Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 72932
Vorher
Hopfgarten G16 GmbHPage Personnel Service GmbH
Eingetragen
15.4.2014
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
Die Erbringung und Bereitstellung von Dienstleistungen für die Page Personnel (Deutschland) GmbH.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Benjamin Wille
seit 13.10.2022
Prokura
Julia Wendel
seit 17.1.2022
Prokura
Prokura
Kelvin Stagg
seit 13.7.2018
Geschäftsführer
Goran Baric
seit 16.7.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MICHAEL PAGE INTERNATIONAL HOLDINGS LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Page Personnel (Deutschland) GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Page Personnel Service GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

Unternehmensgegenstand

Die Geschäftstätigkeit der Page Personnel Service GmbH besteht in der Erbringung und Bereitstellung von Dienstleistungen für die Page Personnel (Deutschland) GmbH.

Unternehmensstruktur

Die Page Personnel Service GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der Page Personnel (Deutschland) GmbH, Düsseldorf und Teil der internationalen Page-Gruppe. Die oberste Muttergesellschaft ist die PageGroup plc., Addlestone/Vereinigtes Königreich, in deren Konzernabschluss der Jahresabschluss einbezogen wird.

Standorte

Neben der Zentrale in Düsseldorf operiert die Gesellschaft, wie schon im vergangenen Jahr, an den Standorten Frankfurt am Main, München, Köln, Berlin sowie Stuttgart und Hamburg.

Angaben zum Gendergesetz - Frauenquote:

Die Frauenquote beträgt gesamt (ohne Unterscheidung der Positionen) für die Page Personnel Service GmbH 49% (Vorjahr 34%).

Folgende Zielgrößen wurden festgelegt:

• Eine Veränderung in der Geschäftsführung ist Stand heute in den nächsten Jahren nicht geplant.

• Eine Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsebenen ist um 10% geplant.

Ein Aufsichtsrat ist nicht vorhanden.

II. Wirtschaftsbericht

2.1 Konjunkturelle Lage in Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Neben der Abschaltung der drei letzten deutschen Atomkraftwerke zum 15. April 2023 sank auch die Energieproduktion aus Braun- und Steinkohle. Dagegen wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Zudem wurde vermehrt Strom im Ausland eingekauft. Die bisher vorliegenden Außenhandelsdaten zeigen einen Anstieg der preisbereinigten Stromimporte im zweistelligen Prozentbereich bei gleichzeitig niedrigeren Stromexporten. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenn gleich deutlich weniger, im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

(Quelle: Destatis / "Bruttoinlandsprodukt 2023 in Deutschland" vom 15. Januar 2024)

2.2 Branchenkonjunktur

Durch die Nutzung von sozialen Netzwerken und intelligenten Programmen können die Branchenunternehmen Effizienzgewinne erzielen. Personalberatern gelingt es dadurch, mit deutlich geringerem Arbeitsaufwand als zuvor eine höhere Anzahl an Kandidaten zu identifizieren.

Die Vermittlungsagenturen dürften künftig einen stärkeren Fokus auf die Suche nach Fachkräften legen. Zahlreiche Wirtschaftsbereiche haben mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen und finden nur schwer qualifizierte Mitarbeiter, was der Branche Wachstumschancen bietet.

Die Zahl der Stellenausschreibungen dürfte im Laufe des aktuellen Jahres weiter steigen. Während diese Entwicklung in Phasen des wirtschaftlichen Aufschwungs erwartbar ist, bedeutet sie in rezessiven beziehungsweise stagnierenden Zeiten, wie aktuell der Fall, dass sich der Arbeitsmarkt immer stärker von konjunkturellen Zyklen abkoppelt. Trotz wirtschaftlich schwieriger Lage ist der Personalmangel in den Unternehmen groß. Dies birgt Wachstumspotenzial für die Branche.

Zugleich stoßen auch Personalvermittlungsunternehmen an ihre Grenzen bei der Suche nach geeigneten Kandidaten. Knapp ein Fünftel der Personalvermittler kann derzeit maximal 20 % ihrer Aufträge erfolgreich abschließen, während nur 16,7 % die meisten ihrer Aufträge erfolgreich abschließen können. Die schwierigen Erfolgsaussichten belasten wiederum die Kundenzufriedenheit.

Auch wenn bei zahlreichen Unternehmen ein hoher Bedarf an verschiedenen Fachkräften besteht und viele Probleme haben, geeignete Mitarbeiter zu finden, lohnt sich eine Besetzung der Stelle durch Personalvermittler aufgrund der Gebühren und Provisionen bislang nur selten.

Branchenbericht von IBISWORLD Branchenreport N78.10 DE "Vermittlung von Arbeitskräften" aus Juni 2024

III. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Umsätze der Gesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahr geringfügig gesunken. Die realisierten Umsätze liegen um -5,7% unter den Vorjahresumsätzen.

IV. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2023 hat sich das Gesamtvermögen gegenüber dem Vorjahr (TEUR 21.799) um TEUR -13.246 auf TEUR 8.553 vermindert. Dies resultiert aus dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 8.519 und betreffen mit TEUR 8.510 Forderungen gegen den Gesellschafter Page Personnel Deutschland GmbH. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus konzerninternen Weiterbelastungen von Serviceleistungen an im Ausland ansässige Unternehmen der Page Gruppe.

Die Passivseite setzt sich aus dem unveränderten Eigenkapital in Höhe von TEUR 25 und dem Fremdkapital in Höhe von TEUR 8.528 (Vorjahr TEUR 21.774) zusammen. Das Fremdkapital besteht aus Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.435 (Vorjahr TEUR 1.989), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.750 (Vorjahr TEUR 19.371) sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr TEUR 391). Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen werden.

Ertragslage

Die Page Personnel Service GmbH konnte trotzdem ihren positiven Trend aus den Vorkrisenjahren fortführen und verzeichnet trotz geringeren Umsatzerlösen von -5,7% gegenüber dem Vorjahr ein gewachsenes Betriebsergebnis. Der erzielte Umsatz 2023 beträgt TEUR 33.376.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten größtenteils Erträge aus Dienstwagen- und Sachbezugsversteuerung und sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 54 auf TEUR 427 leicht angestiegen.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.765 erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 14,4%. Dieser Anstieg ist durch die gestiegenen Gehälter und Sozialabgaben bedingt. Gegenläufig hat sich die Zahl der Arbeitnehmer von 225 in 2022 auf 217 im Jahr 2023 verringert. Zudem wurden gezielt erfahrene Mitarbeiter von Konkurrenten eingestellt, wodurch sich das Lohnniveau zusätzlich erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.144 gesunken. Dies entspricht einem Rückgang rd. 34%. Hintergrund sind gesunkene Aufwendungen für Kostenumlagen, interne Reise- und Bewirtungskosten resultierend aus fast stetigen Mitarbeiterzahl.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 335 resultieren aus der erstmaligen Verzinsung des Cash-Pools.

Aufgrund des am 27. November 2014 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wird das Jahresergebnis an die alleinige Gesellschafterin Page Personnel (Deutschland) GmbH abgeführt.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist aufgrund der Einbindung in die Konzernstruktur der PageGroup als sehr stabil zu bezeichnen.

Der positive Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.364 konnte den negativen Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.364 vollständig decken. Liquide Mittel sind nicht aufgebaut worden.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Kreditlinien über die PageGroup wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen.

V. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Die Gesamtbeurteilung des Geschäftsjahres 2023 ist geprägt durch den anhaltenden Fachkräftemangel. Dennoch konnte nach den von Krisen beeinflussten Jahren 2020 bis 2022 die positive Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt werden.

Die wirtschaftliche Lage des Jahres 2023 kann insgesamt als stabil bezeichnet werden. Allerdings wurden zum Ende des Jahres die Effekte aus der allgemeine Unsicherheit aufgrund der konjunkturellen Lage und der geopolitischen Situation merklich, so dass wir damit begonnen haben, Anpassungen in operativen Prozessen vorzunehmen, um eine stabile Geschäftsentwicklung weiterhin sicherzustellen.

VI. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risikobericht

Gesamtrisikomanagement

Ziel der Unternehmenspolitik der Page Personnel Service GmbH ist bei gleichzeitiger Minimierung von Risiken eine Ausrichtung der Geschäftstätigkeit auf kontinuierliches, nachhaltiges und langfristiges Ertragswachstum.

Das Risikomanagement ist geschäftsprozessbezogen organisiert und unterliegt der Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung in Deutschland. Organisatorisch betrachtet werden sämtliche aus dem Rechnungswesen/Controlling der Page-Gruppe resultierenden Erkenntnisse ausgewertet und in aufbereiteter Form an die Geschäftsleitung weitergeleitet.

Risikoarten

a) Liquiditätsrisiken

Die Gesellschafterin, Michael Page International Holdings Ltd., London/Vereinigtes Königreich, stellt der deutschen Page-Gruppe, bestehend aus der Michael Page International (Deutschland) GmbH, Page Personnel (Deutschland) GmbH, Page Personnel Service GmbH und der Page Contracting GmbH, ausreichend freie Kreditlinien, die von außenstehenden Banken eingeräumt wurden, zur Verfügung. Auch im Geschäftsjahr 2023 hat die Page Personnel Service GmbH davon keinen Gebrauch gemacht. Die Überwachung der Ausnutzung dieser Kreditlinien bzw. die Beantragung neuer und Prolongation bestehender Kreditlinien wird anhand des monatlich zu ermittelnden und international zu berichtenden Cashflow Forecasts vorgenommen.

Auswirkungen auf die Liquidität aufgrund von unplanmäßigen Entwicklungen bestehen bei der deutschen Page-Gruppe, bedingt durch die Geschäftsstruktur, im Wesentlichen nur bei Zahlungsschwierigkeiten bzw. -unfähigkeit von Kunden. Aufgrund der Erfahrungswerte hinsichtlich des Umfangs von Ausfällen im Aktivgeschäft der deutschen Page-Gruppe sind die Auswirkungen dieser Risiken auf die Liquidität jedoch als gering einzustufen.

b) Operationale Risiken

Operationale Risiken bestehen insbesondere in den Bereichen Personal und IT.

Maßgebliche Personalrisiken liegen in der erfolgreichen Mitarbeiterakquise und der langfristigen Mitarbeiterbindung an die Page Personnel Service GmbH. Unsere Mitarbeiter sowie deren in der Vergangenheit aufgebaute Kundenbeziehungen sind entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Eine unerwünschte Abwanderung von Mitarbeitern könnte die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Um dem Risiko zu begegnen, haben wir im Geschäftsjahr 2023 weiterhin diverse Trainings sowohl intern als auch extern regelmäßig durchgeführt.

Die für die Page Personnel Service GmbH wesentlichen technischen Risiken bestehen hinsichtlich der Funktionsfähigkeit der eingesetzten EDV-Systeme. Aufgrund der Abhängigkeit von einem störungsfreien Betrieb des EDV-Einsatzes wird den möglichen Risiken durch detaillierte Pläne für Notfallsituationen und Back-Up-Systeme Rechnung getragen.

Die Funktionsfähigkeit der EDV-Systeme und insbesondere die Notfalltests und die Datensicherung werden in regelmäßigen Abständen überprüft.

Neben den aufgeführten Risiken und den allgemeinen Marktentwicklungsrisiken, die unser Geschäft in Folge einer Investitionszurückhaltung unserer Kunden unmittelbar negativ beeinflussen könnten, sehen wir keine weiteren wesentlichen Risiken für die Page-Gesellschaften in Deutschland.

2. Chancen

Die Chancen für das Jahr 2024 bestehen im Wesentlichen im weiteren Ausbau der Sparte Zeitarbeitnehmerüberlassung von kaufmännischen Fachkräften. Durch unsere optimierten Prozesse im Zusammenhang mit der Errichtung einer zentralen Shared Service Center-Organisation sind wir in der Lage, diese Entwicklung schnell und kostenoptimiert zu skalieren.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

3. Prognosebericht

Aus den bereits vorliegenden Zahlen des Geschäftsjahres 2024 können wir schließen, dass im Rahmen des operativen Geschäfts das Geschäftsjahr 2024 positiv verlaufen wird, hingegen werden die Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 geringer ausfallen.

Mittel- bis langfristig wird erwartet, dass der Kandidaten- und Fachkräftemangel am deutschen Arbeitsmarkt einen positiven Effekt auf den Bereich Personalberaterbranche haben wird. Dieser Erwartung steht derzeit eine schwache, konjunkturelle Situation in Deutschland entgegen, die wesentlich durch Unsicherheiten aus Inflation, der geopolitischen Entwicklung und der nationale Wirtschaftspolitik getrieben ist.

Die Personalentwicklung lässt sich bis zum heutigen Tage positiv bewerten. Durch weitere Rekrutierungsmaßnahmen soll dieser Trend weiter beschleunigt werden. Die Page Personnel Service GmbH wird sich weiterhin auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und diese weiter ausbauen.

Daneben sind seit dem 31. Dezember 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Page Personnel Service GmbH erwartet wird.

 

Düsseldorf, den 16. Juli 2024

Page Personnel Service GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Kelvin Stagg

gez. Goran Baric

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 8.552.608,87 21.799.363,90
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.552.608,87 21.799.346,40
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.518.765,05 21.692.377,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 33.843,82 106.968,97
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 17,50
B. Rechnungsabgrenzungsposten 353,34 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.552.962,21 21.799.363,90

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 25.000,00 25.000,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.434.852,15 1.988.468,66
C. Verbindlichkeiten 7.093.110,06 19.785.895,24
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34,43 23.927,95
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.749.743,28 19.371.176,83
3. sonstige Verbindlichkeiten 343.332,35 390.790,46
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.552.962,21 21.799.363,90

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 33.802.822,66 35.777.011,97
2. Personalaufwand 22.017.691,87 19.253.041,68
a) Löhne und Gehälter 18.938.110,64 16.582.100,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.079.581,23 2.670.941,37
davon für Altersversorgung 52.609,37 39.138,09
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.868.659,69 15.012.399,28
4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 335.696,10 0,00
5. Ergebnis nach Steuern 1.580.775,00 1.511.571,01
6. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.580.775,00 1.511.571,01
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Page Personnel Service GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter HRB 72932 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt.

Bei der Aufstellung der Bilanz wurden die Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt teilweise die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "Davon-Vermerke" in diesem Anhang angegeben.

Die Wertansätze sind aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 als Vortrag übernommen. Aufbau und Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen dem Vorjahr.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zur Bilanz

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Forderungen werden zum Nennwert angesetzt. Das mit einzelnen Forderungen verbundene Ausfallrisiko wird durch Abschläge vom Nennwert berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit EUR 8.510.117,29 (Vorjahr: EUR 21.665.684,00) Forderungen gegen den Gesellschafter Page Personnel Deutschland GmbH. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von EUR 1.580.775,00 laut aktuellem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Leistungsaustausch innerhalb der deutschen Page Unternehmen sowie aus konzerninternen Weiterbelastungen von Serviceleistungen an im Ausland ansässige Unternehmen der Page Gruppe.

Zum Stichtag bestehen keine Fremdwährungsforderungen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert.

Sämtliche Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den im Voraus bezahlten Beträgen angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag sind. Im Geschäftsjahr sind keine aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden.

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Langfristige sonstige Rückstellungen, die abgezinst werden müssten, bestehen nicht.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten mit TEUR 1.293,1 (Vorjahr: TEUR 1.896) im Wesentlichen personalbezogene Aufwendungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung existieren nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 6.749.743,28 (Vorjahr: EUR 19.371.176,83) beinhalten Verpflichtungen gegenüber der Michael Page International (Deutschland) GmbH in Höhe von EUR 1.115.956,67.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 325.901,93 (Vorjahr: EUR 390.094,06). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen wie im Vorjahr nicht.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Dienstwagen- und Sachbezugsbesteuerung.

Der Personalaufwand beinhaltet in Höhe von EUR 52.609,37 (Vorjahr: EUR 39.138,09) Aufwendungen für die Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten als wesentlichen Posten Aufwendungen aus Konzernweiterbelastungen TEUR 8.904,3 (Vorjahr: TEUR 13.934,2), Kfz-Kosten in Höhe von TEUR 282,6 (Vorjahr: TEUR 292,5) sowie Reisekosten von TEUR 155,2 (Vorjahr: TEUR 90,0).

5. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen wie folgt:

Laufzeit geringer als ein Jahr 465.164
Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren 1.491.514
1.956.678

Die Leasingverträge haben eine Laufzeit von maximal fünf Jahren.

6. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr im Durchschnitt 217 Arbeitnehmer (Vorjahr: 225 Arbeitnehmer) beschäftigt.

Bei sämtlichen Mitarbeitern handelt es sich um Angestellte. Arbeiter oder gewerbliche Mitarbeiter werden nicht beschäftigt.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr an:

- Herr Goran Baric, Personalberater (Senior Managing Director), Frankfurt am Main

- Herr Kelvin Stagg, Personalberater, Leatherhead/Surrey, Vereinigtes Königreich

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsbefugt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabea und b HGB wurde in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Die PageGroup Plc., Addlestone/Vereinigtes Königreich stellt einen Konzernabschluss nach den in der EU geltenden IFRS für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Er wird beim öffentlichen Register der "Companies House" in London (Großbritannien) unter der Nummer 3310225 offengelegt. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Page Personnel (Deutschland) GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die PageGroup Plc., Addlestone/Vereinigtes Königreich einen Konzernabschluss mit befreiender Wirkung erstellt (§ 291 HGB), der in deutscher Sprache offengelegt wird.

Beteiligungsverhältnisse, Ergebnisabführungsvertrag

Die Michael Page International (Deutschland) GmbH besitzt eine 100%-Beteiligung an der Page Personnel (Deutschland) GmbH. Aufgrund des seit 2002 bestehenden und am 11. Dezember 2009 geänderten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis an die alleinige Gesellschafterin Michael Page International (Deutschland) GmbH abgeführt.

Ertrag- und umsatzsteuerrechtlich besteht eine Organschaft, in der die Michael Page International (Deutschland) GmbH als Organträgerin und die Page Personnel (Deutschland) GmbH als Organgesellschaft geführt werden.

Die Page Personnel (Deutschland) GmbH besitzt eine 100 %-Beteiligung an der in 2014 gegründeten Page Personnel Service GmbH, Düsseldorf. Zwischen Gesellschafterin (Organträgerin) und Beteiligungsgesellschaft (Organ) besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag nach der das Jahresergebnis an die alleinige Gesellschafterin Page Personnel (Deutschland) GmbH abgeführt wird.

Ertrag- und umsatzsteuerrechtlich besteht eine Organschaft, in der die Page Personnel (Deutschland) GmbH als Organträgerin und die Page Personnel Service GmbH als Organgesellschaft geführt werden.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.

 

Düsseldorf, den 16. Juli 2024

Page Personnel Service GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Kelvin Stagg

gez. Goran Baric

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Es wird darauf hingewiesen, dass sich der nachfolgende Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss vor Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen bezieht.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Page Personnel Service GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Page Personnel Service GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Page Personnel Service GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 16. Juli 2024

DR. WASSERMANN AUDIT GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Dr. Bernd Wassermann, Wirtschaftsprüfer

Dr. Boris Heller, Wirtschaftsprüfer

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