Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 4937
Vorher
PN - Planungs GmbH
Eingetragen
4.12.2008
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen AnlagenIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Entwicklung, Planung, deren Umsetzung und Betreuung von technischen Anlagen und Einheiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sonja Schreiter
seit 20.1.2025
Prokura
Valentin Faust
seit 12.11.2024
Geschäftsführer
Timo Alpen
seit 12.11.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AUDI AG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AUDI AG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Audi Planung GmbH

Gaimersheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Audi Planung GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Audi Planung GmbH, Gaimersheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Audi Planung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 20. Februar 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tropschug, Wirtschaftsprüferin

Gössl, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA in EUR

31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen 837.164 847.748
Immaterielle Vermögensgegenstände 142.430 196.053
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 142.430 196.053
Sachanlagen 694.734 651.695
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 694.734 648.413
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 3.282
Umlaufvermögen 6.362.179 5.513.537
Vorräte 89.287 176.768
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 81.200 169.100
Fertige Erzeugnisse und Waren 8.087 7.668
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.272.892 5.336.769
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 70 35.881
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.835.377 4.988.976
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.157.326 2.184.208
davon aus dem Finanzverkehr 4.548.861 2.579.906
Forderungen gegen Gesellschafter 395.899 264.405
davon aus Lieferungen und Leistungen 365.983 264.405
Sonstige Vermögensgegenstände 41.546 47.507
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 34.530 34.530
Rechnungsabgrenzungsposten 51.470 32.438
Bilanzsumme 7.250.813 6.393.723

PASSIVA in EUR

31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital 792.516 792.516
Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
Kapitalrücklage 300.000 300.000
Gewinnrücklagen 467.516 467.516
andere Gewinnrücklagen 467.516 467.516
Rückstellungen 2.482.697 2.494.322
Sonstige Rückstellungen 2.482.697 2.494.322
Verbindlichkeiten 3.975.600 3.106.885
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 174.087 329.134
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.456 526
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.456 526
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 3.382.885 2.437.249
davon aus Lieferungen und Leistungen 49.545 4.716
davon aus Unternehmensverträgen 3.333.340 2.432.533
Sonstige Verbindlichkeiten 416.172 339.976
davon aus Steuern 340.709 276.508
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 75.457 63.468
Bilanzsumme 7.250.813 6.393.723

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

in EUR 2023 2022
Umsatzerlöse 37.846.639 33.082.074
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -87.900 -137.100
Sonstige betriebliche Erträge 496.136 375.025
Materialaufwand -3.755.028 -3.307.275
Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.755.028 -3.307.275
Personalaufwand -26.846.850 -23.746.417
Löhne und Gehälter -22.642.563 -20.014.630
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -4.204.287 -3.731.787
Abschreibungen -360.318 -241.254
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -360.318 -241.254
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.013.563 -3.592.051
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54.234 1.324
davon an verbundene Unternehmen 54.234 1.324
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10 -1.793
davon an verbundene Unternehmen -10 -1.793
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -973.046 -757.340
davon von der Muttergesellschaft belastet -973.046 -757.340
Ergebnis nach Steuern 2.360.294 1.675.193
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -2.360.294 -1.675.193
Jahresüberschuss - -

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemeine Anmerkungen

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften vorgenommen. Dabei wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches angewendet.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung. Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar, die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Angewandte Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang erfasst. Insgesamt sind die geringwertigen Wirtschaftsgüter von untergeordneter Bedeutung.

Die Nutzungsdauern betragen:

in Jahren
Immaterielle Vermögengegenstände 3-5
Sachanlagen - andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung:
EDV-Hardware 3
Büromobiliar 13
Mietereinbauten 15
sonstige 6-10

Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden nach der retrograden Bewertungsmethode ermittelt. Bei den unfertigen Leistungen wurden für bereits abgenommene Teilleistungen Gewinne realisiert. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht.

Die Bewertung von Waren erfolgt zu Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Soweit erforderlich wurden für ausfallbedrohte Forderungen Wertberichtigungen vorgenommen.

Kassen- und Bankbestände wurden zu Nennbeträgen bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Handelsregistereintrag. Es ist mit dem Nennwert angesetzt und ist in voller Höhe einbezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die nach § 256 a HGB in Euro umgerechnet wurden.

Die Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die vertraglich vereinbarte Leistung erbracht wurde und/oder entsprechende Abnahmeprotokolle vorliegen.

Aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

3. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.157 (Vorjahr: TEUR 2.184).

Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 366 (Vorjahr: TEUR 264).

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 48) und beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 35).

Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
in TEUR in TEUR
Rückstellung für Personalaufwendungen 2.194 2.151
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 141 286
Rückstellung für Jahresabschluss 37 35
Rückstellungen diverse 111 22
Summe sonstige Rückstellungen 2.483 2.494

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 5) sowie die Gewinnabführung aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages inklusive der Steuerumlagen in Höhe von TEUR 3.333 (Vorjahr: TEUR 2.433).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

4. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 6) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 47).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 30).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der AUDI AG, Ingolstadt, belasteten Steuern.

II. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Angaben in EUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Miet- und Leasingverpflichtungen 830.307,00 586.611,00 0,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 121.638,00 101.365,00 0,00

2. Zahl der beschäftigten Mitarbeiter (§ 285 Nr. 7 HGB)

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich beschäftigt: 276 Arbeitnehmer
davon Vollzeitbeschäftigte: 239 Arbeitnehmer
davon Teilzeitbeschäftigte: 37 Arbeitnehmer
davon Fachkräfte: 240 Arbeitnehmer
davon Verwaltungskräfte: 36 Arbeitnehmer

3. Angaben zur Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 und § 285 Nr. 10 HGB)

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist bestellt:

Herr Dr. Jan-Oliver Brassel, Geschäftsführer Technik, Personal und Finanz

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

4. Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB)

Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen 2023 beträgt: TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 17).

5. Name und Sitz des Mutterunternehmens (§ 285 Nr. 14 HGB)

Das Stammkapital der Audi Planung GmbH befindet sich zu 100 Prozent im Eigentum der AUDI AG, Ingolstadt, mit der ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen ist.

Die VOLKSWAGEN AG mit Sitz in Wolfsburg stellt den VW-Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Konzernunternehmen auf. Der VW-Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Audi Planung GmbH wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht einbezogen.

6. Zusätzliche Angaben (§ 264 Abs. 1a HGB)

Firma: Audi Planung GmbH
Sitz: Gaimersheim
Handelsregister: Amtsgericht Ingolstadt, HRB 4937

III. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Gaimersheim, den 19. Februar 2024

Dr. Jan-Oliver Brassel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Audi Planung GmbH

in EUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 489.518 25.198 - 11.855 502.861
489.518 25.198 - 11.855 502.861
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.520.925 324.536 3.282 102.214 1.746.529
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.282 - -3.282 -
1.524.207 324.536 - 102.214 1.746.529
Gesamt 2.013.725 349.734 - 114.069 2.249.390
in EUR Abschreibungen
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen des laufenden Jahres Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -293.465 -78.821 - -11.855 - -360.431
-293.465 -78.821 - -11.855 - -360.431
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -872.512 -281.497 - -102.214 - -1.051.795
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
-872.512 -281.497 - -102.214 - -1.051.795
Gesamt -1.165.977 -360.318 - -114.069 - -1.412.226
in EUR Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 142.430 196.053
142.430 196.053
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 694.734 648.413
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 3.282
694.734 651.695
Gesamt 837.164 847.748

LAGEBERICHT

Struktur

Die Audi Planung GmbH (APG) erbringt Planungsleistungen für die Automobilindustrie. Die Kompetenzschwerpunkte liegen entlang der Prozesskette in der Ausplanung der branchenüblichen Gewerke; Presswerk, Karosseriebau, Montage, Lack und Elektronik - im Zentrum steht die Fertigungsplanung.

Die APG erbringt ihre Leistungen an die AUDI AG und an verbundene Unternehmen der Volkswagen Gruppe.

Die neuen Antriebstechnologien und der Aus- und Umbau von nationalen und internationalen Produktionskapazitäten im Audi Konzern sorgen für eine anwachsende Nachfrage an Planungsleistungen, auch im Kontext der Digitalisierung und des Datenmanagements. Diese Faktoren führen zu einer nahezu vollen Auslastung der APG. Durch die Konzernzugehörigkeit werden langfristige Zusammenarbeitsmodelle möglich und Knowhow gesichert.

Die APG operiert weltweit an den Standorten des VW Konzerns und hat eigene Niederlassungen in Augsburg, Fulda, Ingolstadt und Neckarsulm. Zum Jahresende 2023 beschäftigte die Gesellschaft 279 Mitarbeitende (Vorjahr: 262).

Wirtschaftsbericht

Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und große Teile der westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland mit Sanktionen zu belegen. Diese umfassen unter anderem ein weitreichendes Handelsembargo sowie den teilweisen Ausschluss Russlands vom globalen Finanzmarkt. Russland selbst hat in seiner Rolle als Energie-Exporteur Gaslieferungen nach Europa eingeschränkt. Die daraus resultierende Verknappung des Angebots führte insbesondere in 2022 zu steigenden Preisen an den Energie- und Rohstoffmärkten, die infolge der schwächer werdenden globalen Wirtschaftsdynamik im Berichtsjahr 2023 zwar rückläufig waren, aber zum Teil weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegen. Zudem birgt unter anderem die Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.

Im Geschäftsjahr 2023 lag das weltweite Pkw-Marktvolumen mit 76,6 Mio. Fahrzeugen spürbar über dem Wert des Vorjahres. Dabei verzeichneten die meisten Märkte Zuwächse, was neben den schwachen Vorjahreswerten darauf zurückzuführen war, dass Engpässe und Störungen der globalen Lieferketten nachließen und somit die Fahrzeugverfügbarkeit weniger einschränkten. Während sich die Versorgungslage bei Vorprodukten gegenüber dem Jahr 2022 verbesserte, wirkten vor allem die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie Vorzieheffekte aufgrund auslaufender Fördermaßnahmen zum Ende des Vorjahres dämpfend auf die Entwicklung der Neuzulassungen einzelner Märkte.

Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen wurden neben fiskalpolitischen Maßnahmen wesentlich durch die konjunkturelle Situation beeinflusst, was im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer uneinheitlichen Absatzentwicklung in den Märkten beigetragen hat. Während die reale Kaufkraft vielerorts sank und Fahrzeugpreise auf hohem Niveau verharrten, konnten durch die gestiegene Fahrzeugverfügbarkeit weltweit Auftragsbestände auf hohem Niveau reduziert werden. Zu den fiskalpolitischen Maßnahmen zählten Steuersenkungen oder -erhöhungen, das Einführen, Auslaufen und Anpassen von Förderprogrammen und Kaufprämien sowie Importzölle. Nichttarifäre Handelshemmnisse zum Schutz der jeweiligen heimischen Automobilindustrie erschwerten darüber hinaus den Austausch von Fahrzeugen, Teilen und Komponenten.

Im Geschäftsjahr 2023 lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit 2,8 Mio. Einheiten (+ 7,3 %) spürbar über dem schwachen Niveau des Vorjahres. Engpässe und Störungen der globalen Lieferketten ließen nach, so dass sich die Fahrzeugverfügbarkeit verbesserte und Auftragsbestände aus dem Vorjahr abgearbeitet werden konnten. Die Pkw-Produktion erhöhte sich um 19,7 % auf 3,9 Mio. Fahrzeuge, die Pkw-Exporte wuchsen um 19,3 % auf 2,9 Mio. Einheiten.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die APG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der AUDI AG und gehört somit zur Volkswagen Gruppe.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Fluktuation der Mitarbeitenden bei der APG gestiegen (vorrangig in den VW-Konzern). Verzögerungen bei den Nachbesetzungen aufgrund mangelnder Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Fachkräfte am Arbeitsmarkt führten zu Engpässen in den internen Planungskapazitäten. Der für 2023 geplante Aufbau an Mitarbeitenden konnte nicht vollständig umgesetzt werden.

Durch rasch initiierte Untervergaben an externe Dienstleister konnten die internen Kapazitätslücken geschlossen werden, so dass die Leistungsfähigkeit und die Erfüllung der vertraglich vereinbarten Leistungen zu jedem Zeitpunkt vollständig gewährleistet war. Zudem erhöhte die neue Organisationsstruktur nach standortübergreifenden Fachbereichen die Flexibilität bei der Ableistung von Projekten.

Die hochattraktive Wettbewerbsposition, besonders gefördert durch das stark ausgeprägte, fachbereichsübergreifende technische Knowhow, zeigt sich in einem zunehmend steigenden Projektvolumen, v.a. bei den Kunden AUDI AG, Porsche AG und Bentley Ltd.

Viele Kundenanfragen, insbesondere der AUDI AG sowie aus dem gesamten VW-Konzern lasten alle Fachbereiche nachhaltig voll aus, teilweise müssen Projektanfragen abgelehnt werden, da die Kapazitäten bereits vergeben bzw. erschöpft sind. So zeigte sich sowohl das Geschäftsmodell als auch die operative Organisation der APG als äußerst stabil. Die APG besetzt technologierelevante Kompetenznischen mit großem Wachstumspotential.

Leistungsindikatoren

Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern bezogen auf den Umsatz) und der Umsatz sind wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Audi Planung GmbH.

Die Umsatzrentabilität zeigt sich im Geschäftsjahr mit 8,8% (Vorjahr: 7,4%) verbessert zum Vorjahr. Die Prognose bezüglich der Umsatzrentabilität konnte damit um 2,4% deutlich übertroffen werden, nachdem im Vorjahr die Prognose nur leicht übertroffen wurde. Grund hierfür waren insbesondere Einsparungen im Bereich Personalkosten sowie Werbe- und Reisekosten.

Die Umsatzerlöse (Vorjahr: TEUR 33.082 ) sind um TEUR 4.765 bzw. 14,4% auf TEUR 37.847 gestiegen. Dies resultiert aus einem höheren Projektvolumen, das aufgrund der gestiegenen Mitarbeitendenanzahl abgearbeitet werden konnte sowie einem höheren Volumen an Untervergaben bzw. Fremdleistung in den Projekten. Die Prognose des Vorjahres von ca. 18,0% Umsatzwachstum konnte damit nicht erreicht werden, weil auch die geplante Mitarbeitendenzahl nicht erreicht werde konnte.

Die Anzahl der Mitarbeitenden, welche ein weiterer Leistungsindikator der Gesellschaft ist, entwickelte sich unter Plan. Zum Jahresende 2023 beschäftigte die Gesellschaft 279 Mitarbeitende (Vorjahr: 262 Mitarbeitende). Damit wurde die Mitarbeitendenzahl zwar gesteigert, die im Vorjahr prognostizierte Mitarbeitendenzahl von 293 zum Jahresende konnte aber nicht erreicht werden. Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 276 Mitarbeitende beschäftigt (Vorjahr: 256 Mitarbeitende).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 857 auf TEUR 7.251 bzw. 13,4% erhöht.

Das Anlagevermögen beträgt nur 11,6% (Vorjahr: 13,3%) der Bilanzsumme und hat sich leicht um TEUR 11 auf TEUR 837 vermindert. Den Investitionen von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 385) stehen Abschreibungen von TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 241) gegenüber. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Software, Mietereinbauten, Hardware und sonstige Büroausstattung.

Die unfertigen Erzeugnisse betragen mit TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 169) nur 1,1% (Vorjahr: 2,6%) der Bilanzsumme. Dies ist begründet durch eine erhöhte Leistungsabnahme und Abrechnung zum Ende des Geschäftsjahres.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, einschließlich derer gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter, sind um TEUR 961 auf TEUR 1.523 gesunken. Eine weitere wesentliche Position in den Forderungen bildet die Forderung aus Cash-Pool, die auf TEUR 4.549 (Vorjahr: TEUR 2.580) deutlich gestiegen ist. Wie in den Vorjahren fanden zum Jahresende eine erhöhte Leistungsabnahme und Abrechnung statt und zusätzlich deren überwiegende Zahlung durch die Kunden noch vor dem Jahreswechsel. Insgesamt stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 936 auf TEUR 6.273.

Das Eigenkapital ist unverändert zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt 10,9% (Vorjahr: 12,4%).

Die Rückstellungen sind zum Vorjahr leicht gesunken auf TEUR 2.483 (Vorjahr: TEUR 2.494) und betreffen überwiegend Personalverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr um TEUR 869 auf TEUR 3.976. Wesentliche Positionen bilden die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung mit TEUR 3.333 (Vorjahr: TEUR 2.433) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, einschließlich derer gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschafter mit TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 334).

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.765 bzw. 14,4% auf TEUR 37.847 analog zur Mitarbeitendenzahl gestiegen. Diese erhöhte sich von 262 Mitarbeitenden zum 31.12.2022 auf 279 Mitarbeitende zum 31.12.2023. Als Planungsdienstleister im VW Konzern werden die Umsatzerlöse nahezu vollständig mit Gesellschaften des VW Konzerns erzielt. Den größten Anteil hat hierbei die AUDI AG mit 78% der Umsätze. Zum Stichtag 31.12.2023 waren Aufträge i.H.v. 21,5 Mio. EUR für das Folgejahr an die Audi Planung GmbH vergeben.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen um TEUR 448 bzw. 13,5% auf TEUR 3.755 plangemäß zum Umsatz an. Der Materialaufwand ist mit einer Quote von 9,9% (Vorjahr: 10,0%) vom Umsatz aber weiterhin von untergeordneter Bedeutung.

Die unfertigen Leistungen sanken erneut um TEUR 88, nachdem sie im Vorjahr bereits um TEUR 137 gesunken waren.

Durch die Umsatzsteigerung ist auch das Rohergebnis um TEUR 4.487 bzw. 15,0% auf TEUR 34.500 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 375). Die Erhöhung ergibt sich aus einer gestiegenen Inanspruchnahme des Mitarbeiterleasings durch die Mitarbeitenden.

Die Personalaufwendungen sind um TEUR 3.100 bzw. 13,1% auf TEUR 26.847 (Vorjahr: TEUR 23.747) gestiegen, weil auch die Mitarbeitendenzahl im Jahresdurchschnitt angestiegen ist.

Die Abschreibungen sind um TEUR 119 auf TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 241) gestiegen. Grund für den deutlichen Anstieg ist eine erhöhte Anschaffung von geringwertigen Wirtschaftsgütern sowie die Abschreibungen für die erhöhten Investitionen des aktuellen Jahres und des Vorjahres in Anlagegüter mit kurzen Nutzungsdauern wie Software und Hardware.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 422 bzw. 11,7% auf TEUR 4.014 (Vorjahr: TEUR 3.592) gestiegen. Mehr als die Hälfte dieses Anstieges entfällt auf gestiegene Reisekosten und die Kfz-Kosten, nachdem diese Kosten pandemiebedingt in Vorjahren sehr stark gesunken waren.

Das Jahresergebnis 2023 vor Steuern liegt bei TEUR 3.333 (Vorjahr: TEUR 2.433) und damit über Plan.

Finanzlage

Die Audi Planung GmbH ist in das Cash-Pooling der Volkswagen AG eingebunden.

Die Zugehörigkeit zum Cash-Pooling und der erwirtschaftete Cashflow stellten die Liquidität der Audi Planung GmbH sicher. Alle laufenden Investitionen für Anlagevermögen wurden aus dem Cashflow bedient.

Der Cashflow aus Investitionen betrug im Geschäftsjahr TEUR -350 (Vorjahr: TEUR -385).

Der Cashflow aus Finanzierung betrug im Geschäftsjahr TEUR -2.433 (Vorjahr: TEUR -3.255).

Die Audi Planung GmbH hat stets rechtzeitig und entschlossen auf die Rahmenbedingungen des Geschäftsbetriebs reagiert, so dass der Geschäftsverlauf sowie die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage aus Sicht der Geschäftsführung für 2023 zufriedenstellend sind. Neben einer hohen Projektauslastung - teilweise durch externe Untervergaben erbracht - konnten insbesondere bei den Reisekosten merkliche Einsparungen gegenüber dem Planwert erzielt werden.

Risikobericht

Die Überwachung und Steuerung von Risiken innerhalb der APG erfolgt auf Grundlage eines internen, kennzahlbasierten Risikofrüherkennungssystems (Internes Kontrollsystem). Die Funktion des Compliance Officer ist seit dem 01.01.2022 intern besetzt.

Die erheblichen Risiken der Gesellschaft stellen sich absteigend nach ihrer Bedeutung für die APG wie folgt dar:

Die Grundlage des Geschäftserfolgs der APG stellen vorrangig die Mitarbeitenden und deren prozessübergreifendes Know-how dar. Damit ist die APG abhängig von einer stabilen Verfügbarkeit und Entwicklung von Fachkräften. Die Hauptrisiken bestehen darin, die angestrebte Anzahl an qualifizierten Fachkräften hinsichtlich der am Markt verfügbaren Spezialisten nicht zu erreichen oder erfahrene Wissensträger aufgrund von Personalfluktuation zu verlieren. Ein Wandel der Arbeitswelt zu hybriden Arbeitsformen zwischen Firmenarbeitsplatz und mobilem Arbeiten führt zu einer spürbar abnehmenden Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen. Zudem bieten sich am Arbeitsmarkt - insbesondere bei den Kunden der APG - für Bewerber_innen sehr attraktive Arbeitgeberalternativen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos bewertet die APG damit als hoch.

Die Audi Planung GmbH ist vollständig in das IT-Netzwerk des Audi Konzerns integriert. Dieses ist zahlreichen feindlichen Angriffen ausgesetzt, die das Ziel haben, Zugriff auf das Netzwerk und/oder darin enthaltene Informationen zu erhalten. Es ist eine Zunahme an sog. "Social Engineering" Angriffen zu beobachten, bei denen externe Angreifer versuchen, mit gefälschten E-Mails, die von Inhalt und Aussehen einen täuschend echten internen Unternehmenscharakter vorgeben, an interne Informationen zu gelangen. Trotz umfangreicher Sensibilisierung der Mitarbeitenden besteht durch die ungeheure Vielfalt derartige Angriffe aus Sicht der APG dennoch ein mittleres Risiko.

Zu den Leistungsempfängern der von der APG angebotenen Dienstleistungen zählen ausschließlich die AUDI AG und weitere Gesellschaften der Volkswagen Gruppe. Die Auftragslage der APG steht in direkter Abhängigkeit zur Anzahl bzw. Umsetzung von neuen Fahrzeug-Projekten bei der AUDI AG und bei weiteren Marken der Volkswagen Gruppe. Mögliche zeitliche Verschiebungen oder kurzfristige Änderungen hinsichtlich der Umfänge und Priorisierung zur Durchführung der involvierten Fahrzeug-Projekte stellen ein nicht auszuschließendes Risiko für die APG dar. Im letzten Jahr konnte eine erhöhte Nachfrage der OEMs im Konzern nach externer Kompetenz im Planungsbereich beobachtet werden, die auch weiterhin Bestand haben wird. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird deshalb als mittel eingestuft.

Verantwortungsvolles Handeln im Einklang mit Gesetzen und internen Regeln sowie der Schutz des Unternehmens vor schädlichen Aktivitäten erfordert die Einhaltung von Konzernrichtlinien und Vorgaben. Diese Vorgaben werden zentral vorgegeben und sind vom gesamten Konzern umzusetzen und einzuhalten. Bei verschiedenen Beauftragungskonstellationen kann es allerdings vorkommen, dass durch das Veto der Compliance-Abteilung des Kunden eingeplante Beauftragungen ggf. nicht erreicht werden können und führen dazu, dass Projekte nicht umsetzbar sind. In den Jahren 2022 und 2023 konnte mit den Kunden und allen operativen Bereichen der APG eine einheitliche Vorgehensweise definiert, präzisiert und umgesetzt werden. Dadurch wird das Risiko als gering bewertet.

Die Verarbeitung und Speicherung persönlicher Daten genießt umfassenden rechtlichen Schutz. Hierbei können rechtliche Risiken durch unsachgemäße Handhabung in den Arbeitsprozessen entstehen. Durch den Aufbau eines mehrstufigen internen Datenschutzmanagementsystems sowie die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten, der eine übergeordnete Kontrollfunktion ausübt, wird dieses Risiko als gering bewertet.

Unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen und Umstände liegen derzeit keine Risiken vor, die den Fortbestand der Audi Planung GmbH mittel- oder langfristig gefährden.

Chancenbericht

Die maßgeblichen Chancen der Audi Planung GmbH stellen sich in absteigender Bedeutsamkeit wie folgt dar - sie sind in Struktur und Umfang nahezu identisch zu den Vorjahren

Der weiterhin betriebene Ausbau der Kompetenzfelder resultiert in einer hohen Reputation der APG als hochkompetente Planungsgesellschaft innerhalb der AUDI AG und der Volkswagen Gruppe mit breit diversifiziertem Kunden- und Leistungsportfolio. Hiervon profitieren sowohl die APG infolge einer hohen Projektauslastung selbst als auch die Mitarbeitenden durch die Mitwirkung in vielfältigen, abwechslungsreichen Projekten. Gleichsam profitieren die Kunden der APG aus den Erfahrungs- und Synergieeffekten, die durch Konzernaufträge gesammelt werden.

Der Ausbau eines spezifischen Employer Brandings für die APG soll die Attraktivität und die Vorteile der APG transparent und wahrnehmbar an Mitarbeitende und Bewerber_innen transportieren. Das breite Angebotsspektrum von Arbeitgeberleistungen soll noch weiter ausgebaut werden.

Die Erwartung ist, dass sich dadurch hochqualifizierte Fachkräfte und Talente am konkurrenzreichen Arbeitsmarkt besser anwerben lassen und sich die Bindung an das Unternehmen erhöht. Mit der Einführung eines kompetenzorientierten Vergütungsmodells soll (zusammen mit den Tarifpartnern) ein transparentes Entgeltsystem geschaffen werden, das allen Mitarbeitenden attraktive Karrierewege in der APG anbietet.

Die APG plant und kalkuliert als 100% Tochter der AUDI AG ihre Projekte unter Einhaltung des Cost- Plus-Verfahrens, wodurch eine klare Kostenstruktur sichergestellt wird. Im Vergleich zu anderen Service-Dienstleistern bietet die APG dadurch Kostentransparenz hinsichtlich ihrer Projektierung. Zudem wird der erwirtschaftete Gewinn einmal im Jahr auf Basis eines Gewinnabführungs- /Beherrschungsvertrags an die AUDI AG zurückgeführt.

Die sich kontinuierlich vollziehende Umstrukturierung und Neuausrichtung der Produktionsbereiche bei der AUDI AG im Zuge der Transformation ermöglicht es der APG, die eigene strategische Ausrichtung ihres Leistungsportfolios auf die Kerninitiativen der AUDI AG weiterzuentwickeln. Hieraus können sich neue Kompetenzbedarfe und Partnerschaften ergeben.

Ergänzend als Chance ist die örtliche Flexibilität der Gesellschaft im Zusammenhang mit den Mitarbeitenden zu nennen. Einerseits verfügt die APG über vier operativ-eigenständige Standorte in drei Bundesländern, andererseits besitzt sie eine hohe Anzahl an mobil einsetzbaren Projektmitarbeitenden. Dieser Faktor ist als wesentlicher Asset der Gesellschaft zu begreifen, der es ermöglicht, auf ein breites Anforderungsspektrum reagieren zu können und zugleich auch langfristige, standortübergreifende Aufträge interdisziplinär anzunehmen. Die neue, standortübergreifende Organisationsstruktur nach Fachbereichen unterstützt dies seit April 2023.

Nach zusammenfassender Bewertung dieser Chancen kann die Audi Planung GmbH eine positive und stabile Auslastungs- und Wachstumsprognose ausweisen.

Prognosebericht

Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Wir rechnen auf den internationalen Automobilmärkten mit einer weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität. Krisenbedingte Unterbrechungen der globalen Versorgungskette und dadurch resultierende Auswirkungen auf die Fahrzeugverfügbarkeit können das Neuzulassungsvolumen belasten. Zudem können sich Unsicherheiten aus Engpässen bei Vorprodukten und Rohstoffen ergeben. Diese können sich zusätzlich durch die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts und der Auseinandersetzungen im Nahen Osten verstärken und insbesondere zu steigenden Preisen und sinkender Verfügbarkeit von Energie führen.

Wir erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im Jahr 2024 in den einzelnen Regionen uneinheitlich, aber überwiegend positiv entwickeln werden. Insgesamt wird das weltweite Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen voraussichtlich leicht über dem des Vorjahres liegen. Für die Jahre 2025 bis 2028 rechnen wir weltweit mit einer wachsenden Nachfrage nach Pkw.

Für den deutschen Pkw-Markt gehen wir für 2024 davon aus, dass das Volumen der Neuzulassungen leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich der Umsatz 2024 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 3% erhöhen wird. Dies resultiert im Wesentlichen aus Steigerung der Personalkosten durch den geplanten Personalaufbau, gegenläufig ist eine Abnahme der Fremdleistungen. Die Umsatzrendite wird sich hierbei vergleichbar zu den Vorjahren zwischen 6% und 9% entwickeln. Zum Umsatzwachstum sollen weiterhin die steigenden Anforderungen an die Digitalisierung im Produktionsbereich von Fahrzeugen sowie der Wandel zu neuen Antriebstechnologien und -konzepten in der Volkswagen Gruppe beitragen.

Wesentliche Teile des Umsatzes sind bereits vorab vertraglich fixiert und bilden die Grundlage der Planung. Durch den vorhandenen Auftragsbestand ist der geplante Jahresumsatz 2024 bereits zu mehr als 80% gedeckt.

Eine Steuerungskennzahl der APG ist auch die Anzahl der Mitarbeitenden. Für 2024 wird eine Gesamtmitarbeitendenzahl von 304 zum Jahresende angestrebt.

 

Gaimersheim, den 19. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Jan-Oliver Brassel

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