Aptar Dortmund GmbH
Hildebrandstraße 20, 44319 Dortmund, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Kieserling seit 22.1.2026 | Prokura |
Joan Maria Garcia Girona seit 22.1.2026 | Geschäftsführer |
André Obrikat seit 31.1.2024 | Prokura |
Marc Prieur seit 22.12.2020 | Geschäftsführer |
Martin Worm seit 18.9.2019 | Prokura |
Frederico Carlos Hilgenfeldt seit 10.3.2004 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Aptar Europe Holding SAS | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aptar Dortmund GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäft und Rahmenbedingungen1. Allgemeines Unsere Gesellschaft ist ein weltweit operierendes Unternehmen in der Verpackungsindustrie. Wir sind einer der führenden Hersteller mechanischer Pump- und Dosiersysteme, welche im Verpackungsbereich eingesetzt werden, insbesondere für die Bereiche Körperpflege, Haushalt, Lebensmittel, Automobil und Industrie. Die Kernkompetenzen der Aptar Dortmund GmbH liegen in Forschung, Entwicklung und Industrialisierung von Zerstäubersystemen sowie in Spritzguss und Montage-Technologie. Der Vertrieb geht über eigene oder zum Konzern gehörende Vertriebsgesellschaften u.a. in Frankreich, Großbritannien, Schweiz, Italien und USA oder auch im direkten Export durch die Aptar Dortmund GmbH. Aptar Dortmund verfügt über eine breite Palette an Aerosolventilen:
Bei den Spraypumpen unterscheiden wir hauptsächlich die Feinzerstäuber (PZ1) für hohe Dosierungen, Pumpen für hochviskose Produkte (PZ2), wie z.B. Spray-Gele, Sonnenschutzprodukte, oder andere schwer anzusaugende Rezepturen und die PZ3 als eine Pumpe mit höherer Dosierung für Haarpflege, Bodyspray, Sonnenschutz oder Lebensmittel. Außerdem befindet sich die Standard-Lotionpumpe mit patentierter EuroFlow®-Technologie im benutzerfreundlichen Design in unserem Sortiment. Dieser vielseitige Dispenser ist speziell geeignet für die Anwendung von hochviskosen Produkten. Im Jahre 1993 wurde die Seaquist Perfect Dispensing GmbH Mitglied der AptarGroup. Durch die 1996 durchgeführte Fusion der Perfect-Valois Ventil GmbH mit Seaquist Dispensing (USA) innerhalb der AptarGroup entstand Seaquist Perfect Dispensing. Die Spritzgussabteilung wurde 2001 aus Dortmund ausgegliedert und eine eigene Gesellschaft, die Seaquist Perfect Plastic GmbH in Menden, gegründet. In 2007 konnten wir durch den Kauf und die Verschmelzung eines Lieferanten unseren Geschäftsbetrieb erweitern. Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Seaquist Perfect Dispensing GmbH in Aptar Dortmund GmbH und die Seaquist Perfect Plastic GmbH in Aptar Menden GmbH umbenannt. Die AptarGroup ist weltweit führend in der Verpackungsindustrie im Bereich von Dosiersystemen. Sie liefert Sprüh-, Lotion- und Nasenspraypumpen, Dosierverschlüsse und Aerosolventile an Unternehmen aus den Bereichen Körperpflege, Parfüm/Kosmetik, Pharmazie, Reinigung und Haushalt sowie Nahrungsmittel und Getränke. Die Organisation der AptarGroup basiert derzeit auf drei Marktfeldern: Pharma, Beauty und Closures. Aptar Dortmund ist im Wesentlichen im Marktfeld Beauty aktiv. 2. Forschung und Entwicklung Für den Ausbau unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit investieren wir kontinuierlich in Forschung und Entwicklung. Innovationen sichern die Zukunft unseres Geschäfts. Für den Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Berichtsjahr T€ 3.005 (Vorjahr: T€ 2.847) aufgewendet; dies entspricht 2,1 % des Umsatzes. In diesem Bereich wurden 24 Mitarbeiter (Vorjahr: 28) beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende um 0,3 % gesunken. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, zurückgegangen. Für ein attraktives Äußeres und eine saubere Wohnung gaben die Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2023 mehr aus als je zuvor. Auf Basis von Hochrechnungen für das Gesamtjahr meldet der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) einen Umsatzanstieg um 8,4 %. Sorge bereiten den Unternehmen anhaltend hohe Kosten für Energie und Rohstoffe und die mit der Zuspitzung der weltpolitischen Lage verbundene Planungsunsicherheit. Fachkräftemangel und wachsende Bürokratie verstärken zusätzlich den Druck auf die überwiegend mittelständisch geprägte Industrie. Anhaltend trübes Konsumklima, ausgeprägte Sparneigung und allgemeine Zukunftssorgen - von diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld kann sich die Schönheitspflege- und Haushaltspflegeindustrie in diesem Jahr weitgehend lösen. Ihre Produkte bleiben Verbraucherlieblinge. Der Inlandsumsatz mit Körperpflege und Kosmetika stieg um 10,6 %. Dabei zeigten Deos die höchsten Zuwächse (+ 21,2 %), gefolgt von Düften mit 15,0 % Umsatzsteigerung. Die Menschen wollen ihre persönliche Ausstrahlung zur Geltung bringen und sich in ihrer Haut wohl fühlen. Dafür sprechen die gestiegenen Umsätze bei Haarpflegemitteln (+ 9,9 %), Bade- und Duschzusätzen (+ 9,2 %) sowie bei Haut- und Gesichtspflege (+ 8,6 %). Bei den Wohnraumreinigungs- und Pflegemitteln sind es 1,5 %. Insgesamt erzielte der deutsche Einzelhandel mit Haushaltspflegeprodukten einen um 2,9 % gestiegenen Verkaufswert. 2. Umsatzentwicklung und Ertragslage Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen Umsatz und das Ergebnis nach Steuern dar. Da die Umsatzerlöse der Aptar Dortmund GmbH sich im Vorjahr sehr stark erhöht haben konnte ein weiterer Anstieg im Geschäftsjahr 2023 nicht fortgesetzt werden. Die Umsatzerlöse sind insgesamt um T€ 1.643 (- 1,1 %) gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Umsatzrückgang bei Ventilen beträgt T€ 3.041 (- 4,8 %) während die Umsatzsteigerung bei Pumpen T€ 2.835 (+ 3,8 %) beträgt. Die übrigen Umsatzerlöse haben sich hauptsächlich aufgrund von Kundenprojekten mit Werkzeugerlösen um T€ 1.221 verringert. Hauptprodukte waren wie in den Vorjahren die Pumpen PZ1 und PZ2 sowie das Arianeventil. Der Absatz unserer Ventile lag mit 669 Mio. Stück um 89 Mio. Stück (- 11,7 %) unter dem des Vorjahres (758 Mio. Stück). Der Pumpenverkauf hat sich von 484 Mio. Stück im Vorjahr um 2 Mio. Pumpen (+ 0,4 %) auf 486 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Der Gesamtabsatz ist damit insgesamt um 7,0 % gegenüber dem letzten Jahr gesunken. Der Rohertrag einschließlich der Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 68.247 und liegt damit um T€ 1.447 über dem Rohertrag des Vorjahres. Dieses ist hauptsächlich aufgrund der Bestandsminderung geschehen. Die Erhöhung der Personalaufwendungen um T€ 1.059 bzw. 4,1 % ist im Wesentlichen auf die Anpassung der Personalrückstellungen, der Inflationsausgleichsprämie und der Tariferhöhung zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind um T€ 34 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 919 erhöht. Wesentliche Kostensteigerungen entfielen vor allem auf Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen sowie Reisekosten. Kosteneinsparungen im Vergleich zum Vorjahr sind hauptsächlich durch Ausgangsfrachten, Beratungskosten, Vermittlungsprovisionen, Instandhaltungskosten und Lagermiete entstanden. Das Ergebnis nach Steuern hat sich um T€ 284 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Materialkosten zurückzuführen. Das Geschäftsjahr 2023 schließt insgesamt mit einem ausgeglichenem Jahresergebnis ab. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages wurde im laufenden Jahr ein Gewinn in Höhe von T€ 7.251 an die Aptargroup Holding GmbH abgeführt (Vorjahr: T€ 6.967). Die Umsatzprognose des Vorjahres (Umsatzes auf Vorjahresniveau) ist fast erreicht worden. Ein Umsatzrückgang im Bereich der Ventile wurde im Bereich der Pumpen ausgeglichen. Aufgrund der Einsparungen im Materialbereich wurde ein höheres Ergebnis nach Steuern erzielt und damit die Prognose (Ergebnisses nach Steuern auf Vorjahresniveau) übertroffen. Insbesondere aufgrund der stabilen Auftragslage wird die Geschäftsentwicklung und Lage der Gesellschaft positiv beurteilt. 3. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen ist um T€ 1.216 auf T€ 12.781 gesunken, da die Investitionen des Berichtsjahres mit T€ 2.991 unter der Summe der Abschreibungen (T€ 4.002) und Anlagenabgänge (netto T€ 205) liegen. Die Vorräte haben sich aufgrund logistischer Maßnahmen zur bedarfsgerechten Produktion hauptsächlich bei den Posten für fertige Erzeugnisse insgesamt um T€ 2.793 auf T€ 18.501 verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind umsatz- und stichtagsbedingt um T€ 2.807 auf T€ 19.909 gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um T€ 7.344 auf T€ 21.269 erhöht. Dieses resultiert im Wesentlichen aus Forderungen aus Cash-Pooling gegenüber der Aptargroup Holding GmbH in Höhe von T€ 19.175 (Vorjahr: T€ 12.283) und Forderungen aus Steuern gegen die Aptargroup Holding GmbH in Höhe von T€ 345 (Vorjahr: T€ 286). Die Lieferungs- und Leistungsverkehr mit verschiedenen ausländischen Konzerngesellschaften sind auf T€ 1.749 (Vorjahr: T€ 1.356) gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten vornehmlich Bonusforderungen an Lieferanten und haben sich um T€ 13 auf T€ 566 erhöht. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages ist das Eigenkapital mit T€ 37.434 unverändert zum Vorjahr. Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen haben sich aufgrund der Verrechnung mit Deckungsvermögen in Höhe von T€ 1.773 (Vorjahr: T€ 2.044) auf eine verbleibende Forderung von T€ 58 (Vorjahr: T€ 268) reduziert. Das Deckungsvermögen wird von dem Aptar Group Pensionstreuhand e.V. als Verwaltungstreuhänder für die Gesellschaft und als Sicherungstreuhänder für die Versorgungsberechtigten verwaltet. Die sonstigen Rückstellungen sind um T€ 331 auf T€ 5.763 gesunken, was hauptsächlich auf geringere Rückstellungen für Aktienoptionen zurückzuführen ist, während insbesondere die Personalrückstellungen und Rückstellungen für Lieferantenrechnungen gestiegen sind. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen belaufen sich auf T€ 1.282 (Vorjahr: T€ 2.036). Die Anzahlungen betreffen hauptsächlich Großprojekte, bei dem Aptar Dortmund Spritzgußwerkzeuge im Kundenauftrag erstellt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf T€ 15.124 (Vorjahr: T€ 15.287) zurückgegangen. Für Hauptlieferanten wird hierbei die sog. Prime Revenue - Supply Chain Finanzierung angewendet. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Aptargroup Holding GmbH sind im Jahr 2023 aufgrund der Gewinnabführung um T€ 284 auf T€ 7.251 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.545 auf T€ 6.047 erhöht und resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit verschiedenen Konzerngesellschaften. Unsere Gesellschaft ist in den Cashpool unter der Führung unserer Muttergesellschaft, der AptarGroup Holding GmbH, eingebunden. 4. Produktion Im Produktionsbereich wurden die Kapazitäten an die Nachfrage angepasst. Die gesamte Produktion im Jahr 2023 betrug 1.132 Mio. Stück. Dies entspricht einer Verringerung um 11,6 %. 5. Beschaffung Der Materialaufwand ist im Wesentlichen aufgrund der verringerten Produktionsmengen sowie durch diverse Einkaufsaktivitäten und Preisentwicklungen um T€ 11.279 auf T€ 77.560 gesunken. Aufgrund dieser Effekte ist die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) auf 53,3 % (Vorjahr: 60,4 %) gesunken. Im Verhältnis zur Gesamtleistung ergibt sich eine Quote von 54,1 % (Vorjahr: 58,0 %). 6. Investitionen Die Zugänge und Umbuchungen aus Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen überwiegend Montagemaschinen sowie Spritzgießwerkzeuge. Abgegangen sind überwiegend Montagemaschinen, die an verbundene Unternehmen und Dritte veräußert wurden bzw. verschrottet wurden. 7. Personal Das Unternehmen gehört dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie an und unterliegt dem Metall-Tarifvertrag. Während des Berichtsjahres wurden die Vergütungen um 5,2 % ab 1. Juni 2023 angepasst. Die Anzahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt 317 Mitarbeiter (Vorjahr: 344 Mitarbeiter). Wie schon in den Vorjahren bilden wir gewerbliche und kaufmännische Auszubildende aus. 8. Umwelt Sicherheit, Umweltschutz und Qualität sind in unseren Leitlinien fest verankert und haben höchste Priorität. So verpflichten wir uns dem Schutz der Mitarbeiter und der sicheren Nutzung und Behandlung der Aptar Produkte. Die Umwelt ist immer zu schützen. Die eingesetzten Arbeitsstandards stellen die Gesundheit und das Wohlbefinden des Einzelnen sicher und werden kontinuierlich verbessert, so dass die Gefahr für Mensch und Umwelt verringert wird. Nur in einem sicheren und gesunden Geschäftsumfeld, in dem wir den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden und Mitarbeiter sowie den vorgegebenen Gesetzen gerecht werden, kann es gelingen, alle Ziele auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit zu erreichen. III. Risiken- und ChancenberichtIm Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden die Chancen und Risiken der Geschäftsaktivitäten analysiert, beurteilt und gegebenenfalls Maßnahmen vereinbart. Durch das gruppenweite Reporting-System werden die Entscheidungsträger laufend und zeitnah informiert. Im Rahmen der grundlegenden Risikobegrenzung gehen wir nur Risiken ein, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation handhabbar sind. Insgesamt werden so die für die weitere positive Entwicklung von Aptar Dortmund GmbH bedeutsamen Chancen frühzeitig erkannt und genutzt, und den identifizierten Risiken kann früh genug gegengesteuert werden. Die für unsere Unternehmung wesentlichen Chancen und Risiken haben wir nachfolgend dargestellt. 1. Risiken Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir grundsätzlich auch von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Eine außergewöhnlich hohe Inflation, steigende Zinsen und ein sich abzeichnendes rezessives Marktumfeld könnten zu einer schwächeren Nachfrage führen. Eine konjunkturelle Abschwächung bedeutet verminderte Konsumausgaben und damit das Risiko eines Absatzrückgangs. Außerdem besteht aufgrund des starken Wettbewerbs das Risiko des Verlustes von Marktanteilen und des Bekanntheitsgrades. Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen Risiken insbesondere in Form von Kostensteigerungen und der Verfügbarkeit von Rohstoffen. Lieferengpässe und Stillstandzeiten sind als wesentliches Risiko aus produktionstechnischer Sicht zu sehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist als gering zu bezeichnen. Aufgrund der Erfahrungen im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres erscheint dieses Risiko als beherrschbar und der voraussichtliche Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erscheint gering. Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen die weitere Entwicklung der Rohstoffpreise, welche seit letztem Jahr gesunken, aber weiterhin auf hohem Niveau, sind. Es besteht das Risiko das Preiserhöhungen in diesem Bereich nicht am Absatzmarkt durchgesetzt werden können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist aber als gering zu bezeichnen. Neben dem Krieg in der Ukraine sorgt die neue militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten für Unsicherheit und wird die wirtschaftliche Stabilität im europäischen Raum voraussichtlich auf längere Sicht beeinträchtigen. Sanktionen gegen Russland beeinflussen Nachfrage und Angebot, wobei erhöhte Energiepreise und eine potenzielle Gasmangellage, insbesondere in Europa, Produzenten dazu zwingen könnten, ihre Produktionsraten zu reduzieren oder die Produktion einzustellen. Da die Aptar Dortmund GmbH aber keine wesentlichen Vertragsbeziehungen mit Russland oder der Ukraine unterhält, sind die betriebswirtschaftlichen Unsicherheiten (Einkauf, Verkauf) und damit der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vernachlässigen. Die Auswirkungen globaler Handelskonflikte gefährden das weltwirtschaftliche Klima. Auch Versorgungsengpässe und temporäre Ausfälle kritischer Infrastruktur sind mögliche Konsequenzen des aktuellen geopolitischen Umfeldes. Risiken für den Aptar-Konzern können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschäftigungsmarktes und der Zulieferkette führen. Aufgrund der Besonderheit des Marktes, auf dem wir als Hersteller von Produkten des täglichen Bedarfs tätig sind und der tatsächlichen Entwicklung im Vorjahr sowie im bisherigen Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres ist zurzeit nur ein geringer Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage absehbar. Die nachfolgenden drei Risiken werden aufgrund der getroffenen Vorkehrungen nur mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und ohne absehbaren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage angesehen. Die stets angemessene Ausstattung mit Finanzmitteln wird durch die Einbindung in Cash-Management des Konzerns sichergestellt. Forderungsausfällen wird durch ein ausgeprägtes Kredit-Managementsystem entgegengewirkt. Unsere Gesellschaft besitzt wirtschaftliche und sichere Betriebsanlagen, deren Ausfall oder Störung jedoch zu Ertragseinbußen führen können. Um diesem Risiko vorzubeugen, wird dem Brandschutz und der Instandhaltung große Bedeutung beigemessen. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir Versicherungen abgeschlossen, die die wirtschaftlichen Folgen von möglicherweise eintretenden Risiken ganz ausschließen oder in begrenztem Rahmen halten. Weiterhin bestehen aufgrund der zunehmenden Digitalisierung neben Chancen zur Prozessoptimierung auch steigende, moderate Risiken im Bereich der IT Sicherheit. Diesen begegnen wir unter anderem mit innovativen technischen Maßnahmen sowie einer fortlaufenden Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter. Mögliche Cyberattacken können jedoch einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Aus den Auswirkungen des Klimawandels sehen wir derzeit keine konkreten Risiken für die Gesellschaft. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Aptar Dortmund GmbH gefährdenden Risiken, auch in Verbindung mit anderen Risiken, ab. 2. Chancen Es besteht die Chance, sich durch eine kontinuierliche Technologie- und Innovationsführerschaft vom Wettbewerb abzuheben. Die Gesellschaft ist sehr erfolgreich, marktgerechte, innovative Produkte zu entwickeln und diese im Markt einzuführen. Mit diesen innovativen Produkten besteht die Möglichkeit, die existierenden Märkte besser abzudecken und zusätzliches Umsatzvolumen durch den Zugewinn von Marktanteilen zu generieren. Darüber hinaus können zusätzliche Umsatzsteigerungen durch eine intensivere Marktbearbeitung erreicht werden. Zusätzlich zur Ausweitung des Absatzes ist die weitere Optimierung der Beschaffungs- und Produktionsprozesse eine wesentliche Chance, die Ertragslage zu verbessern. Neben externen Einflussfaktoren (zum Beispiel Einkaufspreise) spielen dabei auch interne Faktoren wie Materialflüsse in der Fertigung eine Rolle. Durch eine am nachhaltigen Erfolg unserer Marktaktivitäten orientierten Steuerung stellen wir sicher, dass wir sowohl marken- und produktbezogen in zukunftsträchtige Märkte investieren. Die Einhaltung hoher Standards hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte bildet die Basis für das nachhaltige Vertrauen unserer Kunden. Über den gesamten Beschaffungs-, Herstellungs- und Distributionsprozess hinweg unterliegen unsere Produkte den hohen Anforderungen unseres Qualitätsmanagementsystems. IV. PrognoseberichtLaut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 % deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert. Vor dem Hintergrund der internationalen Krisenherde und einer möglichen weiteren Eskalation ist eine Vorausschau auf 2024 von Unsicherheiten geprägt. In den vergangenen schwierigen Jahren hat der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel Stärke gezeigt. Innovationskraft und Attraktivität der Produkte bilden ein gutes Fundament. Die IKW Branche ist vorsichtig optimistisch und rechnet für das kommende Jahr mit einem Umsatzwachstum von 2,5 %. Wir erwarten für 2024 eine gegenüber dem starken Vorjahr gleichbleibende Nachfrage und somit einen leichten Umsatzanstieg sowie ein leicht verbessertes Ergebnis nach Steuern. Diese Prognose steht unter der Bedingung, dass es im Jahresverlauf zu keiner wesentlichen Verstärkung des Preisverfalls an den Absatzmärkten kommen wird und keine wesentliche Änderung der Rahmenbedingungen eintritt. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Kostenanpassungsmaßnahmen einen guten Beitrag zur Ergebnisstabilisierung leisten.
Dortmund, den 28. Juni 2024 Aptar Dortmund GmbH Die Geschäftsführung Xavier Susterac Marc Prieur Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss Die Aptar Dortmund GmbH hat ihren Sitz in Dortmund und ist unter der Nummer HRB 3210 am Amtsgericht Dortmund eingetragen. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. I. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu planmäßigen Anschaffungskosten, abzüglich aufgelaufener Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Die Abschreibungsdauer liegt zwischen 3-10 Jahren. Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich aufgelaufener Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Die Abschreibungsdauer liegt zwischen 3-33 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwar 250€, aber nicht die Grenze von 1000€ (netto) übersteigen, werden jährlich zu einem Sammelposten (Pool) zusammengefasst (§ 6 Abs. 2a EStG) und gleichmäßig mit je 20% ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung über 5 Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist zu Anschaffungskosten erfolgt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder zu den niedrigeren voraussichtlichen Verkaufserlösen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Für nichtgängige Bestände wurden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Die Wertansätze entsprechen dem Niederstwertprinzip. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennbeträgen, abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Aktive latente Steuern werden erstmalig aufgrund Anpassung an die konzerneinheitliche Bilanzierung auf unterschiedliche Bewertungsansätze in Handels- und Steuerbilanz gebildet. Aus dem erstmaligen Ansatz ergibt sich ein positiver Effekt auf die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie auf den Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 317. Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen aus Pensionszusagen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83% p.a (Vorjahr: 1,79%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unverändert Lohn- und Gehaltssteigerungen von jährlich 3,0% und Rentensteigerungen von jährlich 2,0% sowie eine Fluktuation von 0,0% zugrunde gelegt. Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der jeweiligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der anhand der Kurswerte der Fonds zum Bilanzstichtag ermittelt wurde. Auf eine Verrechnung der Zinsaufwendungen und Zinserträge wird aufgrund Geringfügigkeit verzichtet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Währungsumrechnung erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Niederst- bzw. Höchstwertprinzip beachtet. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich nach Erbringung der Leistung bzw. Lieferung der Erzeugnisse und Waren und damit mit dem Gefahrenübergang. II. Angaben und Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) zu entnehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Zum Bilanzstichtag werden sonstige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bzw. mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 1.773 und Anschaffungskosten in Höhe von T€ 1.777 gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen (T€ 1.715) verrechnet, so dass ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von T€ 58 ausgewiesen wird. Beim Deckungsvermögen handelt es sich um Vermögensgegenstände, die im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand (Verwaltungs- und Sicherungstreuhand) auf die Aptar Group Pensionstreuhand e.V., Radolfzell, übertragen wurden. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der sich aus dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte, beträgt T€ 14 (Vorjahr: T€ 74). Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2022 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 640 (Vorjahr T€ 418). Diese wurden im Geschäftsjahr erstmals mit Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 636 verrechnet, so dass eine Rückstellung in Höhe von T€ 4 ausgewiesen wird. Beim Deckungsvermögen handelt es sich um Vermögensgegenstände, die im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand (Verwaltungs- und Sicherungstreuhand) auf die Aptar Group Pensionstreuhand e.V., Radolfzell, übertragen wurden. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens sind identisch mit dem beizulegenden Zeitwert und betragen T€ 636. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten aus einem Aktienbezugsplan der Mitarbeiter, Tantiemen, Kundenboni, Reklamationen, Weiterbelastungen innerhalb der Aptargroup, für sonstige Verpflichtungen aus dem Personalbereich insbesondere Restrukturierung sowie für Lieferantenrechnungen gebildet. Der Ansatz erfolgt mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die Bewertung der Optionsrechte im Rahmen des Aktienbezugsplans erfolgt zum Gesamtwert unter Berücksichtigung von innerem Wert und Zeitwert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten:
Wie auch im Vorjahr haben alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 317 (Vorjahr: € 0) resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionen, Altersteilzeit und Aktienoptionen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Für die Körperschaftssteuer inkl. Solidaritätszuschlag werden 15,83 % und für die Gewerbesteuer 16,98 % berücksichtigt. Der Gesamtbetrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beinhaltet den Betrag der aktiven latenten Steuern (T€ 317). Eine Abführungssperre für das Jahresergebnis besteht nicht. III. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten konzerninterne Weiterbelastungen sowie Erträge aus dem "Cost Sharing Agreement" mit verbundenen Unternehmen sowie periodenfremde Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 11 (Vorjahr: T€ 15). Des Weiteren werden Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 77 (Vorjahr: T€ 60) unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich Konzernumlagen, Instandhaltungs- und Mietaufwendungen sowie Ausgangsfrachten. Weiterhin werden Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 51 (Vorjahr: T€ 151) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Steuerumlagen, die unserer Gesellschaft im Rahmen der mit der Aptargroup Holding GmbH bestehenden körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft belastet werden. Die Steuerumlage betrifft ausschließlich das laufende Geschäftsjahr. Es wird davon ausgegangen, dass sich kein Steueraufwand und kein Steuerertrag nach dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergibt, oder, wenn diese Gesetze noch nicht in Kraft getreten sind, bei der Anwendung dieser Gesetze zu erwarten ist. IV. Ergänzende AngabenUnsere Gesellschaft gehört zum Konzern der AptarGroup, Inc., Crystal Lake, Illinois/USA, die direkt und indirekt sämtliche Anteile am Kapital unserer Gesellschaft hält. Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AptarGroup Inc. für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss der amerikanischen Muttergesellschaft ist über das EDGAR System der Regulierungsbehörde SEC erhältlich. Die direkte Muttergesellschaft ist die Aptargroup Holding GmbH, Radolfzell. Geschäftsführer sind:
Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft belaufen sich ohne Saldierung auf T€ 111. Die Bezüge von ehemaligen Geschäftsführern der Gesellschaft belaufen sich auf T€ 7. Die Anzahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt:
Es bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften für ein Schwesterunternehmen in Höhe von T€ 816. Diese Verpflichtungen waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegende Verbindlichkeit durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verpflichtungen aus bereits getätigten Bestellungen für Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von T€ 2.020. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich bis zum Ablauf der Grundmietzeit auf T€ 1.046 davon werden T€ 382 im Geschäftsjahr 2023 fällig. Der Aufwand für die Honorare des Abschlussprüfers beträgt T€ 31 und betrifft in voller Höhe die Jahresabschlussprüfung. Auf der Grundlage des zwischen der Aptargroup Holding GmbH und unserer Gesellschaft bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 30. November 1998 wird der angefallene Gewinn vor Gewinnabführung des Geschäftsjahres von T€ 7.251 an die Aptargroup Holding GmbH abgeführt. Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hatten.
Dortmund, den 28. Juni 2024 Aptar Dortmund GmbH Die Geschäftsführung Xavier Susterac Marc Prieur Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Aptar Dortmund GmbH, Dortmund Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Aptar Dortmund GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aptar Dortmund GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer ppa. Harald Hofmeister, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 29. Juli 2024 festgestellt. |
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