Großhandel mit Anstrichmitteln
Hewing GmbHLiquidiert
Waldstraße 3, 48607 Ochtrup, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Bünker seit 23.9.2022 | Geschäftsführer |
Udo Günter Mergler seit 10.8.2022 | Prokura |
Herbert Oßendorf seit 31.7.2003 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hewing GmbHOchtrupJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses 1) Die Hewing GmbH mit Sitz in Ochtrup ist beim Amtsgericht Steinfurt unter der Registernummer HRB 2019 registriert. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss ist entsprechend den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. 2) Die Form der Darstellung im Jahresabschluss wurde beibehalten. 3) Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln und vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste berücksichtigt, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. 4) Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst worden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1) Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. 2) Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Es wurde ausschließlich von der linearen Abschreibungsmethode pro rata temporis Gebrauch gemacht. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände liegt zwischen 3 bis 4 Jahre. Die Nutzungsdauer der Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken liegt bei 15-25 Jahren. Technische Anlagen und Maschinen werden über 10 Jahre abgeschrieben, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3-10 Jahre. Seit Januar 2010 werden geringwertige Anlagegüter in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Für die Jahre 2010 bis 2017 waren das Einzelanschaffungspreise bis EUR 410,00, ab 2018 bis EUR 800,00 pro Wirtschaftsgut. 3) Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den beizulegenden Wert, angesetzt. 4) Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind grundsätzlich mit dem gleitenden Durchschnittspreis oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten sind angemessene und zeitlich zurechenbare Teile der Gemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens enthalten. Abwertungen werden für die Bestandsrisiken vorgenommen, die sich aus der Lagerreichweite nach Vorgaben des Konzerns und aus geminderter Verwertbarkeit ergeben. 5) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken angesetzt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 6) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. 7) Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmung des § 250 HGB gebildet. 8) Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. 9) Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet. 10) Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,5 % p.a. (i. Vj. 2,00 %) sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2 % (i. Vj. 1,50 %) entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszinssatz wurde der 10-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,78 % (i. Vj. 10-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,87 %) unter Annahme einer 15-jährigen Restlaufzeit zugrunde gelegt. Der Rechnungszinssatz auf Basis des 7-Jahres- durchschnitts beträgt 1,44 % (i. Vj. 7-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,35 %). Durch die Anwendung dieses Zinssatzes würde sich ein um TEUR 98 (i. Vj. TEUR 144) höherer Rückstellungsbetrag ergeben, der grundsätzlich einer Ausschüttungssperre unterworfen ist. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. 11) Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. 12) Die langfristigen Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen wurden auf Basis des BilMoG nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) bewertet. Es wurde der Rechnungszinssatz von 1,44 % p. a. (i. Vj. 1,35% p.a.) und eine Fluktuation von 2,00 % p. a. zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Im handelsrechtlichen Abschluss zum 31. Dezember 2009 (letzter Abschluss vor BilMoG) wurden die Jubiläumsrückstellungen mit TEUR 532 erfasst. Aufgrund der durch BilMoG geänderten Bewertungsmethode betrug die Rückstellung nach Neubewertung zum 1. Januar 2010 in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 TEUR 369. Auf eine Auflösung der Jubiläumsrückstellung um TEUR 163 wurde gemäß Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 4 EGHGB verzichtet, da abzusehen ist, dass der aufzulösende Betrag bis zum 31. Dezember 2024 wieder zuzuführen ist. 13) Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 14) Bewertungseinheiten werden gebildet, soweit wirksame gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme bei einzelnen Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen bestehen. In dem Umfang, in dem Bewertungseinheiten wirksam gebildet werden, finden das Einzelbewertungs- und Vorsichtsprinzip keine Anwendung. Bewertungseinheiten werden gebildet für künftige Forderungen aus in Fremdwährung geschlossenen Absatzgeschäften mit deren Sicherungsinstrumenten. C. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz 1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang). 2) Forderungen Mit Ausnahme des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 131 (i. Vj. TEUR 123) haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.682 (i. Vj. TEUR 5.220) resultieren mit TEUR 3.300 (i. Vj. TEUR 1.795) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 5.382 (i. Vj. TEUR 3.425) aus der In-House-Cash-Vereinbarung mit der Purmo Group, Helsinki, dagegen wurde ein von der Purmo Group gewährtes Darlehen i.H.v. TEUR 3.000 (i. Vj. TEUR O) verrechnet. Es bestehen Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.154 (i. Vj. TEUR 1.009). 3) Rückstellungen für Pensionen Hinsichtlich der Bewertung der Pensionsrückstellung (TEUR 2.466) verweisen wir auf die im Anhang unter B.10) genannten Grundlagen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 98 (i. Vj. TEUR 144). 4) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 1.929) setzen sich wie folgt zusammen:
5) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen des Vorjahres i.H.v. TEUR 3 resultierten aus sonstigen Leistungen gegenüber dem Gesellschafter PG Germany GmbH, Goslar. 6) Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 717; i. Vj. TEUR 333) enthalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren (TEUR 316; i. Vj. TEUR 218), Lohnsteuerverbindlichkeiten (TEUR 86, i. Vj. TEUR 116) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 315; i. Vj. TEUR 0). 7) Miet- und Leasingverträge Miet- und Leasingverträge existieren über Hallen, Firmenfahrzeuge, Gabelstapler sowie diverse Büromaschinen und Ausstattungen. Sie wurden vor allem abgeschlossen, um die Liquiditätslage der Gesellschaft zu verbessern. Folgende Beträge werden fällig:
D. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1) Umsatzerlöse Die Umsätze des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 82.818 sowie die Umsatzerlöse des Vorjahres verteilen sich wie folgt:
2) Erhöhung (im Vorjahr ebenfalls) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Der Lagerbestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen wurde aufgrund von Materialengpässen im Laufe des Jahres höher als üblich aufgebaut. Die schwächere Nachfrage der Produkte zum Jahresende ließ den Bestand nicht wie geplant abbauen. Die Produktionsaktivität wurde erst Ende des Jahres angepasst. Dadurch erhöhte sich der Bestand gegenüber dem Bestand am Jahresende des Vorjahres um TEUR 2.732. 3) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 381 (i. Vj. TEUR 414) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus nicht in Anspruch genommenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 36 (i. Vj. TEUR 114), Erträge aus nicht getauschten Paletten in Höhe von TEUR 77 (i. Vj. TEUR 25), sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 62 (i. Vj. TEUR 9), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 130 (i. Vj. TEUR 193) und Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 9 (i. Vj.TEUR 4). 4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 10.686 (i. Vj. TEUR 8.956) beinhalten:
5) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Aufwendungen in Höhe von TEUR 87 (i. Vj. TEUR 83) resultieren mit TEUR 48 (i. Vj. TEUR 58) aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen, Mitarbeiterjubiläen und Altersteilzeit. 6) Mitarbeiter Die nach § 285 Nr. 7 HGB ermittelte durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:
7) Latente Steuern Zum 31. Dezember 2022 bestehen keine körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge mehr (i. Vj 1.755 TEUR), da diese mit steuerlichen Gewinnen verrechnet wurden. Latente Steuern werden mit einem Steuersatz von rd. 30 % bewertet und stammen aus temporären Differenzen, die aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz für Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen resultieren. Ein Ansatz des Aktivüberhangs unterbleibt gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. 8) Devisentermingeschäfte Die Hewing GmbH ist im Rahmen ihrer Tätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Währungszahlungen der Gesellschaft werden konzernintern mit der Purmo Group durch Termingeschäfte analog der zugrunde liegenden Geschäfte abgesichert. Abgesichert werden Währungskursrisiken aus zukünftig erwarteten Umsatzerlösen. Es handelt sich hierbei um Microhed- ges. Zum Bilanzstichtag bestanden noch insgesamt offene Termingeschäfte in Höhe von TEUR 5.287, aufgeteilt auf Umsätze mit Großbritannien (TEUR 436), Polen (TEUR 1.531) und Rumänien (TEUR 3.320). Die Laufzeit beträgt in der Spitze 15 Monate, die Zeitwerte der Termingeschäfte sind nahezu null. Grund- und Sicherungsgeschäfte sind demselben Risiko der Wechselkursschwankungen ausgesetzt, auf das nahezu identische Faktoren in gleicher Weise einwirken (Critical Term Match). Über den vereinbarten Zeitraum und über die vereinbarte Höhe gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen nahezu aus. Wertänderungen werden aufgrund der Anwendung der Einfrierungsmethode in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nicht berücksichtigt. 9) Factoring Seit 2019 besteht eine Factoring-Vereinbarung mit einer Bank, die zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für einen bestimmten Kundenkreis verpflichtet ist. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurden zum 31. Dezember 2022 Forderungen in Höhe von TEUR 1.242 übertragen. In gleicher Höhe floss der Gesellschaft Liquidität zu. E. Ergänzende Angaben 1) Geschäftsführung Zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer ist Herr Andreas Bünker mit Gesellschafterbeschluss vom 31. August 2022 und Eintragung im Handelsregister am 23. September 2022 bestellt worden und hat den im September ausgeschiedenen Geschäftsführer Herrn Dominik Rössler abgelöst. Herr Bünker ist hauptberuflich für diese Gesellschaft tätig. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. 2) Gesellschafter/Konzernabschluss Gesellschafterin ist die PG Germany GmbH, Lierestr. 68, 38690 Goslar, mit einem Anteil von TEUR 2.556 (100 %). Die Hewing GmbH wird über die Gesellschafterin PG Germany GmbH in den Konzernabschluss der Purmo Group PLC, Helsinki, Finnland, einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) aufgestellt und offengelegt. 3) Abschlussprüfer Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde zum Abschlussprüfer für das Jahr 2022 bestellt. Das Gesamthonorar, welches komplett auf die Abschlussprüfung entfiel, betrug TEUR 39. 4) Finanzanlagen Die Hewing GmbH ist mit einer Kommanditeinlage von EUR 10.000,00 zu 100 % an der NORAL GmbH & Co. KG, Pullach, beteiligt. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 der Gesellschaft beträgt EUR 4.053,19 und der Jahresüberschuss beträgt EUR 702,82. 5) Nachtragsbericht Seit Jahresbeginn 2023 sind international Umsatzeinbrüche im Bausektor zu verzeichnen. Prognostizierte Kundenaufträge wurden in den ersten drei Monaten verschoben. Unsere Produktionsaktivität wurde verringert. Kurzarbeit ist die Folge. Wir gehen davon aus, dass erst in der zweiten Jahreshälfte eine leichte Entspannung zu erwarten ist. Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nicht bekannt.
Ochtrup, 30.03.2023 Hewing GmbH Andreas Bünker, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Unternehmens Die Hewing GmbH produziert für die Sanitär- und Heizungsbranche PEXc, PERT und Kunststoffverbundrohre. Die Hauptmärkte sind namentlich Deutschland, Polen, Italien, Belgien, Österreich, Rumänien, Frankreich, Schweiz und zahlreiche weitere Länder in und außerhalb von Europa. Die Hewing GmbH ist dabei eingebunden in den finnischen Purmo Group Konzern, einen Spezialisten für Indoor Climate Comfort. Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt nach einem breiten Spektrum unterschiedlicher Leistungsindikatoren. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Hewing GmbH sind der Umsatz und das EBITDA. Der Umsatz in 2022 mit EUR 82.817.514,97 überstieg den Vorjahreswert um EUR 18.611.358,91. Das EBITDA von TEUR 5.313 überstieg den Vorjahreswert um TEUR 1.629 Eine wesentliche nicht-finanzielle Kennzahl ist die verkaufte Menge. Sie betrug in 2022 rund 165 Mio. Meter und überstieg den Wert aus 2021 um 2 Mio. Meter. Das gesamte Paket aller Leistungsindikatoren gibt Auskunft darüber, ob Hewing
Darüber hinaus tätigt die Gesellschaft mit rund 7 Mitarbeitern (Vollbeschäftigten- Einheiten) und einem Aufwand von TEUR 1.192 Anstrengungen auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung. Während der Covid-19-Pandemie hat Hewing gemeinsam mit seinen Mitarbeitern ein Pandemie-Management betrieben und so eine Ansteckung seiner Mitarbeiter mit dem Virus im Geschäftsjahr erfolgreich vermeiden können. II. Wirtschaftsbericht A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Marktsituation Hewing beliefert OEM-Kunden ("Original Equipment Manufacturer") sowie die eigene Gruppe. Die Produkte werden überwiegend im Neubau und zur Renovierung von Immobilien eingesetzt. Die wirtschaftliche Entwicklung von Hewing hängt daher maßgeblich an der wirtschaftlichen Entwicklung des Bausektors. Auch in 2022 zeigt sich die Nachfrage nach Bauleistungen als vergleichsweise gut. Die negativen wirtschaftlichen Einflüsse des Ukraine- Krieges auf den Energiesektor sowie die Materialbeschaffung waren eine Herausforderung. B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gg. dem Vorjahr von TEUR 64.206 auf TEUR 82.818 (+29 %) angestiegen. Grund für die Umsatzsteigerung ist zum einen die höhere Absatzmenge von 2 Mio. Metern als auch zum anderen die Weitergabe von erhöhten Energie- und Materialpreisen an unsere Kunden. Aufgrund der bis zum Jahresende geplanten guten Nachfrage wurde die Produktionsaktivität auf einem hohen Niveau gehalten. Im letzten Quartal zeichnete sich jedoch ab, dass nicht alle Kunden die geplanten Mengen abnehmen würden. Dadurch reduzierte sich der Absatz in den letzten Wochen des Jahres und der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen gegenüber dem Bestand am Jahresende des Vorjahres konnte um TEUR 2.732 aufgebaut werden. Der Anstieg der Materialaufwendungen um 45,86 % ist im Wesentlichen auf gestiegene Materialkosten zurückzuführen. Im Geschäftsjahr sind die Abschreibungen um TEUR 93 auf TEUR 2.111 angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 10.686, bedingt durch gestiegene Kosten im Bereich der Verwaltungs- und Vertriebskosten, höher als im Vorjahr (TEUR 8.956). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen TEUR 87 (i. Vj. TEUR 83) und resultieren mit TEUR 48 (i. Vj. TEUR 58) aus den Zinsanteilen für Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen. 2. Finanzlage Externe Kredite existieren nicht. Im Bedarfsfall stehen interne Kredite der Purmo Group zur Verfügung. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 betrugen diese TEUR 3.000 (i. Vj. TEUR 0). Die laufende Finanzierung erfolgt durch die Einbindung in das Cash Pooling der Purmo Group. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. 3. Vermögenslage Auf der Vermögensseite hat sich das Anlagevermögen von TEUR 12.972 im Jahr 2021 auf TEUR 13.284 zum 31. Dezember 2022 erhöht. Diese Entwicklung erklärt sich aus den im Geschäftsjahr 2022 vorgenommenen Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.111, dem Abgang von Sachanlagen mit einem Restbuchwert in Höhe von TEUR 3 sowie den in diesem Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 2.426. Im Wesentlichen handelte es sich bei den Investitionen um leistungssteigernde Maßnahmen von Produktionslinien (TEUR 1.938). Die Vorräte sind um TEUR 3.810 auf TEUR 11.930 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 277 auf TEUR 2.023 gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um TEUR 462 auf TEUR 5.682. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 1.113 (i. Vj. TEUR 1.231) und beinhalten größtenteils die noch zu erwartende Erstattung aus der Vorsteuer-Anmeldung für Dezember 2022, Lieferantenboni 2022 sowie die Forderung aus Stromsteuererstattung für das Geschäftsjahr 2022. Der Bestand an flüssigen Mitteln auf Bankkonten beläuft sich am Jahresende 2022 auf TEUR 105, was eine Reduzierung zum Vorjahr um TEUR 82 darstellt. Flüssige Mittel wurden im Rahmen eines "In House Cash Poolings" in Höhe von TEUR 5.382 (i. Vj. TEUR 3.425) der Purmo Group, Finnland, zur Verfügung gestellt und stehen im Bedarfsfall innerhalb von wenigen Tagen wieder zur Verfügung. Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 23.423 (i. Vj. TEUR 20.699). Das entspricht einer EK-Quote von 67,0 % (i. Vj. 67,3 %). Die Pensionsrückstellungen der Gesellschaft wurden nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen gebildet. Zum 31. Dezember 2022 beläuft sich die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf TEUR 2.466 (i. Vj. TEUR 2.362). Die sonstigen Rückstellungen reduzieren sich um TEUR 268 auf TEUR 1.929. Die größten Posten beziehen sich auf Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 669 (i. Vj. TEUR 701), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 851 (i. Vj. TEUR 980), Rückstellungen für Jubiläumszahlungen in Höhe von TEUR 343 (i. Vj. TEUR 350) sowie Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 66 (i. Vj. TEUR 75). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 1.749 auf TEUR 6.367. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 3). Insgesamt ist die Vermögens- und Ertragslage als zufriedenstellend einzuschätzen. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a. Prognosebericht Nach Einschätzung der EU-Kommission im Februar 2023 dürfte sich die konjunkturelle Lage in Deutschland besser entwickeln als gedacht. Das Wachstum wird den Prognosen zufolge aber sehr gering ausfallen. In ihrem im Februar 2023 veröffentlichten konjunkturellen Ausblick vertritt die EU- Kommission die Einschätzung, dass Deutschland im Jahr 2023 nicht in eine Rezession fallen wird. Man erwartet beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein kleines Plus von 0,2 Prozent. Damit hat sich die Prognose deutlich gebessert, nachdem sie im November noch ein Minus von 0,6 Prozent veranschlagt hatte. Auch für ganz Europa sind die Aussichten optimistischer, da die Wirtschaft in der Eurozone im vierten Quartal 2022 doch nicht wie erwartet geschrumpft ist. Für 2023 werde nun ein etwas höheres Wachstum von 0,9 Prozent, statt wie zuvor prognostizierte 0,30 Prozent, erwartet. Ein Grund dafür sei die gut gemeisterte Energiekrise und der stark gesenkte Verbrauch. In der Folge sind die Gasspeicher gut gefüllt und der Großhandelspreis auf das Niveau von vor dem russischen Angriff auf die Ukraine gefallen. Auch die Bundesregierung folgt der optimistischeren Einschätzung der EU- Kommission und rechnet mit einem Wachstum von 0,2 Prozent. Im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums rechnen die Fachleute aber auch wegen zurückhaltend investierender Unternehmen mit einer Konjunkturflaute in den ersten Monaten des Jahres 2023. Aktuelle Indikatoren belegen die erwartete wirtschaftliche Abschwächung. Speziell im Bausektor, von dem die Hewing GmbH abhängig ist, sind Baugenehmigungen in den ersten Monaten rasant gesunken (gegenüber Vorjahr um 26 Prozent). Hohe Kosten und gestiegene Zinsen werden als Gründe genannt. Genau diese Entwicklung nehmen wir derzeit bei Hewing wahr und müssen prognostizierte Aufträge unserer Kunden auf spätere Produktionsmonate verlegen. Die Geschäftsführung der Hewing GmbH geht gegenüber einer im November 2022 ursprünglich erwarteten leichten Steigerung der Absatzmenge nunmehr davon aus, dass durch vorgenannte Gründe die Absatzmenge sich deutlich verringern wird und das Jahresergebnis für 2023 deutlich unter dem Vorjahrniveau liegen wird. In 2023 werden wir die Absatzmenge in Metern nicht erreichen können und rechnen mit einem Rückgang bis zu 25 %. Aufgrund des einbrechenden Marktes werden wir in 2023 weder den Umsatz noch das EBITDA auf dem Niveau von 2022 erreichen können, sondern erwarten einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu 2022. Für 2023 sind Investitionen für überwiegend leistungssteigernde Maßnahmen von Produktionslinien in Höhe von EUR 2,933 Mio. geplant. b. Chancenbericht In steigendem Maße profitiert Hewing davon, in einen leistungsstarken finnischen Konzern eingebunden zu sein. Wie schon im Vorjahr erwartet die Geschäftsführung der Hewing GmbH durch striktes Kostenmanagement und die nachhaltige Verbesserung der Produktivität positive Effekte auf die Ertragslage, insbesondere um die erwarteten negativen Auswirkungen der Rohstoffpreisentwicklung abzufedern. c. Risikobericht Die Hewing GmbH verfügt über ein leistungsfähiges Risikomanagement. Die rollierende Planung für 15 Monate, die monatlichen Soll-/Ist-Abweichungsanalysen sowie der von der Geschäftsführung regelmäßig gepflegte Risikobericht schaffen ein solides Fundament, um auf Risiken vorausschauend, zeitnah sowie situativ angemessen zu reagieren. Im Rahmen der ISO-Zertifizierungen trägt Hewing ebenfalls zur Risikovorsorge bei. Nachfolgend werden die Risiken nach Höhe der Ausprägung und Eintrittswahrscheinlichkeit absteigend dargestellt. Das größte Risiko liegt nach wie vor in der Entwicklung der Rohstoffpreise und Energiepreise. Aufgrund des Einsatzes geeigneter Controlling Tools vermag die Geschäftsführung zu erkennen, welche Risiken aus der Rohstoffpreiseentwicklung für unterschiedliche Produkt-/Kundenbeziehungen ausgehen. Damit können geeignete Maßnahmen ergriffen und z. B. frühzeitig mit den Kunden und Lieferanten besprochen werden, um auf den Rohstoffpreisanstieg in geeigneter Weise zu reagieren. Auch die Unterbrechung der Lieferketten für wichtige Rohstoffe und Materialien stellt ein Risiko für die Realisierung unserer optimierten Produktionspläne dar. In der Produktion besteht das Risiko von Stör- und Ausfällen einzelner Anlagen. Dieses Risiko wird durch angemessene Mittel wie etwa dynamische Wartungsprozesse begrenzt und kontinuierlich überwacht. Kapazitätsengpässe sollen durch entsprechende Investitionen behoben werden, wobei aufgrund der Lieferengpässe mit stark verlängerten Lieferzeiten zu rechnen ist. Die Hewing GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit bestimmten finanziellen Risiken ausgesetzt, die Forderungsausfälle und Liquiditätsengpässe oder auch Gewährleistungsansprüche umfassen können. Um Währungsrisiken für Warenlieferungen in das europäische Ausland zu begegnen, wurden die Kurse in den entsprechenden Fremdwährungen gefixt. Dabei bedient sich die Hewing GmbH der Service- und Betreuungsleistungen für Fremdwährungsgeschäfte durch die Purmo Group. Die Purmo Group kontrolliert und überwacht Zahlungen in Fremdwährung der Hewing GmbH und sichert diese durch konzerninterne entsprechende Termingeschäfte mit vorgegebenen Laufzeiten analog den zugrunde liegenden Geschäften ab. Eine Spekulation mit Währungen ist durch einen klaren und willkürfreien Prozess der Absicherung ausgeschlossen. Ausfallrisiko Die Hewing GmbH verfügt über eine Warenkreditversicherung. Ein verbleibendes Ausfallrisiko für Forderungen der Gesellschaft ist nicht erkennbar. Liquiditätsrisiko Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 105 (i. Vj. TEUR 187). Hinzu kommen die flüssigen Mittel aus dem "In House Cash Pooling" der Purmo Group in Höhe von TEUR 5.382 (i. Vj. TEUR 3.425), welche sehr kurzfristig abgerufen werden können. Im Bedarfsfall stehen zusätzlich interne Kredite der Purmo Group zur Verfügung. Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar.
Ochtrup, 30.03.2023 Hewing GmbH Andreas Bünker, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hewing GmbH, Ochtrup Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hewing GmbH, Ochtrup, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hewing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 29. Juni 2023 KPMG
AG
Olaf Buske, Wirtschaftsprüfer Lynn Stoeck, Wirtschaftsprüferin |
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