WECO Contact GmbHLiquidiert

63452 Hanau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 93696
Eingetragen
19.11.2009
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Produktion und der Handel mit erlaubnisfreien Waren aller Art, insbesondere elektronischen und elektrischen Verbindungsmaterialien sowie der An- und Verkauf aller hierfür benötigten Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Netzel
seit 10.4.2025
Aufsichtsrat
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
WECO Electrical Connectors Inc.CAN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

WECO Electrical Connectors Inc.
Canada
150.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WECO Contact GmbH

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht


A. Grundlagen der Gesellschaft

Die WECO Contact GmbH ist Hersteller im Bereich Elektronik und Elektrotechnik und hat ihren Sitz in Hanau. Sie gehört als mittelständisches Unternehmen zu der international agierenden WECO Group. Innerhalb der WECO Group verantwortet die WECO Contact GmbH die Regionen EMEIA und Asien. Sie verfügt über eine eigene Produktionsstätte in Deutschland sowie über Vertriebsgesellschaften in China und Hongkong. Die Regionen Nord-, Mittel- und Südamerika werden von der Muttergesellschaft, der WECO Electrical Connectors Inc. in Montreal, Kanada, sowie deren Tochtergesellschaften in Mexiko und Brasilien betreut. Zusätzlich hat WECO Electrical Connectors Inc. eine Montagestätte in Tunesien. Zusammen mit Vertriebspartnern ist WECO weltweit in 56 Ländern präsent.

Zu unseren Produkten gehören insbesondere Leiterplattenklemmen und ‑steckverbinder, Klemmleisten, Flachsteckverbinder, blanke Klemmen / Keramikklemmleisten sowie Modul-Leergehäuse und Zubehör.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In seinem Weltwirtschaftsausblick meldet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2021 zu Jahresbeginn ein weltweites Wachstum von + 5,5 % gegenüber einem Rückgang von - 3,5 % im Jahr 2020. Eine Korrektur auf + 4,4% für das Jahr 2021 fand im Herbst 2021 statt.

Das Wachstum der Wirtschaft in der Euro-Zone steigerte sich gemäß IWF nach einem Rückgang im Vorjahr von - 6,4 % in 2020 auf + 5,2 % in 2021. In Deutschland wurde gemäß IWF ein Wirtschaftsanstieg von 2,7 % in 2021 gegenüber einem Rückgang von -4,6 % in 2020 erzielt. Damit konnte man eine deutliche Steigerung zu Beginn des Jahres gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, die jedoch im 4. Quartal abflachte. Die an die Euro-Zone angrenzenden Volkswirtschaften fielen Corona bedingt sehr unterschiedlich aus. Das Wachstum stieg in dieser Region nach dem Einbruch um - 1,8 % im Jahr 2020 auf mehr als 6,5 % im abgelaufenen Jahr 2021.

Der Branchenumsatz der deutschen Elektronik- und Elektroindustrie entwickelte sich im abgelaufenen Jahr 2021 positiv. Es wird gemäß ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) eine Steigerung um +10,2 % gegenüber 2020 auf 200,4 Mrd. € erwartet. Dabei stiegen die Inlandsumsätze auf 94,0 Mrd. €, was einem prozentualen Anstieg von + 9,1 % entspricht. Die Auslandsumsätze stiegen im Jahr 2021 um + 11,2 % auf 106,4 Mrd. €.

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Elektroindustrie stieg von 867.500 im Jahr 2020 auf 874.100 Beschäftigte.

Im gesamten vergangenen Jahr 2021 sind die Auftragseingänge um + 23,5 % gegenüber Vorjahr gestiegen.

II. Marktsituation und Auftragslage

Die Marktsituation ist seit Jahren durch Verdrängungswettbewerb und Internationalisierung gekennzeichnet. Preisvergleiche und -entscheidungen durch Kunden erfolgen zunehmend länderübergreifend. Die WECO Contact GmbH positioniert sich weiterhin über ein hohes Liefer- und Qualitätsniveau, Produktinnovationen im Bereich SMD-Technologie und durch kundenspezifische Lösungen auf dem Markt. Insbesondere in 2021 sind Kunden durch die Liefersituation am Markt hinzugekommen.

Die starken Einwirkungen durch die Corona-Pandemie haben dazu geführt, dass eine zusätzliche Veränderung im Weltmarkt stattgefunden hat, da gerade China durch eine schnelle Bekämpfung der Pandemie im 2. Quartal 2020 bereits wieder voll lieferfähig war und einen enormen Ankauf von Rohmaterialen getätigt hatte. Dadurch kam es in Europa zu Lieferverzögerungen und Rohstoffpreisanstiegen, die auch weiterhin in 2021 nachgewirkt haben.

C. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage

Die Ertragslage war im Geschäftsjahr 2021 wie folgt gekennzeichnet:

Die Umsatzerlöse konnten von 13.060 TEUR in 2020 um 20,4% auf 15.725 TEUR deutlich gesteigert werden. Ursächlich dafür war das Kundenverhalten unter Corona-Einflüssen in Europa. Gerade durch die anhaltenden Pandemieeinflüsse kam es bei vielen Kunden zu wachsenden und langfristigen Bestellungen. Erwartete Projekte aus 2020, die sich durch die Pandemie zeitlich verschoben hatten, sind nun angelaufen.
Die wesentlichen Faktoren für die verlängerten Lieferzeiten waren Kunststoffgranulatverknappung sowie die Materialverfügbarkeit von Metall und Messing. Erschwerend kam die Flut im Ahrtal dazu, die einen erheblichen Einfluss auf Messingbe- und Verarbeitung brachte. Das hat sich durchgängig an der unterjährig wachsenden Überschreitung der Kundenwunschtermine gezeigt.

Der Auftragseingang mit monatlich 1,9 Mio.€ (2020: 1,3 Mio. €) entwickelte sich sehr positiv.

Der Bestand an Erzeugnissen und Waren verringerte sich um -169 TEUR (im Vorjahr + 120 TEUR).

Die Gesamtleistung erhöhte sich von 13.266 TEUR im Vorjahr um 2.401 TEUR auf 15.667 TEUR.

Der Materialaufwand hat sich von 7.171 TEUR im Vorjahr um 1.276 TEUR auf 8.447 TEUR gesteigert und betrug 53,7 % (im Vorjahr 54,9 %) der Umsatzerlöse. Die Ursachen liegen wesentlich an den gestiegenen Aufträgen aber auch den Preissteigerungen. Die Materialaufwandsquote konnte durch verbesserte Prozesse um 1,2 Prozentpunkte gesenkt werden.

Der Rohertrag hat sich von 47,8 % auf 48,7 % der Umsatzerlöse verbessert. Dabei tragen sowohl Erträge aus dem Wegfall von Verpflichtungen gegenüber einem Tochterunternehmen von 325 TEUR als auch am Markt durchgesetzte Preiserhöhungen bei.

Der Personalaufwand hat sich mit 4.078 TEUR im Vergleich zum Vorjahr um 206 TEUR erhöht und betrug 25,9 % (im Vorjahr 29,6 %) der Umsatzerlöse. Die strategische Veränderung der Vertriebsstruktur und die damit verbundene interne Ausrichtung sind ursächlich dafür.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich bei gleichzeitig erhöhtem Umsatz und aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen um 278 TEUR auf 2.390 TEUR. Die veränderte Vertriebsstruktur führte zu einem Einmaleffekt, der allerdings planmäßig innerhalb des Jahres kompensiert werden konnte.

Die Erträge aus verbundenen Unternehmen betrugen noch 1 TEUR (im Vorjahr 17 TEUR). Diese entfallen komplett auf Zinserträge eines in 2021 getilgten Darlehens.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 153 TEUR im Vorjahr auf 445 TEUR. Davon entfallen 325 TEUR auf den Wegfall von Verpflichtungen gegenüber einem Tochterunternehmen.

Der Zinsaufwand konnte von 97 TEUR im Jahr 2020 um 21 TEUR auf 76 TEUR verringert werden.

Das Jahresergebnis hat sich von - 47 TEUR im Vorjahr auf 677 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikant gesteigert.

II. Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich im Laufe des Geschäftsjahrs 2021 wie folgt verändert:

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 6.506 TEUR im Vorjahr um 33 TEUR auf 6.539 TEUR.

Im Anlagevermögen standen den Zugängen von 201 TEUR die Abgänge von 488 TEUR und die Abschreibungen von 153 TEUR gegenüber. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die technischen Anlagen und Maschinen.

Die bisherigen Anteile an einem verbundenen Unternehmen von 13 TEUR wurden in 2021 an die Konzernmutter verkauft. In diesem Zusammenhang kam es auch zum Abgang der Ausleihung an verbundene Unternehmen von 475 TEUR.

Die Vorräte sind von 3.477 TEUR um 332 TEUR auf 3.809 TEUR gestiegen, um die Materialversorgung wegen der Rohstoffverknappung sicherzustellen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 1.863 TEUR um 114 TEUR auf 1.977 TEUR erhöht.

Die Rückstellungen haben sich von 492 TEUR im Vorjahr um 585 TEUR auf 1.077 TEUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten sind von 4.928 TEUR um 1.228 TEUR auf 3.700 TEUR gesunken. Davon entfallen 1.466 TEUR auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (im Vorjahr 2.714 TEUR).

Aufgrund des Jahresergebnisses von 677 TEUR hat sich die Eigenkapitalquote bei einer um 33 TEUR gestiegenen Bilanzsumme gegenüber Vorjahr von rd. 16,7 % auf rd. 27,0 % erhöht.

III. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2021 als befriedigend bezeichnet werden. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und
Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Der Saldo der liquiden Mittel und kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich auf - 411 TEUR verändert. Größere Forderungsausfälle konnten dank der Fokussierung auf Kundenbonität nicht verzeichnet werden.

Die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 941 TEUR gegenüber 1.106 TEUR im Vorjahr. Davon sind 612 TEUR innerhalb eines Jahres, 329 TEUR innerhalb von einem bis fünf Jahren fällig.

Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2021 durchgängig gegeben.

IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens verwendet die Gesellschaft die finanziellen Leis-tungsindikatoren Umsatz, Auftragseingang und Investitionen.

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren verwendet die Gesellschaft insbesondere den Leistungsindikator Mitarbeiter. Daneben betrachtet die Gesellschaft auch die Bereiche Umweltschutz und insbesondere Neu- und Bestandskunden als bedeutende Indikatoren der weiteren Entwicklung und wird diese in den kommenden Jahren ausbauen.

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2021 konnten Umsatzerlöse von insgesamt 15.725 TEUR nach 13.060 TEUR im Vorjahr erzielt werden. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung um 2.665 TEUR bzw. um rund 20,4 %. Die deutliche Steigerung trotz der Corona-Einflüsse bei gleichzeitigen gestreckten Entscheidungen bei neuen Projekten zeigt eine stabile Marktentwicklung und den Zugewinn von Kunden. Generell ist festzustellen, dass keines der für 2020 eingeplanten Projekte storniert, sondern nur nach 2021 verschoben worden sind und diese jetzt zum Start kamen.

Die ursprünglich für 2021 geplanten Umsatzerlöse in Höhe von 13,0 Mio. EUR konnten somit deutlich übertroffen werden.

Investitionen

Die Zugänge im Anlagespiegel betrugen zum 31. Dezember 2021 insgesamt 201 TEUR und lagen damit um 9 TEUR unter dem Vorjahreswert. Mit einem Gesamtbetrag von 125 TEUR (Vorjahr: 144 TEUR) entfiel im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 der überwiegende Teil der Investitionstätigkeit auf Spritz- und Stanzwerkzeuge. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Geschäftsjahres 2021 lagen mit 153 TEUR um 28 TEUR über dem Vorjahr mit 125 TEUR. Die Steigerung im Sachanlagevermögen liegt an Neuinvestitionen für Maschinen für ein Großprojekt.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 71 Arbeitnehmer (Vorjahr: 78 Arbeitnehmer). Das entspricht einer Verringerung von 7 Arbeitnehmern.

Umweltschutz

In der Fertigung legen wir hohen Wert auf einen schonenden und effizienten Umgang mit Ressourcen und den daraus entstehenden Produkten. Regelmäßige Überprüfungen durch die zuständigen Behörden belegen, dass alle gesetzlichen und behördlichen Vorgaben eingehalten werden.

Kunden

Unsere Kundenbasis ist durch eine Diversifikation in zahlreiche Branchen sowie Unter-nehmensgrößen gekennzeichnet. Zur Erhöhung der Kundenbindung sowie der Kunden-zufriedenheit werden unsere Kunden ständig befragt und es wird aktiv ein Feedback eingeholt.

V. Gesamtaussage

Zusammenfassend betrachtet, ist die Lage des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 als stabil zu bezeichnen. Die wirtschaftliche Situation insgesamt ist zufriedenstellend.

D. Forschung und Entwicklung

Die WECO Contact GmbH unterhält am Sitz in Hanau eine Entwicklungsabteilung. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Marktbeobachtung und der darauf basierenden Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen sowie der stetigen Verbesserung der vorhandenen Produkte. Im Fokus bei aktuellen Neuentwicklungen steht die SMD-Technologie, der Einsatz neuer und moderner Kunststoffe sowie Anwendungen in bisher weniger stark bearbeiteten Branchen und Nischen.

Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit ist die kundenspezifische Entwicklung bzw. Modifikation von Produkten. Die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Produkte betrugen wie im Vorjahr insgesamt rd. 96 TEUR.

E. Risiko- und Chancen der zukünftigen Entwicklung, Prognosebericht

I.  Allgemeine Risiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken entstehen grundsätzlich aus Konjunkturschwankungen, gesellschaftspolitischen Ereignissen, Wechselkurs- und Zinsentwicklungen sowie aus Änderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Branchenrisiken ergeben sich aus der Wettbewerbssituation und der Charakteristik der bearbeiteten Märkte.

Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann die konjunkturelle Abkühlung der für uns wichtigen Märkte, insbesondere in der Eurozone, die Nachfrage deutlich beeinträchtigen. Damit besteht das Risiko, dass Kunden Aufträge verschieben oder möglicherweise im Einzelfall stornieren. Darüber hinaus kann eine geringere Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln zu Liquiditätsverknappung bei bestehenden Kunden führen. Sollten wir dadurch einen oder mehrere Kunden verlieren, könnten die von uns zur Lieferung dieser Produkte getätigten Anfangsinvestitionen oder gegen den betreffenden Kunden noch ausstehende Forderungen ganz oder teilweise verloren gehen. Mit einer stärker zunehmenden Diversifikation mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen und Neukunden bzw. Ausbau bestehender Kunden bzw. Marktanteilszugewinn in verschiedenen Branchen federn wir mögliche Marktschwankungen ab. Durch zukünftiges Neugeschäft in wenig bearbeiteten Märkten und Marktanteilsgewinnung in neuen Marktsegmenten, in denen wir zuvor nicht tätig waren, kann ein weiterer Risikoausgleich geschaffen werden. Der Markteintritt in diesen Märkten birgt neben den Chancen hingegen auch zusätzliche Risiken, die sich vor allem aus politischen und gesellschaftlichen Instabilitäten, aus Wechselkursschwankungen und aus rechtlichen Unsicherheiten ergeben.

Möglichen Risiken durch Substitution von Prozessen und Dienstleistungen begegnen wir durch die ständige, bedarfsgerechte Weiterentwicklung unserer Prozesse, Produkte und Dienstleistungen gemeinsam mit den Kunden, um den Kundennutzen und damit die Kundenbindung weiter steigern zu können.

II.  Operative Risiken

Preisänderungsrisiken im Beschaffungsprozess begrenzen wir vor allem durch mittel- und langfristige Rahmenvereinbarungen oder durch Preisgleitklauseln in Absprache mit unseren Kunden. Hier besteht ein Risiko, dass mögliche kurzfristige, unterjährige Materialpreissteigerungen nicht zeitnah und vollständig an die Kunden weitergegeben werden können.

Risiken im Rahmen des Beschaffungsprozesses können sich zudem aus Lieferantenausfällen, Qualitätsproblemen oder zeitlichen Verzögerungen im Zulieferprozess ergeben. Diese Risiken reduzieren wir durch eine sorgfältige Auswahl von Lieferanten und deren laufende Betreuung und Auditierung sowie den Auf- und Ausbau alternativer Bezugsmöglichkeiten. Dadurch können zukünftige Risiken begrenzt, aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Innerhalb des Wertschöpfungsprozesses sind wir der Gefahr von Betriebsunterbrechungen, Qualitätsproblemen sowie Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken ausgesetzt. Wir vermeiden oder reduzieren diese Risiken durch ein umfassendes und integriertes Risikomanagement. Darüber hinaus existiert in unserem Organisations-Handbuch eine umfassende Verfahrensanweisung zur strukturierten Abwicklung. Als ständige Aufgabe sehen wir die Weiterentwicklung und Verbesserung der Produktions- und Logistikprozesse an.

Auch das sorgfältigste Managementsystem kann Schadensfälle und Haftungsrisiken nicht vollständig ausschließen. Für diese Risiken sind in angemessenem Umfang Versicherungen abgeschlossen und gegebenenfalls Rückstellungen bilanziert. Die Angemessenheit des Versicherungsschutzes wie auch der bilanzierten Rückstellungen wird regelmäßig durch die Geschäftsführung überprüft.

Im Zuge der Auftragsabwicklung entstehen Risiken aus der Komplexität von neuen Kundenprojekten. Darunter fallen unerwartete technische Schwierigkeiten, Probleme bei Lieferanten, logistische Herausforderungen sowie Verschiebungen zugesagter Liefertermine. Insbesondere in der Anlaufphase neuer Projekte oder bei der erstmaligen Zusammenarbeit mit neuen Lieferanten können Risiken vermehrt auftreten und zu Mehraufwendungen oder Vertragsstrafen führen. Durch entsprechende Gestaltung der Verträge und ein umfassendes, vollständig überarbeitetes Projekt- und Qualitätsmanagement lassen sich diese Risiken begrenzen, aber nicht vollständig ausschließen.

Die Gesellschaft hat keine nennenswerten Währungsrisiken.

Es wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Dadurch können eventuelle Liquiditätsengpässe frühzeitig erkannt, proaktiv geplant und somit vermieden werden.

Die Kreditlinien bei beiden Hausbanken sind ausreichend hoch bemessen. Die Inanspruchnahme erfolgt über lang- und mittelfristige Darlehen sowie über kurzfristige Geldmarktkredite und Kontokorrentlinien.

III.  Risiken im Hinblick auf die weiterhin anhaltende Corona-Pandemie sowie den Ukraine-Krieg

Laut der Prognose vom ZVEI steigerten sich die Bestellungen aus dem Inland im Zeitraum Januar bis Juni 2022 um 10,4 % und aus dem Ausland um 14,5 %. Beim Blick auf die nächsten 6 Monate erwarten im August 2022 11 % der Firmen anziehende und 52% gleichbleibende Geschäfte. 37 % gehen von Rückgängen aus.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen und dem Umgang mit der Corona-Pandemie ist von einem stabilen Geschäft im Jahr 2022 auszugehen, da nach unserer Einschätzung die Nachfrage in allen relevanten Märkten gleichbleibend bis leicht ansteigend sein wird. Alleiniges Risiko ergibt sich aus der weiterhin problematischen Rohmaterialversorgung und den indirekten Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg und der damit verbundenen Gas- und Ölversorgung.

IV.  Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach unserer Einschätzung zurzeit nicht und sind auch nicht absehbar.

V.  Chancen

Die Weltwirtschaft wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht, wie geplant, um 4,5 % wachsen sondern nur noch um 3,0 %. Aufgrund des russischen Einmarsches in die Ukraine wird auch das europäische Wachstum relativiert. Für die deutsche Wirtschaft rechnet die Industriestaaten-Gruppe in diesem Jahr nur noch mit 1,9 % Wachstum.

Wir halten die Chancenlage mittelfristig insgesamt für gut. Allerdings sind die Rohstoffmärkte weiterhin drastisch minimiert und es kommt immer noch, auch für 2022 avisiert, zu deutlichen Preissteigerungen für Basismaterialen wie Kupfer, Messing und Kunststoffe.

Wir werden weiterhin unsere eingeschlagene strategische Ausrichtung konsequent verfolgen. Dabei wird die Diversifikation der Tätigkeitsbereiche weiter ausgebaut. Die Qualität der angebotenen Produkte und die Fokussierung auf attraktive Kunden und Neukunden stehen weiterhin im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Die strategische Ausrichtung auf neue Märkte zeigt erste positive Ergebnisse und wird auch in Zukunft ein ergänzendes Standbein sein. In auf gegenseitigem Vertrauen aufbauenden Partnerschaften bieten wir unseren Kunden eine hohe Prozesstiefe in Bezug auf den gesamten Produktlebenszyklus an.

VI.  Ausblick, Prognose

Die eingeleiteten Strukturmaßnahmen werden fortgesetzt, insbesondere verbunden mit einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Produktausrichtung geplant. Die Fortführung von einem weltweiten Key Account Management wird unsere Marktposition zukünftig weiterhin festigen. Wir werden auch im Ausbau des deutschen und europäischen Key-Accounts voranschreiten und den Außendienst personell aufstocken, um die Marktdurchdringung zu erhöhen.

Unsere auf Qualität, Liefergeschwindigkeit und kundenspezifische Lösungen ausgerichtete Verkaufspolitik trifft auf positive Resonanz bei den Vertriebspartnern und Kunden. Diese Strategie sowie die Ertüchtigung und Redundanz der Zulieferer werden konsequent fortgesetzt. Auf die zunehmende Konkurrenz am Markt, insbesondere im Wettbewerb mit asiatischen Anbietern, wird u.a. durch innovative Entwicklungen, verbesserten Konzepten wie z.B. Total Cost of Ownership, auf Kundenanforderungen zugeschnittenen Produkten sowie Präsentation neuer Produkte und Anwendungen reagiert.

Durch Bündelung von globalen Einkaufsaktivitäten innerhalb der WECO Group und erfolgreichen Vertragsabschlüssen mit strategischen Lieferanten kann dem weltweiten Preisdruck entgegengewirkt werden. Zusätzlich werden mit allen Lieferanten verlängerte Zahlungsbedingungen vereinbart und die Auftragsvolumina über Rahmenverträge abgerufen.

Weiterhin werden die Prozesse optimiert, um insbesondere den Automatisierungsgrad zu steigern.

Mit der Neuausrichtung werden die jeweiligen Unternehmensbereiche gestärkt und Synergieeffekte genutzt.

Die Umsatzplanung für 2022 liegt auf Vorjahresniveau und ist somit identisch mit dem Umsatz des Geschäftsjahres 2021. Bei dieser Schätzung wurden bereits die Folgen der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs und der angespannten Materialversorgung berücksichtigt.

Die Umsatzprognose berücksichtigt vor allem die Fortführung des Aufbaus eines Key Account Managements, um die Geschäftsbeziehung bestehender und neuer Kunden weiter zu verbessern.

Zur Reduzierung der Personalkosten wird die Mitarbeiteranzahl der Auftragslage und den In-House-Aktivitäten, besonders unter Betrachtung der Wertschöpfung in Produkten Rechnung zu tragen, sowie der mittel- und langfristigen Entwicklung der Wirtschaftslage, angepasst.

Ergänzend sind alle Lieferanten zur Losgrößenlieferung durch Rahmenaufträge, verbunden mit verlängerten Zahlungszielen, verpflichtet worden.
Die Ertragslage wird sich in 2022 weiter stabilisieren, da wir die Maßnahmen zur Kompensation und anlaufende Neuprojekte eingeleitet haben.

Für 2022 erwarten wir eine stabile bis leicht steigende Entwicklung, da die Auftragseingänge weiterhin auf geplantem Niveau laufen und die wesentlichen Großkunden bis heute keine negativen Signale äußern, eher in Einzelsegmenten Steigerungen anmelden. Diese werden jedoch durch Einbußen in anderen Marktsegmenten kompensiert.

Eine hinreichende Ausstattung an Liquidität ist in 2022 gewährleistet, es ist von einer fristgerechten Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen auszugehen. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind betragsmäßig unerheblich und die Ausnahme.

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022 wird voraussichtlich konstant bleiben. Da sich die Corona-Pandemie, die Preissteigerungen im Rohstoffmarkt sowie die Rohstofflage im allgemeinen bislang nicht stabilisiert haben, ist eine detaillierte Prognose aus heutiger Sicht nicht exakt voraussehbar. Hinzu kommen die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs.

Durch die ständige Optimierung der betrieblichen Prozesse streben wir eine möglichst umweltgerechte und nachhaltige Nutzung von Ressourcen an. Dies gilt auch für unsere Produkte, wobei wir bereits im Entwicklungsprozess nicht nur die technischen Funktionalitäten, sondern auch die möglichst umweltschonende Herstellung und Nutzung während des gesamten Produktlebenszyklus berücksichtigen.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wird sich im Geschäftsjahr 2022 auf voraussichtlich 68 Mitarbeiter reduzieren.

 

Hanau, den 8. September 2022

gez. Detlef Fritsch

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 679.529,72 1.118.341,80
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 34.387,00 41.837,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 30.000,00 40.000,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 4.387,00 1.837,00
II. Sachanlagen 632.592,72 576.323,47
1. technische Anlagen und Maschinen 549.882,00 465.033,17
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.486,18 62.043,18
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.224,54 49.247,12
III. Finanzanlagen 12.550,00 500.181,33
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 25.131,33
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen   475.000,00
3. Sonstige Finanzanlagen 50,00 50,00
B. Umlaufvermögen 5.837.825,57 5.346.146,24
I. Vorräte 3.808.725,16 3.476.843,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.977.001,82 1.863.286,52
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 683.704,70 811.914,88
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.293.297,12 1.051.371,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 52.098,59 6.016,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.026,20 41.583,95
Aktiva 6.539.381,49 6.506.071,99

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 1.763.101,36 1.085.707,56
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Gewinnvortrag 935.707,56 982.943,83
III. Jahresüberschuss 677.393,80 -47.236,27
B. Rückstellungen 1.076.650,49 492.016,03
C. Verbindlichkeiten 3.699.629,64 4.928.348,40
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 941.067,64 1.105.974,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.465.746,04 2.714.035,06
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.292.815,96 1.108.339,34
Passiva 6.539.381,49 6.506.071,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 7.664.768,58 6.247.945,78
2. Personalaufwand 4.078.234,79 3.872.308,56
a) Löhne und Gehälter 3.426.588,12 3.199.305,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 651.646,67 673.002,68
davon für Altersversorgung 4.760,28 5.508,37
3. Abschreibungen 152.572,75 124.871,86
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 152.572,75 124.871,86
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.390.402,30 2.112.444,17
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 134.597,06 4.659,70
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.387,63 17.502,17
davon aus verbundenen Unternehmen 1.385,42 17.499,96
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75.981,57 96.872,04
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 285.552,63 104.668,81
8. Ergebnis nach Steuern 683.412,17 -45.717,49
9. sonstige Steuern 6.018,37 1.518,78
10. Jahresüberschuss 677.393,80 -47.236,27

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Weco Contact GmbH mit Sitz in Hanau ist beim Amtsgericht Hanau unter der Nummer HRB 93696 in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276 und 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur besseren Vergleichbarkeit und Darstellung der Vermögens- und Ertragslage wurden die Vorjahreszahlen wie folgt angepasst:

Position Vorjahr (31.12.2020)
Ursprünglicher Wert (€)
Angepasster Wert (€)
Differenz (€)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
989.199,25
1.004.339,24
15.139,99
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
827.054,87
811.914,88
- 15.139,99
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
5.428.563,03
5.422.143,29
- 6.419,74
Aufwendungen für bezogene Leistungen
1.742.187,01
1.748.606,75
6.419,74


II.  Bilanzierungs- und BewertungsvorschriftenErworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebliche Nutzungsdauer vermindert.

Das Ansatzwahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde nicht ausgeübt.

Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs­kosten aktiviert und werden nach Maßgabe der betrieblichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.



Anschaffungskosten


Stand 01.01.2021
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2021







I . Immaterielle Vermögensgegenstände




Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
110.569,58
3.960,00
0,00
0,00
114.529,58
Firmenwert

150.000,00
0,00
0,00
0,00
150.000,00


260.569,58
3.960,00
0,00
0,00
264.529,58
II. Sachanlagen






Technische Anlagen und Maschinen
1.400.792,58
140.691,84
0,00
49.247,12
1.590.731,54
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung
405.941,27
36.515,62
52,48
0,00
442.404,41
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
49.247,12
20.224,54
0,00
-49.247,12
20.224,54


1.855.980,97
197.432,00
52,48
0,00
2.053.360,49
III. Finanzanlagen






Anteile an verbundenen Unternehmen
25.131,33
0,00
12.631,33
0,00
12.500,00
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen
475.000,00
0,00
475.000,00
0,00
0,00
sonstige Finanzanlagen

50,00
0,00
0,00
0,00
50,00


500.181,33
0,00
487.631,33
0,00
12.550,00
Anlagevermögen insgesamt

2.616.731,88
201.392,00
487.683,81
0,00
2.330.440,07


Abschreibungen


Stand 01.01.2021
Zugänge
Zuschreibungen
Änderungen i.Zm Zugängen






I . Immaterielle Vermögensgegenstände



Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
108.732,58
1.410,00
0,00
0,00
Firmenwert

110.000,00
10.000,00
0,00
0,00


218.732,58
11.410,00
0,00
0,00
II. Sachanlagen





Technische Anlagen und Maschinen
935.759,41
105.090,13
0,00
0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung
343.898,09
36.072,62
0,00
0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00


1.279.657,50
141.162,75
0,00
0,00
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
sonstige Finanzanlagen

0,00
0,00
0,00
0,00


0,00
0,00
0,00
0,00
Anlagevermögen insgesamt

1.498.390,08
152.572,75
0,00
0,00


Änderungen iZm Abgängen
Änderungen iZm Umbuchungen
Stand 31.12.2021





I . Immaterielle Vermögensgegenstände


Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
0,00
110.142,58
Firmenwert

0,00
0,00
120.000,00


0,00
0,00
230.142,58
II. Sachanlagen




Technische Anlagen und Maschinen
0,00
0,00
1.040.849,54
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung
52,48
0,00
379.918,23
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00


52,48
0,00
1.420.767,77
III. Finanzanlagen




Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
sonstige Finanzanlagen

0,00
0,00
0,00


0,00
0,00
0,00
Anlagevermögen insgesamt

52,48
0,00
1.650.910,35
Restbuchwerte
31.12.2021
31.12.2020


I . Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
4.387,00
1.837,00
Firmenwert

30.000,00
40.000,00


34.387,00
41.837,00
II. Sachanlagen



Technische Anlagen und Maschinen
549.882,00
465.033,17
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung
62.486,18
62.043,18
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
20.224,54
49.247,12


632.592,72
576.323,47
III. Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
12.500,00
25.131,33
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen
0,00
475.000,00
sonstige Finanzanlagen

50,00
50,00


12.550,00
500.181,33
Anlagevermögen insgesamt

679.529,72
1.118.341,80


Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800 werden in Übereinstimmung mit § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs­kosten bzw. Herstellungs­kosten aktiviert. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen sowie Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungs­kosten nicht mit einbezogen. Es wird eine Gruppenbewertung zum gewogenen Durchschnittswert vorgenommen. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungs­kosten unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes bewertet. Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, sofern erforderlich, durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Für das allgemeine Bonitätsrisiko wurde eine Pauschal­wertberichtigung ermittelt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden vorausbezahlte Aufwendungen ausgewiesen.

In Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurden keine aktiven latenten Steuern aktiviert. Bei der Gesamtdifferenzenbetrachtung wurden keine passiven latenten Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Verpflichtungen gebildet und mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag von Sach- oder Dienstleistungsverpflichtungen umfasst die im Erfüllungszeitpunkt voraussichtlich anfallenden Vollkosten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

III.  Erläuterungen zu einzelnen posten der bilanz
Die betriebliche Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Asset Deal zum 1. Januar 2010 i.H.v. 150 TEUR beträgt 15 Jahre und entspricht somit der steuerlichen Nutzungsdauer. Die Annahme dieser Nutzungsdauer ist auch handelsrechtlich vertretbar und sachgerecht, da das Unternehmen und insbesondere die Marke "WECO" seit Jahrzehnten im Markt erfolgreich eingeführt sind.

Bei den Vorräten wurden zum Bilanzstichtag Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert von insgesamt 189 TEUR sowie Reichweitenabschläge in Höhe von TEUR 198 vorgenommen.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern über 304 TEUR (Vorjahr: 519 TEUR). Weiterhin sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt 684 TEUR (Vorjahr: 827; angepasst: 812 TEUR) enthalten, davon 304 TEUR (Vorjahr: 519 TEUR) gegenüber Gesellschaftern.

Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von 89 TEUR enthalten.

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft vorausbezahlte Aufwendungen von 22 TEUR.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten u. a. Resturlaubsansprüche, Überstunden und Erfolgsvergütungen in Höhe von 206 TEUR, Restrukturierungskosten in Höhe von 40 TEUR, noch nicht fakturierte Wareneingänge von 227 TEUR, Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von 25 TEUR, Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie Beratungskosten in Höhe von 21 TEUR, Gewährleistungen in Höhe von 16 TEUR sowie Aufbewahrungskosten in Höhe von 11 TEUR.

Mit Ausnahme der Rückstellungen für Aufbewahrungskosten bestehen keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Auf die Abzinsung der Rückstellungen für Aufbewahrungskosten wurde wegen des geringfügigen Zinseffekts verzichtet, ebenso auf die Berücksichtigung von Kostensteigerungen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:


bis zu 1 Jahr
(TEUR)
1-5 Jahre
(TEUR)
größer 5 Jahre
(TEUR)
Kreditinstitute
612
329
0
(Vorjahr)
(628)
(478)
(0)
Erhaltene Anzahlungen
0
0
0
(Vorjahr)
(6)
(0)
(0)
Lieferungen und Leistungen
1.242
0
0
(Vorjahr)
(1.005)
(0)
(0)
Verbundene Unternehmen
1.466
0
0
(Vorjahr)
(2.714)
(0)
(0)
Sonstige
51
0
0
(Sonstige)
(97)
(0)
(0)
Summe
3.371
329
0
(Vorjahr)
(4.450)
(478)
(0)


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollumfänglich besichert durch Pfandrechte an beweglichen Sachen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind vollumfänglich besichert durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern über 1.312 TEUR (Vorjahr: 2.328 TEUR), von denen 1.312 TEUR (Vorjahr: 2.328 TEUR) innerhalb eines Jahres fällig sind. Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt 996 TEUR (Vorjahr: 2.244 TEUR) enthalten, davon 842 TEUR (Vorjahr: 1.857 TEUR) gegenüber Gesellschaftern.
 
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 36 TEUR (Vorjahr: 52 TEUR).

IV. Erläuterungen zu einzelnen posten der gewinn- und verlustrechnungVon den Umsatzerlösen wurden 6.561 TEUR (Vorjahr: 5.639 TEUR) im Inland und 9.164 TEUR (Vorjahr: 7.421 TEUR) im Ausland erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen u. a. Sachbezüge aus geldwerten Vorteilen von 23 TEUR sowie Erträge aus der Währungsumrechnung von 83 TEUR. Es sind periodenfremde Erträge aus dem Wegfall von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 325 TEUR enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen die Kosten der Warenabgabe von 455 TEUR, Raumkosten von 621 TEUR, Werbe- und Reisekosten von 66 TEUR sowie Reparaturen und Instandhaltung von 155 TEUR. Es sind Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung von 135 TEUR enthalten.

Posten in Fremdwährung wurden zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Zahlung umgerechnet. Die Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung betragen 135 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR), die Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen 83 TEUR (Vorjahr: 87 TEUR).

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge entfallen mit 1 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR) auf verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen entfallen mit 21 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR) auf verbundene Unternehmen, die zugleich Gesellschafter sind.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das laufende Geschäftsjahr.

V.  ERLÄUTERUNGEN ZU DEN HAFTUNGSVERHÄLTNISSEN, AUSSERBILANZIELLEN GESCHÄFTEN UND SONSTIGEN FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGEN

Es bestehen die folgenden nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Fi­nanzlage notwendig sind (§ 285 Nr. 3 HGB):

Art Zweck Risiken Vorteile Betrag (TEUR)
Miet- und Leasingverträge für Immobilien
Beschaffung von Produktions- und Verwaltungsflächen
Sinkende Mietpreise im Vergleich zur vereinbarten Miete
Flexibilität, kein Bestands- und Verwertungsrisiko
867
Miet- und Leasingverträge für bewegliche Sachen
Beschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung, PKW und Maschinen
Überalterung durch technolo-gischen Fortschritt
Geringere Stör-anfälligkeit, Er-weiterungsmöglichkeiten
92

Summe



959


Die Laufzeit der Verträge liegt zwischen 1 und 5 Jahren. Von dem Betrag über 959 TEUR sind 293 TEUR innerhalb eines Jahres fällig.   

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) betragen insgesamt 3.516 TEUR, davon sind 3.516 TEUR innerhalb eines Jahres fällig. Im Gesamtbetrag sind sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 263 TEUR enthalten. Es gibt keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Altersversorgung oder gegenüber assoziierten Unternehmen.

VI. Sonstige Angaben
Im Geschäftsjahr 2021 wurden durchschnittlich 71 Personen beschäftigt, davon 54 Personen im Bereich Herstellung, 9 Personen im Bereich Verwaltung und 8 Personen im Bereich Vertrieb.

Im Geschäftsjahr 2021 bestanden Beteiligungen an:

- WECO Electrical Connectors Limited, Room 1105, New Commerce Centre, 19 On Sum Street, Shatin New Territory, Hong Kong. Die Höhe der Beteiligung beträgt 100 %. Das Stammkapital der WECO Electrical Connectors Limited beträgt 10.000 HKD (1.132 EUR). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 beträgt 767.977 HKD (86.945 EUR) und das Eigenkapital 3.070.518 HKD (347.623 EUR).

- WCT SARL, Route de Korba, km 1,2, 8021 Beni Khalled, Tunesien. Die Beteiligung wurde im Februar 2021 an das kanadische Mutterunternehmen veräußert.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Weco Electrical Connectors Inc., Québec/Kanada (Mutterunternehmen), einbezogen. Eine Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt nicht.

VII.  Organe

Zum Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr war Herr Detlef Fritsch, Springe, bestellt. Er übt berufsmäßig die Führung der Geschäfte der Gesellschaft aus.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

VIII. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 677.393,80 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

IX. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die globale Corona-Pandemie (COVID-19) sowie deren weiterer Verlauf wirken sich auch nach Ablauf des Geschäftsjahres 2021 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Hinzu kommen die Folgen des Kriegsausbruchs in der Ukraine im Februar 2022. Über die Auswirkungen im Einzelnen wird auf den Lagebericht verwiesen.

Ansonsten gibt es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2021 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Hanau, den 8. September 2022

gez. Detlef Fritsch

sonstige Berichtsbestandteile


Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2022 festgestellt.


Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Weco Contact GmbH, Hanau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Weco Contact GmbH, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weco Contact GmbH, Hanau, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und
·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
·  beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 8. September 2022

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