Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 9918
Eingetragen
26.10.2005
Branche
Reparatur und Instandhaltung von MaschinenReparatur und Instandhaltung von elektrischen AusrüstungenReparatur und Instandhaltung von sonstigen Ausrüstungen
Gegenstand
Die Eintragung betreffend den Gegenstand ist von Amts wegen berichtigt und wird wie folgt berichtigt eingetragen: Service, d.h. die Wartung, Inspektion und Reparatur von Maschinen und Anlagen, insbesondere von Pumpen, Armaturen, Elektromotoren und Aggregaten, der Elektromaschinenbau, der Handel mit Elektromotoren und ähnlichen Geräten und Zubehör

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Droese
seit 28.7.2022
Geschäftsführer
Hans Stefan Dr. Wiß
seit 26.10.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
KSB SE & Co. KGaA
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

KSB SE & Co. KGaA

Frankenthal

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der KSB SE & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2019 ("Berichtsjahr") die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben die persönlich haftende Gesellschafterin, die KSB Management SE, die durch ihre Geschäftsführenden Direktoren vertreten wird, bei der Leitung des Unternehmens beraten und deren Geschäftsführung überwacht. Regelmäßige und anlassbezogene schriftliche und mündliche Berichte der Geschäftsführenden Direktoren informierten uns zeitnah und umfassend über aktuelle Entwicklungen, insbesondere über die Geschäfts- und Finanzlage, die Personalsituation, die Investitionsvorhaben sowie über Fragen der Unternehmensplanung und Strategie. Zu ausgewählten Punkten tagte der Aufsichtsrat regelmäßig auch ohne die Geschäftsleitung.

Für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge erörterten wir ausführlich auf Basis der Berichte der Geschäftsführenden Direktoren. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden hinterfragt und von den Geschäftsführenden Direktoren im Einzelnen erläutert. Über die intensive Arbeit im Plenum und in den Ausschüssen hinaus standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende wie auch weitere Aufsichtsratsmitglieder in stetigem Kontakt mit den Geschäftsführenden Direktoren. Mit dem Verwaltungsrat der KSB Management SE, insbesondere mit dessen Vorsitzendem, fand ein stetiger Informationsaustausch zur aktuellen Geschäftsentwicklung und zu wesentlichen Geschäftsvorfällen sowie zu Fragen der Strategie, der Planung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance statt. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats nahm zudem an den Aufsichtsratssitzungen teil. Der Aufsichtsratsvorsitzende sowie sein Stellvertreter waren zu ausgewählten Themen Gäste im Verwaltungsrat.

Interessenkonflikte des Aufsichtsratsmitglieds Klaus Kühborth waren dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt. Sie betrafen bereits in den Berichten der Vorjahre erwähnte vergangene Leistungsbeziehungen der Gesellschaft zu ihrer Mehrheitsaktionärin, der Johannes und Jacob Klein GmbH, Frankenthal (Pfalz), sowie weiteren nahestehenden Personen. Herr Kühborth nahm an Erörterungen und Beschlussfassungen zu diesem Themenkomplex nicht teil. Im Berichtszeitraum traten keine weiteren Interessenkonflikte bei Aufsichtsratsmitgliedern auf.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie werden dabei von der Gesellschaft angemessen unterstützt und erhalten regelmäßig - so auch im Berichtsjahr - Informationen zu den Rechten und Pflichten sowie zur Praxis der Aufsichtsratstätigkeit. Bei neuen Mitgliedern umfasst das Informationsangebot auch einen vertieften Einblick in die unternehmensinternen Abläufe.

Schwerpunkte der Arbeit im Aufsichtsratsplenum

Im Geschäftsjahr 2019 fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Wesentliche Bestandteile aller Aufsichtsratssitzungen waren die Entwicklung der Gesellschaft und des KSB Konzerns, vornehmlich deren Geschäfts- und Beschäftigungslage, wesentliche Investitionsprojekte sowie die strategische Ausrichtung.

Unsere regelmäßigen Beratungen mit den Geschäftsführenden Direktoren zum Geschäftsverlauf umfassten die Analyse der Entwicklung in den Segmenten und Regionen sowie der Ertragslage. Geeignete Maßnahmen zu deren Verbesserung wurden dabei ebenso diskutiert wie die von den Geschäftsführenden Direktoren vorgestellten Wachstumsinitiativen. Über die Entwicklung laufender Großinvestitionen in unsere Fertigungseinrichtungen an verschiedenen Standorten informierten die Geschäftsführenden Direktoren ebenso in allen Sitzungen. Dabei bildete die Erweiterung der Fertigungskapazitäten in unserem US-amerikanischen Werk in Grovetown, Georgia, das auf die Herstellung von Großpumpen für den Bergbau spezialisiert ist, einen Schwerpunkt. Dort wurden im Berichtsjahr die Arbeiten der zweiten Ausbauphase gestartet. Der Neubau einer Produktionshalle sowie deren Einrichtung mit Maschinen für die mechanische Bearbeitung und Montage soll zur Beseitigung bestehender Produktionsengpässe beitragen und im Jahr 2021 abgeschlossen werden. In die Entscheidungen über die Gründung eines Service-Joint-Ventures in Ägypten sowie die Akquisition eines im Servicegeschäft tätigen Unternehmens in der Slowakei war der Aufsichtsrat ebenfalls eingebunden. Beide Maßnahmen dienen dem Ausbau der Service-Aktivitäten, mit denen wir unter der Marke KSB SupremeServ auf den internationalen Märkten operieren. Auch die Pläne zur Gründung von Gesellschaften in Subsahara-Afrika befürworteten wir, um die Aufstellung des KSB Konzerns in dieser herausfordernden Region zu verbreitern. Der Aufsichtsrat ließ sich ferner in allen Sitzungen eingehend über den Stand der Strategieerarbeitung im Rahmen des Projekts "Climb 21" berichten.

Dieses ergebnisorientierte, konzernweite Programm, dessen Umsetzung im vergangenen Jahr begann, beinhaltet neben einer an Märkten orientierten Neuausrichtung des Pumpengeschäfts insbesondere eine fokussierte Weiterentwicklung des Service- sowie des Armaturengeschäfts. Die jeweiligen Wachstumsschwerpunkte wurden herausgearbeitet; die Erreichung der anspruchsvollen Ziele wird im laufenden Geschäftsjahr durch korrelierende organisatorische Maßnahmen, u.a. eine Aufbauorganisation nach Marktbereichen, unterstützt.

In den einzelnen Aufsichtsratssitzungen wurden darüber hinaus folgende Punkte behandelt:

Die Sitzung im März 2019 beinhaltete insbesondere die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2018, einschließlich des Lageberichts und des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts für die Gesellschaft und den KSB Konzern nach §§ 315b, 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB; dazu erläuterte der Wirtschaftsprüfer die Prüfungsschwerpunkte und -ergebnisse. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erstattete ausführlich Bericht über die durchgeführte Prüfung der Rechnungslegung für diesen Zeitraum. Dem von der persönlich haftenden Gesellschafterin vorgelegten Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2018 schlossen wir uns an.

Im Mai 2019 ließ sich der Aufsichtsrat im Detail über die bisherige Entwicklung und das erwartete Wachstum des chinesischen Nuklearmarktes berichten; der speziell hierfür aufwändig entwickelte und gebaute Prototyp einer neuen Hauptkühlmittelpumpe wurde im Berichtsjahr erfolgreich getestet und erhielt die Empfehlung eines chinesischen Expertengremiums für den Einsatz in Kernkraftwerken der neuesten Generation. Die Geschäftsführenden Direktoren sehen nunmehr gute Chancen auf weitere Bestellungen.

Zur September-Sitzung trat der Aufsichtsrat am Sitz der KSB Italia S.p.A. im norditalienischen Concorezzo zusammen. Diese Gesellschaft zählt zu den größten Vertriebsgesellschaften in Europa und unterhält darüber hinaus mehrere Servicestandorte. Ihr Geschäftsführer berichtete über die Schwerpunkte der dortigen Geschäftstätigkeit und die Entwicklung der Geschäftszahlen. Eingehend erläutert wurde in dieser Sitzung auch der Geschäftsverlauf bei der brasilianischen Tochtergesellschaft KSB Brasil Ltda. mit Sitz in Varzea Paulista. Diese Gesellschaft, die Marktführer in Brasilien ist, konnte ihre Profitabilität seit 2017 - nach erfolgreich umgesetzten Kostensenkungs- und Wachstumsmaßnahmen - deutlich steigern.

Einen Schwerpunkt in der Dezember-Sitzung stellten die Planungen für das Geschäftsjahr 2020 dar. Die Geschäftsführenden Direktoren berichteten ausführlich zu den entsprechenden Zielen, vor allem über Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Ein besonderer Fokus lag auf der Festlegung des Investitionsbudgets; dieses entfällt zu einem großen Teil auf die Erweiterung von Fertigungskapazitäten in Wachstumsmärkten sowie auf die Modernisierung des Maschinenparks. Im Hinblick auf das laufende Strategieprojekt und die damit verknüpfte künftige Neuorganisation stellten die ersten Marktbereiche in dieser Sitzung den Stand ihrer erarbeiteten Maßnahmen vor. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich ferner mit dem Bericht der Internen Revision zu einem problematischen Altprojekt in London, über das auch schon im Vorjahr an dieser Stelle berichtet wurde. Die Gründe für dessen Fehlentwicklung, die entstandenen Mehrkosten sowie die gezogenen Konsequenzen wurden im Detail erläutert und diskutiert. Dem Aufsichtsrat wurden die getroffenen Vorkehrungen zur Vermeidung ähnlicher Projektrisiken in der Zukunft aufgezeigt. Der Aufsichtsrat befasste sich - unterstützt vom Personalausschuss - im Berichtsjahr ferner mit den im Jahr 2020 auslaufenden Bestellungen der Geschäftsführenden Direktoren Dr. Stephan J. Timmermann, Dr. Matthias Schmitz und Ralf Kannefass und befürwortete deren vom Verwaltungsrat danach beschlossene Verlängerung um jeweils drei Jahre.

Bei der fortgesetzten Aufarbeitung vergangener, problematischer Leistungsbeziehungen der Gesellschaft zu ihrer Mehrheitsaktionärin sowie weiteren nahestehenden Personen kamen wir im Berichtsjahr nochmals deutlich voran. Es gelang der Abschluss einer außergerichtlichen Vergleichsvereinbarung, welche die - teilweise schon 2018 geltend gemachten - Schadensersatzansprüche der Gesellschaft gegenüber bestimmten handelnden Personen einvernehmlich regelt. Diese Vergleichsvereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der diesjährigen Hauptversammlung. Wie bereits im letztjährigen Bericht des Aufsichtsrats ausgeführt, konnten in den vergangenen Jahren zudem erhebliche Ausgleichszahlungen gegen betreffende Leistungsempfänger durchgesetzt werden.

Schwerpunkte der Arbeit in den Ausschüssen

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben arbeitete der Aufsichtsrat im Berichtsjahr mit vier Ausschüssen. Sie bereiteten sowohl Beschlussfassungen als auch besondere Themen zur Erörterung im Plenum vor. Darüber hinaus trafen sie - soweit gesetzlich zulässig - in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich eigene Entscheidungen. Diese Aufteilung hat sich in der praktischen Arbeit bewährt. Die Ausschussvorsitzenden berichteten in den Plenumssitzungen regelmäßig und umfassend über die Inhalte und Ergebnisse der Arbeit in den Ausschüssen.

Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern. Bei der Suche und Evaluierung geeigneter Kandidaten, die über fachliche Expertise und Industrieerfahrung verfügen sollen, ist die längerfristige Nachfolgeplanung ein wesentlicher Gesichtspunkt. Der Ausschuss trat im Berichtsjahr zweimal zusammen.

Der Ausschuss für Unternehmensentwicklung befasst sich mit strategisch relevanten Fragestellungen u.a. aus den Bereichen Technologie, Produktion und Vertrieb. Er kam im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammen. Dabei ließ sich der Ausschuss zu dem cloudbasierten Pumpenüberwachungssystem KSB Guard informieren, für das Anfang 2019 die Verkaufsfreigabe erfolgte. Das System überwacht die Leistungs- und Zustandsdaten von Pumpen und trägt so in den Anlagen unserer Kunden zur Betriebssicherheit und Kostensenkung bei. Es ist ein Beispiel für das Potenzial der Digitalisierung in unserer Branche. Um die Innovationskultur generell zu fördern, führte die Gesellschaft 2019 einen Global Innovation Day durch, über dessen Ablauf und Ergebnisse der Ausschuss informiert wurde. Das Gremium informierte sich ferner, wie sich die Fertigung des früheren Werks Bochum nach deren Verlagerung 2018 in das Werk Pegnitz entwickelt. Die dazu vorgelegten Zahlen zeigten eine deutliche Einsparung bei Einkaufs- und Produktionskosten, unterstützt durch Synergieeffekte und eine Bereinigung der Prozesse. Beispiele für behandelte vertriebliche Themen sind Maßnahmen zur Steigerung des Servicegeschäfts sowie Prozesse und Organisation in den besonderen jeweiligen Vertriebsbereichen.

Der Personalausschuss hielt im Berichtsjahr zwei Sitzungen ab. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit Themen und Herausforderungen der Personalarbeit im Konzern. Zudem entscheidet er insbesondere über die Vornahme von Geschäften, bei denen der Aufsichtsrat nach § 112 AktG zur Vertretung der Gesellschaft berufen ist sowie über Angelegenheiten zur Durchführung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder. Im Berichtsjahr erörterte der Ausschuss mit der zuständigen Fachabteilung den Stand der konzernweiten Einführung einer Software für Personalverwaltung und -management. Auf der Tagesordnung standen ferner die grundsätzlich erfreulichen Ergebnisse der im Berichtsjahr durchgeführten Mitarbeiterbefragung. Danach erhöhte sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter in Summe gegenüber der ersten Befragung 2016 deutlich. Der Ausschuss ließ sich die Auswertung detailliert erläutern, darunter den punktuellen Handlungsbedarf sowie die vorgesehenen Maßnahmen. Ein weiterer Themenschwerpunkt in den Sitzungen war die vorstehend schon erwähnte Befassung mit der Verlängerung auslaufender Bestellungen der Geschäftsführenden Direktoren.

An den sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses im Berichtsjahr nahmen in der Regel die beteiligten Geschäftsführenden Direktoren und die Leiter relevanter Fachbereiche sowie mehrfach der Abschlussprüfer teil. Der Prüfungsausschuss erörterte den Jahres- und Konzernabschluss 2018 sowie die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers; umfassend erörtert wurde auch der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht. Der Ausschuss bereitete die selbstständige Prüfung der Abschlüsse, der Lageberichte und des Gewinnverwendungsvorschlags durch den Aufsichtsrat vor. Dem Plenum unterbreitete der Prüfungsausschuss darüber hinaus einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers durch die letztjährige Hauptversammlung. Des Weiteren beauftragte der Ausschuss den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 und legte bestimmte Prüfungsschwerpunkte fest. Die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers wurde eingeholt und das Fortbestehen der Unabhängigkeit sowie die Erbringung von Nichtprüfungsleistungen überwacht. Ferner erörterte der Ausschuss den Halbjahresfinanzbericht für das Berichtsjahr mit den Geschäftsführenden Direktoren.

Der Ausschuss befasste sich zudem schwerpunktmäßig mit der Überwachung der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses, des Risikomanagementsystems sowie mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems einschließlich der Compliance sowie der Abschlussprüfung. Regelmäßig erläutert wurden auch die Berichte der Internen Revision. Dabei nahm der Bericht zum vorstehend erwähnten kritischen Altprojekt in London eine zentrale Bedeutung ein. Dessen Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2018 waren Anlass für eine separate Sitzung im Geschäftsjahr 2019, um den Verlauf und die daraus abgeleiteten Maßnahmen zu analysieren. Zu den darüber hinaus vom Ausschuss behandelten Themen gehörten die Handhabung des Währungsmanagements sowie die Beratung über die Entwicklung ausgewählter Tochtergesellschaften.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat die Entwicklungen der Corporate-Governance-Standards im Berichtsjahr fortlaufend beobachtet. Über die Corporate Governance bei der Gesellschaft berichten die persönlich haftende Gesellschafterin, handelnd durch ihre Geschäftsführenden Direktoren, und der Aufsichtsrat als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung gem. §§ 289f Abs. 2 und 3, 315d HGB. Am 19. Dezember 2019 gaben sie gemeinsam eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab und machten diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft zugänglich. Die Gesellschaft entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bis auf wenige begründete Ausnahmen.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2019

Der Aufsichtsrat hat den nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der KSB SE & Co. KGaA zum 31. Dezember 2019 sowie den auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss und den für beide Abschlüsse zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2019 nebst dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Dies gilt ebenfalls für den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht.

Die zum Abschlussprüfer bestellte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Mannheim, hat den Jahresabschluss der KSB SE & Co. KGaA zum 31. Dezember 2019 sowie den Konzernabschluss und den für die Gesellschaft und den Konzern zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2019 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die dem Abschlussprüfer vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr aufgegebenen besonderen Prüfungsschwerpunkte umfassten im Konzernabschluss unter anderem die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie des immateriellen und Sachanlagevermögens, im Jahresabschluss die Werthaltigkeit selbst erstellter Software. Der gesonderte zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Über seine Feststellungen erstattete der Abschlussprüfer schriftlich und mündlich Bericht.

Die Abschlussunterlagen nebst dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin für die Verwendung des Bilanzgewinns, der nichtfinanzielle Bericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugegangen. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 6. März 2020 und am 12. März 2020 sowie im Aufsichtsratsplenum am 19. März 2020 intensiv behandelt und von den Geschäftsführenden Direktoren der persönlich haftenden Gesellschafterin jeweils ausführlich erläutert. Der Abschlussprüfer nahm an den Beratungen beider Gremien teil, berichtete über die Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht sowie zum gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht. Gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses billigt der Aufsichtsrat die von der persönlich haftenden Gesellschafterin aufgestellten Abschlüsse. Den Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin für die Verwendung des Bilanzgewinns der KSB SE & Co. KGaA, insbesondere die Erhöhung der Dividende auf EUR 8,50 je Stamm-Stückaktie und EUR 8,76 je Vorzugs-Stückaktie, hält der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung für angemessen; er schließt sich dem Vorschlag an.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Herr Alois Lautner legte sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats zum 31. Dezember 2019 wegen seines Eintritts in den Ruhestand nieder. Er war seit 2001 Mitglied des Aufsichtsrats und seit 2013 dessen stellvertretender Vorsitzender. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Lautner für seine langjährige, erfolgreiche Mitwirkung im Gremium. Für ihn rückte zum 1. Januar 2020 Herr Harald Schöberl als gewählter Ersatzkandidat der Arbeitnehmer in den Aufsichtsrat nach. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats wählte der Aufsichtsrat am 17. Januar 2020 Herrn René Klotz.

Den Geschäftsführenden Direktoren und dem Verwaltungsrat der persönlich haftenden Gesellschafterin, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzernunternehmen dankt der Aufsichtsrat für ihre konstruktive und engagierte Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Frankenthal, den 19. März 2020

Der Aufsichtsrat

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Der vorliegende Lagebericht fasst die Lageberichte der KSB SE & Co. KGaA, Frankenthal / Pfalz, und des KSB Konzerns erstmalig im Geschäftsjahr 2019 zusammen (zusammengefasster Lagebericht).

Der KSB Konzern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunden weltweit mit qualitativ hochwertigen Pumpen und Armaturen sowie zugehörigen Systemen zu versorgen. Den Anwendern dieser Produkte steht darüber hinaus ein breites Serviceangebot zur Verfügung.

Die KSB SE & Co. KGaA hält als Muttergesellschaft direkt oder indirekt die Anteile an den zum Konzern gehörenden Unternehmen. Neben ihr werden 9 in- und 76 ausländische Gesellschaften vollkonsolidiert; 6 weitere Gesellschaften werden nach der Equity-Methode erfasst. KSB ist aktuell in mehr als 40 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten.

Die umsatzstärksten Gesellschaften des KSB Konzerns sind neben der KSB SE & Co. KGaA die

KSB S.A.S., Gennevilliers (Paris, Frankreich),
KSB Shanghai Pump Co., Ltd., Shanghai (China),
GIW Industries, Inc., Grovetown / Georgia (USA),
KSB Limited, Pimpri (Pune, Indien),
KSB Service GmbH, Frankenthal,
KSB BRASIL LTDA., Várzea Paulista (Brasilien),
KSB Italia S.p.A., Mailand (Italien).

Das grundlegende Geschäftsmodell wurde im Berichtsjahr nicht verändert. Externe wirtschaftliche und politische Veränderungen haben sich allerdings partiell auf die Geschäftstätigkeit ausgewirkt. Sie sind - soweit für KSB relevant und wesentlich - in den nachfolgenden Kapiteln beschrieben.

ORGANISATION, LEITUNG UND KONTROLLE

Die KSB SE & Co. KGaA ist mit Eintragung in das Handelsregister am 17. Januar 2018 aus der KSB Aktiengesellschaft entstanden. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ist eine in Deutschland für Unternehmen mit familien- und stiftungsgeprägter Eigentümerstruktur verbreitete Rechtsform. Komplementärin ist die KSB Management SE, eine Europäische Aktiengesellschaft. Die Anteile dieser Gesellschaft gehören zu 100 % der Klein, Schanzlin & Becker GmbH, einer Tochtergesellschaft der gemeinnützigen KSB Stiftung und der Kühborth-Stiftung GmbH. Die KSB SE & Co. KGaA und damit der KSB Konzern werden aus der KSB Management SE heraus geleitet. Das Leitungsgremium setzt sich zusammen aus vier Geschäftsführenden Direktoren und einem aus fünf Mitgliedern bestehenden Verwaltungsrat.

Strategie und Handlungsanweisungen der Geschäftsführenden Direktoren setzen Führungskräfte und Mitarbeiter in einer Organisation um, die nach den Zuständigkeiten für Produktgruppen sowie für Zentralfunktionen und Regionen gegliedert ist.

Alle Organisationseinheiten im KSB Konzern zielen in ihrem Handeln auf ein nachhaltig profitables Wachstum, das mittel-und langfristig die Zukunft und finanzielle Unabhängigkeit von KSB sichern soll. KSB wird von einem aus zwölf Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat kontrolliert. Sechs Ratsmitglieder wählt die Hauptversammlung der Aktionäre, die übrigen sechs Mitglieder entsenden die Arbeitnehmer nach den Maßgaben des Mitbestimmungsgesetzes.

Der KSB Konzern gliedert seine Geschäftsaktivitäten nach den Produktgruppen Pumpen und Armaturen sowie dem Service in drei Segmente. Das Segment Pumpen umfasst ein- und mehrstufige Pumpen sowie die zugehörigen Regel- und Antriebssysteme. Einsatzgebiete sind Industrie, Chemie / Petrochemie, Energieversorgung, Wassertransport und Abwasserreinigung, Baugewerbe sowie hydraulischer Feststofftransport im Bergbau. Im Segment Armaturen sind Absperrklappen, Ventile, Schieber, Regel- und Membranventile sowie Kugelhähne zusammengefasst. Die zugehörigen Antriebe und Regelungen sind ebenfalls enthalten. Die Einsatzgebiete für diese Produkte sind im Wesentlichen mit denen für Pumpen identisch. Das Segment Service, für das KSB im Geschäftsjahr 2018 die eigene Marke KSB SupremeServ eingeführt hat, umfasst für alle diese Anwendungsfelder die Montage, Inbetriebnahme, Inspektion, Wartung und Reparatur von Pumpen, artverwandten Systemen sowie Armaturen, ebenso modulare Servicekonzepte und Systemanalysen für komplette Anlagen.

MÄRKTE UND STANDORTE

Im KSB Konzern machen Kreiselpumpen rund zwei Drittel des Umsatzes aus. Sie werden ebenso wie Absperrarmaturen an Anlagenbauer, Erstausrüster und Endkunden verkauft sowie teilweise über Händler in den Markt gebracht. Gleiches gilt für Steuerungs-, Regelungs- und Überwachungssysteme sowie für Kompaktanlagen mit Pumpen und Armaturen.

Der größte und am besten erschlossene Absatzmarkt für diese Produkte ist Europa; hier unterhält KSB seine wichtigsten Fertigungsstätten in Deutschland und Frankreich. Das Stammwerk der heutigen KSB SE & Co. KGaA in Frankenthal ist das größte europäische Werk vor den Produktionsstandorten in Pegnitz (Bayern), Halle (Sachsen-Anhalt) und La Roche-Chalais (Frankreich).

Den zweitwichtigsten Markt finden KSB-Produkte in der Region Asien / Pazifik, gefolgt von Amerika und der Region Mittlerer Osten / Afrika. Im außereuropäischen Raum liegen die größten KSB-Werke in Brasilien, China, Indien und in den USA.

Insgesamt fertigt KSB Produkte und Komponenten in 17 Ländern; der Vertrieb erfolgt über eigene Gesellschaften und Vertretungen in mehr als 100 Staaten. Mit ihren Erzeugnissen bedienen die Konzerngesellschaften Kunden in der Industrie einschließlich der Chemie und Petrochemie, in der Energieversorgung, im Baugewerbe und in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie im Bergbau. Die bedeutendsten Märkte waren auch 2019 Allgemeine Industrie, Energie und Wasser / Abwasser.

Als größte Gesellschaft des KSB Konzerns bedient die KSB SE & Co. KGaA alle Regionen und Märkte des Konzerns.

Um Produkte kostengünstig anbieten zu können, wird der Beschaffungsbedarf des Konzerns gebündelt und weltweit nach günstigen Lieferanten, die die entsprechenden Qualitätsanforderungen erfüllen, gesucht. Die Marktstellung als einer der führenden Pumpen- und Armaturenhersteller kann der KSB Konzern aufgrund guter und langfristiger Beziehungen zu Kunden und Lieferanten behaupten. Hierfür sind hervorragend ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sowie ein hohes Qualitätsniveau der Produkte Grundvoraussetzungen.

Steuerungssystem

Basierend auf einer Matrixorganisation ermittelt KSB die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt:

KSB trifft Management-Entscheidungen vorrangig für den gesamten Konzern und für die Segmente Pumpen, Armaturen und Service auf Grundlage folgender Kennzahlen: Auftragseingang, Umsatz sowie EBIT. Das EBIT definiert KSB als Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragssteuern. Bei Festlegung der Kennzahlen orientiert sich KSB einerseits an der Entwicklung des Marktes sowie andererseits an den wichtigsten Wettbewerbern. Darüber hinaus betrachtet KSB weiterhin die Kennzahlen Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT), Umsatzrendite vor Ertragsteuern (Return on Sales) und die Nettofinanzposition, die seit dem Geschäftsjahr 2019 nicht länger bedeutsame Leistungsindikatoren darstellen.

Management-Entscheidungen für die KSB SE & Co. KGaA werden auf Grundlage der gleichen Steuerungsgrößen wie für den Konzern getroffen.

Es werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur primären Steuerung des Konzerns und somit zur Entscheidung von Managementfragen herangezogen.

Forschung und Entwicklung

Innovationen sind ein Grundpfeiler der Aktivitäten von KSB und gehören zu den Kernelementen der Strategie. Sie werden als Lösungen, die einen Mehrwert für die Kunden schaffen und in neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle münden, definiert.

Kreative Lösungen zu finden, gelingt dort am besten, wo Entwickler in der Wahl der Ansätze und Methoden über hohe Freiheitsgrade verfügen. Um mit diesem Ziel die traditionellen Wege von Forschung und Entwicklung zu verlassen, hat KSB das "Business Innovation Lab" außerhalb der Werke eingerichtet. In diesem Thinktank kümmern sich "Digital Natives" - also junge Menschen, die im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind - gemeinsam mit erfahrenen Spezialisten um Ideen zur "Digitalen Transformation" des Unternehmens sowie um neue Wege in der Vermarktung von Pumpen, Armaturen und hydraulischen Systemen.

Über diese Innovationsansätze hinaus ist die Verknüpfung hydraulischer und elektronischer Systeme ein Schwerpunkt der Aktivitäten. Sie öffnet den Zugang zu neuen Geschäftsmodellen. Da viele der Produktkomponenten Kontakt mit Flüssigkeiten haben, die korrosiv oder abrasiv wirken, ist die Werkstoffforschung ebenfalls ein zentrales Betätigungsfeld der Entwickler.

In diesen Aktivitäten stützt sich der KSB Konzern vornehmlich auf seine starken Forschungs- und Entwicklungskompetenzen in Europa sowie in Indien. Darüber hinaus kooperiert er mit externen Instituten und Forschungseinrichtungen. Insgesamt wendete der Konzern für den Bereich Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr rund 50 Mio. € auf. Dies entspricht einer Quote von circa 2 % des Umsatzes. Die KSB SE & Co. KGaA investierte im Berichtsjahr 34 Mio. € in Forschung- und Entwicklung, was einer Quote von circa 4 % des Umsatzes entspricht. Ein Großteil der Entwicklungsarbeiten erfolgt dabei für Kundenprojekte. Konzernweit waren im Jahresdurchschnitt 512 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung beschäftigt. In der KSB SE & Co. KGaA waren im Berichtsjahr 271 Mitarbeiter mit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten befasst.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltkonjunktur hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 weiter an Dynamik verloren. Der Internationale Währungsfonds (IWF), dessen Zahlen für die Planung genutzt werden, ging zu Jahresbeginn 2019 von einem Wachstum von 3,5 % aus. Die tatsächliche Entwicklung blieb mit + 2,9 % hinter dieser Prognose zurück und lag damit auf dem niedrigsten Stand seit der globalen Finanzkrise 2008/09. Die anhaltenden handelspolitischen Beschränkungen des Warenverkehrs und geopolitische Spannungen führten zu einer Verschlechterung im Geschäftsklima und bremsten Investitionsentscheidungen ab. Von der Konjunkturabschwächung waren sowohl wirtschaftlich fortgeschrittene Länder (+ 1,7 %) als auch Schwellen- und Entwicklungsländer (+ 3,7 %) betroffen.

Europa war auch 2019 für das KSB-Geschäft von primärer Bedeutung. Im "Heimatmarkt" schwächte sich allerdings das Wachstum der Wirtschaft - auf Basis der IWF-Prognose - stärker ab als in der weltweiten Betrachtung. Die Auswirkungen der globalen Handelseinschränkungen und einbrechende Absatzzahlen in der Automobilindustrie äußerten sich in einer deutlich geschwächten Außennachfrage und drückten das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum auf + 1,2 %. Insbesondere in Deutschland ließ das Exportgeschäft nach. Verbunden mit einer geringeren Industrieproduktion führte dies dazu, dass die Wirtschaft nur um + 0,5 % wachsen und knapp einer Rezession entgehen konnte. Frankreich blieb angesichts einer stabilen Binnennachfrage vom Wachstumsrückgang weitestgehend verschont und zeigte ein Wirtschaftswachstum von + 1,3 %. In Italien führten neben der rückläufigen Außennachfrage, die politische Unsicherheit und geringere private Konsumausgaben zu einer Abschwächung des Wachstums auf + 0,2 %. In Großbritannien verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum auf + 1,3 %. Dies war hauptsächlich beeinflusst durch die anhaltende Unsicherheit über die Folgen des anstehenden Brexits sowie ein dadurch bedingt zurückhaltenderes Investitionsverhalten. In Spanien ist die Wirtschaft dank einer starken Binnennachfrage im Ländervergleich erneut überdurchschnittlich gewachsen. Dadurch verbesserten sich die Rahmenbedingungen für den dortigen Vertrieb sowie für Produktion und Service.

Nachdem die Wirtschaft der USA in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum verzeichnete, schwächte sich dieses im Jahr 2019 ab. Der Rückgang war im Wesentlichen zurückzuführen auf die höheren Handelszölle und den abklingenden Effekt der Steuersenkungspolitik. Insgesamt erreichte die US-amerikanische Wirtschaft ein Wachstum von + 2,3 % und lag damit ebenfalls leicht unter den Prognosen des IWF zu Jahresbeginn.

Während das Wirtschaftswachstum in China und Indien nach wie vor über dem Durchschnitt der aufstrebenden Länder Asiens lag, war der Anstieg auch dort im Jahresvergleich rückläufig. Trotz der stabilisierenden Fiskalpolitik und staatlicher Infrastrukturprojekte ging das Wirtschaftswachstum in China auf + 6,1 % zurück. Zur Verlangsamung trugen schwächere Exporte und ein Rückgang der Investitionstätigkeit bei. In Indien ging das Wirtschaftswachstum bedingt durch eine schwächere Binnennachfrage auf + 4,8 % zurück.

Die fünf ökonomisch bedeutendsten Länder Südostasiens - Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Thailand und Vietnam - erzielten mit insgesamt + 4,7 % eine Zuwachsrate unter dem Vorjahresniveau. Die Prognose des IWF für diese Länder, in denen KSB ebenfalls mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, wurde im Jahresverlauf gesenkt.

Deutlich schwächer und erheblich unter den Erwartungen zu Jahresbeginn blieb die Region Südamerika mit den für KSB wichtigen Märkten in Argentinien, Brasilien und Chile. Hier lag das Wachstum bei lediglich + 0,2 %. In Argentinien verstärkten sich nach den Wahlen im August die Währungskrise und der Kapitalabfluss. In der Folge führte dies zu einem weiteren Wirtschaftsrückgang. In Brasilien stützten Strukturreformen sowie verbesserte Bedingungen auf den Finanzmärkten, die durch die expansive Geldpolitik begleitet wurden, die Wirtschaft. Diese Maßnahmen konnten jedoch eine leichte Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Vergleich zum Vorjahr nicht verhindern.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Länder in der Region Mittlerer Osten / Afrika war vor allem geprägt durch die internationalen Spannungen und Wirtschaftssanktionen sowie von einem nur durch kurzfristige und angebotsindizierte Preisschocks unterbrochenen insgesamt rückläufigen Ölpreis. In Südafrika, wo KSB ein Fertigungswerk in Johannesburg betreibt, bremsten politische Unsicherheit, geringe Investitionen und Handelsrestriktionen das Wirtschaftswachstum. Für Saudi-Arabien, ein ebenfalls großer Absatzmarkt von KSB, revidierte der IWF seine Prognose angesichts des Rückgangs der Rohölförderung und der Industrieproduktion erheblich nach unten.

Für Russland zeichnete sich aufgrund der anhaltenden Sanktionen und des Fehlens ausländischer Investitionen eine weitere Abschwächung der Konjunktur ab.

INSGESAMT ABGESCHWÄCHTE NACHFRAGEENTWICKLUNG

Im Jahresverlauf bremsten die internationalen Handelseinschränkungen die Investitionstätigkeit und Industrieproduktion weltweit ab. Dies führte dazu, dass sich auch im für KSB wichtigen Markt Allgemeine Industrie eine insgesamt rückläufige Entwicklung des Nachfragewachstums zeigte.

Die petrochemische Industrie stand angesichts geopolitischer Spannungen, sich verändernder internationaler Lieferketten, volatiler Rohölpreise sowie sich verändernder Nachfrage vor mehrfachen Herausforderungen. Ölraffinerien konnten durch den anstehenden Umstieg auf schwefelarme Kraftstoffe in der Schifffahrt ab 2020 bereits im vergangenen Jahr von einer höheren Nachfrage und Kapazitätsauslastung profitieren. Die ab 2020 in Kraft tretende Verordnung der Internationalen See-schifffahrtsorganisation (IMO) fordert eine Reduktion von Schwefeloxiden von 3,5 % auf 0,5 %.

Der Verbrauch von Erdgas ist nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Regional trugen dazu verschiedene Faktoren bei. In China wirkten politische Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und im Mittleren Osten waren es die Bestrebungen zur Reduktion der Abhängigkeit von Rohöl. Im Jahr 2019 haben die Investitionen in Flüssiggas-Technologien (LNG-Technologien) ein Rekordniveau erreicht.

Im Gegensatz dazu steht die Entwicklung in der chemischen Industrie. In China, dem Land mit der weltweit größten Chemieproduktion, hat sich das Wachstum der Branche abgeschwächt. Auch für die USA hat der nationale Chemieverband seine Prognose für 2019 abgesenkt. In Europa war die Entwicklung bedingt durch die Abschwächung im verarbeitenden Gewerbe ebenfalls rückläufig.

Für die Wasser- und Abwasserwirtschaft sind die zunehmende Industrialisierung und Urbanisierung die treibenden Kräfte für ein stabiles Wachstum. Marktbeobachter gehen daher für 2019 von einem deutlichen Anstieg der Investitionen in der Abwasserwirtschaft aus. Größere Investitionsvorhaben wurden im Jahresverlauf durch die Erschließung ländlicher Regionen in Afrika und Südamerika sowie zur Effizienzverbesserung in Ländern im Mittleren Osten, insbesondere in Saudi-Arabien, initiiert.

Bei den Investitionen in Gas- und Kohlekraftwerken setzte sich der rückläufige Trend aus den vergangenen Jahren fort. In Nordamerika und Europa fand in den vergangenen Jahren kontinuierlich ein Kapazitätsrückbau konventioneller Kraftwerke statt. Einen Zuwachs gab es lediglich in Asien und im Mittleren Osten. Bei Kernkraftwerken lag die weltweite Kapazität zu Beginn des Jahres 2019 leicht über dem Niveau des Vorjahres. Nahezu alle neuen Reaktoren waren in China ans Netz gegangen. Weltweit befinden sich nach wie vor über 50 Kernkraftwerksreaktoren im Bau. Im Bereich der erneuerbaren Energien fand im vergangenen Jahr der stärkste Kapazitätsausbau statt. Was den gesamten Energieverbrauch anbelangt, so weisen die Monatsstatistiken der IEA für die Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bis einschließlich Oktober 2019 einen Rückgang aus.

Im Bergbau waren die Auswirkungen der Konjunkturabschwächung zu spüren. Die Kohleproduktion stieg weltweit nur leicht, gestützt von einer höheren Nachfrage hauptsächlich in China, Indien und Australien. In den USA, Kanada und einer Reihe europäischer Länder - darunter insbesondere Deutschland - steht die Kohleindustrie angesichts der Emissionsregulierung im Wandel. Auch der Bergbau von Metallen wie Eisen und Kupfer war im vergangenen Jahr einem Dämpfer ausgesetzt. Die Produzenten von Edelmetallen profitierten im vergangenen Jahr von höheren Preisen.

Die Bauwirtschaft steht global nach jahrelangem starken Wachstum an einem Wendepunkt. Dadurch bedingt reduzieren sich auch die Wachstumsraten bei energieeffizientem Bauen und Heizen. Starke Impulse waren dagegen für die Kühl- und Klimatechnik insbesondere in Asien erwartet worden. Gestützt durch öffentliche Infrastrukturprojekte wird der Zuwachs der Bauwirtschaft den Erwartungen nach am stärksten in China ausfallen. Auch im deutschen Baugewerbe gab es im Gegensatz zu einer insgesamt abflauenden Konjunktur immer noch starke Zuwachstraten, die alle Bausparten gleichermaßen betrafen.

MASCHINENBAU IM ABSCHWUNG

Nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) haben die vielen politisch motivierten Umwälzungen die potenziellen Investoren verunsichert, zudem kam es durch den Transformationsprozess in der Automobilindustrie zu Nachfrageausfällen. Der weltweite Umsatz im Maschinenbau stagniert laut VDMA im Jahr 2019 preisbereinigt auf dem Niveau des Vorjahres. An den TOP-5-Standorten (China, USA, Deutschland, Japan, Italien), die für gut 70 % des weltweiten Umsatzes stehen, war die Entwicklung voraussichtlich lediglich in China positiv. Positive Umsatzentwicklungen konnten daneben einzelne Länder im Euro-Raum und Schweden erzielen. In Großbritannien entwickelte sich der Umsatz der Maschinenbau-Industrie negativ.

Laut VDMA ist auch der Umsatz im deutschen Maschinenbau um 3,4 % zurückgegangen. Die preisbereinigte Produktion hat nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau mit einem Rückgang um 3,2 % verfehlt. Die Kapazitätsauslastung sank unter ihren langjährigen Durchschnittswert.

Im Bereich Flüssigkeitspumpen verzeichnete der VDMA ein reales Umsatzwachstum deutscher Pumpenhersteller von 2 %. Die Industriearmaturen stagnierten mit einer Umsatzentwicklung von real + / - 0 %. Bei Gebäudearmaturen lag das Umsatzwachstum bei 1 %.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Das Geschäft hat sich in den ersten sieben Monaten aufgrund der guten Investitionstätigkeit der Kunden in wichtigen Absatzmärkten weiter verbessert. Dies war insbesondere in den Märkten Energie, Wasser / Abwasser und Baugewerbe der Fall.

In den letzten fünf Monaten des Jahres hingegen zeigte sich eine deutliche Abkühlung des Investitionsgütermarktes.

Die Chancen der Märkte nahm KSB über die globale KSB-Verkaufsorganisation wahr, gestützt auf ihren weltweiten Fertigungsverbund und ihre Serviceorganisation sowie auf nationale Händlernetze.

AUFTRAGSEINGANG

Das Volumen der erzielten Auftragseingänge konnte im Geschäftsjahr spürbar um + 150,2 Mio. € (+ 6,5 %) auf 2.453,8 Mio. € gesteigert werden.

Nennenswerte Anstiege konnten insbesondere mit Kunden in den Märkten Energie (+ 43,4 Mio. €), Allgemeine Industrie (+ 25,4 Mio. €), Wasser / Abwasser (+ 23,3 Mio. €) und Baugewerbe (+ 20,8 Mio. €) verzeichnet werden. Dies entspricht in Summe einem Wachstum von 6,5 %.

Regional konnten fast alle Gesellschaften einen deutlich höheren Auftragseingang aufweisen. Die größten Zuwächse lieferten die Regionen Asien / Pazifik mit + 69,5 Mio. € (+ 13,6 %) und Amerika mit + 44,2 Mio. € (+ 12,3 %). Die Gesellschaften in der Region Mittlerer Osten / Afrika lagen um + 23,4 Mio. € (+ 16,3 %) und die Gesellschaften in Europa in einem in Summe stagnierenden Markt mit + 13,1 Mio. € (+ 1,0 %) über dem Vorjahr. Getragen wurde das Wachstum durch Nuklearaufträge aus China, Indien, Kanada und Nordeuropa. In der Region Mittlerer Osten / Afrika fand eine deutliche Erholung von niedrigem Niveau kommend statt.

Pumpen

Im Segment Pumpen konnte der Auftragseingang erheblich um + 111,6 Mio. € (+ 7,4 %) auf 1.617,8 Mio. € gesteigert werden. Wesentlicher Treiber waren insbesondere das Nukleargeschäft und das Wasser / Abwasser-Geschäft. So wuchsen die Märkte Energie um + 45,8 Mio. € (+ 25,5 %), Baugewerbe um + 19,1 Mio. € (+ 11,3 %), Wasser / Abwasser um + 16,8 Mio. € (+ 5,2 %), Bergbau um + 10,4 Mio. € (+ 5,0 %) und Allgemeine Industrie um + 9,7 Mio. € (+ 2,1 %).

Armaturen

Im Segment Armaturen konnte der Auftragseingang moderat um + 6,3 Mio. € (+ 1,8 %) auf 361,9 Mio. € gesteigert werden. Den größten Zuwachs gab es im Markt Öl und Gas mit + 17,6 Mio. € (+ 21,8 %), gefolgt von Wasser / Abwasser mit + 4,2 Mio. € (+ 20,7 %). Ebenfalls positiv entwickelte sich der Markt Allgemeine Industrie mit + 2,8 Mio. € (+ 2,7 %). Die Märkte Baugewerbe und Bergbau waren nahezu konstant, während der Markt Energie um - 9,1 Mio. € (- 11,4 %) zurückgegangen ist.

Service

Der Auftragseingang im Segment Service erreichte 474,1 Mio. € und liegt damit mit + 32,4 Mio. € (+ 7,3 %) erheblich über Vorjahr. Beträchtliche Zuwächse verzeichnete insbesondere der Markt Allgemeine Industrie mit + 12,9 Mio. € (+ 10,9 %). Daneben konnten auch die Märkte Energie mit + 6,6 Mio. € (+ 5,9 %), Bergbau mit + 5,6 Mio. € (+ 20,3 %), Wasser / Abwasser mit + 2,3 Mio. € (+ 4,2 %) und Baugewerbe mit + 1,8 Mio. € (+ 5,0 %) wachsen.

UMSATZ

Der Konzernumsatz stieg deutlich um + 137,2 Mio. € (+ 6,1 %) auf 2.383,2 Mio. €.

Europa bleibt mit 54,4 % weiterhin die umsatzstärkste Region des Konzerns. Der Umsatz der europäischen Gesellschaften ist im Vergleich zum Vorjahr spürbar um + 3,1 % gestiegen. Die größte Einheit KSB SE & Co. KGaA, die sowohl den europäischen als auch den außereuropäischen Markt bedient, konnte ihren Umsatz um 17,4 Mio. € auf 779,4 Mio. € steigern. Großprojekte haben zu diesem Wachstum beigetragen. Bis auf die Region Mitterer Osten / Afrika, wo sich der politisch bedingte schwache Auftragseingang des Vorjahres auswirkte, haben alle Regionen zum Wachstum beigetragen. Den größten Zuwachs verzeichneten die Gesellschaften in Asien / Pazifik mit einem Anstieg in Höhe von + 59,5 Mio. € (+ 12,4 %), gefolgt von den legalen Einheiten in Amerika mit + 41,9 Mio. € (+ 12,1 %) und Europa mit + 38,9 Mio. € (+ 3,1 %). Die Gesellschaften der Region Mittlerer Osten / Afrika lagen mit - 3,0 Mio. € (- 1,9 %) unter Vorjahr.

Pumpen

Der Umsatz im Segment Pumpen erhöhte sich deutlich um 93,0 Mio. € (+ 6,3 %) auf 1.562,5 Mio. €. Erhebliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr zeigten die Regionen Asien / Pazifik mit + 40,4 Mio. € (+ 11,8 %) und Amerika mit 31,7 Mio. € (+ 11,4 %). In der Region Europa stieg der Umsatz deutlich um + 24,4 Mio. € (+ 3,4 %). In der Region Amerika wurde das Wachstum vor allem in der größten US-Gesellschaft mit Hauptgeschäft im Markt Bergbau getragen. In Asien / Pazifik hat sich das Geschäft in Indien und China sehr positiv entwickelt.

Armaturen

Im Segment Armaturen konnte das Wachstum aus dem Auftragseingang in einen deutlich gestiegenen Umsatz gewandelt werden. Er stieg um 23,6 Mio. € (+ 6,9 %). Das Geschäftsjahr wurde mit einem Umsatzvolumen in Höhe von 364,4 Mio. € abgeschlossen. Während die Gesellschaften der Regionen Europa mit + 10,8 Mio. € (+ 4,9 %), Asien / Pazifik mit + 10,6 Mio. € (+ 11,0 %) und Mittlerer Osten / Afrika mit + 2,6 Mio. € (+ 39,8 %) einen zum Teil erheblichen Zuwachs erzielten, lag die Region Amerika mit - 0,4 Mio. € (- 2,8 %) leicht unter Vorjahresniveau.

Service

Das Segment Service ist um + 20,6 Mio. € (+ 4,7 %) auf 456,4 Mio. € spürbar gewachsen. Die mit Abstand größte Region Europa lag mit + 3,7 Mio. € (+ 1,1 %) nahezu stabil auf dem Vorjahresniveau, während die Regionen Amerika mit + 10,6 Mio. € (+ 20,0 %) und Asien / Pazifik mit 8,6 Mio. € (+ 20,0 %) erheblich über dem Vorjahr lagen. Lediglich die Region Mittlerer Osten / Afrika musste mit - 2,2 Mio. € (- 12,7 %), bedingt durch die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, einen erheblichen Rückgang verzeichnen.

ERGEBNIS VOR FINANZERGEBNIS UND ERTRAGSTEUERN (EBIT)

Der KSB Konzern erwirtschaftete ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) von 113,6 Mio. € (Vorjahr 74,7 Mio. €). Das Segment Pumpen trug hierzu 84,8 Mio. €, das Segment Service 26,5 Mio. € und das Segment Armaturen 2,3 Mio. € bei.

Das Vorjahr war durch mehrere außergewöhnliche Geschäfts-vorfällte geprägt, die Auswirkungen in Höhe von - 22,8 Mio. € auf das EBIT hatten. Bereinigt um diese außergewöhnlichen Geschäftsvorfälle hätte das EBIT 2018 97,5 Mio. € betragen. Die 2019 erzielte deutliche Steigerung des EBIT ist damit neben dem Wegfall der außergewöhnlichen Geschäftsvorfälle auch auf eine verbesserte operative Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Im Einzelnen haben die Segmente wie folgt beigetragen:

Pumpen

Das EBIT im Segment Pumpen lag mit 84,8 Mio. € trotz eines Umsatzwachstums von 93,0 Mio. € (+ 6,3 %) mit 5,7 Mio. € deutlich unter dem EBIT des Vorjahres in Höhe von 90,6 Mio. €. Der Rückgang ist maßgeblich durch den im Vorjahr erfassten Einmalertrag von 32,4 Mio. € aus der Einführung eines Kapitalwahlrechts, im Rahmen der Auszahlungsmöglichkeit der Altersversorgung, verursacht. Dieses Wahlrecht räumt den Mitarbeitern die Möglichkeit ein, statt der Zahlung einer monatlichen lebenslangen Rente die Auszahlung als Kapital, entweder als Einmalzahlung oder in zehn jährlichen Raten zu wählen. Demgegenüber standen im Vorjahr Vorsorgen in Höhe von 25,0 Mio. € für ein Altprojekt in Großbritannien, sowie für Risiken im Zusammenhang mit dem Iran-Geschäft in Höhe von 5,4 Mio. €. Die im Vorjahres-bericht gestellte Prognose für das EBIT (leichter Rückgang) konnte aufgrund des schwächer als erwartet gestiegenen Umsatzes insbesondere in der Region Europa und einem schwächeren Standardgeschäft nicht eingehalten werden.

Armaturen

Im Segment Armaturen ist die Prognose (erheblicher Anstieg) für das EBIT eingetroffen; es hat sich von - 37,4 Mio. € auf + 2,3 Mio. € verbessert. Ebenso wie im Segment Pumpen wirkten auch im Segment Armaturen in 2018 außergewöhnliche Geschäftsvorfälle. Neben dem zuvor erwähnten Kapitalwahlrecht, das das EBIT 2018 mit 5,9 Mio. € positiv beeinflusste, belasteten die Wertminderungen des Geschäfts- und Firmenwertes der KSB Seil Co., Ltd., Südkorea, mit 20,6 Mio. € ebenso wie die außerordentliche Abschreibung von Sachanlagen in Höhe von 10,6 Mio. € das EBIT in 2018. Insgesamt zeigt sich damit im Segment Armaturen eine deutlich operative Ergebnisverbesserung, die im Wesentlichen auf das deutlich gestiegene Umsatzvolumen und höhere Margen zurückzuführen ist.

Service

Im Segment Service erzielte der KSB Konzern ein EBIT von 26,5 Mio. €. Der erhebliche Zuwachs von 5,0 Mio. € (+ 23,3 %) entspricht damit der im Vorjahr genannten Prognose. Die außergewöhnlichen Geschäftsvorfälle beeinflussten das EBIT im Jahr 2018 im Segment Service nur unwesentlich mit + 0,5 Mio. €. Zu der Ergebnissteigerung 2019 trug in diesem Segment der Umsatzanstieg von 20,6 Mio. € maßgeblich bei. Hier zeigte der Ausbau des Servicegeschäfts unter der 2018 eingeführten Marke KSB SupremeServ positive Wirkung.

GESAMTLEISTUNG

Der zuvor erwähnte Umsatzanstieg zeigte sich auch in einer höheren Gesamtleistung. Sie betrug, trotz einer Verminderung des Bestandes an Unfertigen und Fertigen Erzeugnissen um 9,3 Mio. € (Vorjahr Erhöhung um 22,6 Mio. €), 2.381,2 Mio. €, nach 2.275,8 Mio. € im Vorjahr. Die Anderen aktivierten Eigenleistungen belaufen sich auf 7,4 Mio. € und sind somit gegenüber dem Vorjahr stabil.

ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Die Sonstigen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei 33,4 Mio. € (Vorjahr 33,1 Mio. €) geblieben. Allerdings waren im Vorjahr in der Position auch 8,5 Mio. € Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zu verzeichnen; diese Erträge werden seit dem Geschäftsjahr 2019 in den Aufwandspositionen gezeigt, in denen die ursprüngliche Zuführung zur Rückstellung erfasst wurde. Ohne diesen Effekt sind die Sonstigen Erträge um 8,8 Mio. € gestiegen. Im Wesentlichen ist dies bedingt durch höhere Schadenersatzleistungen von Kunden für stornierte Aufträge in Höhe von + 3,5 Mio. €, höhere Erträge aus Anlagenabgängen von + 1,6 Mio. € sowie um 1,2 Mio. € gestiegene Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen.

Der Materialaufwand hat sich bezogen auf die Gesamtleistung leicht erhöht von 41,1 % im Vorjahr auf 41,4 % im Berichtsjahr. Insgesamt ist der Materialaufwand damit gleichgerichtet mit der Gesamtleistung auf 984,8 Mio. € gegenüber 934,5 Mio. € im Vorjahr gewachsen.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2019 deutlich von 765,5 Mio. € auf 848,3 Mio. € (+ 82,8 Mio. €) angestiegen. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Personalaufwand durch das bereits ausgeführte Kapitalwahlrecht um 46,4 Mio. € entlastet. Ohne diesen Einflussfaktor hätte sich der Personalaufwand um 4,5% im Gegensatz zu der tatsächlich eingetretenen Steigerung von 10,8% erhöht. Durchschnittlich beschäftigte der KSB Konzern im Berichtsjahr 233 Mitarbeiter (+ 1,5 %) mehr als im Vorjahr. Knapp die Hälfte des Mitarbeiterwachstums entfiel auf Europa, wo durchschnittlich 103 Mitarbeiter mehr beschäftigt wurden. Ein weiterer nennenswerter Aufbau war in Asien sowie im Mittleren Osten / Afrika zu verzeichnen. Aufgrund der um 4,6 % angestiegenen Gesamtleistung bei gleichzeitig steigender Beschäftigtenzahl, hat sich die Gesamtleistung je Mitarbeiter von 148 T€ auf 153 T€ weiter erhöht. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 15.591 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 15.358 Mitarbeiter).

Die Abschreibungen verminderten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,6 Mio. € auf 81,9 Mio. €. Im Vorjahr wurden außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von insgesamt 38,8 Mio. € gebucht, die auf Wertminderungen der Geschäfts- und Firmenwerte der KSB Seil Co., Ltd., Südkorea sowie zweier französischer Servicegesellschaften und auf Abschreibungen auf Sachanlagen der französischen Produktionsgesellschaft KSB S.A.S., Gennevilliers (Paris), entfielen. Demgegenüber werden im laufenden Geschäftsjahr erstmalig die auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen entfallenden Abschreibungen von 15,9 Mio. € unter dieser Position gezeigt.

Die Anderen Aufwendungen verringerten sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 44,7 Mio. € auf 372,2 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Zuführungen zu Rückstellungen für ein Altprojekt in Großbritannien im Vorjahr sowie auf die Erstanwendung des IFRS 16 im Berichtsjahr zurückzuführen. Danach führen Leasingverhältnisse, in denen KSB als Leasingnehmer auftritt, grundsätzlich zur Bilanzierung von Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen und zu Nutzungsrechten an Leasinggegenständen. Die in den Anderen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Mieten und Pachten, die auch die operativen Leasingaufwen-dungen beinhalteten, sanken im Berichtsjahr entsprechend um 14,1 Mio. €. Die nunmehr bilanzierten Nutzungsrechte wirkten sich erhöhend in den Abschreibungen aus.

Das Finanzergebnis hat sich um 1,0 Mio. € verringert. Hier spiegelt sich das niedrigere Ergebnis aus Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wider.

ERGEBNIS

Der KSB Konzern erwirtschaftete insgesamt ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von 103,4 Mio. € nach 65,6 Mio. € im Jahr 2018. Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern steigerte sich entsprechend von 2,9 % im Vorjahr auf 4,3 %. Die Ertrag-steuerquote sank von 63,5 % im Vorjahr auf 43,4 % im aktuellen Jahr. Die im Vorjahr sehr hohe und im laufenden Jahr hohe Ertragsteuerquote ist weiterhin maßgeblich durch nicht aktivierbare latente Steuern auf Verlustvorträge bedingt. Insgesamt hat KSB das Ergebnis nach Ertragsteuern mehr als verdoppelt und von 23,9 Mio. € 2018 auf 58,5 Mio. € gesteigert.

Das auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende Ergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr mit 15,4 Mio. € um 2,8 Mio. € gestiegen. Die Relation zum Ergebnis nach Ertragsteuern veränderte sich daher von 52,8 % auf 26,4 %.

Die Ergebnisanteile der Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA (43,1 Mio. €) lagen um 31,8 Mio. € über denen des Vorjahres (11,3 Mio. €).

Das Ergebnis je Aktie betrug für die Stammaktien 24,47 €, nach 6,26 € im Vorjahr, und für die Vorzugsaktien 24,73 €, nach 6,64 € im Jahr 2018.

Finanz- und Vermögenslage

FINANZLAGE

Die Finanzlage des KSB Konzerns zeigt sich unverändert gut. Dies drückt sich in einer konstant hohen Eigenkapitalquote von 37,1 % (Vorjahr 38,2 %) aus.

Liquidität

Aus betrieblichen Tätigkeiten erzielte KSB einen Cashflow von 144,9 Mio. €. Dieser war 83,6 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Verbesserung konnte im Wesentlichen durch eine im Jahr 2019 gestartete Working-Capital-Initiative realisiert werden. Insbesondere konnte der mit dem Umsatzanstieg üblicherweise einhergehende Aufbau der Vorräte vermieden werden. Ferner trug auch das höhere Ergebnis nach Ertragsteuern zu dem starken Anstieg des Cashflows bei. Gegenläufig wirkte eine Verminderung der Schulden.

Die Abflüsse aus der Investitionstätigkeit sind gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Mio. € gesunken: der Cashflow aus Investitionstätigkeiten hat sich von - 90,5 Mio. € im Vorjahr auf - 74,0 Mio. € im Berichtsjahr verringert. Einen großen Beitrag dazu leistete die Rückzahlung eines an die Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd., Shanghai, ausgereichten Darlehens.

Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten hat sich demgegenüber erhöht. Er betrug - 46,4 Mio. € nach - 9,4 Mio. € im Vorjahr. Ein wesentlicher Grund ist die planmäßige Tilgung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 26,0 Mio. €. Des Weiteren sind im Berichtsjahr die Tilgung der Leasingverbindlichkeiten aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 im Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 16,1 Mio. € enthalten.

In Summe haben sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 255,5 Mio. € auf 280,9 Mio. € stark erhöht. Dabei waren Wechselkursänderungen in Höhe von - 0,3 Mio. € (Vorjahr + 4,6 Mio. €) zu verzeichnen.

Der KSB Konzern geht davon aus, den vollen Umfang an Zahlungsausgängen auch künftig weitgehend aus dem betrieblichen Cashflow bestreiten zu können. Damit erreicht das Finanzmanagement aus heutiger Sicht das Ziel, jederzeit die Liquidität im Wesentlichen ohne zusätzliche externe Finanzierungsmaßnahmen sicherzustellen. Daneben besteht seit Dezember 2018 ein Konsortialkreditvertrag der KSB SE & Co. KGaA und der KSB FINANZ S.A., Luxemburg, um potentielle Liquiditätsrisiken abzusichern sowie den Bedarf an Bankgarantien des KSB Konzerns zu decken. Die Kreditlinie kann jederzeit in Anspruch genommen werden und hat eine feste Laufzeit von fünf Jahren mit der Option der zweimaligen Verlängerung um jeweils ein Jahr. Im Berichtsjahr hat KSB von der eingeräumten Option erstmals Gebrauch gemacht und die feste Laufzeit bis Ende 2024 vorzeitig verlängert. Weitere Informationen zum Liquiditätsmanagement (beispielsweise Kreditlinien) finden sich im Kapitel "Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten" an anderer Stelle in diesem Konzernlagebericht.

Investitionen

Die Zugänge bei den Immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 15,2 Mio. € (Vorjahr 13,0 Mio. €) betrafen vor allem Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte.

Die Investitionen in Sachanlagen sind im Berichtsjahr mit 78,9 Mio. € höher als im Vorjahr mit 66,6 Mio. €. Die höchsten Zugangswerte entfielen mit 29,3 Mio. € auf Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (Vorjahr 16,1 Mio. €). Weitere 19,8 Mio. € betrafen Technische Anlagen und Maschinen (Vorjahr 21,5 Mio. €) sowie mit 19,6 Mio. € Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (Vorjahr 20,3 Mio. €). Schwerpunkt der Investitionstätigkeit war wie im Jahr 2018 die Region Europa, hier hauptsächlich Deutschland und Frankreich. Außerhalb Europas wiesen die Werke in den USA, in Indien und in China die höchsten Zugänge aus.

Nettofinanzposition

Die Nettofinanzposition ist mit 246,3 Mio. € nach 255,0 Mio. € im Vorjahr um 8,7 Mio. € gesunken. Diese Verringerung ist bedingt durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16. Die in der Nettofinanzposition enthaltenen Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen haben um 47,1 Mio. € stark zugenommen. Bereinigt um die aufgrund des IFRS 16 erfassten Leasingverbindlichkeiten beliefe sich die Nettofinanzposition im Berichtsjahr auf 293,4 Mio. € (Vorjahr 255,0 Mio. €).

Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Eventualverbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 19,0 Mio. € (Vorjahr 35,9 Mio. €). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der geänderten Einschätzung einer in Frankreich anhängigen Klage, bei der die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung auf sehr gering herabgesetzt wurde.

Sonstige über den Bilanzstichtag hinausreichende finanzielle Verpflichtungen mit außerordentlichem Charakter bestehen nicht. Lediglich aus dem Bestellobligo in Höhe von 29,5 Mio. € (Vorjahr 12,4 Mio. €) resultieren weitere finanzielle Verpflichtungen im üblichen Rahmen.

VERMÖGENSLAGE

Im Langfristigen Vermögen sind 33,6 % der Mittel gebunden (im Vorjahr 31,1 %). Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit Anschaffungswerten von 1.507,8 Mio. € (Vorjahr 1.476,2 Mio. €) stehen mit 608,4 Mio. € (Vorjahr 587,7 Mio. €) zu Buche. Die Immateriellen Vermögenswerte sind in Summe von 91,1 Mio. € auf 97,1 Mio. € gestiegen. Im Wesentlichen wirkten sich die Selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte um 9,2 Mio. € erhöhend aus. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus der Vertriebssoftware KSBase, die als Auslegungssoftware für das Standardpumpenprogramm im Dezember 2019 in betriebsbereiten Zustand versetzt wurde, sowie aus der Inbetriebnahme eines Projekts, dessen Ziel die Einführung eines End-to-End-e-Sales-Prozesses ist. Das Sachanlagevermögen ist durch Investitionen (78,9 Mio. €), die über den Abschreibungen von 61,5 Mio. € lagen, von 496,7 Mio. € auf 511,3 Mio. € gestiegen.

Aus der Anwendung des IFRS 16, die zu einer Aktivierung von Nutzungsrechten an Leasinggegenständen führt, resultiert ein Anstieg von 50,1 Mio. €.

Der Bilanzwert der Finanziellen Vermögenswerte, der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sowie der langfristigen Sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte ist insgesamt um 0,5 Mio. € auf 29,0 Mio. € gestiegen. Dabei wirkten sich die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen mit + 0,3 Mio. € aus. Die Aktiven latenten Steuern sind auf 95,1 Mio. € (Vorjahr 80,4 Mio. €) gestiegen.

Vorräte wurden in Höhe von 544,7 Mio. € trotz eines höheren Geschäftsvolumens nahezu unverändert zum Vorjahr (544,4 Mio. €) bilanziert. Hier zeigte sich auch die positive Auswirkung der zuvor bereits erwähnten Working-Capital-Initiative. Vertragsvermögenswerte haben sich von 74,5 Mio. € im Vorjahr auf 76,4 Mio. € leicht erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von 518,1 Mio. € zum Vorjahresende auf 504,1 Mio. €. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus Maßnahmen zum Forderungsabbau in Deutschland, Frankreich und in Schweden.

Die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind von 103,4 Mio. € auf 90,9 Mio. € gesunken. Im Wesentlichen ergibt sich diese Veränderung aus reduzierten Anderen Forderungen (- 12,3 Mio. €). Auch bei den Sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten ist ein Rückgang zu verzeichnen (9,9 Mio. €). Hier verminderten sich die Steuererstattungsansprüche, im Wesentlichen in Deutschland und Indien, um 8,9 Mio. € auf 31,2 Mio. €.

Rund 12 % des Vermögens betreffen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Sie sind mit 280,9 Mio. € (Vorjahr 255,5 Mio. €) bilanziert.

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte in Höhe von 7,8 Mio. € betreffen die Gesellschaft SPI Energie S.A.S., Frankreich, aus dem Segment Service, deren Anteile im Januar 2020 verkauft wurden.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,8 % auf 2.327,0 Mio. €, vor allem bedingt durch das langfristige Vermögen, das seit 2019 auch die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen gemäß IFRS 16 beinhaltet.

EIGENKAPITAL

Der KSB Konzern ist mit einem Eigenkapital von 862,6 Mio. € (Vorjahr 856,8 Mio. €) ausgestattet. Darin enthalten ist wie im Vorjahr das Gezeichnete Kapital der KSB SE & Co. KGaA mit 44,8 Mio. €. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 66,7 Mio. €. Die Gewinnrücklagen verminderten sich insgesamt um 8,8 Mio. €. Hier wirkten sich das deutlich gestiegene Ergebnis nach Ertragsteuern und der Rückgang der Abzinsungssätze für Pensionsrückstellungen aus, die sich in versicherungsmathematischen Verlusten nach latenten Steuern in Höhe von 49,1 Mio. € niederschlugen. In den Gewinnrücklagen sind die Anteile der Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA am Ergebnis nach Ertragsteuern mit 43,1 Mio. € (Vorjahr 11,3 Mio. €) enthalten. Auf die nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter am gesamten Eigenkapital entfallen 182,2 Mio. € (Vorjahr 167,6 Mio. €). Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote auf 37,1 % gesunken (im Vorjahr 38,2 %).

Die nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus den Gesellschaften KSB Limited, Indien, und KSB Shanghai Pump Co., Ltd., China sowie dem Teilkonzern PAB. Letzterer besteht aus der Pumpen- und Armaturen-Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankenthal, und ihren US-amerikanischen Tochtergesellschaften.

Inflation und Wechselkurseinflüsse

Von den konsolidierten Gesellschaften des Konzerns war lediglich der Jahresabschluss einer argentinischen Gesellschaft um Inflationsauswirkungen zu bereinigen. Hieraus haben sich jedoch wie im Vorjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

Die Währungsumrechnung der nicht in Euro aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften hat zu einem Differenzbetrag von + 3,8 Mio. € (Vorjahr - 13,8 Mio. €) geführt. Die Summe der Währungsumrechnungsdifferenzen wurde ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt.

Schulden

Größter Posten der Schulden sind weiterhin die Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und darin wiederum die Pensionsrückstellungen, die sich um 76,0 Mio. € von 553,6 Mio. € auf 629,6 Mio. € erhöht haben, wovon allein 70,5 Mio. € (Vorjahr 10,7 Mio. €) auf den zuvor schon erwähnten Rückgang der Abzinsungssätze zurückzuführen sind. Für aktuelle Rentenempfänger und unverfallbare Anwartschaften ausgeschiedener Mitarbeiter betragen die Verpflichtungen ungefähr 45 % des Bilanzansatzes. Der Rest sind Anwartschaften von aktiven Mitarbeitern.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind um 26,7 Mio. € auf 56,8 Mio. € gestiegen, vor allem durch 31,2 Mio. € zusätzliche Leasing-Verpflichtungen aus der Erstanwendung von IFRS 16. Das Schuldscheindarlehen, das noch 22,0 Mio. € beträgt, wird voraussichtlich 2021 zurückgezahlt werden.

Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind auf 28,9 Mio. € (Vorjahr 34,4 Mio. €) durch den Abbau der Altersteilzeitrückstellungen gesunken.

Auch bei den sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen zeigt sich ein Abbau von 84,9 Mio. € im Jahr 2018 auf 69,7 Mio. €. Im Wesentlichen ist dies durch geringere Rückstellungen für Drohverluste (- 12,7 Mio. €) bedingt.

Die kurzfristigen Schulden haben sich nach erfolgter Tilgung des Schuldscheindarlehens insgesamt um 16,1 Mio. € auf 748,9 Mio. € vermindert nach 765,0 Mio. € zum Jahresende 2018. Berücksichtigt man den Anstieg der Bilanzsumme, beträgt der Anteil der kurzfristigen Schulden am Gesamtkapital 32,1 % (Vorjahr 34,1 %).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf 252,7 Mio. € (im Vorjahr 270,2 Mio. €) gefallen. Die Sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten stiegen um 6,8 Mio. €. Vertragsverbindlichkeiten stiegen von 157,4 Mio. € im Vorjahr auf 165,5 Mio. €. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verminderten sich um 4,5 Mio. €.

Die Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 4,0 Mio. € betreffen die Gesellschaft SPI Energie S.A.S., La Ravoire, Frankreich, aus dem Segment Service, deren Anteile im Januar 2020 verkauft wurden.

Gesamtaussage zur Entwicklung des Geschäftsjahres

Der im Vorjahr prognostizierte Auftragseingang, der in einem Korridor von 2.350 Mio. € bis 2.500 Mio. € gesehen wurde, konnte erreicht werden. In den Segmenten Pumpen und Service, in denen mit einem erheblichen Anstieg gerechnet wurde, wurde die Prognose bestätigt. Im Segment Armaturen konnte nur ein leichter Anstieg erzielt werden. Damit blieb dieses Segment hinter dem erwarteten spürbaren Anstieg zurück, was auf den Marktbereich Energie zurückzuführen ist.

Ebenso wie beim Auftragseingang konnte die Prognose im Umsatz, der in einem Korridor von 2.300 Mio. € bis 2.450 Mio. € erwartet wurde, erreicht werden. Der Umsatz im Segment Pumpen ist dabei nur spürbar statt erheblich gestiegen. Ursache war das geringer als erwartete Wachstum in der Region Europa. Genauso blieb das Segment Armaturen mit einem spürbaren statt dem prognostizierten erheblichen Anstieg hinter den Erwartungen zurück. Auch in diesem Segment zeigte sich das Wachstum in Europa schwächer als erwartet. Im Segment Service bestätigte sich die Prognose eines spürbaren Wachstums.

Auch die für das EBIT prognostizierte Spanne zwischen 95 Mio. € bis 115 Mio. € wurde erreicht. Im Segment Armaturen konnte die Prognose eines erheblichen Anstiegs erfüllt werden. Ebenso im Segment Service konnte KSB die avisierte Prognose eines erheblichen Anstiegs erreichen. Im Segment Pumpen hingegen, in dem mit einem leichten Rückgang gerechnet wurde, konnte die Prognose mit einem spürbaren Rückgang nicht eingehalten werden. Ausführliche Erläuterungen zu den Gründen der Entwicklung des EBIT sind im Kapitel "Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT)" enthalten.

Die im Halbjahresbericht 2019 bekräftigten Prognosen in Bezug auf die für Auftragseingang, Umsatz und EBIT genannten Korridore konnten für alle Kennzahlen erfüllt werden.

Die Geschäftsleitung des KSB Konzerns zeigt sich mit der Geschäftsentwicklung im laufenden Berichtsjahr insgesamt zufrieden.

KSB verfügt unverändert über eine gesunde finanzielle Basis für die Zukunft.

Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 auf real 3,2 % im Jahresverlauf nur leicht abgesenkt. Im Vergleich zum Vorjahr wird mit einem Anstieg der Wachstumsdynamik gerechnet, die auf einer erwarteten wirtschaftlichen Erholung in einer Reihe von Schwellen- und Entwicklungsländern wie Brasilien, Mexiko, Saudi-Arabien und der Türkei beruht. In Indien wird sich die Wachstumsrate auf voraussichtlich 5,8 % erhöhen. Für die wirtschaftlich fortgeschrittenen Industrieländer dürfte sich die expansive Entwicklung mit 1,6 % nahezu wie im Tempo des Vorjahres fortsetzen. Chancen auf eine höhere Wachstumsdynamik ergeben sich aus dem "Phase-1-Deal" im Handelsstreit zwischen China und den USA.

Die Prognosen des IWF sehen für die USA mit + 2,0 % eine rückläufige Entwicklung voraus. Diese lässt sich auf das Nachlassen des Steuersenkungseffektes von 2017, die internationalen Handelsrestriktionen, rückläufige Investitionsausgaben und geringere Konsumausgaben zurückführen. Im Vergleich zur Gesamtheit der Industrienationen wird das Wachstum in den USA jedoch erneut überdurchschnittlich ausfallen. Auch die kanadische Wirtschaft dürfte mit + 1,8 % leicht überdurchschnittlich abschneiden.

Für die Euro-Zone wird ein Wachstum von + 1,3 % und damit eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erwartet. In Deutschland soll sich die Dynamik deutlich auf + 1,1 % beschleunigen. Im Vergleich zu anderen Industrienationen ist diese Entwicklung jedoch abermals unterdurchschnittlich.

Für die Schwellen- und Entwicklungsländer rechnet der IWF mit einer Wachstumsrate von in Summe + 4,4 %, die deutlich über dem Vorjahresniveau liegt. Die Türkei, die im Jahresverlauf 2019 einen deutlichen Wachstumsdämpfer erlitt, wird sich 2020 erholen und zum beschleunigten Wachstum beitragen. Auch in Russland ist eine Erholung der Wachstumsdynamik zu erwarten.

Für Asien erwartet der IWF eine nur leicht über dem Vorjahr liegende Entwicklung, die sowohl auf eine Stagnation in den wirtschaftlich entwickelten Ländern als auch auf eine lediglich leichte Erhöhung des Wachstums in den Schwellen- und Entwicklungsländern zurückzuführen ist. In China rechnet der IWF mit einer weiteren Abschwächung der Dynamik auf + 5,6 % als Folge einer weiteren Verlangsamung der Industrieproduktion und der Investitionstätigkeit.

In dieser Prognose sind jedoch ein Aufwärtspotential durch eine Lockerung der Zölle sowie die negativen Folgen auf die Wirtschaft aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus zu Beginn des Jahres 2020 noch unberücksichtigt. In Indien wird eine Beschleunigung der Wachstumsdynamik auf + 5,8 % erwartet. Dies ist zurückzuführen auf das Nachwirken der geldpolitischen Lockerung und der Senkung von Unternehmenssteuern. Für die ASEAN-Länder, zu denen ebenfalls wichtige Absatzländer von KSB gehören, wird ein leichter Anstieg des Wachstums auf + 4,8 % prognostiziert.

In Lateinamerika wird ein mit + 1,6 % deutlich verbessertes Wachstum erwartet. In Brasilien wird davon ausgegangen, dass sich die Wirkung der expansiven Geldpolitik und der Strukturreformen entfaltet und zu einem Wachstum von + 2,2 % führen wird.

Vorausgesetzt, die aktuelle Bodenbildung bei den Stimmungsindikatoren für das verarbeitende Gewerbe ist nachhaltig, wäre im Jahresverlauf 2020 mit einer ersten - wenn auch langsam - wieder anziehenden Nachfrage nach Investitionsgütern zu rechnen. Dennoch erwartet der VDMA, dass der globale Umsatz mit Maschinen und Anlagen preisbereinigt 2020 erneut stagnieren wird. Während für China ein Zuwachs von + 2 % erwartet wird, dürfte der Umsatz in den USA und weiteren Industrieländern jeweils um 1 % schrumpfen. In Deutschland wird der Rückgang mit 2 % etwas stärker ausfallen.

Für die Hersteller von Flüssigkeitspumpen in Deutschland rechnet der VDMA im laufenden Jahr mit einer Stagnation im Umsatz nominell (+/- 0 %). Dasselbe gilt für Industriearmaturen. Auch hier geht der Verband ebenfalls von einer nominalen Wachstumsrate von 0 % aus. Der Umsatz von Gebäudearmaturen soll nominal um + 1 % steigen.

GESAMTAUSSAGE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Trotz des abgeschwächten globalen Wirtschaftswachstums wird prinzipiell von guten Rahmenbedingungen für eine Ausweitung des Geschäfts in Europa und Asien ausgegangen. Ebenso im Mittleren Osten / Afrika werden positive Wachstumsimpulse gesehen. Insgesamt strebt der KSB Konzern im laufenden Jahr ein erneutes Wachstum des Auftragseingangs und Umsatzes an.

Treiber dieses Wachstums werden zum einen Standardprodukte sowie Serviceleistungen und Ersatzteile sein und zum anderen einige Großprojekte. Einen negativen Einfluss können jedoch geopolitische Risiken wie zum Beispiel eine Fortsetzung des US-chinesischen Handelskonflikts und eine Verschärfung der politischen Situation im Nahen Osten haben. Darüber hinaus berücksichtigt diese Prognose nicht die Auswirkungen des Corona-Virus. Der Umfang und die Dauer einer Beeinträchtigung der Produktion sowie der Beschaffungs- und Absatzmärkte von KSB sowohl in China als auch in den asiatischen, europäischen und amerikanischen Volkswirtschaften sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses nicht absehbar und können daher noch nicht quantifiziert werden. KSB geht davon aus, dass die Ausbreitung des Corona-Virus negative Auswirkungen auf den Konzern haben wird.

Auf der Basis dieser Rahmenbedingungen wird für das Jahr 2020 ein Auftragseingang zwischen 2.320 Mio. € und 2.520 Mio. € und ein Umsatz zwischen 2.260 Mio. € und 2.460 Mio. € erwartet.

KSB geht unter Berücksichtigung der oben erwähnten Unwägbarkeiten für das Geschäftsjahr 2020 von einem EBIT in der Spanne von 100 Mio. € bis 130 Mio. € aus. Diese Spanne reflektiert die Chancen und Risiken des anstehenden Geschäftsjahres in angemessener Weise.

In 2020 und den folgenden Jahren wird der KSB-Konzern sein Strategieprojekt Climb 21 umsetzen. Daraus werden einmalige Belastungen des EBIT erwartet. Da die Höhe dieser Belastungen zum heutigen Zeitpunkt noch nicht vorliegen, sind sie in der obigen Prognose des EBIT für 2020 nicht berücksichtigt.

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Soweit dieser Bericht zukunftsbezogene Aussagen und Informationen enthält, beruhen diese auf Annahmen der Geschäftsleitung. Sie drücken die aktuellen Prognosen und Erwartungen im Hinblick auf künftige Ereignisse aus. Folglich sind diese zukunftsbezogenen Aussagen und Informationen mit Risiken und Unsicherheiten behaftet, die außerhalb des Einflussbereichs der Geschäftsleitung liegen. KSB weist darauf hin, dass die tatsächlichen Ereignisse oder Ergebnisse wesentlich von den dargestellten zukunftsbezogenen Aussagen und Informationen abweichen können, wenn eine oder mehrere der nachfolgend genannten oder aber andere Chancen beziehungsweise Risiken und Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

Chancen- und Risikobericht

Als weltweit tätige Unternehmensgruppe ist der KSB Konzern gesamtwirtschaftlichen, branchentypischen, finanzwirtschaftlichen und unternehmensspezifischen Risiken ausgesetzt. Die Risikopolitik wird darauf ausgerichtet, nachhaltig und profitabel zu wachsen. Hierzu strebt der KSB Konzern an, die mit seiner Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu mindern und wo möglich zu vermeiden. Gleichzeitig bieten die globale Ausrichtung und das breite Produktspektrum eine Fülle von Chancen. Hierzu zählen insbesondere solche, die auf Basis der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entstehen, aber ebenso diejenigen, die sich mit der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Produkte verbinden. Auch die Optimierung des weltweiten Vertriebs- und Produktionsnetzes stärkt die Wettbewerbsposition von KSB. Dabei werden stets Möglichkeiten, die globale Präsenz weiter zu erhöhen, überprüft. Das erreicht KSB einerseits durch Neugründungen, andererseits durch Akquisitionsprojekte.

Chancen sowie Risiken versteht der Konzern als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer Prognose-oder Zielabweichung führen können. Dies gilt in positiver wie negativer Hinsicht. Um die vielfältigen Chancen und Risiken kompetent und effizient zu managen, richtet er sein Handeln entsprechend aus und orientiert sich bei der Auswahl der Verantwortlichen am jeweiligen Sachverhalt. Wichtige Überwachungsaufgaben übernehmen dabei das Controlling, das Finanz- und Rechnungswesen sowie die Interne Revision.

RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM

KSB hat ein konzernweites Risikomanagement-System implementiert, um in den jeweiligen Verantwortungsbereichen relevante Risiken zu erfassen, zu bewerten und an die Konzernzentrale zu melden. Der Risikomanagement-Prozess des KSB Konzerns besteht aus den aufeinanderfolgenden Phasen der Identifikation, Bewertung, Steuerung, Kontrolle, Erfassung und Kommunikation von Risiken. Die sechs Phasen bilden einen kontinuierlichen und IT-gestützten Regelkreislauf. Dieser ist im Risikomanagement-Handbuch der KSB ebenso dokumentiert wie die Verantwortung des Managements und die Beschreibung aller relevanten Aufgaben.

Die Verantwortlichen sind angehalten, rechtzeitig Maßnahmen zu definieren und durchzuführen, um Schäden, wie sie aus dem Eintreten riskanter Ereignisse resultieren können, zu vermeiden oder zu begrenzen. Alle Funktional- und Zentralbereiche sowie Beteiligungsgesellschaften, somit auch die Gruppengesellschaften, die nicht zum Konsolidierungskreis gehören, sind in das Risikomanagement-System eingebunden. Die jeweils Verantwortlichen sind verpflichtet, monatlich ihre Geschäfts- und Finanzkennzahlen bereitzustellen. Neben der quartalsweisen Vorschau zur Geschäftsentwicklung melden sie zweimal jährlich alle erkannten Risiken für die nächsten 24 Monate ab Meldestichtag für die Kategorien Markt- und Wettbewerbsrisiken, Technologische Risiken, Projekt- und produktbezogene Risiken, Finanzwirtschaftliche Risiken sowie Beschaffungsrisiken an die Risikomanagement-Beauftragten. Andere unternehmensspezifische Risiken (Umwelt, Personal etc.) werden ebenfalls in diesem Turnus an die Risikomanagement-Beauftragten der Konzernzentrale berichtet. Mit der regelmäßigen Erhebung und Aktualisierung der Risiken in den Beteiligungsgesellschaften und jeweiligen Funktional- und Zentralbereichen ist sichergestellt, dass das Risikobewusstsein in der KSB-Gruppe flächendeckend auf einem hohen Niveau bleibt. Es werden qualitative und quantitative Risiken ohne Berücksichtigung getroffener und geplanter Gegenmaßnahmen unterschieden.

Bei qualitativen Risiken handelt es sich um langfristige Entwicklungen, die sich negativ auf die KSB-Gruppe auswirken könnten und die sich aufgrund ihrer unkonkreten Informationslage nicht oder bislang noch nicht fundiert quantifizieren lassen. Um sie dennoch bewerten zu können, werden Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweite anhand definierter Bewertungsklassen eingeschätzt. Bei der Eintrittswahrscheinlichkeit ist zu beurteilen, wie detailliert die Informationen sind, die auf das potenzielle Risiko hinweisen.

Bei quantitativen Risiken handelt es sich um Risiken, bei denen ein möglicher monetärer Einfluss auf das Ergebnis des KSB Konzerns oder der jeweiligen Gruppengesellschaft abgeschätzt werden kann. Ihre Bewertung berücksichtigt in jedem Einzelfall die konkret ermittelte Eintrittswahrscheinlichkeit in Kombination mit der potenziellen Schadenshöhe.

Die Tragweite bzw. Schadenshöhe beschreibt den möglichen Einfluss des Einzelrisikos auf die Kennzahl Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) des KSB Konzerns oder der betreffenden Gruppengesellschaft, wobei eine Betrachtung ohne Berücksichtigung getroffener und geplanter Gegenmaßnahmen erfolgt.

Kategorisierung der Schadenshöhe

Schadenshöhe in T€
Größenordnung Umsatz gering mittel hoch
kleine Gesellschaften bis 20 Mio. € 50 - 125 125 - 250 > 250
mittlere Gesellschaften 20 bis 80 Mio. € 75 - 250 250 - 500 > 500
große Gesellschaften, Holdings, Organisationseinheiten ab 80 Mio. € 100 - 500 500 - 1.000 > 1.000

Um zu beurteilen, ob qualitative und quantitative Einzelrisiken für KSB wesentlich sind, werden diese als niedrige, mittlere oder hohe Risiken eingestuft. Als wesentlich für die KSB-Gruppe werden alle als mittel oder hoch kategorisierten Einzelrisiken, die im Kapitel "Chancen und Risiken in der Einzelbetrachtung" beschrieben sind, erachtet. Den oben stehenden Matrizen ist die jeweilige Einstufung zu entnehmen:

-> Qualitative Risiken - Quantitative Risiken

Bei der Bewertung der Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit beschränkt KSB sich auf drei mögliche Einstufungen: gering, mittel und hoch. Es gelten dabei folgende Kriterien:

-> Kategorisierung der Schadenshöhe

Diese Vorgehensweise bietet die notwendige Transparenz, um Risiken gesamthaft zu erkennen und sie wirksam, wirtschaftlich verantwortungsvoll und kompetent zu steuern.

Die Aufgabenträger, denen spezielle Verantwortlichkeiten und Kompetenzen im Berichtsjahr im Risikomanagement-System der KSB-Gruppe zugewiesen waren, sind in nachfolgender Abbildung dargestellt und erläutert.

-> Risikomanagement-System im KSB Konzern

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt die KSB Management SE als gesetzliche Vertreterin. Die KSB Management SE berichtet durch die Geschäftsführenden Direktoren an den Aufsichtsrat der KSB SE & Co. KGaA im Rahmen regelmäßiger Sitzungen des Prüfungsausschusses und wird von ihm wiederum überwacht. Die Geschäftsführenden Direktoren werden unterstützt durch den Chief Compliance Officer sowie das Konzernfinanz- und -rechnungswesen der KSB SE & Co. KGaA. Letzteres koordiniert den Risikomanagement-Prozess auf Konzernebene und prüft alle gemeldeten Risiken daraufhin, ob sie für die Abschlusserstellung relevant sind. Dies stellt eine systematische Verknüpfung mit dem Prozess der Konzernrechnungslegung sicher. Geschäftsführende Direktoren und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erhalten mindestens zweimal pro Geschäftsjahr einen Risikobericht mit allen als mittel oder hoch eingestuften Risiken, die im Vorfeld definierte Schwellenwerte - ohne Berücksichtigung getroffener und geplanter Gegenmaßnahmen (Bruttorisiken) - einzeln oder kumulativ überschreiten. Besonders kritische Themen sind von den verantwortlichen Managern ad hoc zu melden. Chancen werden im bestehenden Risikomanagement-System der KSB hingegen nicht berücksichtigt. Sie werden separat von den Beauftragten der Konzernzentrale und Regionalverantwortlichen rein qualitativ ohne weitere Quantifizierung berichtet.

Hinsichtlich der finanzwirtschaftlichen Risiken bedient sich KSB außerdem einer zusätzlichen Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -kommunikation. Diese Aufgabe obliegt dem zentralen Finanzwesen und ist an anderer Stelle in diesem Kapitel detailliert beschrieben.

Der Compliance-Risiken nimmt sich der Chief Compliance Officer an; er ist der Stabsstelle "Recht & Compliance, Patente & Marken" zugeordnet. Ihn unterstützen die Mitglieder des Compliance Committees und die Compliance-Verantwortlichen der einzelnen Gesellschaften.

Die Interne Revision ist als Teil des internen Kontrollsystems in das Risikomanagement-System eingebunden. In ihrer Planung priorisiert sie Themen nach Risikopotenzialen und erhält sämtliche dazu notwendigen Informationen. Die Revisoren stellen sicher, dass alle geprüften Einheiten die gültigen Richtlinien beachten, aktiv am Risikomanagement-System teilhaben und ihre Risiken steuern oder vermeiden. Die Informationen der Internen Revision über erkannte Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen sind integraler Bestandteil der Berichterstattung an die Geschäftsführenden Direktoren und an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates. Das Risikomanagement-System wird bei Bedarf, beispielsweise bei relevanten gesetzlichen oder organisatorischen Änderungen, zeitnah aktualisiert. Außerdem widmet sich der Wirtschaftsprüfer in der Jahresabschlussprüfung dem Risikofrüherkennungs-System, dessen Vorhandensein er feststellt und dessen Eignung er untersucht.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) trägt dazu bei, eine ordnungsgemäße Finanzberichterstattung sicherzustellen. Ziel ist es zu gewährleisten, dass Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit allen einschlägigen Vorschriften übereinstimmen. Zentrale Elemente des IKS sind - neben dem zuvor dargestellten Risikomanagement-System - Richtlinien und Regelwerke, die einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben beinhalten. Sie sind von allen Konzerngesellschaften vollständig anzuwenden. Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip werden dabei beachtet. Dies stellen Prüfungen der Internen Revision sicher.

Zusätzlich validieren das Rechnungswesen und das Controlling regelmäßig und analytisch die Plausibilität von Zeitreihen sowie von Plan-Ist-Abweichungen. Somit erkennt KSB frühzeitig signifikante Veränderungen, die dann auf Bilanzierungs- oder Bewertungsunstimmigkeiten untersucht werden. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden im Anschluss auf Managementebene diskutiert.

Die Verantwortung für die Konzernrechnungslegung liegt bei den Mitarbeitern des zentralen Konzernrechnungswesens. Für bestimmte Kalkulationen im Rahmen der Rechnungslegung (beispielsweise für die Berechnung komplexer versicherungsmathematischer Pensionsverpflichtungen) werden qualifizierte externe Gutachter hinzugezogen.

Für das Rechnungswesen des KSB Konzerns und das jeweilige Rechnungswesen der einzelnen Tochtergesellschaften gelten verbindliche Terminpläne sowie Richtlinien. Die zur Aufstellung des Konzernabschlusses anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind in einem Handbuch schriftlich fixiert, das fortlaufend aktualisiert und weiterentwickelt wird. Dieses umfasst auch die Richtlinie für die Buchung konzerninterner Vorgänge. Neue Rechnungslegungsvorschriften und andere offizielle Verlautbarungen werden kontinuierlich im Hinblick auf ihre Relevanz und ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Bei Bedarf werden Richtlinien sowie das Handbuch entsprechend angepasst und unverzüglich an die Gesellschaften kommuniziert. Die Einhaltung der Vorgaben überwacht ebenfalls das Konzernrechnungswesen. Damit wird das Risiko, dass der Abschluss nicht sachgerecht aufgestellt oder nicht fristgerecht veröffentlicht werden kann, reduziert.

Die Abschlussinformationen aller Konzernunternehmen werden automatisiert mittels einer zertifizierten und geprüften Konsolidierungsstandard-Software verarbeitet. Diese Daten werden mithilfe systemtechnischer Kontrollen validiert. Dabei auftretende Warnmeldungen klären die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens, bevor sie diese Daten verwenden. Die Nutzung des Konsolidierungsmonitors innerhalb des IT-Systems gibt die Reihenfolge der Bearbeitungsschritte strikt vor. Somit ist die fehlerfreie Verarbeitung der Daten gewährleistet.

Damit der Prozess der Rechnungslegung reibungslos und korrekt erfolgt, werden hieran ausschließlich Mitarbeiter mit dem entsprechenden fachspezifischen Know-how beteiligt. Um das Expertenwissen dieser Mitarbeiter aktuell zu halten, werden sie regelmäßig geschult.

Für das rechnungslegungsbezogene IT-System werden Zugriffsberechtigungen definiert. So werden Daten vor nicht genehmigtem Zugriff sowie unzulässiger Verwendung und Veränderung geschützt. Darüber hinaus stellen die vielfältigen Prüfschritte die Qualität der Verarbeitung sicher. Sie tragen ebenso dazu bei, operationelle Risiken zu begrenzen wie regelmäßige Systemprüfungen durch den Abschlussprüfer.

CHANCEN UND RISIKEN IN DER EINZELBETRACHTUNG

Die nachfolgend dargestellten Kategorien beinhalten die als mittel oder hoch eingestuften qualitativen und quantitativen Bruttorisiken sowie die wesentlichen Chancen für die Geschäftsentwicklung zum 31. Dezember 2019. Sofern Risiken nicht als hoch gekennzeichnet sind, wurden diese als mittlere Risiken eingestuft.

Märkte / Wettbewerb

▪ Risiken

Auch im aktuellen Berichtsjahr beeinflussen Veränderungen der ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen die geschäftlichen Möglichkeiten von KSB. Es ergeben sich Risiken für das Geschäftsmodell, wenn positive Impulse aus der Weltwirtschaft und aus den für KSB relevanten Märkten ausbleiben und die Wachstumsraten hinter den volkswirtschaftlichen Prognosen zurückbleiben. Dem Risiko von Konjunktur-und Nachfrageschwankungen begegnet der Konzern, indem er in mehreren Märkten und Branchen mit unterschiedlichen Konjunkturzyklen aktiv ist. Außerdem beobachtet KSB die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der relevanten Märkte. Falls erforderlich, werden Kapazitäten angepasst, Produktionseinrichtungen verlagert und Einsparmaßnahmen umgesetzt.

Der Ausblick auf die weltweite konjunkturelle Entwicklung ist weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Risiken ergeben sich derzeit insbesondere aufgrund geopolitischer Unsicherheiten aus handelspolitischen Konflikten und zahlreichen globalen Krisenherden. Am wesentlichsten sind hierbei der anhaltende Handelskonflikt zwischen der USA und China und die Entwicklung der Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Aufgrund der US-Sanktionen gegenüber dem Iran bietet sich keine Möglichkeit, laufende Projekte im Iran weiterzuführen. Folglich besteht das hohe Risiko, die für dortige Projekte bereits angefallenen Kosten ohne eine entsprechende Gegenleistung tragen zu müssen. Erwartete Verluste wurden durch Wertberichtigungen und Rückstellungen bilanziell bereits berücksichtigt. Auch die protektionistische Zollpolitik der Vereinigten Staaten belastet das Geschäft durch den damit einhergehenden weltweiten Rückgang des Welthandels. Die Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten, insbesondere in den Ländern Saudi-Arabien, Katar und Israel, kann sich genauso wie die Entwicklung der politischen Lage in der Türkei negativ auf das Geschäft auswirken. Die aufgrund der politischen Differenzen Russlands mit den USA und den meisten europäischen Staaten stark belasteten Ost-West-Beziehungen sind ebenfalls weiterhin von Bedeutung. Dies zeigt sich auch im Importsubstitutions-Programm der russischen Regierung. Russische Unternehmen sollen vermehrt Produkte ordern, die im Land selbst hergestellt werden oder aber einen hohen Anteil an lokaler Wertschöpfung aufweisen.

Aus dem Ausbruch des Corona-Virus können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Geschäftsbeeinträchtigungen nicht nur in China und anderen asiatischen Volkswirtschaften, sondern auch in Europa und Nordamerika führen können. Risiken für KSB bestehen in einer möglichen Beeinträchtigung der Produktion, des Beschaffungsmarkts einschließlich der Zulieferindustrie sowie der weltweiten Absatzmärkte.

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union birgt Risiken sowohl für die dort ansässige Vertriebs- und Service-Niederlassung als auch für alle übrigen Einheiten, die dort Geschäftspartner haben. Noch immer herrscht Unklarheit über die künftigen Bestimmungen. Dies kann zu Verzögerungen im Warenhandel durch verstärkte Grenzkontrollen führen und die Investitionsbereitschaft - vor allem in Großbritannien - aber auch in den übrigen Ländern der Europäischen Union negativ beeinflussen.

▪ Chancen

Mit der verstärkten Ausrichtung auf die sechs Marktbereiche Bergbau, Energie, Gebäudetechnik, Allgemeine Industrie, Chemie / Petrochemie und Wasser / Abwasser im Segment Pumpen sowie dem Neuausrichten des Segments Armaturen erwartet KSB einen besseren Marktzugang und damit einen höheren Auftragseingang und Umsatz.

In den beiden wichtigen asiatischen Wachstumsländern China und Indien stehen auch 2020 größere Vergaben für Infrastrukturprojekte insbesondere in den für KSB wichtigen Bereichen Energie und Frischwasser an. Aufgrund der starken Präsenz in diesen Staaten bestehen gute Chancen, als Lieferant von Pumpen, Armaturen und Dienstleistungen hieran beteiligt zu werden. Der Ausbau der Kernenergie setzt sich in China und Indien fort, wofür die Anlagenbauer vor Ort hochsichere Pumpen benötigen. Darüber hinaus rechnet KSB aufgrund der gezielten Aktivitäten im Servicemarkt damit, insbesondere in China weiterhin mehr Dienstleistungen und Ersatzteile verkaufen zu können. In Indien kommt zudem der Ausbau der Frischwasserversorgung sowie der Bau von Rauchgasentschwefelungsanlagen für Kohlekraftwerke hinzu.

Mit der Verbreiterung des Portfolios für Pumpen nach der API-Norm hat der KSB Konzern seine Position im Markt der ölverarbeitenden Industrie kontinuierlich verbessert und erwartet durch die stärkere Fokussierung auf den Marktbereich Chemie / Petrochemie einen weiteren Ausbau.

Ab 2020 tritt eine neue Regelung der Internationalen Schifffahrts-Organisation IMO in Kraft. Gemäß dieser UN-Sonderorganisation sollen dann alle Schiffe auf hoher See einen Kraftstoff mit deutlich reduziertem Schwefelanteil verwenden, um die Luftschadstoff-Emissionen weltweit zu reduzieren. Für die Verfahren zur Herstellung dieses Kraftstoffs werden die Raffinerien auch weiterhin in entsprechende Technik investieren. Dies dürfte die Nachfrage nach Raffineriepumpen steigern. Darüber hinaus werden Schiffe, die weiterhin Treibstoff mit hohem Schwefelanteil einsetzen, mit Abgasentschwefelungsanlagen nachgerüstet. Das würde sich entsprechend positiv auf den Auftragseingang auswirken.

Projekte / Produkte

▪ Risiken

Die Anforderungen der Märkte an die Produkte des KSB Konzerns ändern sich ständig. Erfolg hat der Konzern nur dann, wenn Lieferzeiten eingehalten und technisch hochwertige Produkte in einer guten Qualität zu adäquaten Preisen angeboten werden. Um das hohe Risiko des Lieferverzugs zu minimieren, der zu einer verschlechterten Reputation beim Kunden wie auch zu Pönalezahlungen führen kann, kontrolliert KSB fortlaufend die Verkaufs- und Fertigungsabläufe. Wird dabei festgestellt, dass eine Erneuerung des Maschinenparks oder eine Erweiterung der Kapazitäten notwendig ist, werden diese Investitionsvorhaben im Rahmen eines schrittweisen Genehmigungsprozesses überprüft. Damit begegnet KSB dem Risiko von Termin- und Kostenüberschreitungen.

Eine regelmäßige Marktanalyse und -beobachtung minimiert die Gefahr, dass Produkte technisch veralten oder sie zu nicht marktgerechten Preisen angeboten werden. Zugleich ist KSB dem Risiko ausgesetzt, dass Konkurrenzprodukte aus Ländern mit geringeren Lohnkosten, hauptsächlich aus den Regionen Osteuropa und Asien, mit dem KSB-Angebot in Wettbewerb stehen. Dies erfordert ein stetiges Qualitätsmanagement, das konzernweit verzahnt ist.

In dem Geschäft von KSB ergeben sich besondere Anforderungen an die Abwicklung von Großprojekten mit längeren Laufzeiten. Damit sind stets auch Risiken verbunden. So kann es gerade hier zu Kostenüberschreitungen, verschärften Importbestimmungen, personellen Engpässen, technischen Schwierigkeiten oder Qualitätsproblemen kommen, die - einschließlich möglicher Vertragsstrafen - die Margen verringern. Deshalb werden die Mitarbeiter im Projektmanagement geschult und ihnen werden spezielle Kenntnisse vermittelt. Diese ermöglichen es, Gefahren im Zusammenhang mit länger laufenden Aufträgen frühzeitig zu erkennen. Zudem sind die Projektleiter mit entsprechenden Management-Werkzeugen ausgestattet. Entscheidungen verbinden sich mit klar strukturierten Genehmigungsprozessen. Darüber hinaus gibt es ein zentrales Monitoring von risikobehafteten Projekten über sämtliche KSB-Gesellschafen.

Auch bei Aufträgen mit neu konstruierten Produkten werden sowohl technische als auch kommerzielle Risiken eingegangen.

Die erstgenannten Risiken werden insoweit eingegrenzt, dass bei Entwicklungsarbeiten Zwischenschritte definiert und Teillösungen einer Prüfung unterzogen werden. Kommerzielle Risiken werden durch entsprechende Gestaltung der Verträge minimiert. Es wird darauf geachtet, dass Anzahlungen und Sicherheiten, die von den Kunden zu stellen sind, mindestens die anfallenden Kosten decken. Für das Gewährleistungs- und Pönalerisiko werden entsprechende Rückstellungen gebildet. Im Konzernabschluss 2019 waren es 44 Mio. € im Konzern, davon entfallen auf die KSB SE & Co. KGaA 26 Mio. €, im Jahr zuvor 46 Mio. €, davon 26 Mio. € auf die KSB SE & Co. KGaA; darüber hinaus sieht KSB kein weiteres wesentliches Restrisiko (Nettorisiko).

▪ Chancen

Die zunehmende Integration von Hydraulik, Antrieben und IoT-Lösungen für die Pumpen ermöglicht künftig innovative Geschäftsmodelle, wie beispielsweise das Freischalten kostenpflichtiger Funktionalitäten via App, Anbindung der Instandhaltung via Cloud sowie die Nutzung von Betriebsdaten zur Anlagen- und Produktoptimierung.

KSB nutzt agile Methoden. Sie ermöglichen es, durch interdisziplinäre und simultane Produktentwicklung den Anforderungen der Kunden nach immer kürzeren Entwicklungszeiten nachzukommen und die Entwicklungen noch zielgerichteter auf die Marktanforderungen auszurichten.

Durch konsequenten und intensivierten Einsatz von Simulationstechniken und Ingenieursmethoden wie etwa statistischer Versuchsplanung und Auswirkungsanalysen werden gleichzeitig die Entwicklungsrisiken reduziert.

Mit der Zertifizierung der größten, jemals gebauten wellendichtungslosen Hauptkühlmittelpumpe für einen neuentwickelten Reaktortyp durch einen chinesischen Kunden bestehen die Chancen auf Nachfolgeaufträge.

Finanzen / Liquidität

▪ Risiken

Die internationale Ausrichtung des Konzerns führt zu Währungsrisiken. Die neben dem Euro wichtigsten Währungen für KSB sind der US-Dollar, die indische Rupie, der brasilianische Real und der chinesische Yuan. Das bestehende Liquiditätsrisiko aus Fremdwährungsgeschäften wird durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Diesen Absicherungen liegen zum einen feste Verträge und zum anderen Prognosen über zukünftige Zahlungsströme zugrunde, deren Eintritt unsicher ist. Wechselkursschwankungen können somit das Ergebnis trotz Sicherung negativ beeinflussen.

Risiken hinsichtlich Margen und Liquidität sind typisch für das Projektgeschäft. Neben dem anhaltenden Druck auf die Verkaufspreise, der die Gewinnspannen verkleinert, gehören dazu ungünstige Vertragskonditionen wie reduzierte Anzahlungen und schärfere Pönalebedingungen. Da KSB die Genehmigungsprozesse in der Angebotsphase genau beachtet, wird dieses Risiko minimiert. Dies versetzt KSB zugleich in die Lage, Liquiditätsengpässe zu erkennen und zu vermeiden. Gegebenenfalls wird ausreichende Liquidität gesichert, indem frühzeitig entsprechende Kreditlinien vereinbart werden.

Anhaltende Rezessionen oder neu aufkommende Krisenherde können die Finanzsituation der Kunden beeinträchtigen. Hieraus resultierende Zahlungsverzögerungen sowie Forderungsausfälle, die im Geschäftsjahr als hohes Risiko bewertet wurden, würden die Ertragslage belasten. Der gleiche Effekt entstünde, wenn sich Devisenbestimmungen einzelner Länder verschärften. Diesem begegnet KSB durch ein striktes Forderungsmanagement und intensive Kundenkontakte.

Sich ändernde Marktgegebenheiten machen es immer wieder erforderlich, bestehende Geschäftsmodelle grundsätzlich zu überprüfen und gegebenenfalls das Produktprogramm entsprechend anzupassen. Dies kann zu einem Wertverlust des Vorratsvermögens führen, welcher im Geschäftsjahr als hohes Risiko bewertet wurde. Diesem Risiko trägt KSB durch eine im Geschäftsjahr 2019 gestartete Working-Capital-Initiative Rechnung, mit dem Fokus, die Umschlagshäufigkeit des Vorratsvermögens und der Forderungen zu erhöhen. Eine weitere mögliche Folge anhaltend belastender Marktentwicklungen ist der Verlust der Werthaltigkeit von Firmen- und Vermögenswerten. Ergibt sich aus der Werthaltigkeitsprüfung gemäß IAS 36 ein Wertminderungsbedarf, erfasst KSB einen entsprechenden Aufwand im Geschäftsjahr. Darüber hinaus besteht ein Restrisiko in Bezug auf die Entwicklung nicht steuerbarer Prämissen, auf denen die Ergebnisse beruhen. Für Gesellschaften mit Geschäfts- oder Firmenwerten hat KSB die Risikoeinschätzung der Werthaltigkeit im Rahmen von Sensitivitätsanalysen berücksichtigt. Weitere Informationen hierzu sind im Konzernanhang im Kapitel "IV. Erläuterungen zur Bilanz" unter dem Punkt "Immaterielle Vermögenswerte" enthalten.

Bei Steuersachverhalten ist die weltweite Ausrichtung der Aktivitäten des KSB Konzerns zu berücksichtigen. Aufgrund der operativen Tätigkeit in einer Vielzahl von Ländern mit unterschiedlichen Steuergesetzen und Verwaltungsauffassungen ist es erforderlich, die Bemessung der Steuerverbindlichkeiten differenziert zu beurteilen. Unsicherheiten bestehen möglicherweise aufgrund der unterschiedlichen Interpretation von Sachverhalten durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Diese können bei Betriebsprüfungen zutage treten. Durch eine enge Zusammenarbeit mit externen lokalen Steuerspezialisten begegnet KSB dem Risiko steuerlicher Nachzahlungen. Da unklare Sachverhalte fortlaufend kontrolliert werden, kann regelmäßig eine entsprechende Einstufung der Eintrittswahrscheinlichkeit vorgenommen werden. Sollte sich daraus ein Nachzahlungsbedarf ergeben, werden rechtzeitig entsprechende Rückstellungen gebildet. Im Konzernabschluss 2019 sind für solche Sachverhalte, die als mittleres oder hohes Risiko eingestuft werden, wie im Vorjahr keine Rückstellung berücksichtigt; darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten von voraussichtlich 8,4 Mio. €, davon entfallen auf die KSB SE & Co. KGaA 0 Mio.€ (Vorjahr 1,5 Mio. € und 0 Mio. € auf die KSB SE & Co. KGaA).

Die Konzentration auf wenige Kunden führt zu Abhängigkeiten, die im Fall eines Kundenverlusts für kleinere Servicegesellschaften zu einem wesentlichen Auftragseingangs- und Umsatzeinbruch und damit zu einer Ergebnisbelastung führen können. Der damit verbundene Druck, den einzelne Kunden auf das Unternehmen ausüben können, erhöht sich und resultiert darin, dass vermehrt Zugeständnisse seitens des Anbieters gemacht werden müssen. Geraten einzelne Einheiten des Konzerns in solch eine Lage, werden Verluste teilweise durch deren Muttergesellschaft ausgeglichen. Hält die Situation an, erwägt KSB die Überarbeitung des Geschäftsmodells der betroffenen Gesellschaft oder deren Verkauf.

Beschaffung

▪ Risiken

Rohstoffpreise und Beschaffungszeiten unterliegen starken marktbedingten Schwankungen. Dies kann die Ergebnissituation dann negativ beeinflussen, wenn es nicht gelingt, Kostensteigerungen zu kompensieren oder an Kunden weiterzugeben. Auch Verzögerungen oder Engpässe in der Versorgungskette für Rohstoffe und Komponenten können die geschäftlichen Aktivitäten von KSB beeinträchtigen. Wenn nicht zeitnah von sinkenden Beschaffungspreisen profitiert wird, würde sich, bei anhaltendem Druck auf die Verkaufspreise der Produkte, die Ertragslage verschlechtern.

Im Rahmen der Beschaffungsstrategie achtet KSB darauf, Abhängigkeiten von Lieferanten zu vermeiden und so dem Risiko eines Lieferantenausfalls entgegenzuwirken. Sollten die lokalen Gegebenheiten keine ausreichende Lieferantendiversifizierung ermöglichen, wird auf zusätzliche ausländische Geschäftspartner zurückgegriffen.

▪ Chancen

Im Berichtsjahr 2019 wurden eine 2018 gestartete Neuorganisation des globalen Einkaufs konsequent weiterentwickelt und weitere Prozessanpassungen vorgenommen. Dazu gehören unter anderem neue Reporting-Richtlinien, Detailierung der Warengruppenstrategien und sehr frühes Einbinden des Einkaufs in die Projekte. Dies ermöglicht eine deutlich höhere globale Transparenz, das Umsetzen einer globalen Warengruppenstrategie und kostenoptimiertes Einkaufen bei gleichzeitiger Steigerung der Versorgungssicherheit.

Die Veränderungen stärken die Wettbewerbsfähigkeit von KSB und bilden gleichzeitig das Fundament, den Einkauf erfolgreich zu digitalisieren. Damit sichert sich KSB die Chance eines dauerhaften Zugangs zu den besten Lieferanten. Sie erhöhen außerdem die Attraktivität für talentierte Einkäufer, die helfen, die Unternehmensziele von KSB zu verwirklichen.

Technologie / Forschung und Entwicklung

▪ Risiken

Für eine erfolgreiche Zukunft ist es essentiell, über ein Produkt- und Leistungsprogramm zu verfügen, das in Technik, Preis und Lieferzeit marktgerecht ist. Die sich ändernden Bedürfnisse der Kunden wie auch neue Normen und Vorschriften - gerade in zukunftsträchtigen Märkten wie China - erfordern es, Erzeugnisse sowie Leistungen kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Die für Anpassungen nötige Forschung und Entwicklung verbrauchen erhebliche finanzielle Mittel und personelle Ressourcen, ohne dass ein mittel- und langfristig erfolgreicher Einsatz garantiert ist.

Um negative Auswirkungen auf die Ertragslage zu vermeiden, ist es wichtig, die marktbedingten oder technischen Risiken frühzeitig zu erkennen. Hierfür aktualisiert der KSB Konzern ständig seinen Entwicklungsprozess, zu dem verschiedene Kontrollstufen gehören. Da in diesen Prozess regelmäßig Mitarbeiter aus dem Verkauf eingebunden sind, können Risiken, die aus zwischenzeitlichen Veränderungen in den Märkten oder Anwendungsbereichen resultieren, rechtzeitig in die Beurteilung einfließen.

▪ Chancen

Mit einem neuen Idea-to-Market-Prozess stellt sich KSB der Herausforderung, dass sich die Wachstumszentren insbesondere nach Asien und Südamerika verschoben haben und perspektivisch auch nach Afrika verschieben werden. Deshalb werden global interne und externe Akteure auf einer Plattform vernetzt.

Dabei durchlaufen Ideen einen stringenten Prozess der Bewertung, um konsequenter und schneller neue Trends und Technologien zu identifizieren. Ein direkter, persönlicher Austausch auf allen Ebenen ermöglicht zudem, die zunehmende Wandlungsgeschwindigkeit unserer Branche mitzugestalten. Durch Crowd-Ansätze kann direkt auf die Erfahrungen und Kompetenzen der Mitarbeiter weltweit zugegriffen werden. Entscheidungen werden dezentraler als zuvor von den Experten vorbereitet.

Die unternehmerische Entscheidung, die Produktionsprozesse sukzessive zu digitalisieren, beinhaltet die Chancen, die Herstellungsprozesse hinsichtlich Ressourceneinsatz zu optimieren, die Durchlaufzeiten zu verkürzen, die Kundenerwartungen besser zu erfüllen und die Teile- bzw. Produktqualität weiter zu steigern.

Durch die Additive Fertigung können kostenintensive, manuelle Prozesse und Produktionsschritte besonders bei kleinen Stückzahlen und komplexer Einzelfertigung vermieden und damit die Wettbewerbsfähigkeit in den globalen und regionalen Märkten erhöht werden.

Neben den technischen Innovationen gewinnen zunehmend Dienstleistungs-, Anwendungs- und Prozessinnovationen an Bedeutung. Entwicklungen sind somit eng mit Zulieferern, Kunden und Mitarbeiter vor Ort abzustimmen. Etablierte In-novationsmethoden, Business Innovation Labs, Hackathons und Start-Up-Events werden konsequent global ausgerollt, um die lokale Innovationsfähigkeit zu stärken.

Hierdurch intensiviert KSB seine Fähigkeiten, zukunftsfähige Produkte, Geschäftsmodelle und Dienstleistungen schneller und kundengerechter zu entwickeln.

Andere unternehmensspezifische Risiken - Umwelt

▪Risiken

Die Geschäftstätigkeit von KSB unterliegt vor allem im Bereich der Produktion zahlreichen Umweltschutzgesetzen und -vorschriften. Durch Umweltschäden jeglicher Art (beispielsweise Grundwasserverschmutzungen, Sanierungsbedarf wegen veralteter Baustoffe oder Geruchsbelästigungen bei dem Einsatz von Chemikalien) können Verluste entstehen, die nicht durch eine Versicherung gedeckt sind. Daher überwachen Beauftragte an allen Standorten die Einhaltung der Gesetze und Vorschriften sowie der KSB-internen Regeln. Werden Belastungen festgestellt, bildet KSB Rückstellungen, um Verpflichtungen für notwendige Sanierungen gerecht zu werden. Im Konzernabschluss 2019 betragen diese wie im Vorjahr knapp 0,2 Mio. € für mittlere oder hohe Risiken, davon entfallen auf die KSB SE & Co. KGaA 0,2 Mio. €.

Bei Akquisitionsprojekten überprüft KSB Liegenschaften vor einem Kauf auf mögliche Altlasten. Kritische Sachverhalte werden mittels entsprechender vertraglicher Regelungen mit dem Verkäufer berücksichtigt und in Absprache mit diesem werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

In Märkten mit sich verschärfenden umweltrechtlichen Regulierungen gibt es grundsätzlich die Gefahr, dass es durch KSB-Produkte und eigene oder zugekaufte Dienstleistungen zu Verstößen kommen kann, durch die die für diese Geschäfte notwendige Genehmigung verloren geht und die Reputation von KSB geschädigt wird. Auch veränderte Haftungsregelungen im Umweltschutz können die Risiken für den Geschäftserfolg erhöhen. Über sich anbahnende umweltrechtliche Neuerungen informiert sich der Konzern daher frühzeitig als Mitglied in nationalen und internationalen Fachverbänden. Ferner existieren in den Landeseinheiten sogenannte Rechtskataster, die permanent gepflegt werden. So stellt KSB sicher, dass sich die Mitarbeiter an das jeweils geltende Recht halten. Im Rahmen der Managementzertifizierungen überwachen dies außerdem externe Auditoren.

▪ Chancen

Umweltbewusstes Management verbindet sich bei KSB mit einem aktiven und vorausschauenden Handeln sowie mit betriebsinternen Prozessen, die dauerhafte Kostensenkungen ermöglichen. Dies gilt beispielsweise für alle Maßnahmen, die den Energieverbrauch in Produktion, Service und Verwaltung verringern. Umgekehrt bietet der KSB Konzern den Anwendern seiner Produkte die Chance, ihre Stromkosten zu reduzieren, indem sie energieeffiziente KSB-Produkte wählen.

Durch das erfolgreiche Einführen, Aufrechterhalten und ständige Weiterentwickeln der globalen Umwelt- und Arbeitssicherheit-Managementsysteme (ISO 14001 und ISO 45001) ergeben sich die Chancen, eventuelle Risiken bzw. Abweichungen rechtzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen einzuleiten. Damit werden nicht nur Umwelt- und Imageschäden bzw. gesundheitliche Beeinträchtigungen der Mitarbeiter verhindert, sondern auch finanziellen Risiken vorgebeugt.

Investitionen in Maschinen und Anlagen werden unter den Prämissen Ressourceneffizienz und Umwelt- bzw. Gesundheitsschutz getätigt, um innerhalb der gesamten Nutzungsphase die Energiekosten zu optimieren, aber auch um eventuelle Folgekosten aufgrund von Umwelt- und / oder Gesundheitsbeeinträchtigungen zu vermeiden.

Mit einem zertifizierten Umwelt-Managementsystem erfüllt KSB darüber hinaus eine Forderung zahlreicher öffentlicher Auftraggeber, großer Unternehmen und ganzer Branchen wie der Automobilindustrie. Für diese ist der Nachweis eines Umweltmanagements ein zunehmend wichtigeres Kriterium bei der Auswahl ihrer Lieferanten. Indem Produktions- und Servicestandorte durch Auditoren überprüft und nach internationalen Normen zertifiziert werden, erhalten sowohl der KSB Konzern als auch die Kunden eine hohe Gewissheit, dass die KSB-Betriebe umweltgerecht handeln. Die Mitgliedschaft im UN Global Compact entspricht ebenfalls den Erwartungen auf Kundenseite und verbessert die Auftragschancen bei Unternehmen, die ihre Lieferanten unter anderem im Hinblick auf ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft aussuchen.

Andere unternehmensspezifische Risiken - Personal, Recht und IT

▪ Risiken

Um die Geschäftsziele zu erreichen, benötigt KSB an allen Standorten qualifizierte Mitarbeiter, zu denen beispielsweise technische Spezialisten gehören. Aufgrund des demografischen Wandels in einigen Ländern nimmt der Wettbewerb um diese und andere hochqualifizierte Fachkräfte zu. Er wird sich im Rahmen des wirtschaftlichen Aufschwungs noch verschärfen. KSB begegnet diesem Risiko mit bedarfsorientierten Maßnahmenplänen, einer systematischen Personalplanung und internationalen Rekrutierungsprozessen.

Änderungen von Prozessen und der Aufbauorganisation, wie die Einführung von Shared-Service-Centern, erfordern klare Projektverantwortlichkeiten und valide Projektpläne sowie die Auswahl qualifizierter externer Partner. So lassen sich Ineffizienzen bei der Organisations- und Prozessumstellung vermeiden, die ansonsten die erwarteten Kostenvorteile verringern könnten.

Zu den Risiken im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Mitarbeiter von KSB können prinzipiell auch unredliches Verhalten oder Verstöße gegen Rechtsvorschriften gehören. Diese wären geeignet, das Ansehen von KSB zu schädigen. Durch wiederholte Compliance-Schulungen und gezielte Einzelmaßnahmen in kritischen Regionen beugt der KSB Konzern diesen Risiken vor und sichert die Reputation bei seinen Kunden.

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit lassen sich Rechtsstreitigkeiten nicht immer vermeiden. Dabei handelt es sich üblicherweise um Streitfälle aus dem operativen Geschäft, in der Regel bei unklaren Gewährleistungsfragen. Erwartet KSB aus diesen Sachverhalten negative Auswirkungen auf den Geschäftserfolg, werden entsprechende Rückstellungen, die neben der zu erwartenden Schadenshöhe auch die Prozesskosten beinhalten, gebildet. Um ein Nettorisiko auszuschließen, sind im Konzernabschluss 2019 für solche als mittlere oder hohe Risiken eingestuften Fälle rund 2 Mio. € berücksichtigt. Davon entfallen auf die KSB SE & Co. KGaA 1 Mio. €, (Vorjahr 2 Mio. €, davon 1 Mio. € aus der KSB SE & Co. KGaA). Weiterhin wurden Rückstellungen für Streitfälle mit Behörden und für Personalangelegenheiten von insgesamt nochmals knapp 2 Mio. € gebildet, davon entfallen auf die KSB SE & Co. KGaA 0 Mio. €, (Vorjahr 2 Mio. €, davon 0 Mio. € aus der KSB SE & Co. KGaA), sofern sie im Sinne der Risikobewertung als mittlere oder hohe Risiken eingeschätzt wurden.

Schwerwiegende geschäftliche Nachteile können infolge der Manipulation und des Verlusts elektronischer Daten entstehen. KSB verstärkt die Bemühungen, dieses Risiko durch adäquate Sicherungssysteme und Zugangsverfahren zu begrenzen.

Eine verstärkte Zentralisierung der IT-Systeme der verschiedenen Geschäftseinheiten hilft hierbei. Damit werden hohe Sicherheitsstandards gesetzt und so das Risiko für Datenverluste oder -beschädigungen verringert.

Verstärkten externen Fraud-Aktivitäten versucht KSB durch eine Verschärfung des Bewusstseins für solche zu begegnen. Gleichzeitig erhöht KSB die Compliance-Anforderungen.

▪ Chancen

Ende 2019 wurde damit begonnen, das globale HR-Managementsystems "Workday" einzuführen. Es wird die Basis für eine strategische Personalplanung bilden. Die höhere Transparenz mitarbeiterbezogener Daten wird es ermöglichen, die Menschen bei KSB entsprechend ihren individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten optimal einzusetzen und ihnen auch über Ländergrenzen hinweg neue Karrierechancen zu eröffnen. Gleichzeitig werden durch das Programm die HR-Prozesse unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen gesetzlichen Rahmenbedingungen weltweit vereinheitlicht und standardisiert.

Mit Investitionen in die IT, insbesondere durch neue Endgeräte und höhere Bandbreiten, wird die digitale Transformation des Unternehmens unterstützt. Der Ausbau der IT-Sicherheit und der Ausbau von cloudbasierten Lösungen bildet die Basis, um die Infrastruktur und die internen Prozesse sowie die Prozesse mit den Kunden, Lieferanten und Partnern sicher und nahtlos und damit schneller, effizienter und einheitlicher zu gestalten.

WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN NACH SEGMENTEN

Die Chancen und Risiken für die Segmente Pumpen, Armaturen und Service werden, wie bereits im Vorjahr, am stärksten durch die konjunkturelle Entwicklung beeinflusst. Nach wie vor ist die künftige Entwicklung in China von Bedeutung. Wesentlich für Pumpen und Armaturen sowie in abgemilderter Form für den Service sind noch immer geopolitische Unsicherheiten aus handelspolitischen Konflikten und zahlreichen globalen Krisenherden. Hohe Risiken für das Geschäft des KSB Konzerns bleiben politische Entscheidungen in China bezüglich der Energieprojekte, der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China, die weiterhin stark belasteten Ost-West-Beziehungen und die US-Sanktionen gegenüber dem Iran. Die Strategie passte KSB dahingehend an und stellte das Geschäft mit dem Iran ein. Auch ein sich verschlechterndes Zahlungsverhalten birgt entsprechendes Risikopotenzial für künftige Geschäfte. Die konjunkturelle Entwicklung im Allgemeinen bleibt weiterhin aufgrund der schweren Einschätzbarkeit das wesentlichste Risiko. Der KSB Konzern erhofft sich auch weiterhin von seinen wachstumsfördernden Maßnahmen, dass diese das Erreichen seiner Ziele wesentlich unterstützen. Rezessionen und einen verschärften Wettbewerb spüren oftmals auch die Kunden von KSB, was deren Zahlungsfähigkeit in Einzelfällen beeinträchtigen kann.

Negative Währungsveränderungen in Wachstumsländern könnten die Exporte, insbesondere die aus den europäischen Werken, gefährden. Dies würde es aber auch ermöglichen, dass die Produktionsstätten in den betroffenen Ländern von solchen Entwicklungen profitieren und ihrerseits verstärkt exportieren.

RISIKOBERICHT ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Das zentrale Finanzmanagement des KSB Konzerns erfüllt seine Aufgaben innerhalb des von der KSB Management SE als gesetzliche Vertreterin vorgegebenen Handlungsrahmens. Der KSB Konzern richtet seine finanziellen Transaktionen in Art und Umfang strikt auf die Erfordernisse seines Geschäftes aus. Dabei tätigt er keine Geschäfte mit spekulativem Charakter. Ziel ist es, jederzeit die Liquidität sicherzustellen und die Aktivitäten zu optimalen Bedingungen zu finanzieren. Exportgeschäfte werden unter bestmöglicher Absicherung der Währungs- und Bonitätsrisiken getätigt. Das Forderungsmanagement arbeitet mit ständig verbesserten Methoden daran, die Außenstände termingerecht einzubringen.

Aufgrund des Geschäftes muss KSB sich mit folgenden finanzwirtschaftlichen Risiken auseinandersetzen:

Einerseits unterliegt KSB dem Kreditrisiko. Hierunter wird der mögliche Ausfall oder der verspätete Eingang vertraglich vereinbarter Zahlungen verstanden. Darüber hinaus besteht ein Liquiditätsrisiko. Dies zeigt sich darin, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht oder nicht vollständig erfüllen kann. Ferner ist KSB dem sogenannten Marktpreisrisiko ausgesetzt. Währungs- oder Zinsänderungen können einen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Risiken von Wertpapier-Kursschwankungen sind nicht wesentlich.

Um Risiken aus Geschäften mit unterschiedlichen Währungen zu verringern, werden Maßnahmen zur Kurssicherung ergriffen. Dafür nutzt KSB in erster Linie Devisenterminkontrakte, sowohl für bereits bilanzierte Geschäfte als auch für zukünftige Zahlungsströme aus noch abzuwickelnden Aufträgen. Zur Abdeckung der Währungsrisiken bestehen zum Jahresende Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von insgesamt 251,9 Mio. €, davon entfallen auf die KSB SE & Co. KGaA 187,9 Mio. € (Vorjahr 238,3 Mio. €, davon 177,2 Mio. € auf die KSB SE & Co. KGaA). Überwiegend sind Fremdwährungspositionen in US-Dollar gesichert. Ein weltweites Netzwerk aus Produktionsstandorten in den jeweiligen lokalen Absatzmärkten reduziert potentielle Währungsrisiken.

All diese Risiken werden mittels eines adäquaten Risikomanagement-Systems begrenzt. Durch Richtlinien und Arbeitsanweisungen wird der Umgang mit diesen Risiken geregelt. Darüber hinaus werden ständig die aktuellen Risikoausprägungen überwacht und die gewonnenen Erkenntnisse werden in Form standardisierter Berichte sowie individueller Analysen an die Geschäftsführenden Direktoren und den Aufsichtsrat weitergegeben.

Weitere Informationen zu den drei Risikobereichen und den bilanziellen Auswirkungen sind im Konzernanhang im Kapitel "VI. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" enthalten.

GESAMTBEURTEILUNG DER CHANCEN UND RISIKEN

Die Chancen und Risiken des KSB Konzerns werden ganz wesentlich von gesamtwirtschaftlichen Einflussfaktoren und deren Effekten auf die weltweiten Maschinenbaumärkte und den Wettbewerb geprägt.

Die gesamte Risikolage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 ist unverändert angespannt. Dies ist auf die bereits in der Risikosituation nach Segmenten beschriebene politische Entwicklung und deren Auswirkung auf die Märkte zurückzuführen. Außerdem hätten geopolitische Instabilitäten, Entscheidungen über Sanktionen und volatile Währungen sowohl negative Effekte auf das Geschäftsvolumen als auch auf das geplante Ergebnis. Insgesamt geht KSB für das nächste Jahr von einer Konjunkturentwicklung analog der IWF-Prognose aus.

Der KSB Konzern baut in diesem Umfeld weiter auf seine Fähigkeit, Kapazitäten und Ressourcen flexibel den sich ändernden Marktbedingungen anzupassen. Um im Wettbewerb dauerhaft zu bestehen, sind eine solide finanzielle Position sowie effiziente Kostenstrukturen von zentraler Bedeutung. KSB ist überzeugt, dass die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen weiterhin erfolgreich gemeistert werden können.

Das Potential der Chancen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Das vorhandene Risikomanagement-System sowie die damit im Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen erlauben es der KSB Management SE als gesetzliche Vertreterin, Risiken zeitnah zu erkennen und adäquate Maßnahmen einzuleiten. Der Fokus der Aktivitäten im Jahr 2020 wird angesichts der teilweise unsicheren Entwicklung unverändert auf dem Management der Marktrisiken liegen. Die gesetzliche Vertreterin stellt auf Basis des vom KSB Konzern etablierten Risikomanagement-Systems wiederum fest, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KSB Konzerns führen könnten.

Erläuterungen zur KSB SE & Co. KGaA (HGB)

Bilanz

Aktiva

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände 50.163 39.141
Sachanlagen 117.844 111.605
Finanzanlagen 292.864 288.763
  460.871 439.509
Umlaufvermögen    
Vorräte 251.978 248.853
Erhaltene Anzahlungen - 85.298 - 92.701
  166.680 156.152
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 308.664 322.669
Wertpapiere - 19.990
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 44.864 78.286
  520.208 577.097
Rechnungsabgrenzungsposten 1.816 2.275
  982.895 1.018.881

Passiva

   
in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 44.772 44.772
Kapitalrücklage 66.663 66.663
Gewinnrücklagen 136.180 136.180
Bilanzgewinn 67.364 90.179
  314.979 337.794
Rückstellungen    
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 415.998 386.489
Übrige Rückstellungen 106.798 123.284
  522.796 509.773
Verbindlichkeiten 140.080 165.014
Rechnungsabgrenzungsposten 5.040 6.300
  982.895 1.018.881

Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ 2019 2018
Umsatzerlöse 841.693 807.142
Bestandsveränderungen - 1.262 - 2.007
Andere aktivierte Eigenleistungen 6.833 6.871
Gesamtleistung 847.264 812.006
Sonstige betriebliche Erträge 27.599 25.396
Materialaufwand - 388.604 - 365.802
Personalaufwand - 324.747 - 303.598
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen - 17.801 - 17.089
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 160.920 - 188.813
  - 17.209 - 37.900
Ergebnis aus Beteiligungen 40.991 281.625
Übriges Finanzergebnis - 38.454 - 61.435
  2.537 220.190
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1.369 - 1.192
Ergebnis nach Steuern - 16.041 181.098
Sonstige Steuern - 1.191 - 919
Jahresüberschuss/-fehlbetrag - 17.232 180.179
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 84.596 -
Einstellung in andere Gewinnrücklagen - - 90.000
Bilanzgewinn 67.364 90.179

Geschäftsmodell

Die KSB SE & Co. KGaA hält als Mutterunternehmen direkt oder indirekt die Anteile an den zum KSB Konzern gehörenden Gesellschaften. Aus ihr heraus wird der KSB Konzern geführt. Sie ist die gleichzeitig größte operative Gesellschaft der Gruppe. Die zentrale Verwaltung befindet sich am Sitz der Gesellschaft in Frankenthal; Zweigniederlassungen liegen in Bremen, Halle und Pegnitz.

Mit den drei Servicegesellschaften KSB Service GmbH, Frankenthal, KSB Service GmbH, Schwedt, sowie der Uder Elektromechanik GmbH, Friedrichsthal, ist die KSB SE & Co. KGaA mittels Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag verbunden. Diese unterstehen damit der einheitlichen Leitung der KSB SE & Co. KGaA. Ihre Jahresergebnisse werden von der KSB SE & Co. KGaA übernommen.

Der Jahresabschluss der KSB SE & Co. KGaA ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt worden.

Unterschiede zwischen den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach HGB und den International Financial Reporting Standards (IFRS), nach denen der Konzernabschluss der KSB aufgestellt wird, ergeben sich vor allem aus der Anwendung des IFRS 15 für die zeitraumbezogene Erlösrealisation von Fertigungsaufträgen, bei der Ermittlung von Pensionsrückstellungen, nach IFRS 16 für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen sowie der Aktivierung latenter Steuern. Darüber hinaus ergeben sich Unterschiede im Ausweis von Vermögensgegenständen und Schulden sowie von Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung; nach BilRuG besteht ein erweiterter Umfang für den Ausweis von Umsatzerlösen.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Insgesamt hat sich das Geschäft auch für die KSB SE & Co. KGaA in den ersten sieben Monaten aufgrund der guten Investitionstätigkeit der Kunden in wichtigen Absatzmärkten weiter verbessert. Dies war insbesondere in den Märkten Energie und Wasser / Abwasser der Fall. In den letzten fünf Monaten des Jahres hingegen zeigte sich eine deutliche Abkühlung des Investitionsgütermarktes.

AUFTRAGSEINGANG

Das Volumen der von der KSB SE & Co. KGaA gebuchten Bestellungen stieg im Berichtsjahr um 29,6 Mio. € auf 796,5 Mio. € an. Dies entspricht einem Anstieg von 3,9 %.

UMSATZ

Die gesamten HGB-Umsatzerlöse liegen bei 841,7 Mio. € (im Vorjahr 807,1 Mio. €). Dies sind 34,6 Mio. € mehr als im Vorjahr.

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich ausschließlich auf die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Pumpen, Armaturen sowie Gießereiprodukten und Servicedienstleistungen. Die hierfür in 2019 umgesetzten 788,3 Mio. € bedeuten gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 26,9 Mio. € (3,5 %). Die Umsatzerlöse betreffen Pumpen in Höhe von 86 % (Vorjahr 86 %), sowie in Höhe von 12 % Armaturen (Vorjahr 13 %).

Die Umsatzerlöse nach IFRS sind im Vergleich zum Vorjahr von 762,0 Mio. € auf 779,4 Mio. € angestiegen. Maßgeblicher Treiber des Umsatzanstiegs war das Projektgeschäft mit Engineered Pumps.

ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Die Sonstigen betrieblichen Erträge sind von 25,4 Mio. € auf 27,6 Mio. € insbesondere aufgrund höherer Erträge aus Währungskursgewinnen angestiegen.

Der Materialaufwand liegt mit 388,6 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 365,8 Mio. €. Der Anteil des Materialverbrauchs an der Gesamtleistung ist von 45,0 % im Vorjahr auf 45,9 % im Berichtsjahr angestiegen.

Der Personalaufwand ist in absoluten Werten um 21,1 Mio. € auf 324,7 Mio. € gestiegen. Der deutliche Anstieg resultiert aus einem einmaligen Sonderertrag im Vorjahr in Höhe von 20,4 Mio. € aufgrund der Einführung eines Kapitalwahlrechts für die Pensionspläne. Allgemeine Personalkostensteigerungen wirkten ebenfalls erhöhend. In Relation zur Gesamtleistung liegt der Personalaufwand nun bei 38,3 % (Vorjahr 37,4 %).

Mit 160,9 Mio. € nach 188,8 Mio. € im Vorjahr verzeichnen die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen gravierenden Rückgang um 27,9 Mio. €. Maßgeblich sind Einmaleffekte aus dem Vorjahr für die Bildung von Drohverlustrückstellungen sowie die Realisation des restlichen BilMoG-Zuführungsbetrags für die Pensionsrückstellungen. Große Anteile an den Sonstigen Aufwendungen liegen in fremden Dienstleistungen und übrigen Vertriebskosten.

Insgesamt liegt das Ergebnis aus Beteiligungen mit 41,0 Mio. € stark unter dem Niveau des Vorjahres (281,6 Mio. €). Enthalten sind Ergebnisabführungen der drei deutschen Servicegesellschaften mit 11,5 Mio. € (Vorjahr 10,5 Mio. €) und Erträge aus Dividenden von verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von 29,5 Mio. €. Im Vorjahr führten neben den regulären Dividendenerträgen eine Sonderdividende sowie die Aufdeckung stiller Reserven im Zuge der Übertragung einer Beteiligung an die KSB FINANZ S.A., Luxemburg, mit insgesamt 262,6 Mio. € zu einem außerordentlich hohen Ergebnis aus Beteiligungen.

JAHRESERGEBNIS NACH HGB

Aufgrund der oben erläuterten Veränderungen der Gewinn-und Verlustrechnungspositionen erwirtschaftete die KSB SE & Co. KGaA im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresfehlbetrag von 17,2 Mio. € nach einem Jahresüberschuss in Höhe von 180,2 Mio. € im Vorjahr. Begründet ist das durch den drastischen Rückgang des Ergebnisses aus Beteiligungen.

ERGEBNIS VOR FINANZERGEBNIS UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) NACH IFRS

Das auf Basis der IFRS-Regeln ermittelte EBIT liegt in 2019 mit - 32,5 Mio. € erheblich unter dem Vorjahres-EBIT in Höhe von - 10,3 Mio. €. Insbesondere höhere Personalaufwendungen wirkten sich hier aus. Im Vorjahr waren hier noch Einflüsse aus der Ausübung eines Kapitalwahlrecht in den Pensionsplänen enthalten.

Finanz- und Vermögenslage

FINANZLAGE

Die KSB SE & Co. KGaA ist eingebettet in das zentrale Finanzmanagement des KSB Konzerns. Dieses arbeitet innerhalb des von der KSB Management SE als gesetzliche Vertreterin vorgegebenen Handlungsrahmens und richtet alle finanziellen Transaktionen in Art und Umfang strikt auf die Erfordernisse des Geschäftes aus. Ziel des Finanzmanagements ist es, jederzeit die Liquidität sicherzustellen und zu optimalen Bedingungen die Finanzierung der Aktivitäten zu gewährleisten. Exportgeschäfte finanziert die KSB SE & Co. KGaA unter bestmöglicher Absicherung der Währungs- und Bonitätsrisiken. Das Forderungsmanagement arbeitet mit ständig verbesserten Methoden daran, die Außenstände termingerecht einzubringen.

FREMDKAPITAL

Größter Posten des Fremdkapitals sind wie im Vorjahr die Pensionsrückstellungen, die zum Bilanzstichtag um 29,5 Mio. € auf 416,0 Mio. € gewachsen sind. Dieser Anstieg erklärt sich aus der Aufzinsung der Verpflichtung mit 40,4 Mio. €. Die übrigen Rückstellungen liegen bei 106,8 Mio. € (Vorjahr 123,3 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen mit den gesunkenen Altersteilzeitverpflichtungen und Drohverlustrück-stellungen zu begründen.

Von den Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 140,1 Mio. € (Vorjahr 165,0 Mio. €) entfallen 22,0 Mio. € auf Verbindlichkeiten aus einem Schuldscheindarlehen, das 2012 am Markt zur mittelfristigen Liquiditätssicherung platziert wurde. 2019 erfolgte die Rückzahlung einer Tranche in Höhe von 26,0 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Jahresende um 0,7 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert bei 55,1 Mio. €. Hierin sind 30,0 Mio. € (Vorjahr 24,7 Mio. €) für konzerninterne Darlehen und Geldanlagen enthalten.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme liegt mit 982,9 Mio. € 3,5 % unter dem Vorjahreswert von 1.018,9 Mio. €. Rückgängen bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, bei Wertpapieren, beim Kassenbestand sowie den Guthaben bei Kreditinstituten steht ein höheres Anlagevermögen gegenüber.

Das Anlagevermögen umfasst im Berichtsjahr einen Anteil von 47 % (Vorjahr 43 %) an der Bilanzsumme. Der Anteil des Umlaufvermögens beträgt 53 % nach 57 % im Jahr 2018. Die Vorräte einschließlich der erhaltenen Anzahlungen liegen bei 166,7 Mio. € nach 156,2 Mio. € im Vorjahr.

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital der KSB SE & Co. KGaA beträgt nach wie vor 44,8 Mio. €. Die Kapitalrücklage beläuft sich weiterhin auf 66,7 Mio. €. In den anderen Gewinnrücklagen sind zum Jahresende 136,2 Mio. € (Vorjahr 136,2 Mio. €) eingestellt. Aus dem Bilanzgewinn 2018 in Höhe von 90,2 Mio. € wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 eine Dividende von insgesamt 5,6 Mio. € (Dividende von 3,00 € je Stammaktie und von 3,38 € je Vorzugsaktie) ausgeschüttet. Der Restbetrag in Höhe von 84,6 Mio. € wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Gesamtaussage zur Entwicklung des Geschäftsjahres

Das Geschäft hat sich in den ersten sieben Monaten aufgrund der guten Investitionstätigkeit der Kunden in wichtigen Absatzmärkten weiter verbessert. Dies war insbesondere in den Märkten Energie, Wasser / Abwasser und Baugewerbe der Fall. In den letzten fünf Monaten des Jahres hingegen zeigte sich eine deutliche Abkühlung des Investitionsgütermarktes.

Die zu Jahresbeginn erstellten Prognosen haben sich nur teilweise erfüllt. Beim Auftragseingang ist der erwartete deutliche Anstieg eingetroffen, während der Umsatz nach IFRS nur leicht, im Gegensatz zum prognostizierten erheblichen Anstieg, wachsen konnte. Das Projektgeschäft konnte Zuwächse verzeichnen; das Standardgeschäft blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Eingetroffen ist hingegen der drastische Rückgang beim EBIT nach IFRS.

Chancen und Risiken

Die Geschäftsentwicklung der KSB SE & Co. KGaA hängt maßgeblich von den Risiken und Chancen des KSB Konzerns ab, die ausführlich im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts dargestellt sind. Die KSB SE & Co. KGaA partizipiert grundsätzlich an den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen entsprechend der jeweiligen Anteilsquote.

Prognosebericht

Trotz des abgeschwächten globalen Wirtschaftswachstums wird prinzipiell von guten Rahmenbedingungen für eine Ausweitung des Geschäfts in Europa und Asien ausgegangen. Ebenso in der Region Mittleren Osten / Afrika werden positive Wachstumsimpulse gesehen. Insgesamt sieht die KSB SE & Co. KGaA daher in 2020 einem spürbaren Wachstum des Auftragseingangs entgegen, was im Wesentlichen auf den Marktbereich Energie zurückzuführen ist. Der Umsatz und das EBIT nach IFRS werden voraussichtlich erheblich steigen. Hier wirkt sich der gute Auftragseingang im Marktbereich Energie des Geschäftsjahres 2019 aus.

Diese Prognose berücksichtigt nicht die Auswirkungen des Corona-Virus. Der Umfang und die Dauer einer Beeinträchtigung der Produktion sowie der Beschaffungs- und Absatzmärkte der KSB SE & Co. KGaA sowohl in China als auch in den asiatischen, europäischen und amerikanischen Volkswirtschaften sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses nicht absehbar und können daher noch nicht quantifiziert werden. KSB geht davon aus, dass die Ausbreitung des Corona-Virus negative Auswirkungen auf den Konzern haben wird.

In 2020 und den folgenden Jahren wird der KSB-Konzern sein Strategieprojekt Climb 21 umsetzen. Daraus werden einmalige Belastungen des EBIT erwartet. Da die Höhe dieser Belastungen zum heutigen Zeitpunkt noch nicht vorliegen, sind sie in der obigen Prognose des EBIT für 2020 nicht berücksichtigt.

Der Prognosezeitraum für die vorangehenden Ausführungen umfasst das Geschäftsjahr 2020.

Übernahmerelevante Angaben

Nachfolgend sind unsere übernahmerelevanten Angaben gemäß § 315a HGB aufgeführt und zugleich gemäß §§ 175 Abs. 2, 176 Abs. 1 AktG erläutert.

Das Grundkapital der KSB SE & Co. KGaA (die Gesellschaft) beträgt 44,8 Mio. €. Davon entfallen 22,7 Mio. € auf 886.615 Stamm-Stückaktien und 22,1 Mio. € auf 864.712 Vorzugs-Stückaktien. Jede Stückaktie ist am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind zum regulierten Markt zugelassen und werden im Segment "General Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

In der Hauptversammlung der KSB SE & Co. KGaA gewährt jede Stammaktie eine Stimme. Rund 84 % der Stammaktien hält die Johannes und Jacob Klein GmbH, Frankenthal, deren Geschäftsanteile mehrheitlich der KSB Stiftung, Stuttgart, gehören. Die Vorzugsaktien sind mit einem nachzuzahlenden selbstständigen Vorzugsgewinnanteil und einem Anspruch auf eine gestaffelte Mehrdividende ausgestattet. Detaillierte Informationen zu Grundkapital und Aktionären mit mehr als 10 % Anteilsbesitz sind im Konzernanhang enthalten. Den Besitzern von Vorzugsaktien steht das Stimmrecht nur in den vom Gesetz vorgeschriebenen Fällen zu. Die Ausgabe weiterer Stammaktien bedarf nicht der Zustimmung der Vorzugsaktionäre. Gleiches gilt für die Ausgabe zusätzlicher Vorzugsaktien, soweit nicht das Bezugsrecht auf vor- oder gleichrangige, neu auszugebende Vorzugsaktien ausgeschlossen ist.

Die Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ermächtigt, bis zum 5. Mai 2020 Aktien der Gesellschaft, gleich welcher Gattung, in Höhe von insgesamt bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals, oder, falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Der Vorstand ist ermächtigt, (1) Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben wurden, über die Börse oder in anderer, das Gebot der Gleichbehandlung aller Aktionäre wahrender Weise, beispielsweise durch Angebot an alle Aktionäre der Gesellschaft, zu veräußern; (2) die erworbenen Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis der Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und mit gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung ist beschränkt auf die Veräußerung von Aktien, auf die insgesamt ein anteiliger Betrag von höchstens 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens, oder, falls dieser Betrag niedriger ist, des im Zeitpunkt der Verwendung dieser Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals entfällt. Die Höchstgrenze von 10 % vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die (i) während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder die (ii) zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen höchstens auszugeben sind, soweit die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; (3) die erworbenen Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Dritte zu veräußern, soweit dies zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen und / oder Beteiligungen an Unternehmen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt oder (4) die erworbenen Aktien der Gesellschaft ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder zum Teil, auch in mehreren Teilschritten, einzuziehen. Die Einziehung kann auch ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft erfolgen. Der Vorstand wurde in diesem Fall zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hat die Gesellschaft bisher keinen Gebrauch gemacht.

Beschlüsse, die der persönlich haftenden Gesellschafterin in der Gesellschaft eine Kapitalerhöhung (genehmigtes Kapital) ermöglichen, liegen nicht vor.

Die Geschäfte der Gesellschaft werden von der KSB Management SE geführt, die durch die vier Geschäftsführenden Direktoren handelt.

Änderungen der Satzung der Gesellschaft beschließt die Hauptversammlung. Sofern diese nur die sprachliche Form der Satzung betreffen, können sie vom Aufsichtsrat, der nach den Regelungen des Mitbestimmungsgesetzes arbeitet und gebildet wird, vorgenommen werden.

Erklärung zur Unternehmensführung (§ 315d HGB i. V. m. § 289f HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i. V. m. § 289f HGB vom 11. März 2020 ist auf der Website www.ksb.com in der Rubrik "Investor Relations" im Unterpunkt "Corporate Governance / Erklärung zur Unternehmensführung" öffentlich zugänglich gemacht. Die Erklärung zur Unternehmensführung enthält neben dem Corporate-Governance-Bericht (einschließlich der Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes) relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus bei der KSB SE & Co. KGaA angewandt werden. Weiterhin sind die Arbeitsweise der KSB Management SE als Komplementärin und des Aufsichtsrats sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der gebildeten Ausschüsse des Aufsichtsrats beschrieben.

Erklärung zum nichtfinanziellen Bericht (§§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB)

Der gesonderte zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht wird nach den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt und nach § 325 HGB zusammen mit dem zusammengefassten Lagebericht offengelegt. Der Bericht ist unter folgender Adresse einsehbar: www.nichtfinanziellerbericht2019.ksb.com Unter derselben Adresse wird auch der Prüfvermerk über den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht offengelegt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht informiert über die Grundzüge des Vergütungssystems für die persönlich haftende Gesellschafterin (KSB Management SE), einschließlich ihrer Geschäftsführenden Direktoren und ihres Verwaltungsrats. Dabei orientiert er sich an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.

1. VERGÜTUNG DER PERSÖNLICH HAFTENDEN GESELLSCHAFTERIN

Gemäß der Satzung der KSB SE & Co. KGaA (die "Gesellschaft") erhält die persönlich haftende Gesellschafterin für die Geschäftsführung und Übernahme der persönlichen Haftung eine gewinn- und verlustunabhängige jährliche Vergütung in Höhe von 4 % ihres Grundkapitals. Dementsprechend hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 hierfür 20 T€ aufgewendet.

Satzungsgemäß erstattet die Gesellschaft der persönlich haftenden Gesellschafterin darüber hinaus alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der Führung der Geschäfte; dies betrifft insbesondere die Vergütung der Organmitglieder der persönlich haftenden Gesellschafterin.

2. VERGÜTUNG DER GESCHÄFTSFÜHRENDEN DIREKTOREN

Die Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin. Der Verwaltungsrat der KSB Management SE ernennt deren Geschäftsführende Direktoren und ist für die Dienstverträge mit den Geschäftsführenden Direktoren zuständig. Diese Zuständigkeit beinhaltet die Ausgestaltung des Vergütungssystems, die Höhe der Bezüge sowie deren regelmäßige Überprüfung.

Bei der Festlegung des Vergütungssystems für die Geschäftsführenden Direktoren wurde auf eine möglichst transparente Ausgestaltung geachtet. Die Gesamtvergütung der einzelnen Geschäftsführenden Direktoren erfolgt auf der Grundlage unterschiedlicher Parameter. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des jeweiligen Geschäftsführenden Direktors, die persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage und der Erfolg des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, welche ansonsten in der Gesellschaft gilt.

Die Vergütung der Geschäftsführenden Direktoren besteht aus festen und variablen Komponenten. Die Festbezüge werden er folgsunabhängig gewährt und setzen sich aus Fixum, Nebenleistungen sowie Pensionszusagen (Alters-, Berufsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrente) zusammen. Das Fixum beträgt 60 % des regulären Jahresgehalts und wird als monatliche Grundvergütung ausgezahlt. Die zugehörigen Nebenleistungen stehen allen Geschäftsführenden Direktoren in gleicher Weise zu und umfassen die private Nutzung von Dienstwagen, die Übernahme von Versicherungsprämien sowie etwaige Zahlungen für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Kredite oder Vorschüsse wurden Geschäftsführenden Direktoren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gewährt.

Um die Nachhaltigkeit des Vergütungscharakters zu gewährleisten, beinhaltet die variable Vergütung eine langfristige Komponente. Auf diese entfallen ca. 2/3 der variablen Vergütung. Sie bemisst sich am Nettogewinn des KSB Konzerns zuzüglich ordentlicher Abschreibungen. Bei deren Berechnung in Form eines rollierenden, gewichteten Dreijahres-Durchschnitts wirken sich über die Vertragslaufzeit hinweg im Wesentlichen die zukünftigen Geschäftsjahre aus. Der kurzfristige variable Anteil an den Bezügen ist zu gleichen Teilen an drei Richtwerte gekoppelt. Neben den Konzernkennzahlen EBIT-Rendite und Umsatz sind persönliche Ziele der Geschäftsführenden Direktoren Grundlage für die Berechnung. Diese Ziele sind so ausgestaltet, dass ihre Erfüllung sich über das Berichtsjahr hinaus positiv auf den jeweiligen Leistungsbereich auswirkt.

Die Höhe der variablen Vergütungsbestandteile ist insgesamt begrenzt, um außergewöhnlichen, nicht vorhergesehenen Entwicklungen Rechnung zu tragen.

In die vorstehenden Gewichtungen nicht eingeflossen ist die zusätzliche Möglichkeit einer in das Ermessen des Verwaltungsrats gestellten Prämienzahlung in Höhe von jeweils maximal drei Monatsgehältern pro Geschäftsjahr, um besonderen individuellen Leistungen der Geschäftsführenden Direktoren im Einzelfall Rechnung zu tragen. Hierüber wird nur unregelmäßig befunden, das heißt nicht notwendigerweise jährlich.

Beim Abschluss von Dienstverträgen wird im Übrigen gemäß Ziffer 4.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex darauf geachtet, dass Zahlungen an einen Geschäftsführenden Direktor bei vorzeitiger Beendigung der Dienstzeit ohne wichtigen Grund den Wert von zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Geschäftsführenden Direktor zugesagt, auch keine Entschädigungsleistungen für den Fall eines Übernahmeangebots. Wird der Anstellungsvertrag aus einem von einem Geschäftsführenden Direktor zu vertretenden wichtigen Grund beendet, erfolgen keine Abfindungszahlungen des Unternehmens. Die ordentliche Hauptversammlung hat am 6. Mai 2015 - in Anwendung der gesetzlich eingeräumten Möglichkeiten - auf eine individualisierte Offenlegung der Vergütung für die Dauer von fünf Jahren verzichtet.

3. VERGÜTUNG DES VERWALTUNGSRATS

Über die Bezüge des Verwaltungsrats beschließt die Gesellschafterin der KSB Management SE, die Klein, Schanzlin & Becker GmbH. Die Bezüge bestehen im Wesentlichen aus einem Fixum, das den zeitlichen Aufwand für die Teilnahme an bis zu 15 Sitzungen des Verwaltungsrats abdeckt. Für darüber hinausgehenden zeitlichen Mehraufwand ist ein marktüblicher Tages- und Stundensatz vereinbart. Nebenleistungen an den Verwaltungsrat sind nicht vereinbart und werden nicht gewährt. Allerdings sind dessen Mitglieder in eine von der Gesellschaft zugunsten des Verwaltungsrats zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen.

 

Frankenthal, den 12. März 2020

KSB Management SE

Die Geschäftsführenden Direktoren

Bilanz

Aktiva

in T€ Anhang Nr. 31.12.2019 31.12.2018
Langfristiges Vermögen      
Immaterielle Vermögenswerte 1 97.128 91.089
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 2 50.096 * -
Sachanlagen 3 511.281 496.659
Finanzielle Vermögenswerte 4 1.962 1.773
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 5 2.840 2.914
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 6 24.203 23.855
Aktive latente Steuern 20 95.101 80.391
    782.611 696.681
Kurzfristiges Vermögen      
Vorräte 7 544.703 544.430
Vertragsvermögenswerte 8 76.428 74.499
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 504.101 518.116
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8 90.938 103.388
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 8 39.613 49.504
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9 280.875 255.545
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 10 7.753 -
    1.544.411 1.545.482
    2.327.022 2.242.163
* Die neue Bilanzposition Nutzungsrechte an Leasinggegenständen resultiert aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 im Berichtsjahr. Weitere Erläuterungen können dem Konzernanhang entnommen werden.      

Passiva

     
in T€ Anhang Nr. 31.12.2019 31.12.2018
Eigenkapital 11    
Gezeichnetes Kapital   44.772 44.772
Kapitalrücklage   66.663 66.663
Gewinnrücklagen   568.916 577.756
Eigenkapital der Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA   680.351 689.191
Nicht beherrschende Anteile   182.210 167.600
    862.562 856.791
Langfristige Schulden      
Passive latente Steuern 20 11.146 10.252
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 12 646.340 578.640
Sonstige Rückstellungen 12 1.366 1.377
Finanzverbindlichkeiten 13 56.750 * 30.099
    715.602 620.368
Kurzfristige Schulden      
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 12 12.190 9.287
Sonstige Rückstellungen 12 68.376 83.557
Finanzverbindlichkeiten 13 44.318 * 48.777
Vertragsverbindlichkeiten 13 165.463 157.389
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13 252.741 270.212
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13 31.226 32.767
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 13 161.528 154.689
Ertragsteuerschulden 13 9.050 8.326
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 10, 13 3.967 -
    748.858 765.004
    2.327.022 2.242.163
* Die in den Finanzverbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen wurden im Berichtsjahr wesentlich von der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 beeinflusst. Weitere Erläuterungen können dem Konzernanhang entnommen werden.      

* Die in den Finanzverbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen wurden im Berichtsjahr wesentlich von der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 beeinflusst. Weitere Erläuterungen können dem Konzernanhang entnommen werden.

Gesamtergebnisrechnung

Gesonderte Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ Anhang Nr. 2019 2018
Umsatzerlöse 14 2.383.185 2.245.948
Bestandsveränderungen   - 9.316 22.554
Andere aktivierte Eigenleistungen   7.354 7.332
Gesamtleistung   2.381.223 2.275.834
Sonstige Erträge 15 33.413 33.050
Materialaufwand 16 - 984.787 - 934.545
Personalaufwand 17 - 848.295 - 765.462
Abschreibungen 1 - 3 - 81.851 - 104.491
Andere Aufwendungen 18 - 372.198 - 416.869
Sonstige Steuern   - 13.902 - 12.815
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT)   113.603 74.702
Finanzerträge 19 5.741 4.893
Finanzaufwendungen 19 - 17.098 - 16.544
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 19 1.186 2.510
Finanzergebnis   - 10.171 - 9.141
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)   103.432 65.561
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20 - 44.932 - 41.644
Ergebnis nach Ertragsteuern   58.500 23.917
Davon:      
Nicht beherrschende Anteile 21 15.415 12.618
Anteile der Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA   43.085 11.299
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Stammaktie (in €) 22 24,47 6,26
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (in €) 22 24,73 6,64

Überleitung zum Gesamtergebnis

in T€ Anhang Nr. 2019 2018
Ergebnis nach Ertragsteuern   58.500 23.917
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne 12 - 70.479 - 10.736
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   21.389 3.341
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung   - 49.090 - 7.395
Währungsumrechnungsdifferenzen   3.982 - 13.276
Davon: Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen   209 451
Marktwertänderung von Finanzinstrumenten: Hedging Reserve   - 530 - 5.571
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   162 1.665
Davon: Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen   - - 37
Marktwertänderung von Finanzinstrumenten: Hedging Cost Reserve   - 45 - 53
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   13 18
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung   3.582 - 17.217
Sonstiges Ergebnis   - 45.508 - 24.612
Gesamtergebnis   12.992 - 695
Davon:      
Nicht beherrschende Anteile   16.593 12.983
Anteile der Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA   - 3.601 - 13.678

Weitere Erläuterungen können dem Konzernanhang entnommen werden.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gewinnrücklagen
Sonstiges Ergebnis
in T€ Gezeichnetes Kapital der KSB SE & Co. KGaA Kapitalrücklage der KSB SE & Co. KGaA Andere Gewinnrücklagen Währungs-
umrechnungs-
differenzen
Stand 31.12.2017 44.772 66.663 862.874 - 83.769
Umstellungseffekt nach IFRS 9 und IFRS 15 - - - 9.218 -
Stand 01.01.2018 (angepasst nach IFRS 9 und IFRS 15) 44.772 66.663 853.656 - 83.769
Sonstiges Ergebnis - - - - 13.686
Ergebnis nach Ertragsteuern - - 11.299 -
Gesamtergebnis - - 11.299 - 13.686
Ausschüttungen - - - 13.360 -
Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis / sukzessive Erwerbe - - 3.032 - 815
Sonstiges - - 20 -
Stand 31.12.2018 44.772 66.663 854.647 - 98.270
Gewinnrücklagen
Sonstiges Ergebnis
in T€ Marktwertänderung von Finanzinstrumenten: Hedging Reserve Marktwertänderung von Finanzinstrumenten: Hedging Cost Reserve Neubewertung leistungs-
orientierter Versorgungspläne
Eigenkapital der Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
Stand 31.12.2017 976 - 539 - 167.687 723.290 162.108 885.398
Umstellungseffekt nach IFRS 9 und IFRS 15 - - - - 9.218 - 7 - 9.225
Stand 01.01.2018 (angepasst nach IFRS 9 und IFRS 15) 976 - 539 - 167.687 714.072 162.101 876.173
Sonstiges Ergebnis - 3.906 - 35 - 7.350 - 24.977 365 - 24.612
Ergebnis nach Ertragsteuern - - - 11.299 12.618 23.917
Gesamtergebnis - 3.906 - 35 - 7.350 - 13.678 12.983 - 695
Ausschüttungen - - - - 13.360 - 2.506 - 15.866
Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen - - - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis / sukzessive Erwerbe - - - 80 2.137 - 4.978 - 2.841
Sonstiges - - - 20 - 20
Stand 31.12.2018 - 2.930 - 574 - 175.117 689.191 167.600 856.791
Gewinnrücklagen
Sonstiges Ergebnis
in T€ Gezeichnetes Kapital der KSB SE & Co. KGaA Kapitalrücklage der KSB SE & Co. KGaA Andere Gewinnrücklagen Währungs-
umrechnungs-
differenzen
Stand 1.1.2019 44.772 66.663 854.647 - 98.270
Sonstiges Ergebnis - - - 2.664
Ergebnis nach Ertragsteuern - - 43.085 -
Gesamtergebnis - - 43.085 2.664
Ausschüttungen - - - 5.583 -
Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis / sukzessive Erwerbe - - 503 - 159
Sonstiges - - - -
Stand 31.12.2019 44.772 66.663 892.652 - 95.765
Gewinnrücklagen
Sonstiges Ergebnis
in T€ Marktwertänderung von Finanzinstrumenten: Hedging Reserve Marktwertänderung von Finanzinstrumenten: Hedging Cost Reserve Neubewertung leistungs-
orientierter Versorgungspläne
Eigenkapital der Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
Stand 1.1.2019 - 2.930 - 574 - 175.117 689.191 167.600 856.791
Sonstiges Ergebnis - 368 - 32 - 48.950 - 46.686 1.178 - 45.508
Ergebnis nach Ertragsteuern - - - 43.085 15.415 58.500
Gesamtergebnis - 368 - 32 - 48.950 - 3.601 16.593 12.992
Ausschüttungen - - - - 5.583 - 1.983 - 7.566
Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen - - - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis / sukzessive Erwerbe - - - 344 - 344
Sonstiges - - - - - -
Stand 31.12.2019 - 3.298 - 606 - 224.067 680.351 182.210 862.562

*Die zum Bilanzstichtag im Sonstigen Ergebnis erfassten kumulativen Erträge und Aufwendungen resultieren in Höhe von -143 T€ aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, die im Rahmen einer Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten eingestuft wurden.

Entwicklung der kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen
in T€
Eigenkapital der Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
Stand 1.1.2018 - 83.769 - 20.145 - 103.914
Veränderung 2018 - 14.501 652 - 13.849
Stand 31.12.2018 - 98.270 - 19.493 - 117.763
Stand 1.1.2019 - 98.270 - 19.493 - 117.763
Veränderung 2019 2.505 1.318 3.823
Stand 31.12.2019 - 95.765 - 18.175 - 113.940

Kapitalflussrechnung

in T€ 2019 2018
Ergebnis nach Ertragsteuern 58.500 23.917
Abschreibungen / Zuschreibungen 81.851 104.491
Zunahme / Abnahme der langfristigen Rückstellungen 1.791 - 41.305
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 2.736 - 957
Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge - 138 - 455
Cashflow 139.268 85.691
Zunahme / Abnahme der Vorräte - 1.215 - 50.834
Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Aktiva 30.626 - 7.522
Zunahme / Abnahme der Vertragsvermögenswerte - 2.347 - 6.606
Zunahme / Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen - 16.138 10.320
Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) - 11.725 35.997
Zunahme / Abnahme der Vertragsverbindlichkeiten 7.720 - 4.433
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (betrieblicher Bereich) - 1.260 - 1.260
  5.661 - 24.338
Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten 144.929 61.353
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 9 1.778
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 14.447 - 13.932
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5.654 2.263
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 76.595 - 69.203
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 531 6
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - 749 - 843
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen - - 5.650
Einzahlungen für Geldanlagen an nicht vollkonsolidierte Konzerngesellschaften 12.063 681
Auszahlungen für Geldanlagen an nicht vollkonsolidierte Konzerngesellschaften - 346 -
Einzahlungen aus Commercial Papers 19.990 29.979
Auszahlungen für Commercial Papers - - 19.990
Einzahlungen aus Festgeldern (Laufzeit mehr als 3 bis zu 12 Monate) - 596
Auszahlungen für Festgelder (Laufzeit mehr als 3 bis zu 12 Monate) - 20.116 - 16.180
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge - -
Cashflow aus Investitionstätigkeiten - 74.006 - 90.495
Dividendenzahlung für Vorjahr - Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA (Anhang Nr. 11) - 5.583 - 13.360
Dividendenzahlung für Vorjahr - Nicht beherrschende Anteile - 1.983 - 2.506
Auszahlungen für Schuldscheindarlehen - 26.000 -
Einzahlungen aus Finanzverbindlichkeiten 8.230 23.702
Auszahlungen für Finanzverbindlichkeiten - 21.094 - 15.757
Auszahlungen für den Erwerb von Minderheiten - - 1.512
Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten - 46.430 - 9.433
Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24.493 - 38.575
Einfluss Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 364 4.585
Einfluss Konsolidierungskreisänderungen 1.201 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 255.545 289.535
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 280.875 255.545

Der Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten enthält Zahlungsströme aus erhaltenen Zinsen in Höhe von 5.638 T€ (Vorjahr 4.618 T€) und Zahlungsströme aus Ertragsteuern in Höhe von - 36.754 T€ (Vorjahr - 23.780 T€). Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten enthält für das Geschäftsjahr 2019 Zahlungsströme aus erhaltenen Dividenden in Höhe von 575 T€ (Vorjahr 1.029 T€). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten enthält Zahlungsströme aus Zinsaufwendungen in Höhe von - 5.322 T€ (Vorjahr - 4.888 T€).

Der Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten wurden im Berichtsjahr von der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 beeinflusst. Der Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten beinhaltet demnach im Geschäftsjahr 2019 Auszahlungen aus Aufwendungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von 2.347 T€, aus Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von 7.591 T€, variable Leasingzahlungen in Höhe von 668 T€ sowie Auszahlungen aus Zinsaufwendungen aus der Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 1.556 T€. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten sind Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 16.142 T€ enthalten.

Weitere Erläuterungen können dem Kapitel "VII. Kapitalflussrechnung" des Konzernanhangs entnommen werden.

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN

Die KSB SE & Co. KGaA, Frankenthal / Pfalz, ist eine kapitalmarktorientierte Kommanditgesellschaft auf Aktien nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter der Nummer HRB 65657 eingetragen und hat ihren Firmensitz in Frankenthal / Pfalz, Deutschland. Die KSB SE & Co. KGaA ist mit Eintragung in das Handelsregister am 17. Januar 2018 aus der KSB Aktiengesellschaft entstanden. Komplementärin ist die KSB Management SE, eine Europäische Aktiengesellschaft. Die Anteile dieser Gesellschaft gehören zu 100 % der Klein, Schanzlin & Becker GmbH, Frankenthal / Pfalz, einer Tochtergesellschaft der gemeinnützigen KSB Stiftung, Stuttgart, und der gemeinnützigen Kühborth-Stiftung GmbH, Stuttgart. Die KSB SE & Co. KGaA und damit der KSB Konzern werden aus der KSB Management SE heraus geleitet, in der vier Geschäftsführende Direktoren und ein aus fünf Mitgliedern bestehender Verwaltungsrat tätig sind.

Die KSB SE & Co. KGaA ist das oberste und unterste Mutterunternehmen, in dessen Konzernabschluss der Einzelabschluss der KSB SE & Co. KGaA einbezogen wird. Der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss der KSB SE & Co. KGaA wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der KSB Konzern ist weltweiter Anbieter von qualitativ hochwertigen Pumpen und Armaturen sowie zugehörigen Systemen. Den Anwendern dieser Produkte steht darüber hinaus ein breites Serviceangebot zur Verfügung. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Segmente aufgeteilt: Pumpen, Armaturen und Service.

Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss der KSB SE & Co. KGaA wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei wurden das Rahmenkonzept sowie sämtliche für den Konzern relevanten und am Bilanzstichtag gültigen und von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommenen Standards sowie die Interpretationen des IFRS Interpretations Committee angewandt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Somit steht der Konzernabschluss der KSB SE & Co. KGaA in Einklang mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wurde unter der Going-Concern-Prämisse gemäß IAS 1.25 aufgestellt. Grundsätzlich stellen die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten die für den Konzernabschluss herangezogene Bewertungsgrundlage dar, sofern in Kapitel III. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" nicht etwas anderes berichtet wird.

Die Darstellung in diesem Bericht erfolgt grundsätzlich in T€, basierend auf den kaufmännischen Rundungsregelungen. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Alle wesentlichen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind gesondert dargestellt und in diesem Anhang erläutert.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewandt, sofern nichts anderes angegeben ist.

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Muttergesellschaft sowie der zusammengefasste Lagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.

Der vorliegende Konzernabschluss wird von den Geschäftsführenden Direktoren der KSB Management SE am 12. März 2020 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat wird den Abschluss voraussichtlich am 19. März 2020 billigen.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

a) Im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die nachfolgend aufgeführten neuen oder geänderten Rechnungslegungsstandards und Interpretationen, welche im Berichtsjahr erstmals anzuwenden waren, hatten - ausgenommen IFRS 16 "Leasingverhältnisse" - keinen oder keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" werden im Kapitel "III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Unterkapitel "Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16" dargestellt.

b) Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Die nachfolgend aufgeführten neuen oder geänderten Rechnungslegungsstandards und Interpretationen waren noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden im Geschäftsjahr 2019 nicht berücksichtigt.

Grundsätzlich wird auf eine freiwillige vorzeitige Anwendung der in der Tabelle aufgeführten neuen oder geänderten Standards oder Interpretationen verzichtet. Aus diesen Änderungen werden keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

Im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften

EU- Erstanwendung
IFRS 16 ,Leasingverhältnisse" 01.01.2019
Änderungen an IFRS 9 ,Finanzinstrumente" - Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 01.01.2019
Änderungen an IAS 28 ,Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" - Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2019
Änderungen an IAS 19 ,Leistungen an Arbeitnehmer" - Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen 01.01.2019
Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2015-2017) hinsichtlich Änderungen an IFRS 3 ,Unternehmenszusammenschlüsse", IFRS 11 ,Gemeinsame Vereinbarungen", IAS 12 ,Ertragsteuern" und IAS 23 ,Fremdkapitalkosten" 01.01.2019
IFRIC 23 ,Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung" 01.01.2019

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

EU- Erstanwendung
Anpassung der Querverweise auf das Rahmenkonzept in IFRS 01.01.2020
Überarbeitung von IFRS 3 ,Unternehmenszusammenschlüsse" 01.01.2020
Änderungen an IAS 1 ,Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 ,Rechnungslegungsmethoden" 01.01.2020
Änderungen an IFRS 9 ,Finanzinstrumente", IAS 39 ,Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 ,Finanzinstrumente: Angaben" (Interest Rate Benchmark Reform) 01.01.2020
IFRS 17 ,Versicherungsverträge" 01.01.2021

II. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der KSB SE & Co. KGaA 9 in- und 76 ausländische Gesellschaften (Vorjahr 9 in- und 74 ausländische Gesellschaften) im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Bei diesen Tochtergesellschaften, bei denen der KSB Konzern die Möglichkeit hat, diese gemäß IFRS 10 zu beherrschen, wird grundsätzlich unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte gehalten.

Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist beziehungsweise Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet. Veränderungen der Beteiligungsquote, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Transaktion zwischen Anteilseignern behandelt und direkt im Eigenkapital erfasst. Solche Transaktionen führen weder zum Ansatz von Geschäfts- oder Firmenwerten noch zur Realisierung von Veräußerungserfolgen.

Für die nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen gelten die Konsolidierungsgrundsätze entsprechend. Bei Verlust der gemeinschaftlichen Führung oder des maßgeblichen Einflusses werden die verbleibenden Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet.

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben. Die Anteile an At-Equity einbezogenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten zu- oder abzüglich der kumulierten Änderungen des Nettovermögens bewertet, wobei ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird.

Die thailändische Gesellschaft KSB Pumps Co. Ltd., Bangkok, und die indische Gesellschaft KSB Limited, Pimpri (Pune), sind trotz eines Stimmrechtsanteils von unter 50 % in den Kreis der vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen einbezogen, da KSB das Recht zusteht, die Geschäfts- und Finanzpolitik und somit die Höhe der variablen Rückflüsse zu bestimmen.

KSB erlangt Kontrolle über die KSB Limited, Pimpri (Pune), an der KSB 40,54 % der Anteile hält, durch vertragliche Vereinbarungen mit anderen Gesellschaftern. Durch diese Vereinbarungen ist sichergestellt, dass KSB über die Mehrheit der Stimmrechte in den Leitungsgremien verfügt und auch die Kontrolle über das Budget ausübt.

Über die KSB Pumps Co. Ltd., Bangkok, an der KSB 40 % der Anteile hält, übt KSB die Kontrolle ebenso über zusätzliche Vereinbarungen aus, durch die KSB über die Mehrheit der Stimmrechte in den Leitungsgremien verfügt und auch die Kontrolle über das Budget ausübt.

Die wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind in den langfristigen Sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten als Sonstige Beteiligungen ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die für den KSB Konzern wesentlichen Tochtergesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen. Der Sitz entspricht dem Land, in dem die Haupttätigkeit durchgeführt wird.

-> Wesentliche Tochtergesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen

Wesentliche Tochtergesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen

Name und Sitz Nicht beherrschender Anteil am Kapital Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis nach Ertragsteuern Akkumulierte nicht beherrschende Anteile
in T€ 2019 / 2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
PAB, Deutschland / USA (Teilkonzern) 49,00 % 5.604 6.312 89.340 81.920
KSB Limited, Indien 59,46 % 7.435 5.059 60.284 55.116
KSB Shanghai Pump Co., Ltd., China 20,00 % 626 - 254 10.913 10.222
Einzelne unwesentliche vollkonsolidierte Tochtergesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen   1.750 1.501 21.673 20.342
Gesamtsumme der nicht beherrschenden Anteile   15.415 12.618 182.210 167.600

Zusammensetzung Teilkonzern PAB 31. Dezember 2019

Lfd. Nummer Name und Sitz Land Anteil am Kapital in % Gehalten über lfd. Nummer
1 PAB Pumpen- und Armaturen-Beteiligungsges. mbH, Frankenthal Deutschland 51,00 -
2 KSB America Corporation, Richmond/ Virginia USA 100,00 1
3 GIW Industries, Inc., Grovetown/ Georgia USA 100,00 2
4 KSB Dubric, Inc., Comstock Park/ Michigan USA 100,00 2
5 KSB, Inc., Richmond/ Virginia USA 100,00 2
6 KSB, Inc. - Western Division, Bakersfield/ California USA 100,00 2
7 Standard Alloys Incorporated, Port Arthur/ Texas USA 100,00 2

Unter dem Namen "PAB" werden Informationen zu dem Teilkonzern dargestellt, der sich zum 31. Dezember 2019 aus den in der folgenden Tabelle enthaltenen Tochtergesellschaften des KSB Konzerns zusammensetzt.

-> Zusammensetzung Teilkonzern PAB 31. Dezember 2019

Die zusammengefassten Finanzinformationen hinsichtlich der wesentlichen Tochtergesellschaften des KSB Konzerns mit nicht beherrschenden Anteilen und des hier betrachteten Teilkonzerns PAB sind nachfolgend angegeben. Diese Informationen entsprechen, mit Ausnahme der Angaben zum Teilkonzern PAB, den Beträgen der in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften vor konzerninternen Eliminierungen.

Für den Teilkonzern PAB sind die erforderlichen konzerninternen Eliminierungen berücksichtigt. Die Angaben bezüglich des Teilkonzerns PAB beinhalteten zudem im Geschäftsjahr 2018 die Finanzinformationen der KSB AMRI Inc., Houston / Texas, an der die KSB America Corporation, Richmond / Virginia, bis zur Liquidation der Gesellschaft am 6. Dezember 2018 mit einem Anteil von 89,97 % beteiligt war.

-> Zusammengefasste Bilanz

-> Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

-> Zusammengefasste Kapitalflussrechnung

Zusammengefasste Bilanz

PAB KSB Limited KSB Shanghai Pump Co., Ltd.
in T€ / 31.12. 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Langfristige Vermögenswerte 85.024 69.422 49.374 47.404 28.485 27.851
Kurzfristige Vermögenswerte 154.508 150.681 128.272 107.463 125.965 145.085
Langfristige Schulden - 17.764 - 13.140 - 2.794 - 2.340 - 768 -
Kurzfristige Schulden - 39.442 - 39.779 - 73.466 - 59.832 - 99.116 - 121.824
Nettovermögen 182.326 167.184 101.386 92.695 54.566 51.112

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

PAB KSB Limited KSB Shanghai Pump Co., Ltd.
in T€ 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Umsatzerlöse 243.635 212.570 163.138 133.180 168.006 158.278
Ergebnis nach Ertragsteuern 11.436 12.882 12.820 9.365 3.132 - 1.269
Sonstiges Ergebnis 3.706 8.496 - 1.480 - 3.890 322 2.934
Gesamtergebnis 15.142 21.378 11.340 5.475 3.454 1.665
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Sonstiges Ergebnis 1.816 4.163 - 880 - 2.313 64 587
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 7.420 10.475 6.555 3.255 691 333
An nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividende - - - 1.575 - 1.538 - -

Zusammengefasste Kapitalflussrechnung

PAB KSB Limited KSB Shanghai Pump Co., Ltd.
in T€ 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten 20.264 9.286 24.398 9.883 6.896 11.210
Cashflow aus Investitionstätigkeiten - 19.995 - 20.722 - 4.660 - 7.597 10.740 2.250
Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten - 1.270 - 1.178 - 163 325 1.340 - 3.179
Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 1.001 - 12.614 19.575 2.611 18.976 10.281
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 7.400 19.486 12.493 10.264 12.730 2.258
Einfluss Wechselkursänderungen 145 528 - 404 - 382 - 84 191
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 6.544 7.400 31.664 12.493 31.622 12.730

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Die bisher wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierten Gesellschaften TOV "KSB Ukraine", Kiev (Ukraine), IOOO "KSB BEL", Minsk (Weißrussland), und KSB Ltd., Tokio (Japan), wurden am 1. Januar 2019 in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Diese erstmals einbezogenen verbundenen Unternehmen wurden bereits in Vorjahren gegründet. Die Erstkonsolidierungen haben mit 4.682 T€ zu den Umsatzerlösen beigetragen und wirkten darüber hinaus wie folgt auf die Konzernbilanz:

Bilanzauswirkung Erstkonsolidierungen

in T€ 2019
Langfristiges Vermögen - 306
Kurzfristiges Vermögen 1.790
Aktiva 1.484
Eigenkapital 344
Langfristige Schulden -
Kurzfristige Schulden 1.140

Passiva

1.484

Der Anteil der drei zuvor genannten Gesellschaften am Konzernjahresergebnis nach Ertragsteuern für den Zeitraum der Konsolidierung betrug 759 T€. Weitere Effekte aus der Einbeziehung der Gesellschaften in den Konsolidierungskreis waren unwesentlich.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde die KSB PUMPS AND VALVES LIMITED, Nairobi (Kenia), neu gegründet. Die bereits vollkonsolidierte Gesellschaft KSB Pumps (S.A.) (Pty) Ltd., Germiston (Johannesburg), (Südafrika), hält 100 % der Anteile. Die neu gegründete Gesellschaft wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert.

Die bisher vollkonsolidierte Gesellschaft KSB Verwaltung (Schweiz) AG, Reinach (Schweiz), wurde im November 2019 liquidiert. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz des KSB Konzerns ist am Ende dieses Konzernanhangs aufgeführt.

Konsolidierungsmethoden

Im Rahmen der Konsolidierung werden Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle vollständig eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen eliminiert. Ebenso werden konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet.

Die Kapitalkonsolidierung folgt der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durch Verrechnung der fortgeführten Anschaffungskosten für die Anteile des Tochterunternehmens mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden neubewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs.

Soweit ein durch die Anwendung der Erwerbsmethode entstandener Geschäfts- oder Firmenwert in einer von der funktionalen Währung des KSB Konzerns abweichenden Währung dotiert, wird er mit dem jeweils aktuellen Stichtagskurs bewertet. Der Ausweis des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt unter den Immateriellen Vermögenswerten und er wird mindestens einmal jährlich einem Test der Werthaltigkeit unterzogen. Wird hierbei eine Wertminderung festgestellt, erfolgt die Erfassung des Wertminderungsaufwands. Negative Unterschiedsbeträge werden nach zuvor erfolgter kritischer Überprüfung (reassessment) im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst.

Eigenkapitalanteile, die nicht der KSB SE & Co. KGaA zuzurechnen sind, werden unter den nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Darstellung in diesem Bericht erfolgt grundsätzlich, sofern nicht anders angegeben, in T€ basierend auf den kaufmännischen Rundungsregelungen.

Die Währungsumrechnung richtet sich nach der funktionalen Währung der einbezogenen Gesellschaften. Die funktionale Währung ist wie im Vorjahr ausschließlich die jeweilige Landeswährung der Gesellschaft, da dort das Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betrieben wird.

In den einzelnen Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Bei monetären Vermögenswerten und Schulden ist für die Folgebewertung der Kurs am Bilanzstichtag maßgeblich. Die Bewertungseffekte werden erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasst.

Bei der Umrechnung der nicht in Euro aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs umgerechnet (modifizierte Stich-tagskursmethode), die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung zu Jahresdurchschnittskursen. Die einzige Ausnahme zum 31. Dezember 2019 bildet die Umrechnung des Abschlusses der KSB Compañía Sudamericana de Bombas S.A., Carapachay (Buenos Aires), (Argentinien), bei der die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wie im Vorjahr mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Effekte aus der Währungsumrechnung der Vermögens- und Schuldposten gegenüber der Umrechnung im Vorjahr sind ergebnisneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst und in den "Währungsumrechnungsdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen. Sie belaufen sich auf - 113.940 T€ (Vorjahr - 117.763 T€). Der Einfluss aus der ergebnisneutralen Währungsumrechnung bei Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und langfristigen Finanziellen Vermögenswerten beträgt 4.434 T€ (Vorjahr - 6.885 T€).

-> Wechselkurse der wichtigsten Währungen

Wechselkurse der wichtigsten Währungen

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2019 31.12.2018 2019 2018
US-Dollar 1,1234 1,1450 1,1195 1,1810
Brasilianischer Real 4,5157 4,4440 4,4126 4,3085
Indische Rupie 80,1870 79,7298 78,8269 80,7332
Chinesischer Yuan 7,8205 7,8751 7,7348 7,8081

Hochinflation

Argentinien wird zu Rechnungslegungszwecken seit dem Jahr 2018 als Hochinflationsland eingestuft. KSB folgt hierbei der Verlautbarung der International Practices Task Force (IPTF) des Center of Audit Quality (CAQ). Aufgrund dieser Einschätzung sind die Aktivitäten in Argentinien gemäß IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" bilanziert. In Folge der Unwesentlichkeit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird auf weitere Angaben hierzu verzichtet.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Anschaffungskosten beinhalten neben dem Anschaffungspreis auch Nebenkosten (sofern es sich nicht um einen Unternehmenserwerb handelt) und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt.

Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer üblichen Kapazitätsauslastung der betreffenden Produktionsanlagen, soweit diese im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Dies beinhaltet auch herstellungsbezogene Verwaltungskosten. Allgemeine Verwaltungskosten, Forschungskosten und Vertriebskosten werden nicht aktiviert.

Fremdkapitalkosten im Sinne des IAS 23, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden grundsätzlich aktiviert. Wie im Vorjahr sind im Berichtsjahr keine derartigen Fremdkapitalkosten angefallen.

Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmen oder bei Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würden. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.

Hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte hat der KSB Konzern ein Kontrollrahmenkonzept festgelegt. Dazu gehört die Überwachung aller wesentlichen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sowie die direkte Kommunikation wesentlicher Sachverhalte an das Management und gegebenenfalls an den Prüfungsausschuss. Bei der Wertermittlung orientiert KSB sich, wo immer möglich, an Einschätzungen der Marktteilnehmer oder daraus abgeleiteten Einschätzungen. In einem ersten Schritt wird regelmäßig geprüft, inwieweit aktuelle Preise auf aktiven Märkten für eine identische Transaktion vorliegen. Sollten keine notierten Marktpreise verfügbar sein, werden bevorzugt der marktbasierte Ansatz (Ableitung des Zeitwertes aus Markt- oder Transaktionspreisen vergleichbarer Vermögenswerte, zum Beispiel Multiplikatoren) oder der einkommensbasierte Ansatz (Ermittlung des Zeitwertes als Zukunftswert über die Diskontierung zukünftiger Zahlungsmittelüberschüsse) genutzt.

Basierend auf den in den Bewertungsverfahren verwendeten Inputfaktoren werden beizulegende Zeitwerte in unterschiedliche Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet.

Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden
Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt als Preis oder indirekt als Ableitung von Preisen beobachten lassen
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Sofern Inputfaktoren unterschiedlicher Stufen in die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert einfließen, ist die Bewertung in ihrer Gesamtheit derjenigen Stufe zuzuordnen, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie werden zum Ende der Berichtsperiode erfasst, in der die Änderung eingetreten ist. Im Berichtsjahr gab es keine Umgruppierungen.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn KSB Vertragspartei wird. Sobald die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten auslaufen, werden diese ausgebucht. Finanzielle Verbindlichkeiten werden dann ausgebucht, sobald die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, ausgelaufen oder aufgehoben sind. Grundsätzlich werden Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten, die zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen werden, mit dem Wert zum Erfüllungstag bilanziert. Dies betrifft die originären Finanzinstrumente wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzforderungen. Lediglich derivative Finanzinstrumente werden mit dem Wert zum Handelstag bilanziert.

a) Originäre Finanzinstrumente

Im KSB Konzern werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten auf Basis der Anforderungen des IFRS 9 folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:

Finanzielle Vermögenswerte:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (fortgeführte Anschaffungskosten) - Forderungen, Darlehen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVPL) - Wertpapiere

Finanzielle Verbindlichkeiten:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten (fortgeführte Anschaffungskosten) - Kredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind unter Berücksichtigung der Transaktionskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt entsprechend der dem finanziellen Vermögenswert oder der finanziellen Verbindlichkeit zugeordneten Bewertungskategorie.

Von der Fair Value Option wird aktuell kein Gebrauch gemacht.

b) Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Hierbei werden sowohl zukünftige Zahlungsströme als auch bereits bilanzierte Grundgeschäfte gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken (Cashflow-Hedges) abgesichert. Bei den eingesetzten Sicherungsinstrumenten handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte und Zinsderivate von bonitätsmäßig einwandfreien Banken. Währungsrisiken werden überwiegend bei Transaktionen in US-Dollar (USD) abgesichert. Zinsänderungsrisiken werden bei langfristigen, variabel verzinslichen Kreditaufnahmen minimiert. Eine Konzernrichtlinie regelt den Einsatz dieser Instrumente. Weiterhin unterliegen diese Geschäfte einer ständigen Risikokontrolle.

Liegt ein Cashflow-Hedge vor, werden die Marktwertänderungen der effektiven Teile der Währungsderivate im Sonstigen Ergebnis erfasst und als "Marktwertänderung von Finanzinstrumenten" im Eigenkapital so lange ausgewiesen, bis das dazugehörige Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Es wird lediglich die Spotkomponente des derivativen Sicherungsinstruments designiert, während die Forward-Komponente und die Währungs-Basis-Spreads aus der Sicherungsbeziehung ausgeschlossen und in der Hedging Cost Reserve im Sonstigen Ergebnis separat erfasst werden. Etwaige Ineffektivitäten werden erfolgswirksam erfasst.

Marktwertänderungen von Zinsderivaten zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken von Verbindlichkeiten werden grundsätzlich im Sonstigen Ergebnis erfasst und als "Marktwertänderung von Finanzinstrumenten" im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Bilanzansätze entsprechen dem beizulegenden Zeitwert und werden auf Basis von Inputfaktoren ermittelt, die sich entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) ergeben. Diese können positiv oder negativ sein. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Betrag, den KSB bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser Betrag wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse, Zinssätze und Bonitäten der Vertragspartner ermittelt. Informationen werden ausschließlich von anerkannten externen Quellen bezogen.

Der Ausweis der Devisentermingeschäfte und Zinsswaps erfolgt grundsätzlich in den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie in den Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Laufzeiten der verwendeten Währungsderivate liegen wie im Vorjahr größtenteils bei ein bis zwei Jahren, Zinsderivate liegen in diesem Geschäftsjahr im Konzern nicht vor. Hierbei sind die Laufzeiten der Sicherungsinstrumente auf den Eintritt der künftigen Transaktionen abgestimmt. Nahezu alle abgesicherten künftigen Transaktionen fanden im Berichtsjahr wie geplant statt.

Immaterielle Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in der gleichnamigen Position ausgewiesen. Die zugrunde gelegte wirtschaftliche Nutzungsdauer der Immateriellen Vermögenswerte - außer der Geschäfts- und Firmenwerte (unbestimmte Nutzungsdauer) - beträgt zwei bis 15 Jahre. Besteht eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr, wird eine Zuschreibung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Die Werthaltigkeitsprüfung für die Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich durchgeführt. Sie bezieht sich auf sogenannte zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units (CGUs)), die bei KSB grundsätzlich den rechtlichen Einheiten entsprechen. Fallweise ist die Basis auch eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, sofern diese die unterste Ebene darstellt, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte überwacht werden. Liegt der Nutzungswert (Value in Use) unter dem Buchwert der CGU, ist der Geschäfts- oder Firmenwert - und, falls erforderlich, weitere Vermögenswerte - in Höhe des Differenzbetrages im Wert zu mindern. Die Aufholung eines in früheren Perioden festgestellten Wertminderungsaufwands ist hier nicht zulässig. Daneben wird auch dann immer eine Überprüfung der Werthaltigkeit vorgenommen, wenn Ereignisse oder Umstände ("triggering event") darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.

Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags (Nutzungswert) wird das Discounted Cashflow-Verfahren verwendet. Die angesetzten künftigen Ergebnisse (EBIT nach IFRS) wurden einer Mehrjahresfinanzplanung (maximal fünf Jahre) auf Basis des Stichtags 30. September unter Berücksichtigung der vom Management genehmigten mittelfristigen Ausrichtung für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit entnommen. Diese Planung wurde mit Prämissen durchgeführt, zu deren Festlegung sowohl die Prognosen externer Quellen, beispielsweise aktuelle Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)-Veröffentlichungen, als auch erfahrungsbedingte eigene Kenntnisse der Märkte und Wettbewerber dienten. Dabei wurde das Ergebnis des letzten Planjahres in die Zukunft als ewige Rente fortgeschrieben, da das letzte Planjahr als für die Zukunft nachhaltig erreichbar eingestuft wurde. Wachstumsraten wurden unter Berücksichtigung der Einschätzungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Gegebenheiten abgeleitet. Der Konzern führt den Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßig im vierten Quartal eines jeden Jahres auf Basis des Zahlenwerks zum Stichtag 30. September durch.

Zur Risikoeinschätzung der Werthaltigkeit nimmt der Konzern im Zuge der Überprüfung Sensitivitätsanalysen vor. Dabei werden folgende Annahmen zu Grunde gelegt: Erhöhung des Kapitalkostensatzes um 15 % (Sensitivität 1); Herabsetzung der Wachstumsrate auf 0,00 % (Sensitivität 2; im Vorjahr Herabsetzung der Wachstumsrate um 0,25%) und Herabsetzung der Umsatzerlöse um 10 % mit entsprechender Auswirkung auf die Aufwandspositionen und Ergebnisgrößen (Sensitivität 3). Die Sensitivität 3 wird lediglich auf die wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte des KSB Konzerns angewendet.

Beim Erwerb von Unternehmen werden Kaufpreisallokationen durchgeführt. Dabei werden die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden bestimmt. Neben den beim Verkäufer bereits bilanzierten Vermögenswerten und Schulden werden auch marketingbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Marken und Wettbewerbsverbote), kundenbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Kundenlisten, Kundenbeziehungen und Auftragsbestand), vertragsbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen besonders vorteilhafte Dienst-, Werk-, Einkaufs- und Arbeitsverträge) sowie technologiebezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Patente, Know-how und Datenbanken) angesetzt. Für die Wertfindung wird vor allem die Residualwertmethode, die Mehrgewinnmethode sowie das kostenorientierte Verfahren genutzt.

Entwicklungskosten werden als Selbst geschaffene Immaterielle Vermögenswerte mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern die in IAS 38 beschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind und ab dem Zeitpunkt der Betriebsbereitschaft des Vermögenswertes planmäßig linear abgeschrieben. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Können Forschungs- und Entwicklungskosten innerhalb eines Projektes nicht zuverlässig voneinander getrennt werden, wird von einer Aktivierung abgesehen.

Leasing

Im Berichtsjahr wurden durch KSB erstmals die neuen Regelungen von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" angewandt.

Für Leasingverhältnisse, in denen KSB als Leasingnehmer auftritt, resultiert hieraus grundsätzlich die Bilanzierung von Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen und Nutzungsrechten an Leasinggegenständen. Ausgenommen hiervon sind Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte und kurzfristige Leasingverhältnisse, für die KSB die Anwendungserleichterung in Form einer unmittelbar aufwandswirksamen Erfassung in Anspruch nimmt.

Weitere Details zu den Effekten aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 und den zugehörigen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen werden im nachfolgenden Unterkapitel "Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16" dargestellt.

Sachanlagen

Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bewertet. Sofern der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes unter dessen Buchwert liegt, erfolgt eine Wertminderung. Liegen Gründe für eine in früheren Perioden erfasste Wertminderung nicht mehr vor, wird eine Zuschreibung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden, soweit sie Sachanlagevermögen betreffen, in einen passivischen Ausgleichsposten eingestellt. Dieser wird planmäßig über einen definierten Nutzungszeitraum aufgelöst. Bei den aktuell bilanzierten Zuwendungen, bei denen Haltefristen zu wahren sind, ist von einer Erfüllung dieser Fristen auszugehen.

Instandhaltungsaufwendungen sind als Aufwand der Periode erfasst, sofern sie nicht zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.

Folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern werden angesetzt:

Gebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre

Langfristige Finanzielle Vermögenswerte

Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wohingegen Wertpapiere erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag ausgewiesen werden. Finanzielle Vermögenswerte, wie z.B. andere Geldanlagen, unterliegen einem erwarteten Kreditausfallrisiko. Die Wertberichtigung wird auf Basis der Kredithöhe zum Abschluss- bzw. Bilanzstichtag, der Verlustquote der Kredithöhe sowie laufzeitgewichteter Credit Default Spreads als Maßstab für die Ausfallwahrscheinlichkeit berechnet. Des Weiteren erfolgen teilweise oder komplette Wertberichtigungen, sobald Anzeichen für ein erhöhtes Ausfallrisiko des Vermögenswertes vorliegen. Während des Jahres wurden keine signifikanten Ausfallrisiken der Kontrahenten festgestellt. Diese befanden sich in Gänze innerhalb des Investment Grades.

Langfristige Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen sind Unternehmen, bei denen die Parteien die gemeinsame Beherrschung ausüben (Gemeinschaftsunternehmen) oder die Möglichkeit besteht, einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- oder Finanzpolitik auszuüben (assoziierte Unternehmen); dies ist üblicherweise bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % gegeben. Sie werden zum Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungskosten aktiviert. Übersteigen diese Anschaffungskosten den Anteil am Nettovermögen, ergeben sich Anpassungen auf Basis des beizulegenden Zeitwertes (anteilige stille Reserven und Lasten). Der verbleibende Betrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Er ist Bestandteil des Buchwerts des Gemeinschaftsunternehmens oder des assoziierten Unternehmens und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In der Folgebewertung werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden oder sonstigen Eigenkapitalveränderungen des Gemeinschaftsunternehmens beziehungsweise des assoziierten Unternehmens erhöht oder vermindert. Sofern die lokalen Rechnungslegungsvor-schriften von den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abweichen, werden entsprechende Anpassungen vorgenommen. Ergebnisanteile werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in einer separaten Position (Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen) erfasst, erfolgsneutrale Veränderungen wie beispielsweise Währungsumrechnungseffekte im Konzern-Eigenkapital. Sofern die dem KSB Konzern zuzurechnenden Verluste dem Buchwert des Unternehmens entsprechen oder diesen übersteigen, werden diese nicht erfasst, es sei denn, KSB ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das Unternehmen geleistet. Zwischengewinne und -verluste aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen werden erfolgswirksam gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise auf Wertminderungen vorliegen. Ist dies der Fall, wird der Wertberichtigungsbedarf ermittelt. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag einer Beteiligung, wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Eine Wertminderung oder Wertaufholung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Vorräte

Die Vorräte sind gemäß IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt mittels der gewogenen Durchschnittsmethode. Den Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, trägt KSB durch Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert Rechnung. Dies gilt auch, wenn die Verkaufserlöse die Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Kosten nicht decken. Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, erfolgt eine Wertaufholung.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden aufgrund des sachlichen Bezugs und der erwarteten Realisierung dieser Anzahlungen (durch Umwandlung in Vorräte) innerhalb des normalen Geschäftszyklus ebenfalls unter den Vorräten ausgewiesen.

Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten

Ein Vertragsvermögenswert zeigt den Anspruch von KSB auf Gegenleistung im Austausch für an Kunden übertragene Güter oder Dienstleistungen, wobei das Recht auf Zahlung neben dem Zeitablauf zusätzlich von der Erfüllung der vertraglichen Gesamtleistungsverpflichtung durch KSB abhängt. Hingegen zeigen Forderungen einen unbedingten Anspruch von KSB auf Gegenleistung auf. Eine Vertragsverbindlichkeit stellt ebenso die Verpflichtung von KSB dar, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen. Allerdings hat KSB von einem Kunden in diesen Fällen bereits Gegenleistungen erhalten, welche die erbrachte Leistung übersteigen. Die Wertberichtigung der Vertragsvermögenswerte erfolgt mit Hilfe des vereinfachten Wertminderungsmodells. Die Vertragsvermögenswerte betreffen noch nicht fakturierte laufende Projekte und weisen ähnliche Kreditrisiken wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für die gleichen Vertragsarten auf. Vor diesem Hintergrund werden die erwarteten Verlustquoten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch für die Wertminderung der Vertragsvermögenswerte verwendet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Niedrig verzinsliche oder unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Darüber hinaus werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen sind bei Vorliegen eines eingeleiteten Insolvenzverfahrens oder Inkassoverfahrens, bei Ausfall oder Verzug von vereinbarten Tilgungsplänen und bei Zahlungsüberfälligkeit vorzunehmen. Ausbuchungen werden vorgenommen, sofern hinreichend sicher ist, dass keine Zahlungseingänge zu erwarten sind. Für nicht einzelwertberichtigte Forderungen wird mit Hilfe des vereinfachten Wertminderungsmodells nach IFRS 9 eine Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste (Expected Credit Loss (ECL)) gebildet. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale (Risikoklassen) und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die erwarteten Ausfallquoten leiten sich aus den historischen Zahlungsprofilen der Umsätze über die letzten drei Geschäftsjahre vor dem Bilanzstichtag ab. Angepasst um zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren bilden die historischen und die zukunftsgerichteten Informationen die Basis für die erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit.

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zum größten Teil abgesichert. Für weitere Ausführungen wird auf das Kapitel VI. "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" - Unterkapitel "Finanzwirtschaftliche Risiken - Kreditrisiko" verwiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Sicherheiten wie Kreditversicherungen abgeschlossen wurden oder Akkreditive bestehen, werden unter Berücksichtigung der Ausfallrisiken des Sicherungsgebers sowie der makroökonomischen Faktoren der Gesellschaft wertberichtigt.

Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, erfolgt eine Zuschreibung.

Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

Die hier enthaltenen geleisteten Vorauszahlungen sind Abgrenzungen für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, welche erst nach dem Bilanzstichtag Aufwand darstellen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel (Barmittel und Sichteinlagen) und Zahlungsmitteläquivalente (kurzfristige, hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen) werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen einem erwarteten Kreditausfallrisiko. Die Wertberichtigung nach IFRS 9 wird auf Basis der Kredithöhe zum Abschlussstichtag, der Verlustquote für die Kredithöhe sowie laufzeitgewichteter Credit Default Spreads als Maßstab für die Ausfallwahrscheinlichkeit berechnet. Des Weiteren erfolgen teilweise oder komplette Wertberichtigungen, sobald Anzeichen für ein erhöhtes Ausfallrisiko des Vermögenswertes vorliegen. Während des Jahres wurden keine signifikanten Ausfallrisiken der Kontrahenten festgestellt. Diese befanden sich in Gänze innerhalb des Investment Grades.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein wird. Hat sich der Konzern zu einer Veräußerung verpflichtet, die mit einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen einhergeht, werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, sofern die genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Die Immateriellen Vermögenswerte, Nutzungsrechte an Leasinggegenständen und Sachanlagen der als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

Ertragsteuern

Laufende Ertragsteuern werden in dem Umfang, in dem sie noch nicht bezahlt sind, in der Position Ertragsteuerschulden angesetzt. Sofern der bereits gezahlte Betrag den geschuldeten Betrag übersteigt, erfolgt der Ansatz einer Ertragsteuerforderung, die in der Position Sonstige Steuerforderungen unter den Sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen wird.

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode (Liability-Methode) auf Basis der jeweils gültigen oder für die Zukunft beschlossenen individuellen Landessteuersätze ermittelt. Somit entstehen Latente Steuern grundsätzlich dann, wenn sich steuerliche Wertansätze von solchen nach IFRS unterscheiden und dies zu künftigen steuerlichen Be- oder Entlastungen führt. Weiterhin werden Latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen aktiviert, sofern es hinreichend wahrscheinlich ist, dass sich diese Verlustvorträge zeitnah nutzen lassen. Zusätzlich werden Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen berücksichtigt. Latente Steuern werden nicht abgezinst. Eine Saldierung von Aktiven und Passiven latenten Steuern wird immer dann vorgenommen, wenn diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Veränderungen der Latenten Steuern in der Konzernbilanz führen grundsätzlich zu Latentem Steueraufwand beziehungsweise -ertrag. Wird ein Sachverhalt allerdings direkt im Sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, so wird auch die Veränderung der Latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß IAS 19 werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Sie basieren auf leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Die Bewertung erfolgt mittels des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Methode).

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst und in der Position "Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne" im Eigenkapital ausgewiesen. Die versicherungsmathematischen demografischen Annahmen sowie die Festlegung des Rechnungszinses (abgeleitet aus erstrangigen, festverzinslichen Unternehmensanleihen) und anderer Bewertungsparameter (zum Beispiel Einkommens- und Rententrends) erfolgen auf Basis bestmöglicher Schätzung.

Die Nettozinsen ergeben sich aus der Multiplikation des Rechnungszinses mit der Nettoschuld (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) oder dem Nettovermögenswert, der sich ergibt, sofern das Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt.

Die leistungsorientierten Kosten beinhalten den Dienstzeitaufwand, der im Personalaufwand unter Aufwendungen für Altersversorgung enthalten ist, sowie den Nettozinsaufwand oder -ertrag auf die Nettoschuld oder den Nettovermögenswert, der im Finanzergebnis unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen oder unter Zinsen und ähnliche Erträge erfasst wird.

Für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme werden keine Rückstellungen gebildet. In diesen Fällen wird die Prämienzahlung unmittelbar als Aufwand für Altersversorgung im Personalaufwand der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Außer der Verpflichtung zur Prämienzahlung bestehen für KSB keine weiteren Verpflichtungen, somit verbleibt das versicherungstechnische Risiko bei den Versicherungsnehmern.

b) Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn aus einem in der Vergangenheit eingetretenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Außenverpflichtung entstanden ist, der sich das Unternehmen nicht entziehen kann, und zur Erfüllung dieser Verpflichtung der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist sowie die Höhe dieser Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellung entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag. Sofern annähernd sichere Rückgriffs- oder Erstattungsansprüche bestehen, werden diese als separate Vermögenswerte bilanziert.

Bei erwartungsgemäß verlustbringenden Kundenaufträgen erfolgt ein Bruttoausweis von Vertragsvermögenswerten einerseits und Rückstellungen für die erwarteten Verluste andererseits.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden nur dann gebildet, sofern die in IAS 37 genannten Kriterien erfüllt sind.

Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern dies von wesentlicher Bedeutung ist.

Eventualverbindlichkeiten

Die nicht bilanzierten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren mögliches Eintreten erst durch zukünftige ungewisse Ereignisse bestimmt wird. Ferner kann es sich um gegenwärtige Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit handeln, bei denen ein Ressourcenabfluss möglich, aber nicht wahrscheinlich ist.

Die Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

KSB generiert Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren aus Herstellung, Vertrieb und Handel von Maschinen, Anlagen und anderen industriellen Erzeugnissen, insbesondere von Pumpen und Armaturen und zugehörigen Servicedienstleistungen. KSB erwirtschaftet den größten Teil ihrer Umsatzerlöse im Segment Pumpen. Die Bandbreite dieser Aufträge umfasst die Lieferung einer einzelnen Pumpe bis hin zu kundenspezifischen Pumpenaggregaten inklusive Antriebs-und Regelungssystem. Diese Leistungen werden an Anlagenbauer, Erstausrüster und Endkunden verkauft sowie teilweise über Händler vermarktet. Zum Teil beinhalten Kundenverträge mehrere Leistungskomponenten, wie etwa die Herstellung einer Pumpe und die zugehörige Montage und Inbetriebnahme. Diese Installationsleistungen umfassen Integrationsleistungen und können nur durch spezifisch geschulte und zertifizierte Mitarbeiter durchgeführt werden. Sie werden nicht als eigenständige Leistungsverpflichtung bilanziert und der Transaktionspreis wird nicht aufgeteilt.

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt in Höhe der von KSB erwarteten Gegenleistung auf Basis der Übertragung von Waren bzw. der Erbringung von Dienstleistungen gegenüber dem Kunden. In Abhängigkeit der Art der Leistung und der vertraglichen Ausgestaltung werden die Umsatzerlöse entsprechend der Erfüllung der Leistungsverpflichtung durch KSB entweder zeitraumbezogen oder zeitpunktbezogen realisiert.

Sofern eine Leistungsverpflichtung die Kriterien für eine zeitraumbezogene Umsatzerfassung nach IFRS 15 erfüllt und der Leistungsfortschritt sowie die erwartete Gegenleistung verlässlich geschätzt werden können, werden die Umsatzerlöse gemäß dem Leistungsfortschritt im Verhältnis zur vollständigen Erfüllung der Leistungsverpflichtung realisiert. Eine zeitraumbezogene Erfassung von Umsatzerlösen kommt bei KSB insbesondere für Verträge über die Fertigung von kundenspezifischen Pumpen und Armaturen sowie für Verträge über die Erbringung von Serviceleistungen zum Tragen. Standardprodukte in den Bereichen Pumpen und Armaturen unterliegen hingegen in der Regel der zeitpunktbezogenen Umsatzrealisierung. KSB wendet die inputorientierte Methode zur Erhebung des Auftragsfortschritts an, welche sich an den eingesetzten Faktoren bemisst. Der Fertigstellungsgrad ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten und folgt damit der sogenannten Cost-to-Cost-Methode. Auftragserlöse sind die vertraglich vereinbarten Erlöse und darüber hinaus erhobene Nachforderungen und Prämien, sofern diese jeweils wahrscheinlich zu Erlösen führen und verlässlich ermittelbar sind. Die Auftragserlöse können, beispielsweise aufgrund von Preisgleitklauseln, Nachverhandlungen oder Vertragsstrafen variieren. Umsatzerlöse werden in Höhe des im Vertrag festgelegten Preises abzüglich erwarteter Gegenleistung berücksichtigt. Die Einschätzung variabler Gegenleistungen (z.B. Preisgleitklauseln, Vertragsstrafen, Boni) erfolgt mit dem wahrscheinlichsten Wert. Dabei werden Beschränkungen von Schätzungsmöglichkeiten beachtet. Schätzungen hinsichtlich Kosten und des Auftragsfortschritts werden korrigiert, wenn sich die Umstände ändern. Etwaige daraus resultierende Erhöhungen oder Verminderungen der geschätzten Erlöse oder Kosten werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet, in der die Umstände, die Anlass zur Korrektur geben, vorliegen. Sofern das Ergebnis eines Service- oder Fertigungsauftrags mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich gedeckt werden können, und die Auftragskosten in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Für Leistungsverpflichtungen, welche nicht die Kriterien für eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung nach IFRS 15 erfüllen, erfolgt die Realisierung von Umsatzerlösen zu einem Zeitpunkt. In der Regel trifft dies bei KSB insbesondere auf Standardprodukte ohne wesentliche kundenspezifische Ausprägung in den Bereichen Pumpen und Armaturen zu. Der Zeitpunkt, zu dem KSB ihre Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden bei zeitpunktbezogener Umsatzerfassung erfüllt, resultiert aus den vereinbarten Lieferbedingungen oder aus einer Abnahme durch den Kunden. Zum Zeitpunkt der Erlösrealisierung muss der Erhalt der Gegenleistung wahrscheinlich und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmbar sein sowie die zugehörigen Kosten und mögliche Warenrück-nahmen verlässlich geschätzt werden können. Grundsätzlich werden die Umsatzerlöse aus der Lieferung gemäß den vereinbarten INCOTERMS realisiert. Bei Standardprodukten gelten in den weit überwiegenden Fällen die Lieferbedingungen FCA oder EXW. Bei einigen internationalen Warenlieferungen vollzieht sich der Gefahrenübergang vertragsgemäß erst beim Verladen der Güter auf ein Frachtschiff im Hafen oder bei Übergabe an den Kunden im Bestimmungsland. In solchen Fällen wird die Umsatzrealisierung ebenso auf Grundlage der jeweils vertraglich vereinbarten INCOTERMS vorgenommen. Bei bestimmten Lieferungen und Leistungen ist für die Realisation der Umsatzerlöse darüber hinaus eine Abnahmeerklärung durch den Kunden notwendig. Auch bei Kundenverträgen mit zeitpunktbezogener Umsatzrealisierung mindern Erlösschmälerungen die Umsatzerlöse.

Bei den Kundenverträgen vereinbart KSB Zahlungsbedingungen, welche die Fälligkeit der Zahlung in einem angemessenen Zeitraum nach Erstellung der Rechnung vorsehen. Längerfristige Zahlungsziele werden den Kunden in der Regel nicht eingeräumt. Langfristige Finanzierungskomponenten liegen in der Regel nicht vor.

In Einzelfällen und unter Einhaltung der verpflichtenden Voraussetzungen des IFRS 15 kann ein Kunde die Verfügungsgewalt über ein Produkt bereits vor Übergabe der Ware erlangen (sogenannte Bill-and-hold-Vereinbarungen). Dies kann zu einer früheren Umsatzrealisierung führen.

Bei den regelmäßig vorliegenden Festpreisverträgen zahlt der Kunde einen mittels Zahlungsplan festgelegten Betrag. In Abhängigkeit des Verhältnisses der erhaltenen Zahlungen des Kunden zu dem durch KSB erworbenen Anspruch auf Gegenleistung auf Basis der Übertragung von Waren und Dienstleistungen auf den Kunden liegt zum Stichtag für den jeweiligen Kundenvertrag eine vorschüssige oder nachschüssige Zahlungsweise vor. Vertragsvermögenswerte werden um erhaltene Anzahlungen gekürzt ausgewiesen, sofern die von KSB erbrachten Leistungen den Zahlungsbetrag überschreiten. Vom Kunden erhaltene Zahlungen, welche die von KSB für den jeweiligen Kundenvertrag erbrachten Leistungen übersteigen, führen zum Ausweis einer Vertragsverbindlichkeit.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind. Dividendenerträge aus Beteiligungen werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls oder mit Inanspruchnahme der Leistung ergebniswirksam. Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen der Konzern tätig ist, ermittelt. Latente Steuern werden anhand der dort jeweils gültigen oder für die Zukunft beschlossenen Ertragsteuersätze ermittelt.

Einschätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, müssen Einschätzungen und Annahmen mit Auswirkungen auf die anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze getroffen werden. Im Rahmen der Umsetzung dieser Rechnungslegungsgrundsätze beeinflussen Einschätzungen und Annahmen die im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie deren Darstellung. Diese Einschätzungen und Annahmen beruhen auf Erkenntnissen der Vergangenheit und verschiedenen sonstigen Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von diesen Einschätzungen und Annahmen abweichen. Die getroffenen Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Liegen neue Informationen und zusätzliche Erkenntnisse vor, erfolgen Anpassungen an die neuen Gegebenheiten. Werden Einschätzungen oder Annahmen geändert und ergeben sich hieraus wesentliche Abweichungen, werden diese gesondert erläutert.

Wertminderungsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte, die mindestens einmal jährlich erfolgen, erfordern die Schätzung der erzielbaren Beträge der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU). Diese entsprechen dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Das auf Basis dieser Schätzungen prognostizierte Ergebnis wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, beispielsweise sind dies Währungskursschwankungen, der Integrationsfortschritt in den Konzern oder die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung dieser Einheiten. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages herangezogenen Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte sind ebenfalls Einschätzungen und Annahmen vorzunehmen. Für die einzelnen Vermögenswerte ist zu verifizieren, inwieweit Anhaltspunkte für eine Abwertung vorliegen. Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrages von Sachanlagen ist beispielsweise die Ansetzung der relevanten Nutzungsdauer mit Unsicherheiten behaftet.

Vertragsvermögenswerte unterliegen den Wertminderungsregeln von IFRS 9. Die Wertberichtigung der Vertragsvermögenswerte erfolgt mit Hilfe des vereinfachten Wertminderungsmodells. Die Vertragsvermögenswerte betreffen noch nicht fakturierte laufende Projekte und weisen ähnliche Kreditrisiken wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für die gleichen Vertragsarten auf. Vor diesem Hintergrund werden die erwarteten Verlustquoten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch für die Wertminderung der Vertragsvermögenswerte verwendet.

Sofern Leistungsverpflichtungen die relevanten Kriterien des IFRS 15 erfüllen, erfasst KSB Erlöse aus Kundenverträgen zeitraumbezogen dem Leistungsfortschritt entsprechend. Dieser wird über den Fertigstellungsgrad ermittelt. Dies erfordert Schätzungen hinsichtlich der gesamten Auftragskosten und Auftragserlöse inklusive der variablen Gegenleistungen, welche auf Erfahrungswerten basieren, der Auftragsrisiken sowie anderer maßgeblicher Größen. Diese Einschätzungen werden regelmäßig von den operativ Verantwortlichen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer, insbesondere der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Wesentliche Faktoren sind hier die anzusetzenden marktadäquaten Abzinsungssätze sowie Lebenserwartungen. Aufgrund sich verändernder Markt- und Wirtschaftsbedingungen können die getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Dies kann wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellungen und somit auf die gesamte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Für die wesentlichen Pensionspläne der deutschen Gesellschaften ist jeder Mitarbeiter berechtigt, jederzeit während des laufenden Arbeitsverhältnisses die Auszahlung in jährlichen Raten, als Einmalzahlung oder als lebenslange Rente zu beantragen. Die von KSB vorgenommene Einschätzung, wie sich der spezifische Mitarbeiterbestand hinsichtlich der Ausübung dieses Kapitalwahlrechts voraussichtlich entscheiden wird, ist gegenüber dem Vorjahr unverändert und entsprechend bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt.

Andere Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % angesetzt. Die Bemessung der Rückstellung erfolgt als bestmögliche Schätzung der Ausgabe zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Bilanzstichtag. Der spätere tatsächliche Nutzenabfluss kann allerdings aufgrund geänderter wirtschaftlicher, politischer oder rechtlicher Rahmenbedingungen hiervon abweichen, was sich in Mehraufwendungen oder Auflösungsbeträgen widerspiegelt.

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist die weltweite Ausrichtung der Aktivitäten zu berücksichtigen. Aufgrund der operativen Tätigkeit in einer Vielzahl von Ländern mit unterschiedlichen Steuergesetzen und Verwaltungsauffassungen sind differenzierte Beurteilungen bei den Bestimmungen der Steuerschulden erforderlich. Unsicherheiten bestehen möglicherweise aufgrund der unterschiedlichen Interpretation von Sachverhalten durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Angesetzt werden ungewisse Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, wenn deren Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % beträgt. Dabei wird die bestmögliche Schätzung der voraussichtlichen Steuerzahlung, je nach Sachverhalt in Form des wahrscheinlichsten Ergebnisses oder des Erwartungswertes, für die Bilanzierung zugrunde gelegt. Obwohl KSB davon ausgeht, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben, ist es möglich, dass die tatsächliche Steuerlast von der ursprünglich getroffenen Einschätzung abweicht. Hinsichtlich künftiger Steuervorteile beurteilt KSB zu jedem Bilanzstichtag deren Realisierbarkeit. Daher werden Aktive latente Steuern nur dann gebildet, sofern künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Bei der Abschätzung dieses künftig verfügbaren steuerpflichtigen Einkommens innerhalb des Planungszeitraums von drei bis fünf Jahren ist zu beachten, dass angenommene künftige Geschäftsentwicklungen mit Unsicherheiten behaftet sind und sich teilweise der Steuerung durch die Unternehmensleitung entziehen (zum Beispiel Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung). Kommt KSB zu der Erkenntnis, dass aufgrund geänderter Annahmen zuvor bilanzierte Aktive latente Steuern nicht realisiert werden können, erfolgt eine Wertberichtigung in entsprechender Höhe.

Fristigkeiten

Als kurzfristig gilt grundsätzlich ein Zeitraum bis zu einem Jahr.

Vermögenswerte, die sich erst nach mehr als zwölf Monaten realisieren lassen, sowie Verbindlichkeiten, die erst nach mehr als zwölf Monaten fällig werden, gelten ebenfalls als kurzfristig, sofern sie dem in IAS 1 definierten Geschäftszyklus zuzuordnen sind. Für die Auftragsfertigung gilt naturgemäß ein Geschäftszyklus von mehr als 12 Monaten.

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht kurzfristig sind, gelten als langfristig.

Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse"

Das IASB hat im Januar 2016 den Bilanzierungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" als Nachfolger von IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Mietleasing-verhältnisse - Anreizvereinbarungen" und SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen" veröffentlicht. IFRS 16 beinhaltet überarbeitete Vorgaben zu Ansatz, Bewertung und Ausweis von Leasingverträgen sowie im Vergleich zu IAS 17 ausführlichere Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. Ein Leasingverhältnis wird gemäß IFRS 16 als Vertrag oder Teil eines Vertrages definiert, der gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zur Nutzung eines Vermögenswertes berechtigt. Grundsätzlich sind nach IFRS 16 sämtliche Leasingverhältnisse durch den Leasingnehmer bilanziell in Form eines Vermögenswerts für das gewährte Recht auf Nutzung des Leasinggegenstands (Nutzungsrecht) und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit (Verbindlichkeit aus Leasingverpflichtungen) für die Leistung von Leasingzahlungen darzustellen. Der Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit und der Abschreibungsaufwand für das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand sind gesondert zu erfassen.

IFRS 16 wurde durch KSB erstmals zum 1. Januar 2019 entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode ohne Anpassung der Vorperioden, die weiterhin nach IAS 17 dargestellt werden, angewandt. Das aktivierte Nutzungsrecht wurde dabei in Höhe der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt, wodurch sich keine Auswirkung auf das Eigenkapital ergab. Anfängliche direkte Kosten wurden bei der Bewertung des Nutzungsrechts zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung ausgeschlossen. KSB hat die Anwendungserleichterungen im Zusammenhang mit Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte und in Bezug auf Verträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten, d.h. für kurzfristige Leasingverhältnisse, in Anspruch genommen. Bestehende Leasingvereinbarungen mit einem Ende der Laufzeit im Jahr 2019 wurden unabhängig von ihrer originären Gesamtlaufzeit ebenfalls als kurzfristige Leasingverhältnisse eingestuft. Demnach wurden für solche Leasingverhältnisse keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten angesetzt. Als geringwertige Vermögenswerte wurden Leasinggegenstände mit einem beizulegenden Zeitwert bis zu 5.000 € definiert. Für bestehende als Finanzierungsleasing klassifizierte Vereinbarungen wurde lediglich eine Umgliederung der bis dato aktivierten Sachanlagen in die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen vorgenommen. Die zugehörigen Leasingverbindlichkeiten wurden unverändert fortgeführt.

Die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 16 auf die Eröffnungsbilanz sind in der folgenden Tabelle zusammenfassend dargestellt:

-> Anpassung der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019

Für die Überleitung der Verpflichtungen aus operativen Leasingverhältnissen zum 31. Dezember 2018 auf die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 wird auf die folgende Tabelle verwiesen:

-> Überleitung Leasingverpflichtungen

Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz, zu dem die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 abgezinst wurden, betrug 2,5 %. Dieser Zinssatz liegt entsprechend der Ermittlung des Abzinsungseffektes in der Überleitungsrechnung vom 31. Dezember 2018 auf den 1. Januar 2019 zu Grunde.

Die Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem KSB der Leasinggegenstand durch den Leasinggeber zur Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Der Wertansatz der beiden Positionen basiert im Wesentlichen auf dem Barwert der noch nicht geleisteten Mindestleasingzahlungen. Die Abzinsung erfolgt mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz von KSB, sofern kein dem Leasingvertrag implizit zugrundeliegen-der Zinssatz verfügbar ist. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen werden, soweit eine Ausübung durch KSB als hinreichend sicher eingeschätzt wird, in die Laufzeit und die bilanziellen Wertansätze eines Leasingverhältnisses mit einbezogen. Im Rahmen der Bemessung der Leasingzahlungen werden lediglich Leasingkomponenten und insbesondere keine separaten Servicekomponenten berücksichtigt. Die Abschreibung der Nutzungsrechte wird planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes oder die kürzere Laufzeit des Leasingverhältnisses vorgenommen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode in Form eines Tilgungs- und eines Zinsanteils. Änderungen in den Leasingzahlungen werden durch Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt. Des Weiteren werden die Anwendungserleichterungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse über den Erstanwendungszeitpunkt hinaus unverändert ausgeübt. Im Ergebnis erfolgt für diese Leasingverhältnisse eine unmittelbar aufwandswirksame Erfassung der Leasingraten.

Die geänderte Bilanzierung in der Gewinn- und Verlustrechnung in Form von Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten und Abschreibungen der Nutzungsrechte gegenüber den unter IAS 17 im Vorjahr gezeigten Aufwendungen für operative Leasingverhältnisse hatte keinen wesentlichen Effekt auf das EBIT der KSB.

Der in den Leasingzahlungen enthaltene Tilgungsanteil ist dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten zugeordnet. Der Zinsanteil wird, analog zu den Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte und variable Leasingzahlungen, im Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten erfasst.

Die Neuregelungen für Leasinggeber aus IFRS 16 sind für KSB von untergeordneter Bedeutung und hatten keinen materiellen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Anpassung der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019

in T€ 31.12.2018 Zugang Umgliederung 1.1.2019
Aktiva        
Nutzungsrechte an Grundstücken und Bauten - 34.631 4.137 38.768
Nutzungsrechte an Technischen Anlagen und Maschinen - 1.660 - 1.660
Nutzungsrechte an Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 13.596 816 14.412
Immaterielle Vermögenswerte 91.089 - - 3.489 87.600
Sachanlagen 496.659 - - 1.464 495.195
Gesamt 587.748 49.887 - 637.635
in T€ 31.12.2018 Zugang Umgliederung 1.1.2019
Passiva        
Eigenkapital 856.791 - - 856.791
Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen 1.230 49.887 - 51.117
Gesamt 858.021 49.887 - 907.908

Überleitung Leasingverpflichtungen

in T€
Verpflichtungen aus operativen Leasingverhältnissen zum 31.12.2018 63.060
- Anwendungserleichterungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte - 8.470
- Anwendungserleichterungen für kurzfristige Leasingverhältnisse - 2.445
- Abzinsung - 2.258
+ Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen (Finanzierungsleasing) zum 31.12.2018 1.230
Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen zum 01.01.2019 51.117
davon kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen 12.972
davon langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen 38.145

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte

in T€ Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwerte
Anschaffungs- / Herstellungskosten 2019 2018 2019 2018
Stand 1.1. (Anwendung IAS 17) 74.781 71.883 105.571 103.210
Anpassung IFRS 16 - 5.572 - - -
Stand 1.1. (Anwendung IFRS 16) 69.209 71.883 105.571 103.210
Veränderung Konsolidierungskreis 2 1.241 - 2.254
Währung 74 - 552 - 283 - 167
Sonstiges 158 2.093 - 274
Zugang 2.844 2.596 - -
Abgang - 499 - 5.780 - 33.713 -
Umbuchung 774 3.300 1 -
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 29 - - 1.376 -
Stand 31.12. 72.533 74.781 70.200 105.571
Kumulierte Abschreibungen 2019 2018 2019 2018
Stand 1.1. (Anwendung IAS 17) 59.027 59.680 61.191 32.670
Anpassung IFRS 16 - 2.083 - - -
Stand 1.1. (Anwendung IFRS 16) 56.944 59.680 61.191 32.670
Währung 37 - 481 - 353 395
Sonstiges 41 301 - - 68
Zugang 4.309 4.513 - 28.194
Abgang - 488 - 5.002 - 33.711 -
Umbuchung - 16 - -
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 29 - - -
Stand 31.12. 60.814 59.027 27.127 61.191
Nettowert 31.12. 11.719 15.754 43.073 44.380
in T€ Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Immaterielle Vermögenswerte gesamt
Anschaffungs- / Herstellungskosten 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Stand 1.1. (Anwendung IAS 17) 30.745 - 773 25.311 211.870 200.404
Anpassung IFRS 16 - - - - - 5.572 -
Stand 1.1. (Anwendung IFRS 16) 30.745 - 773 25.311 206.298 200.404
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - 2 3.495
Währung - - - - - 209 - 719
Sonstiges - - - - 72 158 2.295
Zugang 9.585 9.187 2.735 1.228 15.164 13.011
Abgang - - - - 1.000 - 34.212 - 6.780
Umbuchung - 175 21.558 - 600 - 24.694 - 164
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - - - - - 1.405 -
Stand 31.12. 40.155 30.745 2.908 773 185.796 211.870
Kumulierte Abschreibungen 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Stand 1.1. (Anwendung IAS 17) 563 - - - - 120.781 92.350
Anpassung IFRS 16 - - - - - 2.083 -
Stand 1.1. (Anwendung IFRS 16) 563 - - - 118.698 92.350
Währung 1 - - - - 315 - 86
Sonstiges - - - - 41 233
Zugang 163 563 - - 4.472 33.270
Abgang - - - - - 34.199 - 5.002
Umbuchung - - - - - 16
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - - - - - 29 -
Stand 31.12. 727 563 - - 88.668 120.781
Nettowert 31.12. 39.428 30.182 2.908 773 97.128 91.089

Im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 im Berichtsjahr wurden vertragliche Rechte auf Nutzung von Grund und Boden aus den Immateriellen Vermögenswerten in die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen umgegliedert. Diese Umgliederungen sind in der Tabelle "Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte" als "Anpassung IFRS 16" dargestellt.

Die Zugänge bei den Immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 15,2 Mio. € (Vorjahr 13,0 Mio. €) betreffen wie im Vorjahr vor allem aktivierte Eigenleistungen und Anzahlungen. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen insbesondere die Vertriebssoftware KSBase, die eine neue Auslegungssoftware für das Standardpumpenprogramm darstellt.

Die Position "Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" enthält 10,0 Mio. € (Vorjahr 10,6 Mio. €) Software inklusive Softwarelizenzen mit begrenzter Nutzungsdauer. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen wie im Vorjahr nicht vor.

KSB weist Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 39.428 T€ aus (Vorjahr 30.182 T€). Diese resultieren im Wesentlichen aus der zuvor genannten Vertriebssoftware KSBase, die im Dezember 2019 in betriebsbereiten Zustand versetzt wurde.

Im Berichtsjahr wurden keine Wertminderungen auf Immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Im Vorjahr wurden Geleistete Anzahlungen für Immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.000 T€ ausgebucht, darüber hinaus gab es keine Wertminderungen auf Immaterielle Vermögenswerte.

Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine produktbezogenen Entwicklungskosten aktiviert, da die in IAS 38 definierten, umfangreichen Aktivierungsvoraussetzungen nicht vollständig gegeben waren.

Weitere Informationen zu der Umbuchung aus den Immateriellen Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte im Berichtsjahr sind unter Anhangspunkt 10 "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" dargestellt.

Bei der Beurteilung der Anhaltspunkte zur Wertminderung von Vermögenswerten zum 31. Dezember 2019 wurde festgestellt, dass der Buchwert des Reinvermögens bei KSB die Marktkapitalisierung übersteigt. In Folge dessen wurden die Vermögens werte im Anwendungsbereich des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Zum 31. Dezember 2019 ergab sich aus dieser Überprüfung kein Wertminderungsbedarf.

Goodwill-Impairment-Test

Die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Zusammenhang mit der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten keine Posten aus Steuern und aus Finanzierungsaktivitäten.

Für die Bestimmung des Diskontierungsfaktors wird das Verfahren der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital (WACC)) in Verbindung mit dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) unter Berücksichtigung einer Peergroup herangezogen. Hiernach sind zunächst Eigenkapitalkosten mithilfe des CAPM sowie die Fremdkapitalkosten zu bestimmen und danach mit der Kapitalstruktur unter Berücksichtigung der Peergroup zu gewichten. Diese Peergroup Informationen enthalten unter anderem Beta-Faktoren, Kapitalstrukturdaten sowie Fremdkapitalkosten. Die Peergroup umfasst Unternehmen, die hinsichtlich Branche, Größe und Tätigkeit dem KSB Konzern ähnlich sind. Um den Veränderungen der Marktparameter Rechnung zu tragen, wird die Zusammensetzung der Peergroup in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls angepasst (z.B. Änderungen im Geschäftsmodell entweder des betrachteten Unternehmens bzw. der betrachteten zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Vergleichsunternehmen).

Als Basiszins wurde der Zins einer risikofreien Bundesanleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren zugrunde gelegt. Er beträgt im Berichtsjahr 0,1 % (Vorjahr 1,0 %). Die Marktrisikoprämie wurde mit 6,75 % (Vorjahr 5,75 %) angesetzt, der dabei verwendete Beta-Faktor beträgt 1,04 (Vorjahr 0,90). Darüber hinaus werden individuell für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU) die länderspezifischen Steuersätze sowie Länderrisikoprämien berücksichtigt. Die Wachstumsrate wurde im Berichtsjahr für alle Gesellschaften mit 0,5 % (Vorjahr 0,00 % bis 1,25 %) angesetzt. Die regelmäßige Überprüfung der Peergroup hat keine neuen Erkenntnisse in Bezug auf die Geschäftsmodelle der Vergleichsunternehmen ergeben. Die Peergroup zur Erhebung des gewichteten Kapitalkostenfaktors blieb somit analog dem Vorjahr bestehen.

Diskontierungszinssätze

vor Steuern in % (Value in Use) 30.09.2019 30.09.2018
Gesellschaften in Deutschland 9,5 - 9,9 7,9 - 8,4
Gesellschaften in den Niederlanden 9,3 7,7
Gesellschaften in den USA 8,6 - 9,7 7,8
Gesellschaften in Südafrika 14,4 11,4
Gesellschaften in Südkorea 9,6 8,2
Gesellschaften in den übrigen Ländern Europas 8,8 - 15,7 7,5 - 11,1

Geschäfts- oder Firmenwerte

Bezeichnung der CGU / in T€ 31.12.2019 31.12.2018
DP industries B. V. (Niederlande) 18.285 18.285
Dynamik-Pumpen GmbH (Deutschland) 3.150 3.150
Uder Elektromechanik GmbH (Deutschland) 2.980 2.980
KSB Finland Oy (Finnland) 2.603 2.603
KSB Dubric, Inc. (USA) 2.451 2.405
KSB Pumps (S.A.) (Pty) Ltd. (Südafrika) 1.886 1.808
  31.355 31.231
Sonstige 15 (Vorjahr 18) Gesellschaften 11.718 13.149
Gesamt 43.073 44.380

Der Stichtag der Durchführung des Goodwill-Impairment-Tests ist der 30. September eines jeden Jahres. Aus dem Werthaltigkeitstest zum 30. September 2019 ergab sich kein Wertminderungsbedarf.

Für die als wesentlich erachteten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden beim Goodwill-Impairment-Test die in den Tabellen "Detailinformationen zu wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerten (30. September 2019)" und "Grundlegende Annahmen für wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte" enthaltenen Informationen zugrunde gelegt. Dies betrifft unter anderem die getroffenen Annahmen zur Entwicklung des Auftragseingangs, der Umsätze sowie des operativen Ergebnisses.

-> Detailinformationen zu wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerten (30. September 2019)

-> Grundlegende Annahmen für wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte

Zusätzlich zur Werthaltigkeitsprüfung wurden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Hieraus hätte sich im Berichtsjahr für keine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertminderungsbedarf ergeben.

Nach Anpassung aller erforderlichen Parameter lagen die Diskontierungsfaktoren zum 31. Dezember 2019 innerhalb der Bandbreite der zum 30. September 2019 erstellten Sensitivitätsberechnungen.

Der Wertminderungsbedarf für die Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember des Vorjahres ist in der Tabelle "Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte (31. Dezember 2018)" dargestellt.

-> Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte (31. Dezember 2018)

Die Tabelle "Sensitivitäten" zeigt die Beträge der Wertminderungen, die sich aus den Sensitivitätsanalysen zum 31. Dezember des Vorjahres ergeben hätten.

-> Sensitivitäten

Detailinformationen zu wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerten (30. September 2019)

Bezeichnung der CGU Verfahren Buchwert Firmenwert in Mio. € Anteil am Gesamt-
firmenwert
Diskontierungs-
zinssatz
Wachstums-
rate
Grund-
annahmen Unternehmens-
planung
Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahme
DP industries B.V., (Niederlande) Value in Use 18,3 42% 9,3 % vor Steuern 0,50 % geringfügige bis deutliche Wachstumsraten der Märkte Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Rahmendaten und konzerninterner Einschätzung der betreffenden Einkaufs- und Verkaufs-
abteilungen

Grundlegende Annahmen für wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte

Bezeichnung der CGU Auftragseingang Umsatz EBIT Planungszeitraum
DP industries B.V. (Niederlande) Im Durchschnitt konstantes Wachstum Im Durchschnitt konstantes Wachstum Als Resultat der Umsatz- und Kostenplanung im Durch-schnitt moderates Wachstum 5 Jahre

Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte (31. Dezember 2018)

Diskontierungs-
faktor
Erzielbarer Betrag Wertminderungs-
aufwand
Bezeichnung der CGU Segment in T€ in T€
Gesamt 31.12.2018        
Société de travaux et Ingénierie Industrielle (ST II) / KSB SERVICE COTUMER (Frankreich) Service 8,8 % 1.433 6.188
KSB Service Energie S.A.S.U. (Frankreich) Service 8,7 % 4.538 1.412
KSB Seil Co., Ltd. (Südkorea) Armaturen 8,7 % 16.371 20.599

Im Geschäftsjahr 2019 wurde kein Wertminderungsbedarf für die Geschäfts- oder Firmenwerte identifiziert.

Sensitivitäten

Bezeichnung der CGU / in T€ Sensitivität 1 Sensitivität 2 Sensitivität 3
31.12.2018      
Société de travaux et Ingénierie Industrielle (ST II) / KSB SERVICE COTUMER (Frankreich) 6.676 6.257 n. a.
KSB Service Energie (Frankreich) 2.040 1.466 n. a.
KSB Seil, Busan (Südkorea) 23.290 21.066 31.714
KSB Italia S.p.A. (Italien) 2.737 - n. a.
SPI Energie (Frankreich) 332 - n. a.
Dynamik-Pumpen GmbH (Deutschland) 132 - n. a.
KAGEMA Industrieausrüstungen GmbH (Deutschland) 135 - n. a.

Aus den Sensitivitätsanalysen für das Geschäftsjahr 2019 ergaben sich keine kalkulatorischen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte.

2. Nutzungsrechte an Leasinggegenständen

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 50.096 -
davon Grundstücke und Bauten 34.210 -
davon Technische Anlagen und Maschinen 1.139 -
davon Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.747 -

Die neue Bilanzposition Nutzungsrechte an Leasinggegenständen resultiert aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 im Berichtsjahr.

Die Zugänge zu den Nutzungsrechten an Leasinggegenständen betragen im Berichtsjahr 12.956 T€.

Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen im Berichtsjahr stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2019 2018
Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 15.893 -
davon Grundstücke und Bauten 8.807 -
davon Technische Anlagen und Maschinen 604 -
davon Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.482 -

3. Sachanlagen

Entwicklung der Sachanlagen

in T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Stand 1.1. (Anwendung IAS 17) 416.831 381.587 594.186 593.154 228.153 225.103
Anpassung IFRS 16 - 1.100 - - - - 1.861 -
Stand 1.1. (Anwendung IFRS 16) 415.731 381.587 594.186 593.154 226.292 225.103
Veränderung Konsolidierungskreis - 1.282 - 25 325 109
Währung 1.394 - 1.991 874 - 822 304 - 3.481
Sonstiges 823 25.324 - - 22.901 486 225
Zugang 10.130 8.660 19.794 21.472 19.615 20.315
Abgang - 3.983 - 641 - 6.913 - 9.168 - 9.183 - 12.894
Umbuchung 10.960 2.610 6.948 12.426 2.365 - 1.224
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - - - 2.555 - - 289 -
Stand 31.12. 435.055 416.831 612.334 594.186 239.915 228.153
Kumulierte Abschreibungen 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Stand 1.1. (Anwendung IAS 17) 188.906 156.455 416.445 402.104 162.285 159.142
Anpassung IFRS 16 - 452 - - - - 1.045 -
Stand 1.1. (Anwendung IFRS 16) 188.454 156.455 416.445 402.104 161.240 159.142
Währung 516 315 680 1.013 254 - 2.152
Sonstiges 514 18.540 - 62 - 17.846 568 277
Zugang 11.484 13.712 31.343 38.417 18.659 19.092
Abgang - 2.181 - 285 - 6.454 - 8.685 - 8.579 - 12.447
Umbuchung 702 169 - 862 1.442 160 - 1.627
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - - - 1.975 - - 154 -
Stand 31.12. 199.489 188.906 439.115 416.445 172.148 162.285
Nettowert 31.12. 235.566 227.925 173.219 177.741 67.767 65.868
in T€ Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 2019 2018 2019 2018
Stand 1.1. (Anwendung IAS 17) 25.125 24.071 1.264.295 1.223.915
Anpassung IFRS 16 - - - 2.961 -
Stand 1.1. (Anwendung IFRS 16) 25.125 24.071 1.261.334 1.223.915
Veränderung Konsolidierungskreis - - 325 1.416
Währung 607 - 1.092 3.179 - 7.386
Sonstiges - - 4 1.309 2.644
Zugang 29.322 16.146 78.861 66.593
Abgang - 52 - 20 - 20.131 - 22.723
Umbuchung - 20.273 - 13.976 - - 164
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - - - 2.844 -
Stand 31.12. 34.729 25.125 1.322.033 1.264.295
Kumulierte Abschreibungen 2019 2018 2019 2018
Stand 1.1. (Anwendung IAS 17) - - 767.636 717.701
Anpassung IFRS 16 - - - 1.497 -
Stand 1.1. (Anwendung IFRS 16) - - 766.139 717.701
Währung - - 1.450 - 824
Sonstiges - - 1.020 971
Zugang - - 61.486 71.221
Abgang - - - 17.214 - 21.417
Umbuchung - - - - 16
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - - - 2.129 -
Stand 31.12. - - 810.752 767.636
Nettowert 31.12. 34.729 25.125 511.281 496.659

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen, die im Vorjahr gemäß IAS 17 unter den Sachanlagen aktiviert waren, wurden mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zu Beginn des Jahres 2019 in die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen umgegliedert. Diese Umgliederungen sind in der Tabelle "Entwicklung der Sachanlagen" als "Anpassung IFRS 16" dargestellt.

Aus dem Abgang von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen sind Buchgewinne von 3.190 T€ (Vorjahr 1.618 T€) und Buchverluste von 453 T€ (Vorjahr 661 T€) entstanden. Der Ausweis der Buchgewinne und -verluste erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Sonstigen Erträgen und den Anderen Aufwendungen.

Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 512 T€ (Vorjahr 10.580 T€) vorgenommen, um gesunkenen erwarteten Mittelzuflüssen aus einer Gießerei Rechnung zu tragen. Der Ausweis der Wertminderungen erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen. Der im Berichtsjahr erfasste Wertminderungsaufwand betrifft das Segment Pumpen. Im Vorjahr bezogen sich die Wertminderungen auf zwei Armaturenbaureihen im Segment Armaturen.

Weitere Informationen zu der Umbuchung aus den Sachanlagen in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte im Berichtsjahr sind unter Anhangspunkt 10 "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" dargestellt.

4. Finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Ausleihungen 1.265 1.113
Wertpapiere 697 660
  1.962 1.773

Von den Ausleihungen entfallen 778 T€ auf Ausleihungen an Beteiligungen (Vorjahr 535 T€).

5. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Sonstige Beteiligungen 2.840 2.914
  2.840 2.914

Die Sonstigen Beteiligungen entsprechen den Anteilen an wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Im Berichtsjahr sind wie im Vorjahr keine Abschreibungen hierauf entfallen.

6. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

In der nachfolgenden Tabelle sind die für den KSB Konzern wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen aufgeführt. Der Sitz entspricht dem Land, in dem die Haupttätigkeit durchgeführt wird. Sämtliche Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert und sind ebenfalls der Anteilsbesitzliste in diesem Konzernanhang zu entnehmen. Der Anteil am Kapital entspricht dem Anteil der Stimmrechte.

-> Wesentliche Gemeinschaftsunternehmen

Beide wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen sind nicht börsennotierte Gesellschaften. Ein aktiver Markt liegt daher nicht vor.

Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich dieser wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen des KSB Konzerns und eine Zusammenfassung für die Gesamtheit der einzeln unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sind in den folgenden Tabellen angegeben:

-> Zusammengefasste Bilanz

-> Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

-> Überleitung zum Buchwert des Konzernanteils an Gemeinschaftsunternehmen

-> Zusammenfassende Informationen für Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind

Wie im Vorjahr gibt es keine nicht erfassten anteiligen Verluste aus der Equity-Konsolidierung.

Wesentliche Gemeinschaftsunternehmen

Name und Sitz Anteil am Kapital Art der Beteiligung
KSB Pumps Arabia Ltd. (Saudi-Arabien) 50,00 % KSB Pumps Arabia Ltd. in Riad, Saudi-Arabien, bietet eine breite Palette von Dienstleistungen und Aktivitäten für den Energiemarkt sowie für Wasser-, Abwasser- und Haustechnik-Anwendungen. Hierzu gehören Business Development und Marketing, Supply Chain Management, Fertigung von Druckerhöhungsanlagen und Pumpenaggregaten, Verkauf von Pumpen, Armaturen und Systemen und technische Service-Aktivitäten. KSB Pumps Arabia Ltd. ist wichtig für das Wachstum des Konzerns auf dem saudi-arabischen Markt.
Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd. (China) 45,00 % Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd. in Shanghai, China, stellt geeignete Hilfspumpen für den Sekundärkreislauf sowie moderne Hauptkühlmittelpumpen für den Primärkreislauf von Kernkraftwerken her. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd. stellt eine strategische Partnerschaft für den Konzern dar. Dadurch partizipiert KSB am Ausbau der Energiekapazitäten in China und anderen asiatischen Märkten.

Zusammengefasste Bilanz

KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T€ 2019 2018 2019 2018
Langfristige Vermögenswerte 10.718 10.678 81.209 73.907
Kurzfristige Vermögenswerte 38.101 39.143 125.483 126.679
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.115 263 28.718 17.928
Langfristige Schulden - 2.981 - 4.896 - 21.733 - 25.523
davon langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen) - 1.189 - 3.487 - 12.787 - 25.523
Kurzfristige Schulden - 27.889 - 26.634 - 154.337 - 145.667
davon kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen) - 7.172 - 5.090 - 19.321 - 26.793
Nettovermögen 17.949 18.291 30.622 29.396

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T€ 2019 2018 2019 2018
Umsatzerlöse 33.572 34.916 61.934 55.840
Planmäßige Abschreibungen 989 782 4.323 4.116
Zinserträge - - 70 62
Zinsaufwendungen - 397 - 553 - 2.149 - 2.613
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen - 755 2.591 1.032 775
Ertragsteuern - - 46 - -
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen - 755 2.545 1.032 775
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen - - - -
Sonstiges Ergebnis 413 861 194 - 266
Gesamtergebnis - 342 3.406 1.226 509
Vom Gemeinschaftsunternehmen erhaltene Dividenden - 201 - -

Überleitung zum Buchwert des Konzernanteils an Gemeinschaftsunternehmen

KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T€ 2019 2018 2019 2018
Nettobuchwert 1.1. 18.291 15.287 29.396 28.887
Ergebnis nach Ertragsteuern - 755 2.545 1.032 775
Dividendenausschüttung - - 402 - -
Sonstiges Ergebnis 413 861 194 - 266
Nettobuchwert 31.12. 17.949 18.291 30.622 29.396
Anteil am Gemeinschaftsunternehmen (50 % / 45 %) 8.975 9.145 13.780 13.228
Zwischenergebniseliminierung - - - 3.874 - 3.349
Geschäfts- oder Firmenwert - - - -
Buchwert 31.12. 8.975 9.145 9.906 9.879

Zusammenfassende Informationen für Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind

Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziierte Unternehmen Gesamt Gemeinschafts-
unternehmen
Assoziierte Unternehmen Gesamt
in T€ 2019 2019 2019 2018 2018 2018
Anteil des Konzerns am Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 241 751 992 140 592 732
Anteil des Konzerns am Sonstigen Ergebnis 74 - 74 144 23 167
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis 315 751 1.066 284 615 899
Summe der Buchwerte der Konzernanteile an diesen Unternehmen 3.946 1.376 5.322 3.631 1.200 4.831

7. Vorräte

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 192.740 182.134
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 168.871 184.158
Fertige Erzeugnisse und Waren 165.221 162.128
Geleistete Anzahlungen 17.871 16.010
  544.703 544.430

In Höhe von 88.827 T€ (Vorjahr 61.614 T€) sind Vorräte zum Nettoveräußerungswert bilanziert. Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Wertminderungen betragen 12.426 T€ (Vorjahr 10.513 T€). Wertaufholungen aufgrund von Neueinschätzungen in Höhe von 649 T€ (Vorjahr 810 T€) wurden vorgenommen, weil der aktuelle Nettoveräußerungswert über dem des Vorjahres liegt. Vorräte in Höhe von 994.103 T€ (Vorjahr 911.991 T€) sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden.

8. Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Vertragsvermögenswerte 76.428 74.499
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 504.101 518.116
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Fremde Dritte 473.873 483.626
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen sonstige Beteiligungen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 30.228 34.490
davon gegen sonstige Beteiligungen 5.800 5.384
davon gegen assoziierte Unternehmen 460 7
davon gegen Gemeinschaftsunternehmen 23.968 29.098
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 90.938 103.388
Forderungen aus Darlehen gegen sonstige Beteiligungen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 348 12.661
Devisentermingeschäfte 850 1.070
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte 89.740 89.657
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 39.613 49.504
Sonstige Steuerforderungen 31.237 40.124
Rechnungsabgrenzungen 8.376 9.380

Der Bestand der Vertragsvermögenswerte zum Ende des Berichtsjahres befindet sich mit 76.428 T€ (Vorjahr 74.499 T€) auf vergleichbarem Niveau mit dem Vorjahr. Die Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte betragen 204 T€ (Vorjahr 190 T€).

Des Weiteren liegen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Fremde Dritte in Höhe von 35.000 T€ (Vorjahr 33.943 T€) vor. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Sonstige Beteiligungen bestehen keine Wertberichtigungen (Vorjahr 499 T€).

Forderungen aus Darlehen gegen Sonstige Beteiligungen sind in Höhe von 320 T€ (Vorjahr 3.172 T€) wertberichtigt. Auf Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen und gegen assoziierte Unternehmen waren wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen zu bilden.

Die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten die Einzelwertberichtigung (EWB) sowie die Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste (ECL). Für die Vertragsvermögenswerte bestehen die Wertberichtigungen aus einer Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste (ECL).

-> Überleitung der Wertberichtigungen

Überleitung der Wertberichtigungen 2019

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Fremde Dritte Vertrags-
vermögenswerte
in T€ Gesamt EWB ECL ECL
Anfangsbestand 1.1. - 33.943 - 29.359 - 4.584 - 190
Zuführungen - 9.493 - 8.107 - 1.386 - 30
Verbrauch 1.561 1.561 - -
Auflösungen 6.478 4.306 2.172 15
Währungsumrechnung 396 371 26 1
Endbestand 31.12. - 35.000 - 31.228 - 3.772 - 204

Überleitung der Wertberichtigungen 2018

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Fremde Dritte Vertrags-
vermögenswerte
in T€ Gesamt EWB ECL ECL
Anfangsbestand 1.1. - 35.481 - 27.746 - 7.735 - 79
Zuführungen - 7.399 - 7.399 - - 111
Verbrauch 3.616 3.616 - -
Auflösungen 5.321 2.170 3.151 -
Währungsumrechnung - - - -
Endbestand 31.12. - 33.943 - 29.359 - 4.584 - 190

Die Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste der Vertragsvermögenswerte bestimmt sich wie folgt:

Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste der Vertragsvermögenswerte

Nicht überfällig
31.12.2019 31.12.2018
Erwartetes Ausfallrisiko in % 0,3 0,3
Brutto Vertragsvermögens- werte in T€ 76.632 74.689
ECL in T€ - 204 - 190

Das mit dem vereinfachten Wertminderungsmodell ermittelte erwartete Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte verteilt sich wie in der Tabelle "Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste nach Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" dargestellt über die Altersstruktur der nicht besicherten Brutto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

-> Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste nach Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Des Weiteren enthält der Bestand der Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte einen Betrag in Höhe von 407 T€ (Vorjahr 555 T€), der auf besicherte Forderungen entfällt.

Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste nach Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2019 nicht überfällig bis 30 Tage bis 90 Tage bis 180 Tage bis 360 Tage über 360 Tage Summe
Erwartetes Ausfallrisiko in % 0,2 1,3 1,8 2,1 2,6 2,9 -
Brutto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Fremde Dritte ohne besicherte Forderungen in T€ 336.985 38.129 25.232 14.430 16.913 33.898 465.587
ECL in T€ - 682 - 504 - 462 - 307 - 437 - 973 - 3.365
31.12.2018                
Erwartetes Ausfallrisiko in % 0,3 1,1 2,0 3,0 3,2 4,2 -
Brutto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Fremde Dritte ohne besicherte Forderungen in T€ 323.241 52.016 37.208 18.870 13.754 21.254 466.343
ECL in T€ - 830 - 554 - 753 - 560 - 439 - 893 - 4.029

In den Anderen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sind gesetzlich vorgeschriebene Anlagen zur Absicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeitvereinbarungen und Langzeit-arbeitskonten der deutschen Konzerngesellschaften in Höhe von 19.600 T€ enthalten.

Von den gesamten Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sind 29.242 T€ (Vorjahr 20.964 T€) nach mehr als einem Jahr fällig.

9. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristig angelegtes Fest- und Tagesgeld sowie um Kontokorrentguthaben.

10. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Langfristiges Vermögen 3.455 -
Immaterielle Vermögenswerte 1.376 -
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 1.208 -
Sachanlagen 715 -
Finanzielle Vermögenswerte 41 -
Aktive latente Steuern 115 -
Kurzfristiges Vermögen 4.298 -
Vorräte 1.036 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.375 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 597 -
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 97 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 193 -
Gesamt 7.753 -

Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Langfristige Schulden 1.361 -
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 398 -
Finanzverbindlichkeiten 963 -
Kurzfristige Schulden 2.606 -
Sonstige Rückstellungen 7 -
Finanzverbindlichkeiten 252 -
Vertragsverbindlichkeiten 35 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.030 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6 -
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.237 -
Ertragsteuerschulden 39 -
Gesamt 3.967 -

Für die Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaft SPI Energie S.A.S., La Ravoire (Frankreich), aus dem Segment Service wurde durch KSB zum Stand des Bilanzstichtages eine höchstwahrscheinliche Veräußerung im Sinne von IFRS 5 in Form eines Anteilsverkaufs erwartet. Dieser Einschätzung lagen fortgeschrittene Verhandlungen mit einem potenziellen Käufer zu Grunde. Dementsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens im Berichtsjahr als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe behandelt und in separaten Bilanzpositionen ausgewiesen.

Im Zuge der Umklassifizierung wurden auf die Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe keine Wertminderungen erfasst, da der Nettobuchwert der betroffenen Vermögenswerte und Schulden unterhalb des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten lag.

Die Veräußerung der Vermögenswerte und Schulden wurde im Rahmen eines Anteilsverkaufs im Januar 2020 vollzogen.

11. Eigenkapital

Das Grundkapital der KSB ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt satzungsgemäß 44.771.963,82 € und ist wie im Vorjahr in 886.615 Stammaktien und 864.712 Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stückaktie ist am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt. Die Vorzugsaktien sind mit einem nachzuzahlenden selbstständigen Vorzugsgewinnanteil und einem Anspruch auf eine gestaffelte Mehrdividende ausgestattet. Alle Aktien sind auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Stückaktien haben keinen Nennwert.

Die Kapitalrücklage resultiert aus der Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen zurückliegender Jahre.

Die Gewinnrücklagen enthalten neben thesaurierten Ergebnissen ergebnisneutral verrechnete Währungsumrechnungs- und Konsolidierungseffekte, Neubewertungen von leistungsorientierten Versorgungsplänen nach IAS 19 sowie Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten. Aus diesen Sachverhalten resultieren Aktive latente Steuern in Höhe von 96.957 T€ (Vorjahr 75.366 T€) und Passive latente Steuern in Höhe von 8 T€ (Vorjahr 24 T€).

Aus dem Eigenkapital wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Muttergesellschaft des Konzerns KSB SE & Co. KGaA, Frankenthal / Pfalz, vom 29. Mai 2019 insgesamt 5.583 T€ ausgeschüttet (Dividende von 3,00 € je Stammaktie und 3,38 € je Vorzugsaktie).

Die nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter entfallen größtenteils auf die PAB GmbH, Frankenthal / Pfalz, und die von dieser gehaltenen Beteiligungen sowie auf die Gesellschaften in Indien und China. An der PAB GmbH ist die KSB FINANZ S.A., Echternach (Luxemburg), mit 51 % beteiligt, die Johannes und Jacob Klein GmbH, Frankenthal / Pfalz, mit 49 %.

Die Entwicklung der Eigenkapitalpositionen und der nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter ist in der "Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.

Der Vorschlag zur Verwendung des nach deutschem HGB ermittelten Bilanzgewinns der KSB SE & Co. KGaA befindet sich am Ende dieses Anhangs.

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine ausreichende finanzielle Unabhängigkeit ist für KSB wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand von KSB zu sichern. Auch die Ausstattung der laufenden Geschäftstätigkeit mit den erforderlichen finanziellen Mitteln ist für KSB von wesentlicher Bedeutung. KSB überwacht regelmäßig die Entwicklung der Kennzahl Nettofinanzposition, welche sich aus dem Saldo aus zinstragenden Finanzverbindlichkeiten und den verzinslichen Geldwerten (Wertpapiere des kurz- und langfristigen Vermögens, zinstragende Ausleihungen an Unternehmen die nach der Equity-Methode bilanziert sind, sowie aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Beteiligungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und den Forderungen aus Geldanlagen) ergibt. Ein Ziel ist es, eine Nettoverschuldung zu vermeiden. Zum Ende des Berichtsjahres beläuft sich die Nettofinanzposition auf 246 Mio. € (Vorjahr 255 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf den Anstieg der Leasingverbindlichkeiten aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 im Berichtsjahr zurückzuführen.

12. Rückstellungen

Zusammensetzung der Rückstellungen

31.12.2019 31.12.2018
in T€ Gesamt Langfristig Kurzfristig Gesamt Langfristig Kurzfristig
Leistungen an Arbeitnehmer 658.529 646.340 12.190 587.927 578.640 9.287
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 629.617 629.617 - 553.573 553.573 -
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer 28.912 16.722 12.190 34.354 25.067 9.287
Sonstige Rückstellungen 69.742 1.366 68.376 84.934 1.377 83.557
Garantieverpflichtungen und Pönalen 44.304 - 44.304 45.582 - 45.582
Restrukturierungsrückstellungen 410 - 410 1.023 - 1.023
Übrige Rückstellungen 25.028 1.366 23.662 38.329 1.377 36.952
  728.271 647.706 80.565 672.861 580.017 92.844

Entwicklung der einzelnen Rückstellungsgruppen

in T€ 1.1.2019 Veränderung Konsolidierungskreis/ Währung/ Sonstiges Verbrauch/ Vorauszahlungen Auflösung Zuführung 31.12.2019
Leistungen an Arbeitnehmer 587.927 - 238 - 30.770 - 151 101.761 658.529
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 553.573 - 218 - 17.379 - 10 93.652 629.617
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer 34.354 - 21 - 13.390 - 141 8.109 28.912
Sonstige Rückstellungen 84.934 - 449 - 35.945 - 4.235 25.439 69.742
Garantieverpflichtungen und Pönalen 45.582 99 - 19.508 - 3.030 21.162 44.304
Restrukturierungsrückstellungen 1.023 3 - 610 - 13 7 410
Übrige Rückstellungen 38.329 - 551 - 15.827 - 1.192 4.270 25.028
  672.861 - 688 - 66.715 - 4.386 127.200 728.271

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen im KSB Konzern umfassen beitrags- sowie leistungsorientierte Pläne und enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen.

Die gesamten Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionspläne beliefen sich im Berichtsjahr auf 41.138 T€ (Vorjahr 34.655 T€). Davon resultierten 27.655 T€ (Vorjahr 26.778 T€) aus Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen für Mitarbeiter des Konzerns entfallen überwiegend auf Pensionsverpflichtungen in Deutschland sowie in Frankreich, USA und der Schweiz.

Die leistungsorientierten Altersversorgungspläne (Defined Benefit Plans) resultieren zu rund 90 % aus den deutschen Konzerngesellschaften. Dabei handelt es sich um Direktzusagen der Gesellschaften an ihre Mitarbeiter. Die Zusagen orientieren sich an deren Entgelt und Beschäftigungsdauer. Teilweise liegen auch Eigenbeiträge der Mitarbeiter zugrunde. Diese Altersversorgung gliedert sich in die ausschließlich unternehmensfinanzierte Grundversorgung und in die Arbeitgeber-Aufbauversorgung. Letztere hängt ab von der Höhe der Eigenbeiträge und der erzielten Umsatzrendite vor Ertragsteuern. Beide Bausteine berücksichtigen die Komponenten allgemeiner Versorgungsbeitrag (dessen Höhe teilweise vom Unternehmenserfolg abhängt), persönliche Verdienstrelation (das Verhältnis von versorgungsfähigem Einkommen zur maßgebenden Beitragsbemessungsgrenze) und Verrentungsfaktor (der sich am Lebensalter orientiert). Für die wesentlichen Pensionspläne der deutschen Gesellschaften ist jeder Mitarbeiter berechtigt, jederzeit während des laufenden Arbeitsverhältnisses die Auszahlung in jährlichen Raten, als Einmalzahlung oder als lebenslange Rente zu beantragen.

Die Altersversorgungspläne in Frankreich werden durch Bestimmungen in den jeweiligen Tarifverträgen geregelt. Die Verpflichtungen werden grundsätzlich durch das in einen externen Fonds eingezahlte Vermögen gedeckt. Hierzu wird zu Anfang des letzten Quartals eines jeden Jahres ein versicherungsmathematisches Gutachten zur Berechnung des aktuellen Verpflichtungsumfangs erstellt. Sofern sich eine Unterdeckung ergibt, erfolgt eine Ausgleichszahlung an den Fonds. Unterschiede in den Berechnungsparametern nach lokalem und internationalem Recht führen im Konzern letztlich zu einem Überhang der Verpflichtungen. Zum Zeitpunkt des Renteneintritts erfolgt eine Einmalzahlung durch den Fonds an den jeweiligen Mitarbeiter.

Die leistungsorientierten Pensionspläne in den USA sind für Neueintritte geschlossen. Die Versorgungsleistung leitet sich aus dem Durchschnittsgehalt und den erworbenen Dienstjahren vor Schließung des Plans ab. Das Renteneintrittsalter beträgt 65 Jahre; ab diesem Zeitpunkt wird eine monatliche Zahlung an die Begünstigten geleistet. Die Pensionsleistungen werden über externe Fonds finanziert.

Die Pensionsverpflichtungen in der Schweiz beruhen zum überwiegenden Teil auf gesetzlichen Verpflichtungen. Diese umfassen auch Angaben zu einer Minimalrente, die jedem Mitarbeiter ohne Beitragslücken gesetzlich zusteht. Der Arbeitgeber ist daher verpflichtet Beiträge in solcher Höhe zu zahlen, dass es der jeweiligen Pensionskasse oder Versicherungsgesellschaft möglich ist, diese Mindestsumme auszuzahlen. Die Pläne umfassen neben der Altersversorgung auch andere Leistungen wie beispielsweise Invalidität oder Hinterbliebenenversorgung. Es werden sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskasse entrichtet, wobei das Unternehmen Beiträge zu leisten hat, die mindestens den in den Planbedingungen vorgegebenen Arbeitnehmerbeiträgen entsprechen. Die Versorgungsleistungen werden in monatlichen Beträgen ausbezahlt, es besteht jedoch für jeden Mitarbeiter auch die Möglichkeit der (teilweisen) Kapitalleistung.

Darüber hinaus existieren für weitere Mitarbeiter im Ausland in geringem Umfang ebenfalls Zusagen auf Alters- und zum Teil auf medizinische Versorgung, die im Wesentlichen von der Betriebszugehörigkeit und dem bezogenen Gehalt abhängig sind.

Die leistungsorientierten Pläne gehen einher mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko. Die mit den Pensionsverpflichtungen verbundenen Auszahlungen werden überwiegend über die Liquidität bedient. Zu einem Teil besteht auch Planvermögen zur Finanzierung dieser Verpflichtungen. Der Großteil des Planvermögens wird von Versicherungsdienstleistern verwaltet, welche eigenständig die auf die Verpflichtung abgestimmten Anlagestrategien festlegen.

Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (sowie der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand) werden jährlich anhand versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Methode, IAS 19) ermittelt. Das Planvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

-> Bilanzwerte für leistungsorientierte Zusagen

-> Veränderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen

Bilanzwerte für leistungsorientierte Zusagen

Leistungs-
orientierte Verpflichtungen (DBO)
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld aus leistungs-
orientierten Zusagen
Leistungs-
orientierte Verpflichtungen (DBO)
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld aus leistungs-
orientierten Zusagen
in T€ 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2018 31.12.2018
Deutschland 599.720 - 599.720 529.188 - 529.188
Frankreich 18.150 5.373 12.777 16.332 7.279 9.053
USA 14.278 13.237 1.041 13.411 11.253 2.158
Schweiz 13.890 12.364 1.526 12.794 11.721 1.073
Übrige Länder 41.462 26.909 14.553 39.458 27.357 12.101
Bilanzwerte 687.500 57.883 629.617 611.183 57.610 553.573

Veränderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen

in T€ 2019 2018
Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) - 1.1. 611.183 650.465
Laufender Dienstzeitaufwand 12.236 8.011
Zinsaufwand 11.735 12.837
Arbeitnehmerbeiträge 265 3.190
Neubewertungen    
- / + Gewinn / Verlust aus der Änderung demografischer Annahmen 490 4.718
- / + Gewinn / Verlust aus der Änderung finanzieller Annahmen 75.323 1.278
- / + Erfahrungsbedingter Gewinn / Verlust - 1.024 818
Leistungszahlungen - 20.357 - 20.935
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inkl. Effekte aus Abgeltungen und Kürzungen) - 20 - 46.174
Übertragung von Vermögenswerten 14 - 433
Währungskursdifferenzen 1.642 192
Veränderung Konsolidierungskreis / Sonstiges - 3.987 - 2.784
Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) - 31.12. 687.500 611.183

Der laufende sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden im Personalaufwand unter den Aufwendungen für Altersversorgung und der Zinsaufwand im Finanzergebnis unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.

Der im Vorjahr ausgewiesene nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand in Höhe von 46.174 T€ resultierte im Wesentlichen aus der Einführung eines Kapitalwahlrechtes für die vor 2009 abgeschlossenen Pensionspläne deutscher Gesellschaften.

Im Folgejahr werden Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 erwartet. Die Beiträge beliefen sich in 2019 auf 1.638 T€.

-> Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens

Der Zinsertrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert mit den Zinsaufwendungen der DBO unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst und fließt so in das Finanzergebnis.

-> Veränderungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen

-> Zusammensetzung des Planvermögens

Grundsätzlich werden die Pensionsfonds in Höhe des Betrages, der erforderlich ist, um die jeweiligen gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen, dotiert.

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug 6.266 T€ (im Vorjahr Aufwand in Höhe von 1.093 T€).

-> Versicherungsmathematische Annahmen

Für die Fluktuation liegt bei den deutschen Plänen wie im Vorjahr eine mittlere Fluktuationsrate (2,0 %) zugrunde; für die biometrischen Annahmen sind die "Richttafeln 2018G" nach Prof. Dr. Klaus Heubeck maßgebend; das rechnungsmäßige Renteneintrittsalter richtet sich nach dem Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 (RVAGAnpG). Weitere Bewertungsparameter (zum Beispiel Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung) sind von untergeordneter Bedeutung.

Als wesentliche versicherungsmathematischen Annahmen wurden der Rechnungszins und die zukünftige Sterblichkeit identifiziert. Wie im Vorjahr ist die Basis für die Berechnung der Sensitivitäten die gleiche Methode, die für die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen angewandt wurde.

Sollte sich der Abzinsungsfaktor um 100 Basispunkte erhöhen, würde die DBO um 84.718 T€ (Vorjahr 86.364 T€) sinken. Bei einem Rückgang um 100 Basispunkte hätte dies einen Anstieg der DBO um 143.166 T€ (Vorjahr 113.422 T€) zur Folge. Hierbei ist zu beachten, dass die Veränderung des Abzinsungsfaktors aufgrund bestimmter finanzmathematischer Effekte (zum Beispiel Zinseszins) die Entwicklung der DBO nicht linear beeinflusst. Sollte sich die Lebenserwartung um 1 Jahr erhöhen, würde die DBO um 20.554 T€ (Vorjahr 22.242 T€) steigen.

Darüber hinaus bestehen zwischen den einzelnen versicherungsmathematischen Annahmen Abhängigkeiten, die jedoch im Rahmen der Sensitivitätsbetrachtung unberücksichtigt blieben.

Am 31. Dezember 2019 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 25 Jahren (Vorjahr 24 Jahre).

Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens

in T€ 2019 2018
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens - 1.1. 57.610 63.604
Zinserträge 1.711 2.019
Neubewertungen    
+ / - Gewinn / Verlust aus dem Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge 4.310 - 3.922
Beiträge des Arbeitgebers 1.638 1.787
Beiträge der begünstigten Arbeitnehmer 191 197
Währungskursdifferenzen 1.111 131
Gezahlte Leistungen - 3.788 - 4.096
Veränderung Konsolidierungskreis / Sonstiges - 4.900 - 2.110
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens - 31.12. 57.883 57.610

Veränderungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen

in T€ 2019 2018
Anfangsbestand der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen - 1.1. 553.573 586.861
Laufender Dienstzeitaufwand 12.236 8.011
Nettozinsaufwand 10.024 10.818
Arbeitnehmerbeiträge 74 2.993
Beiträge des Arbeitgebers - 1.638 - 1.787
Neubewertungen    
- / + Gewinn / Verlust aus dem Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge - 4.310 3.922
- / + Gewinn / Verlust aus der Änderung demografischer Annahmen 490 4.718
- / + Gewinn / Verlust aus der Änderung finanzieller Annahmen 75.323 1.278
- / + Erfahrungsbedingter Gewinn / Verlust - 1.024 818
Leistungszahlungen - 16.569 - 16.839
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inkl. Effekte aus Abgeltungen und Kürzungen) - 20 - 46.174
Übertragung von Vermögenswerten 14 - 433
Währungskursdifferenzen 531 61
Veränderung Konsolidierungskreis / Sonstiges 913 - 674
Endbestand der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen - 31.12. 629.617 553.573

Zusammensetzung des Planvermögens

Marktpreis-
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Gesamt Marktpreis-
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Gesamt
in T€ 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2018 31.12.2018
Eigenkapitalinstrumente (Aktien) 23.777 - 23.777 20.746 - 20.746
Schuldinstrumente (Anleihen) 19.822 - 19.822 21.824 70 21.894
Staatsanleihen 5.031 - 5.031 6.625 - 6.625
Unternehmensanleihen 14.791 - 14.791 15.199 70 15.269
Devisentermingeschäfte - - - - - -
Geldmarktanlagen 285 327 612 1.606 277 1.883
Immobilien 3.785 - 3.785 3.377 - 3.377
Versicherungsverträge - 7.175 7.175 - 6.098 6.098
Bankguthaben 1.484 - 1.484 792 12 804
Sonstige Anlagen 1.228 - 1.228 1.528 1.280 2.808
  50.381 7.502 57.883 49.873 7.737 57.610

Versicherungsmathematische Annahmen

Rechnungszins Einkommenstrend Rententrend
in % 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Deutschland 1,1 1,8 2,7 2,7 1,9 1,9
Frankreich 0,9 1,6 2,8 2,8 1,9 -
USA 3,0 4,0 - - - -
Schweiz 0,2 1,0 1,0 1,0 - -

Erwartete Zahlungen für Versorgungsleistungen

in T€ zum 31.12.2019 2020 2021 2022 2023 2024
zu erwartende Zahlungen 22.759 26.055 23.133 23.687 23.852
in T€ zum 31.12.2018 2019 2020 2021 2022 2023
zu erwartende Zahlungen 27.711 23.953 25.900 23.630 25.576

Übrige Leistungen an Arbeitnehmer

Bei den Rückstellungen für Übrige Leistungen an Arbeitnehmer handelt es sich vorwiegend um Jubiläumsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Pönalen decken die gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden ab und basieren auf Schätzungen aufgrund historischer Daten von ähnlichen Produkten und Dienstleistungen. Im Berichtsjahr belaufen sich diese auf 44.304 T€ (Vorjahr 45.582 T€).

Die Übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 13.226 T€ (Vorjahr 25.900 T€). Hierunter fallen wie im Vorjahr Rückstellungen für ein Altprojekt in Großbritannien sowie Rückstellungen, welche aufgrund der aktuellen politischen Situation im Iran gebildet wurden. Darüber hinaus sind Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von 1.771 T€ in den Übrigen Rückstellungen enthalten.

Von den Sonstigen Rückstellungen werden erwartungsgemäß 16.134 T€ (Vorjahr 16.571 T€) nach mehr als einem Jahr zahlungswirksam.

13. Verbindlichkeiten

Langfristige Schulden

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Finanzverbindlichkeiten 56.750 30.099
aus Schuldscheindarlehen 21.988 21.976
gegenüber Kreditinstituten 2.410 6.967
aus Leasingverpflichtungen 32.036 826
Sonstige 316 330

Kurzfristige Schulden

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Finanzverbindlichkeiten 44.318 48.777
aus Schuldscheindarlehen - 26.000
gegenüber Kreditinstituten 28.698 21.990
aus Leasingverpflichtungen 15.015 404
gegenüber sonstigen Beteiligungen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen - 320
Sonstige 605 63
Vertragsverbindlichkeiten 165.463 157.389
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 252.741 270.212
gegenüber Fremden Dritten 251.382 264.675
gegenüber sonstigen Beteiligungen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1.359 5.537
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.226 32.767
Devisentermingeschäfte 3.336 3.731
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 27.890 29.036
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 161.528 154.689
Im Rahmen der sozialen Sicherheit und gegenüber Mitarbeitern 126.117 116.674
Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern) 23.760 23.734
Rechnungsabgrenzungen 6.419 9.629
Vereinnahmte Investitionszuschüsse und -zulagen 5.232 4.652
Ertragsteuerschulden 9.050 8.326
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 3.967 -

Zur mittelfristigen Liquiditätssicherung hat die KSB SE & Co. KGaA im Jahr 2012 vorsorglich ein Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 175 Mio. € platziert. Dieses Darlehen ist unterteilt in Rückzahlungstranchen von 3, 5, 7 und 10 Jahren. In den Jahren 2017 und 2015 wurden Tranchen von insgesamt 127 Mio. €, teils vorzeitig, zurückbezahlt. Aufgrund der unterschiedlichen Laufzeiten der Rückzahlungstranchen erfolgt die Verzinsung mit unterschiedlichen Zinssätzen, diese sind teilweise fix vereinbart, teilweise variabel. Im Berichtsjahr erfolgte eine Tilgung in Höhe von 26 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 13,5 Mio. € (Vorjahr 27,5 Mio. €) und Sonstige Finanzverbindlichkeiten mit 8,5 Mio. € (Vorjahr 20,5 Mio. €).

Der gewichtete Durchschnittszinssatz der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus dem Schuldschein-darlehen beträgt 5,34 % (Vorjahr 3,94 %).

Der Anstieg der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen gegenüber den Vorjahreswerten resultiert aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 in 2019. Die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag stellt sich wie folgt dar:

Fälligkeitsanalyse der Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen

in T€ 31.12.2019
fällig bis 1 Jahr 15.015
fällig von 1 - 5 Jahren 29.054
fällig über 5 Jahre 2.982
  47.051

Der Bestand der Vertragsverbindlichkeiten zum Ende des Berichtsjahres liegt mit 165.463 T€ (Vorjahr 157.389 T€) auf vergleichbarem Niveau mit dem Vorjahr. KSB hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 78.828 T€ (Vorjahr 61.797 T€) erfasst, die zu Beginn des Berichtsjahres im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren.

Die ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen sind überwiegend Fördermittel der Europäischen Union sowie deutscher Institutionen für Neubauten und Entwicklungshilfeprojekte.

Im KSB Konzern sind zur Sicherung von Verbindlichkeiten Vermögenswerte in Höhe von 10.168 T€ (Vorjahr 11.939 T€) auf Basis üblicher Bedingungen sicherungsübereignet. Davon entfallen 3.416 T€ auf Sachanlagen (Vorjahr 5.239 T€), 504 T€ (Vorjahr 1.442 T€) auf Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente und 6.248 T€ (Vorjahr 5.258 T€) auf sonstige Sicherungsmaßnahmen.

Im Berichtsjahr sind, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Wie im Vorjahr existieren im Berichtsjahr keine Covenant-Vereinbarungen für Kredite.

Die Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten sind Bestandteil der unter Anhangspunkt 10 "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" erläuterten Veräußerungsgruppe.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

14. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Vertragsarten

in T€ 2019 2018
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 2.109.370 1.984.508
Dienstleistungsumsätze 273.815 261.440
Umsatzerlöse 2.383.185 2.245.948

KSB erwirtschaftet Erlöse aus der Übertragung von Gütern und Dienstleistungen sowohl zeitraum- als auch zeitpunktbezogen in den dargestellten Segmenten.

Im Segment Service sind auch die im Rahmen von Reparaturen verwendeten Ersatzteile enthalten.

Nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen

in T€ 2019 2018
Gesamter Transaktionspreis der zum Bilanzstichtag nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen (Auftragsbestand) 1.409.339 1.353.910
davon erwartete Umsatzerlöse innerhalb der nächsten 12 Monate 1.004.543 1.004.119
davon erwartete Umsatzerlöse größer 12 Monate 404.796 349.791

Umsatzerlöse nach Segmenten und zeitlichem Ablauf der Erlöserfassung 2019

in T€ Segment Pumpen Segment Armaturen Segment Service Summe
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.562.462 364.365 456.358 2.383.185
Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung        
Zu einem bestimmten Zeitpunkt 1.328.011 337.870 - 1.665.881
Über einen Zeitraum 234.451 26.495 456.358 717.304

Umsatzerlöse nach Segmenten und zeitlichem Ablauf der Erlöserfassung 2018

in T€ Segment Pumpen Segment Armaturen Segment Service Summe
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.469.443 340.771 435.734 2.245.948
Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung        
Zu einem bestimmten Zeitpunkt 1.307.639 319.957 - 1.627.596
Über einen Zeitraum 161.804 20.814 435.734 618.352

15. Sonstige Erträge

in T€ 2019 2018
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen - 8.507
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 6.533 5.321
Erträge aus Anlagenabgängen 3.190 1.618
Währungsgewinne 740 1.146
Übrige Erträge 22.950 16.458
  33.413 33.050

Die Erträge aus dem kurzfristigen Vermögen bestehen im Wesentlichen aus Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen. In den Übrigen Erträgen sind unter anderem Erträge aus Zuschüssen der öffentlichen Hand in Höhe von 4.177 T€ (Vorjahr 3.855 T€) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 2.745 T€ (Vorjahr 2.549 T€) enthalten. Im Berichtsjahr sind darüber hinaus Erträge aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 3.476 T€ in dieser Position erfasst.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Darstellung dahingehend geändert, dass die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, die zuvor unter den Sonstigen Erträgen gezeigt wurden, nunmehr unter den ursprünglich zur Bildung der Rückstellungen verwendeten Aufwandspositionen erfasst werden. Die Auflösungen von Rückstellungen betrugen im Berichtsjahr insgesamt 4.386 T€.

16. Materialaufwand

Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 984.787 T€ (Vorjahr 934.545 T€). Die Position beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen.

17. Personalaufwand

in T€ 2019 2018
Löhne und Gehälter 685.412 655.614
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 131.083 126.650
Aufwendungen für Altersversorgung 31.800 - 16.802
  848.295 765.462

Die Aufwendungen für Altersversorgung sind um den in den Rückstellungsdotierungen enthaltenen Zinsanteil, welcher im Finanzergebnis ausgewiesen wird, vermindert. Im Vorjahr waren in den Aufwendungen für Altersversorgung in Folge der Einräumung eines Kapitaloptionsrechts Erträge aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand in Höhe von 46.434 T€ enthalten.

-> Mitarbeiter

Die erstmalige Einbeziehung der vollkonsolidierten Gesellschaften TOV "KSB Ukraine", Kiev (Ukraine), IOOO "KSB BEL", Minsk (Weißrussland) und KSB Ltd., Tokio (Japan) führte zu einem Aufbau von 27 Personen im Jahresdurchschnitt sowie zu einem Aufbau von 26 Personen zum Bilanzstichtag.

Im Berichtsjahr wurde die Ermittlung des durchschnittlichen und stichtagsbezogenen Mitarbeiterbestands dahingehend geändert, dass Mitarbeiter unabhängig von ihrem Beschäftigungsgrad eingerechnet werden. Die Anzahl der Auszubildenden wird hingegen nicht mehr in die Angabe einbezogen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt Zum Bilanzstichtag
2019 2018* 31.12.2019 31.12.2018*
Lohnempfänger 7.220 7.099 7.200 7.134
Gehaltsempfänger 8.371 8.259 8.445 8.348
  15.591 15.358 15.645 15.482

* Angepasst gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2018.

18. Andere Aufwendungen

in T€ 2019 2018
Reparaturen, Instandhaltungen, Fremdleistungen 129.012 118.983
Verwaltungsaufwand 97.793 89.703
Vertriebskosten 64.553 68.370
Mieten und Pachten 12.547 26.640
Sonstige Personalaufwendungen 26.905 26.001
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 9.493 7.510
Währungsverluste 210 2.546
Verluste aus dem kurzfristigen Vermögen 1.979 2.142
Verluste aus Anlagenabgängen 453 661
Übrige Aufwendungen 29.252 74.313
  372.198 416.869

Der Rückgang der Aufwendungen für Mieten und Pachten ist auf die erstmalige Anwendung von IFRS 16 im Berichtsjahr zurückzuführen. Die Position setzt sich in 2019 aus Aufwendungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von 2.347 T€, Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von 7.591 T€, Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen in Höhe von 668 T€ und Aufwendungen aus sonstigen Mieten und Pachten in Höhe von 1.941 T€ zusammen.

Die Übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen im Zusammenhang mit Kundenaufträgen. Auch die Erträge aus der Auflösung solcher Rückstellungen sind im Berichtsjahr in dieser Position enthalten.

19. Finanzergebnis

In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ist der Nettozinsaufwand für Pensionsrückstellungen mit 10.024 T€ (Vorjahr 10.818 T€) enthalten. Darüber hinaus beinhaltet die Position im Geschäftsjahr 2019 unter anderem den Zinsaufwand in Höhe von 1.556 T€ aus der Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten, die aus der Anwendung von IFRS 16 resultieren. Die negative Entwicklung des Finanzergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist vorwiegend auf diese Neuerung zurückzuführen.

Finanzergebnis

in T€ 2019 2018
Finanzerträge 5.741 4.893
Erträge aus Beteiligungen - 248
davon aus Sonstigen Beteiligungen - 248
Zinsen und ähnliche Erträge 5.638 4.618
davon aus Sonstigen Beteiligungen 8 30
davon aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 814 767
Sonstige Finanzerträge 103 27
Finanzaufwendungen - 17.098 - 16.544
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 16.802 - 15.432
davon Sonstige Beteiligungen - -
Abschreibungen auf Sonstige Beteiligungen - -
Sonstige Finanzaufwendungen - 296 - 1.112
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1.186 2.510
Finanzergebnis - 10.171 - 9.141

20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In dieser Position werden alle ertragsabhängigen Steuern der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie Latente Steuern ausgewiesen. Die Sonstigen Steuern werden innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung nach den Anderen Aufwendungen ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

in T€ 2019 2018
Effektive Steuern 37.478 27.663
Latente Steuern 7.454 13.981
  44.932 41.644

In den Effektiven Steuern sind Steuererstattungen in Höhe von 289 T€ (Vorjahr 1.376 T€) und Steuernachzahlungen in Höhe von 715 T€ (Vorjahr 889 T€) enthalten.

Die Eventualverbindlichkeiten aus ertragsteuerlichen Sachverhalten betragen 2.627 T€ (Vorjahr 1.536 T€). Derzeit liegen keine Erkenntnisse vor, die auf eine Inanspruchnahme dieser Verpflichtungen hindeuten.

Überleitungsrechnung Latente Steuern

in T€ 2019 2018
Veränderung Aktiver latenter Steuern - 14.710 11.345
Veränderung Passiver latenter Steuern 894 - 4.451
Veränderung latenter Steuern gemäß Bilanz - 13.816 6.894
Veränderung erfolgsneutral gebildeter latenter Steuern 21.564 5.024
Veränderung Konsolidierungskreis / Währung / Sonstiges - 294 2.063
Latente Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 7.454 13.981

-> Aufteilung der Latenten Steuern

In Höhe von 80.830 T€ (Vorjahr 67.579 T€) wurden zum Bilanzstichtag Aktive latente Steuern (nach Saldierung) bilanziert, die aus Gesellschaften resultieren, welche im Berichtsjahr oder im Vorjahr einen Verlust erzielt haben und deren Realisierung ausschließlich vom Entstehen zukünftiger Gewinne abhängt. Aufgrund der vorliegenden Planzahlen geht KSB von dieser Realisierung aus.

Ertragsteuern im Eigenkapital

in T€ 2019 2018
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne - 70.479 - 10.736
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.389 3.341
Währungsumrechnungsdifferenzen 3.982 - 13.276
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - -
Marktwertänderung von Finanzinstrumenten - 575 - 5.624
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 175 1.683
Sonstiges Ergebnis - 45.508 - 24.612

Aufteilung der Latenten Steuern

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in T€ 2019 2018 2019 2018
Langfristige Vermögenswerte 3.882 4.191 49.408 36.708
Immaterielle Vermögenswerte 412 608 11.978 9.089
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen - - 10.460 -
Sachanlagen 3.470 3.583 26.964 27.618
Finanzielle Vermögenswerte - - 6 1
Kurzfristige Vermögenswerte 40.408 41.999 20.801 20.957
Vorräte 35.147 34.997 318 51
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5.268 7.002 20.821 20.906
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 7 - - 338 -
Langfristige Schulden 112.271 84.364 68 7
Rückstellungen 105.127 84.167 68 -
Andere Verbindlichkeiten 7.144 * 197 - 7
Kurzfristige Schulden 17.332 18.600 19.873 22.475
Rückstellungen 7.219 12.055 1.182 931
Andere Verbindlichkeiten 10.559 * 6.545 18.691 21.544
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - 446 - - -
Steuerliche Verlustvorträge 212 1.132 - -
Latente Steuern brutto - vor Saldierung 174.105 150.286 90.150 80.147
Saldierung nach IAS 12.74 - 79.004 - 69.895 - 79.004 - 69.895
Latente Steuern netto - nach Saldierung 95.101 80.391 11.146 10.252

* Die Aktiven latenten Steuern aus langfristigen Leasingverbindlichkeiten betragen 7.124 T€ und aus kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten 3.449 T€. Diese werden unter den latenten Steuern für Andere Verbindlichkeiten (lang- bzw. kurzfristig) ausgewiesen.

Überleitungsrechnung Ertragsteuern

in T€ 2019 2018
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 103.432 65.561
darauf rechnerische Ertragsteuer gemäß anzuwendendem Konzernsteuersatz (wie im Vorjahr 30 %) 31.030 19.668
Steuersatzunterschiede - 4.829 16
Nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge 13.852 14.124
Wertminderungen Latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 950 -
Wertminderungen Geschäfts- oder Firmenwerte - 6.659
Wertminderungen Latenter Steuern auf Temporäre Differenzen - -
Steuerfreie Erträge - 3.750 - 7.243
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 6.236 11.957
Periodenfremde Steuern 1.761 - 1.587
Sonstige Steueranrechnungen - 1.219 - 1.695
Nicht anrechenbare ausländische Ertragsteuern 2.746 2.471
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen - 228 - 579
Sonstiges - 1.617 - 2.147
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 44.932 41.644
Tatsächliche Steuerquote 43% 64%

Der anzuwendende Steuersatz von unverändert 30 % ist ein Mischsatz, der sich aus den aktuell gültigen deutschen Steuersätzen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ergibt.

Im Berichtsjahr gibt es keine (im Vorjahr geringfügige) Einflüsse aus der Einführung neuer nationaler Steuern. Aus Steuersatzänderungen im Ausland ergab sich eine Erhöhung des Gesamtsteueraufwands in Höhe von 938 T€ (Vorjahr 185 T€ Erhöhung).

Für Ergebnisse verbundener Unternehmen und Beteiligungen werden in Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Quellensteuern und anfallende deutsche Steuern als Latente Steuern passiviert, wenn entweder davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer Besteuerung unterliegen oder beabsichtigt ist, sie nicht auf Dauer zu reinvestieren. Auf die temporären Unterschiede in Höhe von 83.098 T€ (Vorjahr 71.440 T€) im Zusammenhang mit verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden keine Latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Auf Verlustvorträge in Höhe von 147.818 T€ (Vorjahr 124.041 T€) wurden keine Aktiven latenten Steuern gebildet.

Eine zeitnahe Inanspruchnahme ist hier unwahrscheinlich. Die Verlustvorträge sind größtenteils zeitlich unbegrenzt nutzbar. Der Ertrag, der aus der Nutzung von Verlustvorträgen entstanden ist, auf die bisher keine latenten Steueransprüche angesetzt waren, betrug 2.791 T€ (Vorjahr 250 T€).

Abzugsfähige temporäre Differenzen ("temporary differences"), auf die keine Aktiven latenten Steuern zu bilden waren, betragen 32.586 T€ (Vorjahr 34.339 T€).

-> Überleitungsrechnung Ertragsteuern

21. Ergebnis nach Ertragsteuern - Nicht beherrschende Anteile

Die den Gesellschaftern der nicht beherrschenden Anteile zustehenden Gewinne betragen 16.353 T€ (Vorjahr 13.569 T€) und die auf die Gesellschafter der nicht beherrschenden Anteile entfallenden Verluste 938 T€ (Vorjahr 951 T€). Die nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter entfallen größtenteils auf die PAB GmbH, Frankenthal, und die von dieser gehaltenen Beteiligungen sowie auf die Gesellschaften in Indien und China.

22. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird unter Heranziehung der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der Aktien als Nenner ermittelt.

Ergebnis je Aktie

2019 2018
Ergebnis nach Ertragsteuern - Anteile der Aktionäre der KSB SE & Co. KGaA T€ 43.085 11.299
Den Vorzugsaktionären zustehende Mehrdividende (0,26 € je Vorzugsaktie) (Vorjahr 0,38 € je Vorzugsaktie) T€ - 225 - 329
  T€ 42.861 10.970
Anzahl Stammaktien Stück 886.615 886.615
Anzahl Vorzugsaktien Stück 864.712 864.712
Anzahl Aktien insgesamt Stück 1.751.327 1.751.327
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Stammaktie 24,47 6,26
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie 24,73 6,64

VI. ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN

Finanzinstrumente - Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien - Aktiva

Bilanzposition / Klasse in T€ Bewertungskategorie Buchwert 31.12.2019 Beizulegender Zeitwert 31.12.2019 Buchwert 31.12.2018 Beizulegender Zeitwert 31.12.2018
Langfristiges Vermögen          
Wertpapiere FVPL 697 697 660 660
Ausleihungen Fortgeführte Anschaffungskosten 1.265 1.265 1.113 1.113
Kurzfristiges Vermögen          
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Fremde Dritte Fortgeführte Anschaffungskosten 473.873 - 483.626 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen sonstige Beteiligungen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Fortgeführte Anschaffungskosten 30.228 - 34.490 -
Forderungen aus Darlehen gegen sonstige Beteiligungen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Fortgeführte Anschaffungskosten 348 - 12.661 -
Devisentermingeschäfte, die als Sicherungsgeschäfte genutzt werden n. a 850 850 1.070 1.070
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten 89.740 - 89.657 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte Anschaffungskosten 280.875 - 255.545 -

Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien - Passiva

Bilanzposition / Klasse in T€ Bewertungskategorie Buchwert 31.12.2019 Beizulegender Zeitwert 31.12.2019 Buchwert 31.12.2018 Beizulegender Zeitwert 31.12.2018
Langfristige Schulden          
Finanzverbindlichkeiten ohne Leasingverpflichtungen Fortgeführte Anschaffungskosten 24.714 26.510 29.274 31.621
Leasingverpflichtungen n. a. 32.036 - 826 832
Kurzfristige Schulden          
Finanzverbindlichkeiten ohne Leasingverpflichtungen Fortgeführte Anschaffungskosten 29.303 - 48.373 -
Leasingverpflichtungen n. a. 15.015 - 404 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten 252.741 - 270.211 -
Devisentermingeschäfte, die als Sicherungsgeschäft genutzt werden n. a. 3.336 3.336 3.731 3.731
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten 27.890 - 29.036 -

Buchwerte aggregiert nach Kategorien gemäß IFRS 9

Bilanzposition / Klasse in T€ Bewertungskategorie 31.12.2019 31.12.2018
Aktiva Fortgeführte Anschaffungskosten 876.329 877.092
Passiva Fortgeführte Anschaffungskosten 334.648 376.894
FVPL FVPL 697 660

Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Dies gilt ebenfalls für alle passivisch dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Ursächlich hierfür sind überwiegend die kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente.

Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten und Ausleihungen werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der Stufe 2 der mit den Verbindlichkeiten und Ausleihungen verbundenen Zahlungen ermittelt. Hierbei legt KSB eine adäquate Zinsstrukturkurve zugrunde.

Die in vorstehender Tabelle dargestellten beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere des langfristigen Vermögens resultieren aus auf aktiven Märkten notierten Preisen (Stufe 1). Die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 resultieren aus der Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens. Künftige Cash-flows der Devisentermingeschäfte werden auf Basis von Devisenterminkursen (beobachtbare Kurse am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Devisenterminkursen geschätzt und mit einem adäquaten Zinssatz diskontiert. In Stufe 3 werden grundsätzlich die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird. Währungsderivate werden mittels Devisenterminkursen bewertet, bei Zinsswaps ergibt sich der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme auf Basis der für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze und Zinsstrukturkurven.

In der nachfolgenden Tabelle sind die auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Schulden nach Bewertungskategorien gegliedert und in die zuvor beschriebenen Hierarchiestufen eingeteilt; Umgruppierungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen:

-> Hierarchiestufen

Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Berücksichtigung der Steuereffekte sind in folgender Tabelle dargestellt:

-> Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Die dargestellten Zinsen sind Bestandteil des Finanzergebnisses. Der Effekt aus der Anwendung der Effektivzinsmethode ist hierbei unwesentlich, da die daraus resultierenden Zinserträge die Zinsaufwendungen nahezu kompensieren. Die übrigen Effekte haben teilweise auch die Sonstigen Erträge sowie die Anderen Aufwendungen beeinflusst.

Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte und Schulden, die Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen, ist nicht wesentlich.

Hierarchiestufen 2019

in T€ Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert        
Wertpapiere 697 - - 697
Devisentermingeschäfte - 850 - 850
Finanzielle Schulden, bewertet zum beizulegenden Zeitwert        
Devisentermingeschäfte - 3.336 - 3.336

Hierarchiestufen 2018

in T€ Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert        
Wertpapiere 660 - - 660
Devisentermingeschäfte - 1.070 - 1.070
Finanzielle Schulden, bewertet zum beizulegenden Zeitwert        
Devisentermingeschäfte - 3.731 - 3.731

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 2019

aus der Folgebewertung
in T€ aus Zinsen und Dividenden zum beizulegenden Zeitwert Währungs-
umrechnung
Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
Fortgeführte Anschaffungskosten (Aktiva) 5.741 - - 286 - 3.395 - 2.060
Fortgeführte Anschaffungskosten (Passiva) - 6.819 - - 427 - - - 7.246
FVPL 16 - - - - 16
  - 1.062 - - 713 - 3.395 - - 5.170

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 2018

aus der Folgebewertung
in T€ aus Zinsen und Dividenden zum beizulegenden Zeitwert Währungs-
umrechnung
Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
Fortgeführte Anschaffungskosten (Aktiva) 4.645 - 500 - 1.997 - 3.148
Fortgeführte Anschaffungskosten (Passiva) - 5.992 - 43 - - - 5.949
FVPL 12 - - - - 12
  - 1.335 - 543 - 1.997 - - 2.789

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund des Geschäftes muss KSB sich mit gewissen finanzwirtschaftlichen Risiken auseinandersetzen. Diese lassen sich in drei Bereiche gliedern:

Einerseits unterliegt KSB dem Kreditrisiko. Darunter wird der mögliche Ausfall oder verspätete Eingang vertraglich vereinbarter Zahlungen verstanden. Darüber hinaus besteht ein Liquiditätsrisiko. Dieses beinhaltet, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht oder nicht vollständig erfüllen kann. Ferner ist KSB dem sogenannten Marktpreisrisiko ausgesetzt. Die Gefahr von Währungs- oder Zinsänderungen kann einen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Risiken von Wertpapier-Kursschwankungen sind für KSB nicht wesentlich.

All diese Risiken begrenzt KSB mittels eines adäquaten Risikomanagement-Systems. Durch Richtlinien und Arbeitsanweisungen wird der Umgang mit diesen Risiken geregelt. Darüber hinaus überwacht KSB ständig die aktuellen Risikoausprägungen und gibt die gewonnenen Erkenntnisse regelmäßig in Form standardisierter Berichte und individueller Analysen an die Geschäftsführenden Direktoren und den Aufsichtsrat weiter.

Nachfolgend werden die drei Risikobereiche detailliert beschrieben. Darüber hinaus werden weitere Informationen im Konzernlagebericht, dort vor allem in den Kapiteln "Wirtschaftsbericht", "Prognosebericht" sowie "Chancen- und Risikobericht", dargestellt.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht insbesondere darin, dass eine Forderung erst verspätet, teilweise oder gar nicht beglichen wird. Dieses minimiert KSB durch eine Vielzahl von Maßnahmen. Grundsätzlich führt KSB bei potenziellen und bestehenden Vertragspartnern Bonitätsprüfungen durch. Geschäftsbeziehungen geht KSB nur dann ein, wenn diese Prüfung positiv ausfällt. Darüber hinaus schließen vor allem europäische Gesellschaften Warenkreditversicherungen ab; insgesamt betrifft dies wie im Vorjahr etwa 10 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns. In Ausnahmefällen akzeptiert KSB andere Sicherheiten wie beispielsweise Bürgschaften. Diese Versicherungen übernehmen im Wesentlichen das Risiko des Forderungsausfalls. Darüber hinaus werden politische und wirtschaftliche Risiken bei bestimmten Kunden in ausgewählten Ländern abgesichert. Für beide Versicherungsarten hat KSB Selbstbehalte vereinbart, die allerdings deutlich weniger als 50 % des abgesicherten Volumens ausmachen. Im Rahmen des Forderungsmanagements verfolgt KSB ständig die offenen Positionen, führt Fälligkeitsanalysen durch und tritt bei aufkommenden Zahlungsverzögerungen frühzeitig in Kontakt mit dem Kunden. Bei Großprojekten sehen die Geschäftskonditionen Anzahlungen, Bürgschaften sowie bei Exportgeschäften Akkreditivabsicherungen vor. Dies trägt ebenfalls zu einer Risikobegrenzung bei. Für das verbleibende Restrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nimmt KSB Wertberichtigungen vor. Dazu wird regelmäßig geprüft, inwieweit ein Wertberichtigungsbedarf einzelner Forderungen besteht. Indikatoren hierfür sind erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners wie Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz. Ausbuchungen werden dann vorgenommen, wenn hinreichend sicher ist, dass keine Zahlungseingänge zu erwarten sind.

Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung erhaltener Sicherheiten entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte. Diese haben alle ein Investment Grade Rating.

Eine Risikokonzentration ist nicht gegeben, da KSB aufgrund der Heterogenität des Geschäftes insgesamt eine erhebliche Anzahl verschiedener Kunden bedient.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsmanagement gewährleistet, dass das Liquiditätsrisiko im Konzern minimiert und die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben ist. Risikokonzentrationen bestehen nicht, da KSB mit verschiedenen Kreditinstituten zusammenarbeitet, an die strenge Bonitätsanforderungen gestellt werden.

KSB generiert die finanziellen Mittel überwiegend aus dem operativen Geschäft. Diese werden genutzt, um Investitionen in langfristiges Vermögen zu finanzieren. Darüber hinaus deckt KSB damit den Finanzierungsbedarf des Working Capital. Um diesen möglichst gering zu halten, verfolgt KSB die Entwicklung der Vorräte, Vertragsvermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsverbindlichkeiten regelmäßig auf Basis eines einheitlichen Konzernberichts-wesens.

Dieses Berichtswesen stellt außerdem mithilfe der monatlich rollierenden Cashflow-Planung sicher, dass das zentrale Finanzmanagement des Konzerns fortlaufend Kenntnis über Liquiditätsüberschüsse und -bedarfe hat. Dadurch ist KSB in der Lage, den Bedürfnissen des Gesamtkonzerns sowie der einzelnen Gesellschaften bestmöglich zu entsprechen. Für ausgewählte Gesellschaften nutzt KSB ein Cash-Pooling-System, das einen optimierten Einsatz der verfügbaren Mittel im Konzern erlaubt. Weiterhin wird innerhalb der KSB-Gruppe ein weltweites Forderungs-Netting-Verfahren angewandt; damit werden sowohl das Volumen der Liquiditätsströme als auch die damit verbundenen Gebühren minimiert. Um notwendige Sicherheiten im Projektgeschäft bieten zu können, stellt KSB zudem entsprechende Bürgschaftsvolumina bereit. Darüber hinaus wird stets für ausreichend Kreditlinien gesorgt, deren Umfang KSB anhand regelmäßiger Liquiditätsplanungen ermittelt. So kann jederzeit auf schwankende Liquiditätsbedarfe reagiert werden. Die zugesagten Kredit- und Avallinien belaufen sich auf rund 1.319,4 Mio. € (Vorjahr rund 1.283,9 Mio. €), davon wurden 814,9 Mio. € (Vorjahr 1.012,4 Mio. €) noch nicht in Anspruch genommen.

Die Kredit- und Avallinien beinhalten Beträge aus einem im Dezember 2018 geschlossenen Konsortialkreditvertrag, dessen Kreditlinie jederzeit in Anspruch genommen werden kann. Die Kreditlinie hat eine feste Laufzeit von fünf Jahren mit der Option der zweimaligen Verlängerung um jeweils ein Jahr. Im Berichtsjahr hat KSB von der eingeräumten Option erstmals Gebrauch gemacht und die feste Laufzeit bis Ende 2024 vorzeitig verlängert.

Die Inanspruchnahme der Kredit- und Avallinien aus dem Konsortialkreditvertrag durch den Konzern stellt sich zum Ende des Berichtsjahres wie folgt dar:

in T€ / Art der Linie Maximale Höhe der Linie Inanspruchnahme zum 31.12.2019
Kredite 300.000 6.687
Avale 350.000 90.723

Die folgenden Darstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten künftigen Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten (originäre Finanzinstrumente) sowie der derivativen Finanzinstrumente. Zinsauszahlungen aus Verbindlichkeiten mit fixer Verzinsung werden anhand des Festzinses ermittelt. Variable Zinsauszahlungen basieren auf den letzten vor dem 31. Dezember variabel gefixten Zinssätzen. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht in die Darstellung ein. Nach heutigem Kenntnisstand ist weder zu erwarten, dass die dargestellten Zahlungsströme deutlich früher eintreten, noch dass sie in ihrer Höhe erheblich abweichen.

Cashflows finanzieller Verbindlichkeiten 2019

in T€ Gesamt bis 1 Jahr von 1 - 5 Jahren > 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 106.589 47.318 55.875 3.396
davon aus Leasingverpflichtungen 49.803 16.211 30.357 3.235
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 252.741 252.741 - -
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 27.890 25.343 2.547 -
Derivative Finanzinstrumente Einzahlungen - 849 - 750 - 99 -
Derivative Finanzinstrumente Auszahlungen 3.335 3.081 254 -
  389.706 327.733 58.577 3.396

Cashflows finanzieller Verbindlichkeiten 2018

in T€ Gesamt bis 1 Jahr von 1 - 5 Jahren > 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 84.419 56.101 28.005 313
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 270.212 270.212 - -
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 29.036 26.320 2.716 -
Derivative Finanzinstrumente Einzahlungen - 1.190 - 1.062 - 128 -
Derivative Finanzinstrumente Auszahlungen 3.851 3.498 353 -
  386.328 355.069 30.946 313

Marktpreisrisiko

Mit den weltweiten geschäftlichen Aktivitäten übernimmt KSB vor allem Währungs- und Zinsrisiken. Verändern sich die Marktpreise, kann dies Auswirkungen auf beizulegende Zeitwerte sowie auf künftige Cashflows haben. Mittels Sensitivitätsanalysen wird ermittelt, welche hypothetischen Auswirkungen solche Marktpreisschwankungen auf Ergebnis und Eigenkapital hätten. Hierbei unterstellt KSB, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Die Risiken aus Preisänderungen auf der Beschaffungsseite für Aufträge mit langen Lieferzeiten reduziert KSB, indem Preisgleitklauseln vereinbart oder bei Festpreisaufträgen abzusehende Teuerungsraten beim Verkaufspreis berücksichtigt werden.

Währungsrisiken betreffen überwiegend die Cashflows aus operativen Tätigkeiten. Sie entstehen dann, wenn die Konzernunternehmen Geschäfte in Währungen abwickeln, die nicht ihrer funktionalen Währung entsprechen. Dieses Risiko minimiert KSB durch den Einsatz von Devisentermingeschäften. Weitere Informationen hierzu sind in Kapitel III. "Bilanzie-rungs- und Bewertungsgrundsätze" im Gliederungspunkt "Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - b) Derivative Finanzinstrumente" dargestellt. Im Rahmen von Mikro-Hedges sichert KSB bereits bilanzierte Geschäfte sowie zukünftige erwartete Transaktionen ab. Die eingesetzten Sicherungsinstrumente stimmen in den wesentlichen Bedingungen von Betrag, Laufzeit und Qualität mit den Grundgeschäften überein. Interne Richtlinien regeln den Einsatz der Finanzinstrumente. Zudem erfolgt eine ständige Risikokontrolle dieser Geschäfte. Die Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird jeweils zu Beginn der Sicherungsbeziehung und durch regelmäßige prospektive Beurteilung bestimmt. Dabei wird sichergestellt, dass zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument eine wirtschaftliche Beziehung besteht. Bei den eingesetzten Sicherungsinstrumenten handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte von bonitätsmäßig einwandfreien Banken. Für die Absicherung von Devisentermingeschäften bildet der Konzern Sicherungsbeziehungen, bei denen die Vertragsmodalitäten des Sicherungsinstruments im Wesentlichen mit denen des gesicherten Grundgeschäfts übereinstimmen. Das Hedge Ratio beträgt für die Sicherungsbeziehungen 1:1, das heißt die Volumen der Sicherungsgeschäfte stimmen mit den designierten Grundgeschäften überein. Um die In-effektivität von Sicherungsbeziehungen zu messen, stellt KSB die Marktwerte von Grund- und Sicherungsgeschäften gegenüber. Dabei gleichen sich die Veränderungen der Marktwerte der Derivate mit den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Cashflows aus den Grundgeschäften fast vollständig aus (Dollar-Offset-Methode). Die Marktwertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente im Geschäftsjahr entsprechen somit den im Eigenkapital erfassten unrealisierten Gewinnen und Verlusten. Währungsrisiken, die sich aus der Umrechnung ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzernwährung Euro ergeben, sichert KSB grundsätzlich nicht ab. Ineffektivitäten bei der Absicherung von Währungsrisiken können entstehen, wenn die wesentlichen Bewertungsparameter von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument nicht mehr übereinstimmen. Im Geschäftsjahr 2019 und 2018 bestanden keine Ineffektivitäten im KSB Konzern im Hinblick auf Währungssicherungen.

Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte beträgt zum Bilanzstichtag 251.878 T€ (Vorjahr 238.300 T€). Die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen für Devisentermingeschäfte stellen sich wie folgt dar:

-> Nominalvolumina

Der gewichtete durchschnittliche Kurs der Sicherungsinstrumente für die wichtigsten Fremdwährungen betrug:

Absicherung des Währungsrisikos 2019

Durchschnittskurs USD / EUR 1,14
Durchschnittskurs CNY / EUR 7,99
Durchschnittskurs CHF / EUR 1,10

Absicherung des Währungsrisikos 2018

Durchschnittskurs USD / EUR 1,19
Durchschnittskurs GBP / EUR 0,90
Durchschnittskurs SEK / EUR 10,32

Nominalvolumina 2019

in T€ Gesamt bis 1 Jahr von 1 - 5 Jahren > 5 Jahre
Devisentermingeschäfte 251.878 228.453 23.425 -

Nominalvolumina 2018

in T€ Gesamt bis 1 Jahr von 1 - 5 Jahren > 5 Jahre
Devisentermingeschäfte 238.300 231.947 6.353 -

In der Tabelle "Marktwertänderungen von Derivaten" wird die Entwicklung der Hedging Reserve und der Hedging Cost Reserve für Währungssicherungen vor Steuern dargestellt.

-> Marktwertänderungen von Derivaten

Marktwertänderungen von Derivaten 2019

OCI
in T€ Cash Flow Hedges - Hedging Reserve Cash Flow Hedges - Hedging Cost Reserve
Währungsrisiken    
Anfangsbestand 1.1. - 4.149 - 823
Effektiver Teil der Marktwertänderungen 4.863 965
Ergebniswirksame Realisierung des Grundgeschäfts - 5.434 - 1.010
Endbestand 31.12. - 4.719 - 868

Marktwertänderungen von Derivaten 2018

OCI
in T€ Cash Flow Hedges - Hedging Reserve Cash Flow Hedges - Hedging Cost Reserve
Währungsrisiken    
Anfangsbestand 1.1. 1.384 - 770
Effektiver Teil der Marktwertänderungen - 6.272 - 459
Ergebniswirksame Realisierung des Grundgeschäfts 739 406
Endbestand 31.12. - 4.149 - 823

Die wichtigsten Fremdwährungen im KSB Konzern sind der US-Dollar (USD) und der Chinesische Yuan (CNY). Für die Währungs-Sensitivitätsanalyse simuliert KSB Effekte auf Basis des Nominalvolumens existierender Währungsderivate sowie der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag. Dabei wird eine 10 %-Aufwertung (Abwertung) des Euro gegenüber den Fremdwährungen unterstellt. Dies wären im Berichtsjahr rund - 1,6 Mio. € (Vorjahr - 0,4 Mio. €) bei CNY und 1,7 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. €) bei USD und 3,0 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €) auf die restlichen Währungen.

-> Währungsvolumen

Bezogen auf die Bewertung von Derivaten wären zum Bilanzstichtag das Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Derivate um 12,7 Mio. € niedriger (höher) gewesen; 8,0 Mio. € resultieren aus USD sowie 4,7 Mio. € aus den restlichen Währungen. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres wären das Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Derivate um 11,2 Mio. € niedriger (höher) gewesen; 8,1 Mio. € resultieren aus USD sowie 3,1 Mio. € aus den restlichen Währungen.

Die mit den Finanzierungstätigkeiten verbundenen Zinsänderungsrisiken überwacht KSB regelmäßig. Um negative Auswirkungen aus Zinsschwankungen an den internationalen Kapitalmärkten zu vermeiden, werden gegebenenfalls Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps) für in der Regel langfristige Kredite abgeschlossen. Diese dienen ausnahmslos der Absicherung variabel verzinster Darlehen gegen steigende Zinsen. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine derartigen Geschäfte sowie keine sonstigen Zinsderivate bilanziert.

Im Rahmen der Zins-Sensitivitätsanalyse simuliert KSB eine Erhöhung (Absenkung) des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte. Hierbei werden die Auswirkungen auf die variabel verzinslichen Finanzinstrumente betrachtet. Im Berichtsjahr 2019 wäre das Zinsergebnis um 1,6 Mio. € (1,1 Mio. €) (Vorjahr 1,5 Mio. € (1,0 Mio. €)) jeweils höher (geringer) ausgefallen.

VII. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Bei der Kapitalflussrechnung teilt KSB Zahlungsströme auf in die Bereiche Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten, Cashflow aus Investitionstätigkeiten und Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten. Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises und aus Wechselkursen sind in den jeweiligen Positionen eliminiert. Der Einfluss von Wechselkursänderungen (Basis: Jahresdurchschnittskurse) und Konsolidierungskreisänderungen auf den Finanzmittelbestand ist gesondert dargestellt.

Änderungen in der Darstellung der Kapitalflussrechnung gegenüber dem Vorjahr aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 im Berichtsjahr werden in Kapitel III. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Unterkapitel "Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16" erläutert.

Innerhalb des Cashflows aus betrieblichen Tätigkeiten wird als Zwischensumme zusätzlich ein Cashflow gezeigt, der lediglich das Jahresergebnis, die Zu- und Abschreibungen, die Veränderung der langfristigen Rückstellungen sowie zahlungsunwirksame Effekte unter anderem aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens darstellt. Einschließlich der Veränderungen der weiteren operativen Bestandteile von Vermögen (inklusive der Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens) und Schulden ergibt sich der Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten. Es werden nur solche Änderungen berücksichtigt, die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

Im Cashflow aus Investitionstätigkeiten werden ausschließlich die zahlungswirksamen Investitionszugänge und -abgänge in den Immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen, den Finanziellen Vermögenswerten sowie die Veränderung der Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten inklusive der Commercial Papers berücksichtigt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten beinhaltet neben Zahlungsströmen, die aus Eigenkapitalpositionen resultieren (Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen), auch diejenigen Zahlungsströme, welche durch Veränderungen von Finanzverbindlichkeiten entstehen.

Sofern im Finanzmittelbestand (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) nicht frei verfügbare Mittel enthalten sind, werden diese gesondert ausgewiesen. Die Zahlungsmitteläquivalente beinhalten kurzfristige Geldanlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit unter drei Monaten.

-> Entwicklung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten

Währungsvolumen

CNY CNY USD USD
in T€ 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.508 53.335 26.584 22.740
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.676 49.074 13.326 15.558
Saldo 15.832 4.261 13.258 7.182

Entwicklung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten in 2019

zahlungswirksam zahlungsunwirksam  
in T€ 1.1.2019 Zugänge / Abgänge / Erwerbe / Sonstiges Wechselkursbedingte Änderungen 31.12.2019
Langfristige Verbindlichkeiten 29.274 - 4.487 - - 73 24.714
Kurzfristige Verbindlichkeiten 48.053 - 18.229 - - 521 29.303
Leasingverbindlichkeiten 51.117 * - 16.142 12.104 - 28 47.051
Summe der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten 128.444 - 38.858 12.104 - 622 101.068
Dividendenzahlungen - - 7.566 - - -
Entgeltumwandlung (Pensionsrückstellung) - - 5 - - -
Summe Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten - - 46.429 - - -

* Angepasst gegenüber dem 31.12.2018 aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16.

Entwicklung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten in 2018

zahlungswirksam zahlungsunwirksam  
in T€ 1.1.2018 Zugänge / Abgänge / Erwerbe / Sonstiges Wechselkursbedingte Änderungen 31.12.2018
Langfristige Verbindlichkeiten 53.759 - 23.862 - - 623 29.274
Kurzfristige Verbindlichkeiten 21.285 28.479 - - 1.711 48.053
Leasingverbindlichkeiten 927 335 - - 32 1.230
Summe der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten 75.971 4.952 - - 2.366 78.557
Dividendenzahlungen - - 15.866 - - -
Entgeltumwandlung (Pensionsrückstellung) - 2.993 - - -
Erwerb von Minderheiten - - 1.512 - - -
Summe Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten - - 9.433 - - -

VIII. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung wird gemäß IFRS 8 auf Basis des Management Approachs erstellt und entspricht der internen Organisations- und Managementstruktur sowie der Berichterstattung an die Geschäftsführenden Direktoren als verantwortliche Unternehmensinstanz. In der Matrixorganisation trifft KSB Managemententscheidungen vorrangig auf Basis der für die Segmente Pumpen, Armaturen und Service ermittelten Kennzahlen Auftragseingang, Außenumsatz sowie Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT). Die Darstellung des jeweiligen Vermögens, der Mitarbeiter und der Innenumsätze zwischen den Segmenten sind nicht Bestandteil des internen Reportings. Die Führungskräfte dieser nach Produktgruppen ausgerichteten Segmente sind ergebnisverantwortlich. Sie erkennen markt- und branchenübergreifend die Chancen für das Geschäft und bewerten die Möglichkeiten auf Basis der bestehenden und künftigen Marktanforderungen. Auch Neu- oder Weiterentwicklungen der Produkte stoßen sie frühzeitig an. Hierbei arbeiten sie eng mit den Verkaufsorganisationen und der Produktbereitstellung zusammen.

Das Segment Pumpen beinhaltet ein- und mehrstufige Pumpen sowie Tauchpumpen und die zugehörigen Regel- und Antriebssysteme. Einsatzgebiete sind die Verfahrens- und Gebäudetechnik, Wassertransport und Abwasser sowie Energieumwandlung und Feststofftransport.

Im Segment Armaturen sind Absperrklappen, Ventile, Schieber, Regel- und Membranventile sowie Kugelhähne zusammengefasst. Die zugehörigen Antriebe und Regelungen sind ebenfalls enthalten. Einsatzgebiete sind hier vor allem die Verfahrens- und Gebäudetechnik sowie Energieumwandlung und Feststofftransport.

Das Segment Service umfasst für alle Einsatzgebiete der Montage, Inbetriebnahme, Inspektion, Wartung und Reparatur von Pumpen, artverwandten Systemen sowie Armaturen und ebenso modulare Servicekonzepte und Systemanalysen für komplette Anlagen.

Die Gesellschaften lassen sich aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit in ein oder mehrere Segmente einordnen.

Die Angaben zu den einzelnen Segmenten sind in Übereinstimmung mit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des zugrunde liegenden Konzernabschlusses ermittelt.

Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze sind marktorientiert festgelegt (Arm's-Length-Prinzip).

Im Berichtszeitraum gibt es, wie in der vergleichbaren Vorjahresperiode, keine aufgegebenen Geschäftsbereiche.

Der Auftragseingang nach Segmenten stellt die Auftragseingänge mit externen Dritten dar.

Als Umsatz nach Segmenten werden die Umsätze mit externen Dritten gezeigt.

Die Tabelle zeigt die Ergebnisse vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) einschließlich der nicht beherrschenden Ergebnisanteile anderer Gesellschafter.

-> Segmentbericht

Segmentbericht

Auftragseingang Umsatz EBIT
in T€ 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Segment Pumpen 1.617.825 1.506.248 1.562.462 1.469.443 84.823 90.563
Segment Armaturen 361.878 355.618 364.365 340.771 2.266 - 37.373
Segment Service 474.060 441.670 456.358 435.734 26.514 21.512
Gesamt 2.453.763 2.303.536 2.383.185 2.245.948 113.603 74.702

Das EBIT des Segments Pumpen enthält Abschreibungen von 54.079 T€ (Vorjahr 48.802 T€), des Segments Armaturen von 11.566 T€ (Vorjahr 32.292 T€) und des Segments Service von 16.206 T€ (Vorjahr 23.397 T€). Mit Anwendung des IFRS 16 sind seit 2019 erstmals auch die Abschreibungen der Nutzungsrechte an Leasinggegenständen in diesen Beträgen enthalten.

Von den dargestellten Umsätzen wurden 561.803 T€ (Vorjahr 562.147 T€) von den in Deutschland ansässigen Gesellschaften, 239.353 T€ (Vorjahr 241.476 T€) von den französischen Gesellschaften, 212.876 T€ (Vorjahr 188.989 T€) von den US-amerikanischen Gesellschaften und 1.369.153 T€ (Vorjahr 1.253.336 T€) von den übrigen Konzerngesellschaften erwirtschaftet.

Es gab keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteile gemessen am Konzernumsatz wesentlich sind.

Das gesamte langfristige Vermögen des KSB Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 682.708 T€ (Vorjahr 611.603 T€); davon entfallen 240.362 T€ (Vorjahr 214.857 T€) auf die in Deutschland ansässigen Gesellschaften und 442.346 T€ (Vorjahr 396.746 T€) auf die übrigen Konzerngesellschaften. Es beinhaltet die Immateriellen Vermögenswerte, die Sachanlagen, die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sowie seit 2019 zusätzlich die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen nach IFRS 16. Langfristige Finanzinstrumente sowie Aktive latente Steuern sind nicht enthalten.

IX. SONSTIGE ANGABEN

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten und gegenüber Sonstigen Beteiligungen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Eventualverbindlichkeiten

in T€ 2019 2018
aus Rechtsstreitigkeiten 870 23.700
aus Gewährleistungsverträgen 1.500 -
aus sonstigen Steuersachverhalten 5.730 -
aus sonstigen Eventualverbindlichkeiten 479 393
  8.579 24.093

Im Rahmen der Ermittlung der Eventualverbindlichkeiten werden insbesondere Einschätzungen in Bezug auf die Existenz etwaiger Verpflichtungen sowie bezüglich der Wahrscheinlichkeit und der Höhe eines Ressourcenabflusses erforderlich.

Für die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsstreitigkeiten resultieren wesentliche Schätzunsicherheiten für KSB in Bezug auf den erwarteten Ausgang laufender Gerichtsprozesse und die daraus möglicherweise resultierenden Verpflichtungen und Risiken. Für den Fall einer Inanspruchnahme bestehen dabei, wie im Vorjahr, keine Ansprüche gegen Versicherungen.

Derzeit geht KSB für die Gesamtheit der in der gleichnamigen Tabelle aufgeführten Eventualverbindlichkeiten nicht von einer Zahlungsverpflichtung aus.

Zusätzlich bestehen Eventualverbindlichkeiten des KSB Konzerns gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 7.800 T€ (Vorjahr 7.367 T€). In welchem Umfang ein Mittelabfluss erforderlich werden wird, hängt vom künftigen Geschäftsverlauf des jeweiligen Unternehmens ab.

Die Eventualforderungen von KSB belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.200 T€ (Vorjahr keine). Diese betreffen in voller Höhe einen Erstattungsanspruch gegenüber einer Versicherung aufgrund einer durch die Hauptversammlung zu genehmigenden Vergleichsvereinbarung.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen wie im Vorjahr keine Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben und keine Zahlungsverpflichtungen aus Kapitalmaßnahmen bei Gruppengesellschaften.

Das gesamte Bestellobligo für Investitionen beträgt 29.484 T€ (Vorjahr 12.418 T€). Die entsprechenden Zahlungen sind größtenteils 2020 fällig.

Leasingverhältnisse

KSB als Leasingnehmer

Leasingverträge, in denen KSB als Leasingnehmer auftritt, betreffen im Wesentlichen Immobilien und Kraftfahrzeuge. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse und zusätzliche Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen für eine oder beide Vertragsparteien werden individuell in unterschiedlicher Ausprägung vereinbart.

Der gesamte Zahlungsmittelabfluss aus Leasingverträgen, in Form der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten, Auszahlungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie variablen Leasingzahlungen, beläuft sich im Berichtsjahr auf 26.748 T€.

KSB als Leasinggeber

KSB tritt im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen als Leasinggeber auf. Dies betrifft unter anderem die Vermietung von Immobilien.

Die Fälligkeitsanalyse der zukünftigen Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

-> Fälligkeitsanalyse der zukünftigen Operating-Leasingzahlungen

Fälligkeitsanalyse der zukünftigen Operating-Leasingzahlungen

in T€ 2019
fällig bis 1 Jahr 1.682
fällig von 1 - 2 Jahren 1.377
fällig von 2 - 3 Jahren 979
fällig von 3 - 4 Jahren 584
fällig von 4 - 5 Jahren 390
fällig über 5 Jahre 350
  5.362

Die Finanzierung-Leasingverhältnisse, in denen KSB als Leasinggeber agiert, sind für KSB von untergeordneter Bedeutung und haben keinen materiellen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen im Berichtsjahr 50.529 T€ (Vorjahr 49.228 T€). Der Großteil hiervon sind auftragsbezogene Aufwendungen.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG in der am 28.12.2007 geltenden Fassung hat die KSB Stiftung, Stuttgart, am 21. Mai 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der KSB SE & Co. KGaA, Frankenthal / Pfalz, am 5. Mai 2008 die Schwelle von 75,00 % überschritten hat und zu diesem Tag 80,24 % (711.453 Stimmrechte) betrug. Davon hielt die KSB Stiftung, Stuttgart, 0,54 % (4.782 Stimmrechte) direkt und 79,70 % (706.671 Stimmrechte) waren der KSB Stiftung, Stuttgart, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG in der am 28.12.2007 geltenden Fassung zuzurechnen. Die der KSB Stiftung, Stuttgart, zugerechneten Stimmrechte wurden von der Johannes und Jacob Klein GmbH, Frankenthal / Pfalz, gehalten. Im Jahr 2018 erhöhte sich der Stimmrechtsanteil der Johannes und Jacob Klein GmbH auf 83,94 %.

Nahestehende Unternehmen sind die KSB Management SE, Frankenthal / Pfalz, als Komplementärin, die KSB Stiftung, Stuttgart, und die Kühborth Stiftung GmbH, Stuttgart, jeweils mit ihren unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen. Dies sind vor allem die Johannes und Jacob Klein GmbH, Frankenthal / Pfalz, die Palatina Versicherungsservice GmbH, Frankenthal / Pfalz, und die Gesellschaften der Abacus alpha GmbH, Frankenthal / Pfalz. Darüber hinaus zählen Unternehmen, die durch die Geschäftsführer der Johannes und Jacob Klein GmbH, die Geschäftsführenden Direktoren oder die Verwaltungsräte der KSB Management SE oder die Geschäftsführer oder die Beiräte der Klein, Schanzlin & Becker GmbH kontrolliert oder gemeinschaftlich kontrolliert werden, ebenfalls zu den nahestehenden Unternehmen.

Als nahestehende Personen der KSB SE & Co. KGaA gelten die Mitglieder des Aufsichtsrats, die Mitglieder der Geschäftsführenden Direktoren der KSB Management SE und die Mitglieder des Verwaltungsrats der KSB Management SE. Während des Berichtsjahres hielten zwei Mitglieder des Verwaltungsrats Anteile an der KSB SE & Co. KGaA in unwesentlicher Höhe.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf / Verkauf von Vermögenswerten
Bezug / Erbringung von Dienstleistungen
Nutzung / Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der KSB SE & Co. KGaA und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem KSB Konzern und weiteren nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben.

Die folgende Tabelle zeigt erbrachte und in Anspruch genommene Leistungen sowie offene Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Unternehmen:

-> Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Verbindlichkeiten gegenüber der KSB Management SE sind kurzfristig fällig. Die KSB Management SE erbringt als gesetzliche Vertreterin die Geschäftsführungsleistung und übernimmt als Komplementärin die Haftung für KSB. Für die Geschäftsführungsvergütung erhält sie einen Ersatz ihrer Aufwendungen und für die Übernahme der Haftung 4 % ihres Grundkapitals.

Weitere Angaben zu Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen (Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen) sind im Kapitel "IV. Erläuterungen zur Bilanz" - Anhangspunkt 6 "Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen", Anhangspunkt 8 "Vertragsvermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte", Anhangspunkt 13 "Verbindlichkeiten" und im Kapitel "IX. Sonstige Angaben - Eventualverbindlichkeiten" enthalten.

Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Verkäufe von Waren und Dienstleistungen Käufe von Waren und Dienstleistungen
in T€ 2019 2018 2019 2018
KSB Management SE 1 62 5.345 5.817
Klein, Schanzlin & Becker GmbH - - - -
KSB Stiftung und Kühborth-Stiftung GmbH - - - -
Johannes und Jacob Klein GmbH - 222 - 23
Tochtergesellschaften der Johannes und Jacob Klein GmbH 517 665 3.280 2.933
Assoziierte Unternehmen / Gemeinschaftsunternehmen der Johannes und Jakob Klein GmbH - - 7 142
Übrige nahestehende Personen (Organvertreter) ohne die "Vergütung Management" 20 24 - -
Forderungen Verbindlichkeiten
in T€ 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
KSB Management SE - - 4.742 3.340
Klein, Schanzlin & Becker GmbH - - - -
KSB Stiftung und Kühborth-Stiftung GmbH - - - -
Johannes und Jacob Klein GmbH - 1 - 1
Tochtergesellschaften der Johannes und Jacob Klein GmbH 165 163 42 34
Assoziierte Unternehmen / Gemeinschaftsunternehmen der Johannes und Jakob Klein GmbH - - - 1
Übrige nahestehende Personen (Organvertreter) ohne die "Vergütung Management" - - - -

Die Geschäftsvorfälle in Verbindung mit der Johannes und Jacob Klein GmbH basieren auf einem Miet- und Dienstleistungsvertrag. Zusätzlich bezog die Johannes und Jacob Klein GmbH eine Dividendenausschüttung.

Die Geschäfte mit Tochterunternehmen der Johannes und Jacob Klein GmbH bestehen aus Transaktionen mit der Palatina Versicherungsservice GmbH, der Abacus alpha GmbH, der Abacus Resale GmbH, der Abacus Experten GmbH, der Salinnova GmbH und der airinotec GmbH. Geschäfte mit assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen der KSB mit der Johannes und Jacob Klein GmbH sind im Berichtsjahr in geringem Umfang angefallen.

Zwischen der Palatina Versicherungsservice GmbH und der KSB SE & Co. KGaA besteht ein Dienstleistungsvertrag für Versicherungen. Die Abacus Experten GmbH hat mit der KSB SE & Co. KGaA mehrere Dienstleistungsverträge geschlossen; mit der Abacus Resale GmbH besteht ein Rahmen-, Liefer- und Dienstleistungsvertrag über den Kauf von Rückwaren und die Erbringung damit in Zusammenhang stehender weiterer Dienstleistungen. Weiterhin wurden im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit Produkte an die Gesellschaft geliefert. Zwischen der KSB SE & Co. KGaA und der Abacus alpha GmbH bestehen ebenfalls Dienstleistungsverträge. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit wurden die airinotec GmbH und die Salinnova GmbH mit KSB-Produkten beliefert. Von der Salinnova GmbH hat KSB Ersatzteile bezogen.

Die Rechtsgeschäfte mit den nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Salden sind unbesichert, unverzinslich und werden durch Zahlungen beglichen. Es wurden weder Garantien gegeben noch wurden solche erhalten. Die hier dargestellten Forderungen wurden, wie im Vorjahr, weder wertberichtigt noch wurden für diesen Zweck Rückstellungen gebildet.

Angaben an anderer Stelle dieses Anhangs zu Sonstigen Beteiligungen sowie nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beziehen sich auf marktgerechte Lieferungs- und Leistungsbeziehungen, soweit nicht anders vermerkt.

Gemäß IAS 24 ist die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns anzugeben. Die nachfolgende Tabelle enthält die für den KSB Konzern relevanten Angaben für die Vergütung der Geschäftsführenden Direktoren und der Verwaltungsräte der KSB Management SE, die im Rahmen einer Vereinbarung über Auslagenersatz an KSB belastet werden.

Vergütung Management

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Kurzfristig fällige Leistungen (Gesamtbezüge) 3.775 3.722
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.374 1.929
Andere langfristig fällige Leistungen - -
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - -
Anteilsbasierte Vergütungen - -
Insgesamt 5.149 5.651

Die KSB Management SE erhielt von der KSB SE & Co. KGaA im Berichtsjahr - über den oben genannten Ersatz der Aufwendungen für die Vergütung der Organmitglieder der KSB Management SE hinaus - einen Auslagenersatz im Zusammenhang mit der Führung der Geschäfte der KSB in Höhe von 196 T€ (Vorjahr 166 T€).

Für Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2019 gegenüber aktiven Geschäftsführenden Direktoren der KSB Management SE sind bei KSB 784 T€ (Vorjahr 684 T€) zurückgestellt, gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern der KSB AG (ohne die Geschäftsführenden Direktoren der KSB Management SE) und deren Hinterbliebenen sind es 43.505 T€ (Vorjahr 41.648 T€); deren Gesamtbezüge betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.648 T€ (Vorjahr 2.548 T€).

Für das Geschäftsjahr 2019 betragen die kurzfristig fälligen Leistungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats 798 T€ (Vorjahr 932 T€). Gegenüber den Aufsichtsratsmitgliedern sind am Ende des Geschäftsjahres 452 T€ (Vorjahr 482 T€) zurückgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats, die Geschäftsführenden Direktoren und die weiteren Verwaltungsräte der Komplementärin sind vor den Ausführungen zum Gewinnverwendungsvorschlag für die KSB SE & Co. KGaA angegeben.

Wirtschaftsprüfer

In der Hauptversammlung der KSB SE & Co. KGaA am 29. Mai 2019 wurde PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Mannheim, zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 bestellt. Es sind insgesamt Honorare (einschließlich Auslagen) in Höhe von 874 T€ als Aufwand erfasst worden. Diese betreffen mit 719 T€ Abschlussprüfungsleistungen, mit 116 T€ andere Bestätigungsleistungen und mit 39 T€ sonstige Leistungen.

Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlüsse der KSB SE & Co. KGaA und der in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen Testatsleistungen außerhalb der Jahresabschlussprüfung. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen überwiegend Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen im Bereich IT, Risikomanagement und Compliance.

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die KSB Service GmbH, Frankenthal, die KSB Service GmbH, Schwedt, und die Uder Elektromechanik GmbH, Friedrichsthal, haben in Teilen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Nachtragsbericht

Die weltweite Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus hat in den ersten Monaten des Jahres 2020 stetig zugenommen. Der Umfang und die Dauer einer Beeinträchtigung der Produktion sowie der Beschaffungs- und Absatzmärkte von KSB sowohl in China als auch in den asiatischen, europäischen und amerikanischen Volkswirtschaften sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses nicht absehbar und können daher noch nicht quantifiziert werden. KSB geht davon aus, dass die Ausbreitung des Corona-Virus negative Auswirkungen auf den Konzern haben wird.

Darüber hinaus haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von besonderer Bedeutung sind.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die Geschäftsführenden Direktoren und der Aufsichtsrat der KSB SE & Co. KGaA haben die aktuelle Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG am 19. Dezember 2019 abgegeben. Die Erklärung ist auf der KSB-Website (www.ksb.com) veröffentlicht und damit dauerhaft zugänglich gemacht.

Anteilsbesitzliste

Verbundene Unternehmen In- und Ausland

Lfd. Nr. Name und Sitz Land Tätigkeit* Anteil am Kapital Konzernanteil am Kapital gehalten über lfd. Nr.
  in % in %  
1 Canadian Kay Pump Limited, Mississauga / Ontario Kanada H 100,00 100,00
2 KSB Limited, Pimpri (Pune) Indien P 40,54 40,54 1
3 KSB MIL Controls Limited, Annamanada Indien P 49,00 19,86 2
        51,00 51,00  
4 Pofran Sales & Agency Limited, Pimpri (Pune) Indien V 100,00 40,54 2
5 Dynamik-Pumpen GmbH, Stuhr Deutschland S 100,00 100,00  
6 Hydroskepi GmbH, Amaroussion (Athen) Griechenland H 100,00 100,00  
7 KAGEMA Industrieausrüstungen GmbH, Pattensen Deutschland P 100,00 100,00  
8 KSB Armaturen Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Frankenthal Deutschland H 100,00 100,00  
9 OOO "KSB", Moskau Russland V 100,00 100,00 8
10 IOOO "KSB BEL", Minsk Weißrussland V 98,10 98,10 9
        1,90 1,90 8
11 TOV "KSB Ukraine", Kiew Ukraine V 100,00 100,00 9
12 KSB, Bombas e Válvulas,, SA, Albarraque Portugal V 92,00 92,00
        1,00 1,00 26
        1,00 1,00 67
        1,00 1,00 15
13 KSB Chile S.A., Santiago Chile V 100,00 100,00  
14 KSB de Mexico, S.A. de C.V., Querétaro Mexiko P 100,00 100,00  
15 KSB FINANZ S.A., Echternach Luxemburg H 100,00 100,00  
16 Aplicaciones Mecánicas Válvulas Industriales, S.A. (AMVI), Burgos Spanien P 100,00 100,00 15
17 Dalian KSB AMRI Valves Co., Ltd., Dalian China P 100,00 100,00 15
18 KSB Australia Pty Ltd, Bundamba QLD Australien V 100,00 100,00 15
19 KSB New Zealand Limited, Albany / Auckland Neuseeland V 100,00 100,00 18
20 KSB Belgium S.A., Bierges-lez-Wavre Belgien V 100,00 100,00 15
21 KSB Service Belgium S.A./N.V., Bierges-lez-Wavre Belgien S 100,00 100,00 20
22 KSB BRASIL LTDA., Värzea Paulista Brasilien P 100,00 100,00 15
23 KSB Compañía Sudamericana de Bombas S.A., Carapachay (Buenos Aires) Argentinien P 95,00 95,00 15
        5,00 5,00  
24 KSB Finance Nederland B.V., Zwanenburg Niederlande H 100,00 100,00 15
25 DP industries B.V., Alphen aan den Rijn Niederlande P 100,00 100,00 24
26 KSB Nederland B.V., Zwanenburg Niederlande V 100,00 100,00 24
27 KSB Italia S.p.A., Milano Italien V 99,00 99,00 15
        1,00 1,00  
28 KSB ITUR Spain S.A., Zarautz Spanien P 100,00 100,00 15
29 KSB Limited, Loughborough Großbritannien V 100,00 100,00 15
30 KSB Middle East FZE, Dubai V. A.E. V 100,00 100,00 15
31 KSB Österreich Gesellschaft mbH, Wien Österreich V 100,00 100,00 15
32 KSB-Pompa, Armatür Sanayi ve Ticaret A.S., Ankara Türkei P 100,00 100,00 15
33 KSB Pumps and valves L.t.d., Domžale Slowenien V 100,00 100,00 15
34 KSB Pumps Inc., Mississauga / Ontario Kanada V 100,00 100,00 15
35 KSB Pumps (S.A.) (Pty) Ltd., Germiston (Johannesburg) Südafrika H 100,00 100,00 15
36 KSB Pumps and Valves (Pty) Ltd., Germiston (Johannesburg) Südafrika P 70,00 70,00 35
37 FORTY FOUR ACTIVIA PARK (PTY) LTD, Germiston (Johannesburg) Südafrika   100,00 70,00 36
38 KSB S.A.S., Gennevilliers (Paris) Frankreich P 100,00 100,00 15
39 KSB POMPES ET ROBINETTERIES S.à.r.l. d'Associé unique, Casablanca Marokko V 100,00 100,00 38
40 KSB Service EITB-SITELEC S.A.S., Montfavet Frankreich S 100,00 100,00 38
41 KSB Service Energie S.A.S.U., Rambervillers Frankreich S 100,00 100,00 38
42 KSB SERVICE COTUMER S.A.S., Déville lès Rouen Frankreich S 100,00 100,00 41
43 Société de travaux et Ingénierie Industrielle S.A.S., Déville lès Rouen Frankreich S 100,00 100,00 42
44 SPI Energie S.A.S., La Ravoire Frankreich S 100,00 100,00 38
45 KSB Shanghai Pump Co., Ltd., Shanghai China P 80,00 80,00 15
46 PAB Pumpen- und Armaturen-Beteiligungsges. mbH, Frankenthal Deutschland H 51,00 51,00 15
47 KSB America Corporation, Richmond / Virginia USA H 100,00 51,00 46
48 GIW Industries, Inc., Grovetown / Georgia USA P 100,00 51,00 47
49 KSB Dubric, Inc., Comstock Park / Michigan USA S 100,00 51,00 47
50 KSB, Inc., Richmond / Virginia USA V 100,00 51,00 47
51 KSB, Inc. - Western Division, Bakersfield / California USA S 100,00 51,00 47
52 Standard Alloys Incorporated, Port Arthur / Texas USA S 100,00 51,00 47
53 PT. KSB Indonesia, Cibitung Indonesien P 94,06 94,10 15
        5,94 5,90  
54 PT. KSB Sales Indonesia, Cibitung Indonesien V 99,00 99,00 53
        1,00 1,00  
55 SISTO Armaturen S.A., Echternach Luxemburg P 52,85 52,85 15
56 KSB Finland Oy, Kerava Finnland V 100,00 100,00  
57 KSB Hungary Kft., Budapest Ungarn V 100,00 100,00  
58 KSB Korea Ltd., Seoul Südkorea V 100,00 100,00  
59 KSB Limited, Hongkong China V 100,00 100,00  
60 KSB Pump & Valve Technology Service (Tianjin) Co., Ltd, Tianjin China S 100,00 100,00 59
61 KSB Ltd., Tokio Japan V 100,00 100,00  
62 KSB Norge AS, Ski Norwegen V 100,00 100,00  
63 KSB Polska Sp. z o.o., Ozarow-Mazowiecki Polen V 100,00 100,00  
64 KSB Pumps Co. Ltd., Bangkok Thailand V 40,00 40,00  
65 KSB Pumps Company Limited, Lahore Pakistan P 58,89 58,89  
66 KSB-Pumpy+Armatury s.r.o., koncern, Prag Tschechien V 100,00 100,00  
67 KSB (Schweiz) AG, Oftringen Schweiz V 100,00 100,00  
68 KSB Seil Co., Ltd., Busan Südkorea P 100,00 100,00  
69 KSB Service GmbH, Frankenthal Deutschland S 100,00 100,00  
70 KSB Service GmbH, Schwedt Deutschland S 100,00 100,00  
71 KSB Singapore (Asia Pacific) Pte Ltd, Singapur Singapur V 100,00 100,00  
72 KSB Malaysia Pumps & Valves Sdn. Bhd., Shah Alam Malaysia V 100,00 100,00 71
73 KSB PHILIPPINES, INC., Makati City Philippinen V 100,00 100,00 71
74 KSB Vietnam Co., Ltd, Long Thanh District Vietnam V 100,00 100,00 71
75 KSB Sverige Aktiebolag AB, Göteborg Schweden V 100,00 100,00  
76 KSB Sverige Fastighets AB, Göteborg Schweden V 100,00 100,00 75
77 PUMPHUSET Sverige AB, Sollentuna Schweden S 100,00 100,00 75
78 VM Pumpar AB, Göteborg Schweden V 100,00 100,00 75
79 KSB Taiwan Co., Ltd., New Taipei City Taiwan V 100,00 100,00  
80 KSB Tech Pvt. Ltd., Pimpri (Pune) Indien   100,00 100,00  
81 KSB Valves (Changzhou) Co., Ltd., Jiangsu China P 100,00 100,00  
82 PMS-BERCHEM GmbH, Neuss Deutschland S 100,00 100,00  
83 Pumpen-Service Bentz GmbH, Reinbek Deutschland S 100,00 100,00  
84 REEL s.r.l., Ponte di Nanto Italien P 100,00 100,00  
85 Uder Elektromechanik GmbH, Friedrichsthal Deutschland S 100,00 100,00  

Gemeinschaftsunternehmen In- und Ausland

Lfd. Nr. Name und Sitz Land Tätigkeit* Anteil am Kapital Konzern-
anteil am Kapital
gehalten über lfd. Nr. Eigenkapital** Jahresüberschuss /
-fehlbetrag **
  in % in %   T€ T€
  Inland              
86 Nikkiso-KSB GmbH i.L., Pegnitz Deutschland   50,00 50,00   - -
  Ausland              
87 KSB MOTOR TEKNOLOJİLERİ SANAYİ VE TİCARET ANONİM ŞİRKETİ, Ankara Türkei P 55,00 55,00 32 106 33
88 KSB Pumps Arabia Ltd., Riad Saudi-Arabien V 50,00 50,00 15 17.949 - 755
89 KSB Service LLC, Abu Dhabi V. A.E. V 49,00 49,00   7.933 456
90 Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd., Shanghai China P 45,00 45,00   30.622 1.032

Assoziierte Unternehmen In- und Ausland Lfd.

Lfd. Nr. Name und Sitz Land Tätigkeit* Anteil am Kapital Konzern-
anteil am Kapital
gehalten über lfd. Nr. Eigenkapital** Jahresüberschuss /
-fehlbetrag **
  in % in %   T€ T€
  Ausland              
91 Motori Sommersi Riavvolgibili S.r.l., Cedegolo Italien   25,00 25,00   5.506 3.007

* P = Produktion, V = Vertrieb, S = Service, H = Holding

** Werte gemäß letztem verfügbaren Jahresabschluss nach IFRS

Wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Unternehmen - Verbundene Unternehmen In- und Ausland

Lfd. Nr. Name und Sitz Land Tätigkeit* Anteil am Kapital Konzern-
anteil am Kapital
gehalten über lfd. Nr. Eigenkapital** Jahresüberschuss /
-fehlbetrag **
  in % in %   T€ T€
  Inland              
92 FluidPartner GmbH, Stein Deutschland S 51,00 51,00 69 11 2 ■
  Ausland              
93 KSB Algérie Eurl, Bordj el Kifane (Alger) Algerien V 100,00 100,00 15 1.236 281
94 KSB Čerpadlä a Armatüry, s.r.o., Bratislava Slowakei V 100,00 100,00   346 - 14
95 KSB Colombia SAS, Funza (Cundinamarca) Kolumbien V 100,00 100,00 15 531 216
96 KSB Perü S.A., Lurin Peru V 100,00 100,00   1.455 143
97 KSB Pumpe i Armature d.o.o. Beograd, Belgrad Serbien V 100,00 100,00 33 149 13
98 KSB pumpe i armature d.o.o., Rakov Potok Kroatien V 100,00 100,00 33 202 - 2
99 KSB ZAMBIA LIMITED, Kitwe Sambia S 80,00 80,00 35 11 - 24
100 Techni Pompe Service Maroc (TPSM), Casablanca Marokko S 100,00 100,00 39 - 563 - 6
101 TOO "KSB Kazakhstan", Almaty Kasachstan V 100,00 100,00 9 202 29
102 KSB PUMPS AND VALVES LIMITED, Nairobi Kenia V 100,00 100,00 35 - 0

* P = Produktion, V = Vertrieb, S = Service, H = Holding

** Werte gemäß letztem verfügbaren Jahresabschluss nach IFRS

Vorjahreszahlen

Aufsichtsrat

Dr. Bernd Flohr, Dipl.-Kfm., Dipl.-Soz., Geislingen Ehem. Vorstandsmitglied der WMF AG (Vorsitzender)

Alois Lautner, Dreher, Kirchenthumbach

Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats des Standorts Pegnitz der KSB SE & Co. KGaA

(bis 31.12.2019 Mitglied und stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats)

René Klotz, NC-Programmierer, Heßheim

Gesamtbetriebsratsvorsitzender der KSB SE & Co. KGaA und KSB Service GmbH

(stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 17.01.2020)

Claudia Augustin, Bürokauffrau, Pegnitz

Stellv. Vorsitzende des Betriebsrats des Standorts Pegnitz der KSB SE & Co. KGaA

Klaus Burchards, Dipl.-Kfm., Stuttgart

Selbstständiger Wirtschaftsprüfer

Arturo Esquinca, Dipl.-Chemieing., MBA, Forch, Schweiz M & A- und Stategieberater

Klaus Kühborth, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Frankenthal Geschäftsführer der Johannes und Jacob Klein GmbH

Birgit Mohme, Industriekauffrau, Frankenthal

2. Bevollmächtigte der IG Metall Ludwigshafen / Frankenthal

Thomas Pabst, Dipl.-Ing., Freinsheim Marktbereichsleiter Energie der KSB SE & Co. KGaA

Prof. Dr.-Ing. Corinna Salander, Dipl.-Physikerin, Dresden Direktorin Deutsches Zentrum für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt

Harald Schöberl, Industriekaufmann, Plech Freigestellter Betriebsrat des Standorts Pegnitz der KSB SE & Co. KGaA

Volker Seidel, Energieanlagenelektroniker, Münchberg

1. Bevollmächtigter der IG Metall Ostoberfranken

Gabriele Sommer, Dipl.-Geol., Wörthsee 1) Leiterin Konzernbereich Personal TÜV SÜD AG

Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsmandate der KSB-Aufsichtsratsmitglieder in anderen Gesellschaften

1) TÜV SÜD Industrie Service GmbH, München
TÜV SÜD Auto Service GmbH, Stuttgart

Gesetzliche Vertreter

Geschäftsführende Direktoren der KSB Management SE

Dr. Stephan Jörg Timmermann,

Sprecher der Geschäftsleitung, Augsburg

Strategie, Personal, Kommunikation, Revision, Recht & Compliance, Patente & Marken sowie die Regionalbereiche in Europa.

Zuständigkeit seit dem 10.02.2020: Sprecher der Geschäftsleitung. Strategie, Personal, Kommunikation, Revision, Recht & Compliance, Patente & Marken, Marktbereich Bergbau und Armaturen sowie die Regionalbereiche Westeuropa und Nordamerika.

Dr. Stephan Bross, Freinsheim 1)

Globale Produktion, Forschung und Entwicklung / Technologie / Komplexität, Digitale Transformation, Gremien und Verbände, Unternehmensbereiche Pumpen und Armaturen sowie die Regionalbereiche Westasien und Nahost / Afrika.

Zuständigkeit seit dem 10.02.2020: Globale Produktion, Forschung und Entwicklung, Technologie und Prozesse, Digitale Transformation, Gremien und Verbände, Marktbereiche Energie und Chemie / Petrochemie sowie die Regionalbereiche Südasien / Pazifik und Westasien.

Ralf Kannefass, Regensburg 2)

Vertrieb und Marketing, Service, Projektmanagement sowie die Regionalbereiche Nordasien und Südasien / Pazifik.

Zuständigkeit seit dem 10.02.2020: Vertrieb und Marketing, Marktbereiche Wasser / Abwasser, Allgemeine Industrie, Gebäudetechnik und KSB SupremeServ sowie die Regionalbereiche Nord- / Osteuropa, Nordasien, Mittlerer Osten / Afrika und Südamerika.

Dr. Matthias Schmitz, Frankenthal 3)

Steuern, Konzerncontrolling, Finanzen / Rechnungswesen, Koordination Shared Services, Informationstechnologie, Einkauf sowie die Regionalbereiche Nord- und Südamerika.

Zuständigkeit seit dem 10.02.2020: Steuern, Konzerncontrolling, Finanzen, Rechnungswesen, Koordination Shared Services, Informationstechnologie und Einkauf sowie den Regionalbereich Mitteleuropa.

Verwaltungsratsmandate der Geschäftsführenden Direktoren in den KSB-Gesellschaften

1) KSB Pumps (S.A.) (Pty) Ltd., Germiston (Johannesburg), Südafrika

KSB Pumps and Valves (Pty) Ltd., Germiston (Johannesburg), Südafrika

KSB Limited, Pimpri (Pune), Indien

KSB MOTOR TEKNOLOJİLERİ SANAYİ VE TİCARET ANONİM ŞİRKETİ, Ankara, Türkei

2) SISTO Armaturen S.A., Echternach, Luxemburg

KSB Shanghai Pump Co., Ltd., Shanghai, China

Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd., Shanghai,

China

3) KSB FINANZ S.A., Echternach, Luxemburg

KSB Finance Nederland B.V., Zwanenburg, Niederlande

Canadian Kay Pump Limited, Mississauga / Ontario, Kanada

KSB America Corporation, Richmond / Virginia, USA

KSB Limited, Pimpri (Pune), Indien

KSB Shanghai Pump Co., Ltd., Shanghai, China

Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd., Shanghai,

China

GIW Industries, Inc., Grovetown / Georgia, USA

KSB BRASIL LTDA., Várzea Paulista, Brasilien

KSB Pumps Arabia Ltd., Riad, Saudi-Arabien

Mitglieder des Verwaltungsrats der KSB Management SE

Oswald Bubel, Vorsitzender, Saarbrücken Geschäftsführer der Hager Electro GmbH & Co. KG

Monika Kühborth, stellv. Vorsitzende, Homburg Geschäftsführerin der Klein, Schanzlin & Becker GmbH

Günther Koch, Ludwigshafen

Dr. Harald Schwager, Speyer 1) Stellv. Vorsitzender des Vorstands der Evonik Industries AG

Andrea Teutenberg, Berlin 2) Geschäftsführerin der Orange12 GmbH

Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

1) Evonik Nutrition & Care GmbH, Essen (Vorsitzender)

Evonik Resource Efficiency GmbH, Essen (Vorsitzender)

Evonik Performance Materials GmbH, Essen (Vorsitzender)

2) Bauer AG, Schrobenhausen

Gewinnverwendungsvorschlag für die KSB SE & Co. KGaA

Der ordentlichen Hauptversammlung am 13. Mai 2020 wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der KSB SE & Co. KGaA in Höhe von 67.363.764,33 € wie folgt zu verwenden:

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Dividende von 8,50 € je Stamm-Stückaktie 7.536.227,50
Dividende von 8,76 € je Vorzugs-Stückaktie 7.574.877,12
Insgesamt 15.111.104,62
Vortrag auf neue Rechnung 52.252.659,71
  67.363.764,33

 

Frankenthal, den 12. März 2020

KSB Management SE

Die Geschäftsführenden Direktoren

Der Jahresabschluss der KSB SE & Co. KGaA wurde nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Er wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Außerdem kann dieser Jahresabschluss auf unserer Website www.ksb.com abgerufen oder auf Anforderung in gedruckter Form gesondert zugestellt werden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrund-sätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht der KSB SE & Co. KGaA zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Frankenthal, den 12. März 2020

KSB Management SE

Die Geschäftsführenden Direktoren

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KSB SE & Co. KGaA, Frankenthal

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der KSB SE & Co. KGaA, Frankenthal, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KSB SE & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
2 Bilanzierung von zeitraumbezogen zu erfassenden Projektaufträgen
3 Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 16 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

[1] Sachverhalt und Problemstellung
[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

[1] In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 43,1 Mio. unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswertes. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

[2] Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsana-lysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

[3] Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt IV. "Erläuterungen zur Bilanz" Ziffer 1. des Konzernanhangs enthalten.

2 Bilanzierung von zeitraumbezogen zu erfassenden Projektaufträgen

[1] In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt € 2.383,2 Mio. ausgewiesen. Für die zutreffende Erlöserfassung und Erlösabgrenzung der Umsatzerlöse hat die Gesellschaft konzernweit umfangreiche Systeme und Prozesse eingerichtet.

Die Umsatzerlöse sind in Höhe von € 717,3 Mio. zeitraumbezogen zu erfassenden Projektaufträgen und dem Servicegeschäft zuzurechnen. Bei den Projektaufträgen erfolgt die Schätzung des Leistungsfortschritts nach dem Verhältnis der tatsächlich bereits angefallenen Auftragskosten zu den geplanten Gesamtkosten. IFRS 15 bedingt für bestimmte Bereiche Schätzungen bzw. Ermessensentscheidungen, deren Angemessenheit im Rahmen unserer Prüfung zu beurteilen war.

Insbesondere die Schätzung der geplanten Gesamtkosten der zeitraumbezogen zu erfassenden Projektaufträge sowie die sachgerechte Zuordnung der angefallenen Kosten auf die Aufträge basieren auf den Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der daraus resultierenden Schätzunsicherheiten sowie der Komplexität der Bilanzierung unter konzernweiter Anwendung des IFRS 15 war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

[2] Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die vom Konzern eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Erfassung von Umsatzerlösen aus zeitraumbezogenen Projektaufträgen unter Berücksichtigung des Leistungsfortschritts beurteilt. Darüber hinaus haben wir bei den zeitraumbezogen zu erfassenden Projektaufträgen auf Basis von Stichproben Projekte auf das Vorliegen der Voraussetzungen zur zeitraumbezogenen Gewinnrealisierung gemäß IFRS 15 überprüft. Dabei haben wir die getroffenen Schätzungen bzw. Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter zur Erlösrealisierung und Erlösabgrenzung für die verschiedenen Geschäftsmodelle der Konzerngesellschaften gewürdigt.

Ferner haben wir die Bestimmung des Fertigstellungsgrades und die daraus abgeleitete anteilige Umsatz- und Gewinnrealisierung gewürdigt. In diesem Zusammenhang haben wir die Ermittlung sowohl der geplanten Gesamtkosten als auch der tatsächlich angefallenen Kosten nachvollzogen. Dazu haben wir unter anderem durch Gespräche mit Projektleitern und Einsichtnahme in Projektunterlagen den jeweiligen Projektfortschritt beurteilt. Zudem haben wir Stetigkeit und Konsistenz der angewandten Verfahren zur Ermittlung der angefallenen Kosten beurteilt. Außerdem haben wir das diesem Prüffeld inhärente Prüfungsrisiko durch konzerneinheitliche Prüfungshandlungen adressiert.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die sachgerechte Bilanzierung der Umsatzerlöse zu gewährleisten.

[3] Die Angaben der Gesellschaft zur Bilanzierung von zeitraumbezogen zu erfassenden Projektaufträgen sind in den Abschnitten III. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze", IV. "Erläuterungen zur Bilanz" Ziffern 8. und 13. sowie V. "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" Ziffer 14. des Konzernanhangs enthalten.

3 Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 16 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen

[1] In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden zum Bilanzstichtag Nutzungsrechte von € 50,1 Mio. und Leasingverbindlichkeiten von € 47,1 Mio. ausgewiesen. Im Geschäftsjahr ergaben sich aus der Erstanwendung des neuen Rechnungslegungsstandards zu Leasingverhältnissen (IFRS 16) wesentliche Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanzwerte und deren Fortschreibung im Geschäftsjahr. Die Umstellung auf IFRS 16 erfolgte nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperio-den wurden nicht angepasst. Für die Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16 hat die Gesellschaft konzernweite Prozesse zur vollständigen und richtigen Erfassung von Leasingverhältnissen eingerichtet. Zudem erforderte die Erstanwendung die Implementierung eines zentralen IT-Systems zur Abbildung der Leasingverhältnisse. Der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 bedingt für bestimmte Bereiche Schätzungen und Ermessensentscheidungen durch die gesetzlichen Vertreter, deren Angemessenheit im Rahmen unserer Prüfung zu beurteilen war. Dies betrifft insbesondere Einschätzungen zur Ausübung von Optionen mit Auswirkungen auf die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Vor diesem Hintergrund, und aufgrund der Komplexität der neuen Anforderungen des IFRS 16, war die Bilanzierung der Leasingverhältnisse im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

[2] Im Rahmen unserer Prüfung haben wir mit Unterstützung unserer internen Spezialisten aus unserem Bereich Capital Markets and Accounting Advisory Services und Risk Assurance Services unter anderem die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Konzern eingerichteten Prozesse zur Erfassung von Leasingverhältnissen gewürdigt. Dies gilt auch für die Implementierung des zentralen IT-Systems zur Abbildung der Leasingverhältnisse sowie für die erforderlichen Anpassungen der bestehenden Systeme zur Verarbeitung der Transaktionen. Darüber hinaus haben wir bei unserer Prüfung mit Unterstützung unserer internen Spezialisten die Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 16 beurteilt. Gemeinsam haben wir die Implementierungsarbeiten nachvollzogen sowie die Ausgestaltung der eingerichteten Prozesse zur Abbildung der Transaktionen in Einklang mit IFRS 16 und der IT-Systeme zur Unterstützung der Umsetzung der neuen Vorgaben beurteilt. Hierbei haben wir auf Basis von Stichproben Einsicht in Leasingverträge genommen, die Identifizierung von Leasingkomponenten nachvollzogen und gewürdigt, ob diese vollständig und zutreffend in dem neu implementierten zentralen System zur Abbildung von Leasingverhältnissen erfasst wurden. Dabei haben wir insbesondere die Einschätzungen zur Ausübung von Optionen mit Auswirkungen auf die Laufzeit des Leasingverhältnisses anhand von Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und durch Einsicht in geeignete Nachweise beurteilt.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten und an IFRS 16 angepassten Systeme und Prozesse angemessen sind. Ferner konnten wir nachvollziehen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die sachgerechte Bilanzierung der Leasingverhältnisse unter erstmaliger Anwendung des IFRS 16 zu gewährleisten.

[3] Die Angaben der Gesellschaft zu den Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16 sind im Abschnitt I. "Allgemeine Angaben zum Konzern" und zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen in den Abschnitten III. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze", IV. "Erläuterungen zur Bilanz" Ziffern 2., 3. und 13., V. "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" Ziffern 18. und 19., VII. "Kapitalflussrechnung" sowie IX. "Sonstige Angaben" des Konzernanhangs enthalten.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex
den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB
  Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
  Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
  Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29. August 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015 als Konzernabschlussprüfer der KSB SE & Co. KGaA, Frankenthal, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Ulrich Störk.

 

Mannheim, den 12. März 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ulrich Störk, Wirtschaftsprüfer

Christina Pöpperl, Wirtschaftsprüferin

Erklärung der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats der KSB SE & Co. KGaA

zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG

1 Vorbemerkung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex ("Kodex") ist auf Gesellschaften in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft ("AG") oder einer Europäischen Gesellschaft ("SE") mit dualistischer Führungsstruktur zugeschnitten und berücksichtigt nicht die Besonderheiten einer Kommanditgesellschaft auf Aktien ("KGaA"). Viele Empfehlungen des Kodex können daher nur in modifizierter Form auf die KSB SE & Co. KGaA angewandt werden. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:

(a) Geschäftsführung
  Viele Empfehlungen des Kodex betreffen den Vorstand. Eine KGaA hat allerdings - anders als eine AG - keinen Vorstand; dessen Aufgaben obliegen in einer KGaA der persönlich haftenden Gesellschafterin, vorliegend der KSB Management SE.
(b) Aufsichtsrat
  Auch einige Empfehlungen des Kodex betreffend den Aufsichtsrat lassen die gesetzlichen Besonderheiten einer KGaA unberücksichtigt. So hat der Aufsichtsrat einer KGaA im Unterschied zum Aufsichtsrat einer AG keine Personalkompetenz für das Geschäftsführungsorgan und kann dieses auch nicht durch die Festlegung von zustimmungsbedürftigen Geschäften binden.
© Hauptversammlung
  Die Hauptversammlung einer KGaA hat im Wesentlichen die gleichen Rechte wie die Hauptversammlung einer AG. Zusätzlich beschließt sie über die Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft; anders als in einer AG bedürfen einige Beschlüsse der Hauptversammlung (z.B. die Feststellung des Jahresabschlusses) der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin.

Die persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft, die KSB Management SE, verfügt über eine monistische Führungsstruktur. Diese zeichnet sich gemäß Art. 43-45 SE-VO i.V.m. §§ 20 ff. SEAG dadurch aus, dass die Führung der SE einem einheitlichen Leitungsorgan, dem Verwaltungsrat, obliegt. Der Verwaltungsrat leitet die SE, bestimmt die Grundlinien ihrer Tätigkeit und überwacht deren Umsetzung durch die Geschäftsführenden Direktoren. Die Geschäftsführenden Direktoren führen die Geschäfte der SE und vertreten sie gerichtlich sowie außergerichtlich.

2. Entsprechenserklärung

Die Geschäftsführenden Direktoren der KSB Management SE und der Aufsichtsrat der KSB SE & Co. KGaA erklären, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 13. März 2019 den Empfehlungen des Kodex - in der Fassung vom 7. Februar 2017 - mit den nachfolgenden Einschränkungen entsprochen hat und zukünftig entsprechen wird:

2.1 Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6: Die in den Anstellungsverträgen mit den Geschäftsführenden Direktoren der KSB Management SE enthaltenen Höchstgrenzen für deren Vergütung erfüllen die Anforderungen des Kodex nicht vollständig.

Begründung:

Für wesentliche Vergütungselemente bestehen Höchstgrenzen; gelegentlich sind diese - wie bei Pensionszusagen oder Sachleistungen - nicht betragsmäßig definiert, ergeben sich aber hinreichend aus der jeweiligen Zusage. Die darüber hinaus gehenden Anforderungen des Kodex schaffen keinen nachhaltigen Er kenntnisgewinn.

2.2 Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4: Die Vergütung der Geschäftsführenden Direktoren wird im Vergütungsbericht nicht individualisiert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt.

Begründung:

In Anwendung der handelsrechtlichen Bestimmungen hat die Hauptversammlung der KSB Aktiengesellschaft, der Rechtsvorgängerin der KSB SE & Co. KGaA, beschlossen, auf eine Offenlegung der Vorstandsvergütung in individualisierter Form zu verzichten. Daran halten sich die persönlich haftende Gesellschafterin und der Aufsichtsrat gebunden.

2.3 Ziffer 5.4.1 Abs. 2: Mit Ausnahme einer Altersgrenze benennt der Aufsichtsrat keine konkreten Ziele oder bestimmte Kompetenzen für seine Zusammensetzung.

Begründung:

Wir begrüßen die vom Kodex angestrebte heterogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats, welche den Unternehmensinteressen in der Regel förderlich sein wird. Bereits in der Vergangenheit, und bis heute, haben wir dies auch realisiert. Konkreten Festlegungen, welche über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, stehen wir jedoch kritisch gegenüber; eine zweckmäßige und hinreichend flexible Gremienbesetzung wird dadurch erschwert.

2.4 Ziffer 5.4.6 Abs. 3: Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat sowie die gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden im Anhang des Konzernabschlusses gesamthaft angegeben, jedoch nicht individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen.

Begründung:

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung sowie im ergänzenden Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2012 geregelt; daraus lassen sich detaillierte Informationen über die einzelnen Vergütungselemente entnehmen. Darüber hinaus geben wir der Information über die zusammengefassten Aufsichtsratsbezüge den Vorzug, weil wir in einer individualisierten und nach Bestandteilen aufgegliederten Darstellung keinen wesentlichen zusätzlichen Nutzen für die Anleger oder die Unternehmensentwicklung erkennen können.

 

Frankenthal (Pfalz), den 19. Dezember 2019

Für den Aufsichtsrat der KSB SE & Co. KGaA Dr. Bernd Flohr, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Für die Geschäftsführenden Direktoren der persönlich haftenden Gesellschafterin Dr. Stephan Jörg Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung

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