BOMAG GmbH
56154 Boppard, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Mücke seit 26.1.2026 | Prokura |
Torsten Klitzsch seit 26.1.2026 | Prokura |
Oliver Schmitz seit 26.1.2026 | Prokura |
Tim Eisfeld seit 16.6.2025 | Prokura |
Katja Rita, geb. Stoffel Hahn seit 20.10.2023 | Prokura |
Ingo Dr. Ettischer seit 18.7.2023 | Geschäftsführer |
Philipp Röhrle seit 9.3.2023 | Prokura |
Matthias Mähn seit 21.3.2022 | Prokura |
Tim Fischer seit 19.2.2020 | Prokura |
Stefan Dr. Forkert seit 19.6.2019 | Prokura |
Michael Grünewald seit 27.7.2010 | Prokura |
Thomas Merfeld seit 18.8.2005 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KGBoppardKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2020 bis 30. September 2021 (nachfolgend 2021 genannt)A. Grundlagen des Konzerns Die Geschäftstätigkeit des Mutterunternehmens des Konzerns, der Fayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KG, besteht im Wesentlichen im Halten und Verwalten von Beteiligungen der BOMAG-Gruppe. BOMAG produziert Maschinen für die Verdichtung von Erde, Asphalt und Müll. Verdichtungsgeräte von BOMAG werden vom Garten- und Landschaftsbau über den kompletten Verkehrswegebau bis zum schweren Dammbau eingesetzt. BOMAG liefert weiterhin spezielle Lösungen für den Einsatz auf Müll-Deponien aller Größen sowie zum Recycling von beschädigten Asphaltdecken und zur Bodenstabilisierung. BOMAG ist nach unserer Auffassung weltweit führend in der Messung, Dokumentation und Kontrolle von Verdichtungsarbeiten sowohl während des Verdichtungsvorgangs als auch danach. Durch die Vielzahl möglicher Ausstattungsvarianten und die weltweite Tätigkeit von Verdichtungsexperten werden BOMAG Maschinen einer großen Vielfalt unterschiedlicher Anforderungen gerecht. Die BOMAG Gruppe hat 13 Auslandsgesellschaften und 4 Produktionsstätten. Neu gegründet wurde im Geschäftsjahr die BOMAG Machinery Co. Ltd., Changzhou City, P.R. China. Außerdem verfügt BOMAG über ein Händlernetz mit über 400 Standorten in 150 Ländern. B. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf und Ramenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Auch im Jahr 2021 war die weltwirtschaftliche Entwicklung geprägt durch die Auswirkungen der Covid19-Pandemie. Trotz der Beeinträchtigungen durch die Pandemie erholt sich die Wirtschaft und zeigte einen Aufwärtstrend. Beeinträchtigt war vor allem der Dienstleistungsbereich. Die Industrieproduktion und der Welthandel stiegen bis zum Frühjahr kräftig. Der Aufschwung wurde abgebremst durch Lieferengpässe (besonders im Bereich der Elektronik) und Transport Probleme. In der zweiten Hälfte des Jahres wurde die Situation noch durch die Deltavariante des COVID 19 Virus verschärft, da die Variante zu einem neuerlichen Ausbruch der Pandemie geführt hat. Dies führte dazu, dass Häfen geschlossen wurden und sich die Lieferschwierigkeiten nochmals verschärften. Trotz der vielfältigen Probleme stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 6,1%. (Quelle: Weltwirtschaft im Sommer 2021 (Nr. 79), Weltwirtschaft Winter 2021 (Nr. 85); IfW Kiel), Weltwirtschaft Winter 2022 (Nr. 97); IfW Kiel Branchenentwicklung Trotz anhaltender Pandemie und der Unsicherheit über die Wirksamkeit der Impfstoffe gegenüber kommenden Corona-Mutationen hat sich der Ausblick für die Maschinenbaukonjunktur weiter aufgehellt. In China hat die zügige Pandemiebekämpfung gepaart mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen den Maschinenbau schon im zweiten Quartal 2020 auf den Wachstumspfad zurückgebracht. Der EU-Maschinenbau dürfte zunächst vor allem von Investitionen in Drittländern profitieren. Große Hoffnungen setzen die Unternehmen in einigen Mitgliedsländern auf die Mittel aus dem 750-Milliarden-Euro-Aufbaufonds der EU. Er soll helfen, Investitionsprojekte zu stützen, die aufgrund der Pandemie verschoben wurden. In Deutschland stieg die Produktion im Maschinenbau im Jahr 2021 real um 7% gegenüber dem Vorjahr. (Quelle: VDMA, Juni 2021 und Januar 2022) Die BOMAG ist im Geschäftsjahr 2021 besser als erwartet durch die Corona-Pandemie gekommen. Die Kurzarbeit konnte im Werk Boppard komplett zurückgefahren werden und der Umsatz ist erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahr und Plan angestiegen. Die Details finden sich in einem späteren Abschnitt. Allerdings sind wir, wie auch die gesamte Maschinenbaubranche nicht von Lieferschwierigkeiten verschont geblieben, konnten diese aber gut abfedern. Produktionsstrategie Unser Anspruch besteht darin, unseren Kunden innovative Produkte sowie qualitativ hochwertige Lösungen zur Verfügung zu stellen. An unseren weltweit verteilten Produktionsstandorten arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Kostenstruktur zu verbessern, durch eine höhere Flexibilität schneller auf Marktschwankungen zu reagieren sowie unseren hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit zu erfüllen. Die Qualitätsanforderungen an unsere Produkte und Leistungen differieren aufgrund der unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen. Die strategische Ausrichtung der weltweiten Produktionsstätten erfordert ein ständiges Streben nach Verbesserung der internen Abläufe um die Hauptkriterien wie Qualität, Flexibilität, Lieferzeit und Liefertreue, sowie die kontinuierliche Kostenoptimierung zu erfüllen. Die kontinuierliche Qualifizierung der Mitarbeiter sehen wir als Bestandteil unserer Produktionsstrategie. Während das erste Quartal noch eine gedrosselte Produktion verzeichnete und auch durch Kurzarbeit gekennzeichnet war, erhöhte sich die Produktion im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres. Da es bei verschiedenen Materialen zu Lieferengpässen gekommen war, musste in Teilbereichen der Produktion kurzgearbeitet werden. Die Mitarbeiterzahl der Produktionsmitarbeiter sind im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 3% gestiegen. Während der Betriebsruhe haben wir Umbauarbeiten und notwendige Modernisierungen an unseren Produktionsanlagen vorgenommen, um auch in den nächsten Jahren den hohen Prozessstandards und Anforderungen an moderne Produktionsbedingungen zu entsprechen. In unserem neuen Produktionswerk in China, das zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 in Betrieb genommen wurde produzieren wir hauptsächlich für den asiatischen und amerikanischen Markt. Für den europäischen Markt werden dort bestimmte Produkte unseres Sortiments gefertigt. Des Weiteren nutzen wir das Werk als Plattform für die Beschaffung von Materialien. In dem Werk werden auch Produkte produziert, die speziell für die zu bedienenden Märkte konstruiert worden sind. Das Werk in Brasilien baut Mischanlagen für den brasilianischen Markt sowie für den Export. Außerdem werden dort auch Walzen für den südamerikanischen Markt endmontiert. Die Firma BREINING vertreibt Maschinenkonzepte für den Straßenbau und die Straßeninstandhaltung. Die Produktfamilien umfassen unter anderem: DSK-Technik, Emulsionstechnik, Spritztechnik, Fugentechnik und Maschinen zur Oberflächenbehandlung (OB-Maschinen). Beschaffung Der strategische Einkauf des Konzerns und die zuständigen lokalen Einkaufsabteilungen versorgen die internen Partner weltweit mit Waren und Dienstleistungen und handelt dabei gemäß unseren ethischen, ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Grundsätzen. Versorgungssicherheit, Erbringung eines finanziellen Wertbeitrags sowie die Einhaltung von Qualitäts- und Nachhaltigkeitsanforderungen sind dabei die Grundlage der Einkaufstätigkeit. Durch die zentrale Bündelung des Know-hows, die konzernübergreifende Nutzung von Verbundeffekten und Größenvorteilen sowie den Zugang zu Innovationen leistet der Einkauf aus unserer Sicht einen erheblichen Wertbeitrag für den BOMAG-Konzern. Für die Profitabilität der BOMAG ist eine effiziente Wertschöpfungskette entscheidend. Dem globalen Beschaffungsmanagement kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Es gewährleistet die Verfügbarkeit von Gütern und Dienstleistungen und die nachhaltige Qualität der in der Produktion eingesetzten Rohstoffe. Daher sind wir ständig bestrebt, unsere Einkaufsprozesse zu optimieren, neue Einkaufsquellen zu erschließen und bestmögliche Preisabschlüsse zu verhandeln. Dabei müssen wir unsere hohe Flexibilität erhalten und zugleich unseren strengen Qualitäts- und Sicherheitsstandards gerecht werden. Die globale Einkaufspräsenz des Konzerns ermöglicht es, flexibel auf die sich ständig verändernden Marktgegebenheiten zu reagieren und lokale Beschaffungsvorteile konsequent zu nutzen. Durch die kontinuierliche Erhöhung der benötigen Kaufteilmengen waren unsere abgeschlossenen Kontingente früher als geplant erschöpft und führten ab dem 4. Quartal des Geschäftsjahres zu starken Erhöhungen der Einkaufpreise. Die Corona-Krise hat seit Anfang 2021 zu erheblichen Verfügbarkeitsproblemen bei unseren Lieferanten geführt. Insbesondere bei Motoren, Achsen und Hydraulik Komponenten und ab Sommer 2021 auch bei Elektronikbauteilen gab es starke Engpässe, die den beteiligten Bereichen höchste Flexibilität abforderte. Bereits seit Anfang 2020 hat die Corona-Krise sich ebenfalls stark auf die Verfügbarkeit von Transportkapazitäten, sowie speziell auf die Preise von Seefrachten ausgewirkt. Im Geschäftsjahr 2021 führten auch die Havarie im Suez-Kanal und die pandemiebedingte Schließung von Häfen in der Volksrepublik China zu weiteren Verfügbarkeitsengpässen. Zu beobachten waren signifikante Preissteigerungen für Material und Komponenten, sowie die Probleme bei der Materialverfügbarkeit. Personal Die Corona-Pandemie hat auch im Geschäftsjahr 2021 unsere HR-Arbeit zu einem großen Teil beeinflusst und geprägt. Die bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr beantragte Kurzarbeit musste auch noch in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2021 in allen Bereichen des Konzerns angewendet werden. Ab Januar 2021 waren aufgrund von Lieferengpässen nur noch die Mitarbeiter der Produktion davon betroffen. Aufgrund der anhaltend schwierigen Situation durch Corona konnten geplante Präsenzschulungen nicht stattfinden. Einige Themen wie die Führungskräftetrainings oder die Schulungen zum Umgang mit Gefahrgut konnten wir (teilweise) online durchführen. Dies hat uns sehr geholfen, um trotz der pandemischen Lage Schulungsinhalte zu vermitteln. Analog zum Hochfahren der Produktion in Changzhou wurden dort auch in diesem Jahr neue Mitarbeiter eingestellt. Der BOMAG-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 im Durchschnitt 1.973 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) (Vorjahr: 1.954). Forschung und Entwicklung Mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kunden und mit Blick auf die kontinuierlich wachsende Anwendung digitaler Lösungen in der Baubranche hat BOMAG seine Investitionen in die Forschung und Entwicklung weiter fortgesetzt. In einer herausfordernden Wettbewerbssituation, in die auch Wettbewerber aus Asien eintreten und die sich verstärkt abzeichnenden Forderungen nach alternativen Antriebstechnologien und weiterer Automatisierung sind diese Investitionen ein elementar wichtiger Faktor sowohl für den Erfolg unserer Kunden als auch für das Wachstum der BOMAG in der Zukunft. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren Ende September 2021 konzernweit 228 Mitarbeiter (Vorjahr: 223) tätig. Davon sind 28 Mitarbeiter in den Auslandsgesellschaften beschäftigt. Der Personalaufbau erfolgte am Standort Boppard. Zur Verteidigung des technischen Vorsprungs und zur Absicherung des geistigen Eigentums wurde die Eintragung verschiedener Schutzrechte im Geschäftsjahr 2021 beantragt. Insgesamt lagen die Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung gegenüber dem Vorjahr um 11% höher. Der Hauptgrund hierfür lag an dem Wegfall der Kurzarbeit vornehmlich am Standort Boppard. 2. Ertragslage Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds im Geschäftsjahr 2021 konnte die BOMAG den Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Im Gegensatz zum Vorjahr konnten wir auch den Auftragseingang im Geschäftsjahr 2021 steigern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz auf 760 MIO. EURO. Dies entspricht einem Anstieg von 108,8 MIO. EURO bzw. 16,7% gegenüber dem Vorjahr. Nach Produkten hatten wir den größten Umsatzanstieg mit 30,5% bei den Kleinmaschinen und mit 18,0% bei den Großmaschinen zu verzeichnen. Der Bereich After Sales entwickelte sich wie in dem Vorjahr weiter positiv. Im Inland, sowie in den ausländischen Märkten konnten wir den Umsatz steigern. Die Umsatzsteigerung verteilt sich geographisch wie folgt:
Im Vergleich zu unserer Planung für das Geschäftsjahr 2021, in der wir von einer leichten Umsatzsteigerung ausgingen, lag der Umsatz über unseren Erwartungen. Das lag vor allem daran, dass sich der Umsatz in Europa schneller erholt hat, als zu erwarten war. Im Gegensatz zur Planung für das Geschäftsjahr 2021 entwickelte sich der Auftragseingang besser als erwartet. Vor allem im europäischen Raum konnten wir die Auftragseingänge steigern. Der Rohertrag stieg im Geschäftsjahr um 16,7% auf 288,4 MIO. EURO. Das Verhältnis Rohertrag zum Umsatz ist aufgrund eines proportionalen Anstiegs von Umsatz und Materialeinsatz einschließlich der Bestandsveränderung mit 38,0% unverändert geblieben. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 7,9 MIO. EURO gestiegen und resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf des Betriebsgrundstückes in der Volksrepublik China und höheren Kursgewinnen. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 14,4 MIO. EURO auf 139,2 MIO. EURO angestiegen. Wesentliche Ursache für die Steigerung der Personalkosten ist die Steigerung der Lohnkosten auf Grund der höheren Produktionsauslastung, der Rückgang der Erstattung aus der Kurzarbeit, sowie die Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Die Abschreibungen liegen mit 20,6 MIO. EURO rd. 8,3 MIO. EURO unter dem Vorjahrsniveau, wobei der mit Abstand größte Betrag auf den Bereich der Mietgeräte entfällt. Der Abschreibungsbetrag beinhaltet nun den vollen Jahresbetrag der Abschreibung für das Werk in China. Der Rückgang beruht auf dem niedrigeren Wert für die Abschreibungen auf den Firmenwert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 6,9 MIO. EURO auf 80,6 MIO. EURO. Die im Zuge der Corona-Pandemie verschärften konzernweiten Reiserichtlinien führten zu einem Rückgang der Reisekosten um 1,0 MIO EURO. Der gestiegene Umsatz führte zu einer Steigerung der Frachtkosten um 5,7 MIO EURO und der Gebühren zur Forderungsabsicherung sowie der bilanziellen Abwertung der Forderungen (+ 0,5 MEUR). Die Instandhaltungsaufwendungen sind im Berichtszeitraum um 1,0 MIO EURO angestiegen, unter anderem auf Grund von Dachreparaturen und der Umstellung der Beleuchtung auf LED-Betrieb. Die höheren Umsätze haben zu einer Erhöhung der Garantie- und Kulanzaufwendungen in Höhe von 2,5 MIO. EURO sowie der externen Leistungen um 3,3 MIO. EURO geführt. Des Weiteren hatten wir geringere Kursverluste von rd. 1,5 MIO. EURO im Vergleich zum Vorjahr. Das Finanzergebnis hat sich um 2,0 MIO. EURO auf -1,1 MIO. EURO verbessert. Grund hierfür waren geringere kurzfristige Kreditaufnahmen und der Rückgang der Abzinsungsaufwendungen bei langfristigen Rückstellungen. Aufgrund der dargestellten Geschäftsentwicklung hat sich das Ergebnis vor Steuern um 38,2 MIO. EURO auf 67,9 MIO. EURO verbessert. Nach Abzug der Steuern lag der Konzernjahresüberschuss bei 54,4 MIO. EURO und damit um 31,4 MIO. EURO über dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2020. Die Umsatzrentabilität hat sich im Berichtszeitraum auf 7,2% erhöht (im Vorjahr 3,5%). Trotz der widrigen Marktumstände ist das Geschäftsjahr 2021 besser verlaufen als zu erwarten war. Einen wesentlichen Ergebnisbeitrag lieferten neben der Umsatzsteigerung auch die ergebniswirksamen Sondereffekte wie der Verkauf des Betriebsgrundstücks in China, die Währungseffekte und 3,3 MIO. EURO Erträge aus Preisanpassungen an Schwestergesellschaften außerhalb des Konzernkreises. Darum stieg das Konzernjahresergebnis stärker an als nach der Entwicklung der Marge zu erwarten war. 3. Finanzlage Die Finanzlage der BOMAG stellt sich wie folgt dar: Die Gesellschaft finanziert sich vorwiegend aus Eigenmitteln. Darüber hinaus finanzieren wir uns durch Inanspruchnahmen gewährter Kreditlinien und Aufnahme von langfristigen Darlehen für langfristige Investitionen. Von den Kreditlinien in Höhe von 110 MIO. EURO waren zum Bilanzstichtag rd. 14 MIO. EURO in Anspruch genommen. Das Working Capital (Netto-Umlaufvermögen abzüglich liquider Mittel, kurzfristiger Verbindlichkeiten und kurzfristiger Rückstellungen) ist zum Stichtag September 2021 von 127,0 MIO. EURO auf 179,5 MIO. EURO angestiegen. Dies lag vor allem an dem Anstieg der Forderungen und der Bestände. Die Bestände sind gegenüber dem Vorjahr um 16,4 MIO. EURO angewachsen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 standen dem Konzern liquide Mittel in Höhe von 60,9 MIO. EURO zur Verfügung. Dies entspricht einem Rückgang um 16,3 MIO. EURO gegenüber dem Geschäftsjahr 2020. Der Hauptgrund hierfür ist die Steigerung der Forderungen und Bestände. Die Kontokorrentverbindlichkeiten (Giralkredite) sind gegenüber 2020 angestiegen (+9,4 MIO. EURO). Die Mittel dienten dazu das gestiegene Working Capital zu finanzieren. Die Zahlungsfähigkeit wird konzernweit durch ausreichende Kreditlinien der lokalen Banken vor Ort sowie einer zentral gewährten "Umbrella"-Kreditlinie sichergestellt. Die langfristigen Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 MIO. EURO auf 28,5 MIO EUR zurück gegangen und betreffen mehrere Investitionsdarlehen. Der Rückgang beruht auf der planmäßigen Tilgung von Darlehen für Investitionsdarlehen im Geschäftsjahr 2021. Die übrigen Verbindlichkeiten haben nahezu ausschließlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. In diesem Jahr stieg die Eigenkapitalquote von 49,8% im Vorjahr auf 53,2%. Daher fiel der Anteil des Fremdkapitals und der übrigen Passivposten auf 46,8%. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf der Steigerung des Eigenkapitals auf Grund der Steigerung des Konzernjahresergebnisses. Das Fremdkapital ist weniger stark gestiegen. Aufgrund der gesteigerten Produktion sind die Lieferverbindlichkeiten angestiegen. Die Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen, sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten waren rückläufig. Der Anstieg der Lieferverbindlichkeiten korrespondiert mit der Steigerung der Bestände. Die Rückstellungen sind um 19,5 MEUR angestiegen. Durch die bessere Auslastung der Werke und die rückläufige Kurzarbeit sind die Personalrückstellungen angewachsen, da neben hatten wir eine Steigerung der Gewährleistungsrückstellung und der Rückstellung für ausstehende Frachten und Drohverluste. Die außerbilanziellen Verpflichtungen sind im Anhang dargestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine bedeutenden Veränderungen in diesem Bereich ergeben. Die Gesamtausgaben für Investitionen - ohne Zugänge zu Finanzanlagen - lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 44 MIO. EURO. Im Wesentlichen dienten die im Jahr 2021 getätigten Investitionen neben der Erweiterung des Mietmaschinenparks der Optimierung und Modernisierung unserer Produktion, unserer Gebäude sowie unserer Produkte. Die größten Investitionen betrafen die Modernisierung einer Lackieranlage und den Ersatz von Produktionsmaschinen sowie die Erweiterung und Modernisierung bestehender Gebäude und die Aktivierung der Außenanlage der Fayat Akademie. Darüber hinaus gab es größere Investitionen in das zum Geschäftsjahresende noch nicht abgeschlossene Projekt der Umstellung des SAP-Systems auf S4 HANA. Die getätigten Investitionen sollen dazu beitragen, die strategischen Ziele der BOMAG Gruppe zu erreichen und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg um 32,5 MIO. EURO auf 551,0 MIO. EURO. Das Anlagevermögen ist um 3,6 MIO. EURO auf 137,0 MIO. EURO gesunken. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im gleichen Zeitraum um 1,0 MIO. EURO angestiegen. Das Sachanlagevermögen fiel um 4,6 MIO. EURO auf 126,9 MIO. EURO. Die Sachanlagenquote fiel von 25,3% im Vorjahr auf 23,0% in diesem Jahr. Damit ergab sich eine Sachanlagendeckung I von 231,1% gegenüber 196,6% im Vorjahr. Die Finanzanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Zum Geschäftsjahresende 2021 ist im Sinne der Anlagendeckung das gesamte Anlagevermögen durch Eigenkapital finanziert. Das Umlaufvermögen ist um 35,5 MIO. EURO auf 408,8 MIO. EURO gestiegen. Die Vorräte sind mit 184,7 MIO. EURO zum Stichtag um 16,4 MIO. EURO höher ausgewiesen als im Vorjahr. Vom 3,54-fachen im Geschäftsjahr 2020 ist die Umschlagshäufigkeit der Vorräte auf das 4,31-fache in diesem Jahr gestiegen. Diese Entwicklung beruht auf der Steigerung des Umsatzes, der stärker ausfiel als die Erhöhung der Bestände. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 15,1 MIO. EURO gestiegen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 15,0 MIO. EURO. Dies liegt zum einen an der Umsatzsteigerung und der Verschiebung der Umsätze hin zu Ländern mit längeren Zahlungszielen. Hinsichtlich der Veränderung der liquiden Mittel verweisen wir auf die Finanzlage. Auf der Passivseite spiegelt sich der Anstieg der Bilanzsumme vor allem in dem Anstieg des Eigenkapitals um 34,8 MIO. EURO und der Rückstellungen um 19,6 MIO. EURO wider. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen zur Finanzlage. Das Eigenkapital hat sich unter Berücksichtigung einer Entnahme durch die Gesellschafter und der Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung um 34,8 MIO. EURO erhöht. Bei den Rückstellungen verzeichnen wir einen Anstieg bei den Pensionsrückstellungen, dem ein Rückgang bei den Steuerrückstellungen gegenübersteht. Die Veränderung der sonstigen Rückstellungen wurde bereits in den Finanzanlagen erläutert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten liegt auf dem Niveau des Vorjahres. 5. Nichtfinanielle Leistungsindikatoren Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie z.B. Mitarbeitertreue, Fluktuationsquote, Krankheitsquote und Marktanteile werden beobachtet und fließen bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage mit ein, sie dienen aber nicht der Steuerung des Konzerns. 6. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns Unter dem Eindruck der zweiten und dritten Welle der Corona-Pandemie, war der Geschäftsverlauf der BOMAG mehr als zufriedenstellend. Das für das Geschäftsjahr 2021 geplante Konzernergebnis konnte übertroffen werden. Nicht nur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie halten wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns für solide. C. Chancen- und Risikobericht Die BOMAG ist eingebunden in eine komplexe, globale Geschäftswelt und dementsprechend einer Vielzahl von externen und internen Einflüssen ausgesetzt. Jede unternehmerische Entscheidung wird daher vor dem Hintergrund der damit verbundenen Risiken und Chancen getroffen. Risikomanagement Das Risikomanagement der BOMAG hat zum Ziel, Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen sowie geschäftliche Einbußen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung der BOMAG verhindert und durch verbesserte unternehmerische Entscheidungen Wert geschaffen werden. Als Chancen definieren wir mögliche Erfolge, die über unsere definierten Ziele hinausgehen. Unter Risiko verstehen wir jedes Ereignis, welches das Erreichen unserer kurzfristigen operativen oder unserer langfristigen strategischen Ziele negativ beeinflussen kann. Für die BOMAG wesentliche Risiken werden in den folgenden Abschnitten beschrieben, wobei deren Reihenfolge keine Wertigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes beinhaltet. Absatzmärkte Unser Geschäftsumfeld wird durch die regionalen wie auch die weltweiten konjunkturellen Bedingungen beeinflusst. Zahlreiche Faktoren, wie globale politische Konflikte einschließlich der Situation im Nahen, Mittleren und Fernen Osten und in anderen Regionen, wirken sich weiterhin auf makroökonomische Faktoren sowie die internationalen Kapitalmärkte aus. Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen und politischen Bedingungen können die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen und unsere Budgetierung wie auch unsere Prognosen erschweren. Die weltweiten Märkte für unsere Produkte sind wettbewerbsintensiv hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Entwicklungs- und Einführungszeiten, Kundenservice und Finanzierungsbedingungen. Wir sind mit starken Wettbewerbern konfrontiert. Dabei ist BOMAG Preisdruck, Nachfragerückgängen oder verlangsamtem Wachstum ausgesetzt. An einigen unserer Märkte ist es erforderlich, neue Produkte rasch zu entwickeln und einzuführen, um sich ergebende Möglichkeiten zu nutzen. Hierdurch können Qualitätsprobleme entstehen. Unsere Ertragslage hängt wesentlich von unserer Fähigkeit ab, uns an Änderungen an den Märkten anzupassen und die Kosten für die Herstellung qualitativ hochwertiger neuer und bestehender Produkte zu senken. Sollten wir hierzu nicht in der Lage sein, könnte dies unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Um die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen, müssen wir fortwährend neue Produkte und Serviceleistungen entwickeln, bestehende Produkte und Dienstleistungen anpassen sowie in die Entwicklung neuer Technologien investieren. Um die Absatzrisiken zu minimieren, arbeiten wir beständig an der Entwicklung neuer Produkte und der Verbesserung unseres bestehenden Portfolios. Im Zuge des Ukrainekonflikts ist die Gesellschaft dem Risiko ausgesetzt, dass Forderungen der russischen Konzerntochter nicht mehr in voller Höhe werthaltig sind durch Kursschwankungen oder Kapitalverkehrskontrollen. Sanktionsbedingt besteht zudem das Risiko, dass der Zahlungsverkehr eingestellt werden könnte. Eine Beeinträchtigung des lokalen Marktumfeldes in Russland ist zu erwarten. Die Auswirkungen daraus auf den Umsatz sind aber als gering einzuschätzen. Fehlende Umsätze aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen oder Sanktionen können nach derzeitiger Marktlage in anderen Regionen ausgeglichen werden. Lieferantenrisiken Bei der Beschaffung von Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Die Fremdanbieter, von denen wir Vorprodukte und Komponenten beziehen, haben weitere Kunden. Bei Auftreten einer Überschussnachfrage ist es möglich, dass diese Anbieter nicht über hinreichende Kapazitäten verfügen, um den Bedarf aller Kunden, einschließlich BOMAG, zu befriedigen. Verzögerungen bei der Belieferung mit Komponenten können die Leistung von BOMAG beeinträchtigen. Obwohl wir eng mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um Versorgungsengpässe zu vermeiden, kann nicht garantiert werden, dass wir in Zukunft nicht in Versorgungsschwierigkeiten geraten oder dass wir in der Lage sein werden, einen Lieferanten, der unsere Nachfrage nicht erfüllen kann, zu ersetzen. Dieses Risiko ist besonders bei Branchen mit einer sehr begrenzten Anzahl von Lieferanten gegeben. Engpässe oder Verzögerungen könnten unsere Geschäftsaktivitäten erheblich schädigen. Unerwartete Preissteigerungen von Komponenten aufgrund von Marktengpässen oder aus anderen Gründen könnten sich ebenfalls negativ auswirken. Unser operativer Bereich ist ferner Schwankungen bei den Energie- und Rohstoffpreisen ausgesetzt. Mögliche Preissteigerungen können erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben, sofern es uns nicht möglich ist, die dadurch gestiegenen Kosten an die Kunden weiterzugeben oder anderweitig zu kompensieren. Den Lieferantenrisiken wird durch eine entsprechende Diversifizierung der Lieferantenstruktur entgegengewirkt. Produktrisiken Unsere Wertschöpfungskette umfasst alle Schritte, von der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis zum Marketing, Vertrieb und Services. Störungen in unserer Wertschöpfungskette können zu Qualitätsproblemen sowie zu potenziellen Produkt-, Arbeitssicherheits- und regulatorischen sowie Umweltrisiken führen. Gelegentlich treten Qualitätsprobleme bei von uns verkauften Produkten auf, die aus der Entwicklung oder Produktion dieser Produkte resultieren. Solche Betriebsstörungen oder Qualitätsprobleme können unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Zur Abdeckung von Produkthaftungsfällen wurden Versicherungen abgeschlossen. Personalrisiken Die BOMAG zeichnet sich nach unserem Befinden durch eine Unternehmenskultur aus, die auf Vertrauen basiert. Eigenverantwortliches, unternehmerisch orientiertes Denken und Handeln unserer Mitarbeiter stehen dabei für uns im Vordergrund. Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Führungskräfte und technisches Personal ist in unserer Branche nach wie vor hoch. Unser künftiger Erfolg hängt teilweise davon ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an den Konzern zu binden. Es kann nicht garantiert werden, dass wir in Zukunft weiterhin erfolgreich hoch qualifizierte Mitarbeiter und Kompetenzträger gewinnen oder behalten werden. Sollte uns dies nicht gelingen, könnte das erhebliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Rechtssituation Wir sind zahlreichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, an denen wir aktuell beteiligt sind oder die sich in der Zukunft ergeben könnten. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind wir an Rechtsstreitigkeiten beteiligt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse dieser Rechtsstreitigkeiten und Verfahren unserem Geschäft, unserer Reputation und unserer Marke erheblichen Schaden zufügen. Wir bilden für aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren erwachsende Risiken Rückstellungen, wenn eine aktuelle Verpflichtung aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, es wahrscheinlich ist, dass Aufwendungen erforderlich sein werden, um die Verpflichtung zu erfüllen, und eine vernünftige Schätzung der möglichen Höhe der Verpflichtung gemacht werden kann. Wir halten eine Haftpflichtversicherung für bestimmte rechtliche Risiken in einer Höhe aufrecht, die das FAYAT BOMAG Management für angemessen hält und die einer in der Branche üblichen Vorgehensweise entspricht. Wir können möglicherweise aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren Verluste erleiden, die über der Höchstgrenze oder außerhalb des Deckungsbereichs dieser Versicherung liegen, und derartige Verluste können erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, und unsere Rückstellungen für Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren könnten zur Deckung der letztendlich entstehenden Verluste und Ausgaben unzureichend sein. IT-Risiken Der ordnungsgemäße Geschäftsbetrieb des Konzerns hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme sowie der ausfallsicheren Vernetzung der einzelnen Konzerneinheiten ab. Aufgrund des daraus resultierenden Risikopotentials genießen deshalb bei der BOMAG die IT-Sicherheit und das IT-Risikomanagement seit Jahren höchste Priorität. Es finden in regelmäßigen Abständen Prüfungen statt, die die Einhaltung der Sicherheitsstandards kontrollieren. Regulatorische Risiken Änderungen von regulatorischen Anforderungen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse und Preis- oder Devisenbeschränkungen können unsere Umsätze und Profitabilität beeinträchtigen und die Rückführung von Gewinnen erschweren. Darüber hinaus kann die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen. Wir erwarten, dass unsere Umsätze an den Märkten der Schwellenländer durch die natürliche Entwicklung unseres Geschäfts und die steigende Nachfrage nach unseren Angeboten aus Schwellenländern und -regionen einen zunehmenden Anteil am Gesamtumsatz einnehmen werden. Bei Geschäftsaktivitäten in Schwellenländern bestehen verschiedene Risiken, wie Unruhen, Gesundheitsrisiken, kulturelle Unterschiede z.B. bei Arbeitsverhältnissen und Geschäftspraktiken, Volatilität des Bruttoinlandsprodukts, wirtschaftliche und staatliche Instabilität, Verstaatlichung von Privatvermögen und Devisenbeschränkungen. Sollten solche oder ähnliche Risiken aus unseren internationalen Geschäftsbeziehungen eintreten, könnten unsere operativen Ergebnisse erheblich beeinträchtigt werden. Ausfallrisiken Ausfallrisiken bestehen darin, dass der Kunde oder andere Vertragspartner nicht in der Lage sind, ihren Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nachzukommen, wenn die als Sicherheit dienenden Vermögenswerte an Wert verlieren oder nicht greifen und dies einen Vermögensschaden zur Folge hat. Um dieses Risiko zu reduzieren haben wir entsprechende Maßnahmen implementiert. Zur effektiven Steuerung der Ausfallrisiken aus offenen Handelsforderungen hat BOMAG einen einheitlichen Risikomanagementprozess etabliert. Es erfolgen regelmäßig Bonitätsanalysen; Sicherheiten liegen für einen Teil dieser Forderungen vor. Außerdem unterhalten wir ein intensives Mahnwesen. Sofern wirtschaftlich sinnvoll, schließen wir auch Kreditversicherungen ab. Das Ausfallrisiko der Forderungen im Verbundbereich und sonstiger Forderungen versuchen wir durch eine regelmäßige Überprüfung unserer Kunden durch Bilanzanalysen zu reduzieren. Neben dieser Risikovorsorge wird erkennbaren Ausfallrisiken durch den Abschluss von Warenkreditversicherungen und der Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liquiditätsrisiken Unsere Abteilung Treasury ist für die Finanzierung der Gesellschaft verantwortlich. Eine negative Entwicklung auf den Kapitalmärkten würde unsere Finanzierungskosten erhöhen und unsere finanzielle Flexibilität einschränken. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Letztere bestehen sowohl in operativen Zahlungsströmen als auch in der Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und werden aus der Liquiditätsplanung abgeleitet. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tages- und Termingeldanlagen vorgehalten. Darüber hinaus stehen Bankkreditlinien zur Verfügung. Durch diese Maßnahmen sehen wir uns in der Lage, unseren Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Währungsrisiken Da BOMAG einen signifikanten Anteil seines Geschäfts außerhalb der Euroländer tätigt, können Währungsschwankungen das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in der funktionalen Währung einer Gesellschaft bestehen. Insbesondere ist die BOMAG Schwankungen bei den Währungen US-Dollar, Britisches Pfund, Japanischer Yen, Polnischer Zloty, Russischer Rubel, Brasilianischer Real und Chinesischer Yuan ausgesetzt. Soweit Barmittelabflüsse in einer Fremdwährung nicht durch Barmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft in derselben Währung ausgeglichen werden, wird das verbleibende Nettowechselkursrisiko durch Hedging Verträge abgesichert. Die Währungsrisiken werden systematisch zentral erfasst, analysiert und gesteuert. Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Konzernjahresabschluss abgebildet. Zum Einsatz von Finanzinstrumenten vgl. im Übrigen die Erläuterungen im Konzernanhang. Zinsänderungsrisiken Zinsänderungsrisiken resultieren aus marktbedingten Schwankungen des Zinsniveaus und schlagen sich bei BOMAG in der Höhe der Zinszahlungen für Darlehensverbindlichkeiten (gegenüber Kreditinstituten und/oder Verbundbereich) nieder. Um dieses Risiko zu begrenzen haben wir Kredite mit festem Zinssatz bzw. Kredite mit Zinsswaps abgeschlossen. Die Laufzeit der Zinsswaps richtet sich nach der Laufzeit der entsprechenden Kreditverträge. Das angestrebte Sicherungsniveau liegt bei 100% des Finanzierungsvolumens für den mittel- und langfristigen Bereich (ohne Working Capital Finanzierung). Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf den Anhang. Beteiligungsrisiko Die Überwachung der Finanzanlagen erfolgt durch das Beteiligungscontrolling. Dies beinhaltet eine Analyse der monatlichen Berichterstattungen, sowie jährlich durchgeführte Bewertungen, so dass negative Entwicklungen rechtzeitig erkannt werden. Wertminderungen werden durch entsprechende Abschreibungen Rechnung getragen. Corona-Risiko Durch die andauernde Corona-Krise sehen wir Risiken auf der Absatz-, als auch auf der Beschaffungsseite. Mögliche "Lockdowns" in unseren Absatzmärkten sowie auch an unseren Produktionsstandorten können dazu führen, dass wir unsere Absatzziele nicht erreichen können. Dies hat direkte Auswirkungen auf unsere Ergebnisse, wenn wir es nicht schaffen sollten, die Kostenstruktur entsprechend anzupassen. Auf der Beschaffungsseite sehen wir das sich gegenüber dem Vorjahr verschärfende Risiko, dass die Beschaffungspreise auf Grund der angespannten Liefersituation weiter steigen oder wir benötigte Vorprodukte nicht rechtzeitig beschaffen können. Der Steigerung der Beschaffungspreise versuchen wir durch alternative Lieferquellen und langfristige Lieferverträge entgegenzuwirken. In unserem Plan haben wir bereits entsprechende Preissteigerungen eingearbeitet. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Grundsätzlich zielt die Geschäftsführung darauf ab, Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten zu begrenzen. Zu den verwendeten Finanzinstrumenten zählen die Finanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die liquiden Mittel. Aus der Verwendung dieser Finanzinstrumente resultieren Marktpreisrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen wir ausgesetzt sind. Wir verweisen auf die entsprechenden Ausführungen zu den Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken, Zinsänderungsrisiken sowie Beteiligungsrisiken, die auch unsere Risikomanagementziele und -methoden beinhalten. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrument verwendet, um währungs- oder zinsänderungsbedingte Zahlungsstromschwankungen respektive Vermögensverluste zu begrenzen und nicht aus spekulativen Gründen. Zusammenfassende Beurteilung der Risiken Die Risikolandschaft der BOMAG hat sich durch den Krieg in der Ukraine und zunehmende Lieferkettenschwierigkeiten und steigende Preise nach dem Berichtszeitraum verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine Risiken ab, die zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen könnten. Bei sich verändernden Rahmenbedingungen könnten zum heutigen Zeitpunkt unbekannte oder als unwesentlich erachtete Risiken unsere Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen. Organisatorisch haben wir Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über sich abzeichnende Veränderungen der Risikosituationen Kenntnis zu erlangen. Alle Risiken, mit Ausnahme der konjunkturellen und branchenspezifischen Risiken und des Ukraine-Konfliktes, beurteilen wir als steuerbar und beherrschbar. Chancen Im Bereich der Chancen sehen wir die größten Potenziale in den geschäftsbezogenen Themen der operativen Bereiche, insbesondere durch den Ausbau unserer Geschäfte in Asien und USA. Zur besseren Betreuung der Kunden vor Ort und zur Steigerung des Marktanteils in der Region beabsichtigen wir die Gründung einer weiteren Konzerngesellschaft als Hub für unsere Geschäftsaktivitäten im APAC-Raum. Darüber hinaus wollen wir planmäßig mit der Gründung einer Gesellschaft in Chile unser Standbein in Südamerika verstärken. In den USA wurde das größte Infrastrukturprojekt der letzten 30 Jahre aufgelegt, hiervon erhoffen wir uns starke Impulse für unsere Schwestergesellschaft in den USA. Für den Fall, dass sich zusätzlich zu den prognostizierten Entwicklungen Chancen ergeben oder diese schneller als erwartet eintreten sollten, könnte dies entsprechende positive Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BOMAG-Konzerns haben. Neue Impulse erwarten wir von der Einführung der Elektrolinie im Light Equipment Bereich, um batteriebetriebene Maschinen für unsere Kunden attraktiver zu machen. Durch den weltweiten Vertrieb dieser Maschinen erhoffen wir uns eine Stärkung unserer Marktposition sowie die Erschließung neuer, nachhaltiger Kunden. Weitere positive Impulse für unsere Absätze erwarten wir uns aus der im Jahr 2022 stattgefundenen Baumaschinen Messe in München und ähnlicher Veranstaltungen, die nach der Corona-Pandemie jetzt wieder verstärkt stattfinden und wahrgenommen werden. Gezwungen durch die Verwerfungen auf den Beschaffungsmärkten versuchen wir unser Beschaffungsportfolio in Bezug auf die Versorgungssicherheit und die Kosteneffizienz zu optimieren. Wir sehen in der komprimierten Entwicklung durch speziell an die lokalen Bedürfnisse ausgerichteten und vor Ort produzierten Maschinen die Chance auf regionale Anforderungen, hier insbesondere in China, eingehen zu können mit entsprechendem Ertragspotenzial. D. Prognosebericht Die Prognosen für die folgenden Geschäftsjahre beruhen auf einem Budget für einen mittelfristigen und kurzfristigen Planungshorizont, welches im Spätsommer 2021 erstellt worden ist und durch unsere Muttergesellschaft, die Fayat S.A.S., genehmigt wurde. Zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der Konzern gesteuert wird, gehören der Umsatz, der Auftragseingang und das Konzernergebnis. In der Prognose für das Geschäftsjahr 2022 sind wir von einem Umsatzrückgang zwischen 2% und 5% und von einem Auftragseingang auf Vorjahresniveau ausgegangen. Für das Konzernergebnis hatten wir einen Betrag erwartet, der zwischen 40% und 45% unter dem Vorjahr lag. Aufgrund der nun vorliegenden Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen erwarten wir für das zwischenzeitlich beendete Geschäftsjahr 2022 einen Konzernumsatz, der leicht unter dem Wert des Vorjahres liegt. Der Auftragseingang lag ebenfalls leicht unter dem Wert des Vorjahres. Das für das Geschäftsjahr 2022 erwartete Konzernergebnis ist überraschenderweise besser als prognostiziert und wird in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 liegen. Aufgrund von vertraglichen Vereinbarungen mit der amerikanischen Schwestergesellschaft BOMAG Americas Inc. konnten wir an den guten Ergebnissen der Gesellschaft partizipieren, was in der Planung so nicht berücksichtigt war. Für das Kalenderjahr 2023 prognostiziert der Internationalen Währungsfonds (IWF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von +2,9%. Das sind 0,2%-Punkte mehr als im Oktober 2022 erwartet wurden. Globale Krisen belasten die Weltwirtschaft zwar weiter schwer, die totale Neuausrichtung der Corona-Politik Chinas könnte laut IWF aber den Weg zur Erholung ebnen. Ein Abrutschen der Weltwirtschaft in die Rezession dürfte so vermieden werden. Gleichwohl wird auf etliche Risiken, die ein schlechtere Entwicklung zur Folge hätten, hingewiesen: So könnte sich in China die Corona-Situation und die Krise im Immobiliensektor verschlechtern, der Krieg in der Ukraine könnte eskalieren, und in den Schwellen- und Entwicklungsländern könnte es zu einer Schuldenkrise kommen. (Quellen: Oxford Economics, VDMA im März 2023) Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) blickt optimistischer auf die deutsche Konjunktur in diesem Jahr als noch vor wenigen Monaten. Das Institut rechnet für 2023 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,5%, nachdem es Mitte Dezember 2022 noch von +0,3% ausgegangen war. Die konjunkturellen Aussichten haben sich zuletzt etwas aufgehellt, und die deutsche Wirtschaft kämpft sich aus der Energiekrise. Gleichwohl bleibt die Aufwärtsdynamik verhalten. Die zuletzt deutlich rückläufigen Gaspreise stimulieren die Konjunktur zwar etwas. Sie entlasten aber vor allem den Staatshaushalt, der nun mit weniger Subventionen im Rahmen der Energiepreisbremsen einspringen muss. Der Preisanstieg hält sich hartnäckig und betrifft die gesamte Breite des Warenspektrums. Durch die hohen Preise sind die realen Lohnkosten so niedrig wie lange nicht mehr, während die Einnahmen der öffentlichen Haushalte sprudeln. Das IfW Kiel rechnet in 2023 mit einer Inflation von +5,4%. Wichtig sei ein entschlossenes Gegensteuern der Geldpolitik. (Quelle: Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), VDMA im März 2023) Der Maschinenbau in Deutschland steuert 2023 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von -2%. Diese Prognose ist weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Noch immer tobt in der Ukraine ein Krieg mitten in Europa, der festgefahren scheint. Und mit Blick auf den nächsten Winter stellt sich die Frage, ob die Energieversorgung in den Unternehmen sichergestellt werden kann. Noch haben viele Unternehmen ein solides Auftragspolster, dieses wird im Jahresverlauf aber teilweise schmelzen. Sich weiter entspannende Lieferketten und die Zurückhaltung bei den Bestellungen infolge der zahlreichen Unsicherheiten sind dafür maßgeblich verantwortlich. Sorgen bereitet insbesondere der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen möchten Personal einstellen, finden jedoch keine oder nur zu wenige Leute. (Quelle: VDMA im März 2023) Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 spüren wir zunehmend den Rückgang der weltweiten Störungen in den Lieferketten. Der Auftragseingang ist indes rückläufig, da die Unternehmen davon ausgehen, das sich die Liefersituation der Hersteller mehr und mehr entspannt. Im Bereich der inländischen Kunden mit Geschossbau merken wir aufgrund der verschärften Bauvorgaben und steigenden Zinsen eine wachsende Zurückhaltung bei Aufträgen im Kleinmaschinenbereich. Auf der Beschaffungsseite beobachten wir innerhalb kürzester Zeit starke Inflationseffekte. Letztendlich hängt das Konzernjahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 auch davon ab, inwieweit die Preissteigerungen auf die Einkaufspreise an die Kunden weitergeben werden können. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 gehen wir in der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 - basierend auf dem vorhandenen hohen Auftragsbestand - von einer Umsatzsteigerung zwischen 10% und 14% aus, während der Auftragseingang rückläufig erwartet wird. Auf Grund der Unsicherheit, ob es gelingen wird, die gestiegenen Einkaufspreise an die Kunden weitergeben zu können, erwarten wir gegenüber dem Jahr 2021 ein schwächeres Konzernjahresergebnis. Wir gehen von einer Bandbreite von -20% bis -30% aus. Die Investitionen für 2023 werden - ohne Mietpark - im Wesentlichen Ersatz- Erweiterungs- und Modernisierungsinvestitionen sein und über dem Wert der Geschäftsjahre 2021 und 2022 liegen. Herauszuheben sind hier insbesondere der Zukauf von Land in unserem Werk in Changzhou, sowie die weltweite Umstellung unseres SAP-Systems. Die Finanzierung wird wie in der Vergangenheit über langfristige Investitionskredite erfolgen und im Übrigen durch das laufende Geschäft. Bedeutende Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage sind nicht zu erwarten. Die Einbindung in den FAYAT Konzern und die damit verbundene Präsenz in den weltweiten Absatzmärkten gibt uns die Zuversicht weiterhin im Markt mit unseren Produkten bestehen zu können. Für das Jahr 2023 gehen wir von einer wertbeständigen Geschäftsentwicklung aus. Unter Berücksichtigung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds gehen wir davon aus, dass sich die Lage des Konzerns auch künftig solide entwickelt.
Boppard, 15.06.2023 Fayat Bomag Beteiligungs GmbH Jean-Claude Fayat, Geschäftsführer Jörg Unger, Geschäftsführer Ralf Junker, Geschäftsführer Dirk Woll, Geschäftsführer KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21Fayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KG, BoppardKonzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021
KonzerneigenkapitalspiegelFayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KG, BoppardKonzerneigenkapitalspiegel zum 30. September 2021
** Die Posten bilden in Summe den Posten "Konzernbilanzverlust" gemäß Konzernbilanz
** Die Posten bilden in Summe den Posten "Konzernbilanzverlust" gemäß Konzernbilanz Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 20211. Grundlagen Die strategische Führung der Unternehmen im BOMAG-Teilkonzern obliegt der Fayat Bomag GmbH & Co. Unternhemensführungs KG (nachfolgend Fayat KG) als Zentrale. Hierzu zählen vor allem die Festlegung der Strategie und Ressourcenverteilung sowie das Führungskräfte- und das Finanzmanagement. Das operative Geschäft liegt bei den Tochterunternehmen. Zur Leitungsaufgabe der Fayat KG gehören auch der Erwerb und die Veräußerung von anderen Unternehmen oder von Beteiligungen an anderen Unternehmensgruppen. Der Konzernabschluss der Fayat KG und ihrer Tochterunternehmen zum 30. September 2021 wird auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Er besteht aus der Konzernbilanz, der Konzerngewinn- und verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel. Die Angabe der Beträge erfolgt zur besseren Übersicht in Tausend EURO. Die Fayat KG ist eine Kommanditgesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Koblenz unter HRA 4988 eingetragen und hat ihren Sitz im Industriegebiet Hellerwald, 56154 Boppard, Deutschland. Das Konzernbilanzgliederungsschema des § 266 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB ist zur besseren Vermittlung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes um die Posten "Forderungen gegen Gesellschafter" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" (§ 264 c Abs. 1 HGB) erweitert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Angaben zum Konsolidierungskreis und Beteiligungen Die Fayat KG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen des Konzerns Fayat S.A.S., Bordeaux, Frankreich auf. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis verändert: Im Juni 2021 wurde die BOMAG Machinery Co. Ltd., Changzhou City, P.R. China gegründet. Die Fayat BOMAG GmbH & Co. Unternehmensführungs KG hält an der neuen Gesellschaft eine Beteiligung von 100%. Die Gesellschaft wurde erstmalig zum 30. September 2021 einbezogen. Die Gesellschaft ist mit ihren Aufwendungen und Erträgen zeitanteilig für den Zeitraum Juni bis September 2021 berücksichtigt. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses bestehen nicht. Folgende Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss zum 30. September 2021 einbezogen: I. Vollkonsolidierte Unternehmen
Bei BOMAG Marini Equipamentos Ltda., BOMAG (Changzhou) Construction Machinery Co. Ltd. und Guangzhou Bomastar Equipment & Machineries Supplies Ltd. sowie BOMAG India Private Limited handelt es sich um indirekte Beteiligungen. II. Quotenkonsolidierte Unternehmen Die EBL - Ehrhardt + BOMAG Logistics GmbH, Boppard, (Anteil am Kapital 24,90 %) ist quotal in den Konzernabschluss einbezogen, da gemäß Gesellschaftsvertrag alle wesentlichen Beschlüsse der Geschäftsleitung in Übereinstimmung mit der Fayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KG getroffen werden müssen. III. Nichtkonsolidierte Unternehmen
Die Maquinter S.A., Madrid, (Anteil am Kapital 24,00 %) wird nicht konsolidiert, da die Gesellschaft nicht unter dem maßgeblichen Einfluss der Fayat KG steht. Der Anteil wird zu Anschaffungskosten bewertet. Die Angaben zu Jahresergebnis und Eigenkapital beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31.12.2021. IV. Befreiender Konzernabschluss Die BOMAG GmbH, Boppard, und die BREINING Maschinen- und Fahrzeugbau GmbH, Remshalden, machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Pflicht zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses und Lageberichts Gebrauch. Die Fayat KG macht von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB hinsichtlich der Pflicht zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses und Lageberichts Gebrauch. 3. Konsolidierungsgrundsätze, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Währungsumrechnung I. Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode, wobei im Rahmen der Erstkonsolidierung das gesamte Reinvermögen zum beizulegenden Zeitwert nach den Wertverhältnissen zum Erwerbszeitpunkt der Anteile bewertet wird. Die dabei entstehenden aktiven Unterschiedsbeträge werden in Höhe vorhandener stiller Reserven bei Grundstücken, Gebäuden, anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Vorräten aktiviert und auf deren jeweilige Restnutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die verbleibenden Beträge werden als Geschäfts- und Firmenwerte auf Nutzungsdauern von 8, 10 und 15 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Die festgelegte Nutzungsdauer trägt der jeweils nachhaltigen Nutzbarkeit von bspw. Kundenstamm, Patenten und Marken sowie weiterer stiller Reserven der erworbenen Unternehmen Rechnung. Die nach der Verrechnung verbleibenden passivischen Unterschiedsbeträge sind in der Konzernbilanz unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital auszuweisen. Der Firmenwert aus der Konsolidierung ist seit Ende des Geschäftsjahres 2020 bereits vollständig abgeschrieben. Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Konsolidierung sind seit Ende des Geschäftsjahres 2020 restlos aufgelöst. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den voll konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Quotal einbezogene Unternehmen werden entsprechend behandelt. Zwischenergebniseliminierung Die aus Lieferungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultierenden und im Vorratsvermögen aktivierten Zwischenergebnisse werden erfolgswirksam eliminiert. Aufwands- und Ertragseliminierung Die Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet bzw. umgegliedert. Des Weiteren werden auch sonstige Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Hierzu gehören auch Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungen bzw. Verlustübernahmen. Aufstellungsstichtag Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Mutterunternehmens (30. September) aufgestellt. Die einbezogenen Unternehmen haben ihren Jahresabschluss grundsätzlich ebenfalls auf diesen Bilanzstichtag aufgestellt. Soweit der Abschlussstichtag der einbezogenen Unternehmen nicht auf den Bilanzstichtag entfällt, werden Zwischenabschlüsse auf den Konzernbilanzstichtag einbezogen. Währungsumrechnung Die Aktiv- und Passivposten der Bilanzen der ausländischen Konzerngesellschaften in fremder Währung werden mit Ausnahme des Eigenkapitals mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Der Posten des Eigenkapitals (ohne Jahresergebnis) der Gesellschaften wird zu historischen Kursen geführt. Die sich daraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral behandelt und unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit auf das Geschäftsjahr bezogenen Durchschnittskursen umgerechnet. Die Differenz zwischen dieser Umrechnung und der Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag wird ebenfalls erfolgsneutral unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" geführt. Währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden aus Vereinfachungsgründen erfolgswirksam erfasst und Erfolgsbeiträge aus den Jahresabschlüssen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung belassen. Die zu eliminierenden Zwischenergebnisse werden aus Vereinfachungsgründen mit dem Betrag gleichgesetzt, der in der Währung des liefernden Tochterunternehmens erzielt wurde und um den sich das Konzernergebnis durch die Zwischenergebniseliminierung verändert hat. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb der nächsten 5 Jahre genutzt werden können, gebildet. Aktive latente Steuern bestehen im Wesentlichen in den Bereichen des Anlagevermögens, der Forderungen, der Vorräte, der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen sowie bei Verlustvorträgen, passive latente Steuern im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände, sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Aktive und passive latente Steuern werden für den Bilanzausweis saldiert. Aufgrund des Aktivüberhangs wurde auf Jahresabschlussebene von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine latenten Steuerpositionen auszuweisen. Die zugrunde gelegten unternehmensindividuellen Steuersätze bewegen sich zwischen 13% und 34%. Auf Konzernabschlussebene werden latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet und betreffen im Wesentlichen die im Rahmen von Unternehmenserwerben aufgedeckten stillen Reserven im Anlagevermögen sowie die Eliminierung der Zwischenergebnisse. Aktive und passive latente Steuern werden für den Bilanzausweis nicht saldiert. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden mit einem einheitlichen Steuersatz in Höhe von rd. 13 % ermittelt. Die aktiven latenten Steuern haben sich um TEUR 64 von TEUR 345 auf TEUR 409 erhöht. Die passiven latenten Steuern sind um TEUR 62 von TEUR 697 auf TEUR 635 zurückgegangen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt bzw. werden auf die im Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden angepasst. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vermindert. Im Rahmen der Anschaffung von Software erbrachte Eigenleistungen werden dabei hauptsächlich auf Basis der geleisteten Stunden mal Stundensatz (enthält spezifische Einzel- und Gemeinkosten) ermittelt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear und pro rata temporis. Die dabei zu Grunde gelegten Nutzungsdauern betragen für EDV-Software 4 Jahre, für Firmenwerte in Ermangelung einer verläßlichen Schätzung die typisierte Abschreibungsdauer von 10 Jahren nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vermindert. Aktivierte Eigenleistungen fallen nur in sehr geringem Umfang an. Hier handelt es sich in der Regel um Nebenleistungen der Betriebshandwerker im Rahmen der Anschaffung von Anlagegütern. Die Herstellungskosten der Mietmaschinen werden wie die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse ermittelt. Auf entsprechende Ausführungen zu den Vorräten wird verwiesen. Die Abschreibungen erfolgen linear und pro rata temporis. Bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2008 angeschafft wurden, wurden auch degressiv abgeschrieben; die Umstellung von der degressiven auf die lineare Abschreibung erfolgt in dem Jahr, in dem der Übergang zu einem höheren Abschreibungsbetrag führt. Mietmaschinen werden ggf. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen je Anlagenklasse:
Für Vorrichtungen und Modelle ist ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 250 werden direkt ausfwandswirksam erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert über EUR 250 bis EUR 800 werden im Anlagevermögen erfasst und sofort in voller Höhe abgeschrieben. Zur Förderung der Ansiedlung des Produktionswerkes in Changzhou wurden von den chinesischen Behörden Zuschüsse gewährt. Zusätzlich wurden Zuschüsse für technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung gewährt. Die Zuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt; die Abschreibung mindert sich entsprechend. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Wesentlichen ausgehend von Standardkosten zum Einstandswert bewertet. Im Rahmen der Umbewertung von Standard- auf Ist-Kosten erfolgt auch eine Anpassung auf den niedrigeren Wert aus entweder letztem Einkaufspreis oder gleitendem Durchschnittspreis. Wertminderungen aufgrund längerer Lagerdauer und voraussichtlich beschränkter Verwendbarkeit wurden durch altersabhängige Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des durch die Fertigung veranlassten Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für frewillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden in die Herstellungskosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Herstellungskosten wurden im Geschäftsjahr zur Normalbeschäftigung ermittelt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Wertminderungen aufgrund von längerer Lagerdauer und aufgrund des Wegfalls der technischen Verwendungsfähigkeit werden durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit sie Anzahlungen auf Vorräte betreffen, offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Es werden alle erkennbaren Risiken durch Bewertungsabschläge berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird grundsätzlich eine Pauschalwertberichtigung von den Forderungen abgesetzt. Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten werden verrechnet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Rückstellungen für Pensionen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC) verwendet. Die biometrischen Annahmen basieren auf den Richttafeln Heubeck 2018 G. Bei der Berechnung wird von einer Fluktuation von 0,00 % ausgegangen. Die Abzinsung erfolgte mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre entsprechend der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank für September 2021 unter Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren (1,98 %). Es wurde für die auf der Betriebsvereinbarung der Gesellschaft beruhenden Altersrenten ein Rententrend von 1,20 % und für die auf Einzelzusagen beruhenden Altersrenten ein Rententrend von 2,00 % unterstellt. Für den Lohn- und Gehaltstrend wurden 0,00 % unterstellt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Barwert der Pensionsrückstellung mit zehnjährigem Durchschnittszins und dem Barwert der Pensionsrückstellung mit siebenjährigem Durchschnittszins beträgt 4,0 MIO. EURO (Vorjahr: 4,2 MIO. EURO). Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen die zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten. Sie entsprechen den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu erwartenden Erfüllungsbeträgen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden unter Berücksichtigung der zu erwartenden Preis- und Kostensteigerungen Zuführungen vorgenommen, anschließend wurden diese Rückstellungen mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben werden. Bei personenbezogenen Rückstellungen erfolgt die Ermittlung des Erfüllungsbetrages über den Gehaltstrend. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Ermittlung der Altersteilzeitrückstellung erfolgte unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden. Die Bewertung erfolgte nach der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung "Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen" (IDW RS HFA 3). Die biometrischen Annahmen basieren auf den Richttafeln Heubeck 2018 G. Die Abzinsung erfolgte mit einem Rechnungszins von 0,32 % für bestehende Altersteilzeitverträge entsprechend der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank für September 2021 für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 1 Jahr bzw. von 0,51 % für Anwärter auf Altersteilzeitverträge entsprechend einer Restlaufzeit von 4 Jahren. Es wurde ein Gehaltstrend von 2,00 % p.a zugrunde gelegt. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellung erfolgte unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden. Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC) verwendet. Die biometrischen Annahmen basieren auf den Richttafeln Heubeck 2018 G. Die Abzinsung erfolgte mit einem Rechnungszins von 1,39 % entsprechend der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank für September 2021 unter der Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren. Es wurde ein Gehaltstrend von 2,00 % p.a und eine Fluktuationsrate von 1,90 % p.a. zugrunde gelegt. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Bei den Garantierückstellungen handelt es sich um Einzel-, Pauschal- bzw. Sammelrückstellungen. Die Bewertung der Pauschalrückstellung erfolgt hier über den Quotienten der historischen Garantiekosten zum Umsatz der Neumaschinen. Dieser Quotient wird auf den garantiebelasteten Neumaschinenumsatz angewendet (GAP-Analyse). Darüber hinaus werden für bestimmbare Einzelrisiken Abschätzungen getroffen und Rückstellungen gebildet. Drohverlustrückstellungen werden ausgehend von Marktpreisen bewertet. Zu erwartende Unterdeckungen werden entsprechend als Rückstellungen zu Vollkosten in der Bilanz ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, hat die Gesellschaft als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs oder dem geltenden Hedgekurs zum Stichtag angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Der Konzernanhang enthält Angaben zu Beteiligungen außerhalb des Euroraums. Dabei erfolgt die Umrechnung des Eigenkapitals mit dem Stichtagskurs des jeweils gültigen Bilanzstichtags der Gesellschaft, die Umrechnung des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro. Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsrisiken eingesetzt und mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Hinsichtlich weiterer Angaben verweisen wir auf Abschnitt 6. Sonstige Angaben. 4. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten im Geschäftsjahr ist in einem dem Konzernanhang als Anlage beigefügten Anlagegitter (siehe "Entwicklung des Anlagevermögens") dargestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen in voller Höhe TEUR 758 (Vorjahr: TEUR 943) Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich allein abschreibungsbedingt reduziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber demselben Unternehmen saldiert ausgewiesen, soweit die Voraussetzungen für die Aufrechnung gemäß § 387 BGB vorliegen. Die Forderungen gegen Gesellschafter stellen wie im Vorjahr Forderungen gegen verbundene Unternehmen dar. Sie enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 240 (Vorjahr: TEUR 629) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 9.487 (Vorjahr: TEUR 9.780). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Eigenkapital Ausgewiesen wird ein Konzernbilanzverlust in Höhe von TEUR -7.735 (Vorjahr: TEUR -37.549). Dieser setzt sich aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 54.414 (Vorjahr: TEUR 22.975) und dem Konzernverlustvortrag in Höhe von -62.149 TEUR (Vorjahr: TEUR -60.524) zusammen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Hier sind insbesondere neben den Rückstellungen für Jubiläen auch Rückstellungen für Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub erfasst. Daneben enthält diese Bilanzposition auch Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen und Kulanz, ausstehende Rechnungen, Rücknahmeverpflichtungen sowie Prüfungs- und Beratungskosten. Die Rückstellungen aus dem Personalbereich betragen rd. 33 MIO. EURO, die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen und Kulanz betragen rd. 13 MIO. EURO. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter stellen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Sie betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: TEUR 577) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 23). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Verbindlicheitenspiegel (Vorjahr in Klammern)
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von rd. 23,7 MIO. EURO durch Grundschulden gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen wurden über den Eigentumsvorbehalt hinaus den Gläubigern keine besonderen Sicherheiten gewährt. Aktive und passive latente Steuern Auf Konzernabschlussebene werden latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet und betreffen im Wesentlichen die im Rahmen von Unternehemenserwerben aufgedeckten stillen Reserven im Anlagevermögen sowie die Eliminierung der Zwischenergebnisse. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 3.I. 5. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Unterteilt nach geographischen Gesichtspunkten ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
Unterteilt nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Der Konzern weist im Berichtsjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 643, TEUR 6.024 aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie TEUR 744 aus der Auflösung von Wertberichtigungen aus. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 103 ausgewiesen. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind periodenfremde Zinserträge in Höhe von TEUR 702 in Zusammenhang mit Steuererstattungen für Vorjahre enthalten. Der Konzern weist im Berichtsjahr unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag periodenfremde Erträge aus Steuererstattungen in Höhe von TEUR 1.562 und periodenfremde Aufwendungen für Steuernachzahlungen in Höhe von TEUR 1.156 aus. Außerplanmäßige Abschreibungen Im Geschäftsjahr 2021 wurde auf den Mietmaschinenpark eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 248) durchgeführt. 6. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse betreffen potentielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag liegen Haftungsverhältnisse in Höhe von insgesamt TEUR 62.069 vor. Davon entfallen auf Bürgschaften zur Sicherung von Kreditlinien bei Banken für verbundene Unternehmen TEUR 54.829. Gegenüber dem Betriebsrat bestehen Bürgschaften zur Absicherung von Zeitguthaben der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 5.870. Gegenüber dem Zollamt besteht eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 100. Darüber hinaus bestehen diverse Bürgschaften gegenüber Kunden zur Absicherung von Maschinenausfällen in Höhe von TEUR 775. Darüber hinaus bestehen diverse Bürgschaften gegenüber Lieferanten zur Absicherung von Lieferungen in Höhe von TEUR 495 für verbundene Unternehmen. Zum Bilanzstichtag wurden die bestehenden Haftungsverhältnisse unter Berücksichtigung vorhandener Erkenntnisse über die geschäftliche Entwicklung der Geschäftspartner und verbundenen Unternehmen hinsichtlich der Risikosituation geprüft. Nach unserer Einschätzung und Prüfung ist das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Bürgschaften aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der betroffenen verbundenen Unternhemen bei allen aufgeführten Verpflichtungen als nicht wahrscheinlich anzusehen. Dies gilt auch für die Verbundgesellschaft in Brasillien, die die finanzplanerischen Ansätze derzeit gemäß Planung erfüllt. Aus der historischen Betrachtung der Entwicklung der Inanspruchnahmen aus gegebenen Bürgschaften gegenüber Kunden zur Absicherung von Maschinenausfällen sowie gegenüber Lieferanten zur Absicherung von Liefergeschäften von operativ tätigen Tochtergesellschaften gehen wir auch hier nicht von entsprechenden Inanspruchnahmen aus. Bei den gegenüber dem Betriebsrat und dem Zollamt bestehenden Bürgschaften sehen wir auch keine Risiken einer Inanspruchnahme, da Einfuhrabgaben umgehend gezahlt werden und aufgrund der wirtschaftlichen Situation keine Insolvenz bei den Konzernunternehmen zu erwarten ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am 30. September 2021 auf TEUR 12.519. Dabei handelt es sich um Verpflichtungen aus bestehenden Rückkaufverpflichtungen (TEUR 2.953) sowie Miet- und Logistikverträgen (TEUR 9.566, Nettobeträge ohne Ausweis der darauf entfallenden gesetzlichen Umsatzsteuer). Das Bestellobligo im Konzernkreis liegt im geschäftsüblichen Rahmen. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für die Prüfung des Konzernabschlusses und der deutschen Jahresabschlüsse beträgt TEUR 105. Das Honorar teilt sich sich auf die nachfolgenden Leistungen wie folgt auf:
Finanzinstrumente Devisentermingeschäfte und Devisenswaps Die Devisentermingeschäfte und Devisenswaps dienen ausschließlich der Absicherung von Währungsrisiken. Sie decken die zugrunde liegenden Lieferungs- und Leistungsgeschäfte ab und werden in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bewertungseinheiten werden für Portfoliohedges sowie für Mikrohedges gebildet. Soweit negativen Marktwerten aus der Bewertung der schwebenden Sicherungskontrakte Kursgewinne aus den erwarteten Grundgeschäften entgegenstehen, werden diese bilanziell nicht berücksichtigt (Einfrierungsmethode). Durch Bewertungseinheiten gesicherte Grundgeschäfte:
Die Marktwerte von Devisentermingeschäften und Devisenswaps werden unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge bestimmt, hier wird Mark-to-Market Bewertung angewandt. Der Marktwert der zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen Devisentermingeschäfte liegt TEUR 83 über dem Nominalwert. Die Effektivitätsmessung der Sicherungsbeziehung erfolgt sowohl zu Beginn der Sicherungsbeziehung als auch zu jedem darauffolgenden Bilanzstichtag, an dem diese Sicherungsbeziehung besteht. Im Falle von Portfoliohedges erfolgt die Effektivitätsmessung analog der Critical-Term-Match-Methode. Es wird von einer hohen Effektivität ausgegangen, da die wesentlichen Ausstattungsmerkmale nahezu identisch sind. Die gegenläufigen Zahlungsströme werden sich voraussichtlich innerhalb von 2 Monaten ausgleichen. Bei den mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen handelt es sich um budgetierte Grundgeschäfte mit verbundenen Unternehmen für das kommende Geschäftsjahr. Hierfür wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 27,4 MIO. EURO (Portfolio-Hedge) abgeschlossen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Konsignationslager Mit mehreren Lieferanten wurden zur verbrauchsgenauen Entnahme von Teilen Vereinbarungen zur Einrichtung von Konsignationslagern mit Abnahmeverpflichtungen getroffen. Der Lagerbestand dieser Lieferanten weist zum 30. September 2021 einen Bestand in Höhe von TEUR 4.125 aus. Mit der Einrichtung von Konsignationslagern wird eine sofortige Verfügbarkeit von gängigen Teilen erreicht. Ein Risiko liegt dabei aber darin, dass ggf. aufgrund technischer Weiterentwicklung nicht mehr benötigte Teile trotzdem anzunehmen sind. Darüber hinaus hat die Konsilagerung auch einen wesentlichen positiven Einfluss auf die Kapitalbindung im Unternehmen. Operating-Leasingverhältnisse Die Gesellschaft hat hauptsächlich Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattungen (einschließlich EDV-Hardware) und die Dienstleistungsfahrzeuge abgeschlossen. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen. Vorteile sind hauptsächlich in der Kapitalverfügbarkeit bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstands. Die Verpflichtungen aus diesen Verträgen umfassen Leasingraten in Höhe von TEUR 2.711. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den liquiden Mitteln, die im Wesentlichen aus Bankguthaben bestehen, abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten und abzüglich kurzfristiger Cashpool-Verbindlichkeiten. Ein- und Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Mietmaschinenpark sind der operativen Tätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelfonds von quotal einbezogenen Unternehmen beträgt 63 TEUR (Vorjahr: 36 TEUR). Eigenkapitalspiegel Da über die Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens per Gesellschafterbeschluss entschieden wird, wird das Ergebnis der Mutterunternehmens in der Spalte "Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist" gezeigt. Das übrige konsoliderte Konzernergebnis wird in der Spalte "Gewinn-/Verlustvortrag" gezeigt. Beide Spalten bilden in Summe den Posten "Konzernbilanzverlust" gemäß Konzernbilanz. Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin der Fayat KG ist die Fayat Bomag Beteiligungs GmbH, Boppard (Stammkapital TEUR 25). Kommanditistin der Fayat KG ist die Fayat S.A.S., vereinfachte Aktiengesellschaft französischen Rechts, Bordeaux, Frankreich. Die Fayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KG, Boppard, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers offengelegt. Seit Januar 2005 ist die Fayat S.A.S., Bordeaux, Frankreich, das oberste Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für die weltweite Gruppe aufstellt. Der Konzernabschluss der Fayat S.A.S. wird beim Greffe du Tribunal de Commerce de Bordeaux in Bordeaux, Frankreich, offengelegt. Geschäftsführung Zur Geschäftsführung des Konzerns ist die Fayat Bomag Beteiligungs GmbH, Boppard, allein berechtigt und verpflichtet. Sie handelt durch ihre Geschäftsorgane. Zu Geschäftsführern waren im Berichtszeitraum bestellt: Herr Jean-Claude Fayat, Kaufmann, Präsident der FAYAT Gruppe und Herr Jörg Unger, Ingenieur, Präsident der FAYAT Road Equipment Division und Herr Ralf Junker, Präsident der BOMAG Gruppe und Herr Dirk Woll, Dipl.-Kaufmann, kaufmännischer Geschäftsführer der BOMAG Gruppe Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt gem. § 314 Abs. 3 S. 2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB. Die Angabe der Gesamtbezüge von ehemaligen Organmitglieder unterbleibt gem. § 314 Abs. 3 S. 2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB. Den Organmitgliedern wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Mitarbeiter Die nachstehende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr:
* Die Mitarbeiter der EBL - Ehrhardt + BOMAG Logistics GmbH, Boppard, sind quotal mit 12 einbezogen. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 64.258 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Über die letztliche Verwendung entscheidet die Gesellschafterversammlung. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich mit Ausnahme von Einflüssen in Folge der anhaltenden Corona-Pandemiesituation, dem Ukrainekonflikt und einer neuen Stellungnahme der Environmental Protection Agency nicht ergeben. Auf die weiteren Ausführungen im Lagebericht wird verwiesen. Aufgrund der mit diesen Ereignissen verbundenen Unsicherheiten sind weitere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nicht auszuschließen.
Boppard, 14. Juni 2023 Fayat Bomag Beteiligungs GmbH Jean-Claude Fayat, Geschäftsführer Jörg Unger, Geschäftsführer Ralf Junker, Geschäftsführer Dirk Woll, Geschäftsführer Fayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KG, BoppardAnlagenspiegel zum 30. September 2021
sonstige BerichtsbestandteileBilligung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum 30. September 2021 wurde in der vorliegenden Form von der Gesellschafterversammlung am 13. Juli 2023 gebilligt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Fayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KG, Boppard
Wir haben den Konzernabschluss der Fayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KG, Boppard, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Fayat Bomag GmbH & Co. Unternehmensführungs KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 30. Juni 2023 BDO
AG
gez. Ahrend, Wirtschaftsprüfer gez. Schubert, Wirtschaftsprüferin |
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