compaserv Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Völkert Emanuel seit 16.4.2026 | Prokura |
Florian Dr. Frensch seit 16.4.2026 | Geschäftsführer |
Max Hagel seit 5.1.2026 | Prokura |
Jörn Schreitmüller seit 5.1.2026 | Prokura |
Johannes Knake seit 23.9.2024 | Geschäftsführer |
Christopher Nolde seit 15.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KGUlmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021 Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Angaben Die Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG mit Sitz in Ulm ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Handelsregisternummer HRA 726001 eingetragen. Die Schönes Leben Management B.V. ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht mit statutarischem Sitz in Amsterdam, Niederlande, und persönlich haftender Gesellschafter der Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG. Der vorliegende Konzernabschluss wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) aufgestellt. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Konzernabschluss wird zum Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Darstellung im Konzernanhang richtet sich nach den konzerneinheitlichen Richtlinien. Aufgrund des Erwerbs der Spies Gruppe im März 2021 fanden die Gesellschaften der Gruppe in der GuV des Vorjahres keinen Niederschlag. Somit sind die Erträge und Aufwendungen der GuV nur sehr eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar:
Auch in Bezug auf die Bilanz ist ein Vergleich mit den Vorjahreswerten nur sehr eingeschränkt möglich.
1 Hierbei handelt es sich um nicht geprüfte
Zahlen.
Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG, Ulm, folgende Gesellschaften einbezogen:
Im Geschäftsjahr hat sich der Konsolidierungskreis um 20 Gesellschaften erweitert. Hiervon wurden vier Gesellschaften erworben und 16 neu gegründet. Zusätzlich wurden im Jahr 2021 zwei Gesellschaften verschmolzen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird die im Geschäftsjahr 2021 gegründete Tochtergesellschaft compassio Management B.V. nicht konsolidiert. Konsolidierungsgrundsätze Alle einbezogenen Jahresabschlüsse sind nach den handelsrechtlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen unter Berücksichtigung der konzerneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde durch Addition der Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zum Summenabschluss sowie durch nachfolgende Konsolidierungsmaßnahmen erstellt. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an einer Tochtergesellschaft mit dem zum Zeitpunkt des Erwerbs vorhandenen anteiligen neubewerteten Eigenkapital verrechnet. Ergibt sich dabei ein aktivischer Unterschiedsbetrag, so ist dieser als Geschäfts- oder Firmenwert zu aktivieren und in der Folge über die Nutzungsdauer planmäßig abzuschreiben. Schuldenkonsolidierung Konzerninterne Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen sowie Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden entsprechend § 303 Abs. 1 HGB im Rahmen der Erstellung des konsolidierten Abschlusses eliminiert. Aufwands- und Ertragseliminierung Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden im Konzernabschluss eliminiert (§ 305 Abs. 1 HGB). Zwischenergebniseliminierung Auf die Zwischenergebniseliminierung wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde an die Restlaufzeit der Miet- und Pachtverträge für die Pflegeheime und des jeweilig zugehörigen Inventars der Pflegeheime angelehnt. Die Verträge stellen die Grundlage für das Geschäftsmodell dar und bilden damit auch die Basis für die Berechnung der Geschäfts- oder Firmenwerte. Bei dauerhafter Wertminderung werden immaterielle Vermögensgegenstände bzw. wird der Geschäfts- oder Firmenwert auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear zeitanteilig abgeschrieben (drei Jahre bis 15 Jahre). Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Bei dauerhafter Wertminderung werden Sachanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten und unter Abzug von Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Zur Abdeckung von Einzelrisiken aus Forderungsausfällen und des allgemeinen Kreditrisikos werden angemessene Wertberichtigungen gebildet. Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe der Ausgaben des Geschäftsjahres angesetzt, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltene Disagio wird planmäßig unter Zugrundelegung der Zinsstaffelmethode über den Zeitraum des entsprechenden Darlehens aufgelöst. Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens stehen im Zusammenhang mit der Inventarausstattung der gepachteten Pflegeheime und wurden von den Verpächtern zur Finanzierung des Sachanlagevermögens gewährt und werden über die Vertragsdauer der Pachtverträge aufgelöst. Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurde die Projected Unit Credit Methode unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Rückstellungen wurden zum Barwert mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,35 % (i. Vj. 1,60 %) verwendet, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Darüber hinaus wurde - unverändert zum Vorjahr - eine Fluktuation von 30 % sowie ein Anwartschaftstrend von 2,5 % berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Latente Steuern werden grundsätzlich für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept ermittelt. Auf zum Bilanzstichtag vorhandene Unterschiedsbeträge wird ein kombinierter Ertragsteuersatz, der die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag erfasst, von 15,8 % angewendet. Zum 31. Dezember 2021 bestehen auf Ebene der Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften - wie im Vorjahr - aktive latente Steuern aus der unterschiedlichen Bewertung der Personalrückstellungen sowie in Bezug auf Verlustvorträge. Die Gesellschaft macht in den Jahresabschlüssen wie auch im Konzernabschluss vom bestehenden Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung latenter Steuern keinen Gebrauch. Auf Konsolidierungsebene konnte die Ermittlung latenter Steuern mangels vorhandener zeitlicher Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen unterbleiben. Im Geschäftsjahr 2021 wurden, analog Vorjahr, öffentliche Schutzmaßnahmen durch die Landes- und Bundesregierung aufgrund der Corona Pandemie beantragt und in Anspruch genommen. Die daraus resultierenden Erträge sind in den entsprechenden Abschnitten erläutert. Den Ausweis von Leiharbeitskräften in der GuV haben wir im Geschäftsjahr konzerneinheitlich vorgenommen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Hinsichtlich dieses Ausweises folgen wir der herrschenden Kommentar-Meinung. Im Vorjahr waren TEUR 4.117 im Material- und TEUR 1.461 im Personalaufwand ausgewiesen. Angaben zur Konzernbilanz Immaterielle Vermögensgegenstände Aus der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften (Kapitalkonsolidierung) hat sich zum Bilanzstichtag ein aktiver Unterschiedsbetrag von insgesamt TEUR 234.962 (i. Vj. TEUR 227.875) ergeben, der als Geschäfts- oder Firmenwert planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Die Nutzungsdauer orientiert sich dabei an der restlichen Nutzungsdauer der Pachtverträge (15 Jahre). Aus der Erstkonsolidierung der Spies Gruppe im Geschäftsjahr 2021 hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 25.911 ergeben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Kassen im Kontext Corona Pandemie in Höhe von TEUR 5.625 (i. Vj. TEUR 6.084) enthalten. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter bzw. verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen betreffend Finanzierung. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 3.359 (i. Vj. TEUR 3.718) enthält im Wesentlichen bereits bezahlte Finanzierungskosten, die im Zusammenhang mit den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stehen und über die Laufzeit der Darlehensverträge aufgelöst werden. Eigenkapital Die Kommanditeinlage der Kommanditistin (Haftsumme) beträgt EUR 500 und ist zum 31. Dezember 2021 einbezahlt. Sonderposten aus Zuwendungen Für die Pflegeheime, für die seitens des Vermieters ein Zuschuss zur Beschaffung des Inventars gegeben wurde, ist das Inventar an den Vermieter sicherungsübereignet. Zum Bilanzstichtag ist ein Sonderposten von insgesamt TEUR 15.021 (i. Vj. TEUR 15.323) passiviert. Der Sonderposten wird über die jeweilige Pachtdauer aufgelöst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 23.709 (i. Vj. TEUR 14.042) betreffen im Wesentlichen den Personalbereich mit TEUR 10.894 (i. Vj. TEUR 9.100), sonstige ungewisse Verbindlichkeiten mit TEUR 10.611 (i. Vj. TEUR 3.096) und ausstehende Rechnungen mit TEUR 2.205 (i. Vj. TEUR 1.845). Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Verpfändung von Bankguthaben, Forderungen und Anteilen an Tochtergesellschaften gesichert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bzw. verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten betreffend Finanzierung. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Zinssicherungsgeschäfte: Zinscaps über ein Nominalvolumen von TEUR 31.500 (i. Vj. TEUR 63.500). Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Grundlage der Bewertungsmitteilungen der Vertragspartner ermittelt. Die Restlaufzeit der Geschäfte beträgt 12 Monate. Die Zinscaps dienen zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken, die die Kontinuität des Zinsergebnisses gefährden könnten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen
In den Umsatzerlösen 2021 sind TEUR 26.904 der im Rahmen von § 150 SGB XI beantragten Kostenerstattungen durch Corona bedingte finanzielle Belastungen enthalten. Diese sind um TEUR 13.151 höher als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 15.221 (i. Vj. TEUR 7.503) sind neben Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 7.973 (i. Vj. TEUR 68) auch periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.239 (i. Vj. TEUR 1.774) enthalten, die im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen in Höhe von TEUR 1.302 (i. Vj. TEUR 997) entfallen. Zusätzlich sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen erhaltene Zuschüsse in Höhe von TEUR 2.537 (i. Vj. TEUR 1.654) enthalten. Materialaufwand Im Materialaufwand sind durch die Corona Pandemie verursachte Mehraufwendungen aus gestiegenen Materialpreisen in Höhe von TEUR 5.999 (i. Vj. TEUR 5.910) enthalten. Personalaufwand Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 191.738 (i. Vj. TEUR 164.468) beinhaltet sowohl die aufgrund der Corona Pandemie ausgeschütteten Mitarbeiter Prämien als auch die korrespondierenden Erstattungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 94.567 (i. Vj. TEUR 72.142) beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.739 (i. Vj. TEUR 1.559). Im Geschäftsjahr erfolgte konzerneinheitlich der Ausweis von Leiharbeitskräften unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 6.982). Im Vorjahr waren TEUR 4.117 im Material- und TEUR 1.461 im Personalaufwand ausgewiesen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aus der Aufzinsung von Rückstellungen ergibt sich ein Betrag in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 5). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 5.770 (i. Vj. TEUR 5.757) aus Zinsen für langfristige Verbindlichkeiten und TEUR 830 (i. Vj. TEUR 885) Finanzierungskosten enthalten. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten". Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Im Berichtsjahr entstanden zahlungsunwirksame Aufwendungen in Höhe von TEUR 69 (i. Vj. zahlungsunwirksame Aufwendungen in Höhe von TEUR 115). Cashflow aus Investitionstätigkeit Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren Einzahlungen in Höhe von TEUR 13.007 (i. Vj. TEUR 429), aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren Auszahlungen in Höhe von TEUR 8.750 (i. Vj. TEUR 8.843). Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 57 (i. Vj. TEUR 5). Die Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb der Spies Gruppe. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Im Berichtsjahr wurden Finanzschulden in Höhe von TEUR 7.033 (i. Vj. TEUR 15.000) aufgenommen und TEUR 5.529 (i. Vj. TEUR 7.023) als Tilgung zurückgeführt. Zinsen und ähnliche Aufwendungen wurden in Höhe von TEUR 6.667 (i. Vj. TEUR 6.706) bezahlt. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen zum Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Die von den Tochtergesellschaften betriebenen Pflege- und Wohneinrichtungen sind gepachtet. Für einzelne Standorte wurde neben dem Gebäude auch das Inventar gepachtet. Die Restlaufzeit der Pachtverträge beträgt zwischen 1 und 28 Jahren. Zweck ist die Vermeidung der Kapitalbindung und die Verlagerung des Investitionsrisikos auf den Verpächter. Im Einzelnen teilen sich die Verpflichtungen wie folgt auf:
Mitarbeiter Aus der folgenden Tabelle ist die Zahl der im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter zu entnehmen.
Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 263 (i. Vj. TEUR 225). Es entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 256, i. Vj. TEUR 218) und andere Bestätigungsleistungen (TEUR 7, i. Vj. TEUR 7). Geschäftsführung Persönlich haftender Gesellschafter ist die Schönes Leben Management B.V., eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht mit statutarischem Sitz in Amsterdam, Niederlande. Als Geschäftsführer der Schönes Leben Management B.V. sind bestellt:
Von der Befreiungsvorschrift nach § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Nachtragsbericht Der Angriffskrieg in der Ukraine stellt ein wertbegründendes Ereignis im Geschäftsjahr 2022 dar. Aktuell werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Schönes Leben Gruppe erwartet. Konzernzugehörigkeit Die Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG, Ulm, stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis auf. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.
Ulm, 29. April 2022 Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG vertreten durch Schönes Leben Management B.V. vertreten durch Marc Hildebrand, Geschäftsführer Thomas Alexander Herrmann, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Die Schönes Leben Gruppe ist ein Portfoliounternehmen der unabhängigen Private Equity Investment Gesellschaft Waterland. Das Ziel des Unternehmens ist die Schaffung einer Plattform mit Dienstleistungen für Menschen ab 65 Jahren, die ihr Leben schöner und lebendiger gestalten möchten. Eine Säule des Unternehmens ist die Altenpflege. Durch den Erwerb der compassio GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Ulm zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 ist der Eintritt in den Markt gelungen. Weitere Erwerbe folgten 2018, 2019 und zuletzt, durch den Erwerb der Spies Gruppe, 2021. Die Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG betreibt über ihre Tochtergesellschaften in der Compassio, der Compassio A&R, der Gut Köttenich-, der MediKo- sowie der Spies Gruppe zwischenzeitlich 76 (i. Vj. 67 1 ) Seniorenresidenzen in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Thüringen. Die Seniorenresidenzen bieten Dauer- und Kurzzeitpflege sowie Betreutes Wohnen und zum Teil integrierte Tagespflege nach SGB XI an. Außerhalb der Seniorenresidenzen baut die Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG die Geschäftsfelder Ambulante Pflege (inklusive Außerklinische Intensivpflege (AKIP)) sowie Betreutes Wohnen kontinuierlich weiter aus. Die Einrichtungen sind nach den Grundsätzen des alltagsorientierten integrierten Betreuungskonzeptes gebaut und ausgestattet. Hierbei werden die Bedürfnisse von Demenz erkrankten Bewohnern im Besonderen berücksichtigt. Neue Standorte beinhalten auch betreute Altenwohnungen als neues Konzept für die Generation 65+, um einen früheren Einstieg in neue Wohnformen anzubieten. Die Strategie der Schönes Leben Gruppe setzt auf die Vernetzung der unterschiedlichen Standbeine unter dem Dach der Seniorenresidenz: stationäre Pflege, teilstationäre Pflege, ambulante Pflege, betreutes Wohnen, außerklinische Intensivpflege und offene Angebote. Die Angebote der Schönes Leben Gruppe ermöglichen einen fließenden Übergang zwischen den Versorgungsformen; diese werden auch zukünftig im Bereich Residenzwohnen und Serviceangebote für Senioren verstärkt fokussiert. Um der steigenden Bedeutung unseres ambulanten Geschäftes Rechnung zu tragen, haben wir unsere Aktivitäten in diesem Bereich in eigenständigen Gesellschaften gebündelt. Für alle Angebote in den stationären Pflegeeinrichtungen bestehen in vollem Umfang Versorgungsverträge nach 72 SGB XI mit Pflegekassen und Kostenträgern. Die Pflegeversicherungen übernehmen bei vorliegendem Pflegegrad den entsprechenden Anteil. Darüber hinaus gehende Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten werden von den Pflegebedürftigen selbst oder den Sozialhilfeträgern getragen. Die Qualitätsstandards der im Verbund der Schönes Leben Gruppe agierenden Unternehmen werden durch die zentrale Abteilung Qualitätsmanagement mittels interner Audits ständig überprüft und weiterentwickelt. Bereits im Dezember 2019 wurde mit dem "Green Deal" seitens der EU-Kommission die Absicht vorgestellt, die EU in Richtung Nachhaltigkeit zu positionieren. Um bis 2050 Klimaneutralität der gesamten EU zu erreichen, wurde ein umfassender Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums definiert. Zur Umsetzung des Plans soll insbesondere die im Jahr 2020 beschlossene Taxonomie-Verordnung (EU)2020/852 zur Förderung nachhaltiger Investitionen beitragen. Auch die Schönes Leben Gruppe legt ihren Fokus verstärkt auf die Aspekte Umwelt, Soziales und Unternehmensführung ("Environment Social Governance" oder kurz: ESG) und stellt diese in den Mittelpunkt der wesentlichen Unternehmensziele. Wir legen heute schon großen Wert auf unseren "Environmental Footprint", z.B. durch Reduzierung von Emissionen, Umstellung auf Elektro-Fahrzeuge, Müllvermeidung, kontrollierter Wasserverbrauch, Einsatz alternativer Energien/ Solaranlagen sowie die Einführung von Smart Metering Systemen. Auch durch einheitliche Standards im Bereich unserer Neubauten versuchen wir, ökologische, ökonomische und nachhaltige Pflegeimmobilien zu entwickeln und zu betreiben. Im Bereich Soziales hat Arbeitssicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter (im Folgenden steht "Mitarbeiter" für männliche, weibliche und diverse Mitarbeiter) oberste Priorität. Mit einer Unternehmenskultur, die durch Wertschätzung der Mitarbeiter geprägt ist, wollen wir ein attraktiver Arbeitsgeber sein und u.a. eine kontinuierliche Reduktion der Fluktuations- und Krankenquote anstreben. Auch im Bereich Unternehmensführung haben wir ein breit gefächertes Programm etabliert, welches sich u.a. auf die Bereiche Kundenzufriedenheit und Qualitätsmanagement konzentriert. 2. Entwicklungen in der Branche Bedingt durch den demografischen Wandel ist die Nachfragesituation nach Pflege- und Betreuungsleistungen grundsätzlich weiterhin gut. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt kontinuierlich an. Die Anzahl der Personen im Alter ab 70 Jahren ist zwischen 1990 und 2020 von 8 auf 13 Mio gestiegen. Der aktuelle Bevölkerungsaufbau von 2020 wird durch stark besetzte Jahrgänge dominiert, die derzeit zwischen Anfang 50 und Anfang 60 sind. Korrespondierend ist die Nachfrage nach Pflegepersonal stetig steigend. Die Pflegebranche ist ein Wachstumsmotor in Deutschland: Seit 2009 ist die Anzahl der Pflegebedürftigen von 2,4 Mio auf 4,1 Mio (Dezember 2019) angestiegen und verzeichnet somit eine kontinuierliche Wachstumsrate. Dabei ist der Anteil an privat-gewerblichen Pflegeplätzen in Deutschland auf 43,6% gestiegen. Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) trat am 20. Juli 2021 in Kraft mit weitrechenden Konsequenzen für die Entlohnung der Pflege- und Betreuungskräfte sowie die von den Pflegebedürftigen in den stationären Einrichtungen zu entrichtenden Eigenanteile. Demnach werden ab dem 1. September 2022 nur solche Pflegeeinrichtungen zur Versorgung zugelassen, die ihre Pflege- und Betreuungskräfte nach Tarif oder kirchenarbeitsrechtlichen Regelungen bezahlen oder mindestens in Höhe eines Tarifvertrags oder einer kirchenarbeitsrechtlichen Regelung entlohnen. Gleichzeitig wurde u.a. geregelt, dass die Pflegeversicherung bei der Versorgung im Pflegeheim ab dem 1. Januar 2022 neben dem nach Pflegegrad differenzierten Leistungsbetrag einen Zuschlag zahlt. Er steigt mit der Dauer der Pflege: Im ersten Jahr trägt die Pflegekasse 5% des pflegebedingten Eigenanteils, im zweiten Jahr 25%, im dritten Jahr 45% und danach 70%. Diese Zuschläge werden zusätzlich zu dem bereits nach Pflegegraden differenzierten Leistungsbetrag gezahlt. Die für die Umsetzung des Gesetzes maßgebliche Durchführungsverordnung, die insbesondere weitere Details zu den Definitionen des maßgeblichen Entgeltes als auch dessen Höhe bestimmt, wurde erst Anfang Februar 2022 veröffentlicht und wird daher zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch analysiert. Der Fachkräftemangel stellt die gesamte Pflegebranche vor große Herausforderungen und bremst die Belegung. Die Schönes Leben Gruppe investiert in die eigene Ausbildung, Mitarbeiterbindungsprogramme und akquiriert zunehmend ausländische Fachkräfte. Fort- und Weiterbildung sowie eine Personalentwicklung sind dabei wichtige Bausteine der Personalbindung, um auf den Einsatz von Leiharbeitern mit einhergehenden höheren Kosten und einer geringeren Identifikation mit dem Unternehmen weitestgehend zu verzichten. Im Geschäftsjahr 2021 hatte die Corona Pandemie wiederum weitreichende Auswirkungen auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland und betraf somit auch unmittelbar die Pflegebranche und die Schönes Leben Gruppe. Im Laufe der Pandemie, die auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 neue Rekordwerte bei den Infektionen verzeichnete, gab es unterschiedlich starke Ausbruchsgeschehen in den Pflegeeinrichtungen in Deutschland, die zu erhöhten Sterberaten bei den Heimbewohnern führten. Neben dem Einfluss auf die Pflegeheimbewohner hatte die Pandemie auch erhebliche Einflüsse auf unsere Mitarbeiter in den Einrichtungen und damit auch auf die betrieblichen Abläufe. So mussten Pflegekräfte in Quarantäne geschickt und damit aus dem Betrieb genommen werden, was zu Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung des Betriebes führte. Das "Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht" wurde im März 2020 verabschiedet und half, die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Branche abzumildern. Demnach konnten Pflegeeinrichtungen die ihnen infolge des Coronavirus SARS-CoV-2 anfallenden Mehraufwendungen sowie Mindereinnahmen im Rahmen ihrer Leistungserbringung, die nicht anderweitig finanziert werden, erstattet bekommen. 3. Wirtschaftsbericht a) Geschäftsverlauf der Gesellschaft Die Gesamtzahl der stationären Plätze in der Gruppe stieg im Durchschnitt auf 7.264 (i. Vj. 6.630). Im Geschäftsjahr 2021 wurden sechs neue stationäre Einrichtungen in Lüchow, Schwerin, Extertal, Königswinter, Alfeld und Seevetal eröffnet und zusätzlich wurden durch die Akquisition der Spies Gruppe weitere drei Einrichtungen erworben. Neben den stationären Plätzen bestanden im Geschäftsjahr durchschnittlich weitere 46 (i. Vj. 38) Plätze der außerklinischen Intensivpflege (AKIP). Der Konzernjahresfehlbetrag konnte 2021 gegenüber 2020 um TEUR 6.128 verringert werden, ist aber auf Grund von Anlaufverlusten bei den 2021 eröffneten Einrichtungen, den Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie den Finanzierungskosten mit nunmehr TEUR 9.490 9.578 weiterhin negativ. Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2021 war geprägt durch den weiteren Verlauf der Corona Pandemie in Deutschland. Das Jahr startete mit neuen Rekordwerten bei der Anzahl infizierter Mitarbeiter als auch bei der Anzahl infizierter Bewohner in unseren Häusern und führte damit im Laufe des 1. Quartals zu einem Rückgang in der Belegung. Im 2. Quartal nahm das Infektionsgeschehen dann deutlich ab und ermöglichte auch bei der Belegung wieder steigende Zahlen. Anfang des 4. Quartals waren dann die Auswirkungen der "4. Corona Welle" wiederum in unseren Einrichtungen spürbar, die dann auch zum Jahresende hin wieder zu einer Belegungsreduktion führten. Der Anstieg der eingesetzten Leiharbeitskräfte war eine Konsequenz, insbesondere in Einrichtungen, die besonders von Corona-Ausbrüchen betroffen waren. Durch die sukzessive Verlängerung des § 150 Abs. 2 und Abs. 5a SGB XI konnten wir, wie im Vorjahr, die durch die Corona Pandemie bedingten Mindereinnahmen und Mehraufwendungen weitestgehend kompensieren. Anfang 2021 haben wir weite Teile der bislang von Dritten für die MediKo erbrachten Services übernommen. Dies führte insbesondere in unserer Zentrale in Ulm zu einem weiteren Aufbau der Mitarbeiterzahl. b) Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2021 beläuft sich auf TEUR 310.086 (i. Vj. TEUR 292.186). Nachfolgende Übersicht zeigt die Vermögens- und Kapitalstruktur zum 31. Dezember:
Die Vermögensstruktur der Gesellschaft setzt sich zusammen aus einem Anteil von 86,4% langfristig gebundenen Vermögens und einem Anteil von 13,6% kurzfristig gebundenen Vermögens. Das langfristige Vermögen umfasst mit TEUR 235.064 den Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser ist auf die 2018, 2019 und 2021 getätigten Akquisitionen der compassio GmbH & Co. KG (Ulm), der Gut Köttenich Gruppe (Jülich), der compassio A+R Gruppe (Illertissen), der MediKo Gruppe (Winsen an der Aller) und der Spies Gruppe (Kamen) zurückzuführen. Zusätzlich umfasst das langfristig gebundene Vermögen das Inventar in Höhe von TEUR 30.504 (i. Vj. TEUR 28.015) in den stationären Pflegeeinrichtungen. Durch den Verkauf der Immobilie in Aldenhoven 2021 sind nunmehr alle Einrichtungen in der Gruppe gepachtet. Das kurzfristige Vermögen entfällt mit TEUR 16.872 (i. Vj. TEUR 13.896) auf Forderungen gegen Bewohner, Pflege-, Renten und Krankenkassen sowie liquide Mittel über TEUR 11.848 (i. Vj. TEUR 5.748). Zum 31. Dezember 2021 enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Erstattungsansprüche aus § 150 Abs. 2 und Abs. 5a SGB XI im Zusammenhang mit der Corona Pandemie in Höhe von TEUR 5.625 (i. Vj. TEUR 6.084). Im Zusammenhang mit der Aufstockung von Schutzkleidung und der neu hinzugekommenen SARS-CoV2-Antigen Schnelltests stieg das Vorratsvermögen von TEUR 1.794 auf TEUR 1.942 an. Das Fremdkapital beinhaltet langfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Skandinaviska Enskilda Banken AB (publ.) Frankfurt Branch (SEB), Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 139.200 sowie TEUR 107 gegenüber anderen Banken. Verbindlichkeiten gegenüber der SEB bestehen ausschließlich in Euro mit einer Laufzeit bis Januar 2026. Hiervon sind Darlehen in Höhe von TEUR 112.000 endfällig. Darlehen in Höhe von TEUR 27.200 werden über eine Teilamortisation zurückgeführt. Die Zinssätze variieren je nach Tranche zwischen 3,75 % und 4,25 %. Im Rahmen der Finanzierung wurde ein net debt leverage covenant vereinbart. c) Finanzlage Kapitalstruktur Das Bruttovermögen des Konzerns zum Stichtag ist zu 37,0 36,7 % (i. Vj. 37,7%) durch Eigenkapital finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten decken weitere 44,9 % (i. Vj. 45,9 %) des Vermögens. Die Kapitalanteile der Kommanditistin betragen zum 31. Dezember 2021 TEUR 161.345. Gleichzeitig betragen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der SEB insgesamt TEUR 139.200 (Stand: 31. Dezember 2021). Die betriebenen Pflegeeinrichtungen der Gruppe sind gepachtet. Investitionen Investitionen im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 8.750 (i. Vj. TEUR 8.843) getätigt. Diese sind für die neuen Einrichtungen sowie Ersatzinvestitionen über alle Einrichtungen angefallen. Für die Erstausstattung der neu eröffneten Einrichtungen im Geschäftsjahr erhielten die Unternehmen der Gruppe Zuschüsse von den Verpächtern der Gebäude in Höhe von TEUR 2.882 (i. Vj. TEUR 1.896). Liquidität Die Finanzlage hat sich wie folgt entwickelt:
Die Liquiditätssituation der Gruppe war im Berichtsjahr jederzeit gesichert. Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist die erworbene Spies Gruppe ab April 2021 enthalten. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet im Berichtsjahr im Wesentlichen die Kaufpreiszahlung für die Akquisition der Spies Gruppe. Wir gehen davon aus, dass die vorhandene Liquidität und Einnahmen aus dem operativen Cashflow darüber hinaus ausreichend sein werden, alle laufenden und im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsgangs erwarteten Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2022 zu bedienen. Darüber hinaus stehen weitere ungenutzte Kreditlinien in Höhe von EUR 4,3 Mio bei der SEB zur Verfügung. d) Ertragslage Das Geschäftsjahr zeigt folgende Entwicklung:
Die Ertragslage ist erheblich durch die Akquisition der Spies Gruppe im Geschäftsjahr beeinflusst. Die Umsätze resultieren zu 91,6 % (i. Vj. 93,3 %) aus stationärer Pflege, zu 2,7 % (i. Vj. 3,6%) aus Leistungen der ambulanten Pflege sowie zu 5,7 % (i. Vj. 3,1 %) aus sonstigen Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse beinhalten im Geschäftsjahr mit 7,9 % bzw. TEUR 26.904 die durch die Corona Pandemie beschlossenen Erstattungen nach § 150 Abs. 2 und Abs. 5a SGB XI für die Mehraufwendungen aus gestiegenen Materialpreisen und Mindereinnahmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 7.973 (i. Vj. TEUR 68) durch den Verkauf der Immobilie Aldenhoven, Zuschüsse in Höhe von TEUR 2.537 (i. Vj. TEUR 1.654) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.302 (i. Vj. TEUR 997). Die Personalaufwendungen beliefen sich auf insgesamt TEUR 191.738 (i. Vj. TEUR 164.468) und führen zu einer Personalaufwandsquote von 58,8 % (i. Vj. 59,7 %). Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 7.361 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (i. Vj. 6.253) in der Gruppe beschäftigt. Der Anstieg resultiert aus den im Geschäftsjahr neu eröffneten Einrichtungen und den neu hinzugekommenen Mitarbeitern der Spies Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden planmäßige Abschreibungen von TEUR 24.551 (i. Vj. TEUR 22.831) vorgenommen. Der maßgebliche Anteil entfällt mit TEUR 18.878 (i. Vj. TEUR 17.503) auf Abschreibungen auf die Geschäft- oder Firmenwerte.
2 Hierbei handelt es sich um nicht geprüfte
Zahlen,
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 94.567 (i. Vj. TEUR 72.142) betreffen hauptsächlich Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen. Darüber hinaus stellen Aufwendungen für Energie, für Wartung und Instandhaltung der Wohngebäude und deren Einrichtungen und für Rechts- und Beratungsleistungen die größten Kategorien dar. Das Finanzergebnis von TEUR -6.610 (i. Vj. TEUR -6.701) betrifft im Wesentlichen die Verzinsung des SEB-Darlehens. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 ein negatives Ergebnis nach Steuern von TEUR 8.645 (i. Vj. TEUR 14.766) bzw., nach Berücksichtigung sonstiger Steuern, ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 9.489 9.579 (i. Vj. TEUR 15.618). e) Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Der Konzern der Schönes Leben Gruppe wird maßgeblich durch die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Personalaufwand und EBITDA gesteuert. Diese Indikatoren stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar: Das EBITDA für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 23.095 (i. Vj. TEUR 14.882) und spiegelt damit den zusätzlichen Ergebnisbeitrag aus der Übernahme der Spies Gruppe sowie u.a. des zusätzlichen Ergebnisbeitrages durch die Durchführung von SARS-CoV2-Antigen Schnelltests wider. Die Umsatzerlöse betragen TEUR 325.957 (i. Vj. TEUR 275.457) und der Personalaufwand TEUR 191.738 (i. Vj. TEUR 164.468). Operative nicht finanzielle Kennzahlen 2021 Für die Gruppe stellen die Anzahl der Betten, die Belegungsquote sowie der durchschnittliche Pflegegrad und die Anzahl an eigesetzten Leiharbeitern die wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikatoren dar. Die Anzahl der Betten entwickelte sich wie folgt: 2021
2020
Im Geschäftsjahr 2021 wurden sechs neue Einrichtungen eröffnet. Die neuen Einrichtungen vermindern in dem Zeitraum vor Eröffnung und in der Hochlaufphase zunächst die Ergebnisse. Mittelfristig wirken sich die neuen Einrichtungen laut Plan positiv sowohl auf Umsatz- als auch die Ergebnissituation aus. Die geringere Belegungsquote resultiert aus der Kombination zwischen den unterjährig eröffneten Einrichtungen und den Belegungsreduktionen in Folge der COVID-19-Pandemie. Die durchschnittlichen Leiharbeiter haben sich 2021 von 42,8 auf 51,2 Vollzeitkräfte erhöht. f) Gesamtaussage Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe als zufriedenstellende und gute Basis für eine weitere positive Entwicklung. 4. Risikobericht Im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit ist die Gruppe unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Sie geht nur Risiken ein, die mit entsprechenden Maßnahmen innerhalb der Gruppe handhabbar sind und die mittelfristige Planung der Gruppe nicht beeinträchtigen. Die Geschäftsführung sieht auf Basis der identifizierten Risiken keine Risiken, die nach derzeitigem Stand als bestandsgefährdend einzuschätzen wären. Die Darstellung der Risiken erfolgt vor Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Bruttodarstellung). Die regelmäßige Abstimmung der Geschäftsführung mit dem Controlling gewährleistet ein rechtzeitiges Gegensteuern. Dies geschieht durch monatliche Plan-/Ist-Budget Vergleiche unter Einbeziehung der regionalen Geschäftsführungen und der Leitungen der Pflegeeinrichtungen. Die Implementierung eines Management-Informations-Systems ermöglicht es uns, den gestiegenen Anforderungen an den erweiterten Konzernkreis sowie den Kapitalmarkterfordernissen gerecht zu werden. Der weitere Verlauf der Corona Thematik stellt momentan ein großes Risiko für die Entwicklung der Unternehmensgruppe dar, da die weitere Entwicklung von Infektions- und Sterberaten in Verbindung mit den neu auftretenden Mutationen sowie die weitere politische und finanzielle Unterstützung der Pflegebranche die wirtschaftliche Lage der Schönes Leben Gruppe mit entscheidend prägen. Bislang ist das finanzielle Risiko durch die Erstattungsmöglichkeiten des § 150 Abs. 2 und Abs. 5a SGB XI eher gering gewesen. Die Erstattungen laufen zum 30. Juni 2022 aus. Eine weitere Verlängerung ist, wie in den Vorquartalen auch, bei entsprechenden Infektions- und Hospitalisierungszahlen aber denkbar. Branchenrisiken Weitere branchenbezogenen Risiken liegen in den gesetzlichen Vorschriften zur Vorhaltung qualifizierter Mitarbeiter in den Einrichtungen einhergehend mit einer Verknappung an Fachkräften. Das Risiko wird seitens der Geschäftsführung neben der genannten Corona Thematik als hoch eingeschätzt. Die Anhebung der Mindestlöhne in der Pflege und die Erhöhung der Entgelte auf Basis des 2021 verabschiedeten Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) wird eine im Vergleich zu den Vorjahren deutliche Erhöhung der Personalkosten zur Folge haben, wobei die vollständige Refinanzierung der Kostensteigerung ungeklärt ist. Das wirtschaftliche Risikopotential ist jedoch nach oben limitiert, da auch weiterhin die Kassen zur vollen Kostenerstattung verpflichtet sind. Als Arbeitgeber im Bereich der Pflege sind die Mitarbeiter unser höchstes Gut. Aufgrund des Fachkräftemangels und dem weiteren Zuspitzen der Personalmarktsituation gilt die Fluktuation als größte Herausforderung. Durch gezielte Mitarbeiterbindungsprogramme, Mitarbeiter Benefits, Fokussierung auf Work-Life Balance sowie optimale Arbeitsbedingungen begegnen wir aktiv dieser Herausforderung. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der Fremdfinanzierung und der teils variablen Zinssätze besteht ein Zinsänderungsrisiko, welches jedoch durch Zinssicherungsinstrumente teilweise abgedeckt ist. Die Gesellschaft prognostiziert durch den eingeschlagenen Wachstumskurs in den nächsten Jahren einen hohen Kapitalbedarf für die Erstausstattung der Einrichtungen. Dieser soll künftig auch verstärkt durch Leasing gedeckt werden. Durch eine stringente Liquiditätssteuerung und Fokussierung auf das betriebsnotwendige Kapital, verbunden mit konstanten Zahlungseingängen durch die Sozialpartner, wird das finanzwirtschaftliche Risiko insgesamt als mittel eingestuft. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch einen Kreditvertrag mit einer Laufzeit bis 2026 durch ein Bankenkonsortium sichergestellt. Dieser Vertrag beinhaltet Bedingungen ("Covenants") für die operative Performance der Gesellschaft im Verhältnis zur Verschuldung. Werden diese Bedingungen nicht erfüllt, haben die Banken das Recht, den Kreditvertrag zu kündigen. Während wir das Risiko einer operativen Verschlechterung auf Basis der genannten Branchenrisiken als hoch einstufen, gehen wir davon aus, dass eine ausreichende Werthaltigkeit der Schönes Leben Gruppe gegeben ist, um die notwendige Finanzierung auch im Falle einer Nichteinhaltung der Kreditbedingungen zu erhalten. Operative Risiken Mögliche Haftungsrisiken aus operativen Themen sind durch entsprechende Versicherungen gedeckt. Das Risiko wird als mittel eingestuft. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Geschäftsführung sieht sich in Bezug auf Finanzinstrumente verschiedenen Risiken ausgesetzt. Ziel des Risikomanagements ist es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen so weit möglich und wirtschaftlich sinnvoll durch Abschluss geeigneter Absicherungsgeschäfte entgegenzutreten, da die Geschäftsführung die Risikobegrenzung als bedeutsames Unternehmensziel ansieht. Die Risikopositionen des Konzerns werden daher laufend von der Geschäftsführung überwacht. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos hat die Gruppe Zinscaps über ein Nominalvolumen von TEUR 31.500 (i. Vj. TEUR 63.500) und einer Restlaufzeit von zwölf Monaten abgeschlossen. Weitere Finanzinstrumente, die die Einheiten der Gruppe einsetzen, sind Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegen die Selbstzahler, die Pflegekassen und die Sozialämter. Für die Pflegekassen und Sozialämter kann von einem geringen Ausfallrisiko ausgegangen werden. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen gezahlt. Soweit vereinbart, werden Lieferantenskonti in Abzug gebracht. Hinsichtlich der Bankguthaben und der Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten wird auf die Ausführungen im Abschnitt zur Finanzlage verwiesen. Es wird ein regelmäßiger Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Zahlungsein- und -ausgänge vermittelt. Hierdurch wird das Liquiditätsrisiko überwacht. 5. Chancenbericht Die Strategie der Schönes Leben Gruppe, sich als modernster und qualitativ führender Anbieter auf dem Pflegemarkt zu positionieren, soll auch die Attraktivität als Arbeitgeber steigern und zu einer erhöhten Auslastung und Ausweitung des Leistungsangebotes führen. Durch diese Differenzierung und eine Fokussierung auf attraktive Standorte möchte die Schönes Leben Gruppe über die klassische stationäre Pflege hinaus mit Angeboten zum betreuten Wohnen, Wohnparks, Residenzwohnen und maßgeschneiderten Angeboten für das Leben 65+ weitere Wachstumspotenziale heben. Hierdurch werden neue Marktsegmente eröffnet, da integrierte Angebote derzeit nur unzureichend am Markt zu finden sind. Die Nachfrage nach Pflegeangeboten aufgrund des massiven demographischen Wandels kann teilweise durch das derzeitige Angebot an Pflegeplätzen nicht befriedigt werden und bietet enorme Wachstumspotenziale. Die 2018 aufgebaute Plattform mit etablierten Prozessen und Zentralfunktionen wird das weitere Wachstum unterstützen. Eine Ausweitung des Geschäftsvolumens mit einhergehenden Kostenvorteilen, insbesondere durch Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten (z. B. Lebensmittel, Pflegematerial), soll durch das kontinuierliche Wachstum weitere Chancen eröffnen. Aufgrund der gesicherten Pipeline an neuen Standorten können Skaleneffekte in den Prozessabläufen genutzt werden, um die Ertragskraft der Gruppe zu stärken und weitere Investitionen im Pflegemarkt durchführen zu können. Hierbei bieten sich weitere Möglichkeiten, die vorhandene Kompetenz im Bereich Entwicklung von Pflegeimmobilien auch an externe Immobilienentwickler zu vermarkten. Die vorgenannten Chancen werden von uns als hoch eingestuft. Darüber hinaus bietet die Digitalisierung weitere Chancen, Prozesse für eine bessere Pflege in der Gruppe zu implementieren; mit einhergehenden Vorteilen für die Betreuung der Bewohner sowie entsprechenden Kosten- und Qualitätsvorteilen. Die Chance wird als mittel eingestuft. Die erwartete Steigerung in der Entlohnung unserer Mitarbeiter durch die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes aber vor allem auch durch die erwartete Steigerung beim Entgelt unserer Pflegemitarbeiter durch die Umsetzung des Gesetzes zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens (GVWG) wird die Attraktivität des Pflegeberufes voraussichtlich insgesamt erhöhen. Damit verbunden ist die Chance, dass die Zahl der Beschäftigungen in den Pflegeberufen in den nächsten Jahren wieder zunehmen wird. Die Chance wird als hoch eingestuft. 6. Prognosebericht Ziel der Schönes Leben Gruppe ist die Schaffung einer Plattform mit Dienstleistungen und außergewöhnlichen Wohnformen für Menschen ab 65 Jahren, die ihr Leben schöner, ereignisreicher und lebendiger gestalten möchten. Die zentrale Säule im Portfolio bildet die Altenpflege - welche bereits durch die Schönes Leben Gruppe abgedeckt wird. Ein weiteres deutschlandweites Wachstum der Gruppe wird in den kommenden fünf Jahren angestrebt. Für das Geschäftsjahr 2022 sind 13 weitere Standorteröffnungen geplant. Die Beurteilung von neuen Standorten berücksichtigt unter anderem die Fachkräfteverfügbarkeit und regionale Standortthemen (Wettbewerb, Demographie, etc.). Partner für die weitere Entwicklung sind bekannte Immobilieninvestoren und es konnten im Geschäftsjahr 2021 bereits 16 Verträge für neue Standorte in ganz Deutschland abgeschlossen werden, die zu einem deutlichen Anstieg der angebotenen Plätze und Leistungen innerhalb der Schönes Leben Gruppe führen werden. Darüber hinaus wird der Ausbau des betreuten Wohnens gezielt weiter vorangetrieben. Dabei spielt die Vernetzung der Angebote innerhalb der Schönes Leben Gruppe eine wichtige Rolle. Unterstützt wird das Wachstum durch den Ausbau von Zentral- und Shared Service Funktionen und Systemen in Ulm sowie dem regionalen Ausbau operativer Tätigkeiten. Die Shared Service Funktionen haben Anfang 2022 weite Teile der administrativen Tätigkeiten der Gut Köttenich Gruppe übernommen. Nachdem im 4. Quartal 2021 die Corona Fallzahlen in Deutschland wieder stark gestiegen sind, sind in den ersten Wochen 2022 auch die Belegungsquoten in unseren Einrichtungen wieder zurückgegangen. Wir erwarten, dass die Belegung erst gegen Ende des Jahres wieder ein Normalniveau erreichen wird. Optimistisch machen uns die Fortschritte bei den Impfungen unserer Bewohner und Pflegekräfte. Anfang Februar waren in unseren Einrichtungen 95 % der Bewohner zumindest zweimal geimpft. Der negative wirtschaftliche Einfluss der Pandemie auf die Belegungssituation und die Kosten hat der Gesetzgeber im Zuge der Verlängerung des § 150 SGB XI bis Juni 2022 gelindert. Im Bereich der Unternehmensführung streben wir eine verantwortungsvolle, gesetzmäßige und regelkonforme Leitung und Kontrolle der in der Schönes Leben Gruppe zusammengefassten Unternehmen an. Durch eine Compliance Richtline erhält legales Handeln für alle Mitarbeiter höchste Priorität. Weitere Themen wie Beschwerdemanagement, Geschäftsordnungen und Umgang mit Krisensituationen werden stets kontrolliert, bewertet und weiterentwickelt. Im Sinne der Taxonomie-Verordnung und auch als unternehmensinterner Anspruch wird die Schönes Leben Gruppe interne und externe Reportingstrukturen anpassen und mit Hilfe von Kenngrößen (KPIs) erweitern. Insgesamt gehen wir für das Geschäftsjahr 2022 von einem Umsatz von EUR 370 Mio. und damit einer Steigerung von 13,5 % aus, wobei die Haupttreiber die Eröffnung neuer Standorte in Geschäftsjahr 2022 und die Belegungssteigerung der 2020 und 2021 eröffneten Standorte sind. Die geplante Gesamtanzahl der Standorte steigt von 76 stationären Einrichtungen und zwei Betreutes Wohnen-Standorten auf eine Gesamtanzahl von 91 Standorten. Hieraus resultiert eine verfügbare Bettenzahl von 9.706 mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe. Die durchschnittliche Belegungsquote soll leicht gesteigert werden, der durchschnittliche Pflegegrad nahezu konstant bei 3,3 bleiben. Die Personalaufwendungen werden, im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse, insbesondere durch den Anlauf neuer Einrichtungen und die hohe Nachfrage nach Pflegefachkräften bei nicht schnell genug wachsendem Angebot, sowie den Auswirkungen aus Mindestlohn und Entlohnung auf Tarifniveau überdurchschnittlich steigen. Wir planen auch 2022 die Einstellung neuer Kapazitäten in der Zentrale, die für die Umsetzung des Wachstumskurses 2022 und darüber hinaus notwendig sind. Durch eine kontinuierliche Verbesserung unserer Personalarbeit in den Häusern sowie durch Verstärkung des Personalmarketings gehen wir davon aus, vorbehaltlich der Eindämmung der Pandemie im 2. Quartal 2022, dass der Einsatz von Leiharbeitern in den Häusern leicht abnehmen wird. Wir stehen bei der Prognose des Geschäftsjahres 2022 vor einer besonderen Herausforderung, da wir mit weitreichenden Personalkostensteigerungen als auch mit Verwerfungen im Erstattungsbereich im Zuge der Umsetzung des GVWG rechnen müssen. Da die Personalkostensteigerung maßgeblich durch die Höhe der publizierten Tarifentgelte je Region bestimmt wird, diese aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewertet werden können, fußt die Ergebnisprognose auf für uns derzeit plausiblen Annahmen. Demnach rechnen wir für 2022 mit einem deutlichen EBITDA-Rückgang.
Ulm, 29. April 2022 Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG vertreten durch Schönes Leben Management B.V. vertreten durch Marc Hildebrand, Geschäftsführer Thomas Alexander Herrmann, Geschäftsführer Bestatigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG, Ulm Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG, Ulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngewinn-und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ulm, den 29. April 2022 KPMG
AG
Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer Müller, Wirtschaftsprüferin |
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