Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 21004
Eingetragen
19.2.2008
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieForschung und Entwicklung im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie im Bereich Sprach-, Kultur- und KunstwissenschaftenSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin
Gegenstand
die Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsdienst- leistungen für Dritte sowie eigene Forschung und Entwicklung im lebenswissenschaftlichen Bereich. Die Gesellschaft betreibt keine Geschäfte, die einer staatlichen Genehmigung bedürfen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Peter Dr. Nussbaumer
seit 7.10.2008
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
DVCI Deutsches Venture Capital Institut Öffentliche Stiftung privaten Rechts
70.10%
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
24.90%
5.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

DVCI Deutsches Venture Capital Institut Öffentliche Stiftung privaten Rechts
Germany
17.525 €
70.10%
Germany
6.225 €
24.90%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lead Discovery Center GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Geschäftsmodell

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) wurde im Jahr 2008 durch eine Initiative des Technologie-Transfer-Unternehmens Max-Planck-Innovation GmbH (MI) gegründet, um das Potenzial exzellenter Grundlagenforschung auf der Suche nach neuen Therapien von Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf besser zu nutzen. Ziel des LDC ist es, aussichtsreiche Forschungsprojekte professionell in die Entwicklung innovativer Medikamente zu überführen.

Der grundsätzliche Bedarf an neuartigen Medikamenten ist weiterhin sehr hoch, zumal fast alle Pharmaunternehmen ihre Forschungsabteilungen geschlossen oder reduziert haben. Um diesen Bedarf zu decken, interessiert sich die pharmazeutische Industrie dementsprechend in noch größerem Ausmaß für innovative Wirkstoffe, die die Grundlage neuer Medikamente bilden. Hinzu kommt, dass auch Investoren immer mehr an frühen, in vivo validierten Wirkstoffprojekten interessiert sind.

Mit einem interdisziplinären Team aus erfahrenen Wissenschaftlern, Arzneimittelforschern, Pharmakologen und Projektmanagern deckt das LDC den höchsten Industriestandards entsprechend alle erforderlichen Bereiche für die innovative Wirkstoffforschung ab: von der biologischen Zielstruktur (Target) bis hin zur chemischen oder biologischen Leitstruktur (Lead). In den letzten Jahren weiten sich die Arbeiten am LDC immer häufiger bis zur Nominierung von präklinischen Entwicklungskandidaten aus, den Prototypen für die weitere klinische Entwicklung.

Als eigenständiges und wirtschaftlich orientiertes Unternehmen arbeitet das LDC eng mit akademischen und industriellen Forschungseinrichtungen zusammen. In Kooperation mit ihnen entwickelt das LDC innovative, erfolgversprechende Projekte vom frühen Stadium an weiter. Die Produkte sind pharmazeutische Wirkstoffe (Small Molecules, Antikörper, Antibody Drug Conjugates), die in Tierstudien eine Bestätigung der therapeutischen Wirksamkeit ( Proof of Concept) erbringen, ein klares Potenzial für Weiterentwicklung besitzen und patentierbar sind.

II. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die biomedizinische Grundlagenforschung in Deutschland gilt weltweit als erstklassig. Allerdings bleibt die Umsetzung der Forschungsresultate in kommerziell und medizinisch wertvolle Produkte immer weiter hinter ihren Möglichkeiten zurück. Der mangelnde, industrielle Reifegrad ist bei den meisten wissenschaftlichen Projekten in der Grundlagenforschung die größte Hürde auf dem Weg zur effektiven Wirkstoffentwicklung.

Selbst für wissenschaftlich hervorragende und kommerziell aussichtsreiche Projekte im frühen Entwicklungsstadium lassen sich kaum Industriepartner oder Risikokapitalgeber gewinnen, solange kein robuster, industrierelevanter Proof of Concept vorliegt. In dieser frühen Phase sind die üblichen Modelle zur Bewertung von Risiko- und Gewinnaussichten nicht anwendbar. Zudem sind die kurzen Investitionszyklen am Kapitalmarkt kaum mit den langen Entwicklungszeiten pharmazeutischer Projekte zu vereinen. Hinzu kommt, dass Pharmakonzerne aus marktwirtschaftlichen Erwägungen zunehmend aus den frühen Phasen der Wirkstoffforschung aussteigen, sodass die Lücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Arzneimittelentwicklung weiterwächst - trotz des steigenden Bedarfs nach innovativen Wirkstoffen und Therapien mit neuen Wirkmechanismen.

Dieses Potenzial nutzt das LDC und überführt innovative Forschungsansätze in enger Zusammenarbeit mit akademischen Partnern in die pharmazeutische Anwendung. Das LDC versteht sich als ein translationales Wirkstoffforschungszentrum und ist damit Wegbereiter für neuartige Medikamente und Therapien zum Wohle der Patienten. Seit seinem Bestehen hat das LDC daher mit großem Erfolg dazu beigetragen, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Arzneimittel-Entwicklung zu schließen, und kann inzwischen auf 4 Produkte in klinischen Phasen verweisen, deren Basis am LDC gelegt wurde.

III. Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit hat die im Vorfeld gesetzten Erwartungen erfüllt. Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr positiv entwickelt und sich v.a. insbesondere durch die Weiterführung der Kooperation mit dem KHAN Technology Transfer Fund I sowie der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. ein langfristiges Auftragsvolumen gesichert. Zudem wurden sehr viele weitere Chancen erarbeitet, die eine positive Fortführungsprognose ermöglichen.

So konnten zusätzlich zum bestehenden Portfolio aus Projekten mit der Max-Planck-Gesellschaft und Universitäten verstärkt verschiedene Kooperationen mit inländischen wie ausländischen Forschungsinstitutionen fortgesetzt bzw. begonnen werden. Gleichzeitig wurden weitere Kooperationsprojekte mit großen Pharmaunternehmen/Investoren weitergeführt oder neu begonnen wie z.B. mit HLB, Republik Korea.

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse sowie sonstige betriebliche Erträge zum größten Teil aufgrund der Durchführung von Projekten in der Wirkstoffforschung, aber auch aufgrund von Kommerzialisierungserlösen sowie einer Kooperation mit einem pharmazeutischen Unternehmen erzielen. Infolge der Portfolioerweiterung mit derzeitigen und neuen Kooperationsprojekten konnte ein Umsatzanstieg von rd. 11,7 % erreicht werden. Somit konnte das im Ausblick des Vorjahres prognostizierte positive Ergebnis erreicht werden.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 ein EBIT von 407 T€ sowie ein Jahresüberschuss von 179 T€ realisiert.

IV. Lage

a. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 ist ein Umsatzanstieg von 1.952 T€ bei gleichzeitiger Erhöhung des Materialaufwandes um 625 T€ (15,7 %) zu verzeichnen. Der Anstieg des Materialaufwandes steht im Zusammenhang mit dem Umsatzanstieg sowie einer höheren Anzahl an Projekten in der späten Wirkstoffforschung und dem folglich höheren Bedarf an Fremdleistungen und Outsourcing. Insgesamt hat sich das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr daher absolut um 1.328 T€ auf 14.125 T€ erhöht.

Die Zahl der MitarbeiterInnen ist bis zum Ende des Geschäftsjahres auf 115angestiegen. Unter anderem aufgrund der Erweiterung der mittleren Managementebene sowie einer allgemeinen Gehaltsanpassung zur Angleichung an die regionale Gehaltsstruktur inkl. einer Inflationsausgleichsprämie hat sich der Personalaufwand daher um 952 T€ auf 8.226 T€ erhöht.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 259 T€ auf 5.034 T€ angestiegen, insbesondere durch Wertminderungen im Umlaufvermögen, die mit 321 T€ in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind
b. Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten vermieden werden. Die Liquiditätssituation ist unverändert stabil. Insbesondere ist durch die Kooperation mit KHAN-I ein langfristiges Auftragsvolumen gesichert. Zudem hat das LDC eine Kooperation mit einem pharmazeutischen Unternehmen abschließen können. Für die folgenden Geschäftsjahre wird daher weiterhin mit positiven Ergebnissen gerechnet.

Der Cashflow aus dem operativen Bereich war im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin positiv.

c. Vermögenslage

Das Bilanzvolumen hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1.417 T€ auf 11.766 T€ vermindert. Auf der Aktivseite ist die Verminderung insbesondere auf die liquiden Mittel sowie die Forderungen, auf der Passivseite auf die erhaltenen Anzahlungen zurückzuführen.

Bedingt durch den Jahresüberschuss 2023 beträgt das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 1.746 T€. Die Eigenkapitalquote ist insgesamt auf 14,8% gestiegen.

V. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr weiterhin eine Vielzahl an erfolgversprechenden Wirkstoffprojekten begonnen, durchgeführt und/oder verpartnert. Die (voraussichtlichen) Indikationen dieser Projekte umfassen nahezu die gesamte Bandbreite des derzeitigen therapeutischen Bedarfs, u.a. Cardiovaskular, Onkologie, Diabetes, Depressionen, Schizophrenie, neuropathischer Schmerz, Sepsis, Infektionen und Entzündungskrankheiten. Zudem existieren mehrere verbundene Unternehmen/Partnerunternehmen bzw. es werden dahingehend neue Konzepte erarbeitet, um zusätzliche Wirkstoffprojekte und/oder technologische Ansätze durchführen zu können. Die auslizenzierten Projekte wurden von den Lizenznehmern erfolgreich weiterentwickelt; mehrere davon befinden sich z.B. in der präklinischen Entwicklung und vier weitere in klinischen Studien. Zudem wurden mehrere Ausgründungen erzielt, die jeweils eines oder mehrere der Wirkstoffprojekte weiter in die Anwendung überführen sollen. Weitere Ausgründungen werden derzeit verhandelt oder sind in Planung.

VI. Chancen und Risiken

Essentielle Risiken sind aufgrund der vorhandenen Auftragslage derzeit nicht zu erwarten, sofern als weiterer Auftraggeber ein Nachfolgefund des KHAN-I als Auftraggeber gewonnen werden kann. Es muss allerdings immer mit dem Ausfall einzelner Projekte oder von Kooperationen aufgrund von wissenschaftlich-technischer Nicht-Machbarkeit oder firmenpolitischen Entscheidungen der Kooperationspartner gerechnet werden. Dies sollte das Gesamtbild der Gesellschaft aber aufgrund des betriebenen Portfolioansatzes (Streuung über viele Projekte) nicht stark beeinflussen.

Ein theoretisches Risiko besteht darin, dass der Bedarf an solchen Wirkstoffprojekten drastisch abnimmt, entweder durch ein abnehmendes Interesse der Pharmaunternehmen bzgl. einer Einlizensierung oder durch die Etablierung von der Gesellschaft ähnlichen Konkurrenzunternehmen. Beides ist nach derzeitigem Wissen nicht der Fall; im Gegenteil steigt das Interesse der Pharmaindustrie an validen Leitstrukturprojekten und Forschungskooperationen weiter stetig an.

Das LDC genießt weiterhin eine Vorreiterrolle in der sogenannten "akademischen Wirkstoffforschung" sowie als "Translationszentrum" und hat sich nachweislich einen sehr positiven Ruf erarbeitet (starkes Branding). Es gibt aber sowohl nationale als auch internationale Bestrebungen zusätzliche, ähnliche Geschäftskonzepte zu realisieren, was zu einem erhöhten Konkurrenzdruck führen könnte, derzeit aber v.a. synergistische Effekte hervorruft.

Chancen liegen in der wissenschaftlich-technischen Entwicklung, die aufgrund des derzeitigen Projektportfolios als sehr gut zu bezeichnen ist. Dieses Portfolio sowie das exzellente Netzwerk der Gesellschaft in Industrie und Akademie führen dazu, dass es vermehrt zu Kooperationsanfragen aus Industrie und Akademie kommt.

VII. Ausblick

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Es werden weiterhin grundsätzlich neue Finanzierungsmöglichkeiten erarbeitet. So wird in 2024 ein neuer Rahmenvertrag mit einem weiteren Fund in Kraft treten. Verwertbare Projekte werden weiterhin nicht nur Pharma- und Biotechfirmen zum Lizenzieren angeboten, sondern auch als Grundlage für Ausgründungen dienen.

Aufgrund der bereits erreichten Kommerzialisierungen von Projekten sowie aufgrund der Portfolioerweiterung mit derzeitigen und neuen Wirkstoffprojekten ist mit einem weiterhin positiven finanziellen Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 zu rechnen. Wir rechnen mit einem Jahresüberschuss leicht etwas unter dem Niveau des Berichtsjahres.

 

Dortmund, 31. Oktober 2024

gez. Dr. Bert Matthias Klebl

gez. Dr. Peter Nussbaumer

gez. Dr. Michael Hamacher

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.454.601,98 3.696.436,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.242,00 22.796,00
II. Sachanlagen 2.868.636,00 2.382.610,63
1. technische Anlagen und Maschinen 8,00 27,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.868.628,00 1.984.324,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 398.259,63
III. Finanzanlagen 1.559.723,98 1.291.030,18
1. Beteiligungen 1.559.723,98 1.291.030,18
B. Umlaufvermögen 7.017.036,27 9.219.071,03
I. Vorräte 954.690,82 925.398,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.848.000,99 3.637.771,88
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 503.733,94 509.258,27
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.344.267,05 3.128.513,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 90.479,19
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.214.344,46 4.655.900,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 256.547,62 175.715,47
davon Disagio 1.179,44 3.660,94
D. Aktive latente Steuern 37.322,88 79.383,93
Aktiva 11.765.508,75 13.170.607,24

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.746.043,91 1.581.252,51
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 1.721.043,91 1.556.252,51
davon Gewinnvortrag 1.541.252,51 1.130.229,00
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 88.907,42  
C. Rückstellungen 1.297.862,02 1.000.361,18
D. Verbindlichkeiten 8.632.695,40 10.587.904,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 698.942,61 519.697,97
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.933.752,79 10.068.206,34
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.089,24
Passiva 11.765.508,75 13.170.607,24

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.184.312,89 13.109.271,99
2. Personalaufwand 8.225.641,09 7.273.273,78
a) Löhne und Gehälter 7.069.303,19 6.235.770,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.156.337,90 1.037.503,41
davon für Altersversorgung 4.324,85 3.377,67
3. Abschreibungen 530.500,69 396.547,19
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 530.500,69 396.547,19
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.021.587,04 4.762.182,97
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 18.575,48 22.623,63
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.914,74 8.139,09
davon aus verbundenen Unternehmen 2.678,10 6.244,77
davon Erträge aus Abzinsung 679,61  
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.356,06 37.935,61
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 228.468,35 220.516,02
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 42.061,05 187.110,02
8. Ergebnis nach Steuern 180.674,40 426.955,51
9. sonstige Steuern 883,00 932,00
10. Jahresüberschuss 179.791,40 426.023,51
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.541.252,51 1.130.229,00
12. Bilanzgewinn 1.721.043,91 1.556.252,51

Anhang

I.  ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Lead Discovery Center GmbH hat ihren Sitz in Dortmund und ist beim Amtsgericht Dortmund unter der Nummer HRB 21004  eingetragen.

Die Lead Discovery Center GmbH ist zum 31. Dezember 2023 als mittelgroße Kapitalgesell­schaft i. S. v. § 267 Abs. 1 HGB einzustufen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die dem Jahresabschluss zu Grunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

II.  ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1.  Anlagevermögen

a)  Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaf­fungs­kosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung linear abgeschrieben.

b)  Sachanlagen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Her­stellungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung bzw. Herstellung linear abge­schrieben. Bei Anschaffungs- und Herstellungskosten bis € 800,00 wurden Anlagegegenstände entsprechend den steuerlichen Regelungen für geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben.

c)  Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

2.  Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungs­kosten bewertet. Wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Anschaffungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert ange­setzt.

3.  Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

4.  Liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten

Die liquiden Mittel und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nominalwert bilanziert. Auf fremde Währung lautende kurzfristige Bankguthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

5.  Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Posten betrifft Zuschüsse, die auf im Geschäftsjahr 2023 zugegangene Anla­gegegenstände entfallen, und wird entsprechend den Abschreibungen auf die bezu­schussten Anlagegegenstände aufgelöst.

6.  Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnitt­lichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

7.  Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III.  ANGABEN ZUR BILANZ

1.  Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der Sachanlagen und der Finanzanlagen (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) wird auf Seite 6 des Anhangs dargestellt.

2.  Beteiligungen
Die Gesellschaft hält Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB an den folgenden Unternehmen:


Höhe des
Eigenkapital
Ergebnis des

Anteils am
der Gesell-
letzten Geschäfts-

Kapital
schaft
jahres, für das ein



Jahresabschluss



vorliegt

%
T€
T€
LDC Beteiligungen GmbH,



Dortmund
100,0
1
-6
MAB4 Therapeutics GmbH,



Dortmund
31,0
15
-2
Serengen GmbH (2022)



Dortmund
29,0
66
97
Pearl River Bio GmbH,



Dortmund
100,0
542
-120
Kinsea Lead Discovery AS
33,0
629
-340



3.  Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 2.848 T€ (Vj.: 3.430 T€) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 0 T€ (Vj.: 225 T€) eine Restlauf­zeit von mehr als einem Jahr.

4.  Eigenkapital

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegen € 37.322,88 (Vj. € 79.383,93) auf Grund der Aktivierung latenter Steuern der Ausschüttungssperre.

5.  sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich, insbesondere Tantieme- und Bonuszahlungen, Jubiläumsrückstellungen und Resturlaubsansprüche.

6.  Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:



gesamt
davon mit einer Restlaufzeit



von bis zu
von mehr
von mehr



1 Jahr
als 1 Jahr
als 5 Jahren


T€
T€
T€
T€
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
699
200
499
23

(Vorjahr)
(520)
(194)
(326)
(0)
2.
erhaltene Anzahlungen





auf Bestellungen
7.028
7.028
0
0

(Vorjahr)
(9.021)
(9.021)
(0)
(0)
3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
633
633
0
0

(Vorjahr)
(617)
(617)
(0)
(0)
4.
sonstige Verbindlichkeiten
273
273
0
0

(Vorjahr)
(443)
(443)
(0)
(0)


8.633
8.134
499
23


(10.601)
(10.275)
(326)
(0)



Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt in voller Höhe durch Sicherungsübereignungen von diversen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens.

IV.  ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1.  Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 18 T€ (Vorjahr: 17 T€) sowie periodenfremde Erträge von 6 T€, die insbesondere aus der Ausbuchung einer Gutschrift für eine Doppelzahlung resultierten.

2.  Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 19 T€ (Vorjahr: 23 T€) und periodenfremde Aufwendungen (T€ 6) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit einer Forderungskorrektur sowie Korrekturen bei den erhaltenen Anzahlungen.

V.  SONSTIGE ANGABEN

1.  Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat langfristige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die nach dem Bilanzstichtag fälligen Miet- und Leasingraten betragen insgesamt 1.002 T€.

2.  Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 110 Angestellte und 6 Aushilfen.

3.  Geschäftsführung und Vertretung

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023:

Herr Dr. Bert Matthias Klebl, Wissenschaftler, Dortmund.

Gemeinsam vertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft ist im Geschäfts­jahr 2023:

Herr Dr. Peter Nussbaumer, Wissenschaftler, Dortmund Herr Dr. Michael Hamacher, Wissenschaftler, Dortmund.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Beirat

Die Gesellschafterin DVCI Deutsches Venture Capital Institut Öffentliche Stiftung privaten Rechts entscheidet über die Anzahl und über die Bestellung und Abberufung der Beiratsmitglieder. Bislang wurde noch kein Beirat bestellt. Bis zur ersten Sitzung des Beirats nimmt dessen Aufgaben die Gesellschafterversammlung wahr.

5. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

6.  Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dortmund, den 16. Oktober 2024

(gez. Dr. Bert Matthias)

(gez. Dr. Peter Nussbaumer)

(gez. Dr. Michael Hamacher)


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
181.869,13
9.670,00
0,00
0,00
191.539,13
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
181.869,13
9.670,00
0,00
0,00
191.539,13
II. Sachanlagen





1. technische Anlagen und Maschinen
40.498,00
0,00
0,00
0,00
40.498,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.734.644,83
1.021.541,06
271.777,22
398.259,63
5.882.668,30
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
398.259,63
0,00
0,00
-398.259,63
0,00
Summe Sachanlagen
5.173.402,46
1.021.541,06
271.777,22
0,00
5.923.166,30
III. Finanzanlagen





Beteiligungen
1.291.030,18
268.693,80
0,00
0,00
1.559.723,98
Summe Finanzanlagen
1.291.030,18
268.693,80
0,00
0,00
1.559.723,98
Summe Anlagevermögen
6.646.301,77
1.299.904,86
271.777,22
0,00
7.674.429,41

kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
159.073,13
6.224,00
0,00
0,00
165.297,13
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
159.073,13
6.224,00
0,00
0,00
165.297,13
II. Sachanlagen





1. technische Anlagen und Maschinen
40.471,00
19,00
0,00
0,00
40.490,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.750.320,83
524.257,69
260.538,22
0,00
3.014.040,30
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
2.790.791,83
524.276,69
260.538,22
0,00
3.054.530,30
III. Finanzanlagen





Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Anlagevermögen
2.949.864,96
530.500,69
260.538,22
0,00
3.219.827,43

Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
26.242,00
22.796,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
26.242,00
22.796,00
II. Sachanlagen



1. technische Anlagen und Maschinen
0,00
8,00
27,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
2.868.628,00
1.984.324,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
398.259,63
Summe Sachanlagen
0,00
2.868.636,00
2.382.610,63
III. Finanzanlagen



Beteiligungen
0,00
1.559.723,98
1.291.030,18
Summe Finanzanlagen
0,00
1.559.723,98
1.291.030,18
Summe Anlagevermögen
0,00
4.454.601,98
3.696.436,81

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Lead Discovery Center GmbH, Dortmund
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lead Discovery Center GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lead Discovery Center GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, 4. November 2024

MÄRKISCHE REVISION GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
gez. Jörg Peters

gez. Dr. Fritz-Peter Schlüter
Wirtschaftsprüfer

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