Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
LKE Group GmbH
Weserstraße 2, 45768 Marl, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Neuhaus-Schwermann seit 21.9.2022 | Geschäftsführer |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LKE Group GmbHMarlKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS Im Februar 2020 wurde die LKE Holding GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum Stichtag 31. Dezember 2019 / 1. Januar 2020 durch die LKE Group GmbH (vormals PEP NewCo IV GmbH, Frankfurt/Main, mit Handelsregistereintrag vom 21.06.2022 umbenannt in LKE Group GmbH und Sitzverlagerung nach Marl) übernommen. Hierbei handelt sich um ein Akquisitionsvehikel, das mehrheitlich von der PREMIUM Mittelstand Fund II GmbH & Co. KG gehalten wird, einem Beteiligungsfonds, der durch die PREMIUM Equity Partners GmbH, Frankfurt am Main, beraten wird. Mit der neuen Eigentümerstruktur sollen der eingeschlagene Weg der Industrialisierung der LKE Gruppe fortgesetzt und wesentliche strategische Entwicklungsprojekte umgesetzt werden. An dem Ziel, die LKE Gruppe zum europäischen Marktführer für Logistiktransportgeräte zu entwickeln, wird festgehalten. Im Rahmen der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses wurde eine Erstkonsolidierung zum 20.02.2020 durchgeführt. Über das Vermögen der LKE Schneider Leichtbau GmbH i. L., Freiburg, wurde zum 28.12.2020 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Die Gesellschaft hat ihre Produktions-/Geschäftstätigkeit zum 28. Februar 2021 vollständig eingestellt und befindet sich derzeit in Liquidation. Durch die dauerhafte Beschränkung der Gesellschaftsrechte wurde von dem Einbeziehungswahlrecht gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB Gebrauch gemacht und die Gesellschaft wurde nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die SOMEG Gherla S.A. wurde in 2022 erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Bei der erstmaligen Einbeziehung der erworbenen Gesellschaft wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten - sofern nicht bereits in der lokalen Buchhaltung geschehen - im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet respektive angesetzt. Zur weiteren Entwicklung der Gruppe, insbesondere zur Optimierung der Fertigung in Deutschland hat die LKE Gruppe Anfang des Jahres 2023 die operativen Tätigkeiten im Werk Marl eingestellt und nach Großenhain verlagert. Im März 2023 wurden in Folge die Liegenschaften der Gruppe in Marl veräußert und ein Teil der Bürofläche für die in Marl verbleibenden administrativen Abteilungen zurück gemietet. Das mit der Schließung der operativen Tätigkeiten in Marl einhergehende, Ende 2022 begonnene Restrukturierungsprogramm wurde in 2023 weiter umgesetzt und abgeschlossen. Die 100%ige Tochtergesellschaft LKE Production GmbH, Großenhain, wurde mit Eintragung im Handelsregister Dresden zum 15.08.2023 mit wirtschaftlicher Wirkung zum Stichtag 01.01.2023 auf die Muttergesellschaft LKE Gesellschaft für Logistik- und Kommunikationsequipment mbH, Marl, verschmolzen. Im Geschäftsjahr 2023 war die LKE Gruppe als Teil des LKE Group-Konzerns weiterhin maßgeblich in den deutschsprachigen Märkten der DACH-Region unterwegs. Der Umsatz der Vertriebstochtergesellschaft in Großbritannien hat sich im Vergleich zum Vorjahr negativ entwickelt und hat an Bedeutung als ein Umsatz-Standbein der Unternehmensgruppe eingebüßt. Aufgrund der erheblich reduzierten administrativen Ausgaben hat sich das Ergebnis der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Die Vertriebstochtergesellschaft in Polen konnte den Vorjahresumsatz übertreffen, in Zusammenhang mit einer im Durchschnitt zum Vorjahr vergleichbaren Rohmarge sowie nur moderaten Steigerungen bei den administrativen Aufwendungen konnte die Gesellschaft ihren Ergebnisbeitrag gegenüber dem Vorjahr verbessern. Die Tochtergesellschaft Someg in Rumänien konnte den Umsatz des Vorjahres nicht erreichen, aufgrund der Anfang des Jahres 2023 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen hat sich jedoch das Ergebnis der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Das Ergebnis der weiteren Tochtergesellschaft in Rumänien hat sich von TEUR -83 im Vorjahr auf TEUR -313 hingegen weiter verschlechtert. Die Produktpalette umfasste im Berichtszeitraum logistische Betriebsmittel aus Stahl und Kunststoff und bietet nachhaltige Effizienzsteigerungen für Kunden in der Distributions-, Intra- und Werkslogistik. Durch den Erwerb der SOMEG in 2022 wurden das Leistungsspektrum um Fertigungsdienstleistungen für die metallverarbeitende Industrie erweitert. Die Herstellung der Produkte erfolgte am Standort Großenhain in Deutschland sowie in Gherla/Rumänien. In der operativen Marktansprache wurde der Konzern über folgende Marktsegmente gesteuert:
II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN Die LKE Gruppe hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von 18.881 T€ (VJ 26.057 T€) abgeschlossen. Als Reaktion auf den erneut starken Rückgang der Umsätze wurden die bereits Ende 2022 durch die Geschäftsführung erarbeiteten Restrukturierungs- sowie Kostensenkungsmaßnahmen in 2023 weiter umgesetzt. In der letzten Konsequenz lag das berichtete EBITDA bei -128 T€ (VJ -2.634 T€). Somit ist das Geschäftsjahr für die Gesamtgruppe insgesamt nicht positiv verlaufen, jedoch konnte trotz Umsatzrückgang zum Vorjahr die negative EBITDA-Marge erheblich reduziert werden. Im Geschäftsjahr 2023 hatten sowohl der abklingende Einfluss der Corona-Pandemie als auch der Ukraine-Krieg vornehmlich negative Auswirkungen auf die einzelnen Marktsegmente. Dabei haben sich die einzelnen Marktsegmente im Verlauf des Geschäftsjahres durchaus unterschiedlich entwickelt. Im größten Marktsegment der LKE Gruppe "Global Mail" ist das Umsatzvolumen, wie bereits im Vorjahr, auch im Geschäftsjahr 2023 deutlich rückläufig. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die unverändert erheblich reduzierten Beschaffungsvolumina an Briefbehälterwagen und Paketrollcontainern bei den großen Volumendienstleistern im Marktumfeld Kurier, Express & Paket (KEP) zurückzuführen. Durch die im Laufe des Geschäftsjahres weiter gesunkenen Transportkosten aus China konnten die negativen Auswirkungen des Umsatzrückganges auf das operative Ergebnis zwar leicht gemildert werden, dennoch blieb der EBITDA-Beitrag des Segments auch in 2023 hinter den Erwartungen zurück. Das Marktsegment "Intralogistik" konnte die Umsatz- und Ergebniserwartungen auch für 2023 ebenfalls nicht erfüllen. Insbesondere der fortgesetzte Ukraine-Krieg hat eine verzögerte Auftragsvergabe auf Kundenseite erzeugt. Energie und Rohmaterialien entwickelten sich dem entgegen leicht positiv. Die umgesetzten Einsparungsmaßnahmen sowie Investitionen in gesteigerte Produktivität haben insgesamt zu einer Verbesserung des Ergebnisbeitrags des Segments in 2023 geführt. Das Segment "Branchenlösungen" konnte die gesteckten Erwartungen für 2023 entgegen dem Vorjahr mehr als erfüllen. Insbesondere das Abklingen der Covid-Pandemie Anfang 2023 führte zu einer Erholung bei der Auftragsvergabe der Kunden aus Hotellerie und Großwäscherei. Das Segment SOMEG Eigengeschäft entwickelte sich aufgrund der andauernden erheblichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs beim Umsatz negativ zu den Planungen. Die Anfang 2023 umgesetzten Restrukturierungs- und Einsparungsmaßnahmen haben jedoch insgesamt zu einer Verbesserung des EBITDA Beitrags des Segments in 2023 geführt. 3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE Zur Steuerung des Konzerns werden ausgewählte Ertrags- und Finanzkennzahlen als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Die Geschäftsführung wendet Ertragskennzahlen (Umsatz bzw. Operatives Ergebnis (EBITDA) sowie Finanzkennzahlen (Cashflow)) an, um durch die Beobachtung der Geschäftsentwicklung die jederzeitige Zahlungs- und operative Handlungsfähigkeit des Konzerns sicherzustellen. Auf monatlicher Basis erfolgt eine Analyse dieser Kennzahlen durch Vergleich zu Plan- und Vorjahreszahlen. 3.1 ERTRAGSLAGE Der Umsatz beläuft sich auf 18.881 T€ und liegt somit weit unter sowohl dem Jahresbudget von 24.337 T€ als auch dem Ist-Umsatz des Geschäftsjahrs 2022 in Höhe von 26.057 T€. Bei einer Rohmarge vor sonstigen betrieblichen Erträgen von 53,9% (Budget: 50,5%) konnte ein EBITDA- Ergebnis von -128 T€ (VJ -2.634 T€) gegenüber einem Jahresbudget von 383 T€ erzielt werden. Ursächlich für diese Abweichung zum Budget war vor allem die oben beschriebene Umsatzentwicklung. Leicht gesunkene Energie- und Rohstoffkosten haben zur Verbesserung der Ergebnislage beigetragen, reduzierte Personal- und Sonstige betriebliche Aufwendungen als Ergebnis der Restrukturierungsmaßnahmen führten zu einer erheblichen Verbesserung des EBITDA gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragseingang lag in 2023 bei 24.844 T€ auf einem vergleichbaren Niveau zum Geschäftsjahr 2022 mit 24.714 T€. Ende Dezember 2023 betrug der Auftragsbestand erfreuliche 9.293 T€ (Dezember 2022 3.255 T€). Die Personalkosten im Berichtsjahr liegen bei 7.295 T€ (VJ 8.753 T€), dies entspricht 38,6 % (VJ 33,6 %) des Umsatzes in 2023. Die Reduzierung der Personalkosten basiert im Wesentlichen auf den Ende 2022 begonnenen und im ersten Quartal 2023 beendeten Restrukturierungsmaßnahmen in Verbindung mit gegenläufig moderaten Lohn- und Gehaltssteigerungen. Die Abschreibungen haben sich insbesondere aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwerts in Höhe von 700 T€ auf 3.135 T€ erhöht (VJ 2.484 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 3.806 T€ (VJ 6.070 T€). Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr basieren im Wesentlichen Kostenreduzierungen u. a. in folgenden Aufwandsbereichen:
Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von -3.776 T€ (VJ -5.651 T€). 3.2 FINANZLAGE Der operative Cashflow liegt bei 138 T€ (VJ -5.423 T€). Der leicht positive operative Cashflow ist maßgeblich auf eine deutliche Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei einem geringeren negativen Jahresergebnis zurückzuführen. Die Cashflow-negativen Auswirkungen, welche maßgeblich aus der Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren, wurden damit mehr als neutralisiert. Unter Berücksichtigung eines positiven Cashflows aus Investitionstätigkeit in Höhe von 902 T€ (VJ - 3.736 T€), welcher im Wesentlichen aus dem Verkauf der Liegenschaft Marl zurückzuführen ist, und eines negativen Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -67 T€ (VJ 4.572 T€), hat sich der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr um 973 T€ erhöht. Im Finanzmittelfonds werden zum Bilanzstichtag liquide Mittel in Höhe von 1.925 T€ abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 969 T€ ausgewiesen. 3.3 VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 24.491 T€ (VJ 30.471 T€) und umfasst auf der Aktivseite in erster Linie die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 9.674 T€ (VJ 12.041 T€), Sachanlagen 6.916 T€ (VJ 8.747 T€), Vorräte 3.415 T€ (VJ 4.050 T€), Forderungen 1.688 T€ (VJ 4.291 T€) und einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 1.925 T€ (VJ: 1.224 T€). Auf der Passivseite sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 21.551 T€ (VJ 23.579 T€) zu nennen. Darin enthalten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 15.354 T€ (VJ 14.530 T€), für die ein Rangrücktritt erklärt wurde. Die Konzernbilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch den Abgang der Liegenschaft Marl und die Reduzierung der Bestände und Forderungen verringert. Das Konzerneigenkapital hat sich aufgrund des negativen Konzernergebnisses weiter reduziert und führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 769. Unter Berücksichtigung der mit einem Nachrang versehenen Gesellschafterverbindlichkeiten beläuft sich das wirtschaftliche Eigenkapital auf TEUR 14.585. III. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT Die LKE Gruppe verfügt über ein Kontroll- und Risikomanagementsystem, welches kontinuierlich abgeglichen und weiterentwickelt wird. In monatlichen Sitzungen kommt die Geschäftsleitung mit dem Kreis der Gesellschafter zusammen und berät über die aktuelle Lage und die aus diesen Einschätzungen abzuleitenden Maßnahmen im Geschäftsverlauf. Dies ist letztlich ein kontinuierlicher unternehmerischer Prozess, der dafür sorgt, dass die Unternehmensgruppe frühzeitig auf sich ändernde Rahmenbedingungen entsprechend reagieren kann. Im aktuellen Umfeld, das zwar nicht mehr durch die Corona-Pandemie aber weiterhin durch den Ukraine-Krieg und dessen globale wirtschaftliche Auswirkungen beeinflusst ist, bleibt eine Abschätzung der zukünftigen Entwicklung äußerst schwierig. Daher hat die Geschäftsführung zusammen mit den Gesellschaftern beschlossen, die aktuelle Entwicklung der Unternehmensgruppe weiterhin zweiwöchentlich zu besprechen, um so jeweils kurzfristig auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. Die LKE Gruppe bewertet in dem Umfeld alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten in einem bewussten Entscheidungsprozess und wählt die für das Unternehmen passenden Handlungsalternativen aus, um Schaden von der Unternehmensgruppe bestmöglich fern zu halten. Nach einem intensiven Prozess zur Abschätzung des zukünftigen Geschäftsverlaufes geht die Geschäftsführung in einem für sehr wahrscheinlich gehaltenen Szenario-Verlauf davon aus, dass die Unternehmensgruppe in 2024 einen Gesamtumsatz von etwa € 31 Mio. erwirtschaften wird. Darin berücksichtigt ist für das Marktsegment "Global Mail" ein Großauftrag eines großen Volumendienstleister im Marktumfeld Kurier, Express & Paket. Die Marktsegmente der LKE Gruppe werden erwartungsgemäß in geringerem Umfang weiterhin durch den Ukraine-Krieg beeinflusst. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die erwartete moderate wirtschaftliche Entwicklung in Summe neutral auf den Konzern auswirken wird und bezieht sich dabei nach eingehender Prüfung der Einzelmärkte fortgesetzt auf die Prognose des Sachverständigenrats (siehe Abbildung 1 ).
Quellen: Eurostat, nationale Statistikämter, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen @ Sachverständigenrat | 23-050-02 Abbildung 1: Prognose BIP-Entwicklung in Deutschland, Quelle: Konjunkturprognose | Veröffentlicht im Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats Ergänzend sieht der Konzern, dass die Chancen und Risiken der Logistikbranche eng mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verbunden sind. Wesentliche Einflussgrößen sind aktuell die unterschiedlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die verschiedenen Wirtschaftszweige. Schaut man auf den Indikator für die wirtschaftliche Stimmung (siehe Abbildung 2) im Allgemeinen in Europa, stabilisiert sich diese seit Mitte 2023 auf einem moderat niedrigen Niveau.
Abbildung 2: Indikator zur wirtschaftlichen Stimmung in Europa; Quelle: European Commission, DG ECFIN Der Logistikindikator für das 4. Quartal 2023, der regelmäßig vom Bundesverband für Logistik erhoben wird, zeigt nach einer Phase der Erholung Ende 2022/Anfang 2023 und einer Phase mit negativem Trend im 2. und 3. Quartal 2023 nun eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau (siehe Abbildung 3). In Summe sieht die Geschäftsleitung der LKE Gruppe ihre obigen Annahmen als bestätigt an.
Abbildung 3: Gesamtindikator des BVL zur Entwicklung der Logistikindustrie im 4. Quartal 2023; Quelle: BVL Insgesamt erwartet die LKE für die Industrien, in denen die Unternehmensgruppe mit Ihren Marktsegmenten unterwegs ist, dass die Märkte den Status Quo Ante Corona zumindest halten werden. Darüber hinaus wird die Marktentwicklung in den für das zukünftige Wachstum der Unternehmensgruppe relevanten Marktsegmenten einen grundsätzlich positiven weiteren Verlauf nehmen. Dabei werden für die unterschiedlichen Marktsegmente jeweils individuelle Verläufe erwartet. Im Marktsegment "Global Mail" zeigt sich nach einer stark nachlassenden Nachfrageentwicklung in 2022 und 2023 nun in 2024 eine positive Nachfragesituation. Aufgrund der außerordentlichen, erheblichen Ausweitung des die LKE Gruppe betreffenden Fuhrparks an Logistik-Equipment in 2020 und 2021 bei einem Großkunden war die Nachfrage in 2022 und 2023 stark zurückgegangen. Nun anstehende Ersatzinvestitionen bei diesem Großkunden lassen einen Anstieg der Umsätze auf ein durchschnittliches Niveau erwarten. Ein erster entsprechender Großauftrag für 2024 konnte bereits zum Ende 2023 entgegengenommen werden. Wir gehen hier davon aus, dass wir in diesem Segment den Vorjahresumsatzwert relevant überschreiten. Im Marktsegment "Intralogistik" konzentriert sich die Unternehmensgruppe in diesem Jahr weiter darauf, ihr Produktportfolio durch Innovation auszuweiten und somit dessen Attraktivität für die Kunden zu steigern. Der beratende Vertriebsansatz wird weiter intensiviert, so dass die LKE bei Ihren Kunden bereits im Planungsprozess zur Umstellung der innerbetrieblichen Logistikprozesse eingreifen kann. Nach Beendigung der Corona-Pandemie und einer damit einhergehenden Normalisierung des Geschäfts bei den Kunden aus den Bereichen Hotellerie und Großwäscherei Anfang 2023 erwarten wir in 2024 eine Stabilisierung der Umsätze im Segment "Branchenlösungen" und gehen insofern von einem weitgehend konstanten Umsatz gegenüber dem Vorjahr aus. Das Segment "Someg Eigengeschäft / Fertigungsdienstleistungen" wird weiterhin negativ aber mit verringertem Ausmaß durch den Ukraine-Krieg beeinflusst. Das Auftragsvergabe-Verhalten der Bestandskunden ist weiterhin leicht reduziert. Zudem haben einzelne Bestandskunden die Auftragsvergabe an die LKE eingestellt, dies kann jedoch durch die Beauftragung der Serienfertigung durch die in 2023 akquirierten Neukunden mehr als kompensiert werden. In Folge erwarten wir ein Umsatzvolumen in diesem Segment, das über dem des Vorjahres liegt. Der Brexit zeigt für die Tochtergesellschaft in Großbritannien weiterhin sichtbar einen negativen Einfluss. In Folge verhalten sich verschiedene produzierende Unternehmen zögerlich bei Investitionen in Produktionskapazitäten und somit auch in der Auftragsvergabe für Intralogistik-Equipment. Wir erwarten hier jedoch eine leichte Verbesserung bei der Umsatzentwicklung, die sich insbesondere aus den Produktinnovationen speist. Grundsätzlich wird die wirtschaftliche Beeinflussung durch den Ukraine-Krieg nachlassen. Die bisher vergleichsweise hohe Inflation und der daraus resultierende entsprechende Kostendruck bei verschiedenen Aufwandspositionen, wie Rohstoffen, Energie- und Personalkosten, werden sich weiter in Richtung eines normalen Niveaus entwickeln. Bisher verzögerte Kundenprojekte werden in diesem Zusammenhang zur Umsetzung gebracht. Für die LKE Gruppe drückt sich dies in einem jeweils hohen Pipelinevolumen und Auftragsbestand zu Beginn 2024 aus. Daher geht die LKE Gruppe davon aus, dass das Marktsegment Intralogistik gegenüber dem Jahr 2023 relevant wachsen und ein Umsatzplus von etwa 25 % in 2024 realisieren wird. In allen Beschaffungsbereichen bestehen insbesondere Preisrisiken auf den Stahl-, Kunststoff- und Energiemärkten sowie Währungsrisiken EUR/US$. Das Unternehmen beobachtet hingegen eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau bei den Containerpreisen aus China. Diese Effekte wurden mit kaufmännischer Vorsicht in den budgetierten Aufwandspositionen berücksichtigt. Das Risiko bei unerwarteten, erneuten massiven Erhöhungen bei den Containerpreisen wird mit entsprechenden Preisgleitklauseln in Richtung Kunden bzw. durch das frühzeitige Fixieren der Container-Preise entgegengewirkt. Um bei den Standardprodukten den Risiken aus der Materialbeschaffung zu begegnen, geht die LKE Gruppe mit seinen Lieferanten auf langjährige Partnerschaften. In den Bereichen, in denen sich Materialeinstandspreiserhöhungen nicht vermeiden lassen, wird die Preiserhöhung nach Möglichkeit im Rahmen der Projekt- und Produktkalkulation auf der Marktseite angepasst und an die Kunden weitergegeben. In kundenspezifischen Projektentwicklungen werden Kostenrisiken mit einer Verkaufspreisermittlung vom Materialeinstand kommend entgegengewirkt, so dass in diesen Fällen immer projektspezifisch angeboten wird. Zudem wird die LKE Gruppe durch die bereits im Berichtsjahr angelaufene und nun fortgesetzte Einführung von Baukastensystemen auch bei individualisierten Produkten insbesondere durch die Erhöhung des Anteils an Gleichteilen und Standardmaterialien die Risiken bei der Materialbeschaffung weiter reduzieren. Auf der Liquiditätsseite betreibt die LKE Gruppe erfolgreich das Instrument des Forderungsverkaufs, so dass keine Engpässe durch verspätete Zahlungsverhalten der Kunden entstehen können. Zusätzlich verfügt die Unternehmensgruppe über frei verfügbare Kontokorrent-Linien in Höhe von 900 T€. Bestandsgefährdende Risiken Die verzögerten Auftragsvergaben aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und insbesondere das volatile Nachfrageverhalten eines Großkunden im Geschäftsbereich Global Mail in Verbindung mit den aktuellen Kostensteigerungen führten auch im Jahr 2023 zu einer angespannten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und seiner einbezogenen Gesellschaften. Die daraus resultierenden negativen Ergebnisbeiträge haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 769 geführt. Um dem entgegenzuwirken wurden bereits im Vorjahr gezielte Maßnahmen, wie insbesondere Kostensparmaßnahmen und eine Restrukturierung der deutschen Standorte sowie der rumänischen Tochtergesellschaft eingeleitet, welche mittlerweile erfolgreich implementiert worden sind. Des Weiteren werden regelmäßig Maßnahmen zur weiteren Flexibilisierung der Kostenstruktur sowie zur Steuerung der Liquidität und des Working Capitals durchgeführt. Ab 2024 werden basierend auf vertrieblichen Optimierungsmaßnahmen, die insbesondere auch die Reduzierung der Abhängigkeit von einem Großkunden zum Ziel haben, wieder Umsatzsteigerungen erwartet. Darüber hinaus soll die Ertragslage verbessert und einhergehend die Liquiditätssituation stabilisiert werden. Ausgehend von der Unternehmensplanung der LKE-Gruppe ist die Geschäftsführung daher überzeugt, dass die Fortführung des Konzerns bzw. seiner einbezogenen Gesellschaften durch die eingeleiteten Maßnahmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gesichert ist. Sollte es jedoch zu wesentlichen negativen Abweichungen gegenüber der Planung kommen und die prognostizierte Verbesserung der Finanz- und Ertragslage ausbleiben, wären der Konzern bzw. die einbezogenen Gesellschaften in ihrem Fortbestand gefährdet. Der Abhängigkeit der erfolgreichen Entwicklung unserer Gesellschaft von einzelnen Risiken tragen wir durch Risikobetrachtung vor Entscheidungsfindung, zeitnahes Controlling und Diversifizierung Rechnung. Nach unserer heutigen Einschätzung stellt sich die Risikosituation, auch unter Einfluss des Ukraine-Kriegs, nachfolgend aufgeführter, für uns wesentlicher Risikokategorien kurz- bis mittelfristig wie folgt dar:
Die Betrachtung der kurz- und mittelfristigen Chancen für unser Unternehmen aus heutiger Sicht in für uns wesentlichen, nachfolgend aufgeführten Kategorien führt zu folgendem Ergebnis:
In der Gesamtschau aller zum Erstellungszeitpunkt bekannten Risiken und Chancen, auch im Licht der sich weiter entwickelnden Ukraine-Situation, plant die Geschäftsleitung der Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlichem Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr von ca. 64 %. Dies liegt insbesondere am Umsatzzuwachs im Segment Global Mail, das nach einem erheblichen Umsatzrückgang in den letzten Jahren sich in diesem Jahr auf einem über dem Vorjahr liegenden Umsatzniveau einpendeln wird. In den Marktsegmenten "Intralogistik" und "Someg Eigengeschäft" erwartet die Gruppe ebenso relevante Umsatzsteigerung. Für das Segment "Branchenlösungen" wird ein Umsatz leicht über Vorjahresniveau erwartet. Die aktuelle Umsatz-Planung für die Unternehmensgruppe liegt über alle Marktsegmente bei € 30,9 Mio. Auf Basis des gesteigerten Umsatzes, der in seiner Ergebniswirkung durch weitergeführte Kostensenkungsmaßnahmen unterstützt wird, prognostiziert die Geschäftsleitung im Budget für das Geschäftsjahr 2024 eine positive, prozentual mittlere einstellige EBITDA-Marge. Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn die genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die in den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Die zusätzlich durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Unsicherheiten sind aus Sicht der LKE Gruppe nur äußerst schwer abzuschätzen.
Marl, den 16. April 2024 LKE Group GmbH Geschäftsführung Sebastian Neuhaus-Schwermann
2 Mögliche Werte: unwahrscheinlich,
möglich, wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich,
höchstwahrscheinlich
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023I. Vorbemerkungen Die Konzernmuttergesellschaft LKE Group GmbH, Marl, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen unter HRB 17243 mit Sitz in Marl eingetragen. Im Februar 2020 wurde die LKE Holding GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum Stichtag 31.12.2019 / 01.01.2020 durch die PEP NewCo IV GmbH (mit Handelsregistereintrag vom 21.06.2022 sowie Umfirmierung in LKE Group GmbH und Sitzverlagerung nach Marl) übernommen. Infolgedessen wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstmalig für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20.02.2020 bis zum 31.12.2020 ein Konzernabschluss aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde in T€ aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Hinsichtlich Risiken, die den Bestand des Konzerns bzw. der einbezogenen Gesellschaften gefährden können, wird auf die Angaben im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des Konzernlageberichts unter Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" verwiesen. II. Angaben zur Konsolidierung 1. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurden neben der LKE Group GmbH als Obergesellschaft die LKE Holding GmbH, Marl, und deren 100%-ige Tochter, die LKE Gesellschaft für Logistik- und Kommunikationsequipment mbH, Marl, sowie deren 100%-igen Tochterunternehmen und deren mittelbares 96,8%-iges Tochterunternehmen SOMEG Gherla S.A., Gherla, mittels Vollkonsolidierung einbezogen (unmittelbarer und mittelbarer Anteil der LKE Group GmbH):
Die ehemalige 100%ige Tochtergesellschaft LKE Production GmbH, Großenhain, wurde mit Eintragung im Handelsregister Dresden zum 15.08.2023 mit wirtschaftlicher Wirkung zum Stichtag 01.01.2023 auf die LKE Gesellschaft für Logistik- und Kommunikationsequipment mbH verschmolzen. Die SOMEG Gherla S.A. wurde in 2022 erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Bei der erstmaligen Einbeziehung der erworbenen Gesellschaft wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten - sofern nicht bereits in der lokalen Buchhaltung geschehen - im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet respektive angesetzt. Über das Vermögen der LKE Schneider Leichtbau GmbH i. L. wurde zum 28.12.2020 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Zum Sachwalter wurde Herr Dr. Dirk Pehl von der Kanzlei Schultze & Braun bestellt. Nachdem die Gesellschaft ihre Produktions-/Geschäftstätigkeiten zum 28. Februar 2021 vollständig eingestellt hat, befindet sie sich derzeit in Liquidation. Durch die dauerhafte Beschränkung der Gesellschaftsrechte wurde von dem Einbeziehungswahlrecht gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB Gebrauch gemacht. Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses stimmt mit den Abschlussstichtagen der Einzelabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen (31.12.) überein. 2. Konsolidierungsmethoden Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der Gruppe. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode auf den Erwerbsstichtag. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals der Tochterunternehmen im Erwerbszeitpunkt aufgerechnet. Sich danach ergebende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge haben sich nicht ergeben. Im Rahmen der Neubewertung des Vermögens der einbezogenen Tochtergesellschaften wurden passive latente Steuern berücksichtigt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung und Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften eliminiert. Wesentliche zu eliminierende Zwischengewinne sind nicht angefallen. 3. Währungsumrechnung Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften in Polen, Großbritannien und Rumänien wurden gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode zum 31.12.2023 umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen wurden entsprechend erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierung und Bewertung der in den Konzernabschluss einbezogenen Aktiva und Passiva erfolgen grundsätzlich einheitlich nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften. Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Einzelnen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die Kundenbeziehungen und die Marke stammen ausschließlich aus der jeweiligen Kaufpreisallokation und werden wegen der vorhandenen Kundenbeziehungen sowie der Organisationsstruktur der erworbenen Gesellschaften über einen Zeitraum von 10 Jahren planmäßig bzw. auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände:
Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagengegenstände werden bis zu einem Wert von € 800 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgte zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Beim Ansatz der Herstellungskosten wurden die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Sofern notwendig, wurden Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Für das latente Ausfallrisiko besteht eine Pauschalwertberichtigung. Liquide Mittel Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Rückstellungen Die Rückstellungen werden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Für temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden latente Steuern angesetzt. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen und werden nicht abgezinst. Ein Überhang aktiver latenter Steuern aus den Einzelabschlüssen wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt. Grundlagen der Währungsumrechnung Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen i. H. v. EUR 700 T€ auf die aktivierten Firmenwerte (Vj. 54 T€ auf stille Reserven) vorgenommen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bilanziert und entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Posten. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen und Gewährleistungen. 5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten Gesellschafterdarlehen in Höhe von 12.800 T€ (Vorjahr 12.800 T€) zzgl. noch nicht gezahlte Zinsen in Höhe von 2.553 T€ (Vorjahr 1.729 T€). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 128 T€ (Vorjahr 269 T€) sowie gegenüber Sozialversicherungsträgern in Höhe von 63 T€ (Vorjahr 78 T€) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1.189 T€ (Vorjahr 1.545 T€) besichert durch Sicherungsübereignungen von Forderungen, Gebäuden sowie technischer Anlagen und Maschinen und Pfandrechten an Bankkonten. 6. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Kapitalkonsolidierung (Abschnitt II.2.) und haben sich wie folgt entwickelt:
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse a) Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten:
Die Auslandsumsätze werden im Wesentlichen in Westeuropa erzielt. b) Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
2. Sonstige betriebliche Erträge / Außergewöhnliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 24 T€ (Vorjahr 52 T€) sowie periodenfremde Erträge aus Rückstellungsauflösung in Höhe von 81 T€ (Vorjahr 189 T€) enthalten. Weitere periodenfremde Erträge belaufen sich auf 10 T€ (Vorjahr 7 T€). 3. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung / Außergewöhnliche Aufwendungen Der Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 78 T€ (Vorjahr 168 T€). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen / Außergewöhnliche Aufwendungen Der Posten enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 64T€ (Vorjahr 9 T€). 5. Außerplanmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 700 T€ auf den aktivierten Firmen- und Geschäftswert der rumänischen Gesellschaften vorgenommen. (Vorjahr 54 T€). Die außerplanmäßigen Abschreibungen stellen gleichzeitig Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung dar. 6. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen (Gesellschafter) in Höhe von 824 T€ (Vorjahr 644 T€). 7. Steueraufwand Aus der Veränderung latenter Steuern ergab sich ein Steuerertrag in Höhe von 564 T€ (Vorjahr 220 T€). VI. Sonstige Angaben 1. Außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Miet- und Leasinggeschäfte ermöglichen die liquiditätsschonende Nutzung von Wirtschaftsgütern für das Unternehmen. Die Risiken dieses Geschäfts bestehen in längerfristigen Zahlungsverpflichtungen. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf insgesamt 722 T€ (Vorjahr 447 T€). Von diesen Verpflichtungen sind 310 T€ innerhalb eines Jahres fällig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Zuge der Restrukurierungsmaßnahmen die bisherigen Betriebsimmobilien in Marl veräußert. Teile der Räumlichkeiten werden von der Gesellschaft zurückgemietet. Zum 31. Dezember 2023 hat die LKE Marl Forderungen im Nennwert von € 2,3 Mio. (Vorjahr € 4,2 Mio.) im Rahmen eines Factoring-Vertrags abgetreten. Die Vorteile aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in der kurzfristigen Verbesserung der Liquidität. Der Factor hat sich verpflichtet, Forderungen bis zu einem Höchstbetrag von € 7,0 Mio. anzukaufen. Die LKE Gesellschaft für Logistik- und Kommunikationsequipment mbH haftet für den Bestand der Forderungen; das Delkredererisiko trägt der Factor. 2. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Es bestehen Bankbürgschaften in Höhe von 46 T€. 3. Konzernabschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt 73 T€ und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. 4. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl Im Geschäftsjahr 2023 hat der Konzern durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
5. Mitglieder der Geschäftsführung Herrn Sebastian Neuhaus-Schwermann, Arnsberg. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird nach § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. Mitglieder des Beirates Herr Prof. Dr.-Ing. Eckart Kottkamp, Großhansdorf, Herr Dr.-Ing. Klaus Rosenbach, Hamburg, Herr Ralf Mock, Königstein, bis 31.03.2023. Die Gesamtbezüge des Beirates betragen 40 T€ (VJ 45 T€). 7. Befreiungswahlrecht nach § 264 Abs. 3 HGB Die LKE Gesellschaft für Logistik- und Kommunikationsequipment mbH, Marl, die im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der LKE Group GmbH einbezogen wird, macht für das Geschäftsjahr 2023 von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und ist demgemäß von der Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen und offenzulegen. 8. Angaben zu Mutterunternehmen Die LKE Group GmbH, Marl, stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 9. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. 10. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.
Marl, den 16. April 2024 LKE Group GmbH Geschäftsführung Sebastian Neuhaus-Schwermann Hinweis zur Feststellung des Jahresabschlusses nach § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB: Der Konzernabschluss der LKE Group GmbH, Marl, wurde in der Gesellschafterversammlung vom 22. August 2024 gebilligt. Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LKE Group GmbH, Marl Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der LKE Group GmbH, Marl, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LKE Group GmbH, Marl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Vorbemerkung" im Konzernanhang sowie die Angaben im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des Konzernlageberichts unter Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken", in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass Umsatzausfälle und inflationäre Kostensteigerungen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer angespannten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns geführt haben. Wie im Abschnitt "Vorbemerkung" des Konzernanhangs sowie den Angaben im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des Konzernlageberichts unter Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Düsseldorf, 16. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
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