Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 177572
Eingetragen
3.2.2009
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Gesellschaft ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung), die mit den im Folgenden aufgeführten inländischen Investmentvermögen vergleichbar sind. Folgende inländische Investmentvermögen sind Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung: a) Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) gemäß § 1 Abs. 2 i.V.m. § 192 bis 213 KAGB, b) Gemischte Investmentvermögen gemäß §§ 218 ff. KAGB, c) Sonstige Investmentvermögen gemäß §§ 220 ff. KAGB, d) Dach-Hedgefonds gemäß §§ 225 ff. KAGB, e) Altersvorsorge-Sondervermögen gemäß § 347 KAGB in Verbindung mit § 87 Investmentgesetz in der bis zum 21. Juni 2013 geltenden Fassung, f) Geschlossene inländische Publikums-AIF gemäß §§ 261 ff. KAGB, welche in die folgenden Vermögensgegenstände investieren: aa) Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland, bb) die Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 2 bis 6 KAGB, cc) die Vermögensgegenstände nach § 261 Abs. 1 Nr. 7 KAGB, g) Allgemeine offene Spezial-AIF gemäß §§ 282 KAGB, h) Hedgefonds gemäß § 283 KAGB, i) Offene Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen gemäß § 284 KAGB, j) Geschlossene Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB; soweit ein solcher geschlossener Spezial-AIF in Sachwerte investiert, sind diese ausschließlich Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland. Daneben betreibt die Gesellschaft folgende Dienstund Nebendienstleistungen: a) die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum einschließlich der Portfolioverwaltung fremder Investmentvermögen (Finanzportfolioverwaltung), b) die Verwaltung einzelner nicht in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (individuelle Vermögensverwaltung), c) die Anlageberatung bezogen auf Finanzinstrumente im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes, d) die Anlageberatung bezogen auf Vermögensgegenstände, die keine Finanzinstrumente im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes sind, e) die Verwahrung und Verwaltung von Anteilen an inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen und ausländischen AIF für andere, f) Vertrieb von Anteilen oder Aktien an fremden Investmentvermögen, g) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), h) der Abschluss von Altersvorsorgeverträgen gemäß § 1 Abs. 1 des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes sowie von Verträgen zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe b des Einkommensteuergesetzes, i) die Abgabe einer Zusage gegenüber dem Anleger, dass bei Rücknahme von Anteilen, bei Beendigung der Verwaltung von in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen und der Beendigung der Verwahrung und Verwaltung von Anteilen inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen und ausländischen AIF mindestens ein bestimmter oder bestimmbarer Betrag an den Anleger gezahlt wird (Mindestzahlungszusage), j) sonstige Tätigkeiten, die mit den in diesem Paragrafen genannten Dienstleistungen und Nebendienstleistungen unmittelbar verbunden sind.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Götz Kirchhoff
seit 3.2.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

9.60% identifiziert9.60% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
9.60%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
UNDEVICESIMUS Stiftung
9.60%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
UNDEVICESIMUS Stiftung
Germany
94.375 €
75.50%
G*** K********
30.625 €
24.50%

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVANA Invest GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1. Grundlagen des Unternehmens

Die AVANA Invest GmbH (AVANA) ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung). Daneben betreibt die Gesellschaft unter anderen als Nebendienstleistungen im Sinne des KWG bzw. KAGB die Finanzportfolioverwaltung, die individuelle Vermögensverwaltung und die Anlageberatung.

Das Geschäftsmodell der AVANA ruht auf vier Geschäftsfeldern, AVANA Asset Management (Anlagekonzepte für liquide Assets und illiquide Assets/ Real Assets), AVANA Service KVG (Auflegung von OGAWs und AIFs für fremde Fondsinitiatoren), AVANA Vermögensverwaltung (Vermögensverwaltung auf diskretionärer Basis und Einzeldepotebene) und AVANA Selektion (Vertrieb von Anlagestrategien ausgewählter Partner).

2. Wirtschaftsbericht

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat 2017 an Dynamik gewonnen. Laut IWF1 ist die globale Wirtschaft 2017 um 3,7 % gewachsen, nach 3,2 % in 2016. Dabei hat sich das Wachstum 2017 in fast allen Regionen beschleunigt, so in den USA von 1,5 % auf 2,3 %, in der Eurozone von 1,8 % auf 2,4 % und in Japan von 0,9 % auf 1,8 %.2 Von den größeren Emerging Market Ländern konnte sich das Wirtschaftswachstum in Russland von -0,2 % auf + 1,8 % verbessern, in Brasilien von -3,5 % auf + 1,1 %.3
Das Jahr 2017 war politisch gesehen eher von positiven Überraschungen geprägt. So konnten sich in den Niederlanden und Frankreich die Rechtspopulisten nicht durchsetzen. In Italien kam es nicht zu vorgezogenen Neuwahlen und die befürchteten protektionistischen Maßnahmen der US Regierung blieben ebenfalls aus. Auch die separatistischen Bestrebungen Kataloniens scheinen für die Wirtschaft und Börse eher bedeutungslos zu sein.

Die Fondsbranche erfreute sich auch 2017 kräftiger Zuflüsse. Diese beliefen sich bei den offenen Publikumsfonds auf EUR 72 Mrd., bei den Spezialfonds auf EUR 87 Mrd.. Wie im Vorjahr waren Mischfonds Absatzspitzenreiter bei den Publikumsfonds mit Zufluss von EUR 30 Mrd.. Aber auch Aktienfonds verzeichneten einen beachtlichen Zufluss in Höhe von EUR 18 Mrd. und liegen damit nur leicht hinter dem Zufluss von den Rentenfonds EUR 21 Mrd..4

In der Finanzdienstleistungsbranche dürfte sich der Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Zum einen treten mit den sogenannten Fintechs neue Wettbewerber in den Markt ein, die schon für niedrige Kostensätze, die im Regelfall deutlich unter den Verwaltungsgebühren aktiver Fonds liegen, Vermögensverwaltungsdienstleistungen für Anlagebeträge ab ca. TEUR 10 anbieten. Zum anderen hält das Wachstum von ETFs ungebremst an, wodurch diese ihren Marktanteil weiter erhöhen. Die Managementvergütung liegt im Regelfall nur bei einem Bruchteil derer aktiv gemanagter Fonds. Zusätzlich werden die gesunkenen Renditen am Rentenmarkt weiter für Margendruck sorgen. Hier führten in den letzten Jahren Kursgewinne bei Festverzinslichen trotz niedriger Kupons zu noch insgesamt befriedigenden Wertentwicklungen. Damit ist angesichts der niedrigen Renditen in den kommenden Jahren nicht mehr zu rechnen, wodurch sich das Verhältnis zwischen Fondskosten und Renditepotenzial für den Anleger erheblich verschlechtern wird. Hier ist Kreativität im Hinblick auf neue Produkte bei den Anbietern gefragt, da traditionelle Renten- und rentenlastige Mischfonds stark an Attraktivität einbüßen könnten.

3. Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2017 wurde mit einem Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR - 303 abgeschlossen (Vj. TEUR - 799). Ursache für das negative Ergebnis waren für das Geschäftsjahr 2017 geplante Fondsprojekte, die nicht bzw. nicht in vollem Umfang realisiert werden konnten bzw. voraussichtlich erst im Geschäftsjahr 2018 realisiert werden können. Ursächlich für die Verzögerungen waren ausstehende Entscheidungen bei potenziellen Investoren.

Die von der Geschäftsleitung eingeleiteten Maßnahmen im Bereich der Sach- und Personalkosten greifen und haben die finanzielle Situation der Gesellschaft im Jahr 2017 weiter verbessert.

Entwicklung der verwalteten Volumina und der Geschäftstätigkeit

Zum Stichtag 31.12.2017 verwaltete die Gesellschaft drei Publikums-TGV (Vj. drei) und einen Publikumsfonds (Vj. keinen), elf geschlossene Publikums-AIF (Vj. elf) und einen geschlossenen Spezial-AIF (Vj. einen) mit einem Gesamtvolumen von EUR 796 Mio. (Vj. EUR 867 Mio.). Der Geschäftsbereich AVANA Service KVG steuerte maßgeblich die Gesamterträge in 2017 bei.

Die Auslagerung der Portfolioverwaltung auf die fairAM für verschiedene Portfolios wurde zwischen März und Juni sukzessive beendet.

Ertragslage

Die Provisionserträge beliefen sich auf TEUR 20.956 (Vj. TEUR 22.574), die Provisionsaufwendungen
betrugen TEUR 18.676 (Vj. TEUR 20.714). Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2017 ein Provisionsergebnis i.H.v. TEUR 2.279 (Vj. TEUR 1.860). Das gegenüber dem Jahr 2016 angestiegene Provisionsergebnis ist auf das in 2017 übernommene Portfoliomanagement der geschlossenen Fonds bei dennoch gesunkenen Vermögenswerte (in 2017: EUR 796 Mio. ggü. Vj. EUR 867 Mio.) zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bezifferten sich auf TEUR 138 (Vj. TEUR 66). Diese setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 30 (Vj. TEUR 0), Periodenfremden Erträgen i.H.v. TEUR 77 (Vj. TEUR 0) aus der Korrektur des Zinsanteils aus Pensionsrückstellungen und verrechneten sonstigen Sachbezügen i.H.v. TEUR 21 (Vj. TEUR 31) zusammen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich auf TEUR 2.604 (Vj. TEUR 2.677).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere betrugen TEUR 65 (Vj. TEUR 0).

Die Eigenkapitalrentabilität lag bei -34,9 % (Vj. -47,9 %), die Kosten-Ertrags-Relation lag bei 113,5 % (Vj. 145,8 %).

Finanzlage

Das gezeichnete Kapital betrug zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 125 (Vj. TEUR 125). Zusammen
mit den eingezahlten Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 936 (Vj TEUR 936), den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.918), dem Verlustvortrag auf neue Rechnung in Höhe von TEUR 193 und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 303 (Vj. TEUR 799) war die Gesellschaft neben den Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus laufenden Geschäftstätigkeiten zum Bilanzstichtag mit 30,6 % (Vj. 38,4 %) Eigenkapital finanziert.

Die Gesellschafter gaben seit dem Geschäftsjahr 2015, ein eigenmittelwirksames Nachrangdarlehen i.H.v. TEUR 300.

Seit 6. September 2017 hält die Undevicesimus Stiftung, Tübingen als strategischer Investor einen Anteil von 75,5 % der Anteile. Daneben ist Herr Götz J. Kirchhoff mit 24,5 % beteiligt.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr 2017 aus dem sich aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ergebenden Cashflow und Rücklagen sowie Gesellschafterdarlehen. Die jederzeitige Liquidität der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 war sichergestellt. Da die Gesellschaft für ihre Geschäftstätigkeit keiner wesentlichen Investitionen bedurfte, waren keine externen Fremdfinanzierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2017 erforderlich.

Das Unternehmen gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an.
Die Gesellschaft erfüllt zum Berichtstag und erfüllte während des gesamten Geschäftsjahres 2017 die Eigenmittelanforderungen des KAGB.

Vermögenslage

Die Vermögensanlagen der Gesellschaft sind im Wesentlichen Forderungen gegen Kreditinstitute i.H.v. TEUR 1.333 (Vj. TEUR 983) und Forderungen gegen Kunden i.H.v. TEUR 315 (Vj. TEUR 891). In diesem Betrag ist ein Forderungsbetrag i.H.v. TEUR 133 enthalten, dessen Begleichung im 1. Halbjahr 2018 erfolgen soll.
Weiterhin existieren Anteile an verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 100 (Vj. TEUR 216). Die sonstigen Vermögensgegenstände i.H.v. TEUR 11 (Vj TEUR 0) bestehen aus Steuerrückforderungen.

Die Verbindlichkeit aus dem Schuldbeitritt an die UJK GmbH steht zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 564 (Vj. TEUR 403) zu Buche.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab. Rückstellungen für Risiken aus laufenden steuerlichen Verfahren Dritter im Zusammenhang den von der Gesellschaft als externer Portfoliomanager für selbstverwaltete Investmentaktiengesellschaften und deren Teilgesellschaftsvermögen (TGV) getätigten Aktientransaktionen rund um den Dividendenstichtag wurden nicht gebildet. Wegen weiterer Details hierzu wird auf den Prognose-, Chancen- und Risikobericht verwiesen.

Im Dezember 2017 wurde die Beteiligung an der FIRST INVESTMENT PARTNERS GmbH vollständig abgegeben.

Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage

Die Ertragslage der Gesellschaft ist für das Jahr 2017 als noch nicht gänzlich zufriedenstellend zu beurteilen. Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde allen erkennbaren Risiken durch Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Die vorhandenen Zins- und Währungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung. Der Fortbestand der Gesellschaft konnte insbesondere durch Verbesserung der Ertragslage und der Übernahme von Portfoliomanagement Mandaten im Bereich der Geschlossenen Fonds abgesichert werden.

Mitarbeiter

Zum Jahresende beschäftigte die Gesellschaft (einschließlich Geschäftsleitung) 12 Mitarbeiter (Vorjahr:
12). Sie bietet ihren Mitarbeitern neben gruppeninternen Schulungen auch die Möglichkeit der externen Weiterbildung. Hiervon haben die Mitarbeiter auch im Geschäftsjahr 2017 rege Gebrauch gemacht.

Sonstiges

Die regulatorischen Anforderungen haben auch im Geschäftsjahr 2017 erhebliche Kapazitäten gebunden. Die MiFID II Anforderungen werden fristgerecht umgesetzt.

Ab dem 1. Januar 2018 gilt mit entsprechenden Übergangsregelungen das neue Investmentsteuerrecht. AVANA Invest hat entsprechende Vorkehrungen getroffen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.


4. Risikobericht

Die AVANA Invest GmbH hat einen ganzheitlichen Risikomanagementprozess etabliert. Dieser beinhaltet, dass unter anderem für die im Rahmen des Risikomanagements identifizierten Risiken (Adressenausfallrisiken, Liquiditäts- und Marktpreisrisiken, operationale und sonstige Risiken) entsprechende interne Kontrollverfahren installiert wurden, um Risiken rechtzeitig identifizieren, bewerten, aggregieren und kommunizieren zu können und die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme sicherstellen zu können, um rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Die Interne Revision der AVANA Invest GmbH prüft regelmäßig nach einem festgelegten Revisionsplan
die verschiedenen Unternehmensbereiche. Etwaige Feststellungen im Rahmen der Revisionsprüfung werden im Rahmen von Maßnahmenplänen abgearbeitet und mit Nachschauprüfungen überwacht.

Eine quartalsweise durchgeführte Risikoanalyse gewährleistet die fortlaufende Erhebung und Bewertung aller potenziellen Risiken.

Die Risikokommunikation wird durch die regelmäßige Risikoberichterstattung an die Geschäftsführung
und den Aufsichtsrat sichergestellt und im Falle wesentlicher Änderungen der Risikosituation durch Ad-hoc-Meldungen ergänzt. Im Rahmen der Risikodokumentation werden die Ergebnisse der Risikoerhebung und -bewertung systematisch dokumentiert.

Die für alle wesentlichen Risikoarten formulierten Risikostrategien leiten sich dabei aus der Geschäftsstrategie der AVANA Invest GmbH ab. Sie werden mindestens einmal jährlich überprüft und
gegebenenfalls angepasst.

Die einzelnen Risikoarten werden zum Zweck der Risikosteuerung aus der vierteljährlichen Risikoinventur abgeleitet. Zu den als wesentlich erachteten Risikoarten zählen die Adressenausfallrisiken, die Ertragsrisiken, operationelle Risiken, Liquiditätsrisiken und strategische Risiken.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wird zudem vierteljährlich bzw. anlassbezogen überprüft,
welche Risiken die Vermögenslage einschließlich der Kapitalausstattung, die Ertragslage oder die Liquiditätslage maßgeblich beeinträchtigen können. Die Risikotragfähigkeit war während des gesamten Jahres 2017 jederzeit gegeben.

Adressenausfallrisiken

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die ausgewiesenen Aktienbestände unterliegen Wertschwankungen bzw. möglichen Wertverlusten, die im Rahmen der implementierten Kontrollsysteme zur Vermeidung wesentlicher Folgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage laufend überwacht werden.
Darüber hinaus bestehende, freie Liquidität wurde im Rahmen laufender Kontokorrentkonten und in Tages- und Festgeldern bei inländischen Kreditinstituten angelegt. Daraus resultierende Kreditrisiken sind somit begrenzt und unterliegen ebenfalls zeitnahen Kontrollen.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsplanung ist Teil des Finanzplanes, der von der Geschäftsführung erstellt und regelmäßig überprüft wird. Als wesentliches Risiko kann angesehen werden, dass Neukunden nicht in dem Ausmaß bzw. nicht zu dem Zeitpunkt akquiriert werden können, wie es die Planzahlen vorsehen. Dies würde Folgen auf die Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft nach sich ziehen. Über vorgenannte Liquiditätsrisiken im engeren Sinne hinausgehende wesentliche Liquiditätsrisiken (Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiken) werden derzeit nicht gesehen.

Ertragsrisiken

Die Gesellschaft unterliegt, wie jedes am Markt operierende Unternehmen auch Risiken durch Ertragsausfall. Der geschäftliche Erfolg der Gesellschaft ist wesentlich abhängig von den Erträgen aus der Verwaltung der Investmentvermögen und den Nebentätigkeiten. Reduziert oder verzögert sich der Anfall diese Erträge oder fallen sie ganz weg, hat dies direkte Auswirkungen auf den Erfolg der Gesellschaft. Rückgänge der verwalteten Volumina haben unmittelbaren Einfluss auf die Ertragssituation der Gesellschaft. Im Rahmen des Risikocontrollings werden diese Risiken laufend beobachtet.

Operationale Risiken

Operationelle Risiken definiert die Gesellschaft als das Risiko von Verlusten, die als Folge von unangemessenen oder unzureichenden internen Verfahren oder Systemen, menschlichem Versagen oder infolge externer Ereignisse sowie Rechtsrisiken eintreten können. Die Gesellschaft führt zur Reduzierung dieser Risiken regelmäßig eine Risikoinventur zur Bewertung der Risiken durch. Gegebenenfalls werden Prozesse auch ad hoc angepasst.

Dem latenten Personalrisiko begegnet die Gesellschaft durch interne und externe Fortbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter sowie einer internen Vertretungsregelung.

Risiken aus der Auslagerung von Tätigkeiten werden initial durch sorgfältige Auswahl der Dienstleister sowie laufend durch ein regelmäßiges Auslagerungscontrolling reduziert.

Risiken, die sich aus dem IT-Bereich ergeben können, werden im Rahmen des bestehenden Outsourcings mit einem IT-Provider durch ein striktes Outsourcing Controlling minimiert. Es besteht die Möglichkeit, dezentral auf die Systeme der Gesellschaft zuzugreifen.

Die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat werden regelmäßig über die Ergebnisse des Risikocontrollings informiert.

Strategische Risiken der Gesellschaft

Als strategische Risiken bezeichnet die Gesellschaft negative Einflüsse, die mittel- bis langfristig durch die geschäftspolitische Ausrichtung und externe oder interne Änderungen der Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit eintreten könnten. Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder neuen Märkten sowie der Aufbau neuer Geschäftseinheiten werden grundsätzlich erst nach sorgfältiger Risikobewertung vorgenommen. Derzeit sind strategische Risiken nicht erkennbar.


5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft hängt naturgemäß stark von der Entwicklung der Kapitalmärkte ab. Das Geschäftsmodell der AVANA Invest GmbH ist auf das Wertpapiergeschäft und auf Real Assets ausgerichtet. Laufende Gespräche mit Emissionshäusern, die eine Service-KVG suchen, eröffnen weitere Geschäftsmöglichkeiten.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das Marktumfeld auch im Jahr 2018 von weiteren Unsicherheiten beeinflusst sein wird. Mit ihrer Produktpalette sollte die Gesellschaft jedoch gut positioniert sein, um die individuellen Anlagebedürfnisse der Investoren erfolgreich erfüllen zu können. Die Vermögensverwaltung eröffnet ebenfalls weitere Ertragschancen.

Für 2018 erwartet der IWF eine weitere Beschleunigung des weltwirtschaftlichen Wachstums auf 3,9 %. Hierzu trägt auch die US Steuerreform bei. So hat der IWF die Wachstumsschätzung für die USA für 2018 von 2,3 % auf 2,7 % angehoben und erwartet auch positive Effekte für die Handelspartner.  Konjunkturell steht 2018 damit unter einem guten Stern. Allerdings hat die starke Konjunktur negative Auswirkungen auf die Zinsentwicklung und wahrscheinlich auch auf die Inflationsentwicklung. In den USA lief schon vor der Steuerreform die Konjunktur gut und die Arbeitslosigkeit ist im historischen Vergleich extrem niedrig. Das prozyklische konjunkturelle Gasgeben durch die US-Steuerreform bringt das Risiko mit sich, dass es an den Renten- und Aktienmärkten aufgrund von tatsächlichen oder erwarteten Zinssteigerungen zu Verwerfungen kommen könnte, was negative Auswirkungen auf die Welt-Konjunktur haben könnte. In Europa entwickelt sich derweil die Konjunktur positiv. Allerdings sind die Folgen der Wahl in Italien sowie der Ausgang der Verhandlung zum BREXIT noch nicht absehbar. Hinzu kommen die bekannten geopolitischen Krisenherde im Nahen Osten und Korea.

Das Jahr 2018 dürfte aber auch politische Risiken bergen. Präsident Trump könnte seine protektionistischen Bestrebungen zur Ablenkung von innenpolitischen Schwierigkeiten wiederaufnehmen. Aus dem gleichen Grund könnte auch von Seiten der USA der Druck auf Russland erhöht werden, mit dem Risiko, dass der Syrien-Konflikt eskaliert. Weitere Sanktionen gegen Russland würden die russische Wirtschaft schwächen. Zudem würde eine Erhöhung der Spannungen in der ohnehin fragilen Region des Nahen Ostens steigende Ölpreise zur Folge haben.

Das regulatorische Umfeld entwickelt sich ebenfalls weiter. Im Jahr 2018 tritt die Datenschutzgrundverordnung in Kraft, die jedoch aufgrund des Geschäftsmodells und der Kundenstruktur keinen wesentlichen finanziellen Aufwand für die Gesellschaft bedeuten sollte. Die IT Infrastruktur wird, wo erforderlich, entsprechend angepasst. Weitere Vorkehrungen zum Schutz persönlicher Daten werden ebenfalls überarbeitet.
Im Rahmen der Umsetzung der neuen steuerlichen Regeln ab 2018 werden die Anlagebedingungen der Sondervermögen beziehungsweise Teilgesellschaftsvermögen an die geltenden steuerlichen Regelungen angepasst.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir deutlich steigende Provisionserträge, die zu einem positiven Jahresergebnis 2018 führen werden. Die Gesellschaft stützt diese Annahme auf die Tatsache, dass insbesondere durch die Beendigung der Auslagerung des Portfoliomanagements auf die fairAM bereits aus dem Bestandsgeschäft ein Überschuss erzielt werden kann. Darüber hinaus wurden bislang projektierte Fondsvorhaben zum Vertrieb zugelassen und sind soweit fortgeschritten, dass Sie im Jahr 2018 an den Markt kommen können.

Ein auf Sachwertanlagen spezialisiertes Emissionshaus hat AVANA das Mandat erteilt, eine in Deutschland zum Vertrieb notifizierte Luxemburger S.C.S. SICAV-FIS bei semiprofessionellen und professionellen Investoren zu platzieren.

Insgesamt plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 mit einer deutlich gesunkenen Cost-Income-Ratio i.H.v. ca. 80 %.

Die Gesellschaft hat als externer Portfoliomanager von selbstverwalteten Investmentaktien-gesellschaften verschiedene TGV verwaltet, welche mittlerweile liquidiert wurden. Im Mai 2014 wurden Untersuchungen der zuständigen Behörden für vier TGV, die in den Jahren 2009 bis 2011 verwaltet wurden und Aktientransaktionen um den Dividendenstichtag ausgeführt haben, eingeleitet. Solche Transaktionen wurden auch in den Jahren 2011 bis 2013 für vier weitere TGV durchgeführt. Für diese vier TGV dauert die anberaumte Betriebsprüfung noch an.

Der Gesellschaft liegen steuerrechtliche Gutachten sowie ergangene Urteile der Finanzgerichte und Veröffentlichungen, die diesem Themenkomplex Rechnung tragen, vor. Sämtliche Gutachten sehen keine Notwendigkeit für die Gesellschaft, handelsrechtliche Rückstellungen zu bilden. Eigene Analysen der Geschäftsleitung im Kontext der aktuellen BMF-Schreiben zur Haftung der AVANA als externer Portfoliomanager für Ansprüche Dritter gegen die jeweiligen selbstverwalteten Investment-aktiengesellschaften bzw. deren TGV kommen zu dem Ergebnis, dass die AVANA gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme für Ansprüche Dritter gegen die von ihr gemanagten TGV rechnen muss.

Die Geschäftsführung erachtet die Wahrscheinlichkeit für das Risiko, dass die Finanzverwaltung bestandskräftig zu einer anderen steuerlichen Beurteilung kommen wird, als gering. Sollte der Fall einer Inanspruchnahme jedoch, trotz geringer Wahrscheinlichkeit, eintreten, dann wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet.

Im Dezember 2016 hat für die AVANA Invest GmbH eine noch andauernde Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2014 begonnen.

Der Aufsichtsrat wird fortlaufend über diesen Themenkomplex unterrichtet.

Wir weisen darauf hin, dass es sich bei den prognostischen Angaben im Lagebericht um zukunftsbezogene Aussagen handelt. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

München, den 28. Mai 2018
AVANA Invest GmbH

gez. Götz J. Kirchhoff  gez. Gerhard Rosenbauer  gez. Roger A. Welz

1 IWF, World Economic Outlook update, Januar 2018, S. 1
2 IWF, World Economic Outlook update, Januar 2018, S. 8
3 IWF, World Economic Outlook update, Januar 2018, S. 8
4 BVI Investmentstatistik vom 05.02.2018.

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Barreserve 245,68 210,62
B. Forderungen an Kreditinstitute 1.332.618,50 983.252,72
C. Forderungen an Kunden 315.303,37 891.397,39
D. Anteile an verbundenen Unternehmen 99.935,99 215.543,55
E. Immaterielle Anlagewerte 33.191,67 33.794,67
F. Sachanlagen 53.618,00 66.333,00
G. Sonstige Vermögensgegenstände 10.904,86 60.830,06
H. Rechnungsabgrenzungsposten 1.686,87 7.800,85
Bilanzsumme, Summe Aktiva 1.847.504,94 2.259.162,86

Passiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Sonstige Verbindlichkeiten 882.732,48 988.817,86
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 304.500,00 304.500,00
C. Eigenkapital 565.292,46 867.865,00
I. gezeichnetes Kapital 125.000,00 125.000,00
II. andere Zuzahlungen in das Eigenkapital 936.250,00 936.250,00
III. Gewinnrücklagen 0,00 1.918.465,30
1. andere Gewinnrücklagen 0,00 1.918.465,30
IV. Verlustvortrag 193.385,00 1.312.949,86
V. Jahresfehlbetrag 302.572,54 798.900,44
D. sonstige Rückstellungen 94.980,00 97.980,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 1.847.504,94 2.259.162,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 64,00 0,00
2. Zinsaufwendungen 15.759,28 25.025,27
3. Provisionserträge 20.955.541,75 22.574.014,65
4. Provisionsaufwendungen 18.676.313,04 20.713.719,83
5. Sonstige betriebliche Erträge 138.485,47 65.951,01
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 2.603.788,39 2.676.511,63
a) Personalaufwand 1.466.611,60 1.520.195,58
Löhne und Gehälter 1.192.034,96 1.235.515,53
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 274.576,64 284.680,05
darunter: für Altersversorgung 125.355,86 156.029,66
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.137.176,79 1.156.316,05
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 14.678,02 20.833,61
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.619,63 380,38
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere 64.605,56 0,00
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -301.672,70 -796.097,16
11. sonstige Steuern 899,84 2.803,28
12. Jahresfehlbetrag 302.572,54 798.900,44

Anhang

1.  Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der AVANA Invest GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften unter besonderer Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff. HGB) aufgestellt.

Außerdem wurde der Jahresabschluss nach den Vorschriften des GmbHG sowie nach der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Sitz:
München

Anschrift:
Thierschplatz 6 - Lehel Carré
80538 München


Eintragung ins Handelsregister:
München, HRB 177572

2.  Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss der AVANA Invest GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, angesetzt.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte gemäß § 340e Abs. 1 S. 1 HGB nach den für Anlagevermögen geltenden Vorschriften. Sofern zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 410,00, die im Geschäftsjahr 2017 zugegangen sind, wurden aktiviert und im Geschäftsjahr sofort abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr erfolgte zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Das Imparitätsprinzip wurde in diesen Fällen nicht beachtet. Zum Bilanzstichtag lagen keine Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung vor.

Auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen der Pensions- und sonstigen Rückstellungen sowie auf steuerliche Verlustvorträge wurde in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden ausreichend bemessen und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag Rechnung. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Die in 2010 gebildete Pensionsrückstellung für Versorgungszusagen an die beiden Geschäftsführer wurde im Jahr 2014 mit Schuldbeitrittsvertrag vom 26.11.2014 auf die UJK Management GmbH übertragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Die Gesellschaft geht derzeit von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Bezüglich möglicher bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf unsere Aussagen im Lagebericht in Abschnitt 5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht.

3.  Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1  Bruttoanlagenspiegel
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Bruttoanlagenspiegel zum 31.12.2017 zu entnehmen.

3.2  Aktiva
Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute
Der Kassenbestand beträgt zum 31.12.2017 EUR 245,68. Das Guthaben des Geschäftskontos bei der Commerzbank AG, Hamburg, beläuft sich auf EUR 347.587,38, bei der HypoVereinsbank AG, München, auf EUR 970.091,30, bei der V-Bank AG, München, auf EUR 13.811,62 sowie bei der DAB Bank AG, München auf EUR 1.128,20.

Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum 31.12.2017 auf EUR 315.303,37. Davon entfallen EUR 25.309,17 auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (siehe Forderungsspiegel zum 31.12.2017). Die hierunter im Vorjahr ausgewiesenen zweifelhaften Forderungen an einen Kunden in Höhe von EUR 820.625,00 wurden mit einer Patronatserklärung der Muttergesellschaft besichert. Des Weiteren wurde die Forderung am 20.12.2016 zusätzlich durch eine Bürgschaft besichert, welche am 30.06.2017 in Höhe von EUR 690.000,00 zur Auszahlung kam. Der Restbetrag in Höhe von EUR 130.625,00 wird von der Geschäftsleitung weiterhin als werthaltig betrachtet. Daher wird von der Geschäftsleitung keine Wertberichtigung vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen
Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB.

Der Anteil an der First Investment Partners GmbH wurde im Dezember 2017 veräußert.

Des Weiteren hält das Unternehmen folgende nicht börsennotierte Unternehmensaktien an verbundenen Unternehmen:   

  Anteil an Unternehmensaktien
bzw. am Aktienbestand
%
Eigenkapital zum Ende
des letzten Geschäftsjahres
der InvAGs/AGs gesamt
Ergebnis des letzten
Geschäftsjahres
der gesamten InvAGs/AGs
T€
AVANA InvAG München, durch AVANA Multi Assets Pensions, Aktienklasse I
100,00
32.861.787,27
1.631
AVANA II AG München i.L.,
100,00
26.187,61
-11
AVANA III AG München i.L.,
100,00
25.567,68
-92


Vorstehende Unternehmensaktien an der AVANA InvAG sowie Anteile an der AVANA II AG i.L. und AVANA III AG i.L. hatten zum 31.12.2017 einen Buchwert von TEUR 62 (AVANA InvAG), TEUR 19 (AVANA II AG i.L.) und TEUR 19 (AVANA III AG i.L.).

Immaterielle Anlagewerte
Die immateriellen Anlagewerte beliefen sich zum 31.12.2017 auf insgesamt EUR 33.191,67, darunter fallen immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 32.670,67 und EDV-Software in Höhe von EUR 521,00.

Sachanlagen
Die Sachanlagen betrugen zum 31.12.2017 EUR 53.618,00, welche vollständig aus sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung bestanden. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde ausschließlich für eigenbetriebliche Zwecke verwendet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände wiesen zum 31.12.2017 einen Wert von EUR 10.904,86 auf. Diese setzten sich aus Forderungen gegen das Finanzamt aus Umsatzsteuer in Höhe von EUR 10.822,26 und aus Körperschaftsteuer in Höhe von EUR 82,60 zusammen (siehe Forderungsspiegel zum 31.12.2017).

3.3  Passiva
Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 882.732,48 beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 540.084,48. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von EUR 26.675,78, aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 3.303,44, aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 123.223,98 sowie übrige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 163.220,91 (siehe Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2017).

Rückstellungen
Für das Geschäftsjahr 2017 wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 94.980,00 gebildet. Diese entfallen auf die Positionen Abschluss und Prüfung in Höhe von EUR 61.230,00, Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 24.700,00 sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von
EUR 9.050,00.

Nachrangige Verbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag bestanden Nachrangdarlehen gegenüber den Gesellschafter-Geschäftsführern in Höhe von insgesamt EUR 304.500,00. (siehe Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2017)
  

Darlehensgeber
Betrag
T€
Auszahlung am
Nachrang
erklärt am
Laufzeit
Zins
angefallene
Aufwendungen €
Thomas Uhlmann
76
26.06.2015
15.12.2016
5 Jahre
1,5 %
1.125,00
Thomas Uhlmann
76
26.08.2015
15.12.2016
5 Jahre
1,5 %
1.125,00
Götz J. Kirchhoff
76
26.06.2015
15.12.2016
5 Jahre
1,5 %
1.125,00
Götz J. Kirchhoff
76
25.08.2015
15.12.2016
5 Jahre
1,5 %
1.125,00
 
304
 
 
 
 
 


Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 125.000,00.

Gewinnrücklagen

Entwicklung der anderen Gewinnrücklagen:  
Gewinnrücklagen zum 31.12.2016
1.918.465,30 EUR
Verwendung im Jahr 2017 lt. Beschluss vom 21.02.2017
-1.312.949,86 EUR
Verwendung im Jahr 2017 lt. Beschluss vom 22.06.2017
-605.515,44 EUR
Gewinnrücklagen nach Verwendung zum 31.12.2017
0,00 EUR


Verlustvortrag
Der Verlust aus dem Jahr 2015 in Höhe von EUR 1.312.949,86 sowie der Verlust aus dem Jahr 2016 in Höhe von EUR 798.900,44 wurden mit den Gewinnrücklagen in Höhe von 1.918.465,30 EUR verrechnet. Der Restbetrag in Höhe von 193.385,00 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
3.4  Gewinn- und Verlustrechnung
Provisionserträge
Die Position Provisionserträge enthält im Wesentlichen laufende Verwaltungsvergütungen, daneben Erträge aus Beratung sowie in geringerem Umfang performanceabhängige Vergütungen.

Personalaufwand
Der Personalaufwand betrug EUR 1.466.611,60.

Steueraufwand
Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich bedingt durch den entstandenen Verlust keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

3.5  Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Verpflichtungen aus Mietverträgen TEUR 522.
Verpflichtungen aus KFZ-Leasingverträgen TEUR 1.

Nicht bilanzierte Haftungsverhältnisse und weitere nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

4.  Sonstige Pflichtangaben

4.1  Geschäftsführung und Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2017 bestand die Geschäftsführung aus den Herren Götz J. Kirchhoff, Gerhard Rosenbauer, Roger A. Welz und Herr Thomas W. Uhlmann, der mit Ablauf des 30.06.2017 ausgeschieden ist. Ab 01.07.2017 ist Herr Gerhard Rosenbauer eingetreten.

Herr Götz J. Kirchhoff ist verantwortlich für die Bereiche Risikocontrolling, Fondsadministration und Qualitätsmanagement; Recht und Geldwäsche; Compliance sowie Personal, Revision und IT.

Herr Roger A. Welz ist verantwortlich für die Bereiche Portfolio- und Produktmanagement Immobilien.

Herr Thomas W. Uhlmann war bis 30.06.2017 verantwortlich für die Bereiche Portfolio- und Produktmanagement, Marketing, Vertrieb und Finanzbuchhaltung.

Herr Gerhard Rosenbauer ist seit 01.07.2017 für die Bereiche Portfolio- und Produktmanagement, Marketing, Vertrieb und Finanzbuchhaltung zuständig.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Herr Dr. h.c. Friedrich Oelrich, Bankkaufmann und Sparkassenbetriebswirt (Vorsitzender)
Frau Jasmin Arpke-Knoll, Geschäftsführerin ab 13.12.2017
Herr Frank-Michael Sievers, Rechtsanwalt ab 13.12.2017
Herr Dipl. Kfm. Hans Jürgen Dannheisig, Diplomkaufmann (Stellvertreter) bis 12.12.2017
Herr Reinhold Ziegler, Direktor, lic. rer. pol. bis 12.12.2017

Folgende Mitarbeiter hatten ein Mandat in einem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremium:
Herr Günter Stibbe, Aufsichtsratsmitglied der AVANA Investment AG mit Teilgesellschaftsvermögen, München bis 22.11.2017.
Herr Roger A. Welz, Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender der AVANA Investment AG mit Teilgesellschaftsvermögen, München ab 31.01.2017, (zuvor Herr Dr. Christian Zerna bis 30.09.2016)
Herr Florian Rinck, Aufsichtsratsmitglied der AVANA Investment AG mit Teilgesellschaftsvermögen, München ab 22.11.2017.

4.2  Arbeitnehmer
Im Berichtszeitraum wurden neben den drei Geschäftsführern durchschnittlich 10 Mitarbeiter beschäftigt.

4.3  Honorar für den Abschlussprüfer
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen belief sich in 2017 auf TEUR 83. Hierin enthalten sind TEUR 26 welche das Jahr 2015 und 2016 betreffen.

4.4  Vorschlag zur Ergebnisverwendung
Mit Gesellschafterversammlung vom 21.02.2017 wurde beschlossen, aus den anderen Gewinnrücklagen einen Betrag in Höhe von EUR 1.312.949,86 aufzulösen und mit dem Jahresfehlbetrag des Jahres 2015 in Höhe von EUR 1.312.949,86 zu verrechnen. Hiernach ergibt sich eine verbleibende Gewinnrücklage vor Verwendung zum 21.02.2017 in Höhe von EUR 605.515,44. Im Anschluss daran wurde mit Gesellschafterversammlung vom 22.06.2017, aus den anderen Gewinnrücklagen einen Betrag in Höhe von EUR 605.515,44 aufgelöst und mit dem Jahresfehlbetrag des Jahres 2016 in Höhe von EUR 798.900,44 verrechnet. Der danach übersteigenden Verlust in Höhe von EUR 193.385,00 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag 2017 in Höhe von EUR 302.572,54 mit dem bestehenden Verlustvortrag in Höhe von EUR 193.385,00 zu verrechnen und auf neue Rechnung von insgesamt EUR 495.957,54 vorzutragen.

4.5  Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bestehen nicht.

München, den 28.05.2018
AVANA Invest GmbH

gez. Götz J. Kirchhoff  gez. Gerhard Rosenbauer  gez. Roger A. Welz  

Anlagespiegel

 
Anschaffungs-,
 
 
Anschaffungs-,
 
 
Herstellungs-
Zugänge
Abgänge
Herstellungs-
kumulierte
 
kosten
 
 
kosten
Abschreibungen
 
01.01.2017
 
 
31.12.2017
01.01.2017
 
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen
 
 
 
 
 
Immaterielle Anlagewerte
 56.569,91
 0,00
 0,00
 56.569,91
 22.775,24
Summe immaterielle
Anlagewerte
 56.569,91
 0,00
 0,00
 56.569,91
 22.775,24
Sachanlagen
 
 
 
 
 
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
 239.553,59
 1.360,02
 1.360,02
 239.553,59
 173.220,59
Summe Sachanlagen
 239.553,59
 1.360,02
 1.360,02
 239.553,59
 173.220,59
Finanzanlagen
 
 
 
 
 
Anteile an verbundenen
Unternehmen
 215.543,55
 0,00
 51.002,00
 164.541,55
 0,00
Summe Finanzanlagen
 215.543,55
 0,00
 51.002,00
 164.541,55
 0,00
Summe Anlagevermögen
 511.667,05
 1.360,02
 52.362,02
 460.665,05
 195.995,83
 
Abschreibungen
Zugänge
Abgänge
kumulierte
Zuschreibungen
 
 
Geschäftsjahr
 
 
Abschreibungen
Geschäftsjahr
Buchwert
 
 
 
 
31.12.2017
 
31.12.2017
 
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen
 
 
 
 
 
 
Immaterielle Anlagewerte
 603,00
 0,00
 0,00
 23.378,24
 0,00
 33.191,67
Summe immaterielle
Anlagewerte
 603,00
 0,00
 0,00
 23.378,24
 0,00
 33.191,67
Sachanlagen
 
 
 
 
 
 
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
 14.075,02
 0,00
 1.360,02
 185.935,59
 0,00
 53.618,00
Summe Sachanlagen
 14.075,02
 0,00
 1.360,02
 185.935,59
 0,00
 53.618,00
Finanzanlagen
 
 
 
 
 
 
Anteile an verbundenen
Unternehmen
 64.605,56
 0,00
 0,00
 64.605,56
 0,00
 99.935,99
Summe Finanzanlagen
 64.605,56
 0,00
 0,00
 64.605,56
 0,00
 99.935,99
Summe Anlagevermögen
 79.283,58
 0,00
 1.360,02
 273.919,39
 0,00
 186.745,66

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.05.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


BESTäTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRüFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AVANA Invest GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezem­ber 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesell­schaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne unsere Beurteilung einzuschränken, heben wir die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Risiken in Abschnitt 5. "Prognose-, Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts hervor. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft stellen dar, dass im Zusammenhang mit von der Gesellschaft als externer Portfoliomanager für selbstverwaltete Investmentaktiengesellschaften und deren Teilgesellschaftsvermögen (TGV) getätigte Aktientransaktionen rund um den Dividendenstichtag steuerliche Risiken bestehen. Die gesetzlichen Vertreter rechnen nicht mit einer Inanspruchnahme aus einer Haftung für Ansprüche Dritter gegen die von ihr gemanagten TGV. Sollte der Fall einer Inanspruchnahme dennoch eintreten, dann wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet.
Frankfurt am Main, 28. Mai 2018
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Otte gez. Schmiederer
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.