Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 164117
Vorher
Philips Domestic Appliances Germany GmbH
Eingetragen
19.8.2020
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen HaushaltsgerätenEinzelhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb, die Vermietung und Wartung von elektronischen Haushaltsgeräten jedweder Art und damit verbundenen Erzeugnissen sowie die Ausführung von Dienstleistungen und Geschäften jeder Art, die mit dem Gegenstand des Unternehmens in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Meik Christian Söhn
seit 12.5.2023
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Versuni Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Versuni Holding B.V.
Netherlands
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Versuni Germany GmbH (vormals: Philips Domestic Appliances Germany GmbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH), Hamburg, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 7. Dezember 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Siemer, Wirtschaftsprüferin

Barnstedt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 46.866.779,93 52.380.518,98
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.466,20 1.522,00
46.868.246,13 52.382.040,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 740.192,34 1.052.330,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71.105.161,72 96.991.622,68
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.496.672,39 13.762,57
74.601.834,11 97.005.385,25
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 109.806,87 292.520,31
75.451.833,32 98.350.235,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 171.488,22 302.147,49
122.491.567,67 151.034.424,34

Passiva

31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 42.300.000,00 42.300.000,00
III. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -992.463,32 -309,60
IV. Jahresfehlbetrag -2.990.847,80 -992.153,72
38.341.688,88 41.332.536,68
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 659.310,00 589.567,00
2. Steuerrückstellungen 1.345.931,67 376.944,00
3. Sonstige Rückstellungen 30.497.793,23 35.061.653,08
32.503.034,90 36.028.164,08
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.056.799,59 10.721.693,21
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.131.204,59 54.213.348,99
3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.984.362,33 8.250.776,07
davon aus Steuern EUR 7.484.102,19 (Vj. TEUR 6.473)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0 (Vj. TEUR 4)
50.172.366,51 73.185.818,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 232.894,65 463.883,38
E. Passive latente Steuern 1.241.582,73 24.021,93
122.491.567,67 151.034.424,34

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 244.177.147,78 146.482.004,59
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 181.859.324,82 112.043.194,72
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 62.317.822,96 34.438.809,87
4. Vertriebskosten 58.744.186,49 32.322.747,32
5. Allgemeine Verwaltungskosten 3.103.152,51 2.021.696,38
6. Sonstige betriebliche Erträge -3,63 0,00
61.847.335,37 34.344.443,70
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.274.786,92 685.553,96
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.264.975,88 (Vj.TEUR 683)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.186.548,47 400.965,93
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 1.217.560,80 (Vj. TEUR 24)
9. Ergebnis nach Steuern/ Jahresfehlbetrag -2.990.847,80 -992.153,72

Anhang für 2022

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH), Hamburg, ist unter Beachtung der allgemeinen Vorschriften der §§ 242-256a HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes in Euro aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. §267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr, wobei die Aufnahme des Geschäftsbetriebs nach Ausgliederung durch Asset Deal aus der Philips GmbH Market DACH zum 01. Juli 2021 erfolgte. Gegründet wurde die Gesellschaft am 21.07.2020 und wurde bis zum 30. Juni 2021 als Hüllengesellschaft geführt, in der nur das Stammkapital von TEUR 25 und die damit verbundenen Bewegungen auf dem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Bankkonto bei der Citibank erfasst wurden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH) mit Sitz in 22335 Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 164117 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu An- schaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und wird, soweit abnutzbar, entsprechend der Nutzungsdauer um lineare Abschreibungen vermindert.

Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag erfolgt zum niedrigeren Wert der nach der First-in-First-out-Methode ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. zu ihrem Nettoveräußerungswert, d.h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Vertriebskosten. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt auf Basis des Vollkostenprinzips.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde die, von der deutschen Bundesbank veröffentlichten maßgeblichen Rechnungszinssätze nach dem Stand vom 31. Dezember 2022, bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren in Höhe von 1,78% p.a. (10-Jahresdurchschnitt) bzw. 1,44% p.a. (7-Jahresdurchschnitt für die Ermittlung der Ausschüttungssperre) verwendet. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche Bewertung mit dem Zins von 1,87% p.a. vorgenommen, um den Zinsänderungsaufwand zu ermitteln. Diese Bewertung wurde nur für die nicht versicherungsgebundene Pensionszusage ermittelt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Soweit kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser Vermögensgegenstände folgende Bewertungsmethoden angewandt: Bei den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen wurden die von den Versicherungsgesellschaften mitgeteilten Aktivwerte (Deckungskapital zuzüglich unwiderruflich zugeteilter Überschussbeteiligung) angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Langfristige Rückstellungen bestehen nur in Form der Jubiläums- und Pensionsrückstellung und werden entsprechend dem Gutachten abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts. Danach werden auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten latente Steuern gebildet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Anlagenspiegel

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte

Die ursprünglichen Anschaffungskosten des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von EUR 55,1 Mio. werden über die betriebliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Festlegung der Nutzungsdauern erfolgte anhand der Einschätzung der Geschäftsentwicklung.

Die Nutzungsdauer von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (Tresor) beträgt 23 Jahre.

Vorräte

Im Wesentlichen werden bei Philips Domestic Appliances keine Bestände geführt, da der Warenfluss über das Zentrallager in Niederlande geführt wird, aus dem nur unterwegs befindliche Ware resultiert. Darüber hinaus gibt es noch einen Lagerbestand, welcher bei einer Drittfirma (HATRACO) gehalten wird (TEUR 262). Dieser Lagerbestand ist bis zur Veräußerung an die Kunden im Eigentum der Philips Domestic Appliances Germany GmbH und dient dazu das Online-Geschäft über EBAY zu bedienen. Die Ware wird wie üblich über das Zentrallager geordert und in den Hatraco-Bestand überführt. Es kann sich dabei sowohl um Neuware als auch um Refurbished-Ware handeln.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 74.602 bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 71.105 sowie aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 3.497, welche im Wesentlichen aus der Umgliederung der debitorischen Kreditoren (TEUR 1.114) und der vorausgezahlten Körper- bzw. Gewerbesteuer (TEUR 1.936) bestehen. Sämtliche Forderungen haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, wurden mit Verbindlichkeiten gegen über den gleichen verbundenen Unternehmen verrechnet

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten bestehen aus Vorauszahlungen an Versicherungen für das Jahr 2022 in Höhe von TEUR 171,5.

Eigenkapital - ausschüttungsgesperrte Beträge

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 25 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 42.300 und wurde von Philips Domestic Appliances Holding B.V. eingezahlt.

Bilanzverlust

Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 2.991. Im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzverlusts verwiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei der Philips Domestic Appliances Germany GmbH bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, die aufgrund des Betriebsübergangs nach §613a BGB oder einzelvertraglich zum 01. Juli 2021 auf die Gesellschaft übergegangen sind. Darüber hinaus wurden ab dem 01. Juli 2021 drei neue Zusagen sowie ab 01. April 2022 eine neue Zusage durch die Philips Domestic Appliances Germany GmbH erteilt.

Der ermittelte Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.858 wird mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 2.154 sowie dem Zeitwert der Wert- und Versorgungskonten in Höhe von TEUR 45 saldiert ausgewiesen. Die Höhe des Deckungsvermögens nach HGB ist identisch mit der Höhe der Assets nach IFRS und es bestehen keine Über- bzw. Unterdeckungen.

Die ursprünglich im Rahmen des Asset Deals übertragenen Werte des Deckungsvermögens sowie des Wert- und Versorgungsmodells betrugen zum 1. Juli 2021 TEUR 1.389.

Aus Pensionsverpflichtungen, denen keine verrechenbaren Vermögensgegenstände gegenüberstehen, werden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 659 bilanziert.

TEUR
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 1.389
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände zum 31.12.2022 2.199
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum 31.12.2022 2.858
Verrechnete Aufwendungen 0
Verrechnete Erträge 0

Aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach Abzug passiver latenter Steuern ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 54 gemäß Aktuargutachten.

Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rabatte und Boni an Kunden in Höhe TEUR 24.894 und Skonti in Höhe von TEUR 2.680.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 6.107 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Betrag von TEUR 26.024 betrifft das Treasury Agreement mit der Philips Domestic Appliances Holding B.V., Amsterdam, Niederlande.

Verbindlichkeiten bis ein Jahr
kurzfristig
31/12/2022 31/12/2021
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -8.057 -10.722
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen -32.131 -54.213
Sonstige Verbindlichkeiten -9.984 -8.251
- davon aus Steuern -7.484 -6.632
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 4
Verbindlichkeiten mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
langfristig
31/12/2022 31/12/2021
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
- davon aus Steuern 0 0 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
Verbindlichkeiten
Summe
31/12/2022 31/12/2021
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -8.057 -10.721
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen -32.131 -54.213
Sonstige Verbindlichkeiten -9.984 -8.251
- davon aus Steuern -7.484 -6.473
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 4

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Für das Jahr 2022 wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 233 gebildet.

Passive latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:

Latente Steueransprüche auf Differenzen 31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
bilanzielle Wertansätze für Jubiläumsrückstellung 68 55
68 55
Latente Steuerschulden auf Differenzen
bilanzielle Wertansätze für Abschreibung Firmenwert (Nutzungsdauer) -890 3
Pensionsrückstellung -83 -78
Deferred Compensation -4 -4
Rücklage 5(7) EStG -333 0
-1.310 -79
Latente Steuerschulden (netto) -1.242 -24

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,28% zugrunde gelegt.

Entwicklung latenter Steuersalden

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
TEUR TEUR TEUR
31.12.2021 55 -79 -24
31.12.2022 68 -1.310 -1.242
Veränderung 13 -1.231 -1.218

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

TEUR TEUR
Tätigkeitsbereich 2022 2021
Umsätze mit Dritten -235.450 -139.764
Umsätze im Konzern -8.727 -6.718
Summe -244.177 -146.482
TEUR TEUR
Geographisch bestimmter Markt 2022 2021
Inland -203.678 -127.026
Ausland (EU) -40.499 -19.456
Summe -244.177 -146.482

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge liegen nicht vor.

Material- und Personalaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 181.859 und gliedert sich wie folgt:

TEUR TEUR
Materialaufwand 2022 2021
Aufwendungen für bezogene Waren 181.854 112.039
Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen 5 4
Summe 181.859 112.043

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 12.157 und gliedert sich wie folgt:

TEUR TEUR
2022 2021
Löhne und Gehälter 10.389 3.873
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.768 819
- davon Altersversorgung 610 262
Summe 12.157 4.692

Abschreibungen

Abschreibungen sind im Anlagenspiegel ersichtlich, es lagen keine außerplanmäßigen Abschreibungen vor.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten Kosten der zentralen Verwaltung der Philips Domestic Appliances Germany GmbH.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag 31.Dezember 2022 bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte

Miet- und Leasingverpflichtungen TEUR 941

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Außerbilanzielle Geschäfte liegen in Form von Miet- und Leasingverträgen für betrieblich genutzte Immobilien und Kraftfahrzeuge vor. Sie dienen unter anderem der Schonung der Liquidität und der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Eigenkapitalquote. Bei den Verträgen bestehen Risiken durch vorzeitige Kündigung sowie einen potenziellen Verlust des Vermögensgegenstandes. Positiv wirkt sich die nachgelagerte Zahlung im Rahmen der Verträge gegenüber einem Eigentumserwerb aus. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen ist der obigen Aufstellung zu entnehmen.

Ausschüttungs-/Abführungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB sowie aufgrund des Unterschiedsbetrags i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB und nach Berücksichtigung gegenläufiger latenter Steuern eine Gewinnausschüttungssperre:

TEUR
aus der Aktivierung
selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 0
latenter Steuern (Überhang aktive- passive lat. Steuern) 0
von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert 0
Gesamtbetrag der Beträge i.S.v. § 268 Abs. 8 HGB Total
aus der Passivierung
Pensionsrückstellungen § 253 Abs. 2 i.V.m. Abs. 6 HGB -54
Entsperrung durch (z.B. frei verfügbare Rücklagen, Gewinnvortrag) 0
-54

Geschäftsführung

Raaphorst, Guido Kerstand,

Commercial Leader DACH

Schumann, Florian Daniel,

DA Consumer Marketing Leader EU bis 15.11.2022

Sengpiel, Nils Holger,

Finance Leader DACH/Business Partner Finance DACH

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für 2022 TEUR 457.

Es bestehen keine Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung.

Es bestehen keine Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2022 beschäftigten Mitarbeiter:

Verwaltung und Vertrieb 87
Werkstudenten 6
93

Konzernzugehörigkeit

Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH, Hamburg, wird in den Konzernabschluss der Philips Domestic Appliances Holding B.V. (seit dem 17. Februar 2023: Versuni Group B.V.), Amsterdam, Niederlande (kleinster Konsolidierungskreis), einbezogen. Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei der Gesellschafterin erhältlich bzw. im Internet abrufbar.

Die Hillhouse Capital Group Holdings Limited, Hongkong, China, stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei der Gesellschafterin erhältlich bzw. im Internet abrufbar.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 27
27

Nachtragsbericht

Hinsichtlich der aus Unsicherheiten hervorgehenden Belastung des Konsumklimas, und der gesunkenen Kaufkraft infolge der steigenden Inflation, sowie der nicht absehbaren Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, verweisen wir auf die Kapitel Risiko- sowie Prognosebericht im Lagebericht.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss haben oder haben können, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschluss

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR 2.991 wie folgt zu verwenden:

Der Verlust wird vorgetragen.

 

Hamburg, den 28.11.2023

Geschäftsführung

Raaphorst, Guido Kerstand

Sengpiel, Nils Holger

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 55.137.390,50 0,00 55.137.390,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.549,90 0,00 1.549,90
55.138.940,40 0,00 55.138.940,40
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2022 Zugänge 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 2.756.871,52 5.513.739,05 8.270.610,57 46.866.779,93 52.381
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27,90 55,80 83,70 1.466,20 2
2.756.899,42 5.513.794,85 8.270.694,27 46.868.246,13 52.383

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH) ist als hundertprozentige Tochter der Philips Domestic Appliances Holding B.V. (seit dem 17. Februar 2023: Versuni Group B.V.), Amsterdam, Niederlande, unter der Nummer HRB 164117 im Handelsregister eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb, die Vermietung und Wartung von elektronischen Haushaltsgeräten jedweder Art und damit verbundenen Erzeugnissen sowie die Ausführung von Dienstleistungen und Geschäften jeder Art, die mit dem Gegenstand des Unternehmens in Zusammenhang stehen. Philips Domestic Appliances Germany GmbH beliefert dabei nicht nur den deutschen, sondern auch den österreichischen Markt im Rahmen eines Order Gathering Agreements.

Philips Domestic Appliances wurde per 01. Juli 2021 aus dem Philips Konzern (Koninklijke Philips N.V., KPNV) herausgelöst (Aufnahme des Geschäftsbetriebes) und zum 01. September 2021 an die Hillhouse Capital Management VGP, Ltd. Group verkauft.

Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH ist Teil des Marktes DACH, der wiederum dem übergeordneten Markt EU7 zugeordnet ist, welcher einer von acht Marktregionen von Philips Domestic Appliances ist.

Die Steuerung des Geschäfts in Deutschland/DACH folgt der Systematik der "Business Market Combinations". Die industriellen sowie die Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten werden im Wesentlichen von den Business Groups geführt, während die kommerziellen Aktivitäten und Ergebnisse in Deutschland/DACH überwiegend vom Management des Marktes DACH verantwortet werden. Die Steuerung des kommerziellen Geschäfts erfolgt auf Basis eines global vereinheitlichten Management-Recordings u.a. anhand der Steuerungsgrößen Comparable Sales Growth und EBIT. Im Rahmen eines strukturierten Prozesses werden in monatlichen Market Performance Review Meetings Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Größen diskutiert und analysiert sowie Chancen, Risiken und entsprechende Maßnahmen diskutiert und vereinbart.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,8 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen.

Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. (Quelle: Destatis)

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 6,9 % gegenüber 2021 erhöht. Die historisch hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine getrieben. (Quelle: Destatis)

Der deutsche Markt für Elektro-Hausgeräte zeigte sich 2022 nach Berechnungen des ZVEI robust. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Gesamtumsatz um 1 % auf 10,5 Milliarden Euro. Auch der Export legte zu. Im Zeitraum Januar bis November 2022 stiegen laut Statistischem Bundesamt die Auslandsumsätze der Haushalt-Großgeräte um 13 %, die der Kleingeräte um knapp 9 %. Trotz einer leichten Entspannung beeinträchtigten im vergangenen Jahr die Knappheiten bei Halbleitern und anderen Vorprodukten weiterhin die Lieferfähigkeit. In diesem Jahr sollten sich die Engpässe jedoch weiter auflösen. Die Absatzmengen bei den Haushalt-Großgeräten pendelten sich 2022 nach den Corona-bedingten Zuwächsen der Vorjahre wieder auf ein Normalmaß ein. Insgesamt verkaufte die Branche 17,4 Millionen Geräte in Deutschland, was einem Plus von etwa 2 % im Vergleich zu 2019 entspricht. Der Umsatz der Haushalt-Großgeräte belief sich auf etwa 6,8 Milliarden Euro, ein Plus von 2 %. Der Trend zu höherwertigen Hausgeräten hielt 2022 weiter an.

Bei den Haushalt-Kleingeräten sank der Herstellerumsatz leicht um etwa -1 % auf knapp 3,7 Milliarden Euro. Auch hier ist ein statistischer Basiseffekt zu beachten. Mit einem Plus von 16 % im Jahr 2020 und 3 % im Jahr 2021 verbuchten die Kleingeräte hohe Zuwächse in den Jahren der Pandemie. (Quelle ZVEI Pressemitteilung vom 15. Februar 2023)

2.2 Geschäftsverlauf

Im Jahr 2022 zeigte der Consumer Electronics Markt in Deutschland anfangs ein starkes Wachstum. Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine nahm das starke Wachstum ein jähes Ende. Die Energiekrise, die hohe Inflation und die starke Verunsicherung der Konsumenten führten zu rückläufigen Umsätzen. Gleichzeitig stiegen aufgrund der hohen Energiepreise und der allgemein weltweit hohen Inflation die Preise Herstellungskosten und Frachtraten für unsere Produkte. Unterstützt durch Kosteneinsparungsmaßnahmen konnte trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen ein positives Ergebnis erzielt.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung der Philips Domestic Appliances Germany GmbH im operativen Geschäft im Jahr 2022 als zufriedenstellend.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsätze im Markt DACH blieben - verursacht durch schlechte Konsumentenstimmung aufgrund hoher Inflation und Unsicherheit - hinter den für 2022 geplanten Erwartungen zurück. Der Vorjahreswert enthält nur das operative Geschäft für den Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2021.

Die Vertriebskosten betrugen 58,7 Mio. Euro (24,1 % der Umsatzerlöse; Vj.: 22,1 %) und die Herstellungskosten 181,9 Mio. Euro (74,5 % der Umsatzerlöse; Vj.: 76,5 %).

Die Ertragslage im Jahr 2022 wurde neben den operativen Ergebnissen auch durch die eingestellte Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 1,08 Mio. Euro beeinflusst.

Das im Geschäftsjahr 2022 realisierte betriebliche Ergebnis (EBIT) belief sich auf 0,47 Mio. Euro. Die wesentlichen Faktoren für dieses Ergebnis sind die Umsatzerlöse von 244,2 Mio. Euro, sowie die Vertriebskosten von 58,7 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis betrug im Jahr 2022 -1,27 Mio. Euro, das Ergebnis (Fehlbetrag) nach Steuern beläuft sich auf 2,99 Mio. Euro.

2.3.2 Finanzlage

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt 38,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 41,3 Mio. Euro). Der im Berichtszeitraum entstandene Jahresfehlbetrag beträgt 2,99 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 50,17 Mio. Euro. Diese bestehen in Höhe von 32,13 Mio. Euro gegenüber verbundenen Unternehmen, in Höhe von 8,06 Mio. Euro aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 9,98 Mio. Euro beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 7,48 Mio. Euro.

Liquidität

TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 110
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Finanzmittelfonds am 31.12.2022 110

Die Liquiditätslage der Philips Domestic Appliances Germany GmbH befindet sich auf einem gesicherten Niveau. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich dies in den nächsten Jahren ändern wird. Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH nimmt an einem konzernweiten Cash Pooling teil und hält dadurch seine freie Liquidität weitgehend auf einem verzinslichen Konzern-Kontokorrentkonto (Cash-Pool-Konto bei der Inhouse-Bank der Philips Domestic Appliances Holding B.V. (seit dem 17. Februar 2023 Versuni Group B.V.), Amsterdam). Dieses Konzernkontokorrent kann bei Bedarf durch Überziehung auch zur kurzfristigen Finanzierung herangezogen werden. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen und orientiert sich am EURIBOR.

2022 2021 2021 Veränderung
Cashflowberechnung Änderung gemäß DRÄS 13
TEUR TEUR TEUR TEUR
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 16.883 -15.829 295 16.588
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit 0 -2 -2 2
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -17.066 16.124 0 -17.066
Gesamt-Veränderung -183 293 293 -476
Finanzmittel am Anfang der Periode 293 25 25 268
Veränderung des Finanzmittelfonds durch Einbringung 0 -25 -25 25
Finanzmittel am Ende der Periode 110 293 293 -183

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird im Wesentlichen durch die Veränderungen bei Rückstellungen (-3,5 Mio. Euro), den Forderungen aus Lieferungen und Leistung, sowie anderer Aktiva (22,8 Mio. Euro) und Veränderungen bei Verbindlichkeiten, sowie anderer Passiva (-4,9 Mio. Euro) beeinflusst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Cash-Pool-Verbindlichkeiten (-17,1 Mio. Euro).

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 betrug 122,5 Mio. Euro.

Der immaterielle Vermögenswert von 46,9 Mio. Euro besteht zu 100 % aus dem Goodwill, welcher bei der Abspaltung der Philips Domestic Appliances Germany GmbH, im Rahmen des Asset Deals mit Philips GmbH Market DACH gebildet wurde.

Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum Jahresende 46,9 Mio. Euro. Diese bestanden mit 46,9 Mio. Euro aus Goodwill. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bestehen überwiegend aus Forderungen gegen Drittkunden (71,1 Mio. Euro).

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Philips Domestic Appliances verwendet als Steuerungsgrößen hauptsächlich Kennzahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, Integrale Gross Margin, Integral Sales Margin) sowie die Overdues (Überfälligkeiten). Der letztgenannte Indikator drückt aus, wie gut die Organisation die Zahlungen ihrer Kunden im Rahmen der vereinbarten Zahlungsbedingungen einholt und entsprechend die liquiden Mittel erhöhen kann.

3. Prognose-, Risiken- und Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Energiekrise. In den vergangenen Monaten haben sich die konjunkturellen Aussichten etwas aufgehellt, allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau. Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird jedoch nur verhalten zulegen. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 0,5 % und im Jahr 2024 um 1,4 % steigen und damit leicht stärker als in unserer Winterprognose erwartet (0,3 % bzw. 1,3 %). Damit wird die deutsche Wirtschaft tiefe Produktionsrückgänge infolge der Energiekrise voraussichtlich vermeiden. Allerdings haben die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine die Erholung von der Pandemie abgewürgt und das Niveau des Bruttoinlandsprodukts merklich gedrückt. Der Preisauftrieb wird wohl noch für einige Zeit hartnäckig hoch bleiben. Ähnlich wie im Winter rechnen wir mit Verbraucherpreisanstiegen von 5,4 % für das laufende Jahr und 2,1 % für das Jahr 2024. Die hohe Inflation schmälert die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und führt zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben im laufenden Jahr. (IfW, Kiel, Stand Q1 2023)

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) rechnet Stand Juni 2023 im weiteren Jahresverlauf 2023 allenfalls mit einer graduellen Erholung der deutschen Wirtschaft. Die Bremseffekte werden durch eine restriktive Geldpolitik ausgelöst. Das HWWI erwartet 2023 ein negatives Wirtschaftswachstum von -0,5 %. 2024 könnte die Wirtschaft mit 1,25 % wieder merklich wachsen. Voraussetzungen dafür sind keine weitere Verschärfung der Geldpolitik oder der geopolitischen Unsicherheiten.

Der Inflationshöhepunkt ist überschritten, der Anstieg der Verbraucherpreise ist mit 6,1 % aber noch hoch. Gesunkene Energie- und andere Rohstoffpreise lassen einen weiteren Rückgang erwarten. Bis Ende dieses Jahres könnte die Inflationsrate unter 4 % sinken, aber auch bis Ende 2024 mit 2,5 % noch nicht ganz die 2-Prozent-Stabilitäts- marke erreichen. Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung sind allerdings erheblich. Die Europäische Zentralbank (EZB) steht nun vor der Herausforderung, weitere geldpolitische Impulse so zu richten, dass einerseits der eingeleitete Disinflationsprozess erfolgreich abgeschlossen werden kann, andererseits die Konjunktur nicht völlig abgewürgt wird.

In Summe geht die Geschäftsführung für 2023 angesichts des weiterhin sehr dynamischen Umfelds und der damit einhergehenden Chancen und Risiken davon aus, dass Umsatz und Ergebnis im Bereich des Vorjahres liegen werden.

Prognosevergleich für das abgelaufene Geschäftsjahr

Die tatsächliche Markt- und Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr deckt sich im Wesentlichen mit dem für das Jahr 2022 erstellten Prognosebericht.

Gegenüber der Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft ist das tatsächliche Wirtschaftswachstum geringer ausgefallen.

Die Einschätzung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts zum Wirtschaftswachstum 2022 deckt sich mit der tatsächlichen Entwicklung. Seine Einschätzung des Wirtschaftswachstums 2023 hat das HWWI gegenüber seiner Prognose vom letzten Jahr mittlerweile nach unten korrigiert.

Die Einschätzung der Entwicklung des Marktes für Haushaltsgeräte und des Konsumentenverhaltens sind wie erwartet eingetreten. Auch die Prognose eines unter Vorjahresniveau liegenden Umsatzes und EBITs ist wie erwartet eingetreten.

3.2 Chancenbericht

Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH bezieht seine Produktpalette von der Philips Domestic Appliances Nederland B.V. Durch die Übernahme der bestehenden Produktpalette von der Koninklijke Philips N.V. sind die Produkte im Markt bekannt und eingeführt und die fortgeführten Marken Philips und Saeco im Markt als starke Marke etabliert anerkannt. Philips Domestic Appliances wird diese Produkte weiterentwickeln und neue Produkte entwickeln, um gemäß der Unternehmensstrategie aus einer starken Marktposition die Marktanteile weiter zu steigern.

Philips Domestic Appliances ist sowohl im stationären Handel als auch im Onlinehandel aktiv und kann durch seine erfahrenen Mitarbeiter schnell reagieren, um sich am Markt bietende Chancen zu nutzen.

3.3 Risikobericht

3.3.1 Risikomanagement- und Kontrollsystem

Das Risikomanagement- und Kontrollsystem umfasst u.a. das Business Control Framework (BCF) und die General Business Principles (GBP).

Philips Domestic Appliances geht davon aus, dass Corporate Governance ein kritischer Faktor ist, um gute Geschäftsergebnisse zu erzielen - sie leitet sich u.a. von soliden internen Kontrollen (Business Control Framework) und hohen ethischen Standards (General Business Principles) ab.

Business Control Frameworks:

Das Philips Domestic Appliances Business Control Framework (BCF) basiert auf dem Internal Control Integrated Framework (2013) Ansatz des international akzeptierten COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) und setzt den Standard für Risikomanagement und Business Controls bei Philips Domestic Appliances. Die Zielsetzung des BCF besteht in einer integrierten Management-Kontrolle der Unternehmensaktivitäten, um die Integrität der Rechnungslegung sowie die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sicherzustellen.

Als Teil des BCF hat Philips Domestic Appliances globale Standards für interne Kontrollen der Finanzberichterstattung etabliert (Internal Control Standard, ICS). Zusammen mit den Philips Domestic Appliances Rechnungslegungs-Prozeduren wird so in angemessener Weise sichergestellt, dass der Schutz von Vermögenswerten, die Richtigkeit der Abbildung aller Transaktionen und der Finanzberichte sowie die Beachtung und Ausführung von Vorschriften und Prozeduren durch qualifiziertes Personal gewährleistet sind und die Berichterstattung keine gravierenden Falschaussagen enthält.

General Business Principles:

Philips Domestic Appliances hat Richtlinien für unternehmerisches Handeln sowie für das Verhalten seiner Mitarbeiter*innen in den "General Business Principles" (GBP) zusammengefasst. Durch diese Allgemeinen Geschäftsgrundsätze wird erreicht, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit sowohl interne Regeln von Philips Domestic Appliances als auch nationales und internationales Recht Beachtung finden. Die Beachtung der GBP wird mittels konzernweit jährlich durchgeführten Selbstbewertungen überwacht. Darüber hinaus bilden die GBP einen integralen Bestandteil der ICS-Kontrollen.

Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagement werden Strategische Chancen und Risiken, Operationelle Risiken, Compliance Risiken und Finanzielle Risiken unterschieden. Dabei stehen den nachfolgend genannten und beschriebenen Risiken häufig entsprechende Chancenpotentiale gegenüber.

3.3.2 Strategische Risiken

Strategische Risiken und Chancen können sich auf die strategischen Ambitionen von Philips Domestic Appliances auswirken. Strategische Risiken umfassen wirtschaftliche und politische Entwicklungen und die Notwendigkeit diese zu antizipieren und rechtzeitig auf Marktveränderungen zu reagieren. Philips Domestic Appliances ist bereit, strategische Risiken auf verantwortungsvolle Weise zu akzeptieren.

Das Eintreten einzelner Risiken könnte einen teils erheblichen negativen Einfluss auf die finanzielle Situation (insbesondere Umsatz und Ergebnisse) von Philips Domestic Appliances haben. Im Rahmen der bei den Geschäftsbereichen und Märkten von Philips Domestic Appliances liegenden Geschäfts- und Ergebnisverantwortung ist auch das Management der Philips Domestic Appliances Germany GmbH in die Beherrschung der strategischen Risiken eingebunden.

Aus Sicht der Geschäftsführung besteht kein bestandsgefährdendes strategisches Risiko.

3.3.3 Operative Risiken

Operative Risiken beinhalten nachteilige unerwartete Entwicklungen, verursacht auf Grund interner Prozesse, Personal und Systemen oder externer Aspekte mit Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten:

Philips Domestic Appliances könnte eine ineffektive Lieferkette haben oder sich mit steigenden Rohstoffpreisen und Lieferengpässen konfrontiert sehen,

Philips Domestic Appliances könnte eine diversifizierte und damit ineffektive oder ineffiziente IT-Infrastruktur mit steigender Komplexität haben

Philips Domestic Appliances könnte Schwierigkeiten haben, qualifizierte Führungskräfte und spezialisiertes Personal zu rekrutieren,

Philips Domestic Appliances könnte Gewährleistungs- und Produkthaftungsprobleme bekommen,

Philips Domestic Appliances könnte beim Aufbau einer neuen Unternehmensidentität scheitern.

Seit 2022 wird im Rahmen des Exuviate-Projektes die komplette Loslösung des IT-Environments von Philips vorangetrieben und für die Philips Domestic Appliances Germany GmbH per 01.05.2023 abgeschlossen. Im Rahmen des Projektes könnten prozessbezogene Risiken auftreten.

Die Wettbewerbssituation kann in erheblichem Maße von der relativen Marktpräsenz von Wettbewerbern sowie der wirtschaftlichen Lage beeinflusst werden. Weiterhin bestehen zum Teil produkt- bzw. sortimentsspezifische Preisrisiken. Gewährleistungsrisiken sind durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt.

Das Ausfallrisiko auf Forderungen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der Forderungen mit den jeweiligen Geschäftspartnern. Ausfallrisiken werden neben einer permanenten Debitorenüberwachung durch den Abschluss von Kreditversicherungen bzw. eine Absicherung durch Wechsel minimiert.

Das Eintreten einzelner Risiken könnte einen teils erheblichen negativen Einfluss auf die Wachstumsziele, die Wettbewerbsfähigkeit, die Reputation sowie in der Folge auf die finanzielle Situation von Philips Domestic Appliances haben. Die Philips Domestic Appliances Germany GmbH begegnet den Risiken neben dem Business Control Framework durch kontinuierliche Gegenüberstellung von Ist- und Sollergebnissen, was ein zeitnahes Eingreifen erlaubt.

Aus Sicht der Geschäftsführung besteht kein bestandsgefährdendes operatives Risiko.

3.3.4 Compliance Risiken

Compliance Risiken bedeuten das unbeabsichtigte Fehlen oder die Zuwiderhandlung gegen bestehende interne und externe Richtlinien und Prozeduren. Philips Domestic Appliances unterliegt bei seinen Geschäftsaktivitäten zahlreichen internen und externen Regularien, welche Risiken bergen.

Die Nicht-Einhaltung der Compliance Regelungen kann zu Sanktionen gegen Philips Domestic Appliances führen.

Philips Domestic Appliances führt deshalb regelmäßige Schulungen zu den General Business Principles durch und überwacht deren Einhaltung.

Aus Sicht der Geschäftsführung besteht kein bestandsgefährdendes Compliance Risiko.

3.3.5 Finanzielle Risiken

Zu den finanziellen Risiken gehören das Liquiditätsrisiko, Zins- und Wechselkursrisiken, das Rohstoffpreisrisiko, das Kreditrisiko, fiskale Risiken, Berichterstattungsrisiken, Bewertungsrisiken bei den Pensionsverpflichtungen und Vermögens- und Haftpflichtrisiken, die das Ergebnis von Philips Domestic Appliances beeinflussen können.

Aus Sicht der Geschäftsführung besteht kein bestandsgefährdendes finanzielles Risiko.

3.3.6 Zusammenfassende Beurteilung

Diese Risiken sind nicht vollständig, da einige Risiken als nicht materiell eingestuft und andere ggf. dem Unternehmen gegenwärtig noch nicht bekannt sind. Einige sich aus dem Chancenmanagement ergebende Potenziale hinsichtlich der Geschäftsbereiche von Philips Domestic Appliances wurden im Prognosebericht erläutert.

Mit Blick auf die Gesamtrisikolage sind für die Geschäftsführung aktuell keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand der Philips Domestic Appliances Germany GmbH (seit dem 11. Juli 2023: Versuni Germany GmbH) gefährden könnten.

3.4 Risikobericht in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Finanzrisiken

Die Aktivitäten der Philips Domestic Appliances Germany GmbH sind mit finanziellen Risiken verbunden. Hierzu zählen Bonitäts- oder Ausfallrisiken und Zinsrisiken.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Höhe der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte bestimmt. Die erkannten Ausfallrisiken sind durch Wertberichtigungen abgedeckt.

Liquiditätsrisiken

Das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen - auf Grund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln - nicht erfüllen zu können, wird im Konzern zentral gesteuert.

Der Philips Domestic Appliances Germany GmbH stehen ausreichende interne Kreditfazilitäten zur Verfügung.

Zinsänderungsrisiken

Änderungen des Zinsniveaus haben einen direkten Einfluss auf die Finanzerträge. Ebenfalls haben Veränderungen des Marktzinsniveaus Einfluss auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen. Hierzu wird auf die Erläuterungen zu den Pensionsverpflichtungen verwiesen.

Forderungsausfallrisiken

Das Forderungsausfallrisiko besteht für die Philips Domestic Appliances Germany GmbH dahingehend, wenn Geschäftspartner ihren Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nicht nachkommen und somit der Wert der Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerte gemindert wird. Somit stellt der Gesamtbetrag der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko dar. Die erkannten Ausfallrisiken werden bereits durch Wertberichtigungen abgedeckt.

 

Hamburg, den 28.11.2023

Geschäftsführung

Raaphorst, Guido Kerstand

Sengpiel, Nils Holger

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