wagner design GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Thomas Reimer seit 15.1.2024 | Geschäftsführer |
Reinhold Werner Pichler seit 4.11.2013 | Prokura |
Rudolf Martin Beckert seit 4.11.2013 | Prokura |
Christine Wagner seit 23.7.2002 | Prokura |
Robert Pletzer seit 23.7.2002 | Prokura |
Michael Wagner seit 23.7.2002 | Geschäftsführer |
Rainer Maria. Wagner seit 23.7.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 32.45% | |
| 32.45% | |
| 25.10% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
4 von 5 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Topstar GmbHLangenneufnachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2024A. Darstellung der Rahmenbedingungen und des Geschäftsverlaufs Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2024 insgesamt stabil, wenngleich das Wachstum moderat ausfiel. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 etwa 3,2 %. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und einer restriktiveren Geldpolitik vieler Zentralbanken konnte die globale Konjunktur von einer stabilen Nachfrage und einer allmählichen Erholung der Lieferketten profitieren. Für das Jahr 2025 wird eine leichte Beschleunigung des Wachstums auf 3,3 % erwartet. Die Inflationsraten sanken im Jahr 2024 weltweit, blieben jedoch in einigen Regionen über den Zielwerten der Zentralbanken. Während die Inflation im globalen Durchschnitt von 6,7 % im Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 zurückging, verzeichneten einige Schwellenländer weiterhin erhöhte Teuerungsraten. Die Arbeitsmärkte zeigten sich weltweit relativ widerstandsfähig, wobei insbesondere die USA mit einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote von 4,1 % hervortraten. Die robuste Konsumnachfrage trug dazu bei, dass die US-Wirtschaft trotz steigender Zinsen wuchs. In den Schwellen- und Entwicklungsländern blieb das Wachstum insgesamt höher als in den Industrienationen. Besonders Asien verzeichnete mit 4,9 % eine solide wirtschaftliche Expansion. Währungsseitig blieb der US-Dollar auf den internationalen Finanzmärkten stark, was insbesondere auf das weiterhin hohe Zinsniveau in den USA zurückzuführen war. Im Jahresverlauf kam es jedoch zu leichten Schwankungen und der Euro wertete gegenüber dem Dollar etwas ab. Für das Jahr 2025 wird eine weiterhin moderate Erholung der Weltwirtschaft prognostiziert, wenngleich geopolitische Risiken, Unsicherheiten in der Geldpolitik und strukturelle Herausforderungen in wichtigen Volkswirtschaften die Entwicklung beeinflussen könnten. Die europäische Wirtschaft erlebte im Jahr 2024 eine nur verhaltene Erholung. Laut der Europäischen Kommission lag das Wirtschaftswachstum in der Eurozone bei 0,7 %. Dies war vor allem auf eine schwache Industrieproduktion, geopolitische Unsicherheiten sowie eine gedämpfte Nachfrage zurückzuführen. Für das Jahr 2025 wird eine moderate Beschleunigung des Wachstums auf 1,3 % erwartet, unterstützt durch eine stabilere Binnenkonjunktur. Die Inflationsrate im Euroraum ging im Jahresverlauf 2024 tendenziell zurück, erreichte jedoch im Dezember 2,4 % nachdem sie im November noch bei 2,2 % gelegen hatte. Im Jahresdurchschnitt betrug die Inflation 2,4 %. Insbesondere die Preise für Dienstleistungen blieben auf einem hohen Niveau, während sich die Energiepreise nach den Turbulenzen der Vorjahre stabilisierten. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone stieg leicht auf 6,2 %, wobei insbesondere südeuropäische Länder mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen hatten. Während Deutschland, Frankreich und Spanien eine weitgehend stabile Entwicklung verzeichneten, blieb das Wachstum in Italien und anderen südlichen EU-Staaten gedämpft. Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar im Jahresverlauf etwas an Wert. Dies war teilweise auf die anhaltenden Unterschiede in der Geldpolitik zwischen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank (Federal Reserve) zurückzuführen. Langfristig wird jedoch erwartet, dass eine mögliche Zinssenkung in den USA zu einer Stabilisierung des Wechselkurses beitragen könnte. Für 2025 bleibt der wirtschaftliche Ausblick in Europa verhalten optimistisch. Während sich die Inflation weiter normalisieren und die Binnenkonjunktur leicht anziehen dürfte, bleiben Unsicherheiten durch geopolitische Entwicklungen, Handelskonflikte und wirtschaftspolitische Entscheidungen in wichtigen EU-Staaten bestehen. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2024 ein negatives Wachstum von -0,2 %, womit sie hinter den Erwartungen zurückblieb. Besonders betroffen war die Industrieproduktion, die weiterhin unter dem Vorkrisenniveau lag. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde durch hohe Energiepreise, bürokratische Hürden sowie strukturelle Herausforderungen, insbesondere im Fachkräftemangel, belastet. Die Inflation in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt bei 2,2 %, womit sie sich weiter rückläufig entwickelte. Allerdings verblieben einige Sektoren, insbesondere Dienstleistungen und der Wohnungsmarkt, auf einem erhöhten Preisniveau. Die Beschäftigungssituation zeigte sich trotz des schwachen Wachstums stabil. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte mit rund 46 Millionen einen neuen Höchststand. Der Fachkräftemangel blieb jedoch eine zentrale Herausforderung für Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Industrie, Gesundheitswesen und IT. Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass die Erwerbstätigkeit stagniert und die Arbeitslosigkeit aufgrund der moderaten konjunkturellen Erholung leicht zunimmt. Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2025 ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,3 %, während die Bundesbank und der Sachverständigenrat Prognosen zwischen 0,2 % und 0,4 % abgeben. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird die Umsetzung wirtschaftspolitischer Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Förderung von Investitionen sein. Ein wichtiger Unsicherheitsfaktor für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2025 ist die Bundestagswahl am 23. Februar. Unterschiedliche wirtschaftspolitische Konzepte der Parteien könnten maßgeblichen Einfluss auf die Investitionsbereitschaft und die wirtschaftliche Dynamik haben. Während die CDU/CSU auf Steuer- und Staatsausgabenkürzungen setzt, plant die amtierende Koalition verstärkte Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur. Langfristig bleibt die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands von mehreren Faktoren abhängig. Dazu gehören die Entwicklung der globalen Handelsbeziehungen, die geopolitischen Spannungen sowie die Umsetzung der geplanten wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen und der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Zusammenfassend war das Jahr 2024 durch ein moderates globales Wachstum, eine leichte Entspannung der Inflation und stabile Arbeitsmärkte gekennzeichnet. In Deutschland blieb die wirtschaftliche Entwicklung hingegen hinter den Erwartungen zurück, wobei strukturelle Herausforderungen die konjunkturelle Dynamik hemmten. Der Ausblick für 2025 bleibt vorsichtig optimistisch, wobei insbesondere die Entwicklung der globalen Konjunktur, die wirtschaftspolitische Ausrichtung nach der Bundestagswahl und die geldpolitischen Entscheidungen der Zentralbanken entscheidende Impulse setzen könnten. Die deutsche Büromöbelbranche hat 2024 trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise ihre Herausforderungen bewältigt, wie aus der IBA-Pressemitteilung vom 10. Februar 2025 hervorgeht. Laut dem Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) erreichte der Gesamtumsatz 2,4 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Sowohl das Inlandsgeschäft (-4,1 %) als auch der Export (-3,2 %) verzeichneten Einbußen. Die Entwicklung der Branche wurde dabei von einer Kombination aus positiven und negativen Einflüssen geprägt. Trotz dieser Umsatzeinbußen blieb das Interesse an Büromöbeln weitgehend stabil, unterstützt durch die Rückkehr ins Büro und neue Arbeitswelten. Die Notwendigkeit, Büroflächen an moderne Arbeitskonzepte anzupassen, sorgte für eine anhaltende Nachfrage nach Büromöbeln. Besonders gefragt waren Bürositzmöbel, die für Kommunikationsbereiche genutzt werden, sowie innovative Arbeitsumgebungen, die kollaborative Bereiche und Rückzugsbereiche kombinieren. Das Segment der Bürositzmöbel verzeichnete ein leichtes Minus von 1,4 %, während Bürotische und -schränke um 5,5 % zurückgingen. Der Rückgang in den beiden Bereichen wurde zum Teil durch zyklische Effekte bedingt, da nach der Corona-Pandemie die Optimierung der Schreibtischarbeitsplätze in den Fokus rückte, während 2024 vermehrt auf zusätzliche Arbeitsbereiche gesetzt wurde. Die gestiegene Erwerbstätigenzahl in Deutschland (aktuell 46 Millionen) und der Fachkräftemangel trugen ebenfalls positiv zur Nachfrage bei, während der Kostendruck und die angespannte wirtschaftliche Lage die Branche belasteten. Eine interessante Entwicklung war die wachsende Bedeutung von Gesundheitsaspekten in der Bürogestaltung, die durch eine erhöhte Sensibilität für die Bedürfnisse der Mitarbeiter verstärkt wurde. Die Ausrichtung der Branche auf flexible Büro- und Arbeitskonzepte sowie die Orientierung an neuen Formen der Zusammenarbeit, wie sie auf Messen wie der Orgatec und dem Work Culture Festival diskutiert wurden, spiegeln sich in der innovativen Ausrichtung der Büromöbelhersteller wider. Diese Trends dürften auch 2025 eine zentrale Rolle spielen. Dennoch zeigt sich die Branche vorsichtig, was die Zukunft betrifft. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage und des Kostendrucks rechnen die Hersteller mit einer moderaten Entwicklung im Jahr 2025. Für dieses Jahr erwarten sie eine schrittweise Anpassung an die neuen Arbeitswelten und planen eine Preiserhöhung von zwei bis vier Prozent aufgrund gestiegener Lohnkosten. Abschließend lässt sich sagen, dass die Büromöbelbranche 2024 eine schwierige Zeit durchlebt hat, jedoch durch innovative Konzepte und die Anpassung an neue Arbeitsmodelle relativ stabil blieb. Die Aussichten für 2025 sind vorsichtig optimistisch, mit einem Fokus auf flexible Lösungen und steigende Preise aufgrund gestiegener Kosten. Branchenentwicklung 2024:
Wie bereits erläutert, stand das Jahr 2024 für die Unternehmen der Büromöbelbranche vor erheblichen Herausforderungen. Auch nahezu alle anderen Märkte, die von Topstar bedient werden (insbesondere der private Endkundenbereich) waren von einer ausgeprägten Kaufzurückhaltung betroffen. Infolgedessen konnten die prognostizierten Umsätze des Vorjahres nicht erreicht werden und sanken auf 63,8 Mio. Euro. Positiv entwickelte sich der Materialeinsatz, der sich unter anderem durch einen höherwertigen Produktmix weiter optimierte. Die Personalkosten konnten zwar leicht um etwa 1,2 % gesenkt werden, dennoch führte die insgesamt schwierige Marktlage zu einem Rückgang des Ergebnisses auf 613 TEuro. Die Kaufzurückhaltung machte sich sowohl im In- als auch im Ausland bemerkbar. Als Hauptursache sehen wir die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit, die sowohl Unternehmen als auch private Haushalte betrifft. Während Konsumenten weiterhin verstärkt in Urlaubsreisen investieren, ist eine Rückkehr zu höheren Ausgaben für das eigene Zuhause - ähnlich dem "Cocooning"-Trend während der Corona-Pandemie - bislang nicht erkennbar. Ungeachtet der herausfordernden Rahmenbedingungen ist Topstar bei all unseren Partnern im Handel sowie in unseren anderen Vertriebsbereichen weiterhin hervorragend platziert. Für das Jahr 2025 setzen wir auf eine Vielzahl innovativer Maßnahmen und neuer Produkte, um unsere Marktstellung nachhaltig zu stärken. B. Lage des Unternehmens 1. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 14,1 % gesunken. Das Anlagevermögen verminderte sich um 0,4 Mio. Euro auf 14,6 Mio. Euro. Planmäßige Abschreibungen wurden im Jahr 2024 in Höhe von 1,6 Mio. Euro vorgenommen. Investitionen wurden im Jahr 2024 in Höhe von 1,2 Mio. Euro getätigt.
Trotz des gesunkenen Umsatzes im Jahr 2024 erhöhte sich der Bestand des Vorratsvermögens geringfügig um 1,3 % auf 12,9 Mio. Euro. Diese Entwicklung ermöglicht es uns, auch in Zeiten reduzierter Verkaufszahlen weiterhin eine ausreichende Lieferfähigkeit sicherzustellen. Die Bestände werden weiterhin regelmäßig überprüft, um die Balance zwischen Lagerhaltung und Kapitalbindung zu optimieren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 587 TEuro. Hauptursache für diese Entwicklung war der rückläufige Umsatz zum Jahresende 2024. Dank eines konsequenten Debitorenmanagements konnten Forderungsausfälle auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Offene Forderungen werden durch ein strukturiertes Mahnwesen überwacht. Die Bonität neuer Kunden wird durch die Einholung von Kreditauskünften bei Auskunfteien sowie durch Anfragen bei Kreditversicherern geprüft. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro. Der Rückgang resultiert überwiegend aus geringeren Ertragssteuererstattungsansprüchen. Die liquiden Mittel verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4.617 TEuro auf 2,7 Mio. Euro. Der Liquiditätsabfluss resultierte im Wesentlichen aus der Rückführung von Gesellschafterdarlehen. Die Fähigkeit, den laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war jederzeit gegeben. Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,1 % auf 46,5 %. Die Rückstellungen nahmen im Berichtsjahr um 321 TEuro ab. Die Reduzierung ergab sich insbesondere aus einem geringeren Rückstellungsbedarf für noch nicht abgerechnete Boni und Garantieaufwendungen. Zum Bilanzstichtag gab es keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 477 TEuro auf 2,2 Mio. Euro, was hauptsächlich auf den gestiegenen Bestand an Vorräten zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern reduzierten sich um 4.620 TEuro auf 10,6 Mio. Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 1.337 TEuro auf 3,5 Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren niedrigere Einfuhrumsatzsteuerverbindlichkeiten zum 31.12.2024 sowie eine Reduzierung der kreditorischen Debitoren. Zum Jahresende sind noch ausreichend Kreditlinien vorhanden. Die Liquiditätsplanung findet täglich statt. Nachfolgend sind Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage dem Vorjahr vergleichend gegenübergestellt:
2. Ertragslage Die Umsatzerlöse verminderten sich im Jahr 2024 um 12,6 % von 72.985 TEuro auf 63.804 TEuro. Der Materialaufwand verminderte sich um 15,7 %. Die Personalkosten verminderten sich um 232 TEuro auf 18,9 Mio. Euro. Bei historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von insgesamt 57,1 Mio. Euro betrugen die Abschreibungen des Jahres 2024 ca. 1,6 Mio. Euro. Die Abschreibungen haben sich damit gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr um ca. 10,1 %. Der Rückgang ist überwiegend auf umsatzbedingt geringere Verbandsabgaben, Fracht- und Werbekosten zurückzuführen. Die Ausgaben für gemeinnützige Zwecke betrugen im Jahr 2024 ca. 45 TEuro. Die Finanzierungskosten verminderten sich um ca. 350 TEuro. Zusammenfassend ergab sich eine Minderung des Jahresüberschusses um 1.007 TEuro. Im Jahr 2024 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 613 TEuro erzielt. Nachfolgend sind Kennzahlen zur Ertragslage dem Vorjahr vergleichend gegenübergestellt:
3. Besondere Darstellungsformen zur Lage des Unternehmens Neben der bereits geschilderten Kaufzurückhaltung in allen Sektoren war das Jahr 2024 zusätzlich durch den nahezu vollständigen Rückzug eines bedeutenden Kunden aus dem preisorientierten Segment geprägt. Dies führte neben dem allgemeinen Marktrückgang zu einer deutlichen Abweichung des erzielten Umsatzes vom ursprünglich anvisierten Korridor von 72 bis 75 Mio. Euro und mithin einer entsprechenden Reduzierung des Jahresüberschusses gegenüber der Prognose des Vorjahreslageberichts. Für das Jahr 2025 zeichnen sich in diesem Bereich erste leichte Erholungstendenzen ab, die sich möglicherweise ab 2026 stärker im Umsatz widerspiegeln werden. Allerdings prognostizieren die meisten Wirtschaftsinstitute für Deutschland weiterhin eine schwache wirtschaftliche Entwicklung, die ein weiteres Rezessionsjahr zur Folge haben könnte. Eine schnelle und entschlossene wirtschaftspolitische Neuausrichtung der deutschen Regierung sowie eine Stabilisierung der Handelsbeziehungen zwischen Europa und den USA könnten zur wirtschaftlichen Erholung beitragen. Aktuell lassen sich solche Entwicklungen jedoch weder sicher vorhersagen noch in unsere Planung einbeziehen. Vor diesem Hintergrund gehen wir für 2025 von einem Umsatzkorridor zwischen 60 und 68 Mio. Euro aus. Der Jahresüberschuss wird auf dem Niveau des Jahres 2024 erwartet. C. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung (Prognosebericht) mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht) Für das Jahr 2025 erwarten wir eine relative Stabilität der Materialpreise. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich an verschiedenen Einsparungsprojekten, um unsere Kostenstruktur weiter zu optimieren. Während die Ausgangsfrachten voraussichtlich leicht steigen werden, rechnen wir bei den Eingangsfrachten mit einem moderaten Rückgang. Der aktuelle Wechselkurs des US-Dollars zum Euro liegt bei etwa 1,04. Diese Entwicklung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter die Geldpolitik der Zentralbanken, Konjunkturdaten und geopolitische Ereignisse. So hat beispielsweise die US-Notenbank (Fed) in der Vergangenheit den Leitzins gesenkt, während die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik erst verzögert angepasst hat, was Auswirkungen auf den Wechselkurs hatte. Die zukünftige Entwicklung des Wechselkurses bleibt abzuwarten und hängt maßgeblich von internationalen Gegebenheiten wie Konjunktur- und Zinsentwicklungen sowie dem Börsengeschehen ab. Die allgemeinen unternehmerischen Risiken sind durch geeignete Versicherungen weitgehend abgesichert. Besonders hervorzuheben ist die Absicherung von Forderungsausfällen durch Kreditversicherungen sowie der Schutz vor Produkthaftungsschäden durch eine Produkthaftpflichtversicherung. Ergänzend dazu verfügt das Unternehmen über die gängigen Unternehmensversicherungen. Wirtschaftliche Risiken können frühzeitig durch Soll-Ist-Abweichungsanalysen erkannt werden. Eine Deckungsbeitragsrechnung ergänzt das operative Controllingsystem und ermöglicht eine detaillierte Schwachstellenanalyse auf Kunden-, Produkt- und Vertriebsebene. Dadurch lassen sich gezielte Gegenmaßnahmen schnell und effizient entwickeln. Der Risikobericht bezieht sich auf den Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts im Februar 2025. Wie bereits erläutert, könnten sich die Umsätze im Jahr 2025 auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Unser Ziel ist jedoch die Umsätze zu steigern, weshalb wir eine Vielzahl innovativer Maßnahmen, Produkte und Konzepte (siehe unten) in die Märkte einführen. Die ersten beiden Monate des neuen Jahres blieben umsatzseitig leicht hinter den Erwartungen zurück und der Auftragseingang erreichte nicht das angestrebte Niveau. Ein erhebliches Rückschlagpotenzial sehen wir insbesondere in den geopolitischen Spannungen zwischen Europa und den USA sowie in den anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und in Israel/Gaza. Unser Exportanteil liegt derzeit bei rund 22 Prozent und soll im Verlauf des Jahres weiter gesteigert werden. Zur Stärkung unseres Geschäfts sind unter anderem folgende Initiativen in Planung oder bereits in der Umsetzung: • Weiterer Ausbau des Objektbereichs und Teilnahme an relevanten Fachmessen sowie Erweiterung der Showroom-Präsenz in deutschen Metropolen, insbesondere in Frankfurt und Berlin • Präsenz auf allen wesentlichen Messen im In- und Ausland in den Bereichen Privatmöblierung, Office und Interior sowie Gastronomie und Hotellerie • Platzierung neuer Stuhlserien, Fokussierung auf den Einstiegsbereich für öffentliche und private Ausschreibungen im In- und Ausland • Gezielte und strukturierte Vertriebsstrategie für Key-Kunden, gekoppelt mit klar strukturierten Kampagnen auf allen Kanälen • Verstärkte Nutzung medialer Akquisetools für neue Kunden • Intensivierung des Ausschreibungsgeschäfts • Optimierung der Online-Strategie • Erweiterung des Tisch-Sortiments • Aufbau einer eigenen Fertigung für Soft-Seating • Möglicher Wiedereinstieg in den US-Markt über Partnerstrukturen Bei unseren Handelspartnern sind wir historisch gut platziert, sodass wir unsere Marktpräsenz weiter deutlich ausbauen konnten. Sobald die Kaufzurückhaltung nachlässt, erwarten wir daraus resultierend eine Umsatzsteigerung. Unser ertragsorientiertes Vorgehen haben wir auch im Jahr 2024 konsequent fortgeführt und werden diesen Kurs beibehalten. Die weitere Unternehmensentwicklung wird, wie in den vergangenen Jahren, von hoher Innovationskraft und dem Aufbau einer starken, weltweiten Markenpräsenz geprägt sein. Wir agieren in nahezu allen Bereichen der Möblierung - von privaten Wohnräumen bis hin zu anspruchsvollen Metropolprojekten. Besonders der Bereich der Komplettplanung und -realisierung rückt zunehmend in den Fokus, da er selbst in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten attraktive Chancen bietet. Die hohe Komplexität dieser Strategie bewältigen wir durch eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens sowie durch den Einsatz fortschrittlicher, zunehmend digital vernetzter Systeme (CRM, Cloud-Computing etc.) in Verwaltung und Produktion. Da die Auswahl des geeigneten ERP-Systems mehr Zeit in Anspruch nahm als ursprünglich geplant, konnte mit der Umstellung im Jahr 2024 nicht begonnen werden. Die Implementierung ist nun schrittweise ab dem Jahr 2025 vorgesehen. Als erster Baustein wurde bereits zu Jahresbeginn unser komplettes Mail-System umgestellt. Nach wie vor ist unsere Führungskultur von Vertrauen und Wertschätzung geprägt. Dies ist gerade in diesen Zeiten ein wertvolles Gut, das wir jederzeit weiterentwickeln und pflegen wollen. Unverändert stellen externe Faktoren wie die Entwicklung der Beschaffungsmärkte, Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro sowie globale wirtschaftliche Krisen bedeutende Risiken für unser Unternehmen dar. Insbesondere die aktuellen geopolitischen Konflikte in Europa und dem Nahen Osten bleiben wesentliche Unsicherheitsfaktoren. Solche externen Ereignisse sind kaum beeinflussbar und erfordern ein leistungsfähiges Prognosesystem sowie schnelles, abgestimmtes Handeln aller Beteiligten. Unser Ziel ist es, die Resilienz des Unternehmens nachhaltig zu stärken. Angesichts globaler Wirtschaftsfaktoren und der Unsicherheiten künftiger Entwicklungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. D. Sonstige Angaben Allgemeines Die Topstar GmbH erfüllt die Anforderungen der Normen ISO 14001:2015 und 9001:2015 sowie die Kriterien der FSC-Zertifizierung. Das Unternehmen ist Mitglied im Umweltpakt Bayern und in der amfori und führt Energieaudits nach DIN EN 16247-1:2012 durch. Seit 2018 wird es jährlich von EcoVadis geprüft und bewertet. Im Beschaffungsmanagement achten wir auf ökologische, soziale und ethische Prinzipien. Unsere Zulieferer müssen unseren Code of Conduct akzeptieren und dessen Einhaltung bestätigen. Zudem überprüfen wir die Lieferanten hinsichtlich ihrer Arbeitspraktiken. Bei Missachtung sehen wir uns gezwungen, das Geschäftsverhältnis zu beenden. Umweltbelange Topstar legt großen Wert auf eine schonende Nutzung sowie den Schutz und Erhalt natürlicher Ressourcen. Der Wasserverbrauch am Unternehmensstandort beschränkt sich auf die Nutzung sanitärer Anlagen und den persönlichen Bedarf der Mitarbeiter. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen setzt Topstar auf Ressourceneinsparung und die Wiederverwertung von Abfällen. Altpapier und Kartonagen werden zu Verpackungsmaterial verarbeitet. Auslaufende Produkte werden nach entsprechender Aufbereitung im Werksverkauf oder online angeboten. Im vergangenen Jahr haben wir die Verpackungen unserer Hauptlieferanten überprüft, um den Einsatz von Verpackungsmaterial zu reduzieren und die Verpackungseffizient zu steigern. Durch Sensibilisierung und Digitalisierung wurde der Papierverbrauch reduziert. Produktinformationen stellen wir auf Graskarten mit QR-Code zur Verfügung. Im Rahmen der jährlichen Erarbeitung eines Umwelt- und Qualitätsprogramms analysieren und optimieren wir kontinuierlich Prozesse, Anlagen und Produkte unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten. Regelmäßige Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung in der Belegschaft haben eine Reduzierung der CO 2 -Emissionen um 20 t pro Jahr im Bereich der Minimierung von Druckluftleckagen ermöglicht. Auch der sukzessive Umbau auf energieeffiziente Beleuchtung wurde dieses Jahr weiter vorangetrieben. Seit 2022 misst ECOSPEED Climate Software Solutions die Umweltauswirkungen. Für 2024 wurden die CO 2 -Bilanzen erstellt. Diese Daten bilden die Grundlage für zielgerichtete Maßnahmen. Wir beziehen ausschließlich zertifizierten Strom aus 100 % Wasserkraft und zertifiziertes Öko-Gas. Weiterhin werden die noch vorhandenen Firmenfahrzeuge schrittweise auf Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle umgestellt. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf die kontinuierliche Sensibilisierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Schulungen. Als Beitrag zur regionalen Nachhaltigkeit haben wir Gelder zur Anpflanzung von Bäumen für das Aufforstungsprojekt des FC Augsburg in Zusammenarbeit mit der Stadt- und Forstverwaltung Augsburg gespendet. Arbeitnehmerbelange Im Rahmen des Topstar-Code of Conduct verpflichten wir uns zur Wahrung der sozialen Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern. Die Persönlichkeitsrechte werden jederzeit respektiert und geschützt. Die Gleichbehandlung aller Mitarbeiter, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, sexueller Orientierung oder sonstigen gesetzlich geschützten Merkmalen, ist eine unserer wichtigsten Unternehmensleitlinien. Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) schaffen wir ein gesundes und angenehmes Arbeitsumfeld und bieten diverse freiwillige Sozialleistungen an. Das Unternehmen bietet allen Mitarbeitern Weiterbildungsmöglichkeiten an, die je nach Maßnahme vom Unternehmen getragen werden. Es gibt auch Sprachkurse sowie Schulungen in IT-Sicherheit, Kommunikation. Zudem haben wir ein spezialisiertes Team, das Schulungen in Recht, Arbeitssicherheit, Nachhaltigkeit und Umweltmanagement durchführt. Gesellschaftliche Reputation: Seit der Gründung im Jahr 1976 ist Topstar fest am Unternehmensstandort in Langenneufnach verwurzelt und engagiert sich als traditionsreiches Familienunternehmen nicht nur für nationale und internationale Projekte, sondern auch gezielt für die regionale Gemeinschaft. Ein besonderes Herzensprojekt der Familie Wagner ist die Stiftung "Kinderlachen", die anlässlich des 60. Geburtstags von Herrn Michael Wagner im Jahr 2003 ins Leben gerufen wurde. Die Stiftung unterstützt bedürftige, obdachlose und beeinträchtigte Kinder und Jugendliche sowie Kindertagesstätten, Kindergärten und gemeinnützige Hilfsorganisationen. Darüber hinaus engagieren sich die Familie Wagner und die Topstar GmbH aktiv für die Zentrum Kinderlachen Wohlfühlhäuser in Fischach und Schwabmünchen. Diese Einrichtungen bieten nicht nur Kindertagesbetreuung, sondern auch Bildungs- und Begegnungsstätten sowie temporären Wohnraum für Jugendliche und junge Mütter aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Neben unserem wirtschaftlichen Aktivitäten engagieren wir uns seit mehr als 20 Jahren in der wissenschaftlichen Forschung. Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Resilienz von Unternehmen. Der im letzten Bericht angekündigte Workshop wurde erfolgreich durchgeführt und lieferte wertvolle Impulse. Für das zweite Quartal 2025 planen wir umfangreiche Inhouse-Schulungen zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) und deren Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Unternehmensbereichen. Zudem haben wir uns gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut ISI in Karlsruhe für ein dreijähriges Forschungsprojekt beworben, das sich mit KI-gestützter, resilienzorientierter Inhouse-Fertigung befasst. Wir legen großen Wert darauf, unsere familiäre Unternehmenskultur sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitung, Führungskräften und Mitarbeitern zu bewahren und durch unser neues Führungssystem weiter zu stärken. Unsere Mitarbeiter bleiben dabei das zentrale Fundament für die zukünftige Entwicklung und den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens.
Langenneufnach, den 18.02.2025 TOPSTAR GmbH Geschäftsleitung gez. Michael Wagner gez. Prof. Dr. Rainer Maria Wagner gez. Thorsten Reimer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2024A. Allgemeine Angaben Die Topstar GmbH mit Sitz in Langenneufnach ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der Registernummer HRB 7087 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag gem. § 267 Abs. 3 HGB die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft auf. Der Jahresabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, den einschlägigen Bestimmungen des GmbHG sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die für den vorherigen Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Regelung des § 256 a Satz 1 HGB wurde berücksichtigt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Das Wahlrecht zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde nicht ausgeübt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 - 15 Jahre), bewertet. EDV-Programme mit einem Anschaffungswert von bis zu 250,00 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst. 2. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 - 20 Jahre), angesetzt. Dabei wurden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear und degressiv über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Zugänge im Berichtsjahr wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgten zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter: • Bewegliche Anlagegüter mit einem Wert von bis zu 250,00 € wurden im Zugangsjahr sofort als Aufwand erfasst; • Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen 250,01 € und 800,00 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; Nachdem es sich hierbei für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage um einen Posten von untergeordneter Bedeutung handelt bzw. diese Handhabung der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegensteht, wurden diese steuerlichen Vorgaben bei den Abschreibungen auch handelsrechtlich übernommen. 3. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die angesetzten Herstellungskosten umfassten: • Fertigungs- und Materialeinzelkosten, • Sonderkosten der Fertigung, • angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, • Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung verursacht wurden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder ähnlichen Faktoren ergaben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Für allgemeine Ausfall- und Kreditrisiken wurde eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe gebildet. Der Bestand an sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt 18.257,60 € (Vorjahr: 39.753,35 €). 5. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. 6. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben, die vor dem Abschlussstichtag getätigt wurden, aber erst nach diesem als Aufwand anfallen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig über den betreffenden Zeitraum. 7. Latente Steuern Aktive latente Steuern wurden nicht angesetzt, da vom bestehenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht wurde. 8. Rückstellungen Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf Basis einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags angesetzt. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und die Beträge auf den Abschlussstichtag abgezinst. Dabei kamen die durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre zur Anwendung, die von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht werden. Gewährleistungsrückstellungen wurden anhand des tatsächlichen Gewährleistungsaufwands der letzten fünf Jahre berechnet. Der Durchschnittswert beträgt rund 1,23 % des Umsatzes. Rückstellungen für Bonuszahlungen wurden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen erfasst. Kurzfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet. Das Wahlrecht, die Zuführung gemäß BilMoG über 15 Jahre zu verteilen, wurde im Geschäftsjahr 2010 nicht in Anspruch genommen. Der Bewertung liegen folgende Annahmen zugrunde: a) Versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren Teilwertverfahren des § 6 a EStG modifiziert um Zinssatz und Trends soweit diese das künftige Versorgungsniveau beeinflussen; b ) Sterbetafel HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck; c) Zinssatz 1,90 % p. a. (10-Jahresdurchschnitt gemäß § 253 Abs. 2 HGB) 1,96 % p. a. (7-Jahresdurchschnitt gemäß § 253 Abs. 2 HGB) d) Gehaltstrend 0 % p. a. (da Herr Wagner das rechnerische Pensionsalter bereits überschritten hat); e) Rententrend 2,16 % p. a. (die Pensionszusage enthält eine Anpassungsregelung, wonach sich die Firma verpflichtet, alle drei Jahre eine Anpassung der Rente zu prüfen und darüber nach billigem Ermessen zu entscheiden); f) Rechnerisches Pensionsalter 65 Jahre Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn bzw. sieben Geschäftsjahren beträgt -1.564 €. Dieser Betrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. 9. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode) angesetzt worden. 10. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung erfolgt in Übereinstimmung mit § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. C. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens, einschließlich der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen, ist im Anlagespiegel gem. § 268 Abs. 2 HGB als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Eigenkapital Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB. Die Bilanzierung im Berichtsjahr erfolgte vor Gewinnverwendung, sodass sowohl der Jahresüberschuss als auch ein Gewinnvortrag ausgewiesen werden. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen: • Bonusverpflichtungen: 807.110,04 € (Vj. 995.949,66 €) • Gewährleistungsrückstellungen: 885.250,00 € (Vj. 1.094.100,00 €) • Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Personalkosten, offenen Urlaub und Überstunden: 522.205,96 € (Vj. 335.574,03 €) • Rückstellungen für Beiträge zur Berufsgenossenschaft: 138.495,00 € (Vj. 134.930,00 €) • Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Waren- und Dienstleistungsbezüge: 159.919,78 € (Vj. 220.452,39 €) 4. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich unter anderem aus folgenden Positionen zusammen: • Erträge aus Kursdifferenzen bzw. der Währungsumrechnung: 30.136,52 € (Vorjahr: 49.964,66 €) • Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens: 91.922,30 € (Vorjahr: 30.540,99 €) • Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen: 15.421,00 € (Vorjahr: 159.142,00 €) • Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen: 286.758,41 € (Vorjahr: 328.782,42 €) o Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: 35.918,00 € (Vorjahr: 36.687,00 €) o Nicht abgerechnete Boni: 45.224,21 € (Vorjahr: 88.134,83 €) o Garantieverpflichtungen: 204.357,00 € (Vorjahr: 169.286,00 €) o Sonstige: 1.259,20 € (Vorjahr: 34.674,59 €) • Erträge aus Sachbezügen von Mitarbeitern: 418.228,24 € (Vorjahr: 439.373,87 €) • Periodenfremde Erträge: 18.666,89 € (Vorjahr: 417,32 €) • Versicherungsentschädigungen: 61.259,80 € (Vorjahr: 135.704,62 €) • Erträge aus Schadensersatzleistungen: 28.739,91 € (Vorjahr: 24.737,88 €) • Lagerkostenzuschüsse: 97.006,21 € (Vorjahr: 103.520,09 €) Gemäß § 285 Nr. 31 bzw. § 285 Nr. 32 HGB sind die angegebenen Beträge von Bedeutung, sofern sie jeweils mehr als 100.000,00 € betragen. 3. Personalaufwand - soziale Abgaben und Aufwendungen In der Position soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von 57.263,72 € (Vj. 58.908,69 €) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen unter anderem folgende Posten: • Aufwendungen aus Kursdifferenzen bzw. Währungsumrechnungen: 84.399,42 € (Vorjahr: 73.603,71 €) • Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen: 27,00 € (Vorjahr: 1.478,00 €) • Wertberichtigungen auf Forderungen: 4.260,00 € (Vorjahr: 0,00 €) • Forderungsverluste: 13.623,64 € (Vorjahr: 33.466,71 €) • Periodenfremde Aufwendungen: 12.135,48 € (Vorjahr: 226.780,10 €) o Nachzahlung im Personalbereich: 0,00 € (Vorjahr: 212.477,45 €) o Sonstige: 12.135,48 € (Vorjahr: 14.302,65 €) • Spenden an gemeinnützige Organisationen: 44.887,81 € (Vorjahr: 287.072,37 €) Gemäß § 285 Nr. 31 bzw. § 285 Nr. 32 HGB sind die genannten Beträge relevant, sofern sie mehr als 100.000,00 € betragen. 5. Zinsen und ähnliche Erträge Die Position "Zinsen und ähnliche Erträge" umfasst 4.493,00 € (Vorjahr: 10.847,00 €) aus der Abzinsung von Rückstellungen. Dabei handelt es sich um die reduzierte Abzinsung der pauschalen Garantierückstellung. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält 7.496,00 € (Vorjahr: 8.183,00 €) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Der gesamte Betrag entfällt auf die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. E. Sonstige Angaben sowie Angaben nach § 285 Nr. 3, 3 a, 17, 19 und 27 HGB 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenAus den zum Bilanzstichtag bestehenden Leasingverträgen ergibt sich eine finanzielle Verpflichtung für die verbleibende Laufzeit in folgender Höhe:
Neue Leasingverträge wurden hauptsächlich für Stapler und Fahrzeuge abgeschlossen. Die bestehenden Leasingverträge ermöglichen einen unkomplizierten und zeitsparenden Austausch der Leasinggegenstände. Wesentliche Risiken aus diesen Verträgen bestehen nicht. Nach § 251 HGB sind 5.366,66 € (Vorjahr: 622.785,17 €) als Verbindlichkeiten aus Bankbürgschaften unter der Bilanz auszuweisen. Diese betreffen überwiegend eine Bürgschaft für Mietverpflichtungen. Aufgrund der aktuellen Finanz-, Vermögens- und Ertragslage wird eine Inanspruchnahme nicht erwartet. Es liegen derzeit keine Hinweise vor, die eine andere Einschätzung erforderlich machen würden. 2. Mietverträge Zum 31.12.2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von jährlich 118.806,00 € (Vorjahr: 119.166,00 €) mit kurzen Kündigungsfristen von wenigen Monaten. Darüber hinaus bestehen keine Mietverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr (Vj.: 0,00 €). 3. Konsignationslagervereinbarungen Um eine schnellere Belieferung sicherzustellen, bestehen mit einigen größeren Versandhandelskunden Konsignationslagervereinbarungen. Zum Bilanzstichtag befanden sich Waren im Gesamtwert von 404.463,47 € (Vorjahr: 506.264,34 €) in diesen Lagern. Durch die Bereitstellung der Waren im Rahmen von Konsignationslagern konnten entsprechende Aufträge effizient abgewickelt werden. Die Vereinbarungen haben jedoch nur eine untergeordnete Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 4. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr 2024 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
5. Mitglieder der Geschäftsleitung Im Geschäftsjahr 2024 wurde die Geschäftsführung von folgenden Personen wahrgenommen: • Prof. Dr. Rainer Maria Wagner - Vorsitzender der Geschäftsführung • Michael Wagner sen. - Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung • Thorsten Reimer - Geschäftsführer Vertrieb und Beschaffung Die Geschäftsführer Michael Wagner sen. und Prof. Dr. Rainer Maria Wagner sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und jeweils einzelvertretungsberechtigt. Thorsten Reimer ist ebenfalls einzelvertretungsberechtigt, jedoch nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 6. Gesamtbezüge der Geschäftsleitung Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. 7. Mitarbeiter Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug:
8. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens haben. 9. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2024 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 612.635,70 € ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, diesen in den Gewinnvortrag von 16.063.318,97 € einzustellen und den Gesamtbetrag von 16.675.954,67 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Langenneufnach, den 18.02.2025 TOPSTAR GmbH Geschäftsleitung gez. Michael Wagner gez. Prof. Dr. Rainer Maria Wagner gez. Thorsten Reimer Anlage zum Anhang Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2024
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Topstar GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Topstar GmbH- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Topstar GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlange ich ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Neusäß, den 14. März 2025 Dipl.-Kfm. Gunther Eppinger, Wirtschaftsprüfer |
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