Fender Musical Instruments GmbH

Königsallee 80, 40212 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 30342
Eingetragen
16.12.1993
Branche
Herstellung von MusikinstrumentenEinzelhandel mit Musikinstrumenten und NotenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Der Vertrieb von Musikinstrumenten aller Art und entsprechendem Zubehör sowie der Vertrieb von elektronischen Geräten für Musikproduktionen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liam Cunnah
seit 4.9.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fender International CorporationUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Fender International Corporation
United States
150.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fender Musical Instruments GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Kundenstamm 1.166.666,71 1.341.666,67
2. Geschäfts- und Firmenwert 724.761,81 0,00
1.891.428,52 1.341.666,67
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.662,16 2.876,48
108.662,16 2.876,48
2.000.090,68 1.344.543,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 1.093.324,00 374.808,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.930.938,79 5.443.496,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.617,15 9.024,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.039.168,68 457.190,69
8.000.724,62 5.909.711,34
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.462,84 3.138,31
9.101.511,46 6.287.658,48
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 16.275,75 15.214,67
11.117.877,89 7.647.416,30

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Gewinnvortrag 1.236.456,71 2.275.100,70
III. Jahresüberschuss 2.270.523,65 1.961.356,01
3.656.980,36 4.386.456,71
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 166.051,75 1.833,25
2. Sonstige Rückstellungen 1.292.389,09 680.636,93
1.458.440,84 682.470,18
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.572,37 7.129,70
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.384.464,05 1.622.475,43
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.594.420,27 948.884,28
6.002.456,69 2.578.489,41
11.117.877,89 7.647.416,30

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 84.164.019,42 70.978.720,07
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.479.700,86 8.846,39
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -77.747.093,09 -65.216.486,94
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.090.911,69 -1.001.527,17
b) Soziale Abgaben -349.558,60 -201.710,82
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -210.673,86 -60.915,55
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.898.054,97 -1.656.950,22
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 194,32 26.821,69
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.068.730,00 -906.161,25
9. Ergebnis nach Steuern 2.278.892,39 1.970.636,20
10. Sonstige Steuern -8.368,74 -9.280,19
11. Jahresüberschuss 2.270.523,65 1.961.356,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Fender Musical Instruments GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Sie ist unter der Nummer HRB 30342 im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen der Satzung der Gesellschaft aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgen nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Im Einzelnen werden folgende wesentliche Grundsätze angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 745 wird linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Er ist begründet aus dem Erwerb des Softwareentwicklungsebereichs der deutschen Betriebsstätte der PreSonus Ltd., Killygarry/Ireland in 2023. Der bereits im Geschäftsjahr 2022 erworbene Kundenstamm in Höhe von TEUR 1.400 resultiert aus dem Hardwaregeschäft der PreSonus Ltd und wird über eine Nutzungsdauer von acht Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt drei bis 15 Jahre.

Entsprechend der steuerlichen Vorschriften wurden Vermögensgegenstände, deren Wert mehr als 250,00 € aber weniger als 1.000,00 € beträgt, bis 2018 in einem Sammelposten erfasst. Dieser wird linear auf 5 Jahre abgeschrieben. Die damit verbundene Durchbrechung des Einzelbewertungsgrundsatzes nach § 252 Abs. 2 HGB steht dem nicht entgegen, da es nicht zu einer Überbewertung kommt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip und das Prinzip der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko im Forderungsbestand wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bzw. Nominalwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen werden für erkennbare steuerliche Risiken oder Verpflichtungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage IV dargestellt.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 31 (Vorjahr TEUR 9) die Software-Entwicklung. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.384 (Vorjahr TEUR 1.622) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie dem Konzernfinanzverkehr (Cash-Pooling).

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Gewinnvortrag - *) 1.236 2.275
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.271 1.961
Bilanzgewinn/ verlust 3.507 4.236

*) Der Gewinnvortrag wurde um die im Geschäftsjahr abgeflossene Dividende in Höhe von TEUR 3.000 gekürzt ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Boni (TEUR 228, Vorjahr TEUR 0), Kunden-Rabatte (TEUR 214, Vorjahr TEUR 41), Garantien (TEUR 206, Vorjahr TEUR 205), sowie für noch nicht abgerechnete Frachtkosten (TEUR 165, Vorjahr TEUR 147) gebildet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 68.279 56.104
Ausland 18.611 17.686
Erlösschmälerungen -2.726 -2.811
84.164 70.979

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge (TEUR 6, Vorjahr TEUR 5) aus der Auflösung von Rückstellungen und Wechselkursgewinne (TEUR 1, Vorjahr TEUR 0) sowie konzerninterne Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 1.472 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen hauptsächlich Frachtkosten (TEUR 1.184, Vorjahr TEUR 1.099), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 81, Vorjahr TEUR 66), Jahresabschlussprüfungskosten (TEUR 63, Vorjahr TEUR 0), sowie Mietaufwendungen (TEUR 74, Vorjahr TEUR 25). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3) periodenfremde Aufwendungen enthalten.

V. Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Herr Gerard Anthony McAuley, Kaufmann, Hove, East Sussex / Großbritannien.

Bezüglich der verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der in § 285 S. 1 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB bezeichneten Personen wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 26 (Vorjahr 12) Angestellte beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Kfz-Leasingverträge und Raummieten. Sie belaufen sich auf TEUR 471 (Vorjahr TEUR 35).

Vertrag 2024 2025 2026 2027 Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Fahrzeugleasing 73 73 38 2 186
Raummieten 118 111 56 0 285
191 184 94 2 471

Angaben zum Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen der Fender Musical Instruments GmbH, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Fender International Corp., Scottsdale, Arizona/USA. Der Konzernabschluss ist am Geschäftssitz der Muttergesellschaft verfügbar.

 

Fender Musical Instruments GmbH

Fender Musical Instruments GmbH

Gerard Anthony McAuley, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 1.400.000,00 0,00 0,00 1.400.000,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 745.469,31 0,00 745.469,31
1.400.000,00 745.469,31 0,00 2.145.469,31
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.531,83 121.411,98 8.837,73 160.106,08
47.531,83 121.411,98 8.837,73 160.106,08
1.447.531,83 866.881,29 8.837,73 2.305.575,39
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 58.333,33 174.999,96 0,00 233.333,29
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 20.707,50 0,00 20.707,50
58.333,33 195.707,46 0,00 254.040,79
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.655,35 14.966,40 8.177,83 51.443,92
44.655,35 14.966,40 8.177,83 51.443,92
102.988,68 210.673,86 8.177,83 305.484,71
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 1.166.666,71 1.341.666,67
2. Geschäfts- und Firmenwert 724.761,81 0,00
1.891.428,52 1.341.666,67
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.662,16 2.876,48
108.662,16 2.876,48
2.000.090,68 1.344.543,15

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhalt

1. Grundlagen der Fender Musical Instruments GmbH

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

1.2. Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1. Ertragslage

2.2.2. Finanzlage

2.2.3. Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Zweigniederlassungsbericht

5. Prognosebericht

6. Chancen- und Risikobericht

1. Grundlagen der Fender Musical Instruments GmbH

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Fender Musical Instruments GmbH ist eine Sales- und Marketinggesellschaft für Musikinstrumente verschiedener Marken der Fender International Corp., Scottsdale, Arizona/USA. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich an Einzelhändler in Deutschland, Österreich, Schweiz und in den Benelux-Ländern. Dabei stellen die Hauptmarken Fender und Squier nach wie vor den Hauptanteil unserer Verkaufsaktivitäten und Erfolge dar. Weiterhin vertreiben wir die im Besitz der Fender-Gruppe stehenden Marken Gretsch Guitars, Jackson, Charvel und EVH jeweils mit dem entsprechenden Zubehör.

Nachdem unsere amerikanische Konzernmuttergesellschaft im Jahr 2021 das US Unternehmen PreSonus Audio Electronics Inc. gekauft hat und seit 2022 die PreSonus Audio- und Software-Produkte in das Portfolio der Fender Musical Instruments GmbH aufgenommen wurden, erfolgte zum 01.08.2023 die Eingliederung der bis dahin deutschen Betriebsstätte der irischen Tochtergesellschaft PreSonus Software Ltd. in die Fender Musical Instruments GmbH, die ihren Sitz in Hamburg hat.

1.2. Forschung und Entwicklung

Mit der o.g. Übernahme der deutschen Betriebsstätte der PreSonus Software Ltd in Hamburg hat die Fender Musical Instruments GmbH einen zweiten Unternehmensschwerpunkt bekommen. Das PreSonus Software Team arbeitet an Softwarelösungen der nächsten Generation für die Musikproduktion auf PC, Macintosh und mobilen Plattformen, die sich perfekt in die PreSonus Audio-Hardware-Produktlinie integrieren lassen. Das Team von PreSonus Software verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von Musiksoftware und teilt die gleiche Leidenschaft für Musik wie die Mitarbeiter der Fender Musical Instruments GmbH.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023 ist weiterhin durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der daraus resultierenden Gas- und Stromkrise, einer hohen Inflation und wirtschaftlicher Verunsicherung geprägt. Dadurch sank im Jahr 2023 das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Für die EU-Zone hingegen konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes von 0,4 % verzeichnet werden. Es wird erwartet, dass der globale Gitarrenumsatz von im Jahr 2022 USD 10,33 Milliarden um jährlich 7% auf USD 18,44 Milliarden im Jahr 2030 wächst.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres liegen mit TEUR 84.164 und einem Anstieg von 18,58 % erheblich über dem Vorjahreswert von TEUR 70.979. Beigetragen zu dem Vertriebserfolg haben in erster Linie die eigenen Marken Fender und Squier. In diesem Zusammenhang hatten insbesondere die Neueinführungen der Modelle American Vintage II und Vintera II in 2022 einen positiven Effekt. Dieser wurde unterstützt durch starke Verkäufe innerhalb des Artist Signature Model-Portfolios, in besonderem Maße der Tom deLonge Stratocaster. Darüber hinaus profitierte das Akustik-Sortiment von der erfolgreichen Einführung der "Highway"-Serie und dem Wachstum der EVH-, Jackson- und Custom Shop-Sortimente. Zum anderen beruht der Umsatzanstieg zu 50 % auf der Tatsache, dass der Vertrieb der PreSonus Audio Produkte in 2023 erstmals das komplette Jahr in das Ergebnis eingeflossen sind.

2.2.1. Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Rohergebnis 7.898 5.771 2.127 36,9
Personalaufwand -2.440 -1.203 -1.237 102,8
Abschreibungen -211 -61 -150 245,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.898 -1.657 -241 14,5
Betriebsergegbnis 3.349 2.850 499 17,5
Zinsergebnis 0 27 -27 -100,0
Steuerergebnis -1.078 -916 -162 17,7
Jahresergebnis 2.271 1.961 310 15,8

Die Bruttomarge hat sich mit 7,62% im Vergleich zu 8,12% im Vorjahr nur geringfügig verändert. Hierin enthalten sind auch die konzerninternen Weiterbelastungen der durch die PreSonus verursachten Softwareentwicklungskosten, deren Dienstleistungen zum Erfolg des gesamten Konzerns beiträgt und die zu 100 % konzernintern weiterbelastet werden. Diese Weiterbelastung betrug EUR 1,4 Mio. und wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Auch in 2023 sind Verrechnungspreisanpassungen bei den bezogenen Waren erfolgt. Diese Korrekturen beziehen sich auf das "Fender International Corporation Distribution Agreement", welches die Transferpreise der Fender Gruppe regelt und den Vertriebsgesellschaften eine angemessene Gewinnmarge einräumt.

Das Rohergebnis stieg auf TEUR 7.898 im Vergleich zu TEUR 5.771 erheblich, was sowohl auf den Umsatzanstieg als auch den Ertrag aus der Weiterbelastung der Softwarentwicklungskosten in Form von Personal- und Bürokosten zurückzuführen ist. Im Gegenzug stiegen die Personalaufwendungen nach Integration der PreSonus Software Einheit und deren Mitarbeiter im Geschäftsjahr um über 100% von TEUR 1.203 auf 2.440. Dieser Trend wird sich in 2024 fortsetzen, da dann die Personalkosten für das komplette Jahr in die Fender Musical Instruments GmbH einfließen werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen spiegeln mit einem Anstieg von TEUR 241 ebenfalls und in erster Linie die Integration der Betriebsstätte in Hamburg wider.

Das Betriebsergebnis stieg analog zu der positiven Umsatzentwicklung um TEUR 499 auf nunmehr TEUR 3.349.

Das Steuerergebnis stieg aufgrund des gestiegenen Betriebsergebnisses um TEUR 162.

Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern geteilt durch Umsatzerlöse) betrug in 2023 3,98 % (im Vorjahr. 4,05 %) und blieb somit nahezu unverändert. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich auf Grund des gestiegenen Ergebnisses um TEUR 162. Das Jahresergebnis stieg demzufolge um TEUR 310 auf TEUR 2.271.

2.2.2. Finanzlage

Durch den Erwerb der Softwareentwicklungssparte der deutschen Betriebsstätte der PreSonus Software Ltd im Geschäftsjahr 2023 zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 871 wurde ein Goodwill von TEUR 745 aktiviert, der über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Im Geschäftsjahr 2022 wurde bereits ein Kundenstamm von TEUR 1.400 aktiviert, der das reine Hardwaregeschäft der deutschen Betriebsstätte der PreSonus Software Ltd in Deutschland betrifft. Dieser Kundenstamm wird über Nutzungsdauer von acht Jahren abgeschrieben.

Das Finanzmanagement verfolgt grundsätzlich das Ziel, die Liquidität und finanzielle Flexibilität der Gesellschaft sicher zu stellen. Die Finanzierung erfolgte auch 2023 ausschließlich aus dem operativen Geschäft. Durch die Einbindung der Gesellschaft in den Cash-Pool der Fender EDC B.V., Zevenbergen/Niederlande, ist die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert.

Infolge einer im Dezember 2023 vorgenommenen Dividenden-Ausschüttung in Höhe von TEUR 3,000 sowie der o.g. PreSonus Akquisition TEUR 871, die beide konzernintern gegen die Fender EDC B.V. verrechnet wurden, stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.762.

Aufgrund der erwähnten Dividendenausschüttung kam es innerhalb des Eigenkapitals zu einem Rückgang um TEUR 729. Im Ergebnis sank die Eigenkapitalquote dementsprechend von 57,36 % auf nunmehr 32,89 %.

2.2.3. Vermögenslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 2.000 1.345 655 48,7
kurzfristige Vermögenswerte 9.110 6.299 2.811 44,6
liquide Mittel 7 3 4 133,3
Bilanzsumme 11.117 7.647 3.470 45,4
Passiva
Eigenkapital 3.657 4.386 -729 -16,6
Rückstellungen 1.458 682 776 113,8
kurzfristige Verbindlichkeiten 6.002 2.579 3.423 132,7
Bilanzsumme 11.117 7.647 3.470 45,4

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 3.470. Ursächlich hierfür sind vorrangig die Aktivierung des im Rahmen der PreSonus Integration aktivierten Firmenwerts von TEUR 745, der Anstieg des Warenbestands aufgrund einer höheren Sales Cut-off Korrektur für zum Stichtag noch unterwegs befindliche Waren von TEUR 718 sowie ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.487. Letzterer ist auf den hohen Umsatz zum Jahresende und der Ausweitung des Geschäfts mit einem Großkunden mit abweichenden Zahlungskonditionen zurückzuführen.

Aufgrund der bereits erwähnten Dividendenausschüttung kam es trotz des laufenden Gewinns von TEUR 2.271 innerhalb des Eigenkapitals zu einem Rückgang um TEUR 729. Die Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 776 im Wesentlichen durch die mit der Integration der PerSonus-Mitabreiter im Zusammenhang stehenden Personalrückstellung. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um TEUR 3.423 auf TEUR 6.002. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die im Vergleich zum Vorjahr höhere Umsatzsteuerzahllast für die umsatzstarken Monate November und Dezember sowie die bereits oben beschrieben Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der Gesellschaft auf der Umsatzentwicklung und der Bruttomarge (=Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Waren / Umsatzerlöse).

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr von TEUR 70.979 um TEUR 13.185 bzw. 18,58 % auf TEUR 84.164 im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Der Anstieg resultiert zum einen auf die Einführung neuer Fender Produkte und der Integration der deutschen Betriebsstätte der PreSonus Software Ltd.

Die Bruttomarge hat sich mit 7,62 % im Vergleich zu 8,12 % im Vorjahr nur geringfügig verändert.

4. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Düsseldorf über zwei inländische Betriebsstätten in:

Essen (Gitarren-Werkstatt)

Hamburg (Software-Entwicklung)

5. Prognosebericht

Das Einzugsgebiet der GmbH wird sich auch in 2024 nicht verändern, sodass wir weiterhin für Deutschland, Österreich, Schweiz und die Benelux-Länder zuständig sind.

Trotz einer auch für das kommende Geschäftsjahr zu erwartenden stagnierenden Konjunktur in den von uns betreuten Ländern der Euro-Zone erwarten wir aufgrund der weiteren Ausweitung unserer Geschäftsbeziehung mit unseren Großkunden und der geplanten Produkt-Neuheiten eine steigende Nachfragesituation.

Fender ist bestrebt, immer wieder neue Produkte oder neue Generationen bewährter Produkte einzuführen, um die Stärke der jeweiligen Produktpalette auf dem Markt zu festigen. Im Jahr 2024 hat das Unternehmen bisher neue Fender-E-Gitarren zum 70. Geburtstag der Stratocaster und eine neue Reihe von PreSonus Quantum-Interfaces und der neuen PreSonus Softwareversion Studio One 6.6 auf den Markt gebracht.

Darüber hinaus werden in 2024 weitere Produktaktualisierungen in Form der E-Gitarren Fender Player II, Ultra II sowie für den bewährten Verstärker Champion II folgen.

Auf unserer Kundenseite kommt es aufgrund der seit vielen Jahren stetigen Zunahme des Online-Geschäfts und Betriebsaufgaben kleinerer Musik-Einzelhändler zu einer fortschreitenden Konzentration. Dieser Trend wird sich auch in 2024 weiter fortsetzen.

Im Zuge der weiteren Konsolidierung unserer Prozesse haben wir im Februar beschlossen, die Ausführung sämtlicher Garantie-Reparaturen in unserem Europäischen Distribution Centre in den Niederlanden zusammenzufassen. Infolgedessen wurde beschlossen, den per Ende März auslaufenden Mietvertrag für unsere Betriebsstätte in Essen nicht zu verlängern und die dort eingerichtete Gitarren-Werkstatt im April 2024 aufzulösen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen sowie unter Abwägung der zuvor genannten neuen Produkte und angestoßenen Maßnahmen einen Umsatzrückgang von 6 % in 2024 und einem Umsatzanstieg von 10 % in 2025. Als Konsequenz daraus sehen wir einen Rückgang der Bruttomarge von 15 % in 2024 und einen Anstieg von 19 % in 2025.

Der Umsatz im Jahr 2023 wurde durch höhere Umsätze aufgrund eines Auftragsrückstands von PreSonus Produkten gesteigert, die im Jahr 2023 erfüllt wurden.

Im Jahr 2024 änderten sowohl Fender als auch sein Logistikpartner das Betriebssystem, was sich negativ auf den Umsatz im Jahr 2024 auswirkte.

Auf der Ausgabenseite wird sich die Integration der PreSonus Mitarbeiter zum ersten Mal für 12 Monate voll umfänglich zeigen. Die Geschäftsführung geht trotzdem von einem Jahresergebnis, das leicht über dem des Vorjahres liegt, in 2024 TEUR 2.319 und in 2025 TEUR 2.560 aus.

6. Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen Chancen und Risiken ergeben sich für die Fender Musical Instruments GmbH neben der konjunkturell und trendbedingten Entwicklung und der Nachfrage im Musikmarkt aus ihrer Stellung als Vertriebsgesellschaft der weltweiten Fender-Gruppe. Hierbei liegen die Chancen insbesondere in Stellung und Wert der Produktmarken der Fender-Gruppe sowie der Verfügbarkeit hochwertiger Produkte. Hinsichtlich der Preisgestaltung und der Versorgung mit den richtigen Produkten sind wir von den Vorgaben innerhalb der Fender-Gruppe abhängig. Dies wird auch im Geschäftsjahr 2024 unsere Möglichkeiten beeinflussen, die Umsatzziele zu erreichen.

Die Fender Musical Instruments GmbH trägt kein Wechselkursrisiko Dollar/Euro. Dieses liegt bedingt durch die jährliche Anpassung der Einstandspreise bei der Muttergesellschaft Fender International Corporation in den USA.

Alle umwelttechnischen Bestimmungen wie die Schutzvorschriften des CITES Artenschutzabkommens werden von uns beachtet und entsprechende Richtlinien eingehalten.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

 

Düsseldorf, am 28. Juni 2024

Fender Musical Instruments GmbH

Gerard Anthony McAuley

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fender Musical Instruments GmbH, Düsseldorf:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fender Musical Instruments GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fender Musical Instruments GmbH, Düsseldorf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 30. August 2024

Mecklenburg + Hoffmann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ∙ Steuerberatungsgesellschaft

ppa. Ronny Poppe, Wirtschaftsprüfer

Krol Stefan Buß, Wirtschaftsprüfer

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