Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
IT-Distribution Abwicklungs AGLiquidiert
Kocherstraße 2, 38120 Braunschweig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Tulip Computers Deutschland GmbH | 90.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DEVIL AGBraunschweigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2009 bis zum 30.06.2010Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2010Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftGeschäftsverlauf Das Berichtsjahr war das erste Geschäftsjahr nach der durch die Insolvenz der früheren Alleingesellschafterin im Frühjahr 2009 ausgelösten Krise des Unternehmens. Die erforderliche Restrukturierung konnte im Laufe des Geschäftsjahres erfolgreich abgeschlossen und der operative Turnaround erreicht werden. In den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres lag der Fokus noch auf der rechtlichen Restrukturierung des Unternehmens sowie der Entflechtung der von der früheren Gesellschafterin aufgebauten Strukturen. Dies war mit der Schaffung einer einheitlichen Holdingstruktur in der BOD-Gruppe im September 2009 und dem Erwerb der Betriebsimmobilie der Gesellschaft im Oktober 2009 abgeschlossen. Auf der Grundlage der neuen stabilen Strukturen ist es der Gesellschaft gelungen, die Monatsumsätze von 14,2 Mio € im August auf 31,2 Mio. € im Oktober zu erhöhen. Im zweiten Halbjahr setzte sich der positive Trend fort, so dass wir nach dem Weihnachtsgeschäft nicht den branchenüblichen Umsatzeinbruch zu verzeichnen hatten, sondern die Umsätze nur leicht rückläufig waren. Die Ausgliederung der Bereiche Logistik und Service in die First Flash GmbH fand planmäßig zum 1. Oktober 2009 statt. Die First Flash GmbH ist seitdem in ihrer Funktion als Logistik- und Servicedienstleister für alle operativen Gesellschaften des BOD-Konzerns tätig. Die ständige Optimierung aller Strukturen und Prozesse war zentrales Thema während des gesamten Geschäftsjahres. Hierzu haben wir die Qualität unserer Mitarbeiter, und damit auch die Qualität unserer Leistungen, durch Schulungen, aber auch durch Neueinstellungen und Schaffung neuer, auf diesen Bereich fokussierter, Stellen verbessert. Die Umstrukturierung des Credit-Controllings verringerte die Forderungsausfälle gegenüber dem Vorjahr um mehr als 70%. Wir sind uns dabei der Tatsache bewusst, dass wir durch unsere restriktiven Credit-Controlling- Vorgaben auf Umsatz verzichtet haben. In den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres haben wir eine leichte Steigerung im Bereich Komponenten in der Aufrüstungssparte wie Speicher, Prozessoren und Grafikkarten festgestellt. Die Umsätze der anderen Komponenten waren leicht rückläufig, bis im Oktober 2009 durch den Launch von Windows 7 die Nachfrage des Fachhandels deutlich stieg. Fast im kompletten Geschäftsjahr verzeichneten wir einen starken Rückgang der Nachfrage unserer Kunden aus dem Systemhausgeschäft, welche die Industrie und den Mittelstand beliefern und bedingt durch die Unsicherheit der Wirtschaftskrise viele Investitionen in IT-Produkte stoppten. Alle Aktien der DEVIL AG befinden sich im alleinigen Eigentum der BOD GmbH. Die DEVIL AG ist damit Teil des BOD-Konzerns und verbundenes Unternehmen zu den weiteren Tochtergesellschaften. Lage der Gesellschaft Ertragslage Der Umsatz konnte im Berichtszeitraum um 28 Mio. €, auf 303 Mio. € gesteigert werden. Der Rohertrag stieg von 15,8 Mio. € auf 17 Mio. €, was einer Rohertragsquote von 5,6 % gegenüber 5,8 % aus dem Vorjahr entspricht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich mit 1,2 Mio. € deutlich gegenüber dem Vorjahr (-2,7 Mio. €). Der Jahresüberschuss von 4,2 Mio € beinhaltet außerordentliche Erträge in Höhe von 3,2 Mio. € aufgrund einer Darlehensübernahme im Rahmen des Immobilienerwerbs durch die BOD GmbH. Auf das Jahresergebnis wirkte sich neben dem gesteigerten Rohertrag ebenfalls eine Reduzierung der betrieblichen Kosten positiv aus. Die Restrukturierungsmaßnahmen des Vorjahres zeigten ihre Wirkung, so dass der Personalaufwand um 2,3 Mio. € reduziert werden konnte. Des Weiteren konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. € reduziert und die sonstigen betrieblichen Erträge um 1,0 Mio. € gesteigert werden. Die Ergebnisse der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2004 bis 2007 wurden im Jahresabschluss berücksichtigt. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 21,1 Mio. € auf 45,7 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der Immobilie, sowie gestiegenen Forderungsbeständen, welche aus den gegenüber dem Vorjahr wesentlich höheren Umsätzen der Monate Mai und Juni 2010 resultierten. Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 3,1 Mio. € gegen die Tochtergesellschaft First Flash GmbH aus einer verzinslichen Darlehensgewährung. Darüber hinaus werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen überwiegend Forderungen aus konzerninternen Warenlieferungen ausgewiesen. Finanz- und Liquiditätslage Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 7,54 Mio. € und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 4,25 Mio. €. Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten beinhalten Darlehen aus dem Immobilienerwerb sowie Kontokorrentkredite. Die Kontokorrentkreditlinien wurden zum Bilanzstichtag nur teilweise in Anspruch genommen. Die Linien wurden, neben der Finanzierung des Lagersbestandes, auch zur Generierung von Skontoerträgen genutzt. Zur Finanzierung nutzt die DEVIL AG zudem teilweise die von der Konzernschwester BOD Finance GmbH zur Verfügung gestellten Linien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im ähnlichen Verhältnis wie die Forderungen. Personalbereich Die DEVIL AG beschäftigte zum Bilanzstichtag 113 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahresbestand von 232 Mitarbeitern sind 94 Mitarbeiter zum 1. Oktober 2009 in die First Flash GmbH gewechselt, so dass sich die vergleichbare Anzahl der Mitarbeiter bei der DEVIL AG um 25 Mitarbeiter reduziert hat. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und der BrancheUnser Ziel für das kommende Geschäftsjahr ist es, das Unternehmen in allen Bereichen noch professioneller aufzustellen. So wird der wesentliche Fokus weiter auf der Optimierung aller Strukturen und Prozesse liegen. Insbesondere die schon begonnene Erneuerung der gesamten IT-Landschaft und Systemstruktur, sowie die Erneuerung und Verknüpfung aller wesentlichen Anwendungsprogramme werden zentrales Thema sein. In diesem Zusammenhang werden wir unseren Kunden eine Vielzahl neuer Tools bieten, die einen hohen Service-Faktor haben und auch zusätzliches Geschäft bedeuten. Im operativen Bereich setzen wir auf eine Strategie der langfristigen Zusammenarbeit, nach der wir auch in allen Bereichen unsere Partner aussuchen. Hier haben wir das Bestreben möglich zeitnah mittel- und langfristige Trends und Techniken zu erkennen und diese dann in operatives Geschäft umzusetzen. Für das kommende Geschäftsjahr planen wir, unabhängig vom Branchentrend, ein deutliches Wachstum, wobei wir in der Entwicklung der einzelnen Produktgruppen von sehr unterschiedlichen Ergebnissen ausgehen, was letztlich die Fokussierung auf langfristige Partner, sowie neue Trends und Technologien widerspiegelt. So erwarten wir für das Wintergeschäft eine starke Nachfrage in den Bereichen Mobile Computing, Komponenten, Zubehör und Peripherie durch den Privatkunden beliefernden Fachhandel. Durch Auflösung des durch die Wirtschaftskrise entstandenen Investitonsstaus rechnen auch wir, wie die Marktforscher IDC und Gartner, mit einem moderaten Wachstum des kompletten IT-Marktes, auch in den bisher rückläufigen Sparten Netzwerk, Komplettlösungen und Server. Wir erwarten im laufenden Geschäftjahr 2010/11 eine moderate Steigerung des ordentlichen Ergebnisses gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Anders als im Berichtsjahr, das noch von Sondereffekten aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen geprägt war, erwarten wir keine wesentlichen außerordentlichen Ergebnisbestandteile. Für das darauffolgende Geschäftsjahr 2011/12 gehen wir derzeit ebenfalls von moderaten Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungDie Risiken der Lagerhaltung werden durch tägliche Marktpreisabgleiche, durch sofortige Reaktion bei Identifikation, durch mit Lieferanten vereinbarte Lagerwertausgleich-Vereinbarung und durch einen anhand von Liquiditäts- und Reichweiten-Vorgaben gesteuerten Einkauf minimiert. Währungsrisiken werden weitgehend durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Das Risiko der Forderungsausfälle wird durch einen Warenkreditversicherungsvertrag, Verkaufssperren im Warenwirtschaftssystem bei Erreichung des vom Kreditversicherer vorgegebenen Limits und ein systemgesteuertes Mahnwesen minimiert. Die Gefahr des Datenverlustes ist durch zwei ortsungleich, jeweils mit Notstromspeicher, agierende Server-Systeme und täglicher Datensicherung, ausgeschlossen. Ein Liquiditätsrisiko würde durch unsere Liquiditätsplanung frühzeitig identifiziert werden, so dass hier ausreichend Reaktionszeit verbleiben würde. Das Liquiditätsmodell greift auf Daten aus dem System zurück und wird ergänzend von der operativen Leitung mit Planungsdaten versorgt. Hiermit wird der Liquiditätsbedarf vorausschauend geplant. Schlussbemerkung zum AbhängigkeitsberichtDer Vorstand erklärt gem. § 312 Absatz 3 AktG, dass die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft mit der BOD GmbH und einem mit ihr verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem ein Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung erhielt und sie dadurch nicht benachteiligt wurde.
Braunschweig, den 20. September 2010 gez. Axel Grotjahn gez. Torsten Matthies BILANZ ZUM 30. JUNI 2010AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009/10
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009/10
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JULI 2009 BIS ZUM 30. JUNI 2010A. Allgemeine AngabenWir haben den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden überwiegend nach der linearen Abschreibungsmethode und unter Zugrundelegung der steuerlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung ermittelt. Abschreibungswahlrechte für voraussichtlich vorübergehende Wertminderungen des Anlagevermögens wurden nicht ausgeübt. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten EUR 150,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden in einem Sammelposten zusammengefasst, der im Geschäftsjahr der Anschaffung und den vier folgenden Geschäftsjahren gem. § 6 Abs. 2a EStG jeweils in Höhe von einem Fünftel der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgeschrieben wird; bei Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 150,00 erfolgt im Geschäftsjahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2 EStG eine aufwandswirksame Erfassung. Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgte mit dem gewogenen Durchschnitt gemäß § 240 Abs. 4 HGB. Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennbeträgen oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Briefkurs am Tag der Entstehung oder mit dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht der Einzelwertberichtigung unterliegen, haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten bereits gezahlte Beträge, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem steuerlichen Teilwert unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 6% auf der Basis der neuen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt und entsprechen den steuerlichen Vorschriften nach § 6a EStG. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht entrichteten Steuern für abgelaufene Geschäftsjahre. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Nach der erfolgten Ausgliederung der Logistikaktivitäten wurde die Methode für die Berechnung der Garantierückstellung geändert. Die Rückstellung wurde in diesem Zusammenhang um TEUR 217 auf TEUR 180 verringert. Verbindlichkeiten wurden mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Geldkurs am Entstehungstag oder mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt, soweit ihnen nicht adäquate Sicherungsinstrumente gegenüber stehen. Die flüssigen Mittel und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche in USD geführt werden, wurden mit dem maßgeblichen Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. C. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage) dargestellt. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 120 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 2.647 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Die verbleibenden Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (3) Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind vor allem im Voraus gezahlte Versicherungsprämien enthalten. (4) Eigenkapital Das Grundkapital beträgt TEUR 5.000. Das Grundkapital ist eingeteilt in 5.000.000 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Der Bilanzgewinn zum 30. Juni 2010 ergibt sich wie folgt:
(5) Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen werden neben der Rückstellung für die ZPÜ-Verpflichtung (TEUR 490) im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche (TEUR 180), Urlaubsrückstellungen (TEUR 179), Rückstellungen für Jahresabschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 153), Rückstellungen für Bonus (TEUR 111), Rückstellungen für Tantieme (TEUR 56), Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 52) sowie Rückstellung für Abfindungen TEUR 42) ausgewiesen. (6) Verbindlichkeiten
(7) Haftungsverhältnisse Die DEVIL AG, Braunschweig, hat mit Vertrag vom 27. Dezember 2007 für ein Darlehen des Tochterunternehmens First Flash GmbH, Braunschweig, für Zwecke der Übernahme von Warenbeständen, bei der Bayrischen Hypo- und Vereinsbank AG, München, eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von TEUR 4.000 abgegeben. Das Darlehen der First Flash GmbH valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 521 (Vorjahr TEUR 2.790). Die DEVIL AG, Braunschweig, hat mit Vertrag vom 06. Juni 2008 für ein Darlehen in Höhe von TEUR 600 und eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von TEUR 50 des Tochterunternehmens First Flash GmbH, Braunschweig, bei der Commerzbank AG (vormals: Dresdner Bank AG), Frankfurt a. M., eine gesamtschuldnerische Haftung übernommen. Die First Flash GmbH, Braunschweig, hat die Kreditlinie zum 30. Juni 2010 vollständig in Anspruch genommen. (8) Sicherheiten Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.862, welche ebenfalls aus der Finanzierung der Immobilie stammen, wurde eine Grundschuld auf das Grundstück in der Kocherstraße 2 in Braunschweig eingetragen. Diese Grundschuld dient ebenfalls zur Sicherung von Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.237. Die DEVIL AG hat mit einem Kreditinstitut eine Linie von bis zu 5 Mio. Euro für die Finanzierung von Einkäufen von Produkten des Software-Herstellers Microsoft Corporation ("Microsoft-Produkte") vereinbart. Zur Sicherung der jeweils ausgenutzten Linie wurde der im Warenlager der DEVIL AG befindliche Bestand an Microsoft-Produkten sicherungsübereignet nebst Abtretung eventueller Ansprüche aus verlängerten und erweiterten Eigentumsvorbehaltsrechten. Darüber hinaus wurde eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus diesen Produkten vereinbart. Als weitere Sicherheit für diese Linie wurde eine Eigentümergrundschuld über TEUR 3.000 auf das Grundstück in der Kocherstraße 2 in Braunschweig für die Verbindlichkeiten abgetreten. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(9) Umsatzerlöse Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf den Vertrieb und die Distribution von IT-Komponenten im In- und Ausland. Der Umsatzanteil vor Erlösschmälerungen in Deutschland beträgt 66 % (Vorjahr: 81%), 18 % (Vorjahr: 17%) entfallen auf das europäische Ausland, 6 % (Vorjahr: 2%) auf Drittländer und die verbleibenden 10 % (Vorjahr 0%) betreffen Umsatz mit verbundenen Unternehmen. (10) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen insgesamt TEUR 3.577. Neben Versicherungserstattungen für Forderungsausfälle (TEUR 1.498) werden Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 444), Erträge aus in Vorjahren abgeschriebenen Forderungen (TEUR 684), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 331), Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 222) sowie Sachbezüge (TEUR 189) ausgewiesen. (11) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Forderungsbewertung (TEUR 3.079), Kosten der Warenabgabe (TEUR 2.838), Kosten für Dienstleistungen (TEUR 2.827), Werbe- und Reisekosten (TEUR 794), Aufwendungen aus Kursdifferenzen (TEUR 543), Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 457) sowie Raumkosten (TEUR 434). (12) außerordentliches Ergebnis Im Berichtsjahr werden außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 3.237 ausgewiesen. Diese resultieren aus der Übernahme einer Darlehensverbindlichkeit durch die Anteilseignerin BOD GmbH, Braunschweig. (13) Steuern vom Einkommen- und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. (14) Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Herr Axel Grotjahn (Vorsitzender) und Herr Torsten Matthies sind unverändert als Vorstandsmitglieder bestellt. Beide Vorstände sind bis über das Ende des Geschäftsjahres hinaus befugt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Frau Diana Kamphausen und Herr Jörg Hasselbach ist Gesamtprokura erteilt, in der Weise, dass jeder von ihnen gemeinschaftlich mit einem anderen Prokuristen oder einem Vorstandsmitglied die Gesellschaft vertreten kann. Die Prokura für Herrn Lars Rietzkow ist per 22.03.2010 erloschen. Der Aufsichtsrat bestand während des Geschäftsjahres aus folgenden Personen: Vom 01.07.2009 bis zum 07.08.2009 Herr Tillmann J. Peeters, Rechtsanwalt, Vorsitzender Herr Peter Coch, Berater, stellvertretender Vorsitzender Herr Dr. Mirco Gründel, Rechtsanwalt Vom 08.08.2009 bis zum 31.03.2010 Herr Karsten Hartmann, Kaufmann, Vorsitzender Herr Steffen Helbing, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender Herr Volker Heemsoth, Kaufmann Vom 01.04.2010 bis zum 30.06.2010 Herr Steffen Helbing, Rechtsanwalt, Vorsitzender Frau Dr. Franziska von Ungern-Sternberg, Bankdirektorin, stellvertretende Vorsitzende Herr Volker Pietsch, Dipl.-Ingenieur Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder beträgt für das Geschäftsjahr insgesamt TEUR 71. Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Abs. 9a HGB wird von der Verzichtmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. (15) Beteiligungsverhältnisse Die DEVIL AG, Braunschweig, ist zu 100% an der First Flash GmbH, Braunschweig, mit einem Stammkapital von TEUR 25 beteiligt. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 beträgt TEUR 665, so dass sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von -TEUR 5.416 auf -TEUR 4.751 reduzierte. (16) Angaben über sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat folgende Leasingverträge abgeschlossen:
Neben Kfz werden Lagerverwaltungssoftware, Controllingsoftware, Palettenregale und die Telefonanlage geleast. (17) Angaben über die Anzahl der Beschäftigten Als durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gilt gem. § 267 Abs. 5 HGB der vierte Teil der Summe aus den Zahlen der jeweils zum 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember beschäftigten Arbeitnehmer, jedoch ohne die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten. Im Geschäftsjahr 01. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 beschäftigte die DEVIL AG durchschnittlich 122 (Vorjahr 198) Arbeitnehmer. Der Vorstand ist hierin nicht enthalten. Per 1. Oktober 2009 sind die Arbeitnehmer der Abteilungen Logistik und Service auf das Tochterunternehmen First Flash GmbH, Braunschweig, übergegangen. Dadurch hat sich die Anzahl der Beschäftigten nach dem ersten Quartal erheblich reduziert. Die Gliederung ergibt sich aus folgender Übersicht:
(18) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Devisentermingeschäfte bestehen in Höhe von USD 19.224.000,00 für die Kurssicherung in Bezug auf Verpflichtungen aus dem Erwerb von Waren. Diese sind in eine kompensatorische Bewertung mit den Fremdwährungsverbindlichkeiten einbezogen. (19) Sonstige Angaben Die BOD GmbH, Braunschweig, hält 100% der Aktien der DEVIL AG und ist damit das Mutterunternehmen der DEVIL AG. (20) Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2009/10 beträgt TEUR 85. Hiervon entfielen TEUR 45 auf Abschlussprüfung, TEUR 35 auf steuerliche Beratung und TEUR 5 auf andere Bestätigungsleistungen. (21) Angaben zu außerbilanziellen Geschäften Seit dem 1. Oktober 2009 besteht zur Liquiditätsentlastung der DEVIL AG ein Rahmenvertrag über die gruppeninterne Finanzierung im Rahmen eines Factoring-Modells mit der BOD Finance GmbH, Braunschweig. Die BOD Finance GmbH trägt dabei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit der Debitoren unter Berücksichtigung der bestehenden Warenkreditversicherung. Die BOD Finance GmbH berechnet hierfür eine Factoringgebühr sowie einen Sicherungseinbehalt auf Grundlage der tatsächlich angekauften Forderungen.
Braunschweig, den 20. September 2010 gez. Axel Grotjahn gez. Torsten Matthies WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DEVIL AG, Braunschweig, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 20. September 2010 MAZARS
Hemmelrath GmbH
Uwe Wolf, Wirtschaftsprüfer Axel Steffen, Wirtschaftsprüfer |
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