Black Forest Distillers GmbH
Äußerer Vogelsberg 7, 72290 Loßburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gregory Chevillat seit 14.4.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Pernod Ricard Europe, Middle East and Africa S.A.S. | 30.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Black Forest Distillers GmbHLoßburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis 30.06.2023der Black Forest Distillers GmbHI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Black Forest Distillers GmbH hat ihren Sitz in Loßburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 730817 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Über die Pernod Ricard Europe S.A., Paris/Frankreich, ist die Gesellschaft im Konzernabschluss der Pernod Ricard S.A., Paris/Frankreich, konsolidiert (größter und kleinster Kreis von Unternehmen). Dieser Konzernabschluss ist auf pernod-ricard.com erhältlich. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unverändert zum Vorjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen (§ 288 Abs. 2 HGB). Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird darauf hingewiesen, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Tochterunternehmen von Pernod Ricard S.A., Paris/Frankreich, in Höhe von € 4.224.852,85 (i. Vj. € 6.189.543,21) als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Ebenfalls in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen ist das Cashpool-Konto der Pernod Ricard Gruppe auf den Namen der Pernod Ricard Finance S.A. in Höhe von € 10.500.755,19 (i. Vj. € 8.911.788,07). Es sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Tochterunternehmen von Pernod Ricard S.A., Paris/Frankreich, in Höhe von € 2.569.474,69 (i. Vj. € 1.877.613,87) als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Eine Aufrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgte nicht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln bewertet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Diese wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, die nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Anschaffungskosten bewertet wurden und die über die betrieblich geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Außerplanmäßige Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) waren nicht erforderlich. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Es waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB erforderlich. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Lifo-Methode angewendet (§ 256 Abs. 1 HGB). In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene und notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Die Vorräte werden abhängig von ihrer Reichweite bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalwert in Ansatz gebracht. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Bildung der aktiven latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr unverändert das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ausgeübt. Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Eine Abzinsung im Sinne des § 253 Abs. 2 HGB ist nicht erforderlich, da die Laufzeiten der Rückstellungen grundsätzlich unter einem Jahr liegen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgte eine Bewertung - entsprechend der gesetzlichen Regelung des § 256a HGB - unter Außerachtlassung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Entwicklung der Kapitalrücklagen Im Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2016 - 30.06.2016 wurden andere Zuzahlungen von Gesellschaftern in das Eigenkapital der Gesellschaft gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von € 6.793.380,00 vorgenommen. Die Gesellschafter haben einen Geldbetrag als Zuzahlung in das Eigenkapital der Gesellschaft erbracht. Rückstellungen Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Miet-/Pacht- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel; Vorteile in der (Weiter-)Nutzung der Vertragsgegenstände. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse nach Regionen Die Umsatzerlöse wurden weltweit erzielt und verteilen sich wie folgt: 69% Europa und Rest der Welt, 20% Nordamerika, 11% Asien, Australien und Neuseeland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 900.439 (i. Vj. € 1.346.548) bestehen zum größten Teil aus Brand Marketing Support Income in Höhe von € 713.991 (i. Vj. € 1.231.578) im Zuge der Pernod Ricard Transferpreis-Politik. Die übrigen sonstigen Erträge verteilen sich auf mehrere, kleinere Positionen. Materialaufwand Die Materialaufwendungen in Relation zum Umsatz sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen auf 22% (im Vorjahr 21%). Dies ist bedingt durch die Inflation am Rohstoffmarkt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Werbemittel und Reisekosten in Höhe von € 3.881.614 (i. Vj. € 4.561.046) sowie Brand Marketing Support Expense in Höhe von € 2.172.354 (i. Vj. € 1.491.926) im Zuge der Pernod Ricard Transferpreis-Politik. Außerordentliche Vorgänge, die gesondert zu erläutern wären, sind nicht gegeben. VI. Sonstige Pflichtangaben nach § 285 HGB 1. Geschäftsführer im Berichtszeitraum war Herr Gregory Chevillat. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 2. Die Personalzahlen im Jahresdurchschnitt betrugen:
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.
Loßburg, den 31. Juli 2023 Black Forest Distillers GmbH Geschäftsführung Gregory Chevillat Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Black Forest Distillers GmbH hat sich mit ihrem selbst entwickelten Gin "Monkey 47" in kürzester Zeit zu einem kleinen, aber sehr exklusiven Premiumanbieter im Segment Gin-Spirituosen entwickelt. "Monkey 47" wird exklusiv im Feinkostbereich, dem gehobenen Lebensmittelhandel sowie beim Premium-Spirituosenhändler und bei entsprechenden Hotel-/Gastronomieadressen vertrieben. Der geschmacklich einzigartige "Monkey 47" wurde in einem langen Prozess mit unzähligen Verkostungen und stetigen Verbesserungen entwickelt und bereits im Jahr 2011 in London bei der International Wine&Spirits Competition mit dem Award Gold zum besten Gin der Welt gewählt. Im Jahr 2023 wurde Monkey 47 zum 7. Mal in Folge von einem renommierten Spirituosenmagazin (Drinks International) als "#1 top trending gin brand" ausgezeichnet. Mit einem strukturierten Marketingkonzept wird die Marke "Monkey 47" am Markt weltweit etabliert und ihr Bekanntheitsgrad gesteigert. Seit Januar 2016 wird die Expansion durch die Integration der Black Forest Distillers GmbH in die Pernod Ricard Gruppe intensiviert. Durch die Integration in die Pernod Ricard Gruppe kann die Black Forest Distillers GmbH auf das Vertriebsnetz eines der größten Spirituosenherstellers der Welt zurückgreifen. Die Pernod Ricard Deutschland GmbH ist 100%ige Gesellschafterin der Black Forest Distillers GmbH. 2. Forschung und Entwicklung Die Black Forest Distillers GmbH hat die Rezeptur für "Monkey 47" erfolgreich entwickelt, am Markt eingeführt und erweitert laufend ihre Produktpalette mit weiteren Geschmackskompositionen. Neben einer jährlichen, limitierten Sondereditionen, dem "Monkey 47 Distiller's Cut", werden seit dem Geschäftsjahr 2018/2019 zusätzlich auf einen bestimmten Markt zugeschnittene Editionen in sehr geringen Stückzahlen vertrieben, die "Monkey 47 Experimentum Series". Entwickelte Verfahren und Produktnamen werden konsequent rechtlich geschützt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das deutsche Wirtschaftswachstum ist zum Jahresbeginn 2023 leicht gesunken: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im 1. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um -0,3 % geringer als im 4. Quartal 2022. Zuletzt war die deutsche Wirtschaftsleistung mit +0,5 % im 3. und -0,5 % im 4. Quartal 2022 zunächst leicht gestiegen und anschließend wieder entsprechend gesunken. Im Vorjahresvergleich ist das Bruttoinlandsprodukt preis- und kalenderbereinigt mit -0,5 % gegenüber dem 1. Quartal 2022 etwas im Minus. Die aufgrund des Ukrainekrieges und hoher Inflationsraten anhaltenden schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlagen sich somit auch in der deutschen Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2023 nieder. Maßgeblich hierzu beitragend waren im 1. Quartal 2023 die durch weiterhin hohe Preise und Bauzinsen belasteten Bauinvestitionen, welche gegenüber dem Vorjahresquartal um -2,9% sanken. Dem gegenüber stiegen die Ausrüstungsinvestitionen um 6,7%, was hauptsächlich auf eine positive Entwicklung bei gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen ist. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben änderten sich mit -1,0% und -5,4% signifikant im Vergleich zum 1. Quartal 2022. Hauptgrund hierfür war der Wegfall der staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen. Der Handel mit dem Ausland nahm verglichen mit dem Vorjahr zu. Preisbereinigt wurden 1,8% mehr Waren und Dienstleistungen exportiert, die Importe nahmen um 1,7% zu (Quelle: destatis.de). Der Pro-Kopf-Verbrauch von Spirituosen blieb im Jahr 2022 mit 5,2 Litern im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Auf dem deutschen Markt wurden rund 727 Mio. Flaschen ä 0,7 Liter (nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes) angeboten (2021: 719 Mio. Flaschen à 0,7 Liter) (Quelle: BSP). In einer Zeit immer individueller werdender Verbraucherwünsche stellen sich die Hersteller und Importeure von Spirituosen auf die Bedürfnisse der Konsumenten/innen ein: Eine umfassende Markenpflege, ein starkes Markenbewusstsein und die Bereitschaft zu weiteren Investitionen in Innovationen werden auch in Zukunft die Garanten für den unternehmerischen Erfolg bleiben. Der anhaltende Trend zu Premium und Qualität bleibt dabei ungebrochen. 2. Geschäftsverlauf und Lage Das Unternehmen blickt nun auf das siebte volle Geschäftsjahr als Teil des Pernod Ricard Konzerns zurück. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % auf T€ 33.797 gestiegen und somit hinter den Erwartungen an das Geschäftsjahr geblieben. Dies ist auf einen Rückgang der Lieferungen an die Pernod-Ricard- Niederlassungen im zweiten Halbjahr zurückzuführen. Verglichen mit dem Vorjahr ist das Betriebsergebnis um 4,3% gesunken (T€ 16.207; i. Vj. T€ 16.933). Das Ergebnis vor Steuern (i. Vj. Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung) ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % gesunken (T€ 16.348; i. Vj. T€ 16.933). Beides beruht neben den nur leicht gestiegenen Umsatzerlösen auf stark gestiegenen getätigten bzw. gesunkenen erhaltenen Ausgleichszahlungen für Marketingmaßnahmen an die Pernod-Ricard-Niederlassungen (sonstige betriebliche Aufwendungen T€ 2.291; i. Vj. T€ 1.635; sonstige betriebliche Erträge T€ 900; i. Vj. T€ 1.347). Zusätzlich sind die Kosten für den Rohstoff- und Wareneinkauf merklich gestiegen (T€ 7.366; i. Vj. T€ 6.582), während die Werbe- und Reisekosten (T€ 3.882; i. Vj. T€ 4.561) gesunken sind. Die Wachstumsprognosen des Vorjahres (Umsatzwachstum von +10% und Betriebsergebniswachstum von +13,8%) konnten nicht erreicht werden. Dies ist im Wesentlichen auf die gesunkene Nachfrage und damit einhergehend den Rückgang der Warenlieferungen an die Pernod-Ricard-Niederlassungen im zweiten Halbjahr zurückzuführen. Das Berichtsjahr war stark von dem Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Preisanstiegen und inflationären Entwicklungen geprägt. Dies hat das Unternehmen vor eine Vielzahl an Herausforderungen, vor allem bei der Materialbeschaffung, gestellt. Die Effekte der im Vorjahr noch stark präsenten Corona-Krise sind hingegen zurückgegangen. Von besonderer Bedeutung bleibt weiterhin die Beschaffung von ausschließlich qualitativ hochwertigen Ingredienzien mit gleichbleibender Qualität. Rahmenbedingungen Das Unternehmen hat im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit neben allgemeinen nationalen und internationalen Rechtsvorschriften auch nennenswerte branchenspezifische Rechtsvorschriften zu beachten. Wettbewerbsrechtlich sind für die Vermarktung von Spirituosen jeweils national unterschiedliche Beschränkungen für Marketing und Verkauf zu beachten. Dabei sind die Verbraucher über die Themen Alkohol und Gesundheit, Alkohol und Verantwortung sowie Alkohol und Jugendschutz zu informieren und aufzuklären. Ertragslage
Der Anstieg der Gesamtleistung ist durch die leicht gestiegenen Umsatzerlöse und eine stark positive Bestandsveränderung bedingt. Aufgrund der signifikant gestiegenen Warenaufwendungen und Personalkosten schlägt sich dies jedoch nicht im Betriebsergebnis nieder, welches im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Selbiges gilt für das Steuer- und Jahresergebnis. Bei den größten Aufwandsposten ist der Materialaufwand (T€ 7.676, i. Vj. T€ 6.894) im Vergleich zum bereits hohen Vorjahresniveau erneut gestiegen, getrieben durch den Krieg in der Ukraine und hohe Inflationsraten. Der Personalaufwand ist durch einen Anstieg der Mitarbeiterzahl im Produktionsbereich sowie in der Marketingabteilung gestiegen. Die Werbe- und Reisekosten bilden den zweitgrößten Aufwandsposten. Finanzlage Die Finanzlage ist nach wie vor als sehr gut und stabil zu bewerten. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können notwendige Investitionen und vereinbarte Tilgungen von Verbindlichkeiten bedient werden. Zudem ist die Gesellschaft im Rahmen der vollständigen Integration in die Pernod Ricard-Gruppe in den Cashpool der Pernod Ricard Finance S.A. eingebunden. Zum 30. Juni 2023 betragen die Forderungen gegen die Pernod Ricard Finance S.A. aus dem Cashpool T€ 10.501. Vermögenslage Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr durch einen leicht rückläufigen Bilanzgewinn bei gleichzeitiger Ausschüttung des Vorjahresgewinns als Dividende leicht gesunken und beträgt 69,0 % Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen T€ 0.
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 168 gesunken. Dabei stehen den Investitionen in Höhe von T€ 444 Anlagenabgänge in Höhe von T€ 6 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 607 gegenüber. Der Barmittelbestand liegt bei T€ 332 und hat sich um T€ 129 verringert. Im Rahmen des konzernweiten Cash-Pooling-Prozesses wird der Großteil der liquiden Mittel seit der vollständigen Integration in die Pernod Ricard-Gruppe im Geschäftsjahr 2020/2021 an das Pernod Ricard Finance Cash-Pooling Konto abgeführt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit T€ 4.504 im Vergleich zum Vorjahr (i. Vj. T€ 6.261) deutlich gesunken. Dies ist auf den Umsatzrückgang zum Ende des zweiten Halbjahres sowie die geringeren erhaltenen Ausgleichszahlungen für Marketingmaßnahmen von den Pernod-Ricard-Niederlassungen zurückzuführen. Die Einzelwertberichtigungen liegen bei T€ 0,9. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind aufgrund höherer geleisteter Ausgleichszahlungen für Marketingmaßnahmen an die Pernod-Ricard-Niederlassungen gestiegen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus insbesondere auf Umsatz und Betriebsergebnis. Der jeweilige regionale Umsatz wird monatlich mit den Plandaten verglichen, Abweichungen entsprechend analysiert und die erforderlichen Änderungen umgesetzt. Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um T€ 415 (oder 1,2%) gestiegen. Dies geht zu weiten Teilen auf das hinter den Wachstumsprognosen gebliebene Absatzvolumen zurück. Das nur leicht gestiegene Umsatzwachstum bei stärker gestiegenen Aufwänden schlägt sich auch im Betriebsergebnis nieder, welches um T€ 726 (oder -4,3%) gesunken ist. 4. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Black Forest Distillers GmbH schätzen wir trotz der hinter den Prognosen gebliebenen Ergebnissen als sehr gut ein. Unsere Absatzentwicklung zeigt sich auch angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine sowie hohen Inflationsraten und Lebenshaltungskosten weiterhin wachsend, was sich auch in den mittel- bis langfristig definierten Wachstumszielen widerspiegelt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte vollständig gedeckt. III. Prognosebericht Der Fokus im Geschäftsjahr 2022/2023 lag neben dem Hauptmarkt Europa weiterhin auf dem wichtigen US- sowie den asiatischen Märkten, welche weiterhin viel Potenzial versprechen. So planen die jeweiligen Pernod-Ricard-Niederlassungen für den US-Markt, welcher den größten Absatzmarkt für Monkey 47 bildet, für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein Absatzwachstum von +15% und für den asiatischen Markt (inkl. Australien) von +56% gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023. Global plant Pernod Ricard für Monkey 47 ein Absatzwachstum von +21% im Geschäftsjahr 2023/2024. Aufgrund der Stärke der Marke "Monkey 47" und der etablierten weltweiten Vertriebsstrukturen gehen wir langfristig weiterhin von einer positiven Entwicklung aus. Als Premiumanbieter im Bereich der Gin-Spirituose hat das Unternehmen ein Produkt geschaffen, welches sich bis zur Disruption durch die Corona-Krise in einem rasanten Aufwind befand und diesen Erfolgskurs in der Folge wiederaufnehmen konnte. Die Herausforderung für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 wird sein, mit der weiterhin anhaltend schwierigen geopolitischen Situation und daraus bereits spürbaren Folgen adäquat umzugehen, insbesondere hinsichtlich der stark gestiegenen Preise für Ingredienzien und Transportkosten. Für den Produktionsbereich bedeutet dies, der wachsenden Marktnachfrage gerecht zu werden und die Lieferbereitschaft zu gewährleisten. Des Weiteren werden angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten und sinkender Konsumausgaben das Konsumentenverhalten und zielgerichtete Marketingmaßnahmen in den Fokus rücken. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 planen wir bei den Lieferungen an die Pernod-Ricard-Niederlassungen sowie bei den verbleibenden kleinen Kunden in Deutschland mit einer flachen bis leicht negativen Umsatzentwicklung von 0 bis -2% aufgrund hoher Lagerbestände bei ersteren. Die geplante Umsatzentwicklung schlägt sich bei einer erwarteten höheren Kostenstruktur auch in einem geringeren Betriebsergebniswachstum von -2 bis -4% nieder. Aufgrund der mit jeder Prognose verbundenen Unsicherheit ist es möglich, dass die tatsächliche zukünftige Entwicklung von unseren Erwartungen abweicht. Zudem ist die zukünftige Entwicklung vor allem von dem weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs sowie der unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage abhängig. IV. Chancen- und Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die deutsche und europäische Gesetzgebung für Spirituosen stellen ein generell zu beachtendes Risiko der Branche dar. Diskussionen um den maßvollen Umgang mit Alkohol und um Werbeverbote stehen zunehmend im Fokus der Politik und tangieren auch das Unternehmen. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung engagiert sich Black Forest Distillers bzw. der Gesellschafter Pernod Ricard Deutschland mit diversen Maßnahmen und adressiert diese an die jeweiligen Zielgruppen. Mit dem Logo als Kernbotschaft wurde eine nationale Medienkampagne in TV, Kino, Plakat und in Print initiiert - www.Mein-Kind-will-kei- nen-Alkohol.de -, mit der sich das Unternehmen nachhaltig für "Keinen Alkohol in der Schwangerschaft" einsetzt. Mit dieser Initiative werden die Aufklärungsarbeit, Beratung und Prävention der "Stiftung für das behinderte Kind" unterstützt. Eine Erhöhung der Alkoholsteuer durch den Gesetzgeber, als mögliche Reaktion auf die gesellschaftlichen Probleme im Umgang mit Alkohol, wird in der Branche als denkbar angesehen. Die letzte Anpassung der Alkoholsteuer erfolgte zuletzt 1982. Eine Erhöhung der Alkoholsteuer würde zu einer Erhöhung des Preisniveaus für Spirituosen führen und demzufolge zu einer möglichen Reduzierung der Nachfrage. Das daraus abzuleitende Risiko kann für eine Premiummarke im Hochpreissegment wie Monkey 47 aktuell als eher gering eingeschätzt werden. Ertragsorientierte Risiken Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden für viele Ingredienzien weitere signifikante Preisanstiege verzeichnet, was hauptsächlich durch die hohen Inflationsraten infolge des Kriegs in der Ukraine verursacht wurde. Daneben besteht aufgrund von möglichen witterungsbedingten Ernteausfällen für vereinzelte Rezepturbestandteile ein generelles Beschaffungsrisiko. In Relation zum Herstellungspreis des Produktes sind daraus resultierende Preisschwankungen für das Unternehmen jedoch von untergeordneter Bedeutung. Der weitere Verlauf und die Dauer des Krieges in der Ukraine werden weiterhin richtungsweisend für die Entwicklung der Preise für Ingredienzien sein. Hier rechnen wir mit einem Gesamtkostenanstieg von circa 11%. Unsicherheiten im Zusammenhang mit COVID-19 werden derzeit als eher gering eingeschätzt. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ist als komfortabel zu bezeichnen. Das Unternehmen konnte sich über die erwirtschafteten Gewinne sowie den Cashpool der Pernod Ricard-Gruppe finanzieren. Die Gesellschaft fakturiert nahezu weltweit in Euro, daraus folgt, dass kaum Währungsrisiken zu kalkulieren sind. Das Forderungsausfallrisiko wird im Unternehmen als unbeachtlich eingestuft, da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weitgehend gegenüber den Pernod Ricard-Gesellschaften bestehen. Chancenbericht Der globale Spirituosenmarkt ist trotz der angespannten geopolitischen und wirtschaftlichen Lage gewachsen (+5% KJ 2022 vs 2021). Laut aktuellen Markforschungszahlen hat Gin in vielen ehemaligen Wachstumsmärkten zwar an Dynamik eingebüßt, jedoch gibt es großes Potenzial im globalen Travel Retail-Markt. Da die "Premiumisierung" von Produkten im Spirituosenmarkt eine weiterhin große Rolle spielt, rechnen wir "Monkey 47" auch zukünftig große Wachstumschancen und eine starke weltweite Position am Markt aus (Quelle: IWSR Database 2022, Drinks International). Durch die Integration des Produktes und der Marke in die weltweiten Vertriebskanäle der Pernod Ricard Gruppe können Absatzmärkte noch intensiver bearbeitet und gesteuert werden. Das Unternehmen hat damit die Chance, maßgeblich am Gin- Boom zu partizipieren, den Umsatz zu steigern und die Marktposition weiter auszubauen. Das Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit dem Pernod Ricard-Konzern ein anspruchsvolles Qualitätsmanagement aufgebaut, was durch die Zertifizierungen nach ISO 9001 und 22000 im abgelaufenen Geschäftsjahr untermauert wurde. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist weiterhin die Zertifizierung nach ISO 45001 angestrebt. Damit beabsichtigen wir, den hohen Ansprüchen des Kunden an das Produkt sowie den Ansprüchen des Unternehmens an die Produktion weiterhin gerecht zu werden.
31. Juli 2023 Black Forest Distillers GmbH Gregory Chevillat, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Black Forest Distillers GmbH, Loßburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Black Forest Distillers GmbH, Loßburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Black Forest Distillers GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 9. August 2023 KPMG
AG
Obergarz, Wirtschaftsprüfer Figura, Wirtschaftsprüfer |
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