SWE GmbH & Co. KG

77933 Lahr/Schwarzwald, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRA 390955
Vorher
Schwarzwald Eisenhandel GmbH & Co. KG Großhandel KGSchwarzwald Eisenhandel GmbH & Co. Großhandel KGSchwarzwald Eisenhandel GmbH & Co. KG Großhandel
Eingetragen
30.9.1966

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Beteiligungen

NameAnteil
70.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SWE GmbH & Co. KG

Lahr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

I. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Wir sind im Großhandel für Walzstahl, Blankstahl, Qualitätsstahl, Edelstahl/NE und Betonstahl inklusive Anarbeitung für Metall-/Stahlbauer sowie metallverarbeitende Industrieunternehmen tätig. Hierzu unterhalten wir neben unserem Standort am Sitz der Gesellschaft in Lahr, hier befindet sich neben der Firmenleitung und Verwaltung der Gesellschaft auch der Verkauf von Betonstahl, Wälzstahl, Edelstahl/NE-Metallen und Flachprodukten nebst Lager sowie der Teilbetrieb Biegerei. Zweigniederlassungen für den Stahlgroßhandel (Verkauf nebst Lager) befinden sich in Bad Säckingen (Stahlgroßhandel), sowie in Freiburg i. Breisgau und Karlsruhe (auch Anarbeitung von Stahl).

Im Jahr 2023 wurde die Carli GmbH mit Sitz in Freiburg als 80%-ige Tochtergesellschaft gegründet. Die Carli GmbH hat in einem Share Deal die Carli + Co., Nachf. A. Braunstein KG, Stahlhandel erworben. Die Carli GmbH ist eine Spezialistin für Rohre und Rohrzubehör, die Kunden im Bereich Rohrleitungsbau in Baden-Württemberg beliefert.

Unser ehemaliges Geschäft mit Elementen (Einbau von Türen, Toren und Brandschutzelementen) haben wir im Jahr 2018 in unsere Tochtergesellschaft SchwarzwaldElemente GmbH ausgelagert. Weiteres Tochterunternehmen ist die Kaman + Liebherr Arbeitsschutz GmbH.

II. Ziele und Strategien

Die Schwarzwald-Eisenhandel GmbH & Co. KG (im Folgenden "SWE") hat das Ziel, in den betreuten Kundenregionen Baden/Schwarzwald-Baar, Rheinland-Pfalz, Elsass sowie eingeschränkt in der Nordwestschweiz als führender Marktteilnehmer aufzutreten.

Die Strategie für die Erreichung einer führenden Marktposition ist gekennzeichnet durch ein kompetentes Sortiment über direkte Werkseinkäufe, eine kundenorientierte Beratung durch fachlich geschultes Personal sowie hohe Serviceorientierung. Speziell im Bereich Sortimente konnte durch den Zukauf der Carli GmbH im Bereich Rohre eine hohe Kompetenz bei Rohrleitungsthemen aufgebaut werden.

Durch mittlerweile vier Standorte in der Region und einen eigenen Fuhrpark erreicht SWE eine hohe Kundennähe und Kundenverbundenheit.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland (weniger negativ in der angrenzenden Region Elsass) war im Jahr 2023 stark durch eine abflachende Gesamtwirtschaft beeinflusst, wobei die negative Entwicklung im Bereich Bauindustrie hervorzuheben ist. Hauptgrund für die wirtschaftliche Eintrübung im Baubereich waren gestiegene Zinsen sowie durch hohe Inflation getriebene gestiegene Baukosten.

Höheren Abnahmemengen der Kunden kurz nach dem Start des Ukrainekrieges 2022 folgte bereits Ende 2022 und im ganzen Jahr 2023 eine erhöhte Kaufzurückhaltung der Kunden, d.h. dem relativ guten Angebot nach Stahl stand eine geringe Nachfrage gegenüber. Dies führte zu einem über das ganze Jahr 2023 gesehen nachhaltigen signifikanten Preisrückgang im Markt, welcher sich zum Jahresende auf niedrigem Niveau stabilisiert hat.

Die Marktsituation im Stahlhandel insgesamt ist seit Jahren durch Verdrängungswettbewerb sowie durch Preisfluktuationen gekennzeichnet, wobei sich die Zahl der Wettbewerber speziell in Süd- und Mittelbaden kontinuierlich reduziert hat.

II. Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung 2023 war bei SWE dominiert durch eine geringfügig fallende Mengenentwicklung bei stark abfallenden Preisen.

Die gute Marktstellung in Baden und im Elsass konnte behauptet werden, wobei insbesondere die Marktanteile im Elsass durch den Wegfall eines Wettbewerbers erhöht werden konnten.

Die über das Jahr stark abfallenden Preise bedeuteten für einen lagerhaltenden Stahlhändler wie SWE, dass das Lager so schnell als möglich abgebaut werden musste, um nicht unter den fallenden Preisen zu leiden. Der Preisrückgang im Markt war jedoch so stark und nachhaltig, dass im Jahr 2023 mehrere Monate die Marktverkaufspreise unter den gemittelten Lagerwerten von SWE lagen.

Zum Ende des Jahres 2023 war der Bodensatz der Marktpreise erreicht und damit die Situation des Roherlöses zum Lagerwert SWE wieder auskömmlich.

Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und vor sonstigen Steuern liegt bei TEUR -1.431 (Vj. TEUR 3.237).

Der Umsatz (-27%) und das Rohergebnis (i.S.v. §276 S.1 HGB) (-23%) entwickelten sich insbesondere durch die stark rückläufigen Verkaufspreise bei relativ stabilen Mengen negativ.

Wichtig für die Eindämmung des negativen Ergebnisses war eine vorschauende Lagerhaltung - insbesondere die sehr zurückhaltende Lagerdisposition im ganzen Jahr 2023.

Die Kosten waren insgesamt im Rahmen der Planungen.

Im Jahr 2023 haben wir intensiv an der Digitalisierung unseres Unternehmens weitergearbeitet, insbesondere in der Logistik. Hier sind weiterhin erhöhte Beraterkosten angefallen.

III. Lage des Unternehmens

Die Aktiva wurden insbesondere durch Investitionen im Anlagevermögen sowie erhöhte Ausleihungen an das Tochterunternehmen SchwarzwaldElemente GmbH im Bereich Türen gesteigert, wobei die Steigerung vor allem durch verminderte Bestände der Vorräte abgemildert wurde:

• Anlagevermögen: Es wurden Ersatz- und Neuinvestitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.340 getätigt und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 35. Zudem wurde eine langfristige Ausleihung an die SchwarzwaldElemente GmbH in Höhe von TEUR 1.990 gewährt und für TEUR 400 eine Beteiligung in Höhe von 80% an der Carli GmbH erworben. Die Abschreibungen betragen insgesamt TEUR 991. Per Saldo hat sich das Anlagevermögen unter Berücksichtigung von Abgängen um TEUR 2.797 auf TEUR 11.148 erhöht.

• Der Bestand an Forderungen und sonstigen Vermögenswerten beträgt TEUR 5.247 und hat sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch den Rückgang der Forderungen im Verbundbereich um insgesamt 14% vermindert. Im laufenden Geschäftsjahr wurden auf Forderungen gegenüber eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TEUR 635 verzichtet. Ohne Factoring der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten wäre der Forderungsbestand zum Stichtag um TEUR 2.721 (Vj. TEUR 3.167) höher.

• Der Vorratsbestand (überwiegend Warenbestände) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.679 auf TEUR 7.262 vermindert.

Die Kapitalstruktur unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr in seiner Struktur folgendermaßen verändert:

• Unsere Eigenkapitalstruktur ist trotz des negativen Jahresergebnisses als für die Branche (Handel) gut zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote hat sich bei gesunkener Bilanzsumme vermindert und beträgt 34,2%.

• Die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr betragen TEUR 10.049. Unsere darin enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag TEUR 2.967 und sind damit 4,6% niedriger als im Vorjahr. Sie werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen und unter Berücksichtigung der Skontofristen beglichen.

• Die langfristigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 4.346 und bestehen in Höhe von TEUR 3.992 gegenüber Kreditinstituten. Die Höhe dieser Position ist geprägt durch hohe Investitionen aus den Vorjahren sowie aus der Aufnahme eines Kredits im laufenden Geschäftsjahr 2023 zur Weiterreichung an die Tochtergesellschaft SchwarzwaldElemente GmbH. Die Bankkredite bestehen bei vier regionalen Banken mit mehrjährigen Geschäftsbeziehungen.

Folgende Cashflows wurden erwirtschaftet:

• Operativer Cashflow: TEUR 2.172 (Vj. 4.875); dieser setzt sich unter anderem aus dem negativen Jahresergebnis zuzüglich zahlungsunwirksamen Aufwendungen sowie Abschreibungen zusammen.

• Cashflow aus Investitionstätigkeit: TEUR -3.585 (Vj. -2.214); das Jahr war geprägt durch Investitionen in das Finanzanlagevermögen.

• Cashflow aus Finanzierungstätigkeit: TEUR 676 (Vj. -2.407); im Geschäftsjahr erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per Saldo, der Zahlungsmittelabfluss resultierte neben Zinszahlungen aus der Rückführung von Darlehenskonten der Gesellschafter und sonstigen Darlehensverbindlichkeiten.

Unsere Ertragslage ist maßgeblich beeinflusst von einem schlanken Kostenapparat und die über das Wachstum zu erreichende Fixkostendegression. Ein zusätzlicher Erfolgsfaktor stellt ein striktes Forderungsmanagement dar:

• Der Umsatz hat sich preisbedingt um 27% vermindert. Durch starke unterjährige Preisrückgänge hat sich der Materialaufwand proportional zu den Umsätzen um insgesamt 28% vermindert.

• Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf dem Niveau des Vorjahres und sind um insgesamt 3% bzw. TEUR 189 leicht gesunken.

• Das Jahresergebnis ist mit TEUR -1.392 insbesondere aufgrund der vorstehend genannten Effekte um TEUR 4.052 niedriger als im Vorjahr.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Fokus von SWE auf den Großhandel mit Stahl ermöglicht weiterhin die konsequente Weiterentwicklung dieses Bereiches.

Im Bereich Walzstahl/Edelstahl/NE ist es notwendig, den Roherlös pro Tonne durch ein breiteres Sortiment in der Lagerhaltung stabil zu halten mit einem höheren Fokus auf Nischenprodukte. Zusätzlich wird in einem schwieriger werdenden Marktumfeld ein weiteres Tonnagewachstum durch Neukundenakquise in den Regionen Nordbaden, Frankreich und Schwarzwald-Baar angestrebt. Im Bereich Betonstahl soll das Geschäft bei schlechter werdender Baukonjunktur gehalten werden.

Für 2024 wird eine weitere Eintrübung im Bereich Bauwirtschaft in Deutschland erwartet, welche durch gestiegene Zinsen und höhere Baukosten (Material, Löhne) verursacht wird. Die Zurückhaltung von Bauherren ist dabei im ersten Quartal 2024 deutlich erkennbar. Die Auslastung der Industrie hingegen für 2024 bewerten wir derzeit noch als zufriedenstellend, da die Auftragseingänge Ende 2023 und Anfang 2024 gut waren.

Die Vorhersage der Entwicklung bei SWE ist unter den oben beschriebenen Bedingungen für das Jahr 2024 nur eingeschränkt möglich. Allerdings ist zumindest bisher im ersten Halbjahr absehbar, dass die Mengen zum Vorjahr im Bereich Walzstahl stabil sind bzw. im Betonstahl rückläufig sind. Im zweiten Halbjahr 2024 erwarten wir bei gleichem Preisniveau eine etwas schwächere Mengenauslastung im Baustahl, die im Falle unverändert guter Industrieumsätze durch diese ausgeglichen werden könnte.

Im Jahr 2024 wollen wir trotz der oben angesprochenen Themen unsere Marktposition weiter ausbauen und entsprechend neue Marktpotenziale nutzen - insbesondere in Frankreich analog dem Vorjahr. Gleichzeitig werden wir aber den Teilbetrieb Biege Lahr veräußern. Die vertraglichen Voraussetzungen hierfür (Signing) wurde im September 2024 geschaffen. Wir rechnen mit der dinglichen Wirksamkeit (Closing) noch im vierten Quartal 2024.

Eine Umsatzprognose für das Jahr 2024 erscheint schwierig unter den gegebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Sollte der Stahlpreis im Jahr 2024 relativ stabil bleiben, dann wäre der Durchschnittspreis über das Jahr unter dem Vorjahr. Deshalb gehen wir von einem über das Gesamtjahr deutlich niedrigeren Umsatz bei in etwa gleichen Tonnagen aus. Zudem entfallen voraussichtlich im Laufe des vierten Quartals 2024 die Umsätze des veräußerten Teilbetriebs Biege Lahr.

Das Jahresergebnis 2024 wird bei Realisierung des erwarteten Veräußerungsgewinns aus der Teilbetriebsveräußerung Biege Lahr deutlich positiv ausfallen. Für das operative Ergebnis selbst rechnen wir aber wieder mit einem Fehlbetrag in ähnlicher Höhe wie im abgelaufenen Jahr 2023.

Die Teilbetriebsveräußerung wird sich neben der Ertragslage auch deutlich positiv auf die Finanzlage der Gesellschaft auswirken. Es wird uns aus heutiger Sicht weiterhin möglich sein aufgrund unserer soliden Finanzlage vermehrt Stahl auf Lager zu kaufen, um an etwaigen Preissteigerungen aktiv zu partizipieren.

Wir werden Stand heute auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

II. Risikobericht

Risiken bestehen auf der Beschaffungsseite jeweils durch die starken Preisschwankungen für Stahl am Markt. Die Lagerhaltung von SWE ist darauf ausgelegt, diese Preisschwankungen abzufedern.

Das Kundenklientel von SWE ist unter anderem im Baubereich tätig. In diesem Bereich trübt sich aktuell der Auftragseingang der Baufirmen aufgrund höherer Zinsen sowie höheren Baukosten ein. Für die Industriekundschaft von SWE ist die aktuelle Ausgangslage aber weiterhin als stabil zu sehen.

Der Stahlhandel als Branche ist einem stetigen Konsolidierungsprozess ausgesetzt; diesem Konsolidierungsprozess konnte SWE durch Akquisitionen in Baden mitgestalten.

Das Frankreichgeschäft hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt, jedoch ist besonders hier aufgrund des unterschiedlichen Zahlungsverhaltens ein sehr striktes Forderungsmanagement erforderlich.

Dem Verdrängungswettbewerb begegnen wir durch Qualität der angebotenen Sortimente und Verlässlichkeit/Schnelligkeit/Automation im Service. Zusätzlich unterhalten wir langjährige Beziehungen mit qualitätsbewussten Herstellern, die überwiegend über unseren Einkaufsverband "Nordwest Handel AG" organisiert sind.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück.

Finanzielle Risiken

Es bestehen aktuell keine unmittelbaren Währungsrisiken.

Aufgrund unserer festverzinslichen Darlehen betreffen uns die Zinsänderungsrisiken derzeit ebenfalls nicht unmittelbar, sondern nur mittelbar betreffend unserer Factoring-Konditionen sowie hinsichtlich etwaiger konjunktureller Auswirkungen von Zinssteigerungen insbesondere auf die Baukonjunktur.

Bezüglich der Liquiditätslage sind keine Engpässe zu erwarten.

Die Gesellschaft verfügt über ein effektives Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Skonti-Ausnutzung gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Dies gilt auch für die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen, sowie einer Absicherung durch einen Warenkreditversicherer.

III. Chancenbericht

Steigende Marktpreise sind für einen lagerhaltenden Stahlhändler eine signifikante Chance auf Roherlöserhöhung - hier ist speziell 2024 genau auf spezielle Warengruppe zu achten, z.B. Bleche. Unabhängig davon streben wir über eine strategische Einkaufspolitik weitere Optimierungen an, um auf diese Weise eine Verbesserung der Einkaufspreise und außerdem eine höhere Handelsmarge zu erreichen. Zusätzlich wird es möglich und erforderlich sein, jährlich die Preise für Service und Anarbeitung zu erhöhen.

Die gute Marktposition von SWE in der Region Baden mit 4 Lagerstandorten bietet eine Chance für Umsatzzuwächse im Handels- wie auch bundesweit im Bauelementebereich unserer Gesellschaft.

Der in den letzten Jahren gestiegene Marktanteil sowie das Ausscheiden von regionalen Wettbewerbern könnte die Margensituation mittelfristig verbessern. Dies ist eine essentielle Vertriebsaufgabe.

Ein immer wichtigeres Thema ist die Effizienzsteigerung in der Logistik, d.h. Kommissionieren und Ausfahren der Ware. Hier ist es das Ziel von SWE, durch weitgehende Digitalisierung den Workflow sowie die Disposition deutlich zu verbessern, insbesondere durch die Einführung der Dispositionssoftware WANKO.

Die Konjunktur im Hochbau wird unserer Meinung nach mittel- bis langfristig speziell in unserer Region Südbaden wieder in die Gänge kommen, da der Wohnraum knapp ist und bei weiter niedriger Arbeitslosigkeit ein gewisses Wohlstandsniveau in der Breite der Bevölkerung vorhanden ist. Für die Industrie in Südbaden sehen wir weiterhin eine gute nachhaltige Geschäftslage.

 

Lahr, 17. Oktober 2024

Schwarzwaldeisen Verwaltungs GmbH, Lahr

Die Geschäftsführung

Dr. Marco Stefan Auer

Ingo Auer

Alexander Hatt

Hendrik Saur

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.147.901,97 8.351.350,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.531,00 111.156,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.531,00 66.156,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.000,00 45.000,00
II. Sachanlagen 6.528.175,04 6.112.998,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 216.435,00 250.015,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.048.863,00 4.146.534,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.582.940,00 1.305.667,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 679.937,04 410.782,25
III. Finanzanlagen 4.517.195,93 2.127.195,93
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.494.173,42 2.094.173,42
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.990.000,00 0,00
3. Beteiligungen 27.150,00 27.150,00
4. Genossenschaftsanteile 5.872,51 5.872,51
B. Umlaufvermögen 12.573.479,92 16.836.821,72
I. Vorräte 7.261.902,32 9.940.607,42
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.950,00 7.950,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 7.216.820,48 9.932.657,42
3. geleistete Anzahlungen 37.131,84 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.247.174,21 6.094.987,31
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 769.532,24 782.614,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.406.570,38 4.914.827,22
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.071.071,59 397.545,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 64.403,39 801.226,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.773,74 105.369,10
Bilanzsumme, Summe Aktiva 23.786.155,63 25.293.541,00

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Kapitalanteile 4.792.444,93 6.184.731,62
B. Rücklagen 3.333.245,40 3.333.245,40
C. Rückstellungen 1.074.366,36 1.553.237,03
1. Steuerrückstellungen 691.766,36 1.095.337,03
2. sonstige Rückstellungen 382.600,00 457.900,00
D. Verbindlichkeiten 14.394.898,94 13.760.426,95
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.522.187,83 5.350.102,03
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.966.897,25 3.109.479,06
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.911.296,06 3.730.142,02
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.462,27 77.255,89
5. sonstige Verbindlichkeiten 964.055,53 1.493.447,95
E. Passive latente Steuern 191.200,00 461.900,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 23.786.155,63 25.293.541,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 82.996.872,58 113.620.206,68
2. sonstige betriebliche Erträge 871.413,10 754.833,23
3. Materialaufwand 68.016.218,96 94.163.883,31
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 68.016.218,96 94.163.883,31
4. Personalaufwand 9.377.485,59 8.604.623,85
a) Löhne und Gehälter 7.682.481,96 7.068.272,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.695.003,63 1.536.351,14
5. Abschreibungen 990.749,88 966.453,59
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 990.749,88 966.453,59
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.641.895,57 6.831.084,14
7. Erträge aus Beteiligungen 160.000,00 0,00
8. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 49.966,53 6.976,60
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 46.293,51 0,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 164.317,00 117.845,38
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 693.775,36 696.929,04
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -70.822,57 546.815,49
13. sonstige Steuern 31.846,62 30.348,67
Jahresfehlbetrag 1.392.286,69 -2.659.723,80

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Schwarzwald Eisenhandel GmbH & Co. KG, Lahr

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Schwarzwald Eisenhandel GmbH & Co KG, Lahr, ist beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRA 390955 eingetragen.

Gemäß § 267 HGB i.V.m. § 264 a HGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Personengesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften entsprechen den Vorschriften des HGB. Der Jahresabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Zugänge zum Anlagevermögen werden - soweit ihre Nutzungsdauer zeitlich begrenzt ist - linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern bewegen sich zwischen drei und 25 Jahren. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe im Zugangsjahr abgeschrieben.

Das Umlaufvermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Waren wurden zu Anschaffungskosten unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach dem § 240 IV HGB (Durchschnittsverfahren) angesetzt. Notwendige Abschläge wurden berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Ausfallwagnis wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Das Bilanzierungswahlrecht nach § 250 Abs. 3 HGB (Disagio) wurde in Anspruch genommen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, ggf. unter Berücksichtigung laufzeitabhängiger Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB, gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen- und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen ermittelt. Verlustvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des unternehmensindividuellen Gewerbesteuersatz von derzeit 13,9%. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz unter Passive latente Steuern angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 131 (i.V. TEUR 69) und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0 (i.V. TEUR 802). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 86 (i.V. TEUR 86).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehende Bonusansprüche in Höhe von TEUR 429 (i.V TEUR 289). Außerdem enthalten sie Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 23 (i.V. TEUR 27).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR Vorjahr
TEUR
Personalaufwendungen 220 312
Berufsgenossenschaft 100 89
Unterlassene Instandhaltung 0 9
Rechts- und Beratungskosten 44 27
Andere 19 21
383 485

Verbindlichkeiten (Vorjahresangaben in Klammer)

bis 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5 Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Sicherheiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.530 3.574 418 7.522 *
(2.905) (2.063) (382) (5.350)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.967 0 0 2.967 **
(3.110) (0) (0) (3.110)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.557 354 0 2.911
(3.344) (386) (0) (3.730)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30 0 0 30
(77) (0) (0) (77)
Sonstige Verbindlichkeiten 964 0 0 964
(1.493) (0) (0) (1.493)
10.049 3.928 418 14.395
(10.929) (2.449) (382) (13.760)

* Sicherheitsübereignung

** Branchenübliche Eigentumsvorbehalte

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 112 (i.V. TEUR 636).

Latente Steuern

31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Aktive latente Steuern 0 0 0
Passive latente Steuern 462 -271 191
Summe 462 -271 191

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte:

Zur Stärkung der Liquidität und zur Verkürzung der Kapitalbindungsdauer wurde im April 2016 ein Full-Factoring-Vertrag abgeschlossen. Der Vertrag umfasst sämtliche Kunden. Es handelt sich hierbei um sogenanntes "echtes Factoring". Zum Stichtag sind Forderungen in Höhe von TEUR 2.721 an den Factor verkauft.

Die Schwarzwald Eisenhandel GmbH & Co. KG und die Badische Stahlservice GmbH schlossen im Rahmen der Übernahme der Willi Stober GmbH & Co. KG am 03.11.2020 als Gesamtschuldner einen Darlehensvertrag in Höhe von TEUR 656 mit der Sparkasse Offenburg/ Ortenau ab. Der Darlehensbetrag floss in kompletter Höhe der Badische Stahlservice GmbH zu.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

bis 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5 Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Mietverpflichtungen 1.120 3.243 4.850 9.213
Leasingverpflichtungen 160 0 0 160
1.280 3.243 4.850 9.373

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Bürgschaften für Verbindlichkeiten der SchwarzwaldElemente GmbH in Höhe von TEUR 1.990 (i.V. TEUR 1.990), für Verbindlichkeiten der Schwarzwald Eisenhandel GmbH in Höhe von TEUR 1.700 (i.V. TEUR 1.700) sowie für Verbindlichkeiten der Bimeto GmbH in Höhe von TEUR 300 (i.V. TEUR 300).

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Schuldnerinnen ist das Risiko der Inanspruchnahme als gering einzuschätzen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 158 (i.V. TEUR 115).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwand an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (i.V. TEUR 4).

E. Sonstige Angaben

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Schwarzwaldeisen Verwaltungs GmbH, Lahr, mit einem voll eingezahlten Stammkapital in Höhe von EUR 25.000,00.

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 188 (i.V. TEUR 183), davon

- gewerbliche Mitarbeiter: 101 (i.V. 98)

- kaufmännische Mitarbeiter: 75 (i.V. 72) und

- Auszubildende: 12 (i.V. 13)

Die Geschäftsführung erfolgt durch die Komplementärin, welche durch die Herren

• Dr. Marco Stefan Auer, Geschäftsführung aller Bereiche, Lahr,

• Ingo Auer, Geschäftsführung aller Bereiche, Baden-Baden,

• Alexander Hatt, Geschäftsführung aller Bereiche, Ettenheim und

• Hendrik Saur, Geschäftsführung aller Bereiche, Baden-Baden

vertreten wird. Der Beruf ist mit der Organstellung identisch.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans betragen im Geschäftsjahr TEUR 234.

Anteilsangaben:

Gesellschaft Anteilsbesitz Ergebnis Eigenkapital
SchwarzwaldElemente GmbH, Lahr 100% 2023: TEUR -790 2023: TEUR 2.246
KAMAN + LIEBHERR Arbeitsschutz GmbH, Freiburg 50% 2022: TEUR -7 2022: TEUR 7
Badische Stahlservice GmbH, Lahr * 100% 2023: TEUR 50 2023: TEUR 76
Carli GmbH, Freiburg ** 80% 2023: - 2023: -

* Seit dem 17.10.2014 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Angegeben wird das Ergebnis vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme

** Die Gesellschaft wurde im Jahr 2023 neu gegründet. Zum aktuellen Zeitpunkt liegt noch kein Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 vor

F. Ereignisse nach Bilanzstichtag

Im September 2024 wurden die vertraglichen Voraussetzungen ("Signing") für die Veräußerung eines Teilbetriebs geschaffen. Es ist davon auszugehen, dass der Asset Deal im vierten Quartal 2024 dinglich wirksam wird ("Closing"). Ein wesentlicher Teil des Kaufpreises entfällt auf nicht bilanzierte immaterielle Werte (selbst geschaffener Kundestamm bzw. Firmenwert), so dass ein wesentlicher Veräußerungsgewinn anfallen wird. Daneben sind überwiegend Vorräte und in geringerem Umfang Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betroffen, die im Wesentlichen ergebnisneutral veräußert werden. Die Transaktion wird die Finanzlage der Gesellschaft deutlich stärken.

 

Lahr, den 17. Oktober 2024

Schwarzwaldeisen Verwaltungs GmbH, Lahr

Die Geschäftsführung

Dr. Marco Stefan Auer

Ingo Auer

Alexander Hatt

Hendrik Saur

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 528.649,66 35.226,72 0,00 7.050,00 570.926,38
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
578.649,66 35.226,72 0,00 7.050,00 620.926,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 509.949,37 5.822,59 0,00 0,00 515.771,96
2. technische Anlagen und Maschinen 8.473.017,60 354.864,33 40.221,68 200.201,75 8.987.862,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.973.784,15 562.518,17 105.627,35 0,00 3.430.674,97
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 410.782,25 476.406,54 0,00 -207.251,75 679.937,04
12.367.533,37 1.399.611,63 145.849,03 -7.050,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.369.173,42 400.000,00 0,00 0,00 2.769.173,42
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.990.000,00 0,00 0,00 1.990.000,00
3. Beteiligungen 27.150,00 0,00 0,00 0,00 27.150,00
4. Genossenschaftsanteile 5.872,51 0,00 0,00 0,00 5.872,51
2.402.195,93 2.390.000,00 0,00 0,00 4.792.195,93
15.348.378,96 3.824.838,35 145.849,03 0,00 19.027.368,28
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 462.493,66 45.901,72 0,00 508.395,38
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.000,00 5.000,00 0,00 10.000,00
467.493,66 50.901,72 0,00 518.395,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 259.934,37 39.402,59 0,00 256.568,37
2. technische Anlagen und Maschinen 4.328.208,77 615.203,40 4.413,17 4.326.483,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.668.117,15 285.242,17 105.624,35 1.842.113,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.256.260,29 939.848,16 110.037,52 6.425.165,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 275.000,00 0,00 0,00 275.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
275.000,00 0,00 0,00 275.000,00
6.998.753,95 990.749,88 110.037,52 7.879.466,31
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.531,00 66.156,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.000,00 45.000,00
102.531,00 111.156,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 216.435,00 250.015,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.048.863,00 4.146.534,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.582.940,00 1.305.667,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 679.937,04 410.782,25
6.528.175,04 6.112.998,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.494.173,42 2.094.173,42
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.990.000,00 0,00
3. Beteiligungen 27.150,00 27.150,00
4. Genossenschaftsanteile 5.872,51 5.872,51
4.517.195,93 2.127.195,93
11.147.901,97 8.351.350,18

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schwarzwald Eisenhandel GmbH & Co. KG, Lahr

Wir haben den Jahresabschluss der Schwarzwald Eisenhandel GmbH & Co. KG, Lahr - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schwarzwald Eisenhandel GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, den Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, 17. Oktober 2024

KAISER & SOZIEN GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Manuel Philipp, Wirtschaftsprüfer

Julius Mittelberger, Wirtschaftsprüfer

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