Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 11546
Vorher
MKM Genuss Manufaktur GmbHMKM Manufaktur für Genießer GmbHmkm GmbH-Manufaktur für Geniesser
Eingetragen
26.7.2004
Branche
Großhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenHerstellung von Süßwaren, ohne DauerbackwarenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
der Handel mit Waren aller Art und die Produktion und der Vetrieb von Süßwaren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mark Richard Müller
seit 11.10.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

35.00% identifiziert40.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
35.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
32.500 €
65.00%
96152 Burghaslach
17.500 €
35.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WAWI Innovation GmbH

Burghaslach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024

Bilanz zum 30. April 2024

AKTIVA

30.04.2024 30.04.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 257.632,38 349.371,35
II. Sachanlagen 3.775.738,34 3.622.968,98
4.033.370,72 3.972.340,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.701.948,97 2.282.394,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 768.411,37 578.529,68
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.021,22 2.582,68
3.476.381,56 2.863.506,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.375,44 27.012,99
7.541.127,72 6.862.860,20

PASSIVA

30.04.2024 30.04.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 82.500,00 82.500,00
III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 538.303,54 368.879,69
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 575.261,92 344.423,85
1.246.065,46 845.803,54
B. Rückstellungen 539.063,95 237.788,78
C. Verbindlichkeiten 5.690.298,31 5.685.867,88
D. Passive latente Steuern 65.700,00 93.400,00
7.541.127,72 6.862.860,20

Gewinn- und Verlustrechnung 2023/24

2023/24 2022/23
EUR EUR
1. Rohergebnis 5.561.750,53 4.736.814,07
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.810.060,77 -1.606.942,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -328.245,91 -315.631,58
- davon für Altersversorgung: EUR 7.168,00 (Vorjahr: EUR 7.948,80)
-2.138.306,68 -1.922.574,36
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -863.658,60 -718.484,27
-863.658,60 -718.484,27
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.497.018,06 -1.558.119,11
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -258.447,34 -137.979,49
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 27.700,00 (Vorjahr: EUR 36.000,00)
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / erstattete Steuern vom Einkommen und Ertrag -228.208,93 -54.312,00
7. Ergebnis nach Steuern 576.110,92 345.344,84
8. sonstige Steuern -849,00 -920,99
9. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 575.261,92 344.423,85

Anhang 2023 / 2024

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma WAWI Innovation GmbH mit Sitz in Burghaslach im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter HR B 11546 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB, Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit den Herstellungskosten zu aktivieren, in Anspruch. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über die geschätzte Nutzungsdauer. In die Herstellungskosten selbst erstellter Vermögensgegenstände sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zugang und Abschreibung ausgewiesen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr TEUR 18.

Davon entfallen TEUR 18 auf die Entwicklung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und wurden aktiviert.

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 153. Er resultiert in vollem Umfang aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich um sonstige Forderungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten Spiegel im Einzelnen dargestellt.

inTEUR 30.04.2024 30.04.2023
Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahr bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.041 0 0 5.041 3.592 7 0 3.599
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 587 0 0 587 234 0 0 234
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 1.800 0 0 1.800
4. Sonstige Verbindlichkeiten 62 0 0 62 52 0 0 52
- davon aus Steuern (17) (0) (0) (17) (10) (0) (0) (10)
- davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit (18) (0) (0) (18) (D (0) (0) (D
5.690 0 0 5.690 5.678 7 0 5.685

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften der Gesellschafter besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Form von Darlehensgewährungen.

Diese Verbindlichkeiten wurden vollständig abgelöst durch die Erhöhung der bestehenden Kontokorrentdarlehen bei Kreditinstituten.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen, die sich aus der Aktivierung von selbst erstellen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 219 ergeben. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 30 %.

Der Saldo der passiven latenten Steuer hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 28 auf TEUR 65 (Vj. TEUR 93) verringert.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden bzw. aus Bilanz oder Anhang nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von TEUR 199. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028.

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind:

Herr Markus Kühlwein, Geschäftsführer

Herr Richard Müller, Vorstand der WAWI Schokolade AG

Mitarbeiter

Durchschnittlich waren während des Geschäftsjahres 56 Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfallen auf die Produktion 46 Mitarbeiter und auf die Verwaltung 10 Mitarbeiter.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 175 auszuschütten und den verbleibenden Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der WAWI Innovation GmbH, Burghaslach, wird in den Konzernabschluss der WAWI Holding GmbH & Co. KG, Pirmasens, einbezogen. Die WAWI Holding GmbH & Co. KG erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Die Bekanntmachung des Konzernabschlusses wird im Bundesanzeiger erfolgen.

 

Burghaslach, 30. September 2024

Markus Kühlwein

Richard Müller

Der Jahresabschluss wurde am 11. Oktober 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.05.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.04.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 547.376,38 17.979,50 0,00 0,00 565.355,88
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 429.411,02 15.160,41 0,00 0,00 444.571,43
976.787,40 33.139,91 0,00 0,00 1.009.927,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.108,23 0,00 0,00 0,00 26.108,23
2. technische Anlagen und Maschinen 4.403.459,80 465.063,03 0,00 0,00 4.868.522,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.283.351,20 425.268,25 0,00 1.240,00 2.709.859,45
6.712.919,23 890.331,28 0,00 1.240,00 7.604.490,51
7.689.706,63 923.471,19 - 1.240,00 8.614.417,82
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.05.2023 Zugänge Abgänge 30.04.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 236.023,60 110.371,21 0,00 346.394,81
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 391.397,73 14.502,39 0,00 405.900,12
627.421,33 124.873,60 0,00 752.294,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.006,88 2.119,28 0,00 16.126,16
2. technische Anlagen und Maschinen 2.143.390,70 427.411,88 0,00 2.570.802,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 932.569,59 309.253,84 0,00 1.241.823,43
3.089.967,17 738.785,00 0,00 3.828.752,17
3.717.388,50 863.658,60 - 4.581.047,10
NETTOBUCHWERTE
30.04.2024 30.04.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 218.961,07 311.352,78
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.671,31 38.013,29
257.632,38 349.366,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.982,07 12.101,35
2. technische Anlagen und Maschinen 2.297.720,25 2.260.069,10
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.468.036,02 1.350.781,61
3.775.738,34 3.622.952,06
4.033.370,72 3.972.318,13

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 / 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

Als Tochterunternehmen der WAWI Schokolade AG und damit Mitglied der WAWI- Gruppe produzieren wir am Standort Burghaslach Süßwaren aus Schokolade. Die hergestellten Produkte werden exklusiv an die WAWI Euro GmbH verkauft, da diese den Vertrieb für unser Unternehmen exklusiv verantwortet. Unsere Hauptabnehmer sind dabei die inländischen Lebensmitteleinzelhändler wie Rewe, Edeka, Rossmann, Aldi sowie die Schwarz-Gruppe (Kaufland / Lidl). Im Ausland beliefern wir sowohl große Handelsketten als auch selbständige Distributoren, mit welchen wir zum Teil bereits eine jahrzehntelange Geschäftsbeziehung haben.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Süßwarenbranche

Die Süßwarenbranche allgemein in Deutschland ist im Jahr 2023 mengenmäßig weiter gewachsen. Die Produktion stieg um 2,6 % und der Umsatz konnte dabei um 15,4 % gesteigert werden. Insgesamt betrug die Produktion von Süßwaren 4.287.062 Tonnen, was einem Umsatz von 16,4 Mrd. € entsprach.

Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg die Produktion, speziell von Schokoladewaren, im Jahr 2023, das vierte Jahr in Folge, weiter um 3,8 % auf insgesamt 1.248.200 Tonnen an. Der mengenmäßige Anstieg führte auch zu einem Umsatzanstieg von 13,3 %. Insgesamt wurden Schokoladenwaren im Wert von 7,024 Mrd. € abgesetzt.

(Quelle: Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V., Jahresbericht 2023)

2.2 Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Frühzeitig haben wir durch den Einstieg der WAWI Schokolade AG 2016 in neue Herstellungstechnologien, vorrangig für gefüllte Produkte, investiert und somit den Grundstein für neue Produktsegmente geschaffen. Seit der ersten Produkteinführung von gefüllten Schokoladen 2017 konnten wir den Anteil für gefüllte Produkte, bezogen auf den Gesamtabsatz in unserem Unternehmen, auf mittlerweile rund 65 % ausbauen. Insgesamt ermöglicht uns der "gefüllte Bereich" eine deutlich größere Produktabwechslung und Diversität, um auf die Bedürfnisse einzelner Kunden und / oder Märkte einzugehen. Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Segment "Gefüllte Schokoladen" den Wachstumskurs für die nächsten Jahre erfolgreich weiterführen können.

Das Geschäftsjahr 2023/2024 war für die WAWI Innovation GmbH von mehreren Herausforderungen gezeichnet. Der anhaltende Kostendruck in allen Bereichen, zum Teil inflationsbedingt aber auch im Einkauf von Schokolade, welcher vorrangig spekulations- und erntebedingt stark beeinflusst wird, erfordern ein ständiges nachjustieren der gesamten Geschäftsstrategie in puncto Vertrieb, Sortiment und Preispolitik. Der anhaltende Personal- und Fachkräftemangel erfordert mittlerweile stetige Investitionen in Automatisierung und Produktivitätsverbesserungen. Trotzdem konnten wir den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern und sowohl dank unseres erweiterten Produktportfolios als auch durch eine effizientere Produktion den strategisch geplanten Wachstumskurs fortsetzen.

Produktion

Die abgesetzte produzierte Menge konnte gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr durch die eingeleiteten Vertriebsmaßnahmen weiter gesteigert werden. Wie in den Vorjahren gab es keine gravierenden Lieferengpässe. Investiert wurde im Wesentlichen in erweiterte Tankkapazitäten zur Lagerung flüssiger Schokolade, sowie in eine Kugelmühle zur weiteren Rohmassen-Herstellung.

Insgesamt produzierte das Werk in Burghaslach rund 1.050 Tonnen Schokoladenprodukte.

Beschaffung

Der Preis für Rohkakao hat sich im letzten Geschäftsjahr weiter erhöht. Die Erhöhung konnte jedoch durch eine stringente Preis- und Sortimentspolitik überwiegend kompensiert werden. Die Kontraktpreise für Schokolade lagen immer unter Kalkulationsbasis. Zum Ende des Geschäftsjahres waren wir mit unserem Hauptrohstoff Schokolade für alle vorhandenen und zu erwartenden Aufträge für die kommenden 14 Monate mengenmäßig gedeckt, so dass wir auch im nächsten Geschäftsjahr Planungssicherheit haben.

Grundsätzlich kaufen wir nur bei Lieferanten ein, welche die Vorgaben unseres QM/QS Systems erfüllen. Wir führen auch regelmäßig Audits bei unseren Lieferanten durch, um uns selbst von der Einhaltung unserer Richtlinien zu überzeugen. Die Beschaffung erfolgt gezielt über mehrere Lieferanten, um Abhängigkeiten und Versorgungsengpässe auszuschließen, was auch in diesem Jahr gelungen ist.

Unsere Wareneingangskontrollen haben das Ziel, dass nur einwandfreie Lieferungen in unser Werk gelangen. Fehlerhafte Rohstoffe und Verpackungsmaterialien werden nicht entladen. Die Lieferanten werden auf Basis einer kontinuierlichen Bewertung über den Status informiert, um so umgehend auf Abweichungen und Qualitätsschwankungen reagieren zu können.

Personal- und Sozialbereich

Die Mitarbeiteranzahl hat sich im Jahresdurchschnitt von58 Mitarbeitern im vergangenen Geschäftsjahr auf 56 Mitarbeiter verringert.

In den Bereichen Arbeitsschutz, Unfallschutz und Gesundheitsschutz ergaben sich im Berichtsjahr keine besonderen Vorkommnisse. Die jährlichen Schulungen in den genannten Bereichen wurden alle durchgeführt.

Qualitätspolitik

Wie in den Vorjahren fanden erneut zahlreiche Zertifizierungsmaßnahmen durch unabhängige Institute bzw. direkt von Kunden statt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die IFS-Zertifizierung (International Food Standard) erneut auf höherem Niveau erreicht werden. Die Verarbeitung von Schokolade auf Basis von Fairtrade und Rainforest-Alliance zertifiziertem Kakao wurde erneut bestätigt. Im Bereich der Qualitätspolitik gab es keine nennenswerten negativen Vorfälle. In Summe betont dies deutlich die konsequente Qualitätspolitik unseres Unternehmens.

Produktentwicklung und Vermarktung

Wir waren in diesem Geschäftsjahr wieder mit unseren Produkten über die WAWI Euro GmbH auf der Internationalen Süßwarenmesse in Köln Ende Januar 2024 präsent. Hier wurden erneut zahlreiche neue Produkte den Kunden präsentiert. Neuheiten wie z.B. die Gefüllten Täfelchen, Premium Adventskalender, diverse kakaofreie Schokoladenalternativen mit dem Rohstoff "Choviva" konnten wir den Kunden vorstellen.

Neben der ISM werden wir auf weiteren Messen wie der PLMA in Amsterdam, ISM Middle East in Dubai über die WAWI Euro GmbH teilnehmen.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Mehrjahresvergleich

Die Entwicklung des Unternehmens stellt sich anhand bedeutsamer finanzieller Leistungsindikatoren und Kennzahlen wie folgt dar:

2023/2024 2022/2023 2021/2022
Umsatz T€ 10.117 9.504 7.697
Ergebnis vor Steuern T€ 804 399 403

Im Vorjahr hatte die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine Steigerung der Umsätze von 10% und ein EBT in Höhe von 400 bis 450 TEUR prognostiziert. Die prognostizierte Umsatzsteigerung konnte nicht ganz erfüllt werden, da der Vertrieb nicht alle geplanten Ziele erreicht hat. Das prognostizierte EBIT wurde deutlich übertroffen, da die Effizienz in der Produktion durch die eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen stärker angestiegen ist als erwartet. Auf die Ausführungen unter 2.2 "Umsatzentwicklung" wird verwiesen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der WAWI Innovation GmbH liegt mit 7.541 T€ um 9,88 % über dem Vorjahr (6.863 T€). Das Anlagevermögen erhöhte sich um 61 T€. Es wurden 923T€ in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Insgesamt erhöhte sich der Vorratsbestand um 409 T€. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich ebenfalls um 190 T€. Die flüssigen Mittel erhöhten sich geringfügig von 3 T€ auf 6 T€.

Unser Betriebsanwesen steht im Eigentum der Jeckel & Kühlwein GmbH & Co. KG und wird von uns gepachtet.

Finanzlage

Dem Vermögen stehen ein Eigenkapital in Höhe von 1.246 T€ (+400 T€), Rückstellungen im Umfang von 539 T€ (+301 T€) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 5.690 T€ (+4 T€) gegenüber. Der Anstieg der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf höhere Steuerrückstellungen zurückzuführen, nachdem die Verlustvorträge des Vorvorjahre nun aufgebraucht sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 1.440 T€ aufgrund der Ablösung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 1.800 (Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 353 T€. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 9 T€.

Die Finanzierung des Saisongeschäftes im Geschäftsjahr erfolgte über die Ausnutzung kurzfristiger Kredite. Die Investitionen wurden zum einen aus dem Cash- Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie über die Ausnutzung kurzfristiger Kredite finanziert.

Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr von 399 T€ auf 804 T€ erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Umsatzsteigerung und effizientere Produktivität zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse sind um 6,45% gestiegen. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen haben sich um 569 T€ erhöht, die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 30 T€ reduziert.

Der Materialaufwand lag um 900 T€ über dem Vorjahr. Die Materialintensität (auf Basis der Gesamtleistung) erhöhte sich geringfügig um 0,49 %-Punkte. Die im Materialaufwand enthaltenen Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich um 1 T€ erhöht.

Der Personalaufwand hat im Berichtsjahr um 215 T€ auf 2.138 T€ zugenommen. Die Zunahme resultiert einerseits aus Gehaltsanpassungen, andererseits wurden verstärkt eigene Saisonarbeiter beschäftigt und in geringerem Umfang Zeit- oder Leiharbeiter. Die Personalintensität (auf Basis der Gesamtleistung) hat sich um 1,47 %-Punkte reduziert.

Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 145 T€ erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 61 T€ gesunken.

4. Risikobericht

Als Ertragsrisiken werden unter anderem die hohe und ggf. weiter steigende Konsolidierung auf Seiten des Lebensmitteleinzelhandels eingestuft, was notwendige Preiserhöhungen erschwert. Entscheidend für die Ertragslage des Unternehmens wird auch in Zukunft die Entwicklung der Rohstoffpreise sein, insbesondere für Schokolade.

Finanzielle Risiken bestehen in erster Linie hinsichtlich Zinsänderungen aufgrund der im Wesentlichen kurzfristigen Finanzierungsstruktur. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch eingeräumte Kreditlinien unserer Hausbanken. Diese werden durch die WAWI Schokolade AG besichert. Liquiditätsbedarf über die bereitgestellten Kreditlinien der Hausbanken hinaus deckt die WAWI Schokolade AG für uns flexibel nach Bedarf ab.

Betrieblichen Risiken begegnen wir durch detaillierte Anweisungen, insbesondere unser Qualitätssicherungssystem, welches die gängige Zertifizierung nach International Food Standard (IFS) und das HACCP-Konzept umfasst.

Ein unerwarteter Rohstoffmangel könnte zu Lieferengpässen führen. Diese Lieferengpässe versuchen wir durch einen strategisch orientierten Einkauf und eine vorausschauende Planung zu vermeiden. Dabei achten wir darauf, dass wir möglichst alle Materialien, so auch unseren Hauptrohstoff Schokolade nicht nur von einem einzigen Lieferanten beziehen, sondern strategisch zielorientiert diversifiziert Einkaufen.

Das Risiko eines Forderungsausfalls konzentriert sich auf unseren Hauptkunden (WAWI Euro GmbH). Wir schätzen das Risiko eines Ausfalls der Wawi Euro GmbH als niedrig ein.

Es bestehen aus unserer Sicht keine Risiken, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

5. Prognose- und Chancenbericht

Durch die anhaltend hohe Inflation ergibt sich nach wie vor eine Verschiebung der Absätze von Markenprodukten in Richtung Eigenmarke / Private Label da diese günstiger im Lebensmitteleinzelhandel verkauft werden. Daher erwarten wir auch in der kommenden Periode eine sehr stabile Nachfrage nach Süßwaren im Private Label Bereich.

Durch die sehr starke Konzentration des deutschen Lebensmitteleinzelhandels ist es für mittelständische Familienunternehmen schwierig notwendige Preiserhöhungen durchzubringen, inflationsbedingt bleibt eine stringente Durchsetzung jedoch alternativlos. Einen gewissen Kostenvorteil generieren wir jährlich durch einen hohen Anteil an Produkt-Neueinführungen, womit Kostensteigerungen bereits mit eingepreist werden können. Trotz allem blicken wir positiv in die Zukunft, da wir durch eine hohe Exportquote nicht komplett vom deutschen Markt abhängig sind.

Wir erwarten, dass wir das für die WAWI Innovation GmbH erfolgreich abgeschlossene Geschäftsjahr, im kommenden Jahr durch die weitere Etablierung von diversen Neuprodukten in den Eigenmarken / Private Label Bereich sowie durch Neukunden im Ausland verbessern können.

Wir gehen für das laufende Geschäftsjahr von einem EBT in Höhe von TEUR 800 - TEUR 850 aus. Beim Umsatz erwarten wir eine Steigerung von ca. 10 %, welche hauptsächlich durch die Etablierung von Produktneuheiten bei Bestandskunden sowie Gewinnung von Neukunden entsteht.

Auch im kommenden Geschäftsjahr setzen wir wieder den Fokus auf weitere Effizienzsteigerung durch Prozessoptimierung in unserer Produktion sowie in Investitionen für erweiterte Produktvariationen und kostenoptimierte Produktionsabläufe.

Die Personalkosten werden durch eine weitere Mindestlohnanpassung erneut ansteigen.

Trotz Kostensteigerungen und einem schwierigen Marktumfeld schauen wir positiv in die Zukunft und erwarten auch im kommenden Geschäftsjahr ein gutes Ergebnis zu erzielen.

 

Burghaslach, den 30. September 2024

Markus Kühlwein

Richard Müller

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß § 325ff. HGB

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WAWI Innovation GmbH, Burghaslach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WAWI Innovation GmbH, Burghaslach, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WAWI Innovation GmbH, Burghaslach, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 1. Oktober 2024

Förderer, Keil & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Lehr, Wirtschaftsprüfer

Philipp Stalter, Wirtschaftsprüfer

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