UPL Deutschland GmbHLiquidiert

50321 Brühl, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 68518
Vorher
United Phosphorus GmbH
Eingetragen
17.2.2010
Branche
Herstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und DesinfektionsmittelnErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den PflanzenbauGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
die Entwicklung und die Produktion von sowie der Handel mit Pestiziden und Chemikalien für die Landwirtschaft sowie die Erbringung von Beratungsleistungen und weiterer Tätigkeiten im Zusammenhang mit Pestiziden und Chemikalien für die Landwirtschaft

Historie

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Management

NameRolle
Michael Krajewski
seit 22.11.2017
Geschäftsführer
Mandar Kadam
seit 22.11.2017
Geschäftsführer
Trevor John Holland
seit 1.8.2011
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

UPL Deutschland GmbH

Brühl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2017 bis zum 31.03.2018

Bilanz zum 31. März 2018

Aktiva

31. März 2018 31. März 2017
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
- Sachanlagen 21.168,84 12.530,97
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 7.930.145,79 4.226.604,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.952.314,58 15.279.820,57
III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.018.433,62 6.303.624,01
  27.900.893,99 6.303.624,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.992,10 23.389,02
  27.947.054,93 25.845.969,12

Passiva

   
  31. März 2018 31. März 2017
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag-/Verlustvortrag 589.964,28 -375.261,47
III. Jahresüberschuss 984.040,05 965.225,75
  1.599.004,33 614.964,28
B. Rückstellungen 10.120.195,49 8.911.006,37
C. Verbindlichkeiten 16.227.885,11 16.319.998,47
  27.947.054,93 25.845.969,12

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2018

2017/18 2016/17
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 41.172.421,59 29.044.004,26
2. Sonstige betriebliche Erträge 177.600,20 49.870,00
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - -
  35.080.103,17 23.770.086,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -805.516,94 -716.098,00
  -35.885.620,11 -24.486.184,50
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -1.059.513,38 -855.343,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -195.950,79 -177.418,11
  -1.255.464,17 -1.032.761,51
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.334,63 -3.582,12
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.158.637,34 -2.562.236,03
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 202.008,19 52.344,87
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 202.008,19 (i. Vj.: EUR 52.455,05)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -180.433,68 -96.228,92
- davon gegenüber verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (i. Vj.: EUR 0,00)    
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -82.500 -0,30
10. Ergebnis nach Steuern 984.040,05 965.225,75
11. Jahresüberschuss 984.040,05 965.225,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2017/2018

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der UPL Deutschland GmbH wurde entsprechend den Bestimmungen des § 264 Abs. 1 HGB auf der Grundlage der §§ 242 bis 288 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter dem Aktenzeichen HRB 68518 eingetragen.

Zum Abschlussstichtag weist die Gesellschaft die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind vornehmlich im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concem-Prinzip gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear. Zugänge des Berichtsjahres mit Anschaffungskosten unter EUR 410 werden zum Anschaffungszeitpunkt in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Forderungsausfallrisiken wurden durch den Verkauf der Forderungen im Rahmen des Factorings minimiert. Soweit darüber hinaus absehbare Ausfallrisiken bei der Gesellschaft verbleiben, wird diesen durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel und das Eigenkapital sind zum Nennwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für sämtliche ungewissen Verbindlichkeiten, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, gebildet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert worden.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in voller Höhe aus dem Cash Pooling-Vertrag. Fremdwährungsforderungen bestehen nicht, da die Fakturierung in Euro erfolgt. Die Forderungen bestehen in voller Höhe gegen den Gesellschafter.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 13.713 (Vorjahr: TEUR 12.207) sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.129 (Vorjahr: TEUR 5.098) enthalten. Die Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 11.841 (TEUR 8.008) Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 636 (Vorjahr: TEUR 495) die Weiterbelastung von Verwaltungsgebühren und weitere Weiterbelastungen von TEUR 1.237 (Vorjahr: TEUR 1.008).

Sonstige Pflichtangaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die Zahl der in 2017/2018 beschäftigten Mitarbeiter betrug 13 (Vorjahr: 14), davon ein leitender Angestellter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen:

Fällig in 2017/18:

 

Büromiete: EUR 35.847,89

 

Leasingkosten: EUR 42.765,35

Fällig nach 2018:

 

Büromiete: EUR 37.552,23

 

Leasingkosten: EUR 40.525,35

Mittels dieser Geschäfte bewahrt sich die Gesellschaft in finanzieller Hinsicht Flexibilität und vermeidet typische Eigentümerrisiken.

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Holland, Trevor John, Lymm / Großbritannien, Managing Director

Premnath, Ajit Kumar, Warrington / Großbritannien, Chief Operating Officer & Global Business Head - Crop Protection (bis 22. November 2017)

Dadrewalla, Jimmy Erach, Crewe, Cheshire / Großbritannien, Chief Financial Officer (bis 22. November 2017)

Dutia, Bharat, Altrincham, Greater Manchester/ Großbritannien, Chief Operating Officer (bis 22. November 2017)

Krajewski, Dr. Michael, Brühl / Deutschland, Executive Director (seit 22. November 2017)

Kadam, Mandar, Warrington Cheshire / Großbritannien, Chief Financial Officer (seit 22. November 2017)

Die Geschäftsführer werden nicht unmittelbar von der Gesellschaft entlohnt. Insofern wird in Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9 HGB verzichtet.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der UPL Limited, Mumbai, India (größter und kleinster Kreis der Unternehmen) einbezogen und dort veröffentlicht.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Brühl, den 28. Februar 2019

UPL Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017/2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. April 2017 Zugänge Abgänge 31. März 2018
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen        
- Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 35.255,47 13.972,50 0,00 49.227,97
  35.255,47 13.972,50 0,00 49.227,97
Kumulierte Abschreibungen
1. April 2017 Zuführungen Abgänge 31. März 2018
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen        
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.724,50 5.334,63 0,00 28.059,13
  22.724,50 5.334,63 0,00 28.059,13
Buchwerte
31. März 2018 31. März 2017
EUR EUR
Sachanlagen    
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.168,84 12.530,97
  21.168,84 12.530,97

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017/2018

1. Grundlagen des Unternehmens

Die UPL Deutschland GmbH vertreibt seit ihrer Gründung zugekaufte Pflanzenschutzmittel auf dem deutschen und österreichischen Markt. Ein eigener Produktionsstandort wird nicht unterhalten.

Die eingekauften Produkte werden überwiegend von der Muttergesellschaft UPL Europe Limited sowie den Schwestergesellschaften Cerexagri s.a.s. und Cerexagri b.v. bezogen. Der Anteil an Produkten, die von Drittunternehmen bezogen werden, ist im Geschäftsjahr 2017/2018 angestiegen.

Der Absatz der Produkte erfolgte im deutschen Agrarbereich ausschließlich über den Großhandel; sowohl das Industriegeschäft als auch das Österreichgeschäft wurden über im Agrarbereich tätige Vertriebsfirmen abgewickelt.

Der Markt für Pflanzenschutzmittel in Deutschland war im Frühjahr 2017 durch wechselhafte Witterungsereignisse gekennzeichnet.

Die Sommerungen konnten durch ein unbeständiges Frühjahr 2017 zum Teil spät ausgesät werden. Auch die Situation im folgenden Frühjahr war durch einen niederschlagsreichen Februar geprägt.

Die Rübenanbaufläche ist von 372.500 ha in 2014 auf 312.800 ha in 2015 zurückgegangen. 2016 ist sie auf 334.500 ha und 2017 auf 406.700 ha deutlich angestiegen (Quelle Statistisches Bundesamt). Nach unseren Schätzungen ist die Anbaufläche 2018 zu 2017 unverändert geblieben. Der starke Anstieg in 2017 als auch die stabile Anbausituation in 2018 wirkte sich positiv auf unsere Umsatzerlöse aus.

Unsere Stellung in unserem wichtigsten Absatzmarkt, den Rübenherbiziden, konnte aufgrund des starken Anstieges der Anbaufläche von 2016 auf 2017 ebenfalls ausgebaut werden. Dies wurde auch durch geringe Lagerbestände in der nachgelagerten Wertschöpfungskette 2017 als auch 2018 im Segment Zuckerrübenherbizide gefördert.

Diese Effekte führten zu einem Anstieg des Ergebnisses in 2017/2018. Die Wetterbedingungen haben insofern Einfluss auf das abgesetzte Volumen, den Wettbewerb, den Produktpreis und damit auf die zu erzielenden Margen.

In Österreich konnte der Marktanteil auf einem hohen Niveau gehalten werden. Hier spielten vor allem die Rübenherbizide eine herausragende Rolle.

2. Wirtschaftsbericht

Als Steuerungsinstrument werden die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern verwendet. Diese finanziellen Leistungsindikatoren werden nachfolgend erläutert.

2.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse von TEUR 41.172 (Vorjahr: TEUR 29.044) erzielt. Die Umsatzprognose im Lagebericht des Vorjahres konnte damit erfüllt werden.

Ursache für den Umsatzanstieg in 2017/18 waren insbesondere der Flächenzuwachs im Rübenanbau im Vergleich zu 2016 und die damit verbundene Nachfragesteigerung aufgrund geringerer Bestände bei den Kunden im Bereich Rübenherbizide, günstige Wetterbedingungen im Frühjahr 2017 sowie der gestiegene Vertriebsanteil an Produkten Drittunternehmen.

Das Rohergebnis als Überschuss der Umsatzerlöse über die Materialaufwendungen hat sich unverkennbar verbessert und beträgt TEUR 5.464 nach TEUR 4.608 im Vorjahr, was ebenfalls überwiegend auf den Anbauflächenzuwachs und die günstigen Witterungsbedingungen zurückzuführen ist.

Der Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 222 ist hauptsächlich auf Bonuszahlungen an die Belegschaft auf Grund des guten Geschäftsjahres zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um etwa TEUR 705 basiert im Wesentlichen auf Aufwendungen in Zusammenhang mit einem Rechtsstreit sowie höheren betrieblichen Infrastrukturkosten bedingt das Geschäftswachstum.

Die Zinsaufwendungen sind um TEUR 25 gesunken, demgegenüber sind die Zinserträge sind um TEUR 150 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Cash Pooling mit dem Gesellschafter sowie dem Factoring, und korrespondiert mit dem Wachstum bei den Umsatzerlösen.

Unter Berücksichtigung der übrigen Aufwands- und Ertragsposten der Gesellschaft, insbesondere der Materialaufwendungen, ergibt sich ein zum Vorjahr entsprechend verbessertes Ergebnis nach Steuern von TEUR 984 (Vorjahr: TEUR 965). Ursächlich hierfür ist insbesondere der deutliche Umsatzanstieg bei nur geringfügiger Aufwandssteigerung zu benennen.

2.2. Finanzlage

Die Eigenkapitalstruktur zum 31. März 2018 ist gegenüber dem Vorjahr unverändert, der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2016/2017 wurde vollständig thesauriert.

Das Geschäftsjahr 2017/2018 schloss mit einem Jahresüberschuss von TEUR 984 im Vergleich zu TEUR 965 im Vorjahr. Es ergibt sich ein positives Eigenkapital von TEUR 1.599.

Korrespondierend zu der Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres 2017/18 ergeben sich zum Jahresende erhöhte Rückstellungen für Kunden von TEUR 9.634 (Vorjahr: TEUR 8.657).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund stichtagsnaher Warenlieferungen von TEUR 12.207 auf TEUR 13.713 gestiegen.

Die Gesellschaft refinanziert ihre Kundenforderungen im Wesentlichen durch ein Factoringverfahren. Des Weiteren ist die Gesellschaft zur kurzfristigen konzerninternen Liquiditätssteuerung in ein Cash Pool Verfahren mit der Gesellschafterin einbezogen.

Hinweise auf drohende Liquiditätsengpässe ergaben sich nicht. Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, ihren fälligen Verpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der guten Auftragssituation im GJ 2017/2018 gehen wir von einer sich fortsetzenden Verbesserung der Finanzlage aus.

2.3. Vermögenslage

31.03.2018 31.03.2017
TEUR % TEUR %
Langfristig gebundenes Vermögen        
Sachanlagen 21 0,1% 13 0,1%
Summe langfristig gebundenes Vermögen 21 0,1% 13 0,1%
Kurzfristig gebundenes Vermögen        
Vorräte 7.903 28,3% 4.227 16,4%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.709 9,7% 3.648 14,1%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.002 46,5% 11.628 45,0%
Liquide Mittel 4.018 14,4% 6.304 24,4%
Übrige Aktiva 25 0,1% 23 0,1%
Summe kurzfristig gebundenes Vermögen 27.657 99,0% 25.830 99,9%
  27.947 100,0% 25.845 100,0%

Aufgrund der Darstellung der Beträge in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Das Vermögen ist im Wesentlichen kurzfristig gebunden.

Das Vorratsvermögen ist von TEUR 4.226 auf TEUR 7.930 gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf höhere Lagerbestände zurückzuführen. Zu den Ursachen verweisen wir auf die obigen Darstellungen.

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen ist zum Stichtag um TEUR 939 von TEUR 3.648 auf TEUR 2.709 gesunken. Ursächlich hierfür ist der Zeitpunkt der Überweisung der Zahlungseingänge durch die Factoring-Bank. Grundsätzlich führte das im Geschäftsjahr 2012/2013 eingeführte Factoring zur Verbesserung der Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft. Alle gegenwärtigen bestehenden und zukünftig entstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen sämtliche Abnehmer wurden unter der aufschiebenden Bedingung des Ankaufs der jeweiligen Forderung durch den Factor abgetreten. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen ist zum Stichtag höher als im Vorjahr, da die Zahlungen seitens der Factoring-Bank kurz vor dem Stichtag noch nicht geleistet wurden.

Der hohe Bestand an liquiden Mitteln der Gesellschaft zum Stichtag wurde im Rahmen des Cash Pooling Verfahrens von der Gesellschafterin teilweise abgeschöpft. Dieser Umstand verursacht einen deutlichen Anstieg des Forderungsbestands gegen verbundene Unternehmen von TEUR 1.373 auf TEUR 13.001.

Trotz der vergleichsweisen langen Zahlungsziele bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind die liquiden Mittel korrespondierend zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 6.304 auf TEUR 4.018 gesunken.

2.4. Gesamtaussage zur Lage

Das Geschäftsjahr hat sich insgesamt aufgrund der günstigen Wetterbedingungen im Frühjahr 2017 und des Flächenzuwachses in unserem Kernsegment, dem Zuckerrübenanbau, günstig entwickelt.

2.5. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Als nicht-finanzieller Leistungsindikator wird die Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen. Die Fluktuation unserer Mitarbeiter ist sehr gering, was auf eine große Zufriedenheit unserer Mitarbeiter hindeutet. Die Gründe hierfür sehen wir neben einer fairen und leistungsorientierten Vergütung auch in einer Unternehmenskultur in unserer Gruppe, die sich durch Offenheit, Toleranz und gegenseitigen Respekt auszeichnet.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Wesentliche Chancen und Risiken

Grundsätzlich sind wir mit unserer Unternehmenstätigkeit allgemeinen Risiken des unternehmerischen Handels, aber insbesondere auch branchenspezifischen Risiken ausgesetzt.

Nachfolgend werden die Chancen und Risiken in einer abfolgenden Priorisierung beschrieben.

Für die Zukunft der UPL Deutschland GmbH ist der Bereich der Forschung und Entwicklung von großer Bedeutung, um durch innovative Produkte, angepasst auf die deutschen/österreichischen Gegebenheiten, den Unternehmenserfolg der Zukunft zu sichern. Unsere Entwicklungs- und Projektpipeline ist sowohl aufgrund der konstruktiven Zusammenarbeit mit Partnerfirmen als auch durch Projekte durch unsere Muttergesellschaft UPL Europe Limited deutlich ausgebaut worden. In der Innovationskraft der Unternehmensgruppe sehen wir die größten Chancen für dieses Unternehmen. Neben der Entwicklung eigener Produkte pflegt die UPL Deutschland GmbH sowohl die Zusammenarbeit mit den multinationalen wie auch mit anderen weltweit und lokalen tätigen Unternehmen.

Die allgemeinen Witterungsverhältnisse, insbesondere zu den Hauptausbringungszeitpunkten, stellen ein weiteres naturgegebenes und nicht beeinflussbares Risiko dar. Ungünstige Witterungsbedingungen können dazu führen, dass unsere Produkte nicht wie geplant abgesetzt werden können.

Der zunehmende Wettbewerbsdruck führt unvermindert zu erheblichem Druck auf die Verkaufspreise. Die Gesellschaft ist damit dem Risiko ausgesetzt, dass auskömmliche Deckungsbeiträge nur noch erschwert erzielbar sind.

Mit dem Vertrieb von Pflanzenschutzmittel sind Produktrisiken verbunden. Wir haben diese Risiken durch entsprechende Produkthaftpflichtversicherungen abgedeckt.

Aufgrund der Fokussierung des Geschäftes auf Großkunden und der langjährigen guten Zusammenarbeit mit diesen Kunden besteht ein sehr geringes Ausfallrisiko von Forderungen. Darüber hinaus wird ein sehr striktes Forderungsmanagement betrieben.

Für die Versorgung mit Rohstoffen, die für die Fertigung unserer Produkte notwendig sind, sehen wir kein Risiko in der Beschaffung. Es handelt sich bei den Rohstoffen nicht um sogenannte knappe Rohstoffe, die in einem volatilen Markt bezogen werden. Sollten unsere Lieferanten aufgrund höherer Gewalt nicht in der Lage sein, ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen, könnten diese Rohstoffe innerhalb des UPL-Konzerns beschafft werden.

Währungsrisiken bestehen nicht, da der Einkauf von Produkten ausschließlich in Euro erfolgt.

3.2. Prognosebericht

Neue Produkte wurden erfolgreich eingeführt sowie die Strategie einer konsequenten Weiterentwicklung von neuen Produkten verfolgt. Für das Geschäftsjahr 2018/2019 erwarten wir die Registrierung von weiteren neuen Produkten. In 2018/2019 werden für diese Produkte entsprechende Markteinführungskampagnen geplant. Das hierzu benötigte Marketingbudget wurde ausgedehnt. Weiterhin sollen in den darauffolgenden Jahren ebenfalls neue Produkte auf den Markt gebracht werden.

Für das Geschäftsjahr 2018/2019 erwarten wir Umsatzerlöse etwa in der Größenordnung von EUR 43 Mio. und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 1,5 Mio. In den darauffolgenden Jahren erwarten wir jeweils eine Steigerung der Umsatzerlöse in Höhe von 10 %, auch durch die Hilfe von Produktinnovationen.

Für das Geschäftsjahr 2018/2019 und für den Zeitraum danach sind aus heutiger Sicht keine negativen Entwicklungen ersichtlich, die den Bestand der Gesellschaft gefährden sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich negativ beeinflussen könnten.

 

Brühl, den 28. Februar 2019

UPL Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der UPL Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis 31. März 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 1. März 2019

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer

Markus Miklis, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der UPL Deutschland GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung am 15. März 2019 festgestellt.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 984.040,05 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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