Gewinnung von Kaolin und anderem kaolinhaltigen Ton und Lehm
PK Rohstoffe GmbH
Krabbenkamp 5, 47138 Duisburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Antonio Perea seit 15.7.2024 | Geschäftsführer |
Jürgen Dr.-Ing. Aretz seit 22.2.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
L. Possehl & Co. mbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PK Rohstoffe GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023(zur Offenlegung)Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023(zur Offenlegung)
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB, den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags unter Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung werden größenabhängige Erleichterungen gemäß HGB in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie bisher nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer planmäßigen Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern diese einer Abnutzung unterliegen. Die Bestimmung der Nutzungsdauern erfolgt anhand der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Unterjährige Zugänge von immateriellen Vermögensgegenständen werden grundsätzlich zeitanteilig abgeschrieben. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen reduziert. Unterjährige Zugänge des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zeitanteilig abgeschrieben. Es werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Anschaffungswert bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Umlaufvermögen Vorräte Fertige Erzeugnisse und Waren werden unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den letzten niedrigeren Einkaufspreisen bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden gemäß dem Fifo-Verfahren ermittelt und mit den Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausschließlich Ausgaben enthalten, die Aufwendungen für das Folgejahr darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Rückstellung für Entsorgungskosten wurde mit den voraussichtlichen Fremdkosten der Entsorgung zuzüglich Frachten und Lagerkosten ermittelt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. Entwicklung des Anlagevermögens der PK Rohstoffe GmbH, Duisburg im Geschäftsjahr 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Konzerngesellschaft L. Possehl & Co. mbH aus dem in 2020 eingeführten Cashpool-Verfahren in Höhe von TEUR 1.519. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Innerhalb des Bankguthabens kann über einen Betrag in Höhe von TEUR 259 nicht frei verfügt werden, da einem Kreditinstitut als Sicherheit für ein Bankaval ein Pfandrecht gewährt wurde. Eigenkapital Das Ergebnis des Vorjahres wurde vollständig an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind - mit Ausnahme der Aufbewahrungsrückstellung - kurzfristig. Die Rückstellungen für Entsorgungsleistungen betreffen den normalen Liefer- und Leistungsverkehr und sind kurzfristig fällig. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen aus der Bilanz nicht ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB belaufen sich auf TEUR 1.032 und betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverpflichtungen mit folgenden Fälligkeiten:
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da die übernommenen Wertstoffe weiterverarbeitet und veräußert werden können. Ausweisänderungen Innerhalb des Materialaufwands wurden Kosten i.H.v. TEUR 1.787, die den Bezug von Materialien betreffen, von den Aufwendungen für bezogene Leistungen zu den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren umgegliedert. Auch die Vorjahreszahlen wurden angepasst (TEUR 1.166). Weiterhin wurden von den Krankenkassen erstattete Lohnfortzahlungen unter Anpassung der Vorjahreszahlen vom Personalaufwand in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. (TEUR 49, i. V. TEUR 35). Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 23 (i. V. 26) Mitarbeiter beschäftigt, darunter 12 Angestellte (ohne Geschäftsführer) und 11 (i. V. 16) Arbeiter. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.978.499,07 im Folgejahr an die alleinige Gesellschafterin Euroquarz GmbH auszuschütten, der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 4.867.776,39 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Gesellschaftsorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Angaben im Sinne des § 285 Nr. 9 a) HGB sind unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der L. Possehl & Co. mbH, Lübeck, die als oberste Muttergesellschaft den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird in elektronischer Form im Unternehmensregister veröffentlicht.
Duisburg, den 15. März 2024 Wolfgang Brast Dr. Jürgen Aretz Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die PK Rohstoffe GmbH (im Folgenden auch "PK" oder "Unternehmen" genannt) verwertet diverse Arten von Industrieabfällen der eisen- und stahlverarbeitenden Industrie. Soweit erforderlich, werden diese in eigenen Verwertungsanlagen aufbereitet. Das Leistungsspektrum umfasst alle Wertschöpfungsstufen mit Metallen und metall-, insbesondere eisenhaltigen Stoffen: Handel, Aufbereitung, Umschlag und Lagerung. Das Unternehmen verfügt im Wesentlichen über insgesamt drei Lager- und Aufbereitungsstätten in Duisburg und Dortmund. Die Unternehmensausrichtung zielt auf ein ausgewogenes Verhältnis von Wirtschaftlichkeit, Sozialverträglichkeit und dem umweltschonenden Umgang mit Ressourcen, insbesondere durch die Förderung der Kreislaufwirtschaft, ab. PK stellt sich hohen Qualitätsanforderungen und weist diese regelmäßig nach. Sicherheit, Transparenz, Effizienz und Kompetenz sind der Maßstab des Handelns von Geschäftsführung und Mitarbeitern. Im Jahr 2023 erfolgte für die Normen DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN ISO 14001:2015 und DIN ISO 45001:2018 ein Überwachungsaudit, welches erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Auch die Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb wurde im Berichtsjahr bestätigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft verharrt seit vier Jahren in einem fortwährenden Krisenmodus. Steigende Zinsen und eine gedämpfte Weltkonjunktur haben die inländische Ökonomie im Jahr 2023 schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% und betrug somit im Jahr 2023 rund 4,12 Billionen Euro. Die Inflationsrate sank im Vergleich zum Jahr 2022 von 6,9% auf 5,9%. Nach dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 und der nur leichten ökonomischen Regeneration in den Folgejahren rutscht die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 in eine Rezession. Diese Wirtschaftsflaute wurde durch die Leitzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die konstant hohen Energiepreise und die nur leicht rückläufige Inflation weiter forciert. Die schwache Weltkonjunktur setzt der exportabhängigen deutschen Wirtschaft zusätzlich zu. Die Ausfuhrbilanz der ersten elf Monate 2023 fiel negativ aus. Der Wert der Warenexporte sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1%. Industrie und Bauwirtschaft befinden sich aufgrund schwacher Nachfrage auch vier Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie noch mehr als neun Prozent unter dem Niveau davor. Auch die Weltwirtschaft expandierte im Jahr 2023 in sehr moderatem Tempo. Die Lebensmittel- und Energiekrise aufgrund des Ukraine-Konflikts und die hohe Inflation trugen dazu bei. Sowohl hoch entwickelte als auch Entwicklungsländer waren betroffen, und vielen drohte laut den Vereinten Nationen eine Rezession. Der vbw Rohstoffpreisindex stieg im Dezember 2023 um 1,5% gegenüber dem Vormonat und notiert bei 136,00 Punkten. Obgleich der Index, der im März 2022 ein 10-Jahres-Hoch erreichte, damit 30% niedriger notiert als im März 2022, liegen die Preise im Vergleich zum Jahr 2019 23,2% höher. Die Preise für Industriemetalle verzeichneten im Dezember 2023 ebenfalls einen Anstieg um 1,8% gegenüber dem Vormonat. 2. Rahmenbedingungen in den Hauptgeschäftsfeldern Zementindustrie Im Jahr 2023 wurden weltweit geschätzte 4,1 Milliarden Tonnen Zement produziert. Im Vergleich zum Jahr 1995 entspricht dies einer Produktionssteigerung von knapp drei Milliarden Tonnen. Dieser Anstieg lässt erahnen, wie im abgebildeten Zeitraum die weltweite Nachfrage nach dem klebrigen Baustoff, der als Basiskomponente für die Herstellung von Mörtel und Beton dient, gestiegen ist. Als Grund hierfür kann unter anderem der globale Bauboom im Kontext einer voranschreitenden Urbanisierung angeführt werden. Im internationalen Vergleich war China im Jahr 2023 der größte Produzent von Zement. Für 2023 liegen aus Deutschland noch keine Daten vor, aber im Vergleich des Jahres 2022 zu 2021 können wir für die Bundesrepublik bereits einen Produktionsrückgang von 6,0 % (2021: 35.000 KT; 2022 32.901 KT) verzeichnen. Der Umsatz ist in diesem Raum wegen beginnender Preiserhöhungen der Produzenten aber von € 3,1 Mrd. auf € 3,43 Mrd. gestiegen. Im Ergebnis bewegt sich die deutsche Bauwirtschaft weiter im Spannungsfeld zwischen Fachkräftesuche einerseits und drohendem Kapazitätsabbau andererseits. Die negativen Folgen im Wohnungsbau sind besonders schwerwiegend. 2022 sollte die Baukonjunktur in Deutschland nach den anhaltenden Folgen der Corona- Pandemie wieder an Fahrt gewinnen. Die Krise sollte überwunden werden. Doch mit dem Anfang 2022 beginnenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine verschärften sich die Probleme. Weitere Roh- und Baustoffe - wie Stahl, Bitumen oder Gas, die aus Russland, Belarus oder der Ukraine bezogen werden - waren nun plötzlich ebenfalls knapp. Auch im Jahr 2023 wurde die Bauwirtschaft weiterhin maßgeblich von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und den damit einhergehenden Herausforderungen beeinflusst. Steigende Energiepreise und die anhaltend hohe Inflation verstärkten die bereits angespannte wirtschaftliche Situation. Metallurgie Eine schwache Nachfrage in Verbindung mit hohen und international nicht wettbewerbsfähigen Strompreisen haben die Stahlproduktion in Deutschland 2023 auf ein historisch niedriges Niveau gedrückt. Auch im Dezember 2023 setzte sich die Abwärtsbewegung bei der Rohstahlproduktion fort. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Erzeugung im Jahr 2023 um 2,3 Prozent. Damit hält der nun seit Anfang 2022 dauernde Negativtrend an. Im vierten Quartal 2023 lag die Produktion rund 5 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Nur 35,4 Millionen Tonnen Stahl wurden 2023 insgesamt in Deutschland produziert. Das ist das niedrigste Produktionsvolumen seit der Finanzmarktkrise 2009. Damals ging es jedoch nach einem rezessionsbedingt scharfen Einbruch rasch wieder bergauf. Besonders drastisch gesunken ist im abgelaufenen Jahr die Elektrostahlerzeugung. Mit einem Minus von rund 11 Prozent auf 9,8 Millionen Tonnen wurde sogar der Tiefpunkt während der Finanzmarktkrise unterschritten. Damals lag die Elektrostahlproduktion bei 11,3 Millionen Tonnen. Eine schwache Baukonjunktur in Verbindung mit den hohen Strompreisen haben bei dieser stromintensiven Produktionsroute besonders deutliche Spuren hinterlassen. Aber auch die Oxygenstahlproduktion konnte sich im vergangenen Jahr lediglich stabilisieren, und das auf einem nur äußerst niedrigen Niveau. 3. Geschäftsverlauf, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage In diesem herausfordernden Marktumfeld sind die Umsatzerlöse von PK von 24.710 T€ auf 21.092 T€ sichtbar gefallen, jedoch beläuft sich das Jahresergebnis vor Steuern mit 3.014 T€ weiter auf sehr hohem Niveau und liegt damit nur 91 T€ unter dem Vorjahresergebnis. Die im letzten Lagebericht geäußerten Umsatzerwartungen wurden unter-, die geäußerte Ergebniserwartung wurde überschritten. Ertragslage Die PK Rohstoffe behauptet sich in diesem unübersichtlichen Marktumfeld weiter gut und hat den Ertrag weitestgehend stabil gehalten. Der Umsatzrückgang erfolgte aufgrund geringerer Absatzmengen von hochwertigen Materialien (z. B. Mt. Wright Konzentrat wurde ersetzt durch Walzzunder NLMK). Die leichte Abnahme im Jahresergebnis vor Steuern im Umfang von 91 T€ ist hauptsächlich auf den gefallenen Umsatz zurückzuführen. Aufgrund von im Geschäftsjahr vorgenommenen Preiserhöhungen ist der Materialaufwand überproportional zu den Umsatzerlösen gesunken. Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr wurden verschiedene Investitionen in das Anlagevermögen i. H. v. 191 T€ vorgenommen, insbesondere in eine neue Siebmaschine, die in 2023 bereits angezahlt, aber erst im Januar 2024 geliefert und in Betrieb genommen wurde. Die Bilanz des Unternehmens weist unverändert eine sehr hohe Eigenkapitalausstattung aus. Die Eigenkapitalquote am Bilanzstichtag beläuft sich auf 77 % (Vorjahr: 80 %). Das langfristig gebundene Vermögen ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Aufgrund der abzusehenden Schwäche der Stahlindustrie in 2024 ist es wichtig, sich rechtzeitig zu bevorraten, um nicht im laufenden Jahr in Lieferschwierigkeiten zu geraten. Deshalb wurde die Bevorratung im letzten Quartal 2023 angehoben, was einen Anstieg der Vorräte zur Folge hatte Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren stichtagsbedingt höher als im Vorjahr. Die Finanzierung erfolgt aus den eigenen Bankguthaben, dem Cash Management im Konzern und dem laufenden Cashflow. Fremdkapital wird nur fallweise zur Finanzierung von Anlagegütern aufgenommen, sofern die Konditionen attraktiv sind. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Das Unternehmen unterliegt im Wesentlichen operativen Risiken. Da die Umsätze ausschließlich in Euro fakturiert werden, bestehen keine Währungsrisiken. Aufgrund der soliden Vermögens- und Finanzlage unterliegt das Unternehmen auch keinen Finanzierungs- oder Zinsänderungsrisiken. Beschaffungsrisiko Die Gesellschaft ist bestrebt, Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten soweit wie möglich zu vermeiden. Ausbleibende Stoffströme auf der Eingangsseite bedeuten stets eine geringere Auslastung der vorhandenen Anlagen sowie fehlende Deckungsbeiträge aus dem Verkauf an Abnehmer. Aufgrund der Bedeutung bestimmter Entfallstellen existieren jedoch einzelne Hauptlieferanten. In angemessenen Abständen werden Lieferantenbeurteilungen durchgeführt, in denen unter anderem die Qualität der Produkte, die Einhaltung der Lieferfristen und das Preis- Leistungs-Verhältnis beurteilt werden. Für die meisten produktionsrelevanten Materialien sind zwei oder mehr Lieferanten vorhanden. Die Beschaffung der Rohstoffe und Produkte erfolgt im Inland sowie im europäischen Ausland. Sie unterliegt einem stetigen Wettbewerbs- und Margendruck. Langfristige Verträge werden in den von PK beschaffungs- oder absatzseitig bearbeiteten Branchen regelmäßig nicht abgeschlossen. Insbesondere möchten die Lieferanten auf veränderte Marktverhältnisse sowie auf Änderungen ihrer Genehmigungssituation reagieren können. Absatz- und Vertriebsrisiko Der Abnehmerkreis ist durch eine Vielzahl von Kunden breit gestreut. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht. Der Absatz verteilt sich ferner auf eine Vielzahl von Ländern, so dass auch politische und regulatorische Risiken ausbalanciert sind. Durch kontinuierliche Marktbeobachtung sowie vor allem durch intensive Gespräche mit Kunden und Lieferanten wird das angebotene Produktportfolio laufend den Kundenbedürfnissen angepasst und bei Bedarf nach neuen Lösungen gesucht. Absatzrisiken können jedoch durch Gesetzesänderungen sowie durch den Aufbau administrativer Beschränkungen wie z.B. einer Änderung der Genehmigungssituation von PK oder der Genehmigungssituation der Kunden von PK entstehen. Verwertung und Verkauf bestimmter Stoffe bzw. Annahme derselben durch unsere Kunden können hierdurch eingeschränkt werden. Ausfallrisiken In die Risikobetrachtung werden auch die verwendeten Finanzinstrumente einbezogen. Zu den verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben. Die Forderungen unterliegen einem Ausfallrisiko, das heißt dem Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und somit ein Ausfall der Forderung zu verzeichnen ist. Diesem Risiko wird über eine Beurteilung der Bonität der Kunden im Vorfeld des Eingehens einer Geschäftsbeziehung vorgesorgt und durch die laufende Überwachung entgegengewirkt. Damit wird das Risiko sowohl antizipativ als auch laufend in die Risikobeurteilung einbezogen. Daneben wird das Risiko bilanziell über Wertberichtigungen berücksichtigt. Auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird vollständig verzichtet. Insgesamt wird die Risikolage für die PK Rohstoffe als branchenüblich bewertet. 2. Chancen- und Prognosebericht PK erwartet für das laufende Jahr 2024 eine eher schwache Nachfrage in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die Geschäftsführung erwartet, dass die für das Unternehmen besonders relevanten Märkte der Stahl- und Zementindustrie im Geschäftsjahr 2024 auf einem niedrigeren Niveau als 2023 operieren werden. Die Bauindustrie bewegt sich auf einem niedrigen Auslastungsniveau. Die Stahlindustrie arbeitet weiterhin verstärkt an einer Produktionsumstellung im Hinblick auf die Klimaziele der EU. Der Einsatz von Schrott bei der Stahlindustrie wird sukzessive erhöht werden, um sich verstärkt auf eine Circular Economy einzustellen. Die Unsicherheit, inwieweit die Bundesregierung oder auch die EU diese Maßnahmen fördern werden, ist angesichts der allgemeinen Haushaltssituation der Bundesrepublik schwer einzuschätzen. Beständiger Wettbewerb sowie permanente Produkt- und Prozessoptimierungen bei Kunden und Lieferanten führen zur Veränderung einzelner Stoffströme auf der Beschaffungs- wie auch auf der Absatzseite und können Auswirkungen auf die Margen haben. Durch das breite Portfolio, enge Kundenbindung sowie durch stetes Bemühen um neue Stoffströme - national wie auch international - erwartet die Geschäftsführung jedoch, die aus den Änderungen resultierenden (Mengen- und Preis-) Effekte zumindest überwiegend ausgleichen zu können. Bei günstigem Geschäftsverlauf besteht hier auch die Chance auf organisches Wachstum. Die mittelständische Struktur und die kurzen Entscheidungswege garantieren dabei eine schnelle Reaktion an sich verändernde Marktbedingungen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Unternehmensleitung vor dem Hintergrund weiter steigender Beschaffungskosten mit nahezu konstanten Umsatzerlösen bei einem deutlich geringeren Jahresergebnis.
Duisburg, 15. März 2024 Wolfgang Brast Dr. Jürgen Aretz Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung Unsere alleinige Gesellschafterin, die EUROQUARZ GmbH, Dorsten, hat in der Gesellschafterversammlung vom 2. Mai 2024 den Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss von € 1.978.499,07 an die alleinige Gesellschafterin auszuschütten und den Gewinnvortrag von € 4.867.776,39 auf neue Rechnung vorzutragen. In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PK Rohstoffe GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PK Rohstoffe GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PK Rohstoffe GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 22. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer Werner Metzen, Wirtschaftsprüfer |
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