Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 14080
Eingetragen
29.6.2000
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen StoffenHerstellung von Bau- und BaustoffmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Herstellung von Maschinen, Anlagen und Ersatzteilen, insbesondere für die Bau- und Baustoffindustrie sowie für die Gewinnung und Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen, der Vertrieb eigener Erzeugnisse und der Handel mit fremden Erzeugnissen gleicher oder verwandter Wirtschaftszweige, die Erbringung von Dienst- und Serviceleistungen sowie die Forschung, Entwicklung und Lizenzvergabe auf den oben genannten Gebieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Klaus Metzdorf
seit 14.11.2024
Prokura
Martin Heitz
seit 14.11.2024
Prokura
Geschäftsführer
Peter Dr. Mielke
seit 7.3.2023
Prokura
Norbert Dinspel
seit 23.12.2020
Prokura
Volker Herbst
seit 23.12.2020
Prokura
Ralf Dr. Schug
seit 23.12.2020
Prokura
Martin Dr. Göbel
seit 19.11.2020
Prokura
Thomas Lehnert
seit 7.11.2019
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

John Deere GmbH & Co. KG

Mannheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis 31. Oktober 2022

John Deere GmbH & Co. KG

Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis 31. Oktober 2022

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis 31. Oktober 2022

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim

1. Geschäftstätigkeit des Konzerns

Die John Deere GmbH & Co. KG mit Sitz in Mannheim, Deutschland, ist Mutterunternehmen von 14 verbundenen Unternehmen und unterhielt Zweigniederlassungen unter gleicher Firma mit dem Zusatz:

John Deere Werk Mannheim, Mannheim (Produktion von Traktoren)

John Deere Werk Bruchsal, Bruchsal (Produktion von Kabinen)

European Parts Distribution Center, Bruchsal (Ersatzteilversorgung)

John Deere Werk Zweibrücken, Zweibrücken (Produktion von Mähdreschern und Feldhäckslern)

European Technology Innovation Center, Kaiserslautern (Forschung und Entwicklung von Präzisionstechnologien)

Intelligent Solutions Group, Kaiserslautern (Forschung und Entwicklung von Präzisionstechnologien)

WIRTGEN GROUP, Windhagen (Regionalverwaltung WIRTGEN GROUP)

Die John Deere GmbH & Co. KG gehört wiederum zum Deere & Company Konzern, Moline, Illinois, USA. In Anlehnung an das Geschäftsmodell der Deere & Company liegt der Fokus der Geschäftstätigkeit des Teilkonzerns John Deere GmbH & Co. KG im Bereich der Agrarwirtschaft auf:

der Forschung und Entwicklung sowie der Herstellung und dem Vertrieb landwirtschaftlicher Traktoren, Mähdrescher und Feldhäcksler einschließlich der Produktion von Kabinen für selbstfahrende Feldspritzen

dem Verkauf von Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege sowie dem Handel mit weiteren landwirtschaftlichen Maschinen gefertigt von verbundenen Unternehmen

der Ersatzteilversorgung für das gesamte Portfolio

die Entwicklung und der Vertrieb von "intelligenten Lösungen" für die Präzisionslandwirtschaft sowie die Forschung an Zukunftstechnologien

die Weiterentwicklung der Vertriebspartnerstruktur und der europäischen Marketing- und Vertriebsorganisation.

Das Produktportfolio des Geschäftsbereichs Baumaschinen, insbesondere der Straßenbau, umfasst:

die Forschung und Entwicklung sowie die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen für den Neubau und die Instandsetzung von Straßen. Dazu gehören Technologien wie Fräsen und Straßenfertiger sowie Walzen für den Asphalt- und Erdbau

die Ersatzteilversorgung einschließlich Instandhaltungsservice

die Entwicklung von Telematiklösungen zur stetigen Optimierung von Flotten- und Servicemanagement.

Der Vertrieb der Premiumprodukte als auch der Kundenservice erfolgen über ein weltweites Netzwerk, sowohl durch eigene Vertriebs- und Servicegesellschaften als auch durch ausgewählte Vertriebspartner.

Der Geschäftsbereich Landmaschinen repräsentiert die Produktmarke John Deere, der Geschäftsbereich Straßenbau vorwiegend die Produktmarken Wirtgen, Vögele und Hamm.

Seit der Gründung im Jahr 1837 hat John Deere denjenigen Produkten und Services geliefert, die sich dem Boden verbunden fühlen. Als weltweit führendes Unternehmen der Branche handelt Deere & Company ausschließlich im Einklang mit seinen Grundwerten Qualität, Innovation, Integrität und Engagement. Für die deutsche Agrartechnikbranche war die Übernahme der Heinrich Lanz AG in Mannheim 1956 von Bedeutung. Daraus entstand im Jahr 2013 die Muttergesellschaft John Deere GmbH & Co. KG.

Die Marke "WIRTGEN" steht für die Produktkategorien Fräsen und Recycler im Straßenbau sowie für Gleitschalungsfertiger und Surface Miner der Wirtgen GmbH. Der Markenname "Vögele" geht auf eine über 180-jährige Firmengeschichte zurück. Vögele ist mit einer kompletten Produktpalette an Straßenfertigern, Einbaubohlen und Beschickern ein Marktführer und Taktgeber der Branche. Die Marke "Hamm" wurde 1878 begründet und ist Spezialist für Walzen im Straßen- und Erdbau und führend in der Asphaltverdichtung.

Die Nachfrage der Kunden nach der Integration von Technologie in Maschinen ist ein Markttrend, der in unserem Konzern integriert ist. Die Verbesserung von Rentabilität, Produktivität und Nachhaltigkeit durch Technologie bei unseren Kunden steht im Fokus. Der Technologieansatz unseres Konzerns umfasst Hard- und Software, Konnektivität und digitale Lösungen, Automatisierung und Autonomie, Maschinenintelligenz sowie Elektrifizierung.

2. Geschäftsverlauf

In herausfordernden Zeiten zeigt das Ergebnis des Geschäftsjahres 2021/2022 die solide Geschäftspolitik, trotz starkem Druck und Unterbrechungen in den Zulieferketten und höheren Kosten infolge des Inflationsdrucks. Das Marktumfeld wurde durch die günstigen Bedingungen in der Industrie und die weiterhin hohe Nachfrage nach Land- und Baumaschinen gestärkt.

Die Störungen in der Lieferkette wirkten sich auf viele Aspekte des Geschäfts aus, darunter die Teileverfügbarkeit, zunehmende Produktionskosten und ein gesteigerter Bestand an unfertigen Maschinen. Verspätete Lieferungen lagen auf einem erhöhten Niveau. Bei überfälligen Teilelieferungen entstanden Frachtkosten für beschleunigte Lieferungen und Nacharbeiten, was zu Produktionsineffizienzen und höheren Gemeinkosten führte. Große Anstrengungen waren erforderlich, um die Versorgung unserer Kunden mit den nötigen Ersatzteilen und Betriebsmitteln sicherzustellen. Die Lieferantenbasis wurde erweitert, um Störungen der Lieferkette zur Erfüllung der Kundenanforderungen zu minimieren.

Die Inflation war im Jahr 2022 ein allgegenwärtiger Zustand und erhöhte die Kosten für Material, Fracht, Energie und Personal. Höhere Kosten aufgrund der allgemeinen Inflation wurden so weit als möglich durch Preisrealisierungen ausgeglichen, was die Auswirkungen auf den Konzernjahresüberschuss abgemildert hat.

Innovative Landtechnik ist im In- und Ausland gefragt wie selten zuvor, denn sie ist ein unverzichtbares Element für die Versorgungssicherheit in der Welt. Die Erntepreise blieben für unsere Kunden günstig, was zum Teil auf das niedrige Bestand-zu-Verwendungs-Verhältnis bei wichtigen Getreidesorten und geringere Exporte aus der Schwarzmeerregion zurückzuführen war. Als Folge der gestiegenen Erzeugerpreise war vor allem die Investitionsbereitschaft der Landwirte sehr hoch.

Die Landtechnikhersteller am Produktionsstandort Deutschland haben ihre Umsätze im vergangenen Jahr erneut auf Rekordhöhen gesteigert nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA). Die im VDMA organisierten Hersteller von Landmaschinen, Traktoren und zugehörigen Softwaresystemen erzielten im abgelaufenen Kalenderjahr über alle Segmente hinweg ein deutliches Umsatzplus. Gute Erzeugerpreise in nahezu allen landwirtschaftlichen Rubriken, insbesondere für Milch und Weizen, befeuerten die Techniknachfrage von Landwirten und Lohnunternehmen aus allen Erdteilen. Teilweise gab es einen regelrechten Run auf die globalen Erzeugermärkte, so der VDMA. Aufträge aus Russland und der Ukraine, die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine weggebrochen sind, konnten in Summe mehr als kompensiert werden. Vor allem in Nord- und Südamerika, aber auch in den westeuropäischen Schlüsselmärkten löste die gute Ertragssituation in der Landwirtschaft starke Kaufimpulse aus laut VDMA. Lieferungs- und Logistikengpässe sorgten dagegen für anhaltende Friktionen im globalen Landtechnikgeschäft.

Ende Oktober 2022 wurde das Messegelände in München wieder Zentrum für die Baumaschinenindustrie. Die Branche setzte mit diesem Ergebnis ein Zeichen gegen den allgemeinen negativen wirtschaftlichen Trend. Zahlreiche Innovationen zur Digitalisierung und Automatisierung wurden präsentiert. Auf der Bauma 2022 gaben die Wirtgen Group und John Deere mit "The Future of Roadbuilding - Smart, Safe, Sustainable" ihre Ausrichtung für die nächsten Jahre vor. Klar im Fokus stand das Thema Nachhaltigkeit, das sich wie ein roter Faden über den Messestand zog. Vögele offerierte vier neue Mini-Straßenfertiger, die wahlweise batterie-elektrisch erhältlich sind. Hamm stellte elektrisch betriebene Tandem-Walzen vor.

Nach Angaben des VDMA trotzte die europäische Baumaschinenindustrie den Widrigkeiten. Stabile Marktleistung der Branche im Jahr 2022 entgegen wirtschaftlichen und geopolitischen Unwägbarkeiten. Sie war aber dennoch von einer kritischen Mischung aus Inflation, anhaltenden Störungen in der Lieferkette und Sorgen über die Weltwirtschaft beeinflusst, so der VDMA. Dies spiegelte sich in der Stimmung der Branche wider: Der CECE-Geschäftsklimaindex ging im Laufe des Jahres aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine leicht zurück. Ohne die anhaltenden Lieferkettenprobleme hätte der Markt in Europa ein weiteres Wachstumsjahr erlebt. Die Verkäufe in Europa ohne Russland stiegen im vergangenen Jahr um fast 3 %. Gemäß VDMA spielten regionale Unterschiede im Jahr 2022 keine entscheidende Rolle, da die meisten großen Marktregionen nur sehr geringe Wachstumsraten oder Rückgänge verzeichneten. Eine Ausnahme bildete Südeuropa mit einem Absatzwachstum von 12 %.

Der John Deere GmbH & Co. KG Konzern erreichte im Berichtsjahr 2021/2022 Umsatzerlöse von 9.419,5 Millionen Euro, wohingegen 7.951,8 Millionen Euro im Jahr 2020/2021 realisiert wurden. Im Bereich der Landmaschinen betrugen die Umsatzerlöse 6.912,6 Millionen Euro gegenüber 5.666,9 Millionen Euro im Vorjahr (+ 22,0 %). Die Umsätze der Sparte Baumaschinen lagen bei 2.057,8 Millionen Euro, wohingegen im Geschäftsjahr 2020/2021 1.875,5 Millionen Euro erzielt wurden (+ 9,7 %). Wie auch in den vorangegangenen Berichtsperioden entfiel der bedeutsamste Teil des Umsatzes auf den Kernmarkt Europa mit 5.859,2 Millionen Euro, was einem Anteil von 62,2 % entspricht, gefolgt von Nordamerika mit 2.136,1 Millionen Euro bzw. 22,7 %. Umsatzstärkste Länder in Europa waren erneut Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Sämtliche für John Deere bedeutsamen Länder und Regionen verzeichneten einen Zuwachs in den Umsatzerlösen, was den Anstieg der Nachfrage widerspiegelt. Auch der Bereich Technologie-Lösungen trägt inzwischen maßgeblich zum Geschäftsergebnis bei.

Die seit dem 24. Februar 2022 andauernde Russland/Ukraine Krise forderte die Weltwirtschaft heraus. Der Export nach Russland wurde im Konzern komplett eingestellt, der Umsatzrückgang in der Ukraine lag bei rund 30 %. Die Umsatzeinbußen insgesamt waren für den Geschäftsverlauf von untergeordneter Bedeutung und konnten anderweitig kompensiert werden.

Die bei John Deere etablierten Corona Präventionen und Maßnahmen zeigten auch im Jahr 2022 ihre Wirksamkeit. Während die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter höchste Priorität hatten, waren wir unter anderem dank digitaler Systeme und Connected Support jederzeit in der Lage, die Produktion und den Kundenservice aufrecht zu erhalten.

3. Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr wurden 121,1 Millionen Euro in ergebniswirksame Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten investiert. Im Vorjahr waren es 119,6 Millionen Euro. Die Ausgaben entfielen überwiegend auf den Bereich Baumaschinen. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben des Landmaschinenbereichs werden weitgehend von einem verbundenen Unternehmen der Gruppe Deere & Company im Rahmen von Auftragsforschung getragen. Durchschnittlich waren 1.327 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.246 Mitarbeiter) in der Forschung und Entwicklung beschäftigt.

Die Smart Industrial Company besteht aus den drei Säulen Produktionssysteme, Technologie- und Lebenszyklus-Lösungen. Ein wichtiger Bestandteil dieses ganzheitlichen Ansatzes sind smarte Maschinen, Systeme und Lösungen unter Berücksichtigung einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Produktion. Neben der Weiterentwicklung unserer Maschinenflotten in Sachen Komfort und höherer Leistung liegen die Aktivitäten in der Fortentwicklung von Automation, Autonomie, Elektrifizierung und Künstlicher Intelligenz.

Auch die Baumaschinenunternehmen stehen unter dem Fokus Smart Industrial. Alle Produktmarken arbeiten unter dem Schlagwort "Construction Execution System" daran, Technologien so weiterzuentwickeln, dass sich der Gesamtprozess im Straßenbau noch effizienter, sicherer und nachhaltiger umsetzen lässt. Digitalisierung und vernetzte, transparente Systemlösungen sind hier wichtige Treiber.

4. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2021/2022 wurde mit einem Rekordergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern abgeschlossen. Starke Märkte und eine solide Strategie führten trotz eines deutlich negativen Finanzergebnisses zu einem sehr erfolgreichem Jahresergebnis. Der Konzernjahresüberschuss von 474,4 Millionen Euro gegenüber 627,9 Millionen Euro im Vorjahr, spiegelt die starke Nachfrage und die Fähigkeit, unsere Kunden optimal zu betreuen, wider.

Die Umsätze aus dem Verkauf von Land- und Baumaschinen, die überwiegend an Unternehmen der Gruppe Deere & Company erfolgten, beliefen sich auf 8.970,4 Millionen Euro gegenüber 7.542,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Anteil der Landmaschinensparte betrug 6.912,6 Millionen Euro und der Anteil der Baumaschinensparte 2.057,8 Millionen Euro. Im Vorjahr waren dies 5.666,9 Millionen Euro bzw. 1.875,5 Millionen Euro. Zusätzlich wurden in der aktuellen Berichtsperiode Umsatzerlöse durch die Erbringung von Dienstleistungen, vorwiegend an verbundene Unternehmen, in Höhe von 366,2 Millionen Euro erzielt. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 336,2 Millionen Euro realisiert. Diese Dienstleistungen umfassen auch Leistungen für Forschung und Entwicklung. Insgesamt liegt erneut eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um ca. 19 % vor, prognostiziert wurde eine Steigerung der Umsatzerlöse von 10 bis 15 %.

Die Herstellungskosten betrugen 7.691,9 Millionen Euro, was einen Anteil am Umsatz von 81,7 % (Vorjahr: 81,7 %) entspricht. Daraus resultierte ein im Vergleich zum Vorjahr höheres Bruttoergebnis vom Umsatz von 1.727,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1.452,8 Millionen Euro). Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg hauptsächlich aufgrund der gestiegenen Umsätze und einem positiven Verkaufsmix als auch aufgrund von Preisrealisierungen. Der Anstieg wurde teilweise durch höhere Produktkosten kompensiert. Die Funktionskosten der Bereiche Forschung und Entwicklung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung beliefen sich insgesamt auf 637,0 Millionen Euro (Vorjahr: 570,9 Millionen Euro). Wie im Vorjahr enthielten die Herstellungskosten vom Umsatz als auch die übrigen Funktionskosten Aufwendungen für Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert (215,8 Millionen Euro) als auch auf immaterielle Vermögensgegenstände (60,1 Millionen Euro), die im Rahmen der Erstkonsolidierung der Wirtgen Gesellschaften identifiziert wurden. Die Vertriebskosten des Geschäftsjahres erhöhten sich gegenüber der vorherigen Berichtsperiode von 304,4 Millionen Euro auf 344,3 Millionen Euro. Der Anstieg des Geschäftsjahres 2021/2022 um 39,9 Millionen Euro spiegelt das erfolgreiche Ergebnis wider, welches höhere Aufwendungen für Lizenzen und Provisionen verursachte. Des Weiteren beinhaltet das Geschäftsjahr 2021/2022 Aufwendungen für die bauma, die weltweit bedeutendste Fachmesse für Baumaschinen. Die Verwaltungskosten betrugen 171,7 Millionen Euro und lagen damit 24,8 Millionen Euro über Vorjahresniveau. Wechselkurseffekte und Preissteigerungen haben größtenteils zu diesem Anstieg geführt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 40,6 Millionen Euro gegenüber 34,5 Millionen Euro im Vorjahr und betrafen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung mit 28,7 Millionen Euro (Vorjahr 17,7 Millionen Euro) und periodenfremde Erträge, vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen mit 4,4 Millionen Euro (Vorjahr 9,6 Millionen Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 31,2 Millionen Euro und lagen damit 12,9 Millionen über Vorjahresniveau. Wie in der Vorperiode enthielten sie hauptsächlich Wechselkursverluste (26,0 Millionen Euro; Vorjahr 11,0 Millionen Euro).

Die saldierten Finanzerträge und -aufwendungen ergaben einen Aufwand in Höhe von 542,8 Millionen Euro. In der vorherigen Berichtsperiode betrug dieser 90,9 Millionen Euro. Die Erhöhung des Aufwands um 451,9 Millionen Euro ist vor allem auf unrealisierte Verluste aus dem Contractual Trust Agreement, als Folge des Russlands/Ukraine Konflikts und die damit verbundene Entwicklung der Finanzmärkte, zurückzuführen. Im Vorjahr wurden hingegen unrealisierte Gewinne aus dem CTA erzielt. Zudem berücksichtigen die Zinsaufwendungen, analog der vorangegangenen Berichtsperiode, Finanzierungskosten im Zuge der Wirtgen Akquisition.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die sich im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 64,3 Millionen Euro reduzierten, betragen nunmehr 92,7 Millionen Euro. Die Veränderung berücksichtigt mehrere Aspekte. Der auf den steuerlich ermittelten Jahresüberschuss entfallende Steueraufwand ist um 22,9 Millionen Euro angestiegen. Gegenläufig wirkten sich die Erträge aus latenten Steuern aus. Sie erhöhten sich um 87,2 Millionen Euro. Dies ist zum einen auf die Fortschreibung der unterschiedlichen Wertansätze Steuerbilanz zu Konzernbilanz zurückzuführen und zum anderen vorwiegend auf unrealisierte Verluste aus dem CTA im Vergleich zu den Anschaffungskosten. Der tatsächliche Steueraufwand des abgelaufenen Geschäftsjahres belief sich auf 205,7 Millionen Euro und im Vorjahr auf 182,8 Millionen Euro. Der latente Steuerertrag lag in der Vorperiode bei 25,8 Millionen Euro und betrug nunmehr 113,0 Millionen Euro.

Die Vorschau im Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2020/2021 für das Geschäftsjahr 2021/2022 ergab einen geschätzten Konzernjahresüberschuss von rund 700 Millionen Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage nach unseren Maschinen und Produkten hat sich das Ergebnis vor Steueraufwand und vor Finanzergebnis mit 1.100,5 Millionen Euro positiver entwickelt als prognostiziert. Negative Abweichungen gegenüber der Vorschau ergaben sich vor allem im Finanzergebnis, welches im Hinblick auf das CTA an die Entwicklung der Finanzmärkte gekoppelt ist. Wesentliche Treiber sind hier die Aktien- und Zinsmärkte.

5. Finanzlage

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat der Konzern 183,7 Millionen Euro in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Verglichen mit der vorangegangenen Berichtsperiode, in der im laufenden Geschäftsbetrieb 122,1 Millionen Euro aktiviert wurden, stellt dies eine Steigerung von 61,6 Millionen Euro dar. Die Erhöhung betrifft hauptsächlich im Bau befindliche Anlagen und geleistete Anzahlungen.

In Zweibrücken hat John Deere ein neues 22.400 m 2 großes Logistikzentrum gebaut. Im November 2021 erfolgte der offizielle Baubeginn für die Investition in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme erfolgte im Oktober 2022. Der Neubau passt perfekt in die Strategie, produktiv, effizient und umweltfreundlich zu sein. Ein Großteil des Daches wurde im November 2022 mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Mit dem Neubau am Standort wurden mehrere entfernt gelegene Läger zusammengeführt. Allein durch die Verringerung der Transportwege kann eine jährliche Reduzierung von CO 2 erreicht werden.

Am Standort Mannheim wird eine neue moderne Lackieranlage für Traktoren entstehen, die zwei ältere Anlagen ersetzen wird. Die Planung sieht die Fertigstellung auf einer Fläche von rund 7.000 m 2 bis Mitte 2024 vor. Das Gesamtbudget liegt bei 55 Millionen Euro, wovon bereits ca. 40 % entrichtet sind. Der Spatenstich hat im November 2021 stattgefunden. Mit der neuen Anlage wird gleichzeitig ein wesentlicher Schritt unternommen, noch umweltfreundlicher zu produzieren und die Qualität der Produkte noch weiter voranzutreiben. Die Errichtung des Farbgebungsgebäudes erfolgt im "KfW-Effizienzhaus 40" Standard. Eine Photovoltaikanlage auf der Dachfläche wird zudem Strom produzieren.

Der Versandbereich des Ersatzteildepots in Bruchsal wird umfänglich erweitert - Baubeginn Sommer 2022 mit Gesamtinvestitionen von 11,8 Millionen Euro. Die voraussichtliche Inbetriebnahme ist im Jahr 2024 vorgesehen. Ein Teil der Ausgaben fiel in der abgelaufenen Berichtsperiode an.

Die im Geschäftsjahr 2021 wieder aufgenommenen Baumaßnahmen der Werkserweiterung der Wirtgen GmbH im Gewerbegebiet Dachsberg sind im Jahr 2022 deutlich vorangeschritten. Die Fertigstellung ist im Sommer 2023 geplant. Das Projekt, das Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten dient, hat ein Gesamtbudget von 11 Millionen Euro.

An sämtlichen Produktionsstätten werden die Produktionsprozesse stetig optimiert. Investitionen in umweltfreundliche Bearbeitungsmaschinen sorgen für einen ressourcenschonenden Betrieb. Zur Sicherung der Qualität und Steigerung der Effizienz werden Modernisierungen und Automatisierungen unter digitalen Gesichtspunkten kontinuierlich durchgeführt. Energetische Maßnahmen haben einen hohen Stellenwert, auch im Hinblick der Versorgungssicherheit.

Liquidität

Die Muttergesellschaft sowie die in den Konzernabschluss einbezogenen John Deere Gesellschaften sind in das Cash-Pooling-System der Deere & Company eingebunden. Sofern der Liquiditätsbedarf die vorhandenen flüssigen Mittel übersteigt, wird dieser von der Cash-Pool-Führerin John Deere Cash Management S.A., Luxemburg, abgedeckt. Zum Bilanzstichtag besteht ein Cash-Pooling Guthaben abzüglich Cash-Pooling Verbindlichkeiten in Höhe von 1.358,0 Millionen Euro (Vorjahr: 750,5 Millionen Euro). Als Treasury Center für die Finanzierung der Wirtgen Gesellschaften fungiert vor allem die Wirtgen Road Technologies GmbH, Windhagen. Neben einer Kreditlinie bei der John Deere Cash Management S.A., Luxemburg, stehen weitere Kreditrahmen bei lokalen Kreditinstituten zur Verfügung. Zum 31. Oktober 2022 verfügte der Konzern über flüssige Mittel bei Geschäftsbanken in Höhe von 116,1 Millionen Euro (Vorjahr: 118,2 Millionen Euro). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte ein positiver Cash-Flow in Höhe von 1.438,5 Millionen Euro (Vorjahr: 1.016,2 Millionen Euro) erzielt werden.

Insgesamt wirtschaftet der John Deere Konzern umsichtig und vorausschauend und verfügt so über angemessene Reserven. Zur Sicherstellung der Liquidität und Finanzierung werden, sofern erforderlich, frühzeitig entsprechende Maßnahmen seitens Deere & Company ergriffen.

6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des John Deere GmbH & Co. KG Konzerns belief sich zum Geschäftsjahresende auf 6.297,4 Millionen Euro, wohingegen sich zum Bilanzstichtag des Vorjahres 5.893,8 Millionen Euro ergaben.

Das Anlagevermögen betrug 2.008,0 Millionen Euro gegenüber 2.238,8 Millionen Euro im Vorjahr. Während sich die immateriellen Vermögensgegenstände um 296,6 Millionen Euro reduzierten, lagen die Sachanlagen bei 967,2 Millionen Euro und damit 70,3 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Die Veränderung der immateriellen Vermögensgegenstände resultiert fast ausschließlich aus Abschreibungen des Geschäftsjahres, insbesondere aus dem planmäßigen Werteverzehr des Geschäfts- oder Firmenwertes, der Marken und Technologien sowie des Wettbewerbsverbots und der Kundendaten. Die Abschreibungen der Sachanlagen lagen bei 106,1 Millionen Euro, wohingegen die Investitionen 182,1 Millionen Euro betrugen.

Das Vorratsvermögen lag Ende Oktober 2022 bei 1.331,7 Millionen Euro und somit 300,3 Millionen Euro über dem Stand der Vorperiode. Die erneute Erhöhung spiegelt das gestiegene Produktions- und Auftragsvolumen sowohl im Landmaschinen- als auch im Baumaschinenbereich sowie die Verfügbarkeit von Teilen aufgrund der Lieferengpässe wider. Zudem hat sich der Bestand an unfertigen Maschinen erhöht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bestanden in Höhe von 2.823,1 Millionen Euro, analog dem Vorjahr größtenteils resultierend aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises. Mit 2.634,8 Millionen Euro lagen diese 344,9 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Entsprechend dem vorangegangenen Geschäftsjahr sind in diesen auch kurzfristige Darlehensforderungen von 524,7 Millionen Euro (Vorjahr: 677,7 Millionen Euro) sowie Cash-Pooling Guthaben bei der John Deere Cash Management S.A., Luxemburg, in Höhe von 1.358,0 Millionen Euro (Vorjahr: 764,4 Millionen Euro) inbegriffen. Die Erhöhung des Cash-Pooling Guthabens beruht, trotz einer Entnahme der Kommanditistin, in erster Linie auf einem gegenüber dem Vorjahr höheren positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 166,8 Millionen Euro und reduzierten sich gegenüber der Vorperiode um 12,0 Millionen Euro. Mit 21,5 Millionen Euro lagen die sonstigen Vermögensgegenstände nahezu auf dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Das Konzern-Eigenkapital betrug 833,4 Millionen Euro gegenüber 1.039,0 Millionen Euro im Vorjahr und berücksichtigt zum einen den Konzernjahresüberschuss in Höhe von 474,4 Millionen Euro und zum anderen eine getätigte Entnahme der Kommanditistin über 680,0 Millionen Euro.

Der negative Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, welcher Eigenkapitalcharakter hat, weist einen Betrag in Höhe von 95,9 Millionen Euro (Vorjahr: 97,0 Millionen Euro) aus. Er ist durch die Erstkonsolidierung der John Deere-Lanz Verwaltungs-GmbH zum 1. November 2017 begründet und wird in den Folgejahren über die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände amortisiert.

Mit 1.511,3 Millionen Euro lagen die Rückstellungen um 622,3 Millionen Euro über dem Wert zum vorangegangenen Bilanzstichtag. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um 514,9 Millionen Euro auf 730,0 Millionen Euro. Dem Anstieg des Erfüllungsbetrages in Höhe von 159,6 Millionen Euro steht ein CTA-Zeitwert mit einem Rückgang um 355,3 Millionen Euro gegenüber. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 126,4 Millionen Euro auf 694,0 Millionen Euro. Sie beinhalten hauptsächlich Verpflichtungen für Garantien, den Personalbereich sowie Rückstellungen für Erlösschmälerungen wie Bonuszusagen und Verkaufsprogramme. Letztere sind aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs gegenüber dem Vorjahr um 51,2 Millionen Euro angestiegen. Durch das höhere Produktionsvolumen haben sich zudem die Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungen gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag um 43,7 Millionen Euro erhöht. Ferner haben die Rückstellungen für drohende Verluste aus Devisentermingeschäften um 12,9 Millionen Euro, die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um 10,0 Millionen Euro und die Rückstellungen für Rechtsverfahren um 8,0 Millionen Euro, zugenommen.

Korrespondierend mit dem Vorjahr umfassten die Verbindlichkeiten in Höhe von 3.799,4 Millionen Euro, Vorjahr: 3.703,7 Millionen Euro, vorwiegend Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 3.375,2 Millionen Euro. Sie enthielten Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 40,2 Millionen Euro sowie Verbindlichkeiten aus kurz- und langfristigen Darlehen in Höhe von 3.335,0 Millionen Euro. Die langfristigen Darlehen betreffen insbesondere festverzinsliche Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu 16 Jahren. Aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 298,2 Millionen Euro auf 348,4 Millionen Euro.

Passive latente Steuern bestanden zum 31. Oktober 2022 in Höhe von 5,8 Millionen Euro gegenüber 118,8 Millionen Euro im Vorjahr. Die Veränderung berücksichtigt Konzernanpassungen, verrechnete aktive latente Steuern für anzurechnende Zinsaufwendungen sowie im Geschäftsjahr 2021/2022 höhere aktive latente Steuern für Unterschiede zur Steuerbilanz, vor allem hinsichtlich des CTA.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die Entwicklung der finanziellen Kennzahlen:

2022 2021
Umsatzerlöse 9.419.482 T€ 7.951.790 T€
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.727.586 T€ 1.452.782 T€
Konzernjahresüberschuss 474.420 T€ 627.890 T€
Umsatzrentabilität 5,0 % 7,9 %
Eigenkapital 833.393 T€ 1.038.974 T€
Eigenkapitalquote 13,2 % 17,6 %
Eigenkapitalrentabilität 56,9 % 60,4 %
Gesamtinvestitionen 183.730 T€ 122.110 T€

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen die Umsatzerlöse und der Konzernjahresüberschuss dar.

7. Personal- und Sozialbereich

Zum 31. Oktober 2022 hatte der Konzern 10.944 Beschäftigte aus 74 verschiedenen Nationen. Im Vorjahr waren es 10.469 Mitarbeiter. Der durchschnittliche Personalbestand des Geschäftsjahres 2021/2022 hat sich von 10.118 auf 10.655 Mitarbeiter erhöht. Der Anstieg fand ausschließlich in den operativen Bereichen statt und spiegelte das durchweg positive Auftragsvolumen in beiden Sparten wider.

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr 2021/2022 von 1.063,1 Millionen Euro auf 1.079,3 Millionen Euro an. Davon beliefen sich die Aufwendungen für die Altersversorgung auf 156,0 Millionen Euro bzw. 162,2 Millionen Euro in der Vorperiode. Die Lohn- und Gehaltsaufwendungen des aktuellen Geschäftsjahres beinhalten Aufwendungen für den durchschnittlich höheren Personalbestand im Produktionsbereich.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden 5,0 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer investiert. Durch regelmäßige Qualifizierungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter auf die Anforderungen des jeweiligen Marktes vorbereitet und in Hinblick auf Produktinnovationen ausgebildet, so dass stets ein Höchstmaß an Fachkompetenz und Qualität sichergestellt ist. Wie wichtig eine fundierte Aus- und Weiterbildung ist, zeigt sich in Zeiten des Fachkräftemangels deutlich.

Des Weiteren werden regelmäßig Gesundheitsprogramme angeboten. Mitarbeiterentwicklung und Talentförderung sind ein essenzieller Teil der Unternehmensziele genauso wie die Unterstützung unserer Grundwerte Integrität und Engagement.

Der Konzern wird als Teil eines amerikanischen Unternehmens nach hohen ethischen Unternehmensstandards geführt. Zu diesen gehört sowohl die Gleichbehandlung der verschiedenen Geschlechtergruppen als auch der Fokus auf Diversität, Inklusion und Fairness. Wir wissen, welch große Chancen für die Unternehmen entstehen, wenn unterschiedliche Ideen zusammengebracht werden, Raum für Perspektivenwechsel geschaffen und eine Kultur der Integration und des Verständnisses gefördert wird.

Auch sehen wir bei John Deere die gesellschaftliche Verantwortung, uns für andere Menschen einzusetzen und uns im sozialen Bereich zu engagieren.

8. Umwelt / Ökologie

Ein aktiver Umweltschutz im Einklang mit der Natur verbunden mit Nachhaltigkeit in allen Unternehmensprozessen ist integraler Bestandteil der John Deere Unternehmensgrundsätze und der Smart-Industrial-Strategie. Ein nachhaltiges Ressourcenmanagement zur Förderung von Leben und Lebensgrundlagen ist für unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter, unsere Kunden, unsere Nachbarn und unsere Umwelt unerlässlich. Der Umweltgedanke spielt in Bezug auf Produktnachhaltigkeit bereits in der Entwicklungs- und Konstruktionsphase von Produkten eine wesentliche Rolle. Ergänzt werden die Nachhaltigkeitsaspekte im Umgang mit der Nutzung alternativer Energieträger, einem verantwortungsbewussten Wasserverbrauch als auch einem verstärkten Recycling. Dies alles ist ein grundlegender Bestandteil der nächsten "Leap Ambition" Deere & Company.

Zur Wahrung und Sicherstellung unserer ökologischen Verantwortung hat Deere & Company ein Umwelt-, Gesundheit- und Sicherheitssystem entwickelt, in das weitgehend alle Unternehmen eingebunden sind. Dieser Standard geht weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Präzisionslandwirtschaft bietet neue Möglichkeiten, mit denen effiziente Feldarbeit mit Umwelt- und Naturschutz verknüpft werden kann. Mit der Digitalisierung wird der Ackerbau nicht nur ökologisch und ökonomisch nachhaltiger. Die Landwirte erhöhen damit auch die Transparenz, indem sie ihre Ackerbaumaßnahmen dokumentieren. Die Nachweise können helfen, das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen.

Die Nutzung von Maschinen im Straßenbau, in der Gewinnung und Aufbereitung von Rohstoffen sowie beim Recycling von Baustoffen ist nicht allein wegen der innovativen, sparsamen Maschinentechnik so umweltfreundlich. Auch die Verfahren, von der Straßeninstandsetzung bis zum Kaltrecycling, leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.

9. Ausblick

Wenngleich sich die Herausforderungen in den Lieferketten allmählich entspannt haben, so sind die Unsicherheiten in Bezug auf die geopolitische Situation und der damit einhergehende Ausblick auf die Entwicklung des Welthandels in diesem Jahr vor allem durch die weiterhin erwartete Inflation und der restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken geprägt. Zudem ist Europa von der Energieunsicherheit als Folge der Ukraine-Krise besonders intensiv betroffen. Die hohen Preise wirken sich überdies auf unsere Produktionskosten aus bei gleichzeitiger Sicherstellung der Versorgung.

Die Nachfrage nach landwirtschaftlichen innovativen Maschinen ist nach wie vor stark. Die Auftragsbücher über den Großteil des Jahres 2023 sind voll. Die wirtschaftlichen Grundlagen in der Landwirtschaft dürften bis 2023 stabil bleiben und eine Auffüllung der Bestände bei unseren Kunden wird 2024 erfolgen. Das Alter der Maschinenflotte in Nordamerika liegt über dem Durchschnitt und der Bestand ist aufgrund der Produktions- und Lieferkettenbeschränkungen in den letzten Jahren auf einem historisch niedrigen Level. Gleichzeitig bleiben die Erntepreise weiterhin günstig. Es ist davon auszugehen, dass in Nordamerika in 2023 mehr landwirtschaftliche Großmaschinen als im Jahr 2022 verkauft werden. Die Nachfrage nach kleinen landwirtschaftlichen Maschinen sollte stabil bleiben.

Manifestiert werden diese Aspekte durch den Branchenverband VDMA. Nach Angabe des VDMA sorgen volle Auftragsbücher für gute Aussichten und die Herausforderung liegt vor allem darin, die hohen Auftragsbestände konsequent umzusetzen. Zu beobachten bleibe allerdings die Kostensituation der landwirtschaftlichen Betriebe. Außergewöhnlich hohe Betriebsmittelpreise, etwa für Dünge- und Pflanzenschutzmittel, machten Landwirten und Lohnunternehmen das Leben schwer. Erwartbar seien außerdem Volatilitäten auf den Rohstoffmärkten.

Im Konzerngeschäftsjahr 2022/2023 werden erstmalig Umsatzerlöse und ein daraus resultierendes Jahresergebnis der Vertriebsstandorte in Frankreich, Spanien und Polen anteilig für rund 8 Monate enthalten sein. Dies ist eine Folge der Neustrukturierung der Vertriebs- und Verkaufsorganisation des Landmaschinenbereichs in Europa zur Steigerung der Kundenorientierung.

Durch den soliden Auftragseingang an Baumaschinen im Geschäftsjahr 2022 und den vorhandenen Auftragsbestand für 2023 gehen wir davon aus, dass die starke wirtschaftliche Position gehalten werden kann. Der Baumaschinenbestand an Neumaschinen bei Händlern und Verkaufshäusern ist auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau, was positive Auswirkungen auf den Umsatz haben sollte. Die Nachfrage im Straßenbau bleibt in den USA am stärksten, wird jedoch durch eine schleppende Nachfrage in Asien weitgehend ausgeglichen. In vielen europäischen Märkten wird der Tiefbau hingegen noch von den öffentlichen Investitionsprogrammen profitieren.

Basierend auf diesen Rahmenbedingungen erwarten wir 2023 ein weiteres starkes Geschäftsjahr, begründet auf den positiven Gegebenheiten in der Landwirtschaft, beim Flottengeschäft und aufgrund höherer Investitionen in die Infrastruktur. Gleichzeitig sind wir zuversichtlich, dass unser Smart Industrial Operating Modell uns ermöglicht, Lösungen zu liefern, die unseren Kunden helfen, profitabler, produktiver und nachhaltiger zu wirtschaften.

Für die weltweite Landmaschinenbranche wird von Deere & Company, je nach Region, mit Rückgängen von 5 % bis hin zu Steigerungen von 10 % für das Geschäftsjahr 2022/2023 gerechnet. Für Europa liegt die Erwartung zwischen 0 % und 5 % Wachstum. Für die weltweite Straßenbaumaschinenbranche erwartet Deere & Company für das Geschäftsjahr 2022/2023 etwa gleichbleibendes Volumen.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren gehen wir für das kommende Geschäftsjahr für den Teilkonzern John Deere GmbH & Co. KG von einem stärkeren Umsatz gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Die derzeitige Prognose zeigt einen Anstieg von ca. 20 %. Der Konzernjahresüberschuss wird sich voraussichtlich verdoppeln. Die Steigerung betrifft sowohl das operative Geschäft als auch das Finanzergebnis, welches im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentliche Verluste aufzeigte, die im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht erneut erwartet werden.

10. Risikomanagement

Sowohl die Muttergesellschaft John Deere GmbH & Co. KG als auch die Tochtergesellschaften sind in das Risikofrüherkennungs- und Vorsorgesystem der Deere & Company eingebunden. Eine Verzahnung in den Deere Konzern liegt nahezu in allen Unternehmensbereichen vor. Um die weltweiten Risiken zur Erreichung der Unternehmensziele zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern, hat Deere & Company sein Risikomanagement-System in strategische, operative, gesetzliche und sonstige Risiken kategorisiert und Verantwortlichkeiten zugewiesen. Dem Vorstand der Deere & Company wird regelmäßig Bericht erstattet. Unterstützung hierbei leistet vor allem die Interne Revision. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Geschäfte nach den höchsten ethischen Standards betrieben werden. Das bedeutet, dass wir uns selbst und unsere globale Arbeit mehr als nur eine Frage von Politik und Recht sind. Der Center for Global Business Conduct der Deere & Company agiert hier als vertrauenswürdiger Berater.

Die Geschäftsführung der John Deere GmbH & Co. KG hat sich zudem eine Geschäftsordnung gegeben. Die Geschäftsführung wird in einem Quartalsbericht über berichtspflichtige Vorgänge informiert. Als wesentliche Elemente wurden unter anderem Produkthaftung, Personalbelange, Umwelt und Sicherheit, Exportkontrolle, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Steuern und Zölle sowie das Finanz-und Rechnungswesen identifiziert. Weiterhin leisten Reporting-Instrumente wie die Produktlinienrechnung und das monatliche Finanz-Reporting von Ist- und Plan-Zahlen einen wichtigen Beitrag zur Überwachung der Geschäfte. Somit sind die Entscheidungsträger in die Erkennung von wesentlichen Risiken frühzeitig eingebunden.

11. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Allgemeine Chancen & Risiken

Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns unterliegt den Chancen & Risiken der Land- und Baumaschinenbranche.

Agrar- und finanzpolitische Entscheidungen sowie konjunkturelle Veränderungen und Witterungsbedingungen beeinflussen den Absatz unserer Produkte ebenso wie die Wettbewerbssituation und die Höhe der Lagerbestände und die Verfügbarkeit von Agrarrohstoffen auf dem Weltmarkt. Global gesehen sehen die Prognosen positiv aus. Die Aussichten im weltweiten Agrarsektor sind mittel- und langfristig als günstig einzuschätzen, weil die Zahl der Weltbevölkerung weiter steigen wird. Nach Einschätzung von Fachleuten muss die Herstellung von Agrarerzeugnissen in der ersten Hälfte des Jahrhunderts auf das Doppelte ansteigen, damit ausreichend Nahrungsmittel zur Verfügung stehen. Angesichts der ambitionierten Nachhaltigkeitsziele, aber auch aufgrund der immer komplexeren weltweiten Herausforderungen ist es unabdingbar, die gesamte Prozesskette ganzheitlich in den Blick zu nehmen. Dabei sind Nahrungsmittelsicherheit sowie Umwelt- und Klimaschutz als äquivalente Ziele zu berücksichtigen. Zu den Aufgaben der Landwirtschaft gehört, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Damit die Bilanz zwischen Ökologie und Ökonomie für den Landwirt stimmt, ist der Einsatz von Digitalisierung unumgänglich. Dadurch werden sich auch mittelbar der Absatz von Landmaschinen sowie der Bedarf an innovativen Dienstleistungen erhöhen und zum langfristigen Erfolg unseres Konzerns beitragen.

Die künftige Geschäftsentwicklung der Baumaschinenindustrie wird maßgeblich von der weltweiten Konjunktur in den Absatzmärkten und der Wettbewerbsposition bestimmt. Ein zunehmendes Verkehrsaufkommen, gestiegene Ansprüche an eine moderne Verkehrsinfrastruktur sowie der Bedarf an Urbanisierung werden die Straßenbaubranche weiterwachsen lassen. Die Nachfrage an Investitionsgütern wird durch weltweite öffentliche Investitionsprogramme und Bauprojekte begünstigt und bietet für die Baumaschinenhersteller die Möglichkeit, das Geschäftsmodell erfolgreich voranzutreiben. Im Gegenzug ist der Fachkräftemangel ein Risikofaktor in der Baubranche. Durch den Einsatz von Technologien im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung lassen sich Effizienzpotentiale bei Bauprozessen ausschöpfen.

Wir sind zuversichtlich, dass wir gut positioniert sind, über den gesamten Konjunkturzyklus hinweg solide Ergebnisse mit unseren Premiumprodukten und Dienstleistungen, die auf eine nachhaltige Art und Weise produziert werden, zu erwirtschaften und die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen zu erhalten und auszubauen.

Pandemierisiken

John Deere ist angesichts Pandemierisiken gut aufgestellt. Oberste Priorität ist die Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Globale John Deere Richtlinien und Standards inklusive Risikobewertung sind in engem Austausch mit Experten und Gesundheitsorganisationen aufgestellt. Sie werden bei Bedarf im Einklang mit den staatlichen Beschränkungen des Infektionsschutzes angepasst. Vorkehrungen und Maßnahmen betreffen unter anderem einen "Business-Continuation-Plan", Schutzvorrichtungen, Reisebeschränkungen, flexible Arbeitszeit- und Produktionsmodelle sowie interne Kontrollen auf Basis der Arbeitsschutzregeln.

Marktrisiken / Ökonomische Risiken

Um auf ein verändertes Nachfrageverhalten schnell und effizient reagieren zu können, werden der Absatzmarkt und insbesondere die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden kontinuierlich beobachtet und analysiert. Eine enge Zusammenarbeit ist dabei unerlässlich. Der Einsatz von umfassenden Frühwarnindikatoren ermöglicht eine optimale Anpassung des Produktportfolios und des Produktionsprogramms an die sich verändernden Situationen in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Preisrealisierungen sind ein weiterer Erfolgs- aber auch Risikofaktor. Um dem Risiko begegnen zu können, ist eine effiziente Wertschöpfungskette einschließlich Kostenkontrolle genauso unabdingbar wie die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Produkte, die bestmögliche Versorgung mit Ersatzteilen und die Bereitstellung von Dienstleistungen als Smart Industrial Company. Darüber hinaus können politische Maßnahmen in Form von erhöhten Zollbarrieren, internationale Sanktionen oder Limitierung von Energieträgern zu erheblichen Absatzrisiken führen. Die politische und soziale Stabilität auf den globalen Märkten können das Geschäft genauso beeinflussen wie ein Rückgang der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Wachstum, Kaufkraft oder Inflation.

Beschaffungsrisiken

Beschaffungsmärkte werden mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten überwacht. Die Weltmarktpreise für Rohstoffe sind unter permanenter Beobachtung. Risiken aus unterbrochenen Prozessketten in der Materialwirtschaft werden von unseren Beschaffungsgruppen, der globalen Einkaufsorganisation sowie der Logistik intensiv verfolgt. Eine disziplinierte Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern sowie ein nachhaltiger Austausch mit kritischen Lieferanten findet kontinuierlich statt. Materialbestände werden unter Risikogesichtspunkten gemanagt und bewertet. Eine gegebenenfalls dynamische Produktionsplanung ermöglicht die optimale Ressourcennutzung. Das aktive Risikomanagementsystem minimiert das Risiko von Produktionsausfällen infolge unzureichender Versorgung mit Produktionsmaterialien. Durch entsprechende Verträge und Maßnahmen werden Fehlentwicklungen, insbesondere im Bereich innovativer Technologien, vermieden. Ersatzteile werden flexibel innerhalb unserer Channels disponiert; Logistikprozesse aktiv an den Bedarf angepasst.

Qualitätsrisiken

Um unsere Produkte in höchster Qualität und Zuverlässigkeit zu fertigen, wurde ein Qualitäts- und Produktionssystem entwickelt, das standardisierte Prozesse von der Neuentwicklung eines Produktes über die Fertigung und Auftragsabwicklung bis hin zur Auslieferung und nachhaltigen Kundenbetreuung gewährleistet. Eine vollständige Verifizierung und Validierung der Produktfunktionen, der Zuverlässigkeit und der Haltbarkeit findet bereits vor Produktionsbeginn statt, gefolgt von einer konsequenten Produktionskontrolle. Das Qualitäts- und Produktionssystem wird auf Basis weltweit einheitlicher Deere Standards in regelmäßigem Rhythmus zertifiziert.

Wechselkursrisiken

Die Fremdwährungsströme des Teilkonzerns John Deere GmbH & Co. KG werden im Rahmen des Risikomanagements der Deere & Company laufend überwacht. Sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der Absatzseite bestehen Wechselkursrisiken, die überwiegend durch US-Dollar Transaktionen verursacht sind. Dies ist vor allem auf die enge Vernetzung mit der Deere & Company Gruppe und den damit verbundenen Lieferungen von und an US-Gesellschaften zurückzuführen. Sofern sich die Zahlungsströme in fremder Währung annähernd ausgleichen, werden keine Sicherungsgeschäfte getätigt. Andernfalls werden Wechselkursrisiken mittels geeigneter Sicherungsinstrumente kompensiert oder zumindest minimiert.

Liquiditäts- und Zinsrisiken

Die Muttergesellschaft als auch die Tochtergesellschaften sind Teil des globalen Treasury-Risikomanagements der Deere & Company. Zudem ist die John Deere GmbH & Co. KG in das Cash-Pooling-System der John Deere Cash Management S.A., mit Sitz in Luxemburg, eingebunden, die Liquidität in ausreichendem Umfang sowohl kurz-als auch mittelfristig zur Verfügung stellt. Langfristiger Liquiditätsbedarf wird von Deere & Company Unternehmen festverzinslich bereitgestellt. Somit ist das Liquiditäts- und Zinsrisiko für den Konsolidierungskreis limitiert. Auf Konzernebene Deere & Company werden Zinsrisiken mittels Sicherungsmittel abgesichert. Auf dem Finanzmarkt bedient sich Deere & Company ausschließlich der Finanzinstrumente mit exzellenter Bonität. Daneben bestehen in geringerem Umfang Kreditlinien bei lokalen Kreditinstituten.

Finanzrisiken

Das Risiko aus bestehenden Zusagen einer betrieblichen Altersversorgung der Muttergesellschaft, welches den größten Teil im Konzern ausmacht, ist durch ein Contractual Trust Arrangement (CTA) begrenzt. Die Mittel werden im Rahmen eines Spezialfonds verwaltet. Sie sind überwiegend langfristig angelegt und bestehen vornehmlich aus Rentenpapieren mit einem vergleichsweisen geringen Risiko. Die Anlagestruktur wird kontinuierlich überwacht, um gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

Forderungsrisiken

Da im Konzern überwiegend Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen, ist das Risiko an Forderungsausfällen begrenzt. Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen mit Dritten sind teilweise an die John Deere Bank S.A., Luxemburg, abgetreten. Aufgrund eines Factoring-Vertrages trägt die John Deere Bank S.A. das Ausfallrisiko. Für die übrigen Forderungen gegen Dritte reduziert ein aktives Forderungsmanagement als auch gezielte Absicherungen bei Kreditversicherungsunternehmen das Ausfallrisiko. Die Planungs- und Steuerungsinstrumente zeigen frühzeitig mögliche Risiken an und ermöglichen diesen, flexibel mit geeigneten Sicherungsmaßnahmen zu begegnen.

Risiken Informationstechnik und Kommunikation

Das Risikomanagement der Deere & Company sowie deren Tochtergesellschaften berücksichtigt die Verwendung effizienter Verfahren in den Bereichen Informations- und Cybersicherheit, um die strategischen Ziele zu erreichen als auch den gesetzlichen Pflichten nachzukommen. Diese Verfahren umfassen Richtlinien und Sicherheitsstandards im Zusammenhang mit Daten und IT-Systemen, wie Grundsätze elektronischer Ressourcen, Schriftgutverwaltungsgrundsätze, Informationsklassifizierungsgrundsätze, Datenschutzrichtlinien, Grundsätze über die Verwendung von Software, Standards über Identitäts- und Zugriffskontrollen. Die Belegschaft wird in vielerlei Hinsicht intensiv sensibilisiert und kontinuierlich geschult. Sofern angemessen, werden Maßnahmen zur Erhöhung der Informationssicherheit in Übereinstimmung mit Branchenstandards und Best Practices ergriffen. Dies gilt sowohl für präventive Maßnahmen als auch für die frühzeitige Detektion und Reaktion auf die Gefahren des digitalen Bereiches sowohl für unsere Kunden als auch für uns als Unternehmen.

Schadens- und Haftungsrisiken

Im Rahmen der Gruppenversicherung von Deere & Company sind sowohl das Mutterunternehmen als auch die übrigen Konzerngesellschaften gegen Schadensfälle und Haftungsrisiken versichert. Dies betrifft sowohl das Vermögen als auch das operative Geschäft. Der Umfang des Versicherungsbedarfs wird regelmäßig angepasst.

Um die Nachahmung oder Nutzung von Erfindungen durch Dritte für einen bestimmten Zeitraum zu schützen, werden, sofern wirtschaftlich sinnvoll, Patente angemeldet.

Aus den beschriebenen Risiken ist für die John Deere GmbH & Co. KG keine bestandsgefährdende Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage ersichtlich.

 

Mannheim, den 14. Juli 2023

John Deere GmbH & Co. KG

Konzern-Bilanz für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis 31. Oktober 2022

AKTIVA

Anhang 31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände (8) 1.039.433 1.336.018
Sachanlagen 967.203 896.875
Finanzanlagen 1.378 5.921
Anlagevermögen (7) 2.008.014 2.238.814
Vorräte (9) 1.331.684 1.031.375
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (10) 2.823.138 2.489.496
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 116.113 118.206
Umlaufvermögen 4.270.935 3.639.077
Rechnungsabgrenzungsposten 18.397 15.557
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (11) 29 382
SUMME DER AKTIVA 6.297.375 5.893.830

PASSIVA

Anhang 31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Kapitalanteile der Kommanditistin 101.000 101.000
Rücklagen 257.946 310.056
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 27 28
Konzernjahresüberschuss 474.420 627.890
Eigenkapital (12) 833.393 1.038.974
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (13) 95.857 97.043
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (14) 729.986 215.132
Steuerrückstellungen 87.351 106.229
Sonstige Rückstellungen (15) 693.962 567.589
Rückstellungen 1.511.299 888.950
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 594 147
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 33.234 20.473
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 348.445 298.185
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.375.232 3.357.477
Sonstige Verbindlichkeiten 41.847 27.413
Verbindlichkeiten (16) 3.799.352 3.703.695
Rechnungsabgrenzungsposten 51.661 46.360
Passive latente Steuern (17) 5.813 118.808
SUMME DER PASSIVA 6.297.375 5.893.830

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis 31. Oktober 2022

Anhang 01.11.2021 - 31.10.2022
T€
01.11.2020 - 31.10.2021
T€
Umsatzerlöse (18) 9.419.482 7.951.790
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (7.691.896) (6.499.008)
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.727.586 1.452.782
Forschungs- und Entwicklungskosten (121.091) (119.624)
Vertriebskosten (344.273) (304.406)
Allgemeine Verwaltungskosten (171.670) (146.895)
Sonstige betriebliche Erträge (20) 40.637 34.480
Sonstige betriebliche Aufwendungen (21) (31.187) (18.265)
Erträge aus anderen Wertpapieren 498 654
Finanzergebnis (22) (542.811) (90.898)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (23) (92.741) (157.003)
Ergebnis nach Steuern 464.948 650.825
Sonstige Steuern 9.472 (22.935)
KONZERNJAHRESÜBERSCHUSS 474.420 627.890

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis 31. Oktober 2022

01.11.2021 - 31.10.2022
T€
01.11.2020 - 31.10.2021
T€
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss) 474.420 627.890
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 404.379 395.096
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 514.854 70.969
+/- Zunahme/Abnahme der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen 112.693 111.563
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (194.412) (531.978)
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (302.264) 261.404
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4.756 2.477
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 542.811 90.898
- Sonstige Beteiligungserträge (498) (654)
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (1) 28
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 92.741 157.004
-/+ Ertragsteuerzahlungen (210.934) (168.455)
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.438.545 1.016.242
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (1.587) (1.309)
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 853 1.383
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (182.143) (120.801)
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (2.663) (3.519)
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 4.543 8.404
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (0) (282.481)
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 153.098 0
+ Erhaltene Zinsen 7.134 5.132
+ Erhaltene Dividenden 498 654
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit (20.267) (392.537)
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten verbundene Unternehmen 18.688 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten verbundene Unternehmen (0) (266.363)
- Entnahme Gewinnrücklage des Kommanditisten (680.000) (450.000)
- Gezahlte Zinsen (152.092) (252.870)
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (813.404) (969.233)
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 604.874 (345.528)
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 69 21
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 868.577 1.214.084
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.473.520 868.577

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis 31. Oktober 2022

(1) Rechtsverhältnisse

Die John Deere GmbH & Co. KG mit Sitz in Mannheim ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRA 704371 eingetragen. Komplementär ohne Kapitalanteil ist die John Deere GmbH in Luxemburg. Alleinige Kommanditistin ist die John Deere Global Holdings LP, Kanada.

Die John Deere Walldorf GmbH mit Sitz in Luxemburg ist Komplementärin der John Deere Walldorf GmbH & Co. KG, Deutschland.

(2) Erstellung Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Mutterunternehmen des Konzerns ist die John Deere GmbH & Co. KG mit Sitz in Mannheim. Der Konzernabschluss besteht insgesamt aus 14 vollkonsolidierten Unternehmen, die ihren Sitz fast ausschließlich in Deutschland haben.

Zur Anwendung kommen die Vorschriften gemäß § 290 ff. HGB. Des Weiteren wurden die Vorschriften der "Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS)", mit nachfolgender Ausnahme, im Wesentlichen beachtet: In DRS 20 "Konzernlagebericht" enthaltene Empfehlungen, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen, werden grundsätzlich nicht beachtet. Die Nichtbeachtung des vorgenannten DRS wird mit der Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen begründet.

Für folgende Unternehmen wurde von der Befreiung von Aufstellungs- und Offenlegungspflichten gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

John Deere-Lanz Verwaltungs-GmbH, Mannheim

Wirtgen Road Technologies GmbH, Windhagen

Joseph Vögele AG, Ludwigshafen/Rhein

Wirtgen GmbH, Windhagen

Hamm AG, Tirschenreuth

Wirtgen Deutschland Vertriebs- und Service GmbH, Augsburg

ERSEG GmbH, Windhagen

Wirtgen Africa Holding GmbH, Windhagen

Für folgende Unternehmen wurde von der Befreiung von Aufstellungs- und Offenlegungspflichten gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht:

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim

John Deere Walldorf GmbH & Co. KG, Walldorf

Die John Deere GmbH & Co. KG sowie deren Tochtergesellschaften gehören zum Konzern der Deere & Company, Moline, Illinois, USA. Deere & Company stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, dem das Mutterunternehmen als Tochterunternehmen angehört. Für den Weltkonzern wurde ein Konzernabschluss nach den Vorschriften der nordamerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) erstellt, der im Internet unter http://www.Deere.com abgerufen werden kann.

(3) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen folgende Unternehmen einbezogen bei denen die John Deere GmbH & Co. KG unmittelbar oder über ihre Tochtergesellschaften die Mehrheit der Stimmrechte ausüben kann.

Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz 31. Oktober 2022

Name und Sitz der Gesellschaft Land Anteil am Kapital
John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim Deutschland Mutter
Unmittelbare Beteiligungen
John Deere-Lanz Verwaltungs-GmbH, Mannheim Deutschland 100 %
John Deere Walldorf GmbH & Co. KG, Walldorf Deutschland 100 %
John Deere Walldorf GmbH, Luxemburg Luxemburg 100 %
Mittelbare Beteiligungen
John Deere Walldorf International GmbH, Walldorf Deutschland 100 %
Wirtgen Road Technologies GmbH, Windhagen Deutschland 100 %
Joseph Vögele AG, Ludwigshafen/Rhein Deutschland 100 %
Wirtgen GmbH, Windhagen Deutschland 100 %
Hamm AG, Tirschenreuth Deutschland 100 %
baukema Handel GmbH i. L., Windhagen Deutschland 100 %
ERSEG GmbH, Windhagen Deutschland 100 %
Wirtgen Deutschland Vertriebs- und Service GmbH, Augsburg Deutschland 100 %
Wirtgen North Africa GmbH, Windhagen Deutschland 100 %
Wirtgen Africa Holding GmbH, Windhagen Deutschland 100 %
Wirtgen Libya J.C., Tripoli Libyen 100 %

Alle in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß §§ 300 ff. HGB voll konsolidiert.

Die Wirtgen Grund und Boden GmbH, Windhagen, wurde im November 2021 auf die Wirtgen GmbH, Windhagen, verschmolzen.

Die Wirtgen Guinea Mining SASU, Guinea, wurde im November 2021 veräußert. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde die Gesellschaft gem. 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss des Vorjahres einbezogen.

Die John Deere Walldorf International GmbH, Walldorf, wurde im Dezember 2021 gegründet. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2021/2022 kein operatives Geschäft.

(4) Konsolidierungsmethoden

Die Jahresabschlüsse aller einbezogenen Gesellschaften, mit Ausnahme der baukema Handel GmbH i. L., sind zum Stichtag 31. Oktober 2022 aufgestellt. Die baukema Handel GmbH i. L., ohne operatives Geschäft, ist für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung. Dem Konzernabschluss zum 31. Oktober 2022 liegt der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 zugrunde.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB vorgenommen. Dabei werden bei der Erstkonsolidierung die Anschaffungskosten der Beteiligung zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung bzw. bei Anteilserwerben zum Erwerbszeitpunkt mit dem Buchwert des Eigenkapitals verrechnet. Der Buchwert des Eigenkapitals entspricht den ermittelten Zeitwerten der übernommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Unternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Unterschiedsbeträge wurden so weit wie möglich den betreffenden Aktivposten bzw. Passivposten zugeordnet. Gemäß § 301 Abs. 3 HGB werden verbleibendende aktivische Unterschiedsbeträge als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und passivische Unterschiedsbeträge als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Die in immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen aufgedeckten stillen Reserven werden, soweit abnutzbar, über die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Die zugrundeliegenden Zeitwerte wurden unter Anwendung der Lizenzpreisanalogiemethode (Markenzeichen und Technologien), der Residualwertmethode (Auftragsbestände), kostenorientierter Verfahren (bewegliches Sachanlagevermögen), der Wiederbeschaffungskosten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe), der "Comparative Sales Method" (Unfertige Erzeugnisse, Fertige Erzeugnisse und Waren), sowie marktpreis-, ertragswert-, kapitalwert-und kostenorientierter Verfahren (Grundstücke und Gebäude) ermittelt.

Bei Folgekonsolidierungen werden - sofern nicht weitere Anteilskäufe oder Kapitalerhöhungen erfolgen, die analog der Erstkonsolidierung behandelt werden - die nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung entstehenden Ergebnisse der Tochterunternehmen im Konzernabschluss erfolgswirksam.

Forderungen und entsprechende Verbindlichkeiten zwischen den Gesellschaften des Konsolidierungskreises werden gegeneinander verrechnet.

Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert.

Umsatzerlöse aus Innenlieferungen und sonstige interne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Die sich aus Konsolidierungsmaßnahmen ergebenden latenten Steuern sind nach der Verrechnung von aktiven mit passiven latenten Steuern im Posten "Passive latente Steuern" enthalten.

(5) Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung

Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Bilanzpositionen erfolgt, mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs umgerechnet wird, zu Devisenkassamittelkursen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Die Differenzen aus der Währungsumrechnung der Aufwands- und Ertragspositionen werden erfolgswirksam behandelt. Die Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

(6) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung des Konzernabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des HGB sowie den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Bei der Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Umsatzkostenverfahren angewendet und eine gesonderte Position "Forschungs- und Entwicklungskosten" eingefügt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Konzern-Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen über die zu erwartende Nutzungsdauer bewertet. Soweit erforderlich, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Ein zuvor berücksichtigter Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert wird nicht berücksichtigt, soweit die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten des Produktionsbereichs. Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden planmäßig auf die Geschäftsjahre verteilt, in denen sie voraussichtlich genutzt werden.

Die Abschreibungssätze orientieren sich jeweils an den folgenden branchenüblichen Nutzungszeiträumen:

Markenzeichen 10 - 15 Jahre
Technologien 8 Jahre
Kundendaten 5 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwert 5 - 8 Jahre
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2 - 15 Jahre
Gebäude und Gebäudeausstattung 10 - 50 Jahre
Betriebsvorrichtungen 8 - 25 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 1 - 25 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 14 Jahre

Für den Geschäfts- oder Firmenwert, der aus den im Dezember 2017 erworbenen Wirtgen Unternehmen resultiert, wurde eine Nutzungsdauer von acht Jahren zugrunde gelegt. Die planmäßige Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes berücksichtigt die starke Stellung in der Baumaschinenbranche - Straßenbau - in Bezug auf den Kundenstamm sowie die Expertise im Bereich der Produktion. Dem Geschäfts- oder Firmenwert, der der Zweigniederlassung Wirtgen Group, Windhagen, zuzuordnen ist, liegt eine planmäßige Nutzungsdauer von fünf Jahren zugrunde. Der Zeitraum ist an die Organisationsstrukturen der Zweigniederlassung angelehnt.

Die planmäßigen Abschreibungen für Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Wertpapiere und Ausleihungen um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vermindert. Ein zuvor berücksichtigter Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert wird nicht berücksichtigt, soweit die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Im Falle niedrigerer oder unverzinslicher Darlehen werden Ausleihungen zum Barwert aktiviert.

Die Vorräte werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis bzw. niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die Materialkosten, die Fertigungskosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet. Die Herstellungskosten umfassen zudem anteilige Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillig soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit sie dem Produktionsbereich zuzuordnen sind. Finanzierungskosten werden nicht einbezogen. Als niedrigerer Marktpreis werden bei Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffen sowie bei Waren und Ersatzteilen die Wiederbeschaffungskosten als niedrigerer beizulegender Wert und bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen die Wiederherstellungskosten angesetzt. Bei Waren und fertigen Erzeugnissen werden zusätzlich Abschläge zur Berücksichtigung niedrigerer Preise am Absatzmarkt vorgenommen - verlustfreie Bewertung aus Sicht des Absatzmarktes. Wertabschläge für Risiken auf Grund von langer Lagerdauer sowie verminderter technischer Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. Die auf fremde Währung lautenden kurzfristigen Vermögensgegenstände werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die auf fremde Währung lautenden flüssigen Mittel werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungszusagen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit dem Zeitwert bewertet und mit den Schulden verrechnet. Soweit sich dabei ein übersteigender Betrag ergibt, wird dieser als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die Aufwendungen und Erträge wurden entsprechend verrechnet.

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus einem die Anschaffungskosten übersteigenden Reinvermögen der John Deere-Lanz Verwaltungs-GmbH zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss zum 1. November 2017. Das Mutter-TochterVerhältnis von der John Deere GmbH & Co. KG und der John Deere-Lanz Verwaltungs-GmbH wurde durch eine Sacheinlage begründet und die Beteiligung des Mutterunternehmens wurde nach den Grundsätzen für Sacheinlagen mit Anschaffungskosten unterhalb des beizulegenden Werts angesetzt. Daraus folgt, dass der Unterschiedsbetrag Eigenkapitalcharakter hat. Der Zeitraum der Amortisierung des negativen Unterschiedsbetrages liegt für das abnutzbare Vermögen zwischen 1 und 50 Jahren. Der negative Unterschiedsbetrag, der auf das nicht abnutzbare Vermögen entfällt, wird zum Zeitpunkt einer Veräußerung aufgelöst.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen werden mit dem Erfüllungsbetrag, der dem versicherungsmathematischen Barwert der künftigen Pensionszahlungen entspricht, angesetzt. Das versicherungsmathematische Bewertungsverfahren entspricht dem Anwartschaftsbarwertverfahren i.S. v. IAS 19.64 - 19.71. Dabei kommen die Heubeck-Richttafeln 2018G zur Anwendung. Den Verpflichtungen wurde ein Zinssatz von 1,78 % zugrunde gelegt. Der Rechnungszinssatz wurde auf Basis der von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag 30.09.2022 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen mit den zu diesem Stichtag verfügbaren Marktdaten unter Annahme unveränderter Marktverhältnisse auf den Bilanzstichtag extrapoliert. Er entspricht einem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Künftige Gehaltssteigerungen sind mit 3,00 % berücksichtigt, Rentensteigerungen mit 2,20 % und Fluktuationen mit 1,00 %. Die Rentendynamik von 2,20 % berücksichtigt ebenfalls kurzfristige Inflationserwartungen. Für die Pension aus Entgeltumwandlung hingegen werden diese Parameter mit 0,00 % einkalkuliert.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser liegt zwischen 0,43 % und 1,42 %. Zukünftig erwartete Kostensteigerungen werden entsprechend berücksichtigt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen im Sinne des Altersteilzeitgesetzes erfolgt nach dem IDW RS HFA 3 (Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen) vom 19.06.2013. Auf Basis der Altersteilzeitregelung nach dem Blockmodell wurde eine Abzinsung mit dem fristadäquaten Marktzins vorgenommen. Der Rechnungszinssatz wurde mit 0,36 % und der Gehaltstrend mit 3,00 % zum Bilanzstichtag berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die auf fremde Währung lautenden kurzfristigen Schulden werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die sich in künftigen Jahren voraussichtlich ausgleichenden Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen sowie für Unterschiede, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 305 HGB beruhen, wurde ein Abgrenzungsposten für passive latente Steuern angesetzt.

Der Berechnung wurden folgende durchschnittliche Steuersätze zugrunde gelegt:

31.10.2022 31.10.2021
Personenhandelsgesellschaften 13,60 % 11,74 %
Kapitalgesellschaften 28,96 % 29,00 %

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

(7) Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bruttowerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist als Anlage des Anhangs dargestellt.

(8) Immaterielle Vermögensgegenstände

Vom Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der am 1. Dezember 2017 erworbenen Wirtgen Gesellschaften wurden immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Zeitwert von T€ 634.700 Euro identifiziert. Davon entfallen T€ 329.500 (Buchwert 31.10.2022: T€ 221.497) auf Marken und T€ 305.200 (Buchwert 31.10.2022: T€ 117.629) auf Technologien. Zusätzlich entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 1.726.486 (Buchwert 31.10.2022: T€ 665.417).

Weitere Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 4.829 (Buchwert 31.10.2022: T€ 80) sowie Marken in Höhe von T€ 15.500 (Buchwert 31.10.2022: T€ 7.879) resultieren aus Jahresabschlüssen von weiteren einbezogenen Unternehmen.

Ferner bestehen immaterielle Vermögenswerte in Form von Kundendaten (Buchwert 31.10.2022: T€ 12.327) und eines Wettbewerbsverbots (Buchwert 31.10.2022: T€ 11.518).

(9) Vorräte

Die Vorräte setzten sich wie folgt zusammen:

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 415.625 304.910
Unfertige Erzeugnisse 177.416 158.591
Fertige Erzeugnisse und Waren 733.425 561.608
Geleistete Anzahlungen 5.218 6.266
Summe 1.331.684 1.031.375

(10) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzten sich wie folgt zusammen:

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 166.821 178.872
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.634.845 2.289.967
Sonstige Vermögensgegenstände 21.472 20.657
Summe 2.823.138 2.489.496

Davon haben eine Restlaufzeit bis ein Jahr:

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 163.345 178.872
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.634.845 2.289.967
Sonstige Vermögensgegenstände 21.156 20.347
Summe 2.819.346 2.489.186

Davon haben eine Restlaufzeit über ein Jahr:

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.476 0
Sonstige Vermögensgegenstände 316 310
Summe 3.792 310

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen T€ 673.187 den Liefer- und Leistungsverkehr (Vorjahr: T€ 546.390), T€ 1.882.663 (Vorjahr: T€ 1.442.113) betreffen kurzfristige Ausleihungen und Geldanlagen im Rahmen des Cash-Pooling und T€ 78.995 Sonstige Vermögensgegenstände. Im Vorjahr wurden zudem Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von T€ 301.464 geleistet.

(11) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Rückdeckungsversicherung/Wertpapiere 29 382
Summe 29 382

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus einer Rückdeckungsversicherung für Pensionsrückstellungen. Dem Zeitwert von T€ 269 (Vorjahr: T€ 3.158) stehen identische Anschaffungskosten von T€ 269 (Vorjahr: T€ 2.647) gegenüber. Der Erfüllungsbetrag beläuft sich auf T€ 240 (Vorjahr: T€ 2.777).

(12) Eigenkapital

Das Kommanditkapital entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Das Haftungskapital beträgt T€ 100.000.

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns im Geschäftsjahr 2021/2022 ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

(13) Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Die Veränderung von minus T€ 1.186 des Geschäftsjahres 2021/2022 auf T€ 95.857 erfolgte korrespondierend zur Amortisierung des übersteigenden Reinvermögens zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Am 1. November 2017 entstand ein Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung von T€ 95.958.

(14) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände - Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB - wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.

Der Überhang aus den zum Zeitwert (= Kurswert) ermittelten finanziellen Vermögensgegenständen und dem Erfüllungsbetrag der Rückstellungen teilt sich wie folgt auf und wird in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit T€ 679.763 für Pensionen und mit T€ 50.223 für Entgeltumwandlung ausgewiesen.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis gezeigt.

Pensionsrückstellungen Konzern:

31.10.2022
T€
Erfüllungsbetrag Rückstellung Anschaffungskosten Contractual Trust Arrangement (CTA) Zeitwert Contractual Trust Arrangement (CTA) Unrealisierte Gewinne
1.335.153 332.576 655.390 322.814

Pensionsrückstellungen der Muttergesellschaft John Deere GmbH & Co. KG:

31.10.2022
T€
Erfüllungsbetrag Rückstellung Anschaffungskosten Contractual Trust Arrangement CTA) Zeitwert Contractual Trust Arrangement (CTA) Unrealisierte Gewinne
1.172.503 316.948 624.518 307.570

Rückstellungen Entgeltumwandlung Konzern:

31.10.2022
T€
Erfüllungsbetrag Rückstellung Anschaffungskosten Contractual Trust Arrangement (CTA) Zeitwert Contractual Trust Arrangement (CTA) Unrealisierte Verluste
62.311 12.446 12.088 358

Rückstellungen Entgeltumwandlung der Muttergesellschaft John Deere GmbH & Co. KG:

31.10.2022
T€
Erfüllungsbetrag Rückstellung Anschaffungskosten Contractual Trust Arrangement (CTA) Zeitwert Contractual Trust Arrangement (CTA) Unrealisierte Verluste
53.106 10.927 10.575 352

Zum 31. Oktober 2022 unterlagen T€ 116.127 (Vorjahr: T€ 167.942) einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

(15) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Rückstellungen für den Personalbereich, Garantien, Verkaufsförderung sowie ausstehende Rechnungen.

Die in den Personalrückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Altersteilzeit sowie die Rückstellungen für langfristige Lebensarbeitszeitverpflichtungen sind vor dem Insolvenzfall sowie der Einzelvollstreckung abgesichert.

Der Überhang aus den zum Zeitwert ermittelten finanziellen Vermögensgegenständen und dem Erfüllungsbetrag der Rückstellungen teilt sich wie folgt auf:

Rückstellungen Altersteilzeit Konzern:

31.10.2022
T€
Erfüllungsbetrag Rückstellung Anschaffungskosten Absicherung Zeitwert Absicherung Unrealisierte Gewinne
32.335 1.588 1.588 0

Rückstellungen Altersteilzeit der Muttergesellschaft John Deere GmbH & Co. KG:

31.10.2022
T€
Erfüllungsbetrag Rückstellung Anschaffungskosten Absicherung Zeitwert Absicherung Unrealisierte Gewinne
23.391 1.264 1.264 0

Rückstellungen Lebensarbeitszeitkonten Konzern:

31.10.2022
T€
Erfüllungsbetrag Rückstellung Anschaffungskosten Absicherung Zeitwert Absicherung Unrealisierte Verluste
44.180 24.280 23.460 820

Rückstellungen Lebensarbeitszeitkonten der Muttergesellschaft John Deere GmbH & Co. KG:

31.10.2022
T€
Erfüllungsbetrag Rückstellung Anschaffungskosten Absicherung Zeitwert Absicherung Unrealisierte Verluste
41.329 21.913 21.080 833

(16) Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis zu einem Jahr:

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 594 147
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 33.234 20.473
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 348.445 298.185
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 146.620 128.865
Sonstige Verbindlichkeiten 41.847 27.413
< davon aus Steuern > < 13.745 > < 11.915 >
< davon im Rahmen der sozialen Sicherheit > < 951 > < 889 >
Summe 570.740 475.083

Restlaufzeit über ein Jahr:

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.228.612 3.228.612
Summe 3.228.612 3.228.612

Restlaufzeit über fünf Jahre:

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.978.612 2.978.612
Summe 2.978.612 2.978.612

Gegenüber der Komplementärin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 4). Sie sind in der Position "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T€ 40.187 den Lieferund Leistungsverkehr (Vorjahr: T€ 27.285) und T€ 3.335.045 (Vorjahr: T€ 3.330.192) betreffen kurz-und langfristige Darlehen.

(17) Passive latente Steuern

31.10.2022
T€ Aktive latente Steuern T€ Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.876 98.325
Sachanlagen 5.464 43.979
Finanzanlagen *) 89.576 0
Vorräte 4.270 941
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 70 123
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 960 858
Guthaben bei Kreditinstituten 202 2.089
Aktive Rechnungsabgrenzung 242 185
Rücklage Investmentsteuergesetz 0 35.288
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen *) 24.562 0
Sonstige Rückstellungen 17.091 59
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 265 12
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 186 307
Passive Rechnungsabgrenzung 2.038 0
Schuldzinsenüberhang 27.551 0
Summe Brutto 176.353 182.166
Saldierung - (176.353)
Summe Netto 0 5.813

*) Bei der Ermittlung der Differenzen wurde die steuerliche Bruttomethode (keine Verrechnung von Finanzanlagen mit Rückstellungen) mit der handelsrechtlichen Nettomethode (Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden) verglichen.

Vom Saldierungswahlrecht - der Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern - wurde Gebrauch gemacht.

31.10.2021
T€
Veränderung
T€
31.10.2022
T€
Aktive latente Steuern 129.200 47.153 176.353
Passive latente Steuern 248.008 -65.842 182.166
Summe Passive latente Steuern 118.808 -112.995 5.813

Zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2022 entfallen saldiert T€ 102.726 aktive latente Steuern auf Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz und saldiert T€ 136.090 passive latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen. Sie resultieren in erster Linie aus der Neubewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zu den jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkten.

Des Weiteren wurden T€ 27.551 aktive latente Steuern für zukünftige Nutzung von Zinsvorträgen bilanziert. Sie berücksichtigen die voraussichtliche Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(18) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen folgende Geschäftsbereiche:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Landmaschinen 6.912.644 5.666.869
Baumaschinen 2.057.763 1.875.452
Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege 82.875 73.227
Sonstige 366.200 336.242
Summe 9.419.482 7.951.790

Regional teilten sie sich wie folgt auf:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Deutschland 1.368.180 1.187.789
Andere EU-Länder 3.094.965 2.576.176
Übriges Europa 1.396.007 1.281.014
Nordamerika 2.136.121 1.620.105
Asien 701.888 692.064
Australien 433.157 380.506
Südamerika 211.503 141.279
Afrika 77.661 72.857
Summe 9.419.482 7.951.790

(19) Personalaufwand

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Löhne und Gehälter 792.354 775.043
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 286.905 288.094
< davon Aufwendungen für Altersversorgung > < 156.021 > < 162.162 >
Summe 1.079.259 1.063.137

(20) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 4.442 (Vorjahr: T€ 9.551) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe T€ 28.742 (Vorjahr: T€ 17.702), davon T€ 8.535 (Vorjahr: T€ 4.267) unrealisierte Kursgewinne.

(21) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen vorwiegend Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 25.974 (Vorjahr: T€ 11.000), davon T€ 759 (Vorjahr: T€ 27) unrealisierte Kursverluste.

(22) Finanzergebnis

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.018 77.837
< davon aus Abzinsungen > < 275 > < 39 >
< davon aus verbundenen Unternehmen > < 4.128 > < 1.782 >
< davon aus Negativzinsen > < 138 > < 74 >
< davon verrechneter Zinsaufwand aus Aufzinsungen > < -9 > < -22.818 >
< davon aus unrealisiertem Gewinn CTA > < 0 > < 95.344 >
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 548.829 168.735
< davon aus Aufzinsungen > < 30.542 > < 4.178 >
< davon an verbundene Unternehmen > < 164.266 > < 162.672 >
< davon aus Negativzinsen > < 6.787 > < 6.422 >
< davon aus unrealisiertem Verlust CTA > < 355.307 > < 0 >
Summe (542.811) (90.898)

Bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen wurden Zinsaufwendungen aus langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 22.818) mit Zinserträgen bzw. unrealisierten Vermögensveränderungen (Gewinne) aus verrechneten Vermögensgegenständen, die dem Insolvenzschutz dienen, in Höhe von T€ 24 (Vorjahr: T€ 95.482) saldiert.

Bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen wurden Zinsaufwendungen aus Rückstellungen bzw. unrealisierten Vermögensveränderungen (Verluste) aus verrechneten Vermögensgegenständen, die dem Insolvenzschutz dienen, in Höhe von T€ 366.331 (Vorjahr: T€ 2.225) mit Zinserträgen in Höhe von T€ 623 (Vorjahr: T€ 108) verrechnet.

(23) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 205.737 182.813
Latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (112.996) (25.809)
Summe 92.741 157.004

Die laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer der einbezogenen Unternehmen. Die latenten Steuern betreffen im Wesentlichen unterschiedliche Bilanzansätze von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aus Konsolidierungsmaßnahmen sowie die Aktivierung von aktiven latenten Steuern für Zinsvorträge.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung setzt sich wie folgt zusammen.

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 116.113 118.206
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (594) (147)
Cash-Pooling Guthaben 1.358.001 764.353
Cash-Pooling Verbindlichkeiten (0) (13.835)
Summe 1.473.520 868.577

Nach Abzug des Haftungskapitals und unter Berücksichtigung der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB standen zum 31. Oktober 2022 T€ 895.905 zur Entnahme zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden von der Kommanditistin John Deere Global Holdings LP, Kanada, T€ 650.000 entnommen.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

(24) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Zinsverpflichtungen aus langfristigen Darlehensvereinbarungen 1.968.130 2.106.435
< davon gegenüber verbundenen Unternehmen > < 1.968.130 > < 2.106.435 >
Bestellobligo Investitionen 40.866 47.958
Lizenzverpflichtungen 48.290 35.261
< davon gegenüber verbundenen Unternehmen > < 44.422 > < 31.758 >
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 34.917 1.372
Zukünftige Umweltschutzmaßnahmen 2.983 2.597
Pensionsverpflichtungen 1.537 1.678
Summe 2.096.723 2.195.301

Die Zinsverpflichtungen aus langfristigen Darlehensvereinbarungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten zukünftige Belastungen in Höhe von T€ 1.448.049, die in einem Zeitraum von 5 bis 16 Jahren nach dem Bilanzstichtag anfallen.

(25) Haftungsverhältnisse

31.10.2022
T€
31.10.2021
T€
Bürgschaften 18.115 5.190
Forfaitierung Forderungen 22 351
Wechselobligo 2 19
Summe 18.139 5.560

Aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betroffenen Unternehmen wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

(26) Factoring

Zwecks Vorfinanzierung waren zum 31. Oktober 2022 78,4 Millionen Euro Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Unternehmen der Deere & Company Gruppe verkauft. Dem Finanzierungsvorteil steht kein Forderungsausfallrisiko gegenüber, da das Factoring-Unternehmen das Ausfallrisiko trägt. Der Factoring-Vertrag ist unbefristet, so dass auch zukünftig Forderungen in unbestimmter Höhe veräußert werden.

(27) Derivate

Die am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden mit den marktüblichen Bewertungsmethoden (Barwertmethode) unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt.

Finanzinstrumente, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zur Absicherung des Währungsrisikos für eine geleistete Anzahlung auf Vorräte gegenüber verbundenen Unternehmen in US-Dollar (Grundgeschäft) Währungsswaps abgeschlossen (Sicherungsgeschäft). Die Laufzeit des Grundgeschäfts endete im Mai 2022. Das Volumen von Grund- und Sicherungsgeschäft war vollständig aufeinander abgestimmt. Basierend auf einer monatlichen Reduzierung des Grundgeschäfts in Form von Warenlieferungen wurden monatliche Währungsswaps abgeschlossen, welche an Volumen und Laufzeit des Grundgeschäfts angepasst wurden.

Der maßgebliche Risikoparameter (Währung) von Grund- und Sicherungsgeschäft war aufeinander abgestimmt. Es bestand eine nahezu vollständige Volumen- und Laufzeitkongruenz. Ein Effektivitätstest erfolgte nach der Critical-Term-Match-Methode.

Für die Verbuchung der Währungsswaps kam die Einfrierungsmethode zur Anwendung. Somit blieben sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen im Konzernabschluss unberücksichtigt.

Finanzinstrumente, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen wurden:

Für Devisentermingeschäfte, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen wurden und zum Bilanzstichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert innerhalb einer Währung aufweisen, wurden Rückstellungen in Höhe von T€ 17.314 (Vorjahr: T€ 4.447) gebildet. Positive beizulegende Zeitwerte blieben entsprechend dem Imparitätsprinzip unberücksichtigt. Insbesondere Zins- und Wechselkursschwankungen (USD) können die Höhe der zukünftigen Zahlungsströme beeinflussen.

Zum 31. Oktober 2022 bestanden folgende, nicht in Bewertungseinheiten einbezogene derivative Finanzinstrumente:

31.10.2022 31.10.2021
T€ T€ T€ T€
Nominalwert Beizulegender Zeitwert Nominalwert Beizulegender Zeitwert
Devisentermingeschäfte negative beizulegende Zeitwerte 362.602 345.288 197.257 192.810
Devisentermingeschäfte positive beizulegende Zeitwerte 74.541 76.092 41.831 42.226

(28) Anzahl der Arbeitnehmer

Der durchschnittliche Personalbestand betrug:

2021/2022 2020/2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 6.833 6.285
Angestellte 3.822 3.833
Summe 10.655 10.118

(29) Abschlussprüfungshonorar

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen betrug T€ 1.102. Für weitere Prüfungsleistungen (andere Bestätigungsleistungen) des Abschlussprüfers wurden T€ 10 entrichtet.

(30) Nachtragsbericht

Zur Steigerung der Kundenorientierung wurde die Vertriebs- und Verkaufsorganisation des Landmaschinenbereichs Region 2 weiter optimiert. Im Zuge dessen wurde die John Deere Walldorf International, Walldorf, gegründet. Die Gesellschaft hat ihren operativen Geschäftsbetrieb Ende Februar 2023 aufgenommen. Damit einhergehend werden im Konzerngeschäftsjahr 2022/2023 erstmalig die Umsatzerlöse und das daraus resultierende Jahresergebnis der Vertriebsstandorte in Frankreich, Spanien und Polen anteilig für rund acht Monate enthalten sein.

(31) Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung und Vertretung ist allein die Komplementärin John Deere GmbH, Luxemburg, berechtigt und verpflichtet. Deren Geschäftsführer waren und sind

Dr. Volker Knickel, Chief Operating Officer der Wirtgen Group

Dr. Thomas Peuntner, Director Personal der Deere & Company, Region 2

Markwart von Pentz, President Geschäftsbereich Landmaschinen & Rasen- und Grundstückspflege der Deere & Company

Alejandro Sáyago, Vice President Vertrieb und Marketing für Landmaschinen & Rasen-und Grundstückspflege der Deere & Company, Region 2

Für ihre Tätigkeit erhielten die Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft. Für die Bezüge von ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 bestanden keine Kredite, Vorschüsse oder Haftungsverhältnisse zugunsten der Mitglieder der Geschäftsführung der John Deere GmbH, Luxemburg.

 

Mannheim, den 14. Juli 2023

John Deere GmbH & Co. KG John Deere GmbH

Dr. Volker Knickel

Dr. Thomas Peuntner

Markwart von Pentz

Alejandro Sáyago

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis 31. Oktober 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.11.2021
T €
Zugänge des Geschäftsjahres
T €
Abgänge des Geschäftsjahres
T €
Umbuchungen
T €
Stand am 31.10.2022
T €
Stand am 01.11.2021
T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und 757.300 1.319 811 523 758.331 304.206
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.731.316 0 0 0 1.731.316 849.043
3. Geleistete Anzahlungen 651 268 0 -426 493 0
2.489.267 1.587 811 97 2.490.140 1.153.249
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 626.111 23.656 1.310 23.427 671.884 76.757
2. Technische Anlagen und Maschinen 427.034 34.213 16.933 18.108 462.422 246.674
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 374.083 27.349 19.201 9.124 391.355 284.117
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.195 96.925 0 -50.756 123.364 0
1.504.423 182.143 37.444 -97 1.649.025 607.548
III Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.127 0 0 0 1.127 0
2. Sonstige Ausleihungen 4.794 0 4.543 0 251 0
5.921 0 4.543 0 1.378 0
SUMME 3.999.611 183.730 42.798 0 4.140.543 1.760.797
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugänge des Geschäftsjahres
T €
Abgänge des Geschäftsjahres
T €
Stand am 31.10.2022
T €
Stand am 31.10.2022
T €
Stand am 01.11.2021
T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und 81.494 811 384.889 373.442 453.094
2. Geschäfts- oder Firmenwert 216.776 0 1.065.819 665.497 882.273
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 493 651
298.270 811 1.450.708 1.039.432 1.336.018
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.779 38 100.498 571.386 549.354
2. Technische Anlagen und Maschinen 44.779 13.257 278.196 184.226 180.360
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 37.551 18.540 303.128 88.227 89.966
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 123.364 77.195
106.109 31.835 681.822 967.203 896.875
III Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 1.127 1.127
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 251 4.794
0 0 0 1.378 5.921
SUMME 404.379 32.646 2.132.530 2.008.013 2.238.814

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile
Kapitalanteile Summe
Komplementär Kommanditist
T€ Festes Kapitalkonto
T€
Davon Haftungskapital
T€
T€
Stand am 01.11.20 0 101.000 100.000 101.000
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 31.10.21 0 101.000 100.000 101.000
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 31.10.22 0 101.000 100.000 101.000
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Gewinnrücklagen
Rücklagen gemäß Gesellschaftsvertrag
T€ T€
Stand am 01.11.20 507.982 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen -450.000 0
Währungsumrechnung 0 28
Ergebnisverwendung 252.074 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0
Stand am 31.10.21 310.056 28
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen -680.000 0
Währungsumrechnung 0 0
Ergebnisverwendung 627.890 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 -1
Stand am 31.10.22 257.946 27
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
T€
Summe
T€
Stand am 01.11.20 252.074 861.056
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 -450.000
Währungsumrechnung 0 28
Ergebnisverwendung -252.074 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Konzernjahresüberschuss 627.890 627.890
Stand am 31.10.21 627.890 1.038.974
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 -680.000
Währungsumrechnung 0 0
Ergebnisverwendung -627.890 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Konzernjahresüberschuss 474.420 474.419
Stand am 31.10.22 474.420 833.393

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Oktober 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis zum 31. Oktober 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis zum 31. Oktober 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Oktober 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2021 bis zum 31. Oktober 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 14. Juli 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wilsch, Wirtschaftsprüfer

Jochen Graber, Wirtschaftsprüfer

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