Drum GmbH & Co. KG

66914 Waldmohr, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Zweibrücken HRA 11380
Eingetragen
16.11.1999

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany
0 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nolte GmbH & Co. KGaA

Germersheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim

1 Grundlagen des Konzerns

Die Nolte GmbH & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft der Nolte-Gruppe. Die Nolte-Gruppe ist im Wesentlichen in den Marktsegmenten "Küchenmöbel" und "Trennwandsysteme" tätig und hat mit der Nolte GmbH & Co. KGaA als Konzernobergesellschaft ihren Hauptsitz in Germersheim/Rheinland-Pfalz.

Die Nolte-Gruppe ist an den folgenden Standorten mit eigenen Werken und Gesellschaften tätig:

- Germersheim: Nolte GmbH & Co. KGaA, Nolte SPA GmbH
- Waldmohr: Drum GmbH & Co. KG
- Löhne: Nolte Küchen GmbH & Co. KG
- Melle: Express Küchen GmbH & Co. KG

Im Ausland ist die Gruppe in folgenden Ländern mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten:

- Großbritannien: Nolte Kitchens UK Ltd., Norwich; IN-TOTO Kitchens UK Ltd.,
Norwich; The Kitchen Group Retail Co Ltd., London
- Spanien: Nolte Cocinas Iberia S.L.U., Manacor
- Vereinigte Arabische Emirate: Nolte FZE, Dubai
- China: Nolte (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai
- Singapur: Nolte Singapore Pte. Ltd., Singapur
- Schweiz: Nolte Zürich AG, Zürich

Die wichtigsten Absatzmärkte der Nolte-Gruppe sind Deutschland und der deutschsprachige Auslandsraum. Weitere große Absatzländer sind die Benelux-Staaten, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Slowenien und Spanien.

Die strategische Grundausrichtung der Gruppe besteht im Ausbau und der nachhaltigen Festigung als einer der führenden Küchenmöbelproduzenten in Deutschland und relevanten Auslandsmärkten.

Nolte Küchen und Express Küchen sind mit ihren differenzierten Produktportfolios klar positioniert und decken den Markt vom Einstiegs- bis zum gehobenen Preissegment ab.

Der Fokus von Drum liegt in der Herstellung von Systemtrennwänden, die eine nachträgliche leichte Versetzbarkeit erlauben und speziell bei Verglasungen mittels filigraner Aluminiumfassungen optische Vorzüge gegenüber herkömmlichen Trockenbauwänden haben.

In der Fertigung steht für alle Unternehmen der Gruppe - soweit wirtschaftlich vertretbar - die Beherrschung einer hohen Wertschöpfungstiefe im Fokus. Auf dieser Basis werden wettbewerbsfähige Qualitätsprodukte "Made in Germany" unter Nutzung aller sinnvollen Synergien der Unternehmen der Gruppe hergestellt.

Die Ausrichtung der Unternehmensgruppe zielt auf die Stärkung der Profitabilität im Kerngeschäft, um die unabhängige Position zu sichern. Internationalisierung, Kundenfokussierung, fortschrittliche Vermarktungsformen und optimierte Produktionsprozesse begleiten und unterstützen diese Zielsetzung.

Bei allen Nolte-Produkten spielt zudem neben Qualität, Design und Funktion auch die Verantwortung gegenüber der Umwelt eine große Rolle. Alle Unternehmen der Nolte-Gruppe sind daher sowohl FSC- als auch PEFC-zertifiziert und stehen damit für einen verantwortungsvollen Umgang mit globalen Waldressourcen. Das Qualitätsmanagement prüft und optimiert kontinuierlich die Fertigungsprozesse insbesondere auch im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit.

Die Nolte-Gruppe betreibt ihre Produktentwicklung an den Standorten in Löhne und Waldmohr. Entwicklungsschwerpunkte liegen dabei auf systematischen Produkt- und Anwendungsinnovationen über die jeweiligen Produktlinien hinweg. Ziel ist es, das Produkt- und Leistungsspektrum durch die Angebotsbreite sowie durch fortschrittliche Technologien und die Hochwertigkeit in der Ausstattung durch Funktionalität und Design zielgruppenspezifisch weiter auszubauen.

Maßgebliche Wertvorstellungen und Verhaltensregeln in Bezug auf den Umgang mit Lieferanten und Kunden sind geprägt von einem partnerschaftlichen Verständnis nach außen und einer nach innen wirkenden Führungsphilosophie, die darauf ausgerichtet ist, den Bedürfnissen eines mittelständischen Familienunternehmens nach Flexibilität und Teamorientierung zu entsprechen. Ergebnisorientiertes Handeln aller Mitarbeiter steht dabei im Mittelpunkt.

Die Leistungsfähigkeit der Nolte-Gruppe zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern auch in der Nachhaltigkeit ihres Handelns. So werden Produkte entwickelt, die Ressourcen, Umwelt und Klima schonen. Voraussetzung dafür sind leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter, in deren gute Aus- und Weiterbildung laufend investiert wird. Sinnvolle Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit sind im Selbstverständnis aller Verantwortlichen fest verankert. Die eigene Ausbildung von jungen Menschen wird als wichtiges betriebliches Element angesehen, um qualifizierte - und mit den Besonderheiten des jeweiligen Unternehmens vertraute - Mitarbeiter*innen zu gewinnen.

Wirtschaftsbericht

1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Nolte-Gruppe ist vor allem von der Anschaffungsneigung der Endverbraucher im Hinblick auf langlebige Konsumgüter abhängig, die im Wesentlichen wiederum vom verfügbaren Einkommen im jeweiligen Land und damit maßgeblich von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst wird.

Wie bereits im Vorjahr 2020 wirkten sich erfreulicherweise auch im Berichtsjahr 2021 die Folgen der Coronakrise durch den Cocooning-Effekt unerwartet positiv auf die Nachfrage nach Küchenmöbeln und damit auf den Auftragseingang und die Umsatzentwicklung bei den beiden wesentlichen Konzerngesellschaften Nolte Küchen GmbH & Co. KG sowie Express Küchen GmbH & Co. KG aus. Allerdings mussten sich die beiden Unternehmen - ähnlich wie der Gesamtmarkt - vor allem in der zweiten Jahreshälfte den Herausforderungen durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten und die deutlich gestiegenen Rohstoff- und Frachtkosten stellen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Auch im Geschäftsjahr 2021 hat die Covid-19-Pandemie die ökonomischen Aktivitäten in vielen Bereichen immer noch spürbar beeinflusst. Allerdings sind die wirtschaftlichen Auswirkungen sehr unterschiedlich; vor allem in den Ländern mit einer hohen Impfquote werden inzwischen auch höhere Inzidenzen toleriert 1 , ohne dass Eindämmungsmaßnahmen ergriffen werden, die die Konjunktur bekanntlich stark dämpfen. Im Sommer führte ein verstärktes Infektionsgeschehen in vielen asiatischen Ländern zu deutlichen Rückgängen der Konjunktur, während die Auswirkungen auf die Produktion in den Vereinigten Staaten und in Europa zumeist gering waren.

Neben den Belastungen durch die Pandemie haben auch anhaltende Lieferengpässe, massive Preissteigerungen bei vielen Vorprodukten und bei Logistikdienstleistungen in Verbindung mit einer deutlichen Verteuerung der Energiekosten die wirtschaftliche Belebung in der zweiten Jahreshälfte deutlich getrübt. Die Erholung der Weltwirtschaft vom coronabedingten Einbruch ist inzwischen stockend und ungleichmäßig. Die Weltproduktion stieg im Verlauf des Jahres 2021 zwar weiter deutlich, doch die Dynamik war insgesamt nur noch moderat. Aktuell erwartet die Bundesregierung für 2021 aber immer noch ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,8 Prozent. 2

Branchenüberblick

Im Rahmen des gesamtwirtschaftlichen Konjunkturzyklus ist die Möbelkonjunktur in der Regel nachlaufend, weil die Käufe der privaten Haushalte stark von der tatsächlichen Einkommenshöhe sowie den Einkommenserwartungen und der Lage auf den Arbeitsmärkten abhängen. In konjunkturell instabilen Zeiten können gerade bei Möbeln gewisse Anschaffungskäufe aus Vorsichtsgründen leicht in die Zukunft verschoben werden; später ergibt sich dann ein stärker auftretender Nachholbedarf. Die Branche erzeugt damit auch selbst zyklische Impulse. Darüber hinaus ist insbesondere die Nachfrage nach Einbauküchen zu einem nicht unwesentlichen Teil abhängig von der Neubautätigkeit im privaten Wohnungsbau.

Wie viele andere Konsumgüterbranchen ist die Möbelindustrie - mit Ausnahme des Küchenbereiches - auch davon betroffen, dass vor allem im Bereich der unteren Preisgruppen (Marktsegment der Discounter, Mitnahmemöbel und zerlegte Möbel) Importe aus dem Ausland zunehmen. Dabei handelt es sich zum einen um Direkteinkäufe des deutschen Einzelhandels bei ausländischen Unternehmen und zum anderen um Einfuhren deutscher Unternehmen aus eigenen Produktionsstätten in Niedriglohnländern. Verdrängungswettbewerb und der dadurch ausgelöste Preisdruck kennzeichnen den deutschen Markt für Möbelhersteller deshalb seit Jahren. Die größten Importvolumina stammen aus China und aus Niedriglohnländern mit eigener Tradition in der Möbelproduktion wie Polen und Tschechien. Im Bereich von Küchenmöbeln liegt die Importquote seit vielen Jahren unter der Marke von 3 Prozent und bewegt sich damit aus Sicht der deutschen Hersteller auf einem absolut überschaubaren Niveau.

Die anhaltende Corona-Pandemie hat auch in 2021 dazu geführt, dass sich insbesondere die Nachfrage nach Küchenmöbeln im Inland mit einem Zuwachs von ca. 2,1 Prozent zumindest robust gezeigt hat, während die im Ausland erzielten Umsätze deutlich (plus 18,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnten. Insgesamt erreicht die Küchenmöbelindustrie damit ein Wachstum von rd. 8,7 Prozent. Die eigenen vier Wände werden in unruhigen Zeiten offenbar als sicherer Rückzugsort mehr geschätzt denn je und die Verbraucher schichten ihre Ausgaben zugunsten von Möbeln und zulasten von Urlauben und anderen Freizeitaktivitäten um. 3

1 Vgl. Kieler Konjunkturberichte Nr. 85
2 Vgl. BMWK, Artikel Industriekonjunktur stabilisiert sich zunehmend, Dienstleistungen weiterhin von Pandemie-Maßnahmen geprägt (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html)
3 Vgl. Statistisches Bundesamt, VdDK; Monatsbericht nach Fachzweigen BRD 2. Halbjahr 2021

Im Gegensatz zum Vorjahr entwickelten sich die einzelnen Möbelsegmente - mit Ausnahme der sonstigen Möbel - alle positiv, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Zuwachsraten, so dass für die Möbelindustrie per Ende November 2021 insgesamt ein Plus von 2,1 Prozent (VJ: minus 5,7 Prozent) ausgewiesen werden kann. In allen Segmenten waren die Umsatzzuwächse aus dem Ausland signifikant höher als im Inland. Die Polstermöbelindustrie konnte die Umsätze im Ausland sogar um 27,5 Prozent steigern, im Inland erzielte sie einen Zuwachs von 6,3 Prozent und kann damit ein Gesamtwachstum von 13,1 Prozent (VJ: minus 1,2 Prozent) vorweisen. Für das Segment der Büromöbel errechnet sich ein Zuwachs von 3,9 Prozent, während im Vorjahr ein Einbruch von minus 12,4 Prozent verkraftet werden musste. 4

Aufgrund fehlender statistischer Angaben zur Entwicklung im Dezember kann momentan noch keine Aussage für das Gesamtjahr getroffen werden. Da sich die konjunkturelle Entwicklung im Möbelhandel zum Jahresende 2021 aber überraschend stabil zeigt, darf man davon ausgehen, dass es der Möbelindustrie gelingt, das per Ende November bestehende Plus zum Jahresende noch etwas verbessern zu können.

Nachdem die Hersteller von Küchenmöbeln in 2020 ein Wachstum von immerhin mehr als 8,5 Prozent erzielen konnten, zeigt das Umsatzwachstum 2021 in Höhe von rd. 8,7 Prozent, dass sich die Küchenmöbelindustrie offenkundig im zweiten Jahr in Folge zu den Gewinnern der Coronakrise zählen darf. Bezeichnend ist der sehr unterschiedliche Verlauf in den einzelnen Quartalen des Geschäftsjahres: Während die Branche im ersten Quartal einen Auftragsrückgang von 7,8 Prozent verkraften musste, konnte das 2. Quartal mit einem Zugewinn von rd. 30,8 Prozent abgeschlossen und damit das Minus des 1. Quartals mehr als ausgeglichen werden. Auch wenn die Zuwachsraten in der zweiten Jahreshälfte mit einem leichten Minus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich moderater ausfielen als in der 1. Jahreshälfte, so muss berücksichtigt werden, dass in den Vergleichsperioden des Vorjahres Zuwächse von 18 bis 21 Prozent erreicht wurden und das Vergleichsniveau damit sehr hoch war. 5

Prägend für die positive Entwicklung der Auftragseingänge waren im gesamten Jahresverlauf die Erfolge auf den Exportmärkten, wo die Branche ein kumuliertes Plus von rd. 15,5 Prozent erzielen konnte. Die Exportquote als Anteil am Gesamtumsatz wird aufgrund dieser sehr positiven Entwicklungen voraussichtlich einen Wert von rd. 43,8 Prozent erreichen und konnte damit noch einmal deutlich gegenüber dem Vorjahr (VJ: 40,3 Prozent) verbessert werden. 6

1.2 Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung der Nolte-Gruppe

Die Nolte-Gruppe konnte in 2021 einen konsolidierten Umsatz von 508,4 Mio. EUR (VJ: 531,6 Mio. Euro) erzielen. Verglichen mit dem Umsatz des Vorjahres entspricht dies einem Rückgang von ca. 4,4 Prozent, dessen Ursache ausschließlich auf das Ausscheiden der Möbelgesellschaften zurückzuführen ist, deren Umsätze bis zum Zeitpunkt der wirtschaftlichen Ausgliederung (30. Juni 2020) in den Konzernumsätzen enthalten sind.

4 Vgl. HDH; Holz-, Kunststoff- und Möbelindustrie - Wirtschaftliche Auswertung 02/2022
5 Vgl. VdDK
6 Vgl. Statistisches Bundesamt, HDH

Die Umsatzentwicklung der verbliebenen Konzerngesellschaften liegt trotz anhaltender Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie im Rahmen der im Vorjahr prognostizierten Umsatzentwicklung (Anstieg um 2 bis 5 Prozent). Der Anteil des Auslandsumsatzes ist mit 32,2 Prozent (Vorjahr: 29,4 Prozent) gestiegen. Vor dem Hintergrund der teils schwierigen ökonomischen Lage einiger wichtiger Auslandsmärkte ist das erreichte Exportvolumen im Vergleich zum Vorjahr durchaus zufriedenstellend. Die erwartete Umsatzsteigerung im Ausland konnte sogar noch übertroffen werden, was jedoch durch unter Plan liegende Inlandsumsätze teilweise kompensiert wurde. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Inlandsumsätze um 8,3 Prozent, wobei auch hier zu berücksichtigen ist, dass in den Vergleichszahlen des Vorjahres die Umsätze der Möbelgesellschaften für die ersten sechs Monate enthalten sind.

konsolidierte Umsatzerlöse 2021 2020
Mio. EUR % Mio. EUR %
Inland 344,8 67,8 375,4 70,6
Ausland 163,6 32,2 156,2 29,4
Nolte-Gruppe 508,4 100,0 531,6 100,0

Die Entwicklung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften im Einzelnen:

Die Nolte Küchen GmbH & Co. KG, als umsatzstärkste Gesellschaft in der Nolte-Gruppe, verzeichnete mit Beendigung des Geschäftsjahres 2021 eine der Marktentwicklung entsprechende Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr, die im Inland - vor allem aber auch auf den Auslandsmärkten - generiert werden konnte. An den Standorten in Löhne und Melle wurden zum Jahresende 1.374 Mitarbeiter (VJ: 1.300) beschäftigt.

Die Express Küchen GmbH & Co. KG konnte ihren Außenumsatz ebenfalls deutlich steigern. Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Mitarbeiter 311 Personen (VJ: 280).

Die Drum GmbH & Co. KG konnte trotz eines guten Auftragseingangs den Umsatz nicht ausbauen, sondern musste einen deutlichen Rückgang verkraften. Ursächlich wirkten hier die Vielzahl nicht termingerecht fertiggestellter Baustellen, die die Montage der in Auftrag gegebenen Trennwände erheblich verzögerten. Bei Drum wurden zum Jahresende 71 Personen (VJ: 74) beschäftigt.

Die Nolte SPA GmbH vertreibt die von Nolte Küchen produzierten Badmöbel. Die Gesellschaft nahm im Geschäftsjahr 2020 erstmalig ihre operative Geschäftstätigkeit auf, konnte im Berichtsjahr die gesteckten Umsatzziele coronabedingt aber leider nicht erreichen. Die Nolte SPA beschäftigte zum Jahresende keine Mitarbeiter.

Die Nolte GmbH & Co. KGaA erbringt Dienstleistungen und Geschäftsbesorgungen für Unternehmen der Nolte-Gruppe. Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2021 einen niedrigeren Umsatz als im Vorjahr. Zum Bilanzstichtag wurden 12 Personen (VJ: 15) beschäftigt.

Sozial- und Personalbereich

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten zum Bilanzstichtag um 99 auf 1.768 Mitarbeiter.

Mitarbeiter 31.12.2021 31.12.2020
Lohnempfänger 1.002 944
Gehaltsempfänger 716 674
Auszubildende 50 51
Nolte-Gruppe 1.768 1.669

1.3 Lage der Gesellschaft

1.3.1 Ertragslage

Die wesentlichen Kennzahlen der Nolte-Gruppe zeigen im Vergleich zum Vorjahr folgende Entwicklung:

Kennzahlen 2021 2020
Materialintensität 52,6 % 52,4 %
Personalintensität 20,2 % 20,9 %

Das EBITDA laut Gewinn- und Verlustrechnung vor außergewöhnlichen Ereignissen beträgt 54,4 Mio. EUR und liegt damit leicht unter dem Vergleichswert (56,8 Mio. EUR) des Vorjahres, allerdings mit rd. 4,8 Mio. Euro über dem im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2021 prognostizierten Wert von rd. 49,6 Mio. Euro. Nicht unerheblich belastet wurde das EBITDA vor allem durch in der zweiten Jahreshälfte 2021 deutlich gestiegene Material- und Frachtkosten.

Zum Jahresende beträgt der konsolidierte Jahresüberschuss rd. 15,9 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein auf die Entkonsolidierung der Möbelgesellschaften zurückzuführender Verlust in Höhe von 7,1 Mio. EUR ausgewiesen werden musste.

1.3.2 Finanzlage

Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Nolte-Gruppe beträgt 39,1 Prozent (Vorjahr: 33,7 Prozent) und liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau.

1.3.2.1 Finanzierung

Die Finanzierungsfunktion wird durch das bei der Nolte GmbH & Co. KGaA angesiedelte zentrale Group Treasury uneingeschränkt gewährleistet. Basis dafür ist der im Juni 2021 in ausreichender Höhe abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren.

1.3.2.2 Investitionen

Die Investitionen der Nolte-Gruppe im Geschäftsjahr 2021 in das Anlagevermögen beliefen sich auf insgesamt 33,3 Mio. EUR (VJ: 45,5 Mio. Euro). Der größte Anteil an den Investitionen entfiel mit rd. 98 Prozent des Gesamtvolumens auf den Bereich Küchen. Vorwiegend wurde hier in technische Anlagen und Maschinen zur Optimierung der Produktionsabläufe investiert.

1.3.2.3 Liquidität

Die zentrale Liquiditätssteuerung der Gruppe erfolgt durch das Group Treasury in der Nolte GmbH & Co. KGaA. Unter dem neuen Konsortialkredit vom 21. Juni 2021 valutierte zum Bilanzstichtag die Tranche A mit 50,0 Mio. EUR, Tranche B mit 0,8 Mio. EUR und die Tranche C mit 7,9 Mio. EUR. Für Avale wurden 3,5 Mio. EUR in Anspruch genommen. Insgesamt wurden lediglich 62,2 Mio. EUR der bestehenden Kreditlinien beansprucht.

Die Nolte GmbH & Co. KGaA verfügte damit zum Bilanzstichtag über ausreichende Liquidität, um alle aktuellen und zukünftigen Finanzierungsverpflichtungen sowie die geplanten Investitionen der kommenden Jahre realisieren zu können.

Sämtliche in Finanzierungsverträgen vereinbarten Financial Covenants wurden im Geschäftsjahr eingehalten.

1.3.3 Vermögenslage

Die Bilanz der Nolte-Gruppe weist zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zum Vorjahr folgende Struktur auf:

Bilanzpositionen in Prozent der Bilanzsumme 31.12.2021 31.12.2020
Anlagevermögen 66,4 % 65,6 %
Vorräte 11,5 % 9,6 %
Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände (inkl. ARAP) 20,4 % 20,3 %
Liquide Mittel 0,4 % 3,5 %
Latente Steuern 1,3 % 1,0 %
Aktiva 100,0 % 100,0 %
Eigenkapital 39,1 % 33,7 %
Langfristiges Fremdkapital 0,4 % 1,0 %
Mittelfristiges Fremdkapital (ohne Latente Steuern) 22,5 % 27,5 %
Kurzfristiges Fremdkapital (inkl. PRAP) 38,0 % 37,8 %
Passiva 100,0 % 100,0 %

Das Anlagevermögen der Nolte-Gruppe stieg um 7,1 Mio. EUR auf 163,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr.

Das Eigenkapital beträgt 96,5 Mio. EUR (VJ: 80,6 Mio. Euro) und ist damit die Basis für eine belastbare Unternehmensstruktur. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Mio. Euro (VJ: minus 23,7 Mio. EUR) auf 246,6 Mio. EUR.

1.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das um außergewöhnliche Ereignisse bereinigte EBITDA des Geschäftsjahres 2021 beträgt 54,4 Mio. EUR (Vorjahr: 56,8 Mio. EUR). Das Working Capital der Nolte-Gruppe (Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) liegt am Bilanzstichtag mit 13,9 Mio. EUR um 1,9 Mio. EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Finanzielle Unabhängigkeit, solide Eigenkapitalausstattung, stringentes Kostenmanagement, kurze Reaktionszeit auf sich ändernde Marktgegebenheiten sowie das frühzeitige Erkennen von Trends werden bei höherer Marktkonzentration weiter an Bedeutung gewinnen. Wesentliche Aufgabe wird die Koordinierung und Umsetzung der gemeinsam mit den Tochtergesellschaften der Nolte GmbH & Co. KGaA vereinbarten Strategien und Ziele sowie deren Unterstützung bei der Bewältigung der Anforderungen auf den Beschaffungs-, Absatz-, Finanz- und Kapitalmärkten sein.

2 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

2.1 Prognosebericht

Prognosebericht

Zum Erstellungszeitpunkt der Unternehmensplanung 2022 (Dezember 2021) wurden für die Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Wesentlichen die Überlegungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft vom Dezember 2021 übernommen. Die Kieler Konjunkturexperten gingen seinerzeit davon aus, dass ab dem Frühjahr 2022 der Erholungsprozess der Wirtschaft wieder deutlich Tritt fasst, die ökonomischen Folgen der Pandemie zwar weiterhin empfindlich seien, aber von Welle zu Welle abnehmen würden und der Erholungsprozess mit abflauender Pandemie weiter vorankäme. Die - neben der Pandemie - den Konjunkturverlauf prägenden Lieferengpässe würden sich nach Meinung der Wirtschaftsforscher erst im Verlauf des Jahres 2022 nach und nach auflösen. Für das Gesamtjahr 2022 wurde eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes von 4,0 Prozent gesehen. 7

Während sich in den beiden zurückliegenden und von der Pandemie geprägten Geschäftsjahren die Küchenmöbelindustrie als einer der Gewinner der Covid-19-Krise bezeichnen durfte, kann zum aktuellen Zeitpunkt niemand mehr voraussagen, ob der Cocooning-Effekt, der diese Entwicklung aktuell gestützt hat, in 2022 anhalten und sich die Nachfrage nach Möbeln - und insbesondere nach Küchen - in 2022 ähnlich wie in den Vorjahren positiv fortsetzen wird. Vieles - wie etwa die günstigen ökonomischen Rahmenbedingungen, die weiterhin boomende Neubautätigkeit und die aufgestaute Kaufkraft der privaten Haushalte - spricht zwar dafür. Sollte es in der zweiten Jahreshälfte 2022 allerdings zu einer Wiederbelebung des Tourismus kommen, muss damit gerechnet werden, dass die Nachfrage nach Möbeln darunter leiden könnte. Zudem dürfen die Auswirkungen der aktuellen politischen Rahmenbedingungen durch den Angriff Russlands auf die Ukraine sowie die dadurch ausgelöste drastische Erhöhung der Energiekosten auf die Entwicklung der Kaufkraft und die Anschaffungsneigung für langfristige Konsumgüter nicht unterschätzt werden. Die Kieler Konjunkturexperten rechnen in ihrer aktuellen Beurteilung daher nun mit einem Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent anstatt wie bisher mit 4 Prozent und tragen damit der Ausstrahlungswirkung des Ukraine-Konflikts auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Rechnung. 8

Vor diesem Hintergrund geht die vorliegende Unternehmensplanung davon aus, dass es in 2022 im Vergleich zur Entwicklung in 2021 - aufgrund der Covid-19-Pandemie - keine wesentlichen Wachstumsimpulse geben wird, andererseits aber auch kein Anlass besteht, massive Umsatzeinbrüche zu antizipieren. Eine mögliche Verunsicherung weiter Verbraucherschichten durch die weitere Entwicklung in der Ukraine ist in der vorliegenden Planung noch nicht berücksichtigt. Für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 wurde - vor dem Hintergrund einer sich erholenden wirtschaftlichen Gesamtlage und der Rückkehr zur "Normalität" - wieder mit Umsatzzuwächsen in der Größenordnung zwischen 4 und 5 Prozent gerechnet, die sowohl von einem Mengenwachstum von 2 bis 3 Prozent wie auch einer Preisdurchsetzung von ca. 2 Prozent getragen werden.

Da die aktuelle Gesamtlage der Wirtschaft viele Fragen aufwirft, die die realistische Einschätzung der zukünftigen Entwicklung erschweren, bietet die aktuelle Bewertung des Kieler Instituts nach wie vor eine gewisse Basis für die eigenen Planungsüberlegungen. Als Ergebnis der vorstehenden Überlegungen lässt sich damit festhalten, dass einerseits die Annahme einer dynamischen Entwicklung des Marktes für höherwertige Einbauküchen aufgrund der vielen Unwägbarkeiten kaum zu rechtfertigen sein dürfte, andererseits aber durchaus reale Wachstumschancen - vor allem auch auf den Auslandsmärkten - bestehen.

7 Vgl. Kieler Konjunkturberichte, Nr. 85
8 Vgl. Kieler Konjunkturberichte, Nr. 85

Planung für das Geschäftsjahr 2022

Aus diesen Überlegungen heraus wurde die Planung für das Geschäftsjahr 2022 unter der Prämisse erstellt, dass es im Vergleich zur Entwicklung in 2021 keine nennenswerten Wachstumsimpulse geben wird, auch wenn der Wohnungsbau boomt und sich die Wirtschaft zunehmend erholt. Wesentlicher Wachstumstreiber für die Umsatzentwicklung wird im kommenden Jahr allerdings die Ende 2021 zu den Handelspartnern hin umgesetzte Preiserhöhung sein, die als Kompensation für die massiv gestiegenen Rohstoffkosten und Logistikaufwendungen zwingend erforderlich war. Der erzielbare Umsatz in 2022 bei den aktuell in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird um ca. 7 bis 8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres liegen. Das erwartete EBITDA wird in etwa dem Wert des Vorjahres entsprechen.

Aktuelle Entwicklung

Der Geschäftsverlauf der ersten zwei Monate des Jahres 2022 bestätigt die in der o. g. Planung dargestellte Geschäftsentwicklung. Das voraussichtliche Quartalsergebnis per 31.03.2022 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Planniveau liegen. Die Auftragseingänge liegen aktuell immer noch über den geplanten Werten und rechtfertigen die Annahme, dass auch die Entwicklung im zweiten Quartal den getroffenen Annahmen entsprechen wird.

2.2 Risikobericht

Die folgenden wesentlichen Risiken wurden im Rahmen der Risikoberichterstattung identifiziert:

Finanzmarktrisiken

Aufgrund der internationalen Aktivitäten ist die Nolte-Gruppe verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse und der Zinssätze. Ziel der Risikosicherung ist es, bestehende Unwägbarkeiten bei Währungen und Zinsen zu begrenzen bzw. ihnen entgegenzuwirken.

Die Basis des Risikomanagements bildet die implementierte Finanzrichtlinie. Das in der Berichtsgesellschaft etablierte Group Treasury, welches zentral die zinsreagiblen Sicherungen für die Nolte-Gruppe abschließt und durch interne Transaktionen weiterreicht, agiert hierbei mit Handelspartnern aus einem definierten Kreis von Banken im Rahmen der abgeschlossenen Kreditvereinbarung.

Das Fremdwährungsmanagement für die Nolte-Gruppe erfolgt ebenso zentral durch das Group Treasury. Alle definierten Vorgaben organisatorischer Art, insbesondere die Einhaltung bestehender interner Finanzierungslimits, werden regelmäßig überwacht und auf deren Einhaltung geachtet. Funktionstrennungen der Treasury-Bereiche sind - soweit die personellen Voraussetzungen dies erlauben - mit Hilfe eines Treasury-Management-Systems umgesetzt worden.

Strategische und operative Risiken

Wesentliche Chancen und Risiken für die kommenden Geschäftsjahre liegen in der Entwicklung der Märkte sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der Vertriebsseite.

Bei der Einschätzung des Marktrisikos spielen konjunkturelle Entwicklungen ebenso eine Rolle wie die Akzeptanz der Produkte beim Kunden und die stetigen Veränderungen der Händlerstrukturen. Um den hiermit verbundenen Risiken zu begegnen, wird einerseits eine permanente Weiterentwicklung des Produktportfolios betrieben, andererseits werden konjunkturelle und kundenbezogene Risiken durch Diversifizierung ausgeglichen. Dabei ist zu beachten, dass auch einem weiteren Verfall der Konditionen entgegengewirkt werden muss, um insbesondere die finanziellen Risiken beim Wechsel der Verbandszugehörigkeit von Großkunden zu begrenzen. So wird z. B. der Abhängigkeit vom Inlandsabsatz durch das kontinuierliche Weiterentwickeln des Auslandsgeschäftes mit dem Ziel, den Exportanteil auszubauen, entgegengewirkt. Unabhängig hiervon nimmt der Preisdruck aufgrund des kompetitiven Marktes in Deutschland weiter zu. Dies wird neben dem sich derzeit abzeichnenden Preisrisiko bei Rohmaterialien und Energiekosten hohen Druck auf die Rohertragsmargen der Beteiligungsunternehmen auslösen. Dem kann einerseits nur mit permanenter Optimierung von Prozessen, Strukturen und damit auch der gesamten Herstellkosten begegnet werden. Andererseits sind auch neue Angebote und Dienstleistungen zu entwickeln, die unseren Partnern einen Mehrwert bieten.

Allgemeinen Produktionsrisiken wird durch gründliche Wartungen, Instandhaltungsmaßnahmen und Modernisierungen des bestehenden Maschinenparks entgegengewirkt, Produktionsausfallrisiken werden außerdem durch Betriebsunterbrechungsversicherungen abgesichert. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2021 diverse, mit Risiko-Experten des Versicherers HDI im Jahr zuvor erarbeitete Maßnahmen umgesetzt, um den Folgen eines Ausfalls von Lieferanten für Serienteile entgegenzuwirken.

Bestehenden Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Warenkreditversicherung begegnet. Hierbei werden von den Versicherern Kreditrahmen für Kunden gewährt und deren Einhaltung im Rahmen des Debitorenmanagements überwacht. Darüber hinaus bestehen mit einigen inländischen Einkaufsverbänden Delkrederevereinbarungen und Absicherungen durch Bankbürgschaften.

Beschaffungsrisiken hinsichtlich Qualität, Liefertreue und Kosten bei Rohstoffen und Waren sowie bei der Inanspruchnahme von Leistungen wird durch eine kontinuierliche Beobachtung der entsprechenden Märkte begegnet, ebenso wie durch eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten, sowie langfristig ausgerichtete Rahmenvereinbarungen. Prozessbegleitende Kontrollen begrenzen Arbeitssicherheits-, Umwelt- und Unterbrechungsrisiken bei Produktions- und Logistikaktivitäten. Weiterhin gehört es zu den permanenten Aufgaben der Einkaufsabteilungen, durch intensive Marktbeobachtung und die aktive Betreuung wesentlicher Lieferanten und deren laufender Überprüfung optimale und sichere Beschaffungswege zu gestalten.

Gerichts-, Schieds- und Patentverfahren oder Schadensersatzforderungen, die Rechtsrisiken darstellen und einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Nolte-Gruppe haben könnten, sind nicht anhängig.

Mit dem zunehmend intensiveren IT-Einsatz in nahezu allen Bereichen der Unternehmen sind die informationstechnischen Risiken deutlich gestiegen. Der Ausfall von IT-Systemen, Rechnern, Servern oder Netzwerken kann erhebliche negative Folgen für die Beschaffungs-, Fertigungs- und Absatzprozesse nach sich ziehen. Zudem müssen Hard- und Software gegen externe Zugriffe geschützt werden. Die Informationstechnologie nimmt daher einen besonders hohen Stellenwert in der Unternehmensgruppe ein: Gespiegelte Hardware für zeitkritische Anwendungen, redundante Netzwerkkomponenten und eine moderne Infrastruktur garantieren die höchstmögliche Systemverfügbarkeit sowie höchste Sicherheit für alle Datenbestände. Mit der Ernennung eines Datensicherheitsbeauftragten wurden weitere organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen. Zudem wurden mit externer Beratung Sicherheitskonzepte entwickelt, die regelmäßig aktualisiert werden.

Wesentliche Veränderungen der Risikopotentiale und bedeutender risikobehafteter Vorgänge sowie insbesondere der Chancen auf den Absatzmärkten der Beteiligungsgesellschaften werden im monatlichen Reporting der Muttergesellschaft Nolte GmbH & Co. KGaA den Aufsichtsgremien mitgeteilt. Das Reporting beinhaltet Geschäftsbericht, Bilanz, GuV, Finanzplan und die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen.

Besondere Chancen und Risiken in den kommenden Geschäftsjahren liegen in der Umsetzung der von der Nolte GmbH & Co. KGaA initiierten Projekte zur Verbesserung der Prozesse und Abläufe innerhalb der gesamten Nolte-Gruppe und der Hebung entsprechender Synergiepotentiale.

Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken sind weder im Berichtszeitraum noch für die überschaubare Zukunft erkennbar.

Relevanz der Corona-Krise

Die Relevanz der gegenwärtigen Corona-Krise für die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe ist offenkundig. Wirtschaftliche Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sieht die Geschäftsleitung darin jedoch nicht. Sie geht vielmehr davon aus, dass nach Beendigung der Krise in den Einzelgesellschaften des Konzerns das bisherige Geschäftsvolumen wieder erreicht werden wird.

Relevanz der Folgen der Ukraine-Krise

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind anhand der deutlich gestiegenen Energiekosten bereits jetzt deutlich spürbar und belasten die Beschaffungskosten zahlreicher Vorprodukte sowie die Entwicklung der Frachtkosten massiv. Zur Abfederung für die daraus resultierende Ergebnisauswirkung wird davon ausgegangen, dass es gelingt, entsprechende Anhebungen der Verkaufspreise an den Markt weitergeben zu können.

2.3 Chancenbericht

Auch in den kommenden Jahren werden Wachstumschancen vor allem im Segment der Küchenmöbel gesehen. Grund dafür sind die guten Prognosen im Hinblick auf die Entwicklung der Nachfrage im Allgemeinen und die Entwicklung der Wohnungsbautätigkeit im Besonderen. Die Indikatoren für den Wohnungsbau sind weiterhin günstig: Die Zahl der Erwerbstätigen steigt kontinuierlich an, das verfügbare Realeinkommen nimmt ebenso stetig zu und die Konditionen für Immobilienkredite sind anhaltend lukrativ. Für den Küchenmarkt gelten neu bezogene bzw. gebaute Wohnungen als relevante Indikatoren, da hierfür in der Regel neue Küchen angeschafft werden. Stabilisierend wird sich auch der Beschluss der Bundesregierung auswirken, in den nächsten Jahren jeweils 400.000 neue Wohnungen zu bauen.

Der Möbelmarkt außerhalb der EU wird für die Branche immer wichtiger. Mit einem stetig wachsenden Marktvolumen und einem jährlichen Anstieg der deutschen Ausfuhren ist dies ein wichtiges Wachstumsfeld für die deutsche Möbelindustrie. Das Motto "Made in Germany" hat nach wie vor weltweit, wegen seiner ausgezeichneten Qualität, einen sehr guten Ruf. Durch die von Nolte Küchen und Express Küchen bereits initiierte Wachstumsstrategie und entsprechende Investitionen in Musterküchen und Personal sollten sich in wichtigen Auslandsmärkten zusätzliche Umsätze erzielen lassen.

Insgesamt wirken auf die Nolte-Gruppe verschiedene Faktoren mit unterschiedlichen Chancen und Risiken ein. Die wichtigsten Chancen und Risiken werden permanent beobachtet und ihre Auswirkungen auf die Nolte-Gruppe und deren Gesellschaften systematisch mit dem Ziel analysiert, Chancen zu nutzen und Risiken weitgehend zu begrenzen. Dadurch ist der Konzern in der Lage, wesentliche Gefährdungen für die Gruppenunternehmen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

3 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das monatliche Reporting der Beteiligungsgesellschaften und mögliche Risiken werden regelmäßig durch die Nolte GmbH & Co. KGaA analysiert und gegebenenfalls in Abstimmung mit den Aufsichtsgremien und den Beteiligungsgesellschaften notwendige Maßnahmen eingeleitet. Durch dieses aktive Risikomanagement und Risikocontrolling und die ständige Weiterentwicklung der hierfür eingesetzten Instrumente kann die Nolte GmbH & Co. KGaA sowohl eigene Chancen und Risikopotentiale als auch Chancen und Risikopotentiale bei den operativen Beteiligungsgesellschaften frühzeitig erkennen und möglichen tiefgreifenden Gefährdungen für das Berichtsunternehmen rechtzeitig entgegensteuern.

Für Sicherungszwecke setzt die Nolte-Gruppe derivative Finanzinstrumente ein. Für die wirtschaftlich miteinander verbundenen Grund- und Sicherungsgeschäfte wurden Bewertungseinheiten gebildet.

Bei den Bewertungseinheiten handelt es sich um sogenannte "Micro-Hedges", bei denen dem Sicherungsgeschäft in Form von Zins- bzw. Devisen-Termin- und Optionsgeschäften eine eindeutige risikokompensierende Sicherungswirkung zukommt, da die Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft sich hinsichtlich Betrag, Währung und Laufzeit entsprechen (Critical-Terms-Match-Methode).

Von Bedeutung sind das Zins- und in geringer Form das Währungsrisiko. Zinspositionen werden im Rahmen der vorgegebenen Zinsrisikorichtlinie mit Hilfe von Swaps und Caps abgesichert (siehe auch Anhang: "Sonstige Angaben" und "Derivative Finanzinstrumente").

Sowohl die bestehenden mittelfristigen Darlehen sind unverändert über Payer Swaps zinsgesichert wie auch anteilig weitere Kreditinanspruchnahmen und damit im Wesentlichen die Ziehungen unter der Tranche B des Konsortialkredits.

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos bei bestehenden Darlehensverpflichtungen wurden Forward Payer Swaps mit einem Nominalvolumen von 27.500 T-EUR und verschiedenen Laufzeiten von 2018 bis 2029 abgeschlossen. In 2021 wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft in Form einer Höchstsatzvereinbarung ("Cap") mit einem Nominalbetrag von 20.000 T-EUR und einer Laufzeit bis 2026 abgeschlossen. Die Zinssicherungsgeschäfte sind in Bewertungseinheiten einbezogen. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsgeschäfte betragen -1.454 T-EUR.

Ein Sicherungszusammenhang ist gegeben, da die wesentlichen Parameter der Zinssicherungsgeschäfte und der Darlehensverpflichtungen (Laufzeit, Zinssatz) übereinstimmen.

4 Bericht über Zweigniederlassungen

In der spanischen Tochtergesellschaft werden die Umsätze und Aktivitäten auf den iberischen Inseln gebündelt. Die Geschäftsentwicklung ist seit nunmehr fünf Jahren stabil.

Größte und bedeutendste ausländische Niederlassung ist die Einheit Nolte FZE mit Sitz in Dubai. Diese Gesellschaft ist die Basis für die stetige Ausweitung von Umsätzen und Ergebnisbeiträgen in der Region Middle East und den angrenzenden Ländern. Sowohl das Projektgeschäft mit Bauträgern als auch die Umsätze mit stationären Händlern bilden die Basis des Geschäftes.

Die Gesellschaften in China und Singapur sind die gesellschaftsrechtliche Basis für eine zukünftige Expansion in den (süd-) ostasiatischen Absatzmärkten.

An der in 2020 gegründeten Nolte Zürich AG ist die Nolte FZE mit 51 Prozent beteiligt. Die Gesellschaft betreibt einen Showroom für Küchen in Zürich.

Im März 2021 gründete die Gesellschaft Nolte Küchen GmbH & Co. KG die Gesellschaft Nolte Kitchens UK Ltd. mit Sitz in Norwich, Großbritannien. Diese Gesellschaft hält die Anteile an der ebenfalls im Frühjahr 2021 gegründeten Gesellschaft IN-TOTO Kitchens UK Ltd., Norwich, Großbritannien, sowie an der im Dezember 2021 gekauften Gesellschaft The Kitchen Group Retail Co Ltd., London, Großbritannien.

5 Bericht über den Frauenanteil in Aufsichts- und Führungsgremien

Der Frauenanteil in den Aufsichts- und Führungsgremien ist dem Unternehmen ein hohes Anliegen. Die aktuelle Quote im Aufsichtsrat beträgt 25 Prozent und wird in kommenden Jahren mindestens konstant gehalten.

Auf der ersten und zweiten Führungsebene liegt der Frauenanteil bereits bei 33 Prozent. Die Mindestgröße von 30 Prozent wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren eingehalten und fortwährend überprüft.

 

Germersheim, den 1. April 2022

Konzernbilanz auf den 31. Dezember 2021

der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim

AKTIVA:

Zum Vergleich 31.12.2020
EUR EUR EUR T-EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.601.003,48 3.080
2. Geleistete Anzahlungen 6.095.974,29 4.450
8.696.977,77 7.530
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.495.053,20 68.886
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.329.679,91 39.631
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.057.966,08 5.717
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.285.510,54 26.982
147.168.209,73 141.216
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.233.154,60 477
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 814.314,63 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 305.414,49 1.008
4. Beteiligungen 0,00 450
5. Sonstige Ausleihungen 4.532.550,00 6.008
7.885.433,72 7.943
163.750.621,22 156.689
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.971.017,74 20.465
2. Unfertige Erzeugnisse 2.045.249,89 1.709
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.290.688,96 904
28.306.956,59 23.078
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.998.609,76 33.770
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.304.998,47 7.096
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 379.567,88 326
4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.247.188,58 6.127
47.930.364,69 47.319
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.104.010,60 8.223
77.341.331,88 78.620
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.374.467,90 1.348
D. Aktive latente Steuern 3.136.233,46 2.497
246.602.654,46 239.154

PASSIVA:

Zum Vergleich 31.12.2020
EUR EUR T-EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 33.200.000,00 33.200
II. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 3.320.000,00 3.320
III. Konzern-Bilanzgewinn 59.980.936,98 44.090
96.500.936,98 80.610
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.093.810,81 7.471
2. Sonstige Rückstellungen 32.964.902,55 27.708
38.058.713,36 35.179
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58.662.869,14 59.906
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 441.691,21 413
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.356.913,60 44.807
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 116.184,78 144
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.464.828,99 18.088
112.042.487,72 123.358
D. Rechnungsabgrenzungsposten 516,40 7
246.602.654,46 239.154

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim

Zum Vergleich 2020
EUR T-EUR
1. Umsatzerlöse 508.368.534,90 531.586
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -341.345.720,81 -358.217
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 167.022.814,09 173.369
4. Vertriebskosten -112.433.983,50 -115.197
5. Allgemeine Verwaltungskosten -25.365.685,84 -24.458
davon aus Währungsumrechnung: EUR -951,69 -(44)
6. Sonstige betriebliche Erträge 3.070.381,37 3.198
davon aus Währungsumrechnung: EUR 224.559,50 (24)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.621.095,47 -33.751
davon aus Währungsumrechnung: EUR -55.272,93 -(198)
28.672.430,65 3.161
8. Erträge aus Beteiligungen 30.318,94 30
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 141.173,64 23
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.047,11 15
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.978,97 (11)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -968.144,80 0
12. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -184.579,45 -27
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.344.451,55 -3.228
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.230.780,88 -6.586
davon latente Steuern: EUR 639.125,78 (1.338)
15. Ergebnis nach Steuern 16.189.013,66 -6.612
16. Sonstige Steuern -298.012,91 -453
17. Konzern-Jahresüberschuss (Vorjahr: Konzern-Jahresfehlbetrag) 15.891.000,75 -7.065

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim, (Amtsgericht Landau i. d. Pfalz, HRB 31978) zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzbuches (AktG) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Vorjahres wurden mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Bilanzierungsänderung grundsätzlich beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassten Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Die seit dem Geschäftsjahr 2012 verfolgte Bilanzierungspraxis der Aktivierung von Aufwendungen für die Ausstellung von Musterküchen in bestimmten Küchenstudios mit Erreichen des damals ausgegebenen Ziels der Etablierung eines neuen Vertriebsweges wurde in 2021 aufgegeben. Aufgrund der nunmehr unmittelbar aufwandswirksamen Verbuchung ergeben sich Auswirkungen auf den Konzern-Jahresüberschuss in 2021 in Höhe von T-EUR 345. Darüber hinaus wurden die verbleibenden Restbuchwerte aus Vorjahren außerplanmäßig abgeschrieben (T-EUR 418).

Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgten nach der linearen Methode. Der zugrunde gelegte Abschreibungssatz entsprach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und orientierte sich an den sog. amtlichen AfA-Tabellen.

Auf die Zugänge bei den abnutzbaren Anlagen wurde der zeitanteilige Abschreibungssatz verrechnet. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis 800 EUR wurden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. unter Berücksichtigung des § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bei nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag aktiviert. Für Materialien mit langer Lagerdauer wurden angemessene Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Diese umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko für Forderungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Rabattverpflichtungen sind aktivisch von den Forderungen abgesetzt. Soweit notwendig, sind die sonstigen Vermögensgegenstände zu einem niedrigeren Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB ausgewiesen. Aufgrund der Corona-Pandemie und der schwer einzuschätzenden Folgen wurde auf einen Teil der Forderungen im Berichtsjahr weiterhin ein Pauschalwertberichtigungssatz von 10% angesetzt.

Liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten bilanziert.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen, zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der jeweiligen Verpflichtung diskontiert.

Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Zum Bilanzstichtag ausgewiesene Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden gem. § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden - soweit nicht am Bilanzstichtag ein gesunkener bzw. gestiegener Devisenkassamittelkurs eine Abwertung der Forderung bzw. eine Höherbewertung der Verbindlichkeit erforderlich gemacht hat - zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs bewertet. Valutapositionen, die in die Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossen sind, wurden grundsätzlich zu dem am Entstehungstag gültigen Wechselkurs bewertet.

Erträge aus der Währungsumrechnung werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Soweit Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB gebildet worden sind, wird deren Abbildung nach der sog. Einfrierungsmethode vorgenommen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Muttergesellschaft Nolte GmbH & Co. KGaA ist an den Unternehmen der Nolte-Gruppe wie folgt beteiligt:

Name und Sitz des Unternehmens Beteiligungsquote Nennkapital 31.12.2021 Eigenkapital 31.12.2021 Ergebnis 2021
in % T-EUR T-EUR T-EUR
Im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:
Nolte Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Löhne 100
Nolte Küchen GmbH & Co. KG, Löhne 100
Express Küchen Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Melle 100
Express Küchen GmbH & Co. KG, Osnabrück 100
Drum Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Waldmohr 100
Drum GmbH & Co. KG, Waldmohr 100
Nolte SPA GmbH, Germersheim 100
Im Wege der Equity-Bewertung in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:
BK Nolte Contracts Ltd., Wrexham, Großbritannien 25,1
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
Nolte Cocinas Iberia S.L.U., Manacor, Spanien 1)2) 100 150 114 7
Nolte FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 1) 100 75 320 159
Nolte Singapore Pte. Ltd., Singapur, Singapur 1) 100 0 -2 -0
Nolte Shanghai Co. Ltd., Shanghai, China 1) 2) 100 112 106 -11
Nolte Zürich AG, Zürich, Schweiz 51 93 147 46
Nolte Kitchens UK Ltd., Norwich, Großbritannien 100 n/a n/a n/a
IN-TOTO Kitchens UK Ltd., Norwich, Großbritannien 100 n/a n/a n/a
The Kitchen Group Retail Co Ltd., London, Großbritannien 100 n/a n/a n/a

1) Werte lt. HB II
2) Vorläufige Werte per 31.12.2021

Die Beteiligungsquote entspricht jeweils dem Anteil an den Stimmrechten.

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind die Gesellschaften Nolte Cocinas Iberia S.L.U., Nolte FZE, Nolte Singapore Pte. Ltd., Nolte Shanghai Co. Ltd., Nolte Zürich AG, Nolte Kitchens UK Ltd., IN-TOTO Kitchens UK Ltd. sowie The Kitchen Group Retail Co Ltd., da diese sowohl einzeln als auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Gesellschaft Nolte FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, ist mit 51 Prozent an der im Frühjahr 2020 gegründeten Gesellschaft Nolte Zürich AG, Zürich, Schweiz, beteiligt.

Im März 2021 gründete die Gesellschaft Nolte Küchen GmbH & Co. KG die Gesellschaft Nolte Kitchens UK Ltd. mit Sitz in Norwich, Großbritannien. Diese Gesellschaft hält die Anteile an der ebenfalls im Frühjahr 2021 gegründeten Gesellschaft IN-TOTO Kitchens UK Ltd., Norwich, Großbritannien, sowie an der im Dezember 2021 gekauften Gesellschaft The Kitchen Group Retail Co Ltd., London, Großbritannien.

Im Rahmen des Konzernabschlusses werden die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen nach dem Grundsatz der Vollkonsolidierung erfasst (§ 300 Abs. 2 HGB).

Im Wege der Equity-Bewertung in den Konzernabschluss einbezogen wurde die BK Nolte Contracts Ltd., Wrexham, Großbritannien. Die Gesellschaft bilanziert nach UK-GAAP. Eine Anpassung an eine konzerneinheitliche Bewertung ist aus Wesentlichkeitsgründen nicht erfolgt. Das anteilige Eigenkapital beträgt T-EUR 824, der niedrigere beizulegende Wert T-EUR 305.

Kapitalkonsolidierung (§ 301 HGB)

Die Erstkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde auf den 1. Januar 1997 durchgeführt. Die Einbeziehung der seitdem erworbenen Unternehmen und Geschäftseinheiten erfolgte jeweils zum Erwerbszeitpunkt.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) durchgeführt.

Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB)

Ausleihungen und andere Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den konsolidierten Abschluss einbezogenen Unternehmen wurden herausgerechnet.

Zwischengewinneliminierung (§ 304 HGB)

Die bei konzerninternen Lieferungen und Leistungen entstandenen Zwischengewinne wurden im Berichtsjahr gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert, soweit sie wesentlich waren.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB)

Die zwischen den einbezogenen Gesellschaften angefallenen Umsatzerlöse, sonstigen betrieblichen Erträge, Erträge aus Beteiligungen und Zinserträge sind mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet worden.

Latente Steuern (§ 306 HGB)

Aktive und passive latente Steuern werden für zukünftige Steuereffekte gebildet, die aus temporären Differenzen zwischen dem Bilanzansatz von Vermögenswerten und Schulden und deren Steuerwert resultieren oder sich aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen ergeben.

Aktive latente Steuern in Höhe von 3.142 T-EUR wurden mit passiven latenten Steuern in Höhe von 6 T-EUR saldiert.

Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen (§ 308a HGB)

Die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz werden - mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wird - zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten Konzernbilanzgewinn/-verlust ausgewiesen.

Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Aufgrund der Veräußerung der Möbel-Sparte, bestehend aus den Gesellschaften Nolte Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Express Möbel Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Nolte-Möbel GmbH & Co. KG, Express Möbel GmbH & Co. KG, Rhein Logistik GmbH und Nolte Service GmbH, alle Germersheim, sowie der Gesellschaft Nolte Mobel Ltd., Purley (Großbritannien), zum 1. Juli 2020 sind die Beträge der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Um die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Ertragslage erforderliche Vergleichbarkeit im Zeitablauf sicherzustellen, sind nachfolgend die Auswirkungen der Transaktion auf die Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung

Möbel-Sparte 1.1.-1.7.2020 in % von Konzern 2020
1. Umsatzerlöse 8,3%
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 9,2%
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 6,3%
4. Vertriebskosten 10,0%
5. Allgemeine Verwaltungskosten 11,4%
6. Sonstige betriebliche Erträge 4,1%
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3,9%
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17,6%
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14,4%
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,4%
11. Sonstige Steuern 9,2%
12. Jahresfehlbetrag 73,7%

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagespiegels ist der nachfolgenden Anlage 1 zum Anhang zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bei folgenden Positionen:

Positionen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2021 2020
T-EUR T-EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 167 86
Sonstige Vermögensgegenstände 101 103
Summe 268 189

Latente Steuern

Die abziehbaren und die zu versteuernden temporären Differenzen gliedern sich wie folgt:

Positionen Abziehbare temporäre Differenzen Zu versteuernde temporäre Differenzen
T-EUR T-EUR
Anlagevermögen 3.372 3.680
sonstige Rückstellungen 748 3
Steuerliche Verlustvorträge 215 0
Sonstige Aktiva/Passiva 4.640 8
Konsolidierungsmaßnahmen 6.827 -3.671
Summe 15.802 20

Die Bewertung und den Saldo der latenten Steuern zeigt die nachfolgende Tabelle auf:

Position Latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
T-EUR T-EUR
Bewertung 3.142 6
Saldo 3.136

Für die Berechnung wurden die jeweils gültigen Gewerbesteuersätze (im Durchschnitt 13,6%) sowie der Körperschaftssteuersatz (inkl. Solidaritätszuschlag) von 15,825 % angesetzt.

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital zerfällt in 33.200.000 Stückaktien, die auf den Namen lauten, mit einem rechnerischen Betrag je Aktie von 1,00 EUR.

Konzern-Bilanzgewinn

Der ausgewiesene Konzern-Bilanzgewinn in Höhe von T-EUR 59.981 resultiert aus:

T-EUR
Gewinnvortrag am 01.01.2021 44.090
Konzern-Jahresüberschuss 2021 15.891
Konzern-Bilanzgewinn am 31.12.2021 59.981

Am Bilanzstichtag steht ein Betrag von T-EUR 47.693 für Gewinnausschüttungen zur Verfügung.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ist Deckungsvermögen in der Form einer Rückdeckungsversicherung für einen Teil der Altersteilzeitverpflichtungen, welches mittels einer Sicherungsvereinbarung dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dient, mit den Verpflichtungen verrechnet worden. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen T-EUR 823 (Vorjahr: T-EUR 818). Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände beläuft sich auf T-EUR 823 (Vorjahr: T-EUR 818). Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T-EUR 1.706 (Vorjahr: T-EUR 1.608), so dass die Vermögensgegenstände vollständig mit den Schulden verrechnet wurden. Der Zeitwert wurde anhand des durch die Versicherung ermittelten Rückkaufswertes des Deckungsvermögens zum Bilanzstichtag ermittelt.

Verbindlichkeiten

Die Struktur der Verbindlichkeiten ist der nachfolgenden Anlage 2 zum Anhang zu entnehmen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Erlöse gliedern sich wie folgt auf:

Position Umsatzerlöse Inland Ausland Gesamt
T-EUR T-EUR T-EUR
Küchenmöbel 329.001 162.996 491.997
Trennwände 15.832 540 16.372
Summe 344.833 163.536 508.369

Personalaufwand

Der Personalaufwand gem. § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Position Personalaufwand T-EUR
Löhne und Gehälter 86.224
Kosten der sozialen Sicherheit 16.868
davon Kosten der Altersvorsorge (418)
Summe 103.092

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

2021 2020
T-EUR T-EUR
Außergewöhnliche Aufwendungen
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände -756 0
Einzelwertberichtigung Forderungen -2.500 0
Kosten für Sanierung/Restrukturierung (Sonstige betr. Aufwendungen) 0 -1.340
Abschreibungen auf Finanzanlagen -968 0
Kosten IT-Umstellung 0 -280
Finanzierungskosten -320 -224
Entkonsolidierungsverlust 0 -31.185
Summe -4.544 -33.029

Periodenfremdes Ergebnis

Im Jahresergebnis ist das nachfolgend ausgewiesene periodenfremde Ergebnis angefallen:

2021 2020
Position periodemfremdes Ergebnis T-EUR T-EUR
Sonstige betriebliche Erträge 1.798 2.325
Sonstige betriebliche Aufwendungen -648 -459
Vertriebskosten -63 -1.671
Ertragsteuern -135 164
Sonstige Steuern 0 -35
Summe 952 324

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Haftungsverhältnisse:

Positionen Haftungsverhältnisse T-EUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 3.526

Die Haftungsverhältnisse betreffen Rückgriffsansprüche von Kreditinstituten aus Bürgschaften zur Sicherung von Ansprüchen aus vertraglichen Gewährleistungsverpflichtungen. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird nicht gerechnet, weil die Konzerngesellschaften ihre sämtlichen vertraglichen Gewährleistungsverpflichtungen erfüllen und dafür ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos bei bestehenden Darlehensverpflichtungen wurden Forward Payer Swaps mit einem Nominalvolumen von T-EUR 27.500 und einer Laufzeit von 2018 bzw. 2020 bis 2024/2027/2029 abgeschlossen. In 2021 wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft in Form einer Höchstsatzvereinbarung ("Cap") mit einem Nominalbetrag von T-EUR 20.000 und einer Laufzeit bis 2026 abgeschlossen. Die Zinssicherungsgeschäfte sind in Bewertungseinheiten einbezogen. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsgeschäfte betragen T-EUR -1.454.

Ein Sicherungszusammenhang ist gegeben, da die wesentlichen Parameter der Zinssicherungsgeschäfte und der Darlehensverpflichtungen (Laufzeit, Zinssatz) übereinstimmen.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen folgende Verpflichtungen:

Positionen Verpflichtungen 2022 2023 bis 2026 nach 2026
T-EUR T-EUR T-EUR
Wartung 1.166 4.093 0
Miete 1.648 1.912 615
Leasing 981 836 0
Sonstige Verträge 1.315 517 0
Summe 5.110 7.358 615

Die Verpflichtungen aus Wartungs- und Mietverträgen sowie sonstigen Leasingverträgen betreffen Vereinbarungen über Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Anlagen und Maschinen. Zweck und Vorteil der Verträge sind die Verbesserung der Liquidität sowie steuerliche Gesichtspunkte. Aufgrund der Art und Laufzeit der Verträge sind keine besonderen Risiken erkennbar.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Konzern-Abschlussprüfers beläuft sich auf T-EUR 475 und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers T-EUR
Aufwendungen für die Abschlussprüfung 172
Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen 35
Aufwendungen für Steuerberatung 46
Aufwendungen für sonstige Leistungen 222
Gesamthonorar 475

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich (ohne Auszubildende) beschäftigt:

Position durchschnittlich Beschäftigte Anzahl
Arbeiter 969
Angestellte 695
Summe 1.664

Konzern-Organe

Persönlich haftender Gesellschafter: Geschäftsführer: Nolte Verwaltungs GmbH, Germersheim Herr Manfred Wippermann

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Herr Wilhelm Freiherr Haller von Hallerstein, Aufsichtsrat
Stellvertretende Vorsitzende: - Herr Georg Konrad Nolte, Unternehmensberater
- Frau Maren Schmitt-Nolte, Unternehmensberaterin
- Herr Wilfried Hartmann, Gewerkschaftssekretär, IG Metall (bis 25. Januar 2021)
Mitglieder: - Herr Achim Bollmann, freigestellter
Betriebsratsvorsitzender Nolte Küchen, Löhne (bis 25. Januar 2021)
- Herr Horst Fokken, freigestellter
Betriebsratsvorsitzender Nolte Küchen, Melle (bis 25. Januar 2021)
- Herr Dr. Matthias Grund, Rechtsanwalt
K&L Gates LLP (bis 25. Januar 2021)
- Herr Andreas Schlüter, Leiter Personalmanagement
Nolte Küchen, Löhne (bis 25. Januar 2021)
- Herr Gerhard Weber, freigestellter
stellvertretender Betriebsratsvorsitzender
Nolte-Möbel, Germersheim (bis 25. Januar 2021)
- Herr Karl-Wilhelm Vogel, Unternehmensberater
- Herr Karl-Heinz Weiß, Aufsichtsrat (bis 25. Januar 2021)
- Herr Josef Windpassinger, Gewerkschaftssekretär
IG Metall (bis 25. Januar 2021)

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf T-EUR 27 (Vorjahr: T-EUR 85).

Offenlegung

Die Nolte GmbH & Co. KGaA legt als Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB ihren Konzernabschluss gemäß § 264b HGB offen mit befreiender Wirkung für die Offenlegung der Jahresabschlüsse der nachfolgenden Unternehmen:

Unternehmen Sitz Handelsregister
Nolte Küchen GmbH & Co. KG Löhne Bad Oeynhausen
Express Küchen GmbH & Co. KG Osnabrück Osnabrück
Drum GmbH & Co. KG Waldmohr Zweibrücken

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der persönlich haftende Gesellschafter schlägt der Hauptversammlung vor, EUR 0,32 je Stückaktie, insgesamt also EUR 10.624.000,00 als Dividende an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 33.812.307,86 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Germersheim, den 1. April 2022

Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2021

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.596.061,74 842.861,84 -27.493,76 688.521,95 28.099.951,77
2. Geschäftswert 1.002.628,79 1.002.628,79
3. Geleistete Anzahlungen 4.450.182,30 3.450.664,51 -756.405,30 -1.048.467,22 6.095.974,29
32.048.872,83 4.293.526,35 -783.899,06 -359.945,27 35.198.554,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 139.806.850,16 8.503.773,24 -620.765,90 8.413.717,49 156.103.574,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 135.026.972,57 6.905.363,25 -2.341.016,72 12.150.980,15 151.742.299,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.253.020,68 4.250.771,29 -263.646,93 223.533,44 28.463.678,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.981.418,54 6.732.377,81 -20.428.285,81 13.285.510,54
326.068.261,95 26.392.285,59 -3.225.429,55 359.945,27 349.595.063,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.240.886,86 1.756.065,74 3.996.952,60
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 814.314,63 814.314,63
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.008.138,74 -184.579,45 823.559,29
4. Beteiligungen 1.560.000,00 1.560.000,00
5. Sonstige Ausleihungen 6.007.550,00 25.000,00 -1.500.000,00 4.532.550,00
10.816.575,60 2.595.380,37 -1.684.579,45 0,00 11.727.376,52
368.933.710,38 33.281.192,31 -5.693.908,06 0,00 396.520.994,63
Abschreibungen
01.01.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abschreibungen auf Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.516.201,81 2.010.240,24 -27.493,76 25.498.948,29
2. Geschäftswert 1.002.628,79 1.002.628,79
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 756.405,30 -756.405,30 0,00
24.518.830,60 2.766.645,54 -783.899,06 26.501.577,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.920.630,00 4.703.464,40 -15.572,61 75.608.521,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 95.395.734,21 13.357.901,85 -2.341.016,72 106.412.619,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.536.246,95 2.129.197,19 -259.731,74 20.405.712,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
184.852.611,16 20.190.563,44 -2.616.321,07 202.426.853,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.763.798,00 1.763.798,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 518.144,80 518.144,80
4. Beteiligungen 1.110.000,00 450.000,00 1.560.000,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
2.873.798,00 968.144,80 0,00 3.841.942,80
212.245.239,76 23.925.353,78 -3.400.220,13 232.770.373,41
Zum
Buchwert 31.12.2021 Vergleich Buchwert 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.601.003,48 3.079.859,93
2. Geschäftswert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 6.095.974,29 4.450.182,30
8.696.977,77 7.530.042,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.495.053,20 68.886.220,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.329.679,91 39.631.238,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.057.966,08 5.716.773,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.285.510,54 26.981.418,54
147.168.209,73 141.215.650,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.233.154,60 477.088,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 814.314,63 0,00
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 305.414,49 1.008.138,74
4. Beteiligungen 0,00 450.000,00
5. Sonstige Ausleihungen 4.532.550,00 6.007.550,00
7.885.433,72 7.942.777,60
163.750.621,22 156.688.470,62

Verbindlichkeitenspiegel auf den 31. Dezember 2021 (in Klammern: Vorjahr)

Gesamtverbindlichkeit Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Art der Verbindlichkeit EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58.662.869,14 2.131.619,14
(59.906.250,00) (4.750.000,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 441.691,21 441.691,21
(412.693,92) (412.693,92)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.356.913,60 48.356.913,60
(44.806.913,88) (44.806.913,88)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 116.184,78 116.184,78
(144.318,94) (144.318,94)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.464.828,99 4.464.828,99
(18.088.457,80) (5.100.246,70)
davon aus Steuern: 1.483.234,12
(2.737.706,55)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 5.565,78
(0,00)
112.042.487,72 55.511.237,72
(123.358.634,54) (55.214.173,44)
Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 5 Jahre davon durch Pfandrechte gesichert Art/Form der
Art der Verbindlichkeit EUR EUR EUR Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 56.531.250,00 1.031.250,00 0,00
(55.156.250,00) (2.406.250,00) (20.000.000,00) Grundschulden
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00
(12.988.211,10)
davon aus Steuern:
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
56.531.250,00 1.031.250,00 0,00
(68.144.461,10) (2.406.250,00) (20.000.000,00)

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim

2021 Zum Vergleich 2020 Veränderung
T-EUR T-EUR T-EUR
I. Periodenergebnis 15.891 -7.065 22.956
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 22.201 20.627 1.574
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 5.143 6.372 -1.229
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -135 443 -578
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -9.247 -4.116 -5.131
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.909 11.771 -8.862
7. +/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -18 -4 -14
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.130 3.190 -1.060
9. - Sonstige Beteiligungserträge -30 -30 0
10. +/- Aufwendungen/Erträge aus außergewöhnlichen Posten 4.544 33.029 -28.485
11. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 9.231 6.586 2.645
12. - Auszahlungen aus außergewöhnlichen Posten 0 -8.344 8.344
13. -/+ Ertragsteuerzahlungen -12.248 -3.840 -8.408
14. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 40.371 58.619 -18.248
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 4.686 -4.686
16. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.294 -5.007 713
17. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 627 13 614
18. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -26.392 -34.504 8.112
19. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.500 1 1.499
20. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.595 -6.000 3.405
21. + Erhaltene Zinsen 209 38 171
22. + Erhaltene Dividenden 30 30 0
23. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -30.915 -40.743 9.828
24. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 55.000 15.000 40.000
25. - Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-) Krediten -69.510 -22.000 -47.510
26. - Gezahlte Zinsen -2.822 -2.968 146
27. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -17.332 -9.968 -7.364
28. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (Summe der Zeilen 14, 23 und 27) -7.876 7.908 -15.784
29. +/- Wechselkursbedingte und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 11 -11
30. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0 -3.185 3.185
31. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.223 3.489 4.734
32. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 347 8.223 -7.876
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.104 8.223 -7.119
laufende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -757 0 -757
347 8.223 -7.876

Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln abzüglich jederzeit fälliger kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Eigenkapitalspiegel der Nolte-Gruppe für das Geschäftsjahr 2021

der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim

Rücklagen
Gewinnrücklagen
Konzerneigenkapitalspiegel in T-EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Summe
Stand zum 31.12.2019/01.01.2020 33.200 0 3.320 0 3.320
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresfehlbetrag
Stand zum 31.12.2020/01.01.2021 33.200 0 3.320 0 3.320
Sonstige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss
Stand zum 31.12.2021 33.200 0 3.320 0 3.320
Konzernbilanzgewinn/-verlust
Konzerneigenkapitalspiegel in T-EUR Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinn-/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag Summe
Stand zum 31.12.2019/01.01.2020 -331 46.675 4.480 50.824
Sonstige Veränderungen 4.480 -4.480 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 331 331
Konzernjahresfehlbetrag -7.065 -7.065
Stand zum 31.12.2020/01.01.2021 0 51.155 -7.065 44.090
Sonstige Veränderungen -7.065 7.065 0
Konzernjahresüberschuss 15.891 15.891
Stand zum 31.12.2021 0 44.090 15.891 59.981
Konzerneigenkapitalspiegel in T-EUR Konzerneigenkapital
Stand zum 31.12.2019/01.01.2020 87.344
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 331
Konzernjahresfehlbetrag -7.065
Stand zum 31.12.2020/01.01.2021 80.610
Sonstige Veränderungen 0
Konzernjahresüberschuss 15.891
Stand zum 31.12.2021 96.501

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Den in Abschnitt 5 des Konzernlageberichts enthaltenen Bericht über den Frauenanteil in Aufsichts- und Führungsgremien haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Konzernlageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 1. April 2022

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Gerhard Meyer, Wirtschaftsprüfer

Marcus Dietz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats zum Jahresabschluss und Konzernabschluss 2021

der Nolte GmbH & Co. KGaA

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat

Nachdem durch die im September 2020 vollzogene Ausgliederung der Möbelgesellschaften die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern deutlich unter die Grenze von 2.000 Mitarbeitern sank und damit die Voraussetzung für die paritätische Besetzung des Aufsichtsrates der Nolte GmbH & Co. KGaA hinfällig war, wurde in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Januar 2021 die Auflösung des bisherigen Aufsichtsrates und dessen Neuwahl unter Verzicht auf Arbeitnehmervertreter beschlossen. Dem Aufsichtsrat gehören nunmehr Frau Maren Schmitt-Nolte, Herr Georg Konrad Nolte, Herr Wilhelm von Haller sowie Herr Karl Wilhelm Vogel an. Herr von Haller wurde anschließend in derselben Sitzung erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat der Nolte GmbH & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2021 die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Nolte Verwaltungsgesellschaft mbH, kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und konnte sich dabei von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Im Jahr 2021 fanden drei Aufsichtsratssitzungen statt.

Der Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin, Herr Manfred Wippermann, ist seinen Informationspflichten regelmäßig nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und die Gruppe relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Über wichtige Geschäftsvorfälle wurde der Aufsichtsrat von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrates informiert. Der Vorsitzende und einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates hielten stets bilateral den Kontakt zum Geschäftsführer der Nolte Verwaltungsgesellschaft mbH und berieten dabei zu verschiedenen Geschäftsvorfällen.

Der Vorstand nahm an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teil und beantwortete alle Fragen des Aufsichtsrats umfassend. Der Aufsichtsrat hat seine Beschlüsse im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit gefasst. Alle Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden ihm rechtzeitig zur Zustimmung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat die Zustimmung nach entsprechender ausführlicher Beratung in allen Fällen erteilt. Parallel zu diesen Maßnahmen hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende von den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften regelmäßig über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns unterrichten lassen.

Schwerpunkte der Tätigkeit

Einen besonderen Schwerpunkt der Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats bildete - wie bereits im Vorjahr - die Entwicklung der Auftragseingänge und die davon abhängige Auslastung der Fabriken in den Einzelgesellschaften aufgrund des durch die SARS-COV-2 Pandemie fortwirkenden Infektionsgeschehens. Im Focus standen weiterhin die Beobachtung der massiv gestiegenen Rohstoff- und Frachtkosten sowie drohende Abrisse von Lieferketten. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang ausführlich mit den daraus möglicherweise resultierenden Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Konzerngesellschaften auseinandergesetzt.

Der Aufsichtsrat beauftragte Anfang Februar 2021 den Geschäftsführer der persönlichen haftenden Gesellschafterin, die bestehende Konsortialfinanzierung vom 20. Oktober 2017 durch eine neue Finanzierung zu ersetzen, die der Ertragsstärke des Teilkonzerns Küchen entsprechen sollte und dazu entsprechende Vertragsverhandlungen mit den bestehenden und/oder weiteren Banken aufzunehmen. Über den Stand und den Fortgang der Verhandlungen wurde der Aufsichtsrat jeweils umfassend informiert. Er begrüßte ausdrücklich das letztlich erzielte Verhandlungsergebnis und legitimierte Herrn Wippermann, den neuen Konsortialkreditvertrag mit Wirkung zum 21. Juni 2021 zu unterzeichnen und damit die Finanzierung der Gruppe in ausreichender Höhe bis zum Jahr 2026 sicherzustellen.

Einen weiteren Tätigkeitsschwerpunkt des Aufsichtsrates bildete im Berichtsjahr die Überwachung der Vorbereitungen zur Einrichtung eines umfassenden Compliance-Systems in den Einzelgesellschaften des Konzerns. In einer Rahmenrichtlinie wurden die wesentlichen Grundlagen der Compliance-Organisation verbindlich festgelegt und klare Zuständigkeiten für die Sicherstellung der Einhaltung der getroffenen Regelungen in allen Gesellschaften der Nolte Gruppe getroffen. Die Compliance-Regelungen betreffen vor allem die Bereiche Geldwäscherecht, Anti-Korruptionsrecht, Kartellrecht, allgemeiner Vermögensmissbrauch und Außenwirtschaftsrecht. Die Oberverantwortung für die Corporate Compliance in der Nolte Gruppe liegt bei der Geschäftsführung der Nolte GmbH & Co. KGaA. Die Corporate Compliance-Verantwortung in den Tochtergesellschaften tragen die Geschäftsführer.

Zum Chief Compliance Officer soll die Rechtsanwältin Frau Stefanie Neitzel berufen und der bisherige CCO, Herr Immo Petersen, abberufen werden. Die Vorschriften sollen - soweit sie nicht ohnehin Bestandteil der bereits implementierten Regelungen sind - im Frühjahr 2022 in Kraft treten. Im Dezember 2021 wurde die bestehende Compliance-Organisation rechtzeitig um die Einführung eines digitalen Hinweisgebersystems ergänzt.

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

Der von den Geschäftsführern der persönlich haftenden Gesellschafterin der Nolte GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2021 aufgestellte Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernkapitalflussrechnung sowie Eigenkapitalspiegel - und der Konzernlagebericht sind von der FALK GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Heidelberg, geprüft worden. Dies erfolgte gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der Nolte GmbH & Co. KGaA vom 18. Mai 2020 und der anschließenden Beauftragung durch den Aufsichtsrat.

Alle Aufsichtsratsmitglieder erhielten die Entwürfe des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichts und Entwürfe der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Muttergesellschaft. Der Abschlussprüfer berichtete im Rahmen der heutigen Aufsichtsratssitzung über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer hat sich ferner mit dem Risikomanagement- und Überwachungssystem befasst, soweit dies für die Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts erforderlich war, und hat insoweit keine Einwendungen erhoben.

Der Aufsichtsrat hat von den vorläufigen Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen und nach dem vorläufigen Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts die Entscheidung getroffen, keine Einwendungen gegen die vorgelegten Entwürfe zu erheben. Der Aufsichtsrat billigte in seiner heutigen Sitzung die von der persönlich haftenden Gesellschafterin vorgelegten Abschlüsse und Lageberichte. Auch billigte er die darin enthaltenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung. Dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2021 schließt sich der Aufsichtsrat an.

Schlusswort

Der Aufsichtsrat dankt dem Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin der Nolte GmbH & Co. KGaA, den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihre verantwortungsbewusste und engagierte Zusammenarbeit.

 

Germersheim, 18. Mai 2021

Georg Konrad Nolte, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Billigung des Konzernabschlusses der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim

Der Konzernabschluss auf den 31. Dezember 2021 wurde von der Hauptversammlung am 18. Mai 2022 gebilligt.

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