Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 23920
Eingetragen
30.12.2008
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenHerstellung von festen Brennstoffen aus pflanzlicher BiomasseElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Gegenstand
die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur energetischen Nutzung von Biomassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Schlauer
seit 23.5.2023
Geschäftsführer
Rafael Kierek
seit 1.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
FSWE Versorgungs AG
90.00%
Knettenbrech + Gurulic Service GmbH & Co. KG
5.00%
MBA Wiesbaden GmbHEigenbeteiligung
5.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

FSWE Versorgungs AG
Germany
9.000.000 €
90.00%
Germany
500.000 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ESWE BioEnergie GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Unternehmenszweck der ESWE BioEnergie GmbH ist es, am Standort Wiesbaden in Nachbarschaft zu dem Gelände der Deponie ein Biomasse-Heizkraftwerk (BMHKW) zu betreiben. Das BMHKW wird im Wesentlichen mit Brennstoff aus Biomasse betrieben und dient der gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme.

Die erzeugte elektrische Energie wird in das Netz der Stadtwerke Wiesbaden Netz GmbH eingespeist und über die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG vermarktet. Die erzeugte Nutzwärme wird in das Fernwärmenetz der ESWE Versorgungs AG eingespeist.

Mit der Gesellschafterin Knettenbrech+Gurdulic Service GmbH & Co KG besteht ein Brennstoffliefervertrag mit einer Laufzeit bis 2028, der die langfristige Zulieferung des erforderlichen Brennstoffes sichert und damit eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Betrieb des Heizkraftwerks darstellt. Der Vertrag verlängert sich um jeweils fünf Jahre, wenn er nicht von einer Partei gekündigt wird.

Zu den wesentlichen Steuerungsgrößen der ESWE BioEnergie GmbH, die vor allem im Rahmen der Berichterstattung an unsere Gesellschafter überwacht werden, zählen finanzielle sowie nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Unsere zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen stellen die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis dar. Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren gehören entsprechend ihrer Steuerungsrelevanz vor allem die Erzeugungsmengen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2023

Der Kraftwerksbetrieb lief im Berichtsjahr erneut äußerst zufriedenstellend.

Die gemäß aktualisiertem Wirtschaftsplan geplante Wärmeeinspeisemenge in das ESWE-Fernwärmeverbundnetz von 160.000 MWh wurde mit einer tatsächlichen Einspeisung von 165.523 MWh (Vorjahr 161.795 MWh) deutlich überschritten. Die Erlöse für die Wärme liegen mit 12.360 T€ um 360 T€ über dem Planansatz.

Die Stromeinspeisung lag mit 58.135 MWh (Vorjahr 59.833 MWh) um 3.135 MWh über dem Wirtschaftsplan von 55.000 MWh. Die Stromerlöse einschl. der Erlöse aus Regelenergiebereitstellung lagen mit 6.794 T€ um 279 T€ über Plan.

Beim Brennstoffeinsatz wurde mit 94.170 t der Planwert um 3.170 t überschritten.

Vor dem Hintergrund der dargestellten Rahmenbedingungen betrachten wir den Geschäftsverlauf der Gesellschaft insgesamt als äußerst zufriedenstellend. Der geplante Jahresüberschuss von 3.098 T€ wurde mit 3.262 T€ leicht übertroffen.

2.2 Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte die ESWE BioEnergie GmbH insgesamt 1.135 T€ (Vorjahr 958 T€) in das Sachanlagevermögen. Der Anstieg zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen. Die Investitionen erfolgten im Wesentlichen in die Feuerungs- und Kesselanlage.

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Bei einem störungsfreien Betrieb der Anlage konnten die Planumsätze für Wärme und Strom überschritten werden.

Die Ertragslage ist als insgesamt gut zu beurteilen.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Wesentlichen mengenbedingt wie folgt und liegen damit insgesamt über dem Planwert.

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€ %
Erlöse aus Strom 6.794 7.565 -771 -10,2
Erlöse aus Wärmelieferungen 12.360 8.155 4.205 51,6
Erlöse aus Brennstofflieferungen 0 1.826 -1.826 -100,0
Sonstige Umsatzerlöse 528 504 24 4,8
19.682 18.050 1.632 9,0

Die Betriebsaufwendungen liegen mit 15.599 T€ deutlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 11.981 T€). Wesentlicher Posten dabei war der Materialaufwand mit 8.727 T€ (Vorjahr 5.006 T€), der neben gestiegenen Fremdleistungen für Instandhaltung vor allem durch höhere Aufwendungen für Brennstofflieferungen geprägt war, insbesondere weil im Berichtsjahr erstmalig Kosten für Altholz anfielen. Die planmäßigen Abschreibungen bewegten sich mit 3.406 T€ (Vorjahr 3.410 T€) auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.180 T€ (Vorjahr 1.417 T€) beinhalten neben Aufwendungen für Buchverluste aus Anlagenabgängen, Dienstleistungen und Versicherungen sowie allgemeine Kosten der Verwaltung. Der Rückgang resultiert in erster Linie aus höheren Buchverlusten aus Anlagenabgängen im Vorjahr aus dem teilweisen Abgang der Feuerungs- und Kesselanlage und der Rauchgasreinigungsanlage in Höhe von 747 T€.

Für 2023 wird ein negatives Zinsergebnis in Höhe von 508 T€ (Vorjahr 620 T€) ausgewiesen. Der Zinsaufwand betrifft im Wesentlichen die für langfristig aufgenommene Darlehen zu leistenden Zinsen.

Das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.640 T€ auf 3.287 T€, und liegt aber immer noch deutlich über dem Plan von 3.098 T€ (Hochrechnung 2.566 T€).

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 3.262 T€ (Vorjahr 4.902 T€). Auf Vorschlag der Geschäftsführung soll ein Betrag in Höhe von 1.110 T€ an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Der danach verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 3.931 T€ wird auf neue Rechnung vorgetragen.

2.3.2 Finanzlage

Die ESWE BioEnergie GmbH erwirtschaftete einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 6.428 T€. Nach Berücksichtigung der Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit von 5.344 T€ und der Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit von 1.135 T€ verminderte sich der Zahlungsmittelbestand um 51 T€ auf 1.238 T€.

Aufgrund des derzeitigen Zahlungsmittelbestandes und der mit der ESWE Versorgungs AG abgeschlossenen Rahmenkreditlinie in Höhe von 15.000 T€ sehen wir die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft auch in den kommenden Geschäftsjahren jederzeit gewährleistet. Die Kreditlinie kann nach Bedarf in Anspruch genommen werden und war zum 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen. Die Kreditlinie hat zunächst eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025.

Zur Finanzierung des Baus des Biomasse-Heizkraftwerks wurden in 2013 und 2014 insgesamt vier langfristige Darlehen bei Kreditinstituten mit einem Gesamtvolumen von 50,0 Mio. € aufgenommen. Die Laufzeit der Darlehen beträgt einheitlich 15 Jahre. Zum Bilanzstichtag beläuft sich der noch planmäßig zu tilgende Restbetrag dieser Darlehen auf 15.385 T€ (Vorjahr: 18.720 T€). Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs war stets gesichert. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist angemessen.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von 34.431 T€ auf 31.908 T€ gesunken.

Das Anlagevermögen hat sich bei Zugängen in Höhe von 1.135 T€ und planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 3.406 T€ auf 27.109 T€ vermindert.

Das Umlaufvermögen hat sich um 23 T€ auf 4.789 T€ vermindert. Dabei haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 407 T€ auf 88 T€ vermindert, während sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 481 T€ stichtagsbedingt erhöhten. Diese bestehen im Berichtsjahr überwiegend gegen die ESWE Versorgungs AG. Die sonstigen Vermögensgegenständen liegen mit 886 T€ in etwa auf Vorjahresniveau, wobei sich die Forderungen aus Steuern um 229 T€ erhöhten, während sich die debitorischen Kreditoren um 405 T€ auf 431 T€ verminderten. Das Bankguthaben verminderte sich stichtagsbedingt um 51 T€.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aufgrund der Gewinnausschüttung für das Vorjahr (2.000 T€) und des erwirtschafteten Jahresüberschusses (3.262 T€) auf 15.041 T€ erhöht. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme erhöhte sich auf 47,1 % (Vorjahr 40,0 %).

Die Steuerrückstellungen verminderten sich hauptsächlich ergebnisbedingt auf 169 T€ (Vorjahr: 568 T€).

Die sonstigen Rückstellungen liegen mit 213 T€ leicht unter dem Vorjahresniveau von 227 T€.

Bei den Verbindlichkeiten war insgesamt ein Rückgang um 3.371 T€ auf 16.485 T€ zu verzeichnen. Unter Berücksichtigung von planmäßigen Tilgungen verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insgesamt um 3.287 T€ auf 15.468 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 48 T€ auf 685 T€. Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich um 132 T€ auf 333 T€, im Wesentlichen bedingt durch geringere Verbindlichkeiten aus Steuern gegenüber dem Finanzamt zum Stichtag.

3. Chancen- und Risikobericht

Im Folgenden werden die Chancen und Risiken in Reihenfolge entsprechend ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt:

Risiken können sich aus technischen Störungen oder ungeplanten Produktionsausfällen beim Betrieb des Biomasse-Heizkraftwerks mit Auswirkung auf Umsatz und Jahresergebnis ergeben. Dies stellt das aus Sicht der Geschäftsführung bedeutsamste Risiko der Gesellschaft dar. Eine sachgerechte Instandhaltung und Wartung des Kraftwerks reduzieren diese Risiken. Darüber hinaus sind die Risiken aus technischen Mängeln und den daraus resultierenden Vermögensschäden, soweit sinnvoll, durch den Abschluss entsprechender Versicherungsverträge teilweise abgedeckt. Das Risiko wird von der Geschäftsführung derzeit als nicht wesentlich eingestuft.

Die Vergütung für den jährlich produzierten und eingespeisten Strom orientiert sich an den Stromgroßhandelspreisen. Daher können sich durch weiter sinkende Stromgroßhandelspreise ungeplante Ergebnisbelastungen ergeben. Umgekehrt besteht bei steigenden Preisen die Chance, zusätzliche Ergebnisbeiträge zu realisieren. Um das Risiko stark schwankender Strompreise zu mindern, werden üblicherweise Absicherungsgeschäfte für Teilmengen für das Folgejahr abgeschlossen.

Ähnlich volatil sind auch die Beschaffungspreise. Der Markt für Altholz in Deutschland präsentiert sich zu Beginn des neuen Jahres so heterogen und volatil wie selten zuvor. Mittelfristig wird erwartet, dass sich das Preisniveau wieder stabilisiert und den Umsatzentwicklungen anpasst.

Aufgrund des mit der ESWE Versorgung bestehenden Wärmelieferungsvertrags wird grundsätzlich sichergestellt, dass die erzeugten Wärmelieferungen abgenommen und angemessen vergütet werden. Da der vereinbarte Wärmepreis auf dem Gaspreisindex basiert, kann ein sinkendes Gaspreisniveau zu rückläufigen Ergebnissen führen.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

4. Prognosebericht

Der Wirtschaftsplan für 2024 sieht bei einer geplanten Betriebsleistung von 8.000 Stunden/Jahr Umsatzerlöse für Stromeinspeisung, Wärmeverkauf und Ausgleichsenergie in Höhe von insgesamt 20.020 T€ vor. Zudem erwarten wir sonstige Umsatzerlöse in Höhe von 446 T€, die im Wesentlichen Erlöse aus Vermietung betreffen. Demgegenüber stehen im Wesentlichen Material- und Personalkosten in Höhe von insgesamt 11.005 T€, Abschreibungen von 3.594 T€, Sachaufwendungen von 1.023 T€ und Zinsaufwendungen von 413 T€. Der im November 2023 beschlossene Wirtschaftsplan sieht für das Jahr 2024 ein positives Jahresergebnis von 4.000 T€ vor. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer Stromeinspeisung von 52.500 MWh und Wärmelieferungen von 165.000 MWh.

Wir gehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon aus, dass sich die durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Verwerfungen in den Energiemärkten wieder beruhigen werden. Demgegenüber sind weiterhin erkennbar erhöhte Kosten für Hilfs- und Betriebsstoffe zu verzeichnen, die hauptsächlich auf deutlich gestiegene Beschaffungspreise für Altholz zurückzuführen sind. Es ist anzunehmen, dass die positiven Auswirkungen auf der Einnahmenseite voraussichtlich überwiegen werden. Nach der Überwindung der Energiekrise wird erwartet, dass sich sowohl die Strom- als auch die Wärmepreise sowie die Brennstoffkosten auf ein Vorkrisenniveau einpendeln werden. Insgesamt ist daher davon auszugehen, dass auch nach dem Jahr 2024 im Wesentlichen stabilere Jahresergebnisse erzielt werden.

5. Risikomanagement

Das bei der Gesellschaft implementierte Risikomanagementsystem entspricht den gesetzlichen Anforderungen durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG). Es basiert auf dem bei der Gesellschafterin ESWE Versorgungs AG eingeführten System und ist für die ESWE BioEnergie GmbH entsprechend angepasst worden. Das Risikomanagementsystem unterliegt in Abstimmung mit der Gesellschafterin der stetigen Anpassung des sich verändernden Geschäftsumfeldes.

 

Wiesbaden, den 15. Mai 2024

ESWE BioEnergie GmbH

Jan Schlauer

Rafael Kierek

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 73.400,00 81.299,00
II. Sachanlagen 27.035.493,48 29.528.275,63
27.108.893,48 29.609.574,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 379.748,27 418.745,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 88.232,25 495.622,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.196.657,90 1.715.315,98
3. Sonstige Vermögensgegenstände 886.275,01 893.092,44
3.171.165,16 3.104.031,13
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.238.281,78 1.289.436,62
4.789.195,21 4.812.213,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.360,41 8.857,80
31.908.449,10 34.430.645,51

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Bilanzgewinn 5.041.112,73 3.779.404,32
15.041.112,73 13.779.404,32
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 168.927,00 568.357,12
2. Sonstige Rückstellungen 213.089,98 226.906,39
382.016,98 795.263,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.468.137,37 18.754.793,63
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.670,55 636.571,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 152,02
4. Sonstige Verbindlichkeiten 332.511,47 464.460,64
16.485.319,39 19.855.977,68
31.908.449,10 34.430.645,51

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 19.681.799,79 18.049.827,47
2. Sonstige betriebliche Erträge 44.963,53 52.687,52
3. Materialaufwand 8.726.658,59 5.006.258,57
4. Personalaufwand 2.286.098,79 2.148.068,99
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.405.627,60 3.409.573,94
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.180.197,90 1.417.009,98
7. Zinsergebnis -508.213,35 -620.401,04
8. Ergebnis vor Steuern 3.619.967,09 5.501.202,47
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 332.889,62 574.244,00
10. Ergebnis nach Steuern 3.287.077,47 4.926.958,47
11. Sonstige Steuern 25.369,06 25.395,91
12. Jahresüberschuss 3.261.708,41 4.901.562,56
13. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 3.779.404,32 -1.122.158,24
14. Ausschüttung aus dem Vorjahresergebnis 2.000.000,00 0,00
15. Bilanzgewinn 5.041.112,73 3.779.404,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die ESWE BioEnergie GmbH hat ihren Sitz in Wiesbaden und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden unter HRB 23920.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Es gelten gemäß Gesellschaftsvertrag die Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 3 HGB. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Der Klarheit der Darstellung wegen sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisende Davon-Angaben im Anhang angegeben bzw. erläutert. Einzelne Posten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und werden im Anhang gesondert erläutert.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB unter Berücksichtigung der Gewinnverwendung zugrunde gelegt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde um einzelne Posten erweitert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und werden linear über 3 bis 33 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen im steuerlich höchstzulässigen Umfang gemäß den amtlichen AfA-Tabellen, soweit dieser innerhalb der handelsrechtlichen Bandbreite liegt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ferner wurde bei der Ermittlung der Herstellungskosten das Wahlrecht des § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB in Anspruch genommen und Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung von Vermögensgegenständen verwendet wird, aktiviert. Die Zinsen entfallen auf den Zeitraum der Herstellung.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen fortgeschriebenen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bestandsrisiken aufgrund verminderter Verwertbarkeit oder langer Lagerdauer wird grundsätzlich durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, Guthaben bei Kreditinstituten und das Eigenkapital werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden bei Bestehen einer Aufrechnungslage im Sinne des § 387 BGB miteinander saldiert.

Erkennbare Risiken, die Einzelwertberichtigungen notwendig gemacht hätten, waren nicht vorhanden. Eine Pauschalwertberichtigung war ebenfalls nicht erforderlich.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten sowie sonstige Risiken. Sie sind an dem bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente (Sicherungsinstrumente) zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen aus Darlehen (Grundgeschäfte) ein. Dafür werden als Sicherungsinstrumente Zinsswaps abgeschlossen. Zur Absicherung werden ausschließlich Mikrobewertungseinheiten gebildet. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt anhand der Einfrierungsmethode.

Latente Steuern ergeben sich aus den bei der Gesellschaft bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen. Unter Berücksichtigung eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,23 % ergeben sich aktive latente Steuern. Gemäß § 274 HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die aktiven latenten Steuern nicht in der Bilanz auszuweisen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen. Gegen die Gesellschafterin ESWE Versorgungs AG bestehen Forderungen in Höhe von 1.865 T€ (Vorjahr 1.453 T€).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Berichtsjahr Ansprüche aus noch nicht abzugsfähiger Vorsteuer, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden sind, mit 89 T€ (Vorjahr 47 T€) enthalten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum 31. Dezember 2023 vollständig eingezahlt und wird wie folgt gehalten:

Gesellschafter Anteil
in %
Anteil
in €
ESWE Versorgungs AG, Wiesbaden 90,0 9.000.000
MBA Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 5,0 500.000
Knettenbrech + Gurdulic Service GmbH & Co KG, Wiesbaden 5,0 500.000
100,0 10.000.000

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen (169 T€; Vorjahr 586 T€) betreffen den voraussichtlichen Aufwand für Gewerbesteuer des Geschäftsjahres.

Die zum Bilanzstichtag gebildeten sonstigen Rückstellungen betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen Aufwendungen für den Personalbereich (163 T€; Vorjahr 153 T€). Daneben sind hier insbesondere Aufwendungen für ausstehende Rechnungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Gesamt- Davon mit einer Restlaufzeit
Betrag 31.12.2023 (Vorjahr)
T€
bis zu 1 Jahr (Vorjahr)
T€
über 1 Jahr (Vorjahr)
T€
über 5 Jahre (Vorjahr)
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.468 3.761 11.707 0
(18.755) (3.703) (15.052) (1.672)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen 685 685 0 0
(637) (637) (0) (0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 332 332 0 0
-- davon aus Steuern 314 T€ (Vorjahr 445 T€) - (464) (464) (0) (0)
16.485 4.778 11.707 0
(19.856) (4.804) (15.052) (1.672)

Zur Finanzierung des Baus des Biomasse-Heizkraftwerks wurden in 2013 vier langfristige Darlehen bei Kreditinstituten mit einem Gesamtvolumen von ursprünglich 50 Mio. € aufgenommen. Die Laufzeit der Darlehen beträgt einheitlich 15 Jahre. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Für die Darlehensverbindlichkeiten bestehen Bürgschaften und Patronatserklärungen der ESWE Versorgungs AG.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Erlöse aus Strom 6.794 7.565
Erlöse aus Wärmelieferungen 12.360 8.155
Erlöse aus Brennstofflieferungen 0 1.826
Sonstige Umsatzerlöse 528 504
19.682 18.050

Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.501 1.656
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.226 3.350
8.727 5.006

Personalaufwand

Der Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

2023
T€
2022
T€
Löhne und Gehälter 1.792 1.662
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 494 486
(davon für Altersversorgung) (129) (132)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (345) (334)
2.286 2.148

Im Jahresdurchschnitt 2023 hat die Gesellschaft 25 (Vorjahr: 25) Mitarbeiter, davon unverändert 2 Frauen, beschäftigt.

Abschreibungen

Die Abschreibungen beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen neben Aufwendungen für Versicherungen im Wesentlichen von der ESWE Versorgungs AG weiterbelastete Kosten für Dienstleistungen sowie für zur Verfügung gestellte Mitarbeiter. Daneben werden Kosten der allgemeinen Verwaltung ausgewiesen.

Periodenfremde Aufwendungen aus Buchverlusten aus Anlagenabgängen werden i.H.v. 233 T€ (Vorjahr 747 T€) ausgewiesen. Weitere periodenfremde Aufwendungen bestehen in Höhe von 68 T€ (Vorjahr 2 T€) und betreffen Nachträge aus Vorjahren.

Zinsergebnis

Dieser Posten enthält den Zinsaufwand für die langfristig aufgenommenen Darlehen in Höhe von 507 T€ (Vorjahr 604 T€). Außerdem werden im Vorjahr Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 15 T€ ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern betreffen im Berichtsjahr den voraussichtlichen Aufwand für Körperschaft- und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr.

Sonstige Steuern

Der Steueraufwand beinhaltet die Aufwendungen für Grundsteuer, Kraftfahrzeugsteuer sowie Energiesteuern auf den Eigenverbrauch.

Sonstige Angaben

Bewertungseinheiten

Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 30,0 Mio. € und einer Laufzeit bis 2028 sind durch Payer Swaps abgesichert und in Bewertungseinheiten einbezogen. Die aus den variablen Zinszahlungen der Darlehen resultierenden Zinsrisiken werden durch die zu erhaltenden variablen Zinszahlungen aus den Payer Swaps eliminiert. Der positive Marktwert von in Bewertungseinheiten einbezogenen Payer Swaps beträgt zum Bilanzstichtag 32 T€ und entspricht dem Betrag der durch die Bildung der Bewertungseinheiten vermiedenen Drohverlustrückstellung.

Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die Critical Terms Match-Methode verwendet, wonach bei Übereinstimmung der wesentlichen Geschäftsbedingungen von Grund- und Sicherungsgeschäft davon ausgegangen wird, dass die Sicherungsbeziehung effektiv ist.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren die Herren

Rafael Kierek, Kraftwerksleiter,

Jan Schlauer, Angestellter bei der ESWE Versorgungs AG (ab 1. Mai 2023),

Dr. Ulrich Schneider, Abteilungsleiter bei der ESWE Versorgungs AG (bis 30. April 2023).

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr auf 142 T€.

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen gemäß § 6b EnWG

Es besteht mit der ESWE Versorgungs AG ein langfristiger Vertrag über die Erbringung kaufmännischer und technischer Dienstleistungen, welcher im Geschäftsjahr zu Aufwendungen in Höhe von 261 T€ (Vorjahr 244 T€) führte.

Weitere Geschäfte größeren Umfangs im Sinne von § 6b EnWG, die aus der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen, wurden nicht getätigt.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH als einbeziehendes Mutterunternehmen enthalten sind.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, aus dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 3.262 T€ insgesamt 1.110 T€ an die Gesellschafter auszuschütten und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist verbundenes Unternehmen i. S. d. § 15 AktG und § 271 Abs. 2 HGB zur WVV Wiesbaden Holding GmbH, Wiesbaden, und ihren verbundenen Unternehmen. Der Jahresabschluss der ESWE BioEnergie GmbH wird in den Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH, die den Konzernabschluss für den größten/kleinsten Kreis aufstellt, einbezogen, der im Bundesanzeiger in elektronischer Form offengelegt wird.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB eingetreten.

 

Wiesbaden, den 15. Mai 2024

ESWE BioEnergie GmbH

Jan Schlauer

Rafael Kierek

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 187.497,38 0,00 0,00 0,00 187.497,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.244.898,50 3.733,52 0,00 0,00 10.248.632,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.502.646,81 1.027.818,57 2.949,16 600.000,00 47.933.414,54
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.088.690,96 90.117,45 0,00 2.715,43 1.176.092,98
4. Anlagen im Bau 2.949,16 12.865,01 -2.949,16 0,00 12.865,01
58.839.185,43 1.134.534,55 0,00 602.715,43 59.371.004,55
59.026.682,81 1.134.534,55 0,00 602.715,43 59.558.501,93
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 106.198,38 7.899,00 0,00 114.097,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.274.203,03 252.398,52 0,00 2.526.601,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.214.615,81 3.050.479,63 370.411,90 28.894.683,54
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 822.090,96 94.850,45 2.715,43 914.225,98
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
29.310.909,80 3.397.728,60 373.127,33 32.335.511,07
29.417.108,18 3.405.627,60 373.127,33 32.449.608,45
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 73.400,00 81.299,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.722.030,47 7.970.695,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.038.731,00 21.288.031,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.867,00 266.600,00
4. Anlagen im Bau 12.865,01 2.949,16
27.035.493,48 29.528.275,63
27.108.893,48 29.609.574,63

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ESWE BioEnergie GmbH, Wiesbaden

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ESWE BioEnergie GmbH, Wiesbaden‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ESWE BioEnergie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG‌ zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG‌ beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG‌ sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde."

 

Mainz, den 15. Mai 2024

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