HSL Logistik GmbH
Spaldingstraße 110, 20097 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrzej Lewczuk seit 21.1.2015 | Geschäftsführer |
Haiko Böttcher seit 9.5.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HSL Logistik GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss 2023 - gem. § 264 & § 289 HGB -Inhalt I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1.1 Generelle Konjunktur in Europa 1.2 Wirtschaftliche Lage in Deutschland 1.3 Entwicklung im Bereich der Bahnlogistik 1.4 Ausblick für den Eisenbahnsektor 2. Geschäftsverlauf 3. Lage 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht 1. Einleitung 2. Prognose-Kennzahlen IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 1.1 Branchenspezifische Risiken 1.2 Ertragsorientierte Risiken 1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen VII. Zusammenfassung der Geschäftsleitung 1. Übernahme der Exploris Deutschland Holding GmbH 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 3. Anpassung der Energie- und Betriebskosten 4. Digitalisierung und technologische Fortschritte 5. Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten 6. Finanzielle Stabilität und Zukunftsaussichten 7. Fazit Vorwort Im Jahr 2023 sah sich die HSL Logistik GmbH mit bedeutenden Herausforderungen konfrontiert, die durch mehrere externe Faktoren verursacht wurden. Ukraine-Krieg und steigende Energiekosten: Die Energiekosten sind durch den Ukraine-Krieg erheblich gestiegen. Auch wenn sie sich teilweise rückläufig entwickelt haben, liegen sie weiterhin deutlich über dem Niveau vor Kriegsbeginn. Hohe Inflation: Die Inflation hat den wirtschaftlichen Aufschwung im Frühjahr fast vollständig erstickt und wirkt sich weiterhin negativ auf die Geschäftstätigkeit aus. Nachwirkungen der Corona-Pandemie: Die Pandemie hat weiterhin Lieferengpässe in der Zuliefererindustrie zur Folge. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat die Geschäftsführung der HSL Logistik GmbH intensive Gespräche mit allen Kunden geführt und die Kostenstrukturen analysiert sowie verbessert. Besonders wichtig war dabei, dass die Unternehmensentwicklung nachhaltig gestaltet wurde, um sicherzustellen, dass sie sich in mehreren Bereichen positiv entwickelt, die nicht nur monetär messbar sind. Insbesondere in das Sicherheitsmanagement wurde im Hinblick auf die in 2024 bevorstehende Erneuerung der Sicherheitsbescheinigung investiert. I. Geschäftsmodell des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die HSL Logistik GmbH ist ein eingetragenes Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) mit Hauptsitz in Hamburg. Das Unternehmen verfügt über die Betriebslizenz zur Durchführung von Güter- und Personenverkehrsleistungen. Der Fokus liegt insbesondere auf dem nationalen sowie internationalen Güterschienenverkehr. Zu den Kernkompetenzen gehören außerdem Bauzugverkehrsdienstleistungen und Rangierdienste. Darüber hinaus erweitert die HSL Logistik GmbH durch Weiterbildungen von Betriebspersonal wie Lokführern, Wagenmeistern und Rangierern ihr Portfolio. Diese Schulungen werden in der 2015 gegründeten HSL Akademie GmbH durchgeführt, um einen gut ausgebildeten Stamm an eigenem Betriebspersonal sicherzustellen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Trotz dieser Maßnahmen musste auch im Jahr 2023 ein Teil des benötigten Fahrpersonals über Personalüberlassungsunternehmen eingekauft werden. Als privater Schienenlogistikdienstleister ohne Staatsbeteiligung steht das Unternehmen in unmittelbarer Konkurrenz zur Straßenlogistik, zur innerdeutschen Containerschifffahrt und zu anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die HSL Logistik GmbH betreut europaweit 133 Kunden aus verschiedenen Branchen, darunter die Agrarwirtschaft, Automobilindustrie, Mineralölbranche und Stahlindustrie. Ein stark wachsender Bereich ist der Transport von LKW-Aufliegern im Kombiverkehr, bei dem diese für längere Strecken von der Straße auf die Schiene verladen werden. Die Investition in eigene Rangierbetriebe in den Häfen Bremen und Rostock ermöglicht der HSL Logistik GmbH eine hohe Produktionstiefe. Bei internationalen Verkehren können komplette Dienstleistungen aus einer Hand mit Hilfe der HSL-Schwestergesellschaften in den Niederlanden, Belgien, Österreich, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei und Polen umgesetzt werden. Zusätzlich arbeitet die HSL Logistik GmbH langjährig mit zuverlässigen Partnern und Dienstleistern zusammen. Durch den Komplettservice garantiert die HSL Logistik GmbH eine dauerhafte Betriebsbereitschaft sowie eine zuverlässige und sichere Durchführung der Transporte. Dies wird die HSL Logistik GmbH auch in Zukunft zu einem stabilen Unternehmen in der Branche der Schienenlogistikdienstleister machen. Die Konzentration auf bestimmte Warengruppen und Transportkorridore aus verschiedenen Branchen sorgt für Skalierungseffekte im Kostenbereich und beugt einer Abhängigkeit von einzelnen Branchen vor. Diese Entwicklung stabilisiert die Position der HSL Logistik GmbH in einem sich konsolidierenden Markt und ist das Ergebnis einer konsequent umgesetzten Strategie der Diversifizierung. 2. Forschung und Entwicklung Die erfolgreiche Erbringung der Dienstleistungen hängt von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren ab. Im Jahr 2023 bezog die HSL Logistik GmbH 72,0 Mio. kWh Brutto-Strom, was etwa dem Verbrauch von 27.500 Dreipersonenhaushalten entspricht. Die Mitarbeiter bestellten und optimierten jährlich ca. 4,723 Mio. Trassenkilometer und koordinierten täglich mehrere hundert Arbeitsstunden eigener und externer Mitarbeiter. Dabei legten sie besonderen Wert auf den ressourcenschonenden Umgang mit den 50 benutzten Lokomotiven. Die Eisenbahnbranche bietet leider wenige hilfreiche Innovationen, deren Ergiebigkeit in einem ökonomisch sinnvollen Verhältnis zu den Anschaffungskosten und dem zusätzlichen Arbeitsaufwand steht. Bisher genutzte Systeme sind zum Teil sehr veraltet. Die von der HSL Logistik GmbH entwickelte maßgeschneiderte Software LP ONE, die seit 2019 im Einsatz ist, hat in kürzester Zeit dazu beigetragen, die Prozesse im Unternehmen zu rationalisieren und zu optimieren. In enger Zusammenarbeit zwischen einem Systemhaus und den Mitarbeitern der HSL Logistik GmbH entstand ein Produkt, das die essenziellen Prozesse des Unternehmens dokumentiert, kontrolliert und optimiert. Bereits in der frühen Testphase integrierte die HSL Logistik GmbH ein System der DB Netz zur automatischen Übermittlung von Langsamfahrplänen und entwickelte ein Kundenbenachrichtigungssystem, das automatisiert über den Verlauf und Standort von Zügen informiert. Dieses System erfreut sich großer Beliebtheit bei den Kunden. Die 2019 eingeführte App für Triebfahrzeugführer und Wagenmeister sowie Konzepte zur Vereinfachung der Bahnstromerfassung haben sich im Betrieb bewährt. Besonders die App hat in den Jahren 2021/22 zu einer starken Reduzierung des Aufwands im Bereich der Personalkostenerfassung und Allgemeinkosten beigetragen. Auch im Jahr 2023 wurde die Entwicklung nicht gestoppt, und es wird an einer KI-unterstützten Softwarelösung für Wagenmeister gearbeitet, um eine intuitive und fehlerfreie Erstellung der Wagenlisten zu gewährleisten. II. Wirtschaftsbericht 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 befindet sich Europa in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld, das sowohl Chancen als auch Risiken für den Eisenbahnsektor birgt. Deutschland, als eine der größten Volkswirtschaften Europas, spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Bahnlogistik. 1.1 Generelle Konjunktur in Europa Die wirtschaftliche Lage in Europa im Jahr 2023 ist von einer gemischten Entwicklung geprägt. Während einige Länder ein solides Wachstum verzeichnen, kämpfen andere mit Herausforderungen wie hoher Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Stagnation. Die Europäische Union setzt weiterhin auf eine Politik der wirtschaftlichen Integration und Nachhaltigkeit, was auch den Eisenbahnsektor betrifft. Investitionen in Infrastrukturprojekte und die Förderung nachhaltiger Mobilitätslösungen stehen im Fokus, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. 1.2 Wirtschaftliche Lage in Deutschland Deutschland erlebt im Jahr 2023 ein moderates Wirtschaftswachstum. Die Bahnlogistik spielt eine entscheidende Rolle im deutschen Transportwesen, da sie eine umweltfreundliche Alternative zu anderen Verkehrsträgern darstellt. Die deutsche Regierung setzt verstärkt auf den Ausbau und die Modernisierung der Schieneninfrastruktur, um die Kapazitäten zu erweitern und die Effizienz zu steigern. Dies unterstützt nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch das Ziel, klimafreundliche Transportlösungen zu fördern. 1.3 Entwicklung im Bereich der Bahnlogistik Die Bahnlogistik in Europa steht vor vielfältigen Herausforderungen und gleichzeitig neuen Chancen. Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung ermöglichen eine effizientere Steuerung der Logistikprozesse. Gleichzeitig müssen logistische Engpässe bewältigt und die Sicherheit im Schienenverkehr weiter verbessert werden. Die Förderung grenzüberschreitender Verbindungen und die Harmonisierung von Standards innerhalb der EU sind entscheidend, um ein nahtloses und effektives Transportnetzwerk zu gewährleisten. 1.4 Ausblick für den Eisenbahnsektor Für den Eisenbahnsektor bietet das Jahr 2023 sowohl Herausforderungen als auch Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Investitionen in Infrastruktur und Technologie sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Umweltziele der Europäischen Union zu erreichen. Die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Ländern und eine koordinierte politische Strategie sind notwendig, um eine nachhaltige und effiziente Zukunft für den Eisenbahnverkehr zu gestalten. Insgesamt zeigt sich der Eisenbahnsektor im Jahr 2023 als wichtiger Akteur im europäischen Transportwesen, der sowohl ökonomische als auch ökologische Herausforderungen erfolgreich bewältigen muss, um langfristig erfolgreich zu sein. 3. Geschäftsverlauf Im Jahr 2022 hatte die HSL Logistik GmbH die Schwierigkeiten durch den akuten Fahrpersonalmangel, die Corona-Pandemie und weitere Folgen erfolgreich gemeistert. Auch 2023 war dieses Thema noch präsent, doch gelang es dem Personalmanagement, weiteres Fahrpersonal zu gewinnen. Die HSL-Akademie konnte nach pandemiebedingten Beeinträchtigungen wieder kontinuierlich potenzielle Kandidaten für Festanstellungen bereitstellen. Im Jahr 2023 beförderte die HSL Logistik GmbH ca. 4,9 Milliarden Brutto-Tonnen-Kilometer, vergleichbar mit den 5,7 Milliarden Brutto-Tonnen-Kilometern im Jahr 2022. Die Stärke des Unternehmens liegt auf der West-Ost-Achse Deutschlands im innerdeutschen und grenzüberschreitenden Verkehr. Auch die Verkehre in Nord-Süd-Richtung, besonders auf der Rheinschiene in und aus der Schweiz, entwickelten sich gut. Die Lizenzerteilungen in Tschechien, der Slowakei, Österreich und der Schweiz haben das Marktpotenzial gesteigert und sich als zukunftsweisend erwiesen. Im Dezember 2023 hat ein Eigentümerwechsel bei der Exploris Deutschland Holding GmbH. stattgefunden. Die TX Logistik AG, eine Tochtergesellschaft der Mercitalia Logistics innerhalb der Ferrovie dello Stato Italiane Gruppe, hat im Dezember 2023 erfolgreich die Übernahme der Exploris Deutschland Holding GmbH abgeschlossen. Diese Übernahme positioniert die HSL Logistik GmbH zusammen mit der TX Logistik als das zweitgrößte Schienengüterverkehrsunternehmen in Deutschland. Carlo Palasciano, Chief International Officer der Ferrovie dello Stato Italiane Gruppe, äußerte sich zur Transaktion: "Mit dem Abschluss der Übernahme haben wir einen bedeutenden Schritt unternommen, um uns als europäisches Logistikunternehmen zu stärken. Wir verfolgen einen Wachstumskurs, um das Frachtvolumen, das über die Schiene transportiert wird, durch effizientere Verbindungen im nationalen Netz und entlang der europäischen Schienenkorridore zu steigern. Die Integration der Verkehrssysteme Schiene-Schiene-Straße wird konsolidiert, um eine wettbewerbsfähige Alternative zum Straßentransport in ganz Europa anzubieten." HSL bedient derzeit 8 Länder, darunter Deutschland, Polen, Belgien, die Niederlande, die Tschechische Republik, die Slowakei, Österreich und die Schweiz, mit 12 Direktverbindungen. Zusätzlich bietet sie Rangierdienste in Deutschland und Polen an. Damit wird das Marktsegment der TX Logistik perfekt vervollständigt, die ihre Stärke in den Regelverkehrsleistungen, insbesondere in der europäischen Nord-Süd-Achse sieht. Die Integration von der HSL Logistik GmbH, respektive der Exploris in das Netzwerk von TX Logistik zielt darauf ab, die Konnektivität über nationale und europäische Schienenkorridore zu verbessern und das auf der Schiene beförderte Frachtvolumen zu steigern. Durch den Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen, die zusammen einen Umsatz von etwa 500 Millionen Euro erwirtschaften und über 1.000 Mitarbeiter beschäftigen, wird eine mächtige Allianz im europäischen Schienengüterverkehr geschlossen. Diese Übernahme festigt die Position der HSL Logistik und TX Logistik als bedeutenden Akteur im europäischen Schienengüterverkehr und stellt sicher, dass das Unternehmen seine Kapazitäten erweitern kann, um den steigenden Anforderungen des Logistiksektors gerecht zu werden. 4. Lage Im Jahr 2023 profitierte die HSL Logistik GmbH von den Arbeiten der Vorjahre und konnte das Jahr mit einem positiven Ergebnis (Jahresüberschuss 2.767.144,22 € - Vorjahr: 193.612,21 €) abschließen. Die Auftragsqualität konnte weiter konsolidiert werden, und die guten Bindungen zu langjährigen Kunden wurden aufrechterhalten. Die Investitionen in Schulung und Weiterbildung des Mitarbeiterstamms zahlten sich langfristig aus, besonders unter den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, den Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg und die Energiekrise. Durch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt, der sich zunehmend zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt hat, zeigte sich, dass die HSL Logistik GmbH als familiengeführtes Unternehmen mehr für Arbeitnehmer zu bieten hat als der Wettbewerb. Die Personalabteilung hat Maßnahmen im Recruiting ergriffen, um hochqualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Die Energiekosten sind aufgrund des Ukraine-Kriegs stark gestiegen. Trotz einer erwarteten Reduzierung im Jahr 2023 liegen die Kosten bei weitem nicht auf dem Vorkriegsniveau. Hier war es ein notwendiges Wagnis, die voraussichtlich benötigten Energiemengen zum Großteil für 2023 einzukaufen, um das Risiko zu verteilen. Nach qualitativ teilweise herausfordernden Energieabrechnungen in den Jahren 2017 bis 2020 haben sich diese Prozesse 2021 und 2022 stabilisiert. Im Jahr 2023 gab es jedoch weiterhin Arbeiten, die mit ungeklärten Energiemengen bei kurzzeitig gemieteten oder untervermieteten Loks zu tun hatten. Die HSL Logistik GmbH weist eine solide Vermögens- und Finanzlage auf. Durch den tagesaktuellen Finanzstatus, erstellt durch die hauseigene Finanzbuchhaltung, können Forderungen und Verbindlichkeiten täglich aktualisiert und fristgerecht ausgeglichen werden. Die Kapitalstruktur ist weiterhin gut, und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 27,1 % der Bilanzsumme aus. Für die benötigten Betriebsmittel bedient sich das Unternehmen der eingeräumten Kreditlinien der Banken, die höher sind als in Anspruch genommen. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. 5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als Leistungsindikatoren werden die Kennzahlen betrachtet, die auf gesicherten Messwerten basieren und über Instrumente und Messmethoden in der unternehmenseigenen Controlling-Abteilung ermittelt und evaluiert werden. Dabei berufen sich die Mitarbeiter auf langjährige Erfahrung im jeweiligen Fachbereich und auf Referenzwerte aus vorangegangenen Wirtschaftsperioden. Das Unternehmen wird über diese Kennzahlen gesteuert. Zu den bedeutsamsten zählen beispielsweise die wöchentlichen Umsatzzahlen, der Energieverbrauch und die Energierückspeisung in kWh, die Lokauslastung und die Trassenkostenkontrolle im Kontext der gefahrenen Kilometer sowie Kennzahlen zu den Personalkosten, dem Krankenstand und der Fluktuation. Auch im Laufe des Jahres 2023 stellte die Geschäftsführung vor allem die Konsolidierung des Ergebnisses in den Vordergrund der Unternehmensstrategie. Es hatte sich schon in den Vorjahren herausgestellt, dass eine Erhöhung des Umsatzes nur durch eine überproportionale Steigerung der Kosten zu erreichen war. Das Jahr 2023 zeigte erneut, dass es unternehmerisch keinen Sinn machte, Aufträge, um jeden Preis zu fahren. Im Ergebnis wurde durch diese Vorgehensweise der Kurs des Jahres 2021 im Jahr 2022 und 2023 aufrechterhalten, trotz der Corona-Pandemie, des Ukraine-Konflikts und der Energiepreiskrise. Die Energiekosten für Strom und Diesel beliefen sich auf 11.719.593,60 €, während sie im Vorjahr noch bei 12.353.422,81 € lagen. Diese Kosten entwickelten sich wegen der Preisverwerfungen nicht proportional zu den Umsätzen. Im Jahr 2020 lag der Anteil trotz steigender Verkehrsleistungen und den damit einhergehenden höheren Energieaufwendungen nur noch bei 10,7 % des Umsatzes. Im Geschäftsjahr 2023 stieg dieser Wert jedoch auf 11,30 %. Die Stromkosten hatten im Jahr 2022 einen Anteil von 12,6 % am Umsatz; 2023 betrug dieser Anteil 11,0 %. Diese Effizienzsteigerung resultiert neben der weiteren Modernisierung der Flotte auch aus der erfolgreichen Tätigkeit eines speziell für diese Aufgaben ausgebildeten und stetig weitergebildeten Mitarbeiters. Die Mitarbeiterzahlen blieben im Jahr 2023 in der HSL Logistik weitgehend stabil. Eine besondere Herausforderung bestand in der Gewinnung neuer Mitarbeiter für den Betriebsdienst, die Buchhaltung und das Controlling. Trotz der schwierigen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt gelang dies teilweise erfolgreich, sodass die HSL Logistik GmbH für die kommenden Aufgaben im immer härter werdenden Wettbewerb gut gerüstet ist. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren umfassen die Eigenkapitalquote, die Gesamtkapitalrendite, die Umsatzrendite, die Investitionsquote und die EBIT-Rendite. Die Eigenkapitalquote dient als Maß für die finanzielle Stabilität des Unternehmens und zeigt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital. Die Gesamtkapitalrendite misst die Effizienz der Kapitalnutzung und die Fähigkeit, aus dem eingesetzten Kapital Erträge zu erzielen. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die Profitabilität in Bezug auf den Umsatz, während die Investitionsquote das Verhältnis von Investitionen zum Gesamtumsatz beschreibt. Die EBIT-Rendite schließlich zeigt das operative Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz und dient als Indikator für die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Die finanziellen Leistungsindikatoren im Jahr 2023 sind:
6. Prognosebericht III. Einleitung Der Schienengüterverkehr bietet eine signifikant umweltfreundlichere Alternative zum Straßengüterverkehr, mit 80 % weniger Emissionen pro Tonnenkilometer. Ein durchschnittlicher Güterzug ersetzt 52 LKWs, was erheblich zur Reduktion der verkehrsbedingten Emissionen beiträgt und die Erreichung globaler Umweltziele unterstützt. Trotz dieser Vorteile wird der Ausbau des Schienengüterverkehrs derzeit durch eine unzureichende Schieneninfrastruktur und zahlreiche Baustellen behindert, die zu Verkehrsbehinderungen führen. Im Jahr 2020 wurden von der Politik umfangreiche Investitionen in die Schieneninfrastruktur beschlossen, um die Leistungsfähigkeit des Netzes zu erhöhen. Für den Zeitraum von 2021 bis 2030 sind Investitionen in Höhe von 86 Milliarden Euro vorgesehen. Diese Maßnahmen zielen auf eine Modernisierung und Erweiterung der Infrastruktur, was jedoch kurzfristig zu weiteren Baustellen und Verkehrseinschränkungen führen wird. Die HSL Logistik GmbH reagiert auf diese Herausforderungen mit vorausschauender Planung, um die entstehenden Mehrkosten durch Baustellen und Verkehrsbehinderungen zu minimieren und diese teilweise an die Kunden weiterzugeben. Diese strategischen Maßnahmen sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in einem anspruchsvollen Umfeld zu erhalten. Der grenzüberschreitende Verkehr hat sich für die HSL Logistik GmbH zu einem Standard entwickelt. Der geplante Ausbau des European Train Control System (ETCS) und der Digitalen Stellwerke bis 2035 wird vollautomatisiertes Fahren ermöglichen. Diese technologischen Entwicklungen werden die Effizienz und Sicherheit im Schienengüterverkehr erheblich verbessern. Angesichts der derzeitigen Planungs- und Bauzeiten von 20-25 Jahren ist jedoch eine Beschleunigung dieser Projekte notwendig, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden und die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Beim Bau von Oberleitungen für Bahnstrecken kommt der Bund laut Zahlen zweier Branchenverbände kaum voran. Rund 600 Kilometer Elektroleitungen müssten im Jahr eigentlich gebaut werden, damit bis 2030 wie geplant rund drei Viertel des Bundesschienennetzes elektrifiziert sind, wie die Allianz pro Schiene und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Mittwoch, 17. April 2024, mitteilten. In den vergangenen 13 Jahren kamen im Schnitt lediglich rund 80 Kilometer im Jahr hinzu. Der Bund müsste beim Ausbau fast achtmal schneller werden, um das 75-Prozent-Ziel zu erreichen. "Das ist, so bedauerlich wir das finden, beim bisherigen Umsetzungsstand gänzlich unrealistisch", kritisierte Allianz-Geschäftsführer Dirk Flege. Der VDV-Geschäftsführer für den Eisenbahnverkehr, Martin Henke, sagte: "Die Branche wünscht sich einen deutlich schnelleren Fortschritt. Wir halten ein Elektrifizierungsziel von 80 Prozent bis zum Jahr 2035 nicht nur für wünschenswert, sondern auch für realistisch." Den Daten zufolge waren im vergangenen Jahr mit 62 Prozent knapp zwei Drittel des Schienennetzes des Bundes mit Oberleitungen ausgestattet. Das war etwa das Niveau des Vorjahres. Weil besonders stark befahrene Strecken längst elektrifiziert sind, liegt der Anteil des Schienenverkehrs, der elektrisch erbracht wird, mit 90 Prozent deutlich höher. Der Anteil des europäischen Güterverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen der HSL Logistik GmbH nimmt kontinuierlich zu. Der erfolgreiche Betrieb der HSL Netherlands sowie die kürzlich erteilten Lizenzen für HSL s.r.o. in Tschechien und der Slowakei, HSL Austria in Österreich und HSL Schweiz erweitern das Marktpotenzial erheblich. Die enge Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften und Partnern unter dem Dach der EXPLORIS S.A. stärkt die Wettbewerbsposition der HSL Logistik GmbH weiter und ermöglicht eine effizientere Nutzung gemeinsamer Ressourcen und Synergien. Im Jahr 2023 verzeichnete die HSL Logistik GmbH einen Umsatz von rund 104 Millionen Euro, eine Steigerung von 9,34 % gegenüber dem Vorjahr. Nach der jüngsten "Gleitenden Mittelfristprognose Sommer 2023" findet der Güterverkehr in Deutschland nach konjunkturbedingten Rückgängen im Jahr 2023 in den Folgejahren auf einen Wachstumskurs zurück. Für die gesamtmodale Verkehrsleistung werden in den Jahren 2024 und 2025 im Vorjahresvergleich Zuwächse in Höhe von rund 0,9 % des Transportaufkommens bzw. 1,5 % der Transportleistung erwartet. Die mittelfristigen Aussichten sind für alle Verkehrsträger - mit Ausnahme der Rohrleitungen - positiv. Überdurchschnittliche Verkehrsleistungssteigerungen werden dem Straßengüterverkehr, dem Kombinierten Verkehr und der Luftfracht prognostiziert. Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die zukünftigen Kostenstrukturen der HSL Logistik GmbH sind die steigende Inflation und die damit verbundenen erhöhten Personalkosten. Die Inflation in Deutschland wird für 2024 auf 2,7 % geschätzt, was sich direkt auf die Betriebskosten auswirkt, insbesondere in Bezug auf Energie, Material und Logistik. Steigende Personalkosten sind eine zusätzliche Herausforderung, da sie die Lohn- und Gehaltsstrukturen im Unternehmen beeinflussen. Der durchschnittliche Anstieg der Lohnkosten wird auf 5,6 % prognostiziert. Die HSL Logistik GmbH wird durch Effizienzsteigerungen und Kostensenkungsmaßnahmen versuchen, diesen Herausforderungen zu begegnen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die Profitabilität zu sichern. Mittelfristig sind die Aussichten für alle Verkehrsträger positiv. Überdurchschnittliche Leistungssteigerungen werden für den Straßengüterverkehr, den kombinierten Verkehr sowie die Luftfracht prognostiziert. Diese positiven Entwicklungen bieten der HSL Logistik GmbH signifikante Wachstumschancen. Die erwartete Erholung der Industrieproduktion und das Wachstum im Außenhandel werden die Nachfrage nach Güterverkehrsdienstleistungen weiter steigern, was zu einer verbesserten Auslastung und Rentabilität der Flotte führen dürfte. Die HSL Logistik GmbH wird von diesen positiven wirtschaftlichen Entwicklungen profitieren. Durch die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung werden Effizienz und Qualität der angebotenen Dienstleistungen erheblich verbessert. Die Implementierung modernster Technologien ermöglicht eine optimierte Überwachung und Steuerung der Unternehmensprozesse, was zu einer erhöhten betrieblichen Effizienz und Kosteneinsparungen führt. Die Mitarbeiter können sich verstärkt auf die Überwachung und Optimierung der Unternehmensprozesse konzentrieren, wodurch die gesamte Betriebsleistung gesteigert wird. Die Diversifikation in verschiedene Wirtschaftszweige wie die Agrarwirtschaft, die Automobil- und Stahlindustrie sowie der Markt für Energiestoffe stärkt die Resilienz der HSL Logistik GmbH. Diese Strategie minimiert Risiken, indem sie das Unternehmen weniger anfällig für Schwankungen in einzelnen Sektoren macht, und erhöht die Wachstumschancen durch die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder. Im Jahr 2023 beförderte die HSL Logistik GmbH im Segment der Agrarwirtschaft rund 954.874.739 Bruttotonnenkilometer, was 19,44 % des Gesamtvolumen ausmacht. Im Vorjahr betrug der Wert noch 622.903.595 Bruttotonnenkilometer mit einem Anteil von 13,54%. Der Anteil an Gefahrgütern betrug 2023 29,44% (Vorjahr 31,26%) und Fahrzeuge 16,41% (Vorjahr 17,58%) des gesamten Transportvolumens. Die Diversifikation trägt somit zur Stabilität und Nachhaltigkeit des Unternehmens bei. Für das Geschäftsjahr 2023 weist die HSL Logistik GmbH eine EBITDA-Marge von 6,75 % auf, was eine Verbesserung gegenüber den 2,92 % im Vorjahr darstellt. Die operative Marge konnte aufgrund effizienter Kostenmanagementstrategien und steigender Nachfrage nach Logistikdienstleistungen verbessert werden. Das Unternehmen plant, diese positive Entwicklung durch fortlaufende Investitionen in Technologie und Infrastruktur fortzusetzen. Zudem wird eine Eigenkapitalquote von 48 % angestrebt, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten und zukünftige Wachstumsprojekte zu unterstützen. Zusammenfassend ist die HSL Logistik GmbH gut positioniert, um von den positiven Marktentwicklungen zu profitieren. Der Fokus auf Digitalisierung, Automatisierung und Diversifikation wird das Unternehmen in die Lage versetzen, seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Die kontinuierlichen Investitionen in die Infrastruktur und der Ausbau des grenzüberschreitenden Verkehrs schaffen eine solide Basis für zukünftige Erfolge. Trotz Herausforderungen wie Inflation und steigenden Personalkosten wird die HSL Logistik GmbH strategische Maßnahmen ergreifen, um ihre Position im Markt zu stärken und langfristig stabile Erträge zu sichern. Die Finanzkennzahlen für 2023 unterstreichen die robuste Position des Unternehmens und seine Fähigkeit, auf zukünftige Marktveränderungen flexibel zu reagieren. Abschließend zum Zeitpunkt der Verfassung des Lageberichts im Mai 2024 ist festzustellen, dass eine Umsatzsteigerung von 3,4 % zu verzeichnen ist. Dem gegenüber stehen bis zu 10 % erhöhte Personal-, Energie-, Dienstleister- und Trassenkosten, bedingt durch drastische Verringerung der Trafög. 7. Prognose-Kennzahlen Allgemein ist abzuschätzen, dass das Geschäftsjahr 2024 auf gleichem Niveau wie 2023 verbleibt. Einflussfaktoren für die Geschäftsentwicklung sind zum einen Anpassungen der Kalkulationen im Vertrieb an die aktuellen Marktbedingungen, aber auch die vorausschauenden Entscheidungen der Geschäftsführung und das in Dienst stellen von 4 von 5 Stadler Euro9000 Triebfahrzeugen, welche deutlich leistungsstärker bei gleichem Energieverbrauch sind. Daraus leiten wir folgende Prognose-Kennzahlen für das Jahr 2024 ab:
8. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 1.1 Branchenspezifische Risiken Unruhige Finanz- und Energiemärkte können die wirtschaftliche Situation der HSL Logistik GmbH und ihrer Kunden schwächen, was die Dienstleistungsnachfrage beeinträchtigen könnte. Betriebsstörungen werden durch systematische Wartungen mit qualifizierten Werkstattpartnern vorgebeugt. Naturkatastrophen und Änderungen von Normen oder Gesetzen können den Betrieb ebenfalls einschränken. Die Wettbewerbsbedingungen im Schienengüterverkehr sind durch unausgeglichene Kostenfaktoren und Rahmenbedingungen verzerrt. Überlastete Schienenwege und Mischnetze, bei denen Güterzüge nachrangig befahren, sowie unterschiedliche technische Standards in angrenzenden Ländern stellen weitere Herausforderungen dar. Die Codierung von Verspätungen auf Teilstrecken der Trassen durch DB InfraGo, vorgeschrieben durch eine EU-Verordnung, hat die HSL Logistik GmbH 190.900 € im Jahr 2023 gekostet. 2024 erwarten wir einen Anstieg um schätzungsweise 40.000 €, da das Transportvolumen auch steigen wird. Aufgrund des Personalmangels mussten auch 2023 vereinzelt Aufträge abgelehnt werden. Das eingesetzte Personal ist teilweise schwer an die Verwendung moderner IT-Technik zu gewöhnen, was intensive Schulungen erfordert und die verfügbaren Einsatzzeiten reduziert. Die Datensicherheit muss weiter an die aktuelle Gefährdungslage angepasst werden, um Hackerangriffe zu verhindern und die Rechtssicherheit zu gewährleisten. 1.2 Ertragsorientierte Risiken Ein immerwährendes Risiko für die HSL Logistik GmbH bleibt auch in Zukunft das Wettbewerbsrisiko innerhalb des Verkehrsträgers Bahn. Der Wettbewerbsdruck in der Branche ist hoch und es besteht stets die Gefahr, Marktanteile an Mitbewerber zu verlieren. Insbesondere die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundenen Innovationsmöglichkeiten bieten Wettbewerbern Chancen, sich durch technologische Fortschritte zu differenzieren und Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Dennoch ist das Unternehmen zuversichtlich, dass es durch eine hohe Flexibilität, erstklassige Dienstleistungsqualität und eine starke Kundennähe seine Position im Eisenbahnmarkt erfolgreich behaupten wird. Diese Zuversicht gründet sich auf eine konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden, die kontinuierliche Verbesserung der Servicequalität sowie die Fähigkeit, schnell und effektiv auf Marktveränderungen zu reagieren. Durch regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen wird sichergestellt, dass die Mitarbeiter stets über aktuelles Wissen und die notwendigen Fähigkeiten verfügen, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Angesichts der fortschreitenden Marktkonsolidierung im Jahr 2023 wird die HSL Logistik GmbH auch zukünftig durch eine fokussierte Ausrichtung auf Effizienz und Kostenbewusstsein agieren. Die Konsolidierung im Markt führt zu einer stärkeren Konzentration von Anbietern, was den Wettbewerb verschärft und gleichzeitig Potenziale für Synergieeffekte und Kooperationen eröffnet. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt die HSL Logistik GmbH auf eine Optimierung der internen Prozesse, den Einsatz moderner Technologien und eine strenge Kostenkontrolle. Steigende Betriebskosten, insbesondere im Bereich der Trassen-, Personal- und Energiekosten, stellen eine erhebliche Belastung dar und werden das Preisniveau der Dienstleistungen erhöhen. Diese Entwicklung erfordert von der HSL Logistik GmbH eine vorausschauende Planung und ein aktives Kostenmanagement, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, durch innovative Ansätze und Effizienzsteigerungen die Kostenentwicklung zu dämpfen und gleichzeitig die Qualität der Dienstleistungen auf hohem Niveau zu halten. Das steigende Preisniveau könnte im Preiswettbewerb potenziell zu Nachteilen für die HSL Logistik GmbH führen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird das Unternehmen verstärkt auf die Differenzierung durch Qualität und Service setzen. Die Pflege und der Ausbau langfristiger Kundenbeziehungen sowie die Anpassung des Leistungsportfolios an die sich wandelnden Bedürfnisse des Marktes sind zentrale Elemente dieser Strategie. Zusätzlich wird die HSL Logistik GmbH verstärkt auf nachhaltige und umweltfreundliche Lösungen setzen, um sich im Wettbewerb zu positionieren und neue Marktsegmente zu erschließen. Insgesamt sieht sich die HSL Logistik GmbH gut gerüstet, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. 1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die erheblichen Auswirkungen des Ukraine-Konflikts sowie die hohe Inflation und die massiv gestiegenen Personalkosten machen eine verlässliche Prognose für das Jahr 2024 schwierig. Diese externen Faktoren haben sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf die operative und finanzielle Leistungsfähigkeit der HSL Logistik GmbH. Trotz dieser Herausforderungen hat das Unternehmen bisher die Krisen gut überstanden und konnte seine Marktposition behaupten. Um den vielfältigen Herausforderungen zu begegnen, legt die HSL Logistik GmbH besonderen Wert auf eine angemessene Vertragsgestaltung. Einkaufs- und Verkaufspreise werden fortlaufend überprüft und marktgerecht angepasst. Dies ermöglicht eine flexible Reaktion auf Preisänderungen und stellt sicher, dass die Margen stabil gehalten werden können. Darüber hinaus trägt eine sorgfältige Vertragsgestaltung dazu bei, langfristige Kundenbeziehungen zu sichern und Risiken zu minimieren. Die Eigenkapitalbasis wurde durch die Bildung von Rücklagen gestärkt und soll durch Gewinnthesaurierung weiter erhöht werden. Eine starke Eigenkapitalbasis ist essenziell, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten und Handlungsspielräume in unsicheren Zeiten zu erhalten. Durch die Thesaurierung von Gewinnen kann das Unternehmen zusätzliche finanzielle Puffer aufbauen und sich gegen zukünftige wirtschaftliche Schwankungen absichern. Währungsrisiken sind für die HSL Logistik GmbH nicht erkennbar, da keine Fremdwährungsgeschäfte getätigt werden. Dies reduziert die Exponierung gegenüber Wechselkursschwankungen und vereinfacht das Finanzmanagement. Die Konzentration auf Geschäfte in der heimischen Währung ermöglicht eine klarere Planung und Kontrolle der finanziellen Mittel. Das Risikomanagement der HSL Logistik GmbH wird kontinuierlich angepasst und verbessert. Dies umfasst die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Risikostrategien sowie die Implementierung neuer Maßnahmen zur Risikoüberwachung und -minderung. Ein effektives Risikomanagement ist entscheidend, um frühzeitig auf potenzielle Bedrohungen reagieren zu können und die Resilienz des Unternehmens zu stärken. Insgesamt sieht sich die HSL Logistik GmbH gut aufgestellt, um auch in einem herausfordernden Umfeld erfolgreich zu agieren. Durch eine sorgfältige Planung, eine starke finanzielle Basis und ein robustes Risikomanagement ist das Unternehmen in der Lage, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. 2. Chancenbericht Die künftigen Chancen der HSL Logistik GmbH stehen unter dem Vorbehalt der wirtschaftlichen Entwicklung angesichts des Ukraine-Konflikts, des Energiemarkts, der steigenden Personalkosten, der Inflation und der Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Diese externen Faktoren beeinflussen das wirtschaftliche Umfeld und stellen Herausforderungen dar, die es zu bewältigen gilt. Dennoch sieht sich die HSL Logistik GmbH in der Lage, diese Herausforderungen durch strategische Anpassungen und gezielte Maßnahmen zu meistern. Die positiven Anpassungen der Kalkulationen und die langjährige Expertise der Mitarbeiter sichern eine stabile Entwicklung des Unternehmens. Durch regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen der Kalkulationsgrundlagen kann die HSL Logistik GmbH flexibel auf Marktveränderungen reagieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Die umfassende Erfahrung und das Know-how der Mitarbeiter tragen maßgeblich dazu bei, effiziente und innovative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Diversifikation in verschiedene Wirtschaftszweige ermöglicht es, Potenziale und Chancen in verschiedensten Bereichen zu erkennen. Diese Strategie reduziert Abhängigkeiten von einzelnen Märkten und schafft eine breitere Basis für Wachstum. Durch die Streuung der Geschäftstätigkeiten auf verschiedene Sektoren kann die HSL Logistik GmbH Risiken besser managen und von unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen profitieren. Der Vertrieb ist in allen Branchen gut informiert über Marktentwicklungen und kann kurzfristig neue Aufträge generieren. Eine enge Beobachtung der Markttrends und eine schnelle Reaktionsfähigkeit ermöglichen es dem Unternehmen, flexibel auf neue Anforderungen und Chancen zu reagieren. Diese proaktive Marktnähe ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, der es der HSL Logistik GmbH erlaubt, sich kontinuierlich an veränderte Marktbedingungen anzupassen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Die Digitalisierung und die Entwicklung neuer Konzepte verschaffen der HSL Logistik GmbH einen entscheidenden Marktvorteil und führen zu verbessertem Service und erhöhter Qualität. Durch den Einsatz modernster Technologien und die Implementierung digitaler Lösungen kann das Unternehmen seine Prozesse optimieren und effizienter gestalten. Dies führt nicht nur zu Kosteneinsparungen, sondern auch zu einer höheren Kundenzufriedenheit durch schnellere und präzisere Dienstleistungen. Insgesamt sieht die HSL Logistik GmbH trotz der bestehenden wirtschaftlichen Unsicherheiten positive Zukunftsaussichten. Durch eine starke Diversifikationsstrategie, eine fundierte Vertriebsstärke und den konsequenten Einsatz digitaler Technologien ist das Unternehmen gut gerüstet, um zukünftige Chancen zu nutzen und seine Marktposition weiter zu stärken. Die Kombination aus strategischer Anpassungsfähigkeit und operativer Exzellenz bildet die Grundlage für eine stabile und erfolgreiche Entwicklung in den kommenden Jahren. 3. Gesamtaussage Dank eines robusten Risikomanagements und umfassender Qualitätssicherungsmaßnahmen werden branchenspezifische Risiken auf ein Minimum reduziert. Das Unternehmen setzt auf eine systematische Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken, um seine operativen und strategischen Ziele sicher zu erreichen. Regelmäßige Audits und Kontrollen sorgen dafür, dass die Qualitätssicherungsmaßnahmen stets auf dem neuesten Stand sind und effektiv umgesetzt werden. Die HSL Logistik GmbH weist eine solide Liquidität und finanzielle Stabilität auf. Das Unternehmen verfügt über ausreichende finanzielle Mittel, um seinen laufenden Verpflichtungen nachzukommen und gleichzeitig in zukünftiges Wachstum zu investieren. Diese finanzielle Stärke wird durch eine konservative Finanzpolitik und eine vorsichtige Bilanzierung unterstützt, sodass aktuell keine Anzeichen für eine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft erkennbar sind. Die solide Kapitalausstattung ermöglicht es der HSL Logistik GmbH, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten flexibel und handlungsfähig zu bleiben. Das Güterverkehrsaufkommen in Deutschland zeigt weiterhin eine dynamische Entwicklung. Prognosen zufolge wird bis 2030 ein erhebliches Wachstum im Güterverkehr erwartet, von dem die HSL Logistik GmbH voraussichtlich erheblich profitieren wird. Die positive Marktentwicklung wird durch verschiedene Faktoren begünstigt, darunter der zunehmende Warenhandel, die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportlösungen und die fortschreitende Globalisierung. Diese Trends bieten der HSL Logistik GmbH zahlreiche Wachstumschancen und stärken ihre Position im Markt. Angesichts dieser günstigen Rahmenbedingungen und der eigenen stabilen Finanzlage blickt die HSL Logistik GmbH optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen plant, seine Marktpräsenz weiter auszubauen und in innovative Technologien zu investieren, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Strategische Partnerschaften und Kooperationen sollen dazu beitragen, das Dienstleistungsportfolio zu erweitern und zusätzliche Synergien zu realisieren. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die HSL Logistik GmbH verwendet eine Vielzahl von Finanzinstrumenten zur Steuerung ihrer finanziellen Aktivitäten. Zu den wesentlichen Instrumenten gehören Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben. Forderungen umfassen alle ausstehenden Zahlungen, die von Kunden für erbrachte Dienstleistungen oder gelieferte Produkte erwartet werden, während Verbindlichkeiten finanzielle Verpflichtungen gegenüber Lieferanten und anderen Gläubigern darstellen. Bankguthaben sind die liquiden Mittel, die auf den Bankkonten des Unternehmens gehalten werden. Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, führt die HSL Logistik GmbH umfassende Überprüfungen der Bonität ihrer Kunden durch. Diese Überprüfungen beinhalten Bonitätsprüfungen durch externe Ratingagenturen z.B. Creditreform oder interne Bewertungsverfahren wie beispielsweise die Abfrage der Umsatzsteueridentifikationsnummer beim Bundeszentralamt für Steuern, die Festlegung individueller Kreditlimits basierend auf der Bonität und dem Zahlungsverhalten der Kunden sowie die regelmäßige Überwachung der Forderungen und des Zahlungsverhaltens, um frühzeitig auf Zahlungsschwierigkeiten reagieren zu können. Die Finanzierung der Unternehmensaktivitäten erfolgt sowohl durch Eigenmittel als auch durch die Nutzung von Kreditlinien, die von ausgewählten Kreditinstituten bereitgestellt werden. Eigenmittel werden zur Finanzierung operativer und strategischer Projekte genutzt, während flexible Kreditrahmen bei Banken dazu dienen, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken und Investitionen zu tätigen. Die Erstellung wöchentlicher Liquiditätspläne zur Überwachung und Steuerung der Zahlungsströme hilft dabei, potenzielle Engpässe frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Zur Absicherung gegen Ausfall- und Bonitätsrisiken setzt die HSL Logistik GmbH verschiedene Maßnahmen ein. Dazu gehören der Abschluss von Versicherungen, die das Unternehmen gegen Forderungsausfälle und Zahlungsausfälle absichern. Diese Versicherungen decken eine Vielzahl von Risiken ab, einschließlich Insolvenzen und Zahlungsschwierigkeiten von Kunden. Zudem wird ein effizientes Debitorenmanagement implementiert, das darauf abzielt, die Ausfallrisiken zu minimieren. Ein effektives Forderungsmanagement und ein strukturiertes Mahnwesen zur zeitnahen Erinnerung säumiger Zahler sowie die Zusammenarbeit mit professionellen Inkassounternehmen zur Beitreibung offener Forderungen sind dabei von entscheidender Bedeutung. Durch den Einsatz dieser Finanzinstrumente und Maßnahmen zur Risikominimierung stellt die HSL Logistik GmbH sicher, dass sie ihre finanziellen Ziele erreicht und gleichzeitig gegen potenzielle Risiken abgesichert ist. Dies ermöglicht dem Unternehmen, seine operativen Tätigkeiten effizient zu steuern und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. V. Bericht über Zweigniederlassungen Die HSL Logistik GmbH, ein führendes Unternehmen im Bereich Eisenbahnlogistik, hat ihre Hauptniederlassung in Hamburg. Neben dieser Zentrale betreibt das Unternehmen weitere Niederlassungen mit spezialisierten Rangierteams in Bremen und Rostock. Diese Teams sind auf den lokalen Rangierbetrieb fokussiert und gewährleisten eine effiziente Abwicklung der regionalen Transportaufgaben. Ein zentrales Element der Unternehmensstrategie ist die Positionierung örtlicher Betriebsleiter an den verschiedenen Standorten. Diese Maßnahme hat sich als sehr erfolgreich erwiesen und wird konsequent fortgeführt. Im Jahr 2023 wurden den Betriebsleitern vor Ort erheblich mehr Verantwortlichkeiten und Kompetenzen übertragen. Diese Dezentralisierung ermöglicht eine schnellere und flexiblere Entscheidungsfindung, da die Betriebsleiter nun in der Lage sind, direkt auf lokale Herausforderungen zu reagieren und eigenständig Entscheidungen zu treffen. Durch diese organisatorischen Maßnahmen konnte die HSL Logistik GmbH ihre Effizienz steigern und ihre Reaktionsfähigkeit auf die Bedürfnisse ihrer Kunden weiter verbessern. Die Übertragung zusätzlicher Verantwortlichkeiten und Kompetenzen an die örtlichen Betriebsleiter unterstreicht das Vertrauen des Unternehmens in seine Führungskräfte vor Ort und fördert eine Kultur der Eigenverantwortung und des proaktiven Handelns. VI. Zusammenfassung der Geschäftsführung Die Geschäftsführung möchte das Geschäftsjahr 2023 folgendermaßen zusammenfassen: 1. Übernahme der Exploris Deutschland Holding GmbH Im Dezember 2023 schloss die TX Logistik AG, eine Tochtergesellschaft der Mercitalia Logistics innerhalb der Ferrovie dello Stato Italiane Gruppe, die Übernahme der Exploris Deutschland Holding GmbH ab. Diese strategische Akquisition ermöglicht es der HSL Logistik GmbH, ihre Marktstellung erheblich zu stärken und die Kapazitäten im Bereich des Schienengüterverkehrs auszubauen. Durch die Integration der internationalen Bahnverbindungen von Exploris wird das Netzwerk von TX Logistik erweitert, was eine verbesserte Anbindung an europäische Schienenkorridore verspricht und das Transportvolumen auf der Schiene erhöht. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die allgemeine wirtschaftliche Lage in Europa und Deutschland bleibt herausfordernd. Der anhaltende Ukraine-Konflikt und die damit verbundenen Sanktionen sowie die steigenden Energiekosten haben weiterhin signifikante Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Trotz dieser Herausforderungen konnte die HSL Logistik GmbH durch gezielte Maßnahmen zur Energieeffizienz und erfolgreiche Verhandlungen mit Kunden die negativen Effekte teilweise abfedern. 3. Anpassung der Energie- und Betriebskosten Um den gestiegenen Energiekosten entgegenzuwirken, hat die HSL Logistik GmbH von dem staatlichen Energiepreisdeckel profitiert, der eine erhebliche Entlastung der Betriebskosten mit sich brachte. Parallel dazu wurden diverse Maßnahmen zur Energieeffizienz implementiert, wie die Schulung von Triebfahrzeugführern in energieeffizientem Fahrverhalten und die geplante Einführung einer speziellen App zur Optimierung des Energieverbrauchs. Diese Maßnahmen tragen zur Reduzierung der Betriebskosten bei und unterstützen die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens. 4. Digitalisierung und technologische Fortschritte Die HSL Logistik GmbH setzt verstärkt auf die Digitalisierung ihrer Prozesse, um die betriebliche Effizienz zu erhöhen. Neue, leistungsfähige Lokomotiven mit geringeren Emissionen wurden angeschafft und das ERP-System LP ONE weiterentwickelt, um eine verbesserte Planung und Steuerung der Logistikprozesse zu ermöglichen. Diese technologischen Fortschritte steigern die Transparenz und Effizienz im gesamten Unternehmen und bieten einen Wettbewerbsvorteil im Markt. 5. Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten Die geopolitische Instabilität und wirtschaftliche Unsicherheiten, insbesondere im Energiesektor und der Agrarindustrie, haben zu erhöhten Volatilitäten in den Transportmärkten und Verzögerungen in der Lieferkette geführt. Trotz dieser Herausforderungen eröffnen sich durch die Neuorientierung der Transportwege und die Entstehung neuer Transportkorridore auch Chancen für die HSL Logistik GmbH, sich in neu entstandenen Märkten zu positionieren und die Nachfrage nach flexiblen und zuverlässigen Logistiklösungen zu bedienen. 6. Finanzielle Stabilität und Zukunftsaussichten Die HSL Logistik GmbH weist eine solide finanzielle Stabilität auf. Durch eine konservative Finanzpolitik und die Thesaurierung von Gewinnen wurde die Eigenkapitalbasis gestärkt, was zusätzliche finanzielle Puffer schafft und die Resilienz des Unternehmens erhöht. Trotz der bestehenden Herausforderungen sieht die HSL Logistik GmbH positive Zukunftsaussichten und plant, durch kontinuierliche Investitionen in Technologie und Infrastruktur, strategische Partnerschaften und die Erschließung neuer Märkte ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. 7. Fazit Zusammenfassend ist festzustellen, dass die HSL Logistik GmbH gut positioniert ist, um die aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen zu meistern. Durch strategische Akquisitionen, gezielte Maßnahmen zur Kostenkontrolle und Effizienzsteigerung sowie den Einsatz modernster Technologien ist das Unternehmen in der Lage, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und seine Marktposition zu stärken. Die robusten Finanzkennzahlen und die strategische Ausrichtung auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit bieten eine solide Grundlage für zukünftige Erfolge. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen und die Sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Im Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr 2023 sowie das Vorjahr 2022 betreffende, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten eine Darlehensforderung zum Nennbetrag in Höhe von EUR 4.100.000,00 sowie eine Zinsforderung in Höhe von 15.425,00 an die Firma Exploris Deutschland Holding GmbH. Die Darlehensforderung wird mit 3% p.a. verzinst. Die Darlehens- sowie die Zinsforderung haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenständen beinhalten unter anderen Kautionen in Höhe von insgesamt EUR EUR 124.583,46 (Vorjahr: 206.254,46), Guthaben aus der Aktivierung der Gewerbesteuer für 2022 in Höhe von EUR 243.427,00 (Vorjahr: 243.427,00) sowie Vorsteuer, die im Folgejahr abziehbar ist in Höhe von EUR 399.362,28 (Vorjahr: 404.383,75). Kassenbestand, Bankguthaben Von den Bankguthaben sind Beträge i. H. v. EUR 1.540.794,00 (Vorjahr: EUR 1.297.194,00) verpfändet. Gewinn-/Verlustvortag bei teilweiser Ergebnisverwendung Der Gewinnvortrag beträgt EUR 9.263.982,17. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind Aufwendungen für Strom (EUR 2.731.369,62), Personalkosten (EUR 21.797,00), Aufwendungen für Beiträge und Säumniszuschläge zur Deutschen Rentenversicherung aufgrund der laufenden Betriebsprüfung 2019 - 2022 (EUR 150.000,00), Aufwendungen für Beratungs- und Prüfungskosten (EUR 29.437,00), Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (EUR 10.000,00) sowie Kosten zur Ausgleichsabgabe (EUR 280,00) enthalten. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 195.686,87 (Vorjahr: EUR 2.195.886,33) und dies betrifft ausschließlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf Buchwertdifferenzen des Anlagevermögens in Höhe von EUR 920.557,00 zwischen dem handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Ansatz. - Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 32,27. - Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt EUR 297.105,00 - Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: Abgang EUR 109.013,00. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse zu vermerken. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von ca. EUR 30,0 Mio (Vorjahr: ca. EUR 26,3 Mio.) sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus über den Abschlussstichtag hinaus bestehende Miet- und Leasingverträge. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Avalen in Höhe von ca. EUR 1,5 Mio (Vorjahr: ca. EUR 2,5 Mio) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Erläuterung der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen In der Erfolgsrechnung sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 695,00 (Vorjahr: EUR 73.625,70) enthalten. Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 390,86) enthalten. Die Erträge wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 818.804,75 (Vorjahr: EUR 31.242,92) enthalten. Die Aufwendungen wurden im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Sonstige Angaben Als Aufwand wurde das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von EUR 27.500,00 erfasst. (Vorjahr: EUR 17.500,00); andere Beratungsleistungen wurden durch den Wirtschaftsprüfer nicht erbracht. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführer Unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer. Konzernzugehörigkeit Die HSL Logistik GmbH wurde in den Konzernabschluss der Exploris Deutschland Holding einbezogen, dieser stellt gleichzeitig den größten und kleinsten Konzern dar. Angaben zu einem befreienden Konzernabschluss Angaben zum Mutterunternehmen, das einen befreienden Konzernabschluss aufstellt:
Vorschlag zur Ergebnisverwendung der GeschäftsführungDer Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.767.144,22 wird vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Hamburg den, 20. Juni 2024 gez. Haiko Böttcher, Geschäftsführer gez. Andrzej Lewczuk, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkUneingeschränkter Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die HSL Logistik GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HSL Logistik GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HSL Logistik GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Berlin, den 12. Juli 2024 TRIANON
GmbH
gez. Wynands, Wirtschaftsprüferin gez. Hering, Wirtschaftsprüfer |
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