Beteiligungsgesellschaften
Wache GmbH
Hutmacherring 32, 23556 Lübeck, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bettina, geb. Wache Wache-Möhle seit 28.9.2012 | Geschäftsführer |
Claudia, geb. Schmidt Wache seit 17.2.2006 | Geschäftsführer |
Thies Wache seit 17.2.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 35.00% | |
| 35.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wache GmbHLübeckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023Wache GmbHLübeckAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Wache GmbHLübeck
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Die Wache GmbH hat ihren Sitz in Lübeck und ist eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer HRB 6517 HL. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Brutto-Anlagenspiegel Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus beigefügtem Anlagespiegel. Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Im Jahr 2022 erfolgte der Erwerb wesentlicher Teile des Vermögens der insolventen Gesellschaft Buck & Co. Fertigungstechnik GmbH, Lübeck. Neben dem übernommenen Sachanlagevermögen wurden immaterielle Vermögensgegenstände (insbesondere Kundenstamm, Know-How und Geschäftsmodelle sowie gewerbliche Schutzrechte) in Höhe von insgesamt 30 TEuro als Firmenwert aktiviert. Auf Grund der unsicheren Kundenbeziehungen erfolgt die Abschreibung über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren. Finanzinstrumente Es besteht ein Zinsswapgeschäft mit einem Marktwert von 18 TEuro. Die Ermittlung des Marktwertes erfolgte als Barwert auf der Grundlage der aktuellen Zinsstrukturkurve durch das Kreditinstitut. Auf Grund der weitgehend identischen Bedingungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument und des vergleichbaren Risikos wird eine Bewertungseinheit gebildet und kein rechnerischer Effektivitätstest durchgeführt, sondern lediglich Bedingungen miteinander verglichen.
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Verpflichtungen aus Gewährleistung (66 TEuro) sowie Urlaubs- und Überstundenansprüche der Arbeitnehmer (17 TEuro). Weiterhin enthalten sind u.a. Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (22 TEuro) und für Berufsgenossenschaftsbeiträge (27 TEuro). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Darlehen sind sämtlich durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von 518 TEuro (Vorjahr: 518 TEuro) mit einem Rangrücktritt versehen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen insbesondere Sachbezüge (68 TEuro). Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden vor allem Raumkosten (429 TEuro), Instandhaltungsaufwendungen (227 TEuro), Kosten der Warenabgabe (222 TEuro), Leasingaufwendungen (294 TEuro), Kosten für Werkzeuge und Kleingeräte (313 TEuro) sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung ausgewiesen. Daneben umfassen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Einmalkosten aus der Nacherhebung von Sozialversicherungsbeiträgen (351 TEuro). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 234 TEuro für das Jahr 2024, 78 TEuro für das Jahr 2025 und 60 TEuro für das Jahr 2026. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 97 (Vorjahr: 93) Arbeitnehmer.
Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres traten im Unternehmen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ein, über die zu berichten gewesen wäre. Der anhaltende Fachkräftemangel wird sich jedoch weiterhin auch auf das Geschäftsjahr 2024 auswirken. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft bestand im Berichtsjahr aus:
Vergütungen der Geschäftsführer Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Unterschrift der Geschäftsführung
Lübeck, 13.03.2024 gez. Claudia Wache gez. Thies Wache Gez. Bettina Wache-Möhle Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Wache GmbHLübeck
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Wache GmbH ist in 2012 durch Verschmelzung der Feinmechanik Wache GmbH, Lübeck, und der Wache GmbH & Co. KG, Hamburg, entstanden. Die Feinmechanik Wache GmbH war auf dem Gebiet der Herstellung und des Vertriebs von Zerspanungserzeugnissen tätig, während sich das Geschäft der Wache GmbH & Co. KG auf die Fertigung und den Vertrieb von Rädern, Rollen und Transportgeräten erstreckte. Beide Geschäftsbereiche werden durch die Wache GmbH fortgeführt. In den Jahren 2012 bis 2014 wurde ein neues Betriebs- und Verwaltungsgebäude am heutigen Standort in Lübeck errichtet und die beiden Betriebe dort auch räumlich zusammengelegt. Eine weitere Halle wurde im Berichtsjahr fertiggestellt und bedeutet nach Beendigung der letzten Detailarbeiten eine Verdopplung der Produktionsfläche. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft stellt auf spezielle Kundenwünsche und -spezifikationen ausgerichtete Erzeugnisse her und ist so auch auf dem Gebiet des Engineering tätig. Es werden Lösungen umgesetzt, die mit Stückzahl 1 beginnen können, sich über Prototypen hin zu Serienstückzahlen mit mehreren zehntausend Teilen erstrecken. Forschung und Entwicklung im engeren Sinne wird von der Wache GmbH nur in geringem Umfang betrieben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wache GmbH ist hauptsächlich auf dem nationalen und in kleinerem Maß auf europäischen Märkten tätig. Außergemeinschaftliche Lieferungen spielen eine untergeordnete Rolle. Wir liefern Räder, Rollen und Transportgeräte sowie feinmechanische OEM-Teile und -Baugruppen. Im Berichtszeitraum gab es kein bundesdeutsches Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 0,3 %, die Volkswirtschaft steht am Rande einer Rezession. Der europäische Wirtschaftsraum befindet sich praktisch in einer Stagnation. Das europäische Bruttoinlandsprodukt wuchs um knapp 0,4 %. Die Auslastung im Markt für feinmechanische Zerspanungserzeugnisse und Baugruppen stagnierte in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres und schrumpfte in der zweiten Jahreshälfte um ca. 12 %. Auftragsbestände gingen in der zweiten Jahreshälfte zurück und die Lieferzeiten nahmen im Vergleich zum Vorjahr ab. Der Export an im osteuropäischen Raum spezialisierten Kunden der Branche blieb auf dem relativ niedrigen Vorjahresniveau. Die Chancen, Facharbeiter zu bekommen, haben sich im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich verschlechtert. Auch Auszubildende für den produzierenden Bereich zu bekommen, blieb im Berichtsjahr schwierig. Helfer sind auf dem Arbeitsmarkt praktisch nicht mehr zu bekommen. Der Markt für Räder und Rollen hat sich nach Branchenauskünften in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr ähnlich entwickelt wie der der feinmechanischen Zerspanungserzeugnisse. Die Zahl der Anbieter ist konstant. Hersteller von Rädern und Rollen gewannen, wie auch in 2022, im Berichtsjahr gegenüber reinen Händlern ohne Herstellungskompetenz weitere Marktanteile. Klassische nicht motorische Transportgeräte wurden in Deutschland etwas unter Vorjahresniveau verkauft. Kundenbezogene Lösungen konnten diesen leichten Rückgang kompensieren und spielten auch im Berichtsjahr eine zunehmend bedeutende Rolle. Inländische Hersteller mit entsprechender Fertigungskompetenz sind hier weiterhin im Vorteil. Das wertmäßige Niveau der Importe liegt erneut etwas unter dem des Vorjahres. 2. Lage der Gesellschaft 2.1. Generell Durch unsere starken Vertriebsaktivitäten konnten wir unseren Umsatz (s.u.) weiter gegen den Trend ausbauen, nicht zuletzt durch ein sehr erfreuliches Neukundengeschäft und die Treue bestehender Kunden. So haben Bestandskunden mit 81,5 % zum Umsatz beigetragen und die neuen Kunden mit 18,5 %. Der größte Kunde trägt 9,6 % zum Umsatz bei und wir sind froh über die große Zahl von Kunden aus allen Branchen der deutschen Wirtschaft. So sind wir mit unseren Produkten in der Medizin- und Lebensmitteltechnik genauso vertreten wie in modernsten Technologien unserer Industrien, Halbleiter, Optik, aber auch im Maschinen- und Anlagenbau und in der Veranstaltungstechnik mit all ihren Facetten. Die Weiterentwicklung von Verfahren im Bereich feinmechanischer Zerspanungsteile und Baugruppen sorgte auch im Berichtsjahr dafür, dass die weiter gestiegenen Lohn- und Gehaltsaufwendungen zumindest zum Teil durch höhere Produktivität aufgefangen werden konnten und so das Ergebnis nicht in vollem Umfang beeinflussten. Die weitere Entwicklung unserer hohen Kompetenz in der Zerspanung sehr komplexer, maßlich großer und kleiner Bauteile hat uns auch in 2023 neue Kunden gebracht. Gleichzeitig blieben die Beziehungen zu Bestandskunden stabil, die allerdings teilweise unter Marktrückgängen litten. Umsatz und Auftragsentwicklung sind weiter gestiegen. Im Bereich Räder und Rollen konnten wir erneut dank unseres starken Partners Blickle, dessen Räder und Rollen wir exklusiv in Norddeutschland vertreiben, unsere Marktposition nicht nur verteidigen, sondern auch weiter ausbauen. Gestützt wird dieser Geschäftsbereich zudem durch die Eigenfertigung von Rädern und Rollen, die wir seit Beginn unserer Aktivitäten auf diesem Sektor betreiben und mit dem wir das breite Programm des Hauses Blickle ergänzen. Zudem gibt es neue, sehr erfolgreiche Intralogistik-Lösungen von Blickle, die wir ebenfalls erfolgreich auf dem norddeutschen Markt platzieren und so neue Zielgruppen gewinnen. In diesem Zusammenhang erreichen wir auch Kunden die sehr fokussiert auf Ergonomie und Energieeffizienz achten. Wir sind stolz über die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Blickle und glücklich über das außergewöhnlich hohe Maß an Vertrauen, das seit Beginn unserer Partnerschaft besteht und mit dem Blickle, der Weltmarktführer für Räder und Rollen, auch die Entwicklung des norddeutschen Räder- und Rollenmarktes unterstützt. Erfreulich war auch in 2023 die Steigerung des Geschäftes für Neubeschichtungen und Runderneuerungen von Rädern und Rollen. Dies hat nicht nur wirtschaftliche Vorteile für alle Beteiligten, dieses Angebot sorgt für ein zweites und drittes Leben von Rädern und Rollen, verlängert deren Nutzung entsprechend und vermeidet so den Verbrauch von Rohstoffen und Energie und entlastet zudem die Abfallwirtschaft. Das ERP-System stellt die Materialversorgung der Fertigung, die Steuerung der Maschinen und Prozesse sicher und ermöglicht eine exakte Terminverfolgung und Engpassanalyse. Mit über 98 % der Lieferanten besteht eine Lieferbeziehung, die seit 10 Jahren und länger fortlaufend existiert. Diese ist nach wie vor geprägt durch ein hohes Maß an Vertrauen. Die Leistungsfähigkeit der durch das Qualitätsmanagement freigegebenen Lieferanten wird regelmäßig bewertet, genauso wie die Qualität der gelieferten Produkte sowie die Termintreue. Die Entwicklung der Qualitätskennzahlen verbessert sich in allen Dimensionen, trotz eines wirklich hohen Niveaus im Vorjahr. 2.2. Ertragslage Trotz eines schwierigen Marktumfeldes konnte unserer Gesellschaft die Umsatzerlöse im Berichtsjahr um weitere € 946 bzw. 7,3 % auf nunmehr T€ 13.838 steigern. Der Umsatzanstieg wurde vor allem mit inländischen Kunden erzielt. Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrafen zum einen das makroökonomische Umfeld sowie den anhaltenden Fachkräftemangel. Dazu kam für unseren Betrieb ein hoher Krankenstand. Betrachtet man die Entwicklung des Rohertrags, so zeigt sich, dass die umsatzbedingte Erhöhung des Rohertrags noch verstärkt wurde durch eine Verbesserung der Rohertragsmarge. Nachfolgend dargestellte Analyse des Rohertrags zeigt diesen Umsatz- und Margeneffekt:
Aus dem Umsatzzuwachs bei konstanter Marge ergibt sich ein Anstieg des Rohertrags um T€ 652. Die Verbesserung der Marge führte zu einer weiteren Erhöhung des Rohertrags um T€ 103. Letzteres ist vor allem auf weitere Optimierungen in der Produktion zurückzuführen. Bei den betrieblichen Aufwendungen sind Kostensteigerungen vor allem beim Personalaufwand, den Abschreibungen den Warenabgabekosten sowie den übrigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen. Dagegen ergaben sich Einsparungen vor allem bei den Raum- und Reparaturkosten. Als außergewöhnlicher und periodenfremder Aufwand wird das Ergebnis mit T€ 351 belastet, der auf eine geänderte Beurteilung des Status der drei Geschäftsführenden durch die Deutsche Rentenversicherung zurückgeht. Der gestiegene Personalaufwand (+ T€ 466) ist in erster Linie auf eine erhöhte Auslastung und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Zusätzlich hat sich der leicht erhöhte Mitarbeiterbestand kostensteigernd ausgewirkt. Die Abschreibungen stiegen im Berichtsjahr um T€ 44, was vor allem auf die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Neubaus am Hutmacherring in Lübeck zurückzuführen ist. Das neue Gebäude mit Herstellungskosten von insgesamt T€ 4.496 wurde im Berichtsjahr erstmals abgeschrieben. Der Rückgang der Raumkosten um T€ -44 ist eine Folge der wieder rückläufigen Strompreise (T€ -21) sowie geringerer Instandhaltungsaufwendungen (T€ -22). Bei den Stromkosten hat sich eine Reduzierung des Gewerbestrompreises infolge des Wegfalls der EEG-Umlage positiv ausgewirkt. Die übrigen Nebenkosten konnten weitgehend konstant gehalten werden. Im Berichtsjahr wurde weniger in Reparaturen vor allem von Bauten und Anlagen investiert (T€ -96), nachdem diese Kosten in dem Vorjahr vergleichsweise hoch ausgefallen waren. Für den Anstieg der Werbe-, Reise- und Warenabgabekosten um insgesamt T€ 61 ist insbesondere die erhöhte Inanspruchnahme von Zeitarbeitskräften (T€ 70) verantwortlich, die Folge des erwähnten hohen Krankenstands sowie des Problems der Gewinnung neuer Mitarbeiter war. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Berichtsjahr unter anderem Einmalaufwendungen aus der Nacherhebung von Sozialversicherungsbeträgen in Höhe von T€ 351 als Ergebnis einer Sozialversicherungsprüfung. Ohne diese außerordentlichen Aufwendungen hätte sich das Betriebsergebnis auf T€ 966 belaufen, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um T€ 279 entspräche. Die Finanzaufwendungen haben sich im Geschäftsjahr um T€ 94 erhöht, was vor allem auf die Finanzierung des Neubaus am Hutmacherring in Lübeck zurückzuführen ist. Ebenso hat sich das gestiegene Zinsniveau ausgewirkt, wobei die meisten Darlehen eine langfristige Zinsbindung haben. Insgesamt ergibt sich in Folge des gestiegenen Rohertrags, kompensiert durch Kostensteigerungen und Einmalbelastungen, ein Rückgang des Jahresüberschusses um T€ 117 auf T€ 120. Ohne die oben erwähnten einmaligen außergewöhnlichen Belastungen wäre das Ergebnis des Vorjahres weit übertroffen worden. 2.3. Vermögens- und Finanzlage Auf Grund des Jahresüberschusses (T€ 120) und einer leicht gesunkenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote von 21,8 % auf 22,7 % gestiegen. Ursächlich für den Rückgang der Bilanzsumme sind in erster Linie der gesunkene Vorratsbestand, der sich aus Artikeln, die für bestehende Kundenaufträge gefertigt wurden, Standardhalbzeugen und gängigen DIN- und Normteilen zusammensetzt, zum Stichtag weitgehend kompensiert durch die Investitionen in den Neubau sowie eines gestiegenen Forderungsbestandes. Trotz der erhöhten Forderungen beträgt das rechnerische Zahlungsziel (durchschnittlicher Bestand an Forderungen * 360 Tage / Umsatzerlöse) lediglich 9,1 Tage. Die genannte Eigenkapitalquote ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Gesellschaft eigene Gewerbeimmobilien im Wert von T€ 9.403 zum Stichtag in der Bilanz ausweist. Ohne dieses Grundvermögen ergäbe sich eine Bilanzsumme von T€ 8.045 und eine bereinigte Eigenkapitalquote von 49,3 %. Für unser anlagenintensives Geschäft ist diese Quote als sehr solide anzusehen. Das lang- und mittelfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt sowie lang- und mittelfristigen Darlehen, deckt vollständig das langfristig gebundene Vermögen. Es liegt somit eine fristenkongruente Finanzierung vor. Der operative Cashflow, vereinfacht definiert als Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen, beträgt T€ 1.039 nach T€ 1.112 im Vorjahr. Auch im Berichtsjahr wurde weiter in die Betriebsgebäude und den Maschinenpark investiert. Diese Investitionen betrafen vor allem die Erweiterung des Produktions- und Lagergebäudes (T€ 812). 2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt kann die Ertrags- und Rentabilitätssituation vor dem Hintergrund der Einmalaufwendungen im Berichtsjahr und der weiterhin bestehenden Personalknappheit als zufriedenstellend angesehen werden. Ohne die oben erwähnten außergewöhnlichen und periodenfremden Belastungen ist sie als gut zu bezeichnen. 2.5. Finanzielle Leistungsindikatoren Im auftragsbezogenen Geschäft resultieren die Indikatoren im Wesentlichen aus den jeweiligen vertraglichen Anforderungen der abzuwickelnden Aufträge. Durch Liefervereinbarungen und vertraglich abgesicherte Abrufaufträge, die sich auf Zeiträume zwischen 12 und 24 Monate erstrecken, gibt es ein Auftragspolster von ca. 28 % des Jahresumsatzes. Regelmäßig überprüft wird der monatliche Auftragseingang, der Aufschluss über den kurzfristigen Erfolg gibt und Voraussagen auf das zu erwartende Ergebnis zulässt. Über mitlaufende Kalkulationen wird der geplante Aufwand überprüft. Im finanziellen Bereich werden hierüber die Rechnungslegung, die Zahlungseingänge und das Mahnwesen gesteuert. Kennzahlen wie absoluter Rohertrag, Rohertragsmarge und Kostenrelation zur Betriebsleistung werden monatlich überwacht. Wesentliche Indikatoren aus finanzieller Sicht sind die Liquidität, unterteilt in freie Liquidität und Kreditvereinbarungen. Dem vereinfacht ermittelten Cash-Flow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Dieser wird monatlich ermittelt und steuerungstechnisch eingesetzt. 2.6. Zuverlässigkeit des unternehmensinternen Planungssystems sowie der zugrundeliegenden Daten und Annahmen Wir nutzen eine Standardsoftware mit aussagekräftiger Kostenrechnung zur monatlichen Analyse sämtlicher Aufträge. Auf Grund der zeitnahen Daten des Rechnungswesens ist die Geschäftsführung stets über die aktuelle Lage informiert. Hieraus leitet sich eine hohe Zuverlässigkeit der kurzfristigen Planung ab. Langfristige Annahmen stützen sich auf langjährige Erfahrungswerte und vorliegende Rahmenvereinbarungen. III. Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen werden derzeit nicht betrieben. IV. Prognosebericht Die Gesellschaft ist erfreulich ins neue Geschäftsjahr gestartet. Auf Grund des Rückgangs von Lieferengpässen und der wirtschaftlichen Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht die Geschäftsführung für 2024 von ähnlichen Umsatzzahlen und einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses aus, da die oben erwähnten außerordentlichen und periodenfremden Aufwendungen keine Belastung des Ergebnisses darstellen werden. Eine genaue Prognose der Ergebnisse ist derzeit noch nicht seriös möglich. Die Geschäftsführung beobachtet die Entwicklungen hinsichtlich des Ukraine-Krieges und der noch immer herrschenden Inflation sorgfältig und engmaschig und bereitet sich auf verschiedene Szenarien vor, um ggf. jederzeit schnell handlungsfähig zu sein. Des Weiteren wird intensiv an der Gewinnung neuen Personals gearbeitet. V. Chancen- und Risikobericht Die typischen markt- und finanzwirtschaftlichen Risiken lassen sich für unsere Gesellschaft wie folgt beurteilen: Marktchancen/-risiken Wir sind durch zertifizierte Fertigungsprozesse, hohe Produktqualität und Liefersicherheit sowie einer intensiven Kundenpflege im Wettbewerb gut positioniert und bauen unsere Position durch vielfältige Verkaufsaktivitäten sowie Angebotsanpassung aus. Das Marktumfeld mit Rezession und Fachkräftemangel beeinträchtigt weiterhin auch unser Geschäft, da dies zu Nachfragezurückhaltung und steigenden Lohnkosten. Gleichzeitig beeinträchtigt dies die Wachstumschancen unseres Unternehmens. Zudem rechnen wir mit einem stärkeren Preiswettbewerb, da Marktbegleiter bei geringerer Nachfrage über den Preis versuchen werden sich zu positionieren. Dies bedeutet, dass wir unsere Leistungen und Qualitätsunterschiede für unsere Kunden deutlich sichtbar machen. Delkredererisiko Es besteht grundsätzlich ein Risiko von Forderungsausfällen. Auf Grund der Kundenstruktur sowie eines gut funktionierenden Mahnwesens konnten die Forderungsausfälle in der Vergangenheit minimal gehalten werden. Das Risiko verteilt sich auf viele einzelne Rechnungen und Kunden. Zudem sind die Geschäfte kreditversichert. Zinsrisiko Die Gesellschaft finanziert sich zu einem erheblichen Anteil über Bankdarlehen mit langfristiger Zinsfestschreibung. Bei den variabel verzinslichen kurzfristigen Fremdmitteln ist nach Erwartungen der Fachleute in nächster Zeit noch nicht mit einem Rückgang der Zinsen zu rechnen. Spürbare Zinserhöhungen werden jedoch nicht erwartet. Liquiditätsrisiko Die Geschäftsführung überwacht die Liquiditätssituation der Gesellschaft laufend anhand einer detaillierten Finanz- und Liquiditätsplanung und -kontrolle. Basis dafür bildet insbesondere ein Kreditspiegel, der sämtliche planmäßigen Zahlungsabflüsse nach exakter Fälligkeit umfasst. Die bestehenden Darlehen wurden in der Vergangenheit stets fristgerecht bedient. Wie auch in den Vorjahren, konnten auch im Berichtsjahr Darlehen deutlich getilgt und das Eigenkapital gesteigert werden. Fremdwährungsrisiken Die Gesellschaft führt keine Geschäfte in Fremdwährung aus. Insofern sind Fremdwährungsrisiken ohne Bedeutung.
Lübeck, den 13. März 2024 Die Geschäftsführung: Thies Wache Claudia Wache Bettina Wache-Möhle BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wache GmbH, Lübeck Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wache GmbH, Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wache GmbH, Lübeck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lübeck, den 18. März 2024 mercurius
gmbh
Kohberg, Wirtschaftsprüfer |
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