JC Marken GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reinhard Kraus seit 25.4.2025 | Prokura |
Patrick Fetzer seit 25.4.2025 | Prokura |
Bernhard Ruf seit 11.7.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
J****** F***** | 15.00% |
B******* R** | 15.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
FinEsse S.p.A. | 65.00% |
SPAFID S.p.A. | 5.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
JoCos GmbHRegensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Ziele und Strategien 1.3 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.3 Geschäftsverlauf 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.3 Vermögenslage 2.3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 2.3.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht 3.1 Forecast 3.1.1 Prognose der Rahmenbedingungen 3.1.2 Prognose der Branchenentwicklung 3.1.3 Prognose der Unternehmensentwicklung 3.2 Risikobericht 3.3 Chancenbericht 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell a) organisatorische und rechtliche Struktur: Die Gesellschaft wurde im Jahr 2016 als Ausgründung im Rahmen eines Management-Buy-Out errichtet. Sie ist als GmbH errichtet und inhabergeführt. Grundlagen des Geschäftsmodells sind die Entwicklung und der Handel sowie Vertrieb von Kosmetika im Bereich Fachhandel sowie Eigenmarken. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells werden je nach Anforderungen neue Produktlinien entwickelt und vertrieben. Nach einer ersten Phase eines schwerpunktmäßig nationalen Geschäftsmodells werden zwischenzeitlich gezielt auch Strategien der Internationalisierung erfolgt. Dies betrifft die Lieferanten- wie die Kundenseite gleichermaßen. b) Gesamtübersicht
Die Gesellschaft unterhält keine Niederlassungen. c) Wichtigste Produkte und Dienstleistungen Die Leistung des Unternehmens umfasst den Vertrieb, das Produktmanagement, die Entwicklung und die Logistik von folgenden Kosmetik- und Körperpflegeartikeln im Private Label und Markenbereich:
Die Vertriebs- und Vermittlungsdienstleistung an Industriekunden ist ein weiteres Standbein der JoCos GmbH. d) Geschäftsprozesse Die Prozesse sind wie folgt aufgebaut:
e) Wesentliche Absatzmärkte und deren Wettbewerbsposition Hauptabsatzmarkt ist Deutschland (ca. 85% Umsatzanteil), Europa (ca. 15%). Wir sind Marktführer im Bereich Insektenschutz Private Label in Deutschland. Wir sind auf Nischen konzentriert, wo geringe Wettbewerbsdichte herrscht. Auch im europäischen Ausland sind wir präsent, vor allem über Niederlassungen der deutsche Drogeriekunden. Exportaktivitäten in China, arabischen Ländern und im europäischen Umfeld sollen zukünftig intensiviert werden. Speziell für den Bereich Repellents werden die internationalen Aktivitäten verstärkt. f) Externe Einflussfaktoren für das Geschäft 2022 haben wir Zulassungen für Repellents eingereicht, damit der Erhalt des Geschäfts in Deutschland sichergestellt ist und Grundlagen für das Wachstum im europäischen Ausland geschaffen werden können. Mit Erhalt der Zulassungen ist im Laufe 2024 zu rechnen. Übervolle Kapazitäten bei beispielsweise Aluminiumdosen sowie längere Transportzeiten bei der internationalen Beschaffung sorgen für Herausforderungen. Vorliegende Engpässe in der Beschaffung und Logistik werden ausgeglichen durch frühzeitige Produktionsplanung und Vorziehen der entscheidenden Bestellungen in Verbindung mit einer ausgeweiteten Lagerhaltung. Die Unternehmensfinanzierung wird zunehmend belastet vom gestiegenen Zinsniveau, was in der Kalkulation und der Preisgestaltung aufgefangen werden muss. Dies führt zu steigenden Risiken in den Preisverhandlungen. Einen besonderen Einfluss vor allem auf das saisonal sensible Repellent-Geschäft stellt die Witterung dar: Der Umsatz bei Insektenschutz und After Bite war in 2023 sehr gut, eine Planung ist immer mit Bezug auf die Wetterlage und den daraus resultierenden Saisonverlauf durchzuführen. Die Klimaveränderungen bringen immer mehr tropische Mückenarten auch in nördlicher gelegene Länder, wodurch kontinuierlich mit steigendem Bedarf zu rechnen ist. 1.2 Ziele und Strategien Ziel Qualitätsmanagement Bestehen des Wiederholungsaudits nach ISO 9001:2015 im November 2024. Im Sommer 2024 wird die Zertifizierung nach IFS HPC Broker angestrebt. Ziel Kundenzufriedenheit Kundenzufriedenheit soll stabil gehalten werden. Ziel Liefertreue Erreichen von mindestens 98% Lieferzuverlässigkeit. Ziel Prozessbewertung Prozessbewertung wird durchgeführt mittels internen Audits im August 2024. Ziel Vertrieb Umsatz Soll für 2024 ist 23.200.000 EUR. Ziel Lieferantenbewertung Kein C-Lieferant, 4 Hauptlieferanten zweimal A und zweimal B. Ziel Materialwirtschaft Weitere Optimierung der Zusammenarbeit und der Prozessabläufe mit dem Lagerdienstleister. Ziel Keralock Relaunch der Verpackungen der verbleibenden Produkte unter neuer CI der Marke Keralock ist abgeschlossen. Das Sortiment soll um spezielle Produkte zur Pflege von lockigem Haar erweitert werden. Ein alternativer Lieferant für die Dauerwellen wird aufgenommen. Weitere Listungen von Permanent Hair Color vorgesehen. Ausweitung des internationalen Geschäfts mit Keralock. Nach Fertigstellung der Registrierungen im Nahen Osten kontinuierliche Lieferungen und Festigung von Kundenabsätzen. Ziel Private Label Sortiment an Icaridin-Produkten halten und ausbauen, Position als Marktführer und Experte festigen. Ausbau des Umsatzes mit den Eigenmarken Stichstop und repisol. Konzentration des Vertriebs auf Neuprodukte mit dem Wirkstoff EC Öl und After Bite Produkte. Zulassung EC Öl ist auf 2027 verschoben. Frühzeitige Definition der Strategie für die dann notwendigen Zulassungen. Sortimente bei Colorationen halten und um innovative Nischenprodukte ergänzen Konzentration auf Preisverhandlungen und Sicherung in der Beschaffung. Ziel Auf- und Ausbau Aerosole Weiter Konzentration auf die Reputation als nachhaltiger Aerosolanbieter. Das Sortiment an Sprays ohne Propan/Butan wird weiterentwickelt und stetig bei allen relevanten Kunden angeboten. Die Sonnenschutz-Sprays sollen auf Octocrylene-freie Versionen umgestellt werden. Wachstum soll v.a. mit internationalen Kunden erreicht werden. Bei deutschen Drogerien wird weiter angeboten und präsentiert, um den Kunden als alternativer Lieferant zur Verfügung zu stehen. Die Bag-On-Valve Kompetenz soll durch die Erarbeitung eines Markenkonzeptes für Duschgele und die Entwicklung neuer Sonnenschutz-Rezepturen ausgebaut werden. Premium-Konzepte für den Drogeriehandel sollen erarbeitet werden. Ziel Ausbau Vertrieb Industriekunden Es wurde ein Vertriebsmitarbeiter mit spezifischer Erfahrung eingestellt, der sich speziell auf die Erschließung von Markenkunden für Cosmosol konzentriert. Die Konzentration liegt auf mittelständischen Markenartikellieferanten, die auf der Suche nach zuverlässigen Partnern für die Herstellung sind. Ziel Nachhaltigkeit Weiterer Fokus auf Vertrieb von Stickstoff-Aerosolen und compressed-Ideen. Vertrieb von Bag-On-Valve Aerosolen, die ohne mineralölbasierte Treibmittel auskommen Bei allen Neuentwicklungen und Anfragen Nachhaltigkeitsmöglichkeiten einbeziehen. 1.3 Forschung und Entwicklung Folgende Entwicklungsaktivitäten wurden im Berichtsjahr durchgeführt:
2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen [Quelle: www.sachverständigenrat-wirtschaft.de; Auszüge und inhaltliche Wiedergabe aus Jahresgutachten 2023/24; WACHSSTUMSSCHWÄCHE ÜBERWINDEN - IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN - Kurzfassung] Für 2023 wird eine fortgesetzte wirtschaftliche Herausforderung vorhergesagt. Die Wirtschaftsleistung ist durch die anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Energiekrise beeinträchtigt. Die Energiepreise sind deutlich gestiegen, was zu erhöhten Produktionskosten und sinkender Kaufkraft führt. Die Energieversorgung bleibt unsicher, insbesondere im Hinblick auf Gaslieferungen aus Russland. Ein signifikanter Anstieg der Inflationsrate ist zu beobachten, getrieben durch höhere Energie- und Rohstoffpreise sowie durch Lieferkettenstörungen. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen bleibt der Arbeitsmarkt relativ stabil, mit einer geringen Arbeitslosenquote. Allerdings gibt es Anzeichen für einen Rückgang der Beschäftigung in bestimmten Sektoren. Die globale Wirtschaftserholung ist schwach, was die deutsche Exportwirtschaft beeinträchtigt. Handelskonflikte und geopolitische Spannungen tragen zur Unsicherheit bei. Die öffentlichen Finanzen sind durch hohe Ausgaben zur Bewältigung der Pandemie und zur Unterstützung der Wirtschaft belastet. Es besteht ein erhöhter Bedarf an fiskalpolitischer Konsolidierung. Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Es besteht jedoch ein Investitionsrückstand, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Energieinfrastruktur. Diese Zusammenfassung gibt einen Überblick über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland für das Jahr 2023, die von Unsicherheit und Herausforderungen, aber auch von Chancen durch Investitionen und Digitalisierung geprägt sind. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Mit unseren Produkten bedienen wir die Drogeriemarktketten sowie den Lebensmitteleinzelhandel. Branchenspezifische Rahmenbedingungen sind:
2.3 Geschäftsverlauf Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt sehr gut verlaufen. Im Vergleich zur Branchenentwicklung (Wachstums bei dm 14,8 %, Wachstum bei Rossmann 14,4 %) konnte die JoCos GmbH eine überproportionale Umsatzsteigerung in Höhe von 27,8 % erzielen. Gründe für diese Entwicklung liegen vor allem im erfolgreichen Vertrieb von Produkten, die einen Mehrwert für die Kunden bieten. In allen Produktbereichen werden innovative Konzepte entwickelt und angeboten, die nachhaltig zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Die Konzentration lag dabei auf Premium-Konzepten. Des Weiteren hat sich der Repellent-Absatz aufgrund des warmen Sommers sehr gut entwickelt. Der Rohertrag des Kalenderjahres 2023 konnte gegenüber dem Vorjahr von T€ 3.698 auf T€ 4.542 also um T€ 844 oder 22,8 % gesteigert werden. Der positive Trend der vergangenen Kalenderjahre setzt sich auch im Kalenderjahr 2024 fort. Trotz gestiegener Kosten im Einkauf konnte der Rohgewinn aufgrund des gestiegenen Umsatzes stabil gehalten werden. Grundlage für die Analyse des Geschäftsergebnisses stellt das Jahresergebnis dar. Das Jahresergebnis lässt sich in folgende Komponenten gliedern:
Es wird ein Betriebsergebnis von T€ 1.348 ausgewiesen. Nach Abzug aller Steuern konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von T€ 787 erzielt werden. 2.3.1 Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr stieg damit das Betriebsergebnis um 47 % (Vorjahresveränderung: 0,8 %). Ursache für den Anstieg im Vorjahr und im Berichtsjahr waren der gestiegene Umsatz, das Wachstum gemeinsam mit den Kunden und die Akquise neuer Kunden im In- und Ausland. Die Umsatzerlöse haben sich um T€ 5.395 auf T€ 24.844 erhöht. Dies ergibt sich aus dem Wachstum der Kunden, aus dem Zugewinn neuer Aufträge und Kunden sowie aus einem sehr starken Saisonverlauf bei Mückenschutz und After Bite. Die laufenden sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 27 und sind somit um T€ 7 niedriger als im Vorjahr. Der Anstieg des Materialaufwandes um T€ 4.297 auf T€ 19.142 ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in beinahe allen Rohstoff- und Packmittelsegmenten Preissteigerungen aufgrund hoher Energiekosten und knapper Ressourcen angefallen sind. Es wurden aber auch deutlich höhere Stückzahlen eingekauft, um den wachsenden Bedarf der Kunden erfüllen zu können. Die Materialaufwandsquote beläuft sich auf 77,0 % (Vj. 76,2 %). Der Anstieg ist auf angestiegene Einkaufskonditionen zurückzuführen. 2.3.2 Finanzlage Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt zum Stichtag bei 25,3 % (Vj. 28,0 %). Als finanzieller Leistungsindikator betreffend die Finanzlage wird nachfolgend die Entwicklung des Finanzmittelfonds bzw. Kapitalflussrechnung dargestellt:
Der Finanzmittelfonds aus Finanzierungstätigkeiten ist geprägt von Kapitaldiensten (- T€ 353) sowie von Ausschüttungen (-T€ 200). Die Gesellschaft hat zur Finanzierung des operativen Geschäfts Factoring im Einsatz. 2.3.3 Vermögenslage Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögenskomponenten dargestellt:
Die geleisteten Anzahlungen betreffen Vorauskassen von Lieferanten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um T€ 1.798 auf T€ 2.183 bzw. 467,0 % angestiegen. Der Anstieg der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten um T€ 82 auf T€ 314. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Zulassungskosten für Repellent-Produkte in Höhe von T€ 122 (Vj. T€ 122). Die Bilanz zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von T€ 2.403, gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einer Steigerung von 32,3 %. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 25,3 %. Folgende geleaste, gepachtete oder gemietete Vermögenswerte sind wesentlich für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens: Werkzeuge für Produktion von Kunststoff-Spender für Permanent Coloration. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte in Form von Markenrechten werden über ein nahestehendes Unternehmen für das Geschäftsmodell der Gesellschaft verwendet. 2.3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als sehr gut anzusehen ist. 2.3.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Folgende finanzielle Leistungsindikatoren sind für das abgelaufene Geschäftsjahr heranzuziehen: Die Eigenkapitalrendite beläuft sich auf 43,3 % (Vj. 37,1 %). Wir haben im Berichtsjahr ein EBIT von T€ 1.348 (Vj. T€ 915) erwirtschaftet. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren können regelmäßige Kunden- sowie Lieferantenbewertungen herangezogen werden. Außerdem wird die geschäftliche Entwicklung der Branche sowie der maßgeblichen Akteure und Handelshäuser laufend überwacht und bewertet. Als weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren sehen wir ein aktives Markenmanagement sowie unser Umgang mit Marken sowie immateriellen Wirtschaftsgütern. Wir investieren erhebliche Summen in Forschung und Entwicklung und nehmen neue Trends und Entwicklungen frühzeitig auf. Die Gesellschaft kann als sehr innovativ eingestuft werden. Außerdem ist hier unsere Internationalisierungsstrategie zu nennen, die uns neue Märkte und Wachstumspotentiale erschließt. 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht 3.1 Forecast Wir weisen darauf hin, dass es sich um zukunftsbezogene Aussagen handelt mit der Konsequenz, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Hinsichtlich der im Rahmen des Forecasts darzustellenden Risiken verweisen wir auf den Risikobericht. Dem nachfolgenden Forecast liegt ein Prognosezeitraum von einem Jahr zugrunde. Über diesen Prognosehorizont hinaus sind Sondereinflüsse zu berücksichtigen. Planung für 2024:
3.1.1 Prognose der Rahmenbedingungen [Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben der Konjunkturprognose März 2022 "Russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine und Energiepreise verschlechtern wirtschaftliche Aussichten drastisch" des Sachverständigenrates, veröffentlicht am 30. März 2022 und der "ifo Konjunkturprognose Herbst 2022: Inflation würgt privaten Konsum ab - deutsche Konjunktur vor hartem Winter" des ifo Institutes, Veröffentlicht am 12. September 2022] Abhängig vom Verlauf des Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit einhergehenden Schwierigkeiten auf dem Energiemarkt prognostiziert der Sachverständigenrat ein Wachstum des BIP im Euroraum von 3,6 % für das Jahr 2023. Damit geht ebenfalls ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,4 % und ein Wachstum der Verbraucherpreise um 3,4 % einher. Im Vergleich dazu lag letzteres im Jahr 2022 bei 6,1 % Prozent. Engpässe bei Materialien und Vorprodukten und den weiterhin überlasteten Transportwegen sorgt für einen historischen Höchststand in den Auftragsbüchern der Industrieunternehmen. Bis zum Ende des Jahres 2023 wird eine Leitzinsanhebung auf 4 % prognostiziert, was vor allem die Baubranche am meisten betreffen wird. Falls die russischen Gaslieferungen teilweise oder komplett wegfallen sollten, ist es fraglich, wie der Euroraum diese kompensieren kann. Der innereuropäische Import ist nur begrenzt erweiterbar, weshalb Gasimporte aus den USA oder dem Nahen Osten notwendig werden würden. Die Skalierbarkeit weltweiter Gasimporte ist ebenfalls abhängig von freien Transportkapazitäten auf den Seewegen. Mit Beginn des Winterhalbjahres rechnet der Sachverständigenrat mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,2 %. Dieser Trend wird sich im 1. Quartal 2023 fortsetzen (-0,4 %). Im Jahresdurchschnitt 2023 wird ein Rückgang des BIP im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % erwartet. Ebenso wird eine Inflation von 9,3 % prognostiziert (2022: 8,1 %). Der Höhepunkt der Inflation wird, aufgrund der erwarteten Preiserhöhung der Energieversorger zu Beginn des Jahres 2023, auf 11 % geschätzt. Dies wird einen spürbaren Einfluss auf die realen Haushaltseinkommen und somit auch auf die Kaufkraft haben. Die Bundesregierung versucht dem mit dem Entlastungspaket III entgegenzuwirken, welches den Rückgang voraussichtlich nicht ausgleichen kann. Die Annahme ist hier immer, dass die Versorgung mit (russischem) Gas auch über das Winterhalbjahr 2022/2023 gewährleistet wird. Es ist davon auszugehen, dass im Frühjahr 2023 verspätet einsetzende Gehaltserhöhungen, durch den Abschluss neuer Tarifverträge, den Rückgang der Inflation aufgrund sinkender Gaspreise vorerst kompensieren werden. Durch Gehaltsanpassungen erholen sich die Haushalteinkommen bis zur Jahresmitte 2023 wieder leicht. Das verarbeitende Gewerbe wird die Auftragsbestände, abhängig von anhaltenden Lieferengpässen weiter abbauen können. Hier ist allerdings auch mit einem Rückgang der Nachfrage zu rechnen. Das ifo Institut geht erst 2024 wieder von einer Normalisierung der Preissteigerungen auf 1,8 % und der Inflation auf 2,4 % aus. Von erneuten signifikanten Auswirkungen der Corona Pandemie ist allerdings nicht auszugehen. Deutschland muss möglichst schnell von russischen Energielieferungen unabhängig werden. Kurzfristig kann die Abhängigkeit durch Energiesparmaßnahmen im öffentlichen und privaten Raum leicht eingeschränkt werden. Langfristig muss durch eine Diversifikation der Lieferquellen und Energieproduktion eine höhere Energiesicherheit hergestellt werden. 3.1.2 Prognose der Branchenentwicklung Aufgrund einer zurückhaltenden Planung des stark wetterabhängigen Saisonverlaufes mit Repellents erwarten wir einen leichten Rückgang des Geschäfts. In den weiteren Sortimentsbereichen Aerosole und Colorationen ist mit moderaten Steigerungen um ca. 6-8 % zu rechnen. 3.1.3 Prognose der Unternehmensentwicklung Die Prognose der zukünftigen Ertragslage kann nachfolgender Übersicht entnommen werden:
Die Prognose der Umsatzentwicklung haben wir auf Basis langjähriger und stabiler Kundenbeziehungen sowie der aktuellen Inflationsentwicklung vorgenommen. Im kommenden Jahr ist die Erschließung des italienischen Absatzmarktes durch Eröffnung eines Onlineshops und Gespräche mit ausgewählten Handelspartnern geplant. Des Weiteren werden Absatzmärkte für Colorationen und Insektenschutz außerhalb Europas anvisiert. Die Prognose des Materialaufwands wurde auf Basis unserer Materialaufwandsquoten von rund 77,0 % im Berichtsjahr und rund 78,7 % im Prognosejahr ermittelt. Es wird von einer stabilen Entwicklung des Finanzmittelpools auf Basis eines starken operativen Cash-flows ausgegangen. Insgesamt geht die Unternehmensleitung von einer stabilen bis leicht rückläufigen voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens im nächsten Jahr aus. Herausfordernd bleiben die hohen Energiekosten, stark schwankende Einkaufskonditionen in der Beschaffung und hohe Kapazitätsauslastungen bei den Vorlieferanten. Die tatsächliche Entwicklung wird vom Saisonverlauf der Repellent abhängen. Die hohen Zinsen für die Finanzierung des Warenbestandes drücken aufs Ergebnis. 3.2 Risikobericht Verkaufsbeschränkung und Zulassung Das Risiko einer Verkaufsbeschränkung für Biozid-Produkte konnte abgewendet werden, da die im Umsatz bedeutenden Insektenschutzmittel, zur Produktgruppe PT19 gehörend, aus der Verkaufsbeschränkung entnommen wurden. Im Laufe 2024 ist mit den Zulassungen der Repellents mit dem Wirkstoff Icaridin zu rechnen. Preisänderungsrisiken Hohe Energiekosten und damit einhergehende hohe Beschaffungskosten für Rohstoffe und Packmittel werden auch das Jahr 2024 belasten. Herausfordernd sind die deutlich länger gewordenen Lieferzeiten für bestimmte Rohstoffe und Packmittel-Komponenten (Aluminium-Dosen). Ausfallrisiken Die Kundenstruktur besteht weitgehend aus großen Handelsunternehmen in Deutschland (dm, Rossmann, Müller, Kaufland), so dass ein Insolvenzrisiko von Kunden als äußerst niedrig eingeschätzt wird. Die Forderungen sind zusätzlich weitgehend über die Kreditversicherung Euler Hermes versichert. Liquiditätsrisiken: Die Liquidität wird über das Finanzierungsinstrument Factoring und eine sinnvoll gestreute Struktur von Fremdkapitalgebern sichergestellt. Steigende Zinsen haben vor allem auf die kurzfristig ausgelegten Finanzierungen des Warenbestands einen hohen Einfluss. Die in 2024 erwarteten weiteren Zinssteigerungen werden zusätzlich die Kosten des Factoring erhöhen. Risiko Vertragsstrafe wegen Qualität und Lieferperformance Durch die Auditierung der Produktionen wird die Qualität der Produkte sichergestellt, und der Vergleich und die Auswahl von zuverlässigen Logistikern ermöglichen eine sehr gute Lieferperformance. Personalrisiken Durch Förderung von Weiterbildungen, einer branchen- und regionskonformen Bezahlung und der Schaffung eines guten Arbeitsklimas werden die Mitarbeiter * Innen motiviert und an das Unternehmen gebunden. Eine transparente Informationspolitik und interessante Arbeitsinhalte verhindern unnötigen Ausfall durch Krankheit und Fehler im Arbeitsablauf. 3.3 Chancenbericht 1.) Internationalisierung Die Gesellschaft verfolgt eine umfassende Strategie der Internationalisierung neben den Märkten in Europa sollen mit unserer Marke Keralock die Märkte im Nahen Osten weiter erschlossen werden. Im Rahmen der allgemeinen Entwicklung von Lifestyle-Produkten sieht die Gesellschaft hier große Chancen. Für das Sortiment der Repellents werden Zielmärkte definiert, in denen Zulassungen angestoßen werden. 2.) Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen Wir sehen den Klimawandel, höhere Temperaturen und mehr Mückenaufkommen als Chance für einen höheren Absatz von Repellents. Es gibt mehr Interesse und Bedarf an mehr Nachhaltigkeit und nachhaltigen Aerosolprodukten (z. B. Stickstoff). Der demografische Wandel, die Alterung der Gesellschaft und mehr graue Haare zum Abdecken führen zu mehr Nachfrage nach Colorationen. 3.) Unternehmensstrategische Chancen Wir fokussieren uns auf 3 Produktgruppen und steuern unser Wachstum durch Ausbau der bestehenden Produktgruppen. Wir sehen hier große Potentiale. 4.) Leistungswirtschaftliche Chancen Leistungswirtschaftliche Chancen sehen wir in der Optimierung unserer Lieferketten und unserer Lagerhaltung. Die Gesellschaft verfügt über ein leistungsfähiges Warenwirtschaftssystem mit dem Wachstumsprozesse in der Logistik sehr gut abgebildet werden können. Intakte Lieferantenbeziehungen sind ebenfalls ein Fundament unserer Wachstumsstrategie 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Risikobereitschaft der Gesellschaft ist als risikoavers einzustufen. Generell wird daher auf den Einsatz von risikobehafteten Finanzinstrumenten beziehungsweise Derivaten verzichtet. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Debitoren-Management sowie Mahnwesen. Aufgrund des eingesetzten Factorings sowie der Kundenstruktur sind die Risiken hier als überschaubar einzustufen. Fremdwährungsgeschäfte werden nicht durchgeführt.
Regensburg, 13. Juni 2024 Joachim Fetzer, Geschäftsführer Bernhard Ruf, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangOffenzulegende Fassung gem. § 327 Nr. 2 HGB 1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen 1.1 Gesellschaftsrechtliche Angaben Die JoCos GmbH , Regensburg, gilt gemäß § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Regensburg im Register B unter der Nummer 15355 eingetragen. 1.2 Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde wie im Vorjahr nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie des Gesellschaftsvertrags erstellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Entgeltlich erworbene EDV-Programme werden über eine betriebliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren, der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert über eine betriebliche Nutzungsdauer 10 Jahren abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände werden nach dem tatsächlichen Wertverzehr linear, vorgenommen. Bei beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung im Jahr des Zugangs pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennwert aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen wird Gebrauch gemacht. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Abschlusszahlungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Beilage zu diesem Anhang dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über die planmäßige Nutzungsdauer von 3 bzw. 5 Jahren abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzung basiert auf der voraussichtlichen Lebenszykluslänge der betreffenden Produkte. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 322 (Vj. T€ 366) ausgewiesen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen mit einem Betrag in Höhe von T€ 73 (Vj. T€ 70). 3.3 Ausschüttungssperre Ein Gesamtbetrag in Höhe von T€ 31,4 unterliegt der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB. Dieser Gesamtbetrag resultiert aus der Aktivierung latenter Steuern in Höhe von T€ 31,4. 3.4 Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit T€ 689 (Vj. T€ 743) enthalten, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ 603 (Vj. T€ 676) und mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren T€ 267 (Vj. T€ 340). Zum Bilanzstichtag sind Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 310 durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. 3.5 Haftungsverhältnisse/ sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht. In einer Factoring-Vereinbarung bestehen vertragliche Verpflichtungen auf unbestimmte Zeit. Der Vertrag kann jedoch mit einer Frist von drei Kalendermonaten zum Ende eines Kalenderhalbjahres ordentlich gekündigt werden. Ansonsten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im branchenüblichen Rahmen. 4. Ergänzende Angaben 4.1 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Im Jahresdurchschnitt waren entsprechend der Ermittlung nach § 267 Abs. 5 HGB im Unternehmen 11 (Vj. 10) Angestellte beschäftigt, jedoch ohne die zur Berufsausbildung Beschäftigten. 4.2 Geschäftsführung Joachim Fetzer, Chemietechniker Bernhard Ruf, Dipl.-Betriebswirt In Anlehnung an § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet. 4.3 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.
Regensburg, den 13. Juni 2024 JoCos GmbH , Regensburg Die Geschäftsführer: Joachim Fetzer Bernhard Ruf Datum der Feststellung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 17. April 2024 festgestellt.
ErgebnisverwendungsbeschlussDer ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von € 786.706,26 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Jahresüberschuss und Ergebnisvortrag ergeben zusammen einen Gewinnvortrag von € 2.137.059,58. BestätigungsvermerkFür den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der JoCos GmbH, Regensburg, mit einer Bilanzsumme von € 9.537.143,20 und einem Jahresüberschuss von € 786.706,26 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die JoCos GmbH, Regensburg: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der JoCos GmbH, Regensburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JoCos GmbH, Regensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des La geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kelheim, den 14. Juni 2024 MTG
Dr. Bernd Waffler, Wirtschaftsprüfer ppa. Michael Preißl, Wirtschaftsprüfer |
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