Soilytix GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Meik Christian Söhn seit 12.5.2023 | Prokura |
Anne-Kathrin Brinkmann seit 4.11.2022 | Prokura |
Guido Kerstand Raaphorst seit 5.7.2021 | Geschäftsführer |
Nils Holger Sengpiel seit 5.7.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Versuni Holding B.V. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Versuni Germany GmbH (vormals: Philips Domestic Appliances Germany GmbH)HamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH), Hamburg, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 7. Dezember 2023 Ernst
& Young GmbH
Siemer, Wirtschaftsprüferin Barnstedt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Anhang für 2022Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH), Hamburg, ist unter Beachtung der allgemeinen Vorschriften der §§ 242-256a HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes in Euro aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. §267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr, wobei die Aufnahme des Geschäftsbetriebs nach Ausgliederung durch Asset Deal aus der Philips GmbH Market DACH zum 01. Juli 2021 erfolgte. Gegründet wurde die Gesellschaft am 21.07.2020 und wurde bis zum 30. Juni 2021 als Hüllengesellschaft geführt, in der nur das Stammkapital von TEUR 25 und die damit verbundenen Bewegungen auf dem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Bankkonto bei der Citibank erfasst wurden. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH) mit Sitz in 22335 Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 164117 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu An- schaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und wird, soweit abnutzbar, entsprechend der Nutzungsdauer um lineare Abschreibungen vermindert. Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag erfolgt zum niedrigeren Wert der nach der First-in-First-out-Methode ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. zu ihrem Nettoveräußerungswert, d.h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Vertriebskosten. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt auf Basis des Vollkostenprinzips. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde die, von der deutschen Bundesbank veröffentlichten maßgeblichen Rechnungszinssätze nach dem Stand vom 31. Dezember 2022, bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren in Höhe von 1,78% p.a. (10-Jahresdurchschnitt) bzw. 1,44% p.a. (7-Jahresdurchschnitt für die Ermittlung der Ausschüttungssperre) verwendet. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche Bewertung mit dem Zins von 1,87% p.a. vorgenommen, um den Zinsänderungsaufwand zu ermitteln. Diese Bewertung wurde nur für die nicht versicherungsgebundene Pensionszusage ermittelt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Soweit kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser Vermögensgegenstände folgende Bewertungsmethoden angewandt: Bei den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen wurden die von den Versicherungsgesellschaften mitgeteilten Aktivwerte (Deckungskapital zuzüglich unwiderruflich zugeteilter Überschussbeteiligung) angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Langfristige Rückstellungen bestehen nur in Form der Jubiläums- und Pensionsrückstellung und werden entsprechend dem Gutachten abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts. Danach werden auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten latente Steuern gebildet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Anlagenspiegel Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Die ursprünglichen Anschaffungskosten des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von EUR 55,1 Mio. werden über die betriebliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Festlegung der Nutzungsdauern erfolgte anhand der Einschätzung der Geschäftsentwicklung. Die Nutzungsdauer von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (Tresor) beträgt 23 Jahre. Vorräte Im Wesentlichen werden bei Philips Domestic Appliances keine Bestände geführt, da der Warenfluss über das Zentrallager in Niederlande geführt wird, aus dem nur unterwegs befindliche Ware resultiert. Darüber hinaus gibt es noch einen Lagerbestand, welcher bei einer Drittfirma (HATRACO) gehalten wird (TEUR 262). Dieser Lagerbestand ist bis zur Veräußerung an die Kunden im Eigentum der Philips Domestic Appliances Germany GmbH und dient dazu das Online-Geschäft über EBAY zu bedienen. Die Ware wird wie üblich über das Zentrallager geordert und in den Hatraco-Bestand überführt. Es kann sich dabei sowohl um Neuware als auch um Refurbished-Ware handeln. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 74.602 bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 71.105 sowie aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 3.497, welche im Wesentlichen aus der Umgliederung der debitorischen Kreditoren (TEUR 1.114) und der vorausgezahlten Körper- bzw. Gewerbesteuer (TEUR 1.936) bestehen. Sämtliche Forderungen haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, wurden mit Verbindlichkeiten gegen über den gleichen verbundenen Unternehmen verrechnet Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten bestehen aus Vorauszahlungen an Versicherungen für das Jahr 2022 in Höhe von TEUR 171,5. Eigenkapital - ausschüttungsgesperrte Beträge Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 25 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 42.300 und wurde von Philips Domestic Appliances Holding B.V. eingezahlt. Bilanzverlust Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 2.991. Im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzverlusts verwiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bei der Philips Domestic Appliances Germany GmbH bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, die aufgrund des Betriebsübergangs nach §613a BGB oder einzelvertraglich zum 01. Juli 2021 auf die Gesellschaft übergegangen sind. Darüber hinaus wurden ab dem 01. Juli 2021 drei neue Zusagen sowie ab 01. April 2022 eine neue Zusage durch die Philips Domestic Appliances Germany GmbH erteilt. Der ermittelte Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.858 wird mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 2.154 sowie dem Zeitwert der Wert- und Versorgungskonten in Höhe von TEUR 45 saldiert ausgewiesen. Die Höhe des Deckungsvermögens nach HGB ist identisch mit der Höhe der Assets nach IFRS und es bestehen keine Über- bzw. Unterdeckungen. Die ursprünglich im Rahmen des Asset Deals übertragenen Werte des Deckungsvermögens sowie des Wert- und Versorgungsmodells betrugen zum 1. Juli 2021 TEUR 1.389. Aus Pensionsverpflichtungen, denen keine verrechenbaren Vermögensgegenstände gegenüberstehen, werden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 659 bilanziert.
Aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach Abzug passiver latenter Steuern ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 54 gemäß Aktuargutachten. Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rabatte und Boni an Kunden in Höhe TEUR 24.894 und Skonti in Höhe von TEUR 2.680. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 6.107 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Betrag von TEUR 26.024 betrifft das Treasury Agreement mit der Philips Domestic Appliances Holding B.V., Amsterdam, Niederlande.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten Für das Jahr 2022 wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 233 gebildet. Passive latente Steuern Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,28% zugrunde gelegt. Entwicklung latenter Steuersalden Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge liegen nicht vor. Material- und Personalaufwand Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 181.859 und gliedert sich wie folgt:
Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 12.157 und gliedert sich wie folgt:
Abschreibungen Abschreibungen sind im Anlagenspiegel ersichtlich, es lagen keine außerplanmäßigen Abschreibungen vor. Allgemeine Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten Kosten der zentralen Verwaltung der Philips Domestic Appliances Germany GmbH. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zum Stichtag 31.Dezember 2022 bestanden keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte
Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Außerbilanzielle Geschäfte liegen in Form von Miet- und Leasingverträgen für betrieblich genutzte Immobilien und Kraftfahrzeuge vor. Sie dienen unter anderem der Schonung der Liquidität und der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Eigenkapitalquote. Bei den Verträgen bestehen Risiken durch vorzeitige Kündigung sowie einen potenziellen Verlust des Vermögensgegenstandes. Positiv wirkt sich die nachgelagerte Zahlung im Rahmen der Verträge gegenüber einem Eigentumserwerb aus. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen ist der obigen Aufstellung zu entnehmen. Ausschüttungs-/Abführungssperre In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB sowie aufgrund des Unterschiedsbetrags i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB und nach Berücksichtigung gegenläufiger latenter Steuern eine Gewinnausschüttungssperre:
Geschäftsführung Raaphorst, Guido Kerstand, Commercial Leader DACH Schumann, Florian Daniel, DA Consumer Marketing Leader EU bis 15.11.2022 Sengpiel, Nils Holger, Finance Leader DACH/Business Partner Finance DACH Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für 2022 TEUR 457. Es bestehen keine Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung. Es bestehen keine Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2022 beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernzugehörigkeit Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH, Hamburg, wird in den Konzernabschluss der Philips Domestic Appliances Holding B.V. (seit dem 17. Februar 2023: Versuni Group B.V.), Amsterdam, Niederlande (kleinster Konsolidierungskreis), einbezogen. Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei der Gesellschafterin erhältlich bzw. im Internet abrufbar. Die Hillhouse Capital Group Holdings Limited, Hongkong, China, stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei der Gesellschafterin erhältlich bzw. im Internet abrufbar. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Nachtragsbericht Hinsichtlich der aus Unsicherheiten hervorgehenden Belastung des Konsumklimas, und der gesunkenen Kaufkraft infolge der steigenden Inflation, sowie der nicht absehbaren Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, verweisen wir auf die Kapitel Risiko- sowie Prognosebericht im Lagebericht. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss haben oder haben können, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschlussDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR 2.991 wie folgt zu verwenden: Der Verlust wird vorgetragen.
Hamburg, den 28.11.2023 Geschäftsführung Raaphorst, Guido Kerstand Sengpiel, Nils Holger Entwicklung des Anlagevermögens 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen der Gesellschaft Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH) ist als hundertprozentige Tochter der Philips Domestic Appliances Holding B.V. (seit dem 17. Februar 2023: Versuni Group B.V.), Amsterdam, Niederlande, unter der Nummer HRB 164117 im Handelsregister eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb, die Vermietung und Wartung von elektronischen Haushaltsgeräten jedweder Art und damit verbundenen Erzeugnissen sowie die Ausführung von Dienstleistungen und Geschäften jeder Art, die mit dem Gegenstand des Unternehmens in Zusammenhang stehen. Philips Domestic Appliances Germany GmbH beliefert dabei nicht nur den deutschen, sondern auch den österreichischen Markt im Rahmen eines Order Gathering Agreements. Philips Domestic Appliances wurde per 01. Juli 2021 aus dem Philips Konzern (Koninklijke Philips N.V., KPNV) herausgelöst (Aufnahme des Geschäftsbetriebes) und zum 01. September 2021 an die Hillhouse Capital Management VGP, Ltd. Group verkauft. Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH ist Teil des Marktes DACH, der wiederum dem übergeordneten Markt EU7 zugeordnet ist, welcher einer von acht Marktregionen von Philips Domestic Appliances ist. Die Steuerung des Geschäfts in Deutschland/DACH folgt der Systematik der "Business Market Combinations". Die industriellen sowie die Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten werden im Wesentlichen von den Business Groups geführt, während die kommerziellen Aktivitäten und Ergebnisse in Deutschland/DACH überwiegend vom Management des Marktes DACH verantwortet werden. Die Steuerung des kommerziellen Geschäfts erfolgt auf Basis eines global vereinheitlichten Management-Recordings u.a. anhand der Steuerungsgrößen Comparable Sales Growth und EBIT. Im Rahmen eines strukturierten Prozesses werden in monatlichen Market Performance Review Meetings Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Größen diskutiert und analysiert sowie Chancen, Risiken und entsprechende Maßnahmen diskutiert und vereinbart. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,8 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. (Quelle: Destatis) Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 6,9 % gegenüber 2021 erhöht. Die historisch hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine getrieben. (Quelle: Destatis) Der deutsche Markt für Elektro-Hausgeräte zeigte sich 2022 nach Berechnungen des ZVEI robust. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Gesamtumsatz um 1 % auf 10,5 Milliarden Euro. Auch der Export legte zu. Im Zeitraum Januar bis November 2022 stiegen laut Statistischem Bundesamt die Auslandsumsätze der Haushalt-Großgeräte um 13 %, die der Kleingeräte um knapp 9 %. Trotz einer leichten Entspannung beeinträchtigten im vergangenen Jahr die Knappheiten bei Halbleitern und anderen Vorprodukten weiterhin die Lieferfähigkeit. In diesem Jahr sollten sich die Engpässe jedoch weiter auflösen. Die Absatzmengen bei den Haushalt-Großgeräten pendelten sich 2022 nach den Corona-bedingten Zuwächsen der Vorjahre wieder auf ein Normalmaß ein. Insgesamt verkaufte die Branche 17,4 Millionen Geräte in Deutschland, was einem Plus von etwa 2 % im Vergleich zu 2019 entspricht. Der Umsatz der Haushalt-Großgeräte belief sich auf etwa 6,8 Milliarden Euro, ein Plus von 2 %. Der Trend zu höherwertigen Hausgeräten hielt 2022 weiter an. Bei den Haushalt-Kleingeräten sank der Herstellerumsatz leicht um etwa -1 % auf knapp 3,7 Milliarden Euro. Auch hier ist ein statistischer Basiseffekt zu beachten. Mit einem Plus von 16 % im Jahr 2020 und 3 % im Jahr 2021 verbuchten die Kleingeräte hohe Zuwächse in den Jahren der Pandemie. (Quelle ZVEI Pressemitteilung vom 15. Februar 2023) 2.2 Geschäftsverlauf Im Jahr 2022 zeigte der Consumer Electronics Markt in Deutschland anfangs ein starkes Wachstum. Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine nahm das starke Wachstum ein jähes Ende. Die Energiekrise, die hohe Inflation und die starke Verunsicherung der Konsumenten führten zu rückläufigen Umsätzen. Gleichzeitig stiegen aufgrund der hohen Energiepreise und der allgemein weltweit hohen Inflation die Preise Herstellungskosten und Frachtraten für unsere Produkte. Unterstützt durch Kosteneinsparungsmaßnahmen konnte trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen ein positives Ergebnis erzielt. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung der Philips Domestic Appliances Germany GmbH im operativen Geschäft im Jahr 2022 als zufriedenstellend. 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage Die Umsätze im Markt DACH blieben - verursacht durch schlechte Konsumentenstimmung aufgrund hoher Inflation und Unsicherheit - hinter den für 2022 geplanten Erwartungen zurück. Der Vorjahreswert enthält nur das operative Geschäft für den Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2021. Die Vertriebskosten betrugen 58,7 Mio. Euro (24,1 % der Umsatzerlöse; Vj.: 22,1 %) und die Herstellungskosten 181,9 Mio. Euro (74,5 % der Umsatzerlöse; Vj.: 76,5 %). Die Ertragslage im Jahr 2022 wurde neben den operativen Ergebnissen auch durch die eingestellte Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 1,08 Mio. Euro beeinflusst. Das im Geschäftsjahr 2022 realisierte betriebliche Ergebnis (EBIT) belief sich auf 0,47 Mio. Euro. Die wesentlichen Faktoren für dieses Ergebnis sind die Umsatzerlöse von 244,2 Mio. Euro, sowie die Vertriebskosten von 58,7 Mio. Euro. Das Finanzergebnis betrug im Jahr 2022 -1,27 Mio. Euro, das Ergebnis (Fehlbetrag) nach Steuern beläuft sich auf 2,99 Mio. Euro. 2.3.2 Finanzlage Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt 38,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 41,3 Mio. Euro). Der im Berichtszeitraum entstandene Jahresfehlbetrag beträgt 2,99 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 50,17 Mio. Euro. Diese bestehen in Höhe von 32,13 Mio. Euro gegenüber verbundenen Unternehmen, in Höhe von 8,06 Mio. Euro aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 9,98 Mio. Euro beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 7,48 Mio. Euro. Liquidität
Die Liquiditätslage der Philips Domestic Appliances Germany GmbH befindet sich auf einem gesicherten Niveau. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich dies in den nächsten Jahren ändern wird. Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH nimmt an einem konzernweiten Cash Pooling teil und hält dadurch seine freie Liquidität weitgehend auf einem verzinslichen Konzern-Kontokorrentkonto (Cash-Pool-Konto bei der Inhouse-Bank der Philips Domestic Appliances Holding B.V. (seit dem 17. Februar 2023 Versuni Group B.V.), Amsterdam). Dieses Konzernkontokorrent kann bei Bedarf durch Überziehung auch zur kurzfristigen Finanzierung herangezogen werden. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen und orientiert sich am EURIBOR.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird im Wesentlichen durch die Veränderungen bei Rückstellungen (-3,5 Mio. Euro), den Forderungen aus Lieferungen und Leistung, sowie anderer Aktiva (22,8 Mio. Euro) und Veränderungen bei Verbindlichkeiten, sowie anderer Passiva (-4,9 Mio. Euro) beeinflusst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Cash-Pool-Verbindlichkeiten (-17,1 Mio. Euro). 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 betrug 122,5 Mio. Euro. Der immaterielle Vermögenswert von 46,9 Mio. Euro besteht zu 100 % aus dem Goodwill, welcher bei der Abspaltung der Philips Domestic Appliances Germany GmbH, im Rahmen des Asset Deals mit Philips GmbH Market DACH gebildet wurde. Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum Jahresende 46,9 Mio. Euro. Diese bestanden mit 46,9 Mio. Euro aus Goodwill. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bestehen überwiegend aus Forderungen gegen Drittkunden (71,1 Mio. Euro). 2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Philips Domestic Appliances verwendet als Steuerungsgrößen hauptsächlich Kennzahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, Integrale Gross Margin, Integral Sales Margin) sowie die Overdues (Überfälligkeiten). Der letztgenannte Indikator drückt aus, wie gut die Organisation die Zahlungen ihrer Kunden im Rahmen der vereinbarten Zahlungsbedingungen einholt und entsprechend die liquiden Mittel erhöhen kann. 3. Prognose-, Risiken- und Chancenbericht 3.1 Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Energiekrise. In den vergangenen Monaten haben sich die konjunkturellen Aussichten etwas aufgehellt, allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau. Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird jedoch nur verhalten zulegen. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 0,5 % und im Jahr 2024 um 1,4 % steigen und damit leicht stärker als in unserer Winterprognose erwartet (0,3 % bzw. 1,3 %). Damit wird die deutsche Wirtschaft tiefe Produktionsrückgänge infolge der Energiekrise voraussichtlich vermeiden. Allerdings haben die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine die Erholung von der Pandemie abgewürgt und das Niveau des Bruttoinlandsprodukts merklich gedrückt. Der Preisauftrieb wird wohl noch für einige Zeit hartnäckig hoch bleiben. Ähnlich wie im Winter rechnen wir mit Verbraucherpreisanstiegen von 5,4 % für das laufende Jahr und 2,1 % für das Jahr 2024. Die hohe Inflation schmälert die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und führt zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben im laufenden Jahr. (IfW, Kiel, Stand Q1 2023) Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) rechnet Stand Juni 2023 im weiteren Jahresverlauf 2023 allenfalls mit einer graduellen Erholung der deutschen Wirtschaft. Die Bremseffekte werden durch eine restriktive Geldpolitik ausgelöst. Das HWWI erwartet 2023 ein negatives Wirtschaftswachstum von -0,5 %. 2024 könnte die Wirtschaft mit 1,25 % wieder merklich wachsen. Voraussetzungen dafür sind keine weitere Verschärfung der Geldpolitik oder der geopolitischen Unsicherheiten. Der Inflationshöhepunkt ist überschritten, der Anstieg der Verbraucherpreise ist mit 6,1 % aber noch hoch. Gesunkene Energie- und andere Rohstoffpreise lassen einen weiteren Rückgang erwarten. Bis Ende dieses Jahres könnte die Inflationsrate unter 4 % sinken, aber auch bis Ende 2024 mit 2,5 % noch nicht ganz die 2-Prozent-Stabilitäts- marke erreichen. Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung sind allerdings erheblich. Die Europäische Zentralbank (EZB) steht nun vor der Herausforderung, weitere geldpolitische Impulse so zu richten, dass einerseits der eingeleitete Disinflationsprozess erfolgreich abgeschlossen werden kann, andererseits die Konjunktur nicht völlig abgewürgt wird. In Summe geht die Geschäftsführung für 2023 angesichts des weiterhin sehr dynamischen Umfelds und der damit einhergehenden Chancen und Risiken davon aus, dass Umsatz und Ergebnis im Bereich des Vorjahres liegen werden. Prognosevergleich für das abgelaufene Geschäftsjahr Die tatsächliche Markt- und Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr deckt sich im Wesentlichen mit dem für das Jahr 2022 erstellten Prognosebericht. Gegenüber der Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft ist das tatsächliche Wirtschaftswachstum geringer ausgefallen. Die Einschätzung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts zum Wirtschaftswachstum 2022 deckt sich mit der tatsächlichen Entwicklung. Seine Einschätzung des Wirtschaftswachstums 2023 hat das HWWI gegenüber seiner Prognose vom letzten Jahr mittlerweile nach unten korrigiert. Die Einschätzung der Entwicklung des Marktes für Haushaltsgeräte und des Konsumentenverhaltens sind wie erwartet eingetreten. Auch die Prognose eines unter Vorjahresniveau liegenden Umsatzes und EBITs ist wie erwartet eingetreten. 3.2 Chancenbericht Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH bezieht seine Produktpalette von der Philips Domestic Appliances Nederland B.V. Durch die Übernahme der bestehenden Produktpalette von der Koninklijke Philips N.V. sind die Produkte im Markt bekannt und eingeführt und die fortgeführten Marken Philips und Saeco im Markt als starke Marke etabliert anerkannt. Philips Domestic Appliances wird diese Produkte weiterentwickeln und neue Produkte entwickeln, um gemäß der Unternehmensstrategie aus einer starken Marktposition die Marktanteile weiter zu steigern. Philips Domestic Appliances ist sowohl im stationären Handel als auch im Onlinehandel aktiv und kann durch seine erfahrenen Mitarbeiter schnell reagieren, um sich am Markt bietende Chancen zu nutzen. 3.3 Risikobericht 3.3.1 Risikomanagement- und Kontrollsystem Das Risikomanagement- und Kontrollsystem umfasst u.a. das Business Control Framework (BCF) und die General Business Principles (GBP). Philips Domestic Appliances geht davon aus, dass Corporate Governance ein kritischer Faktor ist, um gute Geschäftsergebnisse zu erzielen - sie leitet sich u.a. von soliden internen Kontrollen (Business Control Framework) und hohen ethischen Standards (General Business Principles) ab. Business Control Frameworks: Das Philips Domestic Appliances Business Control Framework (BCF) basiert auf dem Internal Control Integrated Framework (2013) Ansatz des international akzeptierten COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) und setzt den Standard für Risikomanagement und Business Controls bei Philips Domestic Appliances. Die Zielsetzung des BCF besteht in einer integrierten Management-Kontrolle der Unternehmensaktivitäten, um die Integrität der Rechnungslegung sowie die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sicherzustellen. Als Teil des BCF hat Philips Domestic Appliances globale Standards für interne Kontrollen der Finanzberichterstattung etabliert (Internal Control Standard, ICS). Zusammen mit den Philips Domestic Appliances Rechnungslegungs-Prozeduren wird so in angemessener Weise sichergestellt, dass der Schutz von Vermögenswerten, die Richtigkeit der Abbildung aller Transaktionen und der Finanzberichte sowie die Beachtung und Ausführung von Vorschriften und Prozeduren durch qualifiziertes Personal gewährleistet sind und die Berichterstattung keine gravierenden Falschaussagen enthält. General Business Principles: Philips Domestic Appliances hat Richtlinien für unternehmerisches Handeln sowie für das Verhalten seiner Mitarbeiter*innen in den "General Business Principles" (GBP) zusammengefasst. Durch diese Allgemeinen Geschäftsgrundsätze wird erreicht, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit sowohl interne Regeln von Philips Domestic Appliances als auch nationales und internationales Recht Beachtung finden. Die Beachtung der GBP wird mittels konzernweit jährlich durchgeführten Selbstbewertungen überwacht. Darüber hinaus bilden die GBP einen integralen Bestandteil der ICS-Kontrollen. Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagement werden Strategische Chancen und Risiken, Operationelle Risiken, Compliance Risiken und Finanzielle Risiken unterschieden. Dabei stehen den nachfolgend genannten und beschriebenen Risiken häufig entsprechende Chancenpotentiale gegenüber. 3.3.2 Strategische Risiken Strategische Risiken und Chancen können sich auf die strategischen Ambitionen von Philips Domestic Appliances auswirken. Strategische Risiken umfassen wirtschaftliche und politische Entwicklungen und die Notwendigkeit diese zu antizipieren und rechtzeitig auf Marktveränderungen zu reagieren. Philips Domestic Appliances ist bereit, strategische Risiken auf verantwortungsvolle Weise zu akzeptieren. Das Eintreten einzelner Risiken könnte einen teils erheblichen negativen Einfluss auf die finanzielle Situation (insbesondere Umsatz und Ergebnisse) von Philips Domestic Appliances haben. Im Rahmen der bei den Geschäftsbereichen und Märkten von Philips Domestic Appliances liegenden Geschäfts- und Ergebnisverantwortung ist auch das Management der Philips Domestic Appliances Germany GmbH in die Beherrschung der strategischen Risiken eingebunden. Aus Sicht der Geschäftsführung besteht kein bestandsgefährdendes strategisches Risiko. 3.3.3 Operative Risiken Operative Risiken beinhalten nachteilige unerwartete Entwicklungen, verursacht auf Grund interner Prozesse, Personal und Systemen oder externer Aspekte mit Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten:
Seit 2022 wird im Rahmen des Exuviate-Projektes die komplette Loslösung des IT-Environments von Philips vorangetrieben und für die Philips Domestic Appliances Germany GmbH per 01.05.2023 abgeschlossen. Im Rahmen des Projektes könnten prozessbezogene Risiken auftreten. Die Wettbewerbssituation kann in erheblichem Maße von der relativen Marktpräsenz von Wettbewerbern sowie der wirtschaftlichen Lage beeinflusst werden. Weiterhin bestehen zum Teil produkt- bzw. sortimentsspezifische Preisrisiken. Gewährleistungsrisiken sind durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt. Das Ausfallrisiko auf Forderungen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der Forderungen mit den jeweiligen Geschäftspartnern. Ausfallrisiken werden neben einer permanenten Debitorenüberwachung durch den Abschluss von Kreditversicherungen bzw. eine Absicherung durch Wechsel minimiert. Das Eintreten einzelner Risiken könnte einen teils erheblichen negativen Einfluss auf die Wachstumsziele, die Wettbewerbsfähigkeit, die Reputation sowie in der Folge auf die finanzielle Situation von Philips Domestic Appliances haben. Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH begegnet den Risiken neben dem Business Control Framework durch kontinuierliche Gegenüberstellung von Ist- und Sollergebnissen, was ein zeitnahes Eingreifen erlaubt. Aus Sicht der Geschäftsführung besteht kein bestandsgefährdendes operatives Risiko. 3.3.4 Compliance Risiken Compliance Risiken bedeuten das unbeabsichtigte Fehlen oder die Zuwiderhandlung gegen bestehende interne und externe Richtlinien und Prozeduren. Philips Domestic Appliances unterliegt bei seinen Geschäftsaktivitäten zahlreichen internen und externen Regularien, welche Risiken bergen. Die Nicht-Einhaltung der Compliance Regelungen kann zu Sanktionen gegen Philips Domestic Appliances führen. Philips Domestic Appliances führt deshalb regelmäßige Schulungen zu den General Business Principles durch und überwacht deren Einhaltung. Aus Sicht der Geschäftsführung besteht kein bestandsgefährdendes Compliance Risiko. 3.3.5 Finanzielle Risiken Zu den finanziellen Risiken gehören das Liquiditätsrisiko, Zins- und Wechselkursrisiken, das Rohstoffpreisrisiko, das Kreditrisiko, fiskale Risiken, Berichterstattungsrisiken, Bewertungsrisiken bei den Pensionsverpflichtungen und Vermögens- und Haftpflichtrisiken, die das Ergebnis von Philips Domestic Appliances beeinflussen können. Aus Sicht der Geschäftsführung besteht kein bestandsgefährdendes finanzielles Risiko. 3.3.6 Zusammenfassende Beurteilung Diese Risiken sind nicht vollständig, da einige Risiken als nicht materiell eingestuft und andere ggf. dem Unternehmen gegenwärtig noch nicht bekannt sind. Einige sich aus dem Chancenmanagement ergebende Potenziale hinsichtlich der Geschäftsbereiche von Philips Domestic Appliances wurden im Prognosebericht erläutert. Mit Blick auf die Gesamtrisikolage sind für die Geschäftsführung aktuell keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand der Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH) gefährden könnten. 3.4 Risikobericht in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Finanzrisiken Die Aktivitäten der Philips Domestic Appliances Germany GmbH sind mit finanziellen Risiken verbunden. Hierzu zählen Bonitäts- oder Ausfallrisiken und Zinsrisiken. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Höhe der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte bestimmt. Die erkannten Ausfallrisiken sind durch Wertberichtigungen abgedeckt. Liquiditätsrisiken Das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen - auf Grund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln - nicht erfüllen zu können, wird im Konzern zentral gesteuert. Der Philips Domestic Appliances Germany GmbH stehen ausreichende interne Kreditfazilitäten zur Verfügung. Zinsänderungsrisiken Änderungen des Zinsniveaus haben einen direkten Einfluss auf die Finanzerträge. Ebenfalls haben Veränderungen des Marktzinsniveaus Einfluss auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen. Hierzu wird auf die Erläuterungen zu den Pensionsverpflichtungen verwiesen. Forderungsausfallrisiken Das Forderungsausfallrisiko besteht für die Philips Domestic Appliances Germany GmbH dahingehend, wenn Geschäftspartner ihren Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nicht nachkommen und somit der Wert der Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerte gemindert wird. Somit stellt der Gesamtbetrag der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko dar. Die erkannten Ausfallrisiken werden bereits durch Wertberichtigungen abgedeckt.
Hamburg, den 28.11.2023 Geschäftsführung Raaphorst, Guido Kerstand Sengpiel, Nils Holger |
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