Bausch Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Rudolf Bausch seit 2.2.2023 | Prokura |
Tobias Mayer seit 2.2.2023 | Prokura |
Armin Otto Bausch seit 26.1.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bausch GmbHRavensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Der Grundstein für die Firmengruppe Bausch wurde im Jahr 1902 in Ravensburg gelegt. Fast alle Unternehmen der Firmengruppe sind in der Kreislaufwirtschaft tätig und beschäftigen sich mit der ressourcenschonenden Wiederverwertung von Sekundärrohstoffen. Die Bausch GmbH gliedert sich in die Geschäftsbereiche Containerdienst, Abfallwirtschaft, Schrott- und Metallhandel, Gebrauchtwarenhandel und Immobilien. Der Containerdienst bietet der Industrie, dem Gewerbe, den Kommunen und Privathaushalten im Raum Bodensee-Oberschwaben eine flächendeckende, zuverlässige und bedarfsgerechte Entsorgungslogistik. Im Bereich Abfallwirtschaft bieten wir unseren Kunden eine breite Palette von Entsorgungslösungen, mit den Schwerpunkten Abfallsortierung gem. den Anforderungen der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV), stoffliche Verwertung von Sekundärrohstoffen und Herstellung von Ersatzbrennstoffen (EBS). Wir sind als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert und haben ein Qualitätsmanagementsystem gemäß ISO 9001:2015 eingeführt. Der Schrott- und Metallhandel ist ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit. Wir sind anerkannte Annahmestelle und Demontagebetrieb für Altfahrzeuge sowie Erstbehandlungsanlage für Elektro- und Elektronikaltgeräte im Sinne des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG). Leichtschrott, Altfahrzeuge, Elektrogroßgeräte und Kabelschrott werden in der eigenen Firmengruppe zu hochwertigen Sekundärrohstoffen aufbereitet und dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt. In unserem Gebrauchtwarenmarkt verkaufen wir gebrauchte Maschinen, Anlagen und Nutzmaterial. Damit erfüllen wir auch die kreislaufwirtschaftliche Maßgabe zur Wiederverwendung von Abfallstoffen. Darüber hinaus vermieten wir Immobilien an gewerbliche und freiberufliche Mieter. 2. Forschung und Entwicklung Derzeit haben wir keine Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung. 3. Bestehende Zweigniederlassungen Die Bausch GmbH unterhält keine rechtlich selbständigen Zweigniederlassungen. Die in den Städten Bad Waldsee, Bad Wurzach und Isny betriebenen Abfallumladestationen und Wertstoffhöfe sind unselbständige Teile des Gesamtunternehmens. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nominal kräftig gestiegen, preisbereinigt ist das Wachstum aber um -0,3 % zurückgegangen. Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2023 geprägt von einer inflationären Entwicklung, die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% erhöht. Der Verbraucherpreisindex für Dieselkraftstoff lag im Jahr 2023 bei 153,7 (Vorjahr 173,2), der Verbraucherpreisindex für Strom lag im Jahr 2023 bei 136,1 (Vorjahr 120,8) Die Indexangaben beziehen sich auf das Basisjahr 2020. (Quelle: https://www.destatis.de/). Die registrierte Arbeitslosenquote betrug 5,7% (Vorjahr 5,6%). Zur Bekämpfung der Inflation hat die EZB die Zinsen in mehreren Schritten am 20.09.2023 auf 4,5% angehoben. Laut Empfehlung des Landkreistages Baden-Württemberg betrug die Entgeltanpassung 2023 für Müllabfuhrverträge (Preisgleitklausel) + 7,97%. Im Jahr 2023 ist die Elektrostahlerzeugung drastische gesunken. Mit einem Minus von rund 11 Prozent auf 9,8 Mio Tonnen wurde sogar der letzte Tiefpunkt während der Finanzmarktkrise um rund 1,5 Mio Tonnen unterschritten. Laut Verbandsangaben lagen die Gründe an der schwachen Baukonjunktur und den hohen Strompreisen. (Quelle. EUWID 31.01.2024) Das konjunkturelle Umfeld spiegelt sich auch in der Verfügbarkeit von Schrott wieder. Der Zulauf von leichtem "Schrott" war um etwa 40% geringer. Infolge der geringeren Schrottverfügbarkeit und der stärkeren Exportnachfrage sind die Stahlschrottpreise auf dem Inlandmarkt zuletzt um etwa 20 EUR/t gestiegen. Der gute Exportmarkt wurde durch die Entwicklung des Dollarkurses unterstützt. Der demographische Wandel und die Akademisierung der Bevölkerung bereitet den Mitgliedsunternehmen des BDSV (Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V.) zunehmend Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden. (Quelle: BDSV News 05.10.2023) Die durchschnittlichen Abfall-, und Sekundärrohstoffpreise haben sich im Verlauf des Jahres 2023 wie folgt entwickelt. Die Behandlungspreise für Siedlungsabfälle frei angeliefert in Müllverbrennungsanlagen (MVA) und Mechanisch-Biologische-Abfallbehandlungsanlagen (MBA) haben sich im Süden Deutschlands im Schnitt von -122,50 EUR/t auf -130,00 EUR/t Zuzahlung erhöht. Aufgrund der Energiekrise haben die Papierfabriken die Produktion gedrosselt. Nach dem totalen Preiszerfall im Jahr 2022, haben sich die Preise für gemischte Ballen Altpapier, frei angeliefert in der Papierfabrik, im Laufe des Jahres um etwa 20,00 EUR/t erholt. Die Preise für vorgebrochenes, behandeltes Altholz sind, frei angeliefert in einer Verwertungsanlage, von einer durchschnittlichen Vergütung in Höhe von 38,00 EUR/t auf eine Zuzahlung in Höhe von -8,00 EUR/t gesunken. Bei sinkenden Preisen für fossile Brennstoffe wurde Altholz weniger nachgefragt. Die Preise für Gewerbemischfolie (80/20) sind von einer Vergütung in Höhe von 115,00 EUR/t auf 95,00 EUR/t gesunken. Die Preise für Stahlaltschrott Sorte 1 frei angeliefert im Stahlwerk, haben sich im Verlauf des Jahres von 330 EUR/t (Jan) auf 368 EUR/t (Mär) erhöht, sind im August auf 278 EUR/t gefallen und haben am Ende Jahres mit 323 EUR/t abgeschlossen. Die Preise für die nachfolgend genannten Metallsorten haben sich wie folgt entwickelt: Schwerkupferschrott (Keule) von 668 EUR/100kg auf 675 EUR/100kg, Schwermessingschrott (Milbe) 433 EUR/100kg auf 438 EUR/t, Alu-Blechabfälle max. 5% von 105 EUR/100kg auf 103 EUR/100kg und Chromnickelstahlabfälle V-IIa von 138 EUR/100 kg auf 113 EUR/100 kg. (Quelle: www.euwid-recycling.de) 2. Unternehmensbezogener Geschäftsverlauf Die Strom- und Kraftstoffpreise haben sich im Jahr 2023 wieder etwas normalisiert und haben sich in der Summe dämpfend auf die allgemeinen Kostensteigerungen ausgewirkt. Um dem Mangel an Arbeitskräften, insbesondere Fahrpersonal und der anhaltenden Inflation entgegenzuwirken, haben unsere Mitarbeiter eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 5,8% erhalten. Darüber hinaus erhalten alle Mitarbeiter die steuer- und sozialversicherungsfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000,00 EUR, die in den Jahren 2022, 2023 und 2024 anteilig ausbezahlt wird. Im Jahre 2023 haben wir weitere 2.329 TEuro in Modernisierung und Ersatzbeschaffung investiert. Entsprechend sind unsere jährlichen Abschreibungen noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau in Höhe von 2.010 TEuro. In den einzelnen Geschäftsbereichen stellte sich der Geschäftsverlauf wie folgt dar: Im Geschäftsbereich Containerdienst wurden gegenüber dem Vorjahr 163 TEuro Umsatz mehr erreicht und für Fremdtransporte 7 Teuro mehr ausgegeben. Entsprechend hat sich der Rohgewinn um 156 TEuro erhöht. Die für Dritte erbrachten Transportleistungen waren mit dem Vorjahr vergleichbar, aufgrund der gesunkenen Dieselkraftstoffpreise haben wir unsere Logistikpreise nicht angepasst. Der Mangel an qualifiziertem Fahrpersonal, die stringenten Vorgaben für Lenk- und Ruhezeiten und das erhöhte Verkehrsaufkommen sind nach wie vor eine Herausforderung. Wir setzen weiterhin auf Aus- und Fortbildungsangebote, auf die Digitalisierung unserer Ablaufprozesse sowie eine EDV-gestützte Fahrzeugdisposition. Im Jahre 2023 haben wir 717 TEuro in neue LKW ́s und 540 TEuro in neue Container investiert. Im Geschäftsbereich Abfallwirtschaft hatten wir in den Stoffströmen keine nennenswerten Störungen. Allerdings sind die Abfallmengen in unserem Primärkundenkreis gegenüber dem Vorjahr um weitere 20% zurückgegangen. Unsere verfügbaren Verarbeitungs- und Umschlagkapazitäten sind nur noch mit etwa 75% ausgelastet. Da sich die Preise für die thermische Behandlung von Abfällen und für Altholz im Verlauf des Jahres negativ entwickelt haben und wir weniger hochkalorischen Ersatzbrennstoff (EBS) liefern konnten, ist unser Deckungsbeitrag im Geschäftsbereich Abfallwirtschaft gegenüber dem Vorjahr um 150 TEuro gesunken. In neue Umschlag- u. Aufbereitungsgeräte wurden 955 TEuro investiert. Im Geschäftsbereich Schrott- und Metallhandel haben uns die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen hart getroffen. Die Schrott- und Metallmengen sind um weitere 12% zurückgegangen. Die negative Mengen- und Preisentwicklung hat unseren Rohgewinn um 2.081 TEuro schrumpfen lassen. In Erwartung höherer Schrott- und Metallpreise, haben wir zum Ende des Jahres unseren Lagerbestand aufgebaut und konnten deshalb die kalkulierten Deckungsbeiträge nicht erzielen. In diesem Geschäftsbereich wurden keine Ersatzinvestitionen vorgenommen. Der Umsatz mit Handels- und Gebrauchtwaren hat sich gegenüber dem Vorjahr um 44 Teuro erhöht und wir konnten mit einem um 149 TEuro höheren Rohgewinn abschließen. In diesem Geschäftsbereich sehen wir zukünftig ein größeres Entwicklungspotential und Alleinstellungmerkmal für unsere Firma und werden unsere Maßnahmen weiter verstärken. Unser Immobilienprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik Ravensburg war im Jahr 2023 wieder fast vollständig vermietet. Aufgrund der hohen Vermietungsrate und der Erhöhung der energiebedingten Nebenkostenvorauszahlungen haben sich die Mieterlöse um 158 TEuro erhöht. Am Ende des Jahres 2023 weisen wir einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -494 TEuro aus. Die fehlenden Deckungsbeiträge im Schrott- und Metallhandel, die Erhöhung der Personalkosten, bedingt durch überdurchschnittliche Lohnerhöhungen und einer überdurchschnittlichen Fluktuation, sowie eine erhöhte Zinsbelastung sind hier die wesentlichen Einflussfaktoren. 3. Darstellung der Lage des Unternehmens a. Vermögenslage Das Gesamtvermögen der Bausch GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um -517 TEuro auf 17.752 TEuro gesunken. Auf der Aktivseite haben sich das Anlagevermögen um 183 TEuro und die Vorräte um 231 TEuro erhöht und die Forderungen sind um -211 TEuro zurück gegangen. Die flüssigen Mittel haben sich um -796 TEuro auf 1.652 TEuro reduziert. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um -499 TEuro auf 6.997 TEuro reduziert und beträgt jetzt 39,42% des Gesamtvermögens. Die Rückstellungen sind um -811 TEuro gesunken, die Steuerrückstellungen betragen 157 TEuro. Die Kreditverbindlichkeiten haben sich um 1.044 Teuro erhöht und die Lieferantenverbindlichkeiten sind um -211 Teuro gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um -74 Teuro gesunken und alle weiteren Verbindlichkeiten haben sich um 34 TEuro erhöht. b. Finanzlage Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen mit Eigenkapital und Bankdarlehen finanziert. Bezogen auf das Eigenkapital beträgt die Anlagendeckung 69,36%. Berücksichtigt man auch langfristiges Fremdkapital sowie mittelfristige Bank- und Gesellschafterdarlehen (RLZ 1-5 Jahre) entsprechend der steuerlichen Abschreibungsdauer der Anlagengüter, beträgt die Anlagendeckung 119,41%. Das Anlagevermögen ist damit mehr als fristenkongruent finanziert. Die Liquidität 3. Grades (Umlaufvermögen im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital) beträgt 148,59%, damit ist genügend Bar- und Sachliquidität vorhanden, um fällig werdende Verbindlichkeiten zu bedienen. Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 1.652 TEuro. Zusätzlich stehen bei den Hausbanken Giro-Kreditlinien in Höhe von über 2.800 TEuro zur Verfügung. Der einfache Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) beträgt 1.429 TEuro. Alle Zahlungsverpflichtungen wurden im laufenden Geschäftsjahr bei Fälligkeit erfüllt. c. Ertragslage Die Umsatzerlöse liegen um -5.193 TEuro und der Rohertrag lag um -1.621 TEuro unter dem Vorjahresniveau auf 12.810 TEuro. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 663 TEuro. Die Abschreibungen betragen 2.010 TEuro und lagen 98 TEuro unter dem Vorjahresniveau. Die Personalkosten haben sich um -201 TEuro erhöht. Bereinigt um die erfolgsabhängigen Prämien haben sich die Personalkosten um -330 Teuro erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 140 TEuro verbessert, das ist auf die Einsparungen in Höhe 497 TEuro bei den Dieselkraftstoff- und Stromkosten zurückzuführen. Als Jahresergebnis wird ein Verlust in Höhe von -494 TEuro ausgewiesen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Im Geschäftsbereich Containerdienst rechnen wir mit der gleichen Auftragslage wie im Jahr 2023, werden aber durch Preisanpassungen einen höheren Umsatz ausweisen. Der Anteil an Fremdspeditionsleistungen wollen wir nicht erhöhen. Im Bereich der Abfallwirtschaft rechnen wir mit Preiserhöhungen durch die CO 2 -Bepreisung von Abfall zur energetischen Verwertung im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG). Diese Preiserhöhungen müssen wir 1:1 an unsere Kunden weitergeben. Aufgrund der aktuellen Konjunktur-, Preis- und Zinsentwicklung rechnen wir mit weiter sinkenden Abfallmengen in unserem Marktgebiet und werden uns deshalb intensiver an öffentlichen Abfallausschreibungen beteiligen. Darüber hinaus vertrauen wir weiterhin auf unsere technischen Möglichkeiten, unser Know-how und unsere Leistungsfähigkeit in der Abfallaufbereitung. Die Preis- und Mengenentwicklung im Bereich Schrott- und Metall ist weiterhin volatil und angesichts der weltpolitischen Lage auch nicht vorhersehbar. Wir rechnen mit weniger Mengen und einem stärkeren Wettbewerb. In den Geschäftsbereichen Gebrauchtwaren erwarten wir höhere Umsätze und Deckungsbeiträge und der Geschäftsbereich Vermietungen bleibt stabil. Den gestiegenen Personalkosten versuchen wir mit EDV-gestützter Prozessoptimierung entgegenzuwirken. Unser firmeninterner "demographischer Wandel" hat sich verlangsamt und damit den Aufwand für die Einarbeitung von neuem Personal reduziert. Wie sich unser Markt insgesamt entwickelt, bleibt abzuwarten. Für das Jahr 2024 rechnen wir wieder mit einem positiven Ergebnis. 2. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass wir gegenüber den branchenüblichen Risiken gut gewappnet sind. Gefahren, die den Bestand unserer Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Langjährige Erfahrung, qualifizierte Mitarbeiter, hohe Qualität, Produktivität, Ideenreichtum, Regionalität und Marktpräsenz sind unsere Stärken im Wettbewerb. Langfristig angelegte Geschäftsbeziehungen bieten uns die notwendige Stabilität. Aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung und ausreichender Reserven ist die Vermögens- und Finanzlage stabil, hier sehen wir auch langfristig keine Risiken. Im Rahmen der Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetreib, werden die Nachweise einer ausreichenden Haft- und Sachversicherung, sowie die Zuverlässigkeit der Geschäftsführung jährlich überprüft. Gegen Forderungsausfälle im Bereich Schrott- und Metallhandel sind wir versichert. Die Überwachung und den Einzug überfälligen Forderungen haben wir an einen leistungsfähigen Inkassodienstleister übergeben. Das Risiko steigender Zinsen haben wir minimiert, in dem wir entsprechend der "goldenen Bilanzregel" finanzieren und die Zinsen entsprechend der kalkulierten Abschreibungsdauer festschreiben. Den digitalen Wandel haben wir eingeleitet, auf die Zukunft sind wir vorbereitet. Unsere internen Prozesse sowie der Datenaustausch und die Kommunikation mit unseren Geschäftspartnern werden Zug um Zug digitalisiert. Unser erklärtes Ziel ist es, keine unnötigen Risiken einzugehen und die unvermeidbaren Risiken in Grenzen zu halten. Dies schließt nicht aus, dass wir in Einzelfällen auch kalkulierbare Risiken eingehen. Wir bedienen uns konventioneller Finanzinstrumente (im Wesentlichen Forderungen, Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) und verzichten auf spekulative Elemente.
Ravensburg, den 14.02.2025 Bausch GmbH Die Geschäftsführung gez. Armin Bausch HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Bausch GmbH mit Sitz in Ravensburg, eingetragen im Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 550546 wurde auf den 31.12.2023 nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkosten verfahren beibehalten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Verrechnungen fanden im Rahmen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sowie § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB statt. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert, soweit diese mit den handelsrechtlichen Vorschriften vereinbar sind. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die nach steuerlichen Vorschriften als "Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)" zu qualifizieren sind (selbständig nutzbar mit Anschaffungskosten bis einschließlich Euro 800,00), werden analog zu den steuerlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2 EStG) bewertet, wobei im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt wird. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Für Gebraucht und Handelswaren (enthalten im Bilanzposten "fertige Erzeugnisse und Waren"), die größtenteils aus Entsorgungen und Haushalts- und Lagerauflösungen gewonnen werden und für die deshalb keine direkten Anschaffungskosten ermittelt werden können, wurde eine Schätzung der Anschaffungskosten vorgenommen, welche als Festwert (Höhe: 120 TEUR) gem. § 240 Abs. 3 HGB bilanziert werden. Gleichartige Vermögensgegenstände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Rahmen der Gruppenbewertung nach § 240 Abs. 4 HGB mit dem gewogenen Durchschnittswert angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden keine Kosten der allgemeinen Verwaltung und keine Zinsen für Fremdkapital einbezogen. Notwendige Abwertungen auf Grund des Niederstwertprinzips werden vorgenommen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Bewertung von Fremdwährungsguthaben erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gem. § 256a HGB. Die Pensionsrückstellung wurde nach folgendem versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren ermittelt: Projected-Unit-Credit-Methode (PUC). Der Berechnung lagen folgende grundlegende Annahmen zu Grunde:
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Finanzanlagen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem Zeitwert angesetzt. Dieses so genannte Deckungsvermögen wurde bilanziell mit den korrespondierenden Rückstellungen für Pensionen verrechnet (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Aus der Verrechnung ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein passiver Saldo. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern wurden nach den Vorschriften des § 274 HGB berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Für die Bewertung der latenten Steuern wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz in Höhe von 29% herangezogen. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:
2. Forderungen / Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen u. Gesellschaftern Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 35 (Vj. TEUR 517). Die Forderungen gegenüber Gesellschafter betragen TEUR 33 (Vj. TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 2.706 (Vj. TEUR 2.780); darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.500 (Vj. TEUR 2.779). 3. Mitzugehörigkeit zu anderen Posten (§ 265 Abs. 3 HGB) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 35 (Vj. TEUR 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit TEUR 206 (Vj. TEUR 280) auf den Liefer- und Leistungsverkehr zurückzuführen und bestehen im Übrigen aus sonstigen Verbindlichkeiten. 4. Disagio (§ 268 Abs. 6 HGB) Ein Disagio und Laufzeitzinsen auf verschiedene Darlehen wurden nach § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 51 (Vj. TEUR 57) in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten einbezogen. 5. Bilanzgewinn (§ 268 Abs. 1 Satz 2 HGB) Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 2.366 enthalten. 6. Rückstellungen für Pensionen Bei den Finanzanlagen und den Pensionsrückstellungen wurde folgende Verrechnung vorgenommen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB):
Der beizulegende Zeitwert der Finanzanlagen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Im Zusammenhang mit der bilanziellen Verrechnung wurden Aufwendungen und Erträge wie folgt saldiert:
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Direktzusagen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 10). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB). 7. Sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) Die sonstigen Rückstellungen betreffen Urlaubsansprüche und Überstunden (TEUR 321), unterlassene Instandhaltung (TEUR 63) und Übrige (TEUR 93). 8. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, Sicherungsübereignung von Anlagevermögen, Globalabtretung von Forderungen gegen Drittschuldner besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. IV. Sonstige Angaben 1. Organe Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt (§ 285 Nr. 10 HGB): Herr Heinrich Bausch, technischer Geschäftsführer (bis 2.2.2023) Herr Armin Bausch, kaufmännischer Geschäftsführer Herr Franz Bausch jr., kaufmännischer Geschäftsführer (bis 2.2.2023) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der aktiven (§ 285 Nr. 9 Lit. a HGB) und der früheren Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und ihrer Hinterbliebenen (§ 285 Nr. 9 Lit. b HGB) wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für die früheren Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und ihre Hinterbliebenen sind zum Bilanzstichtag Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen mit einem Betrag von TEUR 894 (vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen i.H.v. TEUR 657) gebildet. Nicht bilanzierte Verpflichtungen bestehen nicht. 2. Mitarbeiterzahl Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahrs durchschnittlich folgende Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB):
Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus folgenden Rechtsverhältnissen:
davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.256 Angegeben sind die prognostizierten Jahresbeträge für 2023, weil die Verpflichtungen überwiegend unbefristet sind. 4. Geschäfte mit nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)
Darüber hinaus wird auf die Anhangangaben VI. zu § 285 Nr. 1 und 2 HGB sowie IV.5 zu § 268 Abs. 7 HGB/§ 251 HGB sowie III.1 zu § 42 Abs. 3 GmbHG verwiesen. 5. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB (§ 268 Abs. 7 HGB) Die Bausch GmbH hat für ein verbundenes Unternehmen betragsmäßig beschränkte Bürgschaften in Höhe von TEUR 4.816 bei einem Kreditinstitut übernommen. Aufgrund der gemeinsamen Kreditlinien dienen die eigenen Kreditsicherheiten auch als Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten des verbundenen Unternehmens: Grundschulden, Sicherungsübereignung von Anlagevermögen und Globalabtretung von Forderungen gegen Drittschuldner. Des Weiteren wurden Grundschulden auf Grundstücken der Gesellschaft eingetragen, welche unmittelbar der Absicherung von Darlehen eines verbundenen Unternehmens dienen. Die Grundschulden belaufen sich auf TEUR 900, die damit besicherten Darlehen valutieren zum 31.12.2023 auf TEUR 464. Die eingegangenen Haftungsverhältnisse und Bürgschaften sind nicht zu passivieren, da mit einer Inanspruchnahme auf Grund der Bonitäten nicht zu rechnen ist.
Ravensburg, den 14.2.2025 Die Geschäftsführung gez. Armin Bausch sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bausch GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bausch GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bausch GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Saulgau, 14.02.2025 Oberschwäbische
Treuhandgesellschaft mbH
gez. Christian Knies, Wirtschaftsprüfer |
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