TRIBO Hartstoff GmbH
Gewerbepark am Bahnhof 28, 36456 Barchfeld-Immelborn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Titus Gärtner seit 4.5.2026 | Prokura |
Volker Willing seit 4.5.2026 | Prokura |
Melanie Mehler seit 22.2.2024 | Geschäftsführer |
Reinhard Manfred Harald Rose seit 26.7.2019 | Prokura |
Ramona Krah seit 14.7.2014 | Prokura |
Günter Hofmann seit 11.12.2007 | Prokura |
Jürgen Heinzig seit 23.2.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (14)
| Name | Anteil |
|---|---|
J***** H****** | 1.53% |
G***** H****** | 0.11% |
A*** S******** | 0.07% |
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
JONGEN Holding GmbHEigenbeteiligung | 0.22% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRIBO Hartstoff GmbHBarchfeld-ImmelbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2013 bis zum 31.03.2014Lagebericht zum Jahresabschluss zum 31. März 2014der Firma TRIBO Hartstoff GmbHDarstellung zum GeschäftsverlaufWirtschaftliches Umfeld Das wirtschaftliche Umfeld im abgelaufenen Geschäftsjahr war europaweit stabil, sodass die TRIBO Hartstoff GmbH einen Jahresumsatz von 27,7 Mio. € Umsatz erzielen konnte. Der Auftragsbestand betrug 5,2 Mio. €. Umsatzentwicklung / Gesamtleistung Im Kerngeschäft der TRIBO Hartstoff GmbH konnte der Umsatz um 0,8 Mio € gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Da aber im Projektgeschäft Wehrtechnik ein deutliches Minus zu verzeichnen war, liegen wir sowohl im Umsatz als auch im Ertrag deutlich hinter den Vorjahreswerten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass wir durch die Entwicklung im eigentlichen Kerngeschäft die in den Vorjahren schon erwirtschafteten Umsatz- und Ertragszahlen zeitnah wieder erreichen werden. Beschaffungsmarkt Die Situation bei der Beschaffung von Wolfram und Kobalt hat sich im letzten Jahr erfreulicherweise stabilisiert. Zwar ist das Preisniveau noch auf einem recht hohen Niveau, jedoch wird die Abhängigkeit von chinesischem Rohmaterial immer weiter zurückgedrängt. Zum einen werden westliche Minen stärker beim Einkauf berücksichtigt, zum anderen wächst der Anteil an wiederaufbereitetem Hartmetallschrott zu Wolframcarbid und lässt so die Beschaffungssituation als durchweg komfortabel erscheinen. Sowohl die Wolfram- als auch die Kobalthersteller bauen neue Kapazitäten auf, um den Marktbedarf zeitnah bedienen zu können. Investitionen Die notwendigen Investitionen in Maschinen und Anlagen als auch in Personal wurden durchgeführt. Das Investitionsvolumen in Sachanlagen betrug im Berichtsjahr 2,5 Mio. €. Das im Vorjahr begonnene Projekt zur Kühlung und Klimatisierung der Produktionsräume wurde abgeschlossen. Finanzlage Unsere Finanzlage ist weiterhin von einem deutlich positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit geprägt. Wie auch in den Vorjahren wurde die Liquidität zur Finanzierung unserer Investitionen sowie zur Tilgung von in Vorjahren aufgenommenen Investitionsdarlehen genutzt. Zudem erwarten wir im kommenden Jahr nicht unwesentliche Zuflüsse aufgrund von Steuererstattungsansprüchen, deren Vorauszahlungen im Berichtjahr mit für den deutlichen Rückgang an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag verantwortlich waren. Dennoch kann die Liquiditätssituation als stabil bezeichnet werden. Die Firma TRIBO Hartstoff GmbH arbeitet mit zwei Hausbanken - der Wartburg Sparkasse Eisenach als auch mit der Rheinland-Pfalz Bank Düsseldorf - eng zusammen. Die Aufnahme von Geschäftsbeziehungen mit einer dritten Bank wird weiterhin angestrebt. Wir sind mit der Commerzbank Eisenach/Krefeld in konkreten Gesprächen. Die Investitionsfinanzierungen werden vorwiegend über Banken und Leasinggesellschaften vorgenommen und spiegeln sich insbesondere im Stand der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditunternehmen wider. Alle notwendigen Investitionen konnten bis zum heutigen Tage umgesetzt und refinanziert werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungskonditionen unter Nutzung der Skontierung beglichen. Personal- und Sozialbereich Die Belegschaftsstärke zum Geschäftsjahresende waren 259 festangestellte Mitarbeiter/innen. Obwohl auch in Südthüringen ein Facharbeitermangel immer deutlicher spürbar wird, war die TRIBO bisher in der Lage, das benötigte Personal mit der nötigen fachlichen Qualifikation einzustellen. Da dies für die Zukunft voraussichtlich nicht immer zu gewährleisten ist, wird hausintern über Erwachsenenbildung nachgedacht, damit wir auch Quereinsteigern die Möglichkeit geben können, im Bereich der Zerspanung einen auf Dauer sicheren Arbeitsplatz ausfüllen zu können. Vermögens- und ErtragslageErtragslage: Die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr kann als durchweg angemessen angesehen werden. Die Materialaufwandsquote lag mit 43 % auf dem Niveau des Vorjahres (43 %). Die Personalaufwandsquote stieg infolge von Lohnanpassungen auf 30,8 % gegenüber 27 % im Vorjahr. Obwohl beide Quoten eine weitestgehend stabile Entwicklung belegen, wird in Zukunft dennoch auf eine möglichst positive Weiterentwicklung des Verhältnisses von Aufwand und Ertrag zu achten sein. Vermögenslage: Die Eigenkapitalquote unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen liegt zurzeit bei 46 %. Marktstellung: Die Marktstellung der TRIBO Hartstoff GmbH konnte in den letzten 12 Monaten weiter verbessert werden. Zum einen konnten durch die vorhandenen Kapazitäten bei Produktionsmitteln und Personal recht kurze Lieferzeiten angeboten werden, zum anderen ist mit den neuen modernen Maschinen die Fertigung von Teilen möglich, die das Haus TRIBO früher nicht anbieten konnte. Aufgrund dieser Fakten und eines stabilen hohen Qualitätsniveaus gehen wir davon aus, dass sich die Marktstellung noch weiter verbessern wird. Auftragseingang und -bestand: Der Auftragseingang war aufgrund der konjunkturellen Situation angemessen und hat zum Bilanzstichtag zu einem Auftragsbestand von 5,2 Mio. € geführt, der damit nur leicht unterhalb dem Vorjahreswert liegt. Inwieweit sich diese insgesamt gute Entwicklung fortsetzen wird, ist maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung Europas und des Euroraums abhängig. Wir werden diese Entwicklung zeitnah verfolgen und wenn nötig, entsprechend reagieren. Kapazitätsauslastung: Die momentane konjunkturelle Lage beschert uns je nach Abteilung eine Kapazitätsauslastung zwischen 80% und 95%. Dies wird sich auch im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres so fortsetzen. Rationalisierung: In diesem Bereich wird wie immer konzentriert gearbeitet. Aufgrund der guten Ertragslage wird hier auch über gezielte und hinsichtlich des Finanzbedarfs begrenzte Investitionen nachgedacht, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Betriebserweiterungen: Die vorhandenen Produktionsflächen sind gegenwärtig fast komplett genutzt. Aufgrund der aktuellen Finanz- und Ertragssituation wird ein vorgeplanter Hallenneubau nicht kurzfristig umgesetzt und ist bis auf weiteres zurückgestellt. Sollten sich die Ertrags- und Finanzlage künftig weiterhin positiv entwickeln, wird erneut darüber zu entscheiden sein. Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft, der Firma Pferdehirt GmbH, Neuss, ist noch von einer teilweisen Neuausrichtung in den Geschäftsaktivitäten beeinflusst und damit nicht so positiv verlaufen wie geplant. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Entwicklung in den nächsten Jahren auch bedingt durch die eingeleitete Erneuerung des dortigen Maschinenparkes positiv verlaufen wird, so dass auch mittel- bis kurzfristig Überschüsse erzielt werden können. Prognose für das Geschäftsjahr 2014/2015Unsere Aktivitäten sind im neuen Geschäftsjahr darauf ausgerichtet, das in 2013/14 erreichte Umsatzniveau auszubauen und eine Steigerung von bis zu 8% zu erreichen, was in der Planung auch zu einer Verbesserung der Finanz- und Ertragslage führen soll. Hierbei sind zum einen die eigenen Aktivitäten, die wir in Sachen Vertrieb angestoßen haben und nun kontinuierlich umsetzen werden, maßgebend. Zum anderen ist aber die konjunkturelle Situation in Europa entscheidend zu beachten, wobei eine Prognose zum heutigen Zeitpunkt nur sehr schwer möglich ist. Für das laufende Geschäftsjahr sind Maschinenerneuerungen als auch Kapazitätserweiterungs -Investitionen in einem Rahmen von bis zu 2,0 Mio. € zu erwarten, darin enthalten sind bedingt durch sehr lange Lieferzeiten der Maschinenhersteller Überhänge aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Für die nächsten Geschäftsjahre ist jährlich mit einer Investitionssumme zwischen 1,5 und 2,0 Mio. € zu rechnen. Inwieweit in neue Produktionsflächen investiert wird, ist aufgrund des Geschäftsverlaufes der nächsten Quartale zu entscheiden. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des GeschäftsjahresBesondere Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. RisikoberichtTechnische Risiken: In der Produktion unserer Hartmetallprodukte sind wir wesentlich von der Qualität unserer Vorlieferanten - im Bereich Wolfram und Kobalt - abhängig. Die eingehende Ware wird auf ihre Qualität hin geprüft. Es könnte jedoch aufgrund einer sehr geringen Anbieterzahl bei Qualitätsverschlechterung in diesem Bereich zu Produktionsausfällen oder aber zur Verminderung der Produktqualitäten kommen. Wir bemühen uns weiterhin, um mit möglichst drei bis vier qualitativ gleichwertige Lieferanten Geschäftsbeziehungen zu unterhalten, um im Extremfall entsprechende Ausweichmöglichkeiten zu haben und diesem Risiko Rechnung zu tragen. Personalrisiken: Bedingt durch den Facharbeitermangel in Süd-Thüringen besteht die Möglichkeit, dass Facharbeiter aufgrund des derzeitigen Lohnniveaus in der TRIBO Hartstoff GmbH abwandern könnten. Dies ist in der Vergangenheit zum Teil schon geschehen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt waren wir jedoch in der Lage, neues Fachpersonal zu dem in unserem Hause vorhandenem Lohnniveau einzustellen. Diese Gesamtentwicklung wird aber von allen Verantwortlichen zeitnah im Auge behalten, um bei Veränderungen gezielt gegen zu wirken. Finanzierungsrisiken: Die TRIBO Hartstoff GmbH konnte alle eingegangen Verbindlichkeiten und Ansprüche der Lieferanten termintreu, unter Berücksichtigung von Skonto, befriedigen. Die Liquiditätssituation zum Bilanzstichtag ist zwar schlechter als im Vorjahr, jedoch in Bezug auf die Anforderungen zufriedenstellend. Die derzeitige Ausstattung mit Finanzmitteln ist für das folgende Geschäftsjahr ausreichend soweit die Umsatz- und Ertragsziele erreicht werden. Forschung und Entwicklung: Im laufenden Geschäftsjahr wurde kontinuierlich an der Verbesserung der Hartmetallqualität und der Weiter- und Neuentwicklung der Produkte gearbeitet. Die TRIBO Hartstoff GmbH beteiligt sich an mehreren Verbundprojekten von Forschungsinstituten und Hartmetallproduzenten. Weitere Risiken: Auf einen Meteoritenabsturz mit verheerenden Auswirkungen für das Weltklima, der von Wissenschaftlern mit 100%iger Sicherheit vorhergesagt wird, ist die TRIBO Hartstoff GmbH auch weiterhin nicht vorbereitet. Alle sonstigen Risiken werden von den verantwortlichen Mitarbeitern entsprechend beobachtet und ggf. frühzeitig gegengesteuert, damit kein nennenswerter Schaden auf das Unternehmen zukommt. Bei größeren und in ihren Auswirkungen möglicherweise weitreichenden Problemen wird auch umgehend externe Hilfe in Anspruch genommen.
Immelborn, 18. Juli 2014 Jürgen Heinzig, Geschäftsführer Bilanz zum 31. März 2014AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013/2014
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2013/2014
* Zugang resultiert aus Umgliederung von
Umlaufvermögen
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. März 2014
Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. März 2014I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeines Der Jahresabschluss zum 31.03.2014 wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Entsprechend des Wahlrechtes des § 265 Abs. 5 S. 2 HGB wurde aus Gründen einer klareren und übersichtlicheren Darstellung die Position "Sonderposten" eingefügt und im Anhang erläutert. Darüber hinaus wird entsprechend der Regelung des § 42 Abs. 3 GmbH-Gesetz innerhalb der Verbindlichkeiten der Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" ausgewiesen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde auf der Basis der going-concern-Prämisse aufgestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßig nutzungsbedingte Abschreibungen. In die Herstellkosten der selbsterstellten Anlagen wurden anteilige Gemeinkosten einbezogen. Als Nutzungsdauer für die mit dem Unternehmenskauf erworbenen Gebäude wurden 20 Jahre angesetzt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 410,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen am Stichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt und beinhalten Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden sowohl bei den immateriellen Vermögensgegenständen als auch bei den Sach- und Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wenn die Gründe für die Vornahme einer außerplanmäßigen Abschreibung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bestände an Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgte mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Gemeinkostenanteile. Kalkulatorische Kosten und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten und Waren zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten, die Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, jedoch keine Fremdkapitalzinsen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert worden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im erforderlichen Maße wertberichtigt. Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für die Zeit danach darstellen. Der Posten wird zeitanteilig aufgelöst. Das Eigenkapital ist zum Nennwert ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital stimmt mit den Angaben im Handelsregister und den Regelungen im Gesellschaftsvertrag überein. Das Stammkapital beträgt laut Handelsregister 500 TEUR. Der Sonderposten betrifft einerseits in Vorjahren und im Berichtsjahr empfangene und beantragte Investitionszulagen und Investitionszuschüsse. Andererseits wurden in den Vorjahren für diverse Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens Sonderabschreibungen vorgenommen. Hierfür wurde nach §§ 254, 273 HGB in der Fassung vor Inkrafttreten des BilMoG ein Sonderposten mit Rücklageanteil gebildet, der in Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB unter Berücksichtigung von anteiliger erfolgswirksamer Auflösung fortgeschrieben wurde. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden und berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren passivierungspflichtigen Risiken in angemessener Höhe. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit relevant - künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Ab- bzw. Aufzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Ab- bzw. Aufzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht werden. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. II. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens zum Bilanzstichtag ist in der Anlage 3/1 zu diesem Anhang dargestellt. Im Geschäftsjahr waren Zugänge zu Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) in Höhe von 2,6 Mio. EUR zu verzeichnen. Es wurde fast ausschließlich in diverse Maschinen und Anlagen für die Modernisierung der Fertigung investiert. Der Buchwert der Beteiligung wurde im Geschäftsjahr 2013/2014 in Ausübung des Wahlrechts mit TEUR 390 gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert von EUR 1 abgeschrieben. Die Darlehensforderungen gegen die Tochtergesellschaft Pferdehirt Werkzeugbau GmbH werden erstmals als langfristige Ausleihungen im Rahmen der Finanzanlagen ausgewiesen (Vorjahr Umlaufvermögen). Die Umgliederung vom Umlaufvermögen in das Anlagevermögen erfolgte aufgrund der vereinbarten langfristigen Darlehensgewährung. Eine außerplanmäßige Abschreibung der Darlehensforderungen von gesamt TEUR 300 war zum Bilanzstichtag nicht vorzunehmen, da die Rückführung der Darlehen zur Fälligkeit plausibel erscheint und damit keine dauerhafte Wertminderung vorliegt und kein Ausweis über dem beizulegenden Zeitwert erfolgt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.002 TEUR (Vorjahr: 1.208 TEUR) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Seit der Gründung der Tribo Hartstoff GmbH werden Kundenforderungen über einen Factoringvertrag abgewickelt, um schnellere Zahlungseingänge und Liquidität zu generieren. Es bestehen aktive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen aufgrund des Sonderpostens für Investitionszulagen von TEUR 141, die mit einem Steuersatz von 29,9 % bewertet wurden. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und auf die Bildung aktiver latenter Steuern verzichtet. Eigenkapital Die von der Gesellschafterversammlung für das Geschäftsjahr 2012/2013 beschlossene Dividendenausschüttung wurde vorgenommen. Die Zahlung des Ausschüttungsbetrages an die Gesellschafter ist im Berichtsjahr in voller Höhe erfolgt. Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:
Sonderposten Die Entwicklung und Zusammensetzung der passivierten Sonderposten ist nachfolgend dargestellt:
Die Sonderposten werden nach der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens anteilig ertragswirksam aufgelöst. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit 360 TEUR Gewährleistungen, mit 411 TEUR Personalkosten (Urlaubsverpflichtungen, Überstunden, SV-Beiträge, Abfindungen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge), mit 150 TEUR Provisionen sowie mit 60 TEUR unterlassene Instandhaltungen an Maschinen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der diesem Anhang beiliegenden Anlage 3/2. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 2.000 TEUR (Vorjahr: 2.300 TEUR) betreffen mit 1.160 TEUR (Vorjahr: 1.320 TEUR) gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) resultieren in voller Höhe aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Soweit dem Jahresabschluss Beträge in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr zugrunde lagen, erfolgte die Umrechnung mit dem jeweiligen Stichtagskurs bzw. dem Devisenkassamittelkurs ohne Berücksichtigung des Imparitäts- und Anschaffungskostenprinzips. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 9.081 TEUR sind wie folgt besichert:
2. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft insgesamt 27,7 Mio. EUR an Umsatzerlösen erzielt, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Mio EUR bedeutet. Die Umsätze wurden in Höhe von 22,7 Mio. EUR mit inländischen Kunden, in Höhe von 3,1 Mio. EUR mit europäischen Kunden und in Höhe von 1,9 Mio EUR mit Kunden aus Drittländern erzielt. Vom Gesamtumsatz wurden in den folgenden Produktgruppen erwirtschaftet:
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) Zinserträge aus der der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen betreffen mit 102 TEUR (Vorjahr: 115 TEUR) Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen. Erträge aus Währungsumrechnung wurden in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) erzielt. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betrugen 2 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR). Innerhalb der Ertragsteuern sind mit TEUR 113 Gewerbesteuern für das Vorjahr enthalten. III. Sonstige AngabenAngaben zu verbundenen Unternehmen Mit Anteilskaufvertrag vom 15.09.2011 hat sich die TRIBO Hartstoff GmbH mit Wirkung zum 1.10.2011 an der Pferdehirt Werkzeugbau GmbH, Neuss, beteiligt.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr, so dass die Informationen auf den letzten Bilanzstichtag erfolgen. Auf die Erstellung eines Konzernabschlusses wurde gemäß § 293 HGB verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen jährliche Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in folgender Höhe:
Das Bestellobligo für Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 1,1 Mio. EUR. Bestellungen zur Aufrechterhaltung der Produktion bestehen zum Bilanzstichtag im geschäftsmäßig üblichen Rahmen und Turnus. Im Rahmen der Konzernfinanzierung, die den Einzelunternehmen nach Bedarf zur Verfügung steht, beträgt die Mithaftung der TRIBO Hartstoff GmbH 4,7 Mio. EUR. Im Rahmen von Mietkaufverträgen der Pferdehirt Werkzeugbau GmbH hat die TRIBO Hartstoff GmbH in 2013/14 selbstschuldnerische Bürgschaften i.H.v. ca. 360 TEUR übernommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme der TRIBO Hartstoff GmbH wird als gering eingeschätzt und daher erfolgt keine Passivierung. Mutterunternehmen Die Jongen Holding GmbH, Willich, ist zu 74 % an der Gesellschaft beteiligt. Die Jongen Holding GmbH erstellt als oberste Gesellschaft einen Konzernabschluss, in den der vorliegende Jahresabschluss einbezogen wird. Organe der Gesellschaft Die Gesellschaft wird vertreten durch den alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer Herrn Jürgen Heinzig, Kaufmann. Die Vergütung des Geschäftsführers erfolgte über einen Beratungsvertrag. Auf die Angabe zur Höhe des Honorars wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Wie auch in den Vorjahren wurde die UHY Deutschland AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013/2014 gewählt. Das Gesamthonorar der Prüfungsgesellschaft ergibt sich aus der folgenden Übersicht:
Mitarbeiter Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 263 Arbeitnehmer beschäftigt:
Immelborn, 18. Juli 2014 Jürgen Heinzig, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TRIBO Hartstoff GmbH, Immelborn, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der TRIBO Hartstoff GmbH, Immelborn. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der TRIBO Hartstoff GmbH, Immelborn, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 21. Juli 2014 UHY
Deutschland AG
ppa. Stranz, Wirtschaftsprüfer Dr. Peters, Wirtschaftsprüferin Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. März 2014 wurde am 22. Oktober 2014 festgestellt. Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDer Jahresüberschuss in Höhe von 559.870,47 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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