UBH Software & Engineering GmbH

Jubatus-Allee 2, 92263 Ebermannsdorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Amberg HRB 1565
Eingetragen
30.7.1992
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungUnternehmensberatung
Gegenstand
Das Consulting, die Planung, Organisationsberatung, Entwicklung, Realisierung, Projektierung, das Engineering, die Montage, die Inbetriebnahme, die Installation und Automation, die Modernisierung, die Wartung, der Einkauf und Vertrieb und sonstige Handel sowie der Betrieb und das Management von -Warenwirtschafts- und Produktionsplanungssystem, -betrieblicher und kaufmännischer Anwendungssoftware, -Prozeßtechnik-Produktionssteuerungsund Leitstandsystemen, -Logistik, Materialfluß-,Lagerverwaltung- ,Kommisionier- und Förderanlagen, -Mess-, Steuer-, Regel-, MDE-.BDE- und Qualitäts- und Kontrollaufgaben, -Individual- und Standardsoftware, EDV-Anlagen, Rechnerkomponenten und Peripherie-Systemen, -heterogenen und homogenen Netzwerken und zwar national wie international sowie die Durchführung aller mit diesen Aktivitäten zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Prösl
seit 7.11.2025
Prokura
Gerald Gaberz
seit 13.6.2022
Geschäftsführer
Manfred Kaiser
seit 29.1.2020
Prokura
Hermann Vollath
seit 7.5.2013
Prokura
Michael Kaiser
seit 19.1.2010
Prokura
Martin Zimmermann
seit 30.7.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

66.66% identifiziert33.33% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
33.33%
33.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Anteile in ungeteilter Erbengemeinschaft (Az. II 466/14 AG AM)
33.33%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Anteile in ungeteilter Erbengemeinschaft (Az. II 466/14 AG AM)
Germany
300.000 €
33.33%
Hermann Vollath
92521 Schwarzenfeld
300.000 €
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UBH Software & Engineering GmbH

Ebermannsdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Leistungsportfolio

Die UBH Software & Engineering GmbH ist ein international ausgerichtetes Technologieunternehmen mit starkem Kundenfokus. Wir haben 1983 mit der Unternehmensberatung in der Informationstechnologie begonnen und uns in einem Wirtschaftszweig mit schnell fortschreitender Technik zu einem leistungsstarken Anbieter von innovativen Lösungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie, der Lager- und Produktionsautomation entwickelt.

Die UBH Software & Engineering GmbH ist wie die UBH Mechanical Engineering GmbH und die UBH Real Estate GmbH ein rechtlich selbständiges Unternehmen; zusammen sind sie in der UBH Unternehmensgruppe wirtschaftlich miteinander verbunden.

Die UBH Software & Engineering GmbH ist vorrangig in zwei Geschäftsfeldern aktiv:

1.1 Automation Solutions

Im Geschäftsfeld "Automation Solutions" erarbeitet die UBH als innovativer Automatisierer und Lösungsanbieter innovative Automationslösungen für komplexe Problemstellungen in der innerbetrieblichen Logistik und in der Produktion.

Als Generalunternehmer für Intralogistikprojekte übernehmen wir die Gesamtverantwortung und schlüsselfertige Lieferung aller Gewerke, ausgenommen hiervon sind Leistungen, die dem Bauhaupt- oder -nebengewerbe zuzuordnen sind. Auf Wunsch realisieren wir als Subsystemlieferant auch Teilleistungen aus den Bereichen Automatisierungs- und Informationstechnologie an Generalunternehmer für eine termingerechte Inbetriebnahme und Übergabe eines Gesamtumfangs.

Mit dem notwendigen Know-how und fundierter Praxiserfahrung verantwortet die UBH auch die Planung und Ausführung von Automatisierungsprojekten, sowohl für Einzelanlagen und Sondermaschinen, wie auch für komplexe, hochdynamische Montagelinien. Als innovatives Technologieunternehmen kann die UBH auf eine über 25-jährige Erfahrung bei der Realisierung von Automatisierungsprojekten (Neuinvestitionen und Retrofit-/Umgestaltungsmaßnahmen) mit individuellen IT- und Steuerungssystemen zurückgreifen.

Auftraggeber der UBH sind mittelständische Unternehmen unterschiedlicher Branchen im zentraleuropäischen Raum sowie weltweit tätige Generalunternehmer (Global Player) für schlüsselfertige Intralogistiklösungen. Mit hochqualifizierten Mitarbeitern werden einzelfallspezifisch Kundenprobleme identifiziert und Konzepte zu langfristigen Lösungen erarbeitet. Die hohen Anforderungen unserer Auftraggeber an Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit haben die UBH in den letzten Jahren am Markt zu einem anerkannten Unternehmen gemacht.

Zu unseren namhafteren Kunden zählen unter anderem: Amazon, BMW, Conrad Electronic, Fronius, Jungheinrich, Kion/Linde, MAN, Otto, Reemtsma, Siemens, Würth-Group, ZEG u.a.

1.2 Business Solutions

Im Geschäftsfeld "Business Solutions" versteht sich die UBH als Lösungsanbieter von betriebswirtschaftlicher Unternehmenssoftware und als anwendungsnahen Systemberater für mittelständische Unternehmen mit gewachsener Individualität und organisch ausgeformten Betriebsabläufen. Die Basis bildet eine eigenentwickelte Softwarelösung für die Plattform IBM i5 mit breitem Spektrum branchenspezifischer und branchenübergreifender Geschäftsabläufe. Mittelgroße Handelsorganisationen, Dienstleistungsbetriebe und Industrieunternehmen arbeiten heute mit der UBH Software wEBV.

Daraus ergeben sich die zwei Geschäftsfeldaktivitäten:

• Entwicklung und Vertrieb integrierter Standardsoftware zur Erfassung und Auswertung sämtlicher Schlüsselinformationen über die laufende Unternehmenstätigkeit. Die wEBV bildet alle geschäftskritischen Betriebsabläufe in einem durchgängigen System ab und basiert auf einer Software-Architektur mit klarer Trennung zwischen Präsentationsschicht, Programmlogik und Datenbank. Durch Verwendung von XML als Datenaustauschformat wird ein Höchstmaß an Flexibilität bei der Frontend-Gestaltung und Offenheit des Systems nach außen gewährleistet.

• Angebot aller notwendigen Beratungs- und Serviceleistungen zur Implementierung der wEBV-Suite sowie ergänzender Lösungen. Dazu gehören Projektmanagement-, Analyse-, Schulungs- und Beratungsdienstleistungen, Programmiertätigkeiten sowie Hotline-Service und Softwarewartung.

Unsere Umsatzerlöse im Geschäftsfeld "Business Solutions" stammen aus den Entgelten, die wir unseren Kunden für die Nutzung unserer Softwaresuite berechnen. Darüber hinaus erzielen wir Umsätze aus Wartungs-, Support-, Beratungs-, Entwicklungs-, Schulungs- und sonstigen Serviceleistungen.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die UBH Software & Engineering GmbH kann im Jahr 2023 aufgrund des turbulentem Geschäftsumfelds nicht an das erfolgreiche Vorjahr anknüpfen.

Der erwartete Umsatzrückgang ist eingetreten. Das noch erwartete positive Ergebnis konnte nicht erzielt werden.

Die UBH hat im Geschäftsjahr 2023 mit einem Rohergebnis von rd. 9,8 Mio. € ein negatives operatives Ergebnis vor Steuern von rd. 968 T€ erwirtschaftet. Die Betriebsleistung hat sich gegenüber dem Vorjahreswert um 22,5 % vermindert. Der Jahresfehlbetrag betrug rd. 863 T€. Der Rückgang der Betriebsleistung sowie das negative Jahresergebnis resultierten im Wesentlichen durch einen Rückgang der Ressourcenauslastung aufgrund von Projektausfällen/-minderungen (Projektteilstornierungen bzw. -verschiebungen), durch geringere Margen im Neuprojektgeschäft aufgrund stark gestiegener Material- und Fremdleistungskosten sowie aufgrund von nicht verrechenbaren Ineffizienzen durch Verzögerungen und Störungen in den Lieferketten.

Das bilanzierte Gesamtvermögen beträgt zum Stichtag rd. 15,6 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 44,5 %.

JAHRESABSCHLUSS 2023 UBH Software & Engineering GmbH
KENNZAHLEN GuV-Rechnung 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung
Rohergebnis 9.793,8 12.325,6 - 20,5 %
Operatives Ergebnis vor Steuern -967,2 1.034,5 - 193,5 %
Jahresüberschuss -863,4 741,4 - 216,4 %
Anzahl d. Beschäftigten z. Ende d. Periode 1) 111 114 - 3
Bilanzstruktur TEUR TEUR
Eigenkapital 6.944,8 7.808,2 - 11,1 %
Flüssige Mittel 8.065,6 7.966,0 + 1,2 %
Verbindlichkeiten 6.767,2 5.145,6 + 31,5 %
Bilanzsumme 15.620,7 14.389,3 + 8,6 %
Eigenkapitalquote 44,5 % 54,3 % - 9,8 %-Punkte

1) Ein Beschäftigter im Sinne dieser Angabe ist eine Person, welche in einer unbefristeten, vertraglichen Beziehung mit der UBH Software & Engineering GmbH steht; dazu zählen fest angestellte Mitarbeiter der Gesellschaft, freiberufliche Dienstleister, Arbeitskräfte von Personaldienstleistungen und anteilig zuordenbare Mitarbeiter von verbundenen Gruppengesellschaften für Shared Services.

3. Strategische Ausrichtung

Auch im Geschäftsjahr 2023 verfolgte die UBH die Strategie eines nachhaltigen, profitablen Wachstums und konzentrierte sich je Geschäftseinheit auf nachstehende geschäftspolitische Maßnahmen und Ziele:

3.1 Logistic Solutions

Ausbau unseres Angebotes von Logistiklösungen

Als Lagerautomationsspezialist realisieren wir heute kundenindividuelle Automatisierungen und Modernisierungen von innerbetrieblichen Logistikaufgaben zur performanten Steuerung von Warenströmen.

Mit den gewonnenen finanziellen Mitteln finanzieren wir die Eigenentwicklung von Software gestützten Logistiklösungen, erhöhen das Leistungsportfolio und die Innovationskraft, investieren in neues Personal, Strukturen sowie Organisation und schaffen notwendige Voraussetzungen, um die UBH zukünftig noch stärker als Systemintegrator für die Intralogistik auf dem zentraleuropäischen Markt zu positionieren.

Wir bauen auf unsere Technologie, starke Kundenorientierung im Mittelstand und nachweisbare Erfahrung, erfolgreiche Konzepte und Lösungen für schwierige, einzelfallspezifische Kundenprobleme zu erarbeiten. Wir wollen so unser profitables Wachstum fortsetzen.

Diese strategische Weichenstellung führt zu einem Ausbau langfristiger, wertvoller Kundenbeziehungen und wird die operative Leistungsfähigkeit und Ertragskraft des Unternehmens in Zukunft weiter verbessern.

Ausbau der Partnerstrategie

Zwischen der UBH und weltweit tätigen Anbietern (Global Player, Marktführer) von automatisierten Technologien in der Intralogistik bestehen kooperative Allianzen und Partnerschaften. Besagte Kooperationspartner nutzen neben den eigenen Ressourcen auch das Leistungsportfolio der UBH. Die gemeinsamen Interessen solcher Partnerschaften zielen darauf ab,

• beidseitiges Wachstum zu schaffen

• das jeweilige Angebots-/Leistungsportfolio durch ergänzende Technologien, Innovationen und spezifische Stärken des anderen Partners zu erhöhen

• gemeinsame, gleichgerichtete Akquisitionen zu attraktiven Projektaufträgen zu führen

• die Stärken eines mittelständischen Integrators mit den Vorteilen eines globalen Marktführers zu kombinieren (passende Beziehungsstruktur zu einem Mittelstandskunden)

• starke Kunden- und Marktsegmentierung mit standardisierten und weiterentwickelten Teilsystemen und Komponenten zu erzielen

• effektive Bündelung von Ressourcen und durchgängigen Informations- und Know-how-Austausch zu ermöglichen

Ziel der UBH ist, die strategischen Partnerschaften und langfristigen Kooperationen zu erhalten und auszubauen sowie weitere, sich ergänzende Neuallianzen zu gewinnen. Einflüsse, Auswirkungen und Risiken aus Großkundenbeziehungen sollen sich im angemessenen Verhältnis bewegen.

3.2 Smart Factory Solutions

Durch eine 100 %-Eigenkapitalbeteiligung an der TecMation Sondermaschinenbau GmbH schufen wir die Voraussetzung, uneingeschränkt Einfluss am besagten Unternehmen nehmen zu können und nutzen die Möglichkeit zum gezielten Erwerb ergänzender Technologien. Die TecMation Sondermaschinenbau GmbH wurde in die UBH Mechanical Engineering GmbH umfirmiert und als weiteres Unternehmen neben der UBH Software & Engineering GmbH und UBH Real Estate GmbH in die UBH-Group integriert.

Durch die Akquisition der TecMation Sondermaschinenbau GmbH haben wir ein Competence-Center für innovatives Mechanical Engineering, erreichen weitere Kundengruppen sowie neue Märkte und schaffen gemeinsames Potential für Cross-Selling. Die Chancen für einen langfristigen Erfolg sehen wir in der gleichgerichteten engen Zusammenarbeit beider Unternehmen, um zukünftig gesamtheitliche Smart-Factory-Lösungen basierend auf innovativer Produktions- und Logistikautomation mit eigener Technologiekompetenz anbieten zu können.

Wir finanzieren Aufwendungen, tätigen Investitionen, entwickeln innovative Konzepte und integrieren Zukunftstechnologien im besagten Tochterunternehmen.

3.3 Business Solutions

Im Geschäftsbereich "Business Solutions" verfolgen wir für die Aufrechterhaltung der Marktposition eine Erweiterung unseres Produktportfolios zur Erhöhung unserer Kundenorientierung und Technologiekompetenz. Im Markt der ERP-Lösungen setzen sich auf Dauer nur Softwaresysteme durch, die sinnvolle technologische Neuerungen integrieren, sich ausschließlich am Nutzen für die Anwender orientieren und auf dieser Basis den Kunden effiziente Lösungen zur Verfügung stellen. Diese sind auch die Maßstäbe, an denen wir unsere Entwicklungsarbeit ausrichten.

Um das Ziel erreichen zu können, ergriff die UBH nachstehende Maßnahmen:

• Weiterentwicklungen und Produktneuentwicklungen um unsere ERP-Software-Suite um innovative Lösungen zu ergänzen

• kundenspezifische Integrationslösungen und marktnahe Softwareprojekte mit hoher Kundenorientierung stehen im Zentrum unserer Akquisitionsanstrengungen

• verstärkte Branchenausrichtung

• verstärkt individuelle und umfassende Kundenbetreuung

4. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

4.1 Allgemein

Das Jahr 2023 stand im Zeichen des Kriegs in der Ukraine sowie dessen unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen auf die Volkswirtschaften in Europa. Die deutsche Wirtschaft kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch höhere Zinsen, eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland sowie unklare wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Laut Zahlen des statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Auch im Wirtschaftsjahr 2024 ist erkennbar, dass die Konjunktur am Heimatmarkt Deutschland sowie generell in Zentraleuropa zu keiner nachhaltigen Aufwärtsbewegung schwenkt.

In den für die UBH wichtigen Zielmärkten insbesondere die Länder in der DACH-Region, in Zentral- und Ost-Europa war die Nachfrage von vielen Faktoren negativ beeinflusst. Die Stimmung bleibt von Verunsicherung und Sorgen geprägt. Innovationsentscheidungen werden mehrfach geprüft und vielfach auf unbestimmte Zeit verschoben.

4.2 Hintergrund gesamtwirtschaftliches Marktumfeld

Intralogistik-Branche

Die Fördertechnik- und Intralogistikbranche ist Teil des Maschinenbaus und beschäftigt sich mit der Organisation, der Durchführung und der Optimierung innerbetrieblicher Materialflüsse mittels technischer Systeme und Dienstleistungen. Die Intralogistikbranche umfasst Hersteller von Hebezeug und Kränen, von Gabelstaplern und Lagertechnik sowie Softwareanbieter und Komplettsystemanbieter. Die deutschen Intralogistik-Anbieter aus Deutschland haben das Jahr 2023 mit einem geschätzten Produktionsvolumen von rd. 27 Milliarden Euro abgeschlossen. Dies teilt der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik mit. Für 2024 erwartet der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik ein Wachstum von 2 Prozent.

Informationstechnologie-Branche

Die Informationstechnologie-Branche ist Teil des ITK-Marktes und umfasst die Marktsegmente IT-Hardware, Software und IT-Services. Die IT-Branche in Deutschland gewinnt aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung weiter an Bedeutung. Das zeigt sich am stetigen Umsatzwachstum des IT-Sektors auf zuletzt 143,4 Milliarden € laut Bitkom. Das Wachstum hat sich allerdings von 6,8 % in 2022 auf 2,4 % in 2023 abgeschwächt.

5. Chancen- und Risikobewertung

5.1 Risiken

Die UBH ist im Beratungs- und Projektgeschäft tätig. Neben großen Chancen ergibt sich hieraus auch eine Vielzahl von Risiken für die Geschäftsentwicklung. Um diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und ihnen angemessen zu begegnen, wurden Vorsorgemaßnahmen getroffen. Allerdings kann keine Garantie dafür übernommen werden, dass damit alle Risiken erkannt und neutralisiert sind. Dies ergibt sich unter anderem daraus, dass Teile dieser Risiken außerhalb des Einflussbereichs der UBH liegen. Die Realisierung von Risiken kann zu Veränderungen oder zum Nichteintreten der Annahmen führen, die den Erwartungen der Geschäftsleitung über den künftigen Geschäftsverlauf zugrunde liegen und damit die Prognosen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung gefährden.

Die Handhabung der geschäftlichen Risiken ist Teil der unternehmerischen Verantwortung des UBH-Managements.

Es werden insbesondere folgende Risiken gesehen:

• Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der UBH negativ beeinflussen. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsfeld "Business Solutions" ist aufgrund der langjährigen Vertragsdauern der Kundenbeziehungen weitgehend sicher absehbar. Das stark durch Projektgeschäft charakterisierte Geschäftsfeld "Automation Solutions" weist indessen eine geringere Vorhersehbarkeit der Umsätze auf. Hier korreliert das Volumen deutlich mit der allgemeinen Investitionsneigung der Wirtschaft.

• Grundsätzlich besteht das Risiko, dass die von der UBH entwickelten Produkte oder Dienstleistungen nur eine unzureichende Akzeptanz am Markt finden. Im Rahmen der Standardsoftware (Lizenzgeschäft) lässt sich bei großen, langfristigen Entwicklungen nie sicher voraussagen, ob sie das Bedürfnis des Marktes und der Anwender decken.

• Die UBH integriert ihre Kernsoftwareprodukte für Business Solutions in die Hardware-Lösungen von Technologiepartner IBM. Durch einen raschen Technologiewechsel oder durch falsche Entwicklungstätigkeiten könnte der Bedarf der Kunden nicht exakt getroffen sein. Das Neukundengeschäft sowie die Umsätze aus Wartungsverträgen belegen eine stabile Nutzung dieser Systeme.

• Beratungsprojekte zur Implementierung der Software sind häufig mit der Bereitstellung von Ressourcen seitens des Kunden verbunden. Bei Automatisierungsprojekten liegen Mechanik, Verfahrenstechnik und Ablauftechnik oft nicht in unserem Einflussbereich. Diese Projektrisiken können zu Verzögerungen bei Systemeinführungen und/oder zu höheren Projektkosten führen. Damit verbundene Kundenregressforderungen und Imageschäden für die UBH können nicht ausgeschlossen werden.

• Dem Risiko des Forderungsausfalls wird dadurch begegnet, dass die UBH im Allgemeinen mit Partnern von hoher Bonität zusammenarbeitet sowie ein stringentes OP-Management mit Bonitätsprüfungen und eine frühzeitige Risikokategorisierung praktiziert.

• Als Technologieunternehmen ist die UBH auch in Zukunft auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Die Wissensträger der UBH sind Ziel von Abwerbungsversuchen durch die Konkurrenz. Durch fortwährende Maßnahmen versucht die UBH ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten, weiter auszubauen und die Personalstruktur an die Geschäftsentwicklung anzupassen. Der Erfolg der UBH hängt in hohem Maße davon ab, dass wir auch zukünftig in der Lage sind, qualifizierte Fachkräfte einzustellen und zu integrieren, Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden und das Mitarbeiter-Know-how durch Schulungsmaßnahmen an sich ändernde Markterfordernisse anzupassen.

• Zur Absicherung gegen mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken hat die UBH Versicherungen abgeschlossen. Um sicherzustellen, dass damit die finanziellen Folgen eintretender Risiken ausgeschlossen oder zumindest begrenzt sind, wird der Umfang des Versicherungsschutzes laufend geprüft und bei Bedarf angepasst.

• Besondere rechtliche Risiken bzw. Risiken in der Erfüllung sonstiger Anforderungen werden z. Zt. von der UBH nicht gesehen.

Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation hat ergeben, dass im Berichtszeitraum keine bestandsgefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende, Risiken erkennbar sind.

5.2 Chancen

Logistik- und Produktionsautomation = Zukunftsbranchen und Wachstumschancen

Logistik ist eine Querschnittsfunktion und eine weltweite Wachstumsbranche. Sie bietet vielfältige Aufgaben und ist abwechslungsreich, oft international geprägt und dennoch nah am Leben. Ohne funktionierende Transport- sowie Warenströme ist eine globalisierte Weltwirtschaft nicht denkbar. Durch die Coronapandemie hat der E-Commerce-Sektor einen enormen Wachstumsschub erfahren. Die geschlossenen Geschäfte und eine Vermeidung von sozialen Kontakten haben zu einem starken Anstieg von Onlinebestellungen geführt. Ohne Logistik geht nichts mehr - sie ist systemrelevant. Durch Digitalisierung, Automatisierung und technologische Innovationen (z. B. fahrerlose Transportsysteme, flexible/skalierbare Lagersysteme, KI, kollaborative Mensch-Maschine-Schnittstellen) kann die Logistik optimiert, effizienter und auch nachhaltig gestaltet werden. Dies ist eine wichtige Tendenz - und eine klare Chance für die UBH.

In der Produktion übernehmen weltweit intelligente Technologien und smarte Roboter die Arbeit in immer mehr Fabriken. Innovative, flexible Automationslösungen und die Digitalisierung der industriellen Produktion erlauben es, Herstellungsprozesse viel flexibler zu automatisieren als bisher. Die Fertigung wird damit schneller, zuverlässiger, preiswerter und ist wettbewerbsfähiger gegenüber der Produktion in Billiglohnländern. Durch die Coronapandemie und den Krieg in der Ukraine wurde ein Überdenken der Lieferketten und eine Neuausrichtung der Globalisierung ausgelöst - was wird outgesourct und wo wird produziert. Die Automatisierung wird einen Trend zur lokalen, heimischen Produktion bewirken, weil mit zunehmend automatisierten Prozessen auch im Inland wirtschaftlich und hochverfügbar gefertigt werden kann. Dies wird sich in Zukunft weiter manifestieren. Wir sehen dies als Chance und entwickeln unser Lösungs-/Leistungsportfolio konsequent weiter, um individuell und flexibel auf die Bedürfnisse unserer Kundenunternehmen reagieren zu können.

Die UBH Unternehmensgruppe ist mit ihrer Technologie-Competence in diesen beiden Zukunftsbranchen erfolgreich unterwegs und kann auch eine gesamtheitliche Smart-Factory-Lösung mit Logistik- und Produktionsautomation bieten.

6. Innovationen brauchen innovative Mitarbeiter

Im Fokus des Personalmanagements steht die weitere Verstärkung von Dynamik, Kompetenz, Professionalität und Innovationsfähigkeit in der UBH. Schwerpunkt der langfristigen Personalpolitik wird eine strategische Personalentwicklung sein. Dabei steht im Mittelpunkt, die Mitarbeiter zielgerichtet weiterzubilden, Leistungsträger an das Unternehmen zu binden und persönliche Karrierepfade aufzuzeigen sowie Unternehmens- und persönliche Ziele aufeinander abzustimmen.

Neben frühzeitiger Übernahme von Verantwortung bietet die UBH allen Mitarbeitern eine attraktive Vergütungspolitik. Außer dem festen Gehalt, das durch den individuellen Arbeitsvertrag geregelt ist, gibt es teilweise an Ergebnis und an vereinbarten Zielen ausgerichtete Vergütungsbausteine.

Wir verzeichnen so gut wie keine Fluktuation und einen weiterhin sehr niedrigen Krankenstand. Dies ist auch das Ergebnis eines positiven Arbeitsklimas mit viel Entscheidungsspielraum und Eigenverantwortung.

Durch unsere zukunftsorientierten Ausbildungsberufe bieten wir jungen Menschen eine echte Perspektive, denn wir bilden gezielt für unseren Bedarf aus. Die Auszubildenden von heute sind unsere Nachwuchskräfte von morgen.

Zur Sicherung und Stärkung der Kompetenzen und des Engagements der Mitarbeiter im Unternehmen wird sich die UBH auch weiterhin als attraktiver Arbeitgeber mit sozialer Verantwortung positionieren.

Auch in den kommenden Geschäftsjahren werden die hohe Einsatzbereitschaft und starke Motivation der Mitarbeiter die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg bilden.

7. Prognosebericht und Ausblick

Hinweis

Folgende Prognosen und in die Zukunft gerichtete Aussagen sind naturgemäß, insbesondere aufgrund der derzeitigen Situation im konjunkturellen, wirtschaftlichen und politischen Umfeld, mit Unsicherheit behaftet. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf den aktuellen Erwartungen der Gesellschaft und auf bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegen, beeinflusst unsere Geschäftsentwicklung. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der Gesellschaft wesentlich abweichen. Die getroffenen Erwartungen und Annahmen sind ausschließlich nach bestem Wissen und Gewissen erfolgt.

Prognose

Die Auswirkungen der aktuellen Krisen, vor allem seit Beginn des Ukraine-Krieges, lasten schwer auf den Schultern von Anbietern und Kunden. Im vergangenen Jahr prägten Störungen in den Lieferketten und die stark gestiegenen Material- und Fremdleistungskosten unser Projektgeschäft. Auch im neuen Berichtsjahr spüren wir einen gesunkenen Bedarf bei einigen Kunden und eine breite Zurückhaltung bei neuen Investitionsentscheidungen aufgrund unsicherer Grundlagen und Bedenken im Investitionsumfeld, höherer Finanzierungskosten wegen gestiegener Zinsen und/oder stark revidierter Annahmen für die Geschäftsentwicklungen. Das lässt sich am Investitionsklima in beinahe allen Bereichen - Militär-/Rüstungsindustrie hiervon ausgenommen - ablesen.

Da unser Geschäftsvolumen mit der allgemeinen Investitionsneigung der Wirtschaft korreliert, ist unsere erwartete Umsatzentwicklung vom rückläufigen Markt betroffen. Aufgrund des negativen Ergebnisses in 2023 haben wir Maßnahmen zu Kosteneinsparungen in Höhe von 800-900 T€ veranlasst. Hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung für 2024 erwartet die UBH SOFTWARE & ENGINEERING GmbH wieder eine leicht positive Ergebnislage.

Die Geschäftsleitung bleibt für den längerfristigen Ausblick optimistisch, denn die globalen Megatrends wie Automatisierung und Digitalisierung sind intakt und geben uns Rückenwind und gute Chancen auf weiteres perspektivisches Wachstum. Wir erkennen wichtige globale Trends und gute Wachstumspotentiale für unsere Unternehmensgruppe.

1) Es zeichnen sich Änderungen der internationalen Beziehungen und wirtschaftliche Neuausrichtungen ab. Wer kann mit wem beständige Verbindungen eingehen?

2) Globale Lieferkettenprobleme, Materialengpässe und Rohstoffabhängigkeiten bewirken neue, lokale Produktionsstätten mit dem Ziel der Lieferkettendiversifikation.

Bedingt durch diese beiden Trends werden neue Investitionsströme mit innovativer Automation entstehen. Die UBH ist europaweit im Projekt-/Investitionsgeschäft mit Automatisierungstechnik tätig.

3) Die demografische Entwicklung hat einen erheblichen Einfluss auf das Arbeitskräfteangebot einer Gesellschaft. Wer wird die Arbeit verrichten in Anbetracht von niedrigen Geburtenraten, chronischem Fachkräftemangel und allgemein sehr schwieriger Arbeitskraftsuche? Die Automatisierung ist nicht nur eine Option, sondern unverzichtbar.

Die Produktion, der Warenhandel und die Warendistribution werden sich ändern. Eine transformative und technologische Revolution, basierend auf digitaler Kommunikation, flexibler Automation und innovativer Technologien, schreitet rapide voran. Die Unternehmen, die nur ungenügend mit modernster Technologie ausgestattet sind, werden möglicherweise vom Markt ausscheiden oder mit dramatischen Folgen zu rechnen haben.

Die UBH kann mit ihrer starken Technologie-Competence als Lösungsanbieter für die Informationstechnologie, die Logistik- und die Produktionsautomation innovative Schlüsselbestandteile und auch ganzheitliche Lösungen für ihre Kunden liefern.

Mit einem innovativen Produkt- und Lösungsportfolio, einer hohen Leistungskraft, einer sehr gut qualifizierten, motivierten Mannschaft und hervorragenden Kunden und Geschäftspartnern wollen wir unsere Ziele erreichen.

 

Ebermannsdorf

gez. Martin Zimmermann, Geschäftsführender Gesellschafter

gez. Gerald Gaberz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.487.938,08 4.678.318,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.012,00 41.824,00
II. Sachanlagen 3.427.052,48 3.603.620,46
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.728.577,33 2.839.972,33
2. technische Anlagen und Maschinen 68.679,00 132.228,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 606.689,00 182.403,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.107,15 449.017,13
III. Finanzanlagen 1.032.873,60 1.032.873,60
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.873,60 32.873,60
2. Sonstige Finanzanlagen 1.000.000,00 1.000.000,00
B. Umlaufvermögen 11.079.128,29 9.636.476,46
I. Vorräte 33.500,00 10.000,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.205.158,66 12.419.348,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.980.071,96 1.660.470,84
1. Forderungen gegen Gesellschafter 290.000,00 290.000,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 84.490,48 430.401,92
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.605.581,48 940.068,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.065.556,33 7.966.005,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.624,44 74.499,35
Summe Aktiva 15.620.690,81 14.389.293,87

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.944.842,81 7.808.225,94
I. Gezeichnetes Kapital 900.000,00 900.000,00
II. Gewinnvortrag 6.908.225,94 6.166.794,84
III. Jahresfehlbetrag 863.383,13 -741.431,10
B. Rückstellungen 1.464.154,55 1.004.366,27
C. Verbindlichkeiten 6.767.191,69 5.145.618,06
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 557.805,00 689.057,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 6.209.386,69 4.456.561,06
D. Rechnungsabgrenzungsposten 444.501,76 431.083,60
Summe Passiva 15.620.690,81 14.389.293,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.793.752,27 12.325.569,21
2. Personalaufwand 7.992.323,72 8.162.931,02
a) Löhne und Gehälter 6.909.218,37 7.115.766,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.083.105,35 1.047.164,63
davon für Altersversorgung 10.652,43 13.700,63
3. Abschreibungen 310.388,18 321.040,57
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 310.388,18 321.040,57
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.600.720,63 2.828.965,26
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.000,00 1.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 180.895,05 115.641,65
davon aus verbundenen Unternehmen 74.807,29 112.474,10
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 39.416,84 94.760,31
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -125.449,61 274.073,82
9. Ergebnis nach Steuern -841.752,44 760.439,88
10. sonstige Steuern 21.630,69 19.008,78
11. Jahresfehlbetrag 863.383,13 -741.431,10

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: UBH Software & Engineering GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ebermannsdorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amberg
Register-Art / Register-Nr.: HRB 1565

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der UBH Software & Engineering GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter der Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 268 - 274a, 276 - 277 HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung findet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

Die Wertansätze in der Vorjahresbilanz der UBH Software & Engineering GmbH zum 31.12.2022 wurden unverändert als Bilanzvorträge übernommen.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB erstellt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Ausleihungen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten sind Einzelkosten, Fertigungsgemeinkosten, Materialgemeinkosten und Gemeinkostenbestandteile für allgemeine Verwaltung enthalten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden. Anlassbezogen erfolgen zusätzlich Einzelwertberichtungen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten stellen im Voraus gezahlte Beträge für Aufwendungen bzw. Erträge der Folgeperiode dar. Sie sind zum Nominalwert angesetzt.

Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres.

Die sonstigen Rückstellungen wurden auf Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Sie wurden in Höhe der voraussichtlichen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge gem. § 253 Abs. 1 HGB bewertet und berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Mitzugehörigkeitsvermerk (§ 265 Abs. 3 HGB)

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema der Bilanz mehreren Posten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu gemäß § 265 Abs. 3 HGB folgende Erläuterung gegeben:

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 84.490,48 sind auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vj.: EUR 430.401,92).

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 5.242,89 (Vj.: EUR 59.886,75) enthalten.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt (Vorjahr in Klammern):

Stand 31.12.2023
EUR
bis 1 Jahr
EUR
> 1 Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.347.626,87 1.347.626,87 0,00
(777.595,68) (777.595,68) (0,00)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 84.490,48 84.490,48 0,00
(430.401,92) (430.401,92) (0,00)
Forderungen gegen Gesellschafter 290.000,00 0,00 290.000,00
(290.000,00) (0,00) (290.000,00)
sonstige Vermögensgegenstände 1.257.954,61 763.800,74 494.153,87
(162.473,24) (153.353,28) (9.119,96)
2.980.071,96 2.195.918,09 784.153,87
(1.660.470,84) (1.361.350,88) (299.119,96)

Die Forderungen gegen Gesellschafter kommen in der Bilanz unter den sonstigen Vermögensgegenständen zum Ausweis.

Die Gesellschafterdarlehen werden mit 1,00 % p.a. verzinst.

Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen die nachfolgenden Rückstellungen enthalten:

Rückstellungen im Personalbereich

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Beträge für ausstehende Urlaubstage und Überstunden in Höhe von EUR 168.800,00 und Lohnkosten für Nacharbeiten fertiggestellter Objekte 2023 in Höhe von EUR 77.259,00.

Rückstellungen im Bereich Finanz- und Rechnungswesen

Diese Rückstellungen betreffen in Höhe von EUR 35.635,00 Jahresabschlusskosten, in Höhe von EUR 12.100,00 die Kosten für die Aufbewahrung von Unterlagen und in Höhe von EUR 4.906,00 sonstige Kosten.

Daneben wurden noch Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von EUR 153.500,00 sowie Rückstellungen für ausstehende Subunternehmerleistungen in Höhe von EUR 928.368,55 gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel zu entnehmen (Vorjahr in Klammern):

Stand 31.12.2023
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 557.805,00 131.252,00 426.553,00 0,00
(689.057,00) (131.252,00) (557.805,00) (32.797,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.647.291,16 1.647.291,16 0,00 0,00
(396.984,90) (396.984,90) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.078.514,01 4.078.514,01 0,00 0,00
(3.617.628,68) (3.617.628,68) (0,00) (0,00)
(- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) 5.242,89 5.242,89 0,00 0,00
(59.886,75) (59.886,75) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 483.581,52 483.581,52 0,00 0,00
(441.947,48) (441.947,48) (0,00) (0,00)
6.767.191,69 6.340.638,69 426.553,00 0,00
(5.145.618,06) (4.587.813,06) (557.805,00) (32.797,00)

Der Gesamtbetrag der Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 557.805,00 ist durch eine Buchgrundschuld, die auf dem Grundstück der Gesellschaft lastet, sowie durch eine Globalzession und eine Raumsicherungsübereignung besichert.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB, Eventualverbindlichkeiten

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Bürgschaft für Aval-Kredite der UBH Mechanical

Engineering GmbH, Ebermannsdorf

durch Rahmenvertrag über Avalkredite EUR 1.463.152,20
Übernahme Gewährleistungsbürgschaft EUR 7.950,00

für die UBH Mechanical Engineering GmbH

Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, da die UBH Mechanical Engineering GmbH ihre Kredite bedient und Jahresüberschüsse erzielt.

Darüber hinaus bestanden noch bedingte Rückzahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt EUR 135.000,00 aus Zuschüssen, für die die maßgeblichen Bindungsfristen noch nicht abgelaufen sind. Die Bindungsfrist endete zum 31. August 2024.

Da keinerlei Anhaltspunkte für ein Nichterreichen der mit den geförderten Investitionen zu erreichenden Kriterien erkennbar sind, wird nicht mit einer Rückzahlung gerechnet.

Außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen laufende Zahlungsverpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften in Form von Operating-Leasingverträgen, insbesondere PKW-Leasing. Die Vorteile der Leasinggeschäfte bestehen vor allem darin, zum einen das Risiko einer Überalterung von Vermögensgegenständen auf einen Dritten (Leasinggeber) zu verlagern und zum anderen den Abfluss liquider Mittel zeitlich zu verteilen. Diesen Vorteilen steht der Nachteil der langfristigen vertraglichen Verpflichtung und Vertragsbindung gegenüber. Die finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt EUR 344.104,63 mit Restlaufzeiten bis einschließlich 2028.

Die finanziellen Verpflichtungen in den folgenden Geschäftsjahren stellen sich aus den geschlossenen Leasingverträgen wie folgt dar:

EUR
fällig innerhalb eines Jahres 133.950,19
fällig zwischen einem und fünf Jahren 210.154,44
344.104,63

Sonstige Angaben

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen gemäß § 285 Nr. 11 HGB

An den nachfolgend aufgeführten Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % aller Anteile:

Firmenname Anteilshöhe
%
Eigenkapital 31.12.23
UBH Mechanical Engineering GmbH, Sitz Ebermannsdorf 100,0 EUR 302.074,77

Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt (31.12.2023), betrug EUR 3.113,97.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 79 Arbeitnehmer beschäftigt, die in folgende Gruppen eingeteilt werden können:

Technisch 63
Kaufmännisch 9
Verwaltung, Sonstige 7

Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Martin Zimmermann, Dipl.-Informatiker. Weiterer Geschäftsführer ist Herr Gerald Gaberz, Magister.

Auf die Angabe des Geschäftsführergehalts nach § 285 Nr. 9a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Einem Mitglied der Geschäftsführung wurde im Jahr 2023 ein Darlehen in Höhe von EUR 250.000,00 gewährt. Das Darlehen wird ab dem Zeitpunkt der Auszahlung mit einem Zinssatz von 2,00 % verzinst. Die Laufzeit des Darlehens beträgt 10 Jahre nach Inanspruchnahme. Die Rückzahlung erfolgt am Ende der Laufzeit in einer Summe (§ 285 Nr. 9c HGB).

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 407.046,10 1.760,00 0,00 0,00 408.806,10
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 407.046,10 1.760,00 0,00 0,00 408.806,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.862.613,94 0,00 0,00 0,00 3.862.613,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 856.828,39 30.246,47 0,00 0,00 887.074,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 828.982,54 63.814,23 0,00 450.097,48 1.342.894,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 449.017,13 24.187,50 0,00 -450.097,48 23.107,15
Summe Sachanlagen 5.997.442,00 118.248,20 0,00 0,00 6.115.690,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 128.902,64 0,00 0,00 0,00 128.902,64
2. sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
Summe Finanzanlagen 1.128.902,64 0,00 0,00 0,00 1.128.902,64
Summe Anlagevermögen 7.533.390,74 120.008,20 0,00 0,00 7.653.398,94
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 365.222,10 15.572,00 0,00 380.794,10
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 365.222,10 15.572,00 0,00 380.794,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.022.641,61 111.395,00 0,00 1.134.036,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 724.600,39 93.795,47 0,00 818.395,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 646.579,54 89.625,71 0,00 736.205,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.393.821,54 294.816,18 0,00 2.688.637,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 96.029,04 0,00 0,00 96.029,04
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 96.029,04 0,00 0,00 96.029,04
Summe Anlagevermögen 2.855.072,68 310.388,18 0,00 3.165.460,86
Buchwert
zum 31.12.2023
Euro
zum 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.012,00 41.824,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 28.012,00 41.824,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.728.577,33 2.839.972,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.679,00 132.228,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 606.689,00 182.403,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.107,15 449.017,13
Summe Sachanlagen 3.427.052,48 3.603.620,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.873,60 32.873,60
2. sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 1.000.000,00
Summe Finanzanlagen 1.032.873,60 1.032.873,60
Summe Anlagevermögen 4.487.938,08 4.678.318,06

 

Ebermannsdorf

gez. Martin Zimmermann, Geschäftsführender Gesellschafter

gez. Gerald Gaberz, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Zum vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die UBH Software & Engineering GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der UBH Software & Engineering GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UBH Software & Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Weiden i.d.OPf., den 26. März 2025

Lauterbach & Scholz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Julia Martin, Wirtschaftsprüfer

gez. Norbert Scholz, Wirtschaftsprüfer

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