Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 36405
Vorher
UNISPED Speditions- Umschlag- und Lagerei GmbHUNISPED Logistik GmbH
Eingetragen
14.7.1986
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
1. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer nationalen und internationalen Spedition, die Lagerung sowie der Umschlag von Waren aller Art und dazugehörige Dienstleistungen, wobei genehmigungspflichtige Geschäfte bzw. Dienstleistungen ausgenommen sind. 2. Hierunter fällt auch Vermittlung solcher oder hiermit im Zusammenhang stehender oder ähnlicher Geschäfte sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art auf diesen oder verwandten Gebieten und die Vornahme aller mit den genannten Tätigkeiten im Zusammenhang stehenden Geschäfte und Maßnahmen. Hierunter fällt auch die Vermarktung der Geschäftsidee im Rahmen von Franchise-Verträgen. 3. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens der erlaubnispflichtige Güterkraftverkehr.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nils Hauschild
seit 9.1.2023
Prokura
Dirk Morawietz
seit 9.5.2011
Prokura
Thomas Luba
seit 16.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
83.30%
16.70%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TST Holding Worms GmbH
Germany
249.900 €
83.30%
T***** L***
50.100 €
16.70%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TST Unisped GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

TST Unisped GmbH
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Wirtschaftsbericht

I.1. Situation der Gesamtwirtschaft und der Branche

Geprägt u.a. durch den geopolitischen Konflikt in der Ukraine, wie auch durch Rekordwerte in Bezug auf die Inflationsraten, stellte uns das Vorjahr vor besondere Herausforderungen. Auch wirkten u.a. vorgenannte Themen belastend auf die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Gesamtleistung im Berichtsjahr. Das Wachstum des weltweit realen Bruttoinlandsprodukts sank im Vorjahresvergleich erneut ab und belief sich nach ersten Einschätzungen auf lediglich +3,1 % (im Vorjahr +3,5 %).1 Einen weiteren Rückgang des Weltwirtschaftswachstums verhinderten insbesondere die staatlichen Interventionen zur Stützung der nationalen Volkswirtschaften. Dämpfend wirkten dabei die Leitzinsanhebungen, die von vielen nationalen Zentralbanken zur Bekämpfung der hohen Inflationsraten durchgeführt wurden. Die weltweite Inflation konnte somit im Berichtsjahr nach ersten Prognosen auf 6,9 % gegenüber dem Vorjahr (8,7 %) etwas reduziert werden, was der wirtschaftlichen Stabilisierung zuträglich war.2
Innerdeutsch dämpften die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die konjunkturelle Entwicklung. Die Verbraucherpreise lagen im Berichtsjahr nach ersten Einschätzungen um +5,9 % über denen des Vorjahres.3 Weiterhin sorgten vor allem steigende Zinsen für ungünstige Finanzierungsbedingungen und eine insgesamt nachlassende Nachfrage, sowohl aus dem In- wie auch Ausland. Unter diesen Gegebenheiten verringerte sich das nationale Bruttoinlandprodukt erstmals seit den letzten beiden Jahren preis- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,1 %.4
Die diesbezüglichen Auswirkungen auf die Logistikbranche, fallen gleichfalls ungünstig aus. Der Logistik-Indikator der deutschen Logistikwirtschaft, welcher im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) von Seiten des ifo Institutes ermittelt wird, zeigte im vierten Quartal 2023 zwar eine insgesamt leichte Verbesserung des Geschäftsklimas, jedoch gehen die Befragten überwiegend von ungünstigen Geschäftsbedingungen aus. Rückläufige Nachfragen sowie weitverbreitet sinkende Auftragsbestände belasten die nationale Logistikbranche. Hinzu kommen wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die insbesondere in Deutschland höher sind als anderswo. Im ersten Quartal 2024 bestätigte sich diese Einschätzung. Die Geschäftserwartungen der befragten Unternehmen trübten sich weiter ein. Handel und Industrie korrigierten ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage erkennbar nach unten und zeigten sich somit weitverbreitet unzufrieden. Sachlogisch trifft diese Entwicklung den Logistikbereich mit etwas Verzögerung. Entlastend wirken die Aussichten auf eine zumindest allmählich gesamtwirtschaftliche Erholung im Laufe des Jahres 2024. Auch die geldpolitische Entwicklung, insbesondere das stabilisierte bzw. leicht gesunkene Preisniveau sowie die gegenüber dem Berichtsjahr 2023 gesunkenen Kreditzinsen versprechen eine Entspannung des wirtschaftlichen Handelns, wenn auch die weiteren Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben. Experten rechnen mit spürbaren Entspannungen ohnehin erst in der zweiten Jahreshälfte 2024.5
I.2. Geschäftsmodell, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

a) Geschäftsmodell
Die Gesellschaft erbringt ein breites Spektrum an Logistikdienstleistungen, insbesondere für große Lebensmittelproduzenten und Lebensmitteleinzelhändler. Die Logistik im Bereich der Lebensmittelindustrien ist äußerst anspruchsvoll, müssen die hohen Hygienestandards doch über den gesamten Lagerungsprozess eingehalten werden. Dementsprechend ist unsere Gesellschaft nach dem international anerkannten IFS Food Standard auditiert, der hohe Anforderungen an unsere Prozessorganisation und unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt. Daneben ist die TST Unisped GmbH eng in die Strukturen der TST-Gruppe eingebunden und trägt maßgeblich zu deren Wertschöpfung bei. Synergien und Knowhow aus der Unternehmensgruppe werden genutzt und weiterentwickelt.

b) Geschäftsjahresverlauf und Ertragslage
Die anspruchsvolle Lebensmittellogistik mit ihren sehr hohen Hygienestandards gehört für unsere Gesellschaft mittlerweile zu den Standarddisziplinen und unterscheidet uns maßgeblich von der Konkurrenz im Hamburger Umland. Unsere langjährigen Kundenbeziehungen hatten auch über das Jahr 2023 hinaus weiter bestand. Der verzeichnete Umsatzrückgang kam für uns nicht überraschend und wurde bereits in den Planzahlen des Jahres 2023 einkalkuliert. Die Importe aus dem (europäischen) Ausland reduzierten sich z.T. deutlich, wie einzelne unserer Kunden schon früh abgesehen haben; maßgeblich bedingt durch die bereits einleitend beschriebene schwierige wirtschaftliche Gesamtlage. Die Umsätze entwickelten sich daher gegenüber dem überaus starken Vorjahr rückläufig und betrugen im Berichtsjahr 22,7 Mio. Euro (Vj. 29,5 Mio. Euro).

Nahezu gleichlautend reduzierte sich der betriebliche Rohertrag von 12,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,9 Mio. Euro im Berichtsjahr. Die Personalaufwendungen lagen mit 3,4 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Vorgenommene Gehaltsanpassungen und der aufgrund des Umsatzrückgangs bedingte Abbau von Personal glichen sich in Summe nahezu aus. Hinsichtlich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Reduktion in Höhe von 4,7 Mio. Euro auf 6,4 Mio. Euro. Die Aufwendungen im Vorjahr waren allerdings maßgeblich durch das Wiederaufleben einer Darlehensverbindlichkeit gegenüber der ehemaligen Hauptgesellschafterin (ebenfalls ein TST-Gruppenunternehmen) in Höhe von 4,0 Mio. Euro bestimmt. Ohne Berücksichtigung dieses Effekts lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr geringfügig unterhalb des Vorjahresniveaus. Reduktionen konnten bei den Aufwendungen für Raummieten erzielt werden. Ein Lagerstandort wurde im Berichtsjahr aufgegeben, um die Logistikdienstleistungen am Hauptstandort zu konzentrieren und so auch aufwandsseitig auf den Umsatzrückgang zu reagieren. Gegenläufig wirkten sich Erhöhungen bei den Miet- / Leasingaufwendungen für Flurförderfahrzeuge aus. Die Miet-/ Leasingverträge liefen für einen Großteil unseres Fuhrparks aus; Neuverträge wurden abgeschlossen und neue Fahrzeuge wurden in Einsatz genommen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beläuft sich im Berichtsjahr somit auf 1,1 Mio. Euro (Vj. 1,8 Mio. Euro allerdings vor Berücksichtigung des Aufwandes aus dem vorgenannten wiederaufgelebten Darlehen). Der Jahresüberschuss beträgt 0,9 Mio. Euro (Vj. ohne Berücksichtigung des aufgelebten Darlehens 2,1 Mio. Euro).

c) Vermögenslage
Wie bereits in der Vergangenheit nutzen wir auch weiterhin Leasing zur Abwicklung größerer Anlageinvestitionen. Das Leasing ermöglicht uns eine größere Flexibilität, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Effizienz von Logistikdienstleistungen maßgeblich durch technisch modernste Anlagen und Geräte beeinflusst wird. Größere Veränderung im Bereich des Anlagevermögens gab es daher nicht. Durch die planmäßige Abschreibung sank insgesamt das Anlagevermögen im Vorjahresvergleich um 54 TEuro. Größere Änderungen ergaben sich im Bereich des Umlaufvermögens, insbesondere bei den Forderungen gegen andere Unternehmen der TST-Gruppe. Die deutliche Reduktion der diesbezüglichen Forderungen um 3,0 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro hängt u.a. mit dem Einzug der im Rahmen des Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahrens ausgereichten Finanzmittel zusammen. Die Forderungen gegen externe Kunden reduzierten sich ebenfalls um 0,4 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro, wobei der Rückgang zum einen auf die gesunkenen Umsatzerlöse wie auch auf die stichtagsbedingte Betrachtung zurückgeführt werden kann. Ausfälle bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten im weiteren Verlauf des Jahres 2024 nicht verzeichnet werden.

Das Eigenkapital beläuft sich zum Berichtsjahresende auf 5,1 Mio. Euro (Vj. 4,2 Mio. Euro) und macht damit einen branchenunüblich hohen Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 72,2 % aus.

Mit Blick auf die Verbindlichkeitsstruktur zeigt sich eine Reduktion des kurzfristig fälligen Fremdkapitals von 4,0 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro. Neben einer insgesamt zu vernachlässigenden Änderung im Bereich der Rückstellungen (Abnahme 0,3 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro), ergab sich vor allem bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten eine Reduktion gegenüber dem Vorjahr von 3,8 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro. Umsatz und stichtagsbedingt lagen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 0,9 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro unter denen des Vorjahres. Die größte Reduktion ergab sich bei den Verbindlichkeiten gegenüber anderen TST-Gesellschaften mit 3,2 Mio. Euro auf 0,4 Mio. Euro. Wie bereits erläutert, kam es im Vorjahr durch das wiederaufgelebte Darlehen gegenüber der früheren Gesellschafterin zu einem deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten. Diese Verbindlichkeiten wurden im Berichtsjahr vollumfänglich getilgt.

d.) Finanzlage und Finanzierung
Zum Berichtsjahresende beläuft sich der Finanzmittelfonds in Form des Bankbestands auf 542 TEuro (Vj. 508 TEuro). Zu berücksichtigen ist hierbei, dass im Berichtsjahr mit anderen TST-Gruppengesellschaften ein kreditinstitutsbezogener Cash-Pooling-Vertrag eingegangen wurde, im Zuge dessen freie Liquidität an die Cash-Pool-Trägerin TST GmbH abgeführt wurde. Aus dem Cash-Pooling-Vertrag bestehen zum 31. Dezember 2023 Forderungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro.

Der operative Zahlungsmittelzufluss (Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und Abschreibungen) belief sich auf 1,0 Mio. Euro (Vj. -1,8 Mio. Euro). Im Vorjahr waren im Jahresfehlbetrag jedoch nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus dem Wiederaufleben einer Darlehensverpflichtung in Höhe von 4,0 Mio. Euro enthalten. Der um diesen Effekt korrigierte operative Zahlungsmittelzufluss des Vorjahres belief sich auf 2,2 Mio. Euro.

Im Finanzierungsbereich ergaben sich ausgleichende Effekte aus der Tilgung von ausgereichten sowie in Anspruch genommenen Darlehen im Gruppenverbund. Zusätzlich wurden im Rahmen des Cash-Pooling liquide Mittel in Höhe von 1,1 Mio. Euro an die Cash-Pool-Trägerin abgeführt. Der Cashflow belief sich in Folge auf insgesamt +34 TEuro.

Im Rahmen eines Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahrens (Cash-Pooling) stellen sich die Unternehmen der TST-Gruppe untereinander bei Bedarf Liquidität zur Verfügung. Hierdurch wird die Unabhängigkeit gegenüber außenstehenden Kreditgebern verringert und gleichzeitig die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit auf geänderte Rahmenbedingungen verbessert.

Zum Berichtsjahresende wurden keinerlei Mittel aus dem Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahren in Anspruch genommen. Die Finanzierung der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gesichert.

I.3. Beurteilung des Geschäftsjahresverlaufs durch die Geschäftsführung

Die wirtschaftlich in Deutschland, wie auch weltweit schwierigen Rahmenbedingungen verlangen von den Akteuren ein großes unternehmerisches Know-how. Vor diesem Hintergrund sind wir mit der Entwicklung unserer Gesellschaft sehr zufrieden. Ausgehend von der Planung des Vorjahres rechneten wir bereits mit einem Rückgang des Umsatzes und des Ergebnisses vor Ertragsteuern, der auch eingetreten ist. Unter diesen herausfordernden Bedingungen konnten wir beweisen, dass wir aufwandsseitige schnell und adäquat reagieren können. Der von unseren Kunden prognostizierte und schlussendlich auch eingetretene Rückgang von Importaufträgen konnte so auch aufwandsseitig von uns gut bewerkstelligt werden. Auch mit Blick auf die Personalaufwendungen und die sonstigen Betriebsaufwendungen gelang es uns die Planwerte sachgerecht einzuschätzen und diese Einschätzungen schlussendlich auch tatsächlich nahezu zu erreichen. Das geplante Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 1,2 Mio. Euro konnte mit 1,1 Mio. Euro nahezu punktgenau erreicht werden. Die aufwandsseitige Flexibilität und Schnelligkeit, mit der wir uns an geänderte Rahmenbedingungen anpassen können, hat vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen sehr geholfen.

I.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung stellen die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren dar.

II. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

II.1. Risikobericht (Risiken und Risikomanagement)

Es sind keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt. Ungeachtet dessen unterliegt die Gesellschaft den folgenden allgemeinen Branchenrisiken:

· Für Haftungsrisiken bei Schadensfällen sind in ausreichendem Maße Versicherungen abgeschlossen.

·  Forderungsausfälle sind aufgrund der Kundenstruktur eher theoretischer Natur. Unsere Kunden besitzen allesamt höchste Bonitätsbewertungen.

·  Kundenverluste: Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist vertraglich langfristig geregelt, sodass wir keine kurzfristigen Kundenverluste erwarten. Zudem ist die Zusammenarbeit mit unseren Kunden von strategischer Natur, da wir immer mehr betriebskritische Prozesse von diesen übernehmen und so nicht leicht ersetzbar sind. Weiterhin sind die Beziehungen zu anderen TST-Gesellschaften, für die wir Leistungen erbringen, auf Langfristigkeit ausgelegt und wegen vergleichbarer Gesellschafterstruktur ist nicht davon auszugehen, dass diese Kundenbeziehungen gefährdet sind.

·  Arbeitsmarktsituation: Die kompetenten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen einen zentralen Faktor für den Unternehmenserfolg der Gesellschaft dar. Die Prozessqualität und schlussendlich der zahlenmäßige Erfolg werden zu einem wesentlichen Teil durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmt. Kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind daher von zentraler Bedeutung. Die Gesellschaften der TST-Gruppe stehen in einem hart umkämpften nationalen / internationalen Wettbewerb. Fachkräfte an sich binden und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem für den Beruf des Lageristen / Staplerfahrers zu akquirieren, hat oberste Priorität. Im derzeitigen Arbeitsmarktumfeld mit einer Arbeitslosenquote von nur 5,7 %6 ist dies eine große Herausforderung, der wir uns allerdings gut gerüstet gegenübersehen. Die mittlerweile erreichte Größe der TST-Gruppe ist hier durchaus hilfreich, können wir doch hierdurch auch überregional auf Talentsuche gehen. Die fortschreitende Digitalisierung erfordert von uns einen konsequenten Wandel. Neue Kompetenzprofile bei Mitarbeitern und Führungskräften werden permanent weiterentwickelt. Eine eigens ins Leben gerufene Recruiting-Abteilung innerhalb der TST-Gruppe verfolgt ganzjährig die Zielsetzung Mitarbeiterpotenziale zu identifizieren und durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen zu heben. Zudem wird von dort die Außenpräsenz zur Akquise neuer Mitarbeiter für die TST-Unternehmensgruppe gesteuert. Die TST-Gruppe forciert darüber hinaus vor allem die Berufsausbildung junger Menschen, die so direkt für eine Beschäftigung in unserer Gruppe begeistert werden können. Zudem ermöglicht uns die Berufsausbildung, Mitarbeiter nach unseren Qualitätsstandards individuell zu entwickeln.

·  Widerstandsfähigkeit der genutzten Informationsinfrastruktur: Dem Thema Datensicherheit sowie der Effizienz und Verlässlichkeit genutzter Informationsverarbeitungssysteme kommt in unserer heutig digitalisierten Welt ein hoher Stellenwert zu. Dessen sind wir uns mehr denn je bewusst und investieren hierfür innerhalb der TST-Gruppe sehr hohe Beträge. Der reibungslose Lagerbetrieb kann nur mit einer gut funktionierenden IT-Infrastruktur bewerkstelligt werden. Um diese auch zukünftig sicherstellen zu können, treiben wir die Entwicklung hier kontinuierlich weiter, um stets auf dem aktuellsten Stand zu sein.

·  Nationale / internationale gesundheitliche Krisenzustände: Die letzten Jahre, vor allem geprägt durch Einschränkungen der Corona-Pandemie, haben gezeigt, dass die weltweit vernetzten Wirtschaftsbeziehungen sehr sensibel auf solche Entwicklungen reagieren. Diesem Thema schenken wir auch weiterhin größte Aufmerksamkeit und das ungeachtet dessen, dass die größten Gefahren der Pandemie überwunden zu sein scheinen. Die Schulung strikter Hygienemaßnahmen und Kontrolle deren tatsächlicher Umsetzung, werden weiterhin forciert.

·   Humanitäre / wirtschaftliche Krisen: Der geopolitische Konflikt in der Ukraine wie auch die aktuelle Krisensituation in Nahost, verdeutlichen die so fern geglaubten Folgen, die militärische Konflikte mit sich bringen. Flüchtlingsströme und deren effiziente zielgerichtete Koordination bestimmen das politische und reale Leben in Deutschland. Weiterhin sehen wir uns seit gut einem Jahr mit Rohstoffknappheiten und ungekannten Preissteigerungen konfrontiert, denen wir uns in unserem unternehmerischen Handeln stellen müssen. Unser Geschäftsmodell wird u.a. deshalb kontinuierlich evaluiert und situationsbezogen an die sich neu einstellenden gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen angepasst. Zwar wirken sich Liefer- / Beschaffungsschwierigkeiten in Industrie und Handel auch auf uns als nachgelagerten Dienstleister aus, jedoch können wir aufgrund der Größe der TST-Gruppe und der breit ausgestalteten Kundenstruktur relativ kurzfristig auf sich einstellende Situationen adäquat reagieren.

II.2. Prognosebericht / Chancen

Die weitere Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage sehen wir vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen weiterhin als angespannt. Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie die Spannungen im Nahen Osten, wirken bereits schon jetzt empfindlich auf internationale Handelsbeziehungen und Preisentwicklungen an den weltweiten Warenbörsen. Eine, im historischen Kontext, weiterhin anhaltende hohe Inflation, die sich scheinbar erst allmählich zu entspannen scheint, verunsichert Verbraucher wie Unternehmer, die seit einiger Zeit zusehends zurückhaltender mit Konsum- und Investitionsausgaben agieren. Da wir einen Großteil unserer Umsätze mit Lebensmittellogistik erzielen, gehen wir in unserer Planung davon aus, dass wir hierdurch nicht zu sehr negativ in unserer Tätigkeit beeinträchtigt werden. Wir rechnen für das kommende Jahr daher mit  gegenüber dem Berichtsjahr leicht gestiegenen Umsatzerlösen. Bezüglich des Rohertrages planen wir für das kommende Jahr etwas konservativer, insbesondere weil die weitere Preisentwicklung am Markt für die von uns bezogenen Waren und Dienstleistungen zurzeit nicht sicher abgeschätzt werden kann. Die Personalaufwendungen werden gegenüber dem Berichtsjahr steigen, weil auch im kommenden Jahr Lohn- / Gehaltssteigerungen zur Sicherung der für uns wichtigen Fachkräfte notwendig sind. Insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und unseren Mitarbeitern gegenüber sehen wir uns in dieser gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeit besonders verpflichtet. Unser unternehmerischer Erfolg sichert das Einkommen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Wohlstand deren Familien. Mit Blick auf weitere für uns wichtige Aufwandspositionen seien abschließend noch die Mieten / Pachten für Lagerflächen genannt, bei denen wir aufgrund der bereits im Berichtsjahr eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen von Einsparpotential ausgehen. Insgesamt rechnen wir mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern, das etwas unter dem des Berichtsjahres liegen wird.

Mit Blick in die weitere Zukunft sehen wir uns gut aufgestellt. Die Logistikdienstleistungen die unsere Gesellschaft, aber auch die gesamte TST-Unternehmensgruppe, am Markt anbieten sind z.T. nur schwer durch andere Logistikdienstleister substituierbar. Wir sind bei unseren Kunden von Jahr zu Jahr mehr in die Supply-Chain einbezogen und so zu einem bedeutsamen Partner geworden. Zudem scannen wir permanent aktiv die für uns relevanten Branchen und akquirieren wertiges Neukundengeschäft, dass sich gut in unser Portfolio einfügt.

Mit Blick auf die bereits abgelaufenen Monate des Jahres 2024 sehen wir uns in unserer Prognoseeinschätzung bestätigt.

II.3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme, da unsere Kunden überwiegend eine sehr gute Bonität besitzen. Potenzielle Neukunden werden im Vorfeld auf Bonität geprüft. Ein aktives Forderungsmanagement zur Reduzierung von Ausfällen ist geübte Praxis.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes bedeutsame Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

 

Hamburg, den 27. Juni 2024

gez. Frank Schmidt, Geschäftsführer

gez. Thomas Luba, Geschäftsführer



1 Vgl. Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ [12.04.2024, 15:25h].
2 Vgl. Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/ [12.04.2024, 15:35h].
3 Vgl. D-Statis: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html [12.04.2024, 15:50h].
4 Vgl. D-Statis: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile [12.04.2024, 16:14h].
5 Vgl. BVL: *BVL_Logistikindikator_2023_Q4_Kommentar_ifo.pdf (tst-group.io); *BVL_ifo_Logistikindikator_2024_Q1_Kommentar_ifo.pdf (tst-group.io) [17.04.2024, 10:38].
6 Vgl. Bundesagentur für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023 [17.04.2024, 14:07h]

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 285.181,00 339.663,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.445,00 8.051,00
II. Sachanlagen 256.736,00 331.612,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 256.736,00 331.612,00
B. Umlaufvermögen 6.756.572,45 9.850.991,01
I. Vorräte 781.406,00 426.582,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.432.678,64 8.916.112,04
1. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 1.116.499,38 4.103.296,73
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.316.179,26 4.812.815,31
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 542.487,81 508.296,97
Aktiva 7.041.753,45 10.190.654,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.085.173,27 4.167.297,80
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 200.000,00 200.000,00
III. Gewinnvortrag 3.667.297,80 5.495.860,73
IV. Jahresüberschuss 917.875,47 -1.828.562,93
B. Rückstellungen 619.376,69 939.258,99
C. Verbindlichkeiten 1.337.203,49 5.081.778,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 440.765,42 3.611.454,57
2. sonstige Verbindlichkeiten 896.438,07 1.470.324,10
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.318,55
Passiva 7.041.753,45 10.190.654,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.929.247,46 12.377.575,87
2. Personalaufwand 3.369.148,34 3.458.794,62
a) Löhne und Gehälter 2.779.236,54 2.902.975,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 589.911,80 555.818,91
davon für Altersversorgung 8.764,80 7.875,26
3. Abschreibungen 75.845,80 78.460,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 75.845,80 78.460,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.370.776,56 11.075.278,37
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 120.636,18 80.089,69
davon aus verbundenen und nahestehenden Unternehmen 106.761,77 79.945,13
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 94.699,02 9.208,19
davon an verbundene und nahestehende Unternehmen 85.944,14  
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 216.309,37 -340.708,94
8. Ergebnis nach Steuern 923.104,55 -1.823.366,85
9. sonstige Steuern 5.229,08 5.196,08
10. Jahresüberschuss 917.875,47 -1.828.562,93

Anhang

I Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die TST Unisped GmbH, Hamburg, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 36405 eingetragen.

II Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und das GmbHG in der jeweils gültigen Fassung beachtet. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht § 266 HGB für die Bilanz und § 275 Abs. 2 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren).

Zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie zugehörige Zinserträge und Zinsaufwendungen separat ausgewiesen. Als nahestehende Unternehmen wurden hierbei operativ tätige Unternehmen definiert, an denen die Gesellschafter der TST GmbH, Worms, direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt sind ("TST-Gruppe") und die nicht die Voraussetzungen eines verbundenen Unternehmens erfüllen.

III Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungs- dauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des immateriellen Anlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten der Palettenbestände werden auf Basis eines Perioden-Durchschnittswertes ermittelt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Ermittlungsmethodik des Perioden-Durchschnittswertes an die Bewertungsmethodik der TST-Gruppe angepasst. Hieraus ergab sich ein Ertrag in Höhe von TEuro 347.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Nettoforderungen Rechnung getragen.

Der Ansatz des Kassenbestandes sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken ist, soweit sie bis zur Erstellung des Jahres­abschlusses erkennbar waren, durch Bildung ausreichender Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

IV Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind auf der folgenden Seite dargestellt:


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
162.224,50
36.720,00
0,00
0,00
198.944,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
162.224,50
36.720,00
0,00
0,00
198.944,50
II. Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
655.153,55
2.994,80
79.414,34
0,00
578.734,01
Summe Sachanlagen
655.153,55
2.994,80
79.414,34
0,00
578.734,01
Summe Anlagevermögen
817.378,05
39.714,80
79.414,34
0,00
777.678,51

kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
154.173,50
16.326,00
0,00
0,00
170.499,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
154.173,50
16.326,00
0,00
0,00
170.499,50
II. Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
323.541,55
59.519,80
61.063,34
0,00
321.998,01
Summe Sachanlagen
323.541,55
59.519,80
61.063,34
0,00
321.998,01
Summe Anlagevermögen
477.715,05
75.845,80
61.063,34
0,00
492.497,51

Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
28.445,00
8.051,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
28.445,00
8.051,00
II. Sachanlagen



andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
256.736,00
331.612,00
Summe Sachanlagen
0,00
256.736,00
331.612,00
Summe Anlagevermögen
0,00
285.181,00
339.663,00


Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Die F orderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von TEuro 1.116 (Vj. TEuro 4.103) enthalten Forderungen aus Darlehen (TEuro 1.112; Vj. TEuro 4.610) sowie Leistungsforderungen (TEuro 4; Vj. TEuro 25). Im Vorjahr enthielt der Posten saldierte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEuro 532.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Tantieme/Prämien der Führungskräfte sowie Kundenboni. Zudem bestehen Rückstellungen für ausstehende Urlaubs- und Überstundenansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Jahresabschlusskosten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Ein­zelnen dargestellt.

Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023

< 1 Jahr
> 1 Jahr
davon > 5 Jahre

TEuro
TEuro
TEuro
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen
861
861
0
0
gegenüber nahestehenden Unternehmen
441
441
0
0
sonstige Verbindlichkeiten
36
36
0
0
Summe
1.338
1.338
0
0


Die Verbindlichkeiten waren im Vorjahr ebenso allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen ausschließlich Leistungsverbindlichkeiten in Höhe von TEuro 441.

V Sonstige Angaben

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB
Die TST Unisped GmbH und weitere Unternehmen der TST-Gruppe haften gesamtschuldnerisch für eingeräumte Kreditlinien (inkl. Avalbürgschaften) und Darlehen über TEuro 18.750, welche zum 31. Dezember 2023 in Höhe von      TEuro 588 durch die Gesellschaft und in Höhe von TEuro 3.259 durch andere Unternehmen der TST-Gruppe in Anspruch genommen wurden. Aufgrund der finanziellen Situationen der in den vorgenannten Kreditverträgen unter gesamtschuldnerischer Mithaftung einbezogenen Unternehmen, ist mit einer diesbezüglichen Inanspruchnahme  derzeit nicht zu rechnen.

Die TST Unisped GmbH nimmt als Cash-Pool-Teilnehmer zudem am Cash-Pool der TST-Gruppe teil. Die Gesellschaft und weitere Unternehmen der TST-Gruppe haften gesamtschuldnerisch für Kreditverbindlichkeiten aus dem Cash-Pool. Zum 31. Dezember 2023 weisen die Cash-Pool-Konten der Cash-Pool-Trägerin TST GmbH Guthaben aus.
Aufgrund der finanziellen Situationen der am Cash-Pool teilenhmenden Gruppengesellschaften, ist mit einer diesbezüglichen Inanspruchnahme  derzeit nicht zu rechnen.

Zur Sicherung von Verbindlichkeiten eines gruppenfremden Unternehmens gegenüber einem Kreditinstitut wurden selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von TEuro 12.370 für Kredite dieses Unternehmens abgegeben. Die den besagten Bürgschaften zu Grunde liegenden Verbindlichkeiten valutieren am 31. Dezember 2023 mit insgesamt TEuro 3.530. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der aktuellen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB
Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausstehende Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Transportgeräte, Auflieger, Pkw und EDV-Anlagen) in Höhe von TEuro 2.271.

Zudem beliefen sich die Aufwendungen aus Dauermietverträgen für Gebäude im Geschäftsjahr 2023 auf              TEuro 3.208. Die zugehörigen Mietverträge haben eine Laufzeit von 1 bis 5 Jahren.

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten im Vorjahr Aufwendungen aus dem Wiederaufleben einer Darlehensverpflichtung gegenüber einem nahestehenden Unternehmen im Zusammenhang mit einem Besserungsschein in Höhe von TEuro 3.965.

Personalbestand
Der durchschnittliche Personalbestand entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

Arbeitnehmergruppen
2023
2022
Gewerbliche Arbeitnehmer
37
38
Kaufmännische und technische Arbeitnehmer
29
29

66
67


Einzelvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Frank Schmidt (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung) sowie Herr Thomas Luba (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung). Die Angabe über die Geschäftsführerbezüge wird gemäß   § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Worms, den 27. Juni 2024

gez. Frank Schmidt, Geschäftsführer

gez. Thomas Luba, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt.

Angaben zur Ergebnisverwendung:
Der Jahresüberschuss wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die TST Unisped GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TST Unisped GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TST Unisped GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der beigefügte Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetztlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Landau, 27. Juni 2024


PALATAX GmbH



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