Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 30731
Eingetragen
13.3.2019
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Produktion und Verarbeitung von Kunststoff und Kunststoffartikeln aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Exner
seit 27.12.2019
Prokura
Alexander Rimmer
seit 27.12.2019
Geschäftsführer
Marion Fehring-Keikott
seit 27.12.2019
Prokura
Geschäftsführer
Gerhard Peter Francke
seit 13.3.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Finvest GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Finvest GmbH

Werne

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Konzerns

Seit 1985 ist die RCS-Gruppe als inhabergeführtes, unabhängiges Familienunternehmen im Bereich des Recyclings und der Sekundärrohstoffgewinnung tätig.

Gestartet mit dem Schwerpunkt Gewerbeabfälle und der späteren Ergänzung um zahnmedizinische Abfälle, wird dieses Geschäft heute von der RCS Entsorgung GmbH wahrgenommen.

Der 2008/09 dazu gekommene Bereich des Kunststoffrecycling wird seit dem Geschäftsjahr 2019 in der RCS Rohstoffverwertung GmbH konzentriert und hat sich auf den Bereich des Recyclings von PET-Flaschen für den Non-Food-Bereich spezialisiert.

Seit dem Jahr 2019 ist mit der RCS Plastics GmbH eine hochspezialisierte Neugründung fürs PET-Flaschen-Recycling im Food-Bereich dazu gekommen.

Die drei RCS-Gesellschaften die den operativen Bereich der Finvest bilden, ergänzen sich wirtschaftlich, fachlich, personell und technisch und ermöglichen so Synergien in allen relevanten Bereichen und sind zeitgleich unabhängige und autarke Betriebseinheiten.

Die Finvest GmbH stellt in 2021 erstmalig den Konzernabschluss auf, weil die Schwellenwerte des § 293 HGB erneut überschritten wurden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2021 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,57 Billionen Euro. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent. Grund für den Rückgang im Jahr 2020 waren die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehende Shutdown der Wirtschaft (Quelle: Statista Research Department, 27.05.2022).

Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona- Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe hat sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr aber erholt.

2021 brachte Preisrekorde für Rohstoffe. Nachdem 2020 von einem deutlichen Preisverfall auf den internationalen Rohstoffmärkten geprägt war, sind vor allem die Energie- und Rohstoffpreise in 2021 rasant nach oben gegangen. Dies gilt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) unter anderem für Vorleistungsgüter, vor allem für Metalle, Sekundärrohstoffe, Düngemittel und Holz. In der Folge lagen in Deutschland die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im Dezember 2021 um 24,2 Prozent höher als im Dezember 2020. Das sei "der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung 1949" gibt Destatis in seinem monatlichen Vergleich vom Januar 2022 an.

2. Geschäftsverlauf

Trotz der noch pandemiebedingten Wirtschaftslage in Deutschland konnte im Bereich des Recyclings und der Sekundärrohstoffe eine verbesserte Nachfrage in 2021 festgestellt werden. Gekoppelt mit steigenden Preisen für Primärrohstoffe konnte der Geschäftsverlauf erheblich gegenüber 2020 verbessert werden.

a. Auftragslage

Die hohe Nachfrage nach klima- und umweltfreundlichen Sekundärrohstoffen hat sich positiv auf die Auftragslage ausgewirkt.

b. Beschaffung und Absatzmärkte

Die Beschaffung stand in Teilen immer noch unter dem Pandemieeinfluss, optimierte sich aber gegenüber 2020. Die Absatzmärkte waren positiv geprägt von der Nachfrage nach klima- und umweltfreundlichen Sekundärrohstoffen.

c. Personal

Die von der RCS-Gruppe seit fast zwei Jahrzehnten gepflegte Ausbildungskultur erleichtert der Gruppe die Personalakquise und -bindung.

d. Umwelt (externe Einflussfaktoren für das Geschäft)

Die sich negativ verändernde Umwelt und die daraus resultierenden Klimaproblematiken haben die Akzeptanz und die Nachfrage nach klima- und umweltfreundlichen Sekundärrohstoffen gestärkt. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die Gesetzgebung auf europäischer und Bundesebene.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

a. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 ist erwartungsgemäß ein deutlicher Umsatzanstieg auf TEUR 120.002,8 zu verzeichnen. Der Anstieg ist in erster Linie auf die gestiegenen Rohstoffpreise und auf die erhöhte Nachfrage nach Rezyklaten zurückzuführen.

Bei einer Gesamtleistung von TEUR 121.092,1 verbleibt nach Abzug des Materialaufwandes von TEUR 95.188,8 ein Rohergebnis von TEUR 26.054,2. Die Rohgewinnmarge beläuft sich auf 21,5 %.

Die Personalkosten haben sich unter anderem durch den Anstieg der Mitarbeiterzahl absolut auf TEUR 7.816,9 moderat erhöht; relativ - bezogen auf die Gesamtleistung - im Vergleich zum Vorjahr auf 6,5 % vermindert.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Mietaufwendungen, Reparaturen und Instandhaltungen sowie KFZ-Kosten ausgewiesen.

Nach Abzug der Betriebsaufwendungen vom Rohergebnis verbleibt ein Betriebsergebnis von TEUR 8.136,9.

Das Finanzergebnis von TEUR-316,6 enthält insbesondere Darlehenszinsen sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses sowie der Steuern verbleibt ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 5.117,8.

b. Vermögenslage

Bei dem Sachanlagevermögen stehen den Zugängen von TEUR 8.152,2 Abschreibungen von TEUR 1.383,6 und Abgänge von TEUR 6,9 gegenüber. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen eine neue Recycling-Maschine.

Unter den Finanzanlagen werden hauptsächlich langfristige Ausleihungen an ein nahestehendes Unternehmen ausgewiesen.

Innerhalb des Umlaufvermögens werden mit TEUR 4.855,3 die Vorräte ausgewiesen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um produzierte PET-Flakes, PET-Flaschen und Regranulat. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 18.219,0 und die sonstigen Vermögensgegenstände auf TEUR 1.668,1. Wertberichtigungen auf ausfallgefährdete Forderungen waren nicht erforderlich. Das allgemeine Ausfallrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden.

Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt TEUR 3.529,8.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist stabil. Das Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 11.144,2. Die Eigenkapitalquote beträgt 24,4 %.

Das Fremdkapital entfällt mit TEUR 13.236,6 (28,9 % der Bilanzsumme) auf lang- und mittelfristige und mit TEUR 21.327,0 (46,7 % der Bilanzsumme) auf kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 11.379,0) handelt es sich um mittel- und langfristige Darlehen, die planmäßig getilgt werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 16.724,9, die sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 2.789,1.

e. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand - bestehend aus liquiden Mitteln - hat sich um TEUR 1.300,4 auf TEUR 3.529,8 erhöht.

TEUR
Finanzmittelbestand 01.01.2021 2.229,4
Mittelfluss aus
- laufender Geschäftstätigkeit 6.327,4
- Investitionstätigkeit -8.142,3
- Finanzierungstätigkeit 3.115,3
Finanzmittelbestand 31.12.2021 3.529,8

Die Liquiditätssituation war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit gesichert.

Wesentliches Finanzinstrument sind die liquiden Mittel bzw. die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Kurzfristiger Kapitalbedarf innerhalb des Konzerns wurde über das Cash-Pool-Management gedeckt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

f. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Stärkung des Umweltschutzes zur Minimierung des Klimawandels nimmt in Gesellschaft und Politik eine immer größere Position ein, dies spiegelt sich sowohl im gesellschaftlichen Verhalten, als auch in der dazu gehörenden Gesetzgebung wider. Hierzu gehören die Förderung von Sekundärrohstoffen und der Einsatz von Recyclaten. Auf diese marktwirtschaftlichen Veränderungen hat sich die RCS-Gruppe in den letzten Jahren technisch und personell vorbereitet und kann die Entwicklung deshalb positiv begleiten.

Im dritten Corona-Jahr erwartet die RCS-Gruppe, dass sich die negativen Auswirkungen durch die Pandemie minimieren, aber nicht verschwinden werden. Allerdings bleibt China mit seiner Corona-Strategie ein nicht kalkulierbares Risiko für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung.

Der Ukraine-Krieg und die damit einhergehende Energieversorgungs-Problematik lassen derzeit keine valide Prognose für die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung zu.

In Abhängigkeit von der Entwicklung der Rohstoffpreise sowie der globalen Konjunktur erwartet die RCS-Gruppe für 2022 Umsätze auf deutlich steigendem Niveau. Es wird daher ein positiver Konzernüberschuss erzielt werden, der über dem Vorjahresniveau liegt.

2. Chancenbericht

Flexibilität, fachliche Kompetenz, flache Hierarchiestrukturen und kurze Entscheidungswege sind die großen Chancen der RCS-Gruppe.

Zur Erhaltung bestehender und Schaffung weitere Erfolgspotentiale ist die kontinuierliche Anpassung an das Markt- und Regulierungsumfeld unerlässlich.

Diesen Anforderungen begegnet die RCS-Gruppe unter anderem durch Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems und Zertifizierungen in allen Bereichen. EfB, DIN 9001, DIN 500001, DIN 14001, EuCert, EFSA und SMETA spiegeln die Kompetenz und Qualität der Produkte und der Gruppe.

Die Investition in neueste Maschinentechnik, die mit der Verleihung des "Grüner Engel 2022 für Know-how und innovative Techniklösung" honoriert wurde, stellt das Unternehmen zukunftssicher auf.

Durch die fortlaufende Überwachung logistischer Prozesse sieht sich die RCS-Gruppe stets in der Lage, Chancen zur Optimierung der Kostenstrukturen zu erkennen und diese zu realisieren. In den Jahren 2019 bis 2021 sind hierfür am Standort Capeller Straße 147 umfangreiche Investitionen im Bereich der Logistik umgesetzt worden.

Die Themen Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit werden im Konzern bereits seit vielen Jahren gelebt und im Nachhaltigkeitszertifikat des Frauenhofer Instituts bestätigt. Durch die Nutzung von Sekundärrohstoffen als Ersatz für Primärrohstoffe können jährlich über 100.000 t CO 2 -Äquivalente, 45.000 t fossile Ressourcen und 733.000 MWh Energie eingespart werden.

Des Weiteren stellen die Mitarbeiter ein wesentliches Erfolgspotential dar, dessen Ausbau die RCS-Gruppe durch ein breites Fort- und Weiterbildungsangebot verfolgt. Die lange durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie die hohe Ausbildungsquote von ca. 20 % zeigen hierbei deutlich die zukunftsorientierte Personalpolitik.

Die RCS-Gruppe engagiert sich zudem durch Sponsoring auch im sozialen und sportlichen Bereich. Es wird hierdurch als gesellschaftlich verantwortungsbewusste Konzern-Gruppe wahrgenommen.

3. Risikobericht

Aufgrund der Erfahrungen und der langjährigen Beziehungen zu ihren Kunden stuft die RCS-Gruppe die zukünftigen Forderungsausfälle als geringfügig ein. Aufgrund der breiten Streuung im Bereich der Kunden und aufgrund generell kurzer Zahlungsziele mit der zusätzlich schnellen Möglichkeit, bei Zahlungsverzug frühzeitig mit Leistungseinstellung zu reagieren, wird dieses Risiko als gleichbleibend gering eingeschätzt.

Die Liquiditätslage des Konzerns ist zufriedenstellend und wird durch solide Finanzierungs- und Liquiditätsplanungen sowie das Cash-Pooling gestützt. Kurzfristige Verbindlichkeiten können unter Einhaltung der Zahlungsfrist jederzeit beglichen werden.

Um Ausfallrisiken im Bereich des Rohstoffhandels vorzubeugen, wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Durch die DIN ISO 9001 werden betriebsinterne Prozesse fortlaufend überprüft und optimiert, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und zu beheben.

 

Werne, den 12. August 2022

Finvest GmbH

Geschäftsführung

Gez. Gerhard Francke

Gez. Adelheid Hauschopp-Francke

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 439.090,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.702.805,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.735.608,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.984.397,08
14.861.900,58
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 16.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 2.500.000,00
2.516.000,00
17.377.900,58
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.116.601,80
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 40.333,10
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.698.365,07
4.855.299,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.219.045,05
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.668.050,71
19.887.095,76
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.529.793,07
28.272.188,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.728,44
45.707.817,82

PASSIVA

31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00
II. Kapitalrücklage 3.658,00
III. Bilanzgewinn 11.040.564,80
11.144.222,80
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.110.479,00
2. Steuerrückstellungen 90.603,70
3. Sonstige Rückstellungen 1.469.563,20
3.670.645,90
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.378.983,06
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.724.884,37
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.789.081,69
- davon aus Steuern EUR 1.347.161,83 30.892.949,12
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 15.848,74
45.707.817,82

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021
EUR
1. Umsatzerlöse 120.002.792,09
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.089.253,06
3. Sonstige betriebliche Erträge 150.928,66
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 84.093.362,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.095.406,98
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.540.620,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.276.326,69
- davon für Altersversorgung EUR 135.961,87
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 1.383.587,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.716.836,53
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.216,91
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 383.796,49
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 165.068,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.602.603,70
11. Ergebnis nach Steuern 5.217.649,33
12. Sonstige Steuern 99.863,15
13. Jahresüberschuss 5.117.786,18
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.672.778,62
15. Ausschüttung -750.000,00
16. Bilanzgewinn 11.040.564,80

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Konzern

Das Mutterunternehmen, die Finvest GmbH, hat ihren Sitz in Werne und ist beim Amtsgericht Dortmund unter der Registernummer HRB 26926 im Handelsregister registriert.

Der Konzern der Finvest GmbH hat an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen, dem 31. Dezember 2020 und dem 31. Dezember 2021, erstmals die Größenkriterien für die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 293 HGB überschritten. Somit ist die Finvest GmbH als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2021 erstmalig verpflichtet, einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufzustellen.

Der Konzernabschluss der Finvest GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Bilanz wurde gemäß § 266 HGB gegliedert, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der 31. Dezember ist einheitlicher Abschlussstichtag für sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

II. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag neben dem Mutterunternehmen, der Finvest GmbH, Werne, drei Konzernunternehmen. Diese werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss berücksichtigt.

Folgende Unternehmen werden in den Konzernabschluss miteinbezogen:

RCS Rohstoffverwertung, Werne 100,0 %
RCS Entsorgung GmbH, Werne 100,0 %
RCS Plastics GmbH, Werne 100,0 %

III. Konsolidierungsmethoden

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Vorschriften über die Kapitalkonsolidierung (§ 301 HGB), die Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB), die Zwischenergebniseliminierung (§ 304 HGB), die Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB) sowie die Behandlung von Unterschiedsbeträgen (§ 309 HGB) beachtet.

Die Kapitalkonsolidierung für Anteile an Tochterunternehmen erfolgt gemäß der Neubewertungsmethode. Die Beteiligungsbuchwerte an den Tochterunternehmen werden mit dem neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Grundsätzlich hat gemäß § 301 Abs. 2 S. 3 HGB die Erstkonsolidierung von bereits vorhandenen Tochterunternehmen zum Beginn des Konzerngeschäftsjahrs zu erfolgen. Stattdessen dürfen der Erstkonsolidierung nach § 301 Abs. 2 S. 5 auch die Wertverhältnisse im historischen Erwerbszeitpunkt zugrunde gelegt werden. Von dieser Regelung hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht. Entsprechende Informationen für die Vollkonsolidierung auf der Basis der Zeitwerte bei der Begründung der jeweiligen Mutter- und Tochterverhältnisse liegen vollständig vor.

Der im Rahmen der Erstkonsolidierung der RCS Rohstoffverwertung GmbH entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 426,9 hat eine Nutzungsdauer von fünf Jahren. Da das Mutter-Tochter-Verhältnis bereits im Jahr 2015 begründet worden ist, ist die Nutzungsdauer am 31.12.2019 abgelaufen. Somit weist der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2021 keinen Restwert mehr aus. Da die Erstkonsolidierung so erfolgt, als ob der Konzernabschluss ab dem historischen Erwerbszeitpunkt der betreffenden Tochterunternehmen aufgestellt würde (§ 301 Abs. 2 Satz 5 HGB), ist es als sachgerecht anzusehen, den Anpassungseffekt, d.h. die Nachholung von Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes von 2015 bis 2019 erfolgsneutral gegen den Konzernergebnisvortrag zu erfassen.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden verrechnet. Zwischenergebnisse aus der konzerninternen Übertragung von Anlagevermögen oder im Bereich der Vorräte liegen nicht vor.

Eine Steuerabgrenzung nach § 306 HGB war nicht vorzunehmen.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Konzernabschluss nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogenen Abschlüsse sind entsprechend den gesetzlichen Vorschriften nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Abzug planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet.

Die Abschreibungen werden in Abhängigkeit vom Zugangszeitpunkt zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung entspricht den Grundsätzen der §§ 255 Abs. 1 und 253 Abs. 4 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des Bestandes an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Abs. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Zur Ermittlung der Rückstellung für Pensionen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) angewendet. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:

zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafel 2018 G von Dr. Klaus Heubeck,

erwartete Gehaltssteigerungen: 0,0 %,

erwartete Rentensteigerungen: 0,0 %,

Marktzinssatz (Laufzeit 10 Jahre): 1,87 %.

Für das Geschäftsjahr 2021 ergibt sich nach § 253 Abs. 6 S. 1, 2 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 174,6.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung zu tragen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

V. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1.) Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlageposten ist aus dem folgenden Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.061.225,65 191.821,96 0,00 13.795,89 1.239.251,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.246.179,74 8.896,95 0,00 0,00 5.255.076,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.119.350,97 967.036,85 48.029,00 128.162,40 6.006.254,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48.029,00 6.984.397,08 -48.029,00 0,00 6.984.397,08
11.474.785,36 8.152.152,84 0,00 141.958,29 19.484.979,91
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 16.000,00 0,00 0,00 16.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 2.500.000,00 0,00 0,00 0,00 2.500.000,00
2.500.000,00 16.000,00 0,00 0,00 2.516.000,00
13.974.785,36 8.168.152,84 0,00 141.958,29 22.000.979,91
Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 764.959,15 48.997,46 13.794,89 800.161,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 993.466,24 558.805,45 0,00 1.552.271,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.616.162,47 775.784,85 121.301,40 2.270.645,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.374.587,86 1.383.587,76 135.096,29 4.623.079,33
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.374.587,86 1.383.587,76 135.096,29 4.623.079,33
Buchwerte
Buchwerte
01.01.2021 31.12.2021
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 296.266,50 439.090,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.252.713,50 3.702.805,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.503.188,50 3.735.608,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48.029,00 6.984.397,08
8.100.197,50 14.861.900,58
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 16.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 2.500.000,00 2.500.000,00
2.500.000,00 2.516.000,00
10.600.197,50 17.377.900,58

(2.) Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2021 bis 1 Jahr Restlaufzeiten über 1 Jahr
EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.378.983,06 1.062.864,70 10.316.118,36
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.724.884,37 16.724.884,37 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.789.081,69 1.979.100,23 809.981,46
Summe 30.892.949,12 19.766.849,30 11.126.099,82

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen EUR 2.365.677,17.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch sicherungsübereignetes Inventar und Warenbestände gesichert.

VI. Ergänzende Angaben

(1.) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet für Bankverbindlichkeiten eines nahestehenden Unternehmens in Höhe von TEUR 2.990,0. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund vergangener Erfahrungen und der derzeitigen Liquiditätslage der Gesellschaft als gering ein.

(2.) Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

Entsorgung 10,0 %
Verwertung 70,0 %
Recycling 20,0 %

(3.) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen; davon sind TEUR 2.738,2 innerhalb eines Jahres fällig, TEUR 2.632,6 haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und TEUR 455,6 p.a. haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Es handelt sich bei den Leasingverträgen um Standard-Leasingverträge als ergänzende Finanzierungsalternative. Besondere Risiken sind daraus nicht erkennbar.

(4.) Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:

2021
Angestellte 42
Gewerbliche Arbeiter 105
Gesamt 147

(5.) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der Finvest GmbH hat vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 nach Abzug der Vorabgewinnausschüttung in Höhe von TEUR 750,0 zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

(6.) Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 49,0. Es umfasst ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

(7.) Konzernverhältnisse

Die Finvest GmbH stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf, welcher beim Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Die einbezogenen Tochtergesellschaften machen im Geschäftsjahr 2021 in Teilen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

(8.) Nachtragsbericht

Mögliche Risiken durch die Corona-Pandemie sowie den seit Februar 2022 andauernden Ukraine-Krieg wurden in der Planung 2022 berücksichtigt. Mögliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns werden laufend überwacht. Eine Bestandsgefährdung durch beide Ereignisse besteht für den Konzern nicht.

Überdies sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine weiteren Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Finvest GmbH und des Konzerns haben.

(9.) Geschäftsführung

Gerhard Francke, technischer Geschäftsführer, Werne

Adelheid Hauschopp-Francke, kaufmännische Geschäftsführerin, Werne

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde aufgrund der Befreiungsregelung des § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

 

Werne, den 12. August 2022

Finvest GmbH

Geschäftsführung

Gez. Gerhard Francke

Gez. Adelheid Hauschopp-Francke

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021
TEUR
1. Konzernjahresüberschuss 5.117,8
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.383,6
3. = Cashflow (Summe aus 1. und 2.) 6.501,4
4. + Zunahme der Rückstellungen 853,4
5. - Gewinn aus Anlagenabgängen -19,1
6. - Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -13.356,9
7. + Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 11.166,8
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 316,6
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.602,6
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -1.737,4
11. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 3. bis 10.) 6.327,4
12. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.152,2
13. + Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens 25,9
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -16,0
15. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 12. bis 14.) -8.142,3
16. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 5.515,0
17. - Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -1.471,4
18. + Einzahlungen aus dem Cash Pooling 40,3
19. - Gewinnausschüttung -750,0
20. - Gezahlte Zinsen -218,6
21. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 16. bis 20.) 3.115,3
22. = Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe aus 11., 15. und 21.) 1.300,4
23. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.229,4
24. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.529,8

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus flüssigen Mitteln.

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Eigenkapital
Stand 31.12.2020/1.1.2021 100.000,00 3.658,00 6.672.778,62 6.776.436,62
Ausschüttung -750.000,00 -750.000,00
Konzernjahresüberschuss 5.117.786,18 5.117.786,18
Stand 31.12.2021 100.000,00 3.658,00 11.040.564,80 11.144.222,80

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Finvest GmbH, Werne

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Finvest GmbH, Werne, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Finvest GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage

der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Werne, den 12. August 2022

WKR Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Effgen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Anna Steghaus, Wirtschaftsprüferin

Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 der Finvest GmbH, Werne, wurde am 21.09.2022 gebilligt.

Nachrichten & Medien

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