Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 3190 AH
Eingetragen
18.11.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Eintragung betreffend den Gegenstand ist von Amts wegen berichtigt und wird wie folgt berichtigt eingetragen: 2.1 Gegenstand des Unternehmens ist a) Werbung, Marketing und alle anderen Tätigkeiten, die den Verkauf fördern, b) die Vertretung, der Import und der Export, c) die Vermietung, die Verpachtung und das Leasinggeschäft, d) der Verkauf, e) der Kundendienst, die Reparatur und die Wartung, f) die Beurteilung und die Beratung, g) sowie alle hiermit verbundenen Tätigkeiten von und mit elektronischen Instrumenten, technischer Ausrüstung, elektronischen Informationseinrichtungen, Kommunikationseinrichtungen, Computerhardware und -software, Tablets, Mobiltelefonen und ähnlichen Geräten, Komponenten und Systemen derartiger Geräte. 2.2 Im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlung ist die Gesellschaft zu allen Maßnahmen zur Förderung des Gesellschaftszweckes berechtigt. Sie ist insbesondere berechtigt, a) sich an anderen Gesellschaften im In- und Ausland zu beteiligen, b) sich mit anderen Unternehmen im In- und Ausland zusammenzuschließen und mit diesen gemeinsame Unternehmen zu gründen, c) Anteile anderer Gesellschaften im In- und Ausland in beliebiger Höhe zu erwerben, d) Anteile der Gesellschaft und Wirtschaftsgüter in beliebiger Höhe auf andere Gesellschaften im In- und Ausland zu übertragen, e) Niederlassungen im In- und Ausland zu gründen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robert Perenz
seit 9.10.2019
Geschäftsführer
Matthias Terpe
seit 23.8.2017
Prokura
Henrik Frydahl
seit 8.5.2017
Prokura
Tai-Chi Shih
seit 11.5.2015
Geschäftsführer
Carsten Dreißig
seit 11.5.2015
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Acer Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Acer Europe B. V.
Netherlands
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ACER Computer GmbH

Ahrensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.880.772,53 1.972.387,79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.571,51 2.008.344,04 313.444,41 2.285.832,20
2.008.344,04 2.285.832,20
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 348.027,26 714.480,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 144.009.114,28 163.358.888,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.165.196,53 63.200.429,20
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 55.165.096,53 (i. Vj. EUR 63.200.429,20) -
- davon sonstige Vermögensgegenstände EUR 100,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 470.779,72 199.645.090,53 6.528.829,56 233.088.146,80
- davon aus Steuern EUR 445.799,72 (i. Vj. EUR 6.501.207,16) -
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.574.122,70 13.414.350,76
209.567.240,49 247.216.978,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 76.758,72 60.336,81
211.652.343,25 249.563.147,50

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 14.560.600,00 14.560.600,00
II. Kapitalrücklage 32.280.810,13 32.280.810,13
III. Bilanzgewinn
1. Gewinnvortrag 30.955.737,83 28.590.606,07
2. Jahresüberschuss 2.028.880,67 32.984.618,50 2.365.131,76 30.955.737,83
79.826.028,63 77.797.147,96
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 639.511,82
2. Sonstige Rückstellungen 49.852.284,47 53.833.230,07
49.852.284,47 54.472.741,89
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 377.402,52 1.864.491,03
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 377.402,52 (i. Vj. EUR 1.864.491,03) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.542.187,17 115.428.766,62
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 80.542.187,17 (i. Vj. EUR 115.428.766,62) -
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 80.542.187,17 (i. Vj. EUR 115.428.766,62) -
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 30.868,31 (i. Vj. EUR 25.702,56) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.054.440,46 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 1.054.440,46 (i. Vj. EUR 0,00) -
- davon aus Steuern EUR 1.054.440,46 (i. Vj. EUR 0,00) -
81.974.030,15 117.293.257,65
211.652.343,25 249.563.147,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 437.055.819,83 644.603.831,84
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -412.468.458,36 -615.982.208,66
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 24.587.361,47 28.621.623,18
4. Vertriebskosten -20.615.558,48 -23.033.967,99
5. Allgemeine Verwaltungskosten -1.269.917,29 -1.256.901,17
6. Sonstige betriebliche Erträge 6.080.226,62 7.951.264,28
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.498.702,09 -8.023.856,92
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 106.937,34 6.442,36
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.534,90 -26.545,76
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.344.730,41 -1.865.823,81
11. Ergebnis nach Steuern 2.035.082,26 2.372.234,17
12. Sonstige Steuern -6.201,59 -7.102,41
13. Jahresüberschuss 2.028.880,67 2.365.131,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(1) Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird gegenüber den Vorjahren unverändert das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB gewählt.

Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt; die Beträge werden - so weit nicht anders vermerkt - in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. November 2023 den Geschäftsbereich "Kundendienst (After-Sales-Service)" an die Enfinitec Germany GmbH im Rahmen eines Asset-Deals übertragen. Die Erwerberin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht und wurde am 16. Februar 2023 gegründet. Die Erwerberin hat ihren Sitz in Ahrensburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nr. HRB 23772 HL eingetragen. Die Erwerberin ist eine 100 % Tochtergesellschaft der Enfinitec B.V., einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung niederländischen Rechts mit Sitz in Europalaan 89, 5232 BC's Hertogenbosch, Niederlande.

Im Rahmen des Asset-Deals sind alle für den Geschäftsbereich relevanten Vermögensgegenstände und Schulden an die Erwerberin verkauft worden. Dies sind im Wesentlichen Teile des Anlagevermögens, Vorräte sowie personalbezogene Rückstellungen. Im Rahmen des Betriebsübergangs sind 205 Mitarbeiter transferiert worden.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare, auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 50 Jahren je nach Anlagenart ermittelte Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten gemäß § 255 HGB bewertet. Soweit zum Bilanzstichtag notwendig, wurden ausreichende Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Ersatzteile werden einheitlich innerhalb von 3 Jahren vollständig wertberichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Verbindlichkeiten sind sämtlich unbesichert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Vom Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern wird kein Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag ergeben sich aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden in den Posten Wertberichtigungen auf Forderungen und Rückstellungen. Der kombinierte Steuersatz für die Gesellschaft beträgt 29,125 %.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Es ergaben sich im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie zum Vorjahresstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 14.561. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 32.281.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Kundenboni und -rabatte, Preisnachlässe in Form von Lagerwertausgleichen, nicht abgerechnete Marketingleistungen, Rückstellungen für Urheberrechtsabgaben sowie Personalrückstellungen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 26) gegenüber Gesellschaftern.

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf den Produktbereich Computerhardware sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen.

Die Gesamterlöse gliedern sich nach geografischem Gebiet wie folgt:

Umsatzerlöse Absolut Relativ
TEUR %
Inland 187.770 43
Ausland 249.286 57
437.056 100

Die Umsatzerlöse des Auslands wurden ausschließlich innerhalb Europas erzielt.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 615.982 auf TEUR 412.468 gesunken.

Materialaufwand

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen enthalten Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von TEUR 392.454 (i. Vj. TEUR 592.518). Ebenfalls enthalten ist der Anteil der Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 485 (i. Vj. TEUR 792).

Personalaufwand

Von den Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 16.237 (i. Vj. TEUR 18.626) entfallen auf:

2023 2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 13.767 15.884
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.470 2.743
--davon für Altersversorgung TEUR 72 (i. Vj. TEUR 90)--
16.237 18.626

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6.080 (i. Vj. TEUR 7.951).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.771 (i. Vj. TEUR 7.942).

(5) Sonstige Angaben

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Die Acer Computer GmbH mit Sitz in Ahrensburg, wird beim Amtsgericht Lübeck mit der Registernummer HRB 3190 AH geführt.

Geschäftsführung

Die nachfolgend genannten Personen vertreten die Gesellschaft jeweils gemeinschaftlich mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen:

Wilfried Thom, Bendestorf, Kaufmann, General Manager Central Europe

Robert Perenz, Ahrensburg, Kaufmann, Country Manager Germany

Emmanuel Pierre Marie Fromont, Lugano/Schweiz, General Manager/President Acer EMEA

Tai-Chi Shih, Viganello/Schweiz, CFO & CIO Acer EMEA

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Es waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 177 (i. Vj. 201) kaufmännische Angestellte und 127 (i. Vj. 158) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt.

Im Rahmen des Asset Deals wurden am 1. November 2023 205 Mitarbeiter in die Enfinitec Germany GmbH transferiert.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar unseres Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 241 teilt sich wie folgt auf:

2023
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 96
Andere Bestätigungsleistungen 11
Steuerberatungsleistungen 45
Sonstige Leistungen 88
Gesamt 241

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 608 (i. Vj. TEUR 361).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse

Die voll eingezahlten Geschäftsanteile werden von der Acer Europe B.V., Hertogenbosch/ Niederlande, gehalten.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Acer Inc., Taipei/Taiwan R.O.C., aufgestellt und ist auf deren Internetseite erhältlich. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen wird von der Acer Europe B.V., Hertogenbosch/ Niederlande, aufgestellt und im Handelsregister der niederländischen Handelskammer (kamer van koophandel) veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Ahrensburg, den 28. März 2024

Emmanuel Fromont, Geschäftsführer

Tai-Chi Shih, Geschäftsführer

Wilfried Thom, Geschäftsführer

Robert Perenz, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.342.603,03 0,00 63.090,30 10.279.512,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 968.073,75 98.901,41 454.706,90 612.268,26
11.310.676,78 98.901,41 517.797,20 10.891.780,99
11.310.676,78 98.901,41 517.797,20 10.891.780,99
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.370.215,24 71.062,57 42.537,61 8.398.740,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 654.629,34 76.373,67 246.306,26 484.696,75
9.024.844,58 147.436,24 288.843,87 8.883.436,95
9.024.844,58 147.436,24 288.843,87 8.883.436,95
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.880.772,53 1.972.387,79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 127.571,51 313.444,41
2.008.344,04 2.285.832,20
2.008.344,04 2.285.832,20

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Seit der Gründung der Konzernmutter im Jahr 1976 hat Acer stets das Ziel verfolgt, die Barrieren zwischen Mensch und Technologie abzubauen.

Die Acer Computer GmbH ("Acer" oder "ACG") ist als Mitglied der Unternehmensgruppe Acer Inc., Taipei/Taiwan R.O.C, in das weltweite interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sowie deren Geschäftsprozesse und IT-Systeme eingebunden. Die Gesellschaft ist als Limited Risk Distributor ("LRD") in den Acer-Konzern eingebunden. ACG agiert im eigenen Namen und auf eigene Rechnung, die Marge und somit das Ergebnis wird jedoch im Rahmen des LRD-maßgeblich beeinflusst. Im Rahmen des LRD-Vertrags wird ACG von bestimmten Risiken im Zusammenhang mit dem Verkauf der Produkte freigestellt.

Die Acer Computer GmbH ist eine Vertriebs- und Marketingorganisation mit eigener Serviceorganisation 1 (Geschäftsbereich After Sales Service). Der Vertrieb der Produkte, insbesondere Notebooks, Desktop-PCs, Chromebooks, Monitore und Projektoren der Marken der Acer Gruppe, erfolgt an Privat- und Geschäftskunden. Dabei erfolgt die Belieferung mit Handelsware fast ausnahmslos aus Konzernunternehmen im Rahmen bestehender Distributionsverträge und die Abrechnung innerhalb Acer EMEA erfolgt vorwiegend in Euro. Die Produkte werden in Streckengeschäften direkt an Kunden geliefert, so dass die Waren nicht im Bestand der Acer Computer GmbH liegen. Verkaufsseitig werden die Umsatzerlöse neben Deutschland auch in Skandinavien sowie Teilen Osteuropas erwirtschaftet.

Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. November 2023 den Geschäftsbereich "Kundendienst (After-Sales-Service)" an die Enfinitec Germany GmbH im Rahmen eines Asset-Deals übertragen. Die Erwerberin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht und wurde am 16. Februar 2023 gegründet. Die Erwerberin hat ihren Sitz in Ahrensburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nr. HRB 23772 HL eingetragen. Die Erwerberin ist eine 100 % Tochtergesellschaft der Enfinitec B.V., einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung niederländischen Rechts mit Sitz in Europalaan 89, 5232 BC's Hertogenbosch, Niederlande.

Im Rahmen des Asset-Deals sind alle für den Geschäftsbereich relevanten Vermögensgegenstände und Schulden an die Erwerberin verkauft worden. Dies sind im Wesentlichen Teile des Anlagevermögens, Vorräte sowie personalbezogene Rückstellungen. Im Rahmen des Betriebsübergangs sind 205 Mitarbeiter transferiert worden. Aufgrund des Asset Deals sind keine wesentlichen Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage eingetreten. Seit der Übertragung mit Wirkung zum 1. November 2023 sind die Personalaufwendungen deutlich gesunken. Dieser Effekt wird jedoch erst im Geschäftsjahr 2024 deutlich.

1 Mit Wirkung zum 1. November 2023 wurde der Geschäftsbereich After Sales Service an die Enfinitec Germany GmbH übertragen

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In 2023 sank in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 0,3 % (Vorjahr +1,8 %). Die Erwerbslosenquote betrug am Ende des Geschäftsjahres 3,1 % (Vorjahr 2,8 %). Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2023 um durchschnittlich 5,9 % gegenüber dem Vorjahr 2.

Gemäß EU-Kommission wird die Wachstumsrate des realen BIPs der EU im Jahr 2023 0,5 % betragen 3. Die Verbraucherpreise im Euroraum erhöhten sich im Dezember 2023 um 2,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die für unser Deutschlandgeschäft relevanten Marktzahlen liegen laut BITKOM bei einem Marktvolumen von 52,0 Mrd. Euro (im Vorjahr 55,0 Mrd. Euro) und verzeichnen somit einen Rückgang von 5,4 % (im Vorjahr +4,8 %). 4

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse der Acer Computer GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 644.604 auf TEUR 437.056 gesunken. Das entspricht einem prozentualen Umsatzrückgang von 32,2 %.

Die Umsatzerlöse lagen deutlich unter der Umsatzprognose aus 2022.

Die Prognose zum Vorsteuerergebnis ist eingetroffen.

Die Prognose aus 2022 basierte im Wesentlichen auf einer nicht eingetretenen, aber in der Prognose erwarteten Erholung der makroökonomischen Folgen aufgrund der Ukrainekrise und dem daraus resultierenden Nachfrageeinbruch im Consumer und Commercial-Bereich an IT-Produkten.

Die für unsere Märkte relevanten Verkaufspreise entwickelten sich entgegen der allgemeinen Preissteigerung in etwa auf Vorjahresniveau.

Die Umsätze haben sich im Vier-Jahresvergleich wie folgt entwickelt:

Jahr Umsatz Veränderung gegenüber dem Vorjahr
TEUR %
2020 760.878 20,3%
2021 895.701 17,7%
2022 644.604 -28,0%
2023 437.056 -32,2%

2 Quelle: Statistisches Bundesamt. Die Zahlen werden vom Statistischen Bundesamt fortlaufend aktualisiert und angepasst.

3 Quelle: Eurostat, Abruf 7. März 2024

4 Entnommen aus den ITK-Marktzahlen von BITKOM (Stand Januar 2024). Diese werden durch BITKOM fortlaufend aktualisiert und angepasst. Die ITK Marktzahlen werden im Unterschied zu den Vorjahreszahlen inklusive Consumer Electronics dargestellt

Von den Umsatzerlösen wurden in 2023 TEUR 187.770 (i. Vj. TEUR 296.450) im Inland und TEUR 249.286 (i. Vj. TEUR 348.154) im europäischen Ausland erzielt.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Insgesamt ist die Ertragslage trotz des Umsatzrückgangs bei allen wichtigen, von uns vertriebenen Hardwareprodukten als positiv zu beurteilen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist von TEUR 28.622 auf TEUR 24.587 gesunken.

Die Vertriebskosten sind von TEUR 23.034 auf TEUR 20.616 gesunken, dies begründet sich im Wesentlichen durch den Umsatzrückgang.

Die Verwaltungskosten sind leicht von TEUR 1.257 auf TEUR 1.270 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge befinden sich mit TEUR 6.080 deutlich unter dem Vorjahresniveau (i. Vj. TEUR 7.951). Zurückzuführen ist dieser Rückgang auf deutlich geringere Erträge aus der Währungskursumrechnung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 deutlich auf TEUR 5.499 gesunken (i. Vj. TEUR 8.024). Die Abnahme ist im Wesentlichen auf deutlich geringere Aufwendungen aus der Währungskursumrechnung zurückzuführen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind auf TEUR 1.345 gesunken (i. Vj. TEUR 1.866).

Der Jahresüberschuss beträgt im Berichtszeitraum 2023 TEUR 2.029 (i. Vj. TEUR 2.365).

2.3.2 Finanzlage

Die Kapitalstruktur der Acer Computer GmbH wird von der Geschäftsführung weiterhin positiv beurteilt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 77.797 aufgrund des laufenden Jahresüberschusses auf TEUR 79.826 erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus den konzerninternen Wareneinkäufen und sind infolge des Umsatzrückgangs von TEUR 115.429 auf TEUR 80.542 gesunken.

Rückstellungen werden in erforderlicher und ausreichender Höhe gebildet.

Die Liquidität der Acer Computer GmbH war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit ausreichend gegeben, wobei die laufende Finanzierung im Konzernverbund durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt.

Finanzstruktur der Acer Computer GmbH:

In TEUR GJ 2023 GJ 2022
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.542 115.429
Liquide Mittel 9.574 13.414
Forderungen und sonstige Ver-mögensgegenstände 199.645 233.088
Vorräte 348 714
Liquidität 1. Grades 5 11,89% 11,62%

2.3.3 Vermögenslage

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 163.359 auf TEUR 144.009 reduziert. Die Reduktion ist im Wesentlichen durch den Umsatzrückgang begründet.

Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 63.200 im Vorjahr auf TEUR 55.165 ist im Wesentlichen durch gesunkene Rückerstattungsansprüche aus nachträglichen Preisnachlässen und Kundenboni im Konzernbereich begründet.

Die flüssigen Mittel haben sich von TEUR 13.414 auf TEUR 9.574 verringert.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 53.833 auf TEUR 49.852 gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen durch die Reduktion der umsatzbezogenen Rückstellungen begründet.

2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Acer Computer GmbH

In 2023 ist der Umsatz um 32,2 % deutlich gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch eine bis heute nicht erholte Nachfrage nach IT-Produkten, ausgelöst durch den Angriffskrieg auf die Ukraine, im IT-Markt begründet. Zudem ist die Nachfrage nach wie vor durch das hohe Absatzvolumen während der "Corona-Pandemie" negativ beeinflusst.

Durch proportional gestiegene und durch die Verrechnungspreise im Acer-Konzern determinierten Herstellungskosten ergibt sich ein Bruttoergebnis in Relation zum Umsatz, welches sich mit 5,6 % (i. Vj. 4,4 %) über dem Niveau des Vorjahres bewegt. Der Jahresüberschuss lag mit TEUR 2.028 unter dem Vorjahr (TEUR 2.365).

Das Vorsteuerergebnis lag mit TEUR 3.380 unter dem Vorjahr (TEUR 4.238) und ist mit 0,77 % in Relation zu den Umsatzerlösen gestiegen (i. Vj. 0,66 %).

Trotz des deutlichen Nachfragerückgangs in 2023 stellt sich die wirtschaftliche Lage der Acer Computer GmbH positiv dar.

5 Die Liquidität 1. Grades wird aus dem Verhältnis der Flüssigen Mittel zu den kurzfr. Verb. entwickelt

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognoseberichterstattung

Im Folgenden werden die Prognosen für die künftige Entwicklung für die Gesellschaft dargestellt.

Unter Berücksichtigung der weitreichenden wirtschaftlichen Folgen aus dem Angriffskrieg in der Ukraine wird laut EU-Kommission in 2024 die Wirtschaft in der EU um etwa 0,9 % wachsen, in Deutschland in diesem Jahr um 0,2 % 6.

Der Prognose der EU-Kommission zufolge wird die Inflation im Euroraum im Jahr 2024 bei 2,7 % liegen 7.

Laut BITKOM wurde Stand Januar 2024 für den deutschen Markt für das Jahr 2024 ein Marktvolumen für Informationstechnik von 151,5 Mrd. Euro prognostiziert. Dies entspricht einem prozentualen Wachstum von +6,1 %. Im Bereich IT-Hardware wird ein Volumen von 54,4 Mrd. Euro prognostiziert. Dies entspricht einem prozentualen Wachstum von +4,6 %.

Im Bereich des Beschaffungsmarktes gehen wir weiterhin, getrieben durch einen stabilen Nachfragemarkt in der Halbleiterindustrie, von weltweit steigenden Komponentenpreisen aus. Aufgrund der andauernden Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Handelsschiffe im Roten Meer wird der Umweg um Afrika sowohl einen negativen Einfluss auf Transportkosten als auch die Transportzeit haben.

Diese Effekte könnte sich durch einen schwachen Euro gegenüber dem US-Dollar sogar verstärken.

Erhöhte Unsicherheiten bei Verbrauchern spiegeln sich seit Beginn des Kriegs in einem negativen "GfK-Konsumklimaindex" wider. Die GfK erklärt, dass die Einkommenserwartung und auch die Anschaffungsneigung spürbare Zuwächse verzeichnen. Die Konjunkturaussichten verbessern sich leicht.

Die Finanzierungslage der Acer Computer GmbH wird sich im kommenden Geschäftsjahr planmäßig nicht wesentlich verändern und bleibt somit nach Ansicht der Geschäftsführung positiv. Als mittelfristige Finanzplanung wird keine wesentliche Veränderung angenommen.

Acer wird zur Positionierung gegenüber dem Wettbewerb weiterhin in die Marken der Acer Group investieren, um die Markenwahrnehmung zu erhöhen.

Des Weiteren verstärkt Acer im Bereich der Schulen, aber auch Homeschooling, Home- und Mobile-Office, das Projekt "Acer for Education" den Markenauftritt.

Insgesamt gehen wir zwar von einem wachsenden IT-Hardware Markt aus. Jedoch wird sich dieser erst im zweiten Halbjahr 2024 und hier insbesondere zum Ende des Jahres erholen.

Im Bereich der Consumer Notebooks gehen wir von einem leicht rückläufigen Markt aus.

6 Entnommen aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundeskabinetts

7 Stand Winterprognose 2024

Durch die Übertragung des Geschäftsbereichs "After-Sales-Service" an die Enfinitec Germany GmbH wird aus strukturellen Gründen ein negativer Umsatzeffekt im niedrigen zweistelligen Millionenbereich prognostiziert.

Aufgrund der unsicheren Konjunkturprognose, gepaart mit einer weiterhin spürbaren Inflationsrate, gehen wir von einem Umsatz leicht unter Vorjahresniveau aus.

Die Umsatzprognose unterliegt, solange es noch keine Erholung auf der Nachfrageseite gibt, einer erhöhten Unsicherheit.

Wir rechnen ergebnisseitig mit einem Vorsteuerergebnis leicht unter dem Vorjahr.

Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung bezüglich des nächsten Jahres basiert auf den geschilderten Annahmen in Verbindung mit unseren konkret definierten Maßnahmen.

3.2 Chancenberichterstattung

Im Folgenden werden die Chancen im Zusammenhang mit der Prognose und künftigen Entwicklung in abnehmender Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt.

Chancen ergeben sich aus der Möglichkeit, dass ein baldiges Ende des Ukrainekriegs sich positiv auf die Kaufkraft und somit unser Geschäft auswirken könnte.

Eine Entspannung im Nahost-Konflikt und einer damit verbundenen Sicherheitsgewährleistung im Roten Meer würde sich positiv auf die Transportkosten und Transportzeiten auswirken.

Sollte sich in diesem Zuge eine schnellere Erholung der Nachfrage einstellen, hätte dies einen positiven Effekt auf unser Geschäft.

Eine Erholung des Euros gegenüber dem US-Dollar würde für sinkende Einkaufspreise sorgen und somit wettbewerbsfähigere Preise ermöglichen.

3.3 Risikoberichterstattung

Im Folgenden werden die Risiken im Zusammenhang mit der Prognose und künftigen Entwicklung in abnehmender Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt.

Die Acer Computer GmbH ist Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln der Geschäftsfelder verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Unter einem Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse, Entwicklungen oder Handlungen den Konzern oder eines der Geschäftsfelder daran hindern, seine Ziele zu erreichen.

Die Kaufzurückhaltung der Konsumenten und Unternehmen in allen umsatzrelevanten Ländern prägt das höchste Risiko. Durch den russischen Angriffskrieg verstärkte sich die Inflation in der EU. Insbesondere durch gestiegene Energiepreise in allen Unternehmen und Privathaushalten ist ein spürbarer Rückgang des IT-Marktes zu beobachten. Die Geschäftsleitung erwartet eine Erholung im zweiten Halbjahr 2024. Je später sich jedoch der Markt erholt, desto höher das Risiko von Umsatzeinbußen.

In welcher Intensität und wie lange die Kaufzurückhaltung anhält, ist derzeit nicht abschätzbar.

Die sich hieraus ergebenden Risiken auf sämtliche Bereiche des Beschaffungs- und Absatzmarktes sind weder quantitativ noch qualitativ seriös abzuschätzen.

Zusätzlich besteht weiterhin ein Risiko, dass die weiter andauernden weltweiten geopolitischen Spannungen im wirtschaftlichen und sozialen Gefüge in Deutschland und dem Rest der EU Spuren hinterlassen könnte, insbesondere wenn es verbreitet zu Insolvenzen und daraus resultierenden Arbeitsplatzverlusten kommt.

Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven Treasury Management auf Basis weltweit geltender Richtlinien. Sie werden weitestgehend zentral innerhalb der Acer Group gesteuert und gesichert. Währungsrisiken aus konzerninternen Warenlieferungen und Leistungen begrenzen wir durch Verrechnungspreise in Euro. Trotzdem hat ein schwacher Euro negative Einflüsse auf die Einkaufspreise und folglich einen Einfluss auf die Verkaufspreise.

Ausfallrisiken in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch den Abschluss von Kreditversicherungen, ein implementiertes Mahnsystem sowie durch die Einholung von weiteren Sicherheiten minimiert.

Neben diesen Risiken können sich Auswirkungen auf das Geschäft aufgrund der andauernden Spannungen zwischen China und Taiwan ergeben. Die weitere Entwicklung ist weder vorhersehbar noch deren Effekte abschätzbar.

Bei der Gesellschaft werden systemgestützte Planungen und Auswertungen vorgenommen, die laufend kontrolliert werden, womit eine Risikofrüherkennung möglich ist.

Die Rückstellungen beinhalten sämtliche zum Abschlussstichtag erkennbaren Risiken in angemessener Höhe.

Die Interne Revision des Acer-Konzerns überwacht durch systematische Prüfungen das Risikomanagement und die Einhaltung des internen Kontrollsystems. Als prozessunabhängige Instanz prüft sie regelmäßig die Geschäftsabläufe, die installierten Systeme und die implementierten Kontrollen.

Nach unserer heutigen Einschätzung sind für die Acer Computer GmbH keine Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorhanden.

 

Ahrensburg, den 28. März 2024

Emmanuel Fromont, Geschäftsführer

Tai-Chi Shih, Geschäftsführer

Wilfried Thom, Geschäftsführer

Robert Perenz, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ACER Computer GmbH, Ahrensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ACER Computer GmbH, Ahrensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ACER Computer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 7. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Witschel, Wirtschaftsprüfer

Lippmann, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung der Acer Computer GmbH hat am 28. Juni 2024 beschlossen den Jahresüberschuss in Höhe von 2.028.880,67 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Acer Computer GmbH

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