UniCredit S.p.A. Branch Germany
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Natalie Gnesa seit 5.9.2017 | Vorstandsmitglied |
Herbert Woisetschläger seit 14.1.2014 | Vorstandsmitglied |
Patrick Otto seit 14.1.2014 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HVB Capital Partners AGMünchenJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Bilanz zum 31.12.2010Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
Anhang für das Geschäftsjahr 2010Allgemeine AngabenDie HVB Capital Partners AG ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB und macht von den für Gesellschaften ihrer Größe geltenden Erleichterungsvorschritten teilweise Gebrauch. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB, den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung und unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung unter branchenspezifischen Anpassungen (§ 265 Abs. 6 HGB) den Vorschriften des § 275 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Einbeziehung der Änderungen des HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 1. Halbsatz EGHGB wurden die Vorjahreszahlen nicht angepasst. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergaben sich für die Gesellschaft keine Anpassungen Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Wert aktiviert Die Werthaltigkeit wurde zum Bilanzstichtag im Rahmen eines Niederstwerttests geprüft. Es ergab sich bei 11 Investments die Notwendigkeit einer Abschreibung auf den beizulegenden Wert Des Weiteren wurden bei sechs Finanzanlagen Wertaufholungen bis maximal zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen. Noch nicht gezahlte und noch nicht fällige Zinsen auf Finanzanlagen werden unter den Finanzanlagen anteilig aktiviert. Finanzanlagen in Fremdwährungen wurden zu historischen Tageskursen bei Erwerb umgerechnet. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. bei langfristigen unverzinslichen Forderungen zum Barwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe zum Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur BilanzAKTIVA Finanzanlagen Angaben zu Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB: Am Bilanzstichtag wurden Anteile an zwei Unternehmen gehalten: an denen die Gesellschaft mit mehr als dem fünften Teil des Nennkapitals beteiligt ist (Beteiligungen). Auf die Angabe der Unternehmen und der weiteren gemäß Nr. 11 HGB erforderlichen Angaben wurde unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB verzichtet. Gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB erfolgten, aufgrund dauerhafter Wertminderungen, bei 11 Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert. Ferner wurden bei sechs Investments Wertaufholungen vorgenommen, bei denen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung aus dem Vorjahr weggefallen sind, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Ausweis besteht in Höhe von EUR 8.449.114,02 gegenüber verbundenen Unternehmen und betrifft täglich fällige Bankguthaben gegenüber der Gesellschafterin UniCredit Bank AG. Als sonstige Vermögensgegenstände werden fast ausschließlich eine noch nicht fällige Kaufpreisforderung aus einer veräußerten Finanzanlage ausgewiesen. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 11.791,826,00. PASSIVA Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der HVB Capital Partners AG beträgt EUR 2.500.000,00. Es ist eingeteilt in 2.500.000 Inhaberaktien im Nennbetrag von je EUR 1,00. Alleinige Anteilseignerin ist die UniCredit Bank AG, Kardinal-Faulhaber-Str. 1, 80333 München. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 10.000.000,00 ist voll eingezahlt. Gewinnrücklage Die Gewinnrücklage beträgt unverändert EUR 171.128,27. Rückstellungen Die Rückstellungen betreffen größtenteils ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Veräußerung einer Beteiligung. Des Weiteren wurden ausstehende Rechnungen für Rechts- und Beratungskosten. Prüfungskosten des Jahresabschlusses sowie Kosten für die Erstellung der Steuererklärungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Darlehen und Ergebnisabführungsvertrag betragen zum Bilanzstichtag EUR 502.308.603,12 und bestehen gegenüber der Gesellschafterin UniCredit Bank AG. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sonstige AngabenVorstand und Aufsichtsrat Zum Vorstand im Berichtsjahr waren bestellt:
Zum Aufsichtsrat per 31. Dezember 2010 waren bestellt:
Vorstand und Aufsichtsrat erhielten im Berichtsjahr keine Vergütung Haftungsverhältnisse Aus einem Beteiligungsverkauf der Vorjahre bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von bis zu TEUR 3.770, wovon die Möglichkeit einer Inanspruchnahme in Höhe von TEUR 2.815 als unwahrscheinlich eingeschätzt wird. In der Bilanz wurde eine Vorsorge in Höhe von TEUR 955 gebildet. Personal Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Unterlassen von Angaben Die Gesellschaft macht unter Anwendung von § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB keine weiteren Angaben zu den bestehenden Beteiligungen. Ergebnisübernahme Das Jahresergebnis in Höhe von EUR 22,238.975,12 wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages vom 02. März 2004, geändert in der Fassung vom 15. September 2010, an die UniCredit Bank AG abgeführt. Angaben zum Mutterunternehmen Mutterunternehmen i. S. d. § 285 Satz 1 Ziff. 14 HGB ist die UniCredit Bank AG, München, die unmittelbar 100 % an unserer Gesellschaft hält. Sie erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis. Der Jahresabschluss der HVB Capital Partners AG wird in den Konzernabschluss der UniCredit Bank AG einbezogen. Da eine Offenlegung des Konzernabschlusses der UniCredit Bank AG im elektronischen Bundesanzeiger erfolgt, entfaltet dieser befreiende Wirkung für einen Konzernabschluss der HVB Capital Partners AG. Der Konzernabschluss der UniCredit Bank AG wird in den Konzernabschluss der UniCredit, S.p.A., Rom für den größten Konzernkreis einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist erhältlich unter der Adresse:
München, den 18. Januar 2011 HVB Capital Partners AG LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 DERHVB CAPITAL PARTNERS AG, MÜNCHEN1. Marktentwicklung Im Berichtsjahr 2010 hat sich das wirtschaftliche Umfeld erheblich verbessert. Die positive Entwicklung der Realwirtschaft wirkte sich auch auf die Kapitalmärkte aus. Im Zuge dessen gab es im Vergleich zu 2009 eine deutliche Belebung des M&A und IPO Marktes, was nach einem Stillstand in 2009 auch zu einer Belebung der Private Equity Branche führte, Das vierte Quartal 2010 war weltweit das stärkste M&A Quartal seit Q3 2008. Das durch Private Equity initiierte M&A Transaktionsvolumen belief sich im Gesamtjahr 2010 global auf EUR 169 Mrd., eine Zunahme von 89% gegenüber dem Jahr 2009. Allerdings steht diese Summe nur für 9% der globalen M&A Aktivität. Der deutsche Private Equity Markt bleibt weiterhin schwierig und verliert im internationalen Vergleich weiter an Bedeutung. Zwar konnte noch Ende 2009 eine Transaktion im Milliarden-Euro Bereich abgeschlossen werden. Dies blieb aber die Ausnahme. Trotz eines verbesserten Börsen- und damit Transaktionsumfeldes ist der deutsche Private Equity Markt noch weit von einem normalen Aktivitätsniveau entfernt. So wurden im ersten Halbjahr 2010 zwar insgesamt 57 Private Equity Transaktionen durchgeführt, exakt so viele wie im zweiten Halbjahr 2009. Allerdings hat sich das Transaktionsvolumen deutlich verringert, auf nur noch EUR 0,9 Mrd. Im gesamten Jahr belief sich die Transaktionsanzahl in Deutschland auf 103 (im Vergleich zu 95 in 2009). Das Transaktionsvolumen belief sich auf EUR 3,4 Mrd. (im Vergleich zu EUR 8 Mrd. in 2009) und zeigte damit eine deutlich Belebung in der zweiten Jahreshälfte. Dennoch lag das Volumen auf dem tiefsten Stand seit 2002. Gründe hierfür sehen wir in der nach wie vor großen Zurückhaltung des deutschen Mittelstandes gegenüber Finanzinvestoren, in der Rückkehr von strategischen Investoren auf den Transaktionsmarkt, die aufgrund der limitierten Verfügbarkeit von Fremdfinanzierungen für Leveraged Buyout Transaktionen relativ höhere Kaufpreise zu zahlen in der Lage sind. sowie in den unterschiedlichen Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern, Die Preisfindung gestaltet sich insbesondere bei sehr exportorientierten deutschen Unternehmen aufgrund mittel- bis langfristigen makroökonomischen Unsicherheiten und der damit verbundenen Probleme bei der Validierung von Business Plänen als schwierig. Das Private Equity Geschäft der Gesellschaft ist geprägt von der Bedeutung der UniCredit Group als Anbieter von Strukturierten Finanzierungen in ausgewählten Märkten Daneben nutzt die Gesellschaft verstärkt das M&A-Netzwerk der UniCredit Group, um Zugang zu attraktiven Direct Investments zu erhalten. 2. Portfolio-Entwicklung Zum 31. Dezember 2010 setzte sich das Portfolio der HVB Capital Partners AG aus insgesamt zweiundvierzig Beteiligungen mit einem Nettobuchwert von EUR 495 Mio. zusammen. Unterjährig wurden drei Investments veräußert, ein Beteiligungsvehikel liquidiert und drei Investments eingegangen. Im Berichtsjahr erzielten die Portfolio-Unternehmen erneut überwiegend höhere Umsätze und Ergebnisse als im Vorjahr und erfüllten ihren Business Plan. Trotz dieser überwiegend positiven Entwicklung halten wir Beteiligungen, für die kein positives Bewertungsergebnis zu verzeichnen war. Dennoch konnte der Risikovorsorgeaufwand deutlich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 120 Mio. auf nur noch EUR 16 Mio. gesenkt werden. 3. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 der HVB Capital Partners AG Ziel des Beteiligungsgeschäfts ist die Generierung von Veräußerungsgewinnen durch die Abgabe von Unternehmensanteilen aus dem Beteiligungsportfolio. Unsere Strategie ist die mittel- bzw. langfristige Wertsteigerung unserer Investments durch Umsatzwachstum, Profitabilitätsverbesserungen sowie Entschuldung. Daneben sollen durch die Investments bestehende Kundenbeziehungen zur UniCredit Group gestärkt bzw. neue Kundenbeziehungen generiert werden. Die HVB Capital Partners AG fokussiert sich auf sogenannte Later-Stage-Finanzierungen, d. h. auf Unternehmen mit einem stabilen Kerngeschäft in etablierten Branchen. Zudem müssen die Beteiligungsunternehmen führende Marktpositionen -aufweisen. Bei den Co-Investments planen wir einen Exit in der Regel nach vier bis sechs Jahren. Das nach wie vor schwierige Exit-Umfeld ist durch anhaltende Unsicherheiten bei der Validierung von Business Plänen, durch limitierte Kreditfinanzierungsmöglichkeiten der Käufer sowie die unterschiedlichen Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern gekennzeichnet. Daher konnten im Geschäftsjahr 2010 nur drei Beteiligungen veräußert werden. Es wurden Erträge aus Beteiligungen von insgesamt EUR 44 Mio. generiert, davon Erträge aus Zuschreibungen auf Investments von EUR 22 Mio. und Erträge aus Beteiligungen von ebenfalls EUR 22 Mio. Diesen Erträgen standen insbesondere Aufwendungen zur Refinanzierung und zur Risikovorsorge sowie dem Abgang von Finanzanlagen gegenüber. Aufwendungen aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von EUR 4 Mio. aus dem Verkauf eines unserer gelisteten Investments. Aufgrund einer Reduzierung der Verbindlichkeiten und aufgrund des weiterhin sehr niedrigen Zinsniveaus im Geschäftsjahr haben sich die Zinsaufwendungen zur Refinanzierung des Portfolios im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich reduziert und betrugen EUR 6 Mio. Die schwierige Geschäftsentwicklung einiger unserer Investments führt dazu, dass der ursprüngliche Business Plan nicht eingehalten werden konnte und eine Erholung nicht ersichtlich ist. Für diese Investments war im Berichtsjahr eine Risikovorsorge in Höhe von EUR 16 Mio. zu treffen. Für die Analyse von möglichen Transaktionen, für die Beratung bei Neuinvestments und Veräußerungsvorgängen sowie das Management von Investments fielen Aufwendungen für die Leistungen von Externen in Höhe von EUR 0,4 Mio, an. Somit stehen den in 2010 erzielten Erträgen von EUR 47 Mio. Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von EUR 4 Mio. Refinanzierungskosten in Höhe von EUR 6 Mio. und Wertberichtigungen von EUR 16 Mio. gegenüber. Mit Wirkung vom 1. Januar 2004 hat die Gesellschaft mit der UniCredit Bank AG (Muttergesellschaft) einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Dementsprechend wird für das Geschäftsjahr 2010 das Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 22 Mio. als Verbindlichkeit gegenüber der UniCredit Bank AG ausgewiesen. 4. Finanz- und Vermögenslage Die Finanzlage der HVB Capital Partners AG wird neben den erwirtschafteten Erträgen maßgeblich von den Investitionen in Beteiligungen und deren Finanzierung bestimmt. Vor dem Hintergrund des Vermögens der Gesellschaft sowie der Einbindung in die UniCredit Group ist die HVB Capital Partners AG solide finanziert. Die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf EUR 502 Mio. (Vj. EUR 624 Mio.) resultiert primär aus der Rückführung von Darlehen aufgrund der Verlustübernahme durch die UniCredit Bank AG für das Jahr 2009. Das bestehende Finanzanlagevermögen in Höhe von EUR 495 Mio. ist vollständig durch Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber der UniCredit Bank AG finanziert. 5. Chancen- und Risikoberichterstattung Externe Faktoren Nachdem sich die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise in 2009 unter anderem sehr negativ auf den Private Eguity Markt auswirkte, gab es 2010 global eine deutliche Erholung, Der deutsche Private Eguity Markt bleibt aber weiterhin schwierig. Aufgrund von großen Unsicherheiten bei der Planung von Gewinnerwartungen, der weiterhin limitierten Verfügbarkeit von Fremdfinanzierungen im Leveraged Buyout Bereich sowie den unterschiedlichen Preisvorstellungen auf Verkäufer- und Käuferseite blieb die für das Geschäftsjahr erwartete starke Aktivität auf dem deutschen M&A Markt aus. Die Rückkehr von strategischen Investoren auf den Transaktionsmarkt konnte die geringe Aktivität der Finanzinvestoren in der ersten Jahreshälfte nicht ausgleichen. Erst in der zweiten Jahreshälfte, besonders im vierten Quartal 2010, nahmen Transaktionen von Finanzinvestoren zu. Die gesteigerte Aktivität zum Jahresende spiegelte sich auch in der Ankündigung von Beteiligungsveräußerungen für das erste Halbjahr 2011 wider. Als ein gewisses Risiko sehen wir jedoch mittel- bis langfristig die Verschuldungssituation in einigen EU-Staaten sowie in den USA, die eine latente Gefahr für den Kapitalmarkt und damit für unsere Bewertungen darstellt Die Auswirkungen für unser Portfolio dürften sich jedoch in Grenzen halten, da gewinnbringende Beteiligungsverkäufe ausgehend von dem niedrigen Bewertungsniveau auch bei einem schwächeren Börsenumfeld möglich sind Das niedrige Bewertungsniveau führt zudem zu geringeren Abwertungsrisiken. Unternehmensspezifische Faktoren Der Erfolg der HVB Capital Partners AG hängt ab von der Möglichkeit attraktiver Neuengagements, vom Ausbau und der Sicherung des Wertes von bestehenden und neuen Engagements sowie der Realisierung der geschaffenen Wertsteigerung durch Veräußerungserlöse. Das Portfolio der Gesellschaft weist bei einem ausgewogenen Chancen-Risiko-Profil weiterhin ein hohes Ergebnispotential auf. Dies konnte durch den Turnaround in 2010 eindrucksvoll belegt werden: das Ergebnis konnte von EUR -134 Mio. in 2009 auf EUR 22 Mio, in 2010 gesteigert werden. Die unbefriedigende Geschäftsentwicklung einzelner Investments sowie in Einzelfällen eine Verschlechterung von Vergleichsbewertungen machten eine Bewertungskorrektur in Höhe von EUR 16 Mio. notwendig. Für die kommenden Jahre gehen wir von einem erheblichen Wertaufholungspotential aus, das sich bereits partiell in 2010 realisiert hat. Für die erfolgreiche Transaktionstätigkeit ist ein Netzwerk von Kontakten für die kontinuierliche Akquisition von Investments notwendig. Beim Management des Beteiligungsportfolios spielen operative Risiken aufgrund der insgesamt geringen Anzahl von Geschäftsvorfällen und der überschaubaren Verantwortlichkeiten bei Investments nur eine untergeordnete Rolle. Durch den engen Kontakt zu den Lead Investoren bei Co-Investments und zu den Mehrheitsgesellschaftern bei den Direct Investments ist eine frühzeitige Erkennung eventueller Risiken und Bewertungskorrekturbedarf sowie eine risikoadäquate Steuerung des Portfolios gewährleistet, die durch die Einführung eines formalen Marktfolgeprozesses im Berichtsjahr weiter verbessert werden konnte. Durch das kontinuierliche Monitoring der Investments und das quartalsweise Reporting erfolgt eine zeitnahe Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Rechtliche und steuerliche Risiken der internationalen Beteiligungsstrukturen werden durch die Einbindung entsprechender Spezialisten minimiert. Aufsichts- und wettbewerbsrechtliche Risiken werden durch regelmäßige interne Compliance-Überprüfungen ausgeschlossen. Zusammen mit der UniCredit Bank AG und der UniCredit S.p.A. wurde eine langfristige Strategie für Principal Investments bzw. Private Equity formuliert. Dabei wurden auch mögliche Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt (Steuergesetzgebung, Basel II). Dadurch sollte die langfristige Finanzierung der Gesellschaft im Konzern sichergestellt sein, auch bei möglichen Veränderungen des rechtlichen Rahmens. Risikomanagement Die HVB Capital Partners AG ist zur Überwachung und Steuerung von Risiken in das Risikomanagementsystem der UniCredit Bank AG eingebunden und dabei insbesondere in die Risikostrategie der Division Corporates & Investment Banking. Die Gesellschaft hält sich an die dadurch vorgegebenen Restriktionen, wobei bei dem gezielten und kontrollierten Eingehen von Risikopositionen stets darauf geachtet wird. dass das Chancen-Risiko Verhältnis ausgewogen ist. Der Prozess des Risikomanagements wird von einer umfassenden funktional wie organisatorisch unabhängigen Risikoüberwachung begleitet, unter der die Risikoanalyse (Identifizierung und Analyse von Risiken) und die Risikokontrolle (Quantifizierung und Überwachung) zusammengefasst sind. Die Einleitung, Durchführung und Überwachung notwendiger Maßnahmen wird gemeinsam mit der Marktfolgeeinheit CFS, der die Risikoüberwachung zusammen mit dem Bereich CRO obliegt, gesteuert. Durch den oben erwähnten Marktfolgeprozess wird sichergestellt, dass die Risikoüberwachung von dem operativen Risikomanagement aufbauorganisatorisch getrennt wird. 6. Ausblick Nach einem sehr schwierigen Jahr 2009 hat sich das wirtschaftliche Umfeld in 2010 eindrucksvoll verbessert. Diese Verbesserung hat sich vor allem im vierten Quartal auch auf den Private Equity Markt ausgewirkt. Die Erholung im Private Equity Markt dürfte im Jahr 2011 anhalten. Während wir auf der Veräußerungsseite sehr optimistisch sind, wird das Identifizieren von lukrativen Neuinvestments im Hinblick auf bankinterne Anforderungen aber weiterhin eine Herausforderung darstellen. Wir sehen uns aufgrund des Turnarounds in 2010 und des positiven Ausblicks in 2011 in unserer Einschätzung bestätigt, dass die Gesellschaft ein nachhaltiges und erfolgreiches Geschäftsmodell verfolgt, das sich zum einen auf selektive Co-Investments zusammen mit international renommierten und sehr erfahrenen Lead Investoren erstreckt und zum anderen hinsichtlich Lead Investoren, Regionen und Industrien zu einer guten Portfoliodiversifikation führt Das Jahr 2010 hat gezeigt, dass das Private Equity Geschäft wieder zu seinem Kerngeschäftsmodell zurückkehrt - Wertsteigerungen durch Wachstum und Effizienzsteigerungen - welches die letzten Jahre teilweise durch kurzfristige Fremdfinanzierungseffekte verdrängt worden ist. Aufgrund unseres Geschäftsmodells ist eine mittel- und langfristige Entwicklungsperspektive sinnvoller als ein Vergleich einzelner Perioden, So stehen dem derzeitigen Buchwert unseres Portfolios von EUR 495 Mio, eine kumulierte Risikovorsorge von EUR 166 Mio, und bisher realisierte Gewinne von ca. EUR 350 Mio. gegenüber. Nach Berücksichtigung der getätigten Wertberichtigung ist unser Portfolio insgesamt in einer guten Verfassung. Diese Einschätzung gründet sich auf die grundsätzlich gute Marktposition der meisten unserer Beteiligungsunternehmen und auf die Stärke des Managements dieser Unternehmen. Diese Faktoren bilden nach unserer Auffassung die Grundlage für weitere Wertsteigerungen, die zu einer langfristig weiterhin sehr attraktiven Rendite auf das eingesetzte Kapital beitragen sollen. Angesichts der Integration in das Firmenkundengeschäft der UniCredit Group, des hervorragenden Kontaktes zu führenden Finanzinvestoren und des niedrigen Bewertungsniveaus unseres Portfolios sind wir zuversichtlich, dass sich das weitere Geschäft trotz der Schuldenkrise grundsätzlich solide entwickeln wird. Wir gehen davon aus, dass sich das wirtschaftliche Umfeld in 2011 weiterhin stabilisiert und sich weitere Verkäufe aus unserem Beteiligungsportfolio realisieren lassen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sich die Unsicherheiten im aktuellen Marktumfeld mit hohen Staatsschulden und Handelsungleichgewichten zwischen den Hauptindustriestaaten nicht signifikant verstärken. Ein solches Szenario könnte die Beteiligungsbewertungen in Mitleidenschaft ziehen wenngleich diese Unsicherheiten nach unserer Einschätzung in gebotenem Umfang in die Bewertungen eingeflossen sind. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag: Nach dem Geschäftsjahresende sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
HVB Capital Partners AG, München Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die HVB Capital Partners AG, München Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IIVB Capital Partners AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt, Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HVB Capital Partners AG, Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 16. Februar 2011 KPNIG
AG
Puskerl, Wirtschaftsprüfer Pabst, Wirtschaftsprüferin HVB Capital Partners AG
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