Mettec-Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Hauer seit 7.4.2025 | Geschäftsführer |
Nadine Jeschke seit 29.12.2023 | Prokura |
Matthias Grieger seit 11.11.2009 | Geschäftsführer |
Kai Klettnig seit 11.11.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GTMB Metallteilfertigung GmbHTreuenbrietzenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der GTMB Metallteilfertigung GmbH, Treuenbrietzen, (Amtsgerichts Potsdam, HRB 10107 P), freiwillig die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sind netto ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfall- /Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet worden. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit EUR 71.020,15 (i. V. EUR 56.639,18) Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Diese bestehen mit EUR 0,00 (i. V. EUR 4.326,84) aus Forderungen gegen die Gesellschafterin. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält das Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Im Berichtsjahr erfolgte eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 1.345.000,00. 5. Verbindlichkeiten Unter den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 248.099,37 (i.V. EUR 0,00) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignung der finanzierten Anlagegüter besichert. Die Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von EUR 1.927.671,65 (i.V. EUR 5.752.924,72) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese bestehen wiederum in Höhe von EUR 1.592.695,26 (i. V. EUR 2.938.597,41) aus Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 2.500.000,00 durch die Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Rohergebnis Unter dem Rohergebnis sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 146 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen sowie um Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten. 2. Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 0,00 (i. V. EUR 57.450,41) verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit EUR 93.814,14 (i. V. EUR 16.867,34) verbundene Unternehmen. C. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Darüber hinaus waren durchschnittlich 7 Auszubildende beschäftigt. 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 126) und Pachtverträgen (TEUR 5.091). Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Obligo aus Sachanlageinvestitionen in Höhe von TEUR 884. 3. Organ der Gesellschaft Geschäftsführer sind:
Herr Matthias Grieger und Herr Kai Klettnig sind gesamtvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 4. Mutterunternehmen / Konzernzugehörigkeit Die Prüfung der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses, in den die GTMB Metallteilfertigung GmbH einbezogen wird, obliegt der Muttergesellschaft, der Mettec-Holding GmbH, Treuenbrietzen. 5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Anfang 2023 gestarteten M&A Aktivitäten konnten im Dezember 2023 mit dem geplanten Verkauf an die Firma palero zwanzig GmbH erfolgreich abgeschlossen werden. Der endgültige Übergang wurde am 15. Januar 2024 vollzogen. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen
Treuenbrietzen, 21. März 2024 GTMB Metallteilfertigung GmbH Geschäftsführung Matthias Grieger Kai Klettnig Entwicklung des Anlagevermögens der GTMB Metallteilfertigung GmbH, Treuenbrietzen, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember bis zum 31. Dezember 2023Grundlagen des Unternehmens Die GTMB Metallteilfertigung GmbH, Treuenbrietzen (im Folgenden: "GTMB", "Gesellschaft" oder "Unternehmen"), ist ein mittelständisches Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie. Das Unternehmen gehört zu 100 % zur Mettec Holding GmbH, die am 06. Dezember 2022 mit den dazugehörigen Gesellschaften der Kohl Automotive ein Planinsolvenzverfahren unter dem Schutzschirm beantragt hat. Die GTMB Metallteilfertigung GmbH ist von dieser Planinsolvenz nicht betroffen und führt ihr Geschäft planmäßig fort. Die Anfang des Jahres gestarteten M&A Aktivitäten konnten im Dezember 2023 mit dem geplanten Verkauf an die Firma palero zwanzig GmbH erfolgreich abgeschlossen werden. Der endgültige Übergang wurde am 15. Januar 2024 vollzogen. Die palero zwanzig GmbH ist eine in München ansässige Industrieholding und verfügt über umfassende Erfahrung in der Weiterentwicklung mittelständischer Unternehmen. Unser Unternehmen produziert CNC-Dreh- und -Frästeile sowie Baugruppen, insbesondere für Kunden im Maschinen-, Anlagen und Nutzfahrzeugbau, der Elektroindustrie und für Firmen in der alternativen und konventionellen Energietechnik. Zu unseren Kunden zählen namhafte deutsche Großunternehmen. Dank einer hohen technischen Kompetenz und einem flexiblen Arbeitsverständnis fertigen wir mithilfe modernster Maschinentechnik anspruchsvolle CNC-Fräs- und Drehteile in kleinen und mittleren Serien. Bei allen Tätigkeiten profitieren unsere Kunden von unseren langjährigen Erfahrungen in der Bearbeitung von Kupfermaterialien, hochfesten Materialien und filigranen Produkten aus Aluminiumguss. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Wirtschaft war in den letzten Jahren stark geprägt von Pandemien und geopolitischen Krisen, was zu rezessiven Tendenzen, insbesondere in Deutschland führte. Die weltweite Wirtschaftsleistung ist 2023 in einer Größenordnung von 3 % gewachsen. Für 2024 geht der IWF von einem ähnlichen Wachstum aus. Der Sachverständigenrat erwartete im Jahr 2023 für Deutschland ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von lediglich 0,2 %. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 sogar um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Deutschland belegt unter den 10 größten Volkswirtschaften den letzten Platz belegt und hat als einziges Land einen Rückgang der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen. Auf hohem Niveau stagnierende Energiekosten und eine weiterhin hohe Inflation mit daraus resultierend steigenden Personal- und Allgemeinkosten haben maßgeblich zu der schwachen Entwicklung beigetragen. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Erst in 2025 wird von einer Wachstumsbelebung ausgegangen. Diese schwierigen Rahmenbedingungen haben bereits negative Auswirkungen auf einzelne Branchen (z.B. Bau und Logistik), was im Laufe des Jahres zu Bedarfsreduzierungen und Auftragsausfällen führen kann. Auch abzuwarten bleibt, ob sich die Exportwirtschaft speziell Richtung China wieder erholen wird. China ist neben den USA und den Ländern der EU der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Vor diesem Hintergrund sind die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die GTMB schwierig zu prognostizieren. Positiv wirkt hier die in den letzten Jahren vorgenommene Diversifikation der belieferten Branchen, wobei die Stromverteilung aufgrund der anstehenden Energiewende auch weiterhin ein Wachstumsmarkt bleiben wird. Hier beliefert GTMB mit ABB und Siemens zwei weltweite Marktführer. In anderen Branchen können jedoch hohe verwaltungstechnische Hürden (Bahnbranche) bzw. allgemeine Lieferkettenprobleme das Wachstum der GTMB behindern. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die positiven, wie negativen Effekte im Jahr 2024 gegeneinander aufheben werden und planen daher leistungsseitig mit einer Seitwärtsbewegung. Ertragslage Der Netto-Umsatz der GTMB belief sich in 2023 auf EUR 29,5 Mio. (i. V. EUR 28.5 Mio.) und bewegt sich damit in der Größenordnung des Planwertes, der bei EUR 29,3 Mio. lag. Insgesamt konnte die GTMB ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,0 Mio. steigern. Einen großen Anteil an der Steigerung hatten die stark gestiegenen Rohmaterialpreise, die größtenteils an die Kunden weitergegeben werden konnten. Die Gesamtleistung in Höhe von EUR 29,3 Mio. bewegt sich auf Vorjahresniveau und wird von uns auch als zufriedenstellend angesehen. Die Materialkostenquote beträgt 48,7 % (i. V. 51,5 %) der Gesamtleistung, die Personalkostenquote liegt bei 28,0 % (i. V. 26,5 %) der Gesamtleistung. Die Veränderung der Materialquote hat ihre Ursache im Wesentlichen darin, dass trotz leicht sinkender Materialpreise die Preiserhöhungen an die Kunden im Jahr 2023 aufrechterhalten werden konnten. Die Abschreibungen belaufen sich auf EUR 1,1 Mio. oder 3,8 % bezogen auf die Gesamtleistung und haben sich insbesondere aufgrund der Investitionen des Berichtsjahres erhöht. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 0,4 Mio. ist insbesondere auf erhöhte Aufwendungen für Leihpersonal, Werkzeuge sowie Miete zurückzuführen. Der Mietvertrag mit der Kohl Automotive GmbH wurde zum 30. September 2023 gekündigt. Die GTMB hat ab 1. Oktober 2023 einen neuen Mietvertrag mit der Firma CTP Deutschland B. V. geschlossen, der auch die Mietflächen der GTB Bahntechnik GmbH beinhaltet. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug im Geschäftsjahr 2023 EUR 0,9 Mio. (i. V. EUR 1,3 Mio.). Auch hier hat die Gesellschaft die Ergebniserwartung in Höhe von EUR 1,0 Mio. nahezu erreicht. Im Geschäftsjahr 2023 besteht kein Ergebnisabführungsvertrag mehr, so dass die GTMB erstmalig Steueraufwand ausweist. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 12,8 Mio. um EUR 3,1 Mio. auf EUR 9,7 Mio. verringert. Der Jahresüberschuss 2023 wird nicht abgeführt und verbleibt im Eigenkapital. Im Berichtsjahr erfolgte eine Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe EUR 1,3 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 41,1 % (i. V. 16,1%). Das Umlaufvermögen beinhaltet im Wesentlichen Vorräte in Höhe von EUR 3,9 Mio. (i. V. EUR 4,3 Mio.). Wertberichtigungen aufgrund Gängigkeit bzw. Lagerreichweite waren wie im Vorjahr nur in geringem Umfang erforderlich. Im Februar 2023 wurde ein neuer Factoring-Vertrag abgeschlossen. Dieser ist ursächlich für die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 0,7 Mio. (i. V. EUR 4,2 Mio.) sowie die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände auf EUR 1,0 Mio. (i. V. EUR 0,1 Mio.). Der Factoring-Vertrag bietet der GTMB einen planbaren Finanzierungsrahmen. Auf der Passivseite sind die sonstigen Rückstellungen insbesondere aufgrund der Erhöhung der Gewährleistungsrückstellung. gegenüber dem Vorjahr angestiegen (+ EUR 0,4 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 1,9 Mio.) sind gegenüber dem Vorjahr (EUR 5,8 Mio.) stark zurückgegangen. Neben der Zahlung der Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung gegenüber der Mettec-Holding GmbH (EUR 1,3 Mio.) wurde auch das von der AL-KO SE (jetzt: AL-KO GmbH), Kötz, in 2022 gewährte Darlehen in Höhe von EUR 2,5 Mio. in 2023 zurückgeführt. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um EUR 1,0 Mio. gesunken. Ursächlich hierfür sind geringere Umsatzsteuerverbindlichkeiten (EUR -0,5 Mio.) sowie verminderte Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen (EUR -0,5 Mio.). Die Liquiditätslage beurteilen wir als gut. Es gibt keine externen Bankenfinanzierungen des operativen Geschäfts. Einzig Mietkaufdarlehen, Leasing und eine Darlehensfinanzierung des Retrofits für die Maschine Index G200 stützen die Liquidität. Der Abschluss des neuen Factoring-Vertrages im Februar 2023 ermöglichte die Rückzahlung des Überbrückungsdarlehens der AL-KO GmbH in Höhe von EUR 2,5 Mio. Investitionen Es wurden 2023 EUR 0,7 Mio. investiert. Darunter befindet sich ein Retrofit der Maschine Index G200, sowie diverse Werkzeuge und Automatisierungseinrichtungen. Personal Qualifizierte und leistungsmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich durch Eigenverantwortung und Gestaltungswillen auszeichnen, sind neben effizienten, organisatorischen Strukturen der entscheidende Erfolgsfaktor der GTMB. Unsere Personalarbeit ist dann erfolgreich, wenn sie sicherstellt, dass heutigen und zukünftigen Herausforderungen mit den richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am richtigen Ort begegnet werden kann. Personalmarketing, Personalentwicklung und berufliche Erstausbildung sind daher elementare Bestandteile der Personalarbeit. Den Mitarbeitern werden außerhalb Ihrer beruflichen Tätigkeit Gesundheitskurse angeboten (z. B. Yogakurse, Sportangebote), die wir als Arbeitgeber unterstützen. Forschung und Entwicklung Die Unterstützung der Kunden bei der Produktgestaltung von Neuprojekten stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die GTMB dar. Da keine Eigenprodukte hergestellt werden, ergeben sich aus der F&E-Tätigkeit, die sich auf beratende Engineering-Leistungen beschränkt, keine größeren wirtschaftlichen Risiken. Forschung und Entwicklung findet fast ausschließlich in Form von Produktionsbetreuungen und Abstimmungen mit den Kunden bezüglich fertigungsgerechter, konstruktiver Gestaltung statt, um eine optimale Herstellbarkeit der Kundenprodukte zu gewährleisten. Hierbei wird permanent versucht, in enger Zusammenarbeit mit den Kunden und unter Berücksichtigung der Verwendung des fertigen Einzelteils, ein Optimum zwischen erforderlicher Qualität und geringstem Kostenaufwand darzustellen. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Prognosebericht Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv. Für 2024 weisen unsere Planungen und Erwartungen ein Umsatzvolumen in Höhe von ca. EUR 30,2 Mio., ein EBITDA in Höhe von ca. EUR 2,4 Mio. sowie ein positives Jahresergebnis in Höhe von ca. EUR 0,6 Mio. nach Steuern aus. Die GTMB plant im Jahr 2024 Investitionen in Höhe von ca. EUR 2,2 Mio. Risikomanagementziele und -methoden Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung Kennzahlen wie z. B. Umsatz, EBITDA, Rohertrag/Personalaufwand, Fehlerkosten, Produktivität und den Leistungsgrad heran. Die Auswertung erfolgt monatlich im Rahmen von Managementreviews. Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind Umsatz und Jahresergebnis. Die Einhaltung der Vorschriften und Prozesse zum Qualitäts- und Umweltmanagement wird durch ein internes Kontrollsystem sowie externe Audits abgesichert. Ein 1. Überwachungsaudit wurde 2023 erfolgreich vom TÜV Rheinland durchgeführt und bestätigt, dass ein Qualitätsmanagementsystem angewendet wird, das die Normen DIN ISO EN 9001:2015 und zusätzlich das Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001:2015 erfüllt. Im Rahmen des Umweltmanagementsystems werden alle betrieblichen umweltschutzrelevanten Anforderungen und Abläufe analysiert, um negative Umweltauswirkungen zu minimieren bzw. wenn möglich zu eliminieren. Zusätzlich ist die GTMB seit 2019 nach dem Energiemanagementsystem DIN EN ISO 50001:2018 zertifiziert. Chancen- und Risikobericht Wir erwarten, dass der Gesellschafterwechsel keinen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit hat und wir die für die Aufrechterhaltung unseres Geschäftsbetriebs erforderliche Liquidität beschaffen bzw. erwirtschaften können. Risiken aus dem operativen Geschäftsumfeld, die den Bestand unserer Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, gibt es im Unternehmen nicht. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Das im Unternehmen existierende umfangreiche Berichtswesen wird von unseren externen Partnern allgemein anerkannt. Hierbei ist insbesondere die integrierte Planung der GuV, Liquidität, Cashflow und Bilanz hervorzuheben. Die allgemeinen Ratinganforderungen der Bankpartner werden damit abgedeckt. Der Unternehmenserfolg der GTMB ist in hohem Maße von den Einkaufspreisen der bezogenen Grundmaterialien abhängig. Die Grundmaterialpreise orientieren sich an der Verfügbarkeit von Rohstoffen, die sich zeitweise oder kontinuierlich verknappen können. Für 2024 gehen wir davon aus, dass die Grundmaterialpreise stagnieren, vereinzelt auch weiter zurückgehen werden. Um das Risiko von Preiserhöhungen bei Rohstoffen zu minimieren, wurden verkaufsseitig entsprechende Preisanpassungsklauseln vereinbart, die als variabler Materialteuerungszuschlag Anwendung finden. Einkaufsseitig wird versucht fixe Einkaufspreise mit längerer Laufzeit zu verhandeln, um hier eine erhöhte Preisstabilität zu erreichen. Zudem steht der Aufbau weiterer Bezugsquellen im Fokus. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Nennenswerte Forderungsausfälle gab es in den letzten Jahren nicht. Es wurden gegen übliche Haftpflichtrisiken Versicherungen abgeschlossen. Gemeinsam mit unserem Versicherungsmakler werden jährlich Risikoanalysen für das Unternehmen durchgeführt. Neben den allgemeinen, üblichen Feuer- und Haftpflichtversicherungen besteht auch eine Produkthaftpflichtversicherung. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv. Risiken bestehen neben nicht planbaren Umsatzeinbrüchen aufgrund der Verschiebung von Projekten in erster Linie im Rahmen der Materialbeschaffung. Grundsätzlich bietet der Dreh- und Fräsbereich jedoch unserer Ansicht nach weiterhin Wachstumspotenzial. Durch die konsequente Vervollkommnung des installierten Lean-Managementsystems erwarten wir weitere Produktivitätsfortschritte. Weiterhin gehen wir davon aus, dass durch den Eigentümerwechsel im Januar 2024 der Wachstumskurs fortgesetzt wird. Die palero zwanzig GmbH soll Hand in Hand mit dem bestehenden Management die langjährige Erfolgsgeschichte der GTMB fortführen und neue Marktsegmente und Kundengruppen erschließen. In 2023 konnten diverse Neukundenverbindungen aufgebaut werden, auf deren Basis in 2024 ein weiterer Ausbau der Geschäftsverbindung erfolgen kann. Die Auslastung unserer modernen Bearbeitungs- und Drehzentren ist gut und wird durch den Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit unseren Hauptkunden weiter stetig ausgelastet. Zahlreiche Maschinen arbeiten bereits an der Kapazitätsgrenze. Speziell die aktuelle Geschäftsentwicklung und auch zukünftige Planung der Kunden im Bereich der Stromverteilung lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Anfang 2023 gestarteten M&A Aktivitäten konnten im Dezember 2023 mit dem geplanten Verkauf an die Firma palero zwanzig GmbH erfolgreich abgeschlossen werden. Der endgültige Übergang wurde am 15. Januar 2024 vollzogen. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.
Treuenbrietzen, 21. März 2024 GTMB Metallteilfertigung GmbH Geschäftsführung Matthias Grieger Kai Klettnig Zum Zweck der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB gekürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GTMB Metallteilfertigung GmbH, Treuenbrietzen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GTMB Metallteilfertigung GmbH, Treuenbrietzen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GTMB Metallteilfertigung GmbH, Treuenbrietzen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstprüfung Der Jahresabschluss und der Lagebericht der GTMB Metallteilfertigung GmbH, Treuenbrietzen, für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, der Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023 ist, wurden nicht geprüft. Infolge der Inanspruchnahme der Aufstellungserleichterung nach § 264 Abs. 3 HGB wurde ein Lagebericht für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr nicht aufgestellt.
Stuttgart, 25. März 2024 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Martina Schaaf, Wirtschaftsprüferin Marco Bahmüller, Wirtschaftsprüfer Feststellungsbeschluss der GTMB Metallteilfertigung GmbH, Treuenbrietzen Der Jahresabschluss der GTMB Metallteilfertigung GmbH, Treuenbrietzen, wurde für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 von der Gesellschafterversammlung am 25. März 2024 festgestellt. |
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