Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 55267
Vorher
SCHLEUNIGER AUTOMATION GMBH
Eingetragen
24.1.2005
Branche
Herstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen MetallenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Metallwaren und Kunststofferzeugnissen jeder Art, insbesondere elektrische Metallverbindungen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Geräte und Maschinen herzustellen und anzumieten sowie sie zu vermieten und zu vertreiben.

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Genske
seit 6.4.2021
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schleuniger GmbH

Radevormwald

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Schleuniger ist ein globales Technologieunternehmen und ein führender Anbieter von Lösungen für die Kabelverarbeitungs- und Prüfindustrie. Die Produkte von Schleuniger werden überall dort benötigt, wo hochpräzise Verbindungen, höchste Produktivität, die Rückverfolgbarkeit von Daten und die Vernetzung von Wertschöpfungsketten eine Schlüsselrolle spielen. Außerdem nimmt die eigenständig geführte Schwestergesellschaft DiIT GmbH im Bereich der Digitalisierung und des industriellen IoT (Internet of Things) in ihren Absatzmärkten eine wichtige Rolle ein.

Die Kunden von Schleuniger sind überwiegend Zulieferer der Automobil-, Unterhaltungs- und Informationsindustrie sowie der Kommunikationsbranche. Das umfassende Lösungsportfolio beinhaltet halb- und vollautomatische Maschinen für die Herstellung anspruchsvoller Anwendungen, kundenspezifische Prozess- und Testautomationslösungen sowie Peripherie- und Prüfgeräte, Werkzeuge, Software für die Vernetzung von Daten über die gesamte Prozesskette und Serviceprodukte für das gesamte Spektrum der Kabelbearbeitung und Prüfung.

Schleuniger verfügt über Entwicklungs- und Produktionsstandorte in der Schweiz, in Deutschland und in China, zahlreiche Vertriebs- und Servicegesellschaften im EMEA-, NAFTA- und APAC-Raum sowie über 40 Distributoren weltweit.

Die Schleuniger Gruppe repräsentiert den Geschäftsbereich Wire Processing der börsennotierten Metall Zug Gruppe und beschäftigt weltweit rund 1.000 Mitarbeitende und rund 50 Auszubildende auf drei Kontinenten.

2. Forschung und Entwicklung

Schleuniger hat sich zum Ziel gesetzt, seine technologische Spitzenposition in wichtigen Bereichen zu erhalten bzw. auszubauen. Dem Entwicklungsbereich kommt dabei eine immer stärkere Bedeutung zu. Der Großteil des Produktspektrums von Schleuniger hat lange Lebenszyklen, so bilden neben Neuentwicklungen innerhalb und außerhalb der bestehenden Produktlinien vor allem Weiterentwicklungen mit Blick auf verstärkten Kundennutzen die Kernpunkte unseres Innovationsmanagements. Ein Schwerpunkt liegt dabei im verstärkten Angebot integrierter Leistungspakete. Schleuniger kooperiert bei den einzelnen Projekten mit verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten, aber auch mit Partnern aus der Industrie.

Im Geschäftsbereich Cut Strip Terminate (CST) stand ebenfalls die Fortführung der bereits in den Vorjahren initiierten Projekte im Fokus der Aktivitäten. Das betraf zum einen die konzeptionelle Erweiterung des bisherigen Produktportfolios, hier wurden die im Vorjahr begonnenen Aktivitäten fortgesetzt, zum anderen betraf es die Weiterentwicklung einzelner Komponenten.

Wie in den vergangenen Jahren konzentrierten sich die Entwicklungsaktivtäten des Geschäftsbereichs CST auf Prozessverbesserungen bei unterschiedlichen Anwendungstechnologien.

Am Standort Radevormwald wurden zudem neue Umweltziele für die Folgejahre beschlossen. Themenschwerpunkte sind die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Verminderung der Abfallmenge. Im Aktionsfeld Energieverbrauch werden wir unter anderem Hallenteile auf LED-Beleuchtung umrüsten; zur Reduzierung der Abfallmenge wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt und in Teilen mit der Umsetzung begonnen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland ist der langanhaltende Aufschwung im Jahr 2019 vorerst zu einem Ende gekommen. Diese Entwicklung spiegelt zum einen die globale konjunkturelle Abkühlung wider, zum anderen könnten sich verschiedene strukturelle Faktoren niederschlagen, die das Wachstum behindern. Zudem bestehen erhebliche Risiken für die weitere Entwicklung. Insbesondere eine Eskalation der Handelskonflikte würde die exportorientierte deutsche Wirtschaft empfindlich treffen. Vor dem Hintergrund der verhaltenen konjunkturellen Aussichten und des Strukturwandels, insbesondere aufgrund des technologischen Fortschritts im Zuge der Digitalisierung und des notwendigen Aufbruchs in eine neue Klimapolitik, ist die Wirtschaftspolitik gefordert, das Wachstumspotenzial der deutschen Volkswirtschaft zu stärken.

Die deutsche Volkswirtschaft hat sich schon in 2019 im Abschwung befunden. Ein wichtiger Grund dafür ist eine länderübergreifende Schwäche der Industrie. Sie dürfte zum Teil auf einen zyklischen Abschwung zurückzuführen sein, der mit einem Rückgang der Investitionen der Unternehmen einhergeht.

(Quelle: Sachverständigenrat Jahresgutachten2019/2020 /https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2019.html)

Aufgrund der international schwächeren Nachfrage gingen Produktion und Export zurück: Die deutschen Pkw-Hersteller haben im Dezember 276.400 Fahrzeuge produziert (-7 Prozent). Im Gesamtjahr 2019 wurden knapp 4,7 Mio. Pkw hergestellt (-9 Prozent). Aus Deutschland exportierten die Hersteller im Dezember 213.400 Pkw (-14 Prozent). Im Jahr 2019 wurden knapp 3,5 Mio. Pkw (-13 Prozent) an Kunden in aller Welt ausgeliefert. (Quelle: Verband der Automobilindustrie Pressemeldung Berlin, 06. Januar 2020)

2. Geschäftsverlauf

a. Schleuniger GmbH

Aufgrund des weltweiten Nachfragerückgangs in vielen Branchen ergaben sich Überkapazitäten, über welche sich wiederum ein starker Margendruck im Jahr 2019 ergeben hat. Für die Automobilindustrie bedeutete dies einen erheblichen Rückgang der Verkaufszahlen im zweiten Halbjahr 2019. Zudem war 2019 ein technologischer Wendepunkt für die Automobilindustrie. Die Unsicherheit im Zuge der Entwicklung in dem Bereich der Elektromobilität sorgte zusätzlich dafür, dass weniger Fahrzeuge produziert wurden. Die Entwicklung der Automobilmärkte hatte deutliche Auswirkung auf unsere Geschäftsentwicklung in allen Geschäftsfeldern.

Die Abschreibungen verringerten sich planmäßig und liegen mit 307 t€ unter dem Vorjahr (319 t€).

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 5,1 % auf 6,4 Mio. (Vorjahr 6.7 Mio. €). Diese Verringerung beruht im Wesentlichen auf dem Wegfall der Position "Auflebung Besserungsschein" welcher im Geschäftsjahr 2018 0,5 Mio.€ betrug.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von -97 t€ um 9 t€

auf -106 t€ leicht verschlechtert.

Insgesamt wird ein Jahresfehlbetrag für 2019 in Höhe von 1.689 t€ ausgewiesen, nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr in Höhe von 1.203 t€.

Auf Grund des Verlustes im Geschäftsjahr 2019 wurde keine Steuerrückstellungen gebildet (Vorjahr 143 t€).

b. Geschäftsbereich Cut Strip Terminate

Der Geschäftsbereich CST entwickelt und produziert vollautomatische Crimpcenter für die Prozesse Ablängen, Abisolieren, Vertüllen, Crimpen, Verdrillen und Verzinnen. Der weltweite Vertrieb erfolgt direkt über den Geschäftsbereich CST, die Schwesterunternehmen innerhalb der Schleuniger Gruppe oder über einen der zahlreichen Vertriebspartner.

Die Nachfrage nach den Produkten des Geschäftsbereiches CST kommt im Wesentlichen aus den Bereichen Automobil, Unterhaltungselektronik und Informationstechnologie (IT), sowie der Kommunikationsbranche. Die sich stets weiterentwickelnde Automobilindustrie fordert Komplexität und stellt hohe Anforderungen. Während Kabelmontagen immer vielschichtiger werden, müssen Hersteller höchste Qualität und Präzision garantieren. Diese Trends stellen unsere Kunden vor neue Herausforderungen - und wir helfen ihnen dabei, diese zu meistern. Ob Maschinen, Anlagen oder Software: Unsere Wegweisende Lösungen ermöglichen es, neue Produkte schneller, individueller und smarter zu fertigen und damit wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im Geschäftsjahr 2019 konnten wir vor allem aufgrund des schwachen Automobilmarkts kein Umsatzwachstum verzeichnen. Insgesamt sank der Umsatz in diesem Geschäftsbereich von 31.2 Mio. € in 2018 um 3.3 Mio. € auf 27.9 Mio. €.

c. Geschäftsbereich Market D-A

Der Geschäftsbereich Market D-A der Schleuniger GmbH stellt die Vertriebsorganisation für die Absatzmärkte Deutschland und Österreich dar. Der Geschäftsbereich erzielt einen Großenteil des Umsatzes mit den Segmenten Cut&Strip sowie SemiAutomatic. Im Segment Cut Strip Terminate konnte der Geschäftsbereich Market D-A nicht an das starke Wachstum aus dem Vorjahr anknüpfen und verzeichnete einen Umsatzrückgang von -764 t€. In diesem Geschäftsjahr sank der Gesamtumsatz von 16.6 Mio. € in 2018 um 4.5 Mio. € auf 12.1 Mio. €.

3. Lage des Unternehmens

a. Ertragslage

Die Umsätze im Geschäftsbereich CST sanken in dem Geschäftsjahr 2019 um 11%, die des Geschäftsbereiches Market D-A um 27%.

Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist eher durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßige Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße.

Der Materialaufwand ist absolut um TEUR 5.187 gesunken, die Materialeinsatzquote liegt mit 63,9 % auf dem Niveau des Vorjahrs (64,0%). Der Personalaufwand erhöhte sich prozentual um 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Erhöhung des Personalaufwands wird maßgeblich durch Lohnerhöhungen geprägt.

b. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die Stichtagsliquidität (liquide Mittel) beträgt 639 t€ und liegt 848 t€ unter dem Vorjahresniveau.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei 864 t€ und damit 689 t€ unter Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 12.468 Mio. € und liegen 1.375 Mio. € unter Vorjahresniveau. Der Rückgang der Verbindlichkeiten geht vor allem auf den Wegfall der Position "Auflebung Besserungsschein" und die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurück.

Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen werden.

Die Rückstellungen erhöhen sich per Saldo um 266 t€.

Uns stehen noch freie Kreditlinien innerhalb der Schleuniger Gruppe zur Verfügung sowie freie Sicherheiten für die Beschaffung von externen Bankkrediten.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich um 3.3 Mio. EUR bzw. 17 Prozent auf 16.9 Mio. EUR.

Dieser Reduzierung ist nahezu ausschließlich auf die Entwicklung der Forderungen aus Lieferung und Leistungen sowie auf den Verlust im Geschäftsjahr zurückzuführen.

Das Anlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 120 T€ auf 2,6 Mio. EUR. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen zurückzuführen, die höher waren als die gesamten Investitionen.

Die Reduzierung des Eigenkapitals um 1,6 Mio. EUR auf insgesamt 0,7 Mio. EUR resultiert aus dem Verlust des Geschäftsjahres 2019.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Nachfolgend wird über die für die Schleuniger GmbH bedeutendsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren berichtet. Sie werden zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen. Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens werden die Prognosen aus dem Vorjahr für das Geschäftsjahr 2019 mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung 2019 verglichen.

Im Lagebericht des Vorjahresabschlusses wurde im Prognosebericht ein deutlicher Umsatz- und Ergebniszuwachs für das Geschäftsjahr 2019 avisiert. Dieses Ziel konnte nicht erreicht werden.

Ein gruppenweit einheitliches und aktuelles Planungs- und Reportingsystem, eine klare Geschäfts- und Kompetenzordnung, regelmäßige stufengerechte Besprechungen mit der Konzernleitung, den Abteilungsleitern und den Abteilungsmitarbeitern sowie die Prozessbeschreibung und -abwicklung gemäß unserem nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem bilden den größengerechten Steuerungsrahmen für unsere unternehmerischen Aktivitäten.

Darüber hinaus analysiert und bewertet die Schleuniger GmbH periodisch die Geschäftsrisiken mit Hilfe eines konzerneinheitlichen Risk-Management-Systems. Bestehende Risiken werden insgesamt als geschäftsüblich und die Vorkehrungen und Steuerungsinstrumente als angemessen klassifiziert.

Über das gruppeneinheitliche Reportingsystem werden die zuständigen Stellen regelmäßig und zeitnah über die Projektfortschritte und das Auftreten ungeplanter Risiken informiert.

Die wichtigsten Größen für die Unternehmenssteuerung sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge.

5. Gesamtaussage

Neben der Schwäche der Automobilindustrie hatte auch die generelle Volatilität der Märkte wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Schleuniger GmbH im Jahr 2019. Im zweiten Halbjahr 2019 hat die globale Wirtschaftsentwicklung spürbar an Schwung verloren. Ursache dafür sind unter anderem der Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie das schwächere Wachstum des chinesischen Marktes.

Zu Beginn des Geschäftsjahres haben wir mit einem hohen Wachstum geplant, mussten allerdings im Verlauf des Geschäftsjahres die Planung nach unten korrigieren.

Die Schleuniger GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr das hohe Vorjahresniveau des Auftragseingangs nicht halten. Statt der geplanten Fortführung des Wachstums blieben die Auftragseingänge seit dem Herbst 2019 deutlich unter der saisonalen Erwartung. Dies ist auf die im Laufe des Geschäftsjahres sichtlich eingetrübte konjunkturelle Entwicklung insbesondere in Asien und in Teilen Europas zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse der Schleuniger GmbH sanken für das Geschäftsjahr 2019 um 8.4 Mio. € auf 39.4 Mio. € (Vorjahr 47.8 Mio. €). Die EBIT-Marge, gerechnet in Bezug auf die Umsatzerlöse des Kerngeschäfts, beträgt in diesem Geschäftsjahr

-4,1 % (Vorjahr 4,3 %). Das EBIT berechnet sich als Ertrag vor Zinsen, vor Steuern (Steuern vom Einkommen und Ertrag und sonstige Steuern) und vor Aufwendungen aus Wiederaufleben der Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft. Der Umsatz pro Mitarbeiter liegt bei 323 t€ (Vorjahr 362 t€). Die Book-to-Bill-Ratio beziffert das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen und lag 2019 bei 0,93 (Vorjahr 1,01).

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2019 war ursprünglich ein deutliches Umsatzwachstum prognostiziert worden. Dies Prognose ist aufgrund des eingetrübten marktökonomischen Umfeldes nicht eingetroffen.

Angesichts der weiterhin sehr zurückhaltenden wirtschaftlichen Prognosen für alle Regionen, und aufgrund der anhaltenden politischen Unsicherheiten, rechnet die Schleuniger GmbH in beiden Geschäftsbereichen nicht mit einer konjunkturbedingten, kurzfristigen Erhöhung der Auftragseingänge, auch ohne den Sondereffekt durch Corona.. Unsere strategischen Wachstumsinitiativen in unseren Schwerpunktregionen und bei neuen Produkten werden wir aber weiterführen, und so die verhaltene, konjunkturelle Entwicklung an einigen Stellen ausgleichen. In Summe stellen wir uns damit auf Auftragseingänge auf dem Niveau der letzten Monate ein.

Nach dem deutlichen Auftragsrückgang im Jahr 2019 erwarten wir für das Jahr 2020 einen weiteren Rückgang der Auftragslage.

Unsere Zielmärkte werden weiterhin die Automobil- und Elektromotorenindustrie sein. Diese Branchen stellen trotz aktuell sinkender Stückzahlen die zukünftigen Wachstumsmärkte dar.

Für den Umsatz rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang gegenüber diesem Geschäftsjahr. Wir profitieren zwar auch im nächsten Geschäftsjahr noch von unserem Auftragsbestand. Allerdings führt das in diesem Geschäftsjahr geringere Niveau des Auftragseingangs dann im nächsten Geschäftsjahr zwangsläufig zu einem Rückgang des Umsatzes, wenn eine kurzfristige Erholung ausbleibt.

Die aktuelle Coronavirus-Pandemie macht eine gesicherte Abschätzung über die Entwicklung der Absatzmärkte und damit über den Verlauf unserer Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr mittlerweile unmöglich. Die vor kurzer Zeit getroffen Annahmen treffen nicht länger zu, denn aktuell erwarten wir, dass die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie zu einer deutlichen Verschlechterung der weltweiten konjunkturellen Lage im Jahr 2020 führen wird. Schleuniger ist bestrebt, den Geschäftsbetrieb soweit wie möglich fortzuführen. Wir nutzen sämtliche verfügbaren Instrumente wie beispielsweise Kurzarbeit, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie so weit wie möglich zu minimieren.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Unternehmerisches Handeln bietet Chancen, ist aber stets auch mit Risiken verbunden. Wir verfolgen die Strategie, Risiken so zu steuern und zu verringern, dass die Chancen überwiegen. Dafür nutzen wir ein effektives Risikomanagementsystem.

Anwendungsbereich

Zur Umsetzung unserer Risikopolitik haben wir aufeinander abgestimmte Risikomanagement - und Kontrollsystem Elemente etabliert. Hierzu gehören neben den folgend dargestellten "Risiko- und Chancenmanagement" und "internes Kontrollsystem" im Hinblick auf Rechnungslegungsprozessen insbesondere die damit verbundenen Planungs,- Steuerungs,- und internen Berichterstattungsprozesse.

Unser Risikomanagementsystem ist auf das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau zugeschnitten. Wir können damit Risiken systematisch und einheitlich erfassen, analysieren und - soweit möglich - bewerten. Auf dieser Basis lassen sich frühzeitig wirksame Gegenmaßnahmen einleiten. Wir erfassen alle spezifischen Risiken, sofern sie erkennbar und hinreichend konkret sind. Allgemeine Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, zum Beispiel Naturkatastrophen, werden nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus analysiert und bewertet die Schleuniger GmbH periodisch die Geschäftsrisiken mit Hilfe eines konzerneinheitlichen Risk-Management-Systems. Bestehende Risiken werden insgesamt als geschäftsüblich und die Vorkehrungen und Steuerungsinstrumente als angemessen klassifiziert.

Die wichtigsten Größen für die Unternehmenssteuerung sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie ROCE.

Methoden und Prozesse

Das Risikomanagementsystem deckt alle wesentlichen Geschäfts- und Entscheidungsprozesse ab. Wir pflegen einen offenen Umgang mit Risiken und ermutigen Mitarbeiter, Fehlentwicklungen frühzeitig zu melden.

Internes Kontrollsystem im Hinblick auf Rechnungslegungsprozesse

Im Vergleich zum Risikomanagement liegt der Schwerpunkt des internen Kontrollsystems (IKS) auf dem Rechnungslegungsprozess mit dem Ziel der Überwachung der Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und der Finanzberichterstattung.

Strategische Risiken:

Als global agierendes Unternehmen ist unser Geschäft stark von den weltweiten konjunkturellen Entwicklungen anhängig. Eine weltweite, konjunkturelle Abschwächung - insbesondere in den von uns bedienten Märkten - kann dazu führen, dass wir unsere geplanten Umsätze und Ergebnisbeiträge nicht erreichen. Darüber hinaus könnten politische und gesellschaftliche Veränderungen vor allem in Ländern, in denen wir unsere Produkte vermarkten, Risiken entstehen. Handels- und Zollstreitigkeiten können den globalen Handel und damit das Weltwirtschaftswachstum beeinträchtigen. Ursache hierfür können politische Spannungen beziehungsweise Handelskonflikte zwischen einzelnen Ländern oder Regionen sein, die durch deren kurzfristige und auch unvorhersehbare Entscheidungen erheblichen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ertragslage haben können.

Operative Risiken:

Vertriebs- und Angebotsphase: Bei hoher Wettbewerbsintensität ist es möglich, dass wir unsere Margenziele in Auftragsverhandlungen nicht durchsetzen können. Bei der Kalkulation von Aufträgen können wir Kosten falsch einschätzen. Um vorzubeugen, holen wir in der Beschaffung aktuelle Marktpreise ein und lassen die Kalkulationsannahmen intern gegenprüfen. Unsere Vertriebsposition in den einzelnen Märkten ist meist gut.

Projektabwicklung/Engineering:

Sollten wir bei der Auftragsabwicklung Termine oder andere Zusagen nicht einhalten, können Mehrkosten entstehen oder Zahlungen von Kunden verschoben werden. Obwohl sich die Projektlaufzeiten tendenziell verkürzen, beurteilen wir dieses Risiko als beherrschbar, da unsere Kapazitäten an das Geschäftsvolumen angepasst sind. Ferner sind wir dank standardisierter Produkte und Prozesse in der Lage, eine Vielzahl von Projekten parallel abzuwickeln. Technischen oder logistischen Problemen bei Projekten beugen wir durch ein engmaschiges Lieferanten-Monitoring und regelmäßige Projekt-Reviews vor.

Markt

Mit Blick auf den großen Investitionsbedarf in den Bereichen Elektromobilität, autonomes Fahren und Connectivity könnte die Automobilindustrie die für uns relevanten Investitionen in Produktionstechnik reduzieren. Allerdings verzeichnen wir nach wie vor ein auskömmliches bis hohes Investitionsniveau. Denn für die Entwicklung der neuen Technologien benötigen die Automobilproduzenten hohe Cashflows aus dem Geschäft mit herkömmlichen Fahrzeugen. Dies setzt voraus, dass sie weiterhin ausreichend in effizienzsteigernde Produktionstechnik investieren. Hinzu kommt: Die Trends zu E-Mobilität und autonomem Fahren führen zu neuen Geschäftschancen für uns.

Im Automotive-Geschäft sind Abhängigkeitsrisiken möglich, da es weltweit nur wenige Automobilproduzenten gibt. Allerdings wächst ihre Zahl derzeit, da neue Hersteller von Elektrofahrzeugen in den Markt eintreten.

In unseren Märkten sind wir mit Preisdruck konfrontiert, am stärksten ausgeprägt ist er in der Regel die Automobilindustrie. Wir begegnen dem Preisdruck mit Innovation, Prozessoptimierung, Lokalisierung und Kostenkontrolle.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Schleuniger GmbH sichert ihre Liquidität regelmäßig durch mittel- bis langfristig greifende Maßnahmen. Die liquiden Mittel sind zu großen Teilen kurzfristig am Geldmarkt angelegt. Unser Liquiditätsreportingsystem ermöglicht eine tagesaktuelle Abfrage der Liquidität, weitere finanzielle Risiken sind für uns Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken.

Die Schleuniger GmbH fakturiert im Wesentlichen in EUR, USD und in CNY. Alle Darlehensverträge sind in Euro abgeschlossen. Bei den finanzwirtschaftlichen Risiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einer regelmäßigen Überwachung. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Schleuniger setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisentermin-, Devisenoptionsgeschäfte sowie Devisenswaps ein. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement einer Aktiengesellschaft (§ 91 Abs. 2 AktG) hat Schleuniger in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.

2. Chancenbericht

Wir nutzen ein konzernweites Chancenmanagementsystem, um neue Geschäftschancen zu identifizieren, zu bewerten und zu nutzen. Im Kontakt mit Kunden, Lieferanten und Partnern sammeln wir Informationen über neue Trends und Marktanforderungen. Diese Erkenntnisse werden zu Chancenkomplexen verdichtet und bewertet. Chancenkomplexe mit nachhaltigem wirtschaftlichem Potenzial werden in Strategie-Meetings analysiert. Danach integrieren wir gebilligte Chancenkomplexe in unsere Strategie und legen Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten sowie Zeitpläne fest. Die Identifikation und Bewertung von Geschäftschancen ist ein kontinuierlicher Prozess.

Eigenständig und gemeinsam mit unseren Kunden streben wir fortlaufend an, neue Technologien, Produkte und Lösungen zu entwickeln sowie bestehende zu verbessern. Hierfür investieren wir unter anderem in die Forschung und Entwicklung zum Einsatz neuer Technologien und Materialien. Die aktuell eingesetzten Technologien und Materialien können in absehbarer Zeit ihre Vorteile verlieren.

Mit dem strategischen Ansatz "Vom Produkt zum System" wollen wir zusätzlichen Kundennutzen auf Systemebene aus unserem heutigen Produktportfolio identifizieren. Das ermöglicht uns, weiteres Umsatzwachstumspotenzial auszuschöpfen und damit Wachstum- und Margenziele zu realisieren. Durch diesen Ansatz reduzieren wir darüber hinaus Entwicklungsaufwand und verkürzen somit die Zeit bis zur Markteinführung der Produkte

3. Gesamtaussage

Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2018 trübte sich die Konjunktur vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen und von Handelskonflikten im Jahr 2019 deutliche und nachhaltig ein. Unser ursprüngliches Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2019 mussten wir daher deutlichen reduzieren. Die konjunkturelle Lage bleibt angesichts wirtschaftlicher und politischer Unwägbarkeiten angespannt. Die weiterhin ungelösten Handelskonflikte wirken belastend. Der Blick auf konjunkturelle Lage in unseren Zielmärkten zeigt, dass eine kurzfristige Belebung nicht absehbar ist. Verschiedene Makroindikatoren deuten vielmehr darauf hin, dass die Aussichten zunächst trüb bleiben. Die Coronavirus-Epidemie wird auf die Entwicklung der Weltwirtschaft einen erheblichen, negativen Einfluss haben. Die verschiedensten Krisenszenarien werden derzeit durch Experten diskutiert, zum heutigen Zeitpunkt kann wohl niemand die Lage verlässlich einschätzen. Die Schutzschildmaßnahmen sind auf den Weg gebracht, so dass wir derzeit nicht von einem Katastrophenszenario ausgehen. Dennoch sind die Auswirkung auf die Schleuniger GmbH zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht abschließend zu bewerten. Wir haben uns mit entsprechenden Maßnahmen (Arbeitszonen - 50:50 Home-Office-Regel - Reiseverbot - Besuchsverbot, Teileversorgung) auf die aktuelle Lage vorbereitet, um die Produktion zu sichern. Wir gehen davon aus, dass sich im zweiten Halbjahr 2020 die Nachfrage und sowie die Produktion wiederbeleben, falls die täglichen Neuinfektionen in den nächsten Wochen den Höhepunkt überschreiten.

Wir gehen weiterhin davon aus, dass es aufgrund der Gesamtaufstellung sowie der finanziellen Ausstattung der Gruppe keine Risiken sind, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe und damit auch der Schleuniger GmbH substanziell gefährden. Das praktizierte Risikomanagement ermöglicht es, Risiken zeitnah zu erfassen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Der Fokus der Aktivitäten liegt auf dem Management von finanziellen Risiken und Marktrisiken sowie auf der Identifikation von unternehmerischen und technologischen Chancen.

Aufgrund unseres Produktportfolios, unseres Know-hows und unserer Innovationskraft sind wir davon überzeugt, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen realisieren und den Herausforderungen, die sich aus den vorgenannten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.

Aus dem derzeit noch für das Geschäftsjahr 2020 geplanten Cashflow - auch unter der Berücksichtigung eines Szenario in dem es in den kommenden 3 Monaten zu keinerlei Auslieferungen kommen wird - werden sowohl die zu leistenden Tilgungen auf Verbindlichkeiten als auch die Investitionen finanziert werden können.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung gewährter Skonti gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung von Währungsrisiken werden in bedeutenden Fällen Finanzinstrumente - wie Devisenoptionen - eingesetzt.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Abschluss einer neue Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Radevormwald, den 30. März 2020

Schleuniger GmbH

Die Geschäftsleitung

gez. Christian Berger

gez. Oliver Kopp

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 2.606.161,10 2.726.237,82
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.251,77 13.488,70
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 7.251,77 13.488,70
II. Sachanlagen 2.598.909,33 2.712.749,12
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.822.922,12 1.729.899,02
2. technische Anlagen und Maschinen 61.502,60 182.746,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 714.484,61 654.392,76
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 145.711,10
B. Umlaufvermögen 14.274.561,47 17.534.848,35
I. Vorräte 6.826.535,59 6.829.545,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.808.562,72 9.218.221,89
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.174.464,73 2.085.824,28
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.634.097,99 7.132.397,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 639.463,16 1.487.081,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.736,08 32.803,09
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.909.458,65 20.293.889,26

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 788.828,69 2.478.251,90
I. gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
II. Kapitalrücklage 250.000,00 250.000,00
III. Gewinnvortrag 1.203.251,90 0,00
IV. Jahresfehlbetrag 1.689.423,21 -1.203.251,90
B. Rückstellungen 2.327.711,46 2.061.391,75
C. Verbindlichkeiten 13.792.918,50 15.754.245,61
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.468.968,82 13.844.115,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.468.968,82 10.844.115,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.000.000,00 3.000.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.323.949,68 1.910.129,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.323.949,68 1.910.129,91
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.909.458,65 20.293.889,26

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 14.669.579,25 17.817.075,10
2. Personalaufwand 9.532.930,13 9.298.489,54
a) Löhne und Gehälter 8.132.265,37 7.896.043,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.400.664,76 1.402.446,01
davon für Altersversorgung 57.795,04 56.730,87
3. Abschreibungen 307.120,29 319.698,18
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 307.120,29 319.698,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.381.776,87 6.723.586,03
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 267.980,73 460.735,85
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 306,15 40,73
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 106.615,00 97.389,00
davon an verbundene Unternehmen 84.660,00 74.003,00
davon aus Abzinsung 21.955,00 23.175,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 143.100,00
8. Ergebnis nach Steuern -1.658.556,89 1.234.853,08
9. sonstige Steuern 30.866,32 31.601,18
10. Jahresfehlbetrag 1.689.423,21 -1.203.251,90

Anhang

der Schleuniger GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firmenname laut Registergericht: Schleuniger GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Radevormwald
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Köln
Register-Nr.: B 55267

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Schleuniger GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Darstellung - und insbesondere die Gliederung - des Jahresabschlusses wurde beibehalten. Alle weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Abschlussstichtag bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften nach § 256a HGB werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" gesondert (als Davon-Vermerk) ausgewiesen.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

(3) Sachanlagen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Bei den Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungspreis von 800 EUR werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben erfasst.

(4) Vorräte

Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren sind mit dem gewogenen, gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten.

Die Herstellungskosten umfassen neben den Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten. In die Herstellungskosten der Erzeugnisse werden Zinsen für Fremdkapital nicht einbezogen (§ 284 II Nr. 4 HGB).

Bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und Lagerreichweite sowie verminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bzw. zum beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Zur Abdeckung spezieller Ausfallrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. In Fremdwährung bestehende Forderungen wurden mit dem Euro-Referenzkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

(6) Flüssige Mittel

Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände werden zum Euro-Referenzkurs am Stichtag umgerechnet.

(7) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Für vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

(8) Aktive latente Steuern

Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts verzichtet.

(9) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

(10) Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem Teilwertverfahren nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2,71 % p.a. (Durchschnittsmethode) ermittelt. Dabei werden die Sterbetafeln (Heubeck-Richttafeln 2018 G) zugrunde gelegt. Es wurde eine Rentensteigerung von 1 % p.a. berücksichtigt. Nach der Neuregelung durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 werden ausschließlich Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen (Pensionsrückstellungen) mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen zehn Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB) Der Unterschiedsbetrag zu dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2019 87.437,-- EURO. In dieser Höhe besteht gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen betreffen die für das Geschäftsjahr 2018 noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden gebildet, soweit abzuschätzende Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die zu einem Vermögensabfluss führen werden. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden pauschal mit 0,7% des Jahresumsatzes geschätzt (Vorjahr: 0,7%).

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für zukünftige Dienstjubiläen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

(11) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

In Fremdwährung bestehende Verbindlichkeiten wurden mit dem Euro-Referenzkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

IV. Angaben zur Bilanz

(12) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Entwicklung und die Zusammensetzung der immateriellen Vermögensgegenstände sind aus dem Anlagengitter ersichtlich.

(13) Sachanlagevermögen

Die Entwicklung und die Zusammensetzung des Sachanlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt. Die Investitionen in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen überwiegend Vermögensgegenstände aus den Bereichen IT sowie sonstige und geringwertige Wirtschaftsgüter.

(14) Vorräte

Die Vorratspositionen beinhalten u.a. fertige und unfertige Erzeugnisse, Fertigfabrikate sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

(15) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz separat ausgewiesenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

(16) Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten (wie insbesondere Eigentumsvorbehalte bei Lieferantenverbindlichkeiten).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 771,6 TEUR (Vorjahr 1.296,8 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 9.708,3 TEUR (Vorjahr: 10.722,5 TEUR), davon resultieren 11,0 TEUR (Vorjahr: 175,2 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(17) Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Die Aufwendungen für Abfindung und Freistellung aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 551 TEUR werden unter dem Posten "Personalaufwand" ausgewiesen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

(18) Sonstige finanzielle Verpflichtung

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen nachfolgend aufgeführte sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
in T€
31.12.2019 31.12.2018
SAP Lizenzen 250,0 250,0
250,0 250,0

(19) Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Anzahl der Arbeitnehmer 31.12.2019 31.12.2018
Angestellte 92,8 96,0
Gewerbliche Mitarbeiter 35,5 34,8
128,3 130,8

Geschäftsführung und Geschäftsführungsbezüge

(20) Geschäftsführer

Christian Berger, Vorsitzender der Geschäftsführung, Wichtrach / Schweiz

Im Geschäftsjahr 2019 neu bestellte Geschäftsführer:

Oliver Kopp, Geschäftsführer, Herdecke (ab 01. Mai 2019)

Mit Gesellschafterbeschluss vom 12. April 2019 wurde Herr Oliver Kopp mit Wirkung zum 01. Mai 2019 als Geschäftsführer bestellt. Die Veränderung in der Geschäftsführung ist am 08. Mai 2019 ins Handelsregister eingetragen worden.

Hinsichtlich des Verzichts auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verweisen wir auf § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

(21) Konzern

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der METALL ZUG AG, Zug (Schweiz) einbezogen.

Der Konzernabschluss ist erhältlich bei:

METALL ZUG AG

Industriestrasse 66

6302 Zug - Schweiz

Latente Steuern

Es bestehen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den steuerlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Dienstjubiläen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden.

Die steuerlichen Wertansätze der Rückstellungen sind jeweils geringer. Auf die Aktivierung der sich daraus ergebenden Steuerentlastung als aktive latente Steuern wurde in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten, über die zu berichten wäre.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Radevormwald, den 30.03.2020

Schleuniger GmbH

- Geschäftsführung -

gez. Christian Berger

gez. Oliver Kopp

ERGEBNISVERWENDUNG

Es wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag gegen den Gewinnvortrag zu verrechnen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01. Jan 19
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31. Dez 19
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 197.568,65 1.662,21 0 0 199.230,86
197.568,65 1.662,21 0 0 199.230,86
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.434.999,26 3.160,35 150.653,07 0 2.588.812,68
Technische Anlagen und Maschinen 431.086,03 44.480,81 0 279.312,41 196.254,43
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.451.632,99 240.031,18 0 10.832,91 1.680.831,26
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.711,10 4.941,97 -150.653,07 0 0
4.463.429,38 292.614,31 0 290.145,32 4.465.898,37
4.660.998,03 294.276,52 0 290.145,32 4.665.129,23
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01. Jan 19
Zugänge
Abgänge
31. Dez 19
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.079,95 7.899,14 0 191.979,09
184.079,95 7.899,14 0 191.979,09
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 705.100,24 60.790,32 0 765.890,56
Technische Anlagen und Maschinen 248.339,79 58.934,37 172.522,33 134.751,83
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 797.240,23 179.496,46 10.390,04 966.346,65
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
1.750.680,26 299.221,15 182.912,37 1.866.989,04
1.934.760,21 307.120,29 182.912,37 2.058.968,13
NETTOBUCHWERTE
31. Dez 19
31. Dez 18
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.251,77 13.488,70
7.251,77 13.488,70
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.822.922,12 1.729.899,02
Technische Anlagen und Maschinen 61.502,60 182.746,24
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 714.484,61 654.392,76
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 145.711,10
2.598.909,33 2.712.749,12
2.606.161,10 2.726.237,82

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2020 festgestellt.

Wir weisen darauf hin, dass sich der nachstehend wiedergegebene Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht (§ 328 Abs. 1a HGB).

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schleuniger GmbH, Radevormwald

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schleuniger GmbH, Radevormwald, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schleuniger GmbH, Radevormwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir ie Risikenidentifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben und ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Solingen, 30.03.2020

KUBAK DORNBACH Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. ppa. Rogov, Wirtschaftsprüfer

gez. Wilks, Wirtschaftsprüferin

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