X7L GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Otto Feld seit 29.5.2024 | Geschäftsführer |
Alexander Torsten Schäfer seit 23.5.2024 | Geschäftsführer |
Ralf Axel Wilhelm Krämer seit 23.5.2024 | Prokura |
Elodie Martine Lamouroux seit 25.8.2021 | Prokura |
Markus Meinhövel seit 25.8.2021 | Geschäftsführer |
Hamidreza Dr.-Ing. Ameli seit 20.10.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Framework Mobility GmbH (vormals: Fahrrad XXL Group GmbH)Frankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Fahrrad XXL Group GmbH ist ein Unternehmen der Fahrrad XXL Gruppe, das sich auf die Konstruktion, das Design, die Produktion und den Import von E-Bikes und herkömmlichen Fahrrädern spezialisiert hat. Die Fahrräder werden unter dem Handelsnamen "Carver" vertrieben. Die Fahrräder wurden im Geschäftsjahr 2023 exklusiv durch die Gesellschafterin Fahrrad-XXL.de GmbH & Co. KG und den 8 selbstständigen Fahrrad Häusern, der Fahrrad XXL Feld GmbH, der Fahrrad XXL Emporon GmbH & Co KG, der Fahrrad Franz GmbH, der Fahrrad XXL Meinhövel GmbH, der Fahrrad XXL Kalker GmbH (vormals: Fahrrad-Welt Anneliese Beyer-Kalker e.Kfr.), der Fahrrad XXL Walcher GmbH & Co KG, der Marcks GmbH (bis 12/2023), und der Hürter Zweirad GmbH vertrieben. Darüber hinaus erbrachte das Unternehmen IT- sowie Finanz- und Controlling Dienstleistungen für die Gruppenunternehmen bis zum 31. Dezember 2023. Die IT-Dienstleistungen umfassen die Programmierung, Weiterentwicklung und Wartung der ERP-Systeme sowie den Software- und Hardware Support. Die Finanz/Controlling Dienstleistungen umfassen die Durchführung der Finanzbuchhaltung sowie im Bereich des Controlling Finanzanalysetätigkeiten inclusive der Generierung von Handlungsalternativen. Im Zuge der Fokussierung der Geschäftstätigkeiten werden die vorgenannten Dienstleistungen seit dem 01. Januar 2024 von einer Schwestergesellschaft erbracht. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands rund 4,12 Billionen EUR (2022: 3,88 Billionen EUR). Nominal ist das BIP um 6,3 % gestiegen. Diese Steigerung liegt jedoch in der Inflation begründet. Preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die hohe Inflation fiel der ökonomische Aufschwung in den nachfolgenden Jahren jedoch geringer aus, als dies erwartet worden war. Investitionen werden aufgrund unsicherer Konjunkturaussichten und steigender Zinsen zurückgehalten. Der mit Inflation und den Energiepreisen einhergehende Kaufkraftverlust der Konsumenten trägt zu einer schwach verlaufenden Entwicklung des BIP im Jahr 2023 bei. Seit Anfang 2022 konnte die Industrie ihre Abhängigkeit von russischem Erdgas verringern und ca. 20 % ihres Gasverbrauchs durch Substitution mit alternativen Energiequellen einsparen. Vor allem die energieintensive Industrie hat sich rückläufig entwickelt und liegt rund zehn Prozent unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Die Gaspreise waren im Geschäftsjahr leicht rückläufig, liegen aber immer noch signifikant über den Preisen vor Beginn des Ukraine Krieges. Nach einer Erholung gegen Ende des Vorjahres deuten die Stimmungsindikatoren gegen Ende 2023 auf eine schwache Entwicklung hin. Der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland lag während des gesamten Geschäftsjahres 2023 unter 50 Punkten, was auf eine rückläufige Industrieproduktion hindeutet. Die Umsätze im Einzelhandel sind im Jahr 2023 auf 650 Mrd. EUR (Vorjahr 632 Mrd. EUR) gestiegen. Der Internet- und Versandhandel (E-Commerce) verzeichneten - im zweiten Jahr in Folge - im Jahr 2023 bedingt durch eine Konsumflaute und Inflation, einen Umsatzrückgang von 12 % (Vorjahr 8,1 %). Experten blicken jedoch zuversichtlich auf die Zukunft des E-Commerce: der Preisauftrieb hat sich im Laufe des Jahres 2023 bereits deutlich verlangsamt und im Oktober 2023 konnten real wie nominal erstmals seit über einem Jahr wieder positive Umsatzentwicklungen verzeichnet werden. Die Frühindikatoren der wirtschaftlichen Entwicklung zeigen jedoch für das Jahr 2024 ein anderes Bild. Der Jahresdurchschnittswert des ifo-Geschäftsklimaindex ging im Jahr 2023 weiter zurück (88,9 Punkte) und auch für das Jahr 2024 wird keine Verbesserung erwartet (86,2 Punkte). Die Unternehmen haben negativere Erwartungen und sehen die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2024 in einer Schwächephase. Ein ähnliches Bild zeigt die Entwicklung des GfK-Konsumklima-Index. Die Konsumstimmung in Deutschland liegt laut GfK weiter auf niedrigem Niveau. Der GfK-Konsumklima-Index verbesserte sich zwar von -37,6 Punkten im Januar 2023 auf -24,6 Punkte im August 2023 ging dann aber wieder auf -27,6 Punkte im Dezember 2023 zurück. Für April 2024 prognostiziert die GfK für das Konsumklima einen Wert von -27,3 Punkten. Laut der GfK-Konsumklimastudie verbesserten sich die Indikatoren für die Einkommens- und Konjunkturerwartungen leicht, der für die Anschaffungsneigung blieb allerdings fast unverändert auf niedrigem Niveau. Die Erwartungen der Konsumenten zeigen ein unterschiedliches Bild. Während die Konjunktur- und Einkommenserwartungen einen positiven Trend zeigen und die gesunkene Sparneigung positiv für das Konsumklima ist, verharrt die Anschaffungsneigung weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Inflationsrate ging im Jahr 2023 kontinuierlich zurück. Im Januar 2023 betrug die Inflationsrate 8,7 % und ging dann bis Dezember 2023 auf 3,7 % zurück. Der rückläufige Trend der Inflationsrate setzt sich im Jahr 2024 fort (Februar 2024 2,5 %). b) Branchensituation Fahrradhandel Das Fahrrad als Sportgerät in Freizeit und Urlaub, aber auch als Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit, zur Ausbildung oder zur Schule liegt im Trend. Der Fahrradverkehr nimmt seit der Coronapandemie weiter zu und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Laut BMVD nutzen über 80 % der Deutschen das Fahrrad. Vor allem auf kurzen Strecken ersetzt es immer häufiger das Auto. Der Fahrradbestand betrug im Jahr 2023 84 Mio. Fahrräder. Der Trend geht zu Fahrrädern für unterschiedliche Einsatzzwecke (z.B. Trekkingräder, Mountainbikes, Lastenfahrräder) oder mit verschiedene Antriebsarten (E-Bikes, Bio-Bikes). Durch die Nutzung eines E-Bikes kann der Einsatzzweck eines Fahrrads signifikant im Hinblick auf Reichweite und Relief erweitert werden. Die Lieferkettenprobleme aufgrund von Corona sind größtenteils bewältigt und die Lager bei Herstellern und Händlern sind mit einem Großteil der Vorprodukte und fertigen Handelswaren gut gefüllt. Die durch die Pandemie verursachten hohen Kosten in der Vorproduktion sind überwunden. Gleichwohl sind die Unternehmen der Fahrradbranche - wie viele andere Unternehmen auch - von den allgemeinen Preissteigerungen betroffen. Diese Preissteigerungen lassen sich aufgrund der Lagersituation nicht an die Kunden weitergeben. Innovationen bei Produkten und Komponenten, Engineering und Design sind zentrale Treiber für den Fahrradmarkt. Das Fahrrad entwickelt sich zu einem hochwertigen Mobilitäts- und Freizeitprodukt. Es ist ein deutlicher Trend zum Zweit- oder Drittrad zu verzeichnen. Laut ZIV gibt es in Deutschland 84 Mio. Fahrräder (Vorjahr 82,8 Mio.). Davon sind 11 Mio. Fahrräder E-Bikes (Vorjahr 9,8 Mio.), was einer Steigerung von über 50 % gegenüber 2018 bedeutet. Die steigende Beliebtheit von E-Bikes spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen wider. So sind im Jahr 2023 53 % der verkauften Fahrräder (Vorjahr 48 %) elektrifiziert. Das E-Bike stellt das dominierende Elektrofahrzeug auf dem deutschen Markt dar. Der Gesamtumsatz der Fahrradbranche im Jahr 2023 beträgt 7,06 Mrd. EUR (Vorjahr 7,36 Mrd. EUR). Auch die Anzahl der verkauften Fahrräder ist weiter rückläufig und liegt bei ca. 4 Mio. Fahrrädern (Vorjahr 4,6 Mio.). Damit liegt der Fahrradabsatz sowohl um ca. 1 Mio. Einheiten unter dem Rekordabsatz des Jahres 2020 mit ca. 5 Mio. Einheiten als auch unter den Vor-Corona Absatzzahlen. Bei den Bio-Bikes wurden mit ca. 42 % (Vorjahr 45 %) am meisten Trekking-Fahrräder verkauft, gefolgt von All Terrain Bikes (ATB) mit 11 %. Der Anteil von Bio-Mountainbikes, die größtenteils durch E-MTBs ersetzt wurden hat sich bei ca. 5 % (Vorjahr 4 %) stabilisiert. Elektrifizierte Trekking- und Citybikes wurden mit 45 % (Vorjahr 52 %) am meisten verkauft, gefolgt von E-MTBs mit 39 % (Vorjahr 38 %). Die größten Zuwächse mit 14,5 % ggü. dem Vorjahr gab es bei E-Lastenräder, die nunmehr einen Anteil von 9 % der verkauften Fahrräder (Vorjahr 7,5 %) darstellen. Über alle Kategorien hinweg lag der durchschnittliche Verkaufspreis (Brutto) bei 470 EUR für Bio-Bikes (Vorjahr 500 EUR) und bei 2.950 EUR für E-Bikes (Vorjahr 2.800 EUR). Der durchschnittliche Verkaufspreis (Bio-Bikes und E-Bikes) über alle Kanäle und Modellgruppen erhöhte sich auf 1.788 EUR (Vorjahr 1.602 EUR). Die meisten Fahrräder wurden über den Fachhandel verkauft (74 % stationär und 3 % online; Vorjahr 73 %/3 %). Der reine Internetversandhandel verkaufte 22 % (Vorjahr 21 %) aller Fahrräder, während Discounter, SB-Warenhäuser und Baumärkte auf 2 % (Vorjahr 5 %) kamen. Dies bestätigt die Bedeutung des Fachhandels für die Kunden, der die Beratungskompetenz und einen guten Service schätzt. Hinzu kommt, dass der Verkauf über Leasing für den Fachhandel von überragender Bedeutung ist. Die Kunden wählen im Leasing durchschnittlich höherwertigere Fahrräder. Die Fahrradproduktion in Deutschland ist mit 2,3 Mio. produzierten Bio- und E-Bikes im Jahr 2023 rückläufig (Vorjahr 2,6 Mio.). Die Produktion von E-Bikes ging auf 1,6 Mio. Einheiten (Vorjahr 1,7 Mio.) zurück. Die Produktion von Komponenten ist seit 2020 um rund 50 % gestiegen. Im Jahr 2023 betrug der Export von Fahrrädern ca. 1,4 Mio. Stück (Vorjahr 1,55 Mio.) während der Import 3,48 Mio. Stück (Vorjahr 4,43 Mio. Stück) betrug. Hauptexportländer (ohne E-Bikes) waren im Jahr 2023 die Niederlande, Österreich und Frankreich mit einem Anteil von insgesamt 41 % (Vorjahr 53 %). Hauptimportländer waren Kambodscha, Österreich und Bangladesch mit insgesamt 43 % (Vorjahr 41 %). Es ist eine leichte Tendenz zum "Reshoring" in die EU erkennbar. Der Bericht "Branchenfokus Fahrräder" des IFH Köln sieht in Bezug auf die Corona-Krise nur noch minimale Lieferkettenprobleme. Der Russland-Ukraine-Krieg sowie eine allgemeine Kaufzurückhaltung könnten sich hingegen stärker auf die Branche auswirken und die Nachfrage und den Umsatz beeinflussen. Sie sehen den Markt im Wandel hin zu einem elektrifizierten Fahrradmarkt. Das E-Bike wird immer relevanter und das Bio-Bike wird sich auf den Bereich als Sportgerät konzentrieren. Mit dem steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Leasingmodell werden auch die höherpreisigen E-Bikes für einen größeren Konsumentenkreis erschwinglich. Es entwickeln sich neue Zielgruppen, so wird das Fahrrad als Trendprodukt und neue Trendsportart eine junge Käuferschicht ansprechen, aber auch die ältere Bevölkerung soll mit dem E-Bike zurück aufs Rad geholt werden. Die Prognose des IFH Köln geht bis 2026 von einem stabilen Wachstum von 5 % p.a. aus, wobei E-Bikes stärker wachsen. Fachhandel und Internetversand werden sich laut IFH Köln gleich stark entwickeln. 3. Geschäftsverlauf a) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Umsatz des Unternehmens deutlich gegenüber dem Vorjahr um 106,5 %. Dies resultiert u.a. aus Lieferungen, die im vorhergehenden Geschäftsjahr avisiert waren, jedoch durch Verzögerungen erst im GJ 2023 eintrafen und ausgeliefert werden konnten sowie der erhöhten Nachfrage. Der Rohertrag betrug T€ 14.527 (Vj. T€ 6.328), einen Anstieg in Höhe von 129,6 %. Dieser Anstieg deckt den vergleichbar kleineren Anstieg der Personalkosten in Höhe von 25,3 % ab. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 14,3 % reduziert. Ursächlich hierfür sind die verdoppelten Umsätze und ein gutes Liquiditätsmanagement. Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:
c) Vermögenslage Die Bilanzsumme des Unternehmens zum Bilanzstichtag 31.12.2023 reduzierte sich um 10,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Wesentlichen liegt dies in den reduzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten begründet. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zahlungsfristbedingt zum Bilanzstichtag bei ca. 5,4 % (Vj. 3,9 %) der Bilanzsumme. Durch die zu erwartenden Umsatzsteigerungen werden auch zukünftig unsere Vermögenslage sowie die Ertragslage stabil bleiben. Unsere wirtschaftliche Entwicklung ist insgesamt als gut zu bezeichnen. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft verwendet zur Analyse der finanziellen Leistungsfähigkeit folgende Kennziffern, die sich im Vorjahresvergleich wie folgt ändern.
e) Gesamtaussage Die Gesellschaft wird ihre Produkte zukünftig auch direkt an Endkunden (B2C) über einen eigenen Webshop vertreiben. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir nach langjähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens grundsätzlich positiv. Nach wie vor verzeichnen wir ein hohes Interesse am Fahrrad. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Durch die zu erwartenden steigenden Umsätze werden auch zukünftig unsere Vermögenslage sowie die Ertragslage stabil bleiben. Unsere wirtschaftliche Situation ist insgesamt als gut zu bezeichnen. 4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chance- und Risikobericht) f) Risikobericht Nach der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Fahrrädern signifikant zurückgegangen. Im Jahr 2023 hatte die geschwächte Gesamtwirtschaft und eine gedämpfte Konsumlaune auch Folgen für die Fahrradbranche und damit unser Unternehmen. Die Fahrradbranche leidet unter zu hohen Lagerbeständen, die in Folge der Corona-Pandemie aufgebaut wurden. Einige Markteilnehmer sind aus wirtschaftlichen Schwierigkeiten aus dem Markt ausgetreten. Trotz dieser Risiken sehen wir unser Unternehmen in einer gesicherten Stellung. Die Gesellschaft hat keine besonderen Währungsrisiken. Zum größten Risiko gehören der erhöhte Lagerbestand und die damit zusammenhängende Finanzierung. Wir gehen davon aus, dass das jedoch nur ein kurzfristiger Effekt ist, der durch die weitreichenden Störungen der Lieferketten in den Jahren 2020-2022 bedingt wurde. Der konsequente Lagerabbau hat eine hohe Priorität. Ein weiteres Risiko ist in der Kundenbasis zu sehen, die zurzeit im Wesentlichen aus den 8 Gesellschafter-Fahrradhäusern besteht. Geringere Produktorder für die Jahre 2024 bis 2026 werden voraussichtlich zu einem signifikanten Umsatzrückgang führen. Der hochlaufende Webshop wird diesen Rückgang nicht kompensieren können und wird erst mittelfristig zu einer Diversifizierung der Kundenbasis führen. Die Fahrrad XXL Gruppe finanziert sich im wesentlichen fristenkongruent über eine Großbank und bei regionalen Kreditinstituten, mit denen teilweise langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Fahrrad XXL Gruppe ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen wie die gesamte Fahrrad XXL-Gruppe eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für Geldmitteldisposition dient. g) Chancenbericht Der anhaltende Trend zu einem umweltfreundlichen Verkehrsmittel im urbanen Umfeld beschert der gesamten Branche hohe Entwicklungschancen. Wir erwarten eine starke Nachfrage nach Fahrrädern "Made in Germany" mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis, wie es unsere Marke darstellt. Trotz einer abgekühlten Konsumlaune sehen wir den Markt für hochwertige Fahrräder Made-in-Germany, insbesondere E-Bikes, als stabil an und halten weiterhin an der Strategie fest unsere Produktpalette diesbezüglich zu erweitern. In Kombination mit unserem neuen Webshop erwarten wir daher, dass die negativen finanziellen Auswirkungen der geringeren Order der Gesellschafter-Fahrradhäuser begrenzt werden. 5. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 (Prognosebericht) Insgesamt gehen wir weiterhin von einem stabilen Trend zum Radfahren aus. Weitere Gründe sprechen für eine insgesamt positive Entwicklung: Ökonomische und ökologische Gründe sprechen eindeutig für die Nutzung von Fahrrädern Die energiepolitische Förderung konzentriert sich auf Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben und den Ausbau von Radwegen Hohe Kosten für Kraftstoffe und eine immer restriktivere Bewirtschaftung von Parkraum im innerstädtischen Bereich werden den Umstieg auf das Fahrrad im Kurzstreckenbereich fördern. Wir erwarten eine anhaltend überproportional verlaufende Wertentwicklung aufgrund von Verschiebungen in Richtung höherwertigerer Segmente. Wir beurteilen die Entwicklung des Unternehmens nach einer Konsolidierungsphase im Hinblick auf neue Modelle und den Webshop für das Wirtschaftsjahr 2024 verhalten positiv. Für das Unternehmensergebnis sowie für das Rohergebnis prognostizieren wir für das nächste Jahr einen deutlichen Rückgang. Bezüglich der Risiken verweisen wir auf unseren Risikobericht.
Frankfurt am Main, den 18. September 2024 Fahrrad XXL Group GmbH Dr. Hamidreza Ameli, Geschäftsführer Peter Feld, Geschäftsführer Markus Meinhövel, Geschäftsführer Alexander Schäfer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie Fahrrad XXL Group GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (Handelsregister-Nr. HRB 112152). Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den §§242 ff. und den §§264 ff. des HGB und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 II HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 II HGB. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Gesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265, 266 ff. HGB). Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten aktiviert. Die zu Anschaffungskosten aktivierten entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu 800,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gegebenenfalls unter Berücksichtigung individueller Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Im Berichtsjahr ist das Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen ausgeübt worden. Aktive und passive Steuern wurden saldiert angegeben. Angaben zur BilanzImmaterielle Vermögensgegenstände Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Geschäftsjahr in Höhe von 285 TEUR (Vorjahr: 164 TEUR) angefallen und wurden vollständig aktiviert. Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S. d. 268 Abs. 8 HGB bestehen zum Stichtag in Höhe von 661 TEUR (Vorjahr 497 TEUR) aufgrund der Aktivierung der selbst erstellten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 866 TEUR (Vorjahr: 661 TEUR) abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von 205 TEUR (Vorjahr: 210 TEUR). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 1.124 TEUR (Vorjahr: 5790 TEUR) sind binnen einem Jahr fällig. Eigenkapital Das Stammkapital ist mit dem Nennbetrag von 25 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR) angesetzt. Rückstellungen Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Einzelheiten zur Entwicklung der Rückstellungen können dem nachfolgendem Rückstellungsspiegel entnommen werden:
Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Nebenkosten und Berufsgenossenschaftsbeiträge. Passive latente Steuern Im Geschäftsjahr ergab sich aufgrund der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände ein passiver latenter Steuersaldo von 205 TEUR (Vorjahr: 210 TEUR). Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die latenten Steuern wurden unter Verwendung eines Steuersatzes von 30,0 % berechnet. Verbindlichkeiten-Spiegel zum 31. Dezember 2023
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 36.064 TEUR (Vorjahr 42.063 TEUR) sind durch die Sicherungsübereignung des Warenlagers mit Abtretung der Verkaufsforderungen besichert. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beläuft sich auf 69 (Vorjahr 59) Mitarbeiter:
Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Absatz 4 HGB. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet aus Bürgschaftsverhältnissen für andere Gruppenunternehmen in Höhe von 2.100 TEUR (Vorjahr: 2.100 TEUR). Des Weiteren haftet die Gesellschaft durch Sicherungsübereignung des Warenlagers für einen gemeinschaftlich mit zwei weiteren Gruppenunternehmen erhaltenen Rahmenkredit. Beteiligung an einer Personengesellschaft Die Kapitalgesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Fahrrad-XXL.de GmbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt am Main.
Frankfurt am Main, den 18. September 2024 Fahrrad XXL Group GmbH Dr. Hamidreza Ameli, Geschäftsführer Peter Feld, Geschäftsführer Markus Meinhövel, Geschäftsführer Alexander Schäfer, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fahrrad XXL Group GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fahrrad XXL Group GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fahrrad XXL Group GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sankt Augustin, 25. September 2024 HKF
Revision und Treuhand GmbH
Bernhard Kurka, Wirtschaftsprüfer Dr. Stephan Kurka, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)Wertentwicklung
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 25.9.2024. |
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