Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 390483
Eingetragen
25.10.1977
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebGroßhandel mit WerkzeugmaschinenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Herstellung und Handel mit Maschinen und Werkzeugen aller Art, Heimwerkerbedarf und Möbeln, der Import und Export von Maschinen und Werkzeugen sowie die Übernahme von Vertretungen in einschlägigen Artikeln. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen gleicher oder ahnlicher Art zu beteiligen, solche zu erwerben oder pachtweise zu übernehmen, deren Sitz zu verlegen, Zweigniederlassungen und Filialgegeschäfte zu errichten sowie Interessengemeinschaften einzugehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ellen Wagner
seit 19.11.2014
Geschäftsführer
Ulrich Wagner
seit 19.11.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Ellen Wagner
Lahr
50.00%
Ulrich Wagner
Lahr
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WAGNER SYSTEM GMBH

Lahr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.776,00 105.557,00
II. Sachanlagen 4.499.035,24 4.522.912,24
Summe Anlagevermögen 4.568.811,24 4.628.469,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.294.220,88 8.531.417,54
Summe Vorräte 7.294.220,88 8.531.417,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.919.302,16 2.719.313,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.001.454,99 2.783.494,37
Summe Umlaufvermögen 14.214.978,03 14.034.225,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.362,28 62.272,49
18.839.151,55 18.724.967,14

Passiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 540.000,00 540.000,00
II. Gewinnrücklagen 645.134,16 645.134,16
III. Gewinnvortrag 2.549.620,19 3.134.989,66
IV. Jahresüberschuss 785.158,44 2.181.297,21
Summe Eigenkapital 4.519.912,79 6.501.421,03
B. Rückstellungen 525.992,21 864.770,47
C. Verbindlichkeiten 13.220.056,41 10.797.345,33
D. Passive latente Steuern 573.190,14 561.430,31
18.839.151,55 18.724.967,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 14.312.780,39 15.722.337,99
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.323.509,86 -6.088.064,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.277.126,76 -1.141.777,63
Summe Personalaufwand -7.600.636,62 -7.229.842,02
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -582.362,20 -505.109,05
Summe Abschreibungen -582.362,20 -505.109,05
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.491.611,98 -4.631.603,12
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.377,86 9.221,69
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -501.074,09 -226.824,60
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.146.473,36 3.138.180,89
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -345.936,16 -944.831,06
9. sonstige Steuern -15.378,76 -12.052,62
10. Jahresüberschuss 785.158,44 2.181.297,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Wagner System GmbH hat ihren Sitz in Lahr und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. ( Reg.Nr. HRB 390483 )

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße KapGes geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und- preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung laufzeitabhängiger Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Die Erträge und Aufwendungen aus sich im Zeitablauf ändernden Zinssätzen und Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Brutto-Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge r 2023 Anschaffungs-/ Herstellungskoster 31.12.2023 Umbuchung. 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 737.598,80 16.406,00 754.004,80 0,00
0,00
2. geleistete Anzahlunge 0,00 0,00 0,00 0,00
Immat. VGG 737.598,80 16.406,00 754.004,80 0,00
0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.374.770,45 4.702,27 4.379.472,72
2. Technische Anlagen, Maschinen 4.227.405,77 248.126,03 4.475.531,80
0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.387.121,13 274.123,90 4.549.839,63
111.405,40
4. Geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
12.989.297,35 526.952,20 13.404.844,15 0,00
111.405,40
13.726.896,15 543.358,20 14.158.848,95 0,00
111.405,40
Abschreibungen kumuliert 01.01.2023 Abschreibungen kumuliert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022 Abschreibungen Zugänge/Abgänge r 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 632.041,80 684.228,80 69.776,00 105.557,00 52.187,00
2. geleistete Anzahlunge 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Immat. VGG 632.041,80 684.228,80 69.776,00 105.557,00 52.187,00
0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.054.968,30 2.139.315,57 2.240.157,15 2.319.802,15 84.347,27
0,00
2. Technische Anlagen, Maschinen 3.540.357,77 3.768.260,80 707.271,00 687.048,00 227.903,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.871.059,04 2.998.232,54 1.551.607,09 1.516.062,09 217.924,90
90.751,40
4. Geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
8.466.385,11 8.905.808,91 4.499.035,24 4.522.912,24 530.175,20
90.751,40
9.098.426,91 9.590.037,71 4.568.811,24 4.628.469,24 582.362,20
90.751,40

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Vorjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.919,3 TEUR 900 TEUR 2.719,3 TEUR 900 TEUR

Die Restlaufzeiten mit mehr als einem Jahr betreffen ausschließlich die sonstigen Vermögensgegenstände.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

TEUR
Personalkosten 329,9
Reisekosten 4,0
Provisionen 5,7
Ausstehende Bonusbelastungen 49,4
Abrechnung Löhne 5,2
Archivierungskosten 26,8
Gewährleistungen 28,5
Abschluss- und Prüfungskosten 76,5

Verbindlichkeiten

Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Vorjahr davon mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.770,6 TEUR 0,0 TEUR 5.641,4 TEUR 0,0 TEUR
Erhaltene Anzahlungen 1.650,0 TEUR 0,0 TEUR 75,0 TEUR 0,0 TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.387,3 TEUR 0,0 TEUR 2.690,8 TEUR 0,0 TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten 3.412,2 TEUR 2.980,0 TEUR 2,390,1 TEUR 2.180,0 TEUR

Unter den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 2.986,8 TEUR (Vorjahr 2.183,5 TEUR) ausgewiesen. Davon sind 2.986,8 TEUR (Vorjahr 2.183,5 TEUR) sonstige Verbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind, bestanden am Abschlussstichtag wie folgt:

Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit unbestimmten Laufzeiten betragen derzeit jährlich ca. 285,1 TEUR

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Höhe der Abschreibungen ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Außergewöhnliche Geschäfte / Factoring

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoring-Gesellschaft verkauft. Zweck des Factorings ist die Verbesserung der Liquiditätslage.

Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Geschäftsführer

Ulrich Wagner, Lahr

Ellen Wagner, Lahr

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Der ausgeübte Beruf ist mit der Organstellung identisch.

Mitarbeiterzahl

Angestellte 81
Arbeiter 88

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Ergebnis

Gewinnvortrag/Verlustvortrag EUR 5.316.286,87
Ausschüttung EUR -2.766.666,68
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag EUR 785.158,44
Entnahme aus den satzungsmäßigen Rücklagen EUR 0,00
Entnahme aus der Kapitalrücklage EUR 0,00
Bilanzgewinn EUR 3.334.778,63
wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung an die Gesellschafter EUR 0,00
Vortrag auf neue Rechnung EUR 3.334.778,63

Unterzeichnung des Jahresabschlusses

 

77933 Lahr, den 21.03.2024

Ulrich Wagner, Geschäftsführer

Ellen Wagner, Geschäftsführerin

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Wagner System GmbH, Lahr

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte und lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Somit verzeichnete Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wirtschaftswachstum aller Volkswirtschaften in Europa. Eine Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich nicht weiter fort.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, weiterhin hohen Energiepreisen und steigenden Zinsen.

Der private Konsum ging 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück und entfernte sich damit weiter vom Vorkrisenniveau von 2019 (-1,5 %). Hohe Verbraucherpreise dürften der Hauptgrund für diese Entwicklung sein. Ausgabenrückgänge betrafen insbesondere Bereiche, in denen die Preise im Jahr 2023 auf dem hohen Niveau des Vorjahres blieben oder sogar weiter stiegen. Preisbereinigte Ausgaben für langlebige Güter, wie Möbel und Haushaltsgeräte, gingen besonders stark zurück (-6,2 %).

Europäische Wirtschaftsentwicklung

Im Vergleich zum Vorquartal ist das saisonbereinigte BIP im vierten Quartal 2023 im Euroraum als auch in der EU unverändert geblieben. Für das gesamte Jahr 2023 stieg das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,4 %, nach 3,4 % in beiden Gebieten in 2022. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Euroraum stiegen um 0,1 % und in der EU um 0,2 % (nach + 0,3 % sowohl im Euroraum als auch in der EU im Vorquartal).

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Dezember 2023 bei 2,9 %, gegenüber 2,4 % im November. Ein Jahr zuvor hatte sie 9,2 % betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Dezember 2023 bei 3,4 %, gegenüber 3,1 % im November. Ein Jahr zuvor hatte sie 10,4 % betragen.

Entwicklungen in der Möbelindustrie

Die deutsche Möbelindustrie hat im vergangenen Jahr laut amtlichen Zahlen rund 18 Milliarden Euro umgesetzt, 4,3 % weniger als im Vorjahr. Sowohl auf dem Heimatmarkt als auch im Auslandsgeschäft entwickelte sich der Umsatz rückläufig. Zu den stärksten Einbußen kam es im vergangenen Jahr im Segment der "Sonstigen Möbel", zu denen auch die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel gezählt werden. Der Umsatz dieser Sparte sank im Vorjahresvergleich um 12,6 % auf 5,6 Milliarden Euro. Bei den Küchenmöbeln gab es ein leichtes Minus von 0,3 %, zulegen konnten dagegen die Büromöbel-Produzenten (+ 2,6 %) sowie die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln (+ 3,3 %). Ausschlaggebend für die Rückgange waren laut Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie, die Kaufzurückhaltung der Konsumenten, deren Ursache die Inflation, die eingebrochene Baukonjunktur, die politische Verunsicherung und die geopolitischen Krisen sind. Sorgen bereiten der Branche neben dem schwachen Konsumklima vor allem der stockende Wohnungsneubau, der dringend politisch gestützt werden muss. Anlass zu vorsichtigem Optimismus sieht der Verbandsgeschäftsführer im Rückgang der Inflation und den perspektivisch für das zweite Halbjahr zu erwartenden Leitzinssenkungen durch die Europäische Zentralbank.

Entwicklungen im DIY-Handel & Gartenmarkt

Für den Handel im Gartenmarkt meldete das Statistische Bundesamt ein reales Umsatzminus von 8,0 % im Jahr 2023. Im gesamten Jahr hatte es einen einzigen Monat mit einem Umsatzplus gegeben - den Juni mit 2,4 % Wachstum im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ursachen waren die schlechten Witterungsverhältnisse während des Frühjahrsgeschäftes sowie die stark negativen Einflüsse des Ukraine-Krieges auf den privaten Konsum (massive Verteuerung der Energiekosten, hohe Preissteigerungen in allen Konsumbereichen, sinkende Real-Kaufkraft etc.). Daraus resultierende Verschiebungen innerhalb der Konsumbereiche, bei denen Haus- und Gartensortimente spürbar an Stellenwert verloren haben, führten im Jahr 2023 im Gartenmarkt zu einem Abschluss mit einem nominalen Umsatzminus von mehr als 3 %.

Die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland setzen im Jahr 2023 dem Statistischen Bundesamt zufolge real 8,9 % weniger um und erzielten einen Gesamtbruttoumsatz von 21,24 Mrd. Euro. Es gab im gesamten Jahr 2023 keinen Monat mit einem Wachstum verglichen zum jeweiligen Vorjahresmonat. Das real höchste Minus wurde im März mit 18,7 % ermittelt. Franz-Peter Tepaß, Sprecher des BHB-Vorstands und Vorstandsmitglied von Obi, wies darauf hin, dass durch den DIY-Boost in 2020 Bedarfe auf mindestens 2 Jahre vorgezogen wurden.

2. Umsatz und Auftragslage

Über die beiden Branchen "Möbelindustrie" bzw. "DIY-Handel & Gartenmarkt" hinweg, erwirtschaftete die Wagner System GmbH im Jahr 2023 in der Gesamtheit einen Umsatz von ca. 24,3 Millionen Euro. Während coronabedingt der E-Commerce in den Jahren 2020/21 überdurchschnittlich hohe Zuwächse erzielen konnte, hat sich die Verbrauchergunst in den Jahren 2022/23 zum einen deutlich stationären Angeboten zugewandt, zum anderen aufgrund stark angestiegener, hoher Preis- und Lebenshaltungskosten auf einen "Sparkurs" zurückgezogen. Dies hat sich auch in der Auftragslage der Wagner System GmbH widergespiegelt; diese kann als nachhaltig und stabil bezeichnet werden - trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen und des anhaltend hohen Preisniveaus. Für das Jahr 2024 erwartet die Wagner System GmbH weiterhin positive Kunden-/Umsatzbeziehungen und eine gute Auftragslage.

3. Produktion und Beschaffung

Die Strategie der Digitalisierung und Automatisierung von lohnintensiven Produktionsprozessen wurde auch 2023 zielgerichtet weiterverfolgt und umgesetzt. Die Produktions-Kernkompetenzen am Standort Lahr wurden analysiert und neu bewertet. Nachdem sich im ersten Halbjahr 2023 die Transportkosten und -laufzeiten weitgehend normalisiert hatten, veränderte sich die Situation durch den Überfall der Hamas-Organisation auf Israel im Oktober 2023 erneut: Insbesondere die Sperrung der Route durch den Suez-Kanal beeinflusste die Lieferketten negativ. Nichtsdestotrotz erreichte das globale Beschaffungsmanagement bei WAGNER eine gute Liefer-Performance und konnte die Warenbestände der Auftragslage gemäß anpassen und sicherstellen.

4. Entwicklung neuer Produkte und Designpreise

Traditionell wichtige Branchen- und Fachmessen konnten im Jahr 2023 (nach Ausfällen in der Corona-Zeit) erneut stattfinden. Die Wagner System GmbH beteiligte sich daher u.a. an der Weltleitmesse des Gartenbaus "IPM Essen", an Fachmessen für die Gartenbranche in Italien ("MyPlant & Garden") und Frankreich ("Journées des Collections"), an mehreren Kunden- Hausmessen im Bereich "DIY" im In- und Ausland sowie an der Weltleitmesse für Möbelfertigung und Innenausbau "interzum" in Köln. Ein besonderes Messe-Highlight der "interzum" war der erste WAGNER "Expert-Talk", ein Fachgespräch zwischen dem deutschen Star-Designer Sebastian Herkner und dem vielfach ausgezeichneten Architekten Christian Sandor Tschersich zu aktuellen Themen der Branche. Über alle Messeauftritte hinweg konnten Kunden und Interessenten für zahlreiche Produktneuheiten und Innovationen begeistert werden.

Stellvertretend genannt sei die erfolgreiche Erweiterung der 2022 neu im Markt eingeführten Wandhaken-Serien "hooks4tools" und "hooks4home", wobei die vier neuen Modelle der Wandhaken-Serie "hooks4home" 2023 bereits für den "German Innovation Award 2024" nominiert wurden. Weiterhin konnten zahlreiche neue, trendstarke Pflanzenroller-Modelle sowie ein exklusives, speziell für Partner im Fachhandel konzipiertes Premium-Sortiment "Exclusive Selection" präsentiert werden. Die neuen WAGNER-Pflanzenständer, eine Serie trendstarker Living- und Garden- Accessoires in drei Größen, konnten den Fachhandel überzeugen, indem sie auf kleiner Fläche Zusatzumsatz überall an passender Stelle im Markt generiert. Zehn neue Modelle in Schwarz- Transparent ergänzen die Bestseller-Serie "CLEAR". Die modernen Türstopper punkten mit guter Gestaltung und einfacher Handhabung: Alle "CLEAR"-Varianten werden einfach aufgeklebt und lassen sich mit einer leichten Drehbewegung ebenso einfach rückstandslos entfernen.

Für den Kundenkreis "Industrie" wurden u.a. folgende Neuentwicklungen umgesetzt: Der Quick- Click "SWING", speziell für abgerundete, schräg stehende Möbelbeine aus Holz entwickelt, ist ein echter Problemlöser für Möbelhersteller; der QuickClick "SMART Gelenkgleiter", die einfache, ästhetische und dabei kostengünstige Gleiterlösung für Stahlrohrstühle, wird ausschließlich aus Kunststoff gefertigt - das macht ihn 100% outdoor-tauglich; der QuickClick "SLIM XL", eine bis zum Äußersten niedrig gebaute Gleiterlösung z.B. für Sofas, Sessel und Tische; die versenkbare Bohrsenkrolle "Roller-Mini" mit einem hochwertigen Premium-Kugellager und einem leichtgängigen Kugeldrehkranz ausgestattet - für höchste Anforderungen an Tragfähigkeit und Drehbarkeit.

Im Rahmen der WAGNER-Nachhaltigkeitsstrategie wurden die Präsentations- und Packaging- Konzepte für den Handel auch im Jahr 2023 unter ökologischen Gesichtspunkten konsequent überarbeitet und durch umweltfreundliche Lösungen wie z.B. Grasfaser-Produktkarten ersetzt. Um die Ausgaben im Bereich "Forschung & Entwicklung" weiterhin langfristig zu sichern, hat das Unternehmen auch im Jahr 2023 in gewerbliche Schutzrechte in Form von Marken-, Patent-, Gebrauchsmuster- und Designschutz-Anmeldungen investiert.

5. Investitionen

Wie bereits in den Vorjahren bildeten auch im Jahr 2023 zahlreiche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung interner Produktions-, Organisations- und Logistikprozesse, die Umsetzung innovativer Produktlösungen sowie die Umsetzung neuer, kundenspezifischer Verkaufskonzepte die Schwerpunkte der Investitionsstrategie.

a.) Gebäude

Unter dem Motto "Wir wachsen. Wir brauchen mehr Raum. Wir schaffen Großes." trug die Wagner System GmbH dem durch die positive Unternehmensentwicklung der letzten Jahre gestiegenen Flächenbedarf Rechnung und konnte den Umzug in das neue Logistikgebäude "WAGNER Werk 3" mit Jahresbeginn 2023 abschließen. Auf einer Grundfläche von ca. 2.150 m 2 entstanden hochmoderne Büroräume sowie eine Lager- und Logistikerweiterung mit fünf Überladebrücken für LKW- und Container-Anlieferungen, die es ermöglichen, den Kunden einen noch schnelleren Logistik-Service zu bieten. Der energetisch nahezu autarke Erweiterungsbau wurde klimafreundlich und ressourcenschonend ausgestattet: Die Energie stammt von einer Photovoltaik-Anlage auf der gesamten Dachfläche; geheizt wird mittels Wärmepumpe und Betonkernaktivierung sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die an das neue Gebäude angrenzende, rund 10.000 Quadratmeter große Bienenweide wurde - als sichtbarer Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz - durch die Pflanzung einer Streuobstwiese ergänzt.

b.) Sachanlagen

Einhergehend mit dem Bezug von Werk 3 wurden - auch in den Bestandsbauten - umfangreiche Investitionen in Lager- und Logistikausstattung getätigt. Im Jahr 2023 wurden demzufolge Investitionen in z.B. neue Bereichsabgrenzungen / Trockenbau, Torzufahrten und Verlademöglichkeiten sowie Schnelllauftore investiert. Der neuen Infrastruktur geschuldet wurden auch bestehende Versorgungsleitungen (Strom / Netzwerk / Luft) umfangreich erneuert bzw. bedarfsgerecht angepasst. Ziel der Investitionen war u.a. die energieeffiziente Sanierung der Bestandsimmobilie zur dauerhaften Senkung der Energiekosten. Die durch vorjährige Investitionen vorhandenen Kapazitäten und Anlagen wurden auf Ihren Nutzungsgrad hin überprüft und optimal eingesetzt.

c.) Prozesse

Im Zuge der räumlichen Neuorganisation hat die Wagner System GmbH auch im Jahr 2023 das im Vorjahr eingeführte, neue "Lean Management"-Konzept umgesetzt und konsequent weiterentwickelt. Lean Management ist ein Ansatz der kontinuierlichen Prozessoptimierung und umfasst die effiziente Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Mit Hilfe verschiedener Lean- Methoden, Verfahrensweisen und Denkprinzipien verfolgt das "schlanke Management" das Ziel, Prozesse zu harmonisieren und ein ganzheitliches Produktionssystem ohne Verschwendung zu schaffen - über alle Unternehmensbereiche hinweg. Dieses erfolgreiche Konzept wurde im Bereich des Warenflusses ergänzt durch ein "Logistic Implementation Concept" (LIC), das den WAGNER-Warenfluss über alle Gebäude hinweg digital steuert bzw. unterstützt und somit stets aktuelle, sichere und genaue System- und Bestandsdaten garantiert.

d.) Vorratsvermögen

Die Vorräte wurden im Verlauf des Jahres 2023 angepasst. Aufgrund reduzierter Frachtkosten konnten auch die Bestandskosten entsprechend reduziert werden. Zudem wurden die absoluten Bestandsmengen den geringeren Verbräuchen angepasst. Somit wurde dem für 2023 gesetzten Ziel einer Reduzierung des Vorratsvermögens Rechnung getragen.

6. Personal- und Sozialbereich

Die Geschäftsleitung der Wagner System GmbH verfolgt das erklärte Ziel, in allen Funktionsbereichen des Unternehmens qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, um somit die Grundlage für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und - damit einhergehend - eine weiterhin positive Unternehmensentwicklung zu schaffen. Neben den gesetzlichen Mindestlohnanforderungen wurde im Jahr 2023 daher auch den veränderten Marktanforderungen Rechnung getragen. Die Personalkapazitäten wurden bedarfsentsprechend angepasst und der Umsatzentwicklung konform entwickelt.

Ein Schwerpunkt im Personalbereich lag 2023 im Bereich "Recruiting" - der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte über alle Unternehmensbereiche hinweg. Eine wichtige Rolle spielten - neben klassischen Werbemaßnahmen - auch Werbeaktivitäten online (z.B. Facebook-Ads) sowie das Bespielen des eigenen WAGNER Karriere-Kanals auf der Social Media-Plattform "Instagram". Neben einem attraktiven Empfehlungsmanagement zeichnet sich WAGNER als besonders attraktiver Arbeitgeber aus, da "echte" WAGNER-Mitarbeiter*innen in eigens konzipierten Recruiting-Kampagnen das Unternehmen identitätsstiftend und glaubhaft repräsentieren. Freuen konnte sich WAGNER 2023 über die Auszeichnung "Arbeitgeber der Zukunft" (verliehen vom "Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung"), mit der innovative Unternehmen prämiert werden, die neben einer klaren Digitalisierungsstrategie auch konsequente Nachhaltigkeitsziele verfolgen und attraktive Arbeitsbedingungen bieten.

II. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Das Unternehmen hat seine sehr gute finanzielle Situation genutzt, um im Berichtsjahr 2023 Gewinnausschüttungen zu realisieren. Die Eigenkapitalquote hat sich demzufolge von 34,72 % auf 23,99 % verringert. Teile der Ausschüttungen wurden dem Unternehmen jedoch in Form von Gesellschafterdarlehen wieder zugeführt. Das Umlaufvermögen hat sich erhöht. Das Fremdkapital bestand größtenteils aus kurzfristigen Verbindlichkeiten.

2. Finanzlage

Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss vor Ertragsteuer in % der Umsatzerlöse) lag 2023 bei 4,50 % (Vorjahr: 11,39 %). Diese Verringerung ist zurückzuführen auf eine Reduzierung der Gesamtleistung, welche den negativen konjunkturellen Entwicklungen geschuldet ist. Die Liquidität ist als sehr gut zu bewerten. Das Finanzmanagement der Wagner System GmbH ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen bzw. Skontierungen konsequent in Anspruch zu nehmen. Forderungen werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen.

3. Ertragslage

Im Jahr 2023 ist die Rohertragsquote der Wagner System GmbH auf 60,09 % (Vorjahr: 56,34 %) gestiegen. Die Eigenkapitalverzinsung (Jahresüberschuss vor Ertragsteuer in % des Eigenkapitals) veränderte sich von 48,08 % auf 23,04 %. Die Aufwendungen waren in Relation zur Gesamtleistung angemessen.

III. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung des Betriebes und der Branche

1. Geschäftsrisiko

Jedes unternehmerische Handeln ist zwangsläufig mit Risiken verbunden. Die Wagner System GmbH hat den verantwortungsbewussten Umgang mit dem unternehmerischen Risiko in der Vergangenheit stets bewiesen.

Risiken aus Produkthaftungsschäden konnten durch weiterhin verbesserte Qualitätssicherungs-Maßnahmen und Produktionsstandards auch für die Zukunft minimiert werden. Dem zunehmenden Risiko im Bereich der IT durch u.a. Cyber-Attacken wurde durch entsprechende Maßnahmen Rechnung getragen.

Geschäftsrisiken bestehen dort, wo der Wettbewerb vorrangig über den Preis ausgetragen wird. Vor diesem Hintergrund investiert die Wagner System GmbH laufend in nachhaltige Produktdifferenzierung sowie in den werthaltigen Ausbau verschiedener Absatzkanäle, um auch in einem sensiblen Preisumfeld bestehen zu können.

In den betrieblichen Funktionsbereichen Produktion und Logistik lassen sich keine nennenswerten Risiken erkennen. Die Produktionsanlagen entsprechen dem Stand der Technik, notwendige Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen werden permanent durchgeführt. Die allgemeinen unternehmerischen Risiken werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

2. Finanzrisiko

Das Finanzrisiko der Wagner System GmbH beschränkt sich in erster Linie auf eintretende Forderungsausfälle. Dieses Risiko hat die Wagner System GmbH erkannt und arbeitet daher seit vielen Jahren mit einer Factoring-Gesellschaft zusammen; in diesem Zuge wird ein Großteil der risikobehafteten Forderungen an die Factoring-Gesellschaft abgetreten. Damit werden neben einer nahezu 100-prozentigen Absicherung von Forderungsausfällen auch eine Entlastung des Debitoren-Managements sowie eine nachhaltige Liquidität gewährleistet. Ein verbleibendes Restrisiko ist marginal. Zahlungen durch Klagen oder Abfindungen, die die derzeitige Unternehmensentwicklung beeinträchtigen, sind nicht zu erwarten.

3. Chancen und Ausblick 2024

Für das kommende Jahr 2024 eine fundierte Prognose abzugeben, bleibt angesichts der weiterhin globalen volatilen Lage nur bedingt möglich. Der weltweite Warenhandel bleibt ein wichtiger Wachstumsmotor, zeigt jedoch Anzeichen einer Verlangsamung. Aufgrund der anhaltenden Lieferkettenstörungen und geopolitischen Spannungen, sind Unsicherheiten im Handel nach wie vor präsent. Zu den Hauptunsicherheitsfaktoren gehören die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, geopolitische Konflikte, insbesondere der Krieg in der Ukraine, und die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Geldpolitik in großen Volkswirtschaften. Diese Faktoren könnten die Erholung der Weltwirtschaft weiter behindern.

Für die Wagner System GmbH hat sich unter den gegebenen, volatilen Umständen bewährt, die Eigenproduktion weiter auszubauen sowie die Beschaffung auf mehrere, verschiedene Standbeine global zu verteilen. Damit ist das Unternehmen in der Lage, Produkte wahlweise selbstbestimmt am Standort Lahr, in Europa oder in Asien zu fertigen. Darüber hinaus wurden die Vorräte - im Zuge der konjunkturellen Veränderungen - vorausschauend und gezielt abgebaut; eine hohe Lieferfähigkeit wurde beibehalten.

Neben der bedarfsgerechten Beschaffung von Waren und Dienstleistungen wird auch die Beschaffung der Ressource "Mensch" unter erschwerten Bedingungen zu meistern sein. Der anhaltende Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren nicht positiv verändern - im Gegenteil: Qualifiziertes Personal zu finden und zu halten wird eine der großen Herausforderungen dieses Jahrzehnts sein. Die Recruiting-Strategie der Wagner System GmbH zielt daher auch weiterhin darauf ab, passende Persönlichkeiten für das Unternehmen zu finden, entsprechend - auch durch eigene Ausbildungsaktivitäten - zu qualifizieren und nachhaltig zu binden. Ziel ist es, sich als attraktiver Arbeitgeber klar und aufmerksamkeitsstark zu positionieren.

Das eigene Zuhause bleibt - vor dem Hintergrund der beschriebenen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten - als verlässlicher Rückzugsort, als Platz für die eigene Kreativität und zur Selbstverwirklichung bestehen. Das WAGNER-Produktportfolio bietet dafür die passenden Konzepte und Artikel und stellt diese sowohl im klassischen B2B-Geschäft als auch online auf großen Handelsplattformen zur Verfügung. Ein breites und stets aktuelles Angebot an Online-Content in Form von Bildern, Grafiken, Texten und Videos trägt der weiter voranschreitenden Digitalisierung in Industrie und Handel Rechnung. Dies sichert sowohl dem Unternehmen als auch seinen Kunden den entscheidenden Vorsprung im Markt.

Zu einer positiven Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2024 sollten die rückläufige Inflationsrate sowie weiterhin sinkende Energiepreise beitragen. Darüber hinaus deuten erste Anzeichen auf eine wieder verbesserte Konsumstimmung hin. Somit sollte der Markt in absehbarer Zeit auch wieder mit einem stabilen Wachstum rechnen dürfen. Anzeichen für eine Bestätigung dieser Einschätzung ist die Umsatzentwicklung der Wagner System GmbH im ersten Quartal 2024, da die Planzahlen und das Vorjahr erkennbar übertroffen wurden.

Ein gezielter Fokus der Wagner System GmbH liegt 2024 auf der intensiven Förderung der vertrieblichen Aktivitäten in allen relevanten Absatzmärkten. So werden die Vertriebsteams im Innen- und Außendienst mit Trainingskonzepten qualifiziert und fit gemacht für neue Markterfolge. Von großen Handelskunden bestätigte Neueinrichtungen sowie Sortimentsaktualisierungen sind für das zweite und dritte Quartal 2024 eingeplant. Bei den nationalen und internationalen Vertriebsaktivitäten ist von einer Umsatzsteigerung auszugehen. Ziel wird es auch weiterhin sein, die Marke WAGNER in den wichtigsten Export-Märkten auf- bzw. auszubauen.

Zusammenfassend sieht sich die Wagner System GmbH - basierend auf exzellenten Ergebnissen der letzten Jahre und einer qualifizierten, hoch motivierten Mitarbeiterschaft - gut gerüstet, auch in geopolitisch und wirtschaftlich bewegten Zeiten überdurchschnittlich zu überzeugen und erwartet daher für das Jahr 2024 einen positiven Geschäftsverlauf mit einer leichten Steigerung hinsichtlich Umsatz und Ergebnis.

 

Lahr, den 04. April 2024

Ulrich Wagner, Geschäftsführer

Ellen Wagner, Geschäftsführerin

E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wagner System GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wagner System GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wagner System GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lahr, den 17. Mai 2024

BTG
Badische Treuhand Gesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jochen Schwend, Wirtschaftsprüfer

Jens Rhode, Wirtschaftsprüfer

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