LTi Electronics GmbHLiquidiert

Gewerbestraße 11, 35633 Lahnau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 5756
Eingetragen
1.4.2009
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Gegenstand
das Design, die Herstellung und die Vermarktung von elektronischen Produkten.

Historie

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Management

NameRolle
Josef Dr. Wiesing
seit 7.10.2013
Geschäftsführer
Jochen Steber
seit 4.6.2013
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

LTi Electronics GmbH

Lahnau

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

JAHRESABSCHLUSS
per 31. Dezember 2012 zum Zweck der Offenlegung gem. §§ 325 ff. HGB der LTi Electronics GmbH, Lahnau

Verzeichnis der Anlagen

 

Bilanz zum 31. Dezember 2012

 

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

 

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

 

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

 

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bilanz
zum 31. Dezember 2012

Aktiva

31.12.2012 31.12.2011
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   58.654,00 105.448,00
II. Sachanlagen   1.184.926,00 1.048.628,20
    1.243.580,00 1.154.076,20
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte   4.054.631,63 5.262.444,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   3.610.546,91 1.753.688,84
• davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.487.133,25   (0,00)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   4.702,48 22.783,15
    7.669.881,02 7.038.916,52
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   1.009.399,66 394.098,00
    9.922.860,68 8.587.090,72
       

Passiva

     
    31.12.2012 31.12.2011
 
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   1.250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage   745.170,57 745.170,57
III. Verlustvortrag   -1.389.268,57 -484.688,31
IV. Jahresfehlbetrag   -1.615.301,66 -904.582,26
nicht gedeckter Fehlbetrag   1.009.399,66 394.098,00
    0,00 0,00
B. Rückstellungen   560.860,00 481.431,00
C. Verbindlichkeiten   9.362.000,68 8.105.659,72
•davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 5.462.000,68 (€ 5.093.985,82)      
•davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 873.906,53   (917.140,16)
•davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 873.906,83 (€ 917.140,16)      
•davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.051.702,32   (0,00)
•davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.151.702,32 (€ 0,00)      
    9.922.860,68 8.587.090,72

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

2012 2011
1. Umsatzerlöse   20.503.833,42 25.445.695,67
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   6.011,86 -194.821,58
3. andere aktivierte Eigenleistungen   30.748,30 67.279,24
Gesamtleistung   20.540.593,58 25.318.153,33
4. sonstige betriebliche Erträge   56.888,29 155.778,15
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Be- triebsstoffe und für bezogene Waren 14.733.076,74   18.531.533,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 427.044,62   902.161,38
    15.160.121,36 19.433.694,42
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 4.065.379,43   4.011.699,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 857.670,29   811.540,77
    4.923.049,72 4.823.240,34
- davon für Altersversorgung € 32.912,51 (€ 22.874,93)      
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   276.809,54 251.657,10
8. sonstige betriebliche Aufwendungen   1.490.516,01 1.523.444,01
Betriebsergebnis   -1.253.014,76 -558.104,39
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 964,00   876,00
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen € 876,00 (€ 876,00)      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 363.250,90   334.191,87
- davon Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 3.907,00 (€ 10.134,00)      
Finanzergebnis   -362.286,90 -333.315,87
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.615.301,66 -891.420,26
12. außerordentliche Aufwendungen   0,00 13.162,00
- davon Aufwendungen aus der Anwendung der Übergangsvorschriften BiIMoG € 0,00 (€ 13.162,00)      
13. außerordentliches Ergebnis   0,00 -13.162,00
14. Jahresfehlbetrag   1.615.301,66 904.582,26

Anhang
für das Geschäftsjahr 2012

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der LTi Electronics GmbH, Lahnau, im folgenden "Gesellschaft" genannt, für das Geschäftsjahr 2012 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden richten sich nach den handelsrechtlichen Vorschriften zur Rechnungslegung in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und werden stetig angewendet.

Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung - weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ( § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen, da wegen der eingeleiteten Maßnahmen zur Eigenkapitalstärkung und Verlustbeseitigung von einer Fortführung der Gesellschaft ausgegangen wird.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 5 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige degressive oder lineare Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen des Sachanlagevermögens beträgt die Nutzungsdauer 3-14 Jahre.

Im Geschäftsjahr zugegangene Vermögensgegenstände wurden zeitanteilig abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 € wurden direkt als Aufwand verbucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150,01 € und 1.000,00 € wurden in einen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (Niederstwertprinzip).

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material-und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten.

Soweit Bestandsrisiken vorliegen, die sich aus der Lagerdauer und/oder verminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % berücksichtigt.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverbindlichkeiten sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Diese ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der mit der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wird. Der sich dabei ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. ,,Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist.

Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz 5,04 %
Anwartschaftstrend (z.B. Gehalt) p.a. 0,00 %
BBG-Trend 0,00 %
Rententrend 2,00 %
Fluktuation 4-5 %

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt gewordenen Verpflichtungen, Verluste und Risiken; sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt worden.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Transaktionstag eingebucht. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

3. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel:

Entwicklung des Anlagevermögens
in 2012

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
1.1.2012
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand
31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.420,21 253,60 0,00 0,00 184.673,81
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 55.407,88 0,00 0,00 0,00 55.407,88
2. technische Anlagen und Maschinen 1.120.161,95 322.793,80 16.925,20 0,00 1.459.880,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.053,77 43.265,94 0,00 97.546,00 435.773,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.925,20 0,00 -16.925,20 0,00 0,00
  1.682.548,80 366.059,74 0,00 97.546,00 1.951.062,54
  1.866.969,01 366.313,34 0,00 97.546,00 2.135.736,35
Abschreibungen
Stand
1.1.2012
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 78.972,21 47.047,60 0,00 126.019,81
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.309,88 2.770,00 0,00 11.079,88
2. technische Anlagen und Maschinen 442.804,95 135.765,00 0,00 578.569,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.805,77 91.226,94 97.546.00 176.486,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  633.920,60 229.761,94 97.546.00 766.136.54
  712.892,81 276.809,54 97.546,00 892.156,35
Buchwerte
Stand
31.12.2012
Stand
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.654,00 105.448,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 44.328,00 47.098,00
2. technische Anlagen und Maschinen 881.311,00 677.357,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 259.287,00 307.248,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 16.925,20
  1.184.926,00 1.048.628, 20
  1.243.580.00 1.540.076,20

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Der den Anschaffungskosten entsprechende beizulegende Zeitwert einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 49 wurde mit Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von T€ 87 verrechnet und der verbleibende Saldo von T€ 38 unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten von T€ 9.362 ist in Höhe von T€ 874 durch Grundschulden eines nahestehenden Unternehmens gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 6.052 bestehen ausschließlich gegenüber Gesellschaftern. Sie resultieren in Höhe von T€ 107 aus Lieferungen und Leistungen.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

5. Sonstige Angaben

5.1. Art und Zweck von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

Zur Durchführung ihrer Geschäftstätigkeit hat die Gesellschaft Räumlichkeiten angemietet sowie technische Anlagen geleast.

Aus diesen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich am Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.505. Vom Gesamtbetrag entfallen T€ 565 auf Laufzeiten bis zu einem Jahr und T€ 940 auf mehrjährige Verpflichtungen.

5.2. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2012 wurden durchschnittlich 137 Mitarbeiter und ein Auszubildender beschäftigt.

5.3. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren bzw. sind

 

Frau Karin Lust, Lahnau (bis 15.05.2013) Herr Eberhard Schmauch, Wetzlar,
Herr Dr. Josef Wiesing, Wetzlar, (ab 02.08.2013)

 

Frau Lust und Herr Schmauch führten bzw. führen hauptberuflich die Geschäfte der LTi Electronics GmbH.
Herr Dr. Wiesing ist hauptberuflicher Geschäftsführer der LTi GmbH, Lahnau.

5.4. Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LBI Holding GmbH & Co. KG (vormals: LTi Holding GmbH & Co. KG), Lahnau, zum 31.12.2012 einbezogen.

 

Lahnau, den 06. Dezember 2013

Dr. Josef Wiesing, Geschäftsführer

Eberhard Schmauch, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die LTi Electronics GmbH ist als Fertigungsdienstleister (EMS Electronics Manufactures Services) für Baugruppen und Systeme für die LTi-Unternehmensgruppe und frei am Markt aktiv. Diese EMS-Branche ist weltweit geprägt durch sehr große Dienstleistungsunternehmen, die Elektroniken jeglicher Art (Automotive, Informationstechnologie, Telekommunikation etc.) mit weltweit verteilten Fertigungswerken herstellen. In Deutschland haben sich neben den weltweit agierenden Unternehmen auch größere Mittelständler als Fertigungsdienstleister für Elektronik etabliert. Oftmals waren dies Ausgründungen aus Konzernen oder Unternehmensgruppen. Hierbei teilt sich der Markt auf in Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl von 100 - 1.000 Mitarbeitern und Unternehmen mit Mitarbeitern < 50 Personen. Die eher kleineren Unternehmen behaupten sich am Markt aufgrund ihrer Flexibilität und Kundennähe. Die mittleren Unternehmen haben neben der hohen Flexibilität und der Kundennähe auch die Vorteile des höheren Einkaufsvolumens und moderner Fertigungstechnologien und einrichtungen. Die LTi Electronics GmbH behauptet sich am Markt mit modernen Technologien und - im Bereich der Leistungselektronik - mit einer guten Größe des Einkaufsvolumens. Die Kunden der EMS-Dienstleister verlangen immer kleinere Losgrößen und immer kürzere Lieferzeiten bei einer gestiegenen Varianz. Diese Anforderungen lassen sich nur von lokalen in der Nähe befindlichen EMS-Dienstleistern wirtschaftlich sinnvoll erbringen.

Der Markt der Elektronikfertigung wächst kontinuierlich. Auf Grund der Anfragen für die Herstellung von elektronischen Baugruppen ist festzustellen, dass immer mehr Maschinenbauunternehmen die Herstellung von Elektronischen Baugruppen nicht mehr selbst durchführen wollen, sondern diese Prozesse an Dienstleister auslagern möchten. Daneben wächst auch die Automatisierungsbranche kontinuierlich.

Da die LTi Electronics GmbH derzeit noch stark von der LTi DRiVES GmbH abhängig ist, orientierte sich das Jahr 2012 am Geschäftsverlauf der LTi DRiVES GmbH. Der Umsatzrückgang der LTi DRiVES GmbH im Jahr 2012 spiegelt sich 1:1 im Ergebnis der LTi Electronics wider. Neu gewonnene Kunden werden sich erst in 2013 / 2014 vom Umsatz her bemerkbar machen.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz der LTi Electronics GmbH in 2012 lag mit TEUR 20.504 um 19,4 % unter dem Umsatz von 2011. Der Auftragseingang in 2012 lag auch unter dem Umsatz.

3. Produkte, Produktion und Beschaffung

Das Produktspektrum der LTi Electronics GmbH besteht aus der Dienstleistung für Entwicklung, Layout und der Erstellung von Prüftechnik von Elektronikbaugruppen (hier wurde ein Umsatz von etwa 770.000 EUR erzielt) und der Produktion von Elektronikbaugruppen sowie der Produktion von kompletten Systemen. Im Jahr 2012 wurden 530.000 Flachbaugruppen (inklusive der Stromsensoren) produziert.

Weitere Technologien der LTi Electronics GmbH sind neben der SMD- und THTBestückung besonderes Know-how im Bereich Leistungselektronik, Lackieren und Fixieren von Baugruppen.

Auf dem Beschaffungsmarkt gab es keine größeren Veränderungen. Mit allen wichtigen Lieferanten sind Qualitätssicherungsvereinbarungen getroffen. Es wurden vermehrt Lieferantenauditierungen im asiatischen Raum durchgeführt. Diese Audits haben zu positiven Ergebnissen geführt, sodass nunmehr direkte Lieferantenbeziehungen mit asiatischen Herstellern vorwiegend im Bereich Leiterplattenherstellung aufgebaut werden können.

4. Investitionen

In 2012 wurden nicht alle Investitionen planmäßig durchgeführt. Hauptsächlich waren dies die Investitionen im Bereich Fertigung. Die geplanten Investitionen die nicht durchgeführt wurden waren Tester und Montageeinrichtungen, die für das Jahr 2013 neu geplant werden.

5. Personal- und Sozialbereich

Beschäftigt wurden im Durchschnitt des Jahres 2012 bei der LTi Electronics GmbH 137 Mitarbeiter und 11 Leiharbeiter. (2011 waren durchschnittlich beschäftigt: Mitarbeiter 137, Leiharbeiter 27). Der Personalbestand konnte nur verzögert dem Auftragsrückgang angepasst werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Veränderungen in der Struktur des Personalbestandes. Der Krankenstand des Unternehmens lag bei 6.16 % % (i.V. 5,91 %) im Jahresdurchschnitt. Die Erhöhung resultiert aus einer hohen Krankheitsquote aus dem März 2012 mit 11.06 %. Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge wurden Pensionskasse und Direktversicherung angeboten, was von den Mitarbeitern auch genutzt wurde.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist dadurch geprägt, dass die Bilanzsumme von 8.587 TEUR auf 9.923 TEUR gestiegen ist. Die Erhöhung beruht hauptsächlich darauf, dass die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände im Vergleichszeitraum von 1.754 TEUR auf 3.611 TEUR gestiegen sind. Auf der Kapitalseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten um 1.256 TEUR von 8.106 TEUR im Vorjahr auf 9.362 TEUR im Berichtsjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben im Vergleichszeitraum nahezu unverändert.

2. Finanzlage

Durch den Jahresfehlbetrag 2012 hat sich das negative Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2012 auf TEUR 1.009 erhöht. Der Liquiditätsabfluss durch den in 2012 erzielten Verlust wurde durch eine Kapitalerhöhung von TEUR 1.000 sowie zusätzliche Darlehen der LTi Holding GmbH & Co. KG ausgeglichen.

3. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2012 hat sich für die LTi Electronics GmbH sehr schwierig gestaltet. Zu Beginn des Jahres gestaltete sich die Ertragslage noch positiv. Ab Juni wurde auf Grund von Verschiebungen und Stornierungen im Bereich Photovoltaik und Wind die Umsatz- und Ertragslage sehr schwierig. Hohe Lagerbestände und geringer Auftragseingang aus diesen Bereichen führten zu Verlusten. Eingeleitete Maßnahmen wie Freisetzten von Leiharbeitern und Auslaufen von Arbeitsverträgen konnte nur zeitlich verzögert umgesetzt werden.

Seit Beginn des Jahres 2013 sind die hohen Materialbestände teilweise aufgebraucht und die Mitarbeiter sind der Auftragslage angepasst.

Die Ertragslage kann im Wesentlichen durch den Zweijahresvergleich der folgenden Kennzahlen dargestellt werden.

2012 2011
Umsätze (in TEUR) 20.504 25.446
Personalaufwand (in TEUR) 4.923 4.823
Personalintensität (in %) 24,0 % 19,0 %
Investitionen (in TEUR) 367 460
Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (in TEUR) -1.253 -558
Umsatzrentabilität (in %) -6,1 % -2,2 %
Finanzergebnis (in TEUR) -362 -333

Die LTi Electronics GmbH hat im Jahr 2012 mit ihrem wichtigsten Endkunden der LTi DRIVES GmbH fast 90% ihres Umsatzes realisiert.

C. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung vom 01. April 2013 wurde die Gesellschaft zusammen mit einem Großteil der übrigen LTi-Gesellschaften von der LTi GmbH, Lahnau (vormals Hamburg), einer Gesellschaft des Körber-Konzerns übernommen. Seitdem gehört die LTi Electronics GmbH zum Konzern der Körber AG, Hamburg.

D. Risiko- und Prognosebericht

1. Risikobericht

Aufgrund der unter B.3 beschriebenen Ertragslage musste die Gesellschaft in 2012 einen deutlichen Jahresfehlbetrag ausweisen. Hierdurch hat sich der Kapitalfehlbetrag aus dem Vorjahr weiter erhöht und es ist eine bestandsgefährdende Situation entstanden. Da die strukturellen Verlustursachen andauern ist trotz der Einleitung von Gegenmaßnahmen wie unter B.3 dargestellt auch für die Jahre 2013 und 2014 mit negativen Ergebnissen zu rechnen. Bis die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen vollständig wirken und die Gesellschaft wieder nachhaltig positive Ergebnisse erwirtschaftet, ist ihr Fortbestand daher davon abhängig, dass der Gesellschafter bzw. der Körber-Konzern ausreichendes Kapital zur Verfügung stellen. Gemäß Vorstandsbeschluss der Körber AG vom 18.11.2013 wird das negative Eigenkapital vor dem 31.12.2013 (Einlage in die Kapitalrücklage) ausgeglichen werden; weitere Kapitalmaßnahmen sind in 2014 geplant.

Der Materialbestand wurde auf ein Normalmaß gesenkt und die Mitarbeiteranzahl so angepasst, dass mit dieser Mitarbeiteranzahl ein Umsatz von 20 Mio. EUR erzielt werden kann. Umsatzsteigerungen werden durch Einstellungen von Leiharbeitnehmern kurzfristig angepasst.

2. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2.013 ist mit einer Umsatzsteigerung zu rechnen. Zum Zeitpunkt

der Erstellung des Jahresberichtes zeichnet sich eine Steigerung von ca. 10 % ab.

Im Unternehmen sind weitere Prozessoptimierungsprogramme in der Umsetzung und werden noch 2013 Kostenreduzierungen erzielen

Langfristig ist der Bereich der Elektronikdienstleistung ein wachsender und sehr zukunftsträchtiger Bereich. Gerade der Stückzahl- und der Technologiebereich in dem die LTi Electronics GmbH tätig ist verspricht weitere Wachstumsraten. Auch der Bereich, in dem die Hauptkunden der Unternehmensgruppe tätig sind (Antriebs- und Automatisierungstechnik), ist ein wachsender Zukunftsmarkt.

 

Lahnau, den 06. Dezember 2013

Dr. Josef Wiesing, Geschäftsführer

Eberhard Schmauch, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LTi Electronics GmbH, Lahnau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung entsprechend § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung /Ünzuochnänkon, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt O.1. Risikobericht ausgef hd. dass die Gesellschaft in 2012 einen deutlichen Verlust erzielt hot, wodurch sich ihr nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag zum 31.12.2012 weiter erhöht hat und eine bestandsgefährdende Situation entstanden ist. Da die strukturellen Verlustursachen andauern ist trotz der Einleitung von Gegenmaßnahmen auch für die Jahre 2013 und 2014 mit negativen Ergebnissen zu rechnen. Bis die eingeleiteten Rnatruktuherungnma8nahman vollständig wirken und die Gesellschaft wieder nachhaltig positive Ergebnisse unwidoohuftet, ist ihr Fortbestand daher davon abhAngig, dass der Gesellschafter bzw. der Körber-Konzern ausreichendes Kapital zur Verfügung stellen. Gemäß Vorstandsbeschluss der Körber AG vom 18.11.2013 wird das negative Eigenkapital vor dem 31.12.2013 (Einlage in die Kapitalrücklage) ausgeglichen werden; weitere Kapitalmaßnahmen sind in 2014 geplant.

 

Gießen, den 20. Dezember 2013

ANDAMOS
Unternehmensberatungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Uwe Hohn, Wirtschaftsprüfer

Christoph Becker, Wirtschaftsprüfer

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Der Bestätigungsvermerk vom 20. Dezember 2013 bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012.

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