Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 100363
Eingetragen
3.2.2006
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Handel mit Kfz- Ersatz- und Tuningteilen sowie Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Bourmer
seit 7.3.2024
Geschäftsführer
Just Willem Beyer
seit 28.12.2023
Geschäftsführer
Klaus Dr. Weigeldt
seit 3.5.2023
Prokura
Matthias Gossenz
seit 13.2.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Wolfgang Riedel
seit 2.2.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
kfzteile24 GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
21.050 €
41.73%
Speedcar Beteiligungs GmbH II
Germany
20.950 €
41.51%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

kfzteile24 GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht zum 31. Dezember 2021

Inhalt Lagebericht

A. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

I. Geschäftsmodell

II. Absatzmärkte und Wettbewerbssituation

III. Kunden

IV. Strategie

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

II. Geschäftsverlauf

III. Lage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

3. Vermögenslage

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Risikobericht

3. Chancenbericht

V. Bericht über Zweigniederlassungen

A. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

I. Geschäftsmodell

Die kfzteile24 GmbH ist ein auf B2B- und B2C-eCommerce fokussiertes Unternehmen, welches ein breites Sortiment an Kfz-Ersatzteilen, -Verbrauchsmaterialien und -Zubehör anbietet. Die Bestellungen der Autoersatzteile werden primär über das Online-Portal kfzteile24.de ausgelöst und durch Unternehmen der kfzteile24-Gruppe innerhalb kürzester Zeit von den brandenburgischen Logistikstandorten Neuseddin und Ludwigsfelde an die Geschäfts- und Privatkunden versandt (teils mehrmals täglich). Durch einen umfassenden Experten-Telefon- support in mehreren Sprachen können einerseits Fragen zu den Produkten umgehend geklärt werden und andererseits Direktbestellungen vorgenommen werden. Detaillierte Produktbeschreibungen sowie professionelle Bilder, Produktfilme und Einbauanleitungen runden das Online-Angebot ab. Um privaten sowie gewerblichen Kunden einen "Rundum-Service" bieten zu können, werden in Berlin drei Filialen betrieben, die jeweils aus einem größeren Lager, attraktiven Ausstellungs- und Verkaufsraum sowie einer großen Werkstatt bestehen.

II. Absatzmärkte und Wettbewerbssituation

Die kfzteile24 GmbH betreibt mit kfzteile24.de und dem gleichnamigen B2B-Portal sowie der zugehörigen App einen der größten Online-Shops im Bereich Automotive Aftermarket in Europa. Weiterhin werden die kleineren Online-Shops "autoteile24.de" sowie "kfzteile.com" in Deutschland betrieben. Außerhalb Deutschlands ist das Unternehmen maßgeblich in den Märkten Österreich, Frankreich, Niederlande und Dänemark mit eigenen Online-Shops vertreten. Außerhalb der deutschsprachigen Länder tritt die kfzteile24 GmbH unter dem Markennamen "carpardoo" auf.

Mit den drei Filialen in Weißensee, Mahlsdorf und Spandau wird den Kunden im Großraum Berlin ein breites Omnichannel-Angebot unterbreitet, was ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb darstellt. Die Kunden können dort entweder direkt vor Ort kaufen oder bestellen, alternativ aber auch telefonisch oder über den Online-Shop sogenanntes "Click & Collect" vornehmen. Außerdem werden Produkte über die Marktplätze Amazon, eBay, Daparto und Kaufland vertrieben.

Wesentliche Wettbewerber sind markenunabhängige Online-Shops sowie überwiegend stationäre Großhändler in Deutschland und den europäischen Ländern. Den markengebundenen Aftermarket bestimmen die Automobilhersteller bzw. die Originalteilehersteller (OEMs).

III. Kunden

Die Umsatzerlöse resultieren etwa hälftig aus Geschäften mit Privatpersonen und hälftig aus Geschäften mit Geschäftskunden (u. a. kleinere, freie Werkstätten).

IV. Strategie

Unter dem seit Ende des Jahres 2019 aktiven Managements wurde die Strategie des "profitablen Wachstums" etabliert, welche auch 2022 weiterhin verfolgt wird. Somit soll das Unternehmen für die nationale und internationale Wachstumsstrategie bestens aufgestellt und im Hinblick auf die Erfüllung wachsender Kundenanforderungen sowohl von Gewerbe- als auch Privatkunden gestärkt werden.

Um das Wachstum des Marktes über alle Kanäle bestmöglich zu nutzen, wird die kfzteile24 GmbH mit der Hauptmarke "kfzteile24" seine hohe Markenbekanntheit weiter optimieren sowie das Produkt- und Serviceangebot an die Kundenbedürfnisse anpassen. Um etwa dem steigenden Anteil an mobilen Zugriffen auf den Online-Shops Rechnung zu tragen, wurde im Juli 2020 eine mobile Applikation ("App") für Google- (Android) und Apple-(iOS)Nutzer eingeführt und 2021 erheblich weiterentwickelt. Ausschlaggebend für den Kunden sind neben dem Preis auch die einfache Handhabung bei der Bestellung sowie die hohe Verfügbarkeit und die kurzen Lieferzeiten der Ersatzteile. Begleitet wurde diese Strategie durch eine erhebliche Sortimentsausweitung sowie die weitere Optimierung der sog. AB/CD-Logik, wonach nur noch stark nachgefragte Artikel neu auf Lager gelegt werden. Das Lieferantenmanagement wurde deshalb inzwischen organisatorisch von der täglichen Disposition der Ware getrennt, welche jetzt im Supply Chain-Team erfolgt. Die Sortimentsausweitung hat dabei auch bereits das Thema eMobility umfassend abgedeckt. Zudem wurde das Thema "Branding" und auch Eigenmarke inhaltlich sowie personell komplett neu aufgestellt. Ein erfahrenes Team mit umfangreicher eCommerce-Expertise kümmert sich um eine überarbeitete Markenpositionierung, außerdem gibt es klare Verantwortlichkeiten für den Bezug und die Etablierung von Partnern für ein breites und hochwertiges Eigenmarkensortiment. Konsequenterweise wurde das Bestandsmanagement von zuvor Reichweite als Steuerungskriterium nun auf Nutzbarkeit und Alter der Produkte umgestellt und so etwaige Bestandsrisiken reduziert, davon zeugt auch die höhere Lagerumschlagshäufigkeit von ca. 12,2 (Vorjahr 11,7).

Im Zuge der Corona-Pandemie konnte durch den Omnichannel-Ansatz das Angebot von "Click & Collect"-Bestellungen ausgebaut und etabliert werden. Mit der Weiterentwicklung der Online-Plattform sowie durch die ergänzende Nutzung von Marktplätzen und einem erweiterten B2B-Angebot in Kombination mit einem gezielten Marketingeinsatz soll die profitable Wachstumsstrategie weitergeführt werden. Daneben wurde bereits mit der Vorbereitung für weitere internationale Online-Shops begonnen.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der europäische Automotive Aftermarket verzeichnete im Jahr 2021 laut Untersuchungen von McKinsey einen Umsatzanstieg von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Der Online-Handel insgesamt hat im Jahr 2021 von der COVID-19-Pandemie profitiert. Gleichzeitig konnte der stationäre Handel trotz zwischenzeitlicher Lockerungen kaum profitieren und wuchs nur gering gegenüber dem Vorjahr.

Die Anzahl der in Deutschland zugelassenen Pkw per Ende des Jahres 2021 erreichte nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes ein weiteres Allzeithoch in Höhe von 48,5 Mio. Fahrzeugen (+0,6% im Vergleich zum Vorjahr). Des Weiteren nahm das durchschnittliche Fahrzeugalter im Jahr 2021 weiter zu und beträgt nunmehr 10,1 Jahre (Vorjahr 9,8). Laut Branchenverband ACEA ging die Nachfrage 2021 nach Neuwagen in der Europäischen Union um 2,4 % im Vergleich zu 2020 erneut zurück (Deutschland -10,1 %). Neben der COVID-19-Pandemie war dieser Rückgang auf die Halbleiterknappheit zurückzuführen. Weiterhin war eine im Vergleich zu 2019 anhaltend geringere Pkw-Nutzung zu beobachten, die sich in niedrigen Unfallzahlen zeigte (+3 % gegenüber 2020 nach -16 % Rückgang im Vorjahr laut Zahlen des Statistischen Bundesamts).

II. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse konnten trotz COVID-19 und Herausforderungen in den globalen Lieferketten um insgesamt 7 % im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 187.388 gesteigert werden. Wesentliche Maßnahmen im Jahr 2021 waren die erhebliche Ausweitung des Sortiments und die Steigerung der Liefergeschwindigkeit, die Verbesserung der mobilen App, der Ausbau der Direktbelieferung für Unternehmenskunden sowie die gestiegene Erreichbarkeit und Antwortgeschwindigkeit per Telefon und E-Mail. Dies führte zu einer höheren Zufriedenheit der Kunden.

Der Fokus des Marketings lag in einem ausgewogenen Mix aus Offline- und Onlinemaßnahmen. Neben der umfangreichen Teilnahme an den eCommerce-Events "Black Friday" und "Cyber Week" wurden erstmalig die "Orange Dealz Days" durchgeführt. Zudem wurde fokussiert auf Bestandskunden gesetzt, die mit kfzteile24 eine lange Historie verbindet. Der Ansatz ist und war es hierbei, die Kundenbeziehung noch weiter auszubauen und zu stärken.

Das Filialgeschäft ist COVID-19-bedingt um 6 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, während sich das Werkstattgeschäft erholte und 11 % wuchs. Das Management ist überzeugt davon, dass die Entwicklung des Filialgeschäfts nur vorübergehend ist und sich nach Beendigung der COVID-19-Pandemie weiteres Wachstum ergeben wird.

III. Lage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich von TEUR 175.246 im Vorjahr auf TEUR 187.388 erhöht. Die Erhöhung um rund 7 % ist auf die positive Entwicklung des Online-Geschäfts zurückzuführen. Dieses profitierte von dem Ausrollen sowohl der iOS- als auch der Android-App sowie neuen Services für sogenannte "Prime B2B-Kunden" und von einer erheblichen Sortimentsausweitung. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 248 auf TEUR 5.955 (Vorjahr TEUR 5.707) erhöht und enthalten ganz überwiegend den realisierten Buchgewinn aus der Veräußerung eines bebauten Grundstücks im Wege einer Sale-and-Leaseback-Transaktion, nachdem im Vorjahr bereits der Verkauf des früheren Verwaltungssitzes enthalten war. Die Sale-and-Leaseback-Transaktion erfolgte vor dem Hintergrund der attraktiven Kaufpreisentwicklung, die Nutzung der Immobilie wurde über einen marktüblichen, langfristigen Mietvertrag gesichert.

Der Materialaufwand hat sich um TEUR 12.446 auf TEUR 145.704 erhöht, was auf die Umsatzerlössteigerung sowie den erhöhten Bedarf an Fremddienstleistern zurückzuführen ist. Obwohl im abgelaufenen Geschäftsjahr der Fokus weiterhin auf einer hohen, jederzeitigen Lieferbereitschaft gelegen hat, konnte die Materialeinsatzquote trotz Belastungen aus COVID-19 und der sogenannten "Supply-Chain-Krise" weitgehend stabil gehalten werden. Effekte ergaben sich aus dem COVID-19-bedingt niedrigeren Anteil an hochmargigen Umsatzerlösen im Filial-/Werkstattgeschäft sowie aus vorübergehenden, gezielten Preiskampagnen im Rahmen des Aufbaus der App und des "Prime B2B"- Geschäftes sowie der Bestandsoptimierung. Der Personalaufwand hat sich aufgrund einer Erhöhung der während des Geschäftsjahres durchschnittlich beschäftigen Mitarbeiter auf TEUR 1.662 erhöht. Die Abschreibungen haben sich aufgrund erhöhter Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände aufgrund der Unterstützung der Wachstumsstrategie von TEUR 7.110 auf TEUR 8.279 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 36.187 und haben sich trotz erhöhter Marketing- und Versandkosten im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 36.187) nicht verändert. Die Betriebsaufwendungen betragen insgesamt TEUR 191.745 (Vorjahr: TEUR 177.783) und enthalten außerordentliche sowie einmalige und nicht wiederkehrende Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.404 (Vorjahr: TEUR 3.318). Das operative Ergebnis (EBITDA) belief sich auf TEUR 13.152 (Vorjahr: TEUR 11.782) und hat sich um 12 % erhöht.

Die kfzteile24 GmbH weist ein Ergebnis nach Ertragsteuern von TEUR 4.694 (Vorjahr: TEUR 4.133) aus. Die Verbesserung ist auch auf die um TEUR 334 erhöhten Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie die um TEUR 325 verringerten Zinsaufwendungen zurückzuführen.

Der für das Geschäftsjahr 2021 sonst entstehende Jahresüberschuss der kfzteile24 GmbH in Höhe von TEUR 4.780 wird aufgrund des mit der Speedcar Beteiligungs GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages abgeführt.

2. Finanzlage

Zum Jahresbeginn 2016 hat die kfzteile24 GmbH ein Cash-Pooling zum konzerninternen Liquiditätsausgleich eingerichtet. Dadurch wird den Konzernunternehmen überschüssige Liquidität entzogen bzw. werden Liquiditätsunterdeckungen durch Kredite ausgeglichen. Durch die Vereinbarung erfolgt eine Tagesnullstellung von Einnahmen und Ausgaben. Den Master-Account führt die kfzteile24 GmbH.

Die kfzteile24 GmbH finanziert sich mit konzerninternen Bank- sowie zwei selbst aufgenommener KfW-Darlehen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 TEUR 9.384 in immaterielle Vermögensgegenstände und TEUR 848 in Sachanlagen investiert. Die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände entfallen ganz überwiegend auf entgeltlich erworbene Software (TEUR 8.477), während die Zugänge der Sachanlagen überwiegend auf andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 445) entfallen. Aus der eigenen Softwareentwicklung ergaben sich Zugänge zu den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 906. Zukünftige Investitionen sollen aus dem laufenden Cashflow finanziert werden.

Das kurzfristig gebundene Vermögen von TEUR 38.780 (Vorjahr: TEUR 29.600) steht einem kurzfristigen Fremdkapital von TEUR 57.093 (Vorjahr: TEUR 39.747) gegenüber, davon stellen TEUR 28.471 (Vorjahr: TEUR 29.239) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar (davon kurzfristiges Fremdkapital als Darlehen gegenüber der Speedcar Beteiligungs GmbH in Höhe von TEUR 13.882, Vorjahr TEUR 17.052). Das kurzfristig gebundene Vermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital zu 67,9 % (Vorjahr: 74,5 %). Die kfzteile24 GmbH geht davon aus, dass ihr die gruppeninternen Darlehen langfristig zur Verfügung stehen. Generell soll der zukünftige Kapitalbedarf durch die laufenden Cashflows sowie die Verlängerung von Finanzierungen gedeckt werden.

Die fälligen Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen bezahlt. Die Gesellschaft zahlt regelmäßig innerhalb der Skontofrist und hat mit diversen Lieferanten Bonusvereinbarungen, von denen die Gesellschaft aufgrund des Einkaufs von großen Mengen jährlich Bonusgutschriften erhält.

3. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der kfzteile24 GmbH beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 74.190 (Vorjahr: TEUR 66.843).

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.847 auf TEUR 34.484 vermindert und macht 46,5 % (Vorjahr: 54,4 %) der Bilanzsumme aus. Die Verminderung ist auf die Veräußerung eines bebauten Grundstücks im Wege einer Sale-and-Leaseback-Transaktion sowie auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen überwiegend entgeltlich erworbene Software. Im Anlagevermögen befindet sich ferner eine selbst genutzt Logistikimmobilie auf einem ca. 300.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe Berlin, das nach Auffassung der Gesellschaft noch erhebliche Erweiterungsmöglichkeiten bietet.

Die Erhöhung des kurzfristig gebundenen Vermögens um TEUR 9.180 ist überwiegend auf die Erhöhung der liquiden Mittel (TEUR 5.033) sowie der Waren (TEUR 2.862) zurückzuführen. Die liquiden Mittel sind aufgrund des liquiden Überschusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Gruppe gestiegen. Der Anstieg des Warenbestandes beruht auf einer Sortimentsausweitung sowie einer vorsichtshalber aufgrund von "Supply-Chain-Risiken" vorübergehend erhöhten Bevorratung.

Auf der Passivseite setzt sich die Bilanzsumme aus dem Eigenkapital (TEUR 16.972 bzw. 22,9 %) und nahezu ausschließlich kurzfristigem Fremdkapital (TEUR 57.093 bzw. 77,0 %) zusammen.

Das Eigenkapital (TEUR 16.972) hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert, da der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.780 aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Speedcar Beteiligungs GmbH abgeführt wird.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich um TEUR 17.347 auf TEUR 57.094 erhöht. Die Erhöhung ist auf die im Vorjahr noch dem mittelfristigen Fremdkapital zuzuordnenden Darlehen (inklusive KfW) sowie eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 10.192) zurückzuführen, während sich die Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Speedcar Beteiligungs GmbH mindernd auswirkte. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist neben dem Wachstum und der Bestandserhöhung auf verbesserte Zahlungsziele bei vielen Lieferanten zurückzuführen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten Leistungsindikatoren für die Steuerung des Geschäfts sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit (EBITDA als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung) sowie die Kundenzufriedenheit.

Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung um etwa 10 % ist trotz eines starken Wachstums im Online-Geschäft aufgrund der anhaltenden Pandemie und der Lieferkettenschwierigkeiten nur leicht verfehlt worden. Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit liegt mit einem Anstieg von 12 % deutlich über dem Vorjahresergebnis. Damit wurde die Prognose, welche von einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich ausging, erreicht.

Die Kundenzufriedenheit gemessen anhand des Net Promoter Scores nach Lieferung ("NPS after delivery") erreichte 2021 mit im Durchschnitt 75 (Vorjahr 73) einen konstant hohen Wert. Die niedrige Retourenquote von 6,5 % im Jahresdurchschnitt unterstreicht eine hohe Zufriedenheit der Kunden mit den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens.

5. Gesamtaussage

Der Geschäftsverlauf 2021 sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der kfzteile24 GmbH waren trotz COVID-19-Pandemie und Lieferkettenschwierigkeiten gut. Das Geschäftsjahr 2021 wurde erneut mit einem deutlichen positiven operativen Ergebnis (EBITDA) erfolgreich abgeschlossen.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für 2022 plant das Management mit einem Anstieg der Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Es wird ebenfalls von einem deutlichen Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich des operativen Ergebnisses (EBITDA) ausgegangen. Diese Planung berücksichtigt auch die zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts bekannten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Lieferkettenherausforderungen. So wurde auch für das laufende Geschäftsjahr bis einschließlich März eine signifikante Belastung der Filialumsätze eingeplant. Das Management erwartet 2022 keine Einschränkungen des Filialgeschäfts über den aktuellen Status hinaus. "Click & Collect" wurde von den Kunden im Rahmen des ganzheitlichen Omnichannelansatzes sehr gut angenommen und wird auch über COVID-19 hinaus ein wichtiger Bestandteil der kundenfokussierten Strategie sein.

Durch die COVID-19-Pandemie sind zwei wesentliche, umsatzstützende Effekte zu nennen. Zum einen ist damit zu rechnen, dass der Anteil der Online-Käufe am gesamten Automotive Aftermarket weiter zulegen wird. Zum anderen führt die Knappheit von Halbleitern und einhergehenden Lieferkettenschwierigkeiten zu langen Wartezeiten und zu einer verhaltenen Nachfrage nach Neuwagen und somit zu einem starken Interesse an der Instandhaltung von Gebrauchtwagen. Die Bundesregierung erwartet gemäß ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2022 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 3,6 % im Jahr 2022.

Diese nachfragestützenden Effekte sollen durch operative Verbesserungen und Erweiterung der Geschäftstätigkeit unterstützt werden. So werden die fortwährende Erweiterung des Sortiments, der Ausbau in der Belieferung der Geschäftskunden (B2B) sowie neue Features der Onlineplattform und der mobilen App einen großen Beitrag zur Umsatzsteigerung leisten. Das Management plant zudem eine konstant hohe Kundenzufriedenheit auf dem Niveau der Jahre 2020 und 2021.

2. Risikobericht

Risiken aus der COVID-19-Pandemie:

Allgemein:

Zur ganzheitlichen Steuerung der Risiken aus der COVID-19-Pandemie für Mitarbeiter, Kunden und alle weiteren Stakeholder hat das Management eine Projektgruppe ("Corona-Taskforce") eingerichtet, um ein schnelles Handeln und Informieren zu gewährleisten. Außerdem stehen die Führungskräfte in regelmäßigem Austausch zu aktuellen Entwicklungen.

Gesundheitsrisiko von Mitarbeitern:

Mitarbeiter könnten sich mit COVID-19 infizieren und selbst längere Zeit krankheitsbedingt ausfallen oder andere Mitarbeiter infizieren, die ihrerseits ausfallen würden. Schwere Krankheitsverläufe könnten zu Todesfällen führen. Die Umsatzerlöse und Kosten könnten dadurch erheblich beeinträchtigt werden. Das Management ist diesem Risiko frühzeitig durch eine Reihe von Maßnahmen entgegnet. Dazu gehören unter anderem Hygienevorschriften, die sich am jeweiligen Stand der Wissenschaft orientieren, Masken, Abstandsregeln, Schichtentrennung sowie - überall wo möglich - die Anordnung von Homeoffice. Dazu wurde frühzeitig für mobile Arbeitsplätze in allen relevanten Bereichen gesorgt und die Technik entsprechend aufgerüstet. Zudem werden den Mitarbeitern kostenlose Selbsttests zur Nutzung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und zur freiwilligen Nutzung angeboten. Dennoch kann ein Infektionsrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Warenbezugsrisiko / unterbrochene Lieferketten:

Der Bezug von Handelsware könnte durch COVID-19 und etwaige Gegenmaßnahmen der Regierungen beeinträchtigt sein. Dies könnte zu steigenden Preisen oder niedrigerer Verfügbarkeit von Ware führen und somit die erzielbaren Umsatzerlöse beeinträchtigen. Das Management hat auf das Risiko eingeschränkter Verfügbarkeit frühzeitig reagiert und den Bestand um solche Waren vorsorglich erheblich aufgebaut, die sich schnell abverkaufen und von Beeinträchtigungen der Lieferkette am wahrscheinlichsten betroffen sein könnten (z.B. bei Bezug außerhalb der EU). Preiserhöhungen durch Lieferanten werden im erforderlichen Maße an Kunden weitergegeben. Daneben hat das Management schon in Vorjahren dafür gesorgt, dass es keine Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten und Produzenten gibt und Produkte regelmäßig von mehr als einem Lieferanten bezogen werden können. Hierzu erfolgte im Jahr 2021 der Beitritt zu einer internationalen Einkaufsgemeinschaft. Auch wurden die Preise in der Regel bereits für das Gesamtjahr 2022 fest vereinbart. Dennoch können Risiken aus den Lieferketten nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Schließung oder Teilschließung von Filialen:

COVID-19 kann dazu führen, dass die drei von dem Unternehmen betriebenen Filialen ganz oder teilweise für Publikumsverkehr geschlossen werden und dadurch erhebliche Umsatzausfälle entstehen, die nicht ohne weiteres auf der Kostenseite aufgefangen werden können. Das Management hat frühzeitig auf diese Risiken reagiert und neue Hygienestandards und Schutzmaßnahmen (siehe oben) in den Filialen umgesetzt. Die Mitarbeiter wurden befähigt, auch in anderen Unternehmensbereichen auszuhelfen (Logistik/Kundenservice). Die Kunden wurden umfassend informiert bzw. weitere Informationen vorbereitet, sodass ein Umlenken der Nachfrage auf den Online-Shop oder der Warenbezug durch "Click & Collect" gewährleistet ist. Enge Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden stellt sicher, dass die jeweiligen Maßnahmen von diesen auch als ausreichend angesehen werden. Anhaltende und vollständige Filialschließungen wie zu Beginn der Pandemie sind zwar nicht zu erwarten, aber nicht vollends auszuschließen.

Nachfragerisiken:

COVID-19 kann zu einem Nachfragerückgang führen. Die Nachfrage nach Ersatz- und Verschleißteilen hängt in starkem Maße von der Nutzung der Pkw ab. COVID-19-bedingte Einschränkungen im Reise- oder Berufsverkehr der jeweils zuständigen Behörden und Regierungen verursachen in der Regel eine geringere Nutzung der Fahrzeuge durch die Allgemeinheit - während die gleichen Maßnahmen jedoch regelmäßig auch das Angebot beeinträchtigen und verknappen - Letzteres vor allem für alle Handelsbereiche, die nicht online abgewickelt werden. Die starke Online-Aktivität des Unternehmens stellt hier insofern einen gewissen Schutz dar. Dennoch kann ein niedrigerer Umsatz aus einem entsprechenden Nachfrageeinbruch nicht ausgeschlossen werden.

Finanzielles Risiko:

Alle zuvor genannten Risiken im Rahmen der COVID-19-Pandemie können sich negativ auf die Ertrags- und Liquiditätslage der kfzteile24 GmbH auswirken. Im Jahr 2021 hat das Unternehmen eine Refinanzierung mit seinen langjährigen Hausbanken abgeschlossen, mit der die zuvor bestehenden Finanzierungen erweitert wurden. Die neue Vereinbarung sieht Laufzeiten bis in das Jahr 2023 vor.

Branchenspezifische Risiken

Als branchenspezifisches Risiko ist das Auftreten neuer Anbieter mit konkurrenzfähigen Preisen und Services im Autoteilesegment vorhanden. Dem tritt das Unternehmen mit einem großen Sortiment sowie mit attraktiven Preisen entgegen. Dies wird ergänzt um einen umfassenden Service in den Bereichen Logistik, Lieferartauswahl, unterschiedlichste Bezahlmethoden sowie ausführliche Produktbeschreibungen und mehrsprachigen Kundenservice.

Die ständige Verfügbarkeit von einem breiten Sortiment an Kfz-Ersatzteilen verursacht Lagerkosten. Außerdem müssen Teile gelagert werden, die nicht sofort veräußert werden können. Hinzu kommt, dass einige Teile in größerer Zahl abgenommen werden müssen als zunächst benötigt (Mindestbestellmengen). Dem wirkt das Unternehmen mit einem Dispositionsmechanismus entgegen, welcher eine hohe Umschlagshäufigkeit gewährleistet und damit die Risiken erheblich mitigiert. Das verfügbare Sortiment soll ferner durch sogenanntes Cross-Dock-Geschäft, also das Angebot von Waren, die erst bei Bestellung durch den Kunden bezogen werden, erheblich ausgebaut werden. Dies ist ohne einhergehendes Lagerrisiko möglich.

Die kfzteile24 GmbH ist mit einem kontinuierlichen und für den Großteil der Käufe sofortigen Liquiditätszufluss ausgestattet, da im Online-Geschäft vor allem auf Vorauszahlungen geliefert und im Filial- und Werkstattgeschäft sofort bezahlt wird. Für die Zahlungsart Kauf auf Rechnung besitzt die Gesellschaft einen Factoring-Vertrag, sodass das Risiko aus offenen Forderungen unwesentlich ist.

Durch ständige Marktbeobachtungen, attraktive Preisgestaltung und Verkaufsaktionen gelingt es der kfzteile24 GmbH, konkurrenzfähig zu sein und kundenorientierte Sortimente und Dienstleistungen anzubieten, um das Angebot abzurunden. Die ständige Weiter- und Neuentwicklung der Verkaufsplattformen mit der Ergänzung um anwenderfreundliche Tools und Services, z.B. der kundenorientierten mobilen App, stärkt die Marktposition des Unternehmens.

Personalrisiken

Kfzteile24 GmbH ist ein nachhaltig wachsendes Unternehmen, sodass ein hoher und stetiger Bedarf an qualifiziertem Personal besteht. Daraus ergibt sich das Risiko, Fachkräfte nicht in ausreichendem Maße gewinnen zu können oder Schlüsselpersonal ungeplant zu verlieren.

Neben der gezielten Aus- und Weiterbildung von Personal sind zusätzlich zahlreiche Maßnahmen geplant, um nachhaltig attraktive Beschäftigungsbedingungen zu bieten (z.B. Dienstfahrrad, Online-Sport, Weiterbildungsplattform).

Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken können sich im Wesentlichen aus den Bereichen Nachfrage, Verkaufspreise und den Preisen für bezogene Waren und Dienstleistungen ergeben. Die Nachfrage nach Kfz-Ersatzteilen hat sich in den letzten Jahren - auch während der COVID-19-Pandemie - als außerordentlich robust erwiesen. Die Anzahl der zugelassenen Pkw und deren Alter im Kernmarkt Deutschland hat stetig zugenommen. Neue Technologien wie eMobility spielen eine zunehmende Rolle. Deshalb ist für 2022 vorgesehen, das eMobility-Sortiment weiter auszubauen.

Das Unternehmen ist bundesweit und über Deutschland hinaus für eine Vielzahl an Kunden tätig und hat keine Klumpenrisiken aus dem Kundenbereich. Deshalb kann das Nachfragerisiko als gering angesehen werden. Auch die Verkaufspreise haben sich als robust erwiesen. Allerdings gibt es hier Einflüsse aus dem Wettbewerb. Diesem begegnet das Unternehmen mit dem gezielten Einsatz von sog. Pricingtools und -logiken, welche für die Erreichung der angestrebten Deckungsbeiträge sorgen sollen. Den Warenbezugsrisiken bezüglich der Preise wird durch eine umfangreiche Marktbetreuung, professionellen Einkauf, die Vermeidung von Klumpenrisiken und laufende Preisvergleiche entgegengewirkt. Es wird angestrebt, im Rahmen des Warenbezuges nennenswerte Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten weiter zu verringern. Vor dem Hintergrund ist das Unternehmen, im Jahr 2021 zusätzlich einer Einkaufsgemeinschaft beigetreten. Die Vermeidung von Klumpenrisiken gilt folglich für Handelsware, aber auch für Marketingkosten sowie für andere bezogene Waren und Dienstleistungen. Für die Zukunft kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich aus dem Vorgenannten dennoch Risiken für die Ertragsseite des Unternehmens ergeben.

Auch der aktuelle Krieg zwischen Russland und der Ukraine kann sich auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken. Das Unternehmen unterhält keine Lieferanten- oder Kundenbeziehungen in die betroffenen Regionen, eine direkte Auswirkung auf die Verfügbarkeit von Waren oder die Absatzzahlen ist daher derzeit nicht zu erwarten. Eine Folge des Krieges könnten steigende Rohstoff- sowie vor allem Energiepreise sein. Steigende Rohstoffpreise könnten sich in der Verteuerung von Produkten niederschlagen, die von Produzenten und Großhändlern an das Unternehmen weitergegeben werden. Das Unternehmen kann steigende Preise in gewissem Umfang an seine Kunden weitergeben. Anhaltend hohe Energiepreise könnten zu einem Rückgang der Mobilität im Individualverkehr und zu einem Ausweichen auf energieschonende Verkehrsträger führen. Ein Rückgang der Nachfrage nach Kfz-Ersatzteilen ist folglich aufgrund des geringeren Verschleißes sowie aufgrund vorübergehend höherer Kaufzurückhaltung nicht auszuschließen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Grundsätzlich verfügt die kfzteile24 GmbH über eine gute Liquidität, da im Online-Geschäft vor allem auf Vorauszahlung geliefert wird und im Filial- und Werkstattgeschäft sofort bezahlt wird.

Ein finanzielles Risiko sind die hohen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 28.471 (Vorjahr: TEUR 29.239), die zwar mit TEUR 13.882 (Vorjahr 17.052) Gesellschafterdarlehen betreffen, aber insgesamt als kurzfristig zu betrachten sind. Die kfzteile24 GmbH geht davon aus, dass ihr die Darlehen langfristig zur Verfügung stehen und die Konzernrefinanzierung über die Hausbanken entsprechend über 2023 hinaus verlängert werden kann.

Die Geldentwertung hat keine erkennbaren direkten Auswirkungen auf die Risiken des Unternehmens, da Vorräte im Allgemeinen nur sehr kurzfristig im Lager verbleiben und Preissteigerungen der Lieferanten im Allgemeinen zügig an die Kunden weitergegeben werden können. Es bestehen keine langfristigen Festpreisvereinbarungen mit den Kunden.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Anteile an Genossenschaften, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten.

Das Risiko der Fremdfinanzierung durch Kreditinstitute hat die Gesellschaft im Wesentlichen durch eine konzerninterne Umfinanzierung an höher gesiedelte Konzernunternehmen verlagert.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind selten. Dies ist auf sichere Zahlarten zurückzuführen. Forderungsausfälle sind zusätzlich über ein Factoring-Geschäft abgesichert.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung.

Durch den Einkauf von Waren in China sind Währungsrisiken durch Wechselkursschwankungen von EURO zu US-Dollar unvermeidlich, diese bleiben aber aufgrund des verhältnismäßig sehr geringen Einkaufsvolumens in US-Dollar überschaubar.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus selbst erwirtschafteten Mitteln, aus Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

IT-Risiken

Als Betreiber zahlreicher Online-Shops hängt die Geschäftstätigkeit maßgeblich von der Funktionsfähigkeit und Stabilität der vorhandenen IT-Infrastruktur ab. Eine konzerninterne, leistungsstarke IT-Abteilung sichert und überwacht die Systeme rund um die Uhr. Durch das stetige Wachstum des Unternehmens ist ein ständiger Ausbau der Infrastruktur notwendig. Aufgrund des verstärkten Aufkommens dezentralen Arbeitens insbesondere im Zuge der COVID-19-Pandemie wird auch auf einen angemessenen Schutz der Endgeräte geachtet. Zur Absicherung von Risiken eines Cyberangriffs besteht eine Versicherung.

Umweltrisiken

Umwelteinwirkungen können Gebäude und Inventar beschädigen und den Wert darin befindlicher Waren reduzieren. Daher sind relevante Gebäude und deren Inventar bzw. Waren gegen Umweltschäden versichert.

3. Chancenbericht

Potenziale ergeben sich aus der Erhöhung der Bestellhäufigkeit und der Markentreue der Bestandskunden durch Implementierung von Loyalitätsprogrammen, dem weiteren Ausbau des Sortiments sowie schneller Lieferung. Des Weiteren sieht das Management Potenziale im Ausbau der B2B-Belieferung, der potenziellen Erweiterung des Filialnetzes, einer profitablen Internationalisierung durch den Go-Live in neuen Ländern und der Belebung des Marktwachstums nicht zuletzt durch die Zunahme des Durchschnittsalters der im Markt befindlichen Fahrzeuge sowie deren Nutzung insbesondere nach Ende der COVID-19-Pandemie. Das Unternehmen rechnet im Zuge der COVID-19-Pandemie mit einer verstärkten Konsolidierung des Automotive Aftermarktes, wobei aufgrund der starken Positionierung im Online- und Offlinebereich sowie der soliden finanziellen Lage weiter Marktanteile gewonnen werden könnten. Die starke Marke unterstützt dabei nicht nur bei der Gewinnung neuer Kunden, sondern auch bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter, um die Strategie des profitablen Wachstums nachhaltig umzusetzen.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Berlin, 28. April 2022

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.658.192,00 1.083.031,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 17.861.857,04 13.409.959,04
3. geleistete Anzahlungen 0,00 2.005.465,39
19.520.049,04 16.498.455,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.627.453,13 13.215.811,59
2. technische Anlagen und Maschinen 1.793.629,00 1.956.754,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.242.016,00 4.558.774,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 202.629,02 3.447,91
14.865.727,15 19.734.787,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 77.500,00 77.500,00
2. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
3. Anteile an Genossenschaften 15.600,00 15.600,00
98.100,00 98.100,00
34.483.876,19 36.331.342,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 16.683.625,57 13.822.474,20
2. geleistete Anzahlungen 99.812,58 54.564,64
16.783.438,15 13.877.038,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 771.925,22 1.002.226,19
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.749.012,50 7.278.141,44
9.520.937,72 8.280.367,63
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 12.475.690,76 7.442.819,73
38.780.066,63 29.600.226,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 925.802,17 910.956,41
74.189.744,99 66.842.525,54

PASSIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 50.400,00 50.400,00
2. Nennbetrag eigener Anteile -16.800,00 -16.800,00
33.600,00 33.600,00
II. Bilanzgewinn 16.938.853,27 16.938.853,27
16.972.453,27 16.972.453,27
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 333.809,53 58.009,00
2. sonstige Rückstellungen 2.324.165,76 3.544.909,97
2.657.975,29 3.602.918,97
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.025.000,00 10.157.078,26
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 429.772,57 939.459,76
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.250.856,39 5.058.788,17
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.470.680,37 29.239.066,55
5. sonstige Verbindlichkeiten 383.007,10 872.760,56
davon aus Steuern: EUR 36.848,74 (Vorjahr: EUR 178.183,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.830,28 (Vorjahr: EUR 1.797,84)
54.559.316,43 46.267.153,30
74.189.744,99 66.842.525,54

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 187.387.874,10 175.245.754,00
2. andere aktivierte Eigenleistungen 3.361.434,58 1.775.334,57
3. sonstige betriebliche Erträge 5.955.218,75 5.707.277,20
davon aus Währungsumrechnungen: EUR 23.330,96 (Vorjahr: EUR 14.005,07)
196.704.527,43 182.728.365,77
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -110.342.754,58 -102.893.680,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -35.361.186,07 -30.364.306,96
-145.703.940,65 -133.257.987,34
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.360.385,29 -1.230.805,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -301.462,95 -270.747,87
davon für Altersversorgung: EUR 7.370,00 (Vorjahr: EUR 1.175,35)
-1.661.848,24 -1.501.553,26
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.278.840,45 -7.110.178,45
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -36.186.586,00 -36.187.034,87
davon aus Währungsumrechnungen: EUR 26.639,00 (Vorjahr: EUR 23.345,59)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.088.956,12 755.294,38
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.724,39 726,52
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -956.554,47 -1.282.282,12
davon an verbundene Unternehmen: EUR 564.805,48 (Vorjahr: EUR 985.828,90)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -317.877,45 -12.022,02
12. Ergebnis nach Steuern 4.693.560,68 4.133.328,61
13. sonstige Steuern 86.004,84 273.331,31
14. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -4.779.565,52 -4.406.659,92
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00
17. Gewinnvortrag 16.938.853,27 16.938.853,27
18. Bilanzgewinn 16.938.853,27 16.938.853,27

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Charlottenburg mit der Handelsregisternummer HRB 100363 B eingetragen.

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Speedcar Beteiligungs GmbH, Berlin.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige (lineare und zeitanteilige) Abschreibungen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bilanziert. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von zwei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Im Geschäftsjahr wurden gemäß § 248 Abs. 2 HGB Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 906 (Vorjahr: TEUR 944) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB. Die Herstellungskosten umfassen ausschließlich die projektbezogen angefallenen Personalkosten. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegen die zum Bilanzstichtag gemäß § 248 Abs. 2 HGB aktivierten Entwicklungskosten (TEUR 1.658; Vorjahr: TEUR 1.083) einer Ausschüttungssperre. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr angefallenen Entwicklungskosten beträgt TEUR 906 (Vorjahr: TEUR 944).

Die geleisteten Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige (lineare und zeitanteilige) Abschreibungen, bilanziert. Bewegliche Sachanlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken liegt zwischen acht und 33,33 Jahren. Die übrigen Sachanlagen werden über einen Zeitraum von zwei bis 25 Jahren abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden nach dem IDW-Fachgutachten HFA 1/1984 von den Anschaffungskosten der geförderten Vermögensgegenstände abgesetzt.

Die geringwertigen Anlagegüter (bis EUR 800) werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen für Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Waren werden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Anschaffungspreisminderungen (Skonti und Boni) wurden durch pauschale Prozentsätze abgesetzt. In Abhängigkeit von der Lagerdauer (Vorjahr: Lagerreichweite) wurden pauschale Abschläge vorgenommen. Eine Berechnung der Auswirkungen aus der Bemessung von pauschalen Abschlägen auf Basis der Lagerdauer statt Lagerreichweite ist aufgrund des veränderten Bestandsmanagements und der daraus resultierenden Zusammensetzung der Vorräte nicht verlässlich möglich.

Die geleisteten Anzahlungen für Waren werden mit dem Nennwert angesetzt.

Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Dem Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen zu Forderungen Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert aktiviert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern sind nicht zu bilanzieren, da die kfzteile24 GmbH als Organgesellschaft kein eigenes steuerpflichtiges Einkommen erzielt und kein Steuerschuldner ist.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der in der Bilanz der kfzteile24 GmbH enthaltenen Anlagepositionen und ihre Veränderung im Geschäftsjahr 2021 sind in der beigefügten "Entwicklung des Anlagevermögens" dargestellt.

Aufstellung zum Anteilsbesitz:

Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Verbundene Unternehmen
kfzteile24 Logistik GmbH, Berlin 100,0 5.174 0
kfzteile24 Personalmanagement GmbH, Berlin 100,0 1.103 0
Mediaplan Berlin GmbH, Berlin 100,0 4 -1

Es bestehen zwischen der kfzteile24 Logistik GmbH, Berlin, sowie der kfzteile24 Personalmanagement GmbH, Berlin, Ergebnisabführungsverträge mit der kfzteile24 GmbH.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Liefer- und Leistungsverkehr 1.348 2.126
Personal- und Sozialbereich 134 560
Gewährleistung 114 108
Abschluss- und Prüfungskosten 120 82
Übrige 608 669
2.324 3.545

Unter den Rückstellungen für den Liefer- und Leistungsverkehr werden im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und für Kundenrücksendungen abgebildet.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Verbindlichkeiten gesamt davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.025 10.025 0 0
(Vorjahr) (10.157) (157) (10.000) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 430 430 0 0
(Vorjahr) (939) (939) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.251 15.251 0 0
(Vorjahr) (5.059) (5.059) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.471 28.471 0 0
(Vorjahr) (29.239) (29.239) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 383 383 0 0
(Vorjahr) (873) (873) (0) (0)
Summe 54.560 54.560 0 0
(Vorjahr) (46.267) (36.267) (10.000) (0)

Bei Krediten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) waren die finanzierten Objekte im Vorjahr als Sicherheit übertragen (Vorjahr: TEUR 157).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 28.471; Vorjahr: TEUR 29.239) betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 3.216; Vorjahr: TEUR 2.479), Umsatzsteuerverrechnungen mit dem Organträger (TEUR 1.322; Vorjahr: TEUR 433), Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling (TEUR 6.396; Vorjahr: TEUR 5.542) sowie sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 17.537; Vorjahr: TEUR 20.785).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 18.626 (Vorjahr: TEUR 21.428) gegenüber dem Gesellschafter enthalten.

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie nachstehend auf die Tätigkeitsbereiche der Gesellschaft:

2021
TEUR
Online und Support 159.975
Filialen 22.277
Werkstätten 2.763
Sonstige 2.373
187.388

Die Umsatzerlöse aufgegliedert nach Regionen stellen sich wie folgt dar:

2021
TEUR
Deutschland 181.554
Österreich 2.676
Frankreich 1.651
Dänemark 482
Niederlande 474
Italien 144
Schweiz 128
Sonstige 279
187.388

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 783 (Vorjahr: TEUR 124) und von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 70) periodenfremd. Von den Personalaufwendungen waren im Vorjahr TEUR 356 periodenfremd.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit TEUR 4.789 (Vorjahr: TEUR 5.301) Netto-Gewinne aus der Veräußerung eines Grundstücks in außergewöhnlicher Größenordnung enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Vorjahre.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Verpflichtungen gesamt davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 6.465 1.416 2.606 2.443
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 81 81 0 0
Verpflichtungen aus Dienstleistungs-, Lizenz- und Sponsoringverträgen 6.493 4.095 2.398 0
Summe 12.958 5.511 5.004 2.443

V. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Der aktuelle Krieg zwischen Russland und der Ukraine kann sich auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken. Das Unternehmen unterhält keine Lieferanten- oder Kundenbeziehungen in die betroffenen Regionen, eine direkte Auswirkung auf die Verfügbarkeit von Waren oder die Absatzzahlen ist daher derzeit nicht zu erwarten. Eine Folge des Krieges könnten steigende Rohstoff- sowie vor allem Energiepreise sein. Steigende Rohstoffpreise könnten sich wiederum in der Verteuerung von Produkten niederschlagen, die von Produzenten und Großhändlern an das Unternehmen weitergegeben werden. Das Unternehmen kann steigende Preise in gewissem Umfang an seine Kunden weitergeben. Anhaltend hohe Energiepreise könnten zu einem Rückgang der Mobilität im Individualverkehr und zu einem Ausweichen auf energieschonende Verkehrsträger führen. Dies hätte einen geringeren Verschleiß von Pkw-Teilen zur Folge, ein Rückgang in der Nachfrage nach Ersatzteilen ist folglich nicht auszuschließen.

Daneben haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag ergeben.

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 12 (Vorjahr: 9) Arbeitnehmer beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Bernd Humke

Chief Financial Officer

Markus Winter

Chief Executive Officer (Vorsitzender der Geschäftsführung)

Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge.

Mutterunternehmen bei Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der kfzteile24 GmbH einbezogen wird, ist die Speedcar Beteiligungs GmbH, Berlin. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Angabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 der Speedcar Beteiligungs GmbH, Berlin, enthalten.

 

Berlin, 28. April 2022

Geschäftsführung

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2021

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.176.231,54 906.396,12 0,00 0,00 2.082.627,66
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 27.045.290,86 8.477.114,60 2.005.465,39 57.029,45 37.470.841,40
3. Geschäfts- oder Firmenwert 48.428,23 0,00 0,00 0,00 48.428,23
4. geleistete Anzahlungen 2.005.465,39 0,00 -2.005.465,39 0,00 0,00
30.275.416,02 9.383.510,72 0,00 57.029,45 39.601.897,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.057.075,05 121.933,70 0,00 5.383.647,60 14.795.361,15
2. technische Anlagen und Maschinen 3.333.982,87 79.681,62 0,00 0,00 3.413.664,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.226.777,75 445.738,56 1.460,41 175.617,07 9.498.359,65
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.447,91 200.641,52 -1.460,41 0,00 202.629,02
32.621.283,58 847.995,40 0,00 5.559.264,67 27.910.014,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 77.500,00 0,00 0,00 0,00 77.500,00
2. Beteiligungen 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
3. Anteile an Genossenschaften 15.600,00 0,00 0,00 0,00 15.600,00
98.100,00 0,00 0,00 0,00 98.100,00
62.994.799,60 10.231.506,12 0,00 5.616.294,12 67.610.011,60
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 93.200,54 331.235,12 0,00 424.435,66
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13.635.331,82 6.030.681,99 57.029,45 19.608.984,36
3. Geschäfts- oder Firmenwert 48.428,23 0,00 0,00 48.428,23
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
13.776.960,59 6.361.917,11 57.029,45 20.081.848,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.841.263,46 931.528,70 1.604.884,14 6.167.908,02
2. technische Anlagen und Maschinen 1.377.228,87 242.806,62 0,00 1.620.035,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.668.003,75 742.588,02 154.248,12 5.256.343,65
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.886.496,08 1.916.923,34 1.759.132,26 13.044.287,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Anteile an Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
26.663.456,67 8.278.840,45 1.816.161,71 33.126.135,41
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.658.192,00 1.083.031,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 17.861.857,04 13.409.959,04
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen 0,00 2.005.465,39
19.520.049,04 16.498.455,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.627.453,13 13.215.811,59
2. technische Anlagen und Maschinen 1.793.629,00 1.956.754,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.242.016,00 4.558.774,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 202.629,02 3.447,91
14.865.727,15 19.734.787,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 77.500,00 77.500,00
2. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
3. Anteile an Genossenschaften 15.600,00 15.600,00
98.100,00 98.100,00
34.483.876,19 36.331.342,93

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die kfzteile24 GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der kfzteile24 GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der kfzteile24 GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 13. Mai 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steffen Branz, Wirtschaftsprüfer

Paul Wegener, Wirtschaftsprüfer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 9.6.2022 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2021 festgestellt.

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