Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 707064
Eingetragen
2.7.2009
Branche
Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und die Vermarktung von elektronischen Baugruppen, Geräten und Systemen in Form von Hardware und auch als Softwarelösung einschließlich der erforderlichen Service- und Ingenieurleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karl Georg Esser
seit 9.8.2010
Geschäftsführer
Markus Trauth
seit 2.7.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
14.17%
14.17%
R***** A*****
14.17%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 7 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Grevest Beteiligungs GmbH i. Gr.
Germany
9.177 €
20.00%
KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) A.d.o.R.
Germany
9.177 €
20.00%
M***** T*****
6.500 €
14.17%
K*** G**** E****
6.500 €
14.17%
R***** A*****
6.500 €
14.17%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ViGEM GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bilanz zum 30. Juni 2023

ViGEM GmbH, Karlsruhe (Amtsgericht Mannheim, HRB 707064)

Aktiva

Stand 30.06.2023 Stand 30.06.2022
EUR EUR EUR
A) Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 19.433,00 54.424,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 68.745,00 75.163,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.557,00 236.959,00
252.302,00
B) Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.860.299,39 1.834.519,30
2. fertige Erzeugnisse und Waren 1.972.245,12 2.094.038,17
5.832.544,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.397.574,57 2.259.971,80
2. sonstige Vermögensgegenstände 133.507,37 670.805,26
2.531.081,94
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.330.430,08 7.555.909,62
C) Rechnungsabgrenzungsposten 215.274,06 131.913,30
15.181.065,59 14.913.703,45

Passiva

Stand 30.06.2023 Stand 30.06.2022
EUR EUR EUR
A) Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 45.883,00 45.883,00
II. Kapitalrücklage 630.117,00 630.117,00
III. Gewinnrücklagen 7.400.000,00 5.000.000,00
IV. Gewinnvortrag 2.905.602,21 4.990.497,62
V. Jahresüberschuss 619.099,75 315.104,59
B) Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 349.489,99 656.144,85
2. sonstige Rückstellungen 2.304.219,79 2.305.113,30
2.653.709,78
C) Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.864,00 77.756,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 711.827,78 750.689,41
3. sonstige Verbindlichkeiten 175.962,07 142.397,68
926.653,85
15.181.065,59 14.913.703,45

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

2022/23 2021/22
EUR EUR EUR
1. Gesamtleistung 8.656.165,57 7.940.533,09
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.072.945,96 5.056.830,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 953.448,81 938.942,90
6.026.394,77
3. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 157.722,70 189.342,25
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.551.932,62 1.294.490,92
920.115,48 460.926,61
davon für Altersversorgung EUR 34.667,77 (EUR 31.769,15)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 302,72 276,39
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.748,49 4.849,29
-2.445,77
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 297.829,96 140.361,12
8. Ergebnis nach Steuern 619.839,75 315.992,59
9. sonstige Steuern 740,00 888,00
10. Jahresüberschuss 619.099,75 315.104,59

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die ViGEM GmbH hat Ihren Sitz in Karlsruhe. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 707064 eingetragen.

Die Änderung des Geschäftsjahres beginnend mit dem 01.07. und endend mit dem 30.06. wurde am 18.06.2019 notariell beurkundet und mit Datum 27.06.2019 ins Handelsregister eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Handels-waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Neben handelsüblichen Eigentumsvorbehalten besteht in Höhe der bankmäßigen Ansprüche an den Vorräten eine Sicherungsübereignung an die Hausbank.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Die erkennbaren Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden - soweit vorhanden - abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Es bestehen Forderungen in Höhe von EUR 101.532,85 (VJ. EUR 72.132,85) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 45.883,00 (VJ. EUR 45.883,00) und ist in voller Höhe einbezahlt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen umfassen mit EUR 131.494,14 (Vj. EUR 513.165,00) die Gewerbesteuerrückstellung sowie mit EUR 217.995,85 (Vj. EUR 142.979,85) die Körperschaftsteuerrückstellung.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit EUR 1.464.439,28 (Vj. EUR 1.447.381,44) Rückstellungen für Gewährleistungen und Nacharbeiten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt (in EUR bzw. TEUR).

in TEUR (30.06.2023)

Restlaufzeit:
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre Besichert Gesamt
1. Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten 38 0 0 38 38
2. Erhaltene Anzahlungen Auf Bestellungen 0 0 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 711 0 0 0 711
4. Sonstige Verbindlichkeiten 160 0 0 0 160
- davon gegenüber Gesellschafter 0 0 0 0 0
- davon aus Steuern 62 0 0 0 62
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 19 0 0 0 19

in TEUR (30.06.2022)

Restlaufzeit:
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre Besichert Gesamt
1. Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten 39 38 0 77 77
2. Erhaltene Anzahlungen Auf Bestellungen 0 0 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 750 0 0 0 750
4. Sonstige Verbindlichkeiten 127 0 0 0 127
- davon gegenüber Gesellschafter 0 0 0 0 0
- davon aus Steuern 122 0 0 0 122
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5 0 0 0 5

Angaben über finanzielle Verpflichtungen

Wert der Mieten für unbewegliche Vermögensgegenstände: TEUR 426 / p.a.
Wert der Mieten für bewegliche Vermögensgegenstände: TEUR 31 / p.a.
Altersvorsorgebeiträge: TEUR 34 / p.a.

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Mietverträge für unbewegliche Vermögensgegenstände haben unkündbare Laufzeiten bis zum 31. Dezember 2027.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Ergebnisse aus der Währungsumrechnung

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 10.779,65 (VJ. EUR 1.986,87), der GuV-Posten "sonstige Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 43.511,53 (VJ. EUR 2.032,94).

VI. Sonstige Pflichtangaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt:

Festangestellte Mitarbeiter 82,0
Werkstudenten/Aushilfen 8,0
Summe 90,0

Mitglieder der Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 01.07.2022-30.06.2023 Herr Markus Trauth, Dipl.-Ing. und Herr Karl-Georg Esser, Dipl.-Ing. tätig.

Gesamtbezüge der Organe

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel § 286 IV HGB in Anspruch genommen, da die Bezüge der Mitglieder nicht wesentlich von dem durch Rechenvorgang feststellbaren Durchschnittsbetrag abweichen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag bis zur Unterzeichnung dieses Berichtes sind außer den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine keine weiteren Ereignisse zu nennen, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft hatten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresgewinn in Höhe von EUR 619.099,75 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Karlsruhe, den 22. Februar 2024

Die Geschäftsführer

Anlagenspiegel der ViGEM GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.07.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzes- sionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 329.610,60 0,00 0,00 0,00 329.610,60
329.610,60 0,00 0,00 0,00 329.610,60
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 195.573,83 15.575,99 0,00 0,00 211.149,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.023.303,07 47.364,71 0,00 1.049,50 1.069.618,28
1.218.876,90 62.940,70 0,00 1.049,50 1.280.768,10
1.548.487,50 62.940,70 0,00 1.049,50 1.610.378,70
Abschreibungen/Zuschreibungen(-)
Stand 01.07.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzes- sionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 275.186,60 34.991,00 0,00 310.177,60
275.186,60 34.991,00 0,00 310.177,60
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 120.410,83 21.993,99 0,00 142.404,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 786.344,07 100.737,71 1.020,50 886.061,28
906.754,90 122.731,70 1.020,50 1.028.466,10
1.181.941,50 157.722,70 1.020,50 1.338.643,70
Buchwerte
Stand 30.06.2023 Stand 30.06.2022
EUR EUR
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzes- sionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.433,00 54.424,00
19.433,00 54.424,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 68.745,00 75.163,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.557,00 236.959,00
252.302,00 312.122,00
271.735,00 366.546,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR vom 01.07.2022-30.06.2023

der ViGEM GmbH, Karlsruhe

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die ViGEM GmbH ist im Handelsregister von Mannheim unter HRB Nr. 707064 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und die Vermarktung von elektronischen Baugruppen, Geräten und Systemen in Form von Hardware- und auch als Softwarelösungen einschließlich der erforderlichen Service- und Ingenieurleistungen.

Die ViGEM unterhält ihren Firmensitz in der Zeppelinstraße 2, 76185 Karlsruhe sowie ein Projektbüro am Frankfurter Ring 193a, 80807 München und beschäftigt zum Ende des Geschäftsjahres 84 festangestellte Mitarbeiter und 9 Werkstudenten.

Seit der Unternehmensgründung im Jahr 2009 liegt der Fokus der ViGEM GmbH auf der Produktion und dem Vertrieb von Analyse-, Test- und Diagnoseelektronik gekoppelt mit integrierten Softwarelösungen, um das Fahrzeug der Zukunft zu entwickeln. Wir bieten unseren Kunden, vorwiegend aus der Automobilindustrie, ein leistungsstarkes zukunftsorientiertes Produktportfolio zur Absicherung fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme.

1.2. Forschung und Entwicklung

Für die Erforschung neuer und die permanente Weiterentwicklung bestehender Produkte werden bei der ViGEM GmbH durchschnittlich 20 Vollzeitmitarbeiter eingesetzt. Der Aufwand beläuft sich auf ca. 2,5 Mio. EUR p.a.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Durch die Corona-Krise und den Krieg in der Ukraine verlangsamte sich das globale Wachstum 2022 auf +3,5%. Für das Jahr 2023 wird für das weltweite Bruttoinlandsprodukt ein Wachstum von +3% prognostiziert (de.statista.com).

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um lediglich +1,8%. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Jedoch fiel die ökonomische Erholung im Jahr 2022 durch den weiter anhaltenden Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekord-inflation geringer aus als erwartet (de.statista.com).

Im ersten Quartal 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem letzten Quartal 2022 um 0,3% gesunken. Die weiterhin hohen Preissteigerungen belasteten die deutsche Wirtschaft auch zum Jahresbeginn. Das machte sich besonders bei den privaten Konsumausgaben bemerkbar, die sogar um -1,2% zurückgingen.

Hingegen legten die Bauinvestitionen wegen der guten Witterung um +3,9% zu und die Investitionen in Ausrüstungen (Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) konnten um +3,2% zulegen. Im Außenhandel konnten noch insgesamt +0,4% mehr Waren und Dienstleistungen exportiert werden. (de.statista.com).

Im zweiten Quartal 2023 stagnierte das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal. Der private Konsum sank nach den Rückgängen im Winterhalbjahr nicht weiter und stabilisierte sich (0,0%). Die Investitionen in Bauten konnten noch um lediglich +0,2% und die Investitionen in Ausrüstungen konnten um immerhin +0,6% gesteigert werden. Im Außenhandel wurden im 2. Quartal 2023 insgesamt -1,1% weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 1. Quartal (de.statista.com).

Das DIW-Konjunkturbarometer weist auch für das 3. Quartal keinen Aufschwung nach den schwachen Vorquartalen aus.

2.2. Entwicklung der Branche

In vielen Industrieländern gehört die Automobilindustrie zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen. Stets steigende Produktionszahlen führten zu zuverlässigem und starkem Wachstum. Jedoch ab 2017 folgten einige Krisenjahre. Ab 2021 scheint sich die Automobilbranche allmählich zu erholen. Die Anzahl pro Jahr hergestellter Fahrzeuge steigt wieder an. 2023 ist allein in Deutschland ein Anstieg von über 4 Millionen Einheiten zu verzeichnen (de.statista.com).

In der Forschung und Entwicklung stehen neben der Elektromobilität auch die Fahrautomatisierung und das autonome Fahren deutlich im Vordergrund. In unterschiedlichen Märkten haben Hersteller von Fahrzeugen mit Funktionen des SAE-Level 3 des autonomen Fahrens bereits die Zulassung erhalten. Es ist zu erwarten, dass Weitere bald nachfolgen werden.

Die weiter anhaltenden Liefer- und Materialengpässe stellen eine große Herausforderung für Automobilhersteller und deren Zulieferer dar. Belastungen durch Kriege und deren Folgen nehmen weiter zu.

Die Automobilindustrie leistet in Deutschland und auch weltweit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Arbeitsmarktes. Trotz mancher Krisen behält sie aufgrund ihrer Größe und ihrer starken Verflechtung mit anderen Industriebereichen nach wie vor eine hohe Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung (ingenieur.de).

2.3. Entwicklung der ViGEM GmbH

Als einer der führenden Hersteller von hochleistungsfähigen CCA-Datenloggern (Car Communication Analyzer) arbeitet die ViGEM seit nun bald 15 Jahren eng mit namhaften Unternehmen der Automobilindustrie im Bereich innovativer Mobilitätskonzepte zusammen. Das Leistungsspektrum reicht von individuellen Hard- und Softwarelösungen, über einen international agierenden Kundenservice bis hin zur Entwicklung von Testumgebungen.

Das letzte Geschäftsjahr verlief im Vergleich zum Vorjahr wieder besser. Der Umsatzanstieg hätte besser ausfallen können, jedoch ist das erreichte Niveau angesichts der Wirtschaftskrise akzeptabel. Es war geprägt vom weiteren Ausbau der neuen Gerätegeneration und der zunehmenden Internationalisierung unseres Marktes. So konnten die Vertriebs- und Serviceaktivitäten in China, unter anderem dank eines Partners vor Ort, weiter intensiviert werden. Auch in den USA zeichnen sich bedeutende geschäftliche Erfolge ab.

3. Darstellung der Lage der ViGEM GmbH

3.1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber Vorjahr leicht auf nunmehr 15,2 Mio. EUR. Die Mittelverwendungsseite der ViGEM GmbH besteht weiterhin größtenteils, nämlich zu rd. 97%, aus dem Umlaufvermögen. Das Vorratsvermögen stieg auf 5,83 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 138 TEUR auf 2,4 Mio. EUR. Die flüssigen Mittel fielen auch um 1,2 Mio. EUR auf 6,33 Mio. EUR. Die Mittelherkunft zeigt einen weiteren Anstieg des Eigenkapitalanteils auf 76%, entsprechend 11,6 Mio. EUR auf.

Bei den Rückstellungen wurde aufgrund des Ergebnisses der Gesellschaft die zu erwartende Steuerlast berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen blieben mit 2,3 Mio. EUR in etwa auf dem gleichen Niveau. Die langfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf lediglich 39 TEUR. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - unter Nutzung von Skontoerträgen sofern noch gewährt - durch fristgerechte Zahlung erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

3.2. Ertragslage

Die ViGEM GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022/2023 eine Gesamtleistung von rd. 8,6 Mio. EUR. Im vorherigen Geschäftsjahr wurde durch die Pandemie und deren Folgen eine Gesamtleistung von rd. 8 Mio. EUR generiert. Dank des Anstieges konnte die Gesellschaft den Jahresüberschuss von 315 TEUR auf 619 TEUR anheben.

3.3. Leistungsindikatoren

Bei den Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

dem Auftragseingang

des operativen Cashflows

den offenen Produktionsaufträgen sowie der Termintreue

den offenen Tickets in der Entwicklung

Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung dieser Indikatoren im Geschäftsjahr vom 01.07.2022-30.06.2023 angesichts der allgemein schwierigen Lage noch als zufriedenstellend.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1. Voraussichtliche Entwicklung

In den letzten Monaten wurde Geschäftsbeziehungen mit neuen, internationalen Kunden aufgenommen, die dadurch zu erwartenden und bestehenden Geschäftsaktivitäten lassen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Durch Erweiterung des Produktportfolios wird es zukünftig möglich, auf Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden besser einzugehen und dadurch den Marktanteil zu erhöhen und das Unternehmen dadurch weiter zu stabilisieren und das Unternehmenswachstum zu steigern.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir einen Anstieg der Umsatzerlöse um ca. 25 %, der sich bei leicht steigenden Kosten bis zum Ergebnis durchschlägt.

4.2. Risiken

Wir sind gesetzlich verpflichtet auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, hinzuweisen.

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem implementiert, welches Daten aus Produktion, Materialwirtschaft, Vertrieb und Verwaltung berücksichtigt. Wöchentlich findet ein Produktions-controlling statt, um Leistung und Kapazitäten zu beurteilen. In ausgewählten Bereichen führen wir wöchentliche Inventuren und Stichproben durch. Monatlich werden betriebswirtschaftliche Zahlen ausgewertet.

Allgemeine Risiken

Das größte Risiko, mit dem die Gesellschaft momentan konfrontiert ist, ist die Konjunktur und dem damit verbundenen möglichen Auftragseinbruch. Um dies auszugleichen wird die Erschließung neuer Absatzmärkte aktiv angegangen. Weiterhin besteht das Risiko der Bauteileverfügbarkeit bzw. des Lieferverzugs. Hier wurde bereits die Lagerhaltung erhöht und die Abhängigkeit von speziellen Bauteilen reduziert. Dadurch wird die Lieferfähigkeit weitgehend sichergestellt, jedoch sind immer größere Anteile des Kapitals durch die Materialvorhaltung gebunden. Ein weiteres Risiko sehen wir in der Arbeitsmarktsituation und der damit einhergehenden Schwierigkeit der bei Besetzung offener Stellen. Um dem entgegenzuwirken werden vermehrt externe Dienstleister genutzt.

Aufgrund unserer mittel- und langfristigen Finanzsituation sind wir keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Mögliche Währungsrisiken aus Forderungen an Auftraggeber werden durch geeignete Sicherungsmaßnahmen abgefangen und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Subunternehmern in fremder Währung begegnen wir durch einzelvertragliche Vereinbarungen und Anpassungen.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt.

Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben.

Abhängigkeit von einzelnen Kunden

Der Umsatzanteil mit dem größten Einzelkunden ist, wie im Vorjahr angekündigt, durch weitere Internationalisierung erheblich gesunken. Dieser Trend wird weiterhin anhalten.

Schneller technologischer Wandel

Die Märkte, in denen die ViGEM GmbH agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Kunden und Anwender als auch durch sich weiter-entwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der künftige Erfolg der ViGEM GmbH wird auch davon abhängen, bestehende Produkte und Lösungen kontinuierlich und zeitnah zu verbessern und weiterzuentwickeln. Durch die stetige Beobachtung relevanter technologischer Entwicklungen und den engen Austausch mit unseren Kunden gelingt es uns, neue Produkte und Lösungen, die sich an immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren, sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Praktiken und Standards Rechnung zu tragen.

Mitarbeiter

Wie bereits erwähnt, wird die Erweiterung der Belegschaft durch den allgemeinen Fachkräftemangel erschwert. Hinzu kommt die Gefahr, dass gute Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und somit Know-How verloren geht. Wir sind bestrebt, durch die stetige Verbesserung des Arbeitsklimas die Mitarbeiterbindung und Identifikation an das Unternehmen zu erhöhen.

Cashflow- und Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken werden durch kostenbewusstes Handeln und die kontinuierliche Aktualisierung und Überwachung des Liquiditätforecastes minimiert. Darüber hinaus würde die Liquiditäts-versorgung im Bedarfsfall, aufgrund der vertrauensvollen Kommunikation mit unserer Hausbank, jederzeit gesichert.

Rechtliche Risiken

Risiken im Bereich der Datensicherheit werden durch die Anwendung aktueller marktüblicher Sicherheitssoftware und Hardware entgegengewirkt. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Erfüllung der Anforderungen des TISAX Standards ergriffen.

Die vielfältigen rechtlicher Risiken in Verbindung mit Projekten von Neukunden werden durch Fachanwälte geprüft und weitgehend minimiert. Alle benutzten Formulare und Verträge werden einer rechtlichen Prüfung unterzogen. Durch die Bildung eines Product Compliance Teams wurde eine Haftungsabsicherung geschaffen.

Betriebsrisiken

Für die Handhabung betrieblicher Risiken bestehen Anweisungen. Zu nennen ist hier insbesondere das Qualitätssicherungssystem DIN EN ISO 9001 ff sowie das Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001 ff.

4.3. Chancen

Die Identifikation, Wahrnehmung und Nutzung von Chancen, die sich im Rahmen der Neuorientierung in der Automobilindustrie ergeben, wird fallbezogen durch das operative Management wahrgenommen. Hierzu dienen neben der Beobachtung von internen und externen Daten das strategische Produkt- und Projektmanagement und ein systematischer Innovationsprozess.

Die ViGEM GmbH verfolgt auch in den nächsten Jahren das Ziel eines ertragsorientierten Wachstums und konzentriert sich auf die Stärken des Unternehmens, die insbesondere im technischen Know-how, einer bedarfs- und lösungsorientieren Arbeitsweise und hochqualifizierten und motivierten Mitarbeitern liegen. Wir verfügen über eine Produkt- und Lösungspalette auf hohem technologischem Niveau mit einer Reihe an Alleinstellungsmerkmalen. Zudem halten wir die enge und intensive Bindung zu unseren Kunden, die wir gezielt intensivieren, für einen entscheidenden Erfolgsfaktor.

Die Bindung von Fachpersonal und eine langjährige Unternehmenszugehörigkeit unserer Mitarbeiter gehören ebenfalls zu den Chancen der ViGEM GmbH. Damit halten wir das Know-how über die unterschiedlichen Technologiezyklen hinweg verfügbar und können es im Sinne unserer Kunden erfolgreich nutzen. Wir bieten unseren Mitarbeitern daher auch attraktive Anreizsysteme und interessante Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

 

Karlsruhe, 22. Februar 2024

Die Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ViGEM GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ViGEM GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ViGEM GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weiter-gehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lageberichts zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschäden) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den ge-setzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen-hängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 01. März 2024

Dr. Hacker & Partner PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. h. c. Rolf Hacker, Wirtschaftsprüfer

Dr. Mark Hacker, Wirtschaftsprüfer

Der obige Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht und nicht auf die für Zwecke der Offenlegung verkürzte Version.

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