketen und Raumfahrzeuge.

Zukünftige Entwicklung

Wir gehen nach der derzeitigen Planung für 2023 davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Berichtsjahr nochmals deutlich gesteigert werden kann. Das geplante Jahresergebnis für 2023 liegt etwas über dem des Jahres 2022.

Risikoberichterstattung aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sonstige Verbindlichkeiten sowie die Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm und hatte in der Vergangenheit keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Großteil der Kunden. Die Umsätze werden fast ausschließlich in Euro getätigt. In wenigen Ausnahmefällen wird auf Basis des US-Dollars fakturiert. Der Einkauf von Waren und Dienstleistungen erfolgt ebenfalls fast ausschließlich in Euro, in wenigen Fällen in US-Dollar oder in Britischen Pfund. Aufgrund des geringen Umfanges und einer Kosten-Nutzen-Erwägung wurde auf eine Kurssicherung der Transaktionen in Fremdwährung verzichtet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt, Ziel ist die Ausnutzung von Skonto.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über Bankkredite, stille Beteiligungen und über die Inanspruchnahme zur Verfügung gestellter Bankkredite.

Die Gesellschaft hat ein Bankdarlehen (Restschuld zum 31. Dezember 2022: TEUR 500,00) aufgenommen das variabel über den 3-Monats-EURIBOR verzinst wird. Bis zum 30. Dezember 2022 wurde das Risiko von Zinssteigerungen über einen Zins-Swap begrenzt. Nach dem 30. Dezember 2022 wurde kein neuer Zins-Swap abgeschlossen. Die übrigen der Gesellschaft gewährten Darlehen werden mit einem festen Zinssatz verzinst. Risiken aus Zinsschwankungen werden dadurch ausgeschlossen. Die stillen Beteiligungen werden teilweise fest verzinst und teilweise erfolgt eine vom Jahresergebnis der Gesellschaft abhängige Verzinsung. Mit der Ablösung der stillen Beteiligung der MBG über ein Bankdarlehen werden zusätzliche Einsparungen bei den Zinsaufwendungen und den an den stillen Gesellschafter abgeführten Teil des Jahresergebnisses erzielt.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos erfolgt eine permanente Überwachung der erwarteten Zahlungsein- und -ausgänge. Die Kontokorrentlinie bei der Bank ist ausreichend dimensioniert um auch unerwartete Zahlungsstromschwankungen ausgleichen zu können.

Chancen / Risiken

Eine Restrukturierung und Anpassung der PMG an die aktuellen ökologischen Rahmenbedingungen ist nahezu abgeschlossen. In den Bereichen nachhaltiges Ressourcenmanagement von Recyclingmaterialien, nachhaltige eigene Energiegewinnung auf dem Firmengelände mit einer PV-Anlage (850 kWp mit ca. 6.000 m 2 Solarfläche) und die CO 2 neutrale Produktion am Standort Wilsdruff hat die PMG eine Vorreiterrolle übernommen. Durch den gewonnenen Vorsprung ist das Unternehmen bestens für die zukünftigen Anforderungen durch seine Kunden gerüstet. Die erzielten Einsparungen bringen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, nicht nur in Form einer besseren Marge, sondern auch in der Wahrnehmung der PMG von außen.

Es bestehen derzeit, aufgrund der geopolitischen Rahmenbedingungen und die damit einhergehende Notwendigkeit enormer Investitionen in die Stärkung der Verteidigung, große Chancen sich am Markt zu positionieren. Mit Kooperationen unter der Leitung der PMG können Auftragspakete bearbeitet werden, die ein erhebliches Umsatzwachstum versprechen.

Die Finanzstruktur der PMG ist zum Ende des Jahres 2022 und zu Beginn des Jahres 2023 in großen Teilen neu strukturiert worden und somit für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

Risiken bestehen bei der Gewinnung von Fachkräften. Hier besteht aller Wahrscheinlichkeit nach zukünftig der größte Engpass. Um größere Auftragspakete zu realisieren, müssen Fachkräfte am hartumkämpften Markt gewonnen werden. Die Situation in der Materialbeschaffung ist nach wie vor schwierig und birgt in einigen Bereichen Risiken. Es ist eine längerfristige Vorplanung seitens unserer Kunden notwendig, welche aber häufig nicht möglich oder nicht gewünscht wird. Erfolgt hier ein zu spätes Umdenken kann es zu Ausfällen in der Lieferfähigkeit führen. In der Finanzierung weiterer Vorhaben ist es möglich, dass das Zinsniveau noch weiter ansteigt, was Investitionen erschweren könnte. Ein existenzbedrohendes Risiko ist nicht zu erkennen.

 

Wilsdruff, 20. März 2023

Torsten Freudenberg, Geschäftsführer

David Riedrich, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 5.788.216,59 5.901.182,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 291.013,00 349.239,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 255.913,00 307.963,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 35.100,00 41.276,00
II. Sachanlagen 5.497.203,59 5.551.943,84
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.927.979,31 2.003.409,31
2. technische Anlagen und Maschinen 3.208.259,28 3.378.467,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 174.370,00 170.067,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 186.595,00 0,00
B. Umlaufvermögen 3.036.417,04 2.472.425,90
I. Vorräte 2.212.548,43 1.765.732,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 760.830,52 671.448,55
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 691.346,73 555.460,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.571,51 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 57.912,28 115.988,31
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 63.038,09 35.244,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 99.044,02 110.302,31
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.923.677,65 8.483.911,05

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 2.343.730,88 2.296.630,89
I. gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnvortrag 1.677.630,89 1.797.810,19
III. Jahresüberschuss 416.099,99 248.820,70
B. Einlagen stiller Gesellschafter 1.750.000,00 1.750.000,00
C. Rückstellungen 396.900,06 212.621,70
D. Verbindlichkeiten 4.380.064,92 4.149.006,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.540.036,90 2.622.059,03
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.071.702,48 957.899,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 115.912,99 153.585,93
4. sonstige Verbindlichkeiten 652.412,55 415.462,10
E. Rechnungsabgrenzungsposten 52.981,79 75.652,18
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.923.677,65 8.483.911,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 6.722.651,62 4.663.605,96
2. Personalaufwand 3.179.780,42 2.600.234,57
a) Löhne und Gehälter 2.659.809,55 2.165.642,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 519.970,87 434.591,65
davon für Altersversorgung 31.443,84 31.390,52
3. Abschreibungen 764.374,24 587.589,25
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 764.374,24 587.589,25
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.921.718,24 856.977,59
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 810,29 221,37
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 64,00 18,41
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 18,41
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 214.283,67 225.685,76
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 189.881,15 107.455,70
8. Ergebnis nach Steuern 452.677,90 285.681,50
9. sonstige Steuern 2.207,28 1.860,80
10. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 34.370,63 35.000,00
Jahresüberschuss 416.099,99 248.820,70

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

PMG Precision Mechanics Group GmbH Produktion, Montage und Verkauf von Flugzeugteilen, Hühndorfer Höhe 21, 01723 Wilsdruff

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der PMG Precision Mechanics Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die PMG Precision Mechanics Group GmbH hat ihren Sitz in Wilsdruff und ist unter der Nummer HRB 31662 beim Amtsgericht Dresden in das Handelsregister eingetragen.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsgrundsätze

Für die Erstellung der Schlussbilanz waren die nachfolgenden Bilanzierungsgrundsätze maßgebend:

Die Saldenvorträge zum 1. Januar 2022 entsprechen den Ansätzen in der Bilanz zum 31. Dezember 2021, so dass die Bilanzidentität gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB gewahrt ist.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Das Realisationsprinzip bzw. das Imparitätsprinzip sowie der Grundsatz der Vorsicht werden beachtet (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB).

Die Gliederung der Bilanz wurde aufgrund des Eigenkapitalcharakters der gewährten Einlagen der stillen Gesellschafter gemäß § 265 Abs. 5 HGB um die Position Einlagen stiller Gesellschafter erweitert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

• Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Bei den selbst hergestellten Werkzeugen und Vorrichtungen werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Zugänge werden pro-rata-temporis abgeschrieben.

Der Firmenwert aus dem Erwerb zweier Geschäftsbetriebe wird angesichts des langfristig nutzbaren Know-hows, der in der Flugzeugindustrie langen Produktlebenszyklen, der übernommenen Mitarbeiter und der gewachsenen Kunden- und Lieferantenbeziehungen über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Für maschinengebundene Werkzeuge wurde ein Festwert in Höhe von Euro 662.887,53 gebildet, der unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen wird. Der Wertansatz wird alle drei Jahre, entsprechend § 240 Abs. 3 Satz 2 HGB überprüft. Im Rahmen der Überprüfung zum 31. Dezember 2021 musste der Festwert von Euro 386.586,96 um Euro 276.300,57 auf Euro 662.887,53 angepasst werden, da der Bestand an Werkzeugen in den letzten Jahren stetig erhöht wurde. Der Festwert wurde mit 50% der tatsächlichen Anschaffungskosten angesetzt, da sich die Werkzeuge im Gebrauch befinden und nicht alle neuwertig sind.

Selbst hergestellte, antragsgebundene Werkzeuge und Vorrichtungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die geschätzte Nutzungsdauer von ursprünglich 5 Jahren (60 Monate) musste auf die tatsächlich niedrigere Nutzungsdauer von 2,5 Jahren (30 Monate) angepasst werden. Durch die Anpassung der Nutzungsdauer wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von Euro 40.217,25 (Vorjahr: Euro 0,00) vorgenommen.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und den entsprechenden steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Von der Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter im Einzelwert bis Euro 800,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG wurde im Berichtsjahr Gebrauch gemacht.

Der Anlagenspiegel ist dem Anhang beigefügt.

• Umlaufvermögen

Das Vorratsvermögen wurde im Rahmen einer Stichtagsinventur zum 31. Dezember 2022 körperlich aufgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten. Das Niederstwertprinzip (§ 253 Abs. 3 HGB) wurde beachtet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit der retrograden Bewertungsmethode bewertet. Bei den fertigen Erzeugnissen wurden vom Verkaufspreis die Gewinnmarge sowie angemessene Teile der Vertriebskosten abgezogen. Bei unfertigen Erzeugnissen wurden die erzielbaren Verkaufspreise in Höhe des prozentualen Fertigstellungsgrades angesetzt und anschließend um die angemessenen Teile der Vertriebskosten und der Gewinnmarge gemindert.

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Bildung einer Einzelwertberichtigung war, wie im Vorjahr, nicht notwendig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände, Bankguthaben und Kassenbestand sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet.

• Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Absatz 1 HGB gebildet.

• Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen alle Verbindlichkeiten des Wirtschaftsjahres 2022, die in ihrer tatsächlichen Höhe ungewiss sind; dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Für weitere ungewisse Verbindlichkeiten waren keine Anhaltspunkte zu erkennen.

• Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum 31. Dezember 2022 mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Angaben zu den Einzelposten der Bilanz

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von Euro 11.571,51 (Vorjahr: Euro 0,00) ein Darlehen gegenüber der Gesellschafterin.

sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von Euro 16.804,28 (Vorjahr: Euro 4.571,34) enthalten, die erst mit Vorliegen der Rechnung im Folgejahr rechtlich entstehen.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von Euro 2.463,35 (Vorjahr: Euro 6.237,82) enthalten.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital wird nach § 272 Abs. 1 Satz 1 HGB zum Nennbetrag bewertet und gemäß § 42 Abs. 1 GmbHG als gezeichnetes Kapital ausgewiesen.

Einlagen stiller Gesellschafter

Die Einlagen der stillen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.750,00 sind mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt und wie folgt strukturiert:

Verbindlichkeiten insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
TEuro bis 1 Jahr
TEuro
über 1 Jahr bis 5 Jahre
TEuro
über 5 Jahre
TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.540,0 972,5 1.149,0 418,5
(2.622,1) (771,8) (1.347,3) (503,0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen 1.071,7 558,8 490,5 22,4
und Leistungen (957,9) (450,1) (507,8) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 115,9 115,9 0,0 0,0
(153,6) (54,2) (99,4) (0,0)
Einlagen stiller Gesellschafter 1.750,0 1.750,0 0,0 0,0
(1.750,0) (1.198,8) (551,2) (0,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 652,4 652,4 0,0 0,0
(415,4) (379,6) (35,8) (0,0)
6.130,0 4.049,6 1.639,5 440,9
(...) = Vorjahr (5.899,0) (2.854,5) (2.541,5) (503,0)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag wie folgt besichert:

• Sicherungsübereignung des Inventars, des Warenlagers;

• Abtretung aller Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen gegenüber sämtlichen Kunden;

• selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von jeweils Euro 125.000,00 von Herrn Freudenberg, Herrn Bryks und Herrn Riedrich;

• Ausfallbürgschaften in Höhe von Euro 350.000 der R+V Versicherung AG

• Sicherungsübereignung der Photovoltaikanlage.

Die PMG hat ein Zins-Derivat zur Absicherung des Zinsrisikos aus einem Bankdarlehen (Grundgeschäfte) abgeschlossen.

Der im Geschäftsjahr 2022 verbliebene Zins-Swap endete zum 30. Dezember 2022. Mit dem Swap erfolgte ein Tausch der variablen Zinssätze (3-Monats-EURIBOR des Grundgeschäfts) durch feste Zinssätze. Der Zins-Swap war zu 100 % effektiv, da das Risiko aus Zinssteigerungen des 3-Monats-EURIBOR vollständig abgesichert war. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft stellten eine Bewertungseinheit (§ 254 HBG) dar. Diese Bewertungseinheit entsprach dem Micro-Hedging. Die Bewertung der Bewertungseinheit erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Der Marktwert des Zins-Swap beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR -13.700,35) und wurde nach der Barwertmethode auf Basis der Zinssätze durch die Bank auf einem aktiven Markt ermittelt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen besichert. Die in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von EUR 806.633,59 (Vorjahr: EUR 759.525,28) sind durch Eigentumsvorbehalte der über Mietkauf finanzierten Maschinen besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von Euro 115.912,99 (Vorjahr: Euro 104.875,66) Zinsverbindlichkeiten und in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 48.710,27) Verbindlichkeiten aus an die Gesellschafterin, die BFR GmbH, Wilsdruff, weiterzureichende Fördermittelzahlungen aus der Corona-Überbrückungshilfe.

Der Bestand der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin BFR GmbH hat sich wie folgt entwickelt:

Euro
Stand Verbindlichkeiten zum 1. Januar 2022 153.585,93
Auszahlungen (Tilgung) 107.987,79
Einzahlungen (Neuverschuldung) 70.314,85
Stand Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 115.912,99

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von Euro 316.742,37 (Vorjahr: Euro 227.742,32) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Zusätzlich bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der stillen Gesellschafterin, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH, Dresden, in Höhe von Euro 20.000,00 (Vorjahr: Euro 20.000,00).

4. Angaben zu den Einzelposten der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet in Höhe von Euro 35.831,25 (Vorjahr: Euro 35.831,25) Zinsen an verbundene Unternehmen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in außergewöhnlicher Höhe und von außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. Diese Aufwendungen betreffen die Zuführung der Rückstellung für die Rückzahlung von Corona-Überbrückungshilfe in Höhe von Euro 94.000,00 die im Rahmen der Schlussabrechnung der Corona-Überbrückungshilfe II und III ermittelt wurde.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg wurde eine Bürgschaftserklärung über Euro 1.320.000,00 für ein Darlehen der BFR GmbH abgegeben.

Weitere Haftungsverhältnisse, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind und die nach § 251 HGB anzugeben sind, existieren nicht.

Es bestehen wesentliche finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB in folgender Art und Höhe:

• Es bestehen 12 Fahrzeugleasingverträge mit der Volkswagen Leasing GmbH mit Leasingraten von jährlich Euro 43.320,00. Die Verträge laufen noch 43 Monate (3 Fälle), 18 Monate (1 Fall), 11 Monate (1 Fall), 10 Monate (3 Fälle), 9 Monate (3 Fälle) und 6 Monate (1 Fall).

• Es bestehen 8 Fahrzeugleasingverträge mit der Arval Deutschland GmbH mit Leasingraten von jährlich Euro 38.269,20. Die Verträge laufen noch 18 Monate (7 Fälle) und 26 Monate (1 Fall).

• Es bestehen 2 Fahrzeugleasingverträge mit der Skoda Leasing GmbH mit Leasingraten von jährlich Euro 8.792,88. Die Verträge laufen noch 33 Monate (1 Fall) und 32 Monate (1 Fall).

• Es besteht 2 Maschinenleasingverträge mit der Süd-Leasing GmbH mit Leasingraten von jährlich Euro 63.942,60. Die Verträge laufen noch 2 Jahre und 4 Monate.

Name und Sitz des Mutterunternehmens

Das Mutterunternehmen, die BFR GmbH, hat seinen Sitz auf der Hühndorfer Höhe 21 in 01723 Wilsdruff.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Für das Geschäftsjahr 2022 waren zu Geschäftsführern bestellt:

Herr David Riedrich, kaufmännischer Geschäftsführer

Herr Torsten Freudenberg, technischer Geschäftsführer

In Bezug auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von Euro 416.099,99 erzielt. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Personalbestand

Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich 56 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Arbeitnehmergruppen setzen sich wie folgt zusammen:

Gruppe Zahl
Arbeiter 42
Angestellte 14

Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB haben sich nicht ergeben.

Auch die Folgen des fortdauernden Ukrainekriegs und die damit einhergehende Inflation und Energiepreisentwicklung haben keine nennenswerten negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Wir verweisen auf die Ausführungen im Lagebericht.

Anlagespiegel

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

PMG Precision Mechanics Group GmbH Produktion, Montage und Verkauf von Flugzeugteilen, 01723 Wilsdruff

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.230,31 11.607,00 0,00 0,00 277.837,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 780.603,23 0,00 0,00 0,00 780.603,23
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.046.833,54 11.607,00 0,00 0,00 1.058.440,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.504.405,17 0,00 0,00 0,00 2.504.405,17
2. technische Anlagen und Maschinen 6.537.415,21 359.533,91 46.753,96 28.293,60 6.878.488,76
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.009,83 68.362,48 2.820,65 0,00 674.551,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 214.888,60 0,00 28.293,60- 186.595,00
Summe Sachanlagen 9.650.830,21 642.784,99 49.574,61 0,00 10.244.040,59
Summe Anlagevermögen 10.697.663,75 654.391,99 49.574,61 0,00 11.302.481,13

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

PMG Precision Mechanics Group GmbH Produktion, Montage und Verkauf von Flugzeugteilen, 01723 Wilsdruff

kumulierte Abschreibungen 01.01.2022
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 224.954,31 17.783,00 0,00 0,00 242.737,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 472.640,23 52.050,00 0,00 0,00 524.690,23
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 697.594,54 69.833,00 0,00 0,00 767.427,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 500.995,86 75.430,00 0,00 0,00 576.425,86
2. technische Anlagen und Maschinen 3.158.947,68 555.057,76 43.775,96 0,00 3.670.229,48
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 438.942,83 64.053,48 2.814,65 0,00 500.181,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.098.886,37 694.541,24 46.590,61 0,00 4.746.837,00
Summe Anlagevermögen 4.796.480,91 764.374,24 46.590,61 0,00 5.514.264,54

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

PMG Precision Mechanics Group GmbH Produktion, Montage und Verkauf von Flugzeugteilen, 01723 Wilsdruff

Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 35.100,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 255.913,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 291.013,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.927.979,31
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 3.208.259,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 174.370,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 186.595,00
Summe Sachanlagen 0,00 5.497.203,59
Summe Anlagevermögen 0,00 5.788.216,59

sonstige Berichtsbestandteile

 

Wilsdruff, 2. März 2023

gez. David Riedrich

gez. Torsten Freudenberg

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.04.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PMG Precision Mechanics Group GmbH, Wilsdruff

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PMG Precision Mechanics Group GmbH, Wilsdruff, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PMG Precision Mechanics Group GmbH, Wilsdruff, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 31. März 2023

DR. NEUMANN UND PARTNER MBB WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Dipl.-Betriebswirt Karsten Schmidt, Wirtschaftsprüfer

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